{"id":66028,"date":"2020-10-21T08:02:09","date_gmt":"2020-10-21T06:02:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66028"},"modified":"2020-10-21T08:22:13","modified_gmt":"2020-10-21T06:22:13","slug":"hinweise-des-tages-3723","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66028","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66028#h01\">Wegen Corona: Linken-Parteitag soll auf einen Tag verk&uuml;rzt werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66028#h02\">Interne Ministervorlage: Scheuer wusste schon 2019 von Schadensersatz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66028#h03\">Corona macht solidarisch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66028#h04\">Arbeitslosigkeit und steigende Arbeitsbelastung: wie die COVID-Arbeitsmarktkrise Frauen trifft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66028#h05\">Ist es okay, die Polizei zu rufen, wenn der Nachbar feiert?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66028#h06\">F&uuml;rchtet Euch nicht?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66028#h07\">Vierundvierzig neue EU-Gesetze, aber kein Plan gegen Corona<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66028#h08\">Experte kritisiert Coronavirus-Strategie: &ldquo;Alles vers&auml;umt worden, was irgendwie vers&auml;umt werden kann&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66028#h09\">Gericht untersagt Brennelement-Export nach Belgien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66028#h10\">Klimawahl? Schicksalswahl!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66028#h11\">Wider den letzten Fisch im Netz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66028#h12\">Genosse Killerdrohne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66028#h13\">Resonanzst&ouml;rung &ndash; Zur Zuspitzung der Mensch-Natur-Beziehung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66028#h14\">M&uuml;ssen da wirklich erst K&ouml;pfe rollen&hellip;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66028#h15\">Der US-unterst&uuml;tzte Putsch ist an der Einigkeit der Bolivianer gescheitert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66028#h16\">Bananen aus Ecuador: Krumme Gesch&auml;fte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66028#h17\">Nato bereitet sich auf Krieg im Weltraum vor<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wegen Corona: Linken-Parteitag soll auf einen Tag verk&uuml;rzt werden<\/strong><br>\nBerlin. Der Parteitag der Linken, der vom 30. Oktober bis zum 1. November in Erfurt stattfinden sollte, wird wegen der Corona-Pandemie aller Voraussicht nach von drei Tagen auf einen Tag verk&uuml;rzt. Das erfuhr das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) aus f&uuml;hrenden Parteikreisen.<br>\nDemnach gab es am Montag eine Videoschalte von Mitgliedern des Parteivorstandes, der Landesvorsitzenden sowie des Vorstandes der Bundestagsfraktion. Dabei war nach Angaben aus den Kreisen eine gro&szlig;e Mehrheit f&uuml;r die Reduzierung auf einen Tag. Die formale Entscheidung muss der Parteivorstand treffen &ndash; und zwar wegen der organisatorischen Vorbereitungen sp&auml;testens am 26. Oktober.<br>\nAuf dem Parteitag, der bereits im Juni stattfinden sollte, muss eine neue Parteif&uuml;hrung gew&auml;hlt werden. Die seit 2012 amtierenden Vorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger treten nicht mehr an. An ihrer Stelle kandidieren die Fraktionsvorsitzende im hessischen Landtag, Janine Wissler, und die Partei- und Fraktionsvorsitzende in Th&uuml;ringen, Susanne Hennig-Wellsow. Deren Wahl kann nur auf einem regul&auml;ren Parteitag geschehen.<br>\nIn der F&uuml;hrung der Linken herrscht die Sorge, dass es bei einem mehrt&auml;gigen Parteitag zu viele Begegnungen am Rande geben w&uuml;rde, vor allem an den Abenden, und so das Infektionsrisiko stiege. Dem will man mit der zeitlichen Beschr&auml;nkung auf einen Tag entgegenwirken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rnd.de\/politik\/linken-parteitag-soll-auf-einen-tag-verkurzt-werden-ZBW35AMPSFHTJK7FAZ2KBLQEMY.html\">RND<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> So verhindert man nicht nur &bdquo;viele Begegnungen am Rande&ldquo; mit einer &bdquo;Steigerung des Infektionsrisikos&ldquo;, sondern auch eine dringend notwendige Grundsatzdiskussion &uuml;ber die zuk&uuml;nftige Richtung der Partei. Das organisatorisch Notwendige wird an einem Tag durchgezogen, dann darf die Basis wieder nach Hause gehen, den Rest&ldquo; erledigt dann der Vorstand und die neue Parteif&uuml;hrung. Dabei w&auml;re gerade jetzt eine Grundsatzdebatte dringend notwendig. Insbesondere in der Friedenspolitik betreibt die Parteif&uuml;hrung einen Kurs, der im Gegensatz zum Programm der Linken steht. So sah sich die Friedensbewegung, nach einem Interview mit Dietmar Bartsch schon gezwungen, diesbez&uuml;glich einen Aufruf an die Partei zu ver&ouml;ffentlichen: <a href=\"https:\/\/frieden-links.de\/\">Aufruf aus der Friedensbewegung an die Partei DIE LINKE.<\/a><\/em><\/p>\n<p><em>Im Erfurter Programm der Partei hei&szlig;t es immerhin noch: &bdquo;f&uuml;r Frieden und Abr&uuml;stung, gegen Imperialismus und Krieg, f&uuml;r eine Welt ohne Massenvernichtungswaffen, ein Verbot von R&uuml;stungsexporten sowie die Umwandlung von R&uuml;stungsindustrie in zivile Produktion, das hei&szlig;t die F&ouml;rderung von R&uuml;stungskonversion. DIE LINKE wird niemals einer deutschen Beteiligung an einem Krieg zustimmen&hellip; Die Bundeswehr muss aus allen Auslandseins&auml;tzen zur&uuml;ckgeholt werden&hellip;&ldquo; und &bdquo;Statt Aufr&uuml;stung, milit&auml;rischer Auslandseins&auml;tze und EU-NATO-Partnerschaft, also einer Kriegslogik, ist die Umkehr zu einer friedlichen Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik notwendig, die sich strikt an das in der UN-Charta fixierte Gewaltverbot in den internationalen Beziehungen h&auml;lt&hellip;<\/em><br>\n<em><a href=\"https:\/\/www.die-linke.de\/fileadmin\/download\/grundsatzdokumente\/programm_formate\/programm_der_partei_die_linke_erfurt2011.pdf\">Programm der Partei Die Linke<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Interne Ministervorlage: Scheuer wusste schon 2019 von Schadensersatz<\/strong><br>\nWie eine interne Vorlage des Verkehrsministeriums an Andreas Scheuer zeigt, die wir ver&ouml;ffentlichen, war der Verkehrsminister gut &uuml;ber m&ouml;glichen Schadensersatz in der PKW-Maut-Aff&auml;re informiert. Hinweise dazu ignorierte er aber offenbar.