{"id":66573,"date":"2020-11-08T09:00:56","date_gmt":"2020-11-08T08:00:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66573"},"modified":"2020-11-06T09:38:44","modified_gmt":"2020-11-06T08:38:44","slug":"hinweise-der-woche-183","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66573","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CW)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66573#h01\">Corona<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66573#h02\">Verschiebung der Bundestagswahl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66573#h03\">Mit den USA untergehen. Kommentar von Hans-R&uuml;diger Minow<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66573#h04\">Freiheit f&uuml;r Julian Assange!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66573#h05\">My Resignation From The Intercept<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66573#h06\">Der Wilde Westen &ndash; USA klauen iranisches &Ouml;l und verkaufen es f&uuml;r 40 Millionen Dollar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66573#h07\">Externe Berater: Eine Regierungsaff&auml;re wird kleingeredet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66573#h08\">Fabio De Masi &uuml;ber den Wirecard-Krimi<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66573#h09\">Weniger Menschen erhalten Mindestsicherung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66573#h10\">Feminismus von oben: Und wo bleiben die 99 Prozent?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66573#h11\">Digitale Identit&auml;t aller Menschen &ndash; Fortschritt oder globale &Uuml;berwachung?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66573#h12\">Zu guter Letzt: Kanye West erkl&auml;rt sich ebenfalls zum Sieger der US-Wahl<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnendsten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Corona<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Gerd Antes im Gespr&auml;ch: Medizin-Statistiker kritisiert Lockdown: &bdquo;Wir machen wieder vorhersehbare Fehler&ldquo;<\/strong><br>\nFOCUS Online: Herr Antes, Sie halten den aktuellen Lockdown f&uuml;r falsch. Aus welchem Grund?<br>\nGerd Antes: Da gibt es immer die zwei Perspektiven: r&uuml;ckblickend und vorausblickend. R&uuml;ckblickend best&auml;tigt sich leider all das, was ich seit Monaten sage. Wir finden uns ganz erstaunt in einer Situation wieder, an der nichts &uuml;berraschend ist.<br>\nMan h&auml;tte drei Szenarien machen k&ouml;nnen: Erstens, alles l&auml;uft so auf einem Niveau mit niedrigem Risiko wie im Sommer weiter. Zweitens, es zieht an, aber nicht dramatisch. Drittens, die Entwicklung geht viel schneller nach oben und wir haben jetzt im Oktober Zahlen wie wir sie vielleicht Weihnachten erwartet h&auml;tten. Das ist v&ouml;llig vers&auml;umt worden. R&uuml;ckblickend also ein fataler Fehler.<br>\nVorausblickend ist es nicht viel optimistischer zu sehen. Der Lockdown widerspricht der Aussage, dass wir lernen m&uuml;ssen, mit dem Virus zu leben. Jetzt r&auml;cht sich, dass wir keine intensiveren Versuche gemacht haben, das &Uuml;bertragungsverhalten und die Schutzma&szlig;nahmen zu verstehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/gesundheit\/news\/gerd-antes-im-gespraech-medizin-statistiker-kritisiert-lockdown-willkuer-wir-machen-wieder-vorhersehbare-fehler_id_12615048.html\">Focus Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Das europaweite Diktat &bdquo;Geht arbeiten &ndash; und gehorcht!&ldquo; st&ouml;&szlig;t auf wachsenden Widerstand von Lissabon bis Ljubljana:<\/strong><br>\nEuropa rebelliert gegen kapitalistische Epidemie-Diktatur &ndash; eben nicht (nur) von Rechts<br>\nDer &bdquo;finale&ldquo; Satz aus der Aussage einer jungen Pariserin &uuml;ber das &bdquo;confinement 2&ldquo;: &bdquo;Ich verstehe das nicht &ndash; ich darf Abends mit meinem Freund kein Bier trinken gehen, mit dem ich morgens in der &uuml;berf&uuml;llten U-Bahn zu einem Arbeitsplatz fahre, der nicht ausreichend gesichert ist&ldquo;. Ende der Debatte &ndash; au&szlig;er der Anmerkung, dass dieser Satz auch aus Rom, Madrid oder Berlin kommen k&ouml;nnte. Womit weiter machen? Mit 69.000 abgebauten Krankenhausbetten in Frankreich? Mit dem neuen Arbeitszwang f&uuml;r erkrankte PflegerInnen in den kaputt &bdquo;gesparten&ldquo; Krankenh&auml;usern Belgiens? Mit dem Beschluss der Regierung Luxemburgs, prinzipiell nur 82% aller n&ouml;tigen Neueinstellungen in &ouml;ffentlichen Krankenh&auml;usern zu erlauben? Besser, mit dem Widerstand gegen das Zwangsregime des Kapitals zu beginnen &ndash; den die Epidemie-Gewinner, ihre Regierungen und so genannten JournalistInnen gerne auf jene reduzieren m&ouml;chten, die Corona f&uuml;r ungef&auml;hrlich halten, keine Masken wollen, Bill Gates f&uuml;r allm&auml;chtig halten oder ihr Karma f&uuml;r unglaublich gesund. Die nat&uuml;rlich, von den Rechten geeint, auch aufmarschieren &ndash; denen aber dieser Protest l&auml;ngst nicht mehr &uuml;berlassen wird &ndash; zumindest in einer wachsenden Zahl von Orten und L&auml;ndern. Siehe zur aktuellen Situation im Epidemie-Europa unsere ausf&uuml;hrliche aktuelle und kommentierte Materialsammlung &bdquo;Europa rebelliert gegen kapitalistische Epidemie-Diktatur&ldquo; vom 02. November 2020<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.labournet.de\/interventionen\/wipo-gegenwehr\/eu\/das-europaweite-diktat-geht-arbeiten-und-gehorcht-stoesst-auf-wachsenden-widerstand-von-lissabon-bis-ljubljana-europa-rebelliert-gegen-kapitalistische-epidemie-diktatur\/\">Labournet<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Eine lesenswerte &Uuml;bersicht &uuml;ber Sinn und Unsinn der Ma&szlig;nahmen der unterschiedlichen europ&auml;ischen L&auml;nder zur Eind&auml;mmung von Corona und die Reaktionen und Proteste der verschiedenen Landesbev&ouml;lkerungen hierzu.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Statt &bdquo;Lockdown-Light&ldquo; brauchen wir Schweden-Light<\/strong><br>\nEs war ja schon schwierig genug, sich auf diese Ma&szlig;nahmen einigerma&szlig;en zu verst&auml;ndigen. Weil jeder und jede wei&szlig;, dass es nicht gelingen kann, das Virus zu kontrollieren; bei welchem gel&auml;nge das schon. Sondern wir sollen, ja m&uuml;ssen uns sch&uuml;tzen gegen eine Gefahr, die man nicht sehen kann. Darum: Hinter der Unklarheit in den Formulierungen f&uuml;hrender Politiker steckt mindestens so viel Unklarheit im Denken.