{"id":6646,"date":"2010-09-03T16:07:21","date_gmt":"2010-09-03T14:07:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6646"},"modified":"2010-09-03T16:07:21","modified_gmt":"2010-09-03T14:07:21","slug":"hinweise-des-tages-2-146","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6646","title":{"rendered":"Hinweise des Tages (2)"},"content":{"rendered":"<p>Unter anderem zu folgenden Themen: Kapitalisten sind ratlos; Export wieder auf Touren; das Ende der Bescheidenheit; Weltkonjunktur &ndash; Auf Treibsand gebaut; Gesetz gegen Leiharbeit-Missbrauch geplant; m&auml;chtige Lobbys; wo ist das &Ouml;l im Golf von Mexiko; Sarrazin; Bundesbank erledigt Gesch&auml;ft der Politik; Obama erkl&auml;rt Kampfeinsatz im Irak f&uuml;r beendet; Tatsachen f&auml;lschen; Talkshows bieten nur ein Forum f&uuml;r Politiker. (WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Ulrike Herrmann: Kapitalisten sind ratlos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">DIW: Export wieder auf Touren &ndash; Binnennachfrage muss nachziehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">DGB: Das Ende der Bescheidenheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Weltkonjunktur &ndash; Auf Treibsand gebaut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Gesetz gegen Leiharbeit-Missbrauch geplant<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">M&auml;chtige Lobbys<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Wo ist das &Ouml;l im Golf von Mexiko<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Thilo Sarrazin hat grundlegende genetische Zusammenh&auml;nge falsch verstanden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Wer an Europad&auml;mmerung glaubt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Sarrazins Vordenker<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Bundesbank erledigt Gesch&auml;ft der Politik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Gro&szlig;britannien: Schafft die k&ouml;niglichen Schw&auml;ne ab!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Obama erkl&auml;rt Kampfeinsatz im Irak f&uuml;r beendet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Die Fahne schwenken, die Tatsachen f&auml;lschen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Dieter Hildebrandt: Talkshows bieten nur ein Forum f&uuml;r Politiker<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=6646&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ulrike Herrmann: Kapitalisten sind ratlos<\/strong><br>\nAuf den Finanzm&auml;rkten spielt sich Seltsames ab: Die Herde der Anleger hat sich gespalten. Meist trampeln alle Investoren in eine Richtung, weil sie an die gleiche &ldquo;Story&rdquo; glauben, die maximale Gewinne verspricht. Diesmal jedoch k&ouml;nnen sich die Spekulanten offenbar nicht entscheiden, worauf sie hoffen sollen. Kommt ein Aufschwung oder eine Rezession? Eine Inflation oder eine Deflation?<br>\nEine Truppe von Anlegern treibt den Goldpreis nach oben, der am Mittwoch wieder bei etwa 1.250 Dollar pro Unze lag. Diese Goldinvestoren f&uuml;rchten offenbar einen Staatsbankrott oder eine Megainflation, die das Papiergeld entwertet.<br>\nAuf das Gegenteil &ndash; eine Deflation &ndash; wetten all jene Spekulanten, die sich auf deutsche Staatsanleihen st&uuml;rzen. Dabei ist ihnen die Rendite schon egal: 10-j&auml;hrige Bund-Futures werfen nur noch 2,1 Prozent ab, weil die Nachfrage so gro&szlig; ist. Diese Investoren rechnen nicht damit, dass die Preise und Zinsen in den n&auml;chsten Jahren inflation&auml;r steigen k&ouml;nnten &ndash; was ihre Papiere ja sofort entwerten w&uuml;rde. Stattdessen erwarten diese Anleger, dass eine Rezession droht und das Geld nur beim Staat sicher ist.<br>\nViel optimistischer sind hingegen die Aktion&auml;re. Der deutsche Aktienindex DAX steht wieder bei knapp 6.000 Punkten &ndash; obwohl die USA erneut in eine Rezession schlittern und ganz Europa Sparpakete auflegt. Trotzdem glauben diese Investoren unbeirrt, dass China schon f&uuml;r einen weltweiten Aufschwung sorgen wird.<br>\nDiese verschiedenen &ldquo;Storys&rdquo; sind kein gutes Zeichen, denn offenbar ist so viel &uuml;bersch&uuml;ssiges Kapital im Umlauf, dass sich &uuml;berall Blasen bilden. Beim Gold, bei den Aktien und bei den Staatsanleihen. Wer einen Crash vermeiden will, sollte Teile dieses Geldes absch&ouml;pfen &ndash; in Form von Steuern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2010%2F09%2F02%2Fa0130&amp;cHash=6b9bdc2406%20\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>DIW: Export wieder auf Touren &ndash; Binnennachfrage muss nachziehen<\/strong><br>\nIm Zug der internationalen Wirtschafts- und Finanzkrise sind die deutschen Exporte stark eingebrochen, inzwischen ist aber eine deutliche Trendwende ein&shy;getreten. Die Exporteure profitieren offenbar auch in einem erheblichen Ma&szlig;e von den in zahlreichen Volks&shy;wirtschaften aufgelegten Konjunkturprogrammen. Diese Entwicklung wird in erster Linie vom verarbei&shy;tenden Gewerbe getragen. Vor allem der Maschinen&shy;bau, die Chemische Industrie und die Automobilindus&shy;trie realisieren betr&auml;chtliche Export&uuml;bersch&uuml;sse.<br>\nInsgesamt sind die Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse in den letzten zehn Jahren kr&auml;ftig gestiegen. Damit hat sich die Position Deutschlands als Nettogl&auml;ubiger und In&shy;vestor auf dem internationalen Finanzmarkt verfestigt.