{"id":66359,"date":"2020-10-31T11:00:25","date_gmt":"2020-10-31T10:00:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66359"},"modified":"2020-11-02T08:17:03","modified_gmt":"2020-11-02T07:17:03","slug":"israel-sudan-trumps-wiederwahl-und-das-ende-der-welt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66359","title":{"rendered":"Israel, Sudan, Trumps Wiederwahl und das Ende der Welt"},"content":{"rendered":"<p>Donald Trump strich im Eilverfahren den Sudan von der US-Liste der Terrorunterst&uuml;tzer, so dass Israel nach den Emiraten und Bahrain nun auch mit Khartum einen historischen Friedensprozess einleiten kann. Der Grund f&uuml;r diesen &uuml;bereilten Schritt ist einzig und allein die US-Pr&auml;sidentschaftswahl n&auml;chste Woche, bei der Trump in den Umfragen klar hinter Joe Biden liegt. Um diesen Zusammenhang verstehen zu k&ouml;nnen, m&uuml;ssen die ultrakonservativen Evangelikalen in den Fokus ger&uuml;ckt werden. Denn ohne diesen m&auml;chtigen Wahlblock ist Trumps Wiederwahl ausgeschlossen. Das Mittel, um den Support der Evangelikalen zu sichern, ist die Bedienung ihrer apokalyptischen, zutiefst antisemitischen Endzeit-Agenda. Von <strong>Jakob Reimann<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_4281\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-66359-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/201031-Das-Ende-der-Welt-Reimann-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/201031-Das-Ende-der-Welt-Reimann-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/201031-Das-Ende-der-Welt-Reimann-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/201031-Das-Ende-der-Welt-Reimann-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=66359-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/201031-Das-Ende-der-Welt-Reimann-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"201031-Das-Ende-der-Welt-Reimann-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Seit bald drei Jahrzehnten ist der Sudan ein Paria der Staatengemeinde. Er wird international ge&auml;chtet f&uuml;r den ersten Genozid im 21. Jahrhundert: den V&ouml;lkermord in Darfur, dem bis zu eine halbe Million Menschen zum Opfer fiel. Gegen Diktator Omar Al-Bashir, der das Land <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2019-04-12\/sudan-sturz-des-diktators-die-proteste-gehen-weiter\/\">bis zu seinem Sturz im April 2019<\/a> 30 Jahre lang mit harter Hand regierte, wurde 2008 beim Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag ein Haftbefehl ausgesprochen &ndash; damit erstmals gegen ein amtierendes Staatsoberhaupt. (Die F&uuml;hrer der Saudi-Emirate-Koalition als Verantwortliche des <a href=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2020\/01\/der-krieg-gegen-jemens-kinder\/\">zweiten Genozids<\/a> im neuen Jahrtausend, den im Jemen, m&uuml;ssen hingegen weder &Auml;chtung noch juristische Verfolgung f&uuml;rchten &ndash; <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59379\">ebenso wenig die USA, Gro&szlig;britannien, Frankreich, Russland und Deutschland als gr&ouml;&szlig;te Komplizen.<\/a>) Der Sudan steht schon seit 1993 auf der <a href=\"https:\/\/www.state.gov\/state-sponsors-of-terrorism\/\">Liste der Terrorismus unterst&uuml;tzenden Staaten des US-Au&szlig;enministeriums<\/a>, aktuell neben Nordkorea, Iran und Syrien. Der Regierung in Khartum wurde damals vorgeworfen, pal&auml;stinensischen und libanesischen K&auml;mpfern Unterschlupf zu gew&auml;hren, sowie sp&auml;ter, Al-Qaida bei den Anschl&auml;gen auf die US-Botschaften in Kenia und Tansania 1998 und dem Angriff auf die USS Cole im Jemen 2000 unterst&uuml;tzt zu haben.