{"id":66423,"date":"2020-11-02T08:15:06","date_gmt":"2020-11-02T07:15:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66423"},"modified":"2020-11-02T08:54:34","modified_gmt":"2020-11-02T07:54:34","slug":"hinweise-des-tages-3731","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66423","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66423#h01\">Kaputt gespartes Gesundheitssystem: Kollaps droht nicht wegen, sondern auch ohne Corona<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66423#h02\">Deaths at home: More than 26,000 extra this year, ONS finds<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66423#h03\">My Resignation From The Intercept<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66423#h04\">Corbyn hat nichts gelernt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66423#h05\">Russland ist von Westeuropa tief entt&auml;uscht &ndash; aus gutem Grund<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66423#h06\">Beamtenbund fordert Sonderzahlung f&uuml;r Landesbeamte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66423#h07\">Die Kosten der Coronakrise:Wer begleicht die Rechnung?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66423#h08\">Fabio De Masi &uuml;ber den Wirecard-Krimi<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66423#h09\">&laquo;Es gibt keine Altersarmut in Deutschland!&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66423#h10\">Verschiebung der Bundestagswahl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66423#h11\">Macht es noch einmal, Schweden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66423#h12\">&ldquo;Wenn die Leute fl&auml;chendeckend ihr Ding machen, kriegen wir ein Problem&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66423#h13\">Deutschland unterliegt bei Lkw-Maut vor Gericht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66423#h14\">Keine Waffen f&uuml;r Frontex<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66423#h15\">&ldquo;&Uuml;berwachung &uuml;bersteigt das f&uuml;r eine Demokratie ertr&auml;gliche Ma&szlig;&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66423#h16\">Der Wilde Westen &ndash; USA klauen iranisches &Ouml;l und verkaufen es f&uuml;r 40 Millionen Dollar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66423#h17\">Veteran journalist and author Robert Fisk dies aged 74<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66423#h18\">&ldquo;Da m&uuml;ssen wir doch was machen!&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Kaputt gespartes Gesundheitssystem: Kollaps droht nicht wegen, sondern auch ohne Corona<\/strong><br>\nLockdown 2.0: Bund und L&auml;nder wollen mit harten Grundrechtseinschnitten die &Uuml;berlastung des Gesundheitssystems verhindern. Dabei zeigt eine Datenanalyse: Trotz steigender Corona-Zahlen ist auf den Intensivstationen nicht mehr los als sonst. Das wirkliche Problem ist ein jahrelanger Sozialabbau. (&hellip;)<br>\nSeit vielen Jahren berichtet die Autorin &uuml;ber den Personalabbau aus Kosten- und letztlich Profitgr&uuml;nden. Die Folgen wurden lange vor Corona sichtbar: Geschlossene Intensiv-Stationen und gesperrte Betten, akuter Personalmangel, der die Versorgung der Bev&ouml;lkerung gef&auml;hrdete, drastisch &uuml;berlastete Intensiv-Stationen  und &ldquo;erb&auml;rmliche Zust&auml;nde&rdquo; in den Notfallambulanzen.<br>\nImmer mehr Kliniken bauten zudem nicht lukrative Bereiche aus Kostengr&uuml;nden ab, wie etwa Krei&szlig;s&auml;le und Kinderstationen. Manche Einrichtungen verweigerten sogar die Aufnahme von Hochschwangeren in den Wehen. Im letzten Dezember machte gar die Kinderkrebsstation der Berliner Charit&eacute; wegen Personalmangels ihre Pforten dicht und verh&auml;ngte einen Aufnahmestopp. Das f&uuml;hrte zu t&ouml;dlichen Konsequenzen &ndash; im traurigsten Sinne des Wortes.<br>\nDoch wer denkt, Corona h&auml;tte dem Einstampfen der Gesundheitsversorgung in Deutschland Einhalt geboten, der irrt leider. Trotz Pandemie bauen die Krankenh&auml;user immer weiter ab. In Sachsen-Anhalt, im Saarland, in Rheinland-Pfalz und andernorts schlie&szlig;en Einrichtungen oder orientieren sich auf lukrativere Einnahmequellen. Mancherorts k&ouml;nnen weder Schwangere noch Kinder ortsnah versorgt werden.<br>\nK&uuml;rzlich warnte die DKG vor massenhaften Klinikpleiten &ndash; wegen Corona! (&hellip;)<br>\nUm die Widerspr&uuml;che zwischen Aussagen von Politikern und der Realit&auml;t sowie die wahren Ursachen der Probleme zu kl&auml;ren, fragte die Autorin beim Bundesgesundheitsministerium (BMG) nach. Dessen Sprecher Sebastian G&uuml;lde ging jedoch auf die meisten Fragen &ndash; etwa nach der Belegung der Intensiv-Stationen in den vorangegangen Jahren sowie konkreten Bem&uuml;hungen, mehr Personal auszubilden &ndash; gar nicht ein.<br>\nWarum die Gesamtzahl der belegten Intensivbetten gar nicht steigt, aber trotzdem Alarmstimmung herrscht? Keine Antwort, stattdessen &uuml;bermittelte G&uuml;lde einige Links zu den oben erw&auml;hnten aktuellen DIVI-Daten und blickte &ndash; wie die Bundesregierung &ndash; vage in eine d&uuml;stere Zukunft: Man m&uuml;sse bei der aktuellen Entwicklung bef&uuml;rchten, dass die Zahl der COVID-19-Patienten weiter steige. Die Fragen blieben offen, auf eine Nachfrage reagierte der Sprecher gar nicht mehr. (&hellip;)<br>\nLetztlich muss konstatiert werden: Nach verf&uuml;gbarer Datenlage hat die Anzahl der Intensiv-Patienten insgesamt in Deutschland nicht zugenommen. Offenbar liegt sie sogar leicht unter jener vor Beginn der COVID-19-Pandemie. Ob mehr Kranke mit schweren Symptomen oder mehr Beatmungspatienten als gew&ouml;hnlich gez&auml;hlt werden, geht aus der Datenlage nicht hervor.<br>\nDie Begr&uuml;ndung f&uuml;r die Ma&szlig;nahmen wackelt daher. Den Fakten zufolge ist aber ein ganz anderer Grund anzunehmen: Das deutsche Gesundheitssystem wurde so kaputt gespart, dass es heute bereits bei einer Auslastung zusammenbrechen w&uuml;rde, mit der es vor 30 oder 20 Jahren noch locker fertig geworden w&auml;re. Es liegt nahe, dass die B&uuml;rger heute den dramatischen Sozialabbau von gestern ausbaden sollen: Mit den massivsten Grundrechtseinschnitten seit dem Zweiten Weltkrieg.