{"id":6624,"date":"2010-09-01T09:47:00","date_gmt":"2010-09-01T07:47:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6624"},"modified":"2010-09-01T09:47:00","modified_gmt":"2010-09-01T07:47:00","slug":"hinweise-des-tages-1215","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6624","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Arbeitsmarkt im August 2010; der allm&auml;hliche R&uuml;ckzug des Sozialstaats; Sozialversicherungspflichtige Besch&auml;ftigung im rentennahen Alter; Tariftreue und EU-Rechtsprechung; warten auf den zweiten Einschlag; Ungereimtheiten bei Hypo Alpe-Adria; Aufbruch im Autoland; Diagnose: Bedingt lebensf&auml;hig; Menschen mit Migrationshintergrund; zu den Sarrazinaten; Stuttgart 21; NRW-Kabinett beschlie&szlig;t Abschaffung der Studiengeb&uuml;hren; Ghadhafi rettet Europa und verlangt daf&uuml;r Geld; Kampf gegen Taliban in &laquo;letzter Phase&raquo; (KR\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Arbeitsmarkt im August 2010<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Der allm&auml;hliche R&uuml;ckzug des Sozialstaats<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Sozialversicherungspflichtige Besch&auml;ftigung im rentennahen Alter 2009<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">WSI: Tariftreue &ndash; &ldquo;Schock nach EuGH-Urteil &uuml;berwunden&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Wolfgang M&uuml;nchau &ndash; Warten auf den zweiten Einschlag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Hypo Alpe-Adria: Die Finanzaufsicht stie&szlig; bereits 2007 auf massive Ungereimtheiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">BaFin sortiert Aufsichtsr&auml;te von Banken aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Aufbruch im Autoland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Medizinischer Fortschritt &ndash; Diagnose: Bedingt lebensf&auml;hig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Oskar Lafontaine: &ldquo;Logisch, dass die SPD Fehler korrigiert&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Menschen mit Migrationshintergrund stellen fast ein F&uuml;nftel der Bev&ouml;lkerung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Zu den Sarrazinaten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Stuttgart 21<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">NRW-Kabinett beschlie&szlig;t Abschaffung der Studiengeb&uuml;hren zum WS 2011\/12<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Ghadhafi rettet Europa und verlangt daf&uuml;r Geld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Kampf gegen Taliban in &laquo;letzter Phase&raquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=6624&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Arbeitsmarkt im August 2010<\/strong>\n<ul>\n<li>5,729 Millionen &ldquo;Arbeitslosengeld-Empf&auml;nger\/innen&rdquo; (SGB III und SGB II)<\/li>\n<li>4,892 Millionen Arbeitslosengeld II-Empf&auml;nger\/innen &ndash; 31.500 (0,6%) weniger als im August 2009<\/li>\n<li>Im August 2010 wurden von der Statistik der BA insgesamt 3,188 Millionen Arbeitslose registriert, 283.000 bzw. 8,2% weniger als im August 2009. Von diesen 3,188 Millionen Arbeitslosen waren 1,031 Millionen (32,3%) im Rechtskreis SGB III und 2,157 Millionen (67,7%) im Rechtskreis SGB II (Hartz IV) registriert. (August 2009: 65,0%)<\/li>\n<li>Als Arbeitsuchende waren im August 2010 insgesamt 5,638 Millionen Frauen und M&auml;nner registriert, 409.000 (6,8%) weniger als im August 2009.<\/li>\n<li>Die von der Statistik der BA ermittelte &bdquo;Unterbesch&auml;ftigung ohne Kurzarbeit&ldquo; betrug im August 2010 4,257 Millionen, 309.000 (6,8%) weniger als im August 2009.<\/li>\n<li>Nach vorl&auml;ufigen, hochgerechneten Daten hatten 4,892 Millionen (arbeitslose und nicht arbeitslose) Frauen und M&auml;nner Anspruch auf das beitragsfinanzierte Arbeitslosengeld (SGB III) und 0,933 Millionen Anspruch auf Arbeitslosengeld II. Bereinigt um die Zahl der etwa 97.000 sog. Aufstocker (gleichzeitiger Bezug von Arbeitslosengeld und Arbeitslosengeld II) hatten im August 2010 etwa 5,729 Millionen erwerbsf&auml;hige Frauen und M&auml;nner Anspruch auf Arbeitslosengeld (SGB III) bzw. Arbeitslosengeld II, 235.000 weniger als vor einem Jahr (BA-Monatsbericht, S. 19).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"upload\/pdf\/100901_Arbeitsmarkt_August_2010.pdf\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe e.V. (BIAJ) [PDF &ndash; 463 KB]<\/a><\/p>\n<p><em>Dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>&Ouml;konomen entzaubern deutsches Jobwunder<\/strong><br>\nNicht nur die Kurzarbeit, auch der demografische Wandel hat die Unternehmen veranlasst, Mitarbeiter zu halten. Gleichzeitig sind um die hunderttausend Personen im vergangenen Jahr aus der Erwerbslosenstatistik verschwunden, schlicht weil sie in Rente gingen. Das ist alles andere als Zauberei, sieht in der Bilanz der Bundesagentur aber gut aus. Genauso wie die Zehntausende, die aus der Statistik herausfielen, weil die Beh&ouml;rde sie einfach nicht mehr mitz&auml;hlte. So wurden die von privaten Vermittlern betreuten Arbeitssuchenden fr&uuml;her noch eingerechnet. Inzwischen werden sie einfach nicht mehr ausgewiesen. Ohne diese &Auml;nderung und andere m&uuml;sste die Zahl der Arbeitslosen heute deutlich h&ouml;her sein.<br>\nDas vermeintliche Arbeitsmarktwunder ist also gar keins. Demografie und Statistiktricks haben einen geh&ouml;rigen Anteil an der positiven Entwicklung der Erwerbslosenzahlen. Vielleicht f&auml;llt der Jubel in Regierung und Arbeitsagentur auch deshalb so bescheiden aus. Vielleicht ist aber auch die Angst vor einem R&uuml;ckschlag zu gro&szlig;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,714253,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Der allm&auml;hliche R&uuml;ckzug des Sozialstaats<\/strong><br>\nAuf den ersten Blick ist die Idee der &ldquo;Tafel&rdquo; faszinierend: Viele freiwillige Helfer verteilen &uuml;bersch&uuml;ssige Lebensmittel an Bed&uuml;rftige. Den sozial Benachteiligten wird so geholfen, die Lebensmittel m&uuml;ssen nicht entsorgt werden. Der Soziologe Dr. Stephan Lorenz von der Universit&auml;t Jena hat jedoch einen zweiten Blick auf die Idee der Tafel geworfen und kritische Befunde erhalten.