{"id":65920,"date":"2020-10-18T09:00:22","date_gmt":"2020-10-18T07:00:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65920"},"modified":"2020-10-19T08:22:03","modified_gmt":"2020-10-19T06:22:03","slug":"hinweise-der-woche-181","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65920","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CW)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65920#h01\">Corona-Ma&szlig;nahmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65920#h02\">Corona-Folgen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65920#h03\">Elementare Defizite der Berichterstattung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65920#h04\">Corona und Intelligenz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65920#h05\">V&ouml;lker der Welt, h&ouml;rt endlich zu: Julian Assange ist ein politischer Gefangener!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65920#h06\">Neues Navalny-Interview: Deutschland als Helfer f&uuml;r innerrussische Propaganda gegen die Regierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65920#h07\">Lawrow: Russland kann gezwungen sein, Dialog mit der EU zu stoppen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65920#h08\">&bdquo;Es werden wahllos Wohngebiete angegriffen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65920#h09\">Ungleichheit und Ideologie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65920#h10\">Staatsknete f&uuml;r Bonzen statt Bauern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65920#h11\">Vier Millionen Besch&auml;ftigte in Deutschland &uuml;berqualifiziert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65920#h12\">Die gef&auml;hrliche Finanzialisierung der Pflege<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65920#h13\">Das Letzte: L&uuml;ften gegen Corona &ndash; Schulkinder sollen sich &ldquo;warm anziehen&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnendsten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Corona-Ma&szlig;nahmen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>WHO spricht sich gegen Lockdown als &ldquo;prim&auml;res Mittel&rdquo; gegen Corona-Krise aus<\/strong><br>\nDer Sondergesandte der Weltgesundheitsorganisation f&uuml;r COVID-19, Dr. David Nabarro, fordert in einem Interview mit dem britischen Nachrichtenmagazin &ldquo;The Spectator&rdquo; ein Umdenken im Umgang mit der Corona-Krise. Lockdowns d&uuml;rften nicht mehr &ldquo;das prim&auml;re Mittel&rdquo; sein.<br>\n&ldquo;Wir in der Weltgesundheitsorganisation bef&uuml;rworten keine Lockdowns als prim&auml;res Mittel zur Kontrolle dieses Virus&rdquo;, sagte Dr. David Nabarro in einem l&auml;ngeren Interview mit The Spectator. Nabarro erg&auml;nzte:<br>\n&bdquo;Wir glauben, dass ein Lockdown nur gerechtfertigt ist, um sich Zeit zu verschaffen, um sich neu zu organisieren, neu zu gruppieren, um die Ressourcen neu auszubalancieren und das Gesundheitspersonal, das ersch&ouml;pft ist, sch&uuml;tzen zu k&ouml;nnen, aber im Gro&szlig;en und Ganzen w&uuml;rden wir das lieber nicht tun.&ldquo;<br>\nDer Sondergesandte der Weltgesundheitsorganisation f&uuml;r COVID-19 wies auf einige der negativen Folgen hin, die die Lockdowns auf der ganzen Welt verursacht h&auml;tten, darunter verheerende Auswirkungen auf die Tourismusindustrie und eine Zunahme von Hunger und Armut.<br>\n&ldquo;Schauen Sie sich nur an, was mit der Tourismusindustrie zum Beispiel in der Karibik oder im Pazifik passiert ist, weil die Menschen keinen Urlaub machen&rdquo;, so Nabarro. Und weiter:<br>\n&bdquo;Schauen Sie sich an, was mit Kleinbauern auf der ganzen Welt passiert ist. (&hellip;) Schauen Sie sich an, was mit der Armut geschieht. Es scheint, dass wir bis zum n&auml;chsten Jahr eine Verdoppelung der weltweiten Armut haben k&ouml;nnten. Die Unterern&auml;hrung von Kindern k&ouml;nnte sich mindestens verdoppeln.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/international\/107709-who-spricht-sich-gegen-lockdown-als-primaeres-mittel-gegen-coronakrise-aus\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><strong>dazu: The Week in 60 Minutes #6 &ndash; with Andrew Neil and WHO Covid-19 envoy David Nabarro<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=x8oH7cBxgwE&amp;feature=youtu.be&amp;t=915\">SpectatorTV via YouTube<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Chef der Bundes&auml;rztekammer h&auml;lt Oberfl&auml;chendesinfektion f&uuml;r obsolet<\/strong><br>\nDer Pr&auml;sident der Bundes&auml;rztekammer, Klaus Reinhardt, hat das S&auml;ubern von Oberfl&auml;chen im Kampf gegen die Corona-Pandemie als &uuml;berfl&uuml;ssig und &uuml;berholt bezeichnet. Die aktuellen Erkenntnisse &uuml;ber die &Uuml;bertragung von Corona seien eindeutig, sagte Reinhardt den Zeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft. &ldquo;Sie findet ausschlie&szlig;lich &uuml;ber den Luftweg statt und nicht &uuml;ber Schmierinfektionen, also &uuml;ber die Verunreinigung von Fl&auml;chen.&rdquo;<br>\n&ldquo;Insofern ist die Desinfektion von Oberfl&auml;chen, die wir derzeit noch sehr intensiv betreiben, unsinnig und obsolet&rdquo;, sagte Reinhardt. Das Robert Koch-Institut solle das zum Erkenntnisstand erheben und den Gesundheits&auml;mtern mitteilen. Wenn dies schnell geschehe, h&auml;tten viele Menschen mehr Zeit, sich mit Dingen zu besch&auml;ftigen, die Corona sinnvoller bek&auml;mpften.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wissen\/gesundheit\/2020-10\/aerosole-uebertragung-coronavirus-schmierinfektion-infektionsschutz?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE\">Zeit<\/a><\/li>\n<li><strong>Je l&auml;nger die Pandemie dauert, desto fragw&uuml;rdiger ist das Regieren per Verordnung<\/strong><br>\nAls es losging mit Corona und noch niemand genau wusste, was f&uuml;r ein Virus das ist und was zu tun ist, waren Akutma&szlig;nahmen gerechtfertigt. Doch je l&auml;nger die Pandemie dauert, je mehr man &uuml;ber sie wei&szlig; und je klarer wird, dass sie noch eine Weile bleibt, desto weniger ist es gerechtfertigt, dass Regierungen die Regeln machen.<br>\nDenn genau das ist eine Verordnung: Die Delegation von Legislativgewalt auf die Exekutive. Das kann im Akutfall n&ouml;tig sein, weil f&uuml;r Diskussionen keine Zeit ist. Es kann aber nicht zur Regel werden. F&uuml;r wesentliche Fragen sind nun einmal die Parlamente zust&auml;ndig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/massive-eingriffe-in-die-grundrechte-je-laenger-die-pandemie-dauert-desto-fragwuerdiger-ist-das-regieren-per-verordnung\/26271318.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Beim Bund-L&auml;nder-Treffen im Kanzleramt haben sich die Regierenden jedenfalls wieder sehr viel Zeit genommen. Was sagt das nun &uuml;ber den Akutfall aus und warum k&ouml;nnen die Parlamente diese Debatte nicht &ouml;ffentlich f&uuml;hren? Stattdessen wird hinter verschlossenen T&uuml;ren irgendein Kasperkram entschieden, der keine wesentlichen Fortschritte enth&auml;lt und nach Stunden von Merkel, S&ouml;der und einem Berliner Statisten als dennoch bedeutendes Ergebnis verk&uuml;ndet wird. Dazu d&uuml;rfen Journalisten, die es bis hierhin im Kanzleramt unter der Maske ausgehalten haben, ein paar Fragen stellen, wenn Regierungssprecher Seibert sie denn dran nimmt. Und hinterher steht in den Zeitungen, wie unzufrieden die Kanzlerin doch sei. Man muss es noch einmal deutlich sagen, die Ministerpr&auml;sidentenkonferenz ist kein Verfassungsorgan.