{"id":6642,"date":"2010-09-03T09:10:34","date_gmt":"2010-09-03T07:10:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6642"},"modified":"2010-09-03T09:10:34","modified_gmt":"2010-09-03T07:10:34","slug":"hinweise-des-tages-1216","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6642","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: EU-Finanzaufsicht; Staatsanwalt auf der Spur von Credit-Suisse; Deutsche Post darf Milliardenhilfen behalten; Einmalzahlungen kann L&ouml;hne von Preis- und Produktivit&auml;tsentwicklung abkoppeln; Berufliche Bildung; Richter kassieren K&uuml;ndigung wegen 1,8 Cent; Sp&auml;tfolgen der Abwrackpr&auml;mie; Love Parade: Keine Schuld, nirgends; Besch&auml;ftigtendatenschutzgesetz verst&ouml;&szlig;t gegen EU-Recht; Studie zu 20 Jahren Einheit; Stuttgart 21; M&auml;rkte honorieren griechi&shy;sche Einsparungen nicht; Straubhaar sieht europ&auml;ische Krankheit in den USA; Verheugens Beratungsfirma; Hauptstadt-Fl&uuml;sterer; Sarrazins Entzauberung; Blair als Kriegstreiber; UN-Aktionstag gegen Armut; Guttenbergs l&auml;cherliche Bilder; TV-Tipp. (MB\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">EU-Finanzaufsicht wird m&auml;chtiger als erwartet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Staatsanwalt auf der Spur von Credit-Suisse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">EuGH-Urteil: Deutsche Post darf Milliardenhilfen behalten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Trend zu Einmalzahlungen kann L&ouml;hne von Preis- und Produktivit&auml;tsentwicklung abkoppeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Berufliche Bildung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Elektroroller im B&uuml;ro aufgeladen &ndash; K&uuml;ndigung unwirksam<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Sp&auml;tfolgen der Abwrackpr&auml;mie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Love Parade: Keine Schuld, nirgends<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Geplantes Besch&auml;ftigtendatenschutzgesetz verst&ouml;&szlig;t gegen EU-Recht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Studie zu 20 Jahren Einheit: Ziel noch nicht erreicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Stuttgart 21<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">M&auml;rkte honorieren griechi&shy;sche Einsparungen nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Straubhaar: Amerikas europ&auml;ische Krankheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">&Auml;rger um Verheugens Beratungsfirma<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Die Hauptstadt-Fl&uuml;sterer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Sarrazins Entzauberung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Britischer Expremier Blair bedauert Irak-Krieg nicht und sieht &raquo;keine Alternative&laquo; zum Krieg gegen Iran<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">UN ruft zum Aktionstag gegen Armut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">&ldquo;Die Bilder zeigen die l&auml;cherliche Seite Guttenbergs&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">TV-Tipp: Mitternachtsspitzen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=6642&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>EU-Finanzaufsicht wird m&auml;chtiger als erwartet<\/strong><br>\nDie EU will sich mit neuen europ&auml;ischen Beh&ouml;rden in der Finanzaufsicht gegen k&uuml;nftige Krisen wappnen. Die Unterh&auml;ndler des Europ&auml;ischen Parlaments und der EU-Mitgliedstaaten einigten sich am Donnerstag in Br&uuml;ssel nach langem Ringen &uuml;ber die Reform der bisher national zersplitterten Finanzaufsicht in Europa.<br>\nMit der Reform werden erstmals Kompetenzen der nationalen Aufseher der 27 EU-Mitgliedstaaten auf die europ&auml;ische Ebene verlagert. Im kommenden Jahr werden dazu neue EU-Aufsichtsbeh&ouml;rden f&uuml;r Banken, Versicherungen und Wertpapierm&auml;rkte geschaffen, die von Vertretern der Mitgliedsl&auml;nder gesteuert werden. In Krisensituationen k&ouml;nnen die &Auml;mter selbst Aufsichtsentscheidungen &uuml;ber Finanzunternehmen treffen. Dar&uuml;ber hinaus wird bei der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt ein Risiko-Rat angesiedelt, der permanent das gesamte europ&auml;ische Finanzsystem auf Gefahren hin beobachtet, Alarm schlagen und den Aufsehern Empfehlungen geben soll.<br>\nDie EU will damit Krisen in der Zukunft verhindern und in Notlagen schneller eingreifen k&ouml;nnen. Die Aufsicht war bisher ausschlie&szlig;lich Sache der Mitgliedstaaten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1282978750872\/EU-Finanzaufsicht-wird-maechtiger-als-erwartet\">der Standard.at<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Warum die EU-Finanzaufsicht m&auml;chtiger sein soll, als die bisherige nationalen Aufsichtsbeh&ouml;rden, deren Warnungen von den Regierungen in den Wind geschlagen wurden und deren Kontrollm&ouml;glichkeiten gegen&uuml;ber den Banken gering waren, bleibt eine offene Frage.<br>\nIm &Uuml;brigen hat sich wieder einmal die Bundesregierung, die ja bei fast allen Fragen der Finanzmarktregulierung auf die internationale oder die EU-Ebene verweist, mit am meisten gegen eine strengere EU-Finanzaufsicht gestr&auml;ubt. Das belegt das g&auml;ngige Doppelspiel.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Staatsanwalt auf der Spur von Credit-Suisse<\/strong><br>\nAnfang August hatte die Staatsanwaltschaft D&uuml;sseldorf rund 1500 Credit-Suisse-Kunden in Deutschland angeschrieben mit der Aufforderung, einen ausf&uuml;hrlichen Fragebogen &uuml;ber die Kontakte des jeweiligen Empf&auml;ngers zu seiner Schweizer Bank auszuf&uuml;llen. Unter anderem wollten die Ermittler wissen, wie der Kunde mit der Credit Suisse ins Gesch&auml;ft kam, welche Konten er dort besa&szlig;, wie diese verwaltet wurden und welche CS-Mitarbeiter in Erscheinung traten.