{"id":66033,"date":"2020-10-21T10:16:55","date_gmt":"2020-10-21T08:16:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66033"},"modified":"2020-10-21T11:34:25","modified_gmt":"2020-10-21T09:34:25","slug":"leserbriefe-zu-covid-19-daten-wie-viele-infektionen-gab-es-im-fruehjahr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66033","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eCovid-19-Daten \u2013 Wie viele Infektionen gab es im Fr\u00fchjahr?\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Jens Berger macht <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65980\">in seinem Beitrag<\/a> erneut &ndash; nach den Zahlen im <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63898\">August<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64554\">September<\/a> &ndash; auf die Covid-19-Daten aufmerksam. Er kritisiert die Vergleiche mit den Fr&uuml;hjahrszahlen, deren wohl erhebliche Dunkelziffer bei Neuinfektionen nicht untersucht wurde. Die darauf basierenden politischen Entscheidungen h&auml;lt Jens Berger daher f&uuml;r falsch. Bei aktuell niedriger Sterblichkeitsrate und genauer Betrachtung der Daten wirkt die Frage um einen zweiten Lockdown &bdquo;deplaziert&ldquo;.<br>\nAuf diesen Beitrag haben zahlreiche Leserinnen und Leser der NachDenkSeiten reagiert und uns Leserbriefe gesendet. In ihnen werden verschiedene Eindr&uuml;cke und Erkenntnisse mitgeteilt. Daf&uuml;r bedanken wir uns sehr. Hier nun eine Auswahl. Zusammengestellt von <strong>Christian Reimann<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseitenmacher,<\/p><p>vielen Dank an Jens Berger f&uuml;r die ausf&uuml;hrlichen Covid19-Daten und die Einsch&auml;tzung der Lage, anhand dem Vergleich, wieviel im Fr&uuml;hjahr und wieviel aktuell getestet wird.<br>\nDieser offensichtliche Zusammenhang wird, soweit ich das &uuml;berschauen kann, in keinem gro&szlig;en Medium auch nur ansatzweise erw&auml;hnt.<br>\nLeider verf&uuml;gt die Flak der Panikmacher &uuml;ber deutlich reichweitenst&auml;rkere Gesch&uuml;tze.<br>\nEs ist unfassbar wie dpa-, AFP- und Reutersmeldungen bzw. die daraus entstandenen Artikel teilweise jegliche Vernunft torpedieren und selbst den Verstand der Leute, die bislang noch versuchen ohne Panik und mit halbwegs gesundem Menschenverstand der Covid 19 Gefahr bzw. den damit verbundenen Lebenseinschr&auml;nkungen im Medienalltag zu trotzen, sturmreif schiessen. (Ich meine damit nicht die Leute, die das Virus bzw. die Gefahr die davon ausgehen kann, an sich in Frage stellen)<br>\n&nbsp;<br>\nBesonders die Meldungen der dpa, welche auf den Redaktionstickern landen und wohl f&uuml;r wenig Geld gedruckt werden d&uuml;rfen, leisten hier ganze Arbeit.<br>\nSpeziell auch bei den Regionalzeitungen. Die Macht dieser Agenturen ist so unfassbar gro&szlig; und reichweitenstark, da&szlig; man kaum durch den Tag kommt ohne automatisch auf Meldungen zu sto&szlig;en. Gerne beim Abruf der Mails auf den bekannten Portalen wie web, gmx oder Telekom oder wie hier in der Regionalzeitung:<br>\n&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/europa-kaempft-gegen-die-zweite-corona-welle-einige-laender-gelangen-an-grenzen\">badische-zeitung.de\/europa-kaempft-gegen-die-zweite-corona-welle-einige-laender-gelangen-an-grenzen<\/a><br>\n&nbsp;<br>\nIch habe die Anzahl und Verbreitung der Agenturmeldungen in den Medien schon in der Finanzkrise, in der Hochzeit der Fl&uuml;chtlingskrise und jetzt im Fr&uuml;hjahr beobachtet.<br>\nEs wird immer unverbl&uuml;mter in Richtung der gew&uuml;nschten Meinung bzw.Haltung geschrieben, auch steigt die Frequenz der Meldungen erheblich.<br>\nDa sehr viele Online- wie auch Printmedien diese Agenturmeldungen verwenden bzw. Autoren der Redaktionen diese oft als &ldquo;Mustervorlage&rdquo; nehmen &ndash; da zeitsparend, kann man hier wohl schon fast von einer medialen &ldquo;Gleichschaltung-light&rdquo; vieler Medien sprechen.<br>\n&nbsp;<br>\nviele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nMartin Schumacher<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger,<\/p><p>vielen Dank f&uuml;r den gut recherchierten Artikel.<\/p><p>Es ist ja bekannt, dass die vom RKI angegebenen Zahlen zu best&auml;tigten F&auml;llen vom Fr&uuml;hjahr mit den heutigen Zahlen nicht vergleichbar sind. Dies wird bei jeder Gelegenheit selbst in den gro&szlig;en Medien immer wieder betont. Auch die von Ihnen ermittelte Zahl von c. 2 Mio. Menschen die sich in Deutschland bereits infiziert haben k&ouml;nnten, ist nicht wirklich &uuml;berraschend. Im Gegenteil gehen einige Wissenschaftler noch von deutlich h&ouml;heren Infektionszahlen aus (2. Mio sind c. 2,3% der deutschen Bev&ouml;lkerung. Herdenimmunit&auml;t w&auml;re erst bei einer Infektion von c.60 bis 70% der Bev&ouml;lkerung erreicht). Angesichts der exponentiell ansteigenden Zahlen, k&ouml;nnten auch 47.000 t&auml;glich Infizierte schnell erreicht werden, Frankreich hat bei 25% geringerer Bev&ouml;lkerung schon jetzt &uuml;ber 30.000 gemessene F&auml;lle t&auml;glich.<\/p><p>Der Vergleich mit der Grippe 2017\/18 bleibt weiterhin problematisch. 2017\/18 war weltweit ein extremes Jahr, was die Stertblichkeit durch Grippe betrifft. Die wenigsten dieser Grippetoten sind im Krankenhaus sondern daheim gestorben. Das Hauptproblem bei der Coronapandemie ist aber die &Uuml;berbelastung des Gesundheitssystems. Schwer erkrankte Coronapatienten kommen unweigerlich in die Intensivpflege der Krankenh&auml;user. Die hohe Zahl der Grippetoten schlie&szlig;lich ist nur anhand der &Uuml;bersterblichkeit ermittelt worden. Waren es wirklich &uuml;ber 25.000 in Deutschland? Und wie h&auml;tte man vor diesem Grippeausbruch reagiert, wenn man geahnt h&auml;tte, wieviele Menschen daran sterben w&uuml;rden? Die vielen Opfer dieser Epidemie haben sich ja erst im Nachhinein anhand der Statistiken offenbart. Zudem geht die WHO von 650.000 Grippetoten weltweit aus, Corona hat seit Februar 2020 bereits &uuml;ber 1,1 Mio. Tote gefordert: Und dies trotz weitweiter Lockdown-Ma&szlig;nahmen.<\/p><p>Letztendlich: W&uuml;rde man eine langsame Herdenimmunit&auml;t ohne Impfstoff anstreben, m&uuml;&szlig;te man wohl auch die 0,5% Sterblichkeit zugrunde legen. Ausgehend von c. 51. Mio. Infizierten (60% der Bev&ouml;lkerung), w&auml;ren damit c. 250.000 Tote in Deutschland zu bef&uuml;rchten.<\/p><p>Sie stellen korrekt fest, dass es keinen Grund zur Panik gibt und sicherlich keinen Grund f&uuml;r einen Lockdown. Aber Vorsicht und die Maske als Schutz scheint mit ein zweckm&auml;&szlig;iges Mittel zu sein.<\/p><p>Herzlichst,<br>\nAndreas Brandmair<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>egal was ist, Ihre Corona-Kommentare gehen nur in eine Richtung.<\/p><p>Warum haben Sie sich f&uuml;r <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65980\">Ihren Beitrag<\/a> nicht auch mal die Verh&auml;ltnisse in Tschechien angesehen? Die Lebensgewohnheiten der Menschen dort sind denen in Deutschland nicht so un&auml;hnlich, jedenfalls viel &auml;hnlicher als z.B. in Spanien oder Italien. Nur den Sommer haben sie diesmal viel mehr genossen, wie Herr M&uuml;ller ja in seinem <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65239\">Beitrag vom 28.09.2020<\/a> festgestellt hat. Die Zeitreihe der Corona-Todesf&auml;lle findet man unter <a href=\"https:\/\/onemocneni-aktualne.mzcr.cz\/covid-19.\">onemocneni-aktualne.mzcr.cz\/covid-19<\/a>.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nR. Haftmann<\/p><p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Sehr geehrter Herr Haftmann, <\/em><\/p><p><em>die zur Zeit 62 Todesf&auml;lle in Tschechien (7-Tages-Schnitt) kommen auf 8.111 Neuinfektionen pro Tag (ebenfalls 7-Tages-Schnitt). Das entspricht einer Sterblichkeitsquote CFR von 0,7% und liegt im Rahmen der Fallbeispiele aus meinem Artikel. Da Tschechien nur ein Achtel so viele Einwohner wie Deutschland hat, entspr&auml;che dies auf Deutschland bezogen &uuml;brigens 64.000 Neuinfektionen pro Tag &ndash; ein Wert, der weit au&szlig;erhalb der jetzigen Prognosen liegt. Hinzu kommt, dass Tschechien pro Kopf nur ein Drittel so viele Intensivbetten wie Deutschland hat. Rein auf diese Gr&ouml;&szlig;e bezogen, m&uuml;sste man also zum Vergleich stolze 190.000 Neuinfektionen pro Tag f&uuml;r Deutschland annehmen &ndash; ein Wert jenseits von Gut und B&ouml;se, der aber auch klarmacht, wie entspannt die Lage in Deutschland eigentlich ist und dass wir uns &uuml;ber einen Lockdown keine Gedanken machen sollten. <\/em><\/p><p><em>beste Gr&uuml;&szlig;e<\/em><br>\n<em>Jens Berger<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr Berger,<\/p><p>Gratulation zu diesem hervorragenden Artikel.<\/p><p>Vermisst habe ich allerdings:<\/p><ul>\n<li>wo stammen die Basiszahlen her?<\/li>\n<li>wer hat diese Berechnungen angestellt und die Grafiken erstellt (wenn Sie alleine: Hut ab)<\/li>\n<\/ul><p>Nicht alle Grafiken haben das NDS Logo. Warum?<\/p><p>Jetzt frage ich mich nat&uuml;rlich: Wie kann man diesen Gedanken in die &ouml;ffentliche Diskussion hineintragen?<\/p><p>Eigentlich m&uuml;sste ja jetzt ein Team von Leuten diese Idee in allen Online-Medien sinnvoll platzieren und es in die Tagespolitik reinschieben.