{"id":6584,"date":"2010-08-26T09:09:09","date_gmt":"2010-08-26T07:09:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6584"},"modified":"2010-12-06T08:38:57","modified_gmt":"2010-12-06T07:38:57","slug":"hinweise-des-tages-1211","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6584","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute u. a. zu folgenden Themen:  Konzerne machen Kasse, Wachstum kommt aus dem Ausland, &ldquo;Knapp daneben ist auch vorbei!&rdquo;, Stiglitz Says European Economy at Risk of Double-Dip Recession, USA verfallen in Angststarre, Diskrete Hypo-Gesch&auml;fte und volle Geldkoffer, Liechtensteiner F&uuml;rstenbank schafft die Trendwende, &ldquo;Dark Pools&rdquo; &ndash; die dunkle Seite der Macht, Lehman-Opfer unterliegt gegen Credit Suisse, Blendwerk, Rente, Datenschutz am Arbeitsplatz, US-Regierung misstraut gewinnorientierten Colleges, FDP-Krise, Sch&ouml;pfer von Stuttgart 21 fordert sofortigen Stopp, Neuer Personalausweis, Verdummung oder Propaganda?, Migration, Thilo Sarrazin, zu guter Letzt. Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert. (RS\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Robert von Heusinger: Konzerne machen Kasse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Robert von Heusinger: Wachstum kommt aus dem Ausland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">&ldquo;Knapp daneben ist auch vorbei!&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Stiglitz Says European Economy at Risk of Double-Dip Recession<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">USA verfallen in Angststarre<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Diskrete Hypo-Gesch&auml;fte und volle Geldkoffer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Liechtensteiner F&uuml;rstenbank schafft die Trendwende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">&ldquo;Dark Pools&rdquo; &ndash; die dunkle Seite der Macht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Lehman-Opfer unterliegt gegen Credit Suisse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Anna Sleegers: Blendwerk<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Rente<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Datenschutz am Arbeitsplatz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">US-Regierung misstraut gewinnorientierten Colleges<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">FDP-Krise: Westerwelle in der Kritik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">&ldquo;Gefahr f&uuml;r Leib und Leben&rdquo;: Sch&ouml;pfer von Stuttgart 21 fordert sofortigen Stopp<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Neuer Personalausweis: L&uuml;cke im Chip<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">M&auml;rchenstunde, Verdummung oder Propaganda?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Migration<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Thilo Sarrazin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Zu guter Letzt: Thilo Sarrazin tr&auml;gt zur Verdummung Deutschlands bei<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=6584&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Robert von Heusinger: Konzerne machen Kasse<\/strong><br>\nNicht alle profitieren gleicherma&szlig;en vom Boom: W&auml;hrend die Gewinne der Unternehmen explodieren und Verm&ouml;genseinkommen stark wachsen, bleiben die L&ouml;hne zur&uuml;ck.<br>\nDas Volkseinkommen, das sich aus dem Arbeitnehmerentgelt und den Unternehmens- und Verm&ouml;genseinkommen zusammensetzt, hat gegen&uuml;ber dem Vorjahresquartal um 8,3 Prozent zugenommen, wie das Statistische Bundesamt bekanntgab. W&auml;hrend das Arbeitnehmerentgelt aber lediglich um 2,5 Prozent angestiegen sei, h&auml;tten die Unternehmens- und Verm&ouml;genseinkommen einen &bdquo;sehr deutlichen Zuwachs&ldquo; von 21,9 Prozent verzeichnet.<br>\nEine solche Ungleichbehandlung zu Beginn eines Aufschwunges ist nichts Ungew&ouml;hnliches und eigentlich auch nicht problematisch, da der Aufschwung die L&ouml;hne anziehen l&auml;sst und in den Folgeperioden wieder f&uuml;r einen Ausgleich zwischen Kapital und Arbeit sorgt. Das Problem in Deutschland ist aber, dass das im vergangenen Aufschwung nicht geklappt hat, weshalb die Gewinnquote sich von ihrem langj&auml;hrigen Mittelwert bei rund 30 Prozent gemessen am Volkseinkommen gel&ouml;st und immer neue Rekorde erklommen hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/konzerne-machen-kasse\/-\/1472780\/4585980\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Robert von Heusinger: Wachstum kommt aus dem Ausland<\/strong><br>\nAuweia, im ersten Halbjahr hat Deutschland das Defizitkriterium der W&auml;hrungsunion verletzt: Auf 3,5 Prozent gemessen am Brutto-Inlandsprodukt (BIP) belief sich das Loch in den &ouml;ffentlichen Haushalten. Dabei sind doch nur drei Prozent erlaubt.