{"id":6598,"date":"2010-08-27T08:44:42","date_gmt":"2010-08-27T06:44:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6598"},"modified":"2010-08-27T08:44:42","modified_gmt":"2010-08-27T06:44:42","slug":"hinweise-des-tages-1212","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6598","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute u. a. zu folgenden Themen: Das Umverteilen von unten nach oben geht weiter, Deutschlands Fokussierung auf Export&uuml;bersch&uuml;sse schadet ganz Europa, Wie die Finanzlobby die Politik bestimmt Griechenland darf sich nicht kaputt sparen, &Ouml;konomen fordern h&ouml;here Steuern f&uuml;r Reiche, Karlsruhe schr&auml;nkt eigene Kompetenzen ein, Energie-Institut: Trotz Konzern-Millionen unabh&auml;ngig, Nur wenige Hartz-IV-Empf&auml;nger faulenzen, Hundertmal Plasberg: Hart aber leer, Volksinitiative zur Todesstrafe in der Schweiz: Abgr&uuml;nde der Demokratie. (KR)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Politik hat nichts gelernt &ndash; das Umverteilen von unten nach oben geht weiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">IMK-Studie: Deutschlands Fokussierung auf Export&uuml;bersch&uuml;sse schadet ganz Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Finanzkrise: Alles weiter wie bisher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Die Macht der Banken &ndash; wie die Finanzlobby die Politik bestimmt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Griechenland darf sich nicht kaputt sparen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">&Ouml;konomen fordern h&ouml;here Steuern f&uuml;r Reiche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Wie der Wohlstand verteilt ist, bleibt ein Geheimnis: Ein Land guckt weg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Die Ungleichheit nimmt zu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Stellenabbau In den Jobcentern geht die Angst um<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Widerstand bei NRW-Gr&uuml;nen: Koalition streitet &uuml;ber fr&uuml;heren Ladenschluss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Beschluss des Bundesverfassungsgerichts: Karlsruhe schr&auml;nkt eigene Kompetenzen ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Vertriebene Roma: &ldquo;Wo uns die Leute auch nicht m&ouml;gen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Energie-Institut: Trotz Konzern-Millionen unabh&auml;ngig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Studie zu Arbeitslosen: Nur wenige Hartz-IV-Empf&auml;nger faulenzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">EU will Datenbank zur Bek&auml;mpfung der &ldquo;Radikalisierung&rdquo; einrichten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Rambos von der Arbeitsagentur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Hundertmal Plasberg: Hart aber leer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Volksinitiative zur Todesstrafe in der Schweiz: Abgr&uuml;nde der Demokratie<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=6598&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Politik hat nichts gelernt &ndash; das Umverteilen von unten nach oben geht weiter<\/strong><br>\nDie Finanzmarktkrise ist keineswegs &uuml;berstanden &ndash; sie verlagert sich nur. Sie ist inzwischen zu einer Finanzierungskrise der &ouml;ffentlichen Haushalte geworden. Statt nun aber die Kosten der ebenso sinnvollen wie notwendigen Rettungsma&szlig;nahmen durch die Profiteure der vorangegangenen Entwicklung &ndash; Banken, Spekulanten, Verm&ouml;gende &ndash; tragen zu lassen, sollen sie nun auf die sozial Schw&auml;cheren abgew&auml;lzt werden.