{"id":65873,"date":"2020-10-15T08:42:15","date_gmt":"2020-10-15T06:42:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65873"},"modified":"2020-10-15T08:42:15","modified_gmt":"2020-10-15T06:42:15","slug":"hinweise-des-tages-3719","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65873","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65873#h01\">&Uuml;ber Statistik in Zeiten von Corona<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65873#h02\">Je l&auml;nger die Pandemie dauert, desto fragw&uuml;rdiger ist das Regieren per Verordnung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65873#h03\">&ldquo;Wer diese Regeln macht, hat keine Ahnung von Selbstst&auml;ndigkeit&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65873#h04\">Update: Sanktionen im Hau-Ruck-Verfahren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65873#h05\">Die EU schaut unt&auml;tig zu, wie Polen den Rechtsstaat abschafft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65873#h06\">Osteuropas geostrategische Drift<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65873#h07\">Staatsknete f&uuml;r Bonzen statt Bauern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65873#h08\">Wem geh&ouml;rt das Wasser?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65873#h09\">Bundeswehr stellt Rekrutierungsinteresse &uuml;ber Kinderrechte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65873#h10\">NSU-Aktenvernichtung: Verfassungsschutz muss &uuml;ber Aktenschredderer Auskunft geben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65873#h11\">Digitale &Uuml;berwachung: Selfies f&uuml;r den Staat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65873#h12\">Blackrock verwaltet so viel Verm&ouml;gen wie nie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65873#h13\">Kanzleramt: Regierung plant Tebartz-van-Elst-Anbau<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&Uuml;ber Statistik in Zeiten von Corona<\/strong><br>\nNie war Statistik so wertvoll wie heute! Aber Zahlen ohne Erkl&auml;rungen sind eine wirkliche Gefahr. Die Politik droht in Sachen Corona vollends unglaubw&uuml;rdig zu werden, weil sie mit den vorliegenden Zahlen nicht angemessen umgeht.<br>\nViele glauben, besonders viele Zahlen zu produzieren, sei schon ein Verdienst an sich. Andere sind offenbar fest davon &uuml;berzeugt, eine Zahl sei eine Zahl und deswegen sei es m&uuml;&szlig;ig, auch nur einen weiteren Gedanken &uuml;ber die Bedeutung der Zahl zu verschwenden. Beides ist grundfalsch.<br>\nEs geht darum, unter W&uuml;rdigung aller Umst&auml;nde, die uns bekannt sind, herauszuarbeiten, welche Zahl welche Bedeutung hat. Und f&uuml;r diejenigen, die mit gro&szlig;em medialen Get&ouml;se Zahlen in die Welt setzen, geht es darum, sich jede M&uuml;he zu geben, um f&uuml;r das Publikum einfache und besonders aussagekr&auml;ftige Zahlen aus dem gro&szlig;en Zahlensalat herauszudestillieren. Das gilt in den Zeiten von Corona sowohl f&uuml;r das Geschehen im Bereich der menschlichen Gesundheit wie im Bereich der wirtschaftlichen Folgen, die vom Corona-Schock ausgehen.<br>\nBeginnen wir mit Letzterem. Es wird derzeit wieder mit gro&szlig;er Leichtfertigkeit &uuml;ber die Notwendigkeit eines neuen Lockdowns gesprochen, ohne dass &uuml;berhaupt klar ist, was der erste Lockdown gesundheitspolitisch gebracht hat und vor allem, wie teuer er in &ouml;konomischer Hinsicht war. Er war n&auml;mlich ungeheuer teuer und wenn das allgemein bekannt w&auml;re, w&uuml;rde man nicht so &uuml;ber einen neuen Lockdown reden, als k&ouml;nnte die Politik alle paar Monate die Wirtschaft in Tiefschlaf versetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/40-2020\/ueber-statistik-in-den-zeiten-von-corona\/\">Heiner Flassbeck auf Makroskop<\/a>\n<p><strong>dazu: Vor dem zweiten Corona-Notstand?