<br>\nEine Katastrophe mit Ansage: Die hunderten Millionen Euro, die das Debakel um die PKW-Maut die Steuerzahler:innen kosten, haben noch immer nicht zum R&uuml;cktritt des verantwortlichen Verkehrsministers Andreas Scheuer gef&uuml;hrt &ndash; obwohl das Scheitern seines Prestige-Projekts vor dem Europ&auml;ischen Gerichtshof absehbar war.<br>\nEin zentrales Dokument der Aff&auml;re um die PKW-Maut, das wir ver&ouml;ffentlichen, zeigt, wie fr&uuml;h Scheuer bereits wusste, dass sein Vorgehen teuer werden w&uuml;rde. Der Spiegel hatte &uuml;ber das Dokument bereits berichtet. In einer Ministervorlage, die Scheuer am 14. Januar 2019 erhielt, listeten ihm seine Beamten aus dem Bereich des Stra&szlig;enverkehrsrechts auf, was passieren w&uuml;rde, wenn sein Projekt vom Gericht in Luxemburg gekippt werden w&uuml;rde.<br>\n(&hellip;) Scheuer ignorierte alle Hinweise<br>\nDass Scheuer offenbar schon Jahre zuvor jegliche Warnung in Bezug auf das Projekt in den Wind schlug, zeigt eine Ministervorlage aus dem Jahr 2016, die wir ebenfalls ver&ouml;ffentlichen. Darin legten die Beamten Scheuer nahe, die Einf&uuml;hrung der Maut bis zu einem Urteil des Gerichtshofs zu verschieben. Scheuer ignorierte die Bedenken &ndash; und zeigt dabei heutzutage ein bedenkliches Verh&auml;ltnis zur Wahrheit, wie der Spiegel k&uuml;rzlich berichtete.<br>\nSchon 2015 hatte FragDenStaat eine Ausarbeitung des Wissenschaftlichen Dienstes im Bundestag zur PKW-Maut ver&ouml;ffentlicht. Die Wissenschaftler:innen kamen damals bereits zu dem Urteil, dass eine PKW-Maut nicht mit dem Europarecht vereinbar sei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/fragdenstaat.de\/blog\/2020\/10\/20\/interne-ministervorlage-scheuer-wusste-schon-2019-von-schadensersatz\/\">Frag den Staat<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Corona macht solidarisch<\/strong><br>\nW&auml;hrend des Corona-Lockdowns gab es Beifall, jetzt streiten die Besch&auml;ftigten des &ouml;ffentlichen Dienstes f&uuml;r mehr Lohn. Die Arbeitgeber, also (Ober-)B&uuml;rgermeisterInnen und Landr&auml;tInnen, haben bislang kein Angebot gemacht und verweisen auf klamme Haushalte durch Corona. Das schafft Unmut.<br>\n(&hellip;) &ldquo;Die Leute sind sehr, sehr sauer&rdquo;<br>\nBei den bisherigen Warnstreiks, die Verdi organisiert hat, waren ihre Hauswirtschaftskolleginnen und die Erzieherinnen in der Kita sich einig. &ldquo;Seit der Pandemie ist die Solidarit&auml;t zwischen den P&auml;dagogen und der Hauswirtschaft viel st&auml;rker.&rdquo; Alle h&auml;tten gesehen, was die Kolleginnen leisten w&uuml;rden. &ldquo;Man kann sagen, Corona hat daf&uuml;r gesorgt, dass wir gut vorbereitet in die Tarifauseinandersetzung gegangen sind.&rdquo; H&uuml;lya &Ouml;czan lacht. &ldquo;Das haben die Arbeitgeber bestimmt so nicht erwartet.&rdquo;<br>\nIn der Tat meldet die Gewerkschaft steigende Teilnehmerzahlen f&uuml;r die Warnstreiks. &ldquo;Es gibt jetzt keine Massenbilder wie sonst, weil die Leute sehr diszipliniert den Abstand einhalten und weil wir wegen Corona unsere Veranstaltungen dezentralisieren&rdquo;&hellip; &ldquo;Auch wenn es auf den Bildern nicht so aussieht: Wir haben bei den Warnstreiks deutlich mehr TeilnehmerInnen als vor zwei Jahren. Corona hat die Solidarit&auml;t klar erh&ouml;ht.&rdquo;<br>\n&ldquo;Die Sparkassenbesch&auml;ftigten sind sauer, dass die Pflegekr&auml;fte nicht mehr Geld bekommen sollen, die Pflegekr&auml;fte sind sauer, dass die Sparkassenleute nichts kriegen. Es gibt eine berufs&uuml;bergreifende Solidarit&auml;t, die hat auch mit Corona zu tun&rdquo;, sagt Stein. Gerade im Lockdown sei klar geworden, wie unverzichtbar der &ouml;ffentliche Dienst ist. &ldquo;Dazu kommt, dass in den letzten Jahren die Arbeitsbedingungen immer schlechter geworden sind. Gleichzeitig finden sich immer weniger Leute, die im &ouml;ffentlichen Dienst arbeiten wollen. Da gibt es nat&uuml;rlich einen Zusammenhang.&rdquo; Wenn zudem der Staat milliardenschwere Hilfspakete in die freie Wirtschaft stecke, sinnloserweise die Mehrwertsteuer senke und es gleichzeitig hei&szlig;t, die Besch&auml;ftigten des &ouml;ffentlichen Dienstes sollten den G&uuml;rtel enger schnallen, steige die Wut. &ldquo;Ich glaube, die Arbeitgeber haben gedacht, dass die Besch&auml;ftigten sich unter Corona nicht versammeln wollen und verstehen, wenn man ihnen sagt, in der Krise k&ouml;nnten sie nicht viel erwarten&rdquo;, sagt Stein. &ldquo;Aber so ist es nicht. Die Leute sind sehr, sehr sauer.&rdquo;<br>\nDoch keine Corona-Helden<br>\nDie Arbeitgeberseite hat bislang noch kein Angebot f&uuml;r mehr Lohn vorgelegt. Stattdessen fordert die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverb&auml;nde (VKA) unter anderem &ldquo;tarifliche Regelungen zur Entgeltumwandlung f&uuml;r das E-Bike- und Fahrrad-Leasing&rdquo;. Grund f&uuml;r die Sparsamkeit: &ldquo;Die finanziellen Auswirkungen der Corona-Krise werden die kommunalen Arbeitgeber noch lange belasten.&rdquo; VKA-Pr&auml;sident Ulrich M&auml;dge, Oberb&uuml;rgermeister von L&uuml;neburg, h&auml;lt die Warnstreiks &ldquo;f&uuml;r v&ouml;llig &uuml;berzogen&rdquo;. Zumal ja viele ErzieherInnen und Besch&auml;ftigte von Schwimmb&auml;dern, Museen und Sporteinrichtungen w&auml;hrend des Lockdowns gar nicht gearbeitet und dennoch ihr Geld bekommen h&auml;tten. &ldquo;Das holzschnittartige Bild von 2,4 Millionen &lsquo;Corona-Helden&rsquo; im &ouml;ffentlichen Dienst, das die Gewerkschaften gerne zeichnen, entspricht nicht der Realit&auml;t&rdquo;, so die VKA per Pressemitteilung. F&uuml;r die dritte Verhandlungsrunde am 22. Oktober ist ein Angebot zugesagt, erwartet wird es bereits Ende dieser Woche&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/wirtschaft\/498\/corona-macht-solidarisch-7051.html\">Kontext<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Arbeitslosigkeit und steigende Arbeitsbelastung: wie die COVID-Arbeitsmarktkrise Frauen trifft<\/strong><br>\nDie Ma&szlig;nahmen zur Eind&auml;mmung von COVID-19 haben zu groben Verwerfungen am Arbeitsmarkt gef&uuml;hrt, wobei sich Ungleichheit versch&auml;rfte. Frauen sind dabei besonders &ndash; aber in unterschiedlicher Weise &ndash; betroffen. Eine im Sommer durchgef&uuml;hrte Umfrage zeigt, wie sich die COVID-Krise auf Frauen auswirkt.