<\/p><p>Die Trump-Administration hat nun entschieden, der Sudan ist kein Terrorunterst&uuml;tzer mehr und nach den historischen Friedensvertr&auml;gen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain wird auch Israel Beziehungen zum einstigen Auss&auml;tzigen aufnehmen. Wie k&ouml;nnen diese Ereignisse eingeordnet werden? Und vor allem: Warum die Eile?<\/p><p><strong>Die Arroganz der Macht<\/strong><\/p><p>Am Montag vergangener Woche <a href=\"https:\/\/twitter.com\/realDonaldTrump\/status\/1318251010595303424\">verk&uuml;ndete<\/a> US-Pr&auml;sident Trump &ndash; nat&uuml;rlich &ndash; via Twitter, der Sudan werde von der US-Liste der Terrorunterst&uuml;tzer gestrichen. Ganz im Stil des transaktionalen US-Pr&auml;sidenten lautet die Vorbedingung, der Sudan m&uuml;sse f&uuml;r die Angeh&ouml;rigen der Opfer der drei oben genannten Terroranschl&auml;ge 335 Millionen US-Dollar auf einem Treuhandkonto hinterlegen. Normalerweise werden derartige Deals von Kennern der jeweiligen Region und den jahrzehntelangen Berufsdiplomaten im Au&szlig;enministerium verhandelt, doch nicht so dieses Mal. Der zunehmend paranoide Trump vertraut niemandem und so wurden die Sudan-Verhandlungen einzig von seinem <a href=\"https:\/\/foreignpolicy.com\/2020\/10\/19\/trump-remove-sudan-terrorist-list-israel-pressure\/\">engsten Milit&auml;rstab aus dem National Security Council<\/a> gef&uuml;hrt (jene Personen im omin&ouml;sen Hochsicherheitsraum im Keller des Wei&szlig;en Hauses, den wir aus einschl&auml;gigen Hollywood-Produktionen kennen). Nicht einmal der US-Sonderbotschafter f&uuml;r den Sudan, Donald Booth, war Teil der Verhandlungen, was den zentralen Punkt dieses politischen Stunts illustriert: Hier ging es nicht um die Sache, nicht um den Sudan, sondern um etwas ganz anderes.<\/p><p>N&auml;mlich um Israel. Nachdem die Trump-Administration bereits die Friedensverhandlungen zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) beziehungsweise Bahrain im September vermittelt hat, braucht Trump vor der Pr&auml;sidentschaftswahl n&auml;chste Woche unbedingt noch einen weiteren israel-bezogenen au&szlig;enpolitischen Erfolg (warum eigentlich, dazu gleich mehr). Und da Israel schlie&szlig;lich nicht mit einem &bdquo;Terrorunterst&uuml;tzer&ldquo; Frieden schlie&szlig;en kann, musste Trump noch schnell das Streichen von der Terrorliste einf&auml;deln. Trump verk&uuml;ndete die Normalisierung zwischen Sudan und Israel am vergangenen Freitag w&auml;hrend eines Telefonats mit Generalleutnant Abdel Fattah Burhan, Vorsitzender des zivil-milit&auml;rischen &Uuml;bergangsrats und damit De-facto-Staatsoberhaupt des Sudan, dessen Premierminister Abdalla Hamdok und dem israelischen Premier Benjamin Netanyahu. In einer <a href=\"https:\/\/www.whitehouse.gov\/briefings-statements\/joint-statement-united-states-republic-sudan-state-israel\/\">gemeinsamen Erkl&auml;rung der drei L&auml;nder<\/a> hie&szlig; es, der &bdquo;Kriegszustand zwischen Sudan und Israel&ldquo; w&uuml;rde beendet und dass beide L&auml;nder &bdquo;Wirtschafts- und Handelsbeziehungen aufnehmen, wobei der Schwerpunkt zun&auml;chst auf der Landwirtschaft liegt&ldquo;.<\/p><p>In den Stra&szlig;en von Khartum kam es zu <a href=\"https:\/\/www.aljazeera.com\/news\/2020\/10\/24\/sudans-political-parties-reject-israeli-normalisation-deal\">Protesten<\/a> gegen die einseitige Normalisierung mit Israel, ohne dass als Vorbedingung ein gerechter Frieden mit Pal&auml;stina geschlossen worden w&auml;re &ndash; denn im krassen Gegensatz zu den korrupten und zumeist autorit&auml;ren F&uuml;hrern in den arabischen L&auml;ndern ist die pan-arabische Solidarit&auml;t mit Pal&auml;stina weiterhin tief in den V&ouml;lkern der Region verankert. Auch die sudanesische Opposition stellt sich gegen das Abkommen. Linke, Kommunisten, Baathisten, Nasseristen ebenso die Rechtszentristen, Nationalisten und Islamisten