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Corona-Politik: &ldquo;Ich nenne das: Regieren durch Angst&rdquo;<\/strong><br>\nWie demokratisch ist die Corona-Politik noch? Der Forscher Wolfgang Merkel kritisiert einen Alarmismus der Regierenden und die Zur&uuml;ckhaltung des Parlaments. [&hellip;]<br>\nZEIT ONLINE: Nun entscheiden wieder die Regierungschefs und nicht die Parlamente, finden Sie das richtig?<br>\nMerkel: Nein. Wir sind nicht mehr im M&auml;rz, wo man wenig wusste und die Regierung tats&auml;chlich schnell und hart reagieren musste. Das ist jetzt anders. Warum &uuml;berpr&uuml;fte das Parlament im Sp&auml;tsommer nicht das, was im vergangenen halben Jahr unter hohem Zeitdruck beschlossen wurde? Das ist nicht geschehen. Die Corona-Gesetze m&uuml;ssten klassische Sunset Laws sein, Gesetze, die von allein wieder auslaufen, werden sie nicht nach einer erneuten ordentlichen parlamentarischen Debatte beschlossen. Der Parteivorsitzende der Gr&uuml;nen, Robert Habeck, hat den bemerkenswerten Satz gesagt, das sei jetzt nicht die Stunde der Opposition, sondern die der Verantwortung. Als Demokratieforscher sage ich: Es w&auml;re die Verantwortung der Opposition, auch in der Krise nicht zu verschwinden. Sie muss die Regierung im Parlament kontrollieren und m&ouml;gliche Politikalternativen einbringen. Wenn sie ihre Rolle nicht wahrnimmt, r&auml;umt sie das Feld f&uuml;r die Verschw&ouml;rungsgl&auml;ubigen und obskuren Rechtspopulisten innerhalb und au&szlig;erhalb der Parlamente, die die Rolle dann gern &uuml;bernehmen.<br>\nZEIT ONLINE: Aber die Opposition hat doch gearbeitet. Die FDP hat mehrmals beantragt, die Feststellung der pandemischen Lage, die Voraussetzung f&uuml;r die Macht der Regierung ist, zu beenden. Dar&uuml;ber wurde im Parlament gestritten und am Ende hat die FDP keine Mehrheit bekommen. Au&szlig;erdem haben die Sonderrechte der Regierung ja eine Auslaufklausel, wie Sie sie fordern, n&auml;mlich zum 31. M&auml;rz 2021.<br>\nMerkel: Der Versuch der FDP kam sp&auml;t, sie stand allein unter den demokratischen Parteien. Die Auslaufklausel zum 31. M&auml;rz scheint mir auch sehr lang. Und wissen Sie, was ich besonders merkw&uuml;rdig finde?<br>\nZEIT ONLINE: Was denn?<br>\nMerkel: Dass gerade jene, die sich sonst besonders f&uuml;r die Demokratisierung der Demokratie einsetzen, f&uuml;r Deliberation, Mitbestimmung und B&uuml;rgerbeteiligung, unter dem Druck der Krise pl&ouml;tzlich zu leidenschaftlichen Exekutivbef&uuml;rwortern geworden sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2020-10\/corona-politik-demokratie-angela-merkel-regierung-pandemie-wolfang-merkel\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Lockdown: &Uuml;bersch&auml;tzten wir uns selbst?<\/strong><br>\nLockdown &ndash; ein Reflex in der Not<br>\nAls die Covid-19-Epidemie Europa erreichte, hatte ich in internen Vortr&auml;gen, basierend auf den Berichten zur Spanischen Grippe, immer wieder betont, wie wichtig ein rasches, entschlossenes Handeln der Staaten sei. Ich begr&uuml;sste das entschlossene Handeln des Bundesrats Mitte M&auml;rz: Der Lockdown sollte uns nach dem Beispiel der Spanischen Grippe vor gr&ouml;sseren gesundheitlichen und wirtschaftlichen Konsequenzen bewahren.<br>\nDoch als wissenschaftlich interessierter Arzt hatte ich nat&uuml;rlich immer auch Zweifel an meiner &laquo;Sicherheit&raquo;. Corona ist ja nicht Influenza. Gewohnt, jede Hypothese zu hinterfragen, mussten wir die M&ouml;glichkeit offenhalten, dass sich die Entscheidung auch als falsch erweisen k&ouml;nnte. Denn das wissenschaftliche Denken lehrt uns, dass es genau die Fehler sind, die uns letztendlich weiterbringen. Daher m&uuml;ssen wir aufmerksam und kritisch bleiben, um allf&auml;llige Fehler rasch zu erkennen und daraus bessere Handlungen abzuleiten. (&hellip;)<br>\nDas Beispiel des Lockdowns ist nur eines unter vielen. Auch andere Entscheidungen basieren auf unbelegten Annahmen. So wird uns zum Beispiel gesagt, man m&uuml;sse viele Tests durchf&uuml;hren, um die Ausbreitung der Epidemie einzud&auml;mmen. Ich kenne keine Evidenz, die das unterst&uuml;tzt. Das Gegenteil zu beweisen ist auch schwierig. Ein Hinweis f&uuml;r eine fehlende Wirksamkeit k&ouml;nnte ein L&auml;ndervergleich sein: Wenn wir L&auml;nder mit hoher oder tiefer Testrate vergleichen, finden wir keine Korrelation zwischen Testaktivit&auml;t und Covid-19 Mortalit&auml;t (s. ourworldindata.org). Aber eine fehlende Korrelation ist kein schl&uuml;ssiger Beweis. Aber mindestens sollten uns die Beobachtungen motivieren, die eingeschlagene Test-Strategie systematisch zu evaluieren. (&hellip;)<br>\nOder dann beschliesst der Bund eine Quarant&auml;ne von Reiser&uuml;ckkehrern. Da m&uuml;sste es doch selbstverst&auml;ndlich sein, dass man diese Daten auch &uuml;berpr&uuml;ft. Wie viele werden in Quarant&auml;ne tats&auml;chlich krank, und zu welchem Zeitpunkt? Aber nein: Der Bund hat KEIN Instrument, das die Daten zur Quarant&auml;ne systematisch erfasst. Das BAG kann daher auch keine Aussagen zu den Erfahrungen mit der Quarant&auml;ne bei Reiser&uuml;ckkehrern machen. Pers&ouml;nliche Informationen aus wenigen Kantonen weisen darauf hin, dass die Quarant&auml;ne bei Reiser&uuml;ckkehrern in weniger als einem Prozent der Betroffenen zu einer Infektion f&uuml;hrt. Jede saubere Evaluation w&uuml;rde angesichts einer so lausigen Effizienz die Quarant&auml;ne bei Reiser&uuml;ckkehrern stoppen, subito!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.medinside.ch\/de\/post\/lockdown-ueberschaetzten-wir-uns-selbst\">Pietro Vernazza in Medinside<\/a><\/li>\n<li><strong>Charit&eacute;-Epidemiologe kritisiert bundesweiten Schwellenwert<\/strong><br>\nMehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche gelten als kritisch. Doch schon weil mehr Tests gemacht werden, sei der Grenzwert nicht mehr brauchbar.<br>\nAus Sicht des Direktors am Institut f&uuml;r Epidemiologie an der Berliner Charit&eacute;, Stefan Willich, fehlt f&uuml;r die statistische Einsch&auml;tzung von Corona-Neuinfektionen ein &ldquo;vern&uuml;nftiger Bezugsrahmen&rdquo;. Der jetzige Schwellenwert von 50 neuen F&auml;llen pro 100.000 Einwohner und Woche sei vor f&uuml;nf Monaten definiert worden und inzwischen nicht mehr hilfreich.<br>\n&ldquo;Das schien damals pr&auml;zise, war aber eigentlich immer nur ein grober Anhaltspunkt&rdquo;, sagte Willich im rbb-Inforadio.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wissen\/gesundheit\/2020-10\/corona-neuinfektionen-statistik-zahlen-coronatests-charite-stefan-willich\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Grenzen der Aufkl&auml;rung<\/strong><br>\nGestern hat wieder das Corona-Kabinett getagt. Die wichtigste Aufgabe sei demnach auch weiterhin die Kontaktnachverfolgung, um Infektionsketten zu durchbrechen, erkl&auml;rte Regierungssprecher Steffen Seibert im Anschluss in der Bundespressekonferenz. Daher sei der Blick auf die Neuinfektionen, was ja mittlerweile deutlich sch&auml;rfer kritisiert wird als vorher, schon von Bedeutung, weil diese Zahl angebe, wie viele F&auml;lle man nachverfolgen m&uuml;sse. Das lasse sich aber nicht beliebig steigern, da die Gesundheits&auml;mter begrenzte Kapazit&auml;ten haben. Das ist richtig. Sorge bereitet also die Logistik. Nur warum sollte man immer noch alle Infektionen ermitteln wollen, wenn doch inzwischen klar ist, dass vergleichsweise wenige Menschen tats&auml;chlich schwer erkranken? (&hellip;)<br>\n&bdquo;In dem Ma&szlig;e, wie sich die Immunit&auml;t in der Bev&ouml;lkerung aufbaut, sinkt das Infektionsrisiko f&uuml;r alle &ndash; auch f&uuml;r die gef&auml;hrdeten Personengruppen&ldquo;, schreiben beispielsweise Epidemiologen f&uuml;r Infektionskrankheiten und Wissenschaftler im Bereich des &ouml;ffentlichen Gesundheitswesens in der Great Barrington Erkl&auml;rung. Diejenigen, die am st&auml;rksten gef&auml;hrdet sind, m&uuml;ssen besser gesch&uuml;tzt werden (Focused Protection).