{"id":66642,"date":"2020-11-09T08:51:14","date_gmt":"2020-11-09T07:51:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66642"},"modified":"2020-11-09T08:51:14","modified_gmt":"2020-11-09T07:51:14","slug":"hinweise-des-tages-3736","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66642","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66642#h01\">Biden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66642#h02\">Kein Durchbruch der Demokraten bei den US-Wahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66642#h03\">Wem die Zwietracht n&uuml;tzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66642#h04\">Lambrecht verurteilt Gewalt &ndash; Forderungen nach Aufkl&auml;rung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66642#h05\">Bundesregierung muss Steuertransparenz in der EU endlich zur Priorit&auml;t machen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66642#h06\">Deshalb sind eine halbe Million deutsche Jobs in Gefahr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66642#h07\">Arbeitslosengeld-Ausgaben 2012 bis Oktober 2020<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66642#h08\">Agenda 2010: Sozialpolitik als Waffe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66642#h09\">Corona-Schlie&szlig;ungen: Ministerin lehnt &ldquo;Extraw&uuml;rste&rdquo; f&uuml;r Kulturszene ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66642#h10\">Zwangseinweisung von Quarant&auml;ne-Verweigerern: Kritik an Strobl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66642#h11\">Gerd Bosbach: Wider die Rohrstock- und Angstp&auml;dagogik aus vergangenen Zeiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66642#h12\">&ldquo;Wir m&uuml;ssen Unsinn auch beim Namen nennen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66642#h13\">Armenien: Die Sezession Berg-Karabachs war legal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66642#h14\">Das Corona-Versuchslabor der Welt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66642#h15\">Bundestag: Tempor&auml;r eingef&uuml;hrte Anti-Terror-Befugnisse gelten dauerhaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66642#h16\">Medienstaatsvertrag: Die Idee vom regulierten Netz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66642#h17\">Digitalisierung an der Grenze<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66642#h18\">Welche dunkle Macht ist in Jan B&ouml;hmermann gefahren?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Biden<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Joe Biden &ndash; Pr&auml;sident<\/strong><br>\nEin korrupter Bellizist<br>\nWie schon 2016 war die Entscheidung, wer Pr&auml;sident der Vereinigten Staaten wird, eine &bdquo;Wahl&ldquo; zwischen Pest und Cholera.(1) Die f&uuml;hrenden Politiker der westlichen Welt und ihre Medien favorisierten den siebenundsiebzigj&auml;hrigen Joe Biden, der als politisch erfahrener Retter in der Not gegen den verhassten Donald Trump auftrat. Die besonderen politischen Erfahrungen dieses korrupten und hochkriminellen ehemaligen Vizepr&auml;sidenten wurden geflissentlich verschwiegen.<br>\nBiden war 1972 f&uuml;r den Bundesstaat Delaware in den US-Senat eingezogen, hatte 1988 und 2008 vergeblich f&uuml;r die Pr&auml;sidentschaft kandidiert und war dann nach der Wahl Obamas 2009 und nochmals 2013 Vizepr&auml;sident geworden. Als Senator hatte er sich f&uuml;r die Zergliederung Jugoslawiens und die Bombardierung Serbien eingesetzt und Pr&auml;sident Bill Clinton entsprechend best&auml;rkt. Nach dem Anschlag auf das World Trade Center 2001 forderte er mehr Bodentruppen in Afghanistan, 2003 stimmte er f&uuml;r den Irak-Krieg und 2011 propagierte er den Krieg gegen Libyen. Wiederholt forderte er ein Eingreifen in Syrien und die Absetzung Assads.<br>\nZu den Wirtschaftssanktionen gegen Russland sagte Biden am 2. Oktober 2014 in einer Rede an der Harvard Kennedy School in Cambridge\/ Massachusetts: &bdquo;Wir haben Putin vor die einfache Wahl gestellt: Respektieren Sie die Souver&auml;nit&auml;t der Ukraine oder Sie werden sich zunehmenden Konsequenzen gegen&uuml;bersehen. Dadurch waren wir in der Lage, die gr&ouml;&szlig;ten entwickelten Staaten der Welt dazu zu bringen, Russland echte Kosten aufzuerlegen. Es ist wahr, dass sie [die EU] das nicht tun wollten. Aber wiederum war es die F&uuml;hrungsrolle Amerikas und die Tatsache, dass der Pr&auml;sident der Vereinigten Staaten darauf bestanden hat, ja, Europa des &Ouml;fteren in Verlegenheit bringen musste, um es dazu zu zwingen, sich aufzuraffen und wirtschaftliche Nachteile einzustecken, um Kosten [f&uuml;r Russland] verursachen zu k&ouml;nnen. Und die Folgen waren eine massive Kapitalflucht aus Russland, ein regelrechtes Einfrieren von ausl&auml;ndischen Direktinvestitionen, der Rubel auf einem historischen Tiefststand gegen&uuml;ber dem Dollar, und die russische Wirtschaft an der Kippe zu einer Rezession.&ldquo;(2) (&hellip;)<br>\nErst als Trump im Oktober 2020 im Wahlkampf Korruptionsvorw&uuml;rfe gegen Biden erhob, kamen dessen Machenschaften in der Ukraine ans Licht der &Ouml;ffentlichkeit. Biden zeigte sich emp&ouml;rt: &bdquo;Es ist der letzte Versuch in dieser verzweifelten Kampagne, mich und meine Familie zu verleumden.&ldquo;(7) Lautete die Frage zuvor, warum gesch&auml;ftliche Kontakte amerikanischer Politiker nach Russland ein Staatsverbrechen sein sollten, war jetzt zu fragen, warum nicht dem manifesten Korruptionsverdacht gegen den Pr&auml;sidentschaftskandidaten und seinen Sohn nachgegangen wurde.<br>\nDie Frage erledigte sich durch Zeitablauf und die folgenden Ereignisse. Am 7. November 2020 wurde das vorl&auml;ufige Ergebnis der Pr&auml;sidentschaftswahl bekanntgegeben, wonach eine knappe Mehrheit der Stimmen auf Joe Biden entfiel, der sich unverz&uuml;glich als neuer Pr&auml;sident ausrief. Falls ihn nun auch das aus 538 Wahlm&auml;nnern und -frauen bestehende Electoral College w&auml;hlt, wird er die imperiale, friedensgef&auml;hrdende Au&szlig;enpolitik der Pr&auml;sidenten Bill Clinton, George W. Bush und Barack Obama weiterf&uuml;hren. Wie er dann mit den explosiven innerpolitischen Problemen umgeht, wird sich zeigen. Unter den Ersten, die ihm gratulierten, waren Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespr&auml;sident Frank-Walter Steinmeier. Donald Trump k&uuml;ndigte an, die Wahl wegen F&auml;lschungen gerichtlich anzufechten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kenfm.de\/joe-biden-praesident\/%20\">Wolfgang Bittner auf KenFM<\/a><\/li>\n<li><strong>Biden im Wei&szlig;en Haus: Ein Traditionalist marschiert ein<\/strong><br>\nDer Machtwechsel im Wei&szlig;en Haus d&uuml;rfte vor allem f&uuml;r die amerikanische Linke eine  Entt&auml;uschung werden.<br>\nAlles darauf deutet darauf hin, dass der Senatsf&uuml;hrer der Republikaner, der konservative Nestor Mitch McConnell, auf seinem Posten als m&auml;chtigster Gegenspieler der Demokraten bleibt. Es d&uuml;rfte Biden recht sein, dass im Senat nicht einer der linken Vorreiter wie Bernie Sanders oder Elizabeth Warren das Sagen haben, sondern ein alter Fahrensmann, der f&uuml;r den Status quo steht. Da Joe Biden mit 78 Jahren kaum noch mal im Jahr 2024 kandidieren wird, d&uuml;rfte ihm die Unzufriedenheit der Linken gleichg&uuml;ltig sein. &hellip;<br>\nJoe Biden kommt aus der Stadt Wilmington in Delaware, einer Stadt, die sich so zur amerikanischen Kreditkartenindustrie verh&auml;lt, wie Boston zur amerikanischen Revolution. Der Staat liegt eng bei New York und Pennsylvania und fungiert als Steuer-Oase und Hafen f&uuml;r Briefkastenfirmen. Delaware hat rund eine Million Einwohner und etwas mehr als  eine Million Briefkastenfirmen. 