<br>\n(&hellip;) &bdquo;Flexibilit&auml;tspuffer&ldquo;: Frauen in Teilzeit<br>\nRund 60 Prozent der Befragten gaben an, dass sich ihre tats&auml;chlich geleistete Erwerbsarbeitszeit im Vergleich zu der Zeit vor COVID ver&auml;ndert hat. Frauen waren davon besonders betroffen. Das ist wenig &uuml;berraschend, denn Teilzeitbesch&auml;ftigte &ndash; zu &uuml;ber 80 Prozent Frauen &ndash; galten schon vor Corona-Zeiten als&bdquo;Flexibilit&auml;tspuffer&ldquo;, ebenso wie andere atypisch Besch&auml;ftigte wie LeiharbeitnehmerInnen und geringf&uuml;gig Besch&auml;ftigte. So haben Frauen h&auml;ufiger die Arbeitszeit reduziert als M&auml;nner. Das l&auml;sst sich teils mit der Anwendung von Kurzarbeit und anderen Formen der Arbeitszeitverk&uuml;rzung in von der Krise stark betroffenen frauendominierten Branchen wie Gastronomie und Hotellerie erkl&auml;ren.<br>\nAuf den ersten Blick erstaunt der Befund, dass mehr Frauen als M&auml;nner angeben, ihre Arbeitszeit seit M&auml;rz erh&ouml;ht zu haben. Doch auch das l&auml;sst sich teilweise dadurch erkl&auml;ren, dass Frauen &uuml;berdurchschnittlich oft in &bdquo;krisenrelevanten&ldquo; Branchen arbeiten, wie insbesondere im Pflegebereich und im Handel, in dem die Arbeitsbelastung gestiegen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/wie-die-covid-arbeitsmarktkrise-frauen-trifft\/\">A&amp;W Blog<\/a>\n<p><strong>Dazu: Digitale Ungleichheit in &Ouml;sterreich<\/strong><br>\nWarum wir jetzt dar&uuml;ber reden m&uuml;ssen<br>\nArbeitnehmerInnen werden regelm&auml;&szlig;ig vonseiten der Wirtschaft dazu angehalten, sich neue Kompetenzen anzueignen, um im Wettkampf mit digitalen Technologien Schritt halten zu k&ouml;nnen. Jedoch sind diese &bdquo;neuen&ldquo; digitalen Kompetenzen entlang der &uuml;blichen Dimensionen sozialer Ungleichheit ungleich verteilt. So entsteht eine Form der digitalen Ungleichheit, die alte Ungleichheitsmuster reproduziert. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass digitale Kompetenz auch durch Learning by Doing erworben wird. Der Kampf gegen digitale Ungleichheit kann also nicht ausschlie&szlig;lich &uuml;ber formelle Bildungsinitiativen gewonnen werden, sondern muss an der Wurzel der sozialen Ungleichheit ansetzen&hellip;.<br>\n(&hellip;) Dennoch sollten politische Entscheidungstr&auml;gerInnen hinterfragen, inwieweit es vern&uuml;nftig ist, die Verantwortung f&uuml;r den Kampf gegen digitale Ungleichheit auf die Individuen abzuw&auml;lzen. Zielf&uuml;hrender w&auml;re es, den Fokus auf die bekannten Dimensionen der sozialen Ungleichheit in der Gesellschaft zu legen, damit gesellschaftliche Partizipation im Zeitalter der Digitalisierung nicht zu einer Frage der soziodemografischen Struktur verkommt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/digitale-ungleichheit-in-oesterreich\/\">A&amp;W Blog<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ist es okay, die Polizei zu rufen, wenn der Nachbar feiert?<\/strong><br>\nWann ist der Anruf bei den Ordnungsh&uuml;tern in der Pandemie Denunziantentum und wann verantwortungsvolles Handeln? Eine Debatte &uuml;ber das F&uuml;r und Wider.<br>\n(&hellip;) Werden beim Verkauf PS-starker Autos etwa Pers&ouml;nlichkeitstests der Kaufwilligen gemacht? Ist die gesundheitliche Unbedenklichkeit der 5G-Netze ausreichend belegt? Oder m&uuml;ssen sich auch nur angehende Lehrer auf ihre Empathief&auml;higkeit hin pr&uuml;fen lassen? Nein. Stets sind in dieser Gesellschaft die Dinge so, wie sie dem jeweiligen wirtschaftlichen oder verwalterischen Hauptziel dienen, und der Umstand, dass jemand darunter leiden k&ouml;nnte, wird, sofern es keine Klage gibt, vernachl&auml;ssigt.<br>\nNur weil das, was in so vielen Hinsichten sonst ein Nebenwiderspruch ist (die Gesundheit), mit dem Tunnelblick auf Corona-Infektionen jetzt zur Hauptsache erkl&auml;rt wurde, die eine Reglementierung des Soziallebens erforderlich macht, werde ich das friedliche Miteinander von Leben und Lebenlassen, das ich f&uuml;r die einzige Sicherheitsgarantie im sozialen Gef&uuml;ge halte, nicht zugunsten eines Blockwarttums aufgeben, von dem es auch ohne polizeiliche Ermutigung schon viel zu viel auf den Stra&szlig;en und Hausfluren gibt.<br>\nWobei es wie bei jeder Entscheidung gilt, eine Risiko-Nutzen-Analyse vorzunehmen und Wahrscheinlichkeiten zu ber&uuml;cksichtigen. Was wird also passieren, wenn ich &ndash; nach freundlicher Ansprache und vorangegangener Drohung &ndash; den Einsatztrupp zum Nachbarn schicke? Werden alle G&auml;ste erschrocken aufmerken, sich ihre Masken aufsetzen und nach Hause gehen? Nein, sie werden sich bei n&auml;chster Gelegenheit wieder verabreden und bis dahin w&uuml;tend und frustriert sein. Und das, da d&uuml;rften wir uns einig sein, schw&auml;cht das Immunsystem in jedem Fall.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/mensch-metropole\/die-polizei-verstaendigen-wenn-zu-viele-leute-beim-nachbarn-feiern-das-darf-schon-sein-li.112642?mktcid=smsh&amp;mktcval=OS%20Share%20Hub\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Siehe dazu auch von Albrecht M&uuml;ller: &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66022\">Es wird immer bunter: WDR fordert dazu auf, &Auml;rzte zu denunzieren<\/a>&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>F&uuml;rchtet Euch nicht?<\/strong><br>\n(&hellip;) Weihnachten wird von Corona zum Hotspot-Fest gemacht und von den Corona-Bek&auml;mpfern zum Hotspot-Fest erkl&auml;rt. Weihnachten ist das Thema in den Corona-Konferenzen bei der Bundeskanzlerin, es ist das Thema in den Corona-Sitzungen der Stadtverwaltungen. Es ist das Thema in den Ordnungs&auml;mtern, weil dort die Fragezeichen hinter dem Wort und vor dem Ort &ldquo;Weihnachtsmarkt&rdquo; immer gr&ouml;&szlig;er gemalt werden. Dreitausend Weihnachtsm&auml;rkte gibt es in Deutschland; der gr&ouml;&szlig;te dieser M&auml;rkte, der N&uuml;rnberger Christkindlesmarkt, zieht j&auml;hrlich zwei Millionen Besucherinnen und Besucher an. Muss er wie das Oktoberfest in M&uuml;nchen behandelt werden?<br>\n(&hellip;) Wie viel Distanz braucht, wie viel Distanz vertr&auml;gt Weihnachten? Wom&ouml;glich wird Weihnachten zum Fest und zum Anlass, an dem das bisher allgemeine und gro&szlig;e Verst&auml;ndnis selbst f&uuml;r unsinnige Corona-Bek&auml;mpfungsma&szlig;nahmen endet? Das inflation&auml;re Aussprechen von Reisewarnungen geh&ouml;rt dazu; und der Wirrwarr von Geboten und Verboten, die sich kaum noch jemand merken kann und die sich jede Woche &auml;ndern.