{"id":66961,"date":"2020-11-17T08:13:11","date_gmt":"2020-11-17T07:13:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66961"},"modified":"2020-11-17T08:02:40","modified_gmt":"2020-11-17T07:02:40","slug":"hinweise-des-tages-3742","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66961","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66961#h01\">Die Schuldenbremse w&auml;re glatter Selbstmord<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66961#h02\">So werden Joe Bidens Mitarbeiter von der R&uuml;stungsindustrie gesteuert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66961#h03\">Das M&auml;rchen von der Gleichheit in Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66961#h04\">Raus aus der Arbeitslosigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66961#h05\">Mehr Firmen sollten pleitegehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66961#h06\">Die Extrawurst der Kulturnation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66961#h07\">Corona und die deutsche Fleischindustrie &ndash; seit langem &uuml;berf&auml;llige Reformen? <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66961#h08\">Hartz IV &ndash; Staatlich verordnete Armut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66961#h09\">Wutsache: Abstiegsangst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66961#h10\">Medizinstatistiker: Bev&ouml;lkerung wird mit widerspr&uuml;chlichen Aussagen konfrontiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66961#h11\">Tauziehen im Teil-Lockdown<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66961#h12\">Verquere Schuldzuweisungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66961#h13\">Bundesdatensch&uuml;tzer: Offene Warnung zur elektronischen Patientenakte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66961#h14\">Die B&uuml;rger haben klar gesagt: Autos raus, &ouml;ffentlicher Nahverkehr und Fu&szlig;g&auml;nger rein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66961#h15\">Hartz 4 in NRW: Sch&uuml;ler sitzt im Unterricht &ndash; pl&ouml;tzlich schl&auml;gt das Jobcenter zu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66961#h16\">&ldquo;Ihre K&auml;mpfe sind auch unsere K&auml;mpfe&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66961#h17\">Der gr&uuml;ne Angriff der Gates-Stiftung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66961#h18\">Big Teacher &uuml;bernimmt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die Schuldenbremse w&auml;re glatter Selbstmord<\/strong><br>\nDie Corona-Pandemie l&ouml;ste eine heftige Wirtschaftskrise aus. Beim Ausbruch der zweiten Infektionswelle beschloss die Bundesregierung ein weiteres Konjunkturpaket sowie Hilfsma&szlig;nahmen f&uuml;r Unternehmen, um die Effekte des Teil-Lockdowns abzumildern. Gleichzeitig h&auml;lt sie an einer R&uuml;ckkehr zur Schuldenbremse fest. Und das bedeutet Austerit&auml;t.<br>\nDie LINKE schl&auml;gt stattdessen vor, die Staatsausgaben zu erh&ouml;hen und die Auswirkungen der Corona-Krise durch eine Verm&ouml;gensabgabe zu finanzieren. Diesen Vorschlag lie&szlig; die Linksfraktion durch das DIW (Deutsches Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung) pr&uuml;fen, welches das Konzept am 4. November in einer Studie f&uuml;r angemessen befand.<br>\nJACOBIN hat mit dem LINKE-Politiker Fabio De Masi &uuml;ber seinen Vorschlag gesprochen. De Masi ist stellvertretender Vorsitzender und finanzpolitischer Sprecher der Linksfraktion im Bundestag.<br>\nMitten in der Corona-Krise forderst Du eine Verm&ouml;gensabgabe f&uuml;r Multimillion&auml;re und Milliard&auml;re. Warum?<br>\nWir wollen die Verm&ouml;gensabgabe erst nach der Krise erheben. Wir m&uuml;ssen aber vor der Bundestagswahl Klarheit dar&uuml;ber haben, wer den Abwasch macht, wenn die Bundesregierung ab 2022 wieder die Schuldenbremse einhalten will. Und ich finde, das sollten das oberste 1 Prozent in diesem Land tun und nicht diejenigen, die wie die Pflegekr&auml;fte oder Kassiererinnen den Laden am Laufen gehalten haben. In der aktuellen Notsituation darf der Staat Kredite aufnehmen. Und das ist auch sinnvoll, um Unternehmen und Jobs nicht sterben und dann auch die Steuereinnahmen nicht wegbrechen zu lassen.