<br>\nJetzt gilt es, die ungebrochene Exportf&auml;higkeit der deutschen Wirtschaft als nachhaltigen und stabilisie&shy;renden Faktor f&uuml;r die gesamtwirtschaftliche Entwick&shy;lung zu nutzen. Dazu ist die Dichotomie au&szlig;enwirt&shy;schaftliche St&auml;rke &ndash; binnenwirtschaftliche Schw&auml;che zu &uuml;berwinden. Einen Ansatzpunkt, die Binnennach&shy;frage zu st&auml;rken, k&ouml;nnte die Abkehr von der Lohnzur&uuml;ckhaltung der Vorkrisenjahre bieten. Durch eine St&auml;rkung der Binnennachfrage w&uuml;rden auch die Importe steigen und die chronischen Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse zur&uuml;ckgefahren.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/030910_export.png\" alt=\"Export wieder auf Touren\"><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/030910_export_2.png\" alt=\"Export wieder auf Touren 2\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/documents\/publikationen\/73\/diw_01.c.359645.de\/10-35-1.pdf\">DIW Wochenbericht [PDF &ndash; 373KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>DGB: Das Ende der Bescheidenheit<\/strong><br>\nDas BIP wuchs in 10 Jahren nur um 8,6 Prozent, obwohl der Au&szlig;enhandel nahezu explodierte.<br>\nDie Exporte stiegen um 65 und die Importe um 48 Prozent. Der Grund ist die chronische Schw&auml;che des deutschen Binnenmarktes. Der private Konsum kommt nicht vom Fleck. Er stieg in den letzten 10 Jahren um j&auml;mmerliche 3 Prozent an, also 0,3 Prozent pro Jahr. Die Staatsausgaben wuchsen um 13 Prozent &ndash; Sonderausgaben f&uuml;r Konjunkturpakete und Bankenrettung eingerechnet.<br>\nOhne Kunden lohnt sich auch keine Investition. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass die Bruttoinvestitionen sogar um 6 Prozent unter das Niveau von 2000 gesunken sind.<br>\nDie schlechte Kauflaune der Deutschen hat einen Grund: seit 10 Jahren sinken die Reall&ouml;hne. Die Arbeitsbedingungen werden immer schlechter. Die Lohnarmut w&auml;chst unaufhaltsam. Fast ein Drittel der Gesamtbesch&auml;ftigten arbeiten im Niedriglohnsektor. 1,24 Millionen Menschen m&uuml;ssen trotz Arbeit ihr Einkommen auf Hartz IV-Niveau aufstocken, 324.000 von ihnen sind vollzeitbesch&auml;ftigt. Das kostet den Staat 50 Mrd. Euro. Leiharbeiter werden zusehends gegen Stammbelegschaften eingesetzt.<br>\nDer Staat hat sich in den letzten 10 Jahren systematisch arm gemacht, weil er den Reichen und Verm&ouml;genden &uuml;ppige Steuergeschenke machte. Folge: insgesamt 305 Mrd. Euro Steuerausf&auml;lle f&uuml;r Bund, L&auml;nder und Kommunen. Folgekosten der Krise und konjunkturelle Einbr&uuml;che sind nicht eingerechnet.<br>\nDie Bundesregierung ist mit dieser Klientelpolitik am Ende. 10 Jahre Bescheidenheit hat uns nicht weiter gebracht, sondern die Gesellschaft gespalten. Deshalb brauchen wir jetzt kr&auml;ftige<br>\nLohnsteigerungen und eine funktionierende Verteilung des Wohlstands. Das Ende der Bescheidenheit ist der Anfang f&uuml;r den Aufbau eines modernen, gerechten und sozialen<br>\nWohlfahrtstaates.<br>\nQuelle: <a href=\"\/upload\/pdf\/100903_klartext.pdf\">DGB Klartext [PDF &ndash; 119KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Mit einer interessanten Grafik.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Weltkonjunktur &ndash; Auf Treibsand gebaut<\/strong><br>\nDie Weltwirtschaft w&auml;chst, die historische Finanzmarktkrise ist schon fast vergessen. Doch der Schein tr&uuml;gt. Die n&auml;chste wirtschaftliche Talfahrt k&ouml;nnte bald folgen.<br>\nAufschwung, Aufschwung, so t&ouml;nt es ringsherum. China und Indien verzeichnen atemberaubende Wachstumsraten, die USA, so hiess es zumindest lange, sind raus aus der Krise, die deutsche Exportwirtschaft w&auml;chst seit Monaten, das britische Pfund, der Schweizer Franken, ja sogar der Euro, noch vor kurzem totgesagt, befinden sich im Aufschwung. Staatspleiten, vor denen vor kurzem noch so eindringlich gewarnt wurde, sind keine mehr in Sicht.<br>\nHaben wir Grund zum Konjunkturjubel? Nicht wirklich. Bereits das extrem niedrige Zinsniveau sollte uns misstrauisch machen. Die Zinsen werden absichtlich niedrig gehalten, um die Wirtschaft lebendig zu halten &ndash; von den Zentralbanken, vor allem von jener der Europ&auml;ischen Union. Zu frisch sind die Erinnerungen an Japans Wirtschaftskrise: Nach dem Platzen von Japans Immobilienblase Anfang der neunziger Jahre folgten fast zwei Jahrzehnte Deflation und wirtschaftliche Depression. Und diesmal ist die Gefahr ungleich gr&ouml;sser: Es geht um die gesamte Weltwirtschaft.<br>\nBereits wartet in den USA, Europa und selbst in China alles gebannt auf das Ende des Aufschwungs. Vom &laquo;Double Dip&raquo; ist die Rede: Nach der ersten wirtschaftlichen Talfahrt k&ouml;nnte schon bald die n&auml;chste folgen. An den Finanzm&auml;rkten herrscht deshalb die &uuml;bliche Hysterie: mal Panik, mal Eupho&shy;rie. Niemand weiss Genaues. Vorl&auml;u&shy;fig verkaufen die H&auml;ndlerInnen riskan&shy;te Staatspapiere, um sich beschwingt in die Lebensmittelspekulation zu &shy;werfen.