{"id":6675,"date":"2010-09-08T09:22:30","date_gmt":"2010-09-08T07:22:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6675"},"modified":"2010-09-08T09:22:52","modified_gmt":"2010-09-08T07:22:52","slug":"hinweise-des-tages-1223","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6675","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Atom-Deal; Lobbyismus; 5,5 Milliarden Zinsgeschenk an deutsche Banken; b&auml;ndigt das Ungeheuer; Finanzsteuer geht auch national; Obama legt Konjunkturprogramm auf; GEZ, die neue Super-Meldebeh&ouml;rde; Stuttgart 21: Lasst das Volk entscheiden; 1,35 Jobs in der Weiterbildung; Deutschland verliert den Anschluss; im Labyrinth der Buchstaben; Sarrazin, die Letzte; Hass gegen Sinti und Roma; politischer Streik in Frankreich; chinesisches &Ouml;l; langwieriges Desaster in Afghanistan; TV-Tipp; Volker Pispers zum Atomkompromiss. (KR\/ WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Atom-Deal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Lobbyismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Deutsche Banken erhalten 2010 ein Zinsgeschenk von bis zu 5,5 Mrd. Dollar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Zeise &ndash; B&auml;ndigt das Ungeheuer!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Finanzsteuer geht auch national<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Obama will Eisenbahnlinien und Stra&szlig;en bauen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Geb&uuml;hrenreform fordert ihren Preis: Die Super-Meldebeh&ouml;rde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Stuttgart 21: SPD-Politiker fordern: Lasst das Volk entscheiden!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Regierung: 1,35 Millionen Jobs in der Weiterbildungsbranche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">OECD-Studie: Deutschland verliert bei der Bildung den Anschluss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Im Labyrinth der Buchstaben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Sarrazin, die Letzte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Neues altes Feindbild: In Europa w&auml;chst der Hass gegen Sinti und Roma<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Politischer Streik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Seltene Erden: Das chinesische &Ouml;l<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Analysten best&auml;tigen &ldquo;langwieriges Desaster&rdquo; in Afghanistan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">TV-Tipp: SICKO, Dokumentarfilm von Michael Moore<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Zu guter letzt: Volker Pispers zum Atomkompromiss<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=6675&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Atom-Deal<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Stadtwerke erwarten Milliardenverluste<\/strong><br>\nDie kommunalen Energieversorger&nbsp;bef&uuml;rchten massive Einbu&szlig;en und fordern deshalb Entsch&auml;digungen. Der Kompromiss werde die st&auml;dtischen Versorger mit 4,5 Milliarden Euro belasten, sagte der Vorsitzende der Stadtwerkevereinigung 8KU, Albert&nbsp;Filbert.<br>\n&ldquo;Unsere Investitionen in Kraftwerke sind im Glauben auf politische Verl&auml;sslichkeit geschehen&rdquo;, sagte Stadtwerkevertreter Filbert der Berliner Zeitung. Die Auslastung des Kraftwerksparks der st&auml;dtischen Unternehmen sinke durch die l&auml;ngeren Laufzeiten deutlich. &ldquo;Die Entscheidung entzieht auch allen zuk&uuml;nftigen Investitionen in Kraftwerke die Grundlage&rdquo;, sagte Filbert. Bis 2030 sei so viel Erzeugungskapazit&auml;t vorhanden, dass es keine neuen Bauvorhaben geben werde. &ldquo;Der Wettbewerb ist damit quasi&nbsp;tot.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/atomkompromiss-von-schwarz-gelb-stadtwerke-erwarten-milliardenverluste-1.996609%20\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Eines der ganz konkreten Beispiele, warum die Parole von der Atomkraft als &bdquo;Br&uuml;ckentechnologie&ldquo; eine glatte T&auml;uschung ist. Siehe dazu auch nochmals: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2010%2F08%2F06%2Fa0061&amp;cHash=88910ccbc6\">Das M&auml;rchen von der Harmonie der erneuerbaren Energien mit der Atomkraft.<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Der Sieg der Atom-Lobby wird zum gro&szlig;en Vorbild<\/strong><br>\nRiesenerfolg f&uuml;r die Energiekonzerne und ihre Lobbyarbeit: Unter F&uuml;hrung von RWE-Chef J&uuml;rgen Gro&szlig;mann erreichten sie eine Verl&auml;ngerung der Laufzeiten f&uuml;r Atomkraftwerke von zw&ouml;lf Jahren. Ihr lautes Vorgehen dient anderen Branchen nun als Vorbild.<br>\nDas f&uuml;r Wirtschaftskapit&auml;ne eher schroffe Vorgehen ist auch f&uuml;r andere Branchen ein Lehrst&uuml;ck. Die Zeit der Diplomatie scheint vorbei, dr&ouml;ge Verbandsarbeit verl&auml;uft sich im Leeren. Stattdessen k&ouml;nnen Konzerne ihre Forderungen vor allem dann durchsetzen, wenn die Konzernchefs selbst die politische B&uuml;hne betreten, wenn sie unerschrocken auf Konfrontationskurs zur Regierung gehen und die f&uuml;r sie zust&auml;ndigen Gewerkschaften als Partner gewinnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/industrie\/laufzeit-verlaengerung-der-sieg-der-atom-lobby-wird-zum-grossen-vorbild;2650257;0\">Handelsblatt<\/a>\n<p><strong><em>Anmerkung WL:<\/em><\/strong> Zur Erinnerung sei nochmals auf das <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,650172,00.html\">&bdquo;Interne