<br>\n(&hellip;) Die Kirchen, die Politik<br>\nJa, in der Tat: Die Kirchen sind, wie es aussieht, besser vorbereitet als damals an Ostern. Die Politik ist es nicht. Sie hat die Erfahrungen aus dem Lockdown vom Fr&uuml;hjahr nicht richtig verarbeitet und nicht richtig ausgewertet, sie operiert weiter mit dem Instrumentarium von damals, mit Verboten, Betriebsbeschr&auml;nkungen, Kontakt- und Versammlungsbeschr&auml;nkungen; der Gesetzgeber ist ziemlich stumm geblieben, er hat es vers&auml;umt, f&uuml;r Generallinien bei der Bek&auml;mpfung des Virus zu sorgen. Die Exekutive, also Regierung und Verwaltung, bestimmt alles: Die grundrechtseinschr&auml;nkenden Rechtsverordnungen werden multipliziert; die Grundfrage lautet, &ldquo;wer im Rechtsstaat welche Entscheidungen mit welchen Wirkungen gegen&uuml;ber den B&uuml;rgern zu treffen befugt ist, und wie diese Entscheidungen demokratisch legitimiert und verantwortet werden m&uuml;ssen&rdquo;, so Uwe Volkmann, Professor f&uuml;r &Ouml;ffentliches Recht und Rechtsphilosophie an der Universit&auml;t Frankfurt am Main&hellip;<br>\nEine rechtsstaatliche Vorgehensweise wird durch Corona-Psychologie ersetzt. M&ouml;glichst scharfe Ma&szlig;nahmen in der Vorweihnachtszeit &ndash; auf dass die Sch&auml;rfe dann zu Weihnachten, quasi als Merkel-S&ouml;der-Weihnachtsgeschenk, wieder etwas gelockert werden kann&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/prantls-blick-weihnachten-corona-1.5079970\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><strong>Dazu: Irland: Lockdown soll &ldquo;Weihnachten retten&rdquo;<\/strong><br>\nAb heute Mitternacht bleiben die Gesch&auml;fte auf der Insel bis zum 1. Advent geschlossen<br>\nHeute standen die Kunden vor irischen Friseursalons in langen Schlangen an. Der Grund daf&uuml;r war keine pl&ouml;tzliche Modewelle, sondern eine Fernsehansprache, in der der irische Ministerpr&auml;sident Miche&aacute;l Martin einen zweiten Lockdown verk&uuml;ndet hatte, mit dem er &ldquo;Weihnachten retten&rdquo; will. Dieses Fest ist seiner Ansicht nach in Gefahr, weil die Zahl der positiven Sars-CoV-2-Tests pro 100.000 Einwohner, die im Juli auf drei gefallen war, inzwischen &uuml;ber 260 liegt &ndash; trotz der Martin zufolge bereits vor dem neuen Lockdown &ldquo;strengsten Ma&szlig;nahmen in Europa&rdquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Irland-Lockdown-soll-Weihnachten-retten-4933478.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Vierundvierzig neue EU-Gesetze, aber kein Plan gegen Corona<\/strong><br>\nAm Tag, da in Br&uuml;ssel ein neuer Lockdown begann und der belgische Gesundheitsminister vor der &ldquo;schlimmsten und gef&auml;hrlichsten&rdquo; Corona-Lage in ganz Europa warnte, hatte die EU-Kommission wie immer Wichtigeres zu tun.<br>\nSie schmiedete Pl&auml;ne f&uuml;r 2021. Nicht weniger als 86 Initiativen in 44 Gesetzgebungs-Paketen will die Br&uuml;sseler Beh&ouml;rde vorlegen &ndash; darunter das Programm &ldquo;Fit for 55&rdquo;, das sich nicht an Senioren richtet, sondern dem Klimaschutz dienen soll.<br>\nDie Br&uuml;sseler Beh&ouml;rde legte auch einen Entwurf f&uuml;r neue Menschenrechts-Sanktionen vor, die dem US-amerikanischen Global Magnitsky-Act nachempfunden sind. Damit will man k&uuml;nftig auch gegen Individuen vorgehen, nicht nur gegen Staaten.<br>\nVer&ouml;ffentlicht wurde der Vorschlag aus Geheimhaltungsgr&uuml;nden nicht.<br>\nDennoch ist klar, dass er sich gegen Russland und China richtet &ndash; und nicht gegen US-Pr&auml;sident Trump, der den Internationalen Strafgerichtshof schikaniert oder gegen Sultan Erdogan, der die Menschenrechte der Kurden mit F&uuml;ssen tritt.<br>\nDie EU-Kommission schwingt sich zum Richter &uuml;ber die halbe Welt auf &ndash; dabei schafft sie es selbst nicht einmal, gegen Journalistenmorde auf Malta, Rechtsstaats-Verst&ouml;&szlig;e in Polen oder die Gleichschaltung der Medien in Ungarn vorzugehen.<br>\nUnd zur Corona-Lage vor Ort in Br&uuml;ssel wei&szlig; sie auch nichts zu sagen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/vierundvierzig-neue-eu-gesetze\/?utm_source=getresponse&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=Lost+in+EUrope+Update&amp;utm_content=Lost+in+EUrope+Update\">Lost in Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Experte kritisiert Coronavirus-Strategie: &ldquo;Alles vers&auml;umt worden, was irgendwie vers&auml;umt werden kann&rdquo;<\/strong><br>\nDie Politik macht den Menschen falsche Hoffnungen, sagt der Freiburger Medizinstatistiker Gerd Antes. Er sieht Baden-W&uuml;rttemberg auf einen verkappten Lockdown zusteuern und spricht von &ldquo;vorhersehbarem Versagen&rdquo;. [&hellip;]<br>\nSie versagen teilweise in einem fatalen Wechselspiel. Zwar beide einzeln, aber auch beide im Wechselspiel zusammen. Die Politik beauftragt die Wissenschaft nicht gezielt genug und die Wissenschaft liefert nicht genug. Und da, wo sie liefert, wird sie teilweise nicht oder sehr unvollst&auml;ndig geh&ouml;rt.<br>\nEs gibt aber auch Wissenschaftler, die liefern der Politik das Alibi, wenn sie dauernd in Talkshows und anderswo auftauchen und der Politik erlauben zu sagen: Wir werden ja dauernd wissenschaftlich beraten. Damit liefern sie der Politik letztlich ein Alibi f&uuml;r wissenschaftsfreie Entscheidungen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swraktuell\/baden-wuerttemberg\/corona-interview-gerd-antes-100.html?s=09\">SWR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Gericht untersagt Brennelement-Export nach Belgien<\/strong><br>\nRichtungsweisender Erfolg f&uuml;r Anti-Atom-B&uuml;ndnis &ndash; &bdquo;Regierung muss Moratorium f&uuml;r Brennelemente-Exporte verh&auml;ngen!&ldquo;<br>\nIm Rechtsstreit um die Ausfuhrgenehmigung von Brennelementen aus Lingen ins belgische Doel hat der Aachener Kl&auml;ger einen wichtigen Etappensieg errungen:<br>\nDas Verwaltungsgericht Frankfurt hat in einem Beschluss vom Freitag festgestellt, dass bis zum endg&uuml;ltigen Urteil im Hauptverfahren die Brennelemente nicht geliefert werden d&uuml;rfen.<br>\nIn seiner Begr&uuml;ndung l&auml;sst das Gericht Zweifel an der Rechtm&auml;&szlig;igkeit der Exportgenehmigung erkennen. Das Anti-Atom-B&uuml;ndnis, welches die Klage unterst&uuml;tzt, fordert von der Bundesregierung klare Konsequenzen und ein Moratorium f&uuml;r derartige Brennelement-Exporte.<br>\nDas Verwaltungsgericht Frankfurt hat in seinem Beschluss vom letzten Freitag den f&uuml;r Oktober und November beantragten Sofortvollzug f&uuml;r einen Brennelement-Export zu den umstrittenen Pannenmeilern Doel 1 und 2 in Belgien einen Riegel vorgeschoben&hellip;<br>\nDas die Klage unterst&uuml;tzende B&uuml;ndnis von Anti-Atom-Initiativen aus Aachen, Bonn, M&uuml;nster und Lingen sowie der &Auml;rzteorganisation IPPNW und dem Umweltinstitut M&uuml;nchen fordert deshalb von der Bundesregierung ein sofortiges Moratorium f&uuml;r alle Brennelement-Exporte, insbesondere f&uuml;r solche zu grenznahen Atomreaktoren.