<br>\nDeutschland hat sich in der Krise zum Mustersch&uuml;ler gemausert. Das Defizit Frankreichs wird dieses Jahr bei knapp acht Prozent liegen, das der Amis und Engl&auml;nder &uuml;ber zehn Prozent! Sollte Deutschland deshalb mit erhobenen Zeigefinger den Partnern zeigen, wo es langgehen m&uuml;sste auf dem Weg der Tugend?<br>\nAuch hier wieder: Weit gefehlt. Wo kommt das Wachstum hierzulande vor allem her? Aus dem Ausland. Im ersten Halbjahr bel&auml;uft sich die L&uuml;cke zwischen der heimischen Nachfrage und der Wirtschaftsleistung, also der Leistungsbilanz&uuml;berschuss, auf schlappe f&uuml;nf Prozent gemessen am BIP. Die deutschen Daten sind deshalb so gut, weil andere L&auml;nder viel weniger tugendhaft sind.<br>\nDeshalb ist jetzt die Zeit, den Partnern etwas zur&uuml;ck zu geben.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/wachstum-kommt-aus-dem-ausland\/-\/1472780\/4585984\/-\/index.html\">FR<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/deutschland-waechst-zulasten-des-auslands\/-\/1472780\/4585890\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&ldquo;Knapp daneben ist auch vorbei!&rdquo;<\/strong><br>\nDer ifo Gesch&auml;ftsklimaindex ist im August 2010 erneut gestiegen. Ifo-Chef Hans-Werner Sinn sieht die deutsche Wirtschaft in einem &ldquo;konstanten Sommerhoch&rdquo;. Wieder k&ouml;nnen sich die Spalten der Medien mit triefendem Positivismus f&uuml;llen. Der Ifo-Gesch&auml;ftsklimaindex kletterte leicht auf 106,7 Punkte, nach 106,2 Punkten im Vormonat. Dies war der dritte Anstieg in Folge und der Index erreicht den h&ouml;chsten Stand seit Juni 2007.<br>\nAllerdings handelt es sich beim ifo-Gesch&auml;ftsklimaindex nur um einen Stimmungsindikator, der in der aktuellen Situation wohl auch ein wenig die Inkompetenz der Befragten in Richtung Entwicklung der Weltkonjunktur dokumentiert &hellip;<br>\nIm Zweifel spiegelt der Ifo-Index also auch das Wunschdenken der F&uuml;hrungskr&auml;fte bzw. Unternehmenslenker ab und nicht die harten Fakten aus dem Auftragseingang!<br>\nDie Interpretation, was unter Gesch&auml;ftslage und Gesch&auml;ftsentwicklung zu verstehen ist, wird dabei bewusst den Befragungsteilnehmern &uuml;berlassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wirtschaftquerschuss.blogspot.com\/2010\/08\/knapp-daneben-ist-auch-vorbei.html\">Quersch&uuml;sse<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Stiglitz Says European Economy at Risk of Double-Dip Recession<\/strong><br>\nEuro-area governments stepped up efforts to cut their deficits to below the European Union limit of 3 percent of gross domestic product after the Greek crisis earlier this year eroded investor confidence in the 16-member currency union. While the economy expanded at the fastest pace in four years in the second quarter, the recovery is showing signs of weakening.<br>\n&ldquo;Because so many in Europe are focusing on the 3 percent artificial number, which has no reality and is just looking at one side of a balance sheet, Europe is at risk of going into a double-dip,&rdquo; Stiglitz said.<br>\n&ldquo;The problem is that we aren&rsquo;t getting out of this current crisis very quickly,&rdquo; he said. &ldquo;What we&rsquo;re doing is setting ourselves for a longer-term Japanese-style malaise of weak growth for an extended period of time. It&rsquo;s very disturbing that people are talking about a new normal&rdquo; with unemployment as high as 10 percent &ldquo;which would be devastating.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bloomberg.com\/news\/2010-08-24\/stiglitz-says-government-cuts-set-to-push-europe-into-double-dip-recession.html\">Bloomberg<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>USA verfallen in Angststarre<\/strong><br>\nBittere Nachrichten von der Konjunktur sch&uuml;ren in den USA die Angst vor einer neuen Rezession: Daten vom H&auml;usermarkt und der Industrie sind deprimierend. Sollte sich die Lage weiter verschlechtern, w&uuml;rde dies die gesamte Weltwirtschaft mitrei&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/konjunktur\/:neue-horrornachrichten-usa-verfallen-in-angststarre\/50161257.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Diskrete Hypo-Gesch&auml;fte und volle Geldkoffer<\/strong><br>\nEin Insider packte aus und enth&uuml;llte via TV angebliche Gesch&auml;fte fr&uuml;herer Hypo-Vorst&auml;nde.<br>\nBei dem Ex-Mitarbeiter des Instituts, der sich Freitagabend via Fernsehen gemeldet und fr&uuml;here Vorst&auml;nde belastet hat, handelt es sich um den ehemaligen Treasury-Leiter der Bank, Christian Rauscher.