65 Prozent aller amerikanischen Gro&szlig;firmen haben hier ihren rechtlichen Firmensitz. Eine der gr&ouml;&szlig;ten Kreditkarten-Firmen, MBNA, hat Bidens Sohn Hunter schon seit 1996 angestellt. Obwohl Hunter Biden bis 2005 ein eingetragener Lobbyist in Washington war, bekam er immer noch 100.000 Dollar im Jahr von MBNA, w&auml;hrend sein Vater die Insolvenz-Gesetzgebung im Senat durchsetzte. Die Washington Post behauptet, dass die Kreditkarten-Industrie kurz vor der Finanzkrise rund 100 Millionen Dollar f&uuml;r diese Gesetzesnovelle ausgegeben habe. Damals sagte Elizabeth Warren zu den Reformen: &bdquo;Diejenigen, die behaupten, dass sie die Konsumenten-Insolvenzen mit solchen Gesetzen l&ouml;sen wollen, sind vergleichbar mit denjenigen, die w&auml;hrend einer Malaria-Epidemie die Einweisungen ins Krankenhaus reduzieren wollen, indem sie die T&uuml;r des Krankenhauses zuschlagen.&ldquo; Als Biden als m&ouml;glicher Vizepr&auml;sident von der Obama-Kampagne durchleuchtet wurde, galt dieses Thema f&uuml;r ihn als das Heikelste. Denn die Kreditkarten-Firma MBNA war Bidens gr&ouml;&szlig;ter finanzieller Unterst&uuml;tzer seit 20 Jahren. Heute ist die Firma eine Tochter der Bank of America.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/biden-im-weissen-haus-ein-traditionalist-marschiert-ein-li.117323?mktcid=smsh&amp;mktcval=OS%20Share%20Hub\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> &#65279;Weshalb sollte Biden eine Entt&auml;uschung f&uuml;r die  US-Linke sein? Biden wurde klar gegen Bernie Sanders positioniert. Man konnte sich in Vorwahllkampf bei den Demokraten oft nicht des Eindrucks erwehren, dass der Hauptgegner nicht Donald Trump, sondern Bernie Sanders hie&szlig;. Was darf man da wohl erwarten?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Bildet Joe Biden ein Kriegskabinett?<\/strong><br>\n&ldquo;Lasst uns Anstand und Integrit&auml;t zur&uuml;ck ins Wei&szlig;e Haus bringen&rdquo; &ndash; ich kann nicht mehr sagen, wie oft ich diesen Satz hier in Paris von US-Amerikanern gelesen oder geh&ouml;rt habe. Wie viele Auslandsamerikaner w&uuml;nsche auch ich mir nat&uuml;rlich ein Ende der Pr&auml;sidentschaft von Donald Trump. Aber zu welchem Preis? Und wird ein Pr&auml;sident Joe Biden &ndash; der eine R&uuml;ckkehr zur &ldquo;Normalit&auml;t&rdquo; verspricht &ndash; wirklich die Verbesserung bringen, auf die so viele hoffen? Dagegen sprechen einige beunruhigende Informationen &uuml;ber wahrscheinliche Kandidaten f&uuml;r Schl&uuml;sselpositionen in seinem Kabinett. Hier eine kurze Aufstellung. (&hellip;)<br>\nSusan Rice, die Medienberichten zufolge zeitweise als Bidens Vizepr&auml;sidentin in Betracht gezogen worden war, hat bereits hochrangige Posten als US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen und als Nationale Sicherheitsberaterin inne. Beide Jobs bekleidete sie unter der Obama-Regierung.<br>\nObwohl der Angriff auf die US-Botschaft in libyschen Bengasi 2012 im Mittelpunkt der Kritik an Rice stand, beachtete praktisch niemand, dass sie die US-Invasion in Irak unterst&uuml;tzt und behauptet hatte, dass es dort Massenvernichtungswaffen g&auml;be. (&hellip;)<br>\nWenn eine R&uuml;ckkehr zur &ldquo;Normalit&auml;t&rdquo; bedeutet, dieselben alten Politiker zu haben, die f&uuml;r endlose Kriege verantwortlich sind, die f&uuml;r die Elite der Konzerne arbeiten, und denen der Mut fehlt, echte strukturelle Ver&auml;nderungen durchzuf&uuml;hren, die f&uuml;r wichtige Themen wie Gesundheit und Umwelt erforderlich sind, dann ist ein Aufruf zur &ldquo;Normalit&auml;t&rdquo; nichts anderes als ein Aufruf zur R&uuml;ckkehr zu denselben schlechten Bedingungen, die zu unserer gegenw&auml;rtigen Krise gef&uuml;hrt haben.<br>\nDie R&uuml;ckkehr einer solchen Politik unter den gegenw&auml;rtigen versch&auml;rften Umst&auml;nden k&ouml;nnte uns eine Regierung bringen, die noch gr&ouml;&szlig;ere Risiken akzeptiert, als die gegenw&auml;rtige Regierung. Vor allem in Bezug auf den Beginn neuer Kriege.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Bildet-Joe-Biden-ein-Kriegskabinett-4949870.html%20\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu u.a. auch:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=61131\">Biden kann nicht f&uuml;r Normalisierung sorgen, weil Trump ja ein vollkommen normaler US-Pr&auml;sident ist. Das ist das Problem.<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59005\">Der &bdquo;moderate&ldquo; Joe Biden<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55158\">Trump, Biden und die Ukraine &ndash; &bdquo;Haltet den Dieb&ldquo;<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><em>Dennoch scheint es auch in der SPD einige hoffnungsfrohe Mitglieder zu geben. Offenbar wollen sie zusammen mit dem Transatlantiker im Ausw&auml;rtigen Amt nahezu bedingungslos an der Seite der USA stehen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: SPD-Wirtschaftsforum gratuliert Biden zum Wahlsieg \/ Frenzel: &bdquo;USA muss neues Vertrauen in das transatlantische Verh&auml;ltnis schaffen&ldquo;<\/strong><br>\nDer Pr&auml;sident des Wirtschaftsforums der SPD Dr. Michael Frenzel macht deutlich: &bdquo;Viele Herausforderungen, insbesondere der Klimawandel und ein wirtschaftliches und finanzpolitisches Level-Playing-Field, lassen sich nur global l&ouml;sen &ndash; und zwar dann, wenn die USA und die EU zusammenstehen. Die USA m&uuml;ssen nun zum Multilateralismus zur&uuml;ckkehren und sich zum Pariser Klimaabkommen bekennen.&ldquo;<br>\nMatthias Machnig, Vizepr&auml;sident des SPD-nahen Wirtschaftsverbands, betont: &bdquo;Die W&auml;hler in den USA haben entschieden. Wir hoffen, dass damit auch ein Neuanfang in den europ&auml;isch-amerikanischen Beziehungen verbunden sein wird und die Gemeinsamkeiten trotz mancher Interessenkonflikte das europ&auml;isch-amerikanische Verh&auml;ltnis bestimmen werden. Damit wird auch der Weg zu einem kooperativen Multilateralismus wieder m&ouml;glich sein. Angesichts der Corona-Krise, des Klimawandels und der Digitalisierung m&uuml;ssen neue Wege der Zusammenarbeit er&ouml;ffnet werden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spd-wirtschaftsforum.de\/news\/usa_praesidentschaftswahl-20201107\/%20\">Wirtschaftsforum der SPD e.V.<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Kein Durchbruch der Demokraten bei den US-Wahlen<\/strong><br>\n&raquo;Biden beats Trump. Harris is first Woman elected Vice President&laquo; titelt die New York Times auf ihrer Website. Nachdem Joe Biden offensichtlich auch im Bundesstaat Pennsylvania eine Mehrheit der Stimmen erreicht hat, haben ihn s&auml;mtliche relevanten US-Medien wie die Sender CNN, NBC, FOX und die Nachrichtenagentur AP zum Wahlsieger erkl&auml;rt.<br>\nJoe Biden hat nach den Angaben der New York Times bislang mindestens 279 Wahlm&auml;nner hinter sich vereint und k&ouml;nnte damit im Dezember zum neuen US-Pr&auml;sidenten gew&auml;hlt werden.