<br>\n&ldquo;Sp&auml;testens jetzt, da von einem Gericht die Rechtm&auml;&szlig;igkeit dieser Brennelement-Exporte in Frage gestellt wird, ist jede weitere Ausfuhrgenehmigung f&uuml;r Kernbrennstoffe ins grenznahe Ausland nicht nur verantwortungslos und politisch skandal&ouml;s, sondern auch juristisch heikel,&rdquo; betont Alexander Vent vom Lingener B&uuml;ndnis AgiEL.&rdquo;Die Bundesregierung muss diese Exporte endlich und mit sofortiger Wirkung stoppen.&rdquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/scharf-links.de\/42.0.html?&amp;tx_ttnews[tt_news]=75393&amp;tx_ttnews[backPid]=56&amp;cHash=27d9ff7d7a\">scharf links<\/a>\n<p><strong>Dazu: Niedersachsen will Atom-Transport erneut verschieben<\/strong><br>\nHannover. Niedersachsen will den f&uuml;r Anfang November geplanten Castor-Atomtransport durch Deutschland wegen der Corona-Pandemie erneut verschieben. In einem Brief an Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) bat Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD), &raquo;dass der Transport und die damit einhergehenden Einsatzma&szlig;nahmen erneut verschoben werden&laquo;, wie der Spiegel am Dienstagabend berichtete. Das Innenministerium in Hannover best&auml;tigte das Schreiben. Die sechs rund 100 Tonnen schweren Castor-Beh&auml;lter mit radioaktiven Abf&auml;llen aus der britischen Wiederaufbereitungsanlage Sellafield sollten eigentlich bereits im Fr&uuml;hjahr per Schiff ins nieders&auml;chsische Nordenham und dann mit der Bahn weiter ins Atomkraftwerk im hessischen Biblis gebracht werden. Wegen der Coronakrise wurde dies aber abgesagt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/389146.niedersachsen-will-atom-transport-erneut-verschieben.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Klimawahl? Schicksalswahl!<\/strong><br>\nIn einem Jahr ist Bundestagswahl. Diese Wahl ist die letzte Wahl, die wir auf dieser Ebene haben, um die schlimmsten Auswirkungen der Klimakrise zu verhindern. Wir m&uuml;ssen die Wahl zur Klimawahl machen.<br>\n(&hellip;) Wir m&uuml;ssen als eigentlicher Souver&auml;n mit einem irren Aufwand Lobbyarbeit betreiben, Petitionen schreiben, demonstrieren gehen und B&uuml;rgerbegehren machen, obwohl wir jetzt schon alle auf dem Zahnfleisch daherkommen und wissen, dass uns das nicht helfen wird, wenn es die, die handeln k&ouml;nnten, trotzdem verschleppen&hellip;.<br>\nWir brauchen Regierungen, die es einfach machen und es uns damit einfach machen. Ich dachte mir damals: Wir haben zweifellos die ganze Zeit &uuml;ber viel Gutes gemacht in unseren Organisationen, aber wie w&auml;re es, wenn alle sich und ihre Organisationen einmal zur&uuml;ckn&auml;hmen und f&uuml;r ein paar Monate an einem Strang z&ouml;gen, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen, womit jeder sogar weniger Arbeit h&auml;tte?&hellip;<br>\n(&hellip;) Ich bin ganz zuversichtlich, dass wir noch viel mehr Formen zivilen Ungehorsams sehen werden, so wie die Bundesregierung und die GroKo die Gesellschaft radikalisieren. Aber ich bin nicht zuversichtlich, ob das reichen wird. Zumal die Kosten der Repression durch die M&ouml;glichkeiten der Massen&uuml;berwachung drastisch fallen und sich die Frage nach der Nachhaltigkeit stellt. Es m&uuml;sste einmal gelingen, sich nicht spalten zu lassen. Diese Tendenzen gibt es leider &uuml;berall. Es muss aber doch m&ouml;glich sein, im Namen eines eigentlich gemeinsamen Ziels f&uuml;r einen begrenzten Zeitraum zusammenzuarbeiten, Kritik intern zu behandeln und Egos beiseite zu lassen&hellip;<br>\nDabei ist f&uuml;r mich mittlerweile vollkommen klar, dass es vollkommen sinnlos ist, zu lobbyieren und alle uns zustehenden demokratischen Mittel auszusch&ouml;pfen, solange in den Parlamenten Abgeordnete sitzen, denen der Wille des Souver&auml;ns im besten Falle egal ist. Im schlimmsten Fall arbeiten sie sogar gegen das Gemeinwohl zu Gunsten weniger&hellip;<br>\nEs wird aber etwas passieren m&uuml;ssen und es ist zu bef&uuml;rchten, dass dies genauso unkoordiniert wie in der Coronakrise erfolgen wird, je sp&uuml;rbarer die Auswirkungen der Klimakrise werden. Diese Szenarien werden Demokratie und Gesellschaft auf eine harte Probe stellen, die zu l&ouml;sen w&auml;re, wenn endlich auch die schreiende Ungerechtigkeit angegangen und eine Umverteilung des vorhandenen Reichtums angepackt w&uuml;rde. Aber auch dazu fehlt ganz offensichtlich bei den derzeitig herrschenden Politiker:innen der notwendige Wille. Wie k&ouml;nnte das ge&auml;ndert werden?<br>\nEin gro&szlig;es Problem ist: Wir arbeiten alle &uuml;ber unsere Kr&auml;fte, auch weil wir uns in immer neuen, uns aufgezwungenen K&auml;mpfen aufreiben und verzetteln. Wir haben es mit m&auml;chtigen Gegnern zu tun. Eine gewaltige Klimaschmutzlobby mit exzellenten Beziehungen, hoch vernetzt und vor allem mit unvorstellbaren finanziellen und zeitlichen Ressourcen, die uns allen fehlen. Und was uns fehlt, ist der kleinste gemeinsame Nenner, der alle an einem Strang ziehen l&auml;sst. Die anderen schaffen das recht gut mit einem nicht gerade gemeinwohlorientierten Nenner: Profitmaximierung&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/medium.com\/@exrealo\/klimawahl-schicksalswahl-dc919a32992e\">medium.com<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wider den letzten Fisch im Netz<\/strong><br>\nIn der Ostsee d&uuml;rfen Fischer seit Jahren immer weniger Heringe und Dorsch fangen. 2021 sollen die Quoten noch niedriger sein. Dabei setzt l&auml;ngst nicht nur der Fischfang den Tieren zu&hellip;.