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/108403-kaputt-gespartes-gesundheitssystem-kollaps-droht-auch-ohne-corona\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Der Zustand des aus marktradikalen Gr&uuml;nden &bdquo;kaputt gesparten Gesundheitssystems&ldquo; macht deutlich, dass es insbesondere der Bundesregierung (schon lange) nicht um die Gesundheit der hiesigen Bev&ouml;lkerung geht. Erinnert sei z.B. an Jens Bergers Beitrag aus dem Jahr 2011: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9757\">Sollbruchstelle im Gesundheitssystem<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong>passend dazu: Diesseits und jenseits der Momentaufnahme auf den Intensivstationen: Von leeren Betten, Pflegepersonal als &bdquo;Flaschenhals&ldquo; und Vers&auml;umnissen der Vergangenheit<\/strong><br>\n&bdquo;Wir haben mehr Betten und mehr Beatmungsger&auml;te als zu Beginn der Pandemie. Aber wir haben nicht eine m&uuml;de Maus mehr beim Personal&ldquo;, so wird Uwe Janssens, Pr&auml;sident der Deutschen Interdisziplin&auml;ren Vereinigung f&uuml;r Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), in diesem Artikel zitiert: Intensivmediziner warnen vor drohender &Uuml;berlastung. Und Janssens erg&auml;nzt: &bdquo;Bis jetzt sind wir zurechtgekommen. Aber wir m&uuml;ssen die Pflegepersonal-Untergrenzen wieder aussetzen, wenn das so weitergeht.&ldquo;<br>\nPflegepersonal-Untergrenzen? Da war doch was, schon lang vor Corona. Und &uuml;berhaupt &ndash; auch die angesprochenen und im Kontext der derzeitigen &bdquo;zweiten Welle&ldquo; der Corona-Pandemie so dramatisch als aktuelles Problem aufgerufenen Personalprobleme gerade auf den Intensivstationen sind doch nicht erst diese Tage gleichsam vom Himmel gefallen?<br>\nMehr als nur &bdquo;Hinterher ist man immer schlauer&ldquo;: Die Vers&auml;umnisse der Vergangenheit fallen einem jetzt auf die F&uuml;&szlig;e<br>\nBereits in den Jahren vor dem Ausbruch der Corona-Krise und der aktuell wieder diskutierten Gefahr einer &Uuml;berlastung intensivmedizinischer Behandlungskapazit&auml;ten wurde das Thema Personalmangel immer wieder aufgerufen &ndash; und es ist offensichtlich notwendig, in diesen Tagen erneut darauf hinzuweisen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2020\/11\/01\/von-leeren-betten-und-pflegepersonal-als-flaschenhals\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die coronabedingte Aussetzung der Untergrenzen lief &uuml;brigens <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62701\">erst an diesem Wochenende aus<\/a> und es ist in der Tat anzunehmen, dass sie einmal mehr verl&auml;ngert wird. Nennenswerte Ma&szlig;nahmen zur Linderung des Pflegenotstands fanden nicht statt. Ein politisches Versagen, das nun auch als Begr&uuml;ndung f&uuml;r den Lockdown herangezogen wird. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Deaths at home: More than 26,000 extra this year, ONS finds<\/strong><br>\nMore men than normal are dying at home from heart disease in England and Wales, and more women are dying from dementia and Alzheimer&rsquo;s, figures show.<br>\nMore than 26,000 extra deaths occurred in private homes this year, an analysis by the Office for National Statistics found.<br>\nIn contrast, deaths in hospitals from these causes have been lower than usual.<br>\nThe Covid epidemic may have led to fewer people being treated in hospital.<br>\nOr it may be that people in older age groups, who make up the majority of these deaths, are choosing to stay at home &ndash; but the underlying reasons for the figures are still not clear. [&hellip;] Between March and September 2020, there were 24,387 more deaths in England than expected in private homes, and 1,644 in Wales. The large majority did not involve Covid-19.<br>\nOf these, an extra 1,705 men died from heart disease at home in England &ndash; 25% more than normal.<br>\nIn Wales there was a similar rise in men dying from heart disease at home, of 22.7%.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bbc.com\/news\/health-54598728\">BBC<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> An oder mit Corona sind in Gro&szlig;britannien &uuml;brigens 46.717 Menschen gestorben. Die Todeszahlen der &bdquo;Kollateralsch&auml;den&ldquo; der Ma&szlig;nahmen sind somit mehr als halb so gro&szlig; wie die Todeszahlen der Krankheit selbst. Ein Grund mehr, <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66378\">dass schwedische Modell<\/a> noch einmal genauer anzuschauen. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>My Resignation From The Intercept<\/strong><br>\nThe same trends of repression, censorship and ideological homogeneity plaguing the national press generally have engulfed the media outlet I co-founded, culminating in censorship of my own articles.<br>\nToday I sent my intention to resign from The Intercept, the news outlet I co-founded in 2013 with Jeremy Scahill and Laura Poitras, as well as from its parent company First Look Media.<br>\nThe final, precipitating cause is that The Intercept&rsquo;s editors, in violation of my contractual right of editorial freedom, censored an article I wrote this week, refusing to publish it unless I remove all sections critical of Democratic presidential candidate Joe Biden, the candidate vehemently supported by all New-York-based Intercept editors involved in this effort at suppression.<br>\nThe censored article, based on recently revealed emails and witness testimony, raised critical questions about Biden&rsquo;s conduct. Not content to simply prevent publication of this article at the media outlet I co-founded, these Intercept editors also demanded that I refrain from exercising a separate contractual right to publish this article with any other publication.<br>\nI had no objection to their disagreement with my views of what this Biden evidence shows: as a last-ditch attempt to avoid being censored, I encouraged them to air their disagreements with me by writing their own articles that critique my perspectives and letting readers decide who is right, the way any confident and healthy media outlet would. But modern media outlets do not air dissent; they quash it. So censorship of my article, rather than engagement with it, was the path these Biden-supporting editors chose.<br>\nThe censored article will be published on this page shortly (it is now published here, and the emails with Intercept editors showing the censorship are here). My letter of intent to resign, which I sent this morning to First Look Media&rsquo;s President Michael Bloom, is published below.