<br>\n&ldquo;Die Frage steht im Raum, ob die Tafeln Teil der L&ouml;sung oder nicht eher Symptom des Problems einer zunehmenden gesellschaftlichen Spaltung sind&rdquo;, sagt Lorenz. Beweist ihre Arbeit doch das Vorhandensein massenhafter &Uuml;bersch&uuml;sse. Aber eben auch, dass viele Menschen sehr weitgehend von Arbeit und Konsum ausgeschlossen sind. Menschen, die in der &Uuml;berflussgesellschaft im t&auml;glichen &Uuml;berlebenskampf stehen. Zudem bestehe die Gefahr eines weitergehenden R&uuml;ckzuges des Sozialstaats: &ldquo;Die Tafeln &uuml;bernehmen faktisch sozialstaatliche Aufgaben, ohne dass ein Rechtsanspruch auf ihre Leistungen besteht.&rdquo;<br>\nEine Million Menschen nutzen in Deutschland die Angebote der Tafeln<br>\nDie Idee der Tafeln kommt aus den USA. Dort entstanden die ersten Initiativen in den 1960er Jahren. &hellip;&rdquo;Inzwischen gibt es bundesweit ungef&auml;hr 900 Tafeln und ungez&auml;hlte &auml;hnliche Initiativen&rdquo;, sagt Lorenz&hellip; Ungef&auml;hr eine Million Menschen nutzen in Deutschland die Angebote der Tafeln regelm&auml;&szlig;ig.<br>\nMit den &Auml;nderungen der Arbeitsmarktpolitik im Zuge der Agenda 2010 sei die Verantwortung f&uuml;r Arbeitslosigkeit verst&auml;rkt den Einzelnen selbst zugeschrieben worden, konstatiert Stephan Lorenz. &ldquo;Obwohl schlicht die Stellen fehlen, wirft man Arbeitslosen jetzt eher Leistungsverweigerung oder fehlende Motivation vor&rdquo;, sagt der Soziologe von der Universit&auml;t Jena. Um den Erwerbslosen Anreize zu bieten, sich wieder um eine Anstellung zu bem&uuml;hen, wurden die sogenannten Ein-Euro-Jobs geschaffen. So kommt es sogar zu der kuriosen Situation, dass Ein-Euro-Jobber inzwischen vielerorts helfen, den reibungslosen Betrieb der Tafeln aufrecht zu erhalten.<br>\nGemeinsam mit zahlreichen Autoren und Jenaer Kolleginnen hat Stephan Lorenz jetzt das Buch &ldquo;TafelGesellschaft. Vom neuen Umgang mit &Uuml;berfluss und Ausgrenzung&rdquo; vorgelegt. Es vereint Aufs&auml;tze von Wissenschaftlern mit Statements aus Politik, Kirche, Gewerkschaft und sozialer Bewegung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.uni-jena.de\/Mitteilungen\/PM100827_Tafelbuch.html\">Friedrich-Schiller-Universit&auml;t Jena<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Sozialversicherungspflichtige Besch&auml;ftigung im rentennahen Alter 2009<\/strong>\n<p><a href=\"upload\/bilder\/sozialversicherungspflichtige_beschaeftigung_2009.gif\" title=\"Sozialversicherungspflichtige Besch&auml;ftigung im rentennahen Alter 2009\"><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/sozialversicherungspflichtige_beschaeftigung_2009_th.gif\" alt=\"Sozialversicherungspflichtige Besch&auml;ftigung im rentennahen Alter 2009\" title=\"Sozialversicherungspflichtige Besch&auml;ftigung im rentennahen Alter 2009\"><\/a><\/p>\n<p><strong>Kurz gefasst:<\/strong> Die Vollzeitbesch&auml;ftigtenquoten im rentennahen Alter (in % der jeweiligen Bev&ouml;lkerung) liegen Ende 2009 bei<\/p>\n<ul>\n<li>18,9% f&uuml;r die ArbeitnehmerInnen im Alter 62 Jahre,<\/li>\n<li>12,5% f&uuml;r die ArbeitnehmerInnen im Alter 63 Jahre und<\/li>\n<li>5,7% f&uuml;r die ArbeitnehmerInnen im Alter 64 Jahre.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Hintergrund<\/strong><\/p>\n<p>In der Auseinandersetzung um das Pro und Contra der &bdquo;Rente mit 67&ldquo; (vgl. dazu <a href=\"http:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\/kontrovers---das-aktuelle-thema-rente-mit-67.html\">Kontrovers &ndash; Das aktuelle Thema: Altersgrenze 67?<\/a>) ist es &uuml;blich, nach der Erwerbsbeteiligung von &Auml;lteren in Deutschland zu fragen: Gibt es einen Trend zu einer h&ouml;heren Erwerbst&auml;tigenquote im Alter, und in welchem Ausma&szlig; reicht diese Erwerbst&auml;tigkeit an die gegenw&auml;rtigen und zuk&uuml;nftigen Altersgrenzen in der Rentenversicherung heran?<br>\nDie empirischen Befunde zur Erwerbst&auml;tigkeit lassen auf den ersten Blick einen Trend steigender Alterserwerbst&auml;tigkeit erkennen. Allerdings gibt es keinen Anlass zur Euphorie. In der Altersgruppe von 60 bis 65 Jahren, die ja f&uuml;r die Beurteilung der Anhebung der Regelaltersgrenze auf 67 Jahre entscheidend ist, waren 2008 (neuere Daten liegen noch nicht vor) nur 41,6 Prozent der M&auml;nner und gerade einmal 25,1 Prozent der Frauen erwerbst&auml;tig. Diese Durchschnittszahlen verdecken dar&uuml;ber hinaus, dass in den Altersgruppen 63 und 64 Jahre die &bdquo;Luft nochmals erheblich d&uuml;nner wird&ldquo;. M&auml;nner und Frauen mit dem Lebensalter 64 weisen nur noch eine Erwerbst&auml;tigenquote von 28 Prozent und 14,5 Prozent auf (vgl. <a href=\"http:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\/tl_files\/sozialpolitik-aktuell\/_Politikfelder\/Arbeitsmarkt\/Datensammlung\/PDF-Dateien\/abbIV103.pdf\">Abbildung [PDF &ndash; 96 KB]<\/a>).<br>\nEs ist aber zu kurz gegriffen, die gegenw&auml;rtige Situation &auml;lterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer am Arbeitsmarkt allein mit dem Merkmal &bdquo;Erwerbst&auml;tigkeit&ldquo; beschreiben zu wollen. Denn in den skizzierten, auf den Ergebnissen des Mikrozensus beruhenden Zahlen wird nach dem sog. ILO-Konzept unter &bdquo;Erwerbst&auml;tigkeit&ldquo; jede Form der Erwerbsbeteiligung verstanden. Erwerbst&auml;tige sind nach dem ILO-Konzept alle Personen im Alter von 15 und mehr Jahren, die in der Berichtswoche zumindest eine Stunde gegen Entgelt (Lohn, Gehalt) oder als Selbstst&auml;ndige bzw. als mithelfende Familienangeh&ouml;rige gearbeitet haben. Keine Rolle spielt dabei, ob es sich bei der T&auml;tigkeit um eine regelm&auml;&szlig;ige oder nur um eine gelegentlich ausge&uuml;bte, eher marginale T&auml;tigkeit handelt. Aus der ILO-Definition der Erwerbst&auml;tigkeit folgt also, dass auch Personen mit einer Besch&auml;ftigung im unteren und untersten Stundenspektrum und im Status einer &bdquo;geringf&uuml;gigen Besch&auml;ftigung&ldquo; als Erwerbst&auml;tige erfasst werden.