<br>\nWelchen Effekt wird eine R&uuml;ckkehr zur Schuldenbremse haben?<br>\nWenn man nach der Corona-Krise wieder zur Schuldenbremse zur&uuml;ckkehrt und fast keine Kredite mehr aufnimmt, ist dies eine Bremsung von 100 auf null. Dann drohen K&uuml;rzungen bei Investitionen und Sozialstaat oder man muss die Steuern erh&ouml;hen. Und wenn man die Steuern erh&ouml;ht, dann wenigstens bei denen, die in der Krise profitiert haben und denen es nicht weh tut.<br>\nWie Du bereits erw&auml;hntest plant die Bundesregierung schon &uuml;bern&auml;chstes Jahr zur Schuldenbremse zur&uuml;ckzukehren. Dass die Auswirkungen der Corona-Krise bis dahin abgeklungen sind, ist nicht sehr wahrscheinlich. Was kommt nach der Bundestagswahl auf uns zu?<br>\nDas wird ein St&uuml;ck weit davon abh&auml;ngen, wie sich die Wirtschaft entwickelt und erholt. Aber die Schuldenbremse w&uuml;rde so brutal reinhauen, dass die Bundesregierung sie mit Haushaltstricks umgehen muss. Egal was die erz&auml;hlen. Alles andere w&auml;re Selbstmord.<br>\nNur wollen sie das nicht zu laut sagen. Und zwar nicht, weil die Schuldenbremse erfolgreich w&auml;re und tats&auml;chlich Schulden bremst &ndash; sie bremst vielmehr die Investitionen. Die Schuldenbremse ist einfach hervorragend, um Druck auf die Staatsausgaben zu machen und etwa Privatisierungen von Autobahnen zu f&ouml;rdern. Das ist viel teurer f&uuml;r die Steuerzahler, als wenn der Finanzminister einen Kredit aufnimmt. Weil dann m&uuml;ssen die Steuerzahler den Konzernen auch die Rendite finanzieren und der Staat kann sich billiger Geld leihen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/fabio-de-masi-vermoegensabgabe-schuldenbremse-interview\/\">Jacobin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>So werden Joe Bidens Mitarbeiter von der R&uuml;stungsindustrie gesteuert<\/strong><br>\nIm Juli 2019 bekr&auml;ftigte Joe Biden &ndash; damals inmitten des Wahlkampfes um die US-Pr&auml;sidentschaft &ndash; in einer programmatischen Rede zur Au&szlig;enpolitik, es sei &ldquo;an der Zeit, die ewigen Kriege zu beenden, die uns unermessliche Mengen an Blut und Geld abverlangt haben&rdquo;. Nun aber rekrutiert der designierte Pr&auml;sident f&uuml;r sein Kabinett Spitzenpersonal mit engen Verbindungen zur R&uuml;stungsindustrie. Darauf weisen zunehmend alternative Medien in den USA hin, w&auml;hrend der Mainstream &uuml;ber den Anti-Trump Joe Biden und seine Vizepr&auml;sidentin Kamala Harris, die erste Afroamerikanerin und Frau auf dem Posten, jubeln.<br>\nDie Realit&auml;t sieht freilich anders aus: Biden war als Vizepr&auml;sident unter Barack Obama nicht nur f&uuml;r die Kriege im Jemen, in Libyen, Afghanistan und anderen L&auml;ndern mitverantwortlich. Er holt nun Lobbyisten eben jener Industrie ins sein Regierungsboot, die unmittelbar von diesen &ldquo;ewigen Kriegen&rdquo; profitiert.<br>\nDas zeigte sich auch am Dienstag vergangener Woche, als Biden seine sogenannten &Uuml;berpr&uuml;fungsteams f&uuml;r die US-Beh&ouml;rden und Ministerien vorstellte. Diese Teams seien &ldquo;daf&uuml;r verantwortlich, die Gesch&auml;fte jeder Beh&ouml;rde zu erfassen, eine reibungslose &Uuml;bergabe zu organisieren und sich zu gew&auml;hrleisten, dass der designierte Pr&auml;sident Biden und die designierte Vizepr&auml;sidentin Harris sowie ihr Kabinett vom ersten Tag an einsatzbereit sind&rdquo;.<br>\nUnd nun wird es spannend: Von den 23 Personen des &Uuml;berpr&uuml;fungsteams f&uuml;r das US-Verteidigungsministerium, f&uuml;hren acht &ndash; also etwas mehr als ein Drittel &ndash; als ihre letzten Arbeitgeber Organisationen, Think Tanks oder Unternehmen an, die entweder direkt Geld von der R&uuml;stungsindustrie erhalten haben oder dieser Branche unmittelbar zuzurechnen sind, wie Sarah Lazare vom US-Onlineportal In These Times schreibt. Tats&auml;chlich mag die Zahl der freiwilligen oder bezahlten Mitarbeiter der &Uuml;bergangsteams von Biden und Harris h&ouml;her sein. Es hat schlicht noch niemand die Hintergr&uuml;nde aller Mitarbeiter der &ldquo;Transition Teams&rdquo; systematisch untersucht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/So-werden-Joe-Bidens-Mitarbeiter-von-der-Ruestungsindustrie-gesteuert-4960362.