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/greenwald.substack.com\/p\/my-resignation-from-the-intercept\">Greenwald<\/a>\n<p><em>Die NachDenkSeiten werden dazu noch ausf&uuml;hrlich berichten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Corbyn hat nichts gelernt<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here Chef von Labour, Jeremy Corbyn, ist aus seiner Partei geflogen, weil unter ihm Antisemitismus zum Normalzustand wurde. Corbyn Reaktions zeigt, dass er seine eigene Haltung und deren katastrophale Folgen nicht ansatzweise erkennt. (&hellip;)<br>\nDer Sohn aus mittelst&auml;ndischem Hause machte sich die antikapitalistischen Gesinnungen der radikalen Linken zu eigen, die sich an den Schriften postkolonialer Intellektueller wie Frantz Fanon und Jean-Paul Sartre n&auml;hrten und sich durch die amerikanische Vietnam-Politik, die atomare Aufr&uuml;stung, den Sechs-Tage-Krieg von 1967 und die anschlie&szlig;ende Besiedlung der von Israel besetzten Gebiete best&auml;rkt f&uuml;hlten in ihrer Kampfansage gegen den &bdquo;Imperialismus&ldquo; und ihrem Engagement f&uuml;r die Befreiungsbewegungen in Afrika und Asien. Das Mitgef&uuml;hl f&uuml;r Unterdr&uuml;ckte fixierte sich besonders auf die Pal&auml;stinenser und machte sich die Propaganda der arabischen Welt zu eigen, die Israel als unrechtm&auml;&szlig;iges &Uuml;berbleibsel der westlichen Kolonisierung verteufelte, als Instrument des angels&auml;chsischen Imperialismus, als einen von j&uuml;dischen Million&auml;ren finanzierten, militaristischen, faschistischen und rassistischen Staat, der die Selbstbestimmung der arabischen V&ouml;lker verhinderte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/antisemitismus-bericht-ueber-frueheren-labour-chef-jeremy-corbyn-17026526.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.R.:<\/strong> Wer sich diesen Artikel in der FAZ durchliest (&amp; ), der wei&szlig;: Obwohl die Autorin versucht, das Gegenteil zu behaupten, best&auml;tigt sie doch mit ihrem Artikel, dass Corbyn mit seiner Einsch&auml;tzung der Lage vollkommen recht hat. Es geht hier nur vordergr&uuml;ndig um Antisemitismus, in Wirkli<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Union leader says Keir Starmer &lsquo;pushing Labour into civil war&rsquo; over Corbyn suspension<\/strong><br>\nParty move called unjust as antisemitism campaigners urge action against 15 other MPs after EHRC report.<br>\nKeir Starmer was struggling last night to contain an escalating row over Jeremy Corbyn&rsquo;s suspension from the party following last week&rsquo;s bombshell report on Labour&rsquo;s handling of antisemitism in the party.<br>\nA union leader has accused Starmer of using the issue to pursue a &ldquo;civil war&rdquo; within the party, and joined with six other union bosses in issuing a joint statement describing the suspension of Corbyn as &ldquo;unjust&rdquo;.<br>\nThe unions&rsquo; intervention came as antisemitism campaigners seized on Corbyn&rsquo;s suspension to warn that the party remains &ldquo;unsafe&rdquo; for Jewish members until it thoroughly investigates 15 other MPs about whom they have lodged detailed complaints, including deputy leader Angela Rayner.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/politics\/2020\/nov\/01\/keir-starmer-accused-starting-labour-civil-war-corbyn-suspension-antisemitism\">The Guardian<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Russland ist von Westeuropa tief entt&auml;uscht &ndash; aus gutem Grund<\/strong><br>\nRussland hat sich 1994 ganz aus Deutschland zur&uuml;ckgezogen, die USA aber sind geblieben. Russland, der &laquo;Feind&raquo; Deutschlands?<br>\nAm 3. Oktober, am sogenannten &laquo;Tag der deutschen Einheit&raquo;, wird in Deutschland jeweils die Wiedervereinigung von West- und Ostdeutschland gefeiert. Aus Anlass des 30-Jahr-Jubil&auml;ums konnte man in diesem Jahr fast in ganz Europa historische Bilder sehen und auf dieses Ereignis zur&uuml;ckblickende Berichte h&ouml;ren oder lesen.<br>\nHat sich dabei auch jemand daf&uuml;r interessiert, wie dieses Ereignis in Russland gesehen und verstanden wird?<br>\nMichail Gorbatschow, der als de facto russischer Staatschef (er war Generalsekret&auml;r der KPdSU) damals dem deutschen Bundeskanzler Helmut Kohl am 10. Februar 1990 in Moskau das Ja zur Wiedervereinigung gegeben hat, wird in Russland nicht ebenso verehrt wie im Westen. Die Ursache f&uuml;r die andere Sichtweise: Gorbatschow hat aus Sicht Russlands Ostdeutschland an Westdeutschland einfach verschenkt &ndash; oder, wie die Deutschen sagen w&uuml;rden, f&uuml;r &laquo;&rsquo;nen Appel und ein Ei&raquo;, n&auml;mlich f&uuml;r l&auml;cherliche zw&ouml;lf Milliarden Deutsche Mark, &laquo;verkauft&raquo;. Deutschland musste sich nicht verpflichten, k&uuml;nftig neutral zu bleiben. Auch ein Verzicht auf eine Osterweiterung der NATO wurde nicht festgeschrieben. Gorbatschow mochte Kohl und vertraute ihm. West- und Ostdeutschland wurden wiedervereinigt. Nicht einmal eine Volksabstimmung gab es dazu.<br>\nIn diesem Zusammenhang &auml;usserst relevant: Die damalige Sowjetunion zog ihre 550&rsquo;000 Soldaten mit &uuml;ber 100&rsquo;000 schweren Waffen und anderem milit&auml;rischem Ger&auml;t aus Ostdeutschland abmachungsgem&auml;ss bis Ende 1994 ab und verzichtete auf jede weitere formelle politische Mitsprache. (&hellip;)<br>\nWarum eigentlich will Deutschland so eng mit den USA alliiert sein? Oder konkreter gefragt: Warum l&auml;sst sich Deutschland von den USA nachgerade als milit&auml;rische Kolonie behandeln? Und warum betrachtet Deutschland, warum betrachtet insbesondere auch die NATO Russland heute als Hauptfeind, obwohl Russland sich 1994 vollst&auml;ndig aus Ostdeutschland zur&uuml;ckgezogen hat &ndash; die in der DDR gelagerten Nuklear-Waffen sogar schon 1991?<br>\nDiese unbeantwortete Frage besch&auml;ftigt Russland bis heute &ndash; heute wieder mehr als auch schon, denn gerade in den letzten Monaten ist die deutsche Politik wieder massiv anti-russisch geworden.<br>\nKann es sein, dass Russland als Hauptfeind Deutschlands betrachtet wird, nicht obwohl die Sowjetunion damals zur Besiegung Hitler-Deutschlands die meisten Opfer zu verzeichnen hatte, sondern gerade weil die Russen damals die deutsche Wehrmacht besiegt haben? Kann es sein, dass die Deutschen die Niederlagen in Stalingrad und Kursk &ndash; im kollektiven Unterbewusstsein &ndash; nicht wirklich verdaut haben? Wird mehr und mehr verdr&auml;ngt, dass es damals um Nazi-Deutschland ging? Aufmerksame Politologen jedenfalls d&uuml;rften sich schon bald mit dem Thema Revanchismus zu besch&auml;ftigen haben.