{"id":66129,"date":"2020-10-25T11:45:08","date_gmt":"2020-10-25T10:45:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66129"},"modified":"2020-10-26T07:24:59","modified_gmt":"2020-10-26T06:24:59","slug":"moskau-das-verhaeltnis-zur-sowjetischen-geschichte-und-baukunst-verbessert-sich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66129","title":{"rendered":"Moskau: Das Verh\u00e4ltnis zur sowjetischen Geschichte und Baukunst verbessert sich"},"content":{"rendered":"<p>In Moskau wurden in den letzten zwanzig Jahren mehrere historisch wertvolle Geb&auml;ude aus der Sowjetzeit wiederhergestellt. Anfang September wurde das komplett renovierte Hafengeb&auml;ude am n&ouml;rdlichen Moskauer Flusshafen wiederer&ouml;ffnet. Der Besucherandrang ist gro&szlig;. Eine Reportage aus Moskau von <strong>Ulrich Heyden<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nViele Moskauer nutzten den ungew&ouml;hnlich warmen Herbst, um das frisch renovierte Hauptgeb&auml;ude am n&ouml;rdlichen Moskauer Flusshafen &ndash; auf Russisch: Retschnoj Wogsal &ndash;  zu besichtigen. Das 1937 in Dienst genommene Geb&auml;ude, f&uuml;r dessen Instandhaltung es Jahrzehnte kein Geld gab, wurde 2010 wegen Einsturzgefahr stillgelegt. Doch in den letzten beiden Jahren wurde das Hafengeb&auml;ude &ndash; ein markantes Bauwerk fr&uuml;hsowjetischer Architektur &ndash; aufwendig renoviert und erstrahlt nun in neuem Glanz. <\/p><p>Das Geb&auml;ude liegt sehr sch&ouml;n am 800 Meter breiten Chimki-Stausee, umgeben von einem ebenfalls modernisierten Park. Bei gutem Wetter flanieren Erwachsene mit Kindern auf der komplett erneuerten Uferpromenade, an dem Ausflugsschiffe festgemacht haben. Eine leichte Brise weht und eine Band spielt &uuml;ber Verst&auml;rker Klassiker aus russischen Kino-Filmen. <\/p><p><strong>Wenig Kreuzfahrten in den 1990er Jahren<\/strong><\/p><p>In den 1990er Jahren war der Ticket-Verkauf f&uuml;r Kreuzfahrten vom Chimki-Stausee &uuml;ber den Moskau-Wolga-Kanal nach St. Petersburg eingebrochen. Die Leute hatten kein Geld mehr. Nur noch selten wurden L&ouml;hne gezahlt. Der Inland-Tourismus ging zur&uuml;ck und auch Ausl&auml;nder f&uuml;rchteten &bdquo;wegen der Mafia&ldquo;, die mit Morden und Raub von sich reden machte, nach Russland zu kommen. <\/p><p>In dem Hafengeb&auml;ude des n&ouml;rdlichen Flusshafens mit seinem ber&uuml;hmten Restaurant &bdquo;Wolga-Wolga&ldquo;, dass auch in dem gleichnamigen sowjetischen Kino-Klassiker eine Rolle spielt, hielt in den 1990er Jahren der wilde Kapitalismus Einzug. Im Hafengeb&auml;ude gab es nun einen Markt, ein M&ouml;bellager und einen Nachtklub. Gleichzeitig begann der Zerfall des Geb&auml;udes. Kacheln fielen ab, auf den Galerien wuchsen B&uuml;sche und das Flachdach wurde undicht. <\/p><p><strong>Der Hafen der f&uuml;nf Meere<\/strong><\/p><p>Der n&ouml;rdliche Flusshafen hat f&uuml;r den Tourismus in Russland eine gro&szlig;e Bedeutung. Von hier starten seit 1937 Ausflugsschiffe durch das Moskauer Umland und Kreuzfahrtschiffe, die &uuml;ber den Moskau-Kanal bis St. Petersburg oder &uuml;ber die Wolga weiter nach Nischni Nowgorod und ins s&uuml;drussische Astrachan fahren. Die Kreuzfahrtschiffe tragen so stolze Namen wie &bdquo;Oktoberrevolution&ldquo;, &bdquo;Georgi Schukow&ldquo; (er war der General, der Berlin befreite) und &bdquo;Iwan Kulibin&ldquo; (Konstrukteur von Taschenuhren und Br&uuml;cken).