<br>\nNur einen Monat nach dem Versand hat bereits ein Drittel der angeschriebenen Credit-Suisse-Kunden den ausgef&uuml;llten Fragebogen zur&uuml;ckgeschickt.<br>\nDie unkonventionelle und h&ouml;chst umstrittene Aktion der D&uuml;sseldorfer Ermittler hat somit Aussicht auf Erfolg &ndash;&nbsp;falls sich die beiliegenden Informationen als brauchbar erweisen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/finanzen\/nachrichten\/bereits_500_rueckmeldungen_von_credit-suisse-steuersuendern_in_deutschland_1.7426301.html\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> In der Schweiz scheint man nerv&ouml;s zu werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>EuGH-Urteil: Deutsche Post darf Milliardenhilfen behalten<\/strong><br>\nAcht Jahre lang dauerte das Verfahren &ndash; jetzt gab es einen Befreiungsschlag f&uuml;r die Deutsche Post. Der Europ&auml;ische Gerichtshof h&auml;lt die vermeintlichen Staatsbeihilfen in Milliardenh&ouml;he f&uuml;r den Konzern f&uuml;r rechtens.<br>\nDamals stellte die EU-Kommission fest, dass die Post zwischen 1994 und 1998 Verluste im Paketdienst durch staatliche Beihilfen ausgeglichen hatte. Der fr&uuml;here Monopolist sollte deshalb 572 Millionen Euro unerlaubte Beihilfen zur&uuml;ckbezahlen. Inklusive Zinsen w&auml;ren das mehr als eine Milliarde Euro gewesen.<br>\nGegen diese Entscheidung der Kommission hatte der Bonner Konzern beim Europ&auml;ischen Gericht geklagt. Das Gericht gab dieser Klage im Juli 2008 statt und bescheinigte der Kommission eine mangelhafte Beweisf&uuml;hrung. Nach dem Urteil hatte die Deutsche Post die Strafzahlung zur&uuml;ckerstattet bekommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,715274,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Man sollte sich nicht zu fr&uuml;h &uuml;ber das Urteil freuen. Das Gericht hat nicht etwa in der Sache entschieden, dass zur Erf&uuml;llung &ouml;ffentlicher Aufgaben auch staatliche Hilfen zul&auml;ssig sind. Es hat nur festgestellt, dass der EU-Kommission nicht der Nachweis eines ungerechtfertigten Vorteils gelungen ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Trend zu Einmalzahlungen kann L&ouml;hne von Preis- und Produktivit&auml;tsentwicklung abkoppeln<\/strong><br>\nPauschal- und Einmalzahlungen haben im vergangenen Jahrzehnt bei Tarifabschl&uuml;ssen an Bedeutung gewonnen. Verdr&auml;ngen sie aber dauerhafte Lohnerh&ouml;hungen, bringt das den Besch&auml;ftigten Einkommensverluste. Die Lohnentwicklung bleibt dann zunehmend hinter der Preis- und Produktivit&auml;tssteigerung zur&uuml;ck &ndash; mit negativen Wirkungen f&uuml;r die Konsumnachfrage der Arbeitnehmer. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung aus dem Tarifarchiv des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans B&ouml;ckler-Stiftung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/547_108715.html\">WSI<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Berufliche Bildung<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Melanie kann vom Azubi-Mangel nur tr&auml;umen<\/strong><br>\nSeit Monaten hei&szlig;t es, in Deutschland gebe es zu wenig Lehrlinge. Eigentlich eine perfekte Situation f&uuml;r Schulabg&auml;nger. Viele haben aber trotzdem keine Stelle &ndash; und f&uuml;r Melanie Schramm geht die Suche sogar in die f&uuml;nfte Runde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/konjunktur\/:lehrstellenmarkt-melanie-kann-vom-azubi-mangel-nur-traeumen\/50163535.html\">Financial Times Deutschland<\/a>\n<p><em>und wenn es dann mal klappt &hellip;:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ausbeutung statt Ausbildung<\/strong><br>\nZu viele &Uuml;berstunden, schlechte Anleitung durch Vorgesetzte, fachfremde Arbeiten und geringe Bezahlung &ndash; so zeichnet der Ausbildungsreport 2010 des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) den Alltag vieler Lehrlinge. Ein angehender Maurer, der sich im dritten Lehrjahr befindet, schildert im Rahmen des Berichts zum Beispiel: &bdquo;Entweder schrubben wir Lehrlinge den Hof, machen Gartenarbeiten oder schippen Schnee.&ldquo; Erst einmal habe er w&auml;hrend seiner Ausbildung auch gemauert. Laut Umfrage beileibe kein Einzelfall &ndash; jeder zehnte Azubi klagt dar&uuml;ber, dass h&auml;ufig oder gar t&auml;glich solche fachfremden Arbeiten erledigt werden m&uuml;ssen. Besonders oft betroffen seien davon Friseure und Kfz-Mechaniker, bei denen fast jeder dritte beziehungsweise jeder Vierte Arbeiten verrichten muss, die nichts mit dem Beruf zu tun haben. Auch in anderen Branchen werden Azubis gern als g&uuml;nstige Arbeitskr&auml;fte genutzt. Insgesamt gaben 40,2 Prozent aller befragten Auszubildenden an, regelm&auml;&szlig;ig &Uuml;berstunden zu leisten. 2009 waren es 42 Prozent gewesen. K&ouml;che in Ausbildung m&uuml;ssen durchschnittlich zehn &Uuml;berstunden pro Woche ableisten, Hotel- und Restaurantfachleute mehr als acht Stunden. DGB-Vizechefin Ingrid Sehrbrock kommentierte das bei der Vorstellung der Umfrage so: &bdquo;In manchen Branchen muss man eher von Ausbeutung als von Ausbildung sprechen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/ausbeutung-statt-ausbildung\/-\/1472780\/4608520\/-\/view\/printVersion\/-\/index.html\">FR online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Elektroroller im B&uuml;ro aufgeladen &ndash; K&uuml;ndigung unwirksam<\/strong><br>\nDas Landesarbeitsgericht Hamm: In dem Verfahren, &uuml;ber das bereits in der Presse berichtet wurde, streiten die Parteien &uuml;ber die Wirksamkeit einer au&szlig;erordentlichen, hilfsweise ordentlichen K&uuml;ndigung.<br>\nDer jetzt 41-j&auml;hrige Kl&auml;ger ist bei der Beklagten seit dem 01.08.1990 besch&auml;ftigt, zuletzt als Netzwerkadministrator.