<\/strong><br>\nGerade in Zeiten, in denen ein Gro&szlig;teil der Notfallbetten leer ist, br&auml;uchte es mehr Politiker und Fachleute, die erkl&auml;ren, dass h&ouml;here Infektionszahlen noch nicht h&ouml;here Todeszahlen bedeuten. Zudem w&auml;re es an der Zeit, doch mal der Tatsache ins Auge zu sehen, dass sich ein Gro&szlig;teil der Bev&ouml;lkerung an die Maskenpflicht h&auml;lt und viele weitere Einschr&auml;nkungen in Kauf zu nehmen bereit ist und es war, und trotzdem die Infektionszahlen steigen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Vor-dem-zweiten-Corona-Notstand-4927850.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Je l&auml;nger die Pandemie dauert, desto fragw&uuml;rdiger ist das Regieren per Verordnung<\/strong><br>\nAls es losging mit Corona und noch niemand genau wusste, was f&uuml;r ein Virus das ist und was zu tun ist, waren Akutma&szlig;nahmen gerechtfertigt. Doch je l&auml;nger die Pandemie dauert, je mehr man &uuml;ber sie wei&szlig; und je klarer wird, dass sie noch eine Weile bleibt, desto weniger ist es gerechtfertigt, dass Regierungen die Regeln machen.<br>\nDenn genau das ist eine Verordnung: Die Delegation von Legislativgewalt auf die Exekutive. Das kann im Akutfall n&ouml;tig sein, weil f&uuml;r Diskussionen keine Zeit ist. Es kann aber nicht zur Regel werden. F&uuml;r wesentliche Fragen sind nun einmal die Parlamente zust&auml;ndig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/massive-eingriffe-in-die-grundrechte-je-laenger-die-pandemie-dauert-desto-fragwuerdiger-ist-das-regieren-per-verordnung\/26271318.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Beim Bund-L&auml;nder-Treffen im Kanzleramt haben sich die Regierenden jedenfalls wieder sehr viel Zeit genommen. Was sagt das nun &uuml;ber den Akutfall aus und warum k&ouml;nnen die Parlamente diese Debatte nicht &ouml;ffentlich f&uuml;hren? Stattdessen wird hinter verschlossenen T&uuml;ren irgendein Kasperkram entschieden, der keine wesentlichen Fortschritte enth&auml;lt und nach Stunden von Merkel, S&ouml;der und einem Berliner Statisten als dennoch bedeutendes Ergebnis verk&uuml;ndet wird. Dazu d&uuml;rfen Journalisten, die es bis hierhin im Kanzleramt unter der Maske ausgehalten haben, ein paar Fragen stellen, wenn Regierungssprecher Seibert sie denn dran nimmt. Und hinterher steht in den Zeitungen, wie unzufrieden die Kanzlerin doch sei. Man muss es noch einmal deutlich sagen, die Ministerpr&auml;sidentenkonferenz ist kein Verfassungsorgan.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&ldquo;Wer diese Regeln macht, hat keine Ahnung von Selbstst&auml;ndigkeit&rdquo;<\/strong><br>\nViele der zwei Millionen Solo-Selbstst&auml;ndigen warten vergeblich auf staatliche Hilfen. Hier erz&auml;hlen drei von ihnen, wie es ist, nun doch Hartz IV beantragen zu m&uuml;ssen.<br>\nViele der knapp zwei Millionen Solo-Selbstst&auml;ndigen in Deutschland haben in den ersten Corona-Monaten ihre Arbeit verloren. Ob Physiotherapeutinnen, Operns&auml;nger oder DJ: keine Kunden, keine Konzerte, keine Einnahmen. Die Bundesregierung versprach zu helfen. Erst mit der Soforthilfe im April und Mai, dann mit der &Uuml;berbr&uuml;ckungshilfe von Juni bis August und mit der &Uuml;berbr&uuml;ckungshilfe plus, die bis Ende des Jahres gilt.