{"id":6694,"date":"2010-09-09T09:45:56","date_gmt":"2010-09-09T07:45:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6694"},"modified":"2010-09-13T08:42:14","modified_gmt":"2010-09-13T06:42:14","slug":"hinweise-des-tages-1224","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6694","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute u. a. zu folgenden Themen: Atomdeal oder wer die Macht in Staat hat; Ausfuhrplus und Auftragsminus; Aufschwung der schlechten Jobs; Arbeitsmarktpolitik; die Jungen als Krisenverlierer; wie &bdquo;gutes Leben&ldquo; gehen k&ouml;nnte; private Krankenkassen schmarotzen; Leiharbeit in der Pflege; leere Gemeindekassen; Zockerei der Lebensversicherer; EU-Finanzaufsicht ein Papiertiger; Volksentscheid &uuml;ber Stuttgart 21; Folgen der Fu&szlig;ball-WM; 500.000 Zuwanderer pro Jahr n&ouml;tig; &uuml;ber Gene; keine Integrationsmisere; Kriegsvorbereitungen; in Pakistan werden die Opfer nicht erreicht; brav Angie. (KR\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Der geheime Atom-Deal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Ausfuhrplus und Auftragsminus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Ver.di: Aufschwung der schlechten Jobs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Arbeitsmarktpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Die Verlierer der Finanz- und Wirtschaftskrise sind die jungen Menschen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">IG Metall: Kurswechsel f&uuml;r ein gutes Leben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Krankenkassen und Arzneimittel. Suche Solidarit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Das letzte Mittel? Leiharbeit in der Pflege<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Defizit mit System: Leere Gemeindekassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Zockerei mit Lebensversicherungen: Fatale Wette auf Leben und Tod<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Ulrike Herrmann: EU-Finanzaufsicht: Alarm geschlagen wird zuletzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">G&ouml;nner will Volksentscheid zu Bahnprojekt &ldquo;Stuttgart 21&rdquo; pr&uuml;fen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Fu&szlig;ball-WM: Falsche Versprechungen, &uuml;berrissene Sch&auml;tzungen, gro&szlig;e Entt&auml;uschung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">DIW-Chef Zimmermann fordert 500.000 Zuwanderer pro Jahr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Humangenetiker zu Sarrazin-Thesen: &ldquo;Es gibt kein Juden-Gen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Es gibt keine Integrationsmisere in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Kriegsvorbereitungen: &bdquo;Es geht um unser Leben&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Pakistan: Erst zehn Prozent der Opfer erreicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Zu guter Letzt: Ja brav, Angie<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=6694&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Der geheime Atom-Deal<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>L&auml;ngere AKW-Laufzeiten: Die Gewinnaussch&uuml;ttung<\/strong><br>\nJe mehr &Ouml;kostrom eingespeist wird, umso l&auml;nger bleiben Atommeiler am Netz. Das Ziel, bis zum Jahr 2050 auf erneuerbare Energien umzustellen, ist nun gef&auml;hrdet. (&hellip;) Nach dem derzeit geltenden Atomgesetz h&auml;tten im Jahr 2022 alle Atomreaktoren abgeschaltet sein sollen. Die schwarz-gelbe Regierung gibt ihnen nun &ldquo;durchschnittlich 12 Jahre&rdquo; mehr. Die Atombetreiber k&ouml;nnen die Meiler allerdings noch l&auml;nger am Netz lassen, als die Zahl vermuten l&auml;sst. Denn: Die Regierung berechnet die Laufzeiten auf Basis sogenannter Jahresvolllaststunden, also der Produktionskapazit&auml;t des Reaktors, wenn er 12 Monate lang mit voller Kraft l&auml;uft. Das ist seit 2002 &uuml;blich, seit dem rot-gr&uuml;nen Atomausstiegsgesetz. Die meisten Meiler stehen aber mal still, werden gewartet, erreichen nur selten Auslastungen von 95 Prozent. Diese nehmen weiter ab, wenn mehr &Ouml;kostrom ins Netz eingespeist werden soll. Zudem sind &auml;ltere Reaktoren st&ouml;ranf&auml;lliger.<br>\nDas alles hat die Bundesregierung nun wenig ber&uuml;cksichtigt. Sie legt f&uuml;r die n&auml;chsten f&uuml;nf Jahre eine Auslastung von 95 Prozent zugrunde, dann eine von 90 und erst ab 2021 eine von 85 Prozent. Das hei&szlig;t: Die Atomkonzerne bekommen mehr Strommengen gutgeschrieben, als sie in einem Jahr verbrauchen. Das verl&auml;ngert die Lebenszeit der Reaktoren. Hinzu kommt, dass sich Strommengen &uuml;bertragen lassen &ndash; etwa von Kr&uuml;mmel und Brunsb&uuml;ttel auf Brokdorf: Brokdorf k&ouml;nnte so bis zum Jahr 2054 laufen, rechnet Greenpeace-Experte Tobias M&uuml;nchmeyer vor.<br>\nIm Gegenzug sollten die Atomkonzerne eine Brennelementesteuer von j&auml;hrlich 2,3 Milliarden Euro zahlen, erkl&auml;rten R&ouml;ttgen und Br&uuml;derle &ndash; allerdings nur bis 2016. Und die Konzerne sollen diesen Betrag, anders als bisher geplant, auch von der Steuer absetzen k&ouml;nnen. Zudem sollen die Konzerne einen Beitrag in einen Fonds zur F&ouml;rderung der &Ouml;koenergien zahlen &ndash; 1,4 Milliarden bis 2016, sp&auml;ter noch mal 15 Milliarden. Das kommt ihnen freilich selbst wieder zugute. Gerd Rosenkranz von der Deutschen Umwelthilfe h&auml;lt nicht viel von dem Fonds: &ldquo;G&auml;be es den Wiedereinstieg in die Atomkraft nicht, h&auml;tten die Atomkonzerne von allein etwa in den Ausbau der Windkraft auf hoher See investiert&rdquo;, um sich Marktanteile zu sichern. Tats&auml;chlich flie&szlig;en schon dieses Jahr 15 Milliarden Euro in &Ouml;koenergien.<br>\nDer Ausbau werde nun stoppen, meint Uwe Leprich. Der Professor f&uuml;r Volkswirtschaft an der Hochschule des Saarlandes sagt: &ldquo;Das Regierungsziel, die Versorgung bis 2050 auf Erneuerbare umzustellen, ist gef&auml;hrdet.&rdquo; Schwarz-Gelb sorge f&uuml;r einen &ldquo;Investitionsattentismus&rdquo;. Aufgrund des Atombeschlusses gibt es kaum noch Anreize, Geld in &Ouml;koenergien oder moderne Gaskraftwerke zu stecken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/umwelt\/artikel\/1\/die-gewinnausschuettung\/\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> In der Konsequenz bedeutet dies, dass es sich bei den von der Bundesregierung genannten Restlaufzeiten und Steuermehreinnahmen um massiv gesch&ouml;nte Daten handelt. Die Bundesregierung nimmt zudem sehenden Auges in Kauf, dass ihre Gef&auml;lligkeitspolitik gegen&uuml;ber der Atomwirtschaft Investitionen in erneuerbare Energien sowie in moderne Gaskraftwerke gef&auml;hrdet.