<br>\nAn den weltweiten Terminb&ouml;rsen wird die n&auml;chste Blase vorbereitet &ndash; diesmal eine Rohstoff- und Lebensmittelblase. Zwei Jahre nach der letzten weltweiten Hungerkrise droht bereits die n&auml;chste&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.woz.ch\/artikel\/print_19708.html\">Wochenzeitung.ch<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Gesetz gegen Leiharbeit-Missbrauch geplant<\/strong><br>\nArbeitsministerin Ursula von der Leyen will Missbrauch von Leiharbeit per Gesetz unterbinden. Der Entwurf liegt den Dortmunder &laquo;Ruhr Nachrichten&raquo; vor. Darin hei&szlig;t es, Arbeitnehmer&uuml;berlassung d&uuml;rfe nicht als &laquo;Dreht&uuml;r&raquo; zur Verschlechterung der Arbeitsbedingungen missbraucht werden. Nach dem Entwurf sollen Betriebe auch k&uuml;nftig Mitarbeiter entlassen und sie dann wieder als Leiharbeitnehmer im eigenen Unternehmen einsetzen k&ouml;nnen. Bedingung ist, dass sie die gleiche Bezahlung erhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/newsticker.sueddeutsche.de\/list\/id\/1035012%20\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers B.M.:<\/strong> Wieder ein Beispiel daf&uuml;r, dass die Politik dem Volk &bdquo;Wei&szlig;e Salbe&ldquo; als probates Medikament verkaufen will&hellip;<br>\nJeder, der sich auch nur ansatzweise mit der Thematik besch&auml;ftigt wei&szlig;, das neben der Zerst&ouml;rung von Lohnstrukturen  und sicherer Arbeitsverh&auml;ltnisse, hinter diesen Vorschl&auml;gen weitere Verunsicherung der Arbeitnehmer und ein weiterer Schritt gegen die Gewerkschaften eingeleitet wurde. Der Dreht&uuml;reffekt ist weiterhin zugelassen, ein Arbeitnehmer der betriebsbedingt oder in der nun laufenden Probezeit gek&uuml;ndigt wird, hat dann gleich mehrere Makel: einen (weiteren) Bruch in der Erwerbsbiografie, das negative Image des Leih&bdquo;arbeitnehmers&ldquo;, das er wie das Halo des Mondes untrennbar mit sich tr&auml;gt, oder der Anschein des unsicheren und unzuverl&auml;ssigen Kantonisten, den sein &bdquo;Arbeitgeber&ldquo; so g&uuml;nstig disziplinieren oder leichter loswerden kann.<br>\nDas Gesetz kann ich nur als Verh&ouml;hnung der Bev&ouml;lkerung bezeichnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>M&auml;chtige Lobbys<\/strong><br>\nDie Verhandlungen zwischen der EU und Indien &uuml;ber ein Freihandelsabkommen werden von Interessen von Gro&szlig;konzernen dominiert. Diesen Vorwurf erheben die Nichtregierungsorganisationen Corporate Europe Observatory (CEO) und India FDI Watch in einem am Mittwoch ver&ouml;ffentlichten Bericht. Danach arbeiten die EU-Unterh&auml;ndler eng mit Vertretern von Industrie, Landwirtschaft, Einzelhandelsketten und Pharmaunternehmen zusammen und machen sich deren Forderungen zu eigen.<br>\nDie Autoren zitieren aus internen Dokumenten der EU-Kommission &uuml;ber regelm&auml;&szlig;ige Treffen zwischen Unterh&auml;ndlern und Lobbyisten, bei denen die Wirtschaftsvertreter ihre Forderungen einbr&auml;chten und ihrerseits mit Informationen &uuml;ber die laufenden Verhandlungen versorgt w&uuml;rden. Dabei gehe es darum, &ldquo;sensible Elemente bez&uuml;glich der Position der Industrie und\/oder der Verhandlungsposition der EU auszutauschen&rdquo;, hei&szlig;t es zum Beispiel im Protokoll eines Treffens der Arbeitsgruppe zum Freihandelsabkommen beim Wirtschaftsverband BusinessEurope. &ldquo;Wir k&ouml;nnen die Kommission als unser Sprachrohr benutzen&rdquo;, sagte dem Bericht zufolge ein Mitglied der European Business Group. Auf indischer Seite finde eine &auml;hnliche Einflussnahme der Lobbyisten auf die Verhandlungen statt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2010%2F09%2F02%2Fa0109&amp;cHash=fbbb5604da\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Als erstes ist auf indischem Druck in diesen Verhandlungen die vertragliche Aufnahme von Sozial- und Umweltstandards herausgefallen. So arbeiten in vielen indischen Exportbranchen vom Steinmetzhandwerk bis zur Textilindustrie Kinder f&uuml;r einen Hungerlohn.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wo ist das &Ouml;l im Golf von Mexiko<\/strong><br>\nSeit knapp einem Monat ist das Bohrloch im Golf von Mexiko, aus dem monatelang &Ouml;l floss, versiegelt. Nun werden Daten und Sch&auml;tzungen zum Verbleib des &Ouml;ls publiziert. So hat die Wetter- und Ozeanografiebeh&ouml;rde der USA (NOAA) Anfang August einen Bericht ver&ouml;ffentlicht, in dem sie mit Hilfe eigener und externer Experten aufschl&uuml;sselt, wie viel des &laquo;Deepwater-Horizon&raquo;-&Ouml;ls noch &ndash; in welchem Zustand &ndash; vorhanden sein d&uuml;rfte. Die Rechnung der NOAA geht davon aus, dass insgesamt 4,9 Millionen Barrel &Ouml;l aus dem Bohrloch ausgetreten sind, davon jedoch 17 Prozent direkt abgefangen werden konnten. In den Golf flossen demnach rund 4,1 Millionen Barrel. Von diesen wurden laut der Beh&ouml;rde knapp 10 Prozent verbrannt oder von der Meeresoberfl&auml;che abgesch&ouml;pft. &Uuml;ber 60 Prozent treiben noch, so der Bericht, mehr oder weniger fein verteilt im Golf, wurden an Str&auml;nden angesp&uuml;lt oder im Sediment vergraben, sie w&uuml;rden fortlaufend nat&uuml;rlich abgebaut. Weitere gut 30 Prozent seien verdunstet oder im Meerwasser gel&ouml;st; was bedeutet, dass nur das &laquo;verdunstete&raquo; &Ouml;l tats&auml;chlich &laquo;verschwunden&raquo; ist. Forscher der University of Georgia haben diese Rechnung nachvollzogen; zudem schl&uuml;sselten sie die Kategorie &laquo;verdunstet und gel&ouml;st&raquo; auf und bezogen ein, wie viel &Ouml;l mittlerweile abgebaut sein d&uuml;rfte. So kamen sie zum Schluss, dass noch zwischen 70 und 79 Prozent des ins Meer geflossenen &Ouml;ls vorhanden sein d&uuml;rften.