<br>\nAber davon habe ich keine Ahnung &ndash; bin relativer Neuling in dem ganzen Online-Medien-Trubel.<\/p><p>Zum Inhalt:<\/p><ul>\n<li>Lockdown<br>\nIch nehme der Exekutive ab, dass ein Lockdown wie im Fr&uuml;hjahr keine Option mehr ist. Ziel und Motivation des Lockdowns im Fr&uuml;hjahr sind aktuell nicht mehr argumentierbar. Daf&uuml;r ist heute das Wissen &uuml;ber die Krankheit und m&ouml;gliche Ma&szlig;nahmen einfach zu stark gewachsen.\n<p>Interessant auch die Einlassung in der WDR-Sendung &bdquo;Ihre Meinung&ldquo; von dem Verfassungsrechtler, der einen erneuten Lockdown wie im Fr&uuml;hjahr als klar verfassungswidrig erkl&auml;rt hat. Und Mini-Lockdowns (z.B. Beherbungsverbot) werden ja zunehmend von den Gerichten gekippt. Das wird wohl auch noch weiter zunehmen, falls wieder versucht wird Kitas und Schulen zu schlie&szlig;en.<\/p><\/li>\n<li>Todesf&auml;lle<br>\nGenerell ist es immer schwierig mit Todesf&auml;llen zu argumentieren, da jeder Fall, der vielleicht h&auml;tte vermieden werden k&ouml;nnen, einer zuviel ist. Dennoch hilft Ihr Beitrag m.E. an die ganze Sache mit den Einschr&auml;nkungen etwas gelassener und angemessener heranzugehen.<\/li>\n<li>Infektionsrate<br>\nNach wie vor sind die Unterbrechung von Infektionsketten und die Verhinderung von &uuml;berregional wirksamen Hot-Spots die angesagtesten Mittel. Daf&uuml;r braucht es nachvollziehbare Referenzwerte und m&ouml;glichst bundeseinheitliche Regelungen. Ob jetzt die Stufen 35\/50 (pro 100.000 in den letzten 7 Tagen) richtig sind oder nicht, kann ich nicht beurteilen. Das m&uuml;ssen die Verantwortlichen des Gesundheitswesens sagen, die insbesondere die Last der Nachverfolgung tragen m&uuml;ssen. Das mit den bundeseinheitlichen Regelungen ist ein anderes trauriges Thema.<\/li>\n<\/ul><p>Bleibt zum Schluss die Hoffnung, dass Ihr Ansatz es irgendwie schafft, sich in das &ouml;ffentliche Bewusstsein zu dr&auml;ngen.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nRaimund Hocke<\/p><p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Sehr geehrter Herr Hocke, <\/em><\/p><p><em>gerne beantworte ich Ihre Fragen. <\/em><\/p><p><em>-&gt; &ndash; wo stammen die Basiszahlen her? <\/em><\/p><p><em>Die f&uuml;r Deutschland allesamt vom RKI aus den t&auml;glichen Situationsberichten. Die internationalen Daten stammen vom Dienst &ldquo;Worldometers&rdquo;, der seinerseits die Daten von den jeweiligen Gesundheitsministerien und nationalen Beh&ouml;rden bezieht: <a href=\"https:\/\/www.worldometers.info\/coronavirus\/\">worldometers.info\/coronavirus\/<\/a>.<\/em><\/p><p><em>-&gt; &ndash; wer hat diese Berechnungen angestellt und die Grafiken erstellt (wenn Sie alleine: Hut ab) <\/em><\/p><p><em>Die Berechnungen und Grafiken stammen von mir. Die internationalen Grafiken sind dabei mit Grafiken von Worldometers zusammengestellt. <\/em><\/p><p><em>-&gt; Nicht alle Grafiken haben das NDS Logo. Warum? <\/em><\/p><p><em>Das hat eher gestalterische Gr&uuml;nde. <\/em><\/p><p><em>beste Gr&uuml;&szlig;e <\/em><br>\n<em>Jens Berger<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr Berger, <\/p><p>Ich halte den Begriff &ldquo;Neuinfektionen&rdquo; zur Bezeichnung positiver Testergebnisse f&uuml;r mindestens unpr&auml;zise, z.T. ist er aber auch schlicht falsch. <\/p><p>Letzteres vor dem Hintergrund, dass Labore (siehe z.B. den entsprechenden Artikel in der S&uuml;ddeutschen) offensichtlich CT Werte bis zur Nachweisgrenze verwenden und die Gesundheits&auml;mter diese oft nicht einmal kennen. <\/p><p>Selbst wenn sie kennen, wird das positive Testergebnis sicherlich in die Statistik einflie&szlig;en. Auch Mehrfachtests flie&szlig;en mehrfach ein. <\/p><p>Lt. S&uuml;ddeutscher Zeitung kann 1\/2 Jahr nach &uuml;berstandener Krankheit noch Virusmaterial nachgewiesen werden, obwohl die Viren nicht mehr infekti&ouml;s bzw. krankmachend sind. <\/p><p>Bei der hohen Dunkelziffer fr&uuml;herer, symptomloser Infektionen und heutigen Massentests, kann sich hierdurch sicherlich Einiges zusammenkommen. &ldquo;Neu&rdquo; sollte man also schon einmal streichen. <\/p><p>Ansonsten glaube ich, dass man an der Zahl festh&auml;lt, weil sich damit am ehesten die momentane Panikmache forsetzen l&auml;sst. <\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e <\/p><p>Andrej R.<\/p><p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Hallo Herr R.,<\/em><\/p><p><em>zum Thema PCR-Tests g&auml;be es viel zu sagen, aber wenn an &ldquo;Infektion&rdquo; nicht mit &ldquo;Infekti&ouml;sit&auml;t&rdquo; oder &ldquo;Erkrankung&rdquo; gleichsetzt, sind dies eher Definitionsfeinheiten, die ich im Artikel extra nicht thematisiere, um die Leser nicht zu verwirren. Leider setzten Medien und Politik diese Begriffe in der Tat oft gleich, was zu thematisieren aber einen eigenen Artikel erfordern w&uuml;rde. <\/em><\/p><p><em>beste Gr&uuml;&szlig;e<\/em><br>\n<em>Jens Berger<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger,<\/p><p>Ihre Analyse, welche die Diskrepanz des Verh&auml;ltnis der berichteten positiven PCR-Tests und Todesf&auml;lle im April versus Oktober zu erkl&auml;ren versucht, ist sehr spannend. Danke daf&uuml;r! In der Tat ist Ihr Artikel auch wichtig, da sich diese Frage ja nahezu jedem Menschen mit gesundem Verstand aufdr&auml;ngt.<\/p><p>Ich stimme Ihnen in der grunds&auml;tzlichen Einsch&auml;tzung zu, dass die &ldquo;erste&rdquo; Welle wahrscheinlich tats&auml;chlich mit einer sehr hohen Anzahl an (tas&auml;chlich) Infizierten einherging, die wahrscheinlich auch insgesamt h&ouml;her war als heute.<\/p><p>Mir kamen allerdings einige Anmerkungen in den Sinn:<\/p><ol>\n<li>Sie nehmen eine konstante CFR &uuml;ber den ganzen Zeitraum betrachtet von 0,5% an. Das ist aus meiner Sicht zu hinterfragen. Insbesondere, wenn Sie eine viel h&ouml;here tats&auml;chliche Durchseuchung im Fr&uuml;hjahr annehmen als heute (trotz der damaligen faktisch viel niedriger liegenden Testungen bzw. Positivenzahl) &ndash; was zwar plausibel ist aufgrund der sehr viel h&ouml;heren Todesrate &ndash; dann ist es ja aber auch m&ouml;glich, dass sich bereits eine gewisse Immunisierung selbst bei den vulnerablen Personen eingestellt hat., welche schwere Verl&auml;ufe\/Todesf&auml;lle abmildert\/vermeidet. In der &ldquo;ersten&rdquo; Welle hat es vermutlich auch die besonders Schwachen leider t&ouml;dlich getroffen &ndash; das w&auml;re eine interessante, aber aufschlussreiche These, ob dem so war&hellip; Ich w&uuml;rde also die Vermutung anstellen, dass bereits eine gewisse Immunisierung in der Bev&ouml;kerung seit Fr&uuml;hjahr eingesetzt hat (z.B. durch T-Zellen-Immunit&auml;t, nicht nur Antik&ouml;rper). Weitere Merkmale, z.B. verbesserte Behandlungsregime, k&ouml;nnten hier ebenfalls die tats&auml;chliche CFR abgesenkt haben im Vergleich zum Fr&uuml;hjahr. Das w&uuml;rde bedeuten, dass Covid im Fr&uuml;hjar &ldquo;noch&rdquo; gef&auml;hrlicher war in unserer Population als heute. Insgesamt scheint Covid aber nicht besonders gef&auml;hrlich zu sein (so meine eigene Einsch&auml;tzung). Daher nehme ich eine eher abnehmende CFR an, da in &ldquo;meinem&rdquo; Model m&ouml;gliche wachsende Hintergrund-Immunisierung ber&uuml;cksichtigt ist. In dieser &Uuml;berlegung ist v.a. auch ber&uuml;cksichtigt, dass sich Personen erneut anstecken k&ouml;nnen, aber dann I.d.R. eben einen milderen Verlauf erwarten. Dies sollte insbesondere f&uuml;r die vulnerablen Personen von gro&szlig;er Relevanz sein (= weniger Todesf&auml;lle = kleinere CFR). Aber ich bin nicht vom Fach &ndash; und vielleicht sind dies auch sachlich unzutreffende &Uuml;berlegungen. M&ouml;gliche Mutationen k&ouml;nnten weitere Gr&uuml;nde sein, warum die CFR vielleicht eben dynamisch zu sehen ist und eher ab- als zunahm.\n<p>Der Aspekt der m&ouml;glichen &ldquo;Herden&rdquo;-Immunisierung ist mir tats&auml;chlich der wichtigste &ndash; hier Licht ins Dunkel zu bringen ist auch deshalb geboten, da er der geplanten, aus meiner Sicht skandl&ouml;sen Massenimpfung mit einem voraussichtlich nicht ausreichend getesteten Impfstoff den Wind aus den Segeln nehmen k&ouml;nnte\/sollte.