<br>\nDas gilt im &Uuml;brigen auch f&uuml;r die Virologen. Sie m&ouml;gen Experten auf ihrem Gebiet sein &ndash; aber nicht auf dem der Pandemieeingrenzung. Das ist Epidemiologie, Soziologie, Sozialpsychologie, hat mit ihrer Profession nichts zu tun, da haben Virologen Autorit&auml;t nur aufgrund der Lage, und die auch nur geborgt.<br>\nDas beschreibt den Unterschied zwischen dem &bdquo;Was&ldquo; und dem &bdquo;Was dann&ldquo;; f&uuml;r das &bdquo;Was&ldquo; haben wir viele Fachleute. Und f&uuml;r das andere? Da bleibt es im Wesentlichen inkonsequent. Ein Beispiel: Noch vor wenigen Wochen hie&szlig; es, dass regional entschieden werden m&uuml;sse, subregional, sogar lokal. Es ging um die Frage, wie genau Ma&szlig;nahmen angepasst werden k&ouml;nnten, kleinteilig, treffgenau.<br>\nUnd jetzt wird doch wieder national entschieden. Oder anders: zu entscheiden versucht. Denn sicher ist es nicht, dass das Entschiedene vor Gerichten Bestand hat. F&uuml;r die Politik, die zur Durchsetzung bei den B&uuml;rgern gerade in diesem Fall dringend auf Autorit&auml;t angewiesen ist, w&auml;re das die n&auml;chste Katastrophe. Einige dieser Art hat sie ja schon erlebt.<br>\nDa kann jede neue R&uuml;cknahme von Beschl&uuml;ssen durch Gerichte eine zu viel sein. Warum? Weil auch Richter sehen: Restaurants werden geschlossen, aber t&auml;glich fahren immer noch Hunderttausende mit Bus und Bahn, viele zur Arbeit. Gastst&auml;tten werden geschlossen, obwohl sie Hygienekonzepte haben, offenkundig so gute, dass sie den Zahlen zufolge keine Treiber der Pandemie sind. &hellip;<br>\nWir wissen vielleicht nicht, wo sich die Leute anstecken, aber wir wissen, wo sie es eher nicht tun, und genau dort wird jetzt zugemacht.<br>\nWeil es entbehrlich ist? Weil es energisches Durchgreifen vorspielt. Das wird das Problem aber nicht l&ouml;sen. Was geschieht dann am Endes des Monats? Wie kann die Politik jetzt schon das Thema Weihnachten aufbringen, ohne auch nur ann&auml;hernd eine Antwort darauf zu haben? Das wird noch mehr Autorit&auml;t kosten. Die B&uuml;rger bekommen schon mit, dass die vermeintliche Logik vorgeschoben ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/neue-corona-massnahmen-statt-lockdown-light-brauchen-wir-schweden-light\/26573586.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><strong>dazu: Charit&eacute;-Epidemiologe: Lockdown ist &uuml;berzogen<\/strong><br>\nDer von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpr&auml;sidenten beschlossene Lockdown ist nach Ansicht von Stefan Willich, Direktor am Charit&eacute; Institut f&uuml;r Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheits&ouml;konomie, &bdquo;in seiner Allgemeinheit &uuml;berzogen&ldquo;. Willich sagte der Berliner Zeitung, es sei nicht sinnvoll, &bdquo;auf dramatische Breitbandrestriktionen&ldquo; zu setzen: &bdquo;Es gibt sehr gute und wirkungsvolle Hygienekonzepte in einzelnen Branchen, etwa in der Kultur. Es gibt zudem erhebliche regionale Unterschiede bei der Infektionsbelastung. Es ist nicht sinnvoll, alles &uuml;ber einen Kamm zu scheren.&ldquo; Es w&auml;re besser, &bdquo;adaptive Ma&szlig;nahmen&ldquo; zu ergreifen. Willich: &bdquo;Ein Lockdown sollte eine Ma&szlig;nahme nur im absoluten Notfall bleiben.&ldquo; Es habe sich gezeigt, dass damit die beste Wirkung im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus erzielt werden k&ouml;nne. Die aktuelle Lage auf den Intensivstationen ist, so die Zahlen des Robert-Koch-Instituts, derzeit nicht in einem kritischen Bereich. Bundesweit sind etwa f&uuml;nf Prozent aller Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt. In Berlin sind es knapp zehn Prozent und erst bei 25 Prozent springt die entsprechende Corona-Ampel auf Rot.<br>\nWillich verweist darauf, dass &bdquo;restriktive Ausnahmesituationen n&auml;mlich auch erhebliche Nebenwirkungen haben&ldquo;: &bdquo;Mit dem Lockdown wird die Belastung f&uuml;r das Gesundheitswesen insgesamt zunehmen. Wir sehen jetzt schon die Folgen im psychiatrischen Bereich, wie Angstst&ouml;rungen oder Depressionen. Vor allem aber m&uuml;ssten alle anderen Krankheiten weiter behandelt und Patienten versorgt werden k&ouml;nnen, um einen therapeutischen R&uuml;ckstau und eine Verschlechterung des Zustands der Patienten zu verhindern.&ldquo; So sei es problematisch, wenn Reha-Kliniken keine Patienten mehr aufnehmen, etwa weil sie aus anderen Bundesl&auml;ndern kommen. Gerade bei Krebspatienten sei es unumg&auml;nglich, dass die Behandlung nicht verschoben wird, sondern zeitgerecht stattfindet. Willich: &bdquo;Ein Lockdown kann im Gesundheitssystem gravierende Sch&auml;den anrichten.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/charite-infektiologe-corona-lockdown-ist-ueberzogen-li.114966?mktcid=smsh&amp;mktcval=OS%20Share%20Hub\">Berliner Zeitung<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Deaths at home: More than 26,000 extra this year, ONS finds<\/strong><br>\nMore men than normal are dying at home from heart disease in England and Wales, and more women are dying from dementia and Alzheimer&rsquo;s, figures show.<br>\nMore than 26,000 extra deaths occurred in private homes this year, an analysis by the Office for National Statistics found.<br>\nIn contrast, deaths in hospitals from these causes have been lower than usual.<br>\nThe Covid epidemic may have led to fewer people being treated in hospital.<br>\nOr it may be that people in older age groups, who make up the majority of these deaths, are choosing to stay at home &ndash; but the underlying reasons for the figures are still not clear. [&hellip;] Between March and September 2020, there were 24,387 more deaths in England than expected in private homes, and 1,644 in Wales. The large majority did not involve Covid-19.<br>\nOf these, an extra 1,705 men died from heart disease at home in England &ndash; 25% more than normal.<br>\nIn Wales there was a similar rise in men dying from heart disease at home, of 22.7%.