<br>\nDie Wirtschafts- und Finanzmarktkrise wird damit zu einer weiteren Entsolidarisierung der Gesellschaft missbraucht; die Umverteilung von unten nach oben wird jetzt sogar noch unter versch&auml;rften Bedingungen beschleunigt fortgesetzt. Dies ist der Kern des 80 Milliarden Euro schweren sogenannten &bdquo;Spar&ldquo;pakets der Bundesregierung.<br>\nDamit wird an neoliberale Politikmuster aus der Vorkrisenzeit angekn&uuml;pft.<br>\nDer Haushaltsentwurf f&uuml;r das Jahr 2011 setzt diesen erneuten Richtungswechsel in der Finanzpolitik um.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www2.alternative-wirtschaftspolitik.de\/uploads\/sondermemorandum_august_2010.pdf\">ARBEITSGRUPPE ALTERNATIVE WIRTSCHAFTSPOLITIK [PDF &ndash; 593 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>IMK-Studie: Deutschlands Fokussierung auf Export&uuml;bersch&uuml;sse schadet ganz Europa<\/strong><br>\nDeutschland profitiert aufgrund seiner hohen preislichen Wettbewerbsf&auml;higkeit derzeit wie kein anderes Land von der Erholung der Weltwirtschaft. Damit scheint die deutsche Wirtschaft trotz massiver realwirtschaftlicher Folgen der Finanzkrise aktuell gut dazustehen. Eine erneute Fokussierung auf den Export als Wachstumstreiber w&uuml;rde sich f&uuml;r Deutschland allerdings auf Dauer gesamtwirtschaftlich nicht auszahlen und negative Folgen f&uuml;r den Euroraum haben. Dies zeigt das Institut f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung in einer aktuellen Studie. (&hellip;)<br>\nAngesichts seiner Gr&ouml;&szlig;e und der H&ouml;he der Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse w&auml;re vor allem Deutschland in der Pflicht, seine &Uuml;bersch&uuml;sse abzubauen &ndash; und w&uuml;rde selbst davon profitieren. Zum einen w&uuml;rde n&auml;mlich bei st&auml;rkerer Binnenorientierung das deutsche Wachstum h&ouml;her ausfallen. Zum anderen ist zu bedenken: &ldquo;Deutschland als Gl&auml;ubigernation kann nicht wollen, dass seine Schuldner in R&uuml;ckzahlungsschwierigkeiten geraten.&rdquo; Die Defizitl&auml;nder sind schlie&szlig;lich nicht nur Schuldner, sondern auch wichtige Handelspartner, deren stabile Wirtschaftsentwicklung notwendig ist, um den deutschen Export aufrecht zu erhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/320_108691.html\">B&ouml;ckler-Stiftung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkungen unseres Leser G.K.:<\/strong> Selbst der Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF) zeigte k&uuml;rzlich in einer Studie, dass ein ausgewogeneres Verh&auml;ltnis von Binnen- und Exportwirtschaft ein erfolgversprechendes &ouml;konomisches Entwicklungsmodell ist. Siehe hierzu den Telepolis-Beitrag <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/147478\">&ldquo;&Uuml;berschussl&auml;nder wie Deutschland profitieren vom Abbau der Ungleichgewichte&rdquo;<\/a>.<br>\nIn zahlreichen Staaten w&auml;chst die Kritik an der wachsenden Exportlastigkeit der deutschen Wirtschaft (so in Frankreich, den USA und in Luxemburg). Siehe den NachDenkSeiten-Beitrag <a href=\"?p=6480#h03\">&ldquo;Juncker wirft Deutschland &lsquo;Sozialdumping&rsquo; vor&rdquo;<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Finanzkrise: Alles weiter wie bisher<\/strong><br>\nDie Verantwortlichen der j&uuml;ngsten Finanzkrise sind bisher kaum belangt worden. Spekulationen aller Art sind nach wie vor gang und g&auml;be. Banken versprechen immer noch sagenhafte Renditen, die keinen realen Wertsteigerungen entsprechen, schreibt Heiner Flassbeck in einem Gastbeitrag.<br>\nDer &Ouml;konom der Vereinten Nationen leitet beim Europ&auml;ischen Forum Alpbach 2010 ein Seminar zu dem Thema.