<br>\nDonald Trump hingegen erkl&auml;rte in einem Tweet, das er das Ergebnis nicht anerkenne: &raquo;Die einfache Tatsache ist, dass diese Wahl noch lange nicht vorbei ist&laquo;, erkl&auml;rte der aktuelle Amtsinhaber und k&uuml;ndigte erneut an, am Montag das Wahlergebnis von seinen Anw&auml;lten mit juristischen Mitteln anfechten zu lassen und dabei bis vor den Obersten Gerichtshof zu gehen. Der Streit &uuml;ber die Rechtm&auml;&szlig;igkeit der Ausz&auml;hlverfahren und die Stimmergebnisse k&ouml;nnte sich also noch l&auml;nger hinziehen.<br>\nTrump weigert sich, die knappe Niederlage anzuerkennen. Er sieht sich um den Wahlsieg gebracht: &raquo;Wir haben es mit einem Fall zu tun, wo sie versuchen, die Wahl zu stehlen. Sie versuchen die Wahl zu f&auml;lschen &ndash; wir k&ouml;nnen das nicht zulassen.&laquo; Es habe historische Eingriffe in die Wahl gegeben durch &raquo;big media, big money and big tech&laquo;. Das System sei korrupt.<br>\nWenn man &uuml;ber die Entscheidung bei der Pr&auml;sidentschaftswahl hinausblickt und die Wahlen f&uuml;r den Senat, das Abgeordnetenhaus, f&uuml;r die Gouverneure sowie weitere Wahlen in den Bundesstaaten einbezieht, dann ist offenkundig, dass die politische Offensive der Demokraten an vielen Fronten abgeblockt wurde. Die Demokraten hatten gro&szlig;e Hoffnungen, auf einer &laquo;blauen Welle&laquo; die Machtverh&auml;ltnisse auf allen politischen Ebenen und in den meisten Legislativen zu erobern. Das ist nicht gelungen.<br>\nDie Demokraten erwarteten, dass angesichts der durch die massive Corona-Pandemie versch&auml;rften gesellschaftlichen Probleme (soziale Spaltung, Rassismus etc.) und des au&szlig;enpolitischen Tr&uuml;mmerfeldes (UNO, Klimaabkommen, Wirtschaftskonflikte) ein &uuml;berzeugender Sieg &uuml;ber den Trumpismus eingefahren werden k&ouml;nnte. Die &raquo;blaue Welle&laquo; &ndash; die Parteifarbe der Demokraten &ndash; fiel jedoch aus bzw. war &uuml;berraschend kraftlos.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/kein-durchbruch-der-demokraten-bei-den-us-wahlen\/\">Sozialismus.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wem die Zwietracht n&uuml;tzt<\/strong><br>\nDie Coronakrise w&auml;re eine Chance f&uuml;r die Linken. Doch die verzetteln sich in Identit&auml;tsdebatten<br>\n&ldquo;Der Investmentbanker Warren Buffett hat einst die Lage linker Politik auf den Punkt gebracht: &bdquo;Es herrscht Klassenkampf, und meine Klasse, die der Superreichen, gewinnt.&ldquo; Diese Aussage ist so unversch&auml;mt wie wahr. F&uuml;r linke Politik stellt sich darum die Frage, wieso ein Banker vom Klassenkampf spricht und wieso er berechtigt annimmt, dass seine Klasse ihn gerade gewinnt, w&auml;hrend auf linker Seite sowohl das Wort Klassenkampf uncool ist als auch ans Gewinnen schon lange niemand mehr glaubt.<br>\nAn dieser Stelle w&auml;ren also die linken Parteien gefragt. So wie sie im alten Kapitalismus mithalfen, ein Klassenbewusstsein zu erzeugen, um die rivalisierenden Interessen der Ausgebeuteten zu b&uuml;ndeln, m&uuml;ssten sie im neuen Kapitalismus auf der H&ouml;he der Konflikte und ihrer Komplexit&auml;t agieren. Und damit ist man im Zentrum der Krise linker Politik angelangt. Warren Buffett kann seinen Sieg so selbstsicher herausposaunen, weil seine Klasse die &auml;lteste aller Kriegslisten angewendet hat: &bdquo;S&auml;e Zwietracht unter deine Feinde.&ldquo;<br>\nDie gemeinsame Macht der Linken ist zerbrochen, und der Zankapfel tr&auml;gt einen sperrigen Namen: &bdquo;Identit&auml;tspolitik&ldquo;. Gemeint ist damit eine Politik, die aus der ersten Person Singular oder Plural entsteht. &bdquo;Ich als &hellip;&ldquo; oder &bdquo;Wir als &hellip;&ldquo; wird zum Ausgangspunkt des Handelns. Die St&auml;rkung der partikularen Interessen ist Kernaufgabe linker Politik, doch zugleich f&uuml;hren die Sonderinteressen zu immer neuen Frontstellungen innerhalb der linken Klasse. Und als w&auml;re das nicht schlimm genug, hilft die Zersplitterung vor allem der Kapitalseite, da sie die Bruchlinien strategisch f&uuml;r ihre Interessen nutzt. Globaler Kapitalismus bedeutet: Amazon, Google und Co. sind gegen Diskriminierung, bek&auml;mpfen aber Gewerkschaften und vermeiden Steuerzahlungen&hellip;.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/wem-die-zwietracht-nuetzt\">Bernd Stegemann im Freitag<\/a>\n<\/li><li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Lambrecht verurteilt Gewalt &ndash; Forderungen nach Aufkl&auml;rung<\/strong><br>\nNach der Eskalation von Protesten gegen Corona-Ma&szlig;nahmen in Leipzig werden Forderungen nach einer politischen Aufarbeitung der Geschehnisse laut. Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) zeigte sich entsetzt &uuml;ber die Ausschreitungen. Dies sei &bdquo;durch nichts zu rechtfertigen&ldquo;, erkl&auml;rte Lambrecht am Sonntag in Berlin. &bdquo;Die Angriffe gegen die Polizei und die Presse verurteile ich scharf.&ldquo; Die Demonstrationsfreiheit sei &bdquo;keine Freiheit zur Gewalt und zur massiven Gef&auml;hrdung anderer&ldquo;.<br>\n&bdquo;Wie die Lage eskalieren konnte, bedarf jetzt gr&uuml;ndlicher Aufkl&auml;rung&ldquo;, forderte die Justizministerin. Eine solche Situation inmitten der Pandemie d&uuml;rfe sich nicht wiederholen. (&hellip;)<br>\nAuch der SPD-Landtagsabgeordnete Albrecht Pallas forderte eine Auswertung in einer Sondersitzung des Innenausschusses. Sachsens Innenminister Roland W&ouml;ller (CDU) kritisierte die Zulassung der &bdquo;Querdenken&ldquo;-Demonstration durch das Oberverwaltungsgericht (OVG). Es sei unverantwortlich eine solche Versammlung mit mehr als 16.000 Menschen in Zeiten der Corona-Pandemie in der Leipziger Innenstadt zuzulassen, teilte er mit. (&hellip;)<br>\nDie Linke sprach auf Twitter von Staatsversagen und einem Ereignis mit vielen Dimensionen. &bdquo;Wir haben ein potenzielles Super-Spreader-Event erlebt&ldquo;, twitterte der s&auml;chsische Landesverband der Partei. &bdquo;Wir haben erlebt, wie auf dieser Veranstaltung g&uuml;ltige Hygieneauflagen unter den Augen der Polizei durchgehend ignoriert worden sind.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/querdenken-demo-in-leipzig-lambrecht-verurteilt-gewalt-forderungen-nach-aufklaerung\/26600184.html%20\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> &Uuml;ber die Versch&auml;rfungen des Infektionsschutzgesetzes und die Selbstentmachtung des Parlaments dagegen kein Wort. Die best&auml;ndige Emp&ouml;rungsrhetorik f&auml;ngt langsam an zu langweilen. Sachsens Innenminister Roland W&ouml;ller (CDU) bringt es auf den Punkt: Es ist jetzt nicht die Zeit f&uuml;r Demonstrationen. Stellt sich die Frage, wann jemals wieder Zeit sein wird f&uuml;r die Anspruchnahme der Grundrechte auf Versammlungs- und Meinungsfreiheit. Und die Linke zeigt wiederholt mit ihrem unreflektierten Nachgeplapper der Panikparolen, Demonstrationen als &ldquo;Superspreader-Event&rdquo;, wof&uuml;r es bis jetzt keinerlei Belege gibt, dass man sie als progressive politische Kraft endg&uuml;ltig vergessen sollte.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Bundesregierung muss Steuertransparenz in der EU endlich zur Priorit&auml;t machen<\/strong><br>\n50 bis 70 Milliarden Euro &ndash; so viel Geld entgeht den Regierungen der EU-L&auml;nder einer Sch&auml;tzung zufolge jedes Jahr, weil Unternehmen ihre Gewinne in Steueroasen verschieben. Gel&auml;nge es, auch nur die H&auml;lfte davon einzutreiben, k&ouml;nnte man diese Milliardenbetr&auml;ge dort investieren, wo sie dringend ben&ouml;tigt werden: in Schulen und Krankenh&auml;usern, bei Sozialleistungen und der Energiewende. (&hellip;)<br>\nEine Herzenssache war transparente Finanzberichterstattung f&uuml;r die Bundesregierung noch nie, und der Unternehmenslobby scheint es gelungen zu sein, eine Unterst&uuml;tzung der Union f&uuml;r pCBCR abzuwenden.