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bbc.com\/news\/health-54598728\">BBC<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> An oder mit Corona sind in Gro&szlig;britannien &uuml;brigens 46.717 Menschen gestorben. Die Todeszahlen der &bdquo;Kollateralsch&auml;den&ldquo; der Ma&szlig;nahmen sind somit mehr als halb so gro&szlig; wie die Todeszahlen der Krankheit selbst. Ein Grund mehr, <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66378\">das schwedische Modell<\/a> noch einmal genauer anzuschauen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>A history of the Swedish covid response<\/strong><br>\nThe Swedish response to the covid pandemic has become one of the most talked about topics of the last six months, and there&rsquo;s a lot of misinformation floating around. Since that&rsquo;s the case, and since I keep getting asked what the situation on the ground is really like in Sweden, I figured I&rsquo;d write up a little history, covering the key events from a Swedish perspective, and detailing exactly which restrictions were put in place at what time point, and why.<br>\nBut first, and perhaps most importantly, why did Sweden decide to follow such an aberrant path?<br>\nActually, to be honest, Sweden could never have done otherwise. The Swedish constitution declares that Swedes have the right to move freely within Sweden, and to leave the country if they so wish. There is a law, the Swedish infectious diseases act, which allows certain limited restrictions to be put in place, but it doesn&rsquo;t allow for a general lockdown. And the power of the state to enforce restrictions on individuals is heavily limited. That is likely the main reason why the Swedish response to covid-19 has been so much more limited than that seen in other countries. (&hellip;)<br>\nI don&rsquo;t think that what we are seeing is a &ldquo;second wave&rdquo;. I think we are seeing a seasonal effect. It&rsquo;s important to keep some perspective. As I explained earlier in this article, cases are a very poor way to determine how active the virus is in the population. In Sweden, the number of tests being carried out is now eight times higher than in the spring. That is why we should instead be looking at hospitalizations, ICU admissions, and deaths.<br>\nAnd those numbers are increasing much more slowly than the number of cases. In the spring, there was an exponential increase in ICU admissions. Now we are seeing a gradual increase, which will almost certainly stop at a much lower level. At the peak in the spring, over 100 people were dying a day of covid in Sweden. Right now, there are three people dying per day of covid. At the same time, there are 250 people dying per day in Sweden of other causes. So covid is currently responsible for 1,2% of deaths in Sweden, but probably gets 99% of the attention. We need to maintain some perspective.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/sebastianrushworth.com\/2020\/10\/31\/a-history-of-the-swedish-covid-response\/\">Sebastian Rushworth M.D.<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Lesen Sie dazu bitte auch &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66378\">Auff&auml;lliges Schweigen &uuml;ber Schweden<\/a>&ldquo; und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66536\">das Interview mit Herrn Rushworth<\/a> auf den NachDenkSeiten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Kaputt gespartes Gesundheitssystem: Kollaps droht nicht wegen, sondern auch ohne Corona<\/strong><br>\nLockdown 2.0: Bund und L&auml;nder wollen mit harten Grundrechtseinschnitten die &Uuml;berlastung des Gesundheitssystems verhindern. Dabei zeigt eine Datenanalyse: Trotz steigender Corona-Zahlen ist auf den Intensivstationen nicht mehr los als sonst. Das wirkliche Problem ist ein jahrelanger Sozialabbau. (&hellip;)<br>\nSeit vielen Jahren berichtet die Autorin &uuml;ber den Personalabbau aus Kosten- und letztlich Profitgr&uuml;nden. Die Folgen wurden lange vor Corona sichtbar: Geschlossene Intensiv-Stationen und gesperrte Betten, akuter Personalmangel, der die Versorgung der Bev&ouml;lkerung gef&auml;hrdete, drastisch &uuml;berlastete Intensiv-Stationen und &ldquo;erb&auml;rmliche Zust&auml;nde&rdquo; in den Notfallambulanzen.<br>\nImmer mehr Kliniken bauten zudem nicht lukrative Bereiche aus Kostengr&uuml;nden ab, wie etwa Krei&szlig;s&auml;le und Kinderstationen. Manche Einrichtungen verweigerten sogar die Aufnahme von Hochschwangeren in den Wehen. Im letzten Dezember machte gar die Kinderkrebsstation der Berliner Charit&eacute; wegen Personalmangels ihre Pforten dicht und verh&auml;ngte einen Aufnahmestopp. Das f&uuml;hrte zu t&ouml;dlichen Konsequenzen &ndash; im traurigsten Sinne des Wortes.<br>\nDoch wer denkt, Corona h&auml;tte dem Einstampfen der Gesundheitsversorgung in Deutschland Einhalt geboten, der irrt leider. Trotz Pandemie bauen die Krankenh&auml;user immer weiter ab. In Sachsen-Anhalt, im Saarland, in Rheinland-Pfalz und andernorts schlie&szlig;en Einrichtungen oder orientieren sich auf lukrativere Einnahmequellen. Mancherorts k&ouml;nnen weder Schwangere noch Kinder ortsnah versorgt werden.<br>\nK&uuml;rzlich warnte die DKG vor massenhaften Klinikpleiten &ndash; wegen Corona! (&hellip;)<br>\nUm die Widerspr&uuml;che zwischen Aussagen von Politikern und der Realit&auml;t sowie die wahren Ursachen der Probleme zu kl&auml;ren, fragte die Autorin beim Bundesgesundheitsministerium (BMG) nach. Dessen Sprecher Sebastian G&uuml;lde ging jedoch auf die meisten Fragen &ndash; etwa nach der Belegung der Intensiv-Stationen in den vorangegangen Jahren sowie konkreten Bem&uuml;hungen, mehr Personal auszubilden &ndash; gar nicht ein.<br>\nWarum die Gesamtzahl der belegten Intensivbetten gar nicht steigt, aber trotzdem Alarmstimmung herrscht? Keine Antwort, stattdessen &uuml;bermittelte G&uuml;lde einige Links zu den oben erw&auml;hnten aktuellen DIVI-Daten und blickte &ndash; wie die Bundesregierung &ndash; vage in eine d&uuml;stere Zukunft: Man m&uuml;sse bei der aktuellen Entwicklung bef&uuml;rchten, dass die Zahl der COVID-19-Patienten weiter steige. Die Fragen blieben offen, auf eine Nachfrage reagierte der Sprecher gar nicht mehr. (&hellip;)<br>\nLetztlich muss konstatiert werden: Nach verf&uuml;gbarer Datenlage hat die Anzahl der Intensiv-Patienten insgesamt in Deutschland nicht zugenommen. Offenbar liegt sie sogar leicht unter jener vor Beginn der COVID-19-Pandemie. Ob mehr Kranke mit schweren Symptomen oder mehr Beatmungspatienten als gew&ouml;hnlich gez&auml;hlt werden, geht aus der Datenlage nicht hervor.