&#8239;Das will auch die Bundesregierung. Sie glaubt aber, dies mit einem Verhaltensappell an 83 Millionen Menschen erreichen zu k&ouml;nnen.<br>\nEs liegt an uns allen, ob wir es schaffen. Wenn 80 Millionen mitmachen, sinken die Chancen des Virus gewaltig.<br>\nQuelle: Gesundheitsminister Jens Spahn via Welt Online<br>\nDie Pandemie sei aus Sicht Spahns daher auch ein Charaktertest f&uuml;r die gesamte Gesellschaft, sagt der, der Hartz IV mit aktiver Armutsbek&auml;mpfung &uuml;bersetzt. Das ist dick aufgetragen und dient vor allem dem Selbstschutz. Der Minister lenkt vom eigentlichen Regierungsversagen ab, indem er die gesamte Bev&ouml;lkerung in die Verantwortung nimmt. Denn statt gezielt das Personal im Gesundheits- und Pflegebereich zu testen, um dort Infektionen auszuschlie&szlig;en, hat es der Gesundheitsminister zugelassen, bei Reiser&uuml;ckkehrern wahllos Abstriche vornehmen zu lassen und somit Kapazit&auml;ten und Ressourcen sinnlos zu verplempern. Erst jetzt kommt die Bundesregierung auf die Idee, ihre Teststrategie zu &auml;ndern und gezielter dort einzusetzen, wo sich auch die Risikogruppen befinden. Es ist weiterhin viel Aufkl&auml;rungsarbeit n&ouml;tig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taublog.de\/201013grenzen-der-aufklarung\">TauBlog<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> In letzter Zeit h&ouml;rt man ja auch immer mal wieder den Spruch, man habe &bdquo;die ruhige Zeit im Sommer verschlafen&ldquo; und m&uuml;sse nun die Ma&szlig;nahmen versch&auml;rfen. Der Schluss ist falsch, die zugrunde liegende Analyse ist richtig und falsch zugleicht. Man hat ja keine Zeit verschlafen, sondern sie mit vollkommen unsinnigen Nebenkriegsschaupl&auml;tzen wie dem Maskenzwang in Schulen, der G&auml;ngelung der Gastronomie und der Kultur und der Frage, ob Wirte die Personalien auf G&auml;stelisten &uuml;berpr&uuml;fen d&uuml;rften, vertr&ouml;delt, w&auml;hrend weder in den Krankenh&auml;usern noch in den Altenheimen sich substanziell etwas ge&auml;ndert hat. In der Berliner Charit&eacute;, einem der gr&ouml;&szlig;ten Krankenh&auml;user Deutschlands, werden schon wieder <a href=\"https:\/\/www.aerztezeitung.de\/Nachrichten\/Charite-verschiebt-wegen-Corona-wieder-planbare-Operationen-413601.html\">Operationen verschoben<\/a> &ndash; nicht weil es so viele Corona-F&auml;lle gibt, sondern weil die vergleichsweise wenigen Corona-F&auml;lle das ausged&uuml;nnte Personal <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/intensivbetten-kapazitaeten-wie-gut-ist-berlin-auf-schwerkranke-covid-19-patienten-vorbereitet\/26259608.html\">an den Rand der Leistungsf&auml;higkeit bringen<\/a>. Die Regierung hat weder den Schutz der Risikogruppen verbessert, noch den Gesundheitssektor auf Vordermann gebracht, sondern Angst gestreut, an der Privatisierung des Gesundheitssektors festgehalten und auf die &bdquo;Erl&ouml;sung&ldquo; durch einen Impfstoff gesetzt, obgleich klar sein musste, dass diese Hoffnung <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65607\">vage bis gef&auml;hrlich<\/a> ist. <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65789\">Und die B&uuml;rger? Die stehen &ndash; fragw&uuml;rdigen Umfragen zufolge<\/a> &ndash; <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65593\">hinter dieser Politik und bescheren der CDU Rekord-Umfragewerte<\/a>. Na klar, die mediale Meinungssteuerung l&auml;uft ja auch auf Hochtouren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Was tun, wenn nebenan die Party steigt?<\/strong><br>\nWenn Bars schlie&szlig;en, feiern die Leute privat. Aber wie soll man mit der Sorglosigkeit der anderen umgehen? Diskutieren? Polizei rufen? [&hellip;]<br>\nWas, wenn ich h&ouml;re, dass in der Wohnung oder im Haus nebenan eine Party stattfindet und es nicht gerade nach den (in Berlin) erlaubten zehn Leuten klingt? Hingehen und mit Besoffenen diskutieren? Die Polizei rufen? Einen w&uuml;tenden Zettel ins Treppenhaus h&auml;ngen? Wie geht man mit der Sorglosigkeit der anderen um, wenn man sie nicht teilt?<br>\nJe linker man ist, desto gr&ouml;&szlig;er ist das Problem dabei. Man kann nat&uuml;rlich r&uuml;bergehen und klingeln, auf Hausordnung und Personen-Obergrenze verweisen, und beten, dass es hilft. Man kann die Polizei rufen, aber will man das? Kann man guten Gewissens davon ausgehen, dass die Polizei dann einfach nett auf die Regeln verweist, wenn man etwa neulich das Video gesehen hat, in dem ein Polizeibeamter einem 19-j&auml;hrigen Gamer, der zu laut gewesen war, ins Gesicht schlug? Will man das Risiko eingehen, dass eine Institution, die in letzter Zeit vermehrt durch rechtsextreme Netzwerke und Polizeigewalt in den Schlagzeilen war, bei den Nachbarn klingelt? Will man nicht. Nicht, weil es spie&szlig;ig w&auml;re, sondern weil es riskant w&auml;re.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/feiern-trotz-corona-was-tun-wenn-nebenan-die-party-steigt-a-1882dca1-4d3f-416c-b0b6-d8f117d3bcce?sara_ecid=soci_upd_wbMbjhOSvViISjc8RPU89NcCvtlFcJ&amp;fbclid=IwAR0889Mq0lc2WiePf_D5w830Yum6RpnIxU4xHwgYvP4ZSqeQtYVr0FyWk-o\">Margarete Stokowski im SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die Gedankenwelt einer 34j&auml;hrigen gefeierten Jungautorin, die sich selbst als &bdquo;links&ldquo; einordnet &ndash; gefangen in Denunziantentum und Spie&szlig;igkeit. Leider passt dieser Aufsatz sehr gut zum Innenleben einer jungen, urbanen, b&uuml;rgerlichen Schicht, die sich zwar selbst &bdquo;links&ldquo; verortet, es aber nicht ist. Man liest taz, w&auml;hlt meist gr&uuml;n oder links, macht beruflich irgendwas mit Medien und wird dabei von den Eltern quersubventioniert, tr&auml;gt aktiv zur Gentrifizierung bei, beklagt diese aber gleichzeitig, gibt sich in identit&auml;tspolitischen Fragen ultraliberal, tickt jedoch in anderen gesellschaftspolitischen Fragen spie&szlig;ig bis reaktion&auml;r. Die Lebenswirklichkeit von &bdquo;normalen&ldquo; Arbeitern und Angestellten ist ihnen komplett fremd. Wenn das die Zukunft der Linken ist, hat die Linke keine Zukunft.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Anonymer Hinweisgeber meldet Berliner Familie in Ferienhaus bei der Polizei<\/strong><br>\nEin anonymer Hinweisgeber hat der Polizei gemeldet, dass sich eine vierk&ouml;pfige Familie aus Berlin &uuml;ber das Wochenende in einem Ferienhaus in Neuruppin eingemietet habe. Beamte seien am Freitagabend diesem Hinweis auf einen Versto&szlig; gegen das Beherbergungsverbot nachgegangen, berichtete die Polizeidirektion Nord am Sonntag.<br>\nEinen negativen Corona-Test habe die Familie nicht nachweisen k&ouml;nnen. Das Ferienhaus stehe aber in einem l&auml;ndlich gelegenen Ortsteil der Stadt im Landkreis Ostprignitz-Ruppin ohne direkte Nachbarh&auml;user, sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage.<br>\nAu&szlig;erdem h&auml;tten die beiden kleinen Kinder bereits geschlafen. Daher sei die Familie von den Beamten &uuml;ber die geltenden Abstands- und Hygieneregeln belehrt worden, habe aber in dem Ferienhaus bleiben d&uuml;rfen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/beherbergungsverbot-in-brandenburg-anonymer-hinweisgeber-meldet-berliner-familie-in-ferienhaus-bei-der-polizei\/26264694.html\">Tagesspiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> In der Corona-Epidemie treten wieder die besten deutschen Blockwarteigenschaften ans Tageslicht.