<br>\nDie Stiftung Familienunternehmen, die rund 500 fast ausschlie&szlig;lich internationale Konzerne wie Haribo, Schwarz und Henkel vertritt, nannte den Vorschlag einen &bdquo;Angriff auf die deutsche Wirtschaft&ldquo;. Auch die Lobbygruppe &bdquo;Die Familienunternehmer&ldquo; bezeichnete ihn als &bdquo;unternehmenssch&auml;dlich&ldquo; und &bdquo;geradezu uns&auml;glich&ldquo;.<br>\nDiese &uuml;bertriebenen Aussagen der Wirtschaft muss man im Gesamtzusammenhang betrachten: Viele deutsche Konzerne nutzen Steueroasen und andere Werkzeuge, um Gewinne zu verschieben und so ihre weltweite Steuerlast zu reduzieren. Das letzte was sie wollen, ist mehr Steuertransparenz. Sch&auml;tzungen zufolge hat allein der Chemieriese BASF zwischen 2010 und 2014 durch Steuervorteile in mehreren EU-L&auml;ndern seine Steuerlast um 923 Millionen Euro dr&uuml;cken k&ouml;nnen. Dem Gesundheitskonzern Fresenius wird derweil vorgeworfen, seit 2010 weltweit bis zu 2,9 Milliarden Euro an Steuern vermieden zu haben. Auch dem Coronatest-Hersteller Qiagen ist es gelungen, seit 2010 die Steuerrechnung um mehrere Millionen Euro zu reduzieren. (&hellip;)<br>\nDer Bundesregierung bietet sich jetzt die einmalige Gelegenheit zu einer klaren Ansage an die Wirtschaft: Geheimniskr&auml;merei bei der Steuerberichterstattung sowie Steuervermeidung werden nicht l&auml;nger toleriert. Im Rahmen der deutschen Ratspr&auml;sidentschaft kann das Thema pCBCR bei einem der drei Treffen des Rats f&uuml;r Wettbewerbsf&auml;higkeit im November auf die Tagesordnung gesetzt werden. Die Bundesrepublik selbst k&ouml;nnte sich weiterhin der Stimme enthalten und m&uuml;sste nur den zust&auml;ndigen Ministerinnen und Ministern eine Abstimmung erm&ouml;glichen. Durch die gegenw&auml;rtige Mehrheit f&uuml;r pCBCR k&ouml;nnte das Dossier die n&auml;chste H&uuml;rde im Rechtsetzungsverfahren nehmen.<br>\nEin kleiner Schritt f&uuml;r die Bundesregierung, aber ein gro&szlig;er Gewinn f&uuml;r die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger der EU.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.netzwerk-steuergerechtigkeit.de\/bundesregierung-muss-steuertransparenz-in-der-eu-endlich-zur-prioritaet-machen\/%20\">Netzwerk Steuergerechtigkeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Deshalb sind eine halbe Million deutsche Jobs in Gefahr<\/strong><br>\nDer Handel will es. Das Handwerk will es. Die Union will es und die FDP auch. Minijobber sollen statt 450 Euro pro Monat 600 Euro verdienen d&uuml;rfen. Der Grund: Weil der Mindestlohn gestiegen ist und weiter steigen wird, kommen die sogenannten geringf&uuml;gig Besch&auml;ftigten auf weniger Arbeitsstunden. Handwerkspr&auml;sident Hans Peter Wollseifer beklagte zum Beispiel Ende September, dass es f&uuml;r Metzger und B&auml;cker schwieriger werde, Minijobber zu finden, die Br&ouml;tchen und Wurst verkaufen. Gleiches gilt im Handel f&uuml;r Mitarbeiter, die f&uuml;r ein paar Stunden im Monat Regale einr&auml;umen. (&hellip;)<br>\nDieser Ansicht ist &uuml;brigens die von der Koalition getragene Bundesregierung selbst: &ldquo;Durch diese Anhebung (auf 600 Euro) w&uuml;rde sich zum einen die Zahl der geringf&uuml;gig entlohnt Besch&auml;ftigten erh&ouml;hen&rdquo;, hei&szlig;t es in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Linken. &ldquo;Dass die Union in der jetzigen Situation Verdienstgrenzen von Minijobs anheben und damit prek&auml;re Besch&auml;ftigungsformen ausweiten will, ist v&ouml;llig abwegig&rdquo;, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Partei im Bundestag, Susanne Ferschl, unserer Redaktion. Sie verlangte, die sozialen Sicherungssysteme zu st&auml;rken. &ldquo;Dazu m&uuml;ssen Minijobs in sozialversicherungspflichtige Besch&auml;ftigung &uuml;berf&uuml;hrt werden&rdquo;, so Ferschl.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/wirtschaft\/Deshalb-sind-eine-halbe-Million-deutsche-Jobs-in-Gefahr-id58477716.html?fbclid=IwAR2LUjQ_OsHoD0XReMZtEeb5-6qs7ZVG9bOiU21SSd3vLEKUA5LOVhzP5K8%20\">Augsburger Allgemeine<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Arbeitslosengeld-Ausgaben 2012 bis Oktober 2020<\/strong><br>\nIn den sechs Monaten von Mai bis Oktober 2020 (nach April 2020) stiegen die j&auml;hrlichen Ausgaben f&uuml;r das beitragsfinanzierte Arbeitslosengeld (hier immer einschlie&szlig;lich der Sozialversicherungsbeitr&auml;ge &ndash; Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung) um 3,713 Milliarden Euro auf 19,421 Milliarden Euro in den 12 Monaten von November 2019 bis Oktober 2020. (siehe BIAJ-Abbildung unten) Das hei&szlig;t, von Mai bis Oktober 2020 (11,018 Milliarden Euro) wurden von der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) 3,713 Milliarden Euro (50,8 Prozent) mehr f&uuml;r Arbeitslosengeld (SGB III) ausgegeben als von Mai bis Oktober 2019 (7,304 Milliarden Euro).<br>\nBis zum Oktober 2018 waren die Ausgaben f&uuml;r das Arbeitslosengeld (hier immer einschlie&szlig;lich der Sozialversicherungsbeitr&auml;ge &ndash; Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung) auf 13,741 Milliarden Euro (November 2017 bis Oktober 2018) gesunken.* Innerhalb der letzten zwei Jahre, von Oktober 2018 bis Oktober 2020, stiegen die Ausgaben f&uuml;r das beitragsfinanzierte Arbeitslosengeld (SGB III) um 5,680 Milliarden Euro (41,3 Prozent), von 13,741 Milliarden Euro (in den 12 Monaten von November 2017 bis Oktober 2018) auf 19,421 Milliarden Euro (in den 12 Monaten von November 2019 bis Oktober 2020).\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/201109-2020-11-06_biaj-abb_sgb3-alg-ausgaben-2012-bis-102020.png\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/201109-2020-11-06_biaj-abb_sgb3-alg-ausgaben-2012-bis-102020.png\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.biaj.de\/archiv-kurzmitteilungen\/1457-arbeitslosengeld-ausgaben-2012-bis-oktober-2020.html\">BIAJ<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Agenda 2010: Sozialpolitik als Waffe<\/strong><br>\nMit der &ldquo;Agenda 2010&rdquo; wollte die rot-gr&uuml;ne Regierung unter Gerhard Schr&ouml;der den deutschen Sozialstaat entscheidend umbauen. Dabei sollte es sich programmatisch nicht um eine der vielen &ldquo;kleinen&rdquo; Reformen handeln, mit denen ihre Vorg&auml;nger die deutsche Sozialpolitik und insbesondere die Sozialversicherungen in den letzten zwei Jahrzehnten an die neuen Funktionserfordernisse bzw. fiskalischen Notwendigkeiten angepasst hatten (Teil I: 15 Jahre Hartz-Reformen. Ein sozialpolitischer &ldquo;Paradigmenwechsel&rdquo; ist zur Selbstverst&auml;ndlichkeit geworden). Der Anspruch der &ldquo;Agenda&rdquo; war anders und grunds&auml;tzlich.<br>\nDie Schr&ouml;der-Regierung verlangte von ihrer Reform so etwas wie einen Befreiungsschlag gegen&uuml;ber den st&auml;ndig neu auftretenden Kassenproblemen s&auml;mtlicher Sozialversicherungen. Vor allem aber wollte sie mit ihnen so auf das nationale Lohnniveau einwirken, dass der Wirtschaftsstandort Deutschland, der in der internationalen Konkurrenz etwas ins Hintertreffen geraten war, in Europa und auf dem inzwischen &ldquo;globalisierten&rdquo; Weltmarkt wieder erfolgreich bestehen konnte. (&hellip;)<br>\n&ldquo;An diesen Reformen f&uuml;hrt angesichts der Europ&auml;isierung und der Globalisierung kein Weg vorbei.