Strategiepapier&ldquo; der Atomlobby<\/a> f&uuml;r den letzten Wahlkampf erinnert. Hier auch nochmals die Einsch&auml;tzung der Energie-Journalisten durch die Atom-Lobby:<\/p>\n<table>\n<tr>\n<th>Medium<\/th>\n<th>Energie-Journalist<\/th>\n<th>angebliche politische Ausrichtung laut Atomlobby<\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&ldquo;FAZ&rdquo;<\/td>\n<td>Andreas Mihm<\/td>\n<td>schwarz-gelb<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&ldquo;FAZ&rdquo;<\/td>\n<td>Konrad Mrusek<\/td>\n<td>schwarz-gelb<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&ldquo;Wirtschaftswoche&rdquo;<\/td>\n<td>Steffi Augter<\/td>\n<td>schwarz-gelb<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&ldquo;Wirtschaftswoche&rdquo;<\/td>\n<td>Andreas Wildhagen<\/td>\n<td>schwarz-gelb<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&ldquo;Handelsblatt&rdquo;<\/td>\n<td>Klaus Stratmann<\/td>\n<td>schwarz-gelb<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&ldquo;Handelsblatt&rdquo;<\/td>\n<td>Daniel Delhaes<\/td>\n<td>schwarz-gelb<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&ldquo;Welt&rdquo;<\/td>\n<td>Daniel Wetzel<\/td>\n<td>schwarz-gr&uuml;n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>SPIEGEL<\/td>\n<td>Wolfgang J. Reuter<\/td>\n<td>schwarz-rot<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>SPIEGEL<\/td>\n<td>Frank Dohmen<\/td>\n<td>schwarz-rot<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&ldquo;FTD&rdquo;<\/td>\n<td>Timm Kr&auml;genow<\/td>\n<td>gelb-gr&uuml;n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&ldquo;FTD&rdquo;<\/td>\n<td>Olaf Preu&szlig;<\/td>\n<td>gelb-gr&uuml;n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>SPIEGEL ONLINE<\/td>\n<td>Anselm Waldermann<\/td>\n<td>rot-gr&uuml;n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&ldquo;S&uuml;ddeutsche Zeitung&rdquo;<\/td>\n<td>Michael Bauchm&uuml;ller<\/td>\n<td>rot-gr&uuml;n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&ldquo;S&uuml;ddeutsche Zeitung&rdquo;<\/td>\n<td>Cerstin Gammelin<\/td>\n<td>rot-gr&uuml;n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&ldquo;FR&rdquo;<\/td>\n<td>Vera Gaserow<\/td>\n<td>gr&uuml;n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&ldquo;taz&rdquo;<\/td>\n<td>Nick Reimer<\/td>\n<td>gr&uuml;n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Quelle:<\/td>\n<td>PRGS (&ldquo;Kommunikationskonzept Kernenergie&rdquo;)<\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/li>\n<li><strong>Folgen des Uranabbaus<\/strong><br>\nLeser K.B. schrieb uns: &bdquo;Was dieser Tage rund um den uns&auml;glichen Atom-Deal (wieder mal) beredt totgeschwiegen wird, sind die Folgen der Urangewinnung. Dar&uuml;ber liest man beispielsweise hier.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.robinwood.de\/Wege-des-Urans.116.0.html\">Robin Wood<\/a><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/politik-gesellschaft-westafrika.suite101.de\/article.cfm\/uranabbau_im_niger_und_die_katastrophalen_folgen\">Suite101<\/a><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ippnw.de\/commonFiles\/pdfs\/Atomenergie\/Fakten_Folgen_Uranbergbau.pdf\">IPPNW [PDF &ndash; 18 KB]<\/a><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.incomindios.ch\/arbeitsgruppen\/uran\/index.html\">Arbeitsgruppe Uran<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Lobbyismus<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Festtage f&uuml;r Lobbyisten<\/strong><br>\nNach dem Laufzeitverl&auml;ngerungs-Coup der Atomlobby vom Wochenende gibt es in Deutschlands Lobby-B&uuml;ros vielleicht bald wieder Grund zum Feiern. Denn nach Verlautbarungen aus Koalitionskreisen sollen die Unterschiede zwischen privaten und gesetzlichen Krankenkassen teilweise verschwinden- zum klaren Vorteil der privaten Krankenversicherer (PKV).<br>\nVersch&auml;rfung des Zwei-Klassen-Gesundheitssystems<br>\nDiese sollen in Zukunft die Medikamentenpreise und -rabatte der gesetzlichen Versicherer &uuml;bernehmen k&ouml;nnen. Die vorgeschriebene Wartezeit von jungen Gutverdienern, die zu einem privaten Versicherer wechseln wollen, wird von drei auf ein Jahr verk&uuml;rzt. Zugleich sollen gesetzliche Versicherungen keine Zusatzleistungen wie Chefarztbehandlung oder Ein- und Zweibettzimmertarife mehr anbieten d&uuml;rfen. Insgesamt st&auml;rkt das Paket die privaten Versicherungen so, dass viele zahlungskr&auml;ftige Patienten wohl zu den Privaten &uuml;berlaufen d&uuml;rften. Die Neuregelungen w&uuml;rden somit das Zweiklassendenken im Gesundheitssystem weiter versch&auml;rfen. Die Vorschl&auml;ge sind auf massive Kritik gesto&szlig;en &ndash; auch der Lobby der Pharma-Unternehmen, die hohe Einbussen und eine &ldquo;GKVisierung der privaten Krankenversicherungen&rdquo; bef&uuml;rchtet.<br>\nDie geplanten Verg&uuml;nstigungen f&uuml;r die PKV sind besonders brisant, da mit Christian Weber ein ehemaliger stellvertretender Direktor des Verbandes als Abteilungsleiter f&uuml;r Grundsatzfragen im Bundesgesundheitsministerium sitzt und die private Versicherung DKV in der Vergangenheit Rabatte f&uuml;r FDP-Mitglieder anbot.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2010\/09\/festtage-fur-lobbyisten\/%20\">LobbyControl<\/a><\/li>\n<p><strong>Dazu auch: <\/strong><\/p>\n<li><strong>Wohlf&uuml;hlprogramm f&uuml;r private Kassen<\/strong><br>\nDie Koalition will den privaten Krankenkassen m&auml;chtig entgegenkommen. Gewerkschaften, Opposition und Pharmaindustrie sind emp&ouml;rt.