<\/p><\/li>\n<li>Um aber wirklich absch&auml;tzen zu k&ouml;nnen, wie hoch die Durchseuchung ist, m&uuml;ssten repr&auml;sentative Testung in allen Bev&ouml;kerungsgruppen randomisiert &ndash; und das regelm&auml;&szlig;ig &ndash; durchgef&uuml;hrt werden.Um eine Populationsaussage zu machen, muss mit standardisierten Verfahren gerarbeitet werden (Messinstrumente mit gleichen Standards an repr&auml;sentativen, gro&szlig;en, wiederholt erhobenen Stichproben). Es ist &uuml;berhaupt nicht nachvollziehbar und m.E. ein politischer Skandal, dass zwar wie wild inzwischen millionenfach selektiv getestet wird, aber bislang keine randomisierten Stichproben vorliegen. Dies w&auml;re auch notwendig, um die Falschpositivenrate seri&ouml;s absch&auml;tzen zu k&ouml;nnen. Sie schreiben ja auch von den Antik&ouml;rper-Studien. Kritiker gehen davon aus, dass wir es z.T. zumind. mit testpandemischen Zahlen zu tun haben. Insbesondere, wenn Sie davon ausgehen, dass die tats&auml;chliche Anzahl der Infizierten heute deutlich geringer ist, dann ist die Aussagekraft der PCR-Tests im Allgemeinen umso mehr anzuzweifeln. Das ist ein Umstand, der in Ihrem Artikel fehlt. Das wiegt v.a. auch deshalb stark, da ma&szlig;gebliche politische Entscheidungen an dem fragw&uuml;rdig zustande gekommenen PCR-Testergebnissen &ldquo;h&auml;ngen&rdquo;&hellip;<\/li>\n<li>Sie schreiben, dass Covid ein sehr eindeutiges Krankheitsbild habe. Da bin ich anderer Auffassung, insbesondere, wenn es um die Ermittlung der &ldquo;Covid-Toten&rdquo; angeht. Hier werden mi einer hohen Dunkelziffer vermutlich auch Personen erfasst, welche v.a. &ldquo;mit&rdquo; und nicht zwingend &ldquo;an&rdquo; Covid gestorben sind. Sch&auml;tzungen gehen davon aus, dass lediglich 6% der Corona-Toten rein urs&auml;chlich am Virus selbst gestorben sind, d.h. ohne vorhandene Vorerkrankungen. Correktiv versucht das Ganze nat&uuml;rlich anders im Sinne der Ma&szlig;nahmen-Bef&uuml;rworter darzustellen, aber das kennen wir;-) Ihre Grafik zeigt ja die entsprechende Korrelation des absolute Mortalit&auml;ts-Risiko mit Alter\/Vorerkankungen zudem sehr deutlich&hellip;Die Kausalit&auml;tsfrage ist eben auch ein entscheidender Faktor f&uuml;r die Begr&uuml;ndung des Ma&szlig;nahmen-Regimes.<\/li>\n<li>Sie gehen auf den Unsinn des Lockdowns ein &ndash; das ist gut. Hier w&auml;re vielleicht noch w&uuml;nschenswert gewesen, zu zeigen, dass der Lockdown als Ma&szlig;nahme an sich praktisch kaum einen gezielten Effekt hatte, wie man i.&Uuml;. im L&auml;ndervergleich, <a href=\"https:\/\/www.aier.org\/article\/lockdowns-and-mask-mandates-do-not-lead-to-reduced-covid-transmission-rates-or-deaths-new-study-suggests\/\">aber auch einer aktuellen Studie entnehmen kann<\/a>, stattdessen aber bereits jetzt gravierende Kollateralsch&auml;den.<\/li>\n<li>Daran ankn&uuml;pfend sind auch die jetzigen (geplanten, aber z.T. umgesetzten) Ma&szlig;nahmen sehr kritisch zu hinterfragen (Maskenpflicht im Freien, Beherbungsverbot, amtliche Denunzationsportale). Wichtiger w&auml;re wahrscheinlich, und das schreiben Sie ja auch, eine gest&auml;rkte Rolle der Gesundheits&auml;mter, welche nach dem bestehenden Infektionsschutzgesetz Ausscheider in Quarant&auml;ne schickt und hier das Infektionsgeschehen angemessen &uuml;berwacht &ndash; davon ausgehend, dass v.a. symptomatische Personen (d.h. mit realen Erk&auml;ltungssymptomen) relevant f&uuml;r das (reale!) Infektionsgeschgehen sein d&uuml;rften siehe auch: <a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pmc\/articles\/PMC7219423\/\">ncbi.nlm.nih.gov\/pmc\/articles\/PMC7219423\/<\/a><\/li>\n<\/ol><p>Vielleicht waren meine Gedanken auch etwas zu viel in einem f&uuml;r einen einzigen Artikel. Ging mir nur durch den Kopf&hellip;;-)<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nN. Zinke<\/p><p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Lieber Herr Z.,<\/em><\/p><p><em>sch&ouml;nen Dank f&uuml;r den Leserbrief. Ich bem&uuml;he mich, Ihre Fragen und Anregungen aufzugreifen &hellip;<\/em><\/p><blockquote><p>\n1) Sie nehmen eine konstante CFR &uuml;ber den ganzen Zeitraum betrachtet von 0,5% an. Das ist aus meiner Sicht zu hinterfragen. Insbesondere, wenn Sie eine viel h&ouml;here tats&auml;chliche Durchseuchung im Fr&uuml;hjahr annehmen als heute (trotz der damaligen faktisch viel niedriger liegenden Testungen bzw. Positivenzahl) &ndash; was zwar plausibel ist aufgrund der sehr viel h&ouml;heren Todesrate &ndash; dann ist es ja aber auch m&ouml;glich, dass sich bereits eine gewisse Immunisierung selbst bei den vulnerablen Personen eingestellt hat., welche schwere Verl&auml;ufe\/Todesf&auml;lle abmildert\/vermeidet.\n<\/p><\/blockquote><p><em>Diese M&ouml;glichkeit besteht theoretisch, w&uuml;rde aber &ndash; um wirklich messbar zu sein &ndash; eine sehr gro&szlig;e &bdquo;Durchseuchung&ldquo; voraussetzen. Die von mir spekulativ genannten zwei Millionen Infizierten beziehen sich auf den gesamten Zeitraum und entsprechen gerade einmal 2,5% der Bev&ouml;lkerung. Dass da die Immunisierung einen gro&szlig;en Effekt bei der abnehmenden Sterblichkeit haben k&ouml;nnte, halte ich f&uuml;r unwahrscheinlich.&nbsp;<\/em><\/p><blockquote><p>\nIn der &ldquo;ersten&rdquo; Welle hat es vermutlich auch die besonders Schwachen leider t&ouml;dlich getroffen &ndash; das w&auml;re eine interessante, aber aufschlussreiche These, ob dem so war&hellip;\n<\/p><\/blockquote><p><em>Das war sicherlich so. Den gleichen Effekt kennt man bei anderen Krankheiten (Grippe) und Klimaereignissen (v.a. Hitzewellen). Aber auch hier steht die vergleichsweise geringe &bdquo;Durchseuchung&ldquo; m.E. einem nennenswerten Effekt im Weg.&nbsp;<\/em><\/p><blockquote><p>\nIch w&uuml;rde also die Vermutung anstellen, dass bereits eine gewisse Immunisierung in der Bev&ouml;kerung seit Fr&uuml;hjahr eingesetzt hat (z.B. durch T-Zellen-Immunit&auml;t, nicht nur Antik&ouml;rper). Weitere Merkmale, z.B. verbesserte Behandlungsregime, k&ouml;nnten hier ebenfalls die tats&auml;chliche CFR abgesenkt haben im Vergleich zum Fr&uuml;hjahr. Das w&uuml;rde bedeuten, dass Covid im Fr&uuml;hjar &ldquo;noch&rdquo; gef&auml;hrlicher war in unserer Population als heute. Insgesamt scheint Covid aber nicht besonders gef&auml;hrlich zu sein (so meine eigene Einsch&auml;tzung). Daher nehme ich eine eher abnehmende CFR an, da in &ldquo;meinem&rdquo; Model m&ouml;gliche wachsende Hintergrund-Immunisierung ber&uuml;cksichtigt ist.\n<\/p><\/blockquote><p><em>Das ist ein guter und richtiger Gedanke, der jedoch (s.o.) nur dann wirklich messbare Auswirkungen hat, wenn wirklich viele Infektionen stattfinden. Das haben wir zumindest in Deutschland nicht. Selbst die wenigen zeitnahen Antik&ouml;rperstudien (T-Zellen-Immunit&auml;t wurde m.W. nie in einem repr&auml;sentativen Umfeld getestet) aus den &bdquo;Hotspots&ldquo; Heinsberg und Kupferzell sind da eher ern&uuml;chternd. Ganz anders sieht es freilich in L&auml;ndern\/Regionen aus, in denen die &bdquo;erste Welle&ldquo; sehr stark war, wie beispielsweise Indien.&nbsp;<\/em><\/p><blockquote><p>\nIn dieser &Uuml;berlegung ist v.a. auch ber&uuml;cksichtigt, dass sich Personen erneut anstecken k&ouml;nnen, aber dann I.d.R. eben einen milderen Verlauf erwarten. Dies sollte insbesondere f&uuml;r die vulnerablen Personen von gro&szlig;er Relevanz sein (= weniger Todesf&auml;lle = kleinere CFR). Aber ich bin nicht vom Fach &ndash; und vielleicht sind dies auch sachlich unzutreffende &Uuml;berlegungen. M&ouml;gliche Mutationen k&ouml;nnten weitere Gr&uuml;nde sein, warum die CFR vielleicht eben dynamisch zu sehen ist und eher ab- als zunahm.<br>\nDer Aspekt der m&ouml;glichen &ldquo;Herden&rdquo;-Immunisierung ist mir tats&auml;chlich der wichtigste &ndash; hier Licht ins Dunkel zu bringen ist auch deshalb geboten, da er der geplanten, aus meiner Sicht skandl&ouml;sen Massenimpfung mit einem voraussichtlich nicht ausreichend getesteten Impfstoff den Wind aus den Segeln nehmen k&ouml;nnte\/sollte.\n<\/p><\/blockquote><p><em>Selbst mit einer Impfung wird sich diese Frage stellen.<\/em><\/p><blockquote><p>\n2) Um aber wirklich absch&auml;tzen zu k&ouml;nnen, wie hoch die Durchseuchung ist, m&uuml;ssten repr&auml;sentative Testung in allen Bev&ouml;kerungsgruppen randomisiert &ndash; und das regelm&auml;&szlig;ig &ndash; durchgef&uuml;hrt werden.\n<\/p><\/blockquote><p><em>Richtig, aber das ist (noch) nicht m&ouml;glich. Tests auf T-Zellen-Immunit&auml;t sind aufw&auml;ndig und teuer und werden &bdquo;h&auml;ndisch&ldquo; in Labors vorgenommen. Die Kapazit&auml;ten geben es nicht her, hier wirklich gro&szlig;e randomisierte Testreihen zu starten. Schnelltests und\/oder automatisierte Testverfahren &aacute; la PCR sind m.W. in der Entwicklung aber noch nicht marktreif.&nbsp;<\/em><\/p><blockquote><p>\nUm eine Populationsaussage zu machen, muss mit standardisierten Verfahren gerarbeitet werden (Messinstrumente mit gleichen Standards an repr&auml;sentativen, gro&szlig;en, wiederholt erhobenen Stichproben). Es ist &uuml;berhaupt nicht nachvollziehbar und m.E. ein politischer Skandal, dass zwar wie wild inzwischen millionenfach selektiv getestet wird, aber bislang keine randomisierten Stichproben vorliegen. Dies w&auml;re auch notwendig, um die Falschpositivenrate seri&ouml;s absch&auml;tzen zu k&ouml;nnen. Sie schreiben ja auch von den Antik&ouml;rper-Studien. Kritiker gehen davon aus, dass wir es z.T. zumind. mit testpandemischen Zahlen zu tun haben. Insbesondere, wenn Sie davon ausgehen, dass die tats&auml;chliche Anzahl der Infizierten heute deutlich geringer ist, dann ist die Aussagekraft der PCR-Tests im Allgemeinen umso mehr anzuzweifeln.\n<\/p><\/blockquote><p><em>Warum? Das hat ja nichts mit dem Test als solchen, sondern mit der Auswahl\/Durchf&uuml;hrung und mehr noch mit der Interpretation dieser Tests zu tun. Diese Tests k&ouml;nnen bestenfalls das aktuelle Infektionsgeschehen darstellen, sind aber nutzlos, wenn es um die Frage geht, wie viele Menschen vor mehreren Wochen infiziert waren.