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Das M&auml;rchen von der Gleichheit in Europa<\/strong><br>\nDeutsche Wirtschaftsforscher sagen eine zunehmende Spaltung der Eurozone zwischen reichem Norden und verarmendem S&uuml;den voraus.<br>\nDie sozio&ouml;konomische Spaltung der Eurozone zwischen dem reichen Norden und dem verarmenden S&uuml;den wird weiter zunehmen: Dies sagt das unternehmensnahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in einer aktuellen Studie voraus. Demnach hat sich die Kluft innerhalb des W&auml;hrungsgebiets bereits in den Jahren von 2009 bis 2018 deutlich vertieft, weil die Wirtschaft im Norden um 37,2 Prozent, diejenige im S&uuml;den hingegen lediglich um 14,6 Prozent wuchs. Diese Entwicklung wird dem IW zufolge in den n&auml;chsten 25 Jahren anhalten. F&uuml;r Osteuropa konstatiert das IW einen gewissen &ouml;konomischen Aufholeffekt, der aber aufgrund der desolaten Ausgangslage nach der Deindustrialisierung der 1990er Jahre nicht zu einem Einholen des Westens f&uuml;hren wird; die kaum ver&auml;nderte Funktion der Region als verl&auml;ngerte Werkbank insbesondere der deutschen Exportindustrie l&auml;sst eine eigenst&auml;ndige Wachstumsperspektive nicht zu. Laut Auffassung von Beobachtern wird die Coronakrise die Spaltung zwischen Nord und S&uuml;d zus&auml;tzlich vertiefen. Eigentliche Ursache der Ungleichheit sind die deutschen Handels&uuml;bersch&uuml;sse und die Berliner K&uuml;rzungsdiktate.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8443\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Raus aus der Arbeitslosigkeit<\/strong><br>\nDie Zeitarbeit hat in Deutschland einen schlechten Ruf &ndash; doch gerade Menschen ohne eine abgeschlossene Berufsausbildung kann sie den Sprung zur&uuml;ck in den Arbeitsmarkt erm&ouml;glichen. Das belegt eine am Montag ver&ouml;ffentlichte Befragung des arbeitgebernahen Instituts der Deutschen Wirtschaft in K&ouml;ln (IW) unter rund 8300 Zeitarbeitskr&auml;ften. Arbeitslosigkeit zu beenden oder zu vermeiden, war demnach f&uuml;r sechs von zehn Besch&auml;ftigten in der Zeitarbeit das Motiv, eine Stelle bei ihrem aktuellen Arbeitgeber anzutreten. Personen ohne eine abgeschlossene Berufsausbildung gaben dieses Motiv am h&auml;ufigsten an (64 Prozent), es spielte aber auch f&uuml;r jede zweite akademisch qualifizierte Zeitarbeitskraft eine Rolle. Die Arbeitnehmer&uuml;berlassung habe also eine wichtige besch&auml;ftigungspolitische Funktion, folgern die Autoren Holger Sch&auml;fer, Thomas Schleiermacher und Oliver Stettes.<br>\nDie Befragung erfolgte, finanziell unterst&uuml;tzt durch den Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister und den Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen, Ende 2018 und Anfang 2019 &ndash; also etwa eineinhalb Jahre, nach der j&uuml;ngsten Regulierung der Branche. Zeitarbeitskr&auml;fte m&uuml;ssen seit dem Fr&uuml;hjahr 2017 nach neun Monaten Einsatzzeit im Betrieb genauso entlohnt werden wie vergleichbare Stammarbeitskr&auml;fte (&bdquo;Equal Pay&ldquo;) und d&uuml;rfen im Regelfall zudem nur noch 18 Monate im gleichen Unternehmen eingesetzt sein. Die Idee dahinter war, Zeitarbeiter vor Ausbeutung sowie die Arbeitspl&auml;tze der Stammbesch&auml;ftigten zu sch&uuml;tzen. Die Studie weckt allerdings Zweifel, ob das tats&auml;chlich gelungen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/karriere-hochschule\/iw-studie-zeitarbeit-bietet-eine-bruecke-in-den-arbeitsmarkt-17055231.html\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Der Arbeitgeberverband Zeitarbeit l&auml;sst beim arbeitgeberfinanzierten Institut der Deutschen Wirtschaft eine Gef&auml;lligkeitsstudie verfassen &ndash; was wird wohl das Ergebnis sein? Das Zeitarbeit eine ganz tolle Sache ist. Zeitarbeit als Ausweg aus der Arbeitslosigkeit, wer h&auml;tte das gedacht? Eine Selbstverst&auml;ndlichkeit, weil die allerwenigsten freiwillig einen vern&uuml;nftigen, sicheren Arbeitsplatz *au&szlig;erhalb der Zeitarbeitsbranche* verlassen, um als unterbezahlte Zeitarbeitskraft bibbern und darben zu m&uuml;ssen. &ldquo;Die