<br>\nIn der ZiB 2 hatte Rauscher unter anderem von &ldquo;diskreten Gesch&auml;ften&rdquo; mit Geldkoffern berichtet. Gelder aus Kroatien seien mit Learjets nach Klagenfurt geflogen und von dort weiter nach Liechtenstein transferiert worden. Drehscheibe sei das Schloss Freyenthurn nahe dem W&ouml;rther See gewesen, das die Hypo im Zusammenhang mit der Firmenpleite von General Partners &ldquo;geerbt&rdquo; hatte und in dem heute ein Nachtklub (Babylon) untergebracht ist.<br>\nDas Schloss wurde den Angaben Rauschers zufolge als diskrete Filiale benutzt: &ldquo;Da hat es im Schloss einen Beratungsschalter gegeben und einen Tresor, bei dem Gelder ausgezahlt worden sind.&rdquo; Die Kunden seien diskret aus Italien und Kroatien angereist.<br>\nF&uuml;r die Gelder aus Kroatien Richtung Liechtenstein sei &ldquo;Abflug in Klagenfurt&rdquo; gewesen, &ldquo;ohne gro&szlig;e Kontrollen konnte man da mitnehmen, was man wollte. Da war immer ein Vorstand mit dabei und ein Geldkoffer.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1282273333838\/Diskrete-Hypo-Geschaefte-und-volle-Geldkoffer\">derStandard.at<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Liechtensteiner F&uuml;rstenbank schafft die Trendwende<\/strong><br>\nDie Liechtensteiner F&uuml;rstenbank hat im ersten Semester 2010 die Trendwende geschafft: Erstmals seit zwei Jahren verzeichnete die LGT Group einen Neugeldzufluss. Er betr&auml;gt netto 1,1 Mrd. Franken. Der Konzerngewinn stieg um 6,4 Prozent auf 99,6 Mio. Franken.<br>\n(sda)&nbsp;Noch in der Vorjahresperiode waren bei der LGT Group wegen der Steueraff&auml;re und der Finanzmarktkrise 1,6 Mrd. Franken an Kundengeldern abgeflossen. Die Verm&ouml;gensverwalterin rechnet mit einer Fortsetzung des neuen Trends: &laquo;Wir erwarten, dass die positiven Zufl&uuml;sse auch in der zweiten Jahresh&auml;lfte anhalten werden&raquo;, wird Bankenchef Prinz Max von und zu Liechtenstein in der Mitteilung des Instituts zitiert.<br>\nDie Kundenverm&ouml;gen reduzierten sich allerdings trotz Neugeldzuflusses um 2,2 Mrd. auf 86,8 Mrd. Franken. Der R&uuml;ckgang sei markt- und w&auml;hrungsbedingt, so die LGT Group.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/liechtensteiner_fuerstenbank_schafft_die_trendwende_1.7326553.html\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Gelder in die Steuroase flie&szlig;en also wieder.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&ldquo;Dark Pools&rdquo; &ndash; die dunkle Seite der Macht<\/strong><br>\nWas sich in den USA bereits Anfang der 1990er-Jahre durchsetzte (mittlerweile aber von der US-B&ouml;rsenaufsicht SEC kritisch beobachtet wird) und in Europa auf fruchtbaren Boden fiel, findet nun auch vermehrt seinen Weg nach Asien. Gemeint sind so genannte &ldquo;Dark Pools&rdquo; und alternative Handelsplattformen (MTFs), Geheim-Plattformen f&uuml;r den B&ouml;rsenhandel. Dabei werden Wertpapier-Transaktionen an traditionellen B&ouml;rsen vorbei vollautomatisch und quasi im Dunkeln abgewickelt.<br>\nTurquoise (mehrheitlich im Besitz der London Stock Exchange) ist weltweit die gr&ouml;&szlig;te, gefolgt von der ebenfalls in London ans&auml;ssigen Chi-X. Letztere wird aktuell von einem mysteri&ouml;sen &Uuml;bernahme-Interessenten umworben. J&uuml;ngst gab die Deutsche Bank bekannt, einen &ldquo;Dark Pool&rdquo; in Hongkong zu starten. Singapur und Japan stehen bereits auf der Wunschliste.<br>\n&ldquo;&lsquo;Dark Pools&rsquo; gew&auml;hrleisten dem Marktteilnehmer nicht nur vollst&auml;ndige Anonymit&auml;t &ndash; ein weiterer Vorteil liegt darin, dass keine Preisbewegungen verursacht werden.&rdquo; Eine Order wird erst dann ausgef&uuml;hrt, sobald ein K&auml;ufer die gleiche Zahl an Aktien zum gleichen Preis durch eine anonyme Kauforder sucht &hellip;<br>\nIm Unterschied zu geregelten M&auml;rkten erf&uuml;llen &ldquo;Dark Pools&rdquo; kaum bis keine Transparenz-Anforderungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1282273489334\/Anonymes-Handeln-Dark-Pools---die-dunkle-Seite-der-Macht\">derStandard.at<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Lehman-Opfer unterliegt gegen Credit Suisse<\/strong><br>\nDas Berner Handelsgericht hat am Mittwoch ihr Urteil im Prozess des Lehman-Gesch&auml;digten Hugo Rey gegen die Credit Suisse verk&uuml;ndet &ndash; es ist zu Gunsten der Grossbank ausgefallen. Das Gericht folgte auf der ganzen Linie der Argumentation der Verteidigung und wies Reys Klage ab. Die CS habe keinen Vertragsbruch begangen und auch ihre Aufkl&auml;rungspflicht nicht verletzt.