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/science.orf.at\/stories\/1656890\/\">ORF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die Macht der Banken &ndash; wie die Finanzlobby die Politik bestimmt<\/strong><br>\nTrotz der schweren Finanzkrise funktioniert die Arbeit der Bankenlobby weiterhin reibungslos. Ihr Ziel ist es, eine Regulierung der Finanzm&auml;rkte zu verhindern. Wie KONTRASTE zeigt, sitzen Politik und Lobby sogar regelm&auml;&szlig;ig an einem Tisch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rbb-online.de\/kontraste\/archiv\/kontraste_vom_26_08\/die_macht_der_banken.html\">RBB<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Griechenland darf sich nicht kaputt sparen<\/strong><br>\nDas harte Sparprogramm st&uuml;rzt Griechenland in eine Rezession. Steuererh&ouml;hungen schaden Konsum und Produktion &ndash; ein falscher Weg aus der Krise. Von Dennis J. Snower.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article9193247\/Griechenland-darf-sich-nicht-kaputt-sparen.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Solche S&auml;tze in der WELT sind erstaunlich (auch wenn Snowers restlichem Beitrag nicht in allen Punkten zuzustimmen ist): &bdquo;Wenn die Schulden zu hoch sind, dann muss eine Familie weniger ausgeben und mehr sparen. Wenn jedoch ein Staat in einer Rezession weniger ausgibt und mehr Steuern einfordert, dann f&auml;llt das gesamte Einkommen und der Konsum im Land. Weil weniger ausgegeben wird, produziert man weniger, die Besch&auml;ftigung f&auml;llt und die Arbeitslosigkeit steigt. Das f&uuml;hrt zu noch weniger Einkommen und Konsum. Somit ger&auml;t das Land in einen wirtschaftlichen Teufelskreis, in dem es immer schwieriger wird, die Staatsschulden herunterzufahren.&ldquo;<br>\nDaraufhin spucken WELT-Leser in der Kommentarrubrik Gift und Galle.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&Ouml;konomen fordern h&ouml;here Steuern f&uuml;r Reiche<\/strong><br>\nWirtschaftsexperten fordern, dass der Staat Reiche mehr zur Kasse bittet. Von den Steuersenkungen in der Vergangenheit h&auml;tten vor allem Verm&ouml;gende profitiert.<br>\nFinanzkrise, Konjunkturprogramme und Bankenrettung haben den deutschen Staat tief in die roten Zahlen gedr&uuml;ckt. Um die Schulden abzubauen, will die Bundesregierung in den kommenden Jahren Milliarden sparen. Dieser Sparzwang sei jedoch selbstverschuldet, kritisiert die Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik (Memorandum-Gruppe) in ihrem neuen Sondergutachten.<br>\nDas Sparpaket der Bundesregierung setzt vor allem an der Senkung der Ausgaben an. &bdquo;Dabei hat der Bundeshaushalt ein Einnahmen-, kein Ausgabenproblem&ldquo;, so die &Ouml;konomen. In der aktuellen Debatte werde &uuml;bersehen, dass in den letzten zehn Jahren radikale Steuersenkungen durchgesetzt worden seien. &bdquo;Die Steuerreformen seit 1998 haben dem Staat Steuerausf&auml;lle im Zeitraum 2000 bis 2010 von insgesamt rund 335 Milliarden Euro beschert.&ldquo; Im Durchschnitte fehlten somit &uuml;ber 30 Milliarden Euro pro Jahr. In den n&auml;chsten Jahren w&uuml;rden es sogar deutlich &uuml;ber 50 Milliarden Euro sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/hoehere-steuern-fuer-reiche\/-\/1472780\/4590902\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wie der Wohlstand verteilt ist, bleibt ein Geheimnis: Ein Land guckt weg<\/strong><br>\nDie Unterschichten sind statistisch bestens erfasst, w&auml;hrend man &uuml;ber die Verm&ouml;genseliten kaum etwas wei&szlig;. Das ist politisch