<br>\nIm Mai 2009 hatte er sich f&uuml;r einige Tage einen Elektroroller gemietet, den er auch am Freitag, den 15.05.2009 zur Fahrt in den Betrieb nutzte. Dort schloss er den Roller im Vorraum zum Rechenzentrum der Beklagten an eine Steckdose an, um den Akku aufzuladen. Nachdem der Roller ca. 1 &frac12; Std. aufgeladen worden war, nahm der Kl&auml;ger den Akku vom Stromnetz, nachdem er von einem Vorgesetzten dazu aufgefordert worden war. Dabei sind Stromkosten im Umfang von etwa 1,8 Cent entstanden.<br>\nMit Schreiben vom 27.05.2009 k&uuml;ndigte die Beklagte das Arbeitsverh&auml;ltnis mit dem Kl&auml;ger au&szlig;erordentlich fristlos sowie hilfsweise ordentlich fristgerecht zum 30.11.2009. Sie hat sich darauf berufen, dass der Kl&auml;ger ein Verm&ouml;gensdelikt zu ihrem Nachteil begangen habe, weil er heimlich auf ihre Kosten seinen privaten Elektroroller am Stromnetz aufgeladen hat. Mittlerweile hat der Kl&auml;ger erfolgreich an der Betriebsratswahl teilgenommen.<br>\nDas Arbeitsgericht Siegen hat die K&uuml;ndigung f&uuml;r unwirksam gehalten.<br>\nDie hiergegen gerichtete Berufung der Beklagten blieb vor dem Landesarbeitsgericht ohne Erfolg. Da es keine absoluten K&uuml;ndigungsgr&uuml;nde (gibt) hat das Landesarbeitsgericht im Rahmen der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeitspr&uuml;fung eine Interessenabw&auml;gung vorgenommen. Diese geht zulasten der beklagten Arbeitgeberin aus. Ber&uuml;cksichtigt hat das Gericht dabei den geringen Schaden von 1,8 Cent, die 19&ndash;j&auml;hrige Besch&auml;ftigung des Kl&auml;gers und nicht zuletzt den Umstand, dass im Betrieb Handys aufgeladen und elektronische Bilderrahmen betrieben wurden, die Arbeitgeberin aber nicht eingegriffen h&auml;tte. Daher h&auml;tte das verlorengegangene Vertrauen durch eine Abmahnung wieder hergestellt werden k&ouml;nnen.<br>\nAuch der am heutigen Tag von der Arbeitgeberin gestellte Aufl&ouml;sungsantrag blieb vor der 16.Kammer ohne Erfolg. Die Arbeitgeberin hatte ihn im Wesentlichen damit begr&uuml;ndet, der Kl&auml;ger habe zwischen den Instanzen durch sein Verhalten gegen&uuml;ber den Medien eine Situation herbeigef&uuml;hrt, die es Ihr unzumutbar mache, ihn weiter zu besch&auml;ftigen. Als &uuml;ber seinen Fall im Fernsehen berichtet worden sollte, hatte er Handzettel im Betrieb verteilt, die auf die Sendung hinwiesen. Durch seinen rei&szlig;erischen Auftritt in den &ouml;ffentlichen Medien habe er dem Ansehen des Unternehmens massiv geschadet. Au&szlig;erdem habe der Kl&auml;ger in einer Email an den Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Anschuldigungen gegen&uuml;ber seinem unmittelbaren Vorgesetzten erhoben, die die Arbeitgeberin selbst als emotionalen Rundschlag ansieht. Nach der Auffassung des Landesarbeitsgerichts begr&uuml;ndet dies nicht, dass eine den Betriebszwecken dienliche weitere Zusammenarbeit zwischen den Parteien nicht erwartet werden kann. Der Kl&auml;ger sei nicht von sich aus an die Medien herangetreten. Sein Verhalten sei durch die emotionale Ausnahmesituation w&auml;hrend des Prozesses erkl&auml;rbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.justiz.nrw.de\/Presse\/presse_weitere\/PresseLArbGs\/02_09_2010\/index.php\">Landesarbeitsgericht Hamm<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Sp&auml;tfolgen der Abwrackpr&auml;mie<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&ldquo;1000 Autoh&auml;ndler werden insolvent&rdquo;<\/strong><br>\nEin Jahr nach dem Auslaufen der Abwrackpr&auml;mie rechnet Autoexperte Ferdinand Dudenh&ouml;ffer mit der Insolvenz von 1000 H&auml;ndlern. Im Interview mit unserer Redaktion erkl&auml;rt der Professor an der Universit&auml;t Duisburg-Essen, warum die Bundesregierung mit der Pr&auml;mie seiner Ansicht nach f&uuml;nf Milliarden Euro an Steuergeldern verbrannt hat.<br>\nUm die Konjunktur anzukurbeln, h&auml;tte die erste Tranche der Abwrackpr&auml;mie mit Subventionen von 1,5 Milliarden Euro f&uuml;r 500.000 Fahrzeuge ausgereicht. Dann h&auml;tten wir einen Impuls in den Markt gegeben und h&auml;tten uns die anderen 3,5 Milliarden Euro Steuergelder sparen k&ouml;nnen. Im Vergleich dazu hat man f&uuml;r die ganze Elektromobilit&auml;t in der Zukunft insgesamt nur 150 Millionen Euro ausgegeben. Frau Merkel sagt: &bdquo;Ich will Deutschland zum Leitmarkt f&uuml;r Elektromobilit&auml;t entwickeln.&ldquo; Das ist l&auml;cherlich. Wir geben mehr Geld f&uuml;r die Zinsen aus, die wir f&uuml;r den Abwrackpr&auml;mien-Kredit zahlen, als f&uuml;r eine Zukunftstechnologie. Wenn man die f&uuml;nf Milliarden Euro in die Batterietechnik f&uuml;r Elektroautos investiert h&auml;tte, w&auml;re es eine nachhaltige Investition gewesen. So ist das Geld f&uuml;r eine kurzfristige Wahlkampfpolitik in einem Jahr verpufft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/auto\/news\/1000-Autohaendler-werden-insolvent_aid_901636.html\">Rheinische Post<\/a>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Autoverk&auml;ufe setzen im August Talfahrt fort<\/strong><br>\nDie Autoverk&auml;ufe sind im Juli erneut eingebrochen. Insgesamt seien 201 000 Pkw neu zugelassen worden, wie der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) am Donnerstag mitteilte. Gegen&uuml;ber dem starken Vorjahr sei dies ein Minus von 27 Prozent. Im August vergangenen Jahres hatte die Umweltpr&auml;mie die Autok&auml;ufe um rund 28 Prozent steigen lassen. Im bisherigen Jahresverlauf z&auml;hlten die Zulassungsstellen laut VDIK gut 1,9 Millionen neu angemeldete Pkw, ein Minus von fast 29 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Im Vergleich zu 2008 wurden im gleichen Zeitraum demnach rund ein Zehntel weniger Autos angemeldet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.news.yahoo.com\/17\/20100902\/tbs-autoverkaeufe-setzen-im-august-talfa-30bcc23.html\">Yahoo-News<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkungen unseres Lesers G.K.:<\/strong> Vor dem Hintergrund des stark r&uuml;ckl&auml;ufigen KFZ-Umsatzes relativiert sich der ohnehin nur schwache Anstieg des Einzelhandelsumsatzes (ohne KFZ) um real 0,8% im Zeitraum Januar bis Juli 2010. Auch in der Automobilindustrie soll der Export wieder einmal die insgesamt schwache Inlandsnachfrage (auch im Vergleich zum Jahr 2008) kompensieren.