<br>\nEine Antwort steht im &laquo;Weissen Tiger&raquo;<br>\nDer russische Regisseur Karen Schachnasarow hat 2012 den grossartigen Film &laquo;Der weisse Tiger&raquo; geschaffen, eine geniale Verkn&uuml;pfung von konkreten, h&ouml;chst eindr&uuml;cklichen Kriegsszenen &ndash; meist Panzerschlachten &ndash; und metaphorisch-historischen Wahrheiten: Der weisse Tiger ist in diesem Film nicht nur der deutsche &laquo;Panzer VI Tiger&raquo;, er ist in diesem Film gleichzeitig das Symbol f&uuml;r den Juden- und vor allem den Russenhass Westeuropas, der immer wieder aufflammte &ndash; und aufflammt. In den letzten Spielminuten des Films erkl&auml;rt sich Hitler einem Vertrauten beim Kaminfeuer. Darin findet sich folgende Passage:<br>\n&laquo;Haben wir etwa nicht den geheimen Traum eines jeden europ&auml;ischen Normalb&uuml;rgers verwirklicht, war das nicht die Ursache unserer Siege? Alle wussten doch, dass wir das, wovon sie sogar Angst hatten, es ihren Frauen zu erz&auml;hlen, klar und offen verk&uuml;ndet haben, wie es sich f&uuml;r ein tapferes, monolithisches Volk geh&ouml;rt. Sie haben die Juden nie gemocht. Ihr Leben lang haben sie Russland, dieses dunkle, finstere Land im Osten Europas, gef&uuml;rchtet, diesen wilden, Europa-fremden Zentauren!&raquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/Europa-Russland-Hass-Enttauschung-Weisser-Tiger\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Beamtenbund fordert Sonderzahlung f&uuml;r Landesbeamte<\/strong><br>\nDer Nieders&auml;chsische Beamtenbund hat angesichts der Corona-Krise eine Sonderzahlung f&uuml;r Beamte des Landes Niedersachsen gefordert. Damit sollten die Leistungen des &ouml;ffentlichen Dienstes gew&uuml;rdigt werden, sagte der Landesvorsitzende des Beamtenbundes (NBB), Alexander Zimbehl, am Sonntag. Er fordere ausdr&uuml;cklich eine einmalige Unterst&uuml;tzungsleistung f&uuml;r die Beamten, die gerade in diesem Jahr gezeigt h&auml;tten, &laquo;dass Niedersachsen in erster Linie durch die Leistungen eines starken &ouml;ffentlichen Dienstes bislang so gut durch die Krise gekommen ist&raquo;.<br>\nAm vergangenen Wochenende wurde nach einer entsprechenden Einigung f&uuml;r die Besch&auml;ftigten von Bund und Kommunen eine gestaffelte Corona-Sonderzahlung in H&ouml;he 600 Euro, 400 Euro und 300 Euro vereinbart, wie Zimbehl sagte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/news\/2020-11\/01\/beamtenbund-fordert-sonderzahlung-fuer-landesbeamte\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Schlechtes Timing. W&auml;hrend andere Berufe durch die Lockdown-Ma&szlig;nahmen in Existenznot geraten, ist es schlicht nicht vermittelbar, dass ausgerechnet die von den Ma&szlig;nahmen materiell nicht betroffenen Beamten einen Bonus auf Steuerzahlerkosten bekommen &hellip; auch wenn sicher niemand die Mehrbelastungen in Frage stellen will. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die Kosten der Coronakrise:Wer begleicht die Rechnung?<\/strong><br>\nDie Corona-Pandemie hat einen fundamentalen Paradigmenwechsel in der &ouml;ffentlichen Haushaltspolitik erzwungen: &Uuml;ber lange Jahre war die Finanzpolitik auf die Begrenzung der Neuverschuldung beim Bund und eine Nullverschuldung bei den L&auml;ndern eingeschworen. Doch die sozial und &ouml;konomisch hoch zerst&ouml;rerische Gewalt der Coronakrise hat gleichsam &uuml;ber Nacht zum sprunghaften Anstieg der zu finanzierenden Staatsaufgaben gef&uuml;hrt. Wie aber wurde auf diesen zuvor unvorstellbaren Finanzierungsbedarf der Gebietsk&ouml;rperschaften und sozialen Sicherungssysteme reagiert? Mit dem Mut, Tabus zu brechen &ndash; und das zuvor gepflegte Dogma eines Staats ohne Neuverschuldung hinter sich zu lassen.<br>\nZur Finanzierung der vielen milliardenschweren Programme, die f&uuml;r die Bew&auml;ltigung der Folgen der Coronakrise schnell und wirksam durchgesetzt werden mussten, wurden gigantische Kredite durch den Bund und die L&auml;nder auf den Finanzm&auml;rkten aufgenommen. Genau das ist in dieser historischen Krisensituation hochgradig rational.<br>\nAuch wenn es im ersten Moment &uuml;berrascht, signalisieren selbst die Finanzm&auml;rkte, und insbesondere die gro&szlig;en institutionellen Anleger, Zustimmung, indem sie Staatsschuldtitel in Abw&auml;gung zwischen Rendite und Sicherheit als &bdquo;sicheren Hafen&ldquo; weiter pr&auml;ferieren &ndash; trotz Minusrenditen etwa bei den zehnj&auml;hrigen Staatsschuldtiteln. (&hellip;)<br>\nDamit stellt sich die Frage, wie mit der Finanzierung dieses Schuldensprungs k&uuml;nftig umgegangen wird &ndash; und wer f&uuml;r die Tilgung samt Zinsen am Ende aufkommt. Als der Gesetzgeber ab 2009 mit der &bdquo;au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Notsituation&ldquo; eine Ausnahme von der maximalen Neuverschuldung des Bundes und der Nullverschuldung der L&auml;nder festschrieb, konnte er in keiner Weise von der fiskalischen Wucht einer solchen Situation wie der Coronakrise ausgehen. Allein schon deshalb ist es legitim, ja erforderlich, alternative Finanzierungsinstrumente zu konzipieren. Ohne diese m&uuml;sste der Kapitaldienst f&uuml;r die gigantischen Summen aus den laufenden Haushalten finanziert werden. Die wahrscheinliche Folge w&auml;ren massive Ausgabenk&uuml;rzungen nach dem Muster der bisherigen Austerit&auml;tspolitik, sprich: vor allem Sozialabbau und das Zur&uuml;ckfahren &ouml;ffentlicher Investitionen.<br>\nTrotzdem fordern die Gralsh&uuml;ter der Schuldenbremse in Politik und Wissenschaft einen engstirnig kurzen Tilgungsplan nach dem vorgegebenen Muster des Grundgesetzes. Um diesen auch durchsetzen zu k&ouml;nnen, wird die bisherige Schuldenbremse ohne jeden Hinweis auf die breite Kritik als Erfolg f&uuml;r Wirtschaftswachstum und Arbeitspl&auml;tze dargestellt.[3] Dabei haben die letzten Jahre zu einer hoch defizit&auml;ren Entwicklung der &ouml;ffentlichen Investitionen gef&uuml;hrt. Deshalb muss dringend eine Diskussion &uuml;ber die Frage gef&uuml;hrt werden, welche Alternativen zur Finanzierung der Corona-Schulden sinnvoll sind. Denn von dieser Antwort h&auml;ngt am Ende auch die Akzeptanz der hohen Belastungen f&uuml;r die Menschen ab.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/ausgabe\/2020\/oktober\/die-kosten-der-coronakrise-wer-begleicht-die-rechnung\">Rudolf Hickel in Bl&auml;tter<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Fabio De Masi &uuml;ber den Wirecard-Krimi<\/strong><br>\nDer Wirecard-Krimi wird immer irrer! Auf meine Anfrage kam jetzt heraus, dass der deutsche Generalbundesanwalt den Verdacht pr&uuml;ft, dass das &ouml;sterreichische Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz und Terrorismusbek&auml;mpfung (BVT) ohne die Kenntnis deutscher Beh&ouml;rden #Marsalek als Spion an der Spitze des fr&uuml;heren deutschen DAX Konzerns gef&uuml;hrt hat.<br>\nHaben die &ouml;sterreichischen Agenten Marsalek auf deutschem Hoheitsgebiet auch auf der Flucht geholfen?