gewollt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kommentar\/artikel\/1\/ein-land-guckt-weg\/\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die Ungleichheit nimmt zu<\/strong><br>\nAktuelle Zahlen des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung zeigen: Die Mittelschicht schrumpft weiter. Und auch vom Aufschwung wird diese Tendenz nicht gestoppt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/1\/zukunft\/wirtschaft\/artikel\/1\/die-ungleichheit-nimmt-zu\/\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Stellenabbau: In den Jobcentern geht die Angst um<\/strong><br>\nEigentlich soll die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit Menschen in Lohn und Brot bringen. Doch nun streicht die Beh&ouml;rde selbst massiv Stellen. Die Personalr&auml;te in den Jobcentern sind alarmiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/jobcenter-unzumutbar-und-unmenschlich-1.992376\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Widerstand bei NRW-Gr&uuml;nen: Koalition streitet &uuml;ber fr&uuml;heren Ladenschluss<\/strong><br>\nIn der rot-gr&uuml;nen Koalition gibt es den ersten Dissens &uuml;ber die k&uuml;nftige Regierungspolitik. Es geht um die Korrekturen beim Ladenschlussgesetz, die NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider eingefordert hat.<br>\nDer SPD-Politiker hatte in unserer Redaktion angek&uuml;ndigt, er k&ouml;nne sich eine &ldquo;Beschr&auml;nkung der &Ouml;ffnungszeiten bis 22 Uhr durchaus vorstellen&rdquo;. Es sei &ldquo;statistisch nicht erwiesen&rdquo;, dass dadurch Jobs verloren gingen.&rdquo;Jeder Kunde kann seinen Euro nur einmal ausgeben&rdquo;, sagte Schneider.<br>\nIn NRW sind derzeit Laden&ouml;ffnungszeiten bis 24 Uhr erlaubt. Bei den Gr&uuml;nen regt sich jetzt Widerstand gegen eine Beschr&auml;nkung der Einkaufsm&ouml;glichkeit bis Mitternacht. &ldquo;Die Arbeitszeiten der Menschen sind flexibler geworden und haben sich in den sp&auml;ten Abend verschoben&rdquo;, gibt Arndt Klocke, Landtagsabgeordneter der Gr&uuml;nen, zu bedenken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/landtagswahl\/nachrichten\/Koalition-streitet-ueber-frueheren-Ladenschluss_aid_898580.html\">RP Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung des NDS-Lesers J.A.:<\/strong> Die Gr&uuml;nen haben ganz offensichtlich nicht das Wohl der Niedrig- und Minil&ouml;hner im Einzelhandel im Auge und positionieren sich mit ihrer wirtschaftsliberalen Haltung weit rechts von der CSU, die den Ladenschluss in Bayern immerhin bei 20 Uhr belassen hat. Dass die Gr&uuml;nen immer noch zum &ldquo;linken Lager&rdquo; gez&auml;hlt werden (auch nach Schwarz\/Gr&uuml;n in Hamburg, mit einem erzkonservativen Regierenden B&uuml;rgermeister), ist v&ouml;llig unverst&auml;ndlich.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Beschluss des Bundesverfassungsgerichts: Karlsruhe schr&auml;nkt eigene Kompetenzen ein<\/strong><br>\nDas Bundesverfassungsgericht hat den Vorrang des Europ&auml;ischen Gerichtshofs (EuGH) gegen&uuml;ber deutschen Gesetzen unterstrichen. Die Verfassungsrichter m&uuml;ssten Kompetenz&uuml;berschreitungen von EU-Organen &bdquo;europarechtsfreundlich&ldquo; pr&uuml;fen, hei&szlig;t es in dem Beschluss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1\/Doc~EE5D9566C986E4B358F249BDBEB60B229~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung des NDS-Lesers J.A.:<\/strong> Die schleichende Selbstentmachtung des BVerfG und des Bundestages, die (nicht erst) mit dem Lissabon-Vertrag begonnen hat. Eigentlich verfassungswidrig, oder nicht? Auch wenn man dem f&uuml;r Arbeitnehmer erfreulichen EuGH-Urteil inhaltlich zustimmt, ist die Sichtweise des BVerfG gegen&uuml;ber dem v&ouml;llig undemokratischen EuGH und dem &ndash; nach eigenem Urteil des BVerfG &ndash; undemokratischen EU-Parlament verheerend.