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Atomdebatte: Wohin mit dem atomaren Abfall? M&uuml;ll f&uuml;r Millionen Jahre<\/strong><br>\nIn Deutschland gibt es bislang kein sicheres Endlager. Umweltminister R&ouml;ttgen will nun erneut den Salzstock in Gorleben erkunden lassen. Durch die Laufzeitverl&auml;ngerung f&auml;llt nun noch mehr giftiger Atomm&uuml;ll an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/atomdebatte-wohin-mit-dem-atomaren-abfall-muell-fuer-millionen-jahre-1.997093\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Autor Christopher Schrader schreibt: &bdquo;Ein Salzstock, speziell wenn er anders als in Asse noch nicht als Bergwerk ausgebeutet wurde, ist im Prinzip ein gut geeigneter Ort f&uuml;r Atomm&uuml;ll, wie die Forschung wei&szlig;.&ldquo; Das ist schlicht falsch. Salzst&ouml;cke sind in einigen anderen L&auml;ndern als Endlager generell unzul&auml;ssig. In Deutschland werden sie bei der Suche nach potentiellen Standorten immer noch diskutiert, weil die Gefahren der Radiolyse (der Zersetzung von Steinsalz zu metallischem Natrium und Chlorgas unter der Einwirkung von Radioaktivit&auml;t) bagatellisiert und ausgeblendet wurden. Siehe z.B. <a href=\"?p=3812\">&bdquo;Radiolyse im Endlager-Medium Salz: &raquo;Doch geforscht wird nicht&raquo; (Hinweis 9)<\/a> oder <a href=\"http:\/\/www.castor.de\/technik\/endlager\/hartog.html\">&ldquo;Radiation damage in alkali halides&rdquo;<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Der Geheimvertrag mit den Konzernen<\/strong><br>\nTobias M&uuml;nchmeyer von Greenpeace will wissen, wer denn garantiert, dass die Konzerne wirklich ihre Zusatzgewinne aus l&auml;ngeren Atomlaufzeiten abgeben. Die Konzerne h&auml;tten schlie&szlig;lich schon einmal einen Vertrag gebrochen, den Atomkonsens mit Rot-Gr&uuml;n n&auml;mlich. Es ist die Art von Frage, die Schmitz gar nicht leiden kann. Das sei eine Unterstellung, schimpft er. Und im &Uuml;brigen h&auml;tten die Konzerne die Vereinbarung mit der Bundesregierung noch in der Nacht paraphiert. &ldquo;Um 5.23 Uhr morgens.&rdquo; Schmitz zeigt auf Umweltstaatssekret&auml;r J&uuml;rgen Becker, der in der ersten Reihe sitzt. &ldquo;Auch Sie, Herr Staatssekret&auml;r, haben wir daf&uuml;r noch mal aus dem Bett geholt.&rdquo;<br>\nJetzt ist die Nachricht in der Welt. Und sie wirft viele Fragen auf. Was steht in diesem Geheimvertrag? Hatte die Regierung nicht immer versprochen, keinen Deal mit den Konzernen zu schlie&szlig;en? Und warum haben die Kanzlerin und ihre Minister in all den Pressekonferenzen seit Montagmorgen nichts verraten?<br>\nDie Bundesregierung f&uuml;hlt sich ertappt. Ein ganz normaler Vorgang sei das gewesen, hei&szlig;t es nun. Und der ging so: Den ganzen Sonntag &uuml;ber verhandeln die Koalitionsspitzen im Kanzleramt. Sie stehen in engem Kontakt mit den Finanzvorst&auml;nden der Konzerne, die in ihren Berliner B&uuml;ros sitzen und ausrechnen, welche Belastung sich wie stark auswirkt. Um 23 Uhr rufen die drei Parteichefs bei den vier Konzernchefs an. Gemeinsam kl&auml;ren sie die Bedingungen. Nach Mitternacht fassen Beamte und Manager das Ganze gemeinsam in Schriftform. &ldquo;Term-Sheet&rdquo; hei&szlig;t das Papier.<br>\n&ldquo;Wir m&uuml;ssen schlie&szlig;lich sicherstellen, dass die Milliardenzahlungen der Energieversorger auch tats&auml;chlich flie&szlig;en&rdquo;, hei&szlig;t es im Kanzleramt. Aufgelistet seien die Einzelheiten der freiwilligen Abgaben, die die Konzerne von 2017 an aus ihren Zusatzgewinnen zahlen sollen. Zwar finde sich auch die geplante Laufzeitverl&auml;ngerung in dem Papier &ndash; aber nur &ldquo;als Berechnungsgrundlage&rdquo;. In der Bundesregierung legt man gro&szlig;en Wert auf die Feststellung, dass sich die Politik damit nicht an die l&auml;ngeren Laufzeiten binde. Zwar soll auch schon vor 2017 Geld flie&szlig;en. Doch wenn eine k&uuml;nftige Bundesregierung die Verl&auml;ngerung r&uuml;ckg&auml;ngig mache, m&uuml;sse der Bund nichts zur&uuml;ckzahlen. &ldquo;Es gibt keine rechtliche Bindung&rdquo;, sagt einer der Beteiligten.<br>\nDas klingt so, als habe die Bundesregierung das Beste f&uuml;rs Land herausgeholt. Nur: Warum hat sie es dann niemandem erz&auml;hlt?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/industrie\/:energiekompromiss-der-geheimvertrag-mit-den-konzernen\/50166716.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Wie viel m&uuml;ssen die AKW-Betreiber zahlen?<\/strong><br>\nEinen Teil der erwarteten Gewinne durch die Verl&auml;ngerung der Restlaufzeiten will die Regierung absch&ouml;pfen. Die Betreiber sollen sechs Jahre lang &ndash; von 2011 bis 2016 &ndash; eine Brennelementesteuer in H&ouml;he von j&auml;hrlich 2,3 Milliarden Euro an den Bund abf&uuml;hren. Die Einnahmen will der Bund vor allem zur Haushaltskonsolidierung verwenden. Das Finanzministerium kommt auf die Zahl, indem der Staat k&uuml;nftig von den Atomkonzernen 145 Euro pro Gramm Uran verlangen will, urspr&uuml;nglich waren 220 Euro geplant. Dass der Staat tats&auml;chlich am Ende die 2,3 Milliarden Euro einnimmt, ist eine reine Sch&auml;tzung. Es handelt sich lediglich um eine Brutto-Summe: Die Stromkonzerne k&ouml;nnen diese Zahlungen beim Finanzamt steuerlich absetzen, wodurch die Nettoeinnahmen f&uuml;r den Staat geringer ausfallen werden.<br>\nDar&uuml;ber hinaus haben sich die Stromkonzerne verpflichtet, einen Teil ihrer Gewinne in einen Fonds zum Ausbau erneuerbarer Energien einzuzahlen: Von 2011 bis 2016 insgesamt rund 1,4 Milliarden Euro. Ab 2017 wird ein Sonderbeitrag f&auml;llig, alle Abgaben der Konzerne flie&szlig;en dann in den Ausbau der erneuerbaren Energien. Insgesamt werden sich die Ausgaben laut Wirtschaftsminister Rainer Br&uuml;derle auf rund 30 Milliarden Euro belaufen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/faqlaufzeiten100.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><strong>Atomindustrie kommt billiger weg als geplant<\/strong><br>\nDie Energiekonzerne k&ouml;nnen aus dem Atomkompromiss Steuervorteile sch&ouml;pfen: Die Brennelementesteuer kostet sie deshalb erheblich weniger als geplant.