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch gleich zum Online-Denunzieren:<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.essen.de\/formular\/ordnungsamt\/coronaschutzverordnung__melden_eines_verstosses.de.html\">Melden eines Versto&szlig;es gegen die Coronaschutz-Verordnung (Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2)<\/a>.<\/p><\/li>\n<li><strong>Eine gr&uuml;ne Maske als Protest<\/strong><br>\nDer gesamte Frust, die Verunsicherung und Angst vieler Menschen entl&auml;dt sich in dieser Aggression gegen&uuml;ber anderen, denen ein Fehlverhalten unterstellt wird. In ihrer Pressekonferenz adressierte die Bundeskanzlerin nun einen eindringlichen Appell an j&uuml;ngere Leute und konstruierte dadurch eine Verkn&uuml;pfung zu dem Krankheitsgeschehen. Sie w&uuml;rden andere gef&auml;hrden, indem sie leichtsinnig feiern w&uuml;rden. Wenn sich junge Menschen nun physisch &ndash; nicht online &ndash; begegnen wollen m&ouml;chten, werden sie mit dem Vorwurf konfrontiert, sie seien der Grund, warum die Regierung nun Schulen und Gesch&auml;fte schlie&szlig;en m&uuml;sse.<br>\nMit ihrem direkten Appell r&uuml;ckte die Bundeskanzlerin eine Bev&ouml;lkerungsgruppe in den Fokus, die in den letzten Monaten besonders belastet war. Schule geschlossen, Jugendclub dicht, keine Sportvereine, kein Musikunterricht. Kein pers&ouml;nlicher Kontakt zu Freunden, isoliert mit der Familie, &uuml;berfordert durch das Homeschooling. Unklare Pr&uuml;fungsbedingungen, geplatzte Praktika, verschlechterte Jobm&ouml;glichkeiten.<br>\nUnd &uuml;ber all das &ndash; verlor die Politik kaum ein Wort. Wenn &uuml;berhaupt die Lage der jungen Generation thematisiert wurd, dann ging es um Abschlusspr&uuml;fungen. Aber ihr ver&auml;nderter Lebensalltag und ihre Sorgen wurden nicht wahrgenommen. Sie f&uuml;hlten sich nicht gesehen und nicht geh&ouml;rt, von ihrem Recht auf politische Teilhabe ganz zu schweigen. In der bundesweiten JuCo-Studie wurden sechstausend Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 15 bis 30 Jahre zu ihren Erfahrungen in der Corona-Zeit befragt und das Ergebnis war deutlich: Verunsicherung, Ohnmacht und Ignoranz durch die Politik waren die gro&szlig;en Themen.<br>\nDiese jungen Menschen, die endlich ihre Freunde wiedersehen wollen, werden nun als Gef&auml;hrder markiert. Gerade ihnen die Verantwortung zuzuschieben und sie damit zur Zielscheibe vielf&auml;ltiger Aggressionen zu machen, ist ein besonders zynisches Man&ouml;ver der Bundeskanzlerin.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/mopauly\/eine-gruene-maske-als-protest\">der Freitag<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Corona-Folgen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&Uuml;ber Statistik in Zeiten von Corona<\/strong><br>\nNie war Statistik so wertvoll wie heute! Aber Zahlen ohne Erkl&auml;rungen sind eine wirkliche Gefahr. Die Politik droht in Sachen Corona vollends unglaubw&uuml;rdig zu werden, weil sie mit den vorliegenden Zahlen nicht angemessen umgeht.<br>\nViele glauben, besonders viele Zahlen zu produzieren, sei schon ein Verdienst an sich. Andere sind offenbar fest davon &uuml;berzeugt, eine Zahl sei eine Zahl und deswegen sei es m&uuml;&szlig;ig, auch nur einen weiteren Gedanken &uuml;ber die Bedeutung der Zahl zu verschwenden. Beides ist grundfalsch.<br>\nEs geht darum, unter W&uuml;rdigung aller Umst&auml;nde, die uns bekannt sind, herauszuarbeiten, welche Zahl welche Bedeutung hat. Und f&uuml;r diejenigen, die mit gro&szlig;em medialen Get&ouml;se Zahlen in die Welt setzen, geht es darum, sich jede M&uuml;he zu geben, um f&uuml;r das Publikum einfache und besonders aussagekr&auml;ftige Zahlen aus dem gro&szlig;en Zahlensalat herauszudestillieren. Das gilt in den Zeiten von Corona sowohl f&uuml;r das Geschehen im Bereich der menschlichen Gesundheit wie im Bereich der wirtschaftlichen Folgen, die vom Corona-Schock ausgehen.<br>\nBeginnen wir mit Letzterem. Es wird derzeit wieder mit gro&szlig;er Leichtfertigkeit &uuml;ber die Notwendigkeit eines neuen Lockdowns gesprochen, ohne dass &uuml;berhaupt klar ist, was der erste Lockdown gesundheitspolitisch gebracht hat und vor allem, wie teuer er in &ouml;konomischer Hinsicht war. Er war n&auml;mlich ungeheuer teuer und wenn das allgemein bekannt w&auml;re, w&uuml;rde man nicht so &uuml;ber einen neuen Lockdown reden, als k&ouml;nnte die Politik alle paar Monate die Wirtschaft in Tiefschlaf versetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/40-2020\/ueber-statistik-in-den-zeiten-von-corona\/\">Heiner Flassbeck auf Makroskop<\/a><\/li>\n<li><strong>Deutschland verschleiert das wahre Drama &ndash; w&auml;hrend China zeigt, wie Wirtschaft geht<\/strong><br>\nKurz zusammengefasst: der deutschen Industrie, die sich bereits vor Corona in einer handfesten Rezession befand, geht es nicht gut. Die aktuelle Produktion liegt um 11,6 Prozent unter dem Vorjahresniveau und sogar um 16,6 Prozent unter dem Niveau, das wir zu Jahresbeginn 2018 hatten.<br>\nWas in diesen Zahlen bedrohlich aufleuchtet, ist keine Corona-Krise, sondern ein strukturelles Problem, dass durch die aktuelle Weltwirtschaftskrise versch&auml;rft, aber keineswegs ausgel&ouml;st wurde. Dass trotz der immerhin bis Ende n&auml;chsten Jahres verl&auml;ngerten Kurzarbeitergeldregelung viele Industriebetriebe jetzt Massenentlassungen planen, passt da leider ins Bild. (&hellip;)<br>\nGenau dieser Vorteil, unsere industrielle Substanz, ist jetzt in Gefahr. Und das Corona-Virus ist nicht der entscheidende Grund daf&uuml;r. Weit eher zu nennen ist die unverantwortliche Bequemlichkeit in gro&szlig;en Teilen der Autoindustrie, sich auf dem einmal Erreichten und den Erfolgen der Vergangenheit auszuruhen. Versch&auml;rft werden die Probleme durch die Nachahmung angels&auml;chsischer Managementpraktiken, nach denen Gewinne in Aktienr&uuml;ckk&auml;ufen und Dividendenaussch&uuml;ttungen besser angelegt sind als in langfristig orientierten Investitionen und Forschungsanstrengungen. (&hellip;)<br>\nAufgabe der Bundesregierung: eine durchdachte Industriepolitik<br>\nZu einer solchen w&uuml;rde geh&ouml;ren, die &ouml;ffentliche Infrastruktur in Deutschland nicht l&auml;nger verrotten zu lassen. In Regionen, in denen es weder ein gutes Funknetz noch ein schnelles Internet und auch keine guten Verkehrsanbindungen gibt, siedelt sich nat&uuml;rlich auch kein Unternehmen an.<br>\nZweitens br&auml;uchte es eine umfassende &ouml;ffentliche Forschungsf&ouml;rderung, einschlie&szlig;lich der Unterst&uuml;tzung junger Unternehmen in den Branchen neuer Technologien mit &ldquo;geduldigem&rdquo; Kapital, also solchem, das nicht auf den schnellen B&ouml;rsengang lauert. In diesem Punkt kann man sowohl von China als auch von Programmen wie dem der DARPA in den USA lernen, auch wenn diese Beh&ouml;rde vor allem milit&auml;risch orientiert war und ihre beste Zeit mittlerweile hinter sich hat.<br>\nDar&uuml;ber hinaus brauchen wir dringend ein konsistentes Konzept f&uuml;r eine Mobilit&auml;tswende, das Staat und Wirtschaft gemeinsam entwickeln m&uuml;ssten, weil es eben nicht nur eine Frage von Forschung und Produktion, sondern auch der zur Verf&uuml;gung stehenden Infrastruktur ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/politik\/experten\/weitergedacht-die-wagenknecht-kolumne-deutschland-verschleiert-das-wahre-drama-china-als-modell_id_12495125.html\">Sahra Wagenknecht in Focus Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Superreiche in Deutschland und weltweit werden reicher<\/strong><br>\nDie Corona-Krise hat die Superreichen rund um den Globus noch reicher gemacht. Das Gesamtverm&ouml;gen der mehr als 2000 Dollar-Milliard&auml;re weltweit stieg bis Ende Juli auch dank der Erholung an den Aktienm&auml;rkten auf den Rekordwert von rund 10,2 Billionen US-Dollar (8,7 Billionen Euro). Das geht aus Berechnungen der Beratungsgesellschaft PwC und der Schweizer Gro&szlig;bank UBS hervor.