&rdquo; Mit diesen Worten hatte Wirtschaftsminister Wolfgang Clement die Reformen begr&uuml;ndet und als alternativlos dargestellt.<br>\nDie Bilanz der Agenda: Die rot-gr&uuml;ne Regierung hat mit Hilfe der in den Sozialversicherungen verstaatlichten Lohnteile das nationale Lohnniveau gesenkt. Sie hat Sozialpolitik als Waffe im Kampf um internationale Konkurrenzf&auml;higkeit eingesetzt. Die finanziellen Sch&auml;den f&uuml;r die lohnabh&auml;ngige Bev&ouml;lkerung waren und sind betr&auml;chtlich; &ldquo;Armutsberichte&rdquo; registrieren seitdem das Anwachsen von Armut in allen Varianten.<br>\nDer angestrebte Konkurrenzerfolg in Europa und auf dem Weltmarkt wurde erreicht: Deutschland war von 2002 bis 2008 Exportweltmeister, erwirtschaftet regelm&auml;&szlig;ig Rekorde in Sachen Au&szlig;enhandels&uuml;berschuss, ist die f&uuml;hrende &Ouml;konomie der EU, die alle anderen europ&auml;ischen L&auml;nder nieder konkurriert hat, und das Land, das vergleichsweise gut durch die Finanzkrise 2008 gekommen ist.<br>\nGerhard Schr&ouml;der lobte sich 2005 beim Weltwirtschaftsforum in Davos daf&uuml;r, &ldquo;den gr&ouml;&szlig;ten Niedriglohnsektor Europas&rdquo; herbeiregiert zu haben &ndash; ein Erfolg, den man ihm nicht bestreiten kann!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Agenda-2010-Sozialpolitik-als-Waffe-4944653.html%20\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das ist wohl der gr&ouml;&szlig;te Sozialabbau in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, den vor allem SPD und Gr&uuml;ne, aber auch CDU\/CSU und FDP zu verantworten haben. Und noch schlimmer ist der Umstand, dass es bis heute keine Aussicht auf eine Wende gibt. Im Gegenteil: Durch das politische Agieren in dieser merk-w&uuml;rdigen Coronazeit scheint die Kluft zwischen Arm und Reich sogar noch gr&ouml;&szlig;er zu werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Corona-Schlie&szlig;ungen: Ministerin lehnt &ldquo;Extraw&uuml;rste&rdquo; f&uuml;r Kulturszene ab<\/strong><br>\nKulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen hat an die Kulturbranche in NRW appelliert, die Corona-Einschr&auml;nkungen mitzutragen. Die Kultur d&uuml;rfe &ldquo;keine Extrawurst&rdquo; braten.<br>\n&ldquo;Kontaktreduzierung ist momentan das einzige, was uns retten kann&rdquo;, erkl&auml;rte NRW-Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos) am Freitag im Kulturausschuss des Landtags.<br>\nDeshalb sei auch die Entscheidung, die Musikschulen im Land wieder zu &ouml;ffnen, unter den Experten ihres Hauses durchaus kontrovers diskutiert worden. &ldquo;Denn das bedeutet 300.000 zus&auml;tzliche Kontakte&rdquo;, so die Ministerin. Dabei w&auml;re es doch Ziel der aktuellen Ma&szlig;nahmen gewesen, die Zahl der Kontakte zu reduzieren. Man habe die Entscheidung aber mit Blick auf einheitliche Regelungen in ganz Deutschland korrigiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/nachrichten\/landespolitik\/corona-auswirkungen-kultur-nrw-pfeiffer-poensgen-100.html\">WDR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers W.K.:<\/strong> Soso, die Kultur braucht also keine Extraw&uuml;rste&hellip;<\/em><\/p>\n<p><em>Kleiner Wink mit dem Zaunpfahl an alle, die keine &ldquo;Extraw&uuml;rste&rdquo; kriegen:<\/em><\/p>\n<p><em>Wenn ich Besitzer oder Betreiber eines Theaters, eines Kinos oder einer Kneipe w&auml;re, w&uuml;rde ich ab sofort von meinem Hausrecht Gebrauch machen und nie wieder einen Politiker hineinlassen, der an der katastrophalen Politik in Sachen Corona beteiligt war. (Also quasi alle, die 2020 im Amt waren.)<\/em><\/p>\n<p><em>Sie haben ja bewiesen, da&szlig; sie ohne Kultur auskommen. Dann sollen sie auch von jetzt an ohne Kultur leben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Zwangseinweisung von Quarant&auml;ne-Verweigerern: Kritik an Strobl<\/strong><br>\nDer Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Th&uuml;ringens Innenminister Georg Maier (SPD), hat das Vorhaben seines baden-w&uuml;rttembergischen Amtskollegen Thomas Strobl (CDU) kritisiert, Quarant&auml;neverweigerer in Kliniken einweisen zu lassen.<br>\n&bdquo;Mit der Forderung nach einer Zwangseinweisung schie&szlig;t er weit &uuml;bers Ziel hinaus&ldquo;, sagte Maier dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). &bdquo;Damit wird Vertrauen zerst&ouml;rt und nicht geschaffen. Mit Drohgeb&auml;rden und massiven Grundrechtseingriffen wird man in der Corona-Pandemie jedenfalls nichts erreichen, eher im Gegenteil. Die Einrichtung geschlossener Krankenh&auml;user f&uuml;r Quarant&auml;neverweigerer ist f&uuml;r mich absolut inakzeptabel.&ldquo;<br>\nDer Vorsitzende des Bundestags-Gesundheitsausschusses, Erwin R&uuml;ddel (CDU), sagte dem RND: &bdquo;Die Einhaltung der Quarant&auml;ne von an Corona Erkrankten ist unerl&auml;sslich, wenn wir die Pandemie eind&auml;mmen wollen. Bei der Kontrolle m&uuml;ssen die Gesundheits&auml;mter m&ouml;glicherweise durch elektronische M&ouml;glichkeiten unterst&uuml;tzt werden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rnd.de\/politik\/zwangseinweisung-von-quarantane-verweigerern-kritik-an-strobl-7K3QBGTOFZHH3DXZ64ALGIDFCI.html%20\">RND <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Gerd Bosbach: Wider die Rohrstock- und Angstp&auml;dagogik aus vergangenen Zeiten<\/strong><br>\nStatt scheingenauer und st&auml;ndig wechselnder Kriterien zur Beurteilung der Corona-Epidemie und zur Begr&uuml;ndung von Grundrechtsbeschr&auml;nkungen brauchen wir zielgenaue, kreative Ma&szlig;nahmen, Evaluation der getroffenen Ma&szlig;nahmen und repr&auml;sentative Studien.<br>\nAuch ich habe Angst, wenn mich die Drohkulisse steigender Corona-Zahlen zum x-ten Mal erreicht. Es gibt Corona und wir m&uuml;ssen etwas dagegen tun. Aber ich habe auch Angst vor Politikern, die mit Zahlen unterlegt immer genau wissen, was zu tun ist. Das erinnert mich an das Fr&uuml;hjahr, wo Verdopplungszeit unter zehn Tagen, dann unter 14 Tagen, dann der R-Wert unter eins, gefolgt vom korrigierten R-Wert unter eins jeweils genau die einzig richtigen Ziele waren.<br>\nEin Irrtum jagte den n&auml;chsten, wie heute zugegeben wird. Man wusste so vieles nicht, aber die Ma&szlig;nahmen wurden als alternativlos dargestellt. Wenn dann noch die Begriffe infiziert mit krank gleich gesetzt werden, die Anzahl der positiv Getesteten als Ma&szlig; f&uuml;r die Pandemie genommen wird, Dunkelziffer und ver&auml;nderte Teststrategie &uuml;bersehend, dann steigt meine Angst.<br>\nWer zus&auml;tzlich die deutsche M&auml;rz-Entwicklung mit der des Oktobers gleichsetzt, Altersstruktur der Infizierten und die andere Wetterlage &uuml;bersehend, der hat sich in meinen Augen als Entscheider disqualifiziert. Die Zahl der Auftritte in Talkshows zeigt eben nur den Unterhaltungswert. (&hellip;)<br>\nMein Vorschlag vom Juni, das bundesweite Ma&szlig;nahmen-Durcheinander als geplantes Experiment zu nutzen wurde verspottet. Wir w&uuml;ssten heute mehr. Warum haben die scharfen langen Lockdowns in Frankreich und Spanien langfristig so wenig genutzt? Wir k&ouml;nnen nur raten.<br>\nJetzt hei&szlig;t es, die zweite Welle brechen. Sehr nebul&ouml;s und Ende November vielseitig interpretierbar. 