<br>\nDie Begr&uuml;ndung f&uuml;r die Ma&szlig;nahmen wackelt daher. Den Fakten zufolge ist aber ein ganz anderer Grund anzunehmen: Das deutsche Gesundheitssystem wurde so kaputt gespart, dass es heute bereits bei einer Auslastung zusammenbrechen w&uuml;rde, mit der es vor 30 oder 20 Jahren noch locker fertig geworden w&auml;re. Es liegt nahe, dass die B&uuml;rger heute den dramatischen Sozialabbau von gestern ausbaden sollen: Mit den massivsten Grundrechtseinschnitten seit dem Zweiten Weltkrieg.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/108403-kaputt-gespartes-gesundheitssystem-kollaps-droht-auch-ohne-corona\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Der Zustand des aus marktradikalen Gr&uuml;nden &bdquo;kaputt gesparten Gesundheitssystems&ldquo; macht deutlich, dass es insbesondere der Bundesregierung (schon lange) nicht um die Gesundheit der hiesigen Bev&ouml;lkerung geht. Erinnert sei z.B. an Jens Bergers Beitrag aus dem Jahr 2011: Sollbruchstelle im Gesundheitssystem https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9757.<\/em><\/p>\n<p><strong>passend dazu: Diesseits und jenseits der Momentaufnahme auf den Intensivstationen: Von leeren Betten, Pflegepersonal als &bdquo;Flaschenhals&ldquo; und Vers&auml;umnissen der Vergangenheit<\/strong><br>\n&bdquo;Wir haben mehr Betten und mehr Beatmungsger&auml;te als zu Beginn der Pandemie. Aber wir haben nicht eine m&uuml;de Maus mehr beim Personal&ldquo;, so wird Uwe Janssens, Pr&auml;sident der Deutschen Interdisziplin&auml;ren Vereinigung f&uuml;r Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), in diesem Artikel zitiert: Intensivmediziner warnen vor drohender &Uuml;berlastung. Und Janssens erg&auml;nzt: &bdquo;Bis jetzt sind wir zurechtgekommen. Aber wir m&uuml;ssen die Pflegepersonal-Untergrenzen wieder aussetzen, wenn das so weitergeht.&ldquo;<br>\nPflegepersonal-Untergrenzen? Da war doch was, schon lang vor Corona. Und &uuml;berhaupt &ndash; auch die angesprochenen und im Kontext der derzeitigen &bdquo;zweiten Welle&ldquo; der Corona-Pandemie so dramatisch als aktuelles Problem aufgerufenen Personalprobleme gerade auf den Intensivstationen sind doch nicht erst diese Tage gleichsam vom Himmel gefallen?<br>\nMehr als nur &bdquo;Hinterher ist man immer schlauer&ldquo;: Die Vers&auml;umnisse der Vergangenheit fallen einem jetzt auf die F&uuml;&szlig;e<br>\nBereits in den Jahren vor dem Ausbruch der Corona-Krise und der aktuell wieder diskutierten Gefahr einer &Uuml;berlastung intensivmedizinischer Behandlungskapazit&auml;ten wurde das Thema Personalmangel immer wieder aufgerufen &ndash; und es ist offensichtlich notwendig, in diesen Tagen erneut darauf hinzuweisen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2020\/11\/01\/von-leeren-betten-und-pflegepersonal-als-flaschenhals\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die coronabedingte Aussetzung der Untergrenzen <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62701\">lief &uuml;brigens erst an diesem Wochenende aus<\/a>, und es ist in der Tat anzunehmen, dass sie einmal mehr verl&auml;ngert wird. Nennenswerte Ma&szlig;nahmen zur Linderung des Pflegenotstands fanden nicht statt. Ein politisches Versagen, das nun auch als Begr&uuml;ndung f&uuml;r den Lockdown herangezogen wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Der Karren wird seit Jahren vor die Wand gefahren<\/strong><br>\nDie Landesregierung erweckt den Eindruck, das neue Virus sei eine Naturkatastrophe und sorge in Verbindung mit der Unvorsichtigkeit der Menschen daf&uuml;r, dass das Gesundheitssystem &uuml;berlastet werde. Das ist eine sehr bequeme Behauptung, die verkennt, dass Krankenh&auml;user und Pflegeeinrichtungen seit Jahren einem Dauerstress ausgesetzt sind, ohne dass es die Regierung je sonderlich interessiert oder zu einer nationalen Kraftanstrengung motiviert h&auml;tte. Allein 30 Prozent der Intensivbetten in norddeutschen Kliniken waren zu Beginn des Jahres gesperrt!&hellip;<br>\nDer Lockdown, der nur dazu dient, das andauernde Politikversagen auf den R&uuml;cken der Bev&ouml;lkerung abzuladen, ist weiterhin mehrheitsf&auml;hig, das muss man akzeptieren, wenngleich die Gerichte bei der Frage der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit erneut viel zu tun bekommen werden. Dass es aber in Ordnung gehen soll, die Gesundheit der Besch&auml;ftigten in Krankenh&auml;usern und Pflegeeinrichtungen erneut sch&auml;rfer denn je aufs Spiel zu setzen, ist nicht mehr akzeptabel. Weil sagte in seiner Regierungserkl&auml;rung: &bdquo;Wir reden &uuml;ber Leben und Gesundheit unz&auml;hliger B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger &ndash; nicht weniger, sondern vieler Tausend!&ldquo; An das Leben und die Gesundheit der Besch&auml;ftigten in den Krankenh&auml;usern und Pflegeeinrichtungen hatte er wohl dabei nicht gedacht. Er sollte sich in Grund und Boden sch&auml;men.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taublog.de\/201103der-karren-wird-seit-jahren-vor-die-wand-gefahren\">TauBlog<\/a>\n<p><em>Lesen Sie dazu auf den NachDenkSeiten: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66470\">Personalengpass auf den Intensivstationen &ndash; das Versagen der Politik wird abgew&auml;lzt<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Kommt die Corona-Pflicht-App? Bremer CDU will das allgemeine Pers&ouml;nlichkeitsrecht einschr&auml;nken<\/strong><br>\nIn den letzten Tagen mehren sich die Wortmeldungen von Politikern f&uuml;r tiefere Einschnitte des Pers&ouml;nlichkeitsrechts im Kampf gegen das Corona-Virus. Als Ma&szlig;nahme dabei sprach sich der Vorsitzende der CDU-Faktion in der Bremer B&uuml;rgschaft, Thomas R&ouml;wekamp, f&uuml;r die verpflichtende Nutzung der sogenannten Corona-Warn-App f&uuml;r alle B&uuml;rger aus. Die Vorsitzende der SPD-Faktion im Nieders&auml;chsischen Landtag, Johanne Modder, empfahl eine unmittelbare Koppelung der App an die Gesundheits&auml;mter. Fragen des Datenschutzes werden von beiden Politikern der Pandemiebek&auml;mpfung untergeordnet.<br>\nR&ouml;wekamp forderte in einem Interview mit Radio Bremen ein Gesetz, das jeden B&uuml;rger verpflichtet, sich die Corona-Warn-App auf sein Handy zu laden. Auf den Datenschutz angesprochen, &auml;u&szlig;erte er Bedenken, dass die Sammlung von Daten &ldquo;immer eine Missbrauchsgefahr beinhalte&rdquo;. Er warb um Vertrauen &ndash; &ldquo;ehrlicherweise sammeln wir diese Daten ja nicht, um sie zu missbrauchen&rdquo; &ndash; und empfahl &ldquo;regelm&auml;&szlig;ige L&ouml;schungsvorschriften&rdquo; und &ldquo;eingeschr&auml;nkte Nutzungsverwendung&rdquo; der Daten. (&hellip;)<br>\nUnterst&uuml;tzung bekam R&ouml;wekamp von den zum Bertelsmann-Konzern geh&ouml;rigen Fernsehsendern n-tv und RTL. Auf rtl.de schrieb Andreas Laukat, der Chef vom Dienst in der n-tv-Wirtschaftsredaktion: &ldquo;Die Corona-Pflicht-App muss jetzt kommen!