<br>\nDiese Absicht gebe sie jetzt auf und habe den Satz reduziert, sodass weniger in die Bundeskasse flie&szlig;e. Der bisherige Gesetzentwurf sah eine Abgabe in H&ouml;he von 220 Euro pro eingesetztem Gramm Uran vor. Nun sollen es lediglich 145 Euro sein.<br>\nWie es in dem Bericht der Berliner Zeitung weiter hei&szlig;t, konnte sich Sch&auml;uble auch mit seinem Wunsch nach einer dauerhaften Einnahme nicht gegen die Atomlobby durchsetzen. In den abschlie&szlig;enden Koalitionsverhandlungen am Sonntagnachmittag habe er eine Befristung der Steuer akzeptieren m&uuml;ssen.<br>\nDas Bundesfinanzministerium dementierte den&nbsp;Bericht. Die Zahl von 1,5 Milliarden Euro sei &ldquo;sachlich falsch&rdquo;, sagte ein&nbsp;Sprecher des Finanzministeriums ZEIT&nbsp;ONLINE.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2010-09\/atom-laufzeiten-endlager-stadtwerke\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Der rheinland-pf&auml;lzische Finanzminister fordert einen finanziellen Ausgleich<\/strong><br>\nK&uuml;hl sagte am Mittwoch, die Atomindustrie k&ouml;nne die geplante Brennelemente-Steuer als Betriebsausgabe absetzen. Dies wirke sich vor allem bei der K&ouml;rperschafts- und Gewerbesteuer aus. Auf L&auml;nder und Kommunen k&auml;men hier Einnahmeausf&auml;lle von gut 700 Millionen Euro zu. Am h&auml;rtesten getroffen w&uuml;rden die Kommunen. Der SPD-Politiker fordert deshalb vom Bund einen finanziellen Ausgleich, zum Beispiel einen h&ouml;heren Anteil an der Umsatzsteuer.<br>\nBundesfinanzminister Sch&auml;uble hatte den Steuervorteil f&uuml;r die Atomkonzerne gestern einger&auml;umt. Nach seiner Berechnung werden sie aber dennoch mehr Steuern zahlen als bisher, da sie durch die l&auml;ngeren Laufzeiten der Atomkraftwerke h&ouml;here Gewinne machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/nachrichten\/rp\/-\/id=1682\/nid=1682\/did=6866380\/1i5f5i0\/\">SWR.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> So offen wie in der letzten Meldung wurde regierungsoffiziell meines Wissens noch nie zugegeben, dass der &bdquo;Atomkompromiss&ldquo; den Atomkraftwerksbetreibern h&ouml;here Gewinne sichert.<br>\nSchlimmer noch ist allerdings das Verh&auml;ltnis von demokratischem Staat und wirtschaftlicher Macht, das hier zum Ausdruck kommt: Der Begriff &bdquo;Revolution&ldquo;, den Kanzlerin Merkel im Zusammenhang mit der Laufzeitverl&auml;ngerung benutzte, erf&auml;hrt angesichts dieser geheimen Vereinbarung seine urspr&uuml;ngliche historische Bedeutung, n&auml;mlich im Sinne eines &bdquo;Umsturzes&ldquo;. Der Geheimvertrag ist das Eingest&auml;ndnis, dass der demokratische Staat gegen&uuml;ber den wirtschaftlich M&auml;chtigen nicht mehr das &bdquo;Gewaltmonopol&ldquo; hat, das hei&szlig;t sich nicht mehr mit hoheitlicher Macht durchzusetzen vermag, sondern dass er bestenfalls noch Verhandlungspartner gegen&uuml;ber wirtschaftlicher Macht ist.<br>\nDas zeigt sich in Formulierungen wie z.B. &bdquo;Sch&auml;uble konnte sich nicht gegen&uuml;ber der Atom-Lobby durchsetzen&ldquo; oder &bdquo;den ganzen Sonntag &uuml;ber verhandeln die Koalitionsspitzen im Kanzleramt. Sie stehen in engem Kontakt mit den Finanzvorst&auml;nden der Konzerne, die in ihren Berliner B&uuml;ros sitzen und ausrechnen, welche Belastung sich wie stark auswirkt. Um 23 Uhr rufen die drei Parteichefs bei den vier Konzernchefs an. Gemeinsam kl&auml;ren sie die Bedingungen&ldquo;.<br>\nDa sitzen also auf der einen Seite die Regierung und auf der anderen Seite die Konzernbosse und kl&auml;ren per Telefon die Konditionen; und das Parlament darf dann blo&szlig; noch den geheimen Deal sozusagen der demokratischen Form halber absegnen.<br>\nEine ganz &auml;hnliche Erpressung der Regierung durch die Banker hatten wir bei der Rettung der HRE erlebt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Das gebrochene Wort<\/strong><br>\nDie Stadtwerke sind der wohl wichtigste &ouml;konomische B&uuml;ndnispartner der Anti-AKW-Bewegung im Kampf gegen die l&auml;ngeren AKW-Laufzeiten. Die Atom-Renaissance entwertet die Investitionen der kleinen Energieversorger in erneuerbare Energien und neue Gas- und Kohlekraftwerke. Dass sich die Stadtwerke nun auf Vertrauensschutz berufen, ist nicht abwegig. Schlie&szlig;lich haben sie sich nicht nur auf ein Gesetz verlassen, mit dessen &Auml;nderung in der Demokratie immer zu rechnen ist. Vielmehr haben die Atomkonzerne der Beschr&auml;nkung der Restlaufzeiten ausdr&uuml;cklich zugestimmt, um strengere Vorgaben von Rot-Gr&uuml;n zu verhindern. &ldquo;Beide Seiten werden ihren Teil dazu beitragen, dass der Inhalt dieser Vereinbarung dauerhaft umgesetzt wird&rdquo;, hei&szlig;t es im Atomkonsens von 2000.<br>\nDer Protest der Stadtwerke macht jedenfalls deutlich, dass es bei der Debatte um die Atomlaufzeiten nicht nur um den klassischen Gegensatz von Umweltschutz und &Ouml;konomie geht, vielmehr gibt es auch in der Energiewirtschaft ganz unterschiedliche Interessen. Schwarz-Gelb st&uuml;tzt dabei nur die Gro&szlig;en, die Saurier. Die neue Energiewirtschaft, die f&uuml;r mehr Wettbewerb und neue zukunftsf&auml;hige dezentrale Strukturen steht, wird von der Regierung massiv behindert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2010%2F09%2F08%2Fa0081&amp;cHash=ccf0e24481\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Freiberg: Neue Atompolitik wird Polizei unweigerlich an Belastungsgrenze bringen<\/strong><br>\nBerlin.&nbsp;Nach der gestrigen Einigung der Bundesregierung, die Laufzeiten der deutschen Atommeiler zu verl&auml;ngern, bef&uuml;rchtet die Gewerkschaft der Polizei (GdP) eine Zuspitzung des immer offener zu Tage tretenden Konflikts zwi-schen Politik und Gesellschaft. GdP-Bundesvorsitzender Konrad Freiberg: &bdquo;Die Atompolitik ist das j&uuml;ngste Beispiel daf&uuml;r, wie sehr sich die Politik von B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern abzusetzen scheint. Die Verl&auml;sslichkeit in politische Entscheidungen scheint einer sich an tagesaktuellen Ereig-nissen orientierenden Beliebigkeit und einer zu gro&szlig;en N&auml;he zur Wirtschaftslobby gewichen zu sein.