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wissenschaft\/wo_ist_das_oel_im_golf_von_mexiko_1.7405679.html\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Thilo Sarrazin hat grundlegende genetische Zusammenh&auml;nge falsch verstanden<\/strong><br>\nGenetische Unterschiede zwischen den heutigen Volksgruppen lassen sich im Wesentlichen nur mit Hilfe von neutralen genetischen Markern nachweisen, die per definitionem keine R&uuml;ckschl&uuml;sse auf spezifische Eigenschaften erlauben. Neutrale genetische Marker verhalten sich &ndash; eben weil sie neutral sind &ndash; nach statistischen Zufallsprinzipien. Unterschiede zwischen Bev&ouml;lkerungsgruppen sagen nichts anderes aus, als dass diese eine Zeit lang in unterschiedlichen Regionen gelebt haben. Wenn man eine Gruppierung von Volksgruppen mittels neutraler Marker durchf&uuml;hrt, erh&auml;lt man ein ungef&auml;hres Abbild der geographischen Verteilung.<br>\nDar&uuml;ber hinaus gibt es aber tats&auml;chlich einige wenige funktionale Genregionen in denen Menschengruppen sich unterscheiden. Ganz offensichtlich geh&ouml;ren dazu die Gene, die die Hautfarbe bestimmen. Sie sind als lokale Adaptationen entstanden, aus der Balance zwischen Schutz vor UV-Strahlen und der Notwendigkeit &uuml;ber eine Lichtreaktion Vitamin D in der Haut zu erzeugen. Ein weiteres prominentes Beispiel ist eine bei Westeurop&auml;ern sehr h&auml;ufige Genvariante, die es Erwachsenen erlaubt Milchzucker zu verdauen. Dies ist evolutionsbiologisch eine genetische Anpassung an die kulturelle Errungenschaft der Milchverarbeitung (am h&auml;ufigsten ist diese Genvariante in Holland). Bei Japanern gibt es daf&uuml;r genetische Anpassungen in der Darmflora, die es ihnen erlauben N&auml;hrstoffe aus Meeresalgen zu verwerten. Andere Unterschiede betreffen Resistenzen gegen Krankheitserreger, wie etwa die mittelalterliche Pest.<br>\nDass es bei Volksgruppen genetische Unterschiede in Bezug auf Intelligenzleistungen geben k&ouml;nnte, ist nach dem gegenw&auml;rtigen Stand des Wissens nicht zu erwarten. Intelligenz wird von vielen Genregionen beeinflusst, die in jedem Individuum neu zusammengew&uuml;rfelt werden. Das kann zu gro&szlig;en Unterschieden innerhalb einer Gruppe f&uuml;hren, wirkt aber gleichzeitig im Vergleich zwischen Gruppen wie ein Puffer. Wissenschaftlich formuliert: die Varianz innerhalb der Gruppe &uuml;bersteigt die Unterschiede zwischen Gruppen bei weitem. Selbst wenn es zu lokalen Ver&auml;nderungen der H&auml;ufigkeit von Genvarianten kommen sollte (wie z.B. durch Inzucht in Alpent&auml;lern), w&uuml;rden diese Verteilungsunterschiede im Falle von R&uuml;ckkreuzungen schnell wieder ausgeglichen (daf&uuml;r reicht bereits ein 1%-iger Genfluss). Es ist daher davon auszugehen, dass jede Volksgruppe grunds&auml;tzlich das gleiche genetische Potential f&uuml;r Intelligenzleistungen hat.<br>\nDass es auch messbare Unterschiede in Intelligenzleistungen gibt, liegt nur daran, dass die Intelligenztests durch kulturelle Vorerfahrungen beeinflusst werden. Jede Volksgruppe, die einen Intelligenztest auf der Basis ihrer eigenen Kultur entwickeln w&uuml;rde, w&uuml;rde feststellen, dass die meisten anderen Kulturen durchschnittlich schlechtere Leistungen zeigen als die Mitglieder des eigenen Kulturkreises. Da aber kulturelle Traditionen nicht genetisch festgeschrieben sind, k&ouml;nnen sie sich auch innerhalb einer Generation ver&auml;ndern. Die Gro&szlig;mutter ist dem Enkel bei Formulierung von handschriftlichen Briefen haushoch &uuml;berlegen, w&auml;hrend sie mangels einschl&auml;giger Erfahrungen bestimmte (Intelligenz?) Leistungen am Computer nicht erbringen kann.<br>\nFazit: Herr Sarrazin hat die grundlegenden genetischen Zusammenh&auml;nge falsch verstanden &ndash; seine Aussagen beruhen auf einem Halbwissen, das nicht dem Stand der Evolutionsforschung entspricht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.idw-online.de\/pages\/de\/news384817\">idw Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland e.V.<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Wer an Europad&auml;mmerung glaubt<\/strong><br>\nWer ein wenig die amerikanische Literatur zum Thema Immigration und Islam in Europa kennt, hat beim H&ouml;ren und Lesen von Thilo Sarrazins Thesen zu diesem Thema jede Menge D&eacute;j&agrave;-vu-Erlebnisse. F&uuml;r eine wachsende Zahl amerikanischer Autoren wird der Westen nicht erst am Hindukusch verteidigt, sondern an Elbe, Rhein, Donau und Seine. In ihren Endzeitbildern &uuml;berflutet eine von Hasspredigern gef&uuml;hrte gewaltige Migrationswelle mit ma&szlig;losem Kindergewimmel Europa und ers&auml;uft Freiheit, Kultur und christliche Werte. Diese B&uuml;cher sind im gleichen apokalyptischen Tonfall geschrieben, den auch Sarrazin anschl&auml;gt. Als einer der ersten entwarf Bruce Bawer 2006 das Europauntergangsszenario aus Geburtenr&uuml;ckgang, Sozialstaat und muslimischer kultureller &Uuml;bermacht in seinem Buch &bdquo;While Europe slept&ldquo;. Ihm folgte Walter Laqueur 2007 mit &bdquo;Die letzten Tage von Europa&ldquo;.<br>\nAlle diese &uuml;beraus erfolgreichen B&uuml;cher bedienen sich der gleichen Methode, indem sie einen kleinen Satz von Zitaten, Ereignissen und Daten zu einer Europakrise oder Deutschlandd&auml;mmerung montieren. Caldwell ist durch die muslimische Immigration in Europa alarmiert, die er als gesteuerte Raumeroberung deutet. T&uuml;rken in Deutschland, Marokkaner in Frankreich, Pakistani in England f&uuml;hren im Rahmen einer gro&szlig;en muslimischen Reconquista regionale Landnahmen durch. Ihm will nicht in den Kopf, dass Europ&auml;er zwischen verschiedenen islamischen Kulturen Unterschiede machen: &bdquo;What Islam will contribute to the West is Islam.