<br>\nVor allem Engagements in schnell wachsenden Bereichen wie Technologie und Gesundheitswesen erwiesen sich der Studie zufolge als Treiber.<br>\nDas gewaltige Verm&ouml;gen verteilt sich demnach auf 2189 M&auml;nner und Frauen. Die Summe ist in Euro umgerechnet mehr als doppelt so hoch wie die gesamte j&auml;hrliche Wirtschaftsleistung Deutschlands als gr&ouml;&szlig;ter Volkswirtschaft Europas (2019: knapp 3,5 Billionen Euro). Ber&uuml;cksichtigt wurden Bargeld, Immobilien, Luxusg&uuml;ter sowie Aktien und Firmenverm&ouml;gen. Verbindlichkeiten wurden abgezogen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/ultrareiche-in-deutschland-und-weltweit-trotz-krise-reicher-geworden-li.109839?mktcid=smsh&amp;mktcval=OS%20Share%20Hub\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Kranke in der Warteschleife<\/strong><br>\nDie Zahl der Covid-19-Patienten in Kliniken steigt. Am Sonntag mussten laut Deutschem Intensivregister (DIVI) 545 Menschen mit der Erkrankung intensivmedizinisch betreut werden, insgesamt waren knapp 21.000 Betten belegt, mehr als 9.000 waren als frei gemeldet. Bedrohlich erscheint die Situation nicht. Dennoch hat die Berliner Charit&eacute; vor, erneut &raquo;planbare Eingriffe&laquo; f&uuml;r eine unbekannte Zeit zu verschieben. &raquo;Wir m&uuml;ssen versuchen, die Intensivbetten f&uuml;r Covid-19-Patienten freizubekommen&laquo;, sagte Ulrich Frei vom Charit&eacute;-Vorstand vergangenen Freitag gegen&uuml;ber der Nachrichtenagentur dpa. Frei r&auml;umte ein, dies f&uuml;hre freilich &raquo;zu schwierigen ethischen Fragen, etwa im Umgang mit Herz- und Tumorkranken&laquo;. Und tats&auml;chlich sei man noch immer dabei, hinausgez&ouml;gerte Eingriffe vom Beginn der Coronapandemie im Fr&uuml;hjahr nachzuholen. Deutlich wird zudem: Es liegt offenbar weniger an den Kapazit&auml;ten als an dem seit Jahren bestehenden Dauerproblem eines drastischen Personalmangels. Und das, so Frei, versch&auml;rfe sich, wenn Besch&auml;ftigte positiv getestet w&uuml;rden. Sie h&auml;tten ein erh&ouml;htes Risiko, und dann m&uuml;ssten sie und ihre Kontaktpersonen in die Quarant&auml;ne.<br>\nGegen&uuml;ber der Nachrichtenagentur Reuters berichtete auch J&uuml;rgen Graf, &auml;rztlicher Direktor der Frankfurter Uniklinik, von besonders vielen Positivtests bei medizinischem Personal in den letzten beiden Wochen. Er h&auml;lt es ebenfalls f&uuml;r notwendig, erneut Eingriffe zu verschieben, um Kapazit&auml;ten bereithalten zu k&ouml;nnen. Es drohe vor allem ein Mangel an Fachkr&auml;ften. Berlins B&uuml;rgermeister Michael M&uuml;ller pflichtete dem bei. Bei den Gesundheits&auml;mtern sei das nicht anders, betonte er. &raquo;Allein in Berlin sind 200 Stellen nicht besetzt.&laquo; M&uuml;ller appellierte an den Bund, insbesondere die Gro&szlig;st&auml;dte mit Besch&auml;ftigten zu versorgen. Dort steige die Zahl der positiv Getesteten am st&auml;rksten an.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/388212.coronapandemie-kranke-in-der-warteschleife.html\">Junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Jetzt, da die Nummer eines kollabierenden Gesundheitssystems durch mit Corona-Kranken &uuml;berf&uuml;llten Krankenh&auml;usern nicht mehr zieht, kommt ein neues Horrorgem&auml;lde. Jetzt fehlt das Personal, um die vorhanden Intensivbetten ad&auml;quat zu betreuen. Nur, da wird es zynisch, der drastische Personalmangel an den deutschen Krankenh&auml;usern ist nicht erst seit der Corona-Epidemie bekannt und von Seite der politischen Verantwortlichen wurde bisher kein Finger ger&uuml;hrt, um das zu &auml;ndern. Im Gegenteil die neoliberale Politik der Privatisierung und &Ouml;konomisierung des Gesundheitswesens wurde bedenkenlos weiter vorangetrieben.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Elementare Defizite der Berichterstattung<\/strong><br>\nDass in der Berichterstattung zur Corona-Pandemie und deren politisch-b&uuml;rokratischer Bek&auml;mpfung alles optimal gelaufen ist, darf man f&uuml;r &auml;u&szlig;erst unwahrscheinlich halten. Schlie&szlig;lich leidet der Journalismus an vielen systemischen, l&auml;ngst bekannten und intensiv untersuchten Problemen. Etwa seinem permanenten Spagat zwischen Aufkl&auml;rungsanspruch und kommerziellen Interessen (die selbstverst&auml;ndlich auch geb&uuml;hrenfinanzierte Sender haben). Journalismus leidet unter seinem wenig heterogenen Personal, das &uuml;berwiegend in gleichen Biotopen lebt und den gro&szlig;en Rest der Welt von au&szlig;en bestaunt (oder auch ignoriert). Er leidet an den &uuml;blichen Problemen hierarchischer Entscheidungsstrukturen (&ldquo;Peter-Prinzip&rdquo;). Er leidet an einem stark unterentwickelten Qualit&auml;tsmanagement.<br>\nUnd der Journalismus leidet daran, dass ausgerechnet die Kritiker vom Dienst, die sich in einem Anfall von Hybris bis heute gerne als &ldquo;Vierte Gewalt&rdquo; bezeichnen, &auml;u&szlig;erst beleidigt auf jede Kritik an ihrer Arbeit reagieren. Es ist also &auml;u&szlig;erst unwahrscheinlich, dass die Berichterstattung zur Corona-Pandemie perfekt war oder inzwischen wurde.<br>\nDas best&auml;tigt nun auch eine erste gro&szlig;e Qualit&auml;tsstudie &mdash; allerdings f&uuml;r die Schweiz. Am &ldquo;Forschungszentrum &Ouml;ffentlichkeit und Gesellschaft&rdquo; (f&ouml;g) wird seit 2010 die Qualit&auml;t der Schweizer Medien gemessen und in einem Jahrbuch ver&ouml;ffentlicht. Mit &auml;hnlicher Methodik hat das Forschungszentrum der Uni Z&uuml;rich Ende Juli Befunde zur &ldquo;Qualit&auml;t der Medienberichterstattung zur Corona-Pandemie&rdquo; vorgelegt. Die Inhaltsanalysen erfassen dabei stets nur allgemeine Auspr&auml;gungen der Berichterstattung, etwa wie viele verschiedene Akteure zu Wort kommen. Nicht gemessen werden u.a. so wichtige Qualit&auml;tskriterien wie die Richtigkeit oder Vollst&auml;ndigkeit von Berichten. Die Studie misst die Medienleistung in den Dimensionen Vielfalt, Relevanz und Deliberationsqualit&auml;t.<br>\nErster auff&auml;lliger Befund: Corona hat in der Berichterstattung nicht nur dem Eindruck nach alles beherrscht. Bis zu 75 Prozent aller Artikel in den Zeitungen und aller Rundfunknachrichten der Stichprobe besch&auml;ftigten sich mit der Pandemie. Eine vergleichbare Themendominanz hat es wohl lange nicht gegeben. Zum Vergleich: Das dominante Thema Klimawandel erreicht im vergangenen Wahljahr zur Spitze kaum mehr als 10 Prozent der Gesamtberichterstattung, so die Forscher Mark Eisenegger (Direktor f&ouml;g), Franziska Oehmer, Linards Udris und Daniel Vogler.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Elementare-Defizite-der-Berichterstattung-4926002.