&rdquo; Er sprach sich f&uuml;r einen &ldquo;Plan D&rdquo; aus: &ldquo;D wie digitale Nachverfolgung der Kontakte.&rdquo; (&hellip;)<br>\nUm den Nutzen der Corona-Warn-App f&uuml;r die Beh&ouml;rden zu erh&ouml;hen, schl&auml;gt Johanne Modder (SPD) vor, die App direkt an die Gesundheits&auml;mter zu koppeln. Diese k&ouml;nnten dadurch &ldquo;schneller&rdquo; arbeiten. Positive Corona-Befunde sollten automatisch versendet werden &ndash; &ldquo;es sei denn, der Betroffene widerspricht&rdquo;.<br>\nDem Virologen Christian Drosten &ndash; bekannt aus zahlreichen Auftritten in staatlichen und privaten Medien in den letzten Monaten &ndash; geht die Forderung nach einer Corona-Pflicht-App nicht weit genug. Er empfiehlt zus&auml;tzlich die Nutzung einer Kontakttagebuch-App. Mit dieser k&ouml;nne das gesamte soziale Netzwerk einer Person erfasst werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/108777-kommt-corona-pflicht-app-bremer\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> W&auml;ren solche Forderungen vor etwa 2-3 Jahren (<a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/heute\/ueber-25-000-menschen-gestorben-grippewelle-2017-18-war-extrem-100.html\">Grippewelle 2017\/18 war extrem<\/a>) vorstellbar gewesen? Oder w&auml;ren sie nicht vielmehr Anlass zu sofortigen R&uuml;cktrittsforderungen geworden?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Verschiebung der Bundestagswahl<\/strong><br>\nVerfassungsrechtliche Aspekte und Konsequenzen (&hellip;)<br>\nSoweit von der Verlegung des Wahltermins gesprochen wird, setzt dies voraus, dass zuvor bereits ein Wahltermin durch den Bundespr&auml;sidenten(&sect; 16 S. 1 BWahlG) bestimmt wurde. Der Anord-nung des Bundespr&auml;sidenten geht ein Vorschlag der Bundesregierung voraus. Die Anordnung be-darf der Gegenzeichnung durch die Bundeskanzlerin oder den zust&auml;ndigen Minister (Art. 58 S. 1 GG). Erst mit der Ver&ouml;ffentlichung im Bundesgesetzblatt (&sect; 76 Abs. 1 Nr. 5 Gemeinsame Ge-sch&auml;ftsordnung der Bundesministerien -GGO) wird der Termin rechtswirksam. (&hellip;)<br>\nAls sachgerechter Grund f&uuml;r die Verlegung eines Wahltermins ist die Sicherung der Wahlbeteili-gung anerkannt.11Die Erwartung der Wahlbeteiligung darf insofern an der allgemeinen Lebenser-fahrung und an bestehenden besonderen Umst&auml;nden ausgerichtet werden. Insofern k&ouml;nnte auch eine bestehende epidemische Lage in die Abw&auml;gung einbezogen werden. Die derzeitige Corona-Pandemie f&uuml;hrt dazu, dass aus Gr&uuml;nden des Infektionsschutzes von Ansammlungen und Veran-staltungen mit gr&ouml;&szlig;eren Personenzahlen, insbesondere in geschlossenen R&auml;umen, abgeraten wird. Zwischenzeitlich waren diese durch die Corona-Eind&auml;mmungsverordnungen der L&auml;nder (nahezu) vollst&auml;ndig verboten. Wahlvorg&auml;nge waren jedoch nicht von landerechtlichen Corona-Eind&auml;mmungsverordnungen geregelten Versammlungsverboten umfasst, da diese keine Ver-sammlungen, sondern davon unabh&auml;ngige Zusammenk&uuml;nfte im Rahmen eines demokratischen Legitimationsprozesses darstellen. Auch Sitzungen der demokratisch gew&auml;hlten Gremien, also auch des Bundestages, fallen nicht unter den entsprechenden Versammlungsbegriff.12Derzeit ist nicht absehbar, ob die Schutzma&szlig;nahmen gegen die Verbreitung des Corona-Virus bei einer Erh&ouml;hung der Infektionszahlen wieder versch&auml;rft werden m&uuml;ssen und daf&uuml;r physische Kon-takte von Menschen wieder deutlich reduziert werden m&uuml;sste. Insofern kann eine Lage eintreten, in der sowohl die Vorbereitung der Wahl in den Parteien und Wahlvereinigungen &ndash;zum Beispiel durch Versammlungen zur Kandidatenaufstellung &ndash;, als auch die Durchf&uuml;hrung der Wahl nach dem geregelten Ablauf aufgrund der erh&ouml;hten Ansteckungsgefahr wesentlich erschwert wird.<br>\nAuch eine unklare Infektionsgefahr kann dazu f&uuml;hren, dass die Wahlbeteiligung erheblich sinkt.13Bei Ansammlung in Zeiten mit einer hohen Infektionsm&ouml;glichkeit drohen Gefahren f&uuml;r Leib und Leben bzw. eine &Uuml;berlastung des Gesundheitswesens in Folge vermehrter Infektionen.Die bei der Wahl entstehenden Ansammlungen, k&ouml;nnten je nach der konkreten Infektionslage diese Ge-fahren begr&uuml;nden. Mithin k&ouml;nnte darin ein entsprechend gewichtiger Sachgrund f&uuml;r eine Ver-schiebung der Wahl liegen.14Im Sinne der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit w&auml;ren sodann zun&auml;chst andere Ma&szlig;nahmen zu pr&uuml;fen, die dem Schutz der (Wahl-)Bev&ouml;lkerung dienen und eine ordnungsge-m&auml;&szlig;e Durchf&uuml;hrung der Wahl erm&ouml;glichen(vgl. dazu unten Punkt 6.). Auch wenn eine wahl-rechtliche Pr&uuml;fung ergibt, dass eine Wahl nicht oder im Wesentlichen nicht mehr den rechtlichen Bedingungen entsprechen w&uuml;rde, k&ouml;nnte dies einen entsprechenden Grund f&uuml;r die Verschiebung des Termins darstellen. (&hellip;)<br>\nAndere Rechtswissenschaftler wiederum lassen eine durch Verfassungs&auml;nderung bestimmteVerl&auml;ngerung der laufenden Wahlperiode unter engen Voraussetzungen zu, wenn schwerwie-gende und zwingende Gr&uuml;nde des Allgemeinwohls dies erfordern. (&hellip;)<br>\nAuch wenn eine Verlegung der Wahl &uuml;ber den in Art. 39 Abs. 1 S. 3 GG genannten Zeitraum f&uuml;r verfassungswidrig gehalten w&uuml;rde, wird seitens des Schrifttums trotzdem davon ausgegangen, dass eine dann erfolgende Wahl g&uuml;ltig w&auml;re. Dies liegt darin begr&uuml;ndet, dass andernfalls kein neuer Bundestag mehr gew&auml;hlt werden k&ouml;nnte.23Zudem wiege die verfassungswidrig zu sp&auml;te Wahl weniger schwer,als die ebenso verfassungswidrige weitere Verl&auml;ngerung des Wahlperiode des vorangegangenen Bundestages.