&ldquo; Es sei keine allzu gewagte Prognose, dass sich die zunehmende Protest-bereitschaft immer st&auml;rker und &ouml;fter auf die Stra&szlig;e verlagern werde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gdp.de\/gdp\/gdp.nsf\/ID\/5CEA7E39DC14A5CCC12577960031D32B?Open\">Gewerkschaft der Polizei<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Deutsche Ausfuhren im Juli 2010: + 18,7% zum Juli 2009<\/strong><br>\nWie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorl&auml;ufiger Ergebnisse mitteilt, wurden im Juli 2010 von Deutschland Waren im Wert von 83,0&nbsp;Milliarden Euro ausgef&uuml;hrt und Waren im Wert von 69,5&nbsp;Milliarden Euro eingef&uuml;hrt. Die deutschen Ausfuhren waren damit im Juli 2010 um 18,7% und die Einfuhren um 24,9% h&ouml;her als im Juli 2009.<br>\nDie Au&szlig;enhandelsbilanz schloss im Juli 2010 mit einem &Uuml;berschuss von 13,5&nbsp;Milliarden Euro ab. Im Juli 2009 hatte der Saldo in der Au&szlig;enhandelsbilanz 14,3&nbsp;Milliarden Euro betragen.<br>\nZusammen mit den Salden f&uuml;r Dienstleistungen (&ndash;&nbsp;3,1&nbsp;Milliarden Euro), Erwerbs- und Verm&ouml;genseinkommen (+&nbsp;3,4&nbsp;Milliarden Euro), laufende &Uuml;bertragungen (&ndash;&nbsp;3,6&nbsp;Milliarden Euro) sowie Erg&auml;nzungen zum Au&szlig;enhandel (&ndash;&nbsp;1,3&nbsp;Milliarden Euro) schloss &ndash; nach vorl&auml;ufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank &ndash; die Leistungsbilanz im Juli 2010 mit einem &Uuml;berschuss von 9,0&nbsp;Milliarden Euro ab. Im Juli 2009 hatte die deutsche Leistungsbilanz einen Aktivsaldo von 10,6&nbsp;Milliarden Euro ausgewiesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2010\/09\/PD10__309__51,templateId=renderPrint.psml\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Der &bdquo;Aufschwung&ldquo; h&auml;ngt weiter am Tropf des Exports. Zu dessen Unsicherheit siehe allerdings:<\/em><\/p>\n<p><strong>Konjunktur: Dickes Auftragsminus<\/strong><br>\nIn der deutschen Wirtschaft wachsen die Sorgen vor einer Abk&uuml;hlung der Konjunktur. Die Industrie verbucht ein unerwartetes Auftragsminus. Das Risiko von Firmenpleiten steigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/dickes-auftragsminus\/-\/1472780\/4625158\/-\/index.html\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ver.di: Aufschwung der schlechten Jobs<\/strong><br>\nDie &bdquo;Reformen&ldquo; zur &bdquo;Flexibilisierung&ldquo; des Arbeitsmarktes haben vor allem den Umbau von regul&auml;rer Vollzeitbesch&auml;ftigung zu Mini- und Teilzeitjobs, Leiharbeit, Befristungen und Solo-Selbstst&auml;ndigkeit vorangetrieben. Armutsl&ouml;hne und prek&auml;re Besch&auml;ftigung wurden massiv ausgeweitet. Trotz Aufschwung sanken die Reall&ouml;hne.<br>\nEntgegen den zur Zeit so positiv lautenden Meldungen vom Arbeitsmarkt: Die Wirtschafts- und Besch&auml;ftigungsentwicklung seit 2000 war schlechter als in den anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern.<br>\nAngeblich segensreiche Wirkungen der rot-gr&uuml;nen Arbeitsmarktreformen l&ouml;sen sich bei genauer Analyse in Luft auf.<br>\nEntscheidend f&uuml;r die Entwicklung der Besch&auml;ftigung ist das gesamtwirt-schaftliche Wachstum, nicht die &bdquo;Flexibilit&auml;t&ldquo; des Arbeitsmarktes.\n<p><a href=\"upload\/bilder\/100909_Aufschwung_der_schlechten_Jobs_01.gif\" title=\"Grafik 01: Aufschwung_der schlechten Jobs\"><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/100909_Aufschwung_der_schlechten_Jobs_01_th.gif\" alt=\"Grafik 01: Aufschwung_der schlechten Jobs\" title=\"Grafik 01: Aufschwung_der schlechten Jobs\"><\/a><\/p>\n<p>Die gesamte Arbeitslosigkeit und Unterbesch&auml;ftigung ist weit h&ouml;her als die registrierte Arbeitslosigkeit.<br>\nDie massive Inanspruchnahme von Kurzarbeit sowie der Abbau von &Uuml;ber-stunden und von Guthaben auf Arbeitszeitkonten haben einen starken An-stieg der Arbeitslosigkeit in der Krise verhindert.<\/p>\n<p><a href=\"upload\/bilder\/100909_Aufschwung_der_schlechten_Jobs_02.gif\" title=\"Grafik 02: Aufschwung_der schlechten Jobs\"><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/100909_Aufschwung_der_schlechten_Jobs_02_th.gif\" alt=\"Grafik 02: Aufschwung_der schlechten Jobs\" title=\"Grafik 02: Aufschwung_der schlechten Jobs\"><\/a><\/p>\n<p>Von 2000 bis 2010 sind fast zweieinhalb Millionen bzw. zehn Prozent aller Vollzeitarbeitspl&auml;tze verloren gegangen.<\/p>\n<p><a href=\"upload\/bilder\/100909_Aufschwung_der_schlechten_Jobs_03.gif\" title=\"Grafik 03: Aufschwung_der schlechten Jobs\"><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/100909_Aufschwung_der_schlechten_Jobs_03_th.gif\" alt=\"Grafik 03: Aufschwung_der schlechten Jobs\" title=\"Grafik 03: Aufschwung_der schlechten Jobs\"><\/a><\/p>\n<p>Das Mehr an Arbeitspl&auml;tzen entpuppt sich als ein Umbau von Vollzeit-Arbeitspl&auml;tzen in viele Mini-, Midi- und Teilzeitjobs, von denen die Betroffenen nicht mehr leben k&ouml;nnen.<\/p>\n<p><a href=\"upload\/bilder\/100909_Aufschwung_der_schlechten_Jobs_04.gif\" title=\"Grafik 04: Aufschwung_der schlechten Jobs\"><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/100909_Aufschwung_der_schlechten_Jobs_04_th.gif\" alt=\"Grafik 04: Aufschwung_der schlechten Jobs\" title=\"Grafik 04: Aufschwung_der schlechten Jobs\"><\/a><\/p>\n<p>Immer mehr Erwerbst&auml;tige sind prek&auml;r besch&auml;ftigt, also unsicher und schlecht bezahlt: in Ein-Euro-Jobs, in Mini-Jobs oder in Teilzeit, befristet, in Leiharbeit, oder als Solo-Selbstst&auml;ndige.<br>\nDie &bdquo;Arbeitsmarktreformen&ldquo; haben die Prekarisierung der Besch&auml;ftigung und die Ausweitung der Niedrigl&ouml;hne massiv vorangetrieben.<\/p>\n<p>Der &bdquo;Erfolg&ldquo; der Arbeitsmarktreformen besteht wesentlich darin, dass trotz Aufschwung die Reall&ouml;hne sanken.<\/p>\n<p><a href=\"upload\/bilder\/100909_Aufschwung_der_schlechten_Jobs_05.gif\" title=\"Grafik 05: Aufschwung_der schlechten Jobs\"><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/100909_Aufschwung_der_schlechten_Jobs_05_th.gif\" alt=\"Grafik 05: Aufschwung_der schlechten Jobs\" title=\"Grafik 05: Aufschwung_der schlechten Jobs\"><\/a><\/p>\n<p>Die Arbeitsmarktreformen haben sich erheblich negativ auf die Besch&auml;ftigungsentwicklung in Deutschland und auf die Lage der Besch&auml;ftigten wie der Erwerbslosen ausgewirkt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wipo.verdi.de\/\">ver.di Wirtschaftspolitische Informationen 2\/2010<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Arbeitsmarktpolitik<\/strong><br>\nDer Arbeitsmarkt ist (&hellip;) auch Gegenstand wissenschaftlicher Analyse und Kontroversen, die wiederum Diskussionsgrundlage f&uuml;r die parteipolitischen und gewerkschaftlichen Auseinandersetzungen sind.