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Vertriebene Roma: &ldquo;Wo uns die Leute auch nicht m&ouml;gen&rdquo;<\/strong><br>\nIm Morgengrauen kam die Polizei und vertrieb sie und ihre vier Kinder aus ihrer H&uuml;tte nahe Paris. Seither wartet Codruta Novacovici in einer Turnhalle auf ihre Abschiebung. Sie geh&ouml;rt zu den Roma, gegen die Frankreichs Staatspr&auml;sident Sarkozy Stimmung macht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/-wo-uns-die-leute-auch-nicht-moegen-\/-\/1472596\/4590224\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Energie-Institut: Trotz Konzern-Millionen unabh&auml;ngig<\/strong><br>\nDas renommierte K&ouml;lner EWI-Institut, das der Bundesregierung in K&uuml;rze ein Gutachten zur Energieversorgung vorlegt, erh&auml;lt von den Stromkonzernen RWE und E.on Millionensummen.<br>\nEine Sprecherin des Energiewissenschaftlichen Instituts best&auml;tigte am Donnerstag einen entsprechenden Bericht der &laquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&raquo;, dem zufolge RWE, E.on und das Land NRW &uuml;ber f&uuml;nf Jahre je vier Millionen Euro geben. Es handle sich um eine &laquo;zweck-ungebundene Grundsatzf&ouml;rderung&raquo;, die den Konzernen &laquo;&uuml;berhaupt keine&raquo; Einflussnahme auf Arbeit und Ergebnis des Instituts erm&ouml;gliche. Das der Universit&auml;t K&ouml;ln angegliederte EWI sei unabh&auml;ngig.<br>\nBrisant ist, dass in dem Gutachten f&uuml;r die Bundesregierung &ndash; es geht um verschiedene Szenarien zur Zukunft der Energieversorgung &ndash; auch die derzeit heftig umstrittene Laufzeitverl&auml;ngerung von Atommeilern vorkommt. EWI-Sprecherin Barbara Minderjahn sagte der Nachrichtenagentur dpa, in den gemeinsam von EWI, Prognos und dem Wirtschaftsforschungsunternehmen GWS erarbeiteten &laquo;Energieszenarien&raquo; werde bewertet, wie sich eine Laufzeitverl&auml;ngerung volkswirtschaftlich auswirkt. E.on und RWE betreiben Atomkraftwerke. Das EWI sieht nach eigenen Angaben dennoch keinen Konflikt.<br>\nMinderjahn sagte, die Bundesregierung wisse seit langem von den F&ouml;rdermitteln der Konzerne, die in der Wissenschaft g&auml;ngig seien. Die Arbeit des K&ouml;lner Instituts belege seine Unabh&auml;ngigkeit, so etwa eine Studie zur negativen Entwicklung der Strompreise. Im siebenk&ouml;pfigen EWI-Verwaltungsbeirat sitze zwar je ein Vertreter von RWE, Eon und Nordrhein-Westfalen. Die Mehrheit habe aber die Wissenschaftsseite.<br>\nDie Umweltschutzorganisation Greenpeace kritisierte in dem Zeitungsbericht: &laquo;Da haben sich die Atomkonzerne ihre Lizenz zur Laufzeitverl&auml;ngerung selbst ausgestellt.&raquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/newsticker.sueddeutsche.de\/list\/id\/1031523\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Studie zu Arbeitslosen: Nur wenige Hartz-IV-Empf&auml;nger faulenzen<\/strong><br>\nAls motiviert und arbeitswillig sch&auml;tzen sich die meisten Hartz-IV-Empf&auml;nger ein. Eine Studie zeigt: Die Arbeitslosen k&uuml;mmern sich um ihre Kinder, pflegen Angeh&ouml;rige oder bilden sich fort. Wer auf<br>\nJobsuche ist, hat allerdings wenig Chancen. Auch eine h&auml;rtere Gangart w&uuml;rde daran nichts &auml;ndern.<br>\nMehr als die H&auml;lfte der f&uuml;nf Millionen Hartz-IV-Empf&auml;nger zwischen 15 und 64 Jahren fangen mit ihrer Zeit etwas an. Das zeigte eine repr&auml;sentative Studie des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,713921,00.