<br>\nNeben der Pharma-Regelung plant die Koalition auch, Gutverdienern den Wechsel in die PKV zu erleichtern. Den gesetzlichen Krankenkassen soll zudem verboten werden, auf eigene Faust Zusatzpolicen anzubieten, etwa f&uuml;r eine Auslandsreise-Versicherung Die Pr&auml;mien der privaten Versicherer steigen seit Jahren deutlich st&auml;rker als die Beitr&auml;ge f&uuml;r die gesetzlichen Kassen. Experten vermuten dahinter sogar eine tiefgreifende Krise der&nbsp;PKV.<br>\n&ldquo;Weil der privaten Krankenversicherung die Kosten davon laufen, soll nun offensichtlich zu ihrem Schutz ein staatliches F&ouml;rderprogramm auferlegt werden&rdquo;, sagte der stellvertretende Vorsitzende des Spitzenverbandes des gesetzlichen Krankenkassen, Johann-Magnus von Stackelberg, Obwohl sich die PKV als Nischenanbieter f&uuml;r Gutverdiener und Beamte den Herausforderungen eines Solidarsystem nicht stellen m&uuml;sse, habe sie anscheinend so gro&szlig;e Probleme, dass sie auf die Hilfe des Gesetzgebers angewiesen&nbsp;sei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/dgb-kritisiert-regierungbeschluss-wohlfuehlprogramm-fuer-private-kassen-1.996543\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Abzocker Maschmeyer: Liebling der Politik, Freund des Bundespr&auml;sidenten<\/strong><br>\nCarsten Maschmeyer und das von ihm aufgebaute Multi-Millionen-Imperium AWD haben Tanja Quast in die Verzweiflung getrieben. Die heute 39-j&auml;hrige Sekret&auml;rin aus einem Dorf bei L&uuml;beck hatte vor Jahren den gro&szlig;artigen Versprechungen des Finanzdienstleisters AWD vertraut, in geschlossene Fonds investiert und eine Wohnung im Osten gekauft. Jetzt hat sie alle Ersparnisse verloren und ist hoch verschuldet &ndash; wie ihre Eltern und tausende Kleinanleger, die allesamt auf AWD gebaut und sich verzockt haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/die_reporter\/awd141.html\">ARD<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Deutsche Banken erhalten 2010 ein Zinsgeschenk von bis zu 5,5 Mrd. Dollar <\/strong><br>\nStaatsschuldenportfolios der Banken des Euro-Raums bestehen zu 54 Prozent aus Schuldtiteln des Euro-Raums, davon mehr als die H&auml;lfte von den &ldquo;PIGS&rdquo;.<br>\nLaut dem aktuellen Quartalsbericht der Bank f&uuml;r Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) haben die BIZ-Berichtsbanken ihr Gesamtengagement (&ouml;ffentlich wie private Schuldner) gegen&uuml;ber Griechenland, Irland, Portugal und Spanien trotz &ldquo;PIGS&rdquo;-Krise im ersten Quartal 2010 um insgesamt 109 Mrd. Dollar (4,3%) auf 2,6 Billionen Dollar ausgeweitet. Davon wuchs allein das Gesamtengagement gegen&uuml;ber Griechenland um 20,7 Mrd. $ an, was den Banken derzeit noch hohe Cash-Eink&uuml;nfte einbringen d&uuml;rfte&hellip;<br>\nDa alle Staatsschuldtitel des Euro-Raums zu denselben Bedingungen als Sicherheit bei der EZB verwendet und zum Leitzins in liquide Mittel verwandelt werden konnten, l&auml;sst sich bei Durchschnittszinsen von rund vier Prozent f&uuml;r Spanien, von f&uuml;nf bis sechs Prozent f&uuml;r Irland und Portugal und acht bis zw&ouml;lf Prozent f&uuml;r Griechenland grob absch&auml;tzen, dass diese risikolose Bilanzausweitung (so die EU ihre Versprechungen h&auml;lt) auf Jahresbasis und bei vollst&auml;ndiger EZB-Finanzierung in diesem Jahr einen Nettoertrag von bis zu 5,5 Mrd. Dollar abwerfen k&ouml;nnte, was rund dem halben Jahresgewinn der Banken von 2005 entsprechen w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/148325\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Zeise &ndash; B&auml;ndigt das Ungeheuer!<\/strong><br>\nDas Monster hat sein Unwesen getrieben und treibt es noch. Der Finanzsektor hat unter der Krise ein wenig gelitten. Noch aber ist er &uuml;berall gro&szlig; und stark. Weit mehr gelitten haben die Volkswirtschaften der Welt und damit die Menschen. An Gr&uuml;nden, endlich das Monster zu b&auml;ndigen (ohne es gleich ganz zu erw&uuml;rgen), hat es nicht gefehlt. Dennoch hat die Versch&auml;rfung der Regulierung der Banken und des Finanzsektors auch drei Jahre nach Ausbruch der gro&szlig;en Finanzkrise keine Fortschritte gemacht. Sie wurde nicht einmal ernsthaft begonnen. Will man den Finanzsektor b&auml;ndigen, darf man sich nicht scheuen, ihm wehzutun. Die Angst davor, dem Finanzsektor Schaden zuzuf&uuml;gen, behindert jegliche einschneidende Regulierung. Als zum Beispiel der Baseler Ausschuss f&uuml;r Bankenaufsicht im Winterhalbjahr 2009\/10 &uuml;ber die Versch&auml;rfung der internationalen Eigenkapitalunterlegungsvorschriften beriet, r&uuml;hmten sich die deutschen Vertreter in diesem Ausschuss, Sabine Lautenschl&auml;ger von der Finanzaufsicht BaFin und Franz-Christoph Zeitler von der Bundesbank, sie h&auml;tten &ldquo;wichtige deutsche Positionen&rdquo; zugunsten &ldquo;des deutschen Finanzsektors&rdquo; durchgesetzt. Es mag im Einzelfall sogar l&ouml;blich sein, wenn das Team daf&uuml;r sorgt, dass Genossenschaftsanteile ebenso wie Stammaktien als Kernkapital anerkannt werden. Der Zungenschlag allerdings klingt eigenartig und gleichzeitig vertraut. Ganz genau so wie vor der Finanzkrise verstehen sich die Institutionen, die f&uuml;r die Kontrolle der deutschen Banken zust&auml;ndig sind, als deren Interessenvertreter. Genau diese Haltung war der Grund f&uuml;r das v&ouml;llige Versagen der Institutionen.