erkl&auml;rten, <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/israel-und-sudan-das-ja-aus-khartum-17019017.html\">die &Uuml;bergangsregierung habe kein politisches Mandat<\/a>, um einen derart historischen Schritt zu gehen. Anders als in den Monarchien in den VAE und Bahrain, wo &bdquo;legitim&ldquo; ist, was der K&ouml;nig sagt, ist der Sudan eine Republik und Demokratie. Nur existiert in der &Uuml;bergangsphase zwischen der <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2019-04-12\/sudan-sturz-des-diktators-die-proteste-gehen-weiter\/\">Revolution im April 2019<\/a> und den Wahlen 2022 kein Parlament. Anzunehmen, die nichtgew&auml;hlte &Uuml;bergangsregierung unter Generalleutnant Burhan verf&uuml;ge &uuml;ber die konstitutionelle Autorit&auml;t, die politische Legitimit&auml;t oder gar ein von der Bev&ouml;lkerung gedecktes Mandat, in dieser turbulenten Phase ein Abkommen dieser Tragweite abzuschlie&szlig;en, ist grotesk. Ein Bericht in der New York Times legt nahe, dass Khartum von Washington regelrecht <a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2020\/10\/23\/world\/middleeast\/sudan-israel-trump-terrorism.html\">in den Deal hineingedr&auml;ngt wurde:<\/a> &bdquo;Ein hochrangiger sudanesischer Funktion&auml;r erkl&auml;rte, seine Regierung habe sich dem monatelangen amerikanischen Druck schlie&szlig;lich gebeugt.&ldquo;<\/p><p>Von &auml;u&szlig;eren Playern in Kollaboration mit dem politischen Kl&uuml;ngel im Inland aufoktroyierte Ma&szlig;nahmen wie der Israel-Deal k&ouml;nnten das fragile Kartenhaus namens Sudan in seinem steinigen Demokratisierungsprozess ins Wanken oder gar zum Einsturz bringen, erneut k&ouml;nnten gegen die fragile Demokratie extremistische Kr&auml;fte gest&auml;rkt werden. Doch was k&uuml;mmert das schon Pr&auml;sident Trump?<\/p><p><strong>Das einzige Motiv: Wiederwahl<\/strong><\/p><p>Als Trump hinter seinem Schreibtisch im Oval Office sa&szlig; und den &bdquo;historischen Deal&ldquo; verk&uuml;ndete, fiel auf den Pressefotos eine Sache deutlich ins Auge: Hinter ihm standen zwar die &uuml;blichen Verd&auml;chtigen &ndash; die Pro-Israel-anti-Iran-Falken seiner Administration, Kushner, Pompeo, Mnuchin, <a href=\"https:\/\/www.politico.com\/story\/2019\/09\/06\/jared-kushner-middle-east-avi-berkowitz-1484339\">Berkowitz<\/a> &ndash; doch gab es weder eine israelische, geschweige denn eine sudanesische Delegation. Vorbei sind die Zeiten, als sich Staatschefs in Ferienresorts verschanzen und &uuml;ber Tage hinweg an Deals feilen, die Weltgeschichte schreiben werden; wie Sadat, Begin und Carter, als sie 1978 in Camp David den Israelisch-&Auml;gyptischen Frieden aushandelten. Nein, f&uuml;r so etwas blieb Trump keine Zeit, heute wird Weltgeschichte via Telefon und Twitter geschrieben. Das hier geschah ad hoc und diente weder Frieden noch Stabilit&auml;t in Nahost, sondern wie im Grunde alles, was im Trump-White-House ausgebr&uuml;tet wird: Donald Trump.<\/p><p>Genauer, dessen Chancen zur Wiederwahl am kommenden Dienstag. Trump liegt deutlich hinter seinem Herausforderer Joe Biden zur&uuml;ck, <a href=\"https:\/\/www.bbc.com\/news\/election-us-2020-53657174\">aktuell mit rund acht Prozent<\/a>. Doch wir wollen schlie&szlig;lich nicht die Umfragen vor der Wahl 2016 vergessen und ebenso wenig den Umstand, dass die US-Demokratie &uuml;ber ein zum Himmel schreiend <a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/kultur\/election-game-amerikas-wahlsystem-in-der-krise\/\">undemokratisches und mittelalterliches Wahlsystem<\/a> verf&uuml;gt, bei dem nicht notwendigerweise gewinnt, wer die meisten Stimmen erh&auml;lt: Von den f&uuml;nf Wahlen seit 2000 gewannen die Demokraten alle bis auf eine und <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/List_of_United_States_presidential_elections_in_which_the_winner_lost_the_popular_vote\">stellten doch nur zwei Mal den Pr&auml;sidenten<\/a> (einzig Bush gewann 2004; er verlor 2000 genau wie Trump 2016 und doch wurden beide Pr&auml;sident). Angesichts dieser Umst&auml;nde sowie der Versiertheit des Pr&auml;sidenten, Chaos zu stiften und f&uuml;r sich auszunutzen, entbehrt eine Prognose &uuml;ber den Ausgang der Wahl n&auml;chste Woche journalistischen Standards. Doch einen au&szlig;enpolitischen Erfolg kann Trump gut gebrauchen.