<br>\nAm 19. und 20. Oktober 2020 entscheiden die EU-Fischereiminister &uuml;ber die zul&auml;ssigen Fangmengen f&uuml;r die Fischbest&auml;nde der Ostsee im Jahr 2021. Nachdem der Heringsbestand in der Nordsee schon 1977 durch &Uuml;berfischung zusammengebrochen war, sich dann aber wieder erholt hatte, sieht es nun in der westlichen Ostsee d&uuml;ster aus. Diesmal sind die Fischer allerdings nicht schuld an der Misere&hellip;<br>\nFing man Ende der 1980er Jahre in der westlichen Ostsee noch an die 100 000 Tonnen Hering, lag die Fangmenge 20 Jahre sp&auml;ter noch bei einem F&uuml;nftel und wurde bis 2020 auf nur noch rund 3000 Tonnen im Jahr eingeschr&auml;nkt. Nun soll die Quote noch einmal halbiert werden. Die Kommission orientiert sich an den Erhebungen des Internationalen Rates f&uuml;r Meeresforschung, kurz ICES, ging aber diesmal in einzelnen Punkten noch &uuml;ber die Empfehlungen der Wissenschaftler hinaus&hellip;<br>\n(&hellip;) Die Kinderstube der Heringe ger&auml;t durcheinander<br>\nDer Heringsbestand in der westlichen Ostsee hat sich trotz immer strengerer Quoten seit Jahren nicht erholt. Lange r&auml;tselten die Meeresforscher &uuml;ber die Ursachen, inzwischen scheint aber der Schuldige gefunden: Die durch den Klimawandel bedingte Erw&auml;rmung der Ostsee bringt den Lebenszyklus der Heringe aus dem Takt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/news\/der-klimawandel-reduziert-den-fischbestand\/1783229\">spektrum.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Genosse Killerdrohne<\/strong><br>\nAufr&uuml;stung der Bundeswehr<br>\nSozialdemokratische Schauspielkunst: Die SPD stellt Bedingungen f&uuml;r die Beschaffung von Kampfmaschinen, die ohnehin erf&uuml;llt werden<br>\nNun hat sich auch die Wehrbeauftragte des Bundestages, Eva H&ouml;gl, zur Bewaffnung von Bundeswehr-Drohnen ge&auml;u&szlig;ert. Das Thema sei &raquo;entscheidungsreif&laquo;, erkl&auml;rte H&ouml;gl am Dienstag dem Hauptstadtstudio der ARD in einem Interview. Sie nannte gleichzeitig Bedingungen f&uuml;r unbemannte Kampfeins&auml;tze mit den aus Israel geleasten &raquo;Heron TP&laquo;. Demnach d&uuml;rften die Drohnen in Mandatsgebieten der Bundeswehr &raquo;nicht von Berlin aus gesteuert&laquo; werden. Technisch w&auml;re dies zwar m&ouml;glich; im Entwurf des Leasingvertrags mit dem R&uuml;stungskonzern Airbus hat das Verteidigungsministerium die hierf&uuml;r notwendigen Bodenstationen aber ausgespart. Die Wehrbeauftragte stellt also eine Forderung auf, die vom Milit&auml;r vorauseilend erf&uuml;llt wird&hellip;<br>\nAbsurd ist der Wunsch, dass es &raquo;keine v&ouml;lkerrechtswidrigen Eins&auml;tze&laquo; mit Bundeswehr-Drohnen geben soll. Eigentlich, so sollte man meinen, eine Selbstverst&auml;ndlichkeit f&uuml;r alle Waffensysteme, bemannt oder unbemannt&hellip;<br>\nDie eigentliche Sprengkraft der Aussagen der Wehrbeauftragten ergibt sich aus ihrer Mitgliedschaft in der SPD. Seit zwei Legislaturperioden eiert die Partei als Z&uuml;nglein an der Waage um die Frage der Bewaffnung der &raquo;Heron TP&laquo; herum. W&auml;hrend die Basis Kampfdrohnen &uuml;berwiegend ablehnt, fliegt die F&uuml;hrung mit vollem Schub voraus. Im Verteidigungsministerium wird bereits an einer Vorlage f&uuml;r einen Bundestagsbeschluss gearbeitet; der Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) zufolge hat auch Fritz Felgentreu, Obmann der SPD im Verteidigungsausschuss, darauf gedr&auml;ngt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/388744.aufr%C3%BCstung-der-bundeswehr-genosse-killerdrohne.html\">junge Welt<\/a>\n<p><strong>Dazu: H&ouml;gl: Pro-Kampfdrohnen<\/strong><br>\nDie neue Wehrbeauftragte Eva H&ouml;gl, von der es eigentlich hie&szlig;, sie st&uuml;nde der (eher) linken SPD-Parteif&uuml;hrung nahe, hat sich nun laut Zeit Online f&uuml;r die Bewaffnung von Drohnen ausgesprochen: &bdquo;Die Wehrbeauftragte des Bundestages, Eva H&ouml;gl, hat sich f&uuml;r die Beschaffung bewaffneter Drohnen ausgesprochen: &sbquo;Ich hoffe sehr, dass noch in dieser Legislaturperiode &uuml;ber die Anschaffung entschieden wird&lsquo;, sagte H&ouml;gl im Interview mit dem ARD-Hauptstadtstudio. &sbquo;Der Koalitionsvertrag ist klar, die Diskussion hat stattgefunden, die Rahmenbedingungen sind klar. Ich halte das f&uuml;r entscheidungsreif.&lsquo;&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2020\/10\/20\/hoegl-pro-kampfdrohnen\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Resonanzst&ouml;rung &ndash; Zur Zuspitzung der Mensch-Natur-Beziehung<\/strong><br>\nSo viel Wissenschaft war selten. Virologen sagen uns, wie gef&auml;hrlich die Lage ist, &Ouml;konomen, was der Lockdown kostet, Sozialwissenschaftler, wer was zu verkraften hat. Dass die Empfehlungen nicht nur je nach Experte, sondern auch je nach Wissenschaftsdisziplin voneinander erheblich abweichen, zeigt sich t&auml;glich. Entscheiden muss die Politik. Doch der mangelt es an Orientierung.<br>\nIhnen gehe es ausschlie&szlig;lich um das &bdquo;Allgemeinwohl&ldquo;, beteuern politisch Verantwortliche, wenn ihnen partei- und karrieretaktische Motive unterstellt werden. Aber was hei&szlig;t &bdquo;Allgemeinwohl&ldquo; eigentlich? Das kann keine Frage des Bauchgef&uuml;hls sein. Wer politische Verantwortung tr&auml;gt, kommt ohne verl&auml;ssliches Wissen nicht aus. Was also tun, wenn die Einzelwissenschaften zu keinem Konsens &uuml;ber das &bdquo;Allgemeine&ldquo; kommen? Das &bdquo;Allgemeine&ldquo; ist zu gro&szlig; f&uuml;r die Einzelwissenschaft, es sprengt die Disziplingrenzen des herrschenden Wissenschaftsbetriebs. In ihm mag es zwar hervorragende Experten f&uuml;r Virologie, &Ouml;konomie und Sozialwissenschaft geben, aber keine Experten f&uuml;r das allgemeine Wohl&hellip;.<br>\nDer gegenw&auml;rtig herrschende Ma&szlig;stab der &Ouml;konomen, das in Geld gemessene Bruttoinlandsprodukt, taugt dazu jedenfalls nicht, weil es bekanntlich alle und alles &uuml;ber einen Kamm schert.<br>\nBeschleunigung, Entschleunigung, Besinnung<br>\nL&auml;ge es nicht nahe, so der Vorschlag, statt des Geldes, das ja oft in einem Atemzug mit der Zeit genannt wird (&bdquo;Zeit ist Geld&ldquo;), probehalber einmal die Zeit selbst ernst zu nehmen, ohne sie gleich auf das Geld zu beziehen? Die Zeit verbindet tats&auml;chlich alle und alles, sie ist universeller und &auml;lter als das Geld&hellip;<br>\nEine erste Erkenntnis k&ouml;nnte sein, dass der derzeitige Tunnelblick auf Corona der Komplexit&auml;t der Lage nicht angemessen ist. Es gibt bekanntlich noch andere Krisen, die uns die Globalisierung mit ihrer eigenartigen Beschleunigungsdynamik in den letzten Jahrzehnten beschert hat&hellip;<br>\nDas Problem einer durch Markt, Geld und Kapital angetriebenen Globalisierung ist in der Tat die Formel &bdquo;Zeit ist Geld&ldquo;. Sie st&uuml;rzt den Globus in einen gnadenlosen Konkurrenzkampf um die m&ouml;glichst schnelle Verwandlung aller nat&uuml;rlichen und menschlichen Ressourcen in Geld&hellip;.