<br>\nNat&uuml;rlich betreibt die Mehrzahl der Mitglieder des Baseler Ausschusses eine &auml;hnliche nationale Interessenvertretung zugunsten der jeweils heimischen Banken. Der Schlachtruf der internationalen Bankenlobby lautet dementsprechend &ldquo;Level Playing-Field&rdquo; oder &ldquo;brettebenes Spielfeld&rdquo;. Das wiederum hei&szlig;t, wenn die Banken in Land A laxe Aufsicht genie&szlig;en, muss das auch in Land B, C und hinunter bis Z gelten. Der Wettlauf in Richtung zahme Regeln beginnt, und die Banker sagen, wo es langgeht.<br>\nAbgesehen von den beiden Grunds&auml;tzen, erstens keine Scheu zu empfinden, den Finanzinstitutionen wehzutun, und zweitens, eine Schrumpfung des Finanzsektors nicht nur zu tolerieren, sondern auch anzustreben, muss die Regulierung f&uuml;nf wichtige Ziele verfolgen: strikte Eigenkapitalunterlegung des Bankgesch&auml;fts, strikte Begrenzung der Zulassung von Finanzprodukten, planvoller R&uuml;ckbau des Finanzsektors, Regierungskontrolle &uuml;ber die Zentralbank und Kontrolle des Kapitalverkehrs.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/marktberichte\/:kolumne-zeise-baendigt-das-ungeheuer\/50165615.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> So nachvollziehbar die Vorschl&auml;ge Zeises sind, so schwierig d&uuml;rfte sich ihre praktische Umsetzung gestalten. Im ersten Teil beschreibt er selbst pr&auml;zise das Wechselspiel von Politik und Finanzindustrie, welches diese L&ouml;sungen im Wesentlichen verhindern wird. Insofern w&auml;re es vielleicht noch wichtiger aufzuzeigen, wie die Politik dazu zu bringen w&auml;re z.B., den Finanzsektor zur&uuml;ckzubauen. Es steht zu bef&uuml;rchten, dass nur eine noch sch&auml;rfere Krise den Lehrmeister stellen kann. Dann allerdings gnade uns Gott.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Finanzsteuer geht auch national<\/strong><br>\nWie viel Sinn macht eine Steuer auf Spekulationsgesch&auml;fte? Stephan Schulmeister vom &Ouml;sterreichischen Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (Wifo) meint: eine Menge. Er hat nachgerechnet und h&auml;lt einen deutschen Alleingang f&uuml;r machbar. Der Finanzminister jedoch wiegelt ab &ndash; und ber&auml;t sich heute mit seinen EU-Kollegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/finanzsteuer-geht-auch-national\/-\/1472780\/4622292\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Obama will Eisenbahnlinien und Strassen bauen<\/strong><br>\nWenn es nach Pr&auml;sident Barack Obama geht, sollen in den USA in den kommenden Jahren 240&rsquo;000 Kilometer Autobahn erneuert und 6500 Kilometer Eisenbahn neu gebaut werden. Das ist der Kern eines Infrastrukturprogramms, das Obama in einer Rede in Milwaukee vorgestellt hat. Es ist auf sechs Jahre angelegt. In einem ersten Schritt sollen m&ouml;glichst rasch 50 Mrd. $ fliessen, die, so die Hoffnung des Weissen Hauses, 2011 die Bauindustrie ankurbeln k&ouml;nnten. Sieht ein Gesetz zus&auml;tzliche Ausgaben vor, muss gleichzeitig aufgezeigt werden, wie diese finanziert werden. Offenbar soll das Geld f&uuml;r die geplanten Infrastrukturmassnahmen nicht von Einsparungen bei anderen Haushaltsposten herkommen. Vielmehr sollen die 50 Mrd. $ &uuml;ber zehn Jahre hereingeholt werden, indem einige steuerliche Verg&uuml;nstigungen f&uuml;r die Erd&ouml;lindustrie abgeschafft werden. Diese Firmen profitieren zum Beispiel von vorteilhaften Regeln, die eine schnellere Abschreibung erlauben, als es die &ouml;konomische Lebensdauer nahelegen w&uuml;rde. Solche Steuerbeg&uuml;nstigungen kommen indessen auch etwa der Solarindustrie und der Atombranche zugute. Doch die Erd&ouml;lindustrie hat in Washington derzeit wenig F&uuml;rsprecher.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/international\/obama_will_eisenbahnlinien_und_strassen_bauen_1.7470197.html\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Einerseits kommt einem die Summe ziemlich klein vor, wenn man Berichten zur Verkehrsinfrastruktur der USA Glauben schenken darf. Die American Association of State Highways and Transportation Officials (AASHTO) sch&auml;tzte, dass landesweit allein 140 Mrd. USD f&uuml;r Br&uuml;ckensanierungen notwendig seien. Was mir aber auch sehr wenig erscheint, wenn das US-Verkehrsministerium mitteilt, dass 153.990 Br&uuml;cken strukturelle M&auml;ngel aufweisen oder technisch veraltet sind (wahrscheinlich auf allen Stra&szlig;en). Andererseits m&uuml;ssen diese 50 Mrd. auch von den Republikanern genehmigt werden. Die Obama gewiss kein Wahlgeschenk machen wollen. Sollte diese Ank&uuml;ndigung nur Wahlkampfrhetorik sein?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Geb&uuml;hrenreform fordert ihren Preis: Die Super-Meldebeh&ouml;rde<\/strong><br>\nDer j&uuml;ngste Entwurf f&uuml;r den neuen Staatsvertrag, &uuml;ber den die Ministerpr&auml;sidenten schon Ende dieses Monats entscheiden, schreibt eine Meldepflicht fest, die sich gewaschen hat. Die Rundfunkanstalten der ARD, die den Beitrag f&uuml;r das ZDF und das Deutschlandradio mit einziehen, werden zu einer Art Super-Meldebeh&ouml;rde. Sie werden von den Bundesb&uuml;rgern k&uuml;nftig mehr wissen als das Finanz- oder das Einwohnermeldeamt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7\/Doc~E5C67B846AAFB42BAB89AA0B4EFB18A7C~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Stuttgart 21: SPD-Politiker fordern: Lasst das Volk entscheiden! <\/strong><br>\nErstmals stellen prominente Sozialdemokraten Stuttgart 21 &ouml;ffentlich in Frage. Ihr Aufruf zu einem Volksentscheid, den SPD-Vordenker Erhard Eppler nun ins Spiel bringt, wird f&uuml;r Aufregung sorgen. Bisher hat die Parteispitze geschlossen das Projekt verteidigt. Eppler und seine Mitstreiter sorgen sich &ldquo;um den inneren Frieden&rdquo; in Stuttgart.