Arbeitnehmer&uuml;berlassung habe also eine wichtige besch&auml;ftigungspolitische Funktion&rdquo;, weil sie politisch zugelassen wird und die Unternehmen nicht wie fr&uuml;her, vor vielen Jahrzehnten, feste, unbefristete Arbeitsstellen anbieten, vielfach also Zeitarbeit perverser Weise fast die einzige Chance ist. &ldquo;Zeitarbeitskr&auml;fte m&uuml;ssen seit dem Fr&uuml;hjahr 2017 nach neun Monaten Einsatzzeit im Betrieb genauso entlohnt werden wie vergleichbare Stammarbeitskr&auml;fte (Equal Pay) und d&uuml;rfen im Regelfall zudem nur noch 18 Monate im gleichen Unternehmen eingesetzt sein. [&hellip;] Rund ein Drittel der befragten Zeitarbeiter wurde im Jahr 2018 jedoch von einem Einsatz abgemeldet, obwohl sie dort gern l&auml;nger geblieben w&auml;ren. [&hellip;] [Die Studienautoren] pl&auml;dieren daf&uuml;r, die H&ouml;chst&uuml;berlassungsdauer in der Krise tempor&auml;r auszusetzen.&rdquo; &ndash; Also dass ein Zeitarbeiter l&auml;nger a<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Mehr Firmen sollten pleitegehen<\/strong><br>\nDie Milliardenhilfen des Staates setzten auf Dauer falsche &ouml;konomische Anreize, findet Christian Sewing. Es brauche mehr &ldquo;kreative Zerst&ouml;rung&rdquo;. Die Bundesbank warnt derweil vor einer Pleitewelle 2021.<br>\nDie Deutsche Bank warnt angesichts der immer neuen Rettungsprogramme vor der wachsenden Macht des Staates in der Wirtschaft. &ldquo;Es kann nicht nach dem Gieskannenprinzip weitergehen. Das schadet unserer Volkswirtschaft&rdquo;, sagte Konzernchef Christian Sewing (50) am Montag beim CDU-Wirtschaftstag in Berlin. Breit angelegte staatliche Subventionen setzten auf Dauer falsche &ouml;konomische Anreize. Unternehmen m&uuml;ssten sich an die neuen Gegebenheiten anpassen, auch wenn dies mit Schmerzen verbunden sei. &ldquo;Wir m&uuml;ssen ein gewisses Ma&szlig; an kreativer Zerst&ouml;rung zulassen.&rdquo;<br>\nSewing befeuert damit eine Debatte, sie seit Wochen zunehmend hitzig gef&uuml;hrt wird. Zum einen fordern die Wirtschaftsverb&auml;nde fast unisono staatliche Hilfen. Insbesondere in Branchen wie Touristik, Einzelhandel, Luftfahrt oder Gastronomie sind viele Unternehmen auf &Uuml;berbr&uuml;ckungshilfen angewiesen, um ihr &Uuml;berleben zu sichern. Andererseits warnen &Ouml;konomen und auch der Kreditversicherer Euler Hermes vor einer &ldquo;Zombie-Wirtschaft&rdquo;, weil etwa die Regeln f&uuml;r einen Insolvenzschutz verl&auml;ngert wurden und Firmenpleiten damit aktuell verhindert werden.<br>\nUnter der sch&uuml;tzenden Oberfl&auml;che des Staatsmilliarden g&auml;rt es, was vor allem in der Finanzwirtschaft Sorgen sch&uuml;rt. So rechnet die Bundesbank angesichts der sich wieder versch&auml;rfenden Corona-Krise mit zunehmenden Kreditausf&auml;llen. Mit der l&auml;nger dauernden Krise werde es zu Solvenzproblemen bei Unternehmen kommen, die sich dann auf das Finanzsystem auswirkten, sagte Bundesbank-Vorst&auml;ndin Sabine Mauderer (50) am Montag auf einer virtuellen Finanzkonferenz. &ldquo;Steigende Insolvenzen im Unternehmenssektor werden zu Kreditausf&auml;llen und zu Wertberichtigungen f&uuml;hren.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.manager-magazin.de\/politik\/deutschland\/deutsche-bank-chef-fordert-mehr-firmenpleiten-a-8c89e387-7b8b-42a9-8433-690062b99f63\">manager magazin<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Es ist nachvollziehbar, dass die Banken Angst haben, Kredite an Unternehmen zu vergeben, die eigentlich schon insolvent sind und deren Bonit&auml;t sie nicht richtig absch&auml;tzen k&ouml;nnen. Aber die Aufforderung zur &ldquo;kreativen Zerst&ouml;rung&rdquo; und zu einem Ende der staatlichen Hilfen klingt sehr apart, wenn sie von aus einer Branche ge&auml;u&szlig;ert wird, die in der Finanzkrise 2007\/2009 nur durch extrem hohe staatliche Hilfen vor dem Untergang gerettet wurde, Stichwort &ldquo;too big to fail&rdquo;. Auch die Deutsche Bank, die es dann nicht wahrhaben wollte, ist damals mindestens indirekt vom deutschen Staat und auch <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/deutsche-bank-wer-sich-schaemen-muss-1.525860\">den USA gerettet worden<\/a> und w&uuml;rde sich ganz bestimmt auch heute in einer schwierigen Lage nicht &ldquo;sch&auml;men&rdquo;, Staatsgeld anzunehmen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die Extrawurst der Kulturnation<\/strong><br>\nDie Art und Weise, wie die &bdquo;Nation&ldquo; Deutschland angesichts der aktuellen Coronakrise mit der &bdquo;Kultur&ldquo; umgeht, gibt durchaus Anlass zu der Frage, ob die Denkfigur der &bdquo;Kulturnation&ldquo; nicht gerade dabei ist, ihren Bankrott zu erkl&auml;ren.