<\/em><\/p><blockquote><p>\nDas ist ein Umstand, der in Ihrem Artikel fehlt. Das wiegt v.a. auch deshalb stark, da ma&szlig;gebliche politische Entscheidungen an dem fragw&uuml;rdig zustande gekommenen PCR-Testergebnissen &ldquo;h&auml;ngen&rdquo;&hellip;<\/p>\n<p>3) Sie schreiben, dass Covid ein sehr eindeutiges Krankheitsbild habe. Da bin ich anderer Auffassung, insbesondere, wenn es um die Ermittlung der &ldquo;Covid-Toten&rdquo; angeht. Hier werden mi einer hohen Dunkelziffer vermutlich auch Personen erfasst, welche v.a. &ldquo;mit&rdquo; und nicht zwingend &ldquo;an&rdquo; Covid gestorben sind.\n<\/p><\/blockquote><p><em>Nun, das ist bei jeder Krankheit so. Es stirbt auch niemand &bdquo;am Influenzavirus&ldquo;, sondern meist an Pneumonien. Die meisten Krebspatienten sterben an Multiorganversagen und und und.<\/em><\/p><blockquote><p>\nSch&auml;tzungen gehen davon aus, dass lediglich 6% der Corona-Toten rein urs&auml;chlich am Virus selbst gestorben sind, d.h. ohne vorhandene Vorerkrankungen.\n<\/p><\/blockquote><p><em>Welche Sch&auml;tzungen sind das? Die deutschen Pathologen sagen dezidiert etwas anderes:<\/em><br>\n<em><a href=\"https:\/\/www.aerzteblatt.de\/nachrichten\/115799\/COVID-19-bei-Mehrzahl-der-Betroffenen-auch-die-Todesursache\">aerzteblatt.de\/nachrichten\/115799\/COVID-19-bei-Mehrzahl-der-Betroffenen-auch-die-Todesursache<\/a><\/em><\/p><blockquote><p>\nCorrektiv versucht das Ganze nat&uuml;rlich anders im Sinne der Ma&szlig;nahmen-Bef&uuml;rworter darzustellen, aber das kennen wir;-) Ihre Grafik zeigt ja die entsprechende Korrelation des absolute Mortalit&auml;ts-Risiko mit Alter\/Vorerkankungen zudem sehr deutlich&hellip;Die Kausalit&auml;tsfrage ist eben auch ein entscheidender Faktor f&uuml;r die Begr&uuml;ndung des Ma&szlig;nahmen-Regimes.\n<\/p><\/blockquote><p><em>Das sind verschiedene Themen. Richtig ist, dass der besondere Schutz der Risikogruppen im Fokus stehen sollte, es aber nicht tut.<\/em><\/p><blockquote><p>\n4) Sie gehen auf den Unsinn des Lockdowns ein &ndash; das ist gut. Hier w&auml;re vielleicht noch w&uuml;nschenswert gewesen, zu zeigen, dass der Lockdown als Ma&szlig;nahme an sich praktisch kaum einen gezielten Effekt hatte, wie man i.&Uuml;. im L&auml;ndervergleich, aber auch einer aktuellen Studie entnehmen kann (<a href=\"https:\/\/www.aier.org\/article\/lockdowns-and-mask-mandates-do-not-lead-to-reduced-covid-transmission-rates-or-deaths-new-study-suggests\/\">aier.org\/article\/lockdowns-and-mask-mandates-do-not-lead-to-reduced-covid-transmission-rates-or-deaths-new-study-suggests\/<\/a>), stattdessen aber bereits jetzt gravierende Kollateralsch&auml;den.\n<\/p><\/blockquote><p><em>Auch wenn ich der Grundaussage zustimme, habe ich mit solchen Studien immer meine Probleme, da man nicht trennscharf unterscheiden kann, welche Effekte &bdquo;durch&ldquo; den Lockdown eingetreten sind. Sagen wir es mal ein wenig polemisch: Die Bilder aus Bergamo hatten sicher eine gr&ouml;&szlig;ere Wirkung auf das Infektionsgeschehen als der Lockdown, da sich die Menschen auch ohne Vorschriften danach vorsichtiger verhalten haben. Aber das ist ein anderes Thema.<\/em><\/p><blockquote><p>\n5) Daran ankn&uuml;pfend sind auch die jetzigen (geplanten, aber z.T. umgesetzten) Ma&szlig;nahmen sehr kritisch zu hinterfragen (Maskenpflicht im Freien, Beherbungsverbot, amtliche Denunzationsportale). Wichtiger w&auml;re wahrscheinlich, und das schreiben Sie ja auch, eine gest&auml;rkte Rolle der Gesundheits&auml;mter, welche nach dem bestehenden Infektionsschutzgesetz Ausscheider in Quarant&auml;ne schickt und hier das Infektionsgeschehen angemessen &uuml;berwacht &ndash; davon ausgehend, dass v.a. symptomatische Personen (d.h. mit realen Erk&auml;ltungssymptomen) relevant f&uuml;r das (reale!) Infektionsgeschgehen sein d&uuml;rften siehe auch: <a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pmc\/articles\/PMC7219423\/\">ncbi.nlm.nih.gov\/pmc\/articles\/PMC7219423\/<\/a>\n<\/p><\/blockquote><p><em>Dem stimme ich wiederum vorbehaltlos zu. Zu Erg&auml;nzen w&auml;re der (freiwillige) Schutz der Risikogruppen, der immer noch im Verh&auml;ltnis zu den m.E. unsinnigen Ma&szlig;nahmen (wie Sie sie ja aufz&auml;hlen) eine viel zu kleine Rolle einnimmt.&nbsp;<\/em><\/p><blockquote><p>\nVielleicht waren meine Gedanken auch etwas zu viel in einem f&uuml;r einen einzigen Artikel. Ging mir nur durch den Kopf&hellip;;-)\n<\/p><\/blockquote><p><em>Im Gegenteil. Was die Immunit&auml;t angeht, bin ich jedoch anderer Meinung. Aber das kann sich &auml;ndern, wenn andere Zahlen vorliegen, die auf eine gr&ouml;&szlig;ere Immunit&auml;t hinweisen, als bislang angenommen. Ich verfolge die Studien da sehr aufmerksam und werde sicher auf den NachDenkSeiten nachlegen, wenn es da belastbare Zahlen gibt.<\/em><\/p><p><em>Beste Gr&uuml;&szlig;e<\/em><br>\n<em>Jens Berger<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes Nachdenkseiten-Team,<\/p><p>Gern lese ich Ihre Beitr&auml;ge und auch die Auswertungen zu Corona sind lesenswert.<br>\nTrotzdem halte ich eine Hochrechnung der Infizierten anhand der Todeszahlen f&uuml;r falsch.<\/p><p>Mein Hauptargument ist, dass der ausgeschlossenen Risiken. Also alte Menschen in Altenheimen sind Fr&uuml;hjahr vermehrt gestorben, weil es zun&auml;chst keinerlei Schutz gab und auch Menschen, von denen man glaubt, dass sie nicht an Corona leiden, wieder in die Altenheime geschickt wurden. Dort konnte sich dann das Virus aber sehr schnell und ungehemmt verbreiten und die so schon immunschwachen Menschen sind dann auch vermehrt gestorben.<br>\nAuch wurden in Italien und New York leichtere Corona-F&auml;lle dezidiert in Altenheimen untergebracht, da man keine anderen M&ouml;glichkeiten der Versorgung hatte bzw. wahrnehmen wollte.<\/p><p>Eine verbesserte Therapie erh&ouml;ht die &Uuml;berlebenschancen. Man ist jetzt nicht mehr der Meinung, dass so schnell wie m&ouml;glich beamtet werden soll, da die Beatmung &uuml;ber l&auml;ngere Zeit selbst ein erh&ouml;htes Lebensrisiko darstellt.<\/p><p>Die Infektionszahlen werden k&uuml;nstlich hoch gehalten, weil man gar nicht weiss wieviele falsch positive F&auml;lle es gibt. Solange die Durchseuchungsrate sehr gering ist, ist die Anzahl der falsch positiven Befunde keinesfalls zu untersch&auml;tzen. Nur leider gibt es keine Methode den Test an sich noch einmal zu &uuml;berpr&uuml;fen.<\/p><p>Trotzdem denke ich, dass die Tendenz, dass im Fr&uuml;hjahr wesentlich mehr Menschen an Corona (und mit Corona) gestorben sind stimmt, Corona aber trotzdem nicht das Todesvirus ist.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nS. Bernstein<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"donateNotice\"><p>Die Zugriffe bei den NachDenkSeiten wachsen. Die Arbeit w&auml;chst. Und auch der Aufwand. Wir bitten (auch) unsere neuen Leserinnen und Leser um Unterst&uuml;tzung.<br><a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=7726\">Das geht so ...<\/a><\/p><\/div><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger<br>\n&nbsp;<br>\nzu Ihrem Artikel einige Anmerkungen meinerseits.<\/p><p>Nach den vielen Ungereimtheiten bez&uuml;glich der &bdquo;Handelnden&ldquo; seit Beginn der &bdquo;Corona- Kriese&ldquo; frage ich mich oft, was hier abl&auml;uft.<\/p><p>Immer wieder f&auml;llt mir auf, wie mit Zahlen jongliert wird. Offensichtlich passt gegenw&auml;rtig die Anzahl der Toten nicht mit der der positiv Getesteten zusammen.<\/p><p>Gerade zum Zeitpunkt an dem weitere Versch&auml;rfungen der Corona-Ma&szlig;nahmen den Gl&auml;ubigen &uuml;bergeholfen werden sollten, gab es pl&ouml;tzlich eine Tagesrate von &uuml;ber 40 Toten.<br>\nDass die Zahl manipuliert wurde, konnte man an folgenden Tagen in den Listen nachvollziehen. Still und heimlich wurde die Anzahl der Toten in den Listen des RKI wieder nach unten korrigiert.<br>\nSo z.B. geschehen vom 18.10.2020 zum 19.10.2020 f&uuml;r das Land Brandenburg (von 179 auf 172). Man kann also unterstellen, dass die hohe Anzahl bewusst falsch dargestellt wurde!<br>\nVerwunderlich ist auch, wenn man sich die t&auml;glichen aktuellen Listen des RKI ansieht. In der Reihenfolge der Liste, werden die einzelnen L&auml;nder untereinander st&auml;ndig hin und hergeschoben. Eine sinnvolle nachvollziehbar Darstellung sieht anders aus. Ob man das nicht kann oder nicht will, dar&uuml;ber kann sich Jeder selbst einen Reim machen.<\/p><p>Weiter noch ein paar Zahlen:<br>\nIn der Stadt Leipzig sind laut RKI bisher 13 Personen an oder durch Corona gestorben; pikant ist dabei, dass die oder der 13. Tote schon vor 2-3 Monaten gestorben ist und wie Wunder erst k&uuml;rzlich nach einer Obduktion positiv getestet wurde. Bei ca. 600.000 Einwohner sterben im Jahr ca. 8.500 Personen (1\/70tel.) d.h. bisher sind in Leipzig im Jahr 2020 ca. 0,15 % an Corona gestorben; in ganz Sachsen sind es bisher ca. 0,5 %.<br>\nWoran sind die anderen 99,5 % gestorben? Sicher nicht an Altersschw&auml;che. Welche Ursachen oder Krankheiten sind es neben Unf&auml;llen dann? Vielleicht sterben sie an Krankenhauskeimen, Sepsis, falscher Behandlung, sch&auml;dlichen Medikamenten (rote Handbriefe)? &nbsp;<br>\nWarum sorgen sich nicht auch hier unsere &bdquo;f&uuml;rsorglichen Regierenden&ldquo;? Vielleicht weil sie selbst nicht mehr so viel zu sagen haben; an ihren Pfr&uuml;nden h&auml;ngen?<br>\n&nbsp;<br>\nWarum gibt es so Viele, die nicht hinterfragen und alles glauben?