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Love Parade: Keine Schuld, nirgends<\/strong><br>\nJeder k&auml;mpft gegen jeden: der Polizeichef kritisiert den Veranstalter, der Veranstalter kritisiert die Polizei &ndash; und Duisburgs OB Sauerland versucht sich in moralischen Pl&auml;doyers. Der Innenausschuss des NRW-Landtags hat wenig zur Aufkl&auml;rung der Love-Parade-Katastrophe beigetragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/0,1518,715376,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Geplantes Besch&auml;ftigtendatenschutzgesetz verst&ouml;&szlig;t gegen EU-Recht<\/strong><br>\nNach Meinung des Whistleblower-Netzwerk e.V. verst&ouml;&szlig;t die geplante Regelung gegen europ&auml;isches Datenschutzrecht.<br>\nGuido Strack, Vorsitzender des Netzwerks und fr&uuml;her selbst Jurist in Diensten der EU-Kommission f&uuml;hrt hierzu aus: &ldquo;Nach Artikel 28 Absatz 4 der EU-Datenschutzrichtlinie 95\/46 steht jedermann, das Recht zu, sich bei Verdacht auf Verst&ouml;&szlig;e gegen Datenschutzbestimmungen direkt an unabh&auml;ngige Kontrollbeh&ouml;rden zu wenden. Das EU-Recht sieht hier keinerlei Einschr&auml;nkungen vor. Es will so ein m&ouml;glichst hohes Schutz- und Kontrollniveau sicherstellen. Dies hat der Europ&auml;ische Gerichtshof erst vor kurzem betont, als Deutschland hinsichtlich fehlender Unabh&auml;ngigkeit der Landesdatenschutzbeauftragen wegen einer Vertragsverletzung verurteilt wurde. Demgegen&uuml;ber sieht &sect; 32l Absatz 4 des Entwurfs der Bundesregierung zum Besch&auml;ftigtendatenschutz vor, dass ein betroffener Besch&auml;ftigter zun&auml;chst immer eine Beschwerde bei seinem Arbeitgeber einreichen muss. Dies ist mit EU-Recht nicht vereinbar, denn es bewirkt eine massive Abschw&auml;chung des Datenschutz- und Kontrollniveaus.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.whistleblower-net.de\/blog\/2010\/09\/02\/geplantes-beschaeftigtendatenschutzgesetz-verstoesst-gegen-eu-recht\/\">Whistleblower<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Studie zu 20 Jahren Einheit: Ziel noch nicht erreicht<\/strong><br>\nDie Sicht der B&uuml;rger auf die deutsche Einheit ist nach 20 Jahren gespalten. 40 Prozent meinen, dass Ost und West zusammengewachsen sind und sehen nur noch kleine Unterschiede. 56 Prozent stellen immer noch gro&szlig;e Unterschiede fest oder glauben, dass es diese noch in 50 Jahren gibt. Das geh&ouml;rt zu den Ergebnissen der Studie &bdquo;Sozialreport 2010 &ndash; Die deutsche Vereinigung &ndash; 1990 bis 2010 &ndash; Positionen der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger&ldquo;, die am Dienstag in der Bundespressekonferenz in Berlin vom Sozial- und Wohlfahrtsverband Volkssolidarit&auml;t vorgestellt wurde. F&uuml;r die Studie, im Auftrag des Verbandes vom Sozialwissenschaftlichen Forschungszentrum Berlin-Brandenburg (SFZ) e.V. erarbeitet, wurden insgesamt 2.090 B&uuml;rger aller Altersgruppen ab 18 Jahren sowie aus allen sozialen Schichten und allen Bundesl&auml;ndern befragt. Dabei wurden laut SFZ erstmals f&uuml;r den Ost-West-Vergleich auch die Bewertungen der Westdeutschen zu den gleichen Sachverhalten erfasst.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.volkssolidaritaet.de\/cms\/100831WinklerStatement-p-29829-nonactive-1-lang-de-site-vs_media.pdf\">Prof. Dr. Gunnar Winkler, Volkssolidarit&auml;t Bundesverband e.V., Pr&auml;sident &ndash; Statement zur Pressekonferenz &ndash; 31. August 2010 [PDF &ndash; 41 KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.volkssolidaritaet.de\/cms\/100831SR2010kurzDF-p-29831-nonactive-1-lang-de-site-vs_media.pdf\">Sozialreport Kurzfassung [PDF &ndash; 1 MB]<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.volkssolidaritaet.de\/cms\/100831SR2010langDF-p-29828-nonactive-1-lang-de-site-vs_media.pdf\">Sozialreport Langfassung [PDF &ndash; 1.1 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Stuttgart 21<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Streit um Mehrkosten von Stuttgart 21- Land und Bahn sollen nachlegen<\/strong><br>\nDer Bericht der Stuttgarter Zeitung &uuml;ber m&ouml;gliche finanzielle Nachforderungen seitens des Bundes gegen&uuml;ber Land und Bahn f&uuml;r den Bau der ICE-Trasse Wendlingen-Ulm &raquo; hat unterschiedliche Reaktionen ausgel&ouml;st. Der SPD-Fraktionschef im Landtag, Claus Schmiedel, erkl&auml;rte, auch f&uuml;r die schwarz-gelbe Bundesregierung in Berlin habe der Satz zu gelten: &ldquo;Pacta sunt servanda &ndash; Vertr&auml;ge sind einzuhalten.&rdquo;<br>\nDer Sprecher des Bundesverkehrsministeriums, Sebastian Rudolph, best&auml;tigte derweil in Berlin, dass der Bund die Mehrkosten f&uuml;r die Bahntrasse zwischen Wendlingen und Ulm nicht alleine aufbringen wolle: &ldquo;F&uuml;r uns ist klar, dass der hohe dreistellige Millionenbetrag auf mehrere Schultern verteilt werden muss.&rdquo; Schon seit im Juli die Mehrkosten bekannt geworden seien, gebe es &uuml;ber die Frage der Verteilung Gespr&auml;che mit dem Land Baden-W&uuml;rttemberg und der Bahn. Diese Gespr&auml;che f&auml;nden weiter statt.