<br>\nEpplers Appell &ldquo;Die Spaltung &uuml;berwinden&rdquo; haben vier prominente SPD-Politiker mit unterzeichnet, der ehemalige Naturwissenschaftler und ehemalige Bundestagsabgeordnete Ernst-Ulrich von Weizs&auml;cker, der ehemalige Justizminister von Baden-W&uuml;rttemberg Rudolf Schieler, Harald B. Sch&auml;fer, ehemaliger Umweltminister des Landes, sowie der fr&uuml;here baden-w&uuml;rttembergische Wirtschaftsminister und stellvertretende Ministerpr&auml;sident Dieter Sp&ouml;ri.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/news\/stuttgart-21-spd-politiker-fordern-lasst-das-volk-entscheiden-1600828.html%20\">stern<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Siehe dort auch den Appell im Wortlaut.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Regierung: 1,35 Millionen Jobs in der Weiterbildungsbranche<\/strong><br>\nIn der Weiterbildungsbranche gibt es rund 1,35 Millionen Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse von Lehrenden. Dies schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (17\/2809) auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion (17\/2740) und beruft sich auf eine Studie der WSF Wirtschafts- und Sozialforschung aus dem Jahr 2005. Die Zahl sei h&ouml;her als die von den Fragestellern erw&auml;hnte gesch&auml;tzte Anzahl der Lehrenden (650 000), da Weiterbildner oft f&uuml;r mehrere Einrichtungen gleichzeitig t&auml;tig seien, hei&szlig;t es weiter. Von diesen Besch&auml;ftigungs-\/T&auml;tigkeitsverh&auml;ltnissen sind laut Studie 185.000 (14 Prozent) sozialversicherungspflichtig, 996.000 (74 Prozent) Honorarkr&auml;fte\/Selbst&auml;ndige, 130.000 (10 Prozent) Ehrenamtliche und 39.000 (3 Prozent) Sonstige&hellip;<br>\nDie WSF-Studie ermittelte einen Brutto-Stundensatz f&uuml;r Honorarkr&auml;fte bei den Volkshochschulen von rund 17 Euro, hei&szlig;t es weiter. F&uuml;r einen Teil der in der Weiterbildung Lehrenden sei 2007 erstmals ein Branchentarifvertrag zwischen der Zweckgemeinschaft von Mitgliedsunternehmen des Bundesverbandes der Tr&auml;ger der beruflichen Bildung (Bildungsverband) e.V. und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) abgeschlossen worden. Er gelte f&uuml;r Tr&auml;ger von Ma&szlig;nahmen und Lehrg&auml;ngen im Bereich der au&szlig;erbetrieblichen\/beruflichen Qualifizierung und der sozialen Integration und regle die Anfangsverg&uuml;tung und damit das monatliche Mindestentgelt, schreibt die Regierung. Die monatliche Anfangsverg&uuml;tung (brutto) betrage demnach f&uuml;r p&auml;dagogische Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen rund 2.000 Euro (West) beziehungsweise rund 1.850 Euro (Ost).<br>\nDie Bundesregierung pr&uuml;fe zurzeit die Ausgestaltung und Initiierung einer Weiterbildungsallianz f&uuml;r die Branche. Dar&uuml;ber solle im Lichte des Ergebnisses der parlamentarischen Beratungen zum Haushalt 2011 entschieden werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2010_09\/2010_285\/01.html\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Neben den prek&auml;ren Arbeitsverh&auml;ltnissen im Hochschulbereich, auf die wir gestern im Zusammenhang mit dem <a href=\"http:\/\/www.gew.de\/Templiner_Manifest.html\">Templiner Manifest der GEW<\/a> hingewiesen haben, gibt es auch im Weiterbildungsbereich ganz &uuml;berwiegend prek&auml;re Verg&uuml;tungsstrukturen. Ein weiterer, dunkler Schatten in der &bdquo;Bildungsrepublik&ldquo; Deutschland.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>OECD-Studie: Deutschland verliert bei der Bildung den Anschluss<\/strong><br>\nDie Qualifikation deutscher Arbeitnehmer ist laut OECD-Bildungsexperte Schleicher &ldquo;besorgniserregend&rdquo;. Der R&uuml;ckstand sei schwer aufzuholen.<br>\nDeutschland l&auml;uft Gefahr, in der Zukunft bei der Hochschulbildung den Anschluss zu verlieren. Das ist eines der Ergebnisse des j&auml;hrlichen Bildungsreports der OECD. &bdquo;Die Resultate f&uuml;r Deutschland sind besorgniserregend&ldquo;, sagt der OECD-Bildungsexperte Andreas Schleicher WELT ONLINE. Noch bewege sich Deutschland beim Qualifikationsstand der arbeitenden Bev&ouml;lkerung im Mittelfeld der 32 Mitgliedstaaten. &bdquo;Gerade in Zeiten knapper Kassen l&auml;uft dem Land jedoch die Zeit davon, den Vorsprung der anderen L&auml;nder aufzuholen.&ldquo;<br>\nIn der Gesamtheit der arbeitenden Bev&ouml;lkerung zwischen 25 und 64 Jahren haben 25 Prozent der Deutschen einen Hochschulabschluss. Hier liegt der OECD-Durchschnitt bei 28 Prozent. Betrachtet man jedoch nur die Gruppe der 25- bis 34-J&auml;hrigen, liegt Deutschland mit 24 Prozent bereits weit unterhalb des OECD-Durchschnitts von 35 Prozent. Spitzenreiter ist hier Korea (58 Prozent), gefolgt von Kanada (56 Prozent) und Japan (55 Prozent). Deutschland teilt sich dagegen zusammen mit Ungarn den bescheidenen Platz 23.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article9453659\/Deutschland-verliert-bei-der-Bildung-den-Anschluss.html\">Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Im Labyrinth der Buchstaben<\/strong><br>\nVier Millionen Menschen in Deutschland k&ouml;nnen diesen Text nicht richtig lesen &ndash; weil sie Analphabeten sind. Sch&auml;tzungsweise rund 160 000 leben in Berlin, weltweit sind es 760 Millionen. Sie sind oft arm, isoliert und von anderen Menschen abh&auml;ngig. Wirtschaftliche Sch&auml;den in Milliardenh&ouml;he sind die Folgen. Daran erinnert der 45. Internationale Tag der Alphabetisierung, mit dem die Unesco am heutigen Mittwoch auf das Problem aufmerksam machen will.