<br>\nMeine Antwort dazu: &ndash; man hat es nicht gelernt logisch zu denken, vielen f&auml;llt es vielleicht auch schwer; -es ist einfacher immer der vorgebenden Meinung hinterherzulaufen, dann eckt man nicht an und kommt auch in der Karriere weiter, f&uuml;r Wahlen habe ich den Wahl-O-Mat der sagt mir welche Partei ich w&auml;hle, &ndash; mir geht es gut (zu gut), werde gut bezahlt, habe eine gute Rente, mit der Regierung bin ich deshalb zufrieden, jede &Auml;nderung ist eine Gefahr f&uuml;r mich; -die mediale Berieselung, Meinungsbeeinflussung und Verdummung hat ihren Zweck erf&uuml;llt, eine entsprechende notwendige Nachsteuerung um das Volk gef&uuml;gig zu machen, erfolgt ja st&auml;ndig.<br>\n&nbsp;<br>\n&Uuml;brigens kann man Meinungen in den Medien einfach manipulieren. F&uuml;r Geld machen Trolle gedankenlos alles; sie sind ja anonym. Auch einen Shitstorm kann man so inszenieren. Deshalb w&uuml;rde ich mir nach einer solchen Veranstaltung weniger Gedanken machen, ob dies wirklich die &uuml;berwiegende Meinung ist.<br>\n&nbsp;<br>\nDanke, dass es die NDS gibt, so komme ich &uuml;ber den Tag und wei&szlig; auch so von den vielen denkenden Gleichgesinnten.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e I. R.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes NDS-Team,<br>\n&nbsp;<br>\nder heutige Artikel von Jens Berger &ldquo;Covid-19-Daten&rdquo; verdeutlicht wieder einmal, wie guter, neutraler und relativierender Journalismus aussehen m&uuml;sste.<br>\nVielen Dank f&uuml;r die gute Recherche, die sehr wahrscheinlich von den Medien gemieden wird&hellip;<br>\n&nbsp;<br>\nDaher w&auml;re ich f&uuml;r einen Aufruf zur Werbung f&uuml;r&nbsp;NDS, indem die Leser gebeten werden, diesen Artikel, oder einen anderen, mehrmals auszudrucken und in der Bahn liegen zu lassen. Diese Art der Werbung d&uuml;rfte einen guten Erfolg haben!<br>\n&nbsp;<br>\nTrotz der Zustimmung habe ich ein paar Fragen und Anregungen, um das Thema weiter zu analysieren:<\/p><ul>\n<li>Wie sah die Krankenhaussituation&nbsp;w&auml;hrend der Grippe 2017\/2018 genauer aus?<\/li>\n<li>Wie sah diese in Italien, Frankreich und Spanien aus?<\/li>\n<li>Wie waren die Todeszahlen in Italien, Frankreich und Spanien in 2017\/2018?<\/li>\n<\/ul><p>&nbsp;<br>\nIn den letzten 10 Jahren habe ich alle ihre Hinweise des Tages und viele weitere Artikel gelesen und bin weiterhin &uuml;berzeugt, dass ich bei Ihnen bestens informiert werde&nbsp;und alle anderen Medien deutlich kritischer sehe.&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\nVielen Dank daf&uuml;r.<br>\n&nbsp;<br>\nMeine j&auml;hrliche Spende ist super investiert!<br>\nIhr A. Z.<\/p><p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Lieber A.Z.,<\/em><\/p><p><em>Sch&ouml;nen Dank f&uuml;r den netten Leserbrief. Auf Ihre konkreten Fragen habe ich jedoch keine wirklich ausreichenden Antworten &hellip;<\/em><\/p><p><em>&ndash; Wie sah die Krankenhaussituation&nbsp;w&auml;hrend der Grippe 2017\/2018 genauer aus?<\/em><\/p><p><em>Ob es da eine zentrale Statistik gibt, kann ich Ihnen nicht einmal sagen. Fest steht, dass die Gesamtauslastung in den Krankenh&auml;usern w&auml;hrend der Grippewelle &bdquo;angespannt&ldquo; war und regional sogar ein Aufnahmestopp verh&auml;ngt werden musste &ndash; sowohl f&uuml;r die Akut- als auch f&uuml;r die Intensivmedizin. Damals wurde jedoch auch und vor allem die Personalknappheit in diesem Kontext thematisiert &ndash; zumal offenbar das ohnehin schon ausged&uuml;nnte Personal sich h&auml;ufig selbst mit der Grippe infizierte und ausfiel.&nbsp;<\/em><\/p><p><em>&ndash; Wie sah diese in Italien, Frankreich und Spanien aus?<\/em><\/p><p><em>Vor allem Italien (und hier besonders der Norden) weist generell im Winter eine deutliche &Uuml;bersterblichkeit aus, da hier die Krankenhauskapazit&auml;ten und der Altersdurchschnitt sehr problematisch sind.&nbsp;<\/em><\/p><p><em>&ndash; Wie waren die Todeszahlen in Italien, Frankreich und Spanien in 2017\/2018?<\/em><\/p><p><em>Hier verweise ich am besten auf die &Uuml;bersterblichkeitsstatistik von Euromomo, die die gesamte EU (inkl. UK aber ohne Deutschland) umfasst. Wie Sie sehen, gab es im Winter 17\/18 eine europaweite &Uuml;bersterblichkeit, die sich jedoch (anders als im Fr&uuml;hjahr 2020 bei Corona) &uuml;ber die gesamte Wintersaison verteilt hat.<\/em><\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/201021_Leserbriefe_Covid_01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/201021_Leserbriefe_Covid_01.png\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p><em>beste Gr&uuml;&szlig;e<\/em><br>\n<em>Jens Berger<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>vorneweg erstmal herzlichen Dank f&uuml;r ihre fundierten und sachlichen Analysen, die mir immer wieder helfen Themen auch von anderer Warte aus zu sehen.<\/p><p>Ich m&ouml;chte gerne zu ihrer Analyse folgenden Aspekt beisteuern, der aus meiner Sicht vernachl&auml;ssigt wird, nichtsdestotrotz aber eine sehr gro&szlig;e Auswirkung auf die Covid-19 Zahlen des PCR-Tests hat.<\/p><p>Bei jedem Test auf biologische Erreger werden zwei statistische Kenngr&ouml;&szlig;en ermittelt, hierzu gibt es ein sehr gutes Video von Professor Dr. Haditsch, in dem das Einmaleins der Test-Statistik erkl&auml;rt&nbsp; wird (<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=blcESfa0V1w)\">youtube.com\/watch?v=blcESfa0V1w<\/a>).<\/p><p>1. Sensitivit&auml;t des Testes<\/p><p>Diese Kenngr&ouml;&szlig;e gibt an mit welcher Empfindlichkeit das Gesuchte gefunden wird, im Falle von Covid-19 wie zuverl&auml;ssig der Erreger in den Proben erkannt wird. Wenn in einer Testmenge von 1000 Personen 10 Probanden infiziert sind, w&uuml;rden diese 10 Personen bei 100% Sensitivit&auml;t alle erkannt werden.<\/p><p>2. Spezifit&auml;t des Testes<\/p><p>Diese Kenngr&ouml;&szlig;e gibt an, mit welcher Genauigkeit der Test nur das erkennt, wonach gesucht wird oder anders herum gesagt, wieviele falsch-positive Ergebnisse werden gefunden. Diese Kenngr&ouml;&szlig;e hat die gr&ouml;&szlig;ere Auswirkung auf die Anzahl der positiv Getesteten.<\/p><p>Bei einer Spezifit&auml;t von 99% wird 1% falsch positive Ergebnisse gefunden, was nicht dramatisch klingt, aber abh&auml;ngig von den Rahmenbedingungen (Wieviele Infizierte sind in der Testmenge?) ziemlich ins Gewicht geht.<\/p><p>Zum Beispiel werden aktuell &uuml;ber eine Million Test pro Woche durchgef&uuml;hrt. Bei einer Durchseuchung (Anzahl Covid-19 Infizierter in der Testmenge) von 1% w&uuml;rden demgem&auml;&szlig; bei einer Sensitivit&auml;t von 100% bei 1 Million Tests 10000 positive Ergebnisse f&uuml;r das Kriterium Sensitivit&auml;t gefunden. Allerdings w&uuml;rden bei einer Spezifit&auml;t von 99% eben auch dieses 1 % an falsch positiven Ergebnisse erzeugt. Dann hat man 10000 wirklich Infizierte und 10000 Falsch-Positive, oder anders gesagt, jeder 2 positive Test ist falsch. Je geringer die Durchseuchung, desto h&ouml;her wird der Anteil der Falsch-Positiven und ein Prozentwert von &lt;= 1% wird aktuell von den Epidemiologen als realistisch angesehen. Im Zeitraum M&auml;rz \/ April war der Durchseuchungsgrad bei den Getesteten sicherlich h&ouml;her, da man nur Menschen mit Symptomen getestet hat.\n\nVon den wirklich 10000 Infizierten sind dann zudem vermutlich noch 85-90 % symptomlos und vermutlich nicht ansteckend, dh. es w&uuml;rden 1000 Menschen wirklich infiziert, dh. krank sein und davon w&uuml;rde wieder ein guter Teil hospitalisiert werden. Aktuell (Stand 19.10.20) sind laut Intensivregister 851 Personen mit Covid-19 in intensivmedizinischer Behandlung. Diese Zahlen h&ouml;ren sich doch irgendwie weniger bedrohlich an.\n\n99% Spezifit&auml;t ist laut Professor Dr. Haditsch ein extrem guter Wert, der vermutlich in der Praxis nicht erreicht wird. Jetzt ver&ouml;ffentlicht das RKI aber immer die Zahlen aller positiv Getesteten, dh. die Zahl wird weder bereinigt um die falsch-positiven Ergebnisse noch um die Zahl der mehrfach Getesteten nach einer Quarant&auml;ne.\n\nAllein daran erkennt man, dass die Zahl der positiv Getesteten eigentlich nur als begleitende Kenngr&ouml;&szlig;e betrachtet werden d&uuml;rfte. Letztendlich entscheidend sollte die Kapazit&auml;t des Gesundheitswesen sein und das hei&szlig;t, wieviele Betten f&uuml;r intensivmedizinische Betreuung stehen zur Verf&uuml;gung. Deutschland war hier zu keiner Zeit auch nur ann&auml;hernd am Limit.\n\nJetzt stellt sich die Frage, warum die handelnden Personen in Politik bzw. das RKI diese Zusammenh&auml;nge nicht sehen. Nicht-Wissen scheidet meiner Meinung nach aus, eine andere Erkl&auml;rung w&auml;re, dass sie sich verrannt haben und sich nicht trauen zur&uuml;ck zu rudern. Das k&ouml;nnte sein, weil man aktuell alle Karten auf den Impfstoff setzt. Man k&ouml;nnte dann nachdem ein gewisser Prozentsatz der Bev&ouml;lkerung geimpft ist elegant die Ma&szlig;nahmen zur&uuml;cknehmen und sagen der Impfstoff war die L&ouml;sung, falls er nicht zuviele Kollateralsch&auml;den anrichtet.\n\nDann w&auml;re noch die M&ouml;glichkeit der Absicht, was ich vor ein paar Monaten noch sehr bezweifelt h&auml;tte, aber mittlererweile w&uuml;rde ich das nicht mehr ausschlie&szlig;en.