<br>\nBerliner Bahnkreise hatten zuvor bereits gegen&uuml;ber der Stuttgarter Zeitung best&auml;tigt, dass das Bundesverkehrsministerium bei den Projektpartnern Land und Bahn Chancen f&uuml;r deren st&auml;rkere finanzielle Beteiligung an den Kostensteigerungen auslotet. Die Landesregierung hat dagegen auf Nachfrage dementiert, dass es solche Gespr&auml;che zwischen Stuttgart und Berlin gegeben habe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/stz\/page\/2613443_0_9223_-streit-um-mehrkosten-von-stuttgart-21-land-und-bahn-sollen-nachlegen.html\">Stuttgarter Zeitung<\/a>\n<p><em>Dazu auch:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Stuttgart21 nach Gutachten des Bundes auf der Kippe<\/strong><br>\nDie mit dem Gro&szlig;projekt Stuttgart21 verbundene Bahn-Neubaustrecke Stuttgart-Ulm bewegt sich nach Angaben des Gr&uuml;nen-Bundestagsabgeordneten Anton Hofreiter an der Grenze zur Unwirtschaftlichkeit. Dies habe die Neubewertung der Schienenprojekte durch den Bund ergeben, sagte Hofreiter der Nachrichtenagentur ddp: &ldquo;Nach zuverl&auml;ssigen Insider-Informationen aus der Deutschen Bahn kommt die Nutzen-Kosten-Analyse zu dem Ergebnis, dass der Nutzen des Projekts von den Kosten v&ouml;llig aufgefressen wird. F&uuml;r Fachleute ist damit klar, dass dieses Vorhaben wegen mangelnder Wirtschaftlichkeit nicht gebaut werden darf&rdquo;, sagte Hofreiter. Damit stehe das gesamte Projekt Stuttgart21 auf der Kippe.<br>\nLaut Hofreiter wurde bei dem Gutachten nach Abw&auml;gung von Aufwand und Nutzen der Strecke ein Wert von 1 errechnet. &ldquo;Das ist ein indiskutabler Wert. Normalerweise werden Projekte selbst dann abgebrochen, wenn die Gutachten einen leichten Nutzenvorteil und daher beispielsweise einen Wert von 1,5 ergeben&rdquo;, erkl&auml;rte der Gr&uuml;nen-Verkehrsexperte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.unternehmer.de\/hofreiter-stuttgart21-nach-gutachten-des-bundes-auf-der-kippe-74722\">Unternehmer.de<\/a>\n<p><em>Die Quittung:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Opposition im Aufwind: Stuttgart 21 st&auml;rkt Rot-Gr&uuml;n<\/strong><br>\nDie Menschen in Baden-W&uuml;rttemberg w&uuml;nschen sich einen politischen Wechsel. Einer vom Nachrichtenmagazin &ldquo;Stern&rdquo; bei dem Meinungsforschungsinstitut Forsa in Auftrag gegebenen Umfrage zufolge h&auml;tte die herrschende CDU-FDP-Koalition keine Mehrheit mehr, sondern m&uuml;sste Rot-Gr&uuml;n in der Landesregierung Platz machen. Den gr&ouml;&szlig;ten Anteil daran h&auml;tten die Gr&uuml;nen. Sie kommen bei den 1068 repr&auml;sentativ ausgesuchten Befragten auf 24 Prozent und erreichen damit einen Rekordwert. Die SPD kommt auf den gleichen Stimmanteil. Die CDU erzielt 37 Prozent, die FDP sechs. Die Linke w&auml;re mit vier Prozent nicht im Landtag vertreten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/stz\/page\/2613439_0_5165_-opposition-im-aufwind-stuttgart-21-staerkt-rot-gruen.html?_print=1\">Stuttgarter Zeitung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>M&auml;rkte honorieren griechi&shy;sche Einsparungen nicht<\/strong><br>\nDie Griechen sparen zwar flei&szlig;ig. Die Finanzm&auml;rkte w&uuml;rdigen das aber nicht. Die Risikoaufschl&auml;ge auf Staatsanleihen sind schon fast wieder auf Mai-Niveau, als noch halb Europa mit einer Staatspleite Griechenlands rechnete.<br>\nW&uuml;rde die griechische Regierung derzeit an den Kapitalm&auml;rkten Geld aufnehmen, m&uuml;sste sie 11,5 Prozent Zinsen f&uuml;r zehnj&auml;hrige Staatspapiere zahlen. Zum Vergleich: Die Deutschen, die als &ldquo;sicherer Hafen&rdquo; f&uuml;r Anleger gelten, m&uuml;ssen nur etwas mehr als zwei Prozent hinlegen, die &Ouml;sterreicher kommen mit 2,5 Prozent davon.<br>\nAllerdings: Dank des EU-Rettungsschirms sind die Griechen noch nicht auf die Finanzm&auml;rkte angewiesen. Am 7. September soll die n&auml;chste Tranche in der Gr&ouml;&szlig;enordnung von 6,5 Milliarden Euro von den Mitgliedstaaten f&uuml;r Athen lockergemacht werden. Insgesamt stehen bis 2012 rund 110 Mrd. Euro von EU und Internationalem W&auml;hrungsfonds zur Verf&uuml;gung. Die Mittel sind an das Umsetzen von Reformen gebunden und mit rund f&uuml;nf Prozent verzinst.<br>\nWie passen aber die positiven Budgetdaten mit den Zweifeln der M&auml;rkte zusammen? Die &ldquo;gestiegene Unsicherheit &uuml;ber die wirtschaftlichen Perspektiven, insbesondere in den USA, haben an den Finanzm&auml;rkten insgesamt zu einer erh&ouml;hten Risikoaversion gef&uuml;hrt&rdquo;, sagt Michael Heise, Chefvolkswirt der Allianz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1282978700071\/Truebe-Stimmung-Maerkte-honorieren-griechische-Einsparungen-nicht\">der Standard.at<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ach ja, <a href=\"?p=5186\">&bdquo;die M&auml;rkte&ldquo;&hellip;<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Straubhaar: Amerikas europ&auml;ische Krankheit<\/strong><br>\nDer US-Wirtschaft geht es miserabel: Die Arbeitslosenzahlen explodieren, die B&uuml;rger erfasst die Angst vor dem sozialen Abstieg. Regierung und Notenbank beleben die Konjunktur nun k&uuml;nstlich. Ein riskanter Kurswechsel, meint der &Ouml;konom Thomas Straubhaar. Er pl&auml;diert f&uuml;r den klassischen American Way.<br>\nAus dem Verhalten der amerikanischen Regierung und der US-Notenbank wird eines klar: Man sucht die Genesung nicht etwa in einer R&uuml;ckbesinnung auf die uramerikanischen Tugenden. Barack Obama strebt nicht nach einer Entfesselung von Marktkr&auml;ften, wie das einst Ronald Reagan in einer ebenfalls kritischen Phase der amerikanischen Geschichte Anfang der achtziger Jahre getan hat. Im Gegenteil: Getrieben von seiner eigenen &Uuml;berzeugung und beraten durch staatsgl&auml;ubige &Ouml;konomen, hat Obama einen Weg eingeschlagen, der weit weg f&uuml;hrt von dem, was Amerika im vergangenen Jahrhundert an die Spitze der Welt katapultiert hatte.<br>\nDie amerikanische Politik von heute setzt auf mehr Staat &ndash; und nicht auf Eigenverantwortung und Selbstbestimmung. Sie verabreicht dem Patienten noch einmal mehr und nicht etwa weniger von genau jenem Mittel, das zur Krise gef&uuml;hrt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,714521,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Lesen Sie dazu den Kommentar von Sebastian M&uuml;ller, <a href=\"http:\/\/lebohemien.wordpress.com\/2010\/09\/02\/neoliberale-faktenverdrehung\/\">Wie bei &bdquo;Spiegel-Online&ldquo; der Bock zum G&auml;rtner wird<\/a>.