<\/p><p>Als das Hafengeb&auml;ude am Chimki-Stausee gebaut wurde, hatte es zun&auml;chst noch keinen Kontakt zum Wasser, denn erst 1936 wurde das Wasser des kleinen Chimki-Flusses auf eine H&ouml;he von 30 Metern und eine L&auml;nge von neun Kilometern aufgestaut. Mit dem Stausee bekam Moskau im Nordwesten ein Hafenbecken. Und mit dem zeitgleich gebauten 128 Kilometer langen Moskau-Wolga-Kanal (heute Moskau-Kanal) bekam die Stadt nicht nur dringend ben&ouml;tigtes Trinkwasser, sondern auch eine Schiffsverbindung zu f&uuml;nf Meeren, der Ostsee, dem n&ouml;rdlichen Wei&szlig;en Meer, und den im S&uuml;den gelegenen Asow-, Kaspischen und Schwarzen Meer.<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/201025-Der-Noerdliche-Moskauer-Flusshafen-Retschnoi-Wogsal-Foto-Ulrich-Heyden-2020.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/201025-Der-Noerdliche-Moskauer-Flusshafen-Retschnoi-Wogsal-Foto-Ulrich-Heyden-2020.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p><small>Bildquelle: Ulrich Heyden<\/small><\/p><p><strong>Erinnerung an einen venezianischen Palast<\/strong><\/p><p>Das zweist&ouml;ckige, 150 Meter lange Hafengeb&auml;ude &ndash; mit seinen langen Galerien, S&auml;ulen und B&ouml;gen erinnert es an venezianische Pal&auml;ste &ndash; wirkt aber nicht wuchtig, sondern wegen seiner langgestreckten Form und den vielen B&ouml;gen luftig-leicht. <\/p><p>Der Architekt des Geb&auml;udes, Aleksej Ruchljadew, wurde 1882 in der Stadt Nolinsk im europ&auml;ischen Teil Russlands geboren. Seine Ausbildung als Architekt erhielt er noch in der Zarenzeit. <\/p><p>Auf dem Flachdach des Geb&auml;udes kann man jetzt nach der Renovierung spazieren gehen und wenn man den Kopf hebt, blickt man auf einen viereckigen Turm, dessen Ecken vier wei&szlig;e Skulpturen schm&uuml;cken. Die Skulpturen stellen dar: einen Soldaten und einen Matrosen, jeweils mit Gewehr, eine Frau aus dem S&uuml;den und ein Mann aus dem Norden Russlands, beide jeweils in der f&uuml;r ihre Region typischen Kleidung. <\/p><p>Von dem Turm erhebt sich eine 27 Meter hohe, vierkantige Spitze aus blankem Stahl, die einen f&uuml;nfzackigen goldenen Stern mit Hammer und Sichel tr&auml;gt. <\/p><p>Das Hafengeb&auml;ude, dessen kurze Enden rund sind, &auml;hnelt mit den Galerien, dem Turm mit seiner langen, in den Himmel ragenden Spitze, einem Schiff mit Kaj&uuml;ten, Decks, einem Schornstein und einem Mast.