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/im-labyrinth-der-buchstaben\/1928302.html;jsessionid=50928ADD6F3E28B6FC189690A3F7D23C\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Hamburger Professorin Anke Grotl&uuml;schen h&auml;lt die Sch&auml;tzung des Bundesverbands f&uuml;r Alphabetisierung und Grundbildung f&uuml;r zu optimistisch. Im Februar 2011 wollen sie und ihre Kollegen Forschungsergebnisse vorlegen, in denen von <a href=\"http:\/\/initiativgruppe.wordpress.com\/2010\/08\/18\/95-millionen-funktionale-analphabeten-in-deutschland\/\">9,5 Millionen Menschen die Rede ist<\/a>, die nicht richtig lesen und schreiben k&ouml;nnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Sarrazin, die Letzte<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Klaus von Dohnanyi: Ein Anwalt in Sachen Sarrazin<\/strong><br>\nKlaus von Dohnanyi wirft sich f&uuml;r Thilo Sarrazin in die Bresche. Der will sich aber erst noch &uuml;berlegen, ob er sich vom fr&uuml;heren Hamburger B&uuml;rgermeister verteidigen lassen will. &bdquo;Da rede ich erstmal mit Herr von Dohnanyi&ldquo;, reagierte Sarrazin in Berlin vorsichtig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/spezials\/ein-anwalt-in-sachen-sarrazin\/-\/1472610\/4619378\/-\/index.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Es verwundert schon sehr, dass die Frankfurter Rundschau einen derartig unkritisch-liebedienerischen Artikel zu Dohnanyis Bestreben ver&ouml;ffentlicht, f&uuml;r den sozialdarwinistischen Thilo Sarrazin die Verteidigung vor der SPD-Schiedskommission zu &uuml;bernehmen. Der FR-Beitrag besch&auml;ftigt sich zwar lang und breit mit dem Werdegang Dohnanyis, verschweigt jedoch, dass dieser seit einigen Jahren stellvertretender Vorsitzender des neoliberalen &ldquo;Konvent f&uuml;r Deutschland&rdquo; ist und zudem Kurator der ebenfalls neoliberalen &ldquo;Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft&rdquo; gewesen ist.<br>\nDohnanyi geh&ouml;rt gemeinsam mit Sarrazin, Clement und Gerster zu jenen rechtskonservativ-neoliberalen &ldquo;Sozialdemokraten&rdquo;, die sich als Interessenvertreter der &ldquo;Elite&rdquo; scheinbar bedenkenlos daf&uuml;r hergeben, die Mittelschicht und die Unterschicht gegeneinander aufzuhetzen, um auf diesem Wege die Interessen der Spitzenverdiener und Verm&ouml;genden schamlos durchzusetzen. Diese Herrschaften verfahren nach der Methode &ldquo;Teile und herrsche&rdquo;.<br>\n<strong>Kleine Erg&auml;nzung WL:<\/strong> Schon Herbert Wehner titulierte von Dohnanyi als &bdquo;diesen Herrrrn aus Hamburg&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Letztens&hellip;da hatte ich einen seltsamen Traum<\/strong><br>\nThilo Sarrazin redet gerade zum soundsovielten Male auf irgendeiner Veranstaltung &uuml;ber seine kruden, nationalistischen, zwischen Buchdeckel gepressten Vereinfachungen &uuml;ber Muslime, Unterschichtler, und Gutmenschen, garniert mit &Auml;u&szlig;erungen zur j&uuml;dischen Genetik. Alles ist wie gewohnt: Ein Teil des Saales jubelt enthemmt &uuml;ber jeden einzelnen seiner S&auml;tze, als spr&auml;che der Erl&ouml;ser pers&ouml;nlich. Die &Uuml;brigen schauen entweder angewidert oder wohlwollend zu. Pl&ouml;tzlich steht Sarrazin auf, tritt vor den Tisch, an dem er sa&szlig;, zieht sein Jackett gerade und lockert die Krawatte ein wenig. Seine Z&uuml;ge entspannen sich und seine Mundpartie wird gerade, sodass er pl&ouml;tzlich aussieht wie ein freundlicher &auml;lterer Herr. Er greift zum Mikrofon, r&auml;uspert sich, schaut noch einmal endlos lange Sekunden in die Runde der Anwesenden und beginnt dann mit &uuml;berraschend weicher, h&ouml;rbar bewegter Stimme zu sprechen:<br>\n&bdquo;Liebe Mitb&uuml;rgerinnen und Mitb&uuml;rger, gleich welcher Herkunft, Hautfarbe und Religion. Mein Experiment ist beendet. Die letzten Jahre waren eine Eulenspiegelei, eine Wallraffiade. Und jetzt ist Schluss&hellip;&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.com\/2010\/09\/letztens.html%20\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><strong>Bildung und Integration<\/strong><br>\n&Uuml;ber Jahrzehnte wurde von Politikern schlicht negiert, dass wir das klassische Einwanderungsland im Herzen Europas sind. Man hat zu Zeiten des wirtschaftlichen Aufschwungs billige Arbeitskr&auml;fte ins Land gelockt aus europ&auml;ischen L&auml;ndern und der T&uuml;rkei, mit der Ma&szlig;gabe, dass sie nach Jahren getaner Arbeit doch bitte wieder ins Herkunftsland zur&uuml;ckgehen m&ouml;gen, da man sie nicht mehr brauche. Wie wir alle wissen, haben es sich die meisten aber anderes &uuml;berlegt.<br>\nDas Entstehen von Ausl&auml;nderbezirken und die offizielle Ablehnung einer Steuerung der Einwanderung nach Bildungs- und sozialen Kriterien war noch in den 90er Jahren Teil der offiziellen Politik.<br>\nWas sollte man also tun, was muss ge&auml;ndert werden, damit nicht &ndash; wie in Frankreich augenblicklich die Zigeuner &ndash; bei uns vielleicht bald T&uuml;rken in die T&uuml;rkei abgeschoben werden? Oder sollte der Staat dies vielleicht doch ins Auge fassen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/4027\/bildung-und-integration#more-4027\">Spiegelfechter<\/a><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Das ist oft nicht mal b&ouml;sartig&ldquo;<\/strong><br>\nDer Elitenforscher Michael Hartmann erkl&auml;rt, was manche Milieus glauben macht, sie w&uuml;ssten besser, was gut f&uuml;r Deutschland oder die Welt ist: &bdquo;<strong>Dass der Begriff Elite heute so inflation&auml;r benutzt wird, ist ja kein Zufall. Der dient auch zur Selbstbeschreibung. Und bezogen auf &bdquo;die da unten&ldquo; wird auch &uuml;berhaupt kein Unterschied gemacht, ob wir &uuml;ber alleinerziehende M&uuml;tter mit kleinen Kindern, Migranten, Arbeitslose oder sonst wen reden. Da wird quasi biologistisch argumentiert, nach dem Motto: Wir sind einfach die Besseren. Und ja, da gibt es durchaus eine Ann&auml;herung an die Positionen Thilo Sarrazins. Da ist sozusagen auch in den besseren Kreisen der Stammtisch besetzt.