&ldquo; Der Islam als gro&szlig;es &uuml;belwollendes Subjekt, das den Geist, der so lange erfolgreich den Westen von Fortschritt zu Fortschritt f&uuml;hrte, verdr&auml;ngt? Was spricht f&uuml;r diese steilen Thesen? Ereignisse, Zahlen und Dummheiten: In Europa hat die Zahl der Personen muslimischen Glaubens seit 1950 erheblich zugenommen; in Europa wie in den USA gab es terroristische Anschl&auml;ge von M&auml;nnern, die sich zum Islam bekennen; vor allem aber lassen sich die Europ&auml;er aus einem Anfall von Geistesabwesenheit in eine multiethnische Gesellschaft verwandeln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/kultur\/debatte\/wer-an-europadaemmerung-glaubt\/-\/1473340\/4608052\/-\/index.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Gott sei Dank, mag mancher denken. Selbst beim Integrationsvorbild USA&nbsp; wird erkannt, dass die westliche Kultur bedroht sei. Die anderen atmen vielleicht erleichtert auf und sagen sich, wir sind nicht allein, auch anderswo gibt es Spinner. Aber im Ernst, ist das alles so neu?&nbsp; &bdquo;Solange es Menschen auf der Erde gibt, wird der Kampf zwischen Menschen und Untermenschen geschichtliche Regel sein, geh&ouml;rt dieser vom Juden gef&uuml;hrte Kampf gegen die V&ouml;lker&hellip; zum nat&uuml;rlichen Ablauf des Lebens,&hellip; wie der Kampf des Pestbazillus gegen den gesunden K&ouml;rper.&ldquo; (Himmler 1935) Auf der anderen Seite &ldquo;steht eine Welt, wie wir sie uns vorstellen: sch&ouml;n, anst&auml;ndig, sozial gerecht, die vielleicht im einzelnen mit manchen Fehlern noch behaftet ist, aber im ganzen eine frohe, sch&ouml;ne, kulturerf&uuml;llte Welt, so wie unser Deutschland eben ist. Auf der anderen Seite&hellip; &rdquo; (Himmler 1941). Etwas zeitn&auml;her wird in den medialen Schlachten vor dem Balkankrieg im&nbsp; Memorandum der &lsquo;serbischen Akademie der Wissenschaft und K&uuml;nste&rsquo; vom Genozid der albanische Bev&ouml;lkerungsmehrheit an den Serben im Kosovo gesprochen: &rdquo; Der physische, politische, juristische und kulturelle Genozid an der serbischen Bev&ouml;lkerung von Kosovo und Metohohika ist die schwerste Niederlage in den von Serbien gef&uuml;hrten Befreiungsk&auml;mpfen&rdquo; (1986). Hat Thilo glatt &uuml;bernommen: &bdquo;Die T&uuml;rken erobern Deutschland genauso, wie die Kosovaren das Kosovo erobert haben: durch eine h&ouml;here Geburtenrate.&ldquo; Nat&uuml;rlich verfielen damals nicht nur die Serben sonder auch die Slowenen in eine zunehmend v&ouml;lkische Rhetorik. Der Zustrom der albanischen Gastarbeiter wurde wie folgt interpretiert &bdquo;Die &Uuml;berbev&ouml;lkerung treibt die Albaner zum Territorialen Expansionismus &hellip; wie &uuml;bervermehrte Ratten oder Ameisen &hellip; Die L&ouml;sung sehen sie in einem Leben auf Kosten des anderen.&ldquo; (1987). Kommt einem doch sehr bekannt vor, wenn man bei Thilo Sarrazin von &ldquo;muslimischen Migranten&rdquo; liest, dass sie &ldquo;nicht den eigenen wirtschaftlichen Erfolg&rdquo; anstreben, sondern &ldquo;die Absicherung und Alimentierung durch den Sozialstaat&rdquo;.<br>\nMancher wird einwenden, der Mann sei Wissenschaftler, Volkswirt. Er belege das alles mit Statistiken. In der Tat, es sind sogar 33 Statistiken. Mich wundert allerdings dieses gro&szlig;e Vertrauen in die Statistiken eines Volkswirts. War da nicht etwas? Finanzkrise, Wirtschaftkrise? Fast keiner, auch kein Nobelpreistr&auml;ger der Wirtschaftswissenschaften, hat die globale Wirtschaftskrise prognostiziert, aber Sarrazin prognostiziert mit Hilfe amtlicher Daten, dass die Deutschen bei gleichbleibender Entwicklung in 120 Jahren zu 75 Prozent einen Migrationshintergrund haben werden. Dankenswerterweise haben die Leute bei &bdquo;Hart aber fair&ldquo; die gleiche Trendrechnung aufgemacht, nur mit Zahlen von 1890. Demnach m&uuml;sste Deutschland heute 250 Millionen Einwohner haben. &ndash; &nbsp;Nur, selbst wenn Sarrazzin recht h&auml;tte, was soll das? Noch 1911 stellten Migranten 36 Prozent der Belegschaften der Zechen des Ruhrgebiets. Das waren Bergleute polnischer Abstammung. Und die Ruhrpolen wurden von den deutschen Arbeitern durchaus als fremd wahrgenommen. Und sp&auml;ter? Wie ein Mann standen sie hinter dem ber&uuml;hmten &ldquo;Schalker Kreisel&rdquo; Szepan, Kuzorra, Tibulsky, Kalwitzki, Burdenski, Przybylski, Czerwinski, Urban, Zajons waren Spieler polnischer Abstammung. Die Polen bildeten im Zuge der deutschen Industrialisierung nicht nur in den St&auml;dten des Ruhrgebiets (Essen, Dortmund, Gelsenkirchen Bochum) ein eigenst&auml;ndiges Milieu, sondern in fast allen deutschen Gro&szlig;st&auml;dten sog. polnischen &sbquo;Kolonien&lsquo;, in Berlin, Hamburg, Bremen, D&uuml;sseldorf, Mannheim und in Frankfurt am Main. Diese Polen sind heute voll integriert.<br>\nUnd was ist mit den anderen Wahrheiten des Thilo Sarrazin? Ein wirklich alter Hut: In sozialen Brennpunkten unserer Gro&szlig;st&auml;dte gibt es Probleme, z. B. &uuml;berproportional viele Hartz IV-Bezieher und noch mehr unter Migranten. Mit noch mehr unter T&uuml;rken oder Muslimen sollte man schon etwas vorsichtiger sein, denn die Sp&auml;taussiedler aus dem fr&uuml;heren Ostblock f&uuml;hren hier mit deutlichem Abstand. Nur, was ist daran so neu, Jahr f&uuml;r Jahr berichten das Statistische Bundesamt, die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) und die Medien referieren das. Im September 2009 bekamen laut BA insgesamt 6,7 Millionen Menschen Hartz IV. Der Anteil von Hilfebed&uuml;rftigen mit Migrationshintergrund liegt bei etwa 28 Prozent. Damit beziehen Menschen aus Zuwandererfamilien etwa doppelt so h&auml;ufig Hartz IV wie Deutsche ohne Migrationshintergrund. &ndash; Herrschaften, f&uuml;r diese Information braucht man nicht Herrn Sarrazin. Neu ist eines: die Parallele zum dem biologistischen Weltbild der Nationalsozialisten.