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/resource\/blob\/724178\/8593f24b7291881f0c24c676c6b8697b\/WD-3-183-20-pdf-data.pdf?fbclid=IwAR09-2sYyuO6QO-dqU2NCytXZ1nHSkHnb-3vWCU_uaEwPMUFIoaYNowYkd8\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Allein der Umstand, dass sich der Wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages mit dieser Fragestellung besch&auml;ftigt, ist bemerkenswert. Der Inhalt der &bdquo;Ausarbeitung&ldquo; des Wissenschaftlichen Dienstes mit Datum vom 31. Juli 2020 k&ouml;nnte <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59976#h01\">als Erg&auml;nzung zum Strategiepapier des Bundesinnenministeriums f&uuml;r den Umgang der Bundesregierung mit der Corona-Pandemie<\/a> betrachtet werden. Dabei hatte das Statistische Bundesamt f&uuml;r das erste Halbjahr 2020 sogar weniger Sterbef&auml;lle <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Themen\/Gesellschaft-Umwelt\/Bevoelkerung\/Sterbefaelle-Lebenserwartung\/Tabellen\/sonderauswertung-sterbefaelle-pdf.pdf?__blob=publicationFile\">gegen&uuml;ber den letzten drei Jahren festgestellt<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Mit den USA untergehen. Kommentar von Hans-R&uuml;diger Minow<\/strong><br>\n&Uuml;ber den Verlauf der US-Wahlen und die Reaktionen der deutschen Au&szlig;enpolitik l&auml;sst sich nicht mehr viel sagen. Was in Berlin &uuml;ber den amtierenden US-Pr&auml;sidenten und seine n&auml;chtlichen Vorhaben zur Beendigung der Stimmenausz&auml;hlung gesagt worden ist, &uuml;ber seine Selbstausrufung zum Sieger, &uuml;ber eine kommende Schlacht vor den US-Gerichten wegen angeblichen Wahlbetrugs &ndash; das alles ist harmlos, weil es den tats&auml;chlichen Entwicklungen nicht entspricht. Es unterbietet das Ausma&szlig; der Gewalt, die den Idealen der b&uuml;rgerlichen Demokratie angetan wird, im angeblichen Stammland ihrer Herrschaft, so als w&auml;re das alles nur ein b&ouml;ses Zwischenspiel, ein gef&auml;hrlicher Auftritt, der im kommenden Akt, mit Protagonisten der besseren Art, mit einem anderen Skript und einer deutschen Souffleuse den Ausgang des Dramas noch abwenden k&ouml;nnte. Aber dazu ist es zu sp&auml;t.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8432\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Freiheit f&uuml;r Julian Assange!<\/strong><br>\nWir haben es mit einem der weitreichendsten und absto&szlig;endsten Angriffe auf Pressefreiheit und Menschenw&uuml;rde in der j&uuml;ngere Geschichte zu tun. Der Whistleblower Julian Assange wird seit &uuml;ber einem Jahrzehnt gezielt psychisch gefoltert. Nicht Kriegsverbrecher m&uuml;ssen in der von den USA dominierten Welt mit Verfolgung rechnen, sondern diejenigen, die diese Verbrechen aufdecken. Mit einem ernsthaften Bem&uuml;hen um Gerechtigkeit hat das nichts mehr zu tun. An Julian Assange wird ein Exempel statuiert und die Botschaft lautet: &bdquo;Wer sich mit uns anlegt, wird seines Lebens nicht mehr froh. Er wird sein Leben schlie&szlig;lich verlieren.&ldquo; Alle Journalist*nnen der Welt sollten sich von diesem &bdquo;Fall&ldquo; zutiefst betroffen f&uuml;hlen und gemeinsam gegen das Unrecht anschreiben. Leider haben die meisten nach wie vor &bdquo;Wichtigeres&ldquo; zu berichten. Annette Groth, ehemalige Abgeordnete der Linken im Bundestag hielt die Laudatio auf Assange anl&auml;sslich der Verleihung des K&ouml;lner Karlspreises.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/freiheit-fuer-julian-assange-2\">Hinter den Schlagzeilen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>My Resignation From The Intercept<\/strong><br>\nThe same trends of repression, censorship and ideological homogeneity plaguing the national press generally have engulfed the media outlet I co-founded, culminating in censorship of my own articles.<br>\nToday I sent my intention to resign from The Intercept, the news outlet I co-founded in 2013 with Jeremy Scahill and Laura Poitras, as well as from its parent company First Look Media.<br>\nThe final, precipitating cause is that The Intercept&rsquo;s editors, in violation of my contractual right of editorial freedom, censored an article I wrote this week, refusing to publish it unless I remove all sections critical of Democratic presidential candidate Joe Biden, the candidate vehemently supported by all New-York-based Intercept editors involved in this effort at suppression.<br>\nThe censored article, based on recently revealed emails and witness testimony, raised critical questions about Biden&rsquo;s conduct. Not content to simply prevent publication of this article at the media outlet I co-founded, these Intercept editors also demanded that I refrain from exercising a separate contractual right to publish this article with any other publication.<br>\nI had no objection to their disagreement with my views of what this Biden evidence shows: as a last-ditch attempt to avoid being censored, I encouraged them to air their disagreements with me by writing their own articles that critique my perspectives and letting readers decide who is right, the way any confident and healthy media outlet would. But modern media outlets do not air dissent; they quash it. So censorship of my article, rather than engagement with it, was the path these Biden-supporting editors chose.<br>\nThe censored article will be published on this page shortly (it is now published here, and the emails with Intercept editors showing the censorship are here). My letter of intent to resign, which I sent this morning to First Look Media&rsquo;s President Michael Bloom, is published below.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/greenwald.substack.com\/p\/my-resignation-from-the-intercept\">Greenwald<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Lesen Sie dazu bitte auch: Glenn <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66436\">Greenwald verl&auml;sst &sbquo;The Intercept&lsquo;: &bdquo;CIA und Deep State sind die Helden der &sbquo;liberalen Linken&rsquo;&ldquo;<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Der Wilde Westen &ndash; USA klauen iranisches &Ouml;l und verkaufen es f&uuml;r 40 Millionen Dollar<\/strong><br>\nDonald Trump als Jesse James<br>\nIm August konfiszierte die Trump-Regierung 1,116 Millionen Barrel Roh&ouml;l, das auf dem Weg vom Iran nach Venezuela war. Nun hat sie es f&uuml;r &uuml;ber 40 Millionen US-Dollar verkauft. Ein Fall von Piraterie auf hoher See, der vom US-Finanzministerium in Auftrag gegeben wurde. (&hellip;)<br>\nDie Anordnung, die Ladung der vier Schiffe zu stehlen, wurde bereits im Juli vom US-Finanzministerium ausgestellt, welches somit der Auftraggeber dieser Piraterieoperation war. In einem Pressestatement prahlte das Ministerium: Dies war &bdquo;die gr&ouml;&szlig;te Beschlagnahme von Treibstofflieferungen aus dem Iran aller Zeiten&ldquo;.