<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;Wenn &Ouml;konomen einen Gastbeitrag in einem als renommiert anerkannten Blatt oder Magazin schreiben, dann erwartet man normalerweise unabh&auml;ngige und seri&ouml;se Expertise. Nicht anders unvoreingenommen geht man vorerst auch an diesen, in seiner Hinsicht bemerkenswerten Artikel des &Ouml;konomen Thomas Straubhaar heran. Doch aus noch zu schildernden Gr&uuml;nden stellt sich schnell die Frage: Wer genau ist dieser &Ouml;konom? Man muss nicht lange suchen, um f&uuml;ndig zu werden. Straubhaar ist Direktor des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) und &ndash; hier wird es interessant &ndash; Initiator des Hamburger Appells von 2005, sowie Botschafter der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, eines einschl&auml;gig bekannten und hier schon oft erw&auml;hnten neoliberalen Think-Tanks. Die Botschafter dieser &bdquo;Initiative&ldquo; scheinen beim Spiegel immer h&auml;ufiger eine Plattform geboten zu bekommen.<br>\nDer Artikel entpuppt sich also, nicht zuletzt wegen Straubhaars &bdquo;Engagement&ldquo;, als eine lupenreine PR-Aktion.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung WL:<\/strong> Es ist noch schlimmer als Sebastian M&uuml;ller schreibt. Auch das  Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut  (HWWI) ist keineswegs ein unabh&auml;ngiges wirtschaftswissenschaftliches Institut wie der Name Glauben machen m&ouml;chte. Das HWWI ist das Nachfolgeinstitut des Hamburgischen Welt-Wirtschafts-Archivs (HWWA), dessen Pr&auml;sident gleichfalls schon Thomas Straubhaar war. Dieses damalige Institut hat 2005 auf Empfehlung der <a href=\"http:\/\/www.leibniz-gemeinschaft.de\/\">Leibniz Gemeinschaft<\/a> mangels wissenschaftlicher Qualit&auml;t die &ouml;ffentliche F&ouml;rderung verloren. Selbst dem damaligen Pr&auml;sidenten Hans-Olaf Henkel (ehemals Bundesverband der Deutschen Industrie waren die &bdquo;wissenschaftlichen&ldquo; Leistungen offenbar zu peinlich geworden. Das konnte aber den &bdquo;Forscherdrang&ldquo; des Schweizer Volkswirts Straubhaar nicht aufhalten. Er gr&uuml;ndete ein neues Institut, das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI). Dieses wurde nun komplett privat gesponsert. Gr&uuml;ndungsgesellschafter waren die Handelskammer der Hansestadt und die Universit&auml;t Hamburg. (Die Uni ist sich nicht zu schade, dem Ganzen einen wissenschaftlichen Anstrich zu geben.) Die Finanzierung sollte durch eine Partnerschaft mit der Berenberg Bank, der Bucerius Law School, der Hamburger Sparkasse, der Handelskammer, der Hamburg School of Business Administration sowie der HSH Nordbank <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/print-welt\/article665986\/Startschuss_fuer_das_neue_Forschungsinstitut_HWWI.html\">erfolgen<\/a>. Siehe dazu: <a href=\"?p=528\">&ldquo;Interessensabh&auml;ngige Wissenschaft&rdquo;<\/a>. &Uuml;ber solche Interessensbez&uuml;ge ist nat&uuml;rlich im Autorenhinweis des Spiegels kein relativierendes Wort zu lesen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&Auml;rger um Verheugens Beratungsfirma<\/strong><br>\nG&uuml;nter Verheugens Potsdamer Beratungsfirma steht in der Kritik. Bricht der ehemalige Kommissar den Verhaltenskodex, indem er kurz nach Ende seiner Amtszeit Lobby-Arbeit betreibt?<br>\nDer ehemalige EU-Kommissar G&uuml;nter Verheugen ger&auml;t f&uuml;r seine heutigen T&auml;tigkeiten in die Kritik. Verheugen hat im April 2009 gemeinsam mit seiner ehemaligen Kabinettschefin Petra Erler die &ldquo;European Experience Company&rdquo;-GmbH in Potsdam gegr&uuml;ndet. Die Umweltorganisation &ldquo;Friends of the Earth&rdquo; (FOEE) fordert in einem Brief an Kommissionspr&auml;sident Jos&eacute; Manuel Barroso, Verheugen die Arbeit f&uuml;r das Unternehmen zu untersagen. Die Firma w&uuml;rde Leistungen anbieten, die in die EU-Definition von&nbsp;Lobbyarbeit fallen.&nbsp;FOEE sieht darin einen Versto&szlig; gegen den Verhaltenskodex f&uuml;r ehemalige Kommissare. Zudem habe Verheugen seine T&auml;tigkeit der Kommission melden m&uuml;ssen.<br>\nDas Unternehmen bietet &ldquo;Sachverstand und reiche Erfahrung auf dem Gebiet der Europapolitik und in au&szlig;enpolitischen Fragen, kreative L&ouml;sungen sowie die richtige Strategie f&uuml;r Ihren Erfolg im Umgang mit europ&auml;ischen Institutionen&rdquo;, wie es auf der Internetseite hei&szlig;t.<br>\nDer FOEE-Rechtsexperte Paul de Clerck erkl&auml;rte, Verheugen habe in diesem Jahr bereits vier Positionen in der Privatwirtschaft angenommen, in denen er teilweise Lobby-Arbeit betreibe&hellip;<br>\nDas Komitee erlaubte Verheugen bislang T&auml;tigkeiten f&uuml;r den Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, den T&uuml;rkischen Rohstoffb&ouml;rsenverband TOBB, die Royal Bank of Scotland und die amerikanische PR-Agentur Fleischmann-Hillard. Au&szlig;erdem hat der ehemalige Erweiterungs- und Industriekommissar eine Honorarprofessur an der Europa-Universit&auml;t Viadrina inne.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.euractiv.de\/zukunft-und-reformen\/artikel\/arger-um-verheugens-beratungsfirma-003580\">EurActiv<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die Hauptstadt-Fl&uuml;sterer<\/strong><br>\nLobbyismus in Berlin, das ist seit Jahren eine boomende Branche. Damals in Bonn war alles noch anders, &ldquo;gem&uuml;tlicher&rdquo;, sagt Nicola Br&uuml;ning, die den fr&uuml;heren Regierungs- und Parlamentssitz am Rhein aus ihrer fr&uuml;heren journalistischen Laufbahn noch gut kennt. So sehen es andere auch. &ldquo;Das alte Verb&auml;ndesystem funktioniert nicht mehr&rdquo;, best&auml;tigt der Politikwissenschaftler Rudolf Speth. Heute m&uuml;ssen die Unternehmen selbst aktiv werden. Wer es sich leisten kann, er&ouml;ffnet ein B&uuml;ro in Berlin. Die Kleinen beauftragen Agenturen und Kanzleien.<br>\nDas Machtgefl&uuml;ster an der Spree ist l&auml;ngst ein Gesch&auml;ft der Profis. Und jeder will mitmischen: Sogar der Deutsche Schaustellerbund, die Interessenvertretung der Kirmesbudenbesitzer, der zum Beispiel gegen das Fahrverbot in Umweltzonen k&auml;mpfte.