<br>\n24 Milliarden Euro waren von der Regierung f&uuml;r das letzte Hilfspaket eingeplant, nur knapp 250 Millionen Euro wurden bislang ausgezahlt. Woran liegt das? Hier erz&auml;hlen drei Solo-Selbstst&auml;ndige von ihren Problemen mit den Beh&ouml;rden, von ausstehenden Zahlungen und ihrem Plan f&uuml;r die Zukunft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/arbeit\/2020-10\/corona-krise-selbststaendige-hartz-4\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Endlich wirksame &Uuml;berbr&uuml;ckungshilfen schaffen<\/strong><br>\n&bdquo;Angesichts dieser Zahlen ist es umso dringlicher, dass endlich den am heftigsten betroffenen Branchen geholfen wird. Es ist gut, dass Peter Altmaier eine Verl&auml;ngerung und Verbesserung der Soforthilfen anstrebt. Doch dass diese &Uuml;berlegungen erst einsetzen, nachdem die Antragsfrist f&uuml;r &Uuml;berbr&uuml;ckungshilfen bereits ausgelaufen war, zeugt von einer erschreckenden Gleichg&uuml;ltigkeit gegen&uuml;ber den Millionen Soloselbst&auml;ndigen und Kleinunternehmen, die nach einem von leichten Hoffnungen getragenen Sommer erneut vor dem Abgrund stehen&rdquo;, kommentiert Klaus Ernst, wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE und Vorsitzender des Ausschusses f&uuml;r Wirtschaft und Energie im Deutschen Bundestag, die Herbstprognose der deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute. Ernst weiter:<br>\n&bdquo;Es muss sich endlich die Erkenntnis auch im Wirtschaftsministerium durchsetzen, dass Kredite, egal wie gut die Konditionen sind, den von Kontaktbeschr&auml;nkungen stark beeintr&auml;chtigten Branchen nicht mehr weiterhelfen. Wir brauchen endlich die M&ouml;glichkeit f&uuml;r Soloselbst&auml;ndige, sich einen Unternehmerlohn auszuzahlen. Die Beschr&auml;nkung der Hilfen auf einen Mindestumsatzr&uuml;ckgang bestraft Unternehmen, die sich kreative neue M&ouml;glichkeiten ausdenken und dennoch am Existenzminimum kratzen. Wenn wir die vielf&auml;ltige und lokal gepr&auml;gte Unternehmenslandschaft in Deutschland nicht ernsthaft gef&auml;hrden wollen, m&uuml;ssen wir jetzt daf&uuml;r sorgen, dass auch die kleinen und mittleren Unternehmen gut durch die Krise kommen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/endlich-wirksame-ueberbrueckungshilfen-schaffen\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Update: Sanktionen im Hau-Ruck-Verfahren<\/strong><br>\nSo schnell kann&rsquo;s gehen: Nur zwei Tage nach dem Beschluss der Au&szlig;enminister hat die EU ihre &ldquo;Ziele&rdquo; f&uuml;r Russland-Sanktionen festgelegt. Einfach so, auf Verdacht &ndash; ohne T&auml;tersuche und Schuldnachweis.<br>\nDie EU gr&uuml;ndet sich bekanntlich auf das Recht und die Wirtschaft. Erst vor ein paar Tagen hat die EU-Kommission einen Rechtsstaats-Bericht vorgelegt und faire Verfahren in Polen oder Ungarn angemahnt. Doch wenn es um Russland geht, geht es auch anders.<br>\nOhne Beweisaufnahme, T&auml;tersuche und Schuldnachweis wurden &ldquo;Ziele&rdquo; f&uuml;r die zuvor beschlossenen Sanktionen festgelegt. Bei den betroffenen Personen soll es sich um Verantwortungstr&auml;ger aus dem Kreml und aus dem russischen Sicherheitsapparat handeln.<br>\nNamen wurden nicht genannt, bisher gibt es nicht einmal eine Pressemitteilung. Macht sich die EU Sorgen wegen der d&uuml;nnen Beweislage im Fall Nawalny oder der wackeligen Rechtslage? Nein &ndash; man wolle verhindern, dass Moskau die Personen sch&uuml;tzt, hei&szlig;t es in Br&uuml;ssel.