<br>\n(&hellip;) Nur Kreisl&auml;ufe sind nachhaltig, Durchl&auml;ufe nicht (exponentielle Ver&auml;nderungen sind potenziell t&ouml;dlich). Prinzipien wie Reflexivit&auml;t, Reziprozit&auml;t (Wechselseitigkeit) und Regenerativit&auml;t k&ouml;nnen konkretisieren, wie Resonanz in Bezug auf Innenwelt, Mitwelt und Umwelt erm&ouml;glicht werden kann. Klar m&uuml;sste auf alle F&auml;lle sein: Der Mensch hat kein angeborenes Recht, seinen eigenen Lebensraum immer mehr auszudehnen, Treibhausgase beliebig in die Atmosph&auml;re zu blasen, Mitmenschen fast ohne Gegenleistung f&uuml;r sich arbeiten zu lassen und sich bei all dem auf &ouml;konomische &bdquo;Sachzw&auml;nge&ldquo; zu berufen, die er tats&auml;chlich selbst geschaffen hat. (Der Mensch hat aber sehr wohl ein angeborenes Recht auf Arbeit, von der er leben kann, als &bdquo;zivilisatorisches Minimum&ldquo;, wie Oskar Negt treffend feststellt.)<br>\nEine Resonanzstrategie m&uuml;sste vor allem klare Priorit&auml;ten f&uuml;r das menschliche Wirtschaften setzen: Die Finanzwirtschaft dient der Realwirtschaft, die Realwirtschaft dem Menschen, mit all seinen wirklichen Bed&uuml;rfnissen und wirklichen F&auml;higkeiten &ndash; nicht umgekehrt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.oekologiepolitik.de\/2020\/09\/01\/resonanzstoerung-zur-zuspitzung-der-mensch-natur-beziehung\/\">&Ouml;DP journal<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>M&uuml;ssen da wirklich erst K&ouml;pfe rollen&hellip;<\/strong><br>\n&hellip;bevor wir endlich den Wert der Meinungsfreiheit verstehen und verinnerlichen? Der abscheuliche Mord an dem franz&ouml;sischen Lehrer durch einen religi&ouml;sen Fanatiker mahnt uns neuerlich und nachdr&uuml;cklich, mit der Meinung anderer wie Voltaire umzugehen: &bdquo;Ich bin nicht einverstanden mit dem, was Sie sagen, aber ich w&uuml;rde bis zum &Auml;u&szlig;ersten k&auml;mpfen, dass Sie es sagen d&uuml;rfen&ldquo;. Nur so funktioniert libert&eacute;. &eacute;galit&eacute;, fraternit&eacute; oder bei uns Einigkeit und Recht und Freiheit. Knapp 100 Jahre nach der Franz&ouml;sischen Revolution wurde das republikanische Staatsprinzip in Frankreich noch durch die Laizit&auml;t untermauert (1871), n&auml;mlich Bildung in der alleinigen Verantwortung des Staates, weil trotz S&auml;kularisation die Bildung noch weitgehend von der Catholica beherrscht war. Obwohl die Laizit&auml;t auch f&uuml;r die Franzosen anf&auml;nglich ein gew&ouml;hnungsbed&uuml;rftiger Begriff war, waren sie von deren gesellschaftlichen Erfolgen so &uuml;berzeugt, dass 1905 das Gesetz der Trennung von Staat und Kirche verabschiedet wurde. Dieses Gesetz hat heute Verfassungsrang.<br>\nLaizit&auml;t ist schlicht und einfach die Autonomie des Staates in Sachen der res publica. Keine weltanschaulichen Einmischungen und Pr&auml;gungen! Neutralit&auml;t gegen&uuml;ber Religionen und Weltanschauungen&hellip;<br>\nDie staatliche Schule ist der Ort, wo alle zusammenkommen und alle f&uuml;r ihre Zukunft gebildet werden. Wer hilfesuchend oder aus Gr&uuml;nden der Fortbildung o.&auml;. zu uns kommt, muss sich unserem System anschlie&szlig;en. Er\/Sie darf auf keinen Fall jemanden bedrohen oder gar enthaupten, der eine andre Meinung vertritt oder lehrt. An der Laizit&auml;t ist noch niemand gestorben, wohl aber an religi&ouml;sem Fanatismus christlicher wie muslimischer Pr&auml;gung gleicherma&szlig;en&hellip;<br>\nAlle Menschen m&uuml;ssen frei ihre Meinung sagen d&uuml;rfen. Besonders die Verbreitung von Wissen und die Vermittlung von Grundlagen zur eigenen, freien Meinungsbildung d&uuml;rfen keine Tabus kennen. Vive l&rsquo;humanit&eacute; et la laicit&eacute;. Nicht nur in Frankreich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/scharf-links.de\/44.0.html?&amp;tx_ttnews[tt_news]=75390&amp;tx_ttnews[backPid]=56&amp;cHash=13364c6600\">scharf links<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Der US-unterst&uuml;tzte Putsch ist an der Einigkeit der Bolivianer gescheitert<\/strong><br>\n(&hellip;) Allen Widrigkeiten zum Trotz scheint die Bewegung zum Sozialismus (MAS), die Partei des ehemaligen Pr&auml;sidenten Evo Morales, die Wahlen in Bolivien im ersten Wahlgang gewonnen zu haben. Vorl&auml;ufige Ergebnisse zeigen, dass der Kandidat der MAS, Luis Arce, die Pr&auml;sidentschaft gewonnen hat, und die Partei gewann auch den Kongress mit Bravour&hellip;<br>\nArce, der 57-j&auml;hrige ehemalige Minister f&uuml;r Wirtschaft und &ouml;ffentliche Finanzen unter Pr&auml;sident Morales, war einer der Architekten der bolivianischen Wirtschaft &ndash; f&uuml;r das, was man einst das &ldquo;bolivianische Wunder&rdquo; nannte. W&auml;hrend der Regierung Morales, unter der er diente, wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von etwa neun Milliarden US-Dollar (rund 7,6 Milliarden Euro) auf &uuml;ber 40 Milliarden US-Dollar (rund 34 Milliarden Euro), das Pro-Kopf-BIP verdreifachte sich, andere finanzielle und monet&auml;re Schl&uuml;sselparameter wurden positiv bewertet, aber vor allem sank die extreme Armut von fast 38 Prozent auf 15 Prozent und die moderate Armut wurde fast halbiert.<br>\nDie Verstaatlichung der Kohlenwasserstoffe war der Hauptfaktor, der zu diesem explosiven Wirtschaftswachstum beitrug. Dies war ein wichtiger Schritt nach der Abwahl der neoliberalen Regierung 2006 und der Macht&uuml;bernahme von Morales und der MAS. Den multinationalen Konzernen war es nicht mehr erlaubt, die bolivianische Arbeiterklasse zu &ldquo;verpr&uuml;geln&rdquo;, um Ressourcen f&uuml;r einen Hungerlohn zu gewinnen &ndash; sie geh&ouml;rten dem Volk, so die Position der MAS-Regierung.<br>\n&ldquo;Unser Wirtschaftsmodell funktioniert auf einfache Weise: Wir nutzen etwas, das uns die Natur gegeben hat. Mit dem Neoliberalismus lag dieser Reichtum in den H&auml;nden der multinationalen Konzerne. Wir verstaatlichen, um einen &Uuml;berschuss zu haben, der in zwei Phasen verteilt wird: Reinvestitionen f&uuml;r eine wirtschaftliche Basis und auf der anderen Seite der umverteilende Teil des Einkommens&rdquo;, erkl&auml;rte Arce 2019 gegen&uuml;ber der Deutschen Welle (DW) den wirtschaftlichen Erfolg des Landes&hellip;<br>\nDie Putschregierung von Jeanine &Aacute;&ntilde;ez, die von milit&auml;rischen F&uuml;hrern und nicht von einer pluralistischen zivilen F&uuml;hrung gelenkt wurde, diente nur dazu, die Bolivianer wieder dem auszusetzen, was vor ihnen liegt, sollten sie den Weg des bolivianischen Sozialismus verlassen.