<\/strong>&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/wochenthema\/1035-das-ist-oft-nicht-mal-b-sartig\">Freitag<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Neues altes Feindbild: In Europa w&auml;chst der Hass gegen Sinti und Roma<\/strong><br>\nIm Jahr 2010 weist Frankreich 10.000 Roma aus dem Land. In Ungarn lautet die traurige Bilanz einer Mordserie: neun tote Roma. In Neapel brennt 2008 ein Mob eine Roma-Siedlung nieder. Immer &ouml;fter ersch&uuml;ttert Hass Europa &ndash; der Hass gegen Sinti und Roma.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.3sat.de\/page\/?source=\/kulturzeit\/themen\/147505\/index.html\">3sat<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Politischer Streik <\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Franzosen protestieren erneut gegen h&ouml;heres Rentenalter<\/strong><br>\nMit landesweiten Streiks protestieren die franz&ouml;sischen Gewerkschaften am Dienstag gegen die umstrittene Rentenreform. Zu sp&uuml;ren bekommen werden dies vor allem der Zug- und Flugverkehr, Schulen und Spit&auml;ler. Die Gewerkschaften hoffen, dass sich rund zwei Millionen Menschen an den landesweiten Demonstrationen und Protestm&auml;rschen beteiligen. Die Franzosen st&ouml;ren sich vor allem an der geplanten Anhebung des Renteneintrittsalters um zwei Jahre auf 62 Jahre.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/international\/frankreich_rentenalter_protest_1.7472244.html#comment_article\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Da wird einem verst&auml;ndlich, warum viele von der franz&ouml;sischen Lebensqualit&auml;t schw&auml;rmen. Aber im Ernst, worauf wir wirklich neidisch sein sollten, ist die M&ouml;glichkeit, besser die F&auml;higkeit zum politischen Streik. So Manches w&auml;re in unserem Land anders abgelaufen, wenn unsere Gewerkschaften diesen gewagt h&auml;tten. Dabei soll die Rechtssprechung dazu auf ziemlich wackeligen F&uuml;ssen stehen. Wir warten auf den hei&szlig;en Herbst, den uns die Gewerkschaften z.B. zur Rente 67 versprochen haben.<\/em><\/p><\/li>\n<p><strong>Generell zum politische Streik siehe Werner Sauerborn:<\/strong><\/p>\n<li><strong>Das politische Streikrecht: Wie wir es verloren haben und warum wir es gerade jetzt brauchen<\/strong><br>\nDer Forderung nach politischem Streikrecht oder Streiks haftet in der deutschen politischen Diskussion etwas Verruchtes, Illegales, Umst&uuml;rzlerisches an, w&auml;hrend dies in anderen L&auml;ndern Teil wirtschaftlicher Normalit&auml;t ist. Auch wenn die Bundeskongresse von ver.di und j&uuml;ngst der IG BAU sich zum politischen Streikrecht bekannt haben, gilt der politische, also nicht gegen Arbeitgeber oder Arbeitgeberverb&auml;nde, sondern gegen den Staat bzw. den Gesetzgeber gerichtete, Streik bis tief ins gewerkschaftliche Denken hinein als illegitim. Woher kommt diese Einschr&auml;nkung unserer Handlungsm&ouml;glichkeiten, und warum m&uuml;ssen wir uns gerade jetzt von ihr befreien?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/diskussion\/gewerkschaft\/erfahrung\/sauerborn2.html\">Labournet<\/a><\/li>\n<p><strong>Oder Veit Wilhelmy:<\/strong><\/p>\n<li><strong>Vordemokratisches Streikrecht: Bananenrepublik Deutschland<\/strong><br>\nVerwaiste Baustellen, menschenleere Fabriken, zunehmende Arbeitslosigkeit. Doch wenn in Deutschland gestreikt wird, dann geht es um Tarifl&ouml;hne und -geh&auml;lter, um Arbeitszeiten und Besch&auml;ftigungsbedingungen. Dagegen wird das Thema &bdquo;Politischer Streik&ldquo; in den Parteien, Institutionen, Medien und in der &Ouml;ffentlichkeit tabuisiert und auch bei den Gewerkschaften unter der Decke gehalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=13950\">nrhz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Seltene Erden: Das chinesische &Ouml;l<\/strong><br>\nEine neue Rohstoffkrise droht: China hat die Ausfuhr sogenannter seltener Erden radikal gek&uuml;rzt. Die Europ&auml;ische Union, die USA und Japan sind alarmiert. Das Reich der Mitte dominiert den Weltmarkt und lieferte bisher rund 97 Prozent dieser speziellen Rohstoffe, die heute f&uuml;r viele neue Technologien gebraucht werden. W&auml;hrend sich der entwickelte Westen immer weniger um die Ausbeutung seiner Vorkommen scherte, sind sich die kommunistischen F&uuml;hrer in Peking der Bedeutung dieser Grundstoffe bewusst. &bdquo;Ohne seltene Erden kann es keine Zukunftstechnologie geben&ldquo;, verk&uuml;ndete j&uuml;ngst der B&uuml;rgermeister von Baotou, H&ugrave;ercha, in der Inneren Mongolei, der gr&ouml;&szlig;ten F&ouml;rderst&auml;tte in China.<br>\nDie USA erw&auml;gen eine Klage bei der Welthandelsorganisation (WTO) in Genf.Auch die Europ&auml;ische Union ist beunruhigt. &bdquo;Das wird die Lieferkette heftig st&ouml;ren&ldquo;, sagt J&ouml;rg Wuttke, der fr&uuml;here Vorsitzende der Europ&auml;ischen Handelskammer in Peking. Er geht davon aus, dass ein Preisanstieg die F&ouml;rderung an anderen Orten der Welt wiederbeleben d&uuml;rfte. &Uuml;ber Chinas Motive kann er nur r&auml;tseln: &bdquo;Manchmal gibt es auch protektionistische Hintergr&uuml;nde.