<\/p><p>Rund um das Geb&auml;ude und auch im Innern gibt es viel zu entdecken. An den L&auml;ngsseiten des Hafengeb&auml;udes sind 24 einen-Meter-gro&szlig;e Porzellan-Medaillons in die Au&szlig;enw&auml;nde eingelassen. Auf den Medaillons sind in bunter Relief-Darstellung Bauten des F&uuml;nfjahresplans zu sehen: ein Staudamm, der Palast der Sowjets, ein Panzer, ein Stahlwerk und ein Zeppelin. In der Eingangshalle des Terminals gibt es gro&szlig;e Fenster. Sie sind als Mosaiken gestaltet und zeigen in leuchtenden Farben die Wappen der 15 Sowjetrepubliken. <\/p><p><strong>Ein Miniatur-Kanal mit sieben Schleusen<\/strong><\/p><p>Eine weitere Attraktion, welche vor allem die Kinder begeistert, ist ein vierhundert Meter langes, in Granit eingefasstes B&auml;chlein mit Miniatur-Kopien von sieben Schleusen aus Kupfer. Bei dem B&auml;chlein handelt sich um eine Nachbildung des Moskau-Wolga-Kanals. Das Miniatur-Modell, welches sich in Windungen wie eine Schlange &uuml;ber die steinerne Hafenpromenade zieht, l&auml;dt zum Spiel ein. Kinder setzen Papierschiffchen in das B&auml;chlein oder klettern &uuml;ber die 60 Zentimeter hohen Miniatur-Schleusen.<\/p><p>Der Besuch des n&ouml;rdlichen Flusshafens hat mich beeindruckt. Und als ich zuhause bin, beginne ich mich mit historischen Aufs&auml;tzen &uuml;ber den Moskau-Wolga-Kanal genauer zu informieren. <\/p><p>Wohl wusste ich, dass bei dem Bau des Kanals vor allem Strafgefangene eingesetzt wurden und ihr Einsatz vom Geheimdienst NKWD organisiert wurde. Aber viele Details waren mir nicht bekannt. Auf historischen Filmaufnahmen ist zu sehen, dass die Handarbeit &uuml;berwog. Auf diesen Aufnahmen sieht man nur wenige Schaufelbagger, aber Tausende Arbeiter mit Schaufel und Schubkarre. <\/p><p>Nach Angaben der &bdquo;Novije Iswestija&ldquo; arbeiteten 190.000 bis 600.000 M&auml;nner auf den Baustellen entlang des Moskau-Wolga-Kanals. Wegen Krankheiten und mangelhafter Ern&auml;hrung habe die Sterblichkeit unter den Arbeitern bei 15 Prozent gelegen. <\/p><p>Die f&uuml;r den Bau der Kanal-Miniatur zust&auml;ndige Moskauer Beh&ouml;rde schreibt auf ihrer Website, der Miniatur-Kanal habe &bdquo;nicht nur eine &auml;sthetische, sondern auch eine aufkl&auml;rende Funktion.&ldquo; Doch ich frage mich, worin die aufkl&auml;rende Funktion liegt, wenn die M&auml;nner, die den Chimki-Stausee und den Moskau-Wolga-Kanal gebaut haben, nirgendwo erw&auml;hnt werden und eine Gedenktafel f&uuml;r sie fehlt. <\/p><div class=\"donateNotice\"><p>Die Zugriffe bei den NachDenkSeiten wachsen. Die Arbeit w&auml;chst. Und auch der Aufwand. Wir bitten (auch) unsere neuen Leserinnen und Leser um Unterst&uuml;tzung.<br><a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=7726\">Das geht so ...<\/a><\/p><\/div><p><strong>Sowjetische Denkm&auml;ler werden schrittweise restauriert<\/strong><\/p><p>Seitdem Wladimir Putin im Jahr 2000 Pr&auml;sident Russlands wurde, wurden in Moskau mehrere bekannte historische Geb&auml;ude aus der Sowjetzeit, die vom Zerfall bedroht waren, renoviert. <\/p><p>2003 begannen im Norden Moskaus, auf dem Ausstellungsgel&auml;nde &bdquo;Leistungen der Volkswirtschaft&ldquo; (WDNCh), die Renovierungsarbeiten an der ber&uuml;hmten, 24 Meter hohen Skulptur &laquo;<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Ug2x1fZTLCs\">Arbeiter