<br>\nBei der Bewertung der Arbeitsmarktsituation kann insofern nur dann eine Erwerbst&auml;tigkeit im Alter als angemessen angesehen werden, wenn sie qualitativen Mindestma&szlig;st&auml;ben entspricht. Eine Heraufsetzung der Altersgrenzen, die zu einer Besch&auml;ftigung im Alter unter schlechten, prek&auml;ren Bedingungen f&uuml;hrt, erf&uuml;llt diese Ma&szlig;st&auml;be nicht. Von einer qualitativ hinreichenden Erwerbst&auml;tigkeit im Alter kann nur dann gesprochen werden, wenn es sich um ein sozialversicherungspflichtiges Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnis mit einem Einkommen oberhalb der Niedriglohnschwelle handelt. Nur so lassen sich weitere nennenswerte Rentenanwartschaften erwerben. Analysiert man die vorliegenden Daten aus diesem Blickwinkel, so ist un&uuml;bersehbar, dass die Besch&auml;ftigungszahlen und -quoten (sozialversicherungspflichtig) im Vergleich zur Erwerbst&auml;tigkeit allgemein deutlich niedriger ausfallen: So sind in der Altersgruppe 60-65 Jahren 2009 etwa eine Millionen Personen versicherungspflichtig besch&auml;ftigt. Dies entspricht &ndash; weit entfernt von den Zielvorgaben der EU &ndash; einer Besch&auml;ftigtenquote von 24,2 Prozent.<br>\nAuch hier handelt es sich wiederum nur um Durchschnittswerte f&uuml;r die gesamte Altersgruppe; in den Altersgruppen 63 und 64 Jahre, die in der N&auml;he der Regelaltersgrenze liegen, st&uuml;rzt die versicherungspflichtige Besch&auml;ftigung geradezu ab. Nur noch etwa 200.000 ArbeitnehmerInnen lassen sich in diesen beiden Altersgruppen z&auml;hlen, davon zu 31% Teilzeitbesch&auml;ftigte. Die Vollzeitbesch&auml;ftigtenquote sinkt auf 12,5% (63 Jahre) und 5,7% Prozent (64 Jahre).<br>\nAls sozialversicherungspflichtig besch&auml;ftigt werden bei diesen Zahlen auch noch die ArbeitnehmerInnen gez&auml;hlt, die sich in der Freistellungsphase der Altersteilzeit nach dem Block-Modell befinden, also faktisch nicht mehr berufst&auml;tig sind. In der Altersgruppe 60-65 Jahre sind waren dies (Zahlen f&uuml;r 2008) mehr als ein Drittel (35,9 Prozent) der versicherungspflichtig Besch&auml;ftigten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\/tl_files\/sozialpolitik-aktuell\/_Politikfelder\/Arbeitsmarkt\/Datensammlung\/PDF-Dateien\/abbIV105.pdf\">Sozialpolitik aktuell in Deutschland [PDF &ndash; 130 KB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Auf <a href=\"http:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\/\">Sozialpolitik aktuell<\/a> finden Sie eine Vielzahl von im August neu eingestellten Studien und Daten zur Sozialpolitik.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>WSI: Tariftreue &ndash; &ldquo;Schock nach EuGH-Urteil &uuml;berwunden&rdquo;<\/strong><br>\nTariftreue-Regelungen erleben Comeback &ndash; neun Bundesl&auml;nder haben oder planen neue Gesetze.<br>\nTariftreue-Regelungen, nach denen der Staat nur Anbieter beauftragen darf, die sich an die &ouml;rtlichen Tarifvertr&auml;ge halten, erleben ein Comeback. Die meisten Bundesl&auml;nder wollen die Vergabe &ouml;ffentlicher Auftr&auml;ge wieder an die Einhaltung von Tarifstandards koppeln. Einige L&auml;nder legen dar&uuml;ber hinaus auch vergabespezifische Mindestl&ouml;hne fest. Eine aktuelle &Uuml;bersicht des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung stellt die neue Entwicklung dar.<br>\n&nbsp;&ldquo;Die meisten Bundesl&auml;nder haben den `R&uuml;ffert-Schock&acute; &uuml;berwunden&rdquo;, sagt Dr. Thorsten Schulten, Tarifexperte im WSI. Im so genannten R&uuml;ffert-Fall hatte der Europ&auml;ische Gerichtshof (EuGH) im April 2008 &uuml;berraschend die Tariftreue-Vorschriften des damaligen nieders&auml;chsischen Vergabegesetzes als Versto&szlig; gegen die europ&auml;ische Dienstleistungsfreiheit gewertet.<br>\nUm ihre Gesetzesnovellen europarechtskonform zu gestalten, setzen die L&auml;nder an drei unterschiedlichen Punkten an:\n<ul>\n<li>Mindestl&ouml;hne nach dem Entsendegesetz&hellip;<\/li>\n<li>Sonderregel Verkehrssektor&hellip;<\/li>\n<li>Vergabespezifischer Mindestlohn&hellip;<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/547_108707.html\">WSI<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> So erfreulich dieses &bdquo;Gegenbewegung&ldquo; sein mag, die Konstruktionen zeigen jedoch, wie kompliziert es ist, Arbeitnehmerrechte gegen die wirtschaftsliberalen Prinzipien der EU-Vertr&auml;ge zu verteidigen. Siehe dazu die <a href=\"?p=3148\">Entscheidung des Europ&auml;ischen Gerichtshofes &ndash; Dienstleistungsfreiheit steht &uuml;ber nationalen Arbeitnehmerrechten<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wolfgang M&uuml;nchau &ndash; Warten auf den zweiten Einschlag<\/strong><br>\nDa die globalen Ungleichgewichte wieder auftreten werden, ist es v&ouml;llig legitim, sich mit diesen instrumentalen Fragen zu befassen. Die Finanzm&auml;rkte sind das Bindeglied zwischen Ungleichgewichten und Krise. Und nach all dem, was wir jetzt wissen, werden sie diese Rolle wieder wahrnehmen. Die Krise des vergangenen Jahrzehnts wurde im amerikanischen Immobilienmarkt ausgel&ouml;st. Die n&auml;chste Krise wird mit gro&szlig;er Wahrscheinlichkeit anderswo stattfinden. Es ist schwer zu prognostizieren, wo genau das sein wird. In der vergangenen Woche vermutete ich, dass wir eventuell in den Rohstoffm&auml;rkten Probleme bekommen oder in den Aktienm&auml;rkten der Schwellenl&auml;nder. Aber wer wei&szlig;? Anstatt die letzte Krise zu beenden, ist es jetzt wichtig, das Risiko insgesamt zu begrenzen. Dabei gibt es zwei Priorit&auml;ten.<br>\nDie erste sollte sein, das Schattenbankensystem so weit wie m&ouml;glich auszuhebeln und in den Bankensektor zu integrieren. Das wird nicht passieren. Gro&szlig;e Teile des globalen Finanzsektors werden auch weiterhin au&szlig;erhalb jeglicher Aufsicht existieren, wie etwa der gesamte Markt f&uuml;r Swaps &ndash; Zinsswaps, Devisenswaps, Kreditausfallswaps und deren exotische Varianten. Die zweite Priorit&auml;t ist die Rekapitalisierung des Bankensektors. Hier geht es nicht nur um eine Erh&ouml;hung der Eigenkapitalquoten. Viel wichtiger noch ist die Neudefinition von Kapital. Gerade deutsche Banken stecken voller Hybridkapital, das f&uuml;r Regulierungszwecke zwar offiziell als Kernkapital zugelassen, unter &ouml;konomischen Gesichtspunkten aber witzlos ist. Es geht schlie&szlig;lich darum, dass Kapital auftretende Verluste absorbiert. Wer in Deutschland aber Genussscheine oder stilles Kapital besitzt, sieht dessen Funktion allerdings etwas anders. Das deutsche Bankensystem hat schlichtweg nicht genug Kapital, um externe Schocks zu verkraften. Da k&uuml;nftig mehr solcher Schocks zu erwarten sind, ist eine St&auml;rkung echten risikoabsorbierenden Kapitals notwendig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/:kolumne-wolfgang-muenchau-warten-auf-den-zweiten-einschlag\/50160771.