&ldquo; Auf jeden Fall sorgt sich China um seine eigene Lieferkette. Ein Forschungsbericht des US-Kongresses zitierte Sch&auml;tzungen, &bdquo;dass bis 2012 Chinas Bedarf die heimische F&ouml;rderung &uuml;berschreiten wird&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/seltene-erden-das-chinesische-oel\/1928038.html?view=print\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wann realisieren die westlichen Industrienationen, das China keine Marktwirtschaft westlichen Typs ist und auch nie sein wird? WTO-Regeln werden bereits heute umgangen und selbst ein Austritt Chinas aus der WTO w&uuml;rde China wenig schaden. Denn das westliche Kapital sieht in China immer noch den letzten unerschlossenen Expansionsraum auf dem Globus, sowohl in der billigen Produktion als auch im wachsenden Absatzmarkt &ndash; in der Verkennung, dass China eines Tages vor allem selbst produzieren und liefern will. Das, was sich die neoliberale WTO als internationale Arbeitsteilung vorschwebt, funktioniert mit China nicht. Da sei die &ldquo;National Development and Reform Commission (NDRC), People&rsquo;s Republic of China&rdquo; bevor, <a href=\"http:\/\/en.ndrc.gov.cn\/mfndrc\/default.htm\">Zentralinstanz des Entwicklungsstaates Chinas<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Analysten best&auml;tigen &ldquo;langwieriges Desaster&rdquo; in Afghanistan<\/strong><br>\nDie Politik der Nato am Hindukusch bedarf laut dem Londoner Institut IISS eine v&ouml;llig neue Ausrichtung: Verhandeln statt K&auml;mpfen, Konzentration auf Pakistan statt auf Afghanistan.<br>\nSeit fast zehn Jahren versuchen die Nato-Staaten, Afghanistan zu befrieden. Polizei, Justiz und Schulwesen sind im Aufbau begriffen, das Land erh&auml;lt viele Millionen Dollar Entwicklungshilfe. Doch die Macht der Taliban ist bis heute nicht gebrochen, im Gegenteil: Sie nimmt zu. Korruption geh&ouml;rt zum Alltag, Rauschgiftproduktion dient dem Broterwerb. Vom urspr&uuml;nglichen Ziel, Afghanistan zu einer funktionierenden Demokratie zu machen, sind die im Land engagierten Soldaten, Polizisten und Entwicklungshelfer weit entfernt.<br>\nWissenschaftler gehen davon aus, dass sich das auf dem bisherigen Weg wohl nie erreichen l&auml;sst. Nach Einsch&auml;tzung des Londoner Instituts f&uuml;r Strategische Studien (IISS) st&ouml;&szlig;t der Westen in Afghanistan &ldquo;politisch und milit&auml;risch&rdquo; an seine Grenzen.<br>\nDie Zukunft liege eindeutig in Verhandlungen zwischen den Beteiligten des Konflikts, hei&szlig;t es in der Studie. Eine starke Pr&auml;senz ausl&auml;ndischer Truppen verst&auml;rke hingegen die Bef&uuml;rchtung, dass die Taliban dadurch gest&auml;rkt und angeheizt werden k&ouml;nnten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2010-09\/afghanistan-strategie-studie\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>TV-Tipp: SICKO, Dokumentarfilm von Michael Moore. Sendetermin Sa, 04.09.10, 22.30 Uhr <\/strong><br>\nKrank werden kann in Amerika schnell zum Albtraum werden &ndash; auch f&uuml;r Krankenversicherte. In seinem Dokumentarfilm zeigt Michael Moore auf, wie profitorientierte Versicherungen Medikamente und lebensrettende Operationen systematisch verweigern. Horrende Arztrechnungen st&uuml;rzen selbst t&uuml;chtige, &ouml;konomisch intakte Familien in die Armut. Der zugespitzte Vergleich mit westlichen Wohlfahrtsstaaten l&auml;sst die USA wie ein Land der Dritten Welt erscheinen. Die Dokumentation r&uuml;ttelt aber nicht nur mit bewegenden Schicksalen auf. Der Film des Oscar-Preistr&auml;gers &uuml;berzeugt vor allem durch den Michael-Mooretypischen sarkastischen Witz. Operation billig, Patient tot.<br>\nW&auml;hrend man hierzulande gewohnt ist, die vermeintliche Ineffizienz des Systems durch mehr Wettbewerb auf Trab zu bringen, f&uuml;hrt &ldquo;Sicko&rdquo; eindrucksvoll vor Augen, wie grausam die Alternative zu einer staatlich geregelten Gesundheitsversorgung tats&auml;chlich sein kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.phoenix.de\/content\/phoenix\/die_sendungen\/dokumentationen\/321493\">Phoenix<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zu guter letzt: Volker Pispers zum Atomkompromiss<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/radio\/wdr2\/westzeit\/detail.phtml?id=493439\">WDR<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Atom-Deal; Lobbyismus; 5,5 Milliarden Zinsgeschenk an deutsche Banken; b&auml;ndigt das Ungeheuer; Finanzsteuer geht auch national; Obama legt Konjunkturprogramm auf; GEZ, die neue Super-Meldebeh&ouml;rde; Stuttgart 21: Lasst das Volk entscheiden; 1,35 Jobs in der Weiterbildung; Deutschland verliert den Anschluss; im Labyrinth der Buchstaben; Sarrazin, die Letzte; Hass gegen Sinti und<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6675\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-6675","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6675","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6675"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6675\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6683,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6675\/revisions\/6683"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6675"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6675"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6675"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}