und Kolchosb&auml;uerin<\/a>&ldquo;. Die 1936 von Vera Muchina und Boris Iofan entworfene und gebaute Skulptur aus Edelstahl wurde 1937 auf der Weltausstellung in Paris gezeigt. Ein Arbeiter und eine Kolchosb&auml;uerin st&uuml;rmen nach vorne und halten dabei mit ausgestrecktem Arm Hammer und Sichel hoch. <\/p><p>Zum Abschluss der Renovierungsarbeiten im Jahre 2009 wurde die Skulptur mit einem Kran auf einen 34 Meter hohen Museumspavillon gehievt, weshalb sie jetzt im Norden Moskaus schon von Weitem zu sehen ist. <\/p><p><strong>Die &bdquo;Pavillons der Volkswirtschaft&ldquo; umgeben von goldenen Skulpturen, S&auml;ulen und B&ouml;gen<\/strong><\/p><p>Es dauerte noch bis zum Jahr 2014, als unter Leitung des neuen Moskauer B&uuml;rgermeisters Sergej Sobjanin die Wiederherstellungsarbeiten der Pavillons auf dem Ausstellungsgel&auml;nde <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=hwfnX8aCO3g\">&bdquo;Leistungen der Volkswirtschaft&ldquo; (WDNCh)<\/a> begannen. <\/p><p>Der 1939 fertiggestellte Ausstellungskomplex WDNCh ist ein eindrucksvolles Zeugnis einer Zeit, in der es mit der Wirtschaft bergauf ging. Auf dem Ausstellungsgel&auml;nde stellten die einzelnen Sowjetrepubliken und die verschiedenen Industriezweige &ndash; Weltraum, Chemieindustrie, EDV und andere &ndash; ihre Erzeugnisse vor. <\/p><p>Die Pavillons sind in einem &uuml;ppigen palastartigen Stil gebaut. Das Gel&auml;nde bietet visuelle Eindr&uuml;cke &ndash; Raketen, Flugzeuge und goldene Skulpturen &ndash; aber auch Erholungsm&ouml;glichkeiten mit Parkfl&auml;chen. Neu dazugekommen ist ein Ozenarium. <\/p><p>Sehr eindrucksvoll ist der neugestaltete <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=PxSo1Oa0WQI\">Pavillon zum Thema Weltraum<\/a>. Man sieht die Rakete Wostok, mit der Juri Gagarin 1961 als erster Kosmonaut in den Weltraum flog. Au&szlig;erdem sieht man ein Modell der sowjetischen Weltraumstation MIR, die 1986 startete und 2001 kontrolliert &uuml;ber dem Pazifik zum Absturz gebracht wurde. Es gibt noch einen Leckerbissen f&uuml;r Mutige: Besucher k&ouml;nnen in Simulatoren f&uuml;nf Minuten lang zum Mond fliegen. <\/p><p>In den wilden 1990er Jahren hatten diverse H&auml;ndler, die mit aus Dubai und China importierten Computern oder Kleidung handelten, die Ausstellungspavillons auf dem WDNCh-Gel&auml;nde in Beschlag genommen. Das Gel&auml;nde erfreute sich weiter gro&szlig;er Beliebtheit, nur russische Produkte spielten hier in den 1990er Jahren und auch sp&auml;ter nur noch eine Randrolle. <\/p><p><strong>Erinnerung an Bauhaus: Das Haus der Volkskommissare f&uuml;r Finanzen<\/strong><\/p><p>Auch eines der bekanntesten Geb&auml;ude des fr&uuml;hsowjetischen Konstruktivismus (er ist dem deutschen Bauhaus-Stil &auml;hnlich) wurde vor dem Zerfall gerettet. Es handelt sich um das 1930 von Mosej Ginsburg gebaute &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=XVdryBKtJVc\">Haus der Volkskommissare der Finanzen<\/a>&ldquo;. Das f&uuml;nfst&ouml;ckige Geb&auml;ude steht in der Moskauer Innenstadt, nicht weit vom Gartenring und der US-Botschaft. <\/p><p>Das Haus der Volkskommissare f&auml;llt mit seinen charakteristischen, langgestreckten Fenstern, die sich &uuml;ber die gesamte Geb&auml;udefl&auml;che ziehen, sofort ins Auge. Die Fenster lassen sich nicht wie gew&ouml;hnlich &ouml;ffnen. Sie werden zur Seite aufgeschoben. Die Wohnungen in dem Geb&auml;ude erstrecken sich alle &uuml;ber zwei Etagen.