<br>\nZudem greift Arbeitsmarktpolitik tief in die individuellen Belange der B&uuml;rger ein. Zum einen, wenn sie als Arbeitslose Zielgruppe von Arbeitsmarktpolitik sind, zum anderen ist auch ein Gro&szlig;teil der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von arbeitsmarktpolitischen Entscheidungen betroffen. Dazu z&auml;hlen etwa Regelungen zur Arbeitszeit oder zum Beitrag f&uuml;r die Arbeitslosenversicherung\/Arbeitsf&ouml;rderung.<br>\nDas Dossier stellt die theoretischen Grundlagen der Arbeitsmarktpolitik, die Ziele und die Akteure, die gesetzlichen Grundlagen und die Instrumente der Arbeitsmarktpolitik vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bpb.de\/themen\/L898IK,0,0,Arbeitsmarktpolitik.html\">Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wie von der &bdquo;Bundeszentrale&ldquo; nicht anders zu erwarten, wird in den verschiedenen Themenbereichen die &bdquo;Reformpolitik&ldquo; der Bundesregierungen positiv herausgestellt. Dennoch eine ganz interessante &Uuml;bersicht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die Verlierer der Finanz- und Wirtschaftskrise sind die jungen Menschen<\/strong><br>\nJunge Menschen haben immer weniger Chancen, einen sicheren Job zu finden oder &uuml;berhaupt in die Arbeitswelt wirklich einzusteigen. Nach einer Studie im Auftrag der B&ouml;ckler Stiftung ist f&uuml;r die jungen Menschen unter 25 Jahren eine &ldquo;Zunahme erlebter Unsicherheit und Ungleichheit&rdquo; zu verzeichnen.<br>\nNach dem Studium geht es oft in das Praktikum &ndash; und dann kommt, wenn nicht das n&auml;chste Praktikum anschlie&szlig;t, die Leiharbeit. Die Arbeitslosigkeit der 15-25-J&auml;hrigen ist seit Beginn der Finanzkrise dreimal so stark gestiegen wie in den anderen Altersgruppen. Zudem verlieren die Jungen sehr viel eher einen Job als &Auml;ltere. Die Zeiten der Arbeitslosigkeit sind zwar kleiner, aber die Wissenschaftler der Hochschule Niederrhein warnen vor den Erfahrungen einer verlorenen Generation: &ldquo;Die Erfahrung, nicht gebraucht zu werden, kann zu vermindertem Selbstvertrauen, zum Verlust sozialer Kontakte, zur psychischen Destabilisierung und zu sogar zu Depression f&uuml;hren.&rdquo;<br>\n2007 h&auml;tten 600.000 Berufsanf&auml;nger mindestens ein Praktikum absolviert. Das hei&szlig;t, sie haben kein oder wenig Geld und auch Anerkennung f&uuml;r ihre Arbeit bekommen&hellip;Die Unsicherheit betrifft nicht nur die Akademiker, sondern auch die anderen jungen Menschen. 2007 wurde nur ein Viertel der Lehrlinge &uuml;bernommen&hellip;&rdquo;Mehr als die H&auml;lfte der Leiharbeiter ist j&uuml;nger als 36 Jahre. Fast 40 Prozent der Unter-30-J&auml;hrigen mit einer Vollzeit-T&auml;tigkeit hatten 2007 keinen festen Arbeitsplatz, sondern bekamen ihr Geld von einer Zeitarbeitfirma.&rdquo;\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.heise.de\/bilder\/148324\/0\/0\" alt=\"Grafik: Junge jobben auf Zeit\" title=\"Die Verlierer der Finanz- und Wirtschaftskrise sind die jungen Menschen\"><\/p>\n<p>Quelle 1: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/148324\">Telepolis<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/32014_108684.html\">B&ouml;ckler Impuls<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>IG Metall: Kurswechsel f&uuml;r ein gutes Leben<\/strong><br>\nEine Pr&auml;sentation des Konzeptes mit vielen interessanten Daten und Grafiken.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/100909_IGMetall_Kurswechsel.pdf\">IG Metall [PDF &ndash; 8.7 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Krankenkassen und Arzneimittel. Suche Solidarit&auml;t<\/strong><br>\nEs klingt gerecht, was da in letzter Minute ins &bdquo;Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarkts&ldquo; hineindiktiert wurde: Private Krankenversicherungen sollen k&uuml;nftig nur noch die Preise f&uuml;r Arzneimittel zahlen, die die gesetzlichen Kassen mit der Pharmaindustrie ausgehandelt haben. Gleiche Preise f&uuml;r alle also. Nur ist unser Gesundheitssystem eben nicht gerecht aufgebaut. W&auml;hrend die Privatkassen sich die rentabelsten Kunden herauspicken und mit jungen, gesundheitsbewussten Akademikern ihr Geld verdienen, lastet der Preis der Solidarit&auml;t auf all jenen, die gesetzlich versichert bleiben. Deshalb gelten bisher auch nur f&uuml;r sie die Zwangsrabatte des Gesetzgebers. Dass die Regierung diese Staatshilfe nun auch Privatversicherern zugute kommen lassen will, passt ins Bild: Kopfpauschale, Abschaffung der Zusatzversicherungen, Reduzierung der Frist beim Wechsel in eine private Versicherung. Der Gesundheitsminister m&uuml;ht sich redlich, es den privaten Kassen recht zu machen. Dabei sollte er seine Energie nicht darauf verwenden, die Finanzen profitorientierter Unternehmen zu sanieren, sondern die Kostenexplosion im Gesundheitssystem zu bek&auml;mpfen, indem nur noch bezahlt wird, was erwiesenerma&szlig;en wirkt und nicht unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig teuer ist. Sonst bricht der letzte Rest Solidarit&auml;t zusammen, noch ehe der Minister sie per Dekret abschaffen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/suche-solidaritaet\/1928976.html;jsessionid=3AA2E32DA99C090FB0BDF6E66C12BDC6\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Der Tagesspiegel fast klassenk&auml;mpferisch.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Das letzte Mittel? Leiharbeit in der Pflege<\/strong><br>\nDie quantitative Bedeutung von Leiharbeit in der Gesundheitsbranche ist derzeit mit rund 19.250 Personen noch relativ gering. Jedoch l&auml;sst sich seit 2004 ein &uuml;berproportionaler Anstieg feststellen.<br>\nLeiharbeit in der Pflege ist vor allem durch die Suche nach geeignetem Fachpersonal gekennzeichnet. Hilfst&auml;tigkeiten werden durch Leiharbeit relativ selten besetzt.<br>\nLeiharbeit wird in der Pflege weitgehend nicht zur Kompensation von Auftragsspitzen eingesetzt, sondern eher als letztes Mittel zur Aufrechterhaltung der Versorgung.