<br>\nDie Kanzlerin sollte zum Telefon greifen und Sebastian Kurz fragen, was die &Ouml;sterreicher hier treiben. Sollte sich der Verdacht erh&auml;rten, muss der &ouml;sterreichische Botschafter einbestellt werden!<br>\nEntweder der BND wusste nichts &ndash; was peinlich w&auml;re &ndash; oder die wollten nichts wissen!<br>\n<a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/investigativ\/ndr-wdr\/marsalek-geheimdienst-101.html\">Die Tagesschau berichtet &uuml;ber meine Anfrage<\/a>.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/fabio.d.masi\/posts\/1469692046563823\">Fabio De Masi via Facebook<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&laquo;Es gibt keine Altersarmut in Deutschland!&raquo;<\/strong><br>\nMythen und Fakten zur Rentenpolitik<br>\nDie M&auml;r von den reichen Rentner*innen, die auf Kosten der jungen Generation leben, wird seit vielen Jahren gehegt und gepflegt. In Fernsehberichten werden die reichen Alten vorgef&uuml;hrt, die den Wohlstand der heute Jungen angeblich in Saus und Braus verfr&uuml;hst&uuml;cken. &Ouml;konomen wie Hans-Werner Sinn beklagen, dass sich &laquo;Heerscharen von Rentnern&raquo; mit ihren &uuml;ppigen Renten &laquo;von Luxuslinern durch die Weltmeere&raquo; schaukeln lassen und die Vergn&uuml;gungsviertel weltweit bev&ouml;lkern. In ungez&auml;hlten Kommentaren der Tagespresse wird mehr Generationengerechtigkeit angemahnt und in Talkshows sind sich neoliberale &Ouml;konom*innen mit den sogenannten Vertreter*innen der nachwachsenden Generation einig: So k&ouml;nne es nicht weitergehen. W&auml;hrend die Alten immer wieder Rentengeschenke bek&auml;men, werde den Jungen viel zu viel aufgeb&uuml;rdet.<br>\nUm es gleich vorweg deutlich zu sagen: Die Faktenlage deckt eine solche Meinungsmache nicht. Die Wahrheit ist: Jahr f&uuml;r Jahr gibt es immer mehr arme Rentner*innen. Durch eine Vielzahl von Gesetzen wurden die Renten in den vergangenen 30 Jahren f&uuml;r die meisten Rentner*innen um rund 40 Prozent beschnitten. Gleichzeitig ist der Beitragssatz f&uuml;r Arbeitnehmer*innen und Arbeitgeber*innen mit 18,6 Prozent so gering wie in den 1980er Jahren. Von diesem politisch bewusst niedrig gehaltenen Beitragssatz haben insbesondere die Arbeitgeber*innen profitiert. Direkt profitiert hat auch die Finanzwirtschaft, der mit der RiesterRente und den neuen Betriebsrenten lukrative Gesch&auml;ftsfelder er&ouml;ffnet wurden. Klare Verlierer*innen sind die Rentner*innen: Der durchschnittliche Rentenzahlbetrag liegt derzeit deutlich unter 1.000 Euro monatlich.<br>\nDas muss sich &auml;ndern: Wir brauchen deutlich h&ouml;here Renten f&uuml;r alle und eine ausreichende Mindestrente f&uuml;r Geringverdiener*innen. Um das durchzusetzen, m&uuml;ssen wir die These von der angeblich fehlenden Generationengerechtigkeit als Meinungsmache entlarven. Es ist ein Mythos, der von Arbeitgeber*innen, Finanzindustrie und den mit ihnen verbundenen Wissenschaftler*innen gepflegt wird. Ihr Ziel: Der Rentenkahlschlag der vergangenen 30 Jahre soll nicht korrigiert werden. Zahlreiche kursierende Unwahrheiten best&auml;rken diese Tendenz. Mit dieser Schrift widerlegen wir elf oft geh&ouml;rte Falschaussagen und setzen ihnen Fakten und Argumente f&uuml;r eine bessere Rente entgegen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rosalux.de\/publikation\/id\/43088\/es-gibt-keine-altersarmut-in-deutschland?cHash=b46908b8ffec21afdac3f60a155a1cf0\">Rosa Luxemburg Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Verschiebung der Bundestagswahl<\/strong><br>\nVerfassungsrechtliche Aspekte und Konsequenzen (&hellip;)<br>\nSoweit von der Verlegung des Wahltermins gesprochen wird, setzt dies voraus, dass zuvor bereits ein Wahltermin durch den Bundespr&auml;sidenten(&sect; 16 S. 1 BWahlG) bestimmt wurde. Der Anord-nung des Bundespr&auml;sidenten geht ein Vorschlag der Bundesregierung voraus. Die Anordnung be-darf der Gegenzeichnung durch die Bundeskanzlerin oder den zust&auml;ndigen Minister (Art. 58 S. 1 GG). Erst mit der Ver&ouml;ffentlichung im Bundesgesetzblatt (&sect; 76 Abs. 1 Nr. 5 Gemeinsame Ge-sch&auml;ftsordnung der Bundesministerien -GGO) wird der Termin rechtswirksam. (&hellip;)<br>\nAls sachgerechter Grund f&uuml;r die Verlegung eines Wahltermins ist die Sicherung der Wahlbeteili-gung anerkannt.11Die Erwartung der Wahlbeteiligung darf insofern an der allgemeinen Lebenser-fahrung und an bestehenden besonderen Umst&auml;nden ausgerichtet werden. Insofern k&ouml;nnte auch eine bestehende epidemische Lage in die Abw&auml;gung einbezogen werden. Die derzeitige Corona-Pandemie f&uuml;hrt dazu, dass aus Gr&uuml;nden des Infektionsschutzes von Ansammlungen und Veran-staltungen mit gr&ouml;&szlig;eren Personenzahlen, insbesondere in geschlossenen R&auml;umen, abgeraten wird. Zwischenzeitlich waren diese durch die Corona-Eind&auml;mmungsverordnungen der L&auml;nder (nahezu) vollst&auml;ndig verboten. Wahlvorg&auml;nge waren jedoch nicht von landerechtlichen Corona-Eind&auml;mmungsverordnungen geregelten Versammlungsverboten umfasst, da diese keine Ver-sammlungen, sondern davon unabh&auml;ngige Zusammenk&uuml;nfte im Rahmen eines demokratischen Legitimationsprozesses darstellen. Auch Sitzungen der demokratisch gew&auml;hlten Gremien, also auch des Bundestages, fallen nicht unter den entsprechenden Versammlungsbegriff.12Derzeit ist nicht absehbar, ob die Schutzma&szlig;nahmen gegen die Verbreitung des Corona-Virus bei einer Erh&ouml;hung der Infektionszahlen wieder versch&auml;rft werden m&uuml;ssen und daf&uuml;r physische Kon-takte von Menschen wieder deutlich reduziert werden m&uuml;sste. Insofern kann eine Lage eintreten, in der sowohl die Vorbereitung der Wahl in den Parteien und Wahlvereinigungen &ndash;zum Beispiel durch Versammlungen zur Kandidatenaufstellung &ndash;, als auch die Durchf&uuml;hrung der Wahl nach dem geregelten Ablauf aufgrund der erh&ouml;hten Ansteckungsgefahr wesentlich erschwert wird.