<br>\nUnd warum die Eile? Vermutlich, damit die neuen Sanktionen beim EU-Gipfel am Donnerstag verk&uuml;ndet werden k&ouml;nnen &ndash; und damit die Debatte um die besondere deutsche Verantwortung im Fall Nawalny beendet wird. Nord Stream 2 mu&szlig; weitergehen, nicht wahr?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/update-sanktionen-im-hau-ruck-verfahren\/\">Lost in Europe<\/a>\n<p><strong>dazu: Sanktionen nach Nawalny-Vergiftung: Wladimir Putin im Visier<\/strong><br>\nBemerkenswert schnell einigt sich die EU auf Sanktionen im Fall Nawalny. Erstaunlich ist auch, welche Namen auf der Strafliste stehen. [&hellip;]<br>\nDie EU verh&auml;ngt Sanktionen nicht einfach zum Spa&szlig;. Sie legt Beweise f&uuml;r ihre Entscheidung vor und muss sich nach rechtsstaatlichen Grunds&auml;tzen absichern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/sanktionen-nach-nawalny-vergiftung-wladimir-putin-im-visier-1.5069949\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Hier kommt in einem Blatt, das fr&uuml;her einmal zu den Unterst&uuml;tzern der Entspannungspolitik geh&ouml;rte, der blanke Hass durch. Und ohne R&uuml;cksicht auf Verluste. Das ist allerdings nicht verwunderlich. Denn der Autor des Kommentars ist als Einflussagent schon lange und einschl&auml;gig t&auml;tig.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Nawalny unter hohem Polizeischutz in Luxusresidenz im Schwarzwald<\/strong><br>\nDie EU will wegen der Vergiftung des russischen Oppositionellen, obgleich dazu viele Fragen offen sind und die russische Regierung nur aus vermeintlichen Plausibilit&auml;tsgr&uuml;nden gem&auml;&szlig; der Devise: &ldquo;Wer sonst?&rdquo;, zum Verantwortlichen gemacht wird, sechs Personen und eine Organisation sanktionieren. Die Sanktionen werden heute bekannt gegeben.<br>\nAls treibende Kraft wirkten der deutsche Au&szlig;enminister Heiko Maas und sein franz&ouml;sischer Kollege Jean-Yves Le Drian, die am 7. Oktober eine gemeinsame Erkl&auml;rung dazu ver&ouml;ffentlichten. Der Vorwurf lautete vor allem, dass Russland keine &ldquo;glaubw&uuml;rdige Erkl&auml;rung&rdquo; zum Fall abgegeben habe, wof&uuml;r es &ldquo;keine andere plausible Erkl&auml;rung zur Vergiftung von Herrn Nawalny als eine russische Verantwortung und Beteiligung gibt&rdquo;. Die Logik ist bemerkenswert und wurde vom Vorgehen der britischen Regierung im Skripal-Fall &uuml;bernommen, wo diese damit auch durchkam. Wohl gemerkt, bislang sind weder die T&auml;ter noch die Hinterm&auml;nner bekannt, weswegen es auch keineswegs auszuschlie&szlig;en ist, dass es ein &ndash; dann aber missgl&uuml;ckter &ndash; Anschlag war, der vom Kreml in die Wege geleitet wurde oder gedeckt wird (Informationskrieg &uuml;ber mutma&szlig;liche Nawalny-Vergiftung).<br>\nZumindest die deutsche Regierung d&uuml;rfte den Fall Nawalny auch dazu benutzt haben, um St&auml;rke gegen Russland zu demonstrieren, aber gleichzeitig an der Gaspipeline Nordstream 2 festzuhalten. Die USA &uuml;ben einen gro&szlig;en Druck zur Unterbindung der Pipeline aus, um das eigene Frackinggas exportieren zu k&ouml;nnen, die baltischen Staaten sowie Polen haben sich angeschlossen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Nawalny-unter-hohem-Polizeischutz-in-Luxusresidenz-im-Schwarzwald-4929027.