<br>\nDas grundlegende Problem des Fachkr&auml;ftemangels in der Pflege kann durch das Instrument der Leiharbeit keinesfalls gel&ouml;st werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.iat.eu\/forschung-aktuell\/2010\/fa2010-10.pdf\">IAT [PDF &ndash; 340 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Dennoch will die Kanzlerin Hartz IV-Empf&auml;nger zu Pflegern machen. Wer auch ein bisschen Ahnung von den Anforderungen an den Pflegedienst hat, kann &uuml;ber derartige Vorschl&auml;ge nur noch den Kopf sch&uuml;tteln.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Defizit mit System: Leere Gemeindekassen<\/strong><br>\nTransferleistungen, egal ob sie von einem B&uuml;ro im Rathaus oder einer Bundesbeh&ouml;rde verwaltet werden, sind gesamtgesellschaftliche Aufwendungen. Massenarmut ist ein Problem von nationalem Rang. Will man die Kosten, die sie verursacht, halbwegs sinnvoll gewichten, mu&szlig; man sie deshalb in Bezug zum Nationaleinkommen sehen &ndash; also der Summe aller Eink&uuml;nfte, die hierzulande eingestrichen werden. Davon machen die Sozialausgaben der Kommunen heute 1,65 Prozent aus. Das ist ziemlich exakt der Stand von Mitte der 90er Jahre.<br>\nSpektakul&auml;r ist etwas anderes. Offensichtlich w&auml;chst das Nationaleinkommen schneller und schneller, w&auml;hrend davon bei den Kommunen vergleichsweise wenig ankommt und gleichzeitig ein immer gr&ouml;&szlig;erer Teil der Bev&ouml;lkerung auf staatliche Wohlfahrt angewiesen ist. Das Defizit hat System.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/09-09\/040.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Zockerei mit Lebensversicherungen: Fatale Wette auf Leben und Tod<\/strong><br>\nEs ist ein morbides Gesch&auml;ft: Investoren wie die Deutsche Bank kaufen Lebensversicherungen alter Menschen &ndash; sie spekulieren auf deren schnellen Tod. Lange boomte der Markt, doch dann h&auml;uften sich Verluste und Betrugsf&auml;lle, die jetzt zu Hunderten vor US-Gerichten verhandelt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,711668,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ulrike Herrmann: EU-Finanzaufsicht &ndash; Alarm geschlagen wird zuletzt<\/strong><br>\nSelbst die Briten haben nicht protestiert, obwohl sie doch stets um ihren B&ouml;rsenplatz London f&uuml;rchten: Ab 2011 wird die europ&auml;ische Finanzaufsicht gest&auml;rkt. Dieser &ldquo;Durchbruch&rdquo; ist von der EU-Kommission euphorisch kommentiert worden. Tats&auml;chlich haben die europ&auml;ischen Banken und Versicherungen jedoch wenig zu bef&uuml;rchten, wie gerade die Briten bestens wissen. Bereits das Personal der neuen EU-Aufsicht ist d&uuml;rftig. Sie soll k&uuml;nftig nur etwa 100 Leute besch&auml;ftigen, die sich dann aber gleich um ganz Europa zu k&uuml;mmern haben. Zum Vergleich: Allein die deutsche Finanzaufsicht Bafin kann &uuml;ber rund 1.830 Mitarbeiter verf&uuml;gen; bei der Bundesbank kommen viele weitere Aufseher hinzu. Es ist allerdings konsequent, nur so wenige EU-Kontrolleure einzustellen. Denn ihre Aufgabe ist beschr&auml;nkt: Sie sollen Finanzkrisen nicht etwa verhindern, sondern einen m&ouml;glichen Crash nur besser abwickeln, indem die Bankenrettung k&uuml;nftig europaweit koordiniert wird. Es ist jedenfalls weit mehr als nur ein symbolisches Detail, dass noch immer die EU-Finanzminister entscheiden, wann &uuml;berhaupt eine Krise herrscht. Erst wenn dieser Notfall offiziell ausgerufen wurde, k&ouml;nnen die neuen EU-Beh&ouml;rden den europ&auml;ischen Finanzinstituten direkte Anweisungen erteilen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2010%2F09%2F08%2Fa0080&amp;cHash=2949fa43e2\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>G&ouml;nner will Volksentscheid zu Bahnprojekt &ldquo;Stuttgart 21&rdquo; pr&uuml;fen<\/strong><br>\nAngesichts der Dauerproteste gegen das Bahnprojekt &ldquo;Stuttgart 21&rdquo; will Baden-W&uuml;rttembergs Verkehrsministerin Tanja G&ouml;nner (CDU) eine von der SPD vorgeschlagene Volksabstimmung &uuml;ber das Vorhaben pr&uuml;fen. Zwar sehe sie keinen &ldquo;juristisch gangbaren Weg, der auch rechtssicher ist&rdquo;, die Bev&ouml;lkerung ein halbes Jahr nach Baubeginn &uuml;ber das Projekt abstimmen zu lassen, erkl&auml;rte G&ouml;nner am Mittwoch in Stuttgart. &ldquo;Dennoch werden wir gemeinsam mit dem Innenministerium und dem Justizministerium den Vorschlag der SPD sorgf&auml;ltig pr&uuml;fen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/news2\/aktuell\/goenner-will-volksentscheid-zu-bahnprojekt-stuttgart-21-pruefen-1601725.html\">stern<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die j&uuml;ngste Umfrage lassen nun offenbar auch der baden-w&uuml;rttembergischen Landesregierung die Knie weich werden. Die CDU bek&auml;me danach nur noch 35 Prozent gegen&uuml;ber &uuml;ber 44 Prozent bei der Landtagswahl 2006. Die FDP mit damals noch knapp 11 Prozent m&uuml;sste um den Einzug in den Landtag bangen. Die SPD landete &bdquo;unterirdisch&ldquo; bei 21 Prozent und k&ouml;nnte sich bestenfalls auf eine Rolle als Juniorpartner <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/stz\/page\/2621095_0_9223_-aktuelle-umfrage-im-suedwesten-blaest-der-wind-des-wechsels.html\">der Gr&uuml;nen (27 Prozent) einstellen<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu noch: <\/em><\/p>\n<p><strong>Was f&uuml;r &ldquo;Stuttgart 21&rdquo; spricht &ndash; und was dagegen<\/strong><br>\nZehn Milliarden Euro f&uuml;r 60 Kilometer Bahnstrecke, das ist schon ein Wort. Zu dieser Summe k&ouml;nnten sich die Baukosten f&uuml;r die neue ICE-Verbindung von Wendlingen nach Ulm addieren, wenn man den Ausf&uuml;hrungen der Verkehrsplaner Vieregg und R&ouml;ssler folgt. Im Auftrag der Landtags- und der Bundestagsfraktion der Gr&uuml;nen haben die Berater das Projekt noch einmal durchgerechnet &ndash; und stellten dabei s&auml;mtliche Annahmen der Deutschen Bahn in Frage.<br>\nIhr Ergebnis: Im g&uuml;nstigsten Fall stehen am Ende der mehr als acht Jahre veranschlagten Bauzeit inklusive Inflation rund 5,3 Milliarden Euro auf der Rechnung &ndash; deutlich mehr als die von der Bahn in der j&uuml;ngsten Kalkulation ausgewiesenen 2,89 Milliarden Euro. Allerdings halten es die Gutachter selbst f&uuml;r eher unwahrscheinlich, dass der errechnete Aufpreis ausreicht. Im Ernstfall k&ouml;nnten die Kosten sogar auf rund zehn Milliarden steigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,716467,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Fu&szlig;ball-WM: Falsche Versprechungen, &uuml;berrissene Sch&auml;tzungen, gro&szlig;e Entt&auml;uschung<\/strong><br>\nEine Studie des SAH zeigt, was die WM der Bev&ouml;lkerung in S&uuml;dafrika wirklich gebracht hat.