<br>\nIch m&ouml;chte Sarrazin nicht unterstellen, dass er sich wirklich dar&uuml;ber im Klaren ist, dass er NS-Ideologie verbreitet. Aber die Reaktionen am rechten Rand zeigen, dass er Neonazis zuarbeitet und vor allem eine bedauerliche, aber leider vorhandene Fremdenfeindlichkeit bei uns allen sch&uuml;rt. &ndash; Der Erfolg Sarrazins ist vor allem deswegen so unertr&auml;glich, weil seine Thesen gerade von der politischen Verantwortung f&uuml;r die Verh&auml;ltnisse in den sozialen Brennpunkten unserer Gro&szlig;st&auml;dte ablenken und er diese Verh&auml;ltnisse den Opfern dieser Politik zuschreibt. F&uuml;r ihn besteht die politische Verantwortung eher darin, dass die Politik diesen ungesunden Genpool noch nicht entsorgt hat.<br>\nEs gibt ein sch&ouml;nes, bitteres Interview mit der fast 100-J&auml;hrigen <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/08-28\/001.php\">Sonja Sonnenfeld kurz vor ihrem Tod<\/a>.<br>\nFrau Sonnenfeld ist ein konkretes Beispiel daf&uuml;r, wie eine Minderheit in Deutschland vertrieben bzw. ausgerottet wurde, weil diese f&uuml;r den deutschen &lsquo;Volksk&ouml;rper&rsquo; als ungesund definiert wurde. Dass ihr Interview ber&uuml;hrt, wird dadurch intensiviert, dass diese Frau ihre Heimat, ihre Stadt geliebt hat. Besonders beeindruckend fand ich ihre Rede davon, da&szlig; die Deutschen zu denken aufgeh&ouml;rt h&auml;tten. Ihr Bezug ist die Aufforderung Goebbels: &ldquo;Deutsche h&ouml;rt auf zu denken, der F&uuml;hrer denkt f&uuml;r euch!&rdquo; In Bezug auf die NachDenkSeiten ein sehr sinniges Zitat. Wohin das Nichtnachdenken gef&uuml;hrt hat, wissen wir alle: Die Deutschen haben nicht nur die m&ouml;rderische Vernichtung dieser Minderheit betrieben und Deutschland wurde fast abgeschafft. &ndash; Sollen wir heute Herrn Sarrazin &amp; Co das Denken &uuml;berlassen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Sarrazins Vordenker<\/strong><br>\nEugenik als Mittel gegen eine angeblich drohende &ldquo;Verdummung und Verschlechterung&rdquo; der Bev&ouml;lkerung? Eine Idee mit langer Tradition &ndash; auch innerhalb der SPD.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/taz.de\/1\/zukunft\/wissen\/artikel\/1\/sarrazins-vordenker\/\">taz<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2010-08\/sarrazin-spd-eugenik?page=all\">Zeit<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Bundesbank erledigt Gesch&auml;ft der Politik<\/strong><br>\nIm Zusammenhang mit der Bundesbank ist deshalb vor allem eine andere Frage interessant: Wie konnte ein abgehalfterter Landespolitiker einen solch herausragenden und hochdotierten Posten bei der Bundesbank bekommen?<br>\nIn Berlin war Sarrazin mit seinem politischen Latein also am Ende.<br>\nIm Fr&uuml;hjahr 2009 war dies und eigentlich w&auml;re dies f&uuml;r Wowereit der Zeitpunkt gewesen, seinen Senat umzubilden und sich von seinem Finanzsenator zu trennen. Doch dies h&auml;tte von dem Regierenden B&uuml;rgermeister eine politische Auseinandersetzung mit Sarrazin verlangt, mit seinen Thesen zu Hartz-IV-Emf&auml;ngern und Einwanderern sowie seinen meist etwas schr&auml;gen und immer h&auml;ufiger unpassenden Vergleichen. Dieser Auseinandersetzung ist Wowereit damals aus dem Weg gegangen. Stattdessen traf es sich gut, dass die L&auml;nder Berlin und Brandenburg im vergangenen Jahr das Vorschlagsrecht zur Besetzung eines Vorstandspostens bei der Bundesbank hatten. So konnte Wowereit seinen Senator wegloben oder ehrlicher ausgedr&uuml;ckt, elegant entsorgen. Vergeblich hatte Bundesbank-Pr&auml;sident Weber darum gebeten, auf diese Personalentscheidung zu verzichten. Doch die Politik verbat sich jede Einmischung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/bundesbank-erledigt-geschaeft-der-politik\/1917026.html%20\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Gro&szlig;britannien: Schafft die k&ouml;niglichen Schw&auml;ne ab!<\/strong><br>\nDie Regierung hat ein rigoroses Sparprogramm beschlossen. Alle haben Einbu&szlig;en, aber die Armen trifft es h&auml;rter. Steuerexperten bezeichnen das neue Budget als &ldquo;deutlich regressiv&rdquo;. Das Institut f&uuml;r Steuerkunde stellte fest, dass die unteren Einkommensschichten &ndash; vor allem, wenn Kinder vorhanden sind &ndash; die gr&ouml;&szlig;ten Verlierer der K&uuml;rzungsma&szlig;nahmen im Wohlfahrtsbereich seien. Die &auml;rmsten 10 Prozent der Bev&ouml;lkerung verlieren 5 Prozent ihres Einkommens, w&auml;hrend die oberen 10 Prozent nicht einmal 1 Prozent einb&uuml;&szlig;en, so das Institut.