<\/p><p>Die offensichtliche Antwort auf die Frage, warum Trump es mit der Terrorliste und der sudanesisch-israelischen Normalisierung so eilig hatte, ist also die US-Pr&auml;sidentschaftswahl. Doch bei einem Blick unter die Oberfl&auml;che ist die Antwort nicht mehr ganz so offensichtlich.<\/p><div class=\"donateNotice\"><p>Die Zugriffe bei den NachDenkSeiten wachsen. Die Arbeit w&auml;chst. Und auch der Aufwand. Wir bitten (auch) unsere neuen Leserinnen und Leser um Unterst&uuml;tzung.<br><a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=7726\">Das geht so ...<\/a><\/p><\/div><p><strong>F&uuml;r wen ist Trumps Sudan-Geschenk?<\/strong><\/p><p>Als Beobachter von au&szlig;en ist es verst&auml;ndlicherweise weniger von Interesse, was Trumps Regierung innenpolitisch verzapft, als was sie im Rest der Welt anstellt &ndash; f&uuml;r die Menschen in den USA ist dies, wie zu erwarten, andersherum: Der gemeine Trump-W&auml;hler interessiert sich nur bedingt f&uuml;r Israel und h&auml;tte, mit Verlaub, wohl Schwierigkeiten, <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=umpalMtQE50\">den Sudan auf einer Karte zu finden<\/a>. Das Pew Research Center fragte im Sommer 2020, welches von zw&ouml;lf vorgegebenen <a href=\"https:\/\/www.pewresearch.org\/politics\/2020\/08\/13\/important-issues-in-the-2020-election\/\">Politikfeldern &bdquo;sehr wichtig&ldquo; f&uuml;r die Wahlentscheidung<\/a> im November sei. Bei Trump-Supportern lag Au&szlig;enpolitik dabei auf Platz 6, hinter Waffen, Immigration, Supreme-Court-Besetzung, Gewaltverbrechen und auf Platz 1 die Wirtschaft (ethnische Benachteiligung &uuml;brigens auf Platz 11 und der Klimawandel weit abgeschlagen auf dem letzten Platz). Der eilig durchgeboxte Sudan-Israel-Deal richtet sich also eher nicht an Trumps nur begrenzt au&szlig;enpolitisch interessierte Basis, auch wird er Unentschlossene an den R&auml;ndern damit nicht umstimmen k&ouml;nnen.<\/p><p>Der Sudan-Deal ist ein gro&szlig;er Erfolg f&uuml;r den J&uuml;dischen Staat Israel &ndash; vielleicht also die j&uuml;dische US-W&auml;hlerschaft? Unwahrscheinlich. Denn J&uuml;dinnen und Juden sind dicht hinter Afroamerikanern <a href=\"https:\/\/ejewishphilanthropy.com\/will-american-jews-continue-to-vote-democratic-in-2020\/\">traditionell das treueste Bollwerk der US-Demokraten<\/a> und w&auml;hlen mindestens <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/American_Jews_in_politics#Presidential_elections\">seit 1916 mehrheitlich Demokratisch<\/a> &ndash; zumeist mit etwa zwei Dritteln, oft h&ouml;her, und gar mit 90 Prozent der Stimmen im Falle von Roosevelt 1944 und Johnson 1964 (2016 gingen 71 Prozent der j&uuml;dischen Stimmen an Clinton). Eine Gallup-Umfrage von 2019 ergab, dass 44 Prozent der befragten J&uuml;dinnen und Juden sich selbst als &bdquo;liberal&ldquo; bezeichneten. Damit lagen sie weit &uuml;ber dem Landesschnitt von 25 Prozent und stellten gar <a href=\"https:\/\/www.jta.org\/quick-reads\/half-of-american-jews-identified-as-democrat-in-2018\">die liberalste aller religi&ouml;sen Gruppen<\/a> dar. Sie haben traditionell zwar gro&szlig;e Sympathien mit Israel, <a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2019\/09\/24\/books\/review\/we-stand-divided-daniel-gordis.html\">doch