<br>\nAuch eine unklare Infektionsgefahr kann dazu f&uuml;hren, dass die Wahlbeteiligung erheblich sinkt.13Bei Ansammlung in Zeiten mit einer hohen Infektionsm&ouml;glichkeit drohen Gefahren f&uuml;r Leib und Leben bzw. eine &Uuml;berlastung des Gesundheitswesens in Folge vermehrter Infektionen.Die bei der Wahl entstehenden Ansammlungen, k&ouml;nnten je nach der konkreten Infektionslage diese Ge-fahren begr&uuml;nden. Mithin k&ouml;nnte darin ein entsprechend gewichtiger Sachgrund f&uuml;r eine Ver-schiebung der Wahl liegen.14Im Sinne der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit w&auml;ren sodann zun&auml;chst andere Ma&szlig;nahmen zu pr&uuml;fen, die dem Schutz der (Wahl-)Bev&ouml;lkerung dienen und eine ordnungsge-m&auml;&szlig;e Durchf&uuml;hrung der Wahl erm&ouml;glichen(vgl. dazu unten Punkt 6.). Auch wenn eine wahl-rechtliche Pr&uuml;fung ergibt, dass eine Wahl nicht oder im Wesentlichen nicht mehr den rechtlichen Bedingungen entsprechen w&uuml;rde, k&ouml;nnte dies einen entsprechenden Grund f&uuml;r die Verschiebung des Termins darstellen. (&hellip;)<br>\nAndere Rechtswissenschaftler wiederum lassen eine durch Verfassungs&auml;nderung bestimmteVerl&auml;ngerung der laufenden Wahlperiode unter engen Voraussetzungen zu, wenn schwerwie-gende und zwingende Gr&uuml;nde des Allgemeinwohls dies erfordern. (&hellip;)<br>\nAuch wenn eine Verlegung der Wahl &uuml;ber den in Art. 39 Abs. 1 S. 3 GG genannten Zeitraum f&uuml;r verfassungswidrig gehalten w&uuml;rde, wird seitens des Schrifttums trotzdem davon ausgegangen, dass eine dann erfolgende Wahl g&uuml;ltig w&auml;re. Dies liegt darin begr&uuml;ndet, dass andernfalls kein neuer Bundestag mehr gew&auml;hlt werden k&ouml;nnte.23Zudem wiege die verfassungswidrig zu sp&auml;te Wahl weniger schwer,als die ebenso verfassungswidrige weitere Verl&auml;ngerung des Wahlperiode des vorangegangenen Bundestages.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/resource\/blob\/724178\/8593f24b7291881f0c24c676c6b8697b\/WD-3-183-20-pdf-data.pdf?fbclid=IwAR09-2sYyuO6QO-dqU2NCytXZ1nHSkHnb-3vWCU_uaEwPMUFIoaYNowYkd8\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Allein der Umstand, dass sich der Wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages mit dieser Fragestellung besch&auml;ftigt, ist bemerkenswert. Der Inhalt der &bdquo;Ausarbeitung&ldquo; des Wissenschaftlichen Dienstes mit Datum vom 31. Juli 2020 k&ouml;nnte als Erg&auml;nzung zum <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59976#h01\">Strategiepapier des Bundesinnenministeriums f&uuml;r den Umgang der Bundesregierung mit der Corona-Pandemie<\/a> betrachtet werden. Dabei hatte das Statistische Bundesamt f&uuml;r das erste Halbjahr 2020 sogar weniger Sterbef&auml;lle <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Themen\/Gesellschaft-Umwelt\/Bevoelkerung\/Sterbefaelle-Lebenserwartung\/Tabellen\/sonderauswertung-sterbefaelle-pdf.pdf?__blob=publicationFile\">gegen&uuml;ber den letzten drei Jahren festgestellt<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Macht es noch einmal, Schweden<\/strong><br>\nDie Regierung versch&auml;rft die Empfehlungen, setzt aber weiter auf Vernunft und Solidarit&auml;t anstatt auf Verbote<br>\nPanikmache und Aktivismus konnte der schwedischen Gesundheitsbeh&ouml;rde bisher keiner vorwerfen. Seit sich die Krankenh&auml;user wieder mit Covid-Patienten f&uuml;llen, sind deren Ermahnungen aber dringlicher geworden. Und in sechs Regionen, f&uuml;r mehr als die H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung, gelten bereits Regeln, die verd&auml;chtig nach &ldquo;Lockdown Light&rdquo; klingen &ndash; nur eben freiwillig. &ldquo;Wir m&uuml;ssen uns genauso solidarisch zeigen wie im Fr&uuml;hjahr&rdquo;, mahnt Staatsepidemiologe Anders Tegnell. (&hellip;)<br>\nIm Fr&uuml;hjahr gelang es den Schweden, durch ein freiwilliges diszipliniertes Verhalten die Entwicklung von einer bereits fortgeschrittenen Virusverbreitung zu wenden. Anders Tegnell und seine Kollegen hoffen nun auf eine &auml;hnliche Wirkung, um zu vermeiden, dass es erneut zu Verh&auml;ltnissen wie im Fr&uuml;hjahr oder noch schlimmer kommt. Ende April lagen bis zu 558 Covid-19-Kranke auf den Intensivstationen, was mehr ist, als das Land normalerweise an Kapazit&auml;t hat. Es war massiv umger&uuml;stet worden, um alle aufzunehmen. Schweden geh&ouml;rte zeitweise zu den L&auml;ndern mit den meisten Todesf&auml;llen pro Kopf, und es wird immer noch dar&uuml;ber diskutiert, ob damals alle eine angemessene Versorgung bekommen haben. Ende November wird dazu der erste Teilbericht der von der Regierung eingesetzten Coronakommission erwartet.<br>\nIm Fr&uuml;hjahr war die Situation allerdings neu, die t&auml;glichen Zahlen schockierend und die Schweden hatten wie alle anderen die Hoffnung, dies sei vor&uuml;bergehend &ndash; obwohl auch Tegnell und seine Kollegen mit einem neuen Anstieg im Herbst rechneten und stets davon sprachen, die Ma&szlig;nahmen m&uuml;ssten langfristig aushaltbar sein. Wie andere auch sind die Schweden jetzt m&uuml;de geworden, wollen nicht mehr alles aufschieben und m&ouml;gen oder d&uuml;rfen nicht mehr zuhause arbeiten. Die sch&auml;rferen lokalen Empfehlungen sind deshalb auch ein Signal an die Arbeitgeber, dies wieder vermehrt praktizieren zu lassen. Es bleibt abzuwarten, ob es noch einmal m&ouml;glich ist, mit einem Appell an die pers&ouml;nliche Vernunft und Solidarit&auml;t, aber ohne kleinteilige Verbote, Bu&szlig;gelder und allt&auml;glichen Maskenzwang die Entwicklung zu drehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Macht-es-noch-einmal-Schweden-4944159.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>Dazu: A history of the Swedish covid response<\/strong><br>\nThe Swedish response to the covid pandemic has become one of the most talked about topics of the last six months, and there&rsquo;s a lot of misinformation floating around. Since that&rsquo;s the case, and since I keep getting asked what the situation on the ground is really like in Sweden, I figured I&rsquo;d write up a little history, covering the key events from a Swedish perspective, and detailing exactly which restrictions were put in place at what time point, and why.<br>\nBut first, and perhaps most importantly, why did Sweden decide to follow such an aberrant path?<br>\nActually, to be honest, Sweden could never have done otherwise. The Swedish constitution declares that Swedes have the right to move freely within Sweden, and to leave the country if they so wish. There is a law, the Swedish infectious diseases act, which allows certain limited restrictions to be put in place, but it doesn&rsquo;t allow for a general lockdown. And the power of the state to enforce restrictions on individuals is heavily limited. That is likely the main reason why the Swedish response to covid-19 has been so much more limited than that seen in other countries. (&hellip;)<br>\nI don&rsquo;t think that what we are seeing is a &ldquo;second wave&rdquo;. I think we are seeing a seasonal effect. It&rsquo;s important to keep some perspective. As I explained earlier in this article, cases are a very poor way to determine how active the virus is in the population. In Sweden, the number of tests being carried out is now eight times higher than in the spring. That is why we should instead be looking at hospitalizations, ICU admissions, and deaths.