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der ehemalige Chefredakteur der FTD hat lange Zeit das angels&auml;chsische Modell, wie Wirtschaft, Gesellschaft und Politik aufgebaut sein sollten, auch als beispielhaft f&uuml;r Deutschland angesehen. Angesichts der weltweiten Finanzkrise hat sich M&uuml;nchau im Gegensatz zu vielen eindeutig vom Finanzkapitalismus angels&auml;chsischen Typs distanziert, umso bedr&uuml;ckender seine Prognose: &ldquo;Die Schlussfolgerung dieser Serie ist, dass es erst nach der n&auml;chsten Krise zu einer grundlegenden Umorientierung kommen wird. Das hei&szlig;t aber auch, dass diese neue Krise zun&auml;chst kommen wird. Was sie so gef&auml;hrlich macht, ist unser schw&auml;chlicher Allgemeinzustand. Genauso wie es in Europa erst nach dem Zweiten Weltkrieg zu einer grundlegenden politischen Neuordnung kam, ist es auch mit den Finanzkrisen. Die jetzige Krise war offensichtlich nicht destruktiv genug. Aus der n&auml;chsten wird man ohne Illusionen hervorgehen.&rdquo;<br>\nBislang steht zu bef&uuml;rchten, dass er recht beh&auml;lt, nur dass der Preis des n&auml;chsten Kollapses f&uuml;r die bereits geschw&auml;chten Volkswirtschaften nicht mehr mit den Ma&szlig;st&auml;ben der jetzigen Krise gemessen werden kann.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Hypo Alpe-Adria: Die Finanzaufsicht stie&szlig; bereits 2007 auf massive Ungereimtheiten<\/strong><br>\nDie Justiz w&auml;hnt jetzt massive Unregelm&auml;&szlig;igkeiten bei zwei Kapitalerh&ouml;hungen 2004 und 2006. Die Finanzaufsicht wei&szlig; davon seit Jahren &ndash; und lie&szlig; die verantwortlichen Banker stets unbehelligt. Das Protokoll einer beispiellosen Schlamperei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.profil.at\/articles\/1034\/560\/276454\/hypo-alpe-adria-die-finanzaufsicht-2007-ungereimtheiten\">Profil<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Peinlich, peinlich, wie die bayerische Landesbank &uuml;ber den Tisch gezogen wurde, wenn nicht gar noch Schlimmeres anzunehmen ist. Sowohl die &ouml;sterreichische Nationalbank als auch die Finanzmarktaufsicht (FMA) wussten bereits Mitte 2006, dass die Hypo Alpe-Adria Kapital in den B&uuml;chern f&uuml;hrte, das es schlicht nicht gab &ndash; also lange bevor die bayerische Landesbank f&uuml;r 1,7 Milliarden Euro im Jahr 2007 die Hypo Alpe Adria &uuml;bernahm (Mehrheitseigent&uuml;mer). So wird auch verst&auml;ndlich, warum sich K&auml;rnten weigerte, die Hypo Alpe Adria finanziell zu unterst&uuml;tzen, obwohl das Land immer noch Anteile hielt. Stattdessen lie&szlig;en Haider &amp; Co die Bayern bis Ende 2009 nach und nach weitere zwei Milliarden nach K&auml;rnten &uuml;berweisen.<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>&ldquo;Das ist fahrl&auml;ssig&rdquo;<\/strong><br>\nProfessor Manuel Theisen, Lehrstuhlinhaber f&uuml;r Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilian-Univerit&auml;t M&uuml;nchen, bewertet die Vertr&auml;ge des Kaufs der Hypo Group Alpe Adria (HGAA) seitens der BayernLB als &ldquo;krass abgewichen&rdquo; von anderen Vertragsverhandlungen dieser Dimension. Offenbar sei der Kauf der HGAA aufgrund von politischem Druck zu Stande gekommen. Nach Auffassung von Theisen d&uuml;rfte der Milliarden Euro schwere Schaden selbst bei einer Verurteilung der Verantwortlichen weiter zu Lasten der Steuerzahler gehen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/beitrag\/video\/1126038\/Das-ist-fahrlaessig#\/beitrag\/video\/1126038\/Das-ist-fahrlaessig\">ZDF Frontal 21: &bdquo;Das ist f&auml;hrl&auml;ssig&ldquo;<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/beitrag\/video\/1126102\/Stoiber-ist-groessenwahnsinnig-gewesen#\/beitrag\/video\/1126102\/Stoiber-ist-groessenwahnsinnig-gewesen\">ZDF Frontal 21: &bdquo;Stoiber ist gr&ouml;&szlig;enwahnsinnig gewesen&ldquo;<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>BaFin sortiert Aufsichtsr&auml;te von Banken aus<\/strong><br>\nDie Finanzaufsicht geht gegen inkompetente oder unzuverl&auml;ssige Aufsichtsr&auml;te von Banken vor. In insgesamt zehn F&auml;llen nutzt die Aufsichtsbeh&ouml;rde ihre neuen Kompetenzen sogar dazu, Kontrolleure aus dem Amt zu entfernen. Die Kontrolle der Aufseher durch die BaFin ist ein Novum: Erst im vergangenen Sommer hatte der Bundestag das Kreditwesengesetz entsprechend versch&auml;rft &ndash; als Lehre aus der Finanzkrise. Bis dahin wurden sie &uuml;berhaupt nicht &uuml;berwacht. In der Krise war die Arbeit der Aufsichtsr&auml;te stark kritisiert worden. Die Kontrolleure hatten nicht verhindert, dass Banken sich in riskante Gesch&auml;fte st&uuml;rzten, Milliardenverluste erlitten und vom Steuerzahler gerettet werden mussten. F&uuml;r die jetzt eingeleiteten Verfahren gibt es verschiedene Gr&uuml;nde: In einem Fall wirft die Beh&ouml;rde dem betroffenen Aufsichtsrat vor, zu wenig vom Bankgesch&auml;ft zu verstehen. In drei F&auml;llen bem&auml;ngelt sie, dass Aufsichtsr&auml;te zu viele Kontrollmandate haben. Bei sechs Aufsichtsr&auml;ten zweifelt die BaFin an deren Zuverl&auml;ssigkeit. Dies sei etwa dann der Fall, wenn ein Aufsichtsrat zugleich Kunde der Bank ist, sein Kredit aber ausfallgef&auml;hrdet oder sogar ausgefallen ist, sagte Cr&uuml;well. &ldquo;Dann besteht ein Interessenkonflikt.