\n\nWenn man sich&nbsp; verschiedene aktuell publizierte Erkl&auml;rungstheorien f&uuml;r das aktuelle Handeln der Politik (in den Leitmedien auch \"Verschw&ouml;rungstheorien\" genannt) ansieht:\n\n\n<\/p><ul>\n<li>Event 201 von Paul Schreyer<\/li>\n<li>Weltwirtschaftstreffen Davos 2020 &ndash; The Great Reset<\/li>\n<li>Die Einsch&auml;tzungen von Ernst Wolff bzgl. Finanzkrise<\/li>\n<li>&hellip;<\/li>\n<\/ul><p>dann kommt man doch ins Zweifeln.<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nMartin Stengel<\/p><p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Sehr geehrter Herr Stengel,<\/em><\/p><p><em>sch&ouml;nen Dank f&uuml;r Ihren Leserbrief. Inhaltlich muss ich Ihnen jedoch zum Teil widersprechen. Auf das Problem der Spezifit&auml;t sind wir ja bereits im Juni eingegangen:&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61836\">nachdenkseiten.de\/?p=61836<\/a><\/em><\/p><p><em>Ich bin jedoch sehr vorsichtig, hier konkrete Zahlen zu nennen und in die Daten des RKI einflie&szlig;en zu lassen. Warum? Falsch positive Ergebnisse sind zwar technisch bedingt, lassen sich aber durch eine korrekte Durchf&uuml;hrung der Tests (Best&auml;tigungstests auf anderen Gensequenzen und\/oder mit anderen Testkits) auf so gut wie null minimieren. Anders lie&szlig;e sich auch nicht erkl&auml;ren, warum vor allem im Sommer regional nahezu alle Tests negativ ausfielen.&nbsp;In Mecklenburg-Vorpommern wurden z.B. im Juni 61.498 Tests vorgenommen, von denen nur 50 positiv ausfielen &ndash; das ist eine Positivquote von 0,08%. Somit kann die rechnerisch h&ouml;chste FRP ja auch nur bei 0,08% liegen und dann w&auml;ren wirklich alle dieses Tests falsch, was ja auch kaum anzunehmen ist. In Neuseeland gab es sogar &uuml;ber viele Wochen trotz gro&szlig;er Testanstrengungen keinen einzigen positiven Fall. Mir scheint also, dass das Problem FPR zwar theoretisch relevant ist, sich in der Praxis aber kaum als relevant darstellt. Zumindest empirisch kann ich daf&uuml;r keinen Hinweis sehen.&nbsp;<\/em><\/p><p><em>Beste Gr&uuml;&szlig;e<\/em><br>\n<em>Jens Berger<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>zu Ihrem o.g. Artikel m&ouml;chte ich anmerken, dass der Unterschied zwischen CFR und IFR nicht darin besteht, dass bei der IFR die &ldquo;Dunkelziffer&rdquo; mit erfasst wird &ndash; das w&auml;re kaum m&ouml;glich, sondern darin, dass die IFR, anders als die CFR, auch asymptomatisch Infizierte einschlie&szlig;t.<\/p><p>Anders gesagt enth&auml;lt die IFR auch alle jene PCR-Positiven, die keine Krankheitssymptome ausbilden, w&auml;hrend die CFR ausschlie&szlig;lich wirklich Erkrankte (mit Krankheitssymptomen) erfasst. Bekanntlich bleibt ein sehr gro&szlig;er Teil der PCR-Positiven asymptomatisch, weshalb die IFR dramatisch niedriger als die CFR liegt (nach dem neuesten WHO-Bulletin betr&auml;gt sie weltweit durchschnittlich 0,23% und in Deutschland eher nahe 0,09% aber h&ouml;chstens 0,2% &ndash; f&uuml;r unter 70j&auml;hrige weltweit nicht mehr als 0,05% und ist damit, was Deutschland betrifft, im Bereich einer milden! Grippesaison). Hier ist zu ber&uuml;cksichtigen, dass in der Studie alle gemeldeten &ldquo;Coronatoten&rdquo; auch als solche gez&auml;hlt wurden, ohne auf Falschdeklarationen (siehe unten!) abzustellen. Mit bereinigten Verstorbenenzahlen w&uuml;rden sich noch viel geringere Werte ergeben (nat&uuml;rlich dann auch f&uuml;r die CFR).<\/p><p>Trotzdem haben Sie insofern recht, dass die Werte vom Fr&uuml;hjahr nicht mit denen vom Herbst vergleichbar sind. Denn im Fr&uuml;hjahr wurden vor allem symptomatische F&auml;lle getestet, die Pr&auml;valenz lag also viel h&ouml;her als jetzt, und deshalb liegen die Zahlen von M&auml;rz\/April zwangsl&auml;ufig n&auml;her an der CFR (mit 9% Testpositiven allerdings auch nicht sehr nahe) als an der IFR. <\/p><p>Was jetzt bei der wilden Massentesterei ohne Voraussetzungen wie Krankheitssymptome ermittelt wird, liegt hingegen n&auml;her an der IFR, weil eben auch viel mehr asymptomatische F&auml;lle dabei sind (Positivrate lange um 1%, inzwischen etwas mehr, aber l&auml;ngst keine 9%).<\/p><p>Insgesamt stellt die aktuelle Teststrategie viel mehr auf die IFR als auf die CFR ab, weshalb man &ndash; wie es auch die WHO tut &ndash; die IFR betrachten sollte. Sie beschreibt zudem viel besser das gesamtgesellschaftliche Risiko. Die CFR ist eher als Ma&szlig; f&uuml;r den medizinischen Behandlungserfolg interessant, weniger f&uuml;r das Risiko, aufgrund einer Infektion zu versterben (weil diese eben sehr oft v&ouml;llig folgenlos bleibt und nicht einmal zur Krankheit f&uuml;hrt).<\/p><p>Daneben gibt es noch einige weitergehende Erkl&auml;rungsans&auml;tze f&uuml;r die relativ hohe Anzahl von &ldquo;Coronatoten&rdquo; im Fr&uuml;hjahr. Dazu geh&ouml;ren recht krasse Fehlbehandlungen, z.B. Verwendung falscher Medikamente (wie HQC) in &Uuml;berdosierungen und zu fr&uuml;he, zu intensive und zu langanhaltende Intubation, weil das medizinische Personal Angst vor eigener Ansteckung hatte (besonders in Italien, Spanien und den USA). Bis heute unbefriedigend ist die Erfassung von &ldquo;Coronatoten&rdquo;. Diese hatten in Italien durchschnittlich 3, in den USA immer noch 2,6 potenziell t&ouml;dliche Vorerkrankungen, wurden aber stets als &ldquo;Coronatote&rdquo; gez&auml;hlt. In den USA sind laut CDC lediglich 9000 von 200000 Menschen an Corona gestorben, die keine Vorerkrankungen hatten. Das Verh&auml;ltnis d&uuml;rfte in Deutschland nicht viel anders sein. In Gro&szlig;britannien wurde jeder als &ldquo;Coronatoter&rdquo; gez&auml;hlt, der irgendwann einmal positiv getestet wurde, unabh&auml;ngig davon, ob die Infektion bzw. Krankheit zum Todeszeitpunkt &uuml;berhaupt noch bestand. Die Beh&ouml;rden korrigieren die Zahlen gerade nach unten. Auch die Abgrenzung zur saisonalen Grippe, die die gleichen Symptome wie Covid-19 hat und mit dem Beginn von &ldquo;Corona&rdquo; in den Statistiken pl&ouml;tzlich auf null fiel, d&uuml;rfte ungen&uuml;gend gewesen sein. Man darf annehmen, dass viele &ldquo;Coronatote&rdquo; im Fr&uuml;hjahr eigentlich Grippetote waren, und genau dieses Szenario entsteht gerade (passend zur Jahreszeit) neu. Denn nat&uuml;rlich besiedeln sowohl Corona- als auch Grippeviren ihre Opfer, man darf annehmen, dass in vielen F&auml;llen beide gleichzeitig vorhanden sind. Intensiv gesucht wird aber ausschlie&szlig;lich nach Corona. So d&uuml;rften erneut Grippetote zu &ldquo;Coronatoten&rdquo; werden (Grippeviren wurden von der AG Influenza des RKI das Jahr &uuml;ber um den Faktor 100 h&auml;ufiger gefunden als SARS-CoV-2!).<\/p><p>Warum schreibe ich Ihnen das alles? Indem Sie auf die CFR und nicht auf die viel besser passende IFR abstellen, bedienen Sie leider die Reflexe der Coronapaniker, denn Quoten von 0,5 oder 0,6% aller Infizierten w&auml;ren erschreckend hoch, sie sind aber deutlich geringer, denn das Risiko, nach einer Infektion zu erkranken und zu versterben, liegt &ndash; wie oben gezeigt &ndash; viel, viel niedriger. Und das sollte nun endlich auch einmal so vermittelt werden, damit die unangebrachte Panik irgendwann ein Ende hat.<\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nDr. H. Demanowski<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>12. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Jens Berger, <\/p><p>danke f&uuml;r den Artikel. Dazu ein paar &Uuml;berlegungen.<br>\nVorweg: ich bin Programmierer und kein Mediziner, daher nicht fachliche Expertise, sondern nur logische &Uuml;berlegung mit angelesenem Wissen. <\/p><p>An Covid-19 sterben haupts&auml;chlich alte Menschen &ndash; oft jenseits der statistischen Lebenserwartung &ndash; mit multiplen Vorerkrankungen.<br>\nSARS-CoV-2 war da nur der Tropfen, der das Fass zum &Uuml;berlaufen brachte.<br>\nEinen (Gro&szlig;)-Teil von denen h&auml;tte vermutlich auch eine mittelpr&auml;chtige Influenza dahingerafft. <\/p><p>Mittlerweise weiss man auch, dass Anfangs oft falsch medikamentiert und sch&auml;dlicherweise intubiert wurde. <\/p><p>Am Beginn des Jahres ist die Sterblichkeit immer h&ouml;her.<br>\nLt. statistischem Bundesamt in ca. KW 10, also Anfang M&auml;rz.<br>\n<a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Themen\/Querschnitt\/Corona\/Gesellschaft\/bevoelkerung-sterbefaelle.html%20%20\">destatis.de\/DE\/Themen\/Querschnitt\/Corona\/Gesellschaft\/bevoelkerung-sterbefaelle.html<\/a><\/p><p>Egal, was die genaue Todesursache war, egal, ob an oder mit Corona:<br>\ndiejenigen, die im M&auml;rz gestorben sind, k&ouml;nnen im Juni nicht nochmal sterben. <\/p><p>Ergo geht die Kurve zun&auml;chst mal nach unten, um dann in der Hitzeperiode (Dehydrierung, Kreislaufkollaps) wieder leicht anzusteigen.<br>\nIn der warmen Jahreszeit spielt die Virusbelastung eher keine so grosse Rolle. <\/p><p>Jetzt sind wir auf dem Weg in die n&auml;chste Grippe-Saison; haben wir jedes Jahr.<br>\nAusserdem ist mittlerweile eine neue Kohorte in die Risikogruppe hineingewachsen.<br>\nDass da die Sterblichkeit wieder leicht zunimmt, finde ich rational erkl&auml;rbar und keinen Grund zur Panik. <\/p><p>Just my two cents. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nGero Klemm<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>13. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>ich danke Ihnen vielmals f&uuml;r Ihre unerm&uuml;dliche Aufkl&auml;rungsarbeit in Bezug auf die Covid-19 Daten!<\/p><p>Ihre Beitr&auml;ge erm&ouml;glichen es mir, das Thema immer wieder zu reflektieren und meine eigene Meinung in Frage zu stellen. Dies macht mir besonders viel Freude, da ich beruflich in der klinischen Forschung und dort genauer im Risikomanagement und zentralem Monitoring von Studiendaten t&auml;tig bin. Letzteres hat viel mit &ndash; Sie ahnen es schon &ndash; Statistik zu tun.<\/p><p>Durch eine eher untypische Kombination aus Pharmazie &amp; Public Health Studium bin ich heute mehr denn je der Meinung, dass gerade die (Un-)F&auml;higkeit, Gesundheit von verschiedenen Standpunkten aus zu betrachten und auch mal grundlegende Dinge der eigenen Sicht in Frage zu stellen, das ist was unsere Gesellschaft so spaltet.<\/p><p>Oben genannte F&auml;higkeit demonstrieren Sie sehr sch&ouml;n in Ihrem j&uuml;ngsten Beitrag: Wenn die einzelnen Sachverhalte nicht so richtig zusammenpassen, auch mal die Grundannahme in Frage stellen (Verl&auml;ssliche Neuinfektionszahlen im Fr&uuml;hjahr). Zu der Zeit im M&auml;rz hatte ich auch schon Bekannten und Freunden gesagt, sie sollen sich nicht so sehr an der Zahl der Neuinfektionen aufh&auml;ngen: &ldquo;Man kann eine Pandemie unm&ouml;glich live tracken&rdquo;. Da waren einfach zu viele unbekannte Variablen im Spiel, weshalb ich auch wie die Mehrheit anfangs bei allen Ma&szlig;nahmen mitgemacht und ihnen auch Sinnhaftigkeit beigemessen habe.<\/p><p>Nun ist die Lage im Herbst 2020 eine andere als im Fr&uuml;hjahr und viele Menschen wollen ihre bequeme Couch, dick gepolsteret durch die st&auml;ndige Wiederholung einseitiger Nachrichtenmeldungen, nicht mehr r&auml;umen. Zudem hat die Politik in Zusammenarbeit mit der Wissenschaft es auch immer noch nicht geschafft, sinnvolle Indikatoren f&uuml;r die sog. Corona-Ma&szlig;nahmen zu definieren. Dies &auml;rgert mich besonders, da es Teil meiner Anstellung ist VOR Studienbeginn alle n&ouml;tigen, sinnvollen und verf&uuml;gbaren Parameter in Indikatoren zu verbauen um w&auml;hrend der Durchf&uuml;hrung der Studien echte Notlagen fr&uuml;h erkennen zu k&ouml;nnen, aber auch um nicht die ganze Zeit in einem Sumpf an falsch-positiven Signalen stochern zu m&uuml;ssen (wie es jetzt mit Corona und der beginnenden allgemeinen Grippesaison der Fall ist). Mehrere Monate Vorlaufzeit inklusive eines nahezu ereignislosen Sommers h&auml;tten f&uuml;r unsere zahlreichen Experten und Politiker ausreichend sein m&uuml;ssen dies zu bewerkstelligen. Eine Schande!<\/p><p>Vielen Dank f&uuml;r die stets gut recherchierten und besonnenen Beitr&auml;ge!<\/p><p>Ihr langj&auml;hriger Leser<br>\nA. B.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>14. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger, <\/p><p>mit gro&szlig;em Interesse habe ich Ihren kritischen Bericht &bdquo;Covid-19-Daten &ndash; Wie viele Infektionen gab es im Fr&uuml;hjahr?&ldquo; gelesen. Unter &bdquo;kritisch&ldquo; verstehe ich, dass man verschiedene Kriterien bzw. Kennzahlen verwendet, um von einem Vorgang, hier die Pandemie ein m&ouml;glichst wirklichkeitsgetreues Abbild zu erhalten. Der Blick nur auf die Infektionszahlen bzw. positive Testergebnisse, wie es von den Medien und der Politik praktiziert wird, ergibt nur eine stark eingeschr&auml;nkte Betrachtungsweise. Um eine &Uuml;bersicht &uuml;ber die Ausbreitung des Virus zu erhalten, m&uuml;ssen repr&auml;sentative Probenahmen durchgef&uuml;hrt werden, was in der Produktions&uuml;berwachung, der analytischen Chemie, bei Wahlbefragungen u.a. tiefstes Basiswissen ist. Dies ist von mehreren Seiten immer gefordert worden. Der Virologe Streeck hat dies in seiner Heinsbergstudie exemplarisch vorgef&uuml;hrt. Er hat sie auch schnell publiziert, um einen ersten &Uuml;berblick &uuml;ber das Geschehen zu erhalten. Seine orientierende Hochrechnung &uuml;ber die Durchseuchung im Fr&uuml;hjahr stimmt erstaunlich gut mit Ihren Zahlen von ca. 2 Millionen &uuml;berein. Er hat auch die Letalit&auml;tsrate abgesch&auml;tzt, die deutlich niedriger lag als die von der WHO publizierte Zahl und f&uuml;r eine Risikoabsch&auml;tzung besser geeignet ist. F&uuml;r diese fr&uuml;he Ver&ouml;ffentlichung wurde er von den Leitmedien stark kritisiert. Von der Querschnittstudie in M&uuml;nchen sind bis jetzt keine Ergebnisse ver&ouml;ffentlicht worden, wahrscheinlich um nicht angreifbar zu sein. Aber zu sp&auml;te Ergebnisse n&uuml;tzen nichts. Bei Chemieunf&auml;llen arbeitet z.B. die Feuerwehr auch mit Vortests, um erste orientierende Hinweise in einer unsicheren Situation zu erhalten. Im Fr&uuml;hjahr ist mir das Buch &bdquo;Rationale Entscheidungen unter Unsicherheit&ldquo; von B. Fleischer et al. (Hrsg), erschienen 2019, aufgefallen. Dort beschreibt der Chefarzt Prof. Dr. Ansgar W. Lohse vom Universit&auml;tsklinikum Hamburg-Eppendorf, fast schon prophetisch die M&auml;ngel in Deutschland bei einer Epidemie (s. dort S. 54 ff): &bdquo;&hellip;Im Falle eines Ausbruchs muss das RKI in Abh&auml;ngigkeit des Krankheitsbildes einen ad hoc Expertenrat berufen, der neben Mikrobiologen, Hygienikern und Epidemiologen auch Kliniker, Krankenhausmanager und Vertreter der niedergelassenen &Auml;rzteschaft beteiligt. Um daf&uuml;r ausreichend Expertise zu haben, m&uuml;ssen mehr Infektiologen ausgebildet und vorgehalten werden. &hellip;Wir bezahlen ja auch die Feuerwehr nicht nach der Zahl und Gr&ouml;&szlig;e der Br&auml;nde, die sie k&auml;mpft &hellip;&ldquo;.<br>\nIch glaube, dass durch so eine Kommission die Meinungsf&uuml;hrerschaft nicht mehr bei den sogenannten Qualit&auml;tsmedien und bei den Politikern liegen w&uuml;rde, die wie oben geschildert nur eine sehr einseitige Sicht auf das Geschehen haben. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nJosef Ippisch<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>15. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<br>\n&nbsp;<br>\nvielen Dank f&uuml;r Ihren informativen Artikel. Eine Sache allerdings m&ouml;chte ich bem&auml;ngeln:<\/p><p>Sie schreiben anfangs: &ldquo;W&auml;hrend die Zahl der Todesopfer aufgrund der einschl&auml;gigen Symptome vergleichsweise geringe Fehler aufweisen d&uuml;rfte&hellip;&rdquo; Der Sinn dieser Aussage erschlie&szlig;t sich mir nicht. Meinen Sie mit &ldquo;Todesopfer&rdquo; die offizielle Zahl der sog. &ldquo;Coronatoten&rdquo;? Ihnen sollte doch bekannt sein, dass eben diese Zahl sehr umstritten ist; man behilft sich deshalb i.d.R. mit der Aussage: &ldquo;&hellip;an bzw. mit Corona gestorben&hellip;&rdquo; Wir wissen es halt nicht! Weiterhelfen k&ouml;nnte eine Betrachtung der &Uuml;bersterblichkeit. Eine solche ist bisher nicht festgestellt worden; selbst wenn sie vorliegen w&uuml;rde, k&ouml;nnten nat&uuml;rlich auch andere Faktoren die Ursache sein. Warum &uuml;bernehmen Sie ungepr&uuml;fte Zahlen? Gerade das Hantieren mit haltlosen Todeszahlen hat ja im Fr&uuml;hjahr sehr dazu beigetragen, diese allgemeine Panikstimmung zu sch&uuml;ren, die bis heute nachwirkt. K&ouml;nnte es sein, dass ich etwas falsch verstanden habe?<br>\n&nbsp;<br>\nFreundliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nThomas Wendt<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>16. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes NDS Team,<\/p><p>Ich lese und schaetze die NDS als taegliche Nachrichten\/Meinungsquelle. Mir faellt jedoch auf, dass ihr euch beim Hinterfragen und Kritisieren zunehmend selbst vergesst.<\/p><p>Aktuelles Beispiel sind eure Artikel zum Thema Covid-19:<br>\n<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65980\">nachdenkseiten.de\/?p=65980<\/a><\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Wenn man sich die Daten genauer anschaut und daraus die richtigen Schl&uuml;sse zieht, relativiert sich das Bild und die Frage nach einem zweiten Lockdown wirkt auf einmal deplatziert.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Hier wird eine Wahrheit postuliert die Herr Berger in den Daten gefunden hat und dann die schon mehrfach vorgetragene eigene Meinung untermauert.<\/p><p>Und wie genial &ndash; mit Gleichsetzung der Sterberate einfach die Dunkelziffer aus dem Fruehjahr zu errechnen. Da hat bei den Epidemiologen und Statistikern sicher noch keiner daran gedacht. Weil das so genial ist muss man diesen Ansatz auch mit niemandem abgleichen sondern kann einfach irgendwas in die Welt setzen.<\/p><p>Bei anderen Medien haettet ihr sowas als Meinungsmache oder Neudeutsch Fake News tituliert.<\/p><p>Was waere denn, wenn die Sterblichkeit nicht identisch zum Fruehjahr ist? Jedes Zehntel % hat bei dieser Rechnung einen Hebel von 10.000 Infizierten! Vielleicht hat man in der Erkennung und Pflege inzwischen etwas mehr Erfahrung mit Symptomen und Verlauf gesammelt? Vielleicht sind wegen Schulbetrieb jetzt auch einfach viel mehr junge Leute und halbwegs gesunde Eltern infiziert?<\/p><p>Ganz toll auch die Hochrechnung auf andere Laender. Als ob die Versorgungsleistung zum Hoehepunkt der Krise in Italien mit der in Deutschland vergleichbar waere.