<br>\nIn der Schweiz sei der Kunde und nicht die Bank beweispflichtig. Weil es sich bei den Gespr&auml;chen mit dem Anlageberater um Einzelgespr&auml;che handelte &ndash; bei denen auch keine Aufzeichnungspflicht bestand &ndash; habe Rey auch nicht beweisen k&ouml;nnen, dass seine Behauptungen richtig gewesen seien. So stand bei der Frage, ob Lehman als holl&auml;ndische Bank bezeichnet wurde oder nicht, letztlich Aussage gegen Aussage. Ebenso sei es Rey nicht gelungen, das Gericht davon zu &uuml;berzeugen, dass er nicht gen&uuml;gend &uuml;ber das Emittentenrisiko aufgekl&auml;rt worden war. Das Gericht hat das Urteil letztlich auf der Grundlage der vorhandenen Akten f&auml;llen m&uuml;ssen.<br>\nDas Gericht hielt fest, dass es sich um einen Anlageberatungsvertrag gehandelt haben, bei dem der Bankangestellte Empfehlungen abgegeben habe &ndash; am Ende habe Rey entschieden. In einer solchen Situation gebe es &laquo;halt auch eine gewisse Verantwortung des Anlegers&raquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/finanzen\/nachrichten\/lehman-opfer_unterliegt_gegen_credit_suisse_1.7327305.html\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wie soll ein Kunde jemals beweisen k&ouml;nnen, dass er belogen oder gar betrogen worden ist? Es steht doch in fast allen F&auml;llen Aussage gegen Aussage.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Anna Sleegers: Blendwerk<\/strong><br>\nUnt&auml;tigkeit kann man dem deutschen Finanzministerium nicht vorwerfen. Allerdings sollte es aufh&ouml;ren, halbe Sachen zu machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/blendwerk\/-\/1472780\/4583028\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Rente<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Schluss mit Solidarit&auml;t beim Pensions-Sicherungs-Verein<\/strong><br>\nEigentlich hat der Pensions-Sicherungs-Verein eine friedvolle Aufgabe: Er sch&uuml;tzt die Betriebsrenten nach der Firmenpleite. Doch in der Krise sind die Beitr&auml;ge explodiert. Nun erlebt der Verein eine Welle des Aufstands &ndash; das ganze System ist in Gefahr.<br>\nDer PSV sch&uuml;tzt die Anspr&uuml;che auf betriebliche Altersversorgung, die Besch&auml;ftigte und Rentner an Unternehmen haben. Viele L&auml;nder beneiden die Deutschen um diese Einrichtung. Und lange Jahre arbeitete der PSV ger&auml;uschlos und zuverl&auml;ssig im Hintergrund. Wenn ein Unternehmen pleiteging, war der PSV zur Stelle.<br>\nDas Krisenjahr 2009 aber hat dem Verein zugesetzt &ndash; und manchen Riss zu einem Graben werden lassen. Es steht etwas auf dem Spiel, das den Kern des Vereins ber&uuml;hrt: die Solidarit&auml;t. Vielen der rund 73.000 Firmen, die Zwangsmitglieder in dem Verein sind, ist die Mitgliedschaft inzwischen zu teuer geworden.<br>\nHintergrund sind die explosionsartig gestiegenen Beitr&auml;ge: 2009 nahm die Belastung f&uuml;r die Unternehmen drastisch zu. Mehr als 4 Mrd. Euro mussten sie aufbringen. Das liegt an der Konstruktion des Vereins. Gehen viele Mitgliedsfirmen pleite, schie&szlig;t der Beitragssatz zwangsl&auml;ufig in die H&ouml;he.<br>\nDeshalb reagieren die Mitglieder zunehmend gereizt auf die Kosten. Rund 200 Firmen haben bislang Widerspruch gegen den Bescheid eingelegt, darunter die Bavaria Film in M&uuml;nchen. Unz&auml;hlige werden es noch tun, sie haben bis November Zeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/versicherungen\/:agenda-schluss-mit-solidaritaet-beim-pensions-sicherungs-verein\/50160356.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Bev&ouml;lkerung und sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigte im Alter von 60 Jahren bis zur gesetzlichen Altersgrenze (1999 bis 2031) und die &bdquo;50-Prozent-Quote&ldquo; (SPD)<\/strong><br>\nDas Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe e.V.(BIAJ) hat ausgerechnet, wie sich die Bev&ouml;lkerung im Alter von 60 bis zur sich bis 2030 erh&ouml;henden gesetzlichen Altersgrenze entwickeln d&uuml;rfte. In der unten stehenden Grafik wird dargestellt, wie die im &bdquo;SPD-Kompromiss&ldquo; vorgeschlagene 50-Prozent-Quote der sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigten sich darstellen w&uuml;rde, wenn die Altersgrenze bei 65 beibehalten w&uuml;rde, und wie viele zus&auml;tzliche Besch&auml;ftigte es bed&uuml;rfte, wenn die Altersgrenze gleitend bis 2029 auf 67 Jahre angehoben w&uuml;rde. \n<p><a href=\"upload\/bilder\/100826_Rente_mit_67.gif\" title=\"Link zur Grafik: Rente mit 67\"><img decoding=\"async\" width=\"470\" src=\"upload\/bilder\/100826_Rente_mit_67_th.gif\" alt=\"Grafik zum Thema: Rente mit 67\" title=\"Rente mit 67: Bev&ouml;lkerung und sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigte im Alter von 60 Jahren bis zur gesetzlichen Altersgrenze und die '50-Prozent-Quote' (SPD: 19.08.2010) Bundesrepublik Deutschland\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"upload\/pdf\/100826_Rente_mit_67.pdf\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe e.V.