<br>\nVom anderen Ende der Kultur-Wertsch&auml;tzungsskala her erklingt eine nicht minder merkw&uuml;rdige Formulierung: Nordrhein-Westfalens Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen schrieb den K&uuml;nstlern ihres Landes angesichts von deren Aufm&uuml;pfigkeit gegen den aktuellen Corona-Lockdown unl&auml;ngst ins Stammbuch: &bdquo;Die Kultur muss aufpassen, dass sie nicht immer eine Extrawurst br&auml;t.&ldquo; Im Kulturausschuss des Landtags mahnte sie die Kulturszene, sich &bdquo;nicht zu sehr aus dem gesellschaftlichen Konsens herauszubewegen&ldquo;. Denn das k&ouml;nne der Kultur dauerhaft schaden. M&uuml;sste sich die Ministerin aber nicht vielmehr fragen, inwieweit sie selbst der Kultur mit solchen &Auml;u&szlig;erungen schadet? Dass sie ihre Formulierung sp&auml;ter dahingehend relativierte, die Kultur d&uuml;rfe in der aktuellen dramatischen Infektions-Lage &bdquo;keine Sonderrolle f&uuml;r sich beanspruchen&ldquo;, macht die Sache ja nicht wirklich besser. Denn auch sie liegt auf Linie mit &Auml;u&szlig;erungen des NRW-Ministerpr&auml;sidenten Armin Laschet und mit dem Tenor des Lockdown-Beschlusses der Bundeskanzlerin und der Regierungschefs der L&auml;nder vom 28. Oktober. Er verf&uuml;gt die Schlie&szlig;ung von &bdquo;Institutionen und Einrichtungen, die der Freizeitgestaltung zuzuordnen sind&ldquo;. Dabei ist keineswegs der Begriff Freizeit als solcher zu beanstanden &ndash; wo, wenn nicht dort, w&auml;re die &bdquo;Erziehung des Menschengeschlechts&ldquo; denn sonst zu verorten? In der durchkapitalisierten und entsprechend entfremdeten Arbeitswelt doch wohl kaum. Fatal aber ist, wie der Beschluss unter diesem Oberbegriff &Auml;pfel mit Birnen gleichsetzt: Theater, Opern, Konzerth&auml;user rangieren da gleich neben Spielhallen, Bordellen, Spa&szlig;b&auml;dern, Saunen und anderem mehr, was dem Menschen Vergn&uuml;gen macht. Wie gesagt: Keine Extrawurst f&uuml;r die Kultur!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/die-deutsche-buehne.de\/krisentagebuch-28-die-extrawurst-der-kulturnation?fbclid=IwAR3gToQYzblkAfy04nEruDvHMKJrCmZZYBt0RPx9M_Py6AxgZRCN9u9FPCQ\">Die Deutsche B&uuml;hne<\/a>\n<p><strong>dazu zu den fatalen Folgen des Lockdowns f&uuml;r die Kulturschaffenden: Kultur ist kein Hobby &ndash; Ist die Politik ignorant?<\/strong><br>\nEinst gab es Millionen Feldhamster, eine Selbstverst&auml;ndlichkeit &ndash; nun ist das Tier vom Aussterben bedroht und auf der Roten Liste gef&auml;hrdeter Arten. K&ouml;nnte der Kultur, bisher selbstverst&auml;ndlicher Teil des Alltags, etwa &auml;hnliches bl&uuml;hen? Eine Rote Liste f&uuml;r Kulturinstitutionen hat deshalb jetzt der Deutsche Kulturrat wieder aufgelegt: Viele Museen, Orchester oder Veranstaltungsorte sind akut bedroht, darunter das Berliner Unterweltenmuseum, das im Jahr normalerweise weit &uuml;ber 300.000 Besucher durch denkmalgesch&uuml;tzte Orte f&uuml;hrt. Ist der neuerliche Shutdown jetzt der Todessto&szlig;? Nicht nur f&uuml;r Institutionen, sondern vor allem f&uuml;r einzelne Menschen in der Kultur- und Kreativwirtschaft geht es mittlerweile ums nackte &Uuml;berleben. 1,5 Millionen Besch&auml;ftigte sind dort laut Bundesregierung t&auml;tig und erwirtschaften &uuml;ber 100 Milliarden Umsatz.