<\/p><p>Und warum wird fuer den Vergleich mit der Grippewelle 2017\/18 nicht dieser Artikel aus der selben Zeitung herangezogen:<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.aerzteblatt.de\/nachrichten\/106327\/Aerzte-wollen-gegen-niedrige-Influenza-Impfquote-vorgehen\">aerzteblatt.de\/nachrichten\/106327\/Aerzte-wollen-gegen-niedrige-Influenza-Impfquote-vorgehen<\/a><\/p><p>Da waren wohl doch nicht alle so happy mit der Grippewelle. Selbst in dem von Herrn Berger verlinkten Artikel wird gesagt, dass die Impfung vom RKI als die wichtigste Schutzmassnahme empfohlen wird. Das sollte doch zu denken geben. Denn bei COVID19 gibt es keine Impfung und daher keine andere Moeglichkeit, Risikogruppen zu schuetzen. Und nur um diese geht es, nur dies kann so weitreichende Massnahmen rechtfertigen.<\/p><p>Wir haben mit unseren relativ strikten, aber noch weit von einem echten Lockdown entfernten Massnahmen jetzt fast 10.000 Tote in Deutschland. Bei aller Kritik an Regierung und Medien muss man doch anerkennen, dass die meisten anderen Laender weit weniger gut davon gekommen sind. Und bei aller Heuchelei und Relativierung sollten wir doch versuchen, tausende Tote nicht als irrelevanten Kollateralschaden abzutun?<\/p><p>Ich glaube nicht dass es der Mangel an Diskussion ist, der diese krassen Meinungsunterschiede erzeugt. Es ist aus meiner Sicht ein Resultat der Aufmerksamkeitsoekonomie, der heute nicht nur die Privatperson auf Twitter unterliegt sondern auch jeder Kollumnenschreiber und Journalist. Gerade an Covid-19 ist gut zu erkennen wie auf einmal jeder Furz zu einem Experten fuer Infektionskrankheiten geworden ist und aus dem ff ueber Strategien zur Pandemiebekaempfung diskutieren kann.<\/p><p>Viele Gruesse,<br>\nSteffen Schulz<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>17. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger. Ich verstehe ehrlich gesagt nicht was sie uns mit ihrem Diskussionsbeitrag &uuml;ber statistische Zahlen konkret sagen wollen, denn eines widerlegen diese Zahlen jedenfalls nicht, l&auml;sst man den Dingen ihren freien Lauf steigen die Infektionszahlen bei diesem Virus innerhalb k&uuml;rzester Zeit so rasant an, das es unabh&auml;ngig von Zustand des landesspezifischen Gesundheitswesens und der prozentual geringen Zahl schwerer Verl&auml;ufe nur eine Frage des Zeitpunktes ist wann das jeweilige Gesundheitssystem an seine Belastungsgrenzen kommt. Die Theorie das man die Alten erfolgreich isolieren und danach auf eine Durchseuchung setzen kann darf man, sofern man auch einmal &uuml;ber Deutschlands Grenzen hinaus blickt inzwischen als klar widerlegt betrachten.<\/p><p>Es bringt niemanden in der Sache weiter wenn Nichtfachleute die statistischen Methoden von Fachleuten beurteilen denn es ist nat&uuml;rlich eine Binsenweisheit das die aktuellen Zahlen nicht stimmen k&ouml;nnen, nur braucht man eben rein technisch irgendeinen Trigger um bestimmte Ma&szlig;nahmen ausl&ouml;sen zu k&ouml;nnen. Dieser k&ouml;nnte sich nat&uuml;rlich auch an der Zahl der freien Intensiv Kapazit&auml;ten in den Landkreisen anlehnen, was den angenehmen Nebeneffekt h&auml;tte das jedermann sofort s&auml;he was Einsparungen im Gesundheitswesen f&uuml;r Sch&auml;den in einer Volkswirtschaft anrichten k&ouml;nnen. Man kann auch hinterfragen warum wir 9 Mrd. Steuergelder f&uuml;r die Lufthansa, die nun trotzdem flei&szlig;ig Stellen streicht &uuml;brig hatten, aber offenbar kein Geld f&uuml;r Trennwende in den Klassenzimmern und nun den Kinder zumuten ihren Unterricht mit Schutzmaske zu absolvieren. Das sind nat&uuml;rlich berechtigte Fragen, aber bei denen die sich hinter statistischen Zahlenspielen verstecken ohne gleichzeitig zu sagen was sie denn wirklich wollen habe ich ehrlich gesagt den Verdacht das es denen ehr um bornierte Denkmuster geht, insbesondere wenn man selbst nicht in der Risikogruppe sieht aber sich solidarisch verhalten soll. Es gab leider noch nie eine Pandemie ohne Verlierer und auch mir tut es um die Gastwirte und Discotheken Besitzer leid nur ein Viris kann man eben nicht einfach ausladen.<\/p><p>Ihr Beitrag best&auml;rkt aus meiner Sicht leider wieder einmal all diejenigen die einfach so weiter machen wollen wie vor der Pandemie, er f&ouml;rdert bornierte Denkmuster und tr&auml;gt zu einer weiteren Verh&auml;rtung der Positionen von Risikogruppen und den kaum Betroffenen. Da h&auml;tte ich mir gerade von den Nachdenkseiten ehrlich gesagt ehr Beitr&auml;ge die zur Deeskalation in diesem Interessenkonflikt beitragen gew&uuml;nscht.<\/p><p>Siegfried Thomas<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>18. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger,<\/p><p>vielen Dank f&uuml;r Ihren Artikel &uuml;ber die Corona-Infektionszahlen! <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65980\">nachdenkseiten.de\/?p=65980<\/a><\/p><p>Dazu noch Anmerkungen aus Statistik-Sicht:&nbsp;<\/p><p>1. Von Dezember bis M&auml;rz wurde die Corona-Krankheit heruntergespielt und keine Infektionszahlen gemessen.<\/p><p>Daher ist in der Statistik nicht ersichtlich, ob es vorher Infektionen gab und wie die Ansteckung verlaufen ist.<\/p><p>Da der Anteil der Positiv getesteten von Anfang an relativ hoch war (um 5%, dann bis ca. 11%) ist es sehr wahrscheinlich, dass die Infektionswelle bereits seit Dezember lief. Zudem wurde Covid-19 z.B. in einer Abwasserprobe von Paris aus November 2019 nachgewiesen, ob die Welle also im Dezember angefangen hat, ist unklar, evtl. Ging es schon vorher los.&nbsp;<\/p><p>Es sieht also so aus, als ob schon mindestens seit Dezember Ansteckungen stattfanden und sich bis M&auml;rz unentdeckt aufbauten, erst da aber in die &bdquo;Fallzahlen&ldquo; eingingen.&nbsp;<\/p><p>2. Der R-Wert ergibt sich aus der Steigerung der Positiv-Testungen. Da im M&auml;rz die Anzahl der Tests von nahe Null massiv nach oben gefahren wurde und der prozentuale Anteil der Positiv-Testungen bereits hoch war, resultiert der R-Wert von maximal 3 nur aus der ansteigenden Testanzahl. In Wirklichkeit d&uuml;rfte er also eher bei im Maximum knapp &uuml;ber 1 gelegen haben. Als dann die Bev&ouml;lkerung gebeten wurde, Hygieneregeln einzuhalten und von gro&szlig;en Veranstaltungen Abstand zu nehmen, ging sehr schnell die Ansteckungsrate R unter Null. Trotz mehr Testungen. Und vor staatlichen Zwangsma&szlig;nahmen. Und es gab zu keinem Zeitpunkt einen &bdquo;exponentiellen Anstieg&ldquo;.<\/p><p>3. Die Ansteckungsrate von Covid-19 scheint also zumindest in Deutschland extrem gering zu sein. Bei Masern liegt R bei 12-18, bei Grippe bei 1,0 .. 3,4.&nbsp;RTL<\/p><p>4. Es gibt eine Studie die sagt, dass C19 nicht durch Aerosole &uuml;bertragen wird. Dies sei auch durch den niedrigen R-Wert offensichtlich.&nbsp;<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.aerzteblatt.de\/nachrichten\/114701\/SARS-CoV-2-Evidenz-spricht-gegen-Ansteckung-ueber-die-Luft\">aerzteblatt.de\/nachrichten\/114701\/SARS-CoV-2-Evidenz-spricht-gegen-Ansteckung-ueber-die-Luft<\/a><\/p><p>Insofern wird Maskenpflicht, Rauml&uuml;ftung usw. Noch einmal fragw&uuml;rdiger.<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nChristoph Ulrich Mayer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>19. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr Berger,<\/p><p>das ist eine sehr gute Rechnung, die Sie da aufmachen. Ich kann diese Rechnung nur mit meiner eigenen Erfahrung unterf&uuml;ttern: Meines Wissens wurden bis mindestens Ende M&auml;rz nur Personen getestet, die sich in einem ausl&auml;ndischen Risikogebiet aufgehalten haben (Vorgabe des RKI). Dies war vermutlich den begrenzten Testkapazit&auml;ten geschuldet &ndash; auch wenn es nat&uuml;rlich unlogisch war, dass sich niemand in Deutschland angesteckt haben sollte. Daher auch die (aus heutiger Sicht) niedrigen Infektionszahlen. (Ich hatte damals versucht, einen Test zu bekommen.)<\/p><p>Was mich allerdings bei Ihrer Rechnung wundert: Haben Sie Ihren eigenen Artikel vergessen, den Sie damals &uuml;ber die unterschiedliche Berechnung der Todeszahlen geschrieben haben? (Belgien hatte beispielsweise damals fast jeden Toten den Corona-Toten zugerechnet.) Man m&uuml;sste hier also die Todeszahlen der unterschiedlichen L&auml;nder korrigieren und k&auml;me dann auf die Zahl der tats&auml;chlich Infizierten damals.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nN. Krause<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden Emailadressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jens Berger macht <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65980\">in seinem Beitrag<\/a> erneut &ndash; nach den Zahlen im <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63898\">August<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64554\">September<\/a> &ndash; auf die Covid-19-Daten aufmerksam. Er kritisiert die Vergleiche mit den Fr&uuml;hjahrszahlen, deren wohl erhebliche Dunkelziffer bei Neuinfektionen nicht untersucht wurde. Die darauf basierenden politischen Entscheidungen h&auml;lt Jens Berger daher f&uuml;r falsch. 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