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die EU schaut unt&auml;tig zu, wie Polen den Rechtsstaat abschafft<\/strong><br>\nWarschau missachtet offen das europ&auml;ische Recht und demontiert die Unabh&auml;ngigkeit der eigenen Justiz. Die EU protokolliert die Verst&ouml;&szlig;e gewissenhaft &ndash; mehr aber auch nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/meinung\/polen-rechtsstaat-europaeische-union-von-der-leyen-1.5064412\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Osteuropas geostrategische Drift<\/strong><br>\nMit Sorge beobachten Berliner Regierungsberater zunehmende US-Aktivit&auml;ten in Ost- und S&uuml;dosteuropa. Im Rahmen der sogenannten Drei-Meere-Initiative baut Washington seit einigen Jahren seinen Einfluss in zw&ouml;lf L&auml;ndern vom Baltikum bis zur Adria und zum Schwarzen Meer systematisch aus. Zentrales Instrument ist die Energiepolitik. Ziel ist es zum einen, Russlands Einfluss auf dem Erdgasmarkt zu schw&auml;chen; dazu f&ouml;rdert die Trump-Administration den Bau von Fl&uuml;ssiggasterminals und Erdgaspipelines und den Absatz von US-Frackinggas. Zum anderen ist Washington bem&uuml;ht, China abzudr&auml;ngen, das im Rahmen der Neuen Seidenstra&szlig;e zunehmend mit der Region kooperiert. Vergangene Woche hat Rum&auml;nien den Bau zweier Atomreaktoren, den es zuvor mit der Volksrepublik vereinbart hatte, den Vereinigten Staaten &uuml;bertragen. Bei alledem bleibt Berlin, das Ost- und S&uuml;dosteuropa als sein exklusives Einflussgebiet betrachtet, au&szlig;en vor. Es gelte, erkl&auml;ren Regierungsberater, einer &ldquo;geostrategischen Drift&rdquo; der Drei-Meere-Initiative entgegenzuwirken und die EU &ldquo;gegen&uuml;ber externen Akteuren zu st&auml;rken&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8412\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Staatsknete f&uuml;r Bonzen statt Bauern<\/strong><br>\nErstmals hat die Bundesregierung ver&ouml;ffentlicht, dass gro&szlig;e Holdings jeweils mehrere Millionen Euro Agrarsubventionen erhalten. Allein Tochterunternehmen der Deutschen Agrar Holding kassierten vergangenes Jahr mindestens 5,5 Millionen Euro, wie aus einer Antwort des Landwirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Gr&uuml;nen-Fraktion hervorgeht. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Hof bekam nur knapp 21.000 Euro. Zum ersten Mal erkl&auml;rt die Regierung von CDU\/CSU und SPD nun, die Zahlungen an Konzerne reduzieren zu wollen. &hellip;<br>\nDie Agrar Holding kassiert vor allem deshalb so viel Geld vom Staat, weil sie so viele &Auml;cker und Wiesen hat. Denn der L&ouml;wenanteil der EU-Subventionen, die Direktzahlungen, wird pro Hektar berechnet: Wer viel Land hat, bekommt auch viel Geld. Die Firmengruppe des Bremer Bauunternehmers Kurt Zech bewirtschaftet nach eigenen Angaben in Ostdeutschland mehr als 20.000 Hektar Agrarfl&auml;che vor allem mit Mais f&uuml;r Biogas-Anlagen. Der durchschnittliche Hof in Deutschland hat laut Statistischem Bundesamt nur 63 Hektar. &hellip;<br>\nDie Eigent&uuml;merin der Deutschen Agrar Holding, die Zech Stiftung, sitzt im Steuerparadies Liechtenstein. Sie investiert laut Holdingsprecher Holger R&ouml;mer vor allem in Immobilien, zum Beispiel in die &bdquo;Atlantic Hotels&ldquo;. Die Holding sei auf die Zahlungen vom Staat angewiesen, sagte R&ouml;mer der taz: &bdquo;Ohne die Subventionen geht es bei den B&ouml;den, die wir haben, gar nicht.&ldquo; Das meiste Land liege in Brandenburg, wo die B&ouml;den nicht sehr fruchtbar sind. Zur H&ouml;he der Zahlungen vom Staat wollte R&ouml;mer nichts sagen. &hellip;<br>\nTochterfirmen der Lukas-Stiftung, einer der drei Eigent&uuml;merinnen des Discounters Aldi Nord, erhielten den Zahlen zufolge 3,1 Millionen Euro. Der Einstieg der Aldi-Erben in Agrarbetriebe ist besonders kritisiert worden, weil sie so bekannt sind und nicht aus der Landwirtschaft kommen. Wahrscheinlich wollen die Aldi-Nord-Eigent&uuml;mer ihr Milliardenverm&ouml;gen nun in Agrarfl&auml;chen investieren, weil Staaten und Banken kaum noch Zinsen auf Anleihen zahlen. Im Gegensatz dazu versprechen &Auml;cker wegen der EU-Agrarsubventionen eine sichere Rendite.