&rdquo; Seit August 2009 muss die BaFin auch die Ernennung neuer Aufsichtsr&auml;te absegnen. Diese m&uuml;ssen anhand ihrer Lebensl&auml;ufe nachweisen, dass sie &ldquo;Sachkunde&rdquo; mitbringen. Das Kreditwesengesetz schreibt unter anderem vor, dass sie in der Lage sein m&uuml;ssen, die Gesch&auml;fte der Bank zu verstehen und Risiken zu beurteilen. Beobachter gehen davon aus, dass die Eigent&uuml;mer von Banken sich wegen der neuen Kompetenzen der BaFin k&uuml;nftig genauer &uuml;berlegen werden, wen sie in den Aufsichtsrat berufen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/:machtdemonstration-ba-fin-sortiert-aufsichtsraete-von-banken-aus\/50163321.html?mode=print\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Aufbruch im Autoland<\/strong><br>\nElektrofahrzeuge sollen einmal den mehr als 100 Jahre alten Verbrennungsmotor ersetzen. Dem Automotive Cluster um Stuttgart stehen schwierige Zeiten bevor. Wie dramatisch sich der Umstieg vom Verbrennungs- zum Elektromotor einmal auswirken k&ouml;nnte, zeigt der Blick auf das Mercedes-Stammwerk in Stuttgart-Untert&uuml;rkheim, ein klassisches Aggregatewerk mit Gie&szlig;erei und rund 20 000 Besch&auml;ftigten. Was sie entwickeln, an Einzelteilen herstellen und schlie&szlig;lich zu Vier-, Sechs- und Achtzylindermotoren montieren &ndash; Zylinderk&ouml;pfe, Kurbelgeh&auml;use, Pleuel -, dazu Getriebe und Achsteile, ist in einem Elektroauto schlicht &uuml;berfl&uuml;ssig. &ldquo;Deshalb diskutieren wir sowohl im Betriebs- und Gesamtbetriebsrat als auch mit dem Management sehr intensiv dar&uuml;ber, wie aus gr&uuml;ner Technologie neue Besch&auml;ftigungsfelder entstehen k&ouml;nnten&rdquo;, sagt der Betriebsratsvorsitzende Wolfgang Nieke. beim Elektroantrieb, sagen die meisten Experten, dauere es noch viele Jahre, bis auch nur wenige Prozent der konventionellen Motoren ersetzt werden k&ouml;nnten. &ldquo;Wenn man 2020 den Schalter vom Verbrennungs- zum Elektromotor umlegen w&uuml;rde, m&uuml;sste es einem Himmelangst werden, aber das wird nicht so sein&rdquo;, sagt Nieke. &ldquo;Zwischen 2020 und 2040 werden sich die Besch&auml;ftigungseffekte beider Technologien irgendwie aneinander vorbeischieben.&rdquo; Das klingt nach sehr viel Zeit. Aber je entfernter der Horizont, umso mehr Unbekannte gibt es im Wettrennen der Automobilkonzerne um den richtigen Alternativantrieb.<br>\nEs gibt viele gute Gr&uuml;nde, sich zu sorgen, aber viele Betriebsr&auml;te und Manager sprechen das nur aus, wenn sie anonym bleiben.&rdquo;Bei den Automobilherstellern fragt man sich hinter vorgehaltener Hand l&auml;ngst, womit man k&uuml;nftig seine Tausende von Mitarbeitern im Motorenbau besch&auml;ftigen soll&rdquo;, sagt einer angesichts der Tatsache, dass die Fertigung des Elektromotors im Vergleich zum Verbrennungsmotor etwa zwei Drittel weniger arbeitsintensiv ist. Dabei ist v&ouml;llig ungewiss, ob wenigstens das restliche Drittel in der Region bleibt: &ldquo;Das Produktionsthema wird hier am Standort immer schwieriger. Die gro&szlig;e Motorisierung in China und Indien werden wir hier nicht produzieren. Wenn wir gut sind, schaffen wir es, die Forschung und Entwicklung hier zu halten.&rdquo; &ldquo;Zu dem hei&szlig;en Eisen, wo die Produktion sein wird, will ich lieber gar nichts sagen.&rdquo; &ldquo;Der Worst Case w&auml;re, dass der Elektro-Antriebsstrang nicht in der Region produziert wird, weil keine rentable Fertigung hier m&ouml;glich ist. Dann sieht es ganz d&uuml;ster f&uuml;r die gro&szlig;en Werke im Neckartal und Umgebung aus.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/107_107818.html\">Hans-B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Annahme eines Zeitraums 2020 bis 2040, in dem wir Zeit h&auml;tten, allm&auml;hlich von Verbrennungsmotoren auf Elektromotoren umzusteigen, ist reichlich optimistisch. Die Internationalen Energie Agentur (IEA) geht davon aus, dass wir 2010 t&auml;glich 85,7 Mio. Barrel Erd&ouml;l verbrauchen werden, was derzeit anscheinen noch recht problemlos gef&ouml;rdert werden kann, wenn man von &bdquo;kleinen Unf&auml;llen&ldquo; wie im Golf von Mexiko absieht. Aber wie sieht es f&uuml;r das Jahr 2020 aus? F&uuml;r das Jahr 2020 wird nur eine geringe Steigerung auf ein globales F&ouml;rdermaximum von 90 Mio. Barrel gesch&auml;tzt. Sollte sich allerdings der Verbrauchstrend wie bisher weiterentwickeln, kann aufgrund des steigenden Verbrauchs vor allem in den asiatischen Schwellenl&auml;ndern von einem t&auml;glichen Roh&ouml;lbedarf von rund 120 Mio. Barrel im Jahre 2020 <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/bin\/tp\/issue\/r4\/dl-artikel2.cgi?artikelnr=31838&amp;mode=print\">ausgegangen werden<\/a>.<br>\nDas hei&szlig;t aber, dass die verf&uuml;gbare Zeit einer Umstellung auf Elektromobilit&auml;t, viel knapper sein wird &ndash; ganz abgesehen davon, dass diese Umstellung mit einem enormen Ressourceneinsatz verbunden sein wird, mit z.T. auch wieder knappen Ressourcen wie Lithium als Batteriegrundlage. Wir m&uuml;ssen dabei von Elektrofahrzeugen einfachster Art ausgehen, jenseits von Aircondition u. &auml;. Die Regierungen dieser Welt, wie auch die Wirtschaft scheinen immer noch von einer Art Unendlichkeit der Erd&ouml;lvorkommen auszugehen oder darauf zu vertrauen, dass der Markt auftretende Knappheiten schon regeln w&uuml;rde.- Dann tr&auml;umt mal sch&ouml;n!<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Elektroautos der zurzeit diskutierten Art (d.h. mit Akkus an Bord) k&ouml;nnen Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren nur in Ausnahmef&auml;llen ersetzen (siehe <a href=\"?p=4375#h09\">&bdquo;Schmutzige Innovation&ldquo;<\/a> sowie ebendort der Beitrag von Wilhelm Hahne: &bdquo;E-Mobil-Wirkungsgrad: Reden wir mal &uuml;ber 12 Prozent&ldquo;). Und zum Thema &bdquo;Peak Oil&ldquo; ist das letzte Wort noch nicht gesprochen, siehe z.B. der Abschnitt <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Globales_%C3%96lf%C3%B6rdermaximum#Positionen_zu_Risiken_und_L.C3.B6sungsm.C3.B6glichkeiten\">&bdquo;Positionen zu Risiken und L&ouml;sungsm&ouml;glichkeiten&ldquo;<\/a> im Wikipedia-Artikel &bdquo;Globales &Ouml;lf&ouml;rdermaximum&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Medizinischer Fortschritt &ndash; Diagnose: Bedingt lebensf&auml;hig<\/strong><br>\nDas Drama um die drei verstorbenen Fr&uuml;hgeborenen in der Mainzer Universit&auml;tsklinik enth&uuml;llt die Systemfehler einer von Personalnot und Sparzw&auml;ngen ausgezehrten Medizin.