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.A.:<\/strong> Das passt aber nicht zur aktuellen Politik, die auch der SPIEGEL mitforciert hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>EU will Datenbank zur Bek&auml;mpfung der &ldquo;Radikalisierung&rdquo; einrichten<\/strong><br>\nDie EU plant nach dem Vorschlag der spanischen EU-Ratspr&auml;sidentschaft, die &Uuml;berwachung vermeintlich Verd&auml;chtiger auszudehnen. Geplant ist die die Einf&uuml;hrung &ldquo;eines standardisierten, multidimensionalen semistrukturierten Instruments zur Erfassung von Daten und Informationen &uuml;ber die Radikalisierungsprozesse in der EU&rdquo;. Das klingt ziemlich kompliziert und l&auml;uft unter der Rubrik Enfopol 99 (Enforcement Police), womit zun&auml;chst die europaweite Telekommunikations&uuml;berwachung eingef&uuml;hrt wurde, im Zeichen der Terrorbek&auml;mpfung wurde die polizeiliche Zusammenarbeit ausgebaut.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/148267\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Rambos von der Arbeitsagentur<\/strong><br>\nDrei Monate lie&szlig;en sich die Ermittler Zeit, bis sie sich am Dienstag zur Hausdurchsuchung bei der S&ouml;ldnerfirma Asgaard entschlossen. Sie rekrutiert Ex-Bundeswehr-Soldaten f&uuml;r den somalischen B&uuml;rgerkrieg. Man geht hierzulande auff&auml;llig zur&uuml;ckhaltend mit der Branche um.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/178295.rambos-von-der-arbeitsagentur.html\">ND<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Hundertmal Plasberg: Hart aber leer<\/strong><br>\nEigentlich sollte es in der Jubil&auml;umsshow von Frank Plasberg ja um Atomenergie gehen. Stattdessen zeigte er eindrucksvoll, wie sein Talkkonzept funktioniert: Pointen statt Ergebnisse, Fragen, bei denen die Antwort schon vorher klar ist &ndash; und blo&szlig; keine inhaltlichen Diskussionen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/tv\/0,1518,713833,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Volksinitiative zur Todesstrafe in der Schweiz: Abgr&uuml;nde der Demokratie<\/strong><br>\nDass der Ruf um Aufmerksamkeit einer kleinen Gruppe dazu f&uuml;hrt, dass in einem Land mitten in Europa ein grundlegendes Menschenrecht zur Disposition steht, zeigt, dass das sehr volksnahe politische System der Schweiz Schw&auml;chen hat. Wenn die Mehrheit von einer Sache zu &uuml;berzeugen ist, dann sind Minderheiten und die Schwachen der Gesellschaft kaum&nbsp;gesch&uuml;tzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/volksinitiative-zur-todesstrafe-in-der-schweiz-abgruende-der-demokratie-1.992246\">SZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute u. a. zu folgenden Themen: Das Umverteilen von unten nach oben geht weiter, Deutschlands Fokussierung auf Export&uuml;bersch&uuml;sse schadet ganz Europa, Wie die Finanzlobby die Politik bestimmt Griechenland darf sich nicht kaputt sparen, &Ouml;konomen fordern h&ouml;here Steuern<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6598\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-6598","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6598","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6598"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6598\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6601,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6598\/revisions\/6601"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6598"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6598"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6598"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}