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Konzerne-kassieren-Agrarsubventionen\/!5719474\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wem geh&ouml;rt das Wasser?<\/strong><br>\nWer darf sich wieviel vom Grundwasser nehmen? Multinationale Konzerne greifen verst&auml;rkt auf kommunale Wasserquellen zu<br>\nMineralwasser sind nicht direkt gesund, sollen aber irgendwie zum Wohlbefinden beitragen. Sie erg&auml;nzen den Mineralienhaushalt, helfen gegen &Uuml;bers&auml;uerung, regen die Verdauung an usw. 2015 fand &Ouml;ko-Test in einigen Mineralwassern sogar ungesunde R&uuml;ckst&auml;nde. Ihr gro&szlig;er Nachteil ist, dass die Flaschen oft von weither angekarrt werden m&uuml;ssen. Das setzt unn&ouml;tiges CO2 frei und verschlechtert die Klimabilanzen.<br>\nBis zu 140 Liter Mineralwasser pro Kopf und Jahr wird in Deutschland getrunken. Mehr als 500 verschiedene Mineralwassermarken und rund 50 verschiedene Heilw&auml;sser finden sich in den Verkaufsregalen. Den L&ouml;wenanteil daran haben Danone und Nestl&eacute;. So l&auml;sst Danone f&uuml;r seine Marken Evian und Volvic Wasser aus den fanz&ouml;sischen Alpen und in der Auvergne abpumpen, unter anderem auch f&uuml;r deutsche Konsumenten.<br>\nF&uuml;r die Coca-Cola Company mit Sitz in Atlanta (USA) arbeiten mehr als 700.000 Mitarbeiter, davon 8.000 Mitarbeiter in Deutschland. 2016 hatte der Getr&auml;nke-Riese hierzulande mit einem Absatz von 3,6 Milliarden Litern einen Marktanteil von rund 36 Prozent. Seine Mineralwasser-Marken Vio und Apollinaris l&auml;sst er direkt in Deutschland abf&uuml;llen. Zum Beispiel in L&uuml;neburg, wo an zwei Stellen im Stadtgebiet j&auml;hrlich 350 Millionen Liter Wasser aus dem Boden geholt werden.<br>\nNun will das Unternehmen einen dritten Brunnen im nahe gelegenen Reppenstedt bauen, die Abpumpmenge soll auf 700 Millionen Liter pro Jahr erh&ouml;ht werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Wem-gehoert-das-Wasser-4923155.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Bundeswehr stellt Rekrutierungsinteresse &uuml;ber Kinderrechte <\/strong><br>\nDie Bundeswehr rekrutiert immer noch Minderj&auml;hrige im gro&szlig;en Stil f&uuml;r die milit&auml;rische Ausbildung und belegt, dass sie ihr Rekrutierungsinteresse &uuml;ber den Kindesschutz stellt. Aus der Antwort der Bundesregierung auf die schriftliche Frage der LINKEN Bundestagsabgeordneten Helin Evrim Sommer geht hervor, dass die Anzahl der minderj&auml;hrigen Auszubildenden, die bei Dienstantritt unter 18 Jahren waren, leicht von 1.679 in 2018 auf 1.705 in 2019 gestiegen ist. Dabei werden die jugendlichen Soldat*innen immer j&uuml;nger, wie die wachsende Anzahl jener zeigt, die bei Ablauf der Probezeit von sechs Monaten noch immer minderj&auml;hrig waren. W&auml;hrend im Jahr 2018 652 Rekrut*innen nach Ende der Probezeit nicht vollj&auml;hrig waren, erh&ouml;hte sich ihre Zahl in 2019 auf 747.<br>\nZwar weist die Bundesregierung darauf hin, dass der Dienst fr&uuml;hestens mit 17 Jahren angetreten werden kann. Generell steht diese Praxis aber nur deshalb formalrechtlich im Einklang mit dem UN-Zusatzprotokoll &uuml;ber Kinder in bewaffneten Konflikten, weil die Bundesregierung seinerzeit selbst auf diese Ausnahmem&ouml;glichkeit f&uuml;r die regul&auml;ren staatlichen Streitkr&auml;fte hingewirkt hat. Das Anliegen der UN-Kinderrechtskonvention wird dennoch klar unterlaufen, wonach keine unter 18-J&auml;hrigen f&uuml;r milit&auml;rische Zwecke eingesetzt werden sollen. Auch nicht f&uuml;r Ausbildungszwecke.