<br>\nIm Umgang mit derart empfindlichen High-Tech-Ger&auml;ten findet die fortgeschrittene Diskounterisierung des Medizinbetriebes ihr augenf&auml;lliges Ende, ganz zu schweigen von den sekund&auml;ren Folgekosten eines unprofessionellen und unachtsamen Umgangs mit derart hoch pr&auml;zisen und extrem teuren chirurgischen Bestecken und Ger&auml;tschaften. Heute scheint nicht mehr das in vielen Jahren von der Ausbildung erworbene und lebenslang erweiterte und gepflegte &auml;rztliche Wissen und K&ouml;nnen, sondern die &ouml;konomische Logik zum Ma&szlig; aller Dinge zu werden. Fallpauschalen, Diseasemanagement, Controlling, Benchmarking, Cost-Benefit und Cost-Utility scheinen die Wegmarken einer fortgeschrittenen &Ouml;konomisierung der modernen Medizin darzustellen. Moderne &Auml;rzte stehen unter dem Diktat planwirtschaftlichen Vorgaben, die sie nach wirtschaftlichen Prinzipien erf&uuml;llen sollen &ndash; eine irrsinnige Quadratur des Kreises, die nicht gelingen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub7F74ED2FDF2B439794CC2D664921E7FF\/Doc~E60954B1069DA484CB2AB469E9E22A5F9~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Oskar Lafontaine: &ldquo;Logisch, dass die SPD Fehler korrigiert&rdquo;<\/strong><br>\nFrage: Die SPD will den Einstieg in die Rente mit 67 um drei Jahre verschieben. Freuen Sie sich &uuml;ber diesen Kursschwenk?<br>\nLafontaine: Das ist nur eine bescheidene Korrektur. Die SPD-Beschl&uuml;sse &auml;ndern nichts daran, dass massive Altersarmut vorprogrammiert ist. Das Rentenniveau wird durch verschiedene Faktoren, die mit der Rente mit 67 gar nichts zu tun haben, in den n&auml;chsten Jahren um 33 Prozent gek&uuml;rzt. Wer heute 1000 Euro im Monat verdient, hat nach 45 Arbeitsjahren einen Rentenanspruch von 400 Euro.<br>\nFrage: Wie sollte die Politik denn auf die steigende Lebenserwartung reagieren?<br>\nLafontaine: Die L&ouml;hne sollten wieder der Produktivit&auml;t folgen. In Deutschland war die Lohnentwicklung in den letzten Jahren um 30 Prozent schw&auml;cher als in Luxemburg. Wenn die L&ouml;hne steigen, werden auch h&ouml;here Renten gezahlt. Dann w&uuml;rden es die Arbeitnehmer auch gut verkraften, wenn der Rentenbeitrag um ein oder zwei Prozentpunkte angehoben wird. Wer den Rentnern wirklich helfen will, muss das deutsche Lohndumping beenden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2010-08\/lafontaine-SPD-interview\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Menschen mit Migrationshintergrund stellen fast ein F&uuml;nftel der Bev&ouml;lkerung<\/strong><br>\nDer Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund betr&auml;gt in der Bundesrepublik fast ein F&uuml;nftel der Bev&ouml;lkerung. Dies geht aus dem als Unterrichtung durch die Beauftragte der Bundesregierung f&uuml;r Migration, Fl&uuml;chtlinge und Integration, Maria B&ouml;hmer (CDU), vorgelegten &rdquo;Achten Bericht &uuml;ber die Lage der Ausl&auml;nderinnen und Ausl&auml;nder in Deutschland&ldquo; (17\/2400) hervor. Danach hatten von den 82,1 Millionen Einwohnern im Jahr 2008 insgesamt 15,6 Millionen Menschen einen Migrationshintergrund. Damit seien 19 Prozent der Gesamtbev&ouml;lkerung seit 1950 nach Deutschland zugewandert oder Nachkommen von Zuwanderern. Mit 7,3 Millionen Menschen ist laut Bericht weniger als die H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung mit Migrationshintergrund ausl&auml;ndischer Staatsangeh&ouml;rigkeit, w&auml;hrend 8,3 Millionen einen deutschen Pass haben.<br>\nAm gr&ouml;&szlig;ten ist der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund an der Gesamtbev&ouml;lkerung den Angaben zufolge in den j&uuml;ngeren Altersstufen. So h&auml;tten inzwischen 34,4 Prozent der Kinder unter 5 Jahren einen Migrationshintergrund, bei den Kindern unter 10 Jahren seien es 32,7 Prozent. In der Altersgruppe bis 35 Jahre betrage der Anteil der Personen mit Migrationshintergrund 27,3 Prozent. Demgegen&uuml;ber machte der Migrantenanteil in der Altersgruppe &uuml;ber 65 Jahre nur 8,5 Prozent aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2010_08\/2010_281\/01.html\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> In dem <a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/17\/024\/1702400.pdf\">Bericht [PDF &ndash; 2.3 MB]<\/a> hei&szlig;t es u.a.:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>Eine Differenzierung zwischen deutschen Staatsangeh&ouml;rigen einerseits und &bdquo;Ausl&auml;nderinnen und Ausl&auml;ndern&ldquo; andererseits wird der sozialen Realit&auml;t in Deutschland nicht mehr gerecht&hellip; Insbesondere die Integrations-, Bildungs- und Arbeitsmarktprobleme dieser Generationen m&uuml;ssen gemeinsam mit den Migrantinnen und Migranten angegangen werden.<br>\nNach Erkenntnissen der Studie leben rund 4 Millionen Muslime in Deutschland&hellip;Etwa 45 Prozent der Muslime mit Migrationshintergrund sind Deutsche, rund 55 Prozent haben eine ausl&auml;ndische Staatsangeh&ouml;rigkeit. Zwischen 2,5 und 2,7 Millionen der in Deutschland lebenden Muslime sind t&uuml;rkischst&auml;mmig, dies entspricht einem Anteil von rund 63 Prozent.<br>\nDie Befragungsergebnisse belegen, dass von der regionalen Herkunft nicht immer auf die Religionszugeh&ouml;rigkeit geschlossen werden kann. Zuwanderer aus muslimischen Herkunftsl&auml;ndern f&uuml;hlen sich teilweise keiner Religionsgemeinschaft zugeh&ouml;rig (z. B. 40 Prozent der Zuwanderer aus dem Iran), teilweise geh&ouml;ren sie einer nicht-muslimischen Minderheit an (z. B. Christen aus dem Irak). Knapp drei Viertel der Muslime in Deutschland entstammen sunnitischen Glaubenstraditionen, 13 Prozent der Muslime ordnen sich den Aleviten zu, 7 Prozent den Schiiten.<br>\nDie muslimische Bev&ouml;lkerung in Deutschland ist regional sehr ungleich verteilt. 98,4 Prozent der Muslime leben in den alten Bundesl&auml;ndern und Berlin, nur 1,6 Prozent haben ihren Wohnsitz in den neuen Bundesl&auml;ndern. In Nordrhein-Westfalen wohnt rund ein Drittel aller Muslime in Deutschland.