75% der Kontakte sollen reduziert werden, wieder so eine scheingenaue Zielgr&ouml;&szlig;e. Die Entscheidungen werden weitgehend reduziert darauf, diese oder jene Aktivit&auml;t zu verbieten oder nicht zu verbieten. Aber warum fallen den Entscheidern nicht proaktive Vorschl&auml;ge ein, wie die Anfangszeit von Arbeit und Schule zu entzerren und Reisebusse mit Fahrern anzumieten, damit die Sch&uuml;ler und Pendler nicht dicht gedr&auml;ngt im Nahverkehr stehen und sitzen m&uuml;ssen. Stattdessen wird die alte Rohrstock- und Angstp&auml;dagogik aus vergangenen Zeiten ausgepackt. Aber wir leben nicht mehr unter Kaiser Wilhelm. Es braucht auch kluge und einf&uuml;hlsame Entscheider um die notwendige Eind&auml;mmung des Virus hinbekommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/gastbeitrag\/bosbach-angstpaedagogik\/%20\">Gerd Bosbach in Geld und mehr<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59617\">&bdquo;Solchen Wissenschaftlern w&uuml;rde ich gerne Kamera oder Mikrofon entziehen&ldquo; &ndash; Gesundheitsstatistiker Gerd Bosbach zur Corona-Debatte<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Wie unsinnig politisch argumentiert wird, zeigt die Erw&auml;hnung, dass &bdquo;75% der Kontakte reduziert werden sollen&ldquo;. Das ist nat&uuml;rlich Unsinn. Nicht 75% der Kontakte, sondern 75% der Infektionen sollen reduziert werden. Wenn beispielsweise eine Arztpraxis ein funktionierendes &bdquo;Hygienekonzept&ldquo; hat, w&auml;re es ja kontraproduktiv, wenn drei Viertel der Patienten nicht mehr in die Praxis kommen. Mit ihrer Fokussierung auf die &bdquo;Kontakte&ldquo; f&uuml;hrt die Regierung s&auml;mtliche Hygienema&szlig;nahmen ad absurdum.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&ldquo;Wir m&uuml;ssen Unsinn auch beim Namen nennen&rdquo;<\/strong><br>\nChristian Drosten hat unabh&auml;ngige Wissenschaft gegen Propaganda und Falschinformationen in sozialen Medien verteidigt. Forscher wie er m&uuml;ssten &ldquo;ein realistisches Bild zeichnen und nicht das gew&uuml;nschte&rdquo;.<br>\nDer Virologe Christian Drosten hat in einer Rede unabh&auml;ngige Wissenschaft gegen teils harsche Kritik in sozialen Medien verteidigt. In der Corona-Pandemie sei es seine Aufgabe, &ldquo;die Methoden meines Fachgebietes zu erkl&auml;ren, die Grenzen wissenschaftlicher Studien aufzuzeigen, einzuordnen, was Fakt und was Fiktion ist&rdquo;, sagte Drosten in einer in Marbach im Neckar gehaltenen Rede, mit der er an den Geburtstag des Dichters Friedrich Schiller erinnerte. Forscher m&uuml;ssten &ldquo;ein realistisches Bild zeichnen und nicht das gew&uuml;nschte&rdquo;. Daher f&uuml;hle er sich auch verpflichtet, &ldquo;korrigierend einzugreifen und ausgemachten Unsinn auch einmal beim Namen zu nennen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/mensch\/christian-drosten-zu-kritik-an-corona-massnahmen-wir-muessen-unsinn-auch-beim-namen-nennen-a-1814e1db-3a5f-44e1-b66e-39070fbad7a3%20\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Gut, dass Herr Drosten von &bdquo;unabh&auml;ngiger Wissenschaft&ldquo; redet, die vor &bdquo;Propaganda und Falschinformationen in sozialen Medien verteidigt&ldquo; werden m&uuml;sse. Aber wie unabh&auml;ngig kann jemand sein, der sich so &auml;u&szlig;ert:<\/em><br>\n<em>&bdquo;<a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/info\/16-Coronavirus-Update-Wir-brauchen-Abkuerzungen-bei-der-Impfstoffzulassung,podcastcoronavirus140.html\">Aber zum Gl&uuml;ck werden wir unterst&uuml;tzt durch &ouml;ffentliche Forschungsmittel von der Europ&auml;ischen Union und neuerdings auch von der Bill Gates Foundation, Bill &amp; Melinda Gates Foundation.<\/a>&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Armenien: Die Sezession Berg-Karabachs war legal<\/strong><br>\nAm 27. September griffen aserbaidschanische Truppen mit massiver t&uuml;rkischer Unterst&uuml;tzung im Verbund mit Tausenden von der T&uuml;rkei finanzierten islamistischen S&ouml;ldnern aus Syrien die &uuml;berwiegend von Armeniern bewohnte Republik Arzach (Berg-Karabach) im S&uuml;dkaukasus an. Seitdem toben dort &ndash; drei umgehend gebrochene Waffenstillstandsabkommen zum Trotz &ndash; erbitterte K&auml;mpfe zwischen Aserbaidschanern und Armeniern aus Arzach und der Republik Armenien, denen auf armenischer Seite bereits &uuml;ber tausend Menschen, meist junge Soldaten, aber auch Zivilisten jeden Alters und Geschlechts, zum Opfer fielen. (Im autokratisch regierten Aserbaidschan verbietet die Milit&auml;rzensur die Ver&ouml;ffentlichung von Opferzahlen.)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/hintergrund-zum-krieg-um-berg-karabach-li.116728?lid=true\">Leo Ensel in der Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Das Corona-Versuchslabor der Welt<\/strong><br>\nIn Brasilien testen alle gro&szlig;en Hersteller ihre Corona-Impfstoffe, weil sie dort ein ideales Umfeld vorfinden: viele Ansteckungen, viele Freiwillige &ndash; und g&uuml;nstige Testbedingungen. (&hellip;)<br>\nBiontech hat einen neuartigen Corona-Impfstoff auf mRNA-Basis entwickelt, der die Vermehrung des Virus in der Zelle hemmt. Bei der Herstellung und Marktreife arbeiten die Mainzer mit dem US-Unternehmen Pfizer zusammen. (&hellip;)<br>\nBiontech und Pfizer liegen im Rennen um die Genehmigung wom&ouml;glich in F&uuml;hrung. Insgesamt wollen sie f&uuml;r die derzeit laufende finale Testphase III 44.000 Probanden weltweit behandeln, 3100 davon in Brasilien.<br>\nBei knapp der H&auml;lfte der Probanden haben sie bereits Impfdosen injiziert &ndash; entweder mit dem neuen Wirkstoff aus Mainz oder einem wirkungslosen Placebo. Alles sei bislang ohne Zwischenf&auml;lle verlaufen, sagt Zerbini und erheitert sich: &ldquo;Erstaunlicherweise klagen vor allem diejenigen Patienten, die das Placebo erhalten, &uuml;ber Kopfschmerzen und Fieber.&rdquo;<br>\nDerzeit tummeln sich in Brasilien alle weltweit namhaften Impfstoff-Hersteller &ndash; neben Biontech\/Pfizer unter anderem auch die Entwickler der Pr&auml;parate aus China, Russland und die Hersteller Johnson &amp; Johnson sowie AstraZaneca.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/brasilien-corona-impfstoff-101.html%20\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em>Lesen Sie dazu auf den NachDenkSeiten: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64946\">Lateinamerika als Testgebiet &ndash; Corona-Impfstoffe, der Kampf um die M&auml;rkte, die Regionalregierungen und die involvierten Milliard&auml;re<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Bundestag: Tempor&auml;r eingef&uuml;hrte Anti-Terror-Befugnisse gelten dauerhaft<\/strong><br>\nDas Parlament hat einen Gesetzentwurf beschlossen, mit dem auf Zeit eingef&uuml;hrte Kompetenzen der Geheimdienste zur Terrorbek&auml;mpfung entfristet werden.<br>\nDie aktuellen Herausforderungen &ldquo;insbesondere im Bereich des internationalen Terrorismus und des Rechtsterrorismus&rdquo; erfordern es laut dem Bundestag, die nach den Anschl&auml;gen vom 11. September 2001 zun&auml;chst befristet eingef&uuml;hrten Anti-Terror-Befugnisse der Geheimdienste zu &ldquo;verstetigen&rdquo;. Mit der Mehrheit der Regierungsfraktionen von CDU\/CSU und SPD sowie mit den Stimmen der AfD hat das Parlament daher am Donnerstagabend einen Gesetzentwurf der Koalition bef&uuml;rwortet, mit dem die bereits mehrfach verl&auml;ngerten Kompetenzen endg&uuml;ltig entfristet werden. (&hellip;)<br>\nZiel sei es, &ldquo;die Aufkl&auml;rung schwerer Bedrohungen f&uuml;r unseren demokratischen Rechtsstaat und die freiheitlich demokratische Grundordnung zu gew&auml;hrleisten&rdquo;, begr&uuml;ndete Schwarz-Rot die Initiative. Die bisher tempor&auml;r g&uuml;ltigen Regeln sind im Bundesverfassungsschutzgesetz verankert. Sie gelten nicht nur f&uuml;r das Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz (BfV), sondern auch f&uuml;r den Bundesnachrichtendienst (BND) und den Milit&auml;rischen Abschirmdienst (MAD).