<br>\n&ldquo;Wer selbst Minderj&auml;hrige f&uuml;r die eigene Armee rekrutiert, versagt als Vorbild f&uuml;r andere und kann daher den Einsatz von Minderj&auml;hrigen als Kindersoldaten in bewaffneten Konflikten kaum glaubw&uuml;rdig &auml;chten&ldquo;, kommentierte die Linke-Abgeordnete Helin Evrim Sommer gegen&uuml;ber der Rheinischen Post. Die Fraktion DIE LINKE fordert die strikte Einhaltung der Vollj&auml;hrigkeitsregel in der Bundeswehr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/bundeswehr-stellt-rekrutierungsinteresse-ueber-kinderrechte\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>NSU-Aktenvernichtung: Verfassungsschutz muss &uuml;ber Aktenschredderer Auskunft geben<\/strong><br>\nJahrelang klagte der Verfassungsschutz, weil er nichts &uuml;ber den Mann sagen wollte, der NSU-Akten vernichtet hatte. Nun hat das Amt in letzter Instanz verloren.<br>\nDas Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz (BfV) darf bestimmte Antworten &uuml;ber geschredderte NSU-Akten nicht l&auml;nger verweigern. Das entschied das Bundesverwaltungsgericht in letzter Instanz. Bis jetzt ist der Beamte des Verfassungsschutzes nur unter seinem Tarnnamen bekannt: Lothar Lingen. Dabei ist der fr&uuml;here Referatsleiter des BfV eine wichtige Figur in dem Bem&uuml;hen, die sogenannte NSU-Aff&auml;re aufzukl&auml;ren. Denn Lothar Lingen hat m&ouml;glicherweise wichtige Verfassungsschutzakten vernichtet, kurz nachdem 2011 die Existenz der M&ouml;rder des selbst ernannten Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) bekannt geworden war. Bis heute weigert sich das BfV, Fragen zu einem Disziplinarverfahren zu beantworten, das aufgrund der Vernichtungsaktion gegen den Beamten er&ouml;ffnet worden ist.<br>\nDem &ouml;ffentlichen Interesse an der Aufarbeitung der NSU-Verbrechen sei &ldquo;f&uuml;r das Gemeinwesen ein derart &uuml;berragend gro&szlig;es Gewicht beizumessen&rdquo;, meinten die Leipziger Richter, dass trotz gewisser Einschr&auml;nkungen bei einzelnen Fragen &ldquo;eine andere Entscheidung als die Auskunftserteilung ausgeschlossen war&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2020-10\/verfassungsschutz-urteil-nsu-akten-vernichtung\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Digitale &Uuml;berwachung: Selfies f&uuml;r den Staat<\/strong><br>\nEin Bericht der B&uuml;rgerrechtsorganisation &ldquo;Freedom House&rdquo; warnt: Die Pandemie werde in vielen L&auml;ndern missbraucht, um neue Instrumente zur digitalen &Uuml;berwachung zu schaffen.<br>\nDie Corona-Pandemie habe zu einem &ldquo;dramatischen Verfall&rdquo; der Freiheit im Internet gef&uuml;hrt &ndash; zu diesem Ergebnis kommt die nichtstaatliche US-Organisation Freedom House in ihrem j&auml;hrlichen &ldquo;Freedom on the Net Report&rdquo;, der untersucht, wie es international um die digitale Redefreiheit und das Recht auf die eigenen Daten steht. Dieses Jahr zeige sich ein &ldquo;besonders d&uuml;steres&rdquo; Bild. Staatliche und private Akteure in zahlreichen L&auml;ndern h&auml;tten die Krise genutzt, um online ver&ouml;ffentlichte Informationen zu steuern, kritische Berichte zu unterdr&uuml;cken und neue Technologien zur sozialen Kontrolle zu installieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/digital\/digitale-ueberwachung-selfies-fuer-den-staat-1.5069669\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Blackrock