<br>\nGestern nun trat an die &Ouml;ffentlichkeit, was mit dem gestohlenen &Ouml;l geschehen ist: Die US-Regierung hat es f&uuml;r &uuml;ber 40 Millionen US-Dollar verkauft. &bdquo;Wir sch&auml;tzen, dass die Vereinigten Staaten durch den Verkauf des Erd&ouml;ls dieser vier Schiffe mehr als 40 Millionen US-Dollar Entsch&auml;digungen erhalten werden&ldquo;, erkl&auml;rt Michael Sherwin, ein hochrangiger Anwalt der Regierung am Bundesgericht des District of Columbia, gegen&uuml;ber Reportern. Die Wortwahl spricht B&auml;nde: &bdquo;Entsch&auml;digungen&ldquo;.<br>\nEin &bdquo;gro&szlig;er Teil&ldquo; davon soll in einen Fonds f&uuml;r Angeh&ouml;rige von Terroropfern eingezahlt werden, so der offensichtliche Versuch der Trump-Regierung, bei diesem Multimillionen-Dollar-Raub ihr Gesicht zu wahren. In wessen Taschen jener Teil der &uuml;ber 40 Millionen Dollar landen wird, der nicht zu diesem &bdquo;gro&szlig;en Teil&ldquo; geh&ouml;rt, bleibt offen.<br>\nDie Arroganz des Imperiums: Donald Trump als Jesse James, die US-Regierung spielt Wilder Westen und bedient sich an den Sch&auml;tzen fremder L&auml;nder.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2020-10-30\/der-wilde-westen-usa-klauen-iranisches-oel-und-verkaufen-es-fuer-40-millionen-dollar\/\">JusticeNow!<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Externe Berater: Eine Regierungsaff&auml;re wird kleingeredet<\/strong><br>\nL&auml;nger als ein Jahr hat ein Untersuchungsausschuss die zum Teil zwielichtigen Beratergesch&auml;fte der Bundeswehr unter Ex-Ministerin von der Leyen durchleuchtet: Jetzt wurde die Aff&auml;re im Bundestag debattiert &ndash; ganze 30 Minuten lang.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article219365854\/Berateraffaere-der-Bundeswehr-Bloss-noch-Randnotiz-im-Bundestag.html\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Hunderte Millionen Euro wurden per Vetternwirtschaft McKinsey zugeschanzt und offenbar ohne positives Ergebnis f&uuml;r den Staat verbrannt, und doch kommen Ursula von der Leyen und ihre Staatssekret&auml;rin Katrin Suder dank Deckung von Union und SPD &ndash; <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/von-der-leyen-bundeswehr-diensthandy-1.4731911\">und dem mutma&szlig;lich illegalen L&ouml;schen wichtiger Daten<\/a> &ndash; anscheinend problemlos aus dieser Aff&auml;re heraus. Was lernen wir daraus? Man muss nur dreist genug sein und Protektion von ganz oben (Angela Merkel) haben, dann kann man sich alles erlauben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Fabio De Masi &uuml;ber den Wirecard-Krimi<\/strong><br>\nDer Wirecard-Krimi wird immer irrer! Auf meine Anfrage kam jetzt heraus, dass der deutsche Generalbundesanwalt den Verdacht pr&uuml;ft, dass das &ouml;sterreichische Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz und Terrorismusbek&auml;mpfung (BVT) ohne die Kenntnis deutscher Beh&ouml;rden #Marsalek als Spion an der Spitze des fr&uuml;heren deutschen DAX Konzerns gef&uuml;hrt hat.<br>\nHaben die &ouml;sterreichischen Agenten Marsalek auf deutschem Hoheitsgebiet auch auf der Flucht geholfen?<br>\nDie Kanzlerin sollte zum Telefon greifen und Sebastian Kurz fragen, was die &Ouml;sterreicher hier treiben. Sollte sich der Verdacht erh&auml;rten, muss der &ouml;sterreichische Botschafter einbestellt werden!<br>\nEntweder der BND wusste nichts &ndash; was peinlich w&auml;re &ndash; oder die wollten nichts wissen!<br>\n<a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/investigativ\/ndr-wdr\/marsalek-geheimdienst-101.html\">Die Tagesschau berichtet &uuml;ber meine Anfrage<\/a>.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/fabio.d.masi\/posts\/1469692046563823\">Fabio De Masi via Facebook<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Weniger Menschen erhalten Mindestsicherung<\/strong><br>\nParit&auml;tischer kritisiert Erosion der sozialen Sicherungssysteme angesichts wachsender Armut<br>\nPressemeldung vom 30.10.2020<br>\nAls &ldquo;alarmierendes Signal&rdquo; und &ldquo;massives sozialpolitisches Problem&rdquo; wertet der Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband die heute ver&ouml;ffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes, nach denen die Zahl der Empf&auml;nger*innen von Mindestsicherungsleistungen zuletzt sank, w&auml;hrend gleichzeitig die Armut in Deutschland gestiegen ist. Der Verband fordert eine deutliche Erh&ouml;hung der Regels&auml;tze in Hartz IV und der Altersgrundsicherung.<br>\n&ldquo;Es kann nicht sein, dass auf der einen Seite die Armut erheblich zunimmt, auf der anderen Seite aber immer weniger Menschen in ihrer Not vom Staat unterst&uuml;tzt werden. Die heute ver&ouml;ffentlichten Zahlen zur Mindestsicherung sind keinesfalls Ausdruck eines sozialpolitischen Erfolgs und ganz bestimmt kein Anlass zum Feiern. W&auml;hrend die Armut w&auml;chst, geht die Zahl derer, die vom Sozialstaat aufgefangen werden, zur&uuml;ck&rdquo;, so Ulrich Schneider, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Parit&auml;tischen Gesamtverbands.<br>\nWas sich in diesen Zahlen manifestiere sei ein massives sozialpolitisches Problem, das gel&ouml;st werden m&uuml;sse. &ldquo;Was es zwingend braucht, um dieser Erosion des letzten sozialen Sicherungsnetzes Einhalt zu gebieten, ist eine deutliche Erh&ouml;hung der Regels&auml;tze in Hartz IV und in der Altersgrundsicherung&rdquo;, so Schneider. Nach Berechnungen der Parit&auml;tischen Forschungsstelle m&uuml;sste ein armutsfester Regelsatz 644 Euro (f&uuml;r alleinlebende Erwachsene) betragen. Die direkten Mehrkosten zur Umsetzung des Vorschlags werden auf 14,5 Milliarden Euro gesch&auml;tzt.<br>\nZum Hintergrund: Knapp 6,9 Millionen Menschen in Deutschland haben nach Angaben des Statistischen Bundesamtes zum Jahresende 2019 Leistungen der sozialen Mindestsicherung erhalten, 4,7 Prozent weniger als Ende 2018. Die Armutsquote ist dagegen von 15,5 Prozent (2018) auf 15,9 Prozent (2019) gestiegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-paritaetische.de\/presse\/weniger-menschen-erhalten-mindestsicherung-paritaetischer-kritisiert-erosion-der-sozialen-sicherungs\/\">Der Parit&auml;tische Gesamtverband<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Feminismus von oben: Und wo bleiben die 99 Prozent?