<br>\nIn der Untersuchung geben 36 Prozent der befragten Muslime an, &bdquo;sehr stark gl&auml;ubig&ldquo; zu sein, weitere 50 Prozent halten sich selbst f&uuml;r &bdquo;eher gl&auml;ubig&ldquo;. Insgesamt tragen 72,4 Prozent und damit die deutliche Mehrheit der muslimischen Frauen in Deutschland kein Kopftuch.<br>\nUnter den sehr religi&ouml;sen Musliminnen tragen mit 43,3 Prozent ebenfalls weniger als die H&auml;lfte der Frauen ein Kopftuch. Das Tragen eines Kopftuchs nimmt &ndash; entgegen der &ouml;ffentlichen Wahrnehmung &ndash; in der zweiten Generation deutlich ab. Die Studie zeigt auch, dass die fehlende Teilnahmebereitschaft von Musliminnen und Muslimen am gemischtgeschlechtlichen Sportunterricht sowie an Klassenfahrten in der &ouml;ffentlichen Diskussion &uuml;berbewertet wird.<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Zu den Sarrazinaten<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Gibt es ein j&uuml;disches Gen? Kann man V&ouml;lker genetisch unterscheiden?<\/strong><br>\nIst Intelligenz erblich?<br>\nInterview mit dem Biologen und Wissenschaftsjournalisten Michael Lange zu den Behauptungen Sarrazins.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2010\/08\/31\/drw_201008311005_das_bestimmte_juedische_gen_thilo_ec88ab90.mp3\">DLF [Podcast]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers O.F.:<\/strong> Die Zwillingsforschung wird beispielsweise grunds&auml;tzlich in Frage gestellt von: Christoph Mai und Hendrik van den Bussche: Methodenkritik der Zwillingsforschung, in: Hendrik van den Bussche: Medizinische Wissenschaft im &lsquo;Dritten Reich&rsquo;, Berlin\/Hamburg 1989, S. 171- 206.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Sarrazins Quellen: Nichts macht die Gesellschaft d&uuml;mmer als Biologismus<\/strong><br>\nAls h&auml;tte es alle Erfahrungen des zwanzigsten Jahrhunderts nicht gegeben: Im Innersten seines Buches hat Thilo Sarrazin eine vulg&auml;rdarwinistische Gesellschaftstheorie versteckt. Der Autor verschleiert die Terminologie und geht fahrl&auml;ssig mit seinen Quellen um. Von Frank Schirrmacher.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubB9EEEB8472F64991AD7DFD4BB9D27302\/Doc~E0439B949FC414E4BA0BD30FDB27317FD~ATpl~Ekom~SKom~Arub4kom~E%7B9B4326FE-2669-456B-AC0C-F17E0C7E9105%7D~Apge~E2.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Stuttgart 21<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Bund will mehr Geld von Land und Bahn<\/strong><br>\nDenn in Ramsauers Haus reift offenkundig die Erkenntnis, dass der Bau der 60 Kilometer langen ICE-Strecke durch die Schw&auml;bische Alb zum finanziellen Sprengsatz f&uuml;r den Bundesetat werden k&ouml;nnte. F&uuml;r die H&auml;lfte der 60 Kilometer langen Trasse m&uuml;ssen Tunnelr&ouml;hren durch l&ouml;chrigen Karst gebohrt werden. Experten erwarten daher &ndash; wie bei vergleichbaren Bahnprojekten &ndash; weitere Kostensteigerungen und rechnen vor, dass die Strecke unter f&uuml;nf Milliarden Euro nicht zu haben sei. Behielten die Kritiker Recht, w&uuml;rde der Bundesanteil an der ICE-Trasse, der sich bereits auf fast 1,8 Milliarden Euro verdoppelt hat, auf fast vier Milliarden steigen. Das wiederum w&auml;re ein Gutteil der Summe, die Ramsauer bis 2020 voraussichtlich bundesweit f&uuml;r alle Schienenneubauprojekte zur Verf&uuml;gung steht.<br>\nKein Wunder also, dass der Minister jetzt pr&uuml;fen l&auml;sst, wie &ldquo;die Finanzierung der Mehrkosten sichergestellt&rdquo; werden kann.<br>\nDer Bund wolle Land und Bahn in die Finanzierung der Mehrkosten &ldquo;einbinden&rdquo;, hei&szlig;t es. Im Klartext: die Partner sollen mehr Geld zuschie&szlig;en als vertraglich vereinbart.<br>\nDas aber widerspr&auml;che den Finanzierungsvertr&auml;gen. Auf diese beruft sich auch Wolfgang Drexler (SPD), Projektsprecher von Stuttgart 21, wenn er das Schienenprojekt f&uuml;r &ldquo;unumkehrbar&rdquo; erkl&auml;rt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/stz\/page\/2612662_0_2404_-neubaustrecke-wendlingen-ulm-bund-will-mehr-geld-von-land-und-bahn.html?_skip=1\">Stuttgarter Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Reuter: Politisch Verantwortliche m&uuml;ssen &ldquo;sorgf&auml;ltiger auf die Menschen&rdquo; zugehen<\/strong><br>\nEhemaliger Daimler-Vorstand fordert, Argumente f&uuml;r und wider Stuttgart 21 zu pr&uuml;fen.<br>\nDie Mehrheit der Bev&ouml;lkerung opponiere mit sehr ernsthaften Argumenten und friedlichen Mitteln gegen das Projekt 21 in Stuttgart, sagt Edzard Reuter, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Daimler-Benz AG. Die Politik m&uuml;sse sich der Situation stellen und gegebenenfalls eine Volksbefragung durchf&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/interview_dlf\/1261089\/\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Aufgrund der Brisanz der vorliegenden Resultate ist absolutes Stillschweigen erforderlich.&rdquo;<\/strong><br>\nAnalyse des bisher unver&ouml;ffentlichten sma-Bericht an die Nahverkehrsgesellschaft Baden-W&uuml;rttemberg NVBW vom 3.6.2008 vom Fahrgastverband PRO BAHN, vom Bund f&uuml;r Umwelt und Naturschutz Deutschland und vom Verkehrsclub Deutschland (VCD)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kopfbahnhof-21.de\/index.php?id=534\">K 21<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>NRW-Kabinett beschlie&szlig;t Abschaffung der Studiengeb&uuml;hren zum WS 2011\/12<\/strong><br>\nDas nordrhein-westf&auml;lische Kabinett hat in seiner heutigen Sitzung beschlossen, die Studiengeb&uuml;hren zum Wintersemester 2011\/2012 abzuschaffen. Gleichzeitig sieht der beratene Gesetzesentwurf zur Verbesserung der Chancengleichheit am Hochschulzugang vor, den Hochschulen dauerhaft das bisherige Aufkommen aus Studienbeitr&auml;gen zu garantieren, damit sie weiterhin Ma&szlig;nahmen zur Qualit&auml;tsverbesserung in Lehre und Studium finanzieren k&ouml;nnen.