schwinden diese zusehends<\/a>. Insbesondere unter j&uuml;dischen Millennials wird die Kritik am rechtsextremen Netanyahu immer lauter &ndash; bis hin zum offenen Bruch mit Israel und einem immer st&auml;rker werdenden Einsetzen f&uuml;r die pal&auml;stinensische Sache. Eine Gallup-Umfrage von 2018 ergab, dass J&uuml;dinnen und Juden in den USA mit 71 Prozent Ablehnung die mit Abstand <a href=\"https:\/\/www.jta.org\/quick-reads\/half-of-american-jews-identified-as-democrat-in-2018\">gr&ouml;&szlig;ten Trump-Kritiker<\/a> unter allen religi&ouml;sen Gruppen waren &ndash; was durch die Stereotypen-Brille wenig intuitiv erscheinen mag, ist er doch der gr&ouml;&szlig;te G&ouml;nner der israelischen Regierung in der Geschichte.<\/p><p>Gestatten Sie mir an dieser Stelle eine allgemeine Bemerkung zu einem uns&auml;glichen Narrativ: die Vermischung und Gleichsetzung von Judentum und Israel. Diese ist nicht nur faktisch grundfalsch und beruht auf unseren eigenen bigotten Vorurteilen, sondern ist ihrerseits in der Tendenz antisemitisch, weil sie die &uuml;ber die Jahrtausende hartn&auml;ckigste antisemitische Trope &uuml;berhaupt wiederk&auml;ut: die der <a href=\"https:\/\/antisemitism.org.il\/de\/136978\/\">doppelten j&uuml;dischen Loyalit&auml;t<\/a>. Jenes Vorurteil also, Juden h&auml;tten stets eine gr&ouml;&szlig;ere Loyalit&auml;t gegen&uuml;ber dem Heiligen Land, seit 1948 dem Staat Israel, als zu den L&auml;ndern, in denen sie leben &ndash; und seien in ihren jeweiligen Gesellschaften daher stets Fremdk&ouml;rper, denen mit Argwohn und Vorbehalt begegnet werden m&uuml;sse. Donald Trump spricht bei Auftritten vor US-amerikanischen J&uuml;dinnen und Juden immer wieder von &bdquo;eurem Land&ldquo; oder &bdquo;eurem Premierminister&ldquo; und meint damit nicht etwa die USA, sondern Israel und Netanyahu &ndash; <a href=\"https:\/\/www.businessinsider.com\/american-jews-condemn-trump-for-saying-israel-is-your-country-2020-9\">klassisch antisemitische Rhetorik<\/a>. Die Gleichsetzung von Judentum und Israel wird von reaktion&auml;ren Kr&auml;ften (pro-israelische Lobby in den USA, die Rechte in Israel) bis hin zu <a href=\"https:\/\/theintercept.com\/2018\/10\/30\/donald-trump-anti-semitism-synagogue-shooting\/\">Antisemiten wie Trump<\/a>, US-Nazi-Milizen oder den Charlie-Hebdo-Dschihadisten gebraucht und muss von progressiver Seite stets bek&auml;mpft werden.<\/p><p>Auch die j&uuml;dischen W&auml;hlerinnen und W&auml;hler &ndash; die im Landesschnitt ohnehin nur zwei Prozent der &uuml;ber 18-J&auml;hrigen ausmachen, in den meisten Swing-States weit unter einem Prozent &ndash; sind also nicht die Adressaten von Trumps Israel-Sudan-Geschenk, sondern eine andere Teilmenge der US-W&auml;hlerschaft, die im Gegensatz zur j&uuml;dischen gro&szlig; ist und in derem grotesken Weltbild Israel die zentrale Rolle zuf&auml;llt.<\/p><p><strong>Die evangelikale Rechte &ndash; die &bdquo;K&ouml;nigsmacher&ldquo;<\/strong><\/p><p>Der Evangelikalismus ist eine missionarische Str&ouml;mung des Protestantismus, der weltweit etwa 330 Millionen Menschen angeh&ouml;ren. In den USA sind rund ein Viertel der Bev&ouml;lkerung Evangelikale, in einigen Bundesstaaten fast die H&auml;lfte. Im Zentrum ihrer Lehre steht die Bibel, die frei von jeglichen Irrt&uuml;mern und deren Autorit&auml;t daher absolut ist. Eine Gruppe, der allein in den USA zig Millionen Menschen angeh&ouml;ren, ist selbstredend kein monolithischer Block, doch eint die Mehrheit der Evangelikalen ein fortschrittsfeindliches, (ultra-)konservatives bis rechtsextremes Weltbild, das ein striktes Abtreibungsverbot, Ablehnung pluralistischer Lebensstile und der B&uuml;rgerrechtsbewegung, Aufhebung der Trennung von Kirche und Staat, Glaube an Kreationismus