<br>\nStatt des urspr&uuml;nglich erwarteten Gewinns von 4,9 Milliarden Rand (700 Millionen Franken) resultierte f&uuml;r S&uuml;dafrika aus der WM aber ein Netto-Verlust von mindestens 20 Milliarden Rand (2.8 Mia. Franken). Die FIFA hat gleichzeitig ihre Einnahmen gegen&uuml;ber der WM 2006 in Deutschland um 50 Prozent gesteigert. Auf ihren Druck hin hat die s&uuml;dafrikanische Regierung die Gewinne der FIFA und ihrer Partner steuerbefreit.<br>\nEntgegen den Prognosen f&uuml;hrte die WM nicht zu neuen, dauerhaften Jobs.<br>\nBereits auf Ende Juli 2010 nahm die Besch&auml;ftigung gegen&uuml;ber dem Vorjahr wieder um 4.7% ab.<br>\nAuf dem Bau gingen zwischen Juni 2009 und Juni 2010 111&acute;000 Jobs verloren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sah.ch\/data\/D23807E0\/BilanzWM2010-Das%20wichtigste%20im%20Ueberblick.pdf\">Schweizerisches Arbeiterhilfswerk [PDF &ndash; 476 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>DIW-Chef Zimmermann fordert 500.000 Zuwanderer pro Jahr<\/strong><br>\nAb 2015 droht Deutschland ein massiver Fachkr&auml;ftemangel. Angesichts der verheerenden Folgen f&uuml;r das Renten- und Sozialsystem hat sich der Chef des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) Klaus Zimmermann f&uuml;r eine deutlich offensivere Einwanderungspolitik ausgesprochen.<br>\nN&ouml;tig seien &ldquo;mindestens netto 500.000 mehr Menschen pro Jahr, um unsere Wirtschaftskraft dauerhaft zu sichern&rdquo;. Zudem m&uuml;sse das Renteneintrittsalter erh&ouml;ht werden &ndash; auf rund 70 Jahre &hellip;<br>\nAb 2015 verliere die deutsche Wirtschaft &ldquo;jedes Jahr rund 250.000 Mitarbeiter&rdquo;. Zugleich w&uuml;rden die Arbeitenden immer &auml;lter und der Anteil gering Qualifizierter nehme zu.<br>\nDie Einwanderung solle aber auf den kurzfristigen Bedarf abgestimmt sein: &ldquo;Wer einen Job hat, darf bis zu f&uuml;nf Jahre kommen.&rdquo; Zudem sprach Zimmermann sich f&uuml;r ein Punktesystem f&uuml;r dauerhafte Zuwanderung aus, &ldquo;wie es beispielsweise Australien oder Kanada praktizieren und bei dem es vor allem auf die Ausbildung ankommt&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,716284,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Zimmermann propagiert eine &bdquo;Ex-und-hopp&ldquo;-Zuwanderungspolitik, wie sie schon Ende der 50er Jahre nach der Einf&uuml;hrung der Bundeswehr von der Wirtschaft zur Erhaltung der industriellen Reservearmee gefordert wurde. Es geht bei dieser &bdquo;Zuwanderungspolitik&ldquo; nicht um Menschen, sondern ausschlie&szlig;lich um das Anheuern von Arbeitskr&auml;ften, die man dann wie Leiharbeiter nach Qualifikation, Alter oder je nach der konjunkturellen Entwicklung wieder vor die Fabriktore oder bei Zuwanderern eben wieder vor die Landesgrenze setzen kann. Hauptsache, die Wirtschaft kann ihren Bedarf an jeweils passenden Arbeitspl&auml;tzen befriedigen, die &bdquo;Aufr&auml;umarbeiten&ldquo; darf dann die Politik erledigen, und die menschlichen Schicksale spielen ohnehin keine Rolle.<br>\nDass derzeit in Deutschland 5 bis 6 Millionen Menschen schon vom Arbeitsmarkt abgekoppelt sind, kommt in diesem rein &ouml;konomistischen Denken gar nicht mehr vor.<br>\nZum Gl&uuml;ck funktioniert so eine &bdquo;Just-in-time&ldquo;-Anlieferung von passfertigen Arbeitskr&auml;ften nicht, auch nicht in Australien oder Kanada und schon gar nicht in Deutschland. Es hat sich inzwischen wohl herumgesprochen, wie man hier mit Zuwanderern umgeht. Kein Wunder, dass qualifizierte Fachkr&auml;fte eher aus- als zuwandern.<br>\nKlaus Zimmermann ist schon im Alter mit 58 offenbar nur noch beschr&auml;nkt wahrnehmungsf&auml;hig, wie w&uuml;rde das erst mit 70 aussehen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Humangenetiker zu Sarrazin-Thesen: &ldquo;Es gibt kein Juden-Gen&rdquo; <\/strong><br>\nMit seinen Thesen zur vererbbaren Dummheit und zur Intelligenz von V&ouml;lkergruppen hat Thilo Sarrazin f&uuml;r Emp&ouml;rung gesorgt. Professor Andr&eacute; Reis, Vorstand der Deutschen Gesellschaft f&uuml;r Humangenetik, erkl&auml;rt, wie wenig an den Behauptungen dran ist: \n<blockquote><p>&bdquo;Herr Reis, in seinem neuen Buch behauptet Thilo Sarrazin, dass Intelligenz &ldquo;zu 50 bis 80 Prozent erblich&rdquo; ist. Liegt Intelligenz in den Genen?<br>\nZu einem gewissen Anteil wird Intelligenz vererbt. Je nach genetischer Studie liegt dieser zwischen 50 bis 80 Prozent. Allerdings gibt es kein einzelnes Intelligenz-Gen, sondern eine Vielzahl von genetischen Faktoren ist daran beteiligt. Da diese bei den Nachkommen immer wieder neu kombiniert werden, k&ouml;nnen weniger begabte Eltern auch begabte Kinder haben und umgekehrt. Man darf es sich also nicht so einfach machen.<br>\nSarrazin geht auch davon aus, dass ganze Volksgruppen aufgrund ihrer Gene weniger intelligent sind. Gibt es einen deutschen oder t&uuml;rkischen Volks-IQ?<br>\nDas ist ein ausgemachter Unsinn. Man kann nicht behaupten, dass t&uuml;rkischst&auml;mmige Menschen generell d&uuml;mmer sind. In allen Bev&ouml;lkerungen findet sich eine Streuung &ndash; es gibt kluge Menschen und weniger intelligente. Das ist bei Deutschen nicht anders als bei T&uuml;rken, Italienern oder Griechen.