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/kultur\/aspekte\/aspekte-vom-13-november-2020-100.html\">ZDF<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Corona und die deutsche Fleischindustrie &ndash; seit langem &uuml;berf&auml;llige Reformen? <\/strong><br>\nDie Emp&ouml;rung &uuml;ber die Arbeitsbedingungen ist aus wissenschaftlicher wie auch aus gewerkschaftlicher Sicht verwunderlich. Medienberichte &uuml;ber die schlechten Arbeits- und Unterkunftsbedingungen und wissenschaftliche Analysen zu den institutionellen Rahmenbedingungen der deutschen Fleischindustrie weisen bereits seit Jahren auf die Probleme der Besch&auml;ftigten hin. Nach Angaben des Bundesministeriums f&uuml;r Arbeit und Soziales spielen ausl&auml;ndische Besch&auml;ftigte aus den neuen Mitgliedstaaten der Europ&auml;ischen Union eine zentrale und teilweise existenzsichernde Rolle in der etwa 200.000 Besch&auml;ftigten starken Fleischwirtschaft. Die genaue Anzahl der ausl&auml;ndischen Besch&auml;ftigten ist jedoch nicht bekannt, da Werkvertr&auml;ge, Selbstst&auml;ndigkeit und entsandte Besch&auml;ftigung neben regul&auml;rer Besch&auml;ftigung mittlerweile Branchenpraxis sind und die Fleischindustrie zu einer deregulierten, gr&ouml;&szlig;tenteils gewerkschafts- und betriebsratsfreien Zone geworden ist. Die Akteure in der Branche profitieren seit Jahrzehnten von den mobilen Besch&auml;ftigten aus Rum&auml;nien, Bulgarien und Polen, die aufgrund ihrer Besch&auml;ftigung bei Werkvertragsfirmen in Bezug auf Lohn, Arbeitsschutz und Unterkunft systematisch benachteiligt werden.<br>\nEin Verbot von Werkvertr&auml;gen im Kerngesch&auml;ft ab dem 01.01.2021 w&auml;re in der Tat eine konsequente Ma&szlig;nahme. Aber es bleibt abzuwarten, wie das Gesetz letztendlich aussehen wird und wie genau zum Beispiel das Kerngesch&auml;ft definiert werden wird. Werden die Regeln auch f&uuml;r das Verpacken und Weiterverarbeiten gelten oder bietet das Gesetz hier Schlupfl&ouml;cher? Werden nur Werkvertr&auml;ge verboten oder auch die Leiharbeit? Nicht vergessen werden darf auch: Es ist sowohl aus deutscher als auch aus europarechtlicher Perspektive fraglich, ob es zul&auml;ssig ist, in einer Branche Werkvertr&auml;ge vollst&auml;ndig zu verbieten, w&auml;hrend sie in anderen Zweigen zul&auml;ssig bleiben. Auch die Branchen Logistik und Spedition, in denen Werkvertr&auml;ge ebenso zur Verschleierung der Arbeitsbedingungen zu Lasten der Besch&auml;ftigten genutzt werden, w&uuml;rden aus Besch&auml;ftigtenperspektive von einer Ausweitung des Gesetzes profitieren.<br>\nRichtig und wichtig ist, dass das neue Gesetz die bisher zu lange &uuml;bersehenen Unterbringungsbedingungen der Besch&auml;ftigten ins Visier nimmt. Bereits 2014 berichteten Medien &uuml;ber im Wald wohnende ausl&auml;ndische Arbeitskr&auml;fte, die unter extrem prek&auml;ren Umst&auml;nden in der deutschen Fleischindustrie besch&auml;ftigt waren. Aber erst jetzt nach den regionalen Corona-Ausbr&uuml;chen in fleischverarbeitenden Betrieben, die zu zeitweisen regionalen Lockdowns f&uuml;hrten, wurde die Unterbringung der ausl&auml;ndischen Besch&auml;ftigten politisch thematisiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wsi.de\/de\/blog-17857-corona-und-die-deutsche-fleischindustrie-seit-langem-uberfaellige-reformen-27685.htm\">WSI<\/a>\n<p><strong>aber: T&ouml;nnies-Hauptfleischfabrik fast wieder bei 100 Prozent Kapazit&auml;t<\/strong><br>\nMitte Juni stand der Betrieb komplett still &ndash; doch inzwischen l&auml;uft die Hauptfleischfabrik von T&ouml;nnies wieder auf Hochtouren. In seinem Werk in Rheda-Wiedenbr&uuml;ck hat der Fleischkonzern wieder nahezu 100 Prozent der Schlachtkapazit&auml;ten erreicht. Am Montag konnte nach der Zustimmung der Beh&ouml;rden eine neue Zerlegelinie f&uuml;r Schinken den Betrieb aufnehmen, teilte der Konzern mit. Pro Tag k&ouml;nnen demnach rund 8000 Schweine mehr geschlachtet werden als zuletzt.<br>\nT&ouml;nnies musste im Sommer wegen einer Vielzahl von Corona-Infektionen bei den Arbeitern das Werk in Ostwestfalen schlie&szlig;en, neue Hygienekonzepte erarbeiten und neue Filtertechnik sowie trennende Plexiglasscheiben zwischen den Arbeitern einbauen. Das f&uuml;hrte zu einer geringeren Zahl von geschlachteten Schweinen und f&uuml;r ein Absatzproblem bei den Landwirten in der Region. F&uuml;r die neue Einheit nutzt T&ouml;nnies freigewordenen Platz durch die im Sommer nach Niedersachsen verlegte Rinderzerlegung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/nach-corona-schliessung-toennies-fleischfabrik-bei-fast-100-prozent-kapazitaet-a-c448a060-a0b8-4484-8de1-cc2144d448ae?sara_ecid=soci_upd_KsBF0AFjflf0DZCxpPYDCQgO1dEMph\">Spiegel<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Hartz IV &ndash; Staatlich verordnete Armut<\/strong><br>\nHartz IV st&uuml;rzt bis heute Betroffene in Armut. Auch wenn der Regelsatz zum Jahreswechsel leicht erh&ouml;ht wird, f&uuml;hrt er Monat f&uuml;r Monat zu einem Kampf um die eigene W&uuml;rde. defacto hat Menschen besucht, die mit der staatlichen Grundsicherung auskommen m&uuml;ssen.