und eine nur wenige Tausend Jahre alte Erde, Hypermaskulinit&auml;t und striktes Patriarchat, ausgedehnte Anwendung der Todesstrafe, Marktradikalismus, Ethnozentrismus sowie die Feindschaft gegen&uuml;ber der LGBTQ-Community, Muslimen, sozialen Sicherungssystemen und dem Kommunismus umfasst. Nach ihrer Auffassung sind Umweltkatastrophen keine nat&uuml;rlichen Ereignisse &ndash; und gewiss keinem menschengemachten Klimawandel geschuldet &ndash; sondern Gottes Strafe f&uuml;r &bdquo;unz&uuml;chtiges Verhalten&ldquo; wie Homosexualit&auml;t, Gl&uuml;cksspiel oder au&szlig;erehelichen Sex. Homosexuelle sollen sich einer &bdquo;Konversionstherapie&ldquo; unterziehen. Evangelikale streben einen &bdquo;biblischen Kapitalismus&ldquo; an, die radikaleren Teile wollen auf Basis der 10 Gebote eine &bdquo;<a href=\"https:\/\/theintercept.com\/2016\/11\/15\/mike-pence-will-be-the-most-powerful-christian-supremacist-in-us-history\/\">extremistische christliche Theokratie<\/a>&ldquo; errichten. <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2018-11-03\/brasiliens-neuer-praesident-bolsonaro-ist-ein-nazi-hoeren-wir-ihm-kurz-zu\/\">Der Nazi Jair Bolsonaro<\/a> ist ein radikaler Evangelikaler, in der Vereinigung &bdquo;Christen in der AfD&ldquo; gibt es weite inhaltliche und personelle Schnittmengen. Und der m&auml;chtigste Vertreter der US-Evangelikalen sitzt im Wei&szlig;en Haus: Vizepr&auml;sident Mike Pence.<\/p><p>Pence und die religi&ouml;sen Fundamentalisten um ihn herum &ndash; <a href=\"https:\/\/www.newyorker.com\/magazine\/2019\/08\/26\/mike-pompeo-the-secretary-of-trump\">Au&szlig;enminister Mike Pompeo an vorderster Front<\/a> &ndash; sollten ob ihrer mittelalterlichen R&uuml;ckw&auml;rtsgewandtheit, ihrer literalen Bibelauslegung, ihres Fanatismus und ihres menschenfeindlichen Weltbilds in Analogie zu den radikalen Islamisten um ISIS und Al-Qaida konsequent als radikale Christianisten bezeichnet werden, als <a href=\"https:\/\/www.commondreams.org\/views\/2018\/10\/28\/american-taliban\">&bdquo;christliche Taliban&ldquo;<\/a>, wie es US-Kommentator Bob Topper zuspitzt, mit ihrer Agenda, dem <a href=\"https:\/\/theintercept.com\/2016\/11\/15\/mike-pence-will-be-the-most-powerful-christian-supremacist-in-us-history\/\">&bdquo;christlichen Dschihad&ldquo;<\/a>, wie es der von mir hochgesch&auml;tzte Jeremy Scahill nennt. Diese Zuschreibungen m&ouml;gen in europ&auml;ischen Ohren grob polemisch bis albern klingen, doch beschreiben sie akkurat das Weltbild dieser Fanatiker. Im Kern ihrer wahnhaften Ideologie steht ein Konzept, das auf unfassbar zynische und menschenverachtende Weise Israel zur&uuml;ck ins Spiel bringt: Apokalypse, Harmagedon, die langersehnte Endzeit. In der folgenden Beschreibung &ndash; die oft nur schwer zu glauben ist &ndash; berufe ich mich ma&szlig;geblich auf die Expertise der <a href=\"https:\/\/www.thedailybeast.com\/why-evangelicals-love-israel\">Theologieprofessorin Candida Moss<\/a> und des <a href=\"https:\/\/www.salon.com\/2014\/12\/10\/why_millions_of_christian_evangelicals_oppose_obamacare_and_civil_rights_partner\/\">Religionshistorikers Matthew Avery Sutton<\/a>.<\/p><p>Im Sprachgebrauch von Normalsterblichen bedeutet Apokalypse die totale Zerst&ouml;rung, Weltuntergang, und gilt gemeinhin als wenig erstrebenswert. Bei den Evangelikalen ist das Gegenteil der Fall: Sie sehnen sich nach der Apokalypse. Sie sind Anh&auml;nger einer &bdquo;Endzeit-Theologie&ldquo; und gr&uuml;nden ihre Lehre auf die w&ouml;rtliche Auslegung der Offenbarung des Johannes, angereichert mit etwas Daniel, Ezechiel und Matth&auml;us. &Uuml;ber die genauen zeitlichen Abl&auml;ufe gibt es Debatten, doch l&auml;uft die Endzeit mehr oder weniger folgenderma&szlig;en ab: Es kommt zun&auml;chst zur unsichtbaren