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wissen\/mensch\/humangenetiker-zu-sarrazin-thesen-es-gibt-kein-juden-gen-1599193.html\">STERN<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Es gibt keine Integrationsmisere in Deutschland<\/strong><br>\nSind Muslime wirklich schlechter integriert als andere Migranten? Was taugen Sarrazins Statistiken? Die Diskussion l&auml;uft v&ouml;llig falsch, sagt Forscher Klaus Bade. Im Interview erkl&auml;rt er, warum die Integration in Deutschland viel erfolgreicher ist, als Kritiker es behaupten: \n<blockquote><p>&ldquo;Bei M&auml;nnern ohne Migrationshintergrund sind 50,3 Prozent, bei Frauen 37,5 Prozent erwerbst&auml;tig. Bei t&uuml;rkischen m&auml;nnlichen Zuwanderern sind etwa 45,1 Prozent und bei Frauen 23,5 Prozent erwerbst&auml;tig. Hinzu kommt bei vielen kleinen Familienbetrieben eine hohe Zahl von mithelfenden Angeh&ouml;rigen, die in der Statistik nicht erfasst werden &hellip; Migrantengruppen als solche gibt es nicht. Vielmehr lassen sich innerhalb der verschiedenen Herkunftsgruppen Milieus ausmachen, die ebenfalls bei der Bev&ouml;lkerung ohne Migrationshintergrund zu finden sind. T&uuml;rkische Zuwanderer schneiden in ihren schulischen Leistungen zwar im Schnitt schlechter ab als Sch&uuml;ler ohne Migrationshintergrund. Das gilt aber auch f&uuml;r andere Herkunftsgruppen wie zum Beispiel Italiener, die in der Bildungsstatistik sogar noch schlechter dastehen. &hellip; Ich sehe keine Integrationsmisere in Deutschland. Wie der Sachverst&auml;ndigenrat deutscher Stiftungen f&uuml;r Integration und Migration in seinem aktuellen Jahresgutachten gezeigt hat, verl&auml;uft Integration in Deutschland sehr viel erfolgreicher, als es die Desintegrationspublizistik glauben machen will, auch im internationalen Vergleich. Ausnahmen best&auml;tigen die Regel. In den letzten zehn Jahren ist in Sachen Integrationspolitik mehr geschehen als in den vier Jahrzehnten zuvor. Die in Deutschland geborene Zuwandererbev&ouml;lkerung der zweiten und dritten Generation erzielt in fast allen Bereichen, sei es Bildung oder Arbeitsmarkt, deutlich bessere Ergebnisse als ihre Eltern und Gro&szlig;eltern. Dieser Effekt l&auml;sst sich f&uuml;r nahezu alle Herkunftsgruppen beobachten.&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle 1: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,716081,00.html\">SPIEGEL Online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.svr-migration.de\/?page_id=2019\">Sachverst&auml;ndigenrat deutscher Stiftungen f&uuml;r Integration und Migration<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.svr-migration.de\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/einwanderungsgesellschaft_2010.pdf\">Jahresgutachten des Sachverst&auml;ndigenrates deutscher Stiftungen [PDF &ndash; 3 MB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Mal ganz platt: Wem trauen sie mehr Kompetenz zu?<br>\nDr. Thilo Sarrazin<br>\noder<br>\nProf. Dr. Klaus J. Bade, Prof. Dr. Ursula Neumann, Prof. Dr. Michael Bommes, Prof. Dr. Heinz Fa&szlig;mann, Prof. Dr. Yasemin Karakasoglu, Prof. Dr. Christine Langenfeld, Prof. Dr. Werner Schiffauer, oder Prof. Dr. Steven Vertovec vom Sachverst&auml;ndigenrat deutscher Stiftungen f&uuml;r Integration und Migration.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Kriegsvorbereitungen: &bdquo;Es geht um unser Leben&ldquo;<\/strong><br>\nDer Redaktion der NRhZ war eine Rede aufgefallen, die zum Antikriegstag im DGB-Haus in M&uuml;nchen von Stephan Lippels gehalten wurde. Wir m&ouml;chten sie unseren LeserInnen nicht vorenthalten. Er sagt in bemerkenswerter K&uuml;rze, dass es in Deutschland inzwischen ums Ganze geht. &bdquo;Es geht wegen des Kriegskurses um unser Leben!&ldquo;, sagt Lipptels. Aber merkt das wieder niemand? Lippels ist Lehrer der AG Friedliche Schule in M&uuml;nchen<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=15609\">NRhZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Pakistan: Erst zehn Prozent der Opfer erreicht<\/strong><br>\nMehr als einen Monat nach den verheerenden &Uuml;berflutungen in gro&szlig;en Teilen Pakistans sind noch immer mehr als eine Million Menschen von jeder Hilfe abgeschnitten, berichten die Mitarbeiter der internationalen Hilfsorganisation World Vision. &ldquo;Auch wenn wir uns darauf konzentrieren, die Hilfe dorthin zu bringen, wo sie am dringendsten ben&ouml;tig wird, haben wir erst zehn Prozent der betroffenen Bev&ouml;lkerung erreicht&rdquo;, berichtet Mike Bailey von World Vision. &bdquo;Viele St&auml;dte und D&ouml;rfer vor allem in Punjab sind noch immer nicht mit dem Auto zu erreichen, das Wasser hat Br&uuml;cken und Stra&szlig;en zerst&ouml;rt,&rdquo; so Mike Bailey von World Vision, &bdquo;Diarrh&ouml;e ist dort ausgebrochen, Kinder, die seit Wochen die selbe verschmutze Bekleidung tragen, leiden an Hautkrankheiten, Familien k&ouml;nnen ihre Toten nicht bestatten, weil es nirgendwo ein trockenes St&uuml;ck Land gibt.&rdquo; Telefonleitungen sind unterbrochen, die Handyverbindungen funktionieren zum Gro&szlig;teil nicht. &bdquo;Es ist noch immer &uuml;beraus schwierig, das genaue Ausma&szlig; der Sch&auml;den festzustellen, aber wir wissen, dass Kinder und Familien verzweifelt auf Wasser, Verpflegung und Notunterk&uuml;nfte angewiesen sind&rdquo;. Das &Uuml;berflutung hat mehr als 3,2 Millionen Hektar Ackerland zerst&ouml;rt. Pakistan droht in den kommenden Monaten eine entsetzliche Hungerkatastrophe, zudem sind die meisten Brunnen verseucht. Viele kleine Spit&auml;ler wurden durch die Flut einfach weggesp&uuml;lt. Die medizinische Betreuung der Bev&ouml;lkerung ist praktisch zusammengebrochen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1282979180671\/Erst-zehn-Prozent-der-Opfer-erreicht\">der Standard<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Ja brav, Angie<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/100909_Ja_brav_Angie.gif\" alt=\"Grafik von Plassmann September 07\" title=\"Ja brav, Angie\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.thomasplassmann.de\/\">Plassmann September 07 anklicken<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute u. a. zu folgenden Themen: Atomdeal oder wer die Macht in Staat hat; Ausfuhrplus und Auftragsminus; Aufschwung der schlechten Jobs; Arbeitsmarktpolitik; die Jungen als Krisenverlierer; wie &bdquo;gutes Leben&ldquo; gehen k&ouml;nnte; private Krankenkassen schmarotzen; Leiharbeit in der Pflege; leere Gemeindekassen; Zockerei der Lebensversicherer; EU-Finanzaufsicht ein Papiertiger; Volksentscheid &uuml;ber Stuttgart 21; Folgen der Fu&szlig;ball-WM; 500.000 Zuwanderer<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6694\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-6694","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6694","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6694"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6694\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7871,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6694\/revisions\/7871"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6694"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6694"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6694"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}