<br>\n&ldquo;Hartz IV bedeutet Armut&rdquo; hie&szlig; es auf den gro&szlig;en Demonstrationen gegen die Einf&uuml;hrung der Hartz-Gesetze, mit denen 2005 Sozialhilfe und Arbeitslosengeld auf niedrigstem Niveau zusammengelegt wurden. Tats&auml;chlich st&uuml;rzt die staatliche Grundsicherung bis heute Betroffene in Armut. Zum Jahreswechsel wird zwar der Regelsatz erh&ouml;ht, Alleinstehende erhalten dann 446 Euro statt heute 432 Euro. Aber auch das wird an der prek&auml;ren Lage nichts &auml;ndern. Denn der viel zu niedrige Regelsatz f&uuml;hrt Monat f&uuml;r Monat zu einem Kampf um die eigene W&uuml;rde. Und dass, obwohl mittlerweile etliche h&ouml;chstrichterliche Entscheidungen klarstellen, dass der Hartz IV-Regelsatz so berechnet werden muss, dass physisches und soziokulturelles Existenzminimum gew&auml;hrleistet sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.hr-fernsehen.de\/sendungen-a-z\/defacto\/sendungen\/defacto--hartz-iv-staatlich-verordnete-armut,sendung-103846.html\">HR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Wutsache: Abstiegsangst<\/strong><br>\nDie Wachstumsraten in der deutschen Wirtschaft sind weiterhin hoch, dennoch schrumpft die Zahl derer, die zur klassischen Mittelschicht geh&ouml;ren, seit Jahren. Die Angst vor sozialem Abstieg und Altersarmut bef&auml;llt immer mehr Menschen in der Mitte der Gesellschaft.<br>\nDas Ehepaar Funk aus Berlin dachte fr&uuml;her, es k&ouml;nnte mit seinem Einkommen in Berlin gut leben. Heute sind Bj&ouml;rn und seine Frau Julia ern&uuml;chtert und frustriert. Er arbeitet freiberuflich als Tontechniker. Sie ist als Logop&auml;din fest angestellt. Mit ihrem Nettoeinkommen von rund 3200 Euro z&auml;hlt das Paar zur Mittelschicht, aber das Geld reicht kaum, um die laufenden Kosten zu decken und die vierk&ouml;pfige Familie finanziell &uuml;ber Wasser zu halten. An Sparen oder Altersvorsorge ist nicht zu denken. Auch eine gr&ouml;&szlig;ere Wohnung ist in Berlin unbezahlbar. Die w&auml;re aber dringend notwendig. Die Familie lebt beengt in einer Dreizimmerwohnung: Die beiden Kinder Konrad und Lioba m&uuml;ssen sich ein Zimmer teilen. An das Versprechen &ldquo;Wohlstand f&uuml;r alle&rdquo; glaubt Familie Funk nicht mehr.<br>\nAuch Olaf und Maren K&ouml;nemann haben ein Leben lang gearbeitet. Mit ihrem gemeinsamen Nettoeinkommen von rund 3400 Euro monatlich kommen sie zwar noch &uuml;ber die Runden, aber der Blick auf die Rentenbescheide l&ouml;st Frust aus. Wenn das Ehepaar in gut 14 Jahren in Rente geht, dann muss es von rund 1900 Euro leben. Diese Summe wird nicht reichen, um die monatlichen Ausgaben zu decken. Maren war zehn Jahre selbstst&auml;ndig t&auml;tig und hat in dieser Zeit nicht in die Rentenkasse eingezahlt. Die Altersarmut &ndash; auch durch die niedrigen Erwerbsjahre der Ehefrau &ndash; scheint vorprogrammiert. Und so geht es vielen in der Mittelschicht: Im Alter wird die gesicherte Existenz zur Illusion.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/dokumentation\/zdf-reportage\/wutsache-abstiegsangst-100.html\">ZDF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Zwei Reportagen aus einem Land in dem es &bdquo;allen gut geht&ldquo; (ja, es gibt auch immer wieder kritischen Journalismus in den &ouml;ffentlich-rechtlichen Sendern). Gerade die Reportage &uuml;ber Hartz IV zeigt zum ungez&auml;hlten Male wie zynisch und menschenverachtend dieses System ist. An Zynismus nicht zu &uuml;berbieten die Berechnungsgrundlage f&uuml;r den Regelbedarf am Beispiel einer Tasse Kaffee. Demnach steht einen Betroffenen daf&uuml;r ein Viertel eines Kaffeefilters f&uuml;r 1 Cent zur Verf&uuml;gung.