(BIAJ) [PDF &ndash; 127 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Sahra Wagenknecht zu Gast bei &ldquo;Peter Hahne&rdquo;: Arbeiten bis zum Umfallen? Der Streit um die Rente<\/strong><br>\nVideomitschnitt der Sendung vom 22.08.2010<br>\nSahra Wagenknecht, wirtschaftspolitische Sprecherin der Linksfraktion und Stellvertretende Vorsitzende der Partei DIE LINKE und Prof. Dr. Michael H&uuml;ther, Pr&auml;sident des Instituts der deutschen Wirtschaft im Streitgespr&auml;ch bei Peter Hahne.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sahra-wagenknecht.de\/de\/article\/779.sahra-wagenknecht-zu-gast-bei-peter-hahne-der-streit-um-die-rente.html\">ZDF<\/a><\/li>\n<li><strong>Generationenvertrag : Die Rentenl&uuml;ge<\/strong><br>\nDass man sp&auml;ter in Ruhestand gehen soll, wird mit zweifelhaften Zahlen begr&uuml;ndet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2010\/34\/Standpunkt-Rente\">Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Volker Bahl:<\/strong> Interessant, dies in der &ldquo;Zeit&rdquo; zu lesen!<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Datenschutz am Arbeitsplatz<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Entwurf eines Gesetzes zur Regelung des Besch&auml;ftigungsdatenschutzes<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/100826_Beschaeftigtendatenschutz_E_11082010.pdf\">Bundesministerium des Innern [PDF &ndash; 999 KB]<\/a>\n<p><em>Zur Kritik daran, siehe:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Humanistische Union<\/strong><br>\nDie B&uuml;rgerrechtsorganisation Humanistische Union hatte in der letzten Woche gefordert, dem Entwurf des Gesetzes nicht zuzustimmen. Jutta Roitsch-Wittkowsky vom Vorstand der Humanistischen Union verwies dabei auf das im Gesetzentwurf genannte Ziel, &ldquo;den Arbeitgebern verl&auml;ssliche Grundlagen f&uuml;r die Durchsetzung von Compliance-Anforderungen und den Kampf gegen Korruption an die Hand zu geben&rdquo;. Damit w&uuml;rde den Arbeitgebern weiterhin ein &ldquo;wohlgef&uuml;llter Instrumentenkasten&rdquo; zur Verf&uuml;gung gestellt, um Besch&auml;ftigtendaten zu erheben, zu verarbeiten und zu nutzen, so Roitsch-Wittkowsky. Bei der Einstellung seien dem Arbeitgeber praktisch alle Daten zur Verf&uuml;gung zu stellen, die er verlangt: auch zur ethnischen Herkunft, zur sexuellen Identit&auml;t und zu den Verm&ouml;gensverh&auml;ltnissen, &ldquo;wenn diese Daten wegen der Art der auszu&uuml;benden T&auml;tigkeit oder der Bedingungen ihrer Aus&uuml;bung wesentliche und entscheidende berufliche Anforderungen oder Hindernisse darstellen&rdquo;, so der Entwurf.<br>\nDas sei eine Blankovollmacht f&uuml;r die Arbeitgeber, sagte Roitsch-Wittkowsky. An der seit zwanzig Jahren gef&uuml;hrten Diskussion &uuml;ber einen wirksamen Datenschutz f&uuml;r Arbeitnehmer und &uuml;ber B&uuml;rgerrechte in Unternehmen und Betriebe gehe der Gesetzentwurf der Bundesinnenministers vorbei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.golem.de\/1008\/77401.html\">golem.de<\/a><\/li>\n<li><strong>DGB<\/strong><br>\nHauptkritikpunkt der Gewerkschaften ist, dass von dem urspr&uuml;nglichen Ansatz, den Schutz von Besch&auml;ftigten vor Bespitzelung und &Uuml;berwachung zu verbessern, nichts mehr erkennbar ist. &bdquo;Wir verstehen die Vorschl&auml;ge vielmehr so, dass mit den Neuregelungen dem Arbeitgeber ein Instrumentarium an die Hand gegeben werden soll, mit dem er Bespitzelungen und &Uuml;berwachungen rechtfertigen kann. Wir halten dies f&uuml;r falsch.&ldquo;, betonte Michael Sommer.<br>\nMit einem solchen Gesetz w&uuml;rde die Position der Besch&auml;ftigten nicht verbessert, sondern erheblich verschlechtert werden. &bdquo;Aus unserer Sicht ist damit kein politischer Mehrwert verbunden, sondern das reale Schutzniveau wird teilweise sogar unterschritten. Auch bestehen erhebliche Bedenken, dass ein solches Gesetz den Grunds&auml;tzen, die das Bundesverfassungsgericht zum Datenschutz auch im Arbeitsverh&auml;ltnis aufgestellt hat, gerecht wird&ldquo;, sagte der DGB-Vorsitzende.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/presse\/++co++814bf3dc-7a11-11df-6571-00188b4dc422\/@@index.html?start_date%3D2010-02-01%26end_date%3D2011-02-28%26search_text%3DDatenschutz\">DGB<\/a>\n<p><em>Siehe auch die<\/em> <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/diskussion\/grundrechte\/komm\/beschdatgesetz.html\">Zusammenstellung der Diskussion bei LabourNet.de<\/a>.