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Corona und Intelligenz<\/strong><br>\nDass die &uuml;blichen Medien die Proteste kleinreden oder verschweigen, kennt man. Sie sind eingebunden in den Diskurs der Herrschaft, sie finden sich mit ihrer Rolle als Propaganda-Instrumente einer Einheitsmeinung ab: &bdquo;Virus b&ouml;se, Regierung gut&ldquo;. Auch von den K&uuml;nstlern ist wenig zu h&ouml;ren und zu lesen: Die einst kritische Intelligenz hat sich aus der &ouml;ffentlichen Debatte nahezu komplett verabschiedet. Wo einst Liedermacher und Literaten sich auf die Seite der Bev&ouml;lkerung stellten, herrscht heute zumeist Schweigen. &hellip;<br>\nF&uuml;r die Pflege der Intellektuellen unterhalten die Parteien politische Stiftungen. Die verwalten Millionen Staatsgelder &ndash; 581,4 Millionen aus Steuergeldern kostete der intellektuelle Spa&szlig; allein 2017 &ndash; um die &ouml;ffentliche Diskussion auf das Niveau der Seminare, der Kongresse und Workshops zu heben. In Zeiten der allgemeinen Verunsicherung, der medizinischen und juristischen Generalfragen &ndash; denn glaubt man der ver&ouml;ffentlichten Meinung, geht es seit Monaten um Leben und Tod &ndash; w&auml;ren die Stiftungen der Ort, die Fragen zu diskutieren und vielleicht Antworten zu finden. Zumal das Land in zwei Lager gespalten ist: Jenes, das dem Regierungskurs glaubt und jenes, das den Kurs f&uuml;r sch&auml;dlich f&uuml;r die Demokratie und die Gesundheit h&auml;lt. Im wissenschaftlichen Dialog, von den Stiftungen organisiert, k&ouml;nnte das Volk seine Experten im Meinungsstreit finden. Wenn es denn den Dialog der unterschiedlichen Meinungen g&auml;be. Am Beispiel dreier Stiftungen soll die Diskursf&auml;higkeit der dort versammelten Intelligenz untersucht werden. &hellip;<br>\nDie Auswahl der untersuchten Stiftungen ist nicht zuf&auml;llig: Sie geh&ouml;ren den Parteien, die sich in einer Koalition als Alternative zum herrschenden Parteiengeflecht anbieten. Auch bei ihnen ist ein schwerer Corona-Kollateralschaden zu bemerken: Der Zweifel, ein produktives Element des Denkens, ist einer Konformit&auml;t gewichen, die sich medizinisch und f&uuml;rsorglich gibt, aber weder die kritische Medizin zu Wort kommen l&auml;sst noch die Verfassung des Landes. Auch und gerade bei den Stiftungen ist der dramatische Abschied der Intellektuellen aus der gesellschaftlichen Debatte zu bemerken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rationalgalerie.de\/home\/corona-und-intelligenz\">Rationalgalerie<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>V&ouml;lker der Welt, h&ouml;rt endlich zu: Julian Assange ist ein politischer Gefangener!<\/strong><br>\nDer Fall Julian Assange ist kein Prozess. Er ist ein Fuck-up. Wenn Assange an die USA ausgeliefert wird, ist der investigative Journalismus tot. Eine Wutrede.<br>\nDies sollte einmal ein Prozessbericht werden. Es ging nicht. Einmal wegen Corona und auch, weil letztlich aus London nie eine Akkreditierung kam. Der Prozess gegen Julian Assange ist ein Unfall mit Ansage. Ein vors&auml;tzlich herbeigef&uuml;hrter Unfall. Und deshalb ist dies ein Unfallbericht.<br>\nGerade l&auml;uft in London ein Jahrhundertprozess. Gut, es ist wenigen aufgefallen, denn viel berichtet wird nicht. Es passiert nicht h&auml;ufig, dass in der westlichen Welt ein Journalist vor Gericht steht, der seit Jahren Informationen &uuml;ber Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Massen&uuml;berwachung, Korruption und sonstige Missst&auml;nde von &ouml;ffentlichem Interesse ver&ouml;ffentlicht &ndash; und daf&uuml;r angeklagt ist. Das sind Dinge, die eigentlich in Zeitungen geh&ouml;ren.<br>\nEs sind Dinge, die hin und wieder auch mal in Zeitungen standen oder stehen, so wie die Enth&uuml;llungen von Daniel Ellsberg &uuml;ber die Pentagon Papers, die Missst&auml;nde des Vietnamkriegs oder die Snowden-Enth&uuml;llungen. Doch das k&ouml;nnte bald Geschichte sein, sollte Assange verurteilt werden. Der Preis f&uuml;r die Ver&ouml;ffentlichung von wahren Informationen &ndash; &ndash; wird zu hoch sein. Momentan bel&auml;uft sich der Preis auf 175 Jahre Haft. Assange soll in die USA ausgeliefert werden, wo er wegen Spionage angeklagt ist, gest&uuml;tzt auf ein , dem Espionage Act. Es w&auml;re ein Pr&auml;zedenzfall, eine &Uuml;berschreitung s&auml;mtlicher Grenzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/kultur-vergnuegen\/julian-assange-ist-ein-politischer-gefangener-li.110110\">Milosz Matuschek in der Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Neues Navalny-Interview: Deutschland als Helfer f&uuml;r innerrussische Propaganda gegen die Regierung<\/strong><br>\nDie deutsche Bundesregierung scheint fest entschlossen zu sein, den Fall Navalny zu nutzen, um die deutsch-russischen Beziehungen nachhaltig zu zerst&ouml;ren. Ein weiteres Beispiel daf&uuml;r ist ein Interview, das nun ver&ouml;ffentlicht wurde&hellip;<br>\nDas russische Au&szlig;enministerium scheint inzwischen auch die Geduld zu verlieren, wie deren Verlautbarungen zeigen:<br>\n&bdquo;Es sei daran erinnert, dass im Westen oft behauptet wird, man k&ouml;nne in den Beziehungen zu Russland nicht zur Tagesordnung &uuml;bergehen, also d&uuml;rfe es kein &bdquo;business as usual&ldquo; geben. Von unserer Seite kommen wir zum Schluss, dass mit Blick auf dieses Verhalten Deutschlands und seiner EU- und Nato-Verb&uuml;ndeten es der Westen ist, mit dem man unm&ouml;glich etwas zu tun haben kann, bis er die Methoden der Provokationen und Manipulationen abgelegt hat und sich ehrlich und verantwortungsbewusst zu verhalten beginnt.&ldquo;<br>\nDerart deutliche Worte hat es aus Moskau in Richtung Berlin seit Jahrzehnten nicht gegeben. Und nun hat die Bundesregierung einen weiteren Nadelstich gegen Moskau gesetzt.<br>\nIn Russland gibt es einen popul&auml;ren Journalisten und YouTube-Blogger namens Jurij Dud, der mit seinem erst drei Jahre alten YouTube-Kanal schon &uuml;ber acht Millionen Follower hat. Dud ist ein klarer Regierungsgegner und sein Konzept sind lange und ausf&uuml;hrliche Interviews, was ein wenig an Ken-FM erinnert. Allerdings ist das Format von Dud eher auf junge Leute zugeschnitten&hellip;<br>\nNun hat Dud ein neues Interview ver&ouml;ffentlicht und zwar mit Navalny. Das w&auml;re kaum erw&auml;hnenswert, wenn Corona nicht w&auml;re. Die deutschen Grenzen sind f&uuml;r Russen geschlossen, man kommt als Russe nur mit einer Ausnahmegenehmigung der Bundesregierung nach Deutschland. Aber das Interview haben sie in Berlin aufgezeichnet, wie sie auch in dem Interview mehrmals erz&auml;hlen. Das bedeutet, dass die Bundesregierung Dud extra eine Einreisegenehmigung gegeben hat.<br>\nDas Interview wird im Westen niemand erw&auml;hnen, denn in der Sache sagt Navalny darin nichts Neues oder Interessantes, was die Medien aufgreifen k&ouml;nnten. Aber in Russland macht es Furore und hat in wenigen Tagen schon &uuml;ber 15 Millionen Klicks gesammelt. Die Bundesregierung hat also Dud eine Ausnahme-Einreisegenehmigung erteilt, damit er in Russland anti-russische Propaganda machen kann&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2020\/neues-navalny-interview-deutschland-als-helfer-fuer-innerrussische-propaganda-gegen-die-regierung\/\">Anti-Spiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Lawrow: Russland kann gezwungen sein, Dialog mit der EU zu stoppen<\/strong><br>\nWenn die Europ&auml;ische Union die Notwendigkeit eines &ldquo;gegenseitig respektvollen Gespr&auml;chs&rdquo; mit Moskau nicht versteht, wird Russland gezwungen sein, den Dialog mit der EU einzustellen. Das erkl&auml;rte der russische Au&szlig;enminister Sergei Lawrow am Dienstag.<br>\n&ldquo;Die Leute, die f&uuml;r die Au&szlig;enpolitik im Westen zust&auml;ndig sind, verstehen die Notwendigkeit eines gegenseitig respektvollen Gespr&auml;chs nicht &ndash; vielleicht sollten wir dann eine bestimmte Zeit lang nicht mit ihnen kommunizieren&rdquo;, sagte Lawrow in seiner Rede im internationalen Diskussionsklub &ldquo;Waldai&rdquo; am Dienstag. &ldquo;Zumal Ursula von der Leyen sagt, dass eine geopolitische Partnerschaft mit der gegenw&auml;rtigen russischen F&uuml;hrung nicht klappt.