Wiederkunft Jesu. Dieser wird alle wahren Christen leibhaftig in den Himmel emporheben, die Phase der &bdquo;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Entr%C3%BCckung\">Entr&uuml;ckung<\/a>&ldquo;. Nun hat Satan freie Bahn und l&auml;sst den Antichristen auf die Menschheit los. Es folgen sieben Jahre der Gro&szlig;en Tr&uuml;bsal, die von Krieg, Hunger, Naturkatastrophen, Terror und Seuchen gepr&auml;gt ist. Nach dreieinhalb Jahren unterjocht der Antichrist s&auml;mtliche Nationen und errichtet eine weltweite Diktatur. Nach weiteren dreieinhalb Jahren kommt es schlie&szlig;lich zur sichtbaren Wiederkunft Jesu. In der Schlacht von Harmagedon setzen er und seine Armee der Terrorherrschaft des Antichristen ein Ende. Das Tausendj&auml;hrige Reich entsteht, wobei nicht ganz klar ist, ob Jesus vor oder nach Errichtung des Millenniumreiches wiederkehrt. So oder so: 58 Prozent der wei&szlig;en Evangelikalen in den USA sind der festen &Uuml;berzeugung, Jesus werde noch vor dem Jahr 2050 wieder auf Erden wandeln.<\/p><p>Und hier schlie&szlig;t sich der Kreis: Der Messias wird n&auml;mlich erst wiederkehren, wenn der j&uuml;dische Tempel in Jerusalem wiedererrichtet und Israel als j&uuml;dische Theokratie im neuen Glanze erstrahlt. Die gesamte evangelikale Endzeiterz&auml;hlung dreht sich um Jerusalem und Israel. Bei der Apokalypse kommt es zur Invasion Israels durch s&auml;mtliche Nationen dieser Welt, der Neubau des Tempels dient als Vorbedingung dieser letzten Schlacht. Die Evangelikalen brauchen im Heute also zwingend ein starkes Israel, so dass Jesus zur&uuml;ckkehrt und sie ins Himmelreich &bdquo;entr&uuml;ckt&ldquo;, bevor das gro&szlig;e Abschlachten aller Nicht-Evangelikalen beginnt. Religionshistoriker Sutton nennt den Preis der &bdquo;Entr&uuml;ckung&ldquo; einen &bdquo;entsetzlichen Menschheits-Holocaust&ldquo;, Theologieprofessorin Moss spricht von einem &bdquo;g&ouml;ttlichen Genozid&ldquo;, der den Gro&szlig;teil der Menschheit ausl&ouml;schen wird. Die Juden sind hierbei die Bauernopfer auf dem Endzeitschachbrett der Evangelikalen und werden final vor die Wahl gestellt: Sie k&ouml;nnen ihren Glauben ablegen, zum Protestantismus konvertieren und mit in den Himmel aufsteigen &ndash; oder sie werden in Harmagedon abgeschlachtet. Das Sprungbrett in den Himmel bauen und dann zu sterben, dies ist die Funktion, die die Evangelikalen den Juden zuschreiben.<\/p><p>Moss stellt zur Intention der Evangelikalen klar: &bdquo;Die Unterst&uuml;tzung des Staates Israel sollte daher keinesfalls als unersch&uuml;tterliche Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die religi&ouml;sen Rechte der Juden missverstanden werden: Zur Endzeit m&uuml;ssen Juden konvertieren oder sterben.&ldquo; Es &uuml;bersteigt meine geistigen F&auml;higkeiten, mir einen &auml;hnlich eliminatorischen Antisemitismus auszumalen, der in seiner letzten Konsequenz derart hinterh&auml;ltig und von Grund auf b&ouml;se ist wie der als Philosemitismus getarnte Antisemitismus der radikalen Evangelikalen: Die Juden sollen als Opferl&auml;mmer ihrer doppelz&uuml;ngigen, janusk&ouml;pfigen Patrone ihre eigene Schlachtbank errichten, die f&uuml;r ihre G&ouml;nner als Himmelspforte ins ewige Reich Gottes fungiert und f&uuml;r sie selbst nur die restlose Ausl&ouml;schung bereith&auml;lt.<\/p><p>Die exzessiv pro-israelische Politik der Trump-Pence-Regierung erscheint in einem etwas anderen Licht, nicht wahr?<\/p><p><strong>Die gro&szlig;e Heuchelei<\/strong><\/p><p>Der vulg&auml;re, mehrfach verheiratete, Pornostars Schweigegeld zahlende, pussy-grabschende Kasinobesitzer Trump entspricht nicht gerade dem Prototypen eines dem&uuml;tigen bibeltreuen Protestanten. Wie schaffte es also der biedere, bornierte Mike Pence &ndash; der stets die T&uuml;r offenl&auml;sst, wenn er mit einer Frau allein in einem Raum ist &ndash; auf Trumps Pr&auml;sidentschaftsticket?