<\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>US-Regierung misstraut gewinnorientierten Colleges<\/strong><br>\nGewinnorientierte Colleges z&auml;hlen in den USA schon 1,8 Mio. Studierende. Besonders Minderheiten und Berufst&auml;tige nutzen deren Angebote. Die Regierung kritisiert, dass sich Studierende dabei finanziell oft &uuml;bernehmen. Eine strengere Regulierung ist in Vorbereitung &hellip;<br>\nK&uuml;rzlich hat der oberste Rechnungshof der USA eine Studie vorgestellt. 4 von 15 getesteten Institutionen waren laut Untersuchung bereit, Unterlagen zu f&auml;lschen, damit die Studenten an staatliche Subventionen kamen.<br>\nDazu kommt der Vorwurf, die gewinnorientierten Unis w&uuml;rden oft viel mehr Geld f&uuml;r &auml;hnliche Kurse verlangen als &ouml;ffentliche Colleges. Als Extremfall wird vom Rechnungshof ein Massage-Diplom angef&uuml;hrt, das an einem For-Profit-College 14 000 $ kostet, w&auml;hrend es beim &ouml;ffentlichen Pendant in der N&auml;he f&uuml;r 520 $ zu haben sei.<br>\n85% der Einnahmen der &laquo;Career-Colleges&raquo;, wie sie sich selbst nennen, stammen aus der Lehre, bei &ouml;ffentlichen Colleges betr&auml;gt dieser Anteil nur 17%.<br>\nLaut Zahlen von 2007 kamen 11% der Abg&auml;nger von Career-Colleges, zwei Jahre nachdem sie mit R&uuml;ckzahlungen begonnen hatten, ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nach. In &ouml;ffentlichen Colleges waren es 5,9% und bei privaten, nicht gewinnorientierten nur 3,7%.<br>\nF&uuml;r Ausf&auml;lle haften zu einem guten Teil die Steuerzahler.<br>\nIm Gespr&auml;ch ist derzeit eine Vorschrift, gem&auml;ss der Studenten h&ouml;chstens 8% des Einstiegslohns f&uuml;r den Schuldendienst aufwenden d&uuml;rfen. Zudem m&uuml;ssen mindestens 45% der Abg&auml;nger eines College in der Lage sein, auch den Grundbetrag der Schuld abzutragen. Werden beide Bedingungen deutlich verfehlt, verliert eine Institution den Zugang zu Stipendien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/us-regierung_misstraut_gewinnorientierten_colleges_1.7320082.html\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>FDP-Krise: Westerwelle in der Kritik<\/strong><br>\nDer innerparteiliche Druck auf FDP-Chef Guido Westerwelle wegen des seit Monaten anhaltenden Stimmungstiefs nimmt zu. Die Saar-FDP fordert Westerwelles R&uuml;ckzug vom Parteivorsitz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/westerwelle-in-der-kritik\/-\/1472596\/4587106\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>&ldquo;Gefahr f&uuml;r Leib und Leben&rdquo;: Sch&ouml;pfer von Stuttgart 21 fordert sofortigen Stopp<\/strong><br>\nEr war einer der V&auml;ter von Stuttgart 21, doch nun fordert er den sofortigen Stopp des umstrittenen Bahn-Projektes: Architekt Frei Otto warnt eindringlich vor den Gefahren f&uuml;r &ldquo;Leib und Leben&rdquo;. Eine Untersuchung best&auml;rkt ihn.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/immobilien\/gefahr-fuer-leib-und-leben-schoepfer-von-stuttgart-21-fordert-sofortigen-stopp-1596547.html\">Stern.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Neuer Personalausweis: L&uuml;cke im Chip<\/strong><br>\nEr wird nur teurer, aber sicherer keineswegs: &Uuml;belt&auml;ter k&ouml;nnen die Geheimnummer abfangen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/luecke-im-chip\/-\/1472596\/4586124\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>M&auml;rchenstunde, Verdummung oder Propaganda?<\/strong><br>\nBundesregierung (ver)erkl&auml;rt Kindern und Jugendlichen den milit&auml;rischen Einsatz in Afghanistan.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/33\/33186\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Migration<\/strong><br>\nGallup&rsquo;s Potential Net Migration Index finds Singapore, New Zealand, Saudi Arabia, Canada, Switzerland, Australia, and Kuwait atop the list of countries that could see the highest net adult population growth from international migration. If all adults worldwide who desire to migrate permanently to other countries actually moved where they wanted today, each country would see their adult populations double or even triple.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gallup.com\/poll\/142364\/Migration-Triple-Populations-Wealthy-Nations.aspx?utm_source=alert&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=syndication&amp;utm_content=morelink&amp;utm_term=USA%20-%20World#1\">Gallup.com<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Gallup hat eine Rangliste des Potenzials f&uuml;r die Netto-Migration (also eine Zu- und Auswanderungsbilanz) aufgestellt, wenn weltweit alle Erwachsenen, die auszuwandern w&uuml;nschten, in ein Land ihrer Wahl ziehen k&ouml;nnten. Danach scheint Deutschland f&uuml;r Auswanderer nicht besonders attraktiv zu sein und hinter Malaysia, Portugal oder dem Libanon zu liegen.