<br>\nAnd those numbers are increasing much more slowly than the number of cases. In the spring, there was an exponential increase in ICU admissions. Now we are seeing a gradual increase, which will almost certainly stop at a much lower level. At the peak in the spring, over 100 people were dying a day of covid in Sweden. Right now, there are three people dying per day of covid. At the same time, there are 250 people dying per day in Sweden of other causes. So covid is currently responsible for 1,2% of deaths in Sweden, but probably gets 99% of the attention. We need to maintain some perspective.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/sebastianrushworth.com\/2020\/10\/31\/a-history-of-the-swedish-covid-response\/\">Sebastian Rushworth M.D.<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch Auff&auml;lliges Schweigen &uuml;ber Schweden. Hier <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66378\">ein Bericht von Henning Rosenbusch<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65143#h01\">Covid-19: Hat Schweden die Herdenimmunit&auml;t erreicht?<\/a> mit Anmerkungen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&ldquo;Wenn die Leute fl&auml;chendeckend ihr Ding machen, kriegen wir ein Problem&rdquo;<\/strong><br>\nWas, wenn die gerade beschlossenen Ma&szlig;nahmen nicht reichen und die Todeszahlen dramatisch steigen, wie Forscher bef&uuml;rchten? Unionsfraktionschef Brinkhaus h&auml;lt eine weitere Versch&auml;rfung der Ma&szlig;nahmen f&uuml;r denkbar. (&hellip;)<br>\nSollte es auf diese Weise nicht gelingen, die t&auml;glichen Neuinfektionen nachhaltig zu senken und die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen, drohen eine Verl&auml;ngerung der Ma&szlig;nahmen oder sogar weitere Versch&auml;rfungen bis hin zu Ausgangssperren. Brinkhaus will dieses Instrument nicht ausschlie&szlig;en: &ldquo;Viel wird davon abh&auml;ngen, ob alle mitziehen. Dann haben wir eine gute Chance, auf weitere Versch&auml;rfungen verzichten zu k&ouml;nnen. Wenn aber fl&auml;chendeckend die Leute ihr Ding machen, dann kriegen wir ein Problem.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/medizin\/corona-massnahmen-cdu-fraktionschef-brinkhaus-will-verlaengerung-der-beschraenkungen-nicht-ausschliessen-a-6bfcc6a6-c163-464f-bd85-42c3561cf7c0\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Verl&auml;ngerung und Versch&auml;rfung des Lockdowns. Eine &Uuml;berraschung ist das sicher nicht. Das Fatale eine andere Strategie kennt die politische Elite in Deutschland nicht. Es stellt sich nur die Frage, wie lange soll das Spiel so betrieben werden. Das Beispiel Frankreich und Italien zeigt, dass auch ein noch so harter Ausnahmezustand das wieder ansteigen der Fallzahlen nicht verhindern kann.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Deutschland unterliegt bei Lkw-Maut vor Gericht<\/strong><br>\nDie Lkw-Maut kann f&uuml;r Instandhaltung von Stra&szlig;en und Br&uuml;cken genutzt werden &ndash; aber nicht f&uuml;r die Kosten der Verkehrspolizei. Das hat der EuGH nun klargestellt.<br>\nSchlappe f&uuml;r Deutschland bei der Erhebung der Lkw-Maut: Die Kosten f&uuml;r die Verkehrspolizei d&uuml;rfen in die Berechnung der H&ouml;he dieser Geb&uuml;hr nicht einflie&szlig;en. Das hat der Europ&auml;ische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg am Mittwoch entschieden und damit einer polnischen Spedition recht gegeben.<br>\nDiese hatte in Deutschland Klage auf R&uuml;ckzahlung der Mautgeb&uuml;hren erhoben. Das Oberverwaltungsgericht f&uuml;r das Land Nordrhein-Westfalen in M&uuml;nster hatte den EuGH um Kl&auml;rung gebeten (Rechtssache C-321\/19). Der Fall geht jetzt zur&uuml;ck nach M&uuml;nster, die genauen Folgen sind noch unklar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/unzulaessige-nutzung-deutschland-unterliegt-bei-lkw-maut-vor-gericht\/26565684.html\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Keine Waffen f&uuml;r Frontex<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Union baut erstmals eine Grenztruppe mit einheitlichen Uniformen auf. Ihre geplante Ausr&uuml;stung mit Dienstpistolen, Schlagstock und Pfefferspray k&ouml;nnte rechtswidrig sein (&hellip;)<br>\nDas Problem ist den EU-Mitgliedstaaten seit geraumer Zeit bekannt. Im April wies das Sekretariat des Rates darauf hin, dass zwei Gutachten von einem &ldquo;externen Experten&rdquo; und einer Anwaltskanzlei f&uuml;r Regulierungsfragen die fehlende rechtliche Grundlage best&auml;tigt h&auml;tten. Eine L&ouml;sung ist aber laut einem Frontex-Papier vom September nicht in Sicht.<br>\nAuch die Bundesregierung, die derzeit den EU-Ratsvorsitz innehat, verweist auf Nachfrage nur auf Abstimmungen von Frontex mit der EU-Kommission sowie polnischen Beh&ouml;rden. Denkbar w&auml;re, dass Polen die Bewaffnung von Frontex mit einer Sondererlaubnis genehmigt. Normalerweise m&uuml;ssen derartige Vertr&auml;ge aber von der EU-Kommission verhandelt und beschlossen werden.<br>\nUngeachtet der rechtlichen Unsicherheit und der immer noch fehlenden Erlaubnis hat Frontex eine Ausschreibung f&uuml;r die Pistolen, Munition und &ldquo;nicht-t&ouml;dliche Ausr&uuml;stung&rdquo; vorbereitet. Die Agentur hat au&szlig;erdem Gespr&auml;che mit Waffenlieferanten gef&uuml;hrt. Diese h&auml;tten im Falle einer Auftragsvergabe die schnelle Lieferung versprochen.<br>\nTrotzdem ist es unwahrscheinlich, dass Frontex die Beschaffung bis Ende des Jahres abwickeln kann. M&ouml;glicherweise geht die &ldquo;Kategorie 1&rdquo; dann Anfang 2021 zwar einheitlich uniformiert, aber komplett unbewaffnet in den Einsatz.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Keine-Waffen-fuer-Frontex-4943167.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>&ldquo;&Uuml;berwachung &uuml;bersteigt das f&uuml;r eine Demokratie ertr&auml;gliche Ma&szlig;&rdquo;<\/strong><br>\nDer Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber kritisiert die Pl&auml;ne der Gro&szlig;en Koalition, Kommunikation aus verschl&uuml;sselten Messenger-Diensten mitzuschneiden. (&hellip;)<br>\nKelber: Gesetzentw&uuml;rfe mit massiv erweiterten Eingriffsbefugnissen in Grundrechte haben in der Tat gerade Hochkonjunktur. Sowohl der deutsche als auch der europ&auml;ische Gesetzgeber versuchen vermehrt, &Uuml;berwachungsbefugnisse der Sicherheitsbeh&ouml;rden auszuweiten und beispielsweise die Vorratsdatenspeicherung wieder einzuf&uuml;hren. Oft soll das unbemerkt und durch die Hintert&uuml;r erfolgen. Die j&uuml;ngste EuGH-Entscheidung ist f&uuml;r mich ein wichtiges Signal f&uuml;r den Datenschutz. Dass der Gerichtshof zugleich eine Vorratsdatenspeicherung zur Abwehr von schweren Straftaten und zur Sicherstellung der nationalen Sicherheit unter bestimmten Bedingungen f&uuml;r zul&auml;ssig erkl&auml;rt hat, ist ein Wermutstropfen, trotz strenger Vorgaben: So muss die Speicherdauer auf das unbedingt Notwendige beschr&auml;nkt werden, die Anordnung muss zeitlich befristet sein und einer wirksamen &Uuml;berpr&uuml;fung durch ein Gericht oder eine unabh&auml;ngige Verwaltungsbeh&ouml;rde unterliegen. Die Vorratsdatenspeicherung ist aber damit leider grunds&auml;tzlich m&ouml;glich, obwohl es datenschutzfreundlichere Alternativen g&auml;be.