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2010%2F09%2F02%2Fa0119&amp;cHash=c2d3504d17\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Aus Europa nichts Neues: Sparen allerorten und auf Kosten der &Auml;rmsten<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Obama erkl&auml;rt Kampfeinsatz im Irak f&uuml;r beendet<\/strong><br>\nDer amerikanische Pr&auml;sident Barack <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/0,1518,714997,00.html\">Obama hat in einer Rede<\/a> an die Nation offiziell das Ende des Kampfeinsatzes im Irak verk&uuml;ndet. &laquo;Das irakische Volk hat jetzt die Verantwortung f&uuml;r die Sicherheit seines Landes&raquo;, sagte Obama am Dienstagabend im Weissen Haus. Als gr&ouml;sste Herausforderung f&uuml;r die nationale Sicherheit bezeichnete Obama den Kampf gegen das Terrornetzwerk Al Kaida. &laquo;Wir werden Al Kaida zerst&ouml;ren, demontieren und besiegen und verhindern, dass Afghanistan wieder zu einem St&uuml;tzpunkt f&uuml;r Terroristen werden kann&raquo;, sagte Obama. Der Abzug aus dem Irak schaffe Kapazit&auml;ten f&uuml;r den Einsatz in Afghanistan.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/international\/obama_erklaert_kampfeinsatz_im_irak_fuer_beendet_1.7406839.html\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Obama betont zwar, dass er mit Beendigung des Kampfeinsatzes ein Wahlversprechen einl&ouml;se, aber er verliert kein Wort dar&uuml;ber , warum er schon immer f&uuml;r diesen R&uuml;ckzug pl&auml;dierte, mit anderen Worten eine politische Bilanzierung findet nicht statt. Stattdessen: &ldquo;Wie ich gesagt habe, gab es Patrioten, die diesen Krieg unterst&uuml;tzt haben, und Patrioten, die gegen ihn waren. (&hellip;) Die Gr&ouml;&szlig;e unserer Demokratie gr&uuml;ndet in der F&auml;higkeit, unsere Differenzen zu &uuml;berwinden und von unseren Erfahrungen zu lernen, w&auml;hrend wir uns den vielen Herausforderungen stellen, die vor uns liegen. Und keine Herausforderung ist grundlegender f&uuml;r unsere Sicherheit als unser Kampf gegen al-Qaida.&rdquo;<br>\nEs ist schon seltsam, wie schwer sich Politiker tun, von einmal gefassten Zielen &ouml;ffentlich Abstand zu nehmen, auch wenn die Realit&auml;t schon l&auml;ngst eine andere ist. Verteidigungsminister Robert Gates hat in Bezug auf den Irakkrieg ganz gut erkannt, dass das Problem mit diesem Krieg f&uuml;r viele Amerikaner sei, dass &ldquo;die Pr&auml;misse, unter der er begonnen wurde, sich als nicht zutreffend erwiesen hat.&rdquo; Was f&uuml;r George W. Bush die nicht vorhandenen Massenvernichtungswaffen waren, k&ouml;nnte f&uuml;r Barack Obama das Festhalten am Kriegsziel Al Qaida in Afghanistan werden. Die Washington Post und das Wall Street Journal berichteten unter Berufung auf Regierungsbeamte und Geheimdienstler, dass die Regierung schon l&auml;ngst die Al Qaida auf der Arabischen Halbinsel im Zentrum der Terrorismusbek&auml;mpfung sehe. &ldquo;Die Grenzregion Pakistan-Afghanistan wird in Zukunft nicht mehr das einzige oder auch nur das wichtigste Ursprungsgebiet von Attentatsverd&auml;chtigen sein&rdquo;, zitiert die Washington Post den ehemaligen hochrangigen CIA-Offizier und von Obama urspr&uuml;nglich zum CIA-Chef nominierten <a href=\"http:\/\/www.washingtonpost.com\/wp-dyn\/content\/article\/2010\/08\/24\/AR2010082406553.html?nav=rss_email\/components\">Philip Mudd<\/a>.<br>\nEbenso berichtet die Washington Post, dass die Auswertung der Afghanistan-Papiere (Wikileaks) ergebe, dass Al Qaida kaum noch erw&auml;hnt werde und nicht mehr als Hauptziel <a href=\"http:\/\/www.washingtonpost.com\/wp-dyn\/content\/article\/2010\/08\/22\/AR2010082203029.html\">bezeichnet werden k&ouml;nne<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die Fahne schwenken, die Tatsachen f&auml;lschen<\/strong><br>\nVon Edward Bernays, dem amerikanischen Neffen Sigmund Freuds, wird gesagt, er habe die moderne Propaganda erfunden. W&auml;hrend des Ersten Weltkriegs geh&ouml;rte er zu einer Gruppe von einflussreichen Liberalen, die eine geheime Regierungskampagne entwickelten, um die z&ouml;gerlichen Amerikaner zu bewegen, eine Armee in das Blutbad in Europa zu schicken. Bernays schrieb, dass die &bdquo;intelligente Manipulation der g&auml;ngigen Gewohnheiten und Meinungen der Massen ein wichtiges Element in der demokratischen Geswellschaft bildeten&ldquo; und dass die Manipulatoren &bdquo;eine unsichtbare Regierung bilden, die die wirkliche beherrschende Macht in unserem Land ist.&ldquo; Anstelle von Propaganda pr&auml;gte er den Euphemismus &bdquo;Public Relations.&rdquo;&nbsp;<br>\nGef&auml;lschte Realit&auml;t: Die letzten Kampftruppen der Vereinigten Staaten von Amerika haben den Irak verlassen, &bdquo;wie versprochen, nach Plan&ldquo; laut Pr&auml;sident Barack Obama. Die TV-Bildschirme waren voller Aufnahmen der &bdquo;letzten amerikanischen Soldaten&ldquo;, vor dem Hintergrund der untergehenden Sonne, wie sie die Grenze nach Kuwait passieren.&nbsp;<br>\nTatsache: Sie sind noch immer dort. Mindestens 50.000 werden weiterhin von 94 St&uuml;tzpunkten aus operieren. Die Luftangriffe gehen weiter wie gehabt, ebenfalls die Mordaktionen der Special Forces. Die Zahl der &bdquo;milit&auml;rischen Vertragspartner&ldquo; (=S&ouml;ldner) betr&auml;gt derzeit 100.000 und steigt. Der gr&ouml;&szlig;te Teil des irakischen Erd&ouml;ls steht jetzt unter direkter ausl&auml;ndischer Kontrolle.<br>\nGef&auml;lschte Realit&auml;t: Pr&auml;sentatoren und Reporter der BBC haben die abziehenden Truppen der Vereinigten Staaten von Amerika beschrieben als eine &bdquo;Art siegreiche Armee&ldquo;, die eine &bdquo;bemerkenswerte &Auml;nderung des Schicksals&ldquo; (des Irak) herbeigef&uuml;hrt hat. Ihr Befehlshaber General David Petraeus ist &bdquo;eine Ber&uuml;hmtheit&ldquo;, &bdquo;charmant&ldquo;, &bdquo;schlau&ldquo; und &bdquo;au&szlig;ergew&ouml;hnlich.