<br>\nMan gibt sich selbstbewusst. &ldquo;Wen wir einladen vorzutragen, der kommt&rdquo;, hatte einmal der Chef des sogenannten Kollegiums, eine Verbindung der Lobbyisten der Dax-30-Unternehmen, gesagt.<br>\nIn Berlin sind die Einfl&uuml;sterer l&auml;ngst feste Akteure des politischen Spiels. Beim Bundestag liegt eine Liste, auf der Verb&auml;nde und deren Vertreter registriert sind &ndash; ganz offiziell. &Uuml;ber 2000 Eintr&auml;ge gibt es. Wer auf der Liste steht, hat zwar nicht das Recht, aber immerhin die M&ouml;glichkeit, auf einen Hausausweis f&uuml;r den Bundestag. Die T&uuml;ren zu den Entscheidern im Parlament stehen offen. Wer wann und mit welchen Mitteln hindurchtritt, bleibt oft verborgen. Nur manchmal dringt etwas an die &Ouml;ffentlichkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,709288,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Sarrazins Entzauberung<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die Intelligenzforscherin Elsbeth Stern im Interview: Jeder kann das gro&szlig;e Los ziehen<\/strong><br>\nThilo Sarrazin beruft sich f&uuml;r sein Programm der positiven Selektion auf die Lernforschung der Psychologin Elsbeth Stern. Sie lehnt diese Vereinnahmung ab. Es mache keinen Sinn, davon zu sprechen, Intelligenz sei zwischen 50 und 80 Prozent erblich.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360\/Doc~E86A2682DEBF0437EB34B01F2EA21EB55~ATpl~Ecommon~Scontent~Afor~Eprint.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2010\/36\/Intelligenz-Sarrazin\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Viel Wirbel um das Sarrazin-Interview<\/strong><br>\nIn eigener Sache: Warum wir das Sarrazin-Interview von Friedman nicht ver&ouml;ffentlicht haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bz-berlin.de\/aktuell\/berlin\/viel-wirbel-um-das-sarrazin-interview-article967105.html?service=print\">B.Z.<\/a><\/li>\n<li><strong>Sozialwissenschaftler Andreas Speit &uuml;ber die Beliebtheit Thilo Sarrazins in der Neuen Rechten: &bdquo;Mehr und mehr im rechtspopulistischen Raum beheimatet&ldquo;<\/strong><br>\nBei Thilo Sarrazin geht es laut Sozialwissenschaftler und Journalist Andreas Speit nicht nur um die Wortwahl. Auch inhaltlich bewege er sich immer weiter auf dem Terrain der Neuen Rechten. Die stelle sich &ldquo;au&szlig;erhalb dessen, was eigentlich in der Bundesrepublik im Grundgesetz festgeschrieben ist&rdquo;.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/interview\/1262206\/\">Deutschlandradio Kultur (Text)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2010\/09\/01\/drk_20100901_0838_1d6f0d1b.mp3\">Deutschlandradio Kultur (Audio-Podcast)<\/a><\/li>\n<li><strong>Sachsen : NPD-Eklat bei Wulffs Antrittsbesuch<\/strong><br>\nBeim Besuch von Bundespr&auml;sident Christian Wulff im s&auml;chsischen Landtag hat die rechtsextremistische NDP am Mittwoch f&uuml;r einen Eklat gesorgt. NPD-Abgeordnete hielten w&auml;hrend der Ansprache Plakate hoch, auf denen es hie&szlig;: &bdquo;Alle wissen: Sarrazin hat Recht&ldquo;. Fraktionschef Holger Apfel versuchte zudem, die Rede durch Zwischenrufe zu st&ouml;ren. Mehrere Saalordner mussten einschreiten, um die offenkundig vorbereitete Provokation zu beenden. Wulff ging auf den Zwischenfall nicht ein. Landtagspr&auml;sident Matthias R&ouml;&szlig;ler (CDU) will den Zwischenfall nach Aussage eines Sprechers nicht einfach durchgehen lassen. Es habe sich ganz offensichtlich um einen vorbereiteten und gezielten Eklat gehandelt. Den NPD-Abgeordneten sei es einzig darum gegangen, zu st&ouml;ren und zu provozieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/nachrichten\/politik\/NPD-Eklat-bei-Wulffs-Antrittsbesuch-id3637045.html\">Der Westen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Warum ging Wulff auf den Zwischenfall nicht ein? Es w&auml;re eine geeignete Gelegenheit gewesen, sich als kritisches Staatsoberhaupt zu pr&auml;sentieren anstatt als Winkonkel von Kanzlerinnen Gnaden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Bundesbank trennt sich von Sarrazin<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.news.yahoo.com\/3\/20100902\/video\/vwl-bundesbank-will-trennung-von-sarrazi-d7f4ae7.html\">news.yahoo<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Britischer Expremier Blair bedauert Irak-Krieg nicht und sieht &raquo;keine Alternative&laquo; zum Krieg gegen Iran<\/strong><br>\nAnthony Blair nutzte am Mittwoch die Vorstellung seiner Autobiographie &raquo;Eine Reise&laquo; dazu, f&uuml;r eine milit&auml;rische Konfrontation mit dem Iran zu werben. In einem Interview mit dem Sender BBC sagte der fr&uuml;here britische Premierminister: &raquo;Ich halte es f&uuml;r v&ouml;llig inakzeptabel, da&szlig; Iran eine Nuklearwaffen-F&auml;higkeit besitzt, und meine, wir m&uuml;ssen uns auf eine Konfrontation mit ihnen vorbereiten, n&ouml;tigenfalls milit&auml;risch. Ich glaube, es gibt dazu keine Alternative, wenn sie fortfahren, Atomwaffen zu entwickeln.&laquo; Beweise f&uuml;r Blairs Behauptungen gibt es genausowenig wie vor acht Jahren im Falle Iraks.<br>\nIn seinem Buch schreibt er: &raquo;Ich kann die Entscheidung zum Krieg nicht bedauern.&laquo; Schon die Frage allein, ob er etwas bereue, mache ihn &raquo;krank&laquo;. Er habe allerdings &raquo;den blutigen, zerst&ouml;rerischen und chaotischen Alptraum, der sich dann entfaltete&laquo;, nicht vorausgesehen. Aber auch daran sind nat&uuml;rlich nur andere schuld: &raquo;Die Wahrheit ist, da&szlig; wir die Rolle Al-Qaidas und Irans nicht voraussahen.&laquo; &ndash; Im &uuml;brigen, so Blair, habe Irak zwar keine Massenvernichtungswaffen besessen, nachdem sein chemisches Arsenal infolge des 1991er Golfskriegs vernichtet worden war. Aber er glaube dennoch, da&szlig; Saddam Hussein die Absicht gehabt habe, sich irgendwann wieder solche Waffen und dar&uuml;ber hinaus auch Atomwaffen zu verschaffen.