<\/p><p>Der Deal <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2018\/feb\/18\/donald-trump-evangelicals-code-of-ethics\">unaussprechlicher Heuchelei<\/a> beider Seiten lautet in etwa so:<\/p><p>Wei&szlig;e Evangelikale machen <a href=\"https:\/\/www.economist.com\/united-states\/2017\/10\/14\/the-evangelical-divide\">17 Prozent<\/a> der US-Bev&ouml;lkerung aus &ndash; ohne deren Stimmen w&uuml;rde Trump nie im Oval Office sitzen. Mike Pence als f&uuml;hrender Evangelikaler sichert Trump die Unterst&uuml;tzung dieser breiten rechten W&auml;hlerbasis. Im Gegenzug verteilt Trump Geschenke an die Evangelikalen: die Benennung rechter Verfassungsrichter auf Lebenszeit, Baubeginn der Mauer nach Mexiko, Migrantenkinder in K&auml;figen, Deportationen, Muslim Ban, Anti-Transgender-Gesetze und vor allem der fast gewonnene Kreuzzug gegen das Recht auf Abtreibung; kurz: ihr fettes St&uuml;ck vom Make-America-Great-Again-Kuchen, das Zur&uuml;ck ins Amerika der 1950er Jahre, als es weder Schwule noch Mexikaner noch aufm&uuml;pfige Frauen &bdquo;gab&ldquo;. Und nat&uuml;rlich: ohne Sinn und Verstand v&ouml;lkerrechtswidrige Geschenke an Israel &ndash; dem Ort von Harmagedon, der Endzeitschlacht.<\/p><p>Und die wei&szlig;en Evangelikalen lieferten: 2016 w&auml;hlten sie zu &uuml;berw&auml;ltigenden <a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2017\/01\/27\/opinion\/sunday\/donald-trump-the-religious-rights-trojan-horse.html\">81 Prozent<\/a> Trump. Wenn er am Dienstag auch nur den Hauch einer Chance haben will, braucht er mindestens ebenso hohe Zustimmung dieses m&auml;chtigen Wahlblocks. Der Sudan-Israel-Deal wurde durchgepeitscht, um die Evangelikalen daran zu erinnern, dass niemand anderes ihrer teuflischen Endzeit-Agenda dienen kann und wird wie Trump. Auf dass Jesus Christus bald durch die wundersch&ouml;ne Jerusalemer Altstadt flanieren m&ouml;ge.<\/p><p>Titelbild: Ron Adar\/shutterstock.com<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Donald Trump strich im Eilverfahren den Sudan von der US-Liste der Terrorunterst&uuml;tzer, so dass Israel nach den Emiraten und Bahrain nun auch mit Khartum einen historischen Friedensprozess einleiten kann. Der Grund f&uuml;r diesen &uuml;bereilten Schritt ist einzig und allein die US-Pr&auml;sidentschaftswahl n&auml;chste Woche, bei der Trump in den Umfragen klar hinter Joe Biden liegt. Um<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66359\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":66360,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[88,169,107,199,11,190],"tags":[2979,1557,1995,2541,1800,1556],"class_list":["post-66359","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-antisemitismus","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-audio-podcast","category-kirchen-religionen","category-strategien-der-meinungsmache","category-wahlen","tag-evangelikale","tag-israel","tag-pence-mike","tag-sudan","tag-trump-donald","tag-usa"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/shutterstock_1585395802.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/66359","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=66359"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/66359\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":66422,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/66359\/revisions\/66422"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/66360"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=66359"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=66359"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=66359"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}