<br>\nEigentlich nicht verwunderlich, wenn man die gegenw&auml;rtige Debatte &uuml;ber Ausl&auml;nder in Deutschland verfolgt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Thilo Sarrazin<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Geistesverwandtschaft, oder wie sich die Argumentationsmuster gleichen: &ldquo;Die Deutschen aber schaffen sich allm&auml;hlich ab&ldquo;<\/strong><br>\nEine Nettoreproduktionsrate (T&ouml;chter pro Frau, d. Red.) von 0,7 oder weniger, wie wir sie seit 40 Jahren haben, bedeutet ja nichts anderes, als dass die Generation der Enkel jeweils halb so gro&szlig; ist wie die der Gro&szlig;v&auml;ter. Die Geburtenzahl sank in Deutschland von &uuml;ber 1,3 Millionen j&auml;hrlich in der ersten H&auml;lfte der Sechzigerjahre auf 650 000 im Jahr 2009 ab.<br>\nGeht das so weiter &ndash; und warum sollte sich etwas &auml;ndern an diesem Trend, der schon &uuml;ber vier Jahrzehnte anh&auml;lt &ndash;, dann wird in 90 Jahren die Zahl der Geburten in Deutschland bei rund 200 000 bis 250 000 liegen. H&ouml;chstens die H&auml;lfte davon werden Nachfahren der 1965 in Deutschland lebenden Bev&ouml;lkerung sein &hellip;<br>\nDie sozialen Belastungen einer ungesteuerten Migration waren stets tabu, und schon gar nicht durfte man dar&uuml;ber reden, dass Menschen unterschiedlich sind &ndash; n&auml;mlich intellektuell mehr oder weniger begabt, fauler oder flei&szlig;iger, mehr oder weniger moralisch gefestigt &ndash; und dass noch so viel Bildung und Chancengleichheit daran nichts &auml;ndert. [&hellip;] So wurde viel zu lange &uuml;bersehen, dass die Alterung und Schrumpfung der deutschen Bev&ouml;lkerung einhergeht mit qualitativen Ver&auml;nderungen in deren Zusammensetzung. &Uuml;ber die schiere Abnahme der Bev&ouml;lkerung hinaus gef&auml;hrdet vor allem die kontinuierliche Zunahme der weniger Stabilen, weniger Intelligenten und weniger T&uuml;chtigen die Zukunft Deutschlands.&rdquo;<br>\nThilo Sarrazin in der Bild-Zeitung<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/BILD\/politik\/2010\/08\/23\/thilo-sarrazin\/deutschland-immer-aermer-und-duemmer.html\">Bild<\/a>\n<blockquote><p>&ldquo;W&auml;hrend wir um die Jahrhundertwende noch etwa 2 Millionen Geburten im Jahre hatten, sind es heute nur noch rund 975 000.<\/p>\n<p>Von etwa 36 Lebendgeborenen auf Tausend um das Jahr 1900 ist diese Zahl auf etwa 15 im Jahre 1932 abgesunken. Die Zahl der Kinder nimmt also in bedrohlichem Ma&szlig;e ab, das Zweikindersystem der Nachkriegszeit ist &uuml;berholt, das deutsche Volk ist zum Ein-, ja zum Keinkindsystem &uuml;bergegangen. [&hellip;] Nach den Berechnungen des Statistischen Reichsamts ist das deutsche Volk bei seiner heutigen Geburtenziffer nicht mehr imstande, sich aus eigener Kraft zu erhalten, sondern bei 15 Geburten auf Tausend der Bev&ouml;lkerung fehlten uns schon etwa 30% an Geb&auml;rleistungen der deutschen Frauen, um den Volksbestand in der Zukunft zu sichern. Weder Berlin noch die anderen deutschen Gro&szlig;st&auml;dte, noch selbst die Mittel- und Kleinst&auml;dte sind bei der heutigen Geburtenziffer in der Lage, ihren Bev&ouml;lkerungsstand zu erhalten. Nur die l&auml;ndlichen Gemeinden haben noch einen geringen Geburten&uuml;berschu&szlig;, der aber nicht mehr ausreicht, um den Verlust in den deutschen St&auml;dten zu ersetzen. Wir stehen damit vor einer grunds&auml;tzlichen Wende der Zeit. Unser Volk geht unweigerlich einer starken &Uuml;beralterung und Ergreisung entgegen.<\/p>\n<p>Doch, es ist ja nicht nur die Zahl, die zu Bedenken Anla&szlig; gibt, sondern in gleichem Ma&szlig;e die G&uuml;te und Beschaffenheit unserer deutschen Bev&ouml;lkerung. Da wir bisher noch keine erbbiologische Bestandsaufnahme haben, sind wir auf Sch&auml;tzungen angewiesen. <\/p>\n<p>W&auml;hrend man die F&auml;lle von schweren k&ouml;rperlichen oder geistigen Erbleiden mit 500 000 etwa annehmen kann, sind die Zahlen der leichteren F&auml;lle erheblich h&ouml;her. Es gibt Autoren, die bereits 20% der deutschen Bev&ouml;lkerung als erbbiologisch gesch&auml;digt ansehen, von denen dann also Nachwuchs nicht mehr erw&uuml;nscht sei. Es kommt hinzu, da&szlig; grade oft schwachsinnige und minderwertige Personen eine &uuml;berdurchnittlich gro&szlig;e Fortpflanzung aufweisen. W&auml;hrend die gesunde deutsche Familie heute nicht mehr 2 Kinder im Durchschnitt dem Volk zur Verf&uuml;gung stellt, findet man grade bei Schwachsinnigen und Minderwertigen, so bedauerlich das auch klingen mag, durchschnittlich die doppelte, oft sogar die dreifache Zahl. <\/p>\n<p>Das bedeutet aber, da&szlig; die begabtere wertvolle Schicht von Generationen nahezu abnimmt und in wenigen Generationen nahezu vollkommen ausgestorben sein wird, damit