<\/strong><br>\nDie Kampagne #ichwill fordert eine verbindliche Frauenquote in F&uuml;hrungspositionen. Aber mehr Frauen in den Chefetagen n&uuml;tzen den Arbeiterinnen nichts.<br>\nDie Forderung nach einer verbindlichen Frauenquote in den Chefetagen gro&szlig;er Konzerne einfach abzuwinken, w&auml;re kurzsichtig. Denn das h&auml;ufig ge&auml;u&szlig;erte Argument, diese sei wirkungslos, trifft schlicht nicht zu. Frauenquoten in F&uuml;hrungspositionen entfalten erstaunlich gro&szlig;e Wirkung &ndash; allerdings in erster Linie zugunsten des Unternehmensprofits. Frauenquoten von 30 Prozent in F&uuml;hrungspositionen steigern den Nettogewinn eines Unternehmens laut einer Studie des Washington Peterson Instituts um stolze 15 Prozent. Diese Quote richtet sich nur an bestimmte Frauen aus den oberen gesellschaftlichen Schichten, die ohnehin schon Teil der Elite sind. Ihnen r&auml;t Sheryl Sandberg, COO von Facebook, in ihrem gleichnamigen Buch &raquo;lean in&laquo;: H&auml;ngt euch einfach rein. Schade nur, dass f&uuml;r die Arbeiterinnen ein Platz in der Chefetage weiterhin unerreichbar bleibt. Auch mit Karriere-Tipps wie diesem. Egal, wie hart sie arbeiten. Ihnen w&auml;re mehr damit geholfen, undemokratische F&uuml;hrungsstrukturen einfach g&auml;nzlich abzuschaffen.<br>\nDiese Machtverschiebung d&uuml;rfte Sheryl Sandberg jedoch Bauchschmerzen bereiten. Sie ist eine prominente Vertreterin des kapitalfreundlichen Feminismus. Dieser m&ouml;chte der Macht in Unternehmensvorst&auml;nden lediglich ein anderes, ein weiblicheres Gesicht verleihen. Aber es geht nicht darum, die bestehenden Machtverh&auml;ltnisse anzugreifen, oder infrage zu stellen, dass eine kleine Elite &uuml;ber das Schicksal tausender Arbeiterinnen und Arbeiter entscheidet. Im Gegenteil: Der Feminismus von Sheryl Sandberg ist sogar darauf angewiesen, dass das so bleibt. &hellip;<br>\nDawn Foster bezeichnet in ihrem Buch Lean Out diese Form des Feminismus von oben als als Trickle-down-Feminismus. &raquo;Trickle down&laquo; beschreibt den Glauben, dass im Kapitalismus nach und nach das Wirtschaftswachstum und der Wohlstand der Reichen auch zu den unteren Schichten durchsickern werden. Und auch in Sachen Feminismus h&auml;lt sich hartn&auml;ckig das Argument, der Erfolg der Frauen des oberen einen Prozents komme irgendwann auch allen anderen zugute. Jede n&auml;here Betrachtung zeigt: &raquo;Trickle down&laquo; ist ein M&auml;rchen. Wollte man beispielsweise die extreme Armut nur durch Wirtschaftswachstum abschaffen und dabei die aktuelle Verteilung von Wohlstandsgewinnen beibehalten, m&uuml;sste die globale Wirtschaft um das 175-fache anwachsen. Das ist nicht m&ouml;glich. Ohne Umverteilung geht es nicht. Genauso ist es naiv zu glauben, die Besserstellung der privilegiertesten Frauen komme automatisch auch allen anderen zugute, wenn nicht die Macht in Unternehmen grundlegend anders verteilt wird. Der Trickle-down-Feminismus hilft ausschlie&szlig;lich dem obersten 1 Prozent und geht zulasten der 99 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/feminismus-frauenquote-frauenanteil-ichwill-kampagne\/\">Jacobin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Digitale Identit&auml;t aller Menschen &ndash; Fortschritt oder globale &Uuml;berwachung?<\/strong><br>\n250 Millionen Kinder haben keine Geburtsurkunde, viele Fl&uuml;chtlinge keine Papiere. Wie w&auml;re es, wenn wir alle per Irisscan beweisen k&ouml;nnten, wer wir sind &ndash; weltweit? Pl&auml;ne dazu gibt es schon. (&hellip;)<br>\nDie Organisation ID2020 in New York arbeitet an einer transnationalen digitalen Identit&auml;t f&uuml;r jeden Menschen, die m&ouml;glichst alle Daten umfassen soll. ID2020 ist eine Allianz von Hightech-Konzernen wie Microsoft, der Rockefeller-Stiftung, gro&szlig;er Hilfsorganisationen und der von Bill Gates finanzierten Impfallianz GAVI. Zu den Kooperationspartnern z&auml;hlen die US-Regierung, die EU-Kommission und das UN-Fl&uuml;chtlingshilfswerk UNHCR. Das Ziel: Mit Gesicht, Iris und Fingerabdruck sollen wir uns ausweisen und auf Anforderung Daten freigeben k&ouml;nnen &ndash; aber nur die, die wir im jeweiligen Fall freigeben wollen.<br>\nWie soll das funktionieren?<br>\nEin Beispiel ist das Projekt Known Traveller Digital Identity, kurz KTDI (Digitale Identit&auml;t des bekannten Reisenden), das Reisen ohne Papiere erm&ouml;glichen soll. Anfang 2021 startet ein Pilotprojekt: passfreies Reisen zwischen Kanada und den Niederlanden. Zun&auml;chst m&uuml;ssen die Nutzer ihre biometrischen Daten speichern &ndash; vor allem das Gesicht, damit sie an Checkpoints erkannt werden. Reisende stellen au&szlig;erdem pers&ouml;nliche Daten wie der Wohnort oder die Kreditkarten-Historie zu Verf&uuml;gung, sagt Christoph Wolff, Leiter des KTDI-Projekts. &bdquo;Wenn dieses System eine gewisse Zeit benutzt wird, sind auch vergangene Grenz&uuml;bertritte gespeichert. Und damit steigt nat&uuml;rlich die Glaubw&uuml;rdigkeit, weil man mehr validierte Daten zur Verf&uuml;gung stellen kann.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swr2\/wissen\/digitale-identitaet-aller-menschen-fortschritt-oder-globale-ueberwachung-swr2-wissen-2020-11-03-100.html\">SWR 2<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Kanye West erkl&auml;rt sich ebenfalls zum Sieger der US-Wahl<\/strong><br>\nLos Angeles (dpo) &ndash; Jetzt hat die Pr&auml;sidentschaftswahl in den USA zwei Gewinner: Nach Donald Trump hat sich heute auch Rapper Kanye West zum Sieger erkl&auml;rt und gefordert, die Ausz&auml;hlung der Stimmen sofort zu stoppen.<br>\n&ldquo;Die Sache ist klar: Ich habe die Wahl gewonnen&rdquo;, erkl&auml;rte West vor versammelten Reportern in Los Angeles. &ldquo;Ich habe mich selbst gew&auml;hlt und meine Frau Kim hat mich ebenfalls gew&auml;hlt. Dass danach pl&ouml;tzlich noch Millionen anderer Wahlzettel aufgetaucht sind, die angeblich f&uuml;r Trump oder Biden abgegeben wurden, ist hochgradig verd&auml;chtig. Ich fordere, diese Stimmen sofort f&uuml;r ung&uuml;ltig zu erkl&auml;ren.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.der-postillon.com\/2020\/11\/kanye.html\">Der Postillon<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. 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