&ldquo;&nbsp;<br>\nTatsache: Da gibt es keinen Sieg. Es gibt ein katastrophales Unheil&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zmag.de\/artikel\/die-fahne-schwenken-die-tatsachen-faelschen\">Znet<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Dieter Hildebrandt: Talkshows bieten nur ein Forum f&uuml;r Politiker<\/strong><br>\n<em>sueddeutsche.de: K&ouml;nnen Sie Talkshows etwas abgewinnen? Dort wird Politik doch andauernd&nbsp;erkl&auml;rt.<\/em><br>\nHildebrandt: Sie sind langweilig, obwohl sie kurioserweise immer noch einigerma&szlig;en hohe Einschaltquoten erhalten. Ich habe das Gef&uuml;hl, dass diese Art den Leuten inzwischen auf die Nerven geht. Politiker, die in Talkshows auftreten, wollen in der Regel Vertrauen gewinnen. Was sie nicht verstehen: So schaffen sie das nicht. Das Vorf&uuml;hren von Politikern, die nichts anderes tun, als immer wiederholen, was sie in anderen Talkshows auch schon gesagt haben, das ist &auml;u&szlig;erst&nbsp;fade.<br>\n<em>sueddeutsche.de: Bei Hart aber fair gibt es ziemlich aggressive&nbsp;Spielchen.<\/em><br>\nHildebrandt: Bei Frank Plasberg gibt es manchmal Inseln von Interesse, da merkt man: Hoppala, da geht was los. Aber diese Sendung wird auch langsam in den Sog des Mediokren gezogen. Sie ist auch nicht mehr so gut wie am Anfang. An Plasberg hing ja alles und jetzt gibt er langsam nach, in dem er etwas ins Komische zieht. Das hei&szlig;t, er will mehr unterhalten als fr&uuml;her.&nbsp;Schade.<br>\n<em>sueddeutsche.de: Wie k&ouml;nnen die Talkshow-Moderatoren die politische Diskussion interessanter&nbsp;machen?<\/em><br>\nHildebrandt: Machen wir uns nichts vor: Weder Kerner noch Beckmann oder Maischberger oder wie alle hei&szlig;en, k&ouml;nnen etwas anderes tun, als Politikern ein Forum geben, wo sie sich ausbreiten k&ouml;nnen. &Auml;ndern k&ouml;nnen sie mit diesen Talkshows&nbsp;nichts.<br>\n<em>sueddeutsche.de: Die Talkshows sind auch&nbsp;Beiboote?<\/em><br>\nHildebrandt: Die Tatsache, dass die Sender nur aufeinander schielen und das gleiche Format in nur unterschiedlichen B&uuml;hnenbildern anbieten, zeigt, wie hilflos sie in der Programmgestaltung werden. Das hei&szlig;t, in den Redaktionen sitzen offenbar lauter Leute, die nach dem Peter-und-Hall-Prinzip auf ihre Posten gekommen sind. Das bedeutet: Jemand zeigt Kompetenz im Job und steigt auf. Auf der zweiten Stufe hat er eine begrenzte Kompetenz, steigt aber weiter auf. Und sp&auml;testens auf der dritten Stufe ist die Kompetenz&nbsp;&uuml;berschritten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/dieter-hildebrandt-im-interview-bohlen-ist-geradezu-kriminell-bloede-1.952977-3%20\">SZ<\/a>\n<p><strong>Zuviel Wasser im Sahel<\/strong><br>\n&Uuml;berschwemmungen nach extremer Trockenheit: Zehn Millionen Menschen in vier Staaten der Subsaharazone von humanit&auml;rer Katastrophe bedroht. Hunger ist f&uuml;r die Einwohner der genannten Staaten am S&uuml;drand der Sahara kein Fremdwort. Viele von ihnen sind &uuml;ber mehrere Monate eines jeden Jahres davon betroffen. In der langen Trockenperiode zwischen den wenigen Regenf&auml;llen bleibt den Menschen nichts &uuml;brig, als sich extrem einzuschr&auml;nken &ndash; und sich an die bittere Realit&auml;t gravierender Nahrungs-, Wasser- und Futtermittelknappheit anzupassen. Was sich gegenw&auml;rtig in dem genannten Teil der Sahelzone abzeichnet, ist jedoch eine Krise seltenen Ausma&szlig;es. Zun&auml;chst waren gro&szlig;e Teile der Ernte 2009 extremer Trockenheit zum Opfer gefallen. Jetzt haben sintflutartige Regenf&auml;lle die Situation versch&auml;rft. Die fr&uuml;hestens Ende September anstehende Ernte dieses Jahres ist ebenfalls in Gefahr. Hinzu kommt, da&szlig; selbst die Gro&szlig;en der Hilfsorganisationen sowie die UN-Agenturen l&auml;ngst an ihre Kapazit&auml;tsgrenzen gesto&szlig;en sind. Die Erdbebennothilfe in Haiti war kaum halbwegs abgeschlossen, da &uuml;berfluteten Wassermassen Pakistan. Vorr&auml;te gibt es keine mehr, die Reserven, materiell wie finanziell, sind ersch&ouml;pft und Kr&auml;fte m&uuml;ssen aufgeteilt werden. Zudem sorgt die globale Verknappung &ndash; und damit Verteuerung &ndash; von Reis und anderen Grundnahrungsmitteln daf&uuml;r, da&szlig; Hilfe f&uuml;r die Notleidenden in Afrika zus&auml;tzlich erschwert wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/09-03\/021.php\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter anderem zu folgenden Themen: Kapitalisten sind ratlos; Export wieder auf Touren; das Ende der Bescheidenheit; Weltkonjunktur &ndash; Auf Treibsand gebaut; Gesetz gegen Leiharbeit-Missbrauch geplant; m&auml;chtige Lobbys; wo ist das &Ouml;l im Golf von Mexiko; Sarrazin; Bundesbank erledigt Gesch&auml;ft der Politik; Obama erkl&auml;rt Kampfeinsatz im Irak f&uuml;r beendet; Tatsachen f&auml;lschen; Talkshows bieten nur ein Forum<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6646\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-6646","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6646","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6646"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6646\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6651,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6646\/revisions\/6651"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6646"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6646"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6646"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}