verwaltet so viel Verm&ouml;gen wie nie<\/strong><br>\nDer Finanzriese w&auml;chst und w&auml;chst &ndash; trotz Corona. Chef und Gr&uuml;nder Larry Fink sorgt zus&auml;tzlich mit einem Appell f&uuml;r die branchen&uuml;bergreifende Nutzung des Homeoffice auch nach der Pandemie f&uuml;r Aufmerksamkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/vermoegensverwaltung-blackrock-verwaltet-so-viel-vermoegen-wie-nie-17001575.html\">FAZ<\/a>\n<p><strong>dazu: Die Gewinner der Krise &ndash; BlackRock und Co. kassieren gleich doppelt<\/strong><br>\nWer denkt, man k&ouml;nne an der B&ouml;rse nur bei steigenden Kursen Gewinne erzielen, hat noch nichts von Leerverk&auml;ufen geh&ouml;rt. Mit diesem trotz stetiger Kritik immer noch erlaubten Finanzinstrument wetten Spekulanten auch auf fallende Kurse und machen bei einem Crash auf Kosten der Kleinanleger den gro&szlig;en Reibach. Ganz vorne dabei ist einmal mehr BlackRock. Der &bdquo;Verm&ouml;gensverwalter&ldquo; taucht bei den Leerverk&auml;ufen an allen Ecken und Enden der Spekulationskette auf. M&ouml;glich wird dies vor allem dadurch, dass BlackRock Billionen Euro verwaltet, die f&uuml;r die private Altersvorsorge der Menschen gedacht sind. So wird ihr privater Spargroschen zum Spielgeld im Finanzcasino und die Politik weigert sich einmal mehr, dieses Treiben zu beenden. Von Jens Berger.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59569\">NachDenkSeiten<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Kanzleramt: Regierung plant Tebartz-van-Elst-Anbau<\/strong><br>\nEine Erweiterung des Baus soll den Steuerzahler mehr kosten als das Berliner Stadtschloss<br>\nEin &ldquo;Anbau&rdquo; klingt nicht nach einer gro&szlig;en Sache. Vor allem dann nicht, wenn es sich dabei um einen &ldquo;n&uuml;chternen, auf Funktionalit&auml;t ausgerichteten Zweckbau&rdquo; handelt, wie die Bundesregierung gegen&uuml;ber dem Bundestag und der &Ouml;ffentlichkeit eine geplante Erweiterung im letzten Jahr darstellte. Nun kam &uuml;ber den Bundesrechnungshof heraus, dass das Bundesinnenministerium die Kosten f&uuml;r diesen Anbau auf mehr als 600 Millionen Euro sch&auml;tzt &ndash; wobei die Rechnungspr&uuml;fer in ihrem Bericht an den Haushaltsausschuss des Bundestages noch vor zus&auml;tzlichen &ldquo;hohen Kostenrisiken&rdquo; warnen.<br>\nEin wichtiger Grund daf&uuml;r ist, dass es sich bei diesem als &ldquo;Anbau&rdquo; und &ldquo;Erweiterung&rdquo; verkauften Projekt in Wirklichkeit um eine Verdoppelung des Bundeskanzleramts von jetzt etwa 25.000 auf dann 50.000 Quadratmeter handelt. Der neue Sitz des deutschen Regierungsoberhaupts w&auml;re dann statt achtmal sechzehnmal so gro&szlig; wie der des US-Pr&auml;sidenten, statt zehnmal zwanzigmal so gro&szlig; wie der die Nummer zehn in der Londoner Downing Street, und statt dreimal sechsmal so gro&szlig; wie der Pariser &Eacute;lys&eacute;e-Palast, in dem Emmanuel Macron herrscht.<br>\nStatt nur einer 200 Quadratmeter gro&szlig;en Kanzlerwohnung soll es darin eine zweite mit 250 Quadratmeter geben, die f&uuml;r vom Rechnungshof gesch&auml;tzte 225.000 Euro auf Kosten des Steuerzahlers eingerichtet wird. Doppelt gibt es danach auch die Verbindung &uuml;ber die Spree, die f&uuml;r 18,1 Millionen Euro mit einer zweiten 176 Meter lange Kanzlerbr&uuml;cke &uuml;berbaut wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Kanzleramt-Regierung-plant-Tebartz-van-Elst-Anbau-4928561.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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