<br>\nDabei handelt es sich vor allem um Auskunftspflichten von Unternehmen der Branchen Luftverkehr, Finanzdienstleistungen, Telekommunikation und Telemedien &ldquo;zur Netzwerkaufkl&auml;rung&rdquo; aus dem Terrorismusbek&auml;mpfungsgesetz. Umfasst sind auch Regeln zum Einsatz des IMSI-Catchers, um genutzte Mobiltelefonnummern feststellen zu k&ouml;nnen, sowie &ldquo;zur Ausschreibung im Schengener Informationssystem zur Nachverfolgung internationaler Bez&uuml;ge&rdquo;. Der &ldquo;praktische Bedarf&rdquo; f&uuml;r diese Befugnisse und &ldquo;ihr angemessener Einsatz&rdquo; sei &ldquo;in wiederholten Evaluierungen best&auml;tigt worden&rdquo;. (&hellip;)<br>\nBenjamin Strasser (FDP) rieb sich bei der abschlie&szlig;enden Debatte im Plenum die Augen, wieso die Koalition den Tagesordnungspunkt nach der Anh&ouml;rung nicht abgesetzt habe. Schwarz-Rot fahre damit &ldquo;voll gegen die Wand&rdquo;. Es gebe keine unabh&auml;ngige Evaluation, sondern nur einen &ldquo;Wunschzettel von Nachrichtendiensten&rdquo;.<br>\nDas Trennungsverbot von Polizei und Geheimdiensten werde unterlaufen, monierte Ulla Jelpke. Es gebe &ldquo;keinerlei Nachweise f&uuml;r die Wirksamkeit dieser Gesetze&rdquo;. Es d&uuml;rfe keine &ldquo;Ewigkeitsgarantie&rdquo; f&uuml;r die Spionagebefugnisse geben. Von der Koalition sei &ldquo;kein &Auml;nderungsantrag, nichts&rdquo; gekommen, es werde immer nur draufgesattelt, kritisierte Konstantin von Notz. Seit &uuml;ber 20 Jahren existierten die rot-gr&uuml;nen Gesetze, aber kein einziges Mal habe die Exekutive sie unabh&auml;ngig &uuml;berpr&uuml;fen lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Bundestag-Temporaer-eingefuehrte-Anti-Terror-Befugnisse-gelten-dauerhaft-4949908.html%20\">heise online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Medienstaatsvertrag: Die Idee vom regulierten Netz<\/strong><br>\nDeutschland will mithilfe des Medienstaatsvertrags unter anderem Verschw&ouml;rungs-Blogs und rechtsradikale Hetzer regulieren. Teile der Regelung scheinen jedoch aus der Zeit gefallen.<br>\nHalbwahrheiten und L&uuml;gen verbreitende Blogs, Facebook-Seiten und Telegram-Kan&auml;le k&ouml;nnten es bald schwerer haben. Denn sp&auml;testens ab Mitte November sollen die Landesmedienanstalten sie regulieren und darauf achten, dass journalistische Internetmedien ihren Sorgfaltspflichten nachkommen. So ist es im neuen Medienstaatsvertrag festgehalten, den mittlerweile alle Landesparlamente abgesegnet haben. Er ersetzt den Rundfunkstaatsvertrag von 1991. Ob die neue Regelung aber wirklich die dynamische Internetmedienlandschaft besser in den Griff bekommt, bleibt an einigen Stellen fraglich.<br>\nZu den Neuerungen geh&ouml;rt die Verpflichtung f&uuml;r netzbasierte Nachrichtenmedien, sich an journalistische Grunds&auml;tze zu halten. Nachrichten m&uuml;ssen beispielsweise vor der Ver&ouml;ffentlichung auf ihren Wahrheitsgehalt gepr&uuml;ft werden. Mithilfe des neuen Gesetzes k&ouml;nnten auch Angebote wie &ldquo;KenFM&rdquo;, &ldquo;Tichys Einblick&rdquo; oder die f&uuml;r russische Propaganda bekannte Plattform &ldquo;RT Deutsch&rdquo; f&uuml;r falsche Berichterstattung belangt werden. (&hellip;)<br>\nUm was f&uuml;r eine Art Internetmedium es sich handelt, also Webseite, Social-Media-Gruppe oder auch Twitter-Account, spielt keine Rolle. Der Medienstaatsvertrag spricht ganz allgemein von &ldquo;Telemedien&rdquo; und gilt f&uuml;r alle Anbieter, die in Deutschland niedergelassen sind. F&uuml;r sie gilt: &ldquo;Telemedien mit journalistisch-redaktionell gestalteten Angeboten, in denen insbesondere vollst&auml;ndig oder teilweise Inhalte periodischer Druckerzeugnisse in Text oder Bild wiedergegeben werden, haben den anerkannten journalistischen Grunds&auml;tzen zu entsprechen. Gleiches gilt f&uuml;r andere gesch&auml;ftsm&auml;&szlig;ig angebotene, journalistisch-redaktionell gestaltete Telemedien, in denen regelm&auml;&szlig;ig Nachrichten oder politische Informationen enthalten sind und die nicht unter Satz 1 fallen.&rdquo; (&sect;19 Absatz 1)<br>\nNun sollen also auch internetbasierte Nachrichtenformate verpflichtet werden, sich zu den Grunds&auml;tzen zu bekennen, die bislang f&uuml;r klassische journalistische Medien wie Zeitungen, verlagsgebundene Nachrichten-Webseiten, und Radio- und TV-Sendungen galten. Ger&uuml;chten, Mythen und falschen Behauptungen soll der Medienstaatsvertrag entgegenwirken: &ldquo;Nachrichten sind vom Anbieter vor ihrer Verbreitung mit der nach den Umst&auml;nden gebotenen Sorgfalt auf Inhalt, Herkunft und Wahrheit zu pr&uuml;fen.&rdquo; (&hellip;)<br>\nDie Nachrichtenseite netzpolitik.org weist darauf hin, dass bei dieser Regelung Unklarheiten bei der Zust&auml;ndigkeit vorprogrammiert sind. Denn einige Angebote &ndash; vor allem solche, die am Rande der Legalit&auml;t arbeiten &ndash; haben kein Impressum auf ihrer Seite. So gibt es auch keine direkten Hinweise auf ihren Standort. Als Beispiel nennt netzpolitik den rechtsradikalen Blog &ldquo;PI News&rdquo;. (&hellip;)<br>\nBez&uuml;glich dieser Zust&auml;ndigkeitsproblematik hat netzpolitik.org 14 Medienanstalten angeschrieben. Tobias Schmid, Direktor der Landesanstalt f&uuml;r Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) antwortete, dass seine Beh&ouml;rde beispielsweise f&uuml;r das rechte in K&ouml;ln sitzende Jugendportal &ldquo;Flinkfeed&rdquo; zust&auml;ndig sei. Gegen&uuml;ber der Nachrichtenseite sagte Schmid: &ldquo;&rsquo;Flinkfeed&rsquo; ist sicherlich ein Angebot, dass wir im Hinblick auf unsere zuk&uuml;nftig erweiterten Kompetenzen besonders in den Blick nehmen werden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/posteo.de\/news\/medienstaatsvertrag-die-idee-vom-regulierten-netz%20\">Posteo<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66272\">Faschismus im Gewand der Demokratie<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Digitalisierung an der Grenze<\/strong><br>\n&bdquo;Mit der digitalen Einreiseanmeldung beenden wir endlich die Zettelwirtschaft im Reiseverkehr&ldquo;, k&uuml;ndigt Bundesinnenminister Horst Seehofer Mitte Oktober an. Wer aus einem Corona-Risikogebiet nach Deutschland einreist, soll dann nicht mehr eine Aussteigekarte auf Papier ausf&uuml;llen, die aufw&auml;ndig gescannt und an die Gesundheits&auml;mter &uuml;bermittelt werden muss. Die Anmeldung soll im Browser funktionieren, die Informationen direkt digital dem zust&auml;ndigen Gesundheitsamt zur Verf&uuml;gung stehen, sodass es die vorgeschriebene Quarant&auml;ne &uuml;berpr&uuml;fen kann.<br>\nStarten soll das neue Verfahren an diesem Sonntag, doch bis dahin ist nach unseren Recherchen noch einiges zu tun. Wer heute die Seite einreiseanmeldung.de besucht, bekommt noch eine Fehlermeldung. Auch in den etwa 380 deutschen Gesundheits&auml;mtern ist offenbar noch nicht alles startklar. (&hellip;)<br>\n&bdquo;Die Pflicht zur Nutzung der digitalen Einreiseanmeldung wird zun&auml;chst durch eine Anordnung des Bundesministeriums f&uuml;r Gesundheit auf der Grundlage des Infektionsschutzgesetzes eingef&uuml;hrt&ldquo;, so das BMG. Diese tritt am 8. November in Kraft.