<br>\n&raquo;Viele Tr&auml;nen&laquo; habe er dennoch vergossen wegen der Opfer dieses Krieges; &raquo;mit jeder Faser meines Daseins&laquo; habe er die Gestorbenen und ihre Angeh&ouml;rigen bedauert<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/09-03\/030.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>UN ruft zum Aktionstag gegen Armut<\/strong><br>\nUnter dem Motto &bdquo;Make noise for the Millennium Development Goals&ldquo; rufen die Vereinten Nationen kurz vor dem Weltarmutsgipfel zum globalen Aktionstag gegen Armut &ndash; dem Stand Up &ndash; auf. An den Stand Up-Aktionstagen fordern j&auml;hrlich viele Millionen Menschen die Staatschefs auf, sich f&uuml;r eine gerechtere Welt ohne Armut einzusetzen. Bereits im vergangenen Jahr standen weltweit 173 Millionen Menschen gegen Armut und f&uuml;r die Millenniumsziele auf. Damit erreichte der Stand Up 2009 nicht nur einen Guinness-Weltrekord, sondern auch eine ungeheure politische Symbolkraft.<br>\n&nbsp;Vom 17. bis 19. September kannst Du in diesem Jahr dabei sein: Bei dem diesj&auml;hrigen Stand Up soll ordentlich Krach gemacht werden, damit die Staatschefs in New York wachger&uuml;ttelt werden! Auf welche Art und Weise &ndash; ob durch das Spielen eines Instruments, dem Jubeln einer Schulklasse oder dem Abspielen eines Songs &ndash; ist ganz egal. Erlaubt ist am weltweiten Aktionstag gegen Armut alles, was laut ist und die Politiker zum Hinh&ouml;ren bringt. Wenn es dabei noch Spa&szlig; macht, umso besser.<br>\n&nbsp;&bdquo;Weltweit gibt es bereits hunderte Aktionen zur Mobilisierung der Zivilgesellschaft&ldquo;, erkl&auml;rt die Leiterin der UN-Millennmkampagne, Dr. Ren&eacute;e Ernst, &bdquo;unsere Politiker m&uuml;ssen endlich handeln. Angesichts &uuml;ber einer Milliarde hungernder Menschen brauchen wir von ihnen ein verst&auml;rktes Engagement f&uuml;r die Millenniumsziele.&ldquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/un-kampagne.de\/index.php?id=191\">NoExcuse 2010 Milleniumkampagne<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=u5HOvSpeN74\">Stand Up, Take Action, Make Noise for the MDGs 2010,YouTube<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>&ldquo;Die Bilder zeigen die l&auml;cherliche Seite Guttenbergs&rdquo;<\/strong><br>\nsueddeutsche.de: Die Bilder vom Afghanistan-Besuch des deutschen Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg wirken ungew&ouml;hnlich&nbsp;inszeniert.<br>\nToscani: Wenn es Ihrem Verteidigungsminister gef&auml;llt, Bilder zu inszenieren, m&uuml;ssen Sie &uuml;ber Ihren Minister nachdenken und urteilen, nicht &uuml;ber das Bild. Wenn er zu der Art Politiker geh&ouml;rt, die inszenierte Bilder lieben, hei&szlig;t das vielleicht, dass er nicht so gern die Wahrheit sagt. Er sch&auml;tzt die Inszenierung, seine Politik wird zum Theater. Wenn sich Ihr Verteidigungsminister nicht sicher ist, was er ist, dann gef&auml;llt ihm, es zu inszenieren, was er nicht&nbsp;ist.<br>\nsueddeutsche.de: Wie beurteilen Sie die Art und Weise, wie er sich&nbsp;darstellt?<br>\nToscani: Alle Politiker m&ouml;chten so aussehen. Ich finde das nicht ungew&ouml;hnlich. Die Inszenierung gibt mir die M&ouml;glichkeit, ihn zu beurteilen. Die Fotografie hat die l&auml;cherliche Seite des Verteidigungsministers preisgegeben. Ich glaube nicht, dass er besonders schlau ist, wenn er sich so darstellt. Man kann in die Kamera l&auml;cheln oder eine Grimasse schneiden &ndash; beide Inszenierungen sind real. Aber jeder muss selbst wissen, wie er aussehen&nbsp;will.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/skandal-fotograf-toscani-die-bilder-zeigen-die-laecherliche-seite-guttenbergs-1.994601\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Schauen Sie dort einmal die Bildstrecke an. Die Macht der Bilder und ihre Rolle bei der Meinungsmache.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>TV-Tipp: Mitternachtsspitzen<\/strong><br>\nZu Gast bei J&uuml;rgen Becker: Hagen Rether, Sebastian Schnoy und Lisa Fitz<br>\nSamstag, 04. September 2010, 22.30 &ndash; 23.31 Uhr .<br>\nDie Ferien gehen zu Ende, Deutschland kommt aus dem Urlaub zur&uuml;ck. Frau Merkel hat scheinbar ihre Amtsgesch&auml;fte wieder aufgenommen &ndash; zumindest h&auml;ngen alle Hosenanz&uuml;ge frisch aufgeb&uuml;gelt im Schrank. Selbst die Wirtschaft kommt trotz halbgar geschn&uuml;rtem Sparpaket angeblich wieder in Fahrt. Guido Westerwelle bekommt eine La-Ola aus der eigenen Partei, die Rente erwartet uns zuk&uuml;nftig mit 97, wenn es so weitergeht, und Thilo Sarrazin verdingt sich einmal mehr als Provokateur vom Dienst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/mitternachtsspitzen\/sendungsbeitraege\/2010\/0904\/index.jsp\">WDR<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: EU-Finanzaufsicht; Staatsanwalt auf der Spur von Credit-Suisse; Deutsche Post darf Milliardenhilfen behalten; Einmalzahlungen kann L&ouml;hne von Preis- und Produktivit&auml;tsentwicklung abkoppeln; Berufliche Bildung; Richter kassieren K&uuml;ndigung wegen 1,8 Cent; Sp&auml;tfolgen der Abwrackpr&auml;mie; Love Parade: Keine Schuld, nirgends; Besch&auml;ftigtendatenschutzgesetz verst&ouml;&szlig;t gegen EU-Recht; Studie zu 20 Jahren Einheit; Stuttgart 21; M&auml;rkte honorieren<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6642\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-6642","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6642","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6642"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6642\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6645,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6642\/revisions\/6645"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6642"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6642"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6642"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}