&rdquo;<br>\n&bdquo;Dann sei es drum, wenn sie das wollen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/international\/107773-lawrow-russland-kann-gezwungen-sein-dialog-mit-der-eu-zu-stoppen\/\">RT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&bdquo;Es werden wahllos Wohngebiete angegriffen&ldquo;<\/strong><br>\nim Gespr&auml;ch mit Hovhannes Gevorkian &uuml;ber den Krieg in Bergkarabach<br>\n(&hellip;) Welches Ausma&szlig; hatte der Krieg? Wie gro&szlig; ist die Zerst&ouml;rung und wie viele Menschen mussten ihr Leben lassen?<br>\nDer Krieg begann am Morgen des 27. September durch einen gro&szlig;angelegten und kalkulierten Angriff seitens der aserbaidschanischen Truppen zusammen mit den eigens aus Syrien rekrutierten islamistischen Dschihadisten. Das t&uuml;rkische Milit&auml;r war nicht nur in die Planungen involviert, sondern von Anfang an eine Kriegspartei mit eigenen Kampfjets, milit&auml;rischen Beratern und Soldaten. Die Soldaten griffen zwar nicht direkt ein, allerdings waren die Kampfjets im Einsatz und schossen ein armenisches Flugzeug &uuml;ber armenischem Territorium ab.<br>\n(&hellip;) Auch die T&uuml;rkei ist ein wesentlicher Unterst&uuml;tzer Bakus, insbesondere durch Waffenlieferungen. Das aserbaidschanische Milit&auml;r prahlte online regelrecht mit seinem Einsatz t&uuml;rkischer Kampfdrohnen in den j&uuml;ngsten Gefechten. Wie eng ist die t&uuml;rkisch-aserbaidschanische Kooperation und welche strategischen\/geopolitischen Interessen verfolgt Ankara hier?<br>\nDie Kooperation ist sehr eng und so tief wie nie zuvor. Zwischen Baku und Ankara gab es schon immer eine Allianz und t&uuml;rkische Waffenlieferungen f&uuml;r aserbaidschanisches &Ouml;l und Gas waren Standard. Heute allerdings sieht es so aus, als w&uuml;rde die T&uuml;rkei den Ton in diesem Krieg angeben und klar die F&uuml;hrung gegen&uuml;ber Baku haben. Der Pr&auml;sident von Arzach\/Karabach, Arajik Harutjunjan, der selbst an der Front ist und die vielleicht meistgehasste Figur in Aserbaidschan ist, sagte offen, dass &bdquo;nicht Aserbaidschan, sondern die T&uuml;rkei Krieg gegen uns f&uuml;hrt&rdquo;.<br>\nEs gibt t&uuml;rkische Waffen, aber auch t&uuml;rkische Milit&auml;rangeh&ouml;rige in Aserbaidschan. Die Abstimmung zwischen den beiden Regimen ist sehr eng und immer wieder gibt es ranghohe Besuche seitens der t&uuml;rkischen Politiker in Baku. Erst k&uuml;rzlich, n&auml;mlich am 6. Oktober war der t&uuml;rkische Au&szlig;enminister Mevl&uuml;t &Ccedil;avu&#351;oglu in Baku und sprach davon, dass die T&uuml;rkei und Aserbaidschan &bdquo;eine Nation&ldquo; seien. Er sagte: &bdquo;Niemand sollte Zweifel haben, dass wir auch als ein Staat handeln werden, wenn es n&ouml;tig sein sollte.&rdquo; &Uuml;bersetzt: Die T&uuml;rkei sieht Aserbaidschan als Teil seines Einflussgebietes an und droht offen damit, direkt in den Krieg zu intervenieren.<br>\nDer Hintergrund dieser sehr aggressiven Herangehensweise liegt darin, dass die T&uuml;rkei so eine st&auml;rkere Pr&auml;senz in Aserbaidschan aufbauen und dort Milit&auml;rbasen errichten kann, nachdem das zuvor nur in der aserbaidschanischen Exklave Nachitschewan m&ouml;glich war, die zwar an die T&uuml;rkei, aber nicht an Aserbaidschan grenzt. Nicht zuletzt kann so die russische Hegemonie im Kaukasus wom&ouml;glich zur&uuml;ckgedr&auml;ngt werden, wobei Moskau und Ankara nat&uuml;rlich gegenseitige Interessen haben, nicht nur im Kaukasus, sondern auch in Libyen und Syrien.<br>\n(&hellip;) Dieser Konflikt ist komplex, aber Fakt ist, dass er damit zu tun, dass sich auf beiden Seiten moderne kapitalistische Nationalstaaten gebildet haben, die jeweils f&uuml;r sich homogen sein wollen. Das nationalistische Denken ist tief verankert und hat die Region traumatisiert. Ich pers&ouml;nlich denke, dass ein friedliches und freies Zusammenleben nur gemeinsam m&ouml;glich ist, damit auch die Frage der Gefl&uuml;chteten gel&ouml;st werden kann: Dies kann allerdings niemals unter kapitalistischen Bedingungen m&ouml;glich sein, sodass die kapitalistische Ordnung nicht nur in Armenien und Aserbaidschan, sondern in der gesamten Region gest&uuml;rzt werden muss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2020-10-11\/es-werden-wahllos-wohngebiete-angegriffen-im-gespraech-mit-hovhannes-gevorkian-ueber-den-krieg-in-bergkarabach\/\">justice now<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Ungleichheit und Ideologie<\/strong><br>\nWird der Kapitalismus seinem Anspruch gerecht, langfristig Ungleichheit zu reduzieren und allen Menschen zugutezukommen? Wie rechtfertigen Gesellschaften die vorherrschende Ungleichheit? Der Wirtschaftswissenschaftler Thomas Piketty erforscht genau diese Fragen seit mehr als 20 Jahren.<br>\nDer franz&ouml;sische &bdquo;Rockstar der Wirtschaftswissenschaft&ldquo; untersuchte 2014 in seinem 800 Seiten starken &bdquo;Das Kapital des 21. Jahrhunderts&ldquo; Daten aus 27 L&auml;ndern &uuml;ber einen Zeitraum von bis zu drei Jahrhunderten und wies nach, dass der Kapitalismus systemimmanent zu einer Versch&auml;rfung der Ungleichheit f&uuml;hrt. Auch weitere Grund&uuml;berzeugungen des Kapitalismus &ndash; beispielsweise, dass Steuersenkungen zu Wirtschaftswachstum f&uuml;hren w&uuml;rden &ndash; dekonstruierte er. In diesem Jahr lie&szlig; Piketty 1.300 Seiten in &bdquo;Kapital und Ideologie&ldquo; folgen, die auf einer noch deutlich ausgeweiteten Datensammlung basieren, und eine &ouml;konomische, soziale und politische Geschichte der Ungleichheit von den Feudal- und Sklavenhaltergesellschaften bis hin zur Gegenwart zeichnen. Seine Analysen und L&ouml;sungsvorschl&auml;ge, die auf einer bis dato unbekannten Datenf&uuml;lle beruhen, sind &ndash; bei aller notwendigen Diskussion &ndash; von grundlegender Bedeutung. (&hellip;)<br>\nPiketty: Ja, ich denke, wir brauchen in Zukunft in Deutschland, Frankreich, Europa und der Welt die Einf&uuml;hrung von Sondersteuern auf die h&ouml;chsten Verm&ouml;gen. Und ich denke, dass wir uns darauf vorbereiten m&uuml;ssen, und wir m&uuml;ssen hierf&uuml;r auch &uuml;ber die Weise nachdenken, wie wir zu einer Mehrheitsentscheidung in Steuerfragen in Europa kommen werden. Und wenn einige L&auml;nder nicht daran teilnehmen wollen, kann man sie nicht dazu zwingen, aber das sollte diejenigen der 27 nicht hindern, die vorankommen wollen. Ich hoffe auf Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, die zusammen 75 Prozent der Bev&ouml;lkerung und des Bruttoinlandsprodukts der Eurozone ausmachen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/gesellschaftssysteme-ungleichheit-und-ideologie.1184.de.html?dram:article_id=485376\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Staatsknete f&uuml;r Bonzen statt Bauern<\/strong><br>\nErstmals hat die Bundesregierung ver&ouml;ffentlicht, dass gro&szlig;e Holdings jeweils mehrere Millionen Euro Agrarsubventionen erhalten. Allein Tochterunternehmen der Deutschen Agrar Holding kassierten vergangenes Jahr mindestens 5,5 Millionen Euro, wie aus einer Antwort des Landwirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Gr&uuml;nen-Fraktion hervorgeht. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Hof bekam nur knapp 21.000 Euro. Zum ersten Mal erkl&auml;rt die Regierung von CDU\/CSU und SPD nun, die Zahlungen an Konzerne reduzieren zu wollen. &hellip;<br>\nDie Agrar Holding kassiert vor allem deshalb so viel Geld vom Staat, weil sie so viele &Auml;cker und Wiesen hat. Denn der L&ouml;wenanteil der EU-Subventionen, die Direktzahlungen, wird pro Hektar berechnet: Wer viel Land hat, bekommt auch viel Geld. Die Firmengruppe des Bremer Bauunternehmers Kurt Zech bewirtschaftet nach eigenen Angaben in Ostdeutschland mehr als 20.000 Hektar Agrarfl&auml;che vor allem mit Mais f&uuml;r Biogas-Anlagen. Der durchschnittliche Hof in Deutschland hat laut Statistischem Bundesamt nur 63 Hektar. &hellip;<br>\nDie Eigent&uuml;merin der Deutschen Agrar Holding, die Zech Stiftung, sitzt im Steuerparadies Liechtenstein. Sie investiert laut Holdingsprecher Holger R&ouml;mer vor allem in Immobilien, zum Beispiel in die &bdquo;Atlantic Hotels&ldquo;. Die Holding sei auf die Zahlungen vom Staat angewiesen, sagte R&ouml;mer der taz: &bdquo;Ohne die Subventionen geht es bei den B&ouml;den, die wir haben, gar nicht.