<\/p><p>In den letzten Jahren fand sich ein Privatinvestor, der das Geb&auml;ude renovieren lie&szlig;. Im August 2020 wurden die <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=nVu2JwdUDBY\">Renovierungsarbeiten abgeschlossen<\/a>. <\/p><p>Noch ein zweites, im Stil des Konstruktivismus gebautes Geb&auml;ude wurde gerettet. 2013 wurden die Renovierungsarbeiten an dem s&uuml;dlich des Moskauer Stadtzentrums gelegenen <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/gesellschaft\/51314-was-wurde-aus-kuhnen-bauwerken\/\">Kommune-Studentenwohnheims<\/a> an der Ordschonikidse-Stra&szlig;e abgeschlossen. Das 1930 gebaute Studentenwohnheim mit Leses&auml;len, K&uuml;che und Waschr&auml;umen wurde jahrzehntelang nicht instandgehalten. In den 1990er Jahren zogen verschiedene Firmen in das Geb&auml;ude ein. Das renovierte Geb&auml;ude wird heute wieder als Studentenwohnheim genutzt. <\/p><p><strong>Das original Alte verschwindet allm&auml;hlich<\/strong><\/p><p>Moskauer Architekten, Liebhaber und Denkmalsch&uuml;tzer, die sich in der <a href=\"http:\/\/www.archnadzor.ru\/\">Organisation Archnadsor<\/a> zusammengeschlossen haben, kritisieren, dass die Stadt Moskau wenig tut, um bekannte Bauten aus der vorrevolution&auml;ren Zeit instand zu halten. Teilweise w&uuml;rden diese Geb&auml;ude auch durch Immobilien-Firmen verschandelt. Oft werden von alten H&auml;usern, die einen bestimmten architektonischen Wert haben, nur die Fassaden erhalten. Hinter den Fassaden entstehen dann hochmoderne Hotels, B&uuml;ros und hochpreisige Wohnungen. <\/p><p>Die Feinheiten eines alten Geb&auml;udes zu restaurieren, kostet unter Umst&auml;nden mehr Geld, als ein supermodernes Geb&auml;ude hinter eine Fassade zu setzen, so das Kalk&uuml;l privater Moskauer Immobilienfirmen. Das Flair von 200 Jahre alten Geb&auml;uden mit ihren abgewetzten Steintreppen, den T&uuml;rklinken aus Messing und den kunstvoll gezimmerten Fenstern geht langsam verloren. Nur in Einzelf&auml;llen wird das original Alte von privaten Investoren oder st&auml;dtischen Beh&ouml;rden erhalten. <\/p><p>Titelbild: Ulrich Heyden<\/p><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/f1c594ed6fda4d67b7fbd634e75349b8\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Moskau wurden in den letzten zwanzig Jahren mehrere historisch wertvolle Geb&auml;ude aus der Sowjetzeit wiederhergestellt. Anfang September wurde das komplett renovierte Hafengeb&auml;ude am n&ouml;rdlichen Moskauer Flusshafen wiederer&ouml;ffnet. Der Besucherandrang ist gro&szlig;. 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