aber auch Leistung und deutsche Kultur&hellip;<br>\nBei der &uuml;beraus starken Belastung unseres Volkes mit Steuern, Sozialabgaben und Zinsen d&uuml;rfen wir uns der Erkenntnis nicht verschlie&szlig;en, da&szlig; der Staat an einen Umbau der gesamten Gesetzgebung und eine Verminderung der Lasten f&uuml;r Minderwertige und Asoziale heranzugehen haben wird. Wie sehr die Ausgaben f&uuml;r Minderwertige, Asoziale, Kranke, Schwachsinnige, Geisteskranke, Kr&uuml;ppel und Verbrecher heute das Ma&szlig; dessen &uuml;berschreiten, was wir unserer schwer um ihre Existenz ringenden Bev&ouml;lkerung zumuten d&uuml;rften, ersehen wir aus den Kosten, die heute vom Reich, von den L&auml;ndern und den Kommunen zu ihrer Versorgung aufgebracht werden m&uuml;ssen. Daf&uuml;r nur einige Beispiele: es kostet der Geisteskranke etwa 4 RM. den Tag, der Verbrecher 3,50 RM., der Kr&uuml;ppel und Taubstumme 5-6 RM. den Tag, w&auml;hrend der ungelernte Arbeiter nur etwa 2,50 RM., der Angestellte 3,60 RM., der untere Beamte etwa 4 RM. den Tag zur Verf&uuml;gung haben. Das sind Folgen einer &uuml;bertriebenen F&uuml;rsorge f&uuml;r das Einzelindividuum, die den Arbeitswillen der Gesunden ert&ouml;ten und das Volk zu Rentenempf&auml;ngern erziehen mu&szlig;. Andererseits belasten sie die wertvollen Familien derart, da&szlig; Abtreibung und Geburtenverh&uuml;tung die Folge davon sind. Was wir bisher ausgebaut haben, ist also eine &uuml;bertriebene Personenhygiene und F&uuml;rsorge f&uuml;r das Einzelindividuum, ohne R&uuml;cksicht auf die Erkenntnisse der Vererbungslehre, der Lebensauslese und der Rassenhygiene. Diese Art moderner &lsquo;Humanit&auml;t&rsquo; und sozialer F&uuml;rsorge f&uuml;r das kranke, schwache und minderwertige Individuum mu&szlig; sich f&uuml;r das Volk im gro&szlig;en gesehen als gr&ouml;&szlig;te Grausamkeit auswirken und schlie&szlig;lich zu seinem Untergang f&uuml;hren.&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: Der Reichsminister des Innern, Dr. Wilhelm Frick in seiner Ansprache auf der ersten Sitzung des Sachverst&auml;ndigenbeirates f&uuml;r Bev&ouml;lkerungs- und Rassenpolitik am 28. Juni 1933 in Berlin (Reichsausschuss f&uuml;r Volksgesundheitsdienst) 1933. <\/p>\n<p><em>Die Deutschen h&auml;tten sich damit quasi abgeschafft, kommentiert unser Leser O.F., der mir dieses Zitat zur Verf&uuml;gung gestellt hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Sarrazin: &ldquo;Unqualifizierte Migration&rdquo; kann so nicht weitergehen<\/strong><br>\nBundesbank-Vorstandsmitglied fordert Integrationsdruck auf muslimische Migranten<br>\nDer fr&uuml;here Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin sieht Integration als &ldquo;Bringschuld&rdquo; von Migranten. Man m&uuml;sse Zuwanderern zwar &ldquo;alle Chancen geben, sich zu integrieren, wir m&uuml;ssen diese Chancen aber auch mit einem kr&auml;ftigen Aufforderungscharakter verbinden&rdquo;, sagt Sarrazin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/interview\/1255423\/\">Dradio<\/a><\/li>\n<li><strong>Buch von Thilo Sarrazin &ldquo;Diffamierend und verletzend&rdquo;<\/strong><br>\nKaum sind erste Ausz&uuml;ge aus Thilo Sarrazins Buch auf dem Markt, sieht sich sogar die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung in der Pflicht, den Thesen zu widersprechen. Auch der SPD-Chef schaltet sich ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/bundesbanker-in-der-kritik-sarrazins-polemik-ist-diffamierend-und-verletzend-1.991941\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Thilo Sarrazin tr&auml;gt zur Verdummung Deutschlands bei<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/100826_thilo_sarrazin.jpg\" alt=\"Bild: Thilo Sarrazin\" title=\"Thilo Sarrazin\"><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute u. a. zu folgenden Themen: Konzerne machen Kasse, Wachstum kommt aus dem Ausland, &ldquo;Knapp daneben ist auch vorbei!&rdquo;, Stiglitz Says European Economy at Risk of Double-Dip Recession, USA verfallen in Angststarre, Diskrete Hypo-Gesch&auml;fte und volle Geldkoffer,<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6584\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-6584","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6584","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6584"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6584\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7635,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6584\/revisions\/7635"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6584"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6584"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6584"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}