<br>\nAls Ausgleich f&uuml;r die Studiengeb&uuml;hren sollen die Hochschulen Kompensationsmittel in H&ouml;he von 249 Millionen Euro j&auml;hrlich zus&auml;tzlich zum Landeszuschuss erhalten, die zweckgebunden f&uuml;r die Verbesserung der Studienqualit&auml;t eingesetzt werden sollen. Diese Mittel werden nach dem Prinzip &ldquo;Geld folgt Studierenden&rdquo; nach der Anzahl der Studierenden in der Regelstudienzeit auf die &ouml;ffentlich-rechtlichen Hochschulen verteilt. Das Gesetz stellt sicher, dass diese Mittel nicht zu einer Erh&ouml;hung der Aufnahmekapazit&auml;t f&uuml;hren, sondern f&uuml;r zus&auml;tzliches Personal wie zum Beispiel Lehrkr&auml;fte und Tutoren verwendet werden k&ouml;nnen. Die Studierenden sollen an der Entscheidung, wof&uuml;r diese Gelder eingesetzt werden, mitwirken und im Rahmen einer mindestens h&auml;lftig mit Studierenden besetzten Qualit&auml;tssicherungskommission die Qualit&auml;t ihrer Bildung umfassend einfordern k&ouml;nnen. Der Gesetzesentwurf wird nun in den Landtag eingebracht.<br>\nDie Vorg&auml;ngerregierung hatte zum Wintersemester 2006\/2007 den NRW-Hochschulen die M&ouml;glichkeit einger&auml;umt, Studiengeb&uuml;hren von bis zu 500 Euro pro Semester zu erheben. Davon hatten 31 der 36 &ouml;ffentlich-rechtlichen Universit&auml;ten und Fachhochschulen Gebrauch gemacht und &uuml;berwiegend den H&ouml;chstsatz verlangt. Im Jahr 2009 hatten die Hochschulen entsprechend ihrer Jahresabschl&uuml;sse Nettoeinnahmen von 249 Millionen Euro aus Studiengeb&uuml;hren.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.innovation.nrw.de\/presse\/presseinformationen\/pressearchiv\/archiv2010\/pm100831.php\">Ministerium f&uuml;r Innovation, Wissenschaft und Forschung NRW<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.innovation.nrw.de\/objekt-pool\/download_dateien\/presse\/PK_Studiengebuehren\/2010-08-30-GesetzE.pdf\">Gesetzentwurf [PDF &ndash; 101 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Ghadhafi rettet Europa und verlangt daf&uuml;r Geld<\/strong><br>\nDer libysche Revolutionsf&uuml;hrer Ghadhafi stellt Rechnung f&uuml;r die Unterbindung des Migrantenstroms von Afrika nach Europa. Ohne seine Hilfe k&ouml;nne Europa &laquo;schon morgen zu einem zweiten Afrika werden&raquo;, sagte er in Rom.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/international\/ghadhafi_afrika_europa_migration_berlusconi_1.7394262.html\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Eine &Uuml;bersicht &uuml;ber die reale Einbindung Libyens und anderer Drittstaaten in das Migrations- und Sicherheitsregime der Europ&auml;ischen Union an ihren Au&szlig;engrenzen bietet der Aufsatz von <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/.dossier\/migration_artikel.id,20100611a0009\">Alain Morice und Claire Rodier: Europas Mauern<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu passt:<\/em><\/p>\n<p><strong>Gegen die Sanduhr<\/strong><br>\nVor 41 Jahren putschte sich Muammar al Gaddafi an die Macht, propagierte dann einen arabischen Sozialismus, isolierte sein Land, verschleuderte Geld. Nun reichen &Ouml;l und Gas nur noch 30 Jahre &ndash; und Libyen sucht den Weg zur&uuml;ck in die Welt. Es baut. Alles gro&szlig; und alles gleichzeitig<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/gegen-die-sanduhr\/1915714.html;jsessionid=32C02249EDA8050D0759110C6E691C70\">Tagesspiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Vor dem Hintergrund, dass Libyens &Ouml;l- und Gasreserven nur noch f&uuml;r 30 Jahre reichen, bekommt Gaddafis Forderung von <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/news2\/aktuell\/gaddafi-will-von-eu-fuenf-milliarden-fuer-kampf-gegen-einwanderer-1598687.html\">&ldquo;j&auml;hrlich mindestens f&uuml;nf Milliarden Euro&rdquo;<\/a> f&uuml;r den Kampf gegen illegale Einwanderer aus Afrika einen leicht rationalen Anstrich.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Kampf gegen Taliban in &laquo;letzter Phase&raquo;<\/strong><br>\nDemn&auml;chst wird die Zahl der ausl&auml;ndischen Soldaten in Afghanistan mit 150&rsquo;000 Mann ihren H&ouml;chststand erreicht haben. General Petraeus sieht die vermehrten Angriffe der Taliban als Folge des erh&ouml;hten Drucks der internationalen Truppen. Nach Angaben der unabh&auml;ngigen Internet-Seite icasualties.org sind in diesem Jahr bereits 485 Angeh&ouml;rige der internationalen Streitkr&auml;fte get&ouml;tet worden. Im gesamten vergangenen Jahr waren es 521 gewesen. Die vom amerikanischen Pr&auml;sidenten Barack Obama im Dezember angek&uuml;ndigte Truppenverst&auml;rkung um 30&rsquo;000 Soldaten erh&ouml;he nun den Druck auf die Aufst&auml;ndischen, sagte Petraeus. &laquo;Ich habe als Zeuge im vergangenen Jahr mehrfach gesagt, dass es erst schwieriger und dann einfacher werden wird&raquo;, f&uuml;gte er hinzu. &laquo;Das liegt in der Natur derartiger Unterfangen.&raquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/international\/afghanistan_general_petraeus_kampf_gegen_taliban_einschaetzung_1.7402273.html\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Man kann die vermehrten Angriffe der Taliban auch ganz anders deuten. Trotz Truppenverst&auml;rkung gelingt es den ausl&auml;ndischen Truppen nicht, das Land zu befrieden.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Arbeitsmarkt im August 2010; der allm&auml;hliche R&uuml;ckzug des Sozialstaats; Sozialversicherungspflichtige Besch&auml;ftigung im rentennahen Alter; Tariftreue und EU-Rechtsprechung; warten auf den zweiten Einschlag; Ungereimtheiten bei Hypo Alpe-Adria; Aufbruch im Autoland; Diagnose: Bedingt lebensf&auml;hig; Menschen mit Migrationshintergrund; zu den Sarrazinaten; Stuttgart 21; NRW-Kabinett beschlie&szlig;t Abschaffung der Studiengeb&uuml;hren; Ghadhafi rettet Europa und<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6624\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-6624","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6624","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6624"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6624\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6629,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6624\/revisions\/6629"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6624"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6624"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6624"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}