<br>\nSPIEGEL: Welche meinen Sie?<br>\nKelber: Vorstellbar w&auml;re beispielsweise ein sogenannter Quick Freeze. Dabei k&ouml;nnen die Sicherheitsbeh&ouml;rden bei einem Verdacht einen Telekommunikationsanbieter anweisen, die Verkehrsdaten l&auml;nger zu speichern. Die Gerichte w&uuml;rden dann entscheiden, ob die Daten f&uuml;r eine Ermittlung genutzt werden k&ouml;nnen oder gel&ouml;scht werden m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/staatstrojaner-ueberwachung-uebersteigt-das-fuer-eine-demokratie-ertraegliche-mass-a-239c5085-9300-4f53-998e-9799671bd01f\">Spiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Der Wilde Westen &ndash; USA klauen iranisches &Ouml;l und verkaufen es f&uuml;r 40 Millionen Dollar<\/strong><br>\nDonald Trump als Jesse James<br>\nIm August konfiszierte die Trump-Regierung 1,116 Millionen Barrel Roh&ouml;l, das auf dem Weg vom Iran nach Venezuela war. Nun hat sie es f&uuml;r &uuml;ber 40 Millionen US-Dollar verkauft. Ein Fall von Piraterie auf hoher See, der vom US-Finanzministerium in Auftrag gegeben wurde. (&hellip;)<br>\nDie Anordnung, die Ladung der vier Schiffe zu stehlen, wurde bereits im Juli vom US-Finanzministerium ausgestellt, welches somit der Auftraggeber dieser Piraterieoperation war. In einem Pressestatement prahlte das Ministerium: Dies war &bdquo;die gr&ouml;&szlig;te Beschlagnahme von Treibstofflieferungen aus dem Iran aller Zeiten&ldquo;.<br>\nGestern nun trat an die &Ouml;ffentlichkeit, was mit dem gestohlenen &Ouml;l geschehen ist: Die US-Regierung hat es f&uuml;r &uuml;ber 40 Millionen US-Dollar verkauft. &bdquo;Wir sch&auml;tzen, dass die Vereinigten Staaten durch den Verkauf des Erd&ouml;ls dieser vier Schiffe mehr als 40 Millionen US-Dollar Entsch&auml;digungen erhalten werden&ldquo;, erkl&auml;rt Michael Sherwin, ein hochrangiger Anwalt der Regierung am Bundesgericht des District of Columbia, gegen&uuml;ber Reportern. Die Wortwahl spricht B&auml;nde: &bdquo;Entsch&auml;digungen&ldquo;.<br>\nEin &bdquo;gro&szlig;er Teil&ldquo; davon soll in einen Fonds f&uuml;r Angeh&ouml;rige von Terroropfern eingezahlt werden, so der offensichtliche Versuch der Trump-Regierung, bei diesem Multimillionen-Dollar-Raub ihr Gesicht zu wahren. In wessen Taschen jener Teil der &uuml;ber 40 Millionen Dollar landen wird, der nicht zu diesem &bdquo;gro&szlig;en Teil&ldquo; geh&ouml;rt, bleibt offen.<br>\nDie Arroganz des Imperiums: Donald Trump als Jesse James, die US-Regierung spielt Wilder Westen und bedient sich an den Sch&auml;tzen fremder L&auml;nder.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2020-10-30\/der-wilde-westen-usa-klauen-iranisches-oel-und-verkaufen-es-fuer-40-millionen-dollar\/\">JusticeNow!<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Veteran journalist and author Robert Fisk dies aged 74<\/strong><br>\nHighly regarded, controversial foreign correspondent had long relationship with Ireland [&hellip;]<br>\nFisk was one of the most highly regarded and controversial British foreign correspondents of the modern era and was described by the New York Times in 2005 as &ldquo;probably the most famous foreign correspondent in Britain&rdquo;. [&hellip;]<br>\nHe reported extensively on the first Gulf War basing himself for a time in Baghdad where he was fiercely critical of other foreign correspondents whom he accused of covering the conflict from their hotel rooms.<br>\nHe also covered the US-led war wars in Afghanistan and Iraq and frequently condemned US involvement in the region. Fisk was one of very few western reporters to interview Osama Bin Laden, something he did on three occasions in the 1990s.<br>\nHe also covered five Israeli invasions, the Algerian civil war, Saddam Hussein&rsquo;s invasion of Kuwait and the 2011 Arab revolutions. He worked in the Balkans during the conflict there and more recently covered the conflict in Syria.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.irishtimes.com\/news\/world\/veteran-journalist-and-author-robert-fisk-dies-aged-74-1.4397069\">Irish Times<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>&ldquo;Da m&uuml;ssen wir doch was machen!&ldquo;<\/strong><br>\nK&auml;mpfer f&uuml;r eine gerechtere Welt: Am Donnerstag starb der Sozialwissenschaftler Peter Grottian. Hajo Funke erinnert an seinen Kollegen.<br>\nPeter Grottian organisierte Kampagnen gegen Berufsverbote wegen angeblich linksradikaler Umtriebe von Lehrenden. Er agitierte f&uuml;r die Abschaffung des Beamtentums. Er demonstrierte vor Grunewaldvillen f&uuml;r die Aufkl&auml;rung des Berliner Bankenskandals. Und er stritt f&uuml;r ein Recht auf Mobilit&auml;t, indem er Einkommensschwache zum Schwarzfahren aufrief.<br>\nBei alledem war Peter Grottian, beileibe nicht nur nebenbei, von 1979 bis 2007 &uuml;ber fast drei Jahrzehnte Professor f&uuml;r Staats- und Verwaltungsforschung am Otto-Suhr-Institut f&uuml;r Politikwissenschaft an der Freien Universit&auml;t Berlin. Und &ndash; wie er dann selbst erg&auml;nzte &ndash; &bdquo;Professor f&uuml;r neue soziale Bewegungen&ldquo;.<br>\nMit seinen Kollegen und Freunden, vor allem mit Wolf-Dieter Narr, war er ein verl&auml;sslicher, zugewandter und beliebter Hochschullehrer und Betreuer unz&auml;hliger Diplom- und Doktorarbeiten. Das Duo Narr\/Grottian war an der FU wie kaum jemand sonst aktiv &ndash; ob es um Unterst&uuml;tzung von Streiks von Studierenden oder um die Kritik an b&uuml;rokratischen Universit&auml;tsabl&auml;ufen ging.<br>\nPeter Grottian war im besten Sinn ein Theoretiker, Stratege und Aktivist f&uuml;r eine Bewegung zu einer freundlicheren und lebenswerteren Gesellschaft jenseits des Kapitalismus. Dabei war er durchaus ein n&uuml;chterner Analytiker der Verwaltungsprozesse in Staat und Gesellschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/zum-tod-von-peter-grottian-da-muessen-wir-doch-was-machen\/26578230.html\">Hajo Funke in Der Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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