<br>\n&bdquo;Konkretisiert&ldquo; werden soll die Rechtsgrundlage im &bdquo;Dritten Gesetz zum Schutz der Bev&ouml;lkerung&ldquo;. Es soll als Verordnungserm&auml;chtigung ausgestaltet werden, &bdquo;um mehr Rechtssicherheit f&uuml;r dieses wichtige Projekt zu schaffen&ldquo;.<br>\nDanach d&uuml;rfte das Bundesgesundheitsministerium die Pflicht zur Einreiseanmeldung per Verordnung auch ohne die Zustimmung des Bundesrats festsetzen, wenn der Bundestag eine epidemische Lage mit nationaler Tragweite festgestellt hat. Das Verfahren daf&uuml;r l&auml;uft jedoch aktuell noch, am 12. November ist eine Anh&ouml;rung im Bundestag geplant.<br>\nDie Einreisenden werden in den zun&auml;chst erlassenen Quarant&auml;neverordnungen verpflichtet, ihre Daten direkt nach Einreise dem Gesundheitsamt korrekt mitzuteilen. Im digitalen System erhalten die Eingetragenen ein PDF zur Best&auml;tigung. 14 Tage haben die &Auml;mter Zeit, die Daten abzuholen, bevor sie wieder gel&ouml;scht werden.<br>\nAuf Nachfrage, wie sichergestellt wird, dass Einreisende keine falschen Daten angeben, teilt das Bundesinnenministerium mit, die Bundespolizei werde daf&uuml;r bei grenz&uuml;berschreitendem Verkehr &bdquo;eine stichprobenartige Kontrolle&ldquo; vornehmen k&ouml;nnen. Bei Falschangaben droht ein Bu&szlig;geld. Technisch d&uuml;rfte es kaum zu verhindern sein, dass jemand Angela Merkel oder den missliebigen Nachbarn vermeintlich aus einem Risikogebiet einreisen l&auml;sst.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2020\/einreise-aus-risikogebieten-digitalisierung-an-der-grenze\/%20\">Netzpolitik.org<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Dahinter scheint das World Economic Forum (der Verein der 1000 reichsten Konzerne der Welt) mit seinem Vorhaben <a href=\"https:\/\/www.weforum.org\/projects\/commonpass\">CommonPass<\/a>  zu stehen. Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65958#h09\">Spahn will Befugnisse gegen Reisen w&auml;hrend Corona<\/a> mit einer Anmerkung und die Anlage 2 Mail (vom 5. November) eines NachDenkSeiten-Lesers zur &Auml;nderung Art. 1 des &bdquo;Dritten Gesetzes zum Schutz der Bev&ouml;lkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite&ldquo; in Treten Sie Ihren Abgeordneten <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66594\">wegen der geplanten Gesetzes&auml;nderungen zu Corona auf die F&uuml;&szlig;e<\/a>. Daraus zitiert:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n&bdquo;Art. 1 Nr. 18 hat es in sich:<br>\nMenschen, die nach Deutschland einreisen und eventuell &ldquo;einem erh&ouml;hten Infektionsrisiko&rdquo; f&uuml;r COVID-19 ausgesetzt waren, sollen in Zukunft verpflichtet werden k&ouml;nnen, eine Impfdokumentation bez&uuml;glich SARS-CoV-2 vorzulegen. (Zuvor war in &sect; 5 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 Buchst. b noch von einer &ldquo;Impf- oder Prophylaxebescheinigung&rdquo; die Rede!)<br>\nDas Infektionsrisiko gilt als erh&ouml;ht, wenn man sich in einem ausl&auml;ndischen Risikogebiet (und zwar ab dem Tag nach Ver&ouml;ffentlichung auf der RKI-Webseite) aufh&auml;lt.<br>\nMit Bahn, Bus, Schiff und Flugzeug sollen Betroffene nur noch nach Deutschland reisen d&uuml;rfen, wenn sie die Impfung vor der Bef&ouml;rderung nachweisen!<br>\nDas bedeutet: Man soll keine Auslandsreise mit diesen Verkehrsmitteln mehr antreten k&ouml;nnen, ohne sich vorher impfen zu lassen &ndash; denn das Zielgebiet kann von einem Tag auf den anderen zum Risikogebiet erkl&auml;rt werden.<br>\nDamit wird die R&uuml;ckreise unm&ouml;glich, es sei denn, man l&auml;sst sich noch vor R&uuml;ckreise im Ausland impfen!<br>\nDie Impfdokumentation soll &uuml;brigens bei Grenz&uuml;bertritt stichprobenartig polizeilich kontrolliert und mit den Reisedokumenten abgeglichen werden. Das soll auch f&uuml;r ein ebenfalls notwendiges &auml;rztliches Zeugnis &ldquo;oder Testergebnis&rdquo;, dass COVID-19 nicht vorliegt, gelten.<br>\nEs wird explizit erw&auml;hnt, dass das Grundrecht der k&ouml;rperlichen Unversehrtheit (Art. 2 GG) durch diese und weitere Regelungen eingeschr&auml;nkt wird.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Den entsprechenden Gesetzentwurf der Fraktionen der CDU\/CSU und SPD &ndash; von besonderem Interesse sind die Seite 11 bis 13 &ndash; <a href=\"https:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/19\/239\/1923944.pdf\">finden Sie hier<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Welche dunkle Macht ist in Jan B&ouml;hmermann gefahren?<\/strong><br>\nVerschw&ouml;rungstheoretiker auf Telegram sind nicht so schlimm &ndash; jedenfalls nicht so schlimm wie Jeff Bezos und Mathias D&ouml;pfner: Jan B&ouml;hmermann verzettelte sich in seiner neuen Sendung in riskantem Relativismus. [&hellip;]<br>\n&ldquo;Wer profitiert eigentlich von der Pandemie, die Verschw&ouml;rungsd&ouml;del oder die Superreichen?&rdquo;, fragte B&ouml;hmermann suggestiv in die Corona-bedingt leeren Zuschauerreihen des Fernsehstudios: &ldquo;Die einen freuen sich &uuml;ber Reichweiten. Und die anderen dar&uuml;ber, dass sie weiter reich werden.&rdquo; [&hellip;]<br>\nDie komische Nachahmung des Verschw&ouml;rungstheoretiker-Furors zum Zwecke der v&ouml;llig unkomischen Kapitalismuskritik geht aber nicht auf. In ihr liegt ein gef&auml;hrlicher Relativismus. Motto: Was sind schon die paar Hatespeech-Verbrecher im Web gegen die Raffke-Verbrecher in ihren Villen.<br>\nW&ouml;rtlich sagte B&ouml;hmermann: &ldquo;Es braucht keine Verschw&ouml;rung. Es l&auml;uft auch so zugunsten weniger und f&uuml;r alle anderen den Bach runter. Ganz offen, f&uuml;r jeden ersichtlich. Und die Durchgeballerten bei Telegram &ndash; Halloooohhh! &ndash; sind das, was schmelzende Eisberge und hei&szlig;e D&uuml;rresommer f&uuml;r den Klimawahnsinn sind. Symptome und Warnzeichen eines gr&ouml;&szlig;eren Problems, und den Reichen kommen die Verschw&ouml;rungsfreaks ganz gelegen, denn so interessieren sich Politik, Medien und Gesellschaft noch weniger daf&uuml;r, wie sie in der Pandemie noch reicher werden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/tv\/jan-boehmermann-im-zdf-welche-dunkle-macht-ist-in-ihn-gefahren-a-97745e30-3c39-4401-8b43-867c82cc61bc?fbclid=IwAR2LMRRIBaea1o3Qc_Cj845Ki-M542GSqyhEdhXKPaPlY_9WY8O9sBzxbgU\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Ich h&auml;tte nie gedacht, dass ich B&ouml;hmermann mal zustimmen w&uuml;rde. Aber da hat er einen Punkt. Die Aufgeregtheit des SPIEGEL ist typisch. Sobald ein Promi die vereinfachte Weltsicht von SPIEGEL und Co. nicht 100% teilt, wird er fertig gemacht. Man k&ouml;nnte das wohl &bdquo;diszipliniernde Ma&szlig;nahmen&ldquo; nennen. <\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-66642","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/66642","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=66642"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/66642\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":66645,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/66642\/revisions\/66645"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=66642"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=66642"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=66642"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}