<br>\nUnd das ist die Bedeutung des Sieges von Arce in der ersten Runde: Der Sieg der MAS im Jahr 2020 ist mehr als nur eine R&uuml;ckkehr von Evo, wie die westlichen Nachrichtenmedien behauptet haben, er ist die Konsolidierung jenes Projekts, f&uuml;r das er steht, zu etwas Dauerhaftem&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/107986-putsch-ist-an-einigkeit-der-bolivianer-gescheitert\/\">RT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Dazu auch: Fr&eacute;derico F&uuml;llgraf: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66013\">Bolivien &ndash; Luis Arces spektakul&auml;rer Sieg in der ersten Wahlrunde und die weltweiten Verlierer<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Bananen aus Ecuador: Krumme Gesch&auml;fte<\/strong><br>\nDas Bananen-Business ist durchdrungen von Ausbeutung und Machtmissbrauch. Einer der Akteure: Chiquita mit Sitz in der Romandie.<br>\n(&hellip;) Seit Anfang des 20. Jahrhunderts werden in dieser Gegend Bananen angepflanzt, wie vielerorts im ecuadorianischen Tiefland. Der Andenstaat ist seit den 1950er Jahren der gr&ouml;&szlig;te Bananenexporteur der Welt, knapp ein Drittel aller international gehandelten Bananen kommt aus Ecuador. Rund 5000 Produzenten und Produzentinnen gibt es, von Kleinstbetrieben zu Gro&szlig;plantagen, der Sektor besch&auml;ftigt &uuml;ber 200&rsquo;000 Menschen, indirekt sind rund zwei Millionen Menschen vom Bananenanbau abh&auml;ngig.<br>\nSteuern sparen am Genfersee<br>\nDie meisten ecuadorianischen Plantagenbesitzer verkaufen die Bananen an Zwischenh&auml;ndler, welche sie an internationale Bananenh&auml;ndler weiterverkaufen &ndash; etwa an Chiquita. Das Unternehmen beliefert vornehmlich Europa und Nordamerika und hat zwei Hauptsitze: Das US-amerikanische Gesch&auml;ft wird in Fort Lauderdale (Florida) abgewickelt. Das Europagesch&auml;ft seit 2009 im Kanton Waadt.<br>\nFr&uuml;her lag der europ&auml;ische Hauptsitz des Konzerns im belgischen Antwerpen, wo Chiquita Gewinnsteuern von &uuml;ber 20 Prozent zahlen musste. Mit dem Umzug in die Schweiz fiel die Steuerbelastung laut einem Bericht des Schweizer Fernsehens aus dem Jahr 2010 auf 2,5 Prozent&hellip;<br>\nChiquita kann auf eine lange, unr&uuml;hmliche Geschichte von Anschuldigungen wegen Menschenrechtsverletzungen zur&uuml;ckblicken. Selbst der Ausdruck &laquo;Bananenrepublik&raquo; geht auf Chiquita, beziehungsweise deren Vorg&auml;ngerunternehmen United Fruit Company (UFC) zur&uuml;ck. Der Begriff stand f&uuml;r die krassen sozialen Ungleichheiten in mittelamerikanischen Staaten, deren abh&auml;ngige und teilweise korrupte Regierungen von der UFC praktisch kontrolliert wurden.<br>\nIn den 1950er Jahren unterst&uuml;tzte die UFC einen Milit&auml;rputsch gegen den reformwilligen Pr&auml;sidenten Guatemalas; 1961 beteiligte sich die Firma finanziell an der Invasion der Schweinebucht, einem milit&auml;rischen Putschversuch der USA gegen Kuba. 1972 verhalf die UFC in Honduras einem Diktator zur Macht. Und nach dem Namenswechsel 1990 bezahlte Chiquita Schutzgelder an kolumbianische Paramilit&auml;rs.<br>\n(&hellip;) Krasse Verst&ouml;&szlig;e gegen das Arbeitsrecht<br>\n&hellip; Die niedrigen L&ouml;hne sind eines der gr&ouml;&szlig;ten Probleme der Erntehelfer und -Helferinnen, wie uns einer der Tagel&ouml;hner erz&auml;hlt&hellip; Zahlreiche Personen, mit denen wir sprechen, erz&auml;hlen uns, dass selten Vertr&auml;ge abgeschlossen und kaum Beitr&auml;ge an Sozialversicherungen einbezahlt w&uuml;rden. Wird ein Pfl&uuml;cker krank, wird eine Waschanlagen-Arbeiterin schwanger, hat ein Verpacker einen Unfall oder steht bei einer Hilfsarbeiterin ein Besuchsmorgen in der Schule an, dann ist das deren Problem.<br>\n&hellip; Es ist bekannt, dass der Agrarsektor ein Hochrisikosektor f&uuml;r Menschen- und Arbeitsrechtsverletzungen aller Art ist, auch Public Eye hat k&uuml;rzlich einen ausf&uuml;hrlichen Bericht dazu publiziert. Eine der schlimmsten Formen dieser Rechtsverletzungen ist die missbr&auml;uchliche Kinderarbeit. Ganze Generationen werden davon abgehalten, die Schule zu besuchen und sich und ihren Familien so einen Ausbruch aus der Armutsspirale zu erm&ouml;glichen. Chiquita m&uuml;sste das nach all den Jahrzehnten begriffen haben,<br>\n(&hellip;) Der ganze Bananensektor sei von diesen Missst&auml;nden durchdrungen, erz&auml;hlt man uns im S&uuml;den Ecuadors an jeder Stra&szlig;enecke. Wir haben bei unseren Recherchen keine Hinweise darauf gefunden, dass die Situation auf Chiquita zuliefernden Plantagen grundlegend anders ist, deshalb gehen wir davon aus, dass auch Chiquita in seiner ecuadorianischen Lieferkette mit solchen Problemen konfrontiert ist&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/FreiheitRecht\/Ecuador-Krumme-Geschafte\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Nato bereitet sich auf Krieg im Weltraum vor<\/strong><br>\nSpace Center in Ramstein<br>\nNeben den USA haben in den vergangenen Jahren vor allem Russland, Indien und China im All kr&auml;ftig aufger&uuml;stet. Auch f&uuml;r die Nato wird die Verteidigung im Weltraum von immer gr&ouml;&szlig;erer Bedeutung. In Rheinland-Pfalz soll deswegen jetzt ein Space Center entstehen.<br>\nDie Nato treibt ihre Vorbereitungen f&uuml;r die B&uuml;ndnisverteidigung im Weltall voran. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur und der &ldquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&rdquo; wollen die Verteidigungsminister der 30 Mitgliedstaaten an diesem Donnerstag den Aufbau eines Space Center ank&uuml;ndigen. Es soll an das Luftwaffenoberkommando der Nato im rheinland-pf&auml;lzischen Ramstein angegliedert werden und vor allem als Koordinationsstelle f&uuml;r die Weltraum&uuml;berwachung dienen.<br>\nSo k&ouml;nnten in Ramstein k&uuml;nftig Informationen &uuml;ber m&ouml;gliche Bedrohungen gegen Satelliten zusammenflie&szlig;en. Denkbar ist auch, dass das Space Center sp&auml;ter zu einem Kommandozentrum f&uuml;r Abwehrma&szlig;nahmen ausgebaut wird. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur soll in K&uuml;rze zudem auch eine Art Thinktank f&uuml;r die Weltraumaktivit&auml;ten der Nato aufgebaut werden. Als Standort f&uuml;r das sogenannte Kompetenzzentrum waren zuletzt Kalkar in Nordrhein-Westfalen und das franz&ouml;sische Toulouse in der Diskussion. In Kalkar hat schon heute das Kompetenzzentrum f&uuml;r die Nato-Luftstreitkr&auml;fte (Joint Air Power Competence Centre &ndash; JAPCC) seinen Sitz. Toulouse wirbt damit, dass dort derzeit auch das nationale franz&ouml;sische Raumfahrtkommando aufgebaut wird&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Nato-bereitet-sich-auf-Krieg-im-Weltraum-vor-article22109607.html\">ntv<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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