&ldquo; Das meiste Land liege in Brandenburg, wo die B&ouml;den nicht sehr fruchtbar sind. Zur H&ouml;he der Zahlungen vom Staat wollte R&ouml;mer nichts sagen. &hellip;<br>\nTochterfirmen der Lukas-Stiftung, einer der drei Eigent&uuml;merinnen des Discounters Aldi Nord, erhielten den Zahlen zufolge 3,1 Millionen Euro. Der Einstieg der Aldi-Erben in Agrarbetriebe ist besonders kritisiert worden, weil sie so bekannt sind und nicht aus der Landwirtschaft kommen. Wahrscheinlich wollen die Aldi-Nord-Eigent&uuml;mer ihr Milliardenverm&ouml;gen nun in Agrarfl&auml;chen investieren, weil Staaten und Banken kaum noch Zinsen auf Anleihen zahlen. Im Gegensatz dazu versprechen &Auml;cker wegen der EU-Agrarsubventionen eine sichere Rendite.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Konzerne-kassieren-Agrarsubventionen\/!5719474\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Vier Millionen Besch&auml;ftigte in Deutschland &uuml;berqualifiziert<\/strong><br>\nIn Deutschland sind rund vier Millionen Besch&auml;ftigte &uuml;berqualifiziert. Das geht aus einer Antwort der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit auf eine Anfrage der Linken im Bundestag hervor. Demnach hat rund jeder achte (12 Prozent) der insgesamt knapp &uuml;ber 33,7 Millionen sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigten einen Job unterhalb seines eigentlichen Ausbildungsniveaus.<br>\nBei den Minijobbern ist sogar jeder F&uuml;nfte formal &uuml;berqualifiziert. Etwa 911.000 von ihnen arbeiteten unterhalb ihres Qualifikationsniveaus. Von T&auml;tigkeiten mit einem Anforderungsniveau unterhalb ihrer Qualifikation &uuml;berproportional betroffen sind allgemein Frauen sowie Menschen in Ostdeutschland. Bei ihnen liegen die Anteile von Arbeitnehmern mit h&ouml;herer formaler Qualifikation als n&ouml;tig im Vergleich jeweils &uuml;ber denen der M&auml;nner beziehungsweise der Menschen in Westdeutschland.<br>\nF&uuml;r die BA-Statistik erfasst wurden Menschen, die einen Berufsabschluss hatten, aber nur eine Helfert&auml;tigkeit aus&uuml;bten, also einfache Routinearbeiten. Das waren Ende 2019 in Deutschland knapp 2,6 Millionen Menschen. Dazu kamen fast 1,5 Millionen mit akademischem Abschluss, die als Helfer oder Fachkraft arbeiteten, die also f&uuml;r ihre Arbeit formal ihren Fachhochschul- oder Hochschulabschluss nicht gebraucht h&auml;tten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/politik\/inland\/millionen-beschaeftigte-in-deutschland-ueberqualifiziert-100.html\">MDR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers R.H.:<\/strong> So sieht also der vielfach beschriebene &ldquo;Fachkr&auml;ftemangel&rdquo; in Deutschland aus! Irgendwie erinnert mich das auch an DDR-Zeiten &ndash; da hie&szlig; das noch &ldquo;Arbeitskr&auml;ftemangel&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die gef&auml;hrliche Finanzialisierung der Pflege<\/strong><br>\nDie &ouml;ffentliche Diskussion &uuml;ber den Zustand der Pflege dreht sich haupts&auml;chlich um die Rekrutierung, Finanzierung und Ausbildung von zunehmend knappen Pflegekr&auml;ften. Dabei w&auml;re es h&ouml;chste Zeit, dem neuen Pflegekapitalismus grunds&auml;tzlich Einhalt zu gebieten. (&hellip;)<br>\nMehr als ein Drittel aller Corona-Todesf&auml;lle in Deutschland betrifft die Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen &ndash; das sind so viele wie in keiner anderen Gruppe. Damit wirft die Pandemie ein Schlaglicht auf die zentrale gesellschaftliche Frage der Pflege. Rhetorisch herrscht hier Einigkeit &ndash; w&uuml;rdevoll soll der Lebensabend unserer Gro&szlig;eltern und Eltern sein. Doch unter welche konkreten Voraussetzungen l&auml;sst sich dieses Ziel umsetzen?<br>\nIn der &ouml;ffentlichen Diskussion dominieren die Themen Finanzierung sowie Rekrutierung und Ausbildung von zunehmend knappen Pflegekr&auml;ften. Unter den Tisch fallen dabei oftmals die voranschreitende Kommerzialisierung und Finanzialisierung der Pflege.<br>\nDabei l&auml;sst sich das &ouml;ffentliche Gut Pflege nur zu hohen Kosten privatisieren &ndash; wenn &uuml;berhaupt. Denn das gesellschaftliche Ziel einer w&uuml;rdevollen Pflege ist mit dem privatwirtschaftlichen Ziel der Gewinnmaximierung schlicht unvereinbar. Deshalb brauchen wir nicht nur eine angemessene finanzielle Ausstattung der Pflege, sondern auch eine robuste &bdquo;Industriepolitik&ldquo;, die dem neuen Pflegekapitalismus Einhalt gebietet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makronom.de\/pflegekapitalismus-die-gefaehrliche-finanzialisierung-der-pflege-37302\">Makronom<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Das Letzte: L&uuml;ften gegen Corona &ndash; Schulkinder sollen sich &ldquo;warm anziehen&rdquo;<\/strong><br>\nKonsequente Bel&uuml;ftung hilft gegen die Verbreitung des Coronavirus &ndash; doch wie soll das im Winter gehen? Laut Philologenverband werden M&uuml;tzen, Schals und Decken in Klassenzimmern bald Standard.<br>\nSch&uuml;ler und Sch&uuml;lerinnen werden nach Angaben des Deutschen Philologenverbands in den kommenden Monaten in den Klassenzimmern h&auml;ufig ihre M&uuml;tzen, Schals und Jacken anbehalten und sich mit Decken warmhalten m&uuml;ssen.<br>\nRichtiges L&uuml;ften sei &ldquo;das A und O&rdquo;, um das Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus m&ouml;glichst gering zu halten, sagte Verbandschefin Susanne Lin-Klitzing der &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung (Montagsausgabe). Deshalb m&uuml;ssten sich Lehrer und Sch&uuml;ler auch im Klassenzimmer &ldquo;dick anziehen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/bildung\/lueften-gegen-corona-schulkinder-sollen-sich-warm-anziehen-a-515a937e-d1bc-4413-b649-996e09684b1f\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Offensichtlich sind den Ideen wie weit man die B&uuml;rger dieses Landes dem&uuml;tigen kann keinerlei Grenzen mehr gesetzt.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Das ist ja prima. Nicole (15) aus Castrop-Rauxel macht f&uuml;r uns schon mal den diesj&auml;hrigen Modetrend in Deutschlands Klassenzimmern vor. Seid schlau, macht es wie Nicole &hellip;<\/em><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/frau-mit-eingefrorenen-wimpern.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><br>\nBildnachweis: <a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/anastasiagav\/?utm_source=ig_embed\">Anastasia Gruzdeva\/Instagram<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65920\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-65920","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/65920","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=65920"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/65920\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":65962,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/65920\/revisions\/65962"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=65920"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=65920"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=65920"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}