<\/em><\/p>\n<p><strong>Siehe auch: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60786\">Armutsforscher Butterwegge: &bdquo;N&ouml;tig w&auml;re ein Corona-Soli&ldquo;<\/a><\/strong>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Medizinstatistiker: Bev&ouml;lkerung wird mit widerspr&uuml;chlichen Aussagen konfrontiert<\/strong><br>\nDass rigorose Ma&szlig;nahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie nicht unbedingt Erfolg br&auml;chten, zeige der Blick auf die Nachbarl&auml;nder oder Spanien, sagte der Medizinstatistiker Gerd Antes im Dlf.<br>\nGerd Antes, Medizinstatistiker aus Freiburg, kritisierte im Deutschlandfunk, dass es kaum Studien gebe, die uns Steuerungsinstrumente liefern k&ouml;nnten, mit denen differenziertere Ma&szlig;nahmen m&ouml;glich seien. Au&szlig;erdem werde die Bev&ouml;lkerung mit widerspr&uuml;chlichen Aussagen konfrontiert, das bringe eine Desorientierung mit sich. [&hellip;]<br>\nJ&uuml;rgen Zurheide: Bevor wir jetzt reden und auch durchaus kritisch reden wollen, will ich eine Vorbemerkung machen, die ist mir allerdings auch wichtig: Sie sind kein Corona-Leugner oder keiner derjenigen, die da auf die Stra&szlig;e gehen und sagen, das ist alles Unsinn, oder?<br>\nGerd Antes: Nein, im Gegenteil, ich nehme es sehr ernst, und die Lage ist auch tats&auml;chlich sehr ernst. [&hellip;]<br>\nZurheide: Warum haben Sie Schwierigkeiten &ndash; und ich sage, wir haben vorher mehr als einmal miteinander gesprochen &ndash;, warum haben Sie Schwierigkeiten mit Botschaften, die im Moment vom RKI-Pr&auml;sidenten kommen, aber auch von dem einen oder anderen Politiker oder einen oder anderen Politikerin, erst mal grunds&auml;tzlich?<br>\nAntes: Ja, einmal habe ich nat&uuml;rlich Schwierigkeiten damit, dass die Bev&ouml;lkerung dauernd mit widerspr&uuml;chlichen Aussagen konfrontiert wird oder auch &uuml;berrollt wird. Dann ist es irgendwann verhalten optimistisch, die Zahlen sagen das Gegenteil, oder die Kanzlerin sagt, oh, es ist ganz dramatisch, und wir versuchen, ein nicht einsames Weihnachten hinzukriegen. Dieses Spektrum ist nat&uuml;rlich eine extreme Desorientierung. Zweitens wird ein Lockdown gemacht, und wir haben eigentlich jetzt so, das f&auml;llt uns wirklich auf die F&uuml;&szlig;e, den ganzen Sommer verpasst, genauere Angaben zu kriegen &uuml;ber das, was das bringt und was nichts bringt.<br>\nAntes: Es fehlen valide Daten f&uuml;r passende Steuerungsinstrumente<br>\nZurheide: Das ist der entscheidende Punkt. Sie sagen, uns fehlt die Datenbasis. Da werden dann, was wei&szlig; ich, die Restaurants geschlossen, um nur ein Beispiel zu nennen, und um Bus und Bahnen k&uuml;mmern wir uns nicht. Also was ist Ihre Grundkritik an dem Vorgehen im Moment?<br>\nAntes: Dass wir die Daten, die uns helfen k&ouml;nnten, was nicht so einfach ist, nicht gesammelt haben oder auch die Studien nicht gemacht haben, die jetzt die Steuerungsinstrumente liefern w&uuml;rden, mit denen wir differenziert vorgehen k&ouml;nnen und nicht das, was gerade auch ja viele Leute sehr verbittert &ndash; es hei&szlig;t zwar light oder leichter Lockdown, aber f&uuml;r diejenigen, f&uuml;r die es jetzt durch eine Schlie&szlig;ung, die lebensbedrohlich oder &ouml;konomisch zumindest bedrohlich ist, f&uuml;r die ist es kein light, sondern wirklich ein ganz normaler Lockdown.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/corona-massnahmen-medizinstatistiker-bevoelkerung-wird-mit.694.de.html?dram:article_id=487522\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man beachte die Einleitung des Interviews. Kaum &uuml;bt jemand Kritik an den Regierungsma&szlig;nahmen taucht sofort der Begriff &bdquo;Corona-Leugner&ldquo; auf. Auch wenn es hei&szlig;t: &bdquo;Sie sind kein Corona-Leugner oder keiner derjenigen, die da auf die Stra&szlig;e gehen und sagen, das ist alles Unsinn, oder?&ldquo;, ist der entsprechende Vorbehalt ins Unterbewusstsein des Rezipienten gesetzt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Tauziehen im Teil-Lockdown<\/strong><br>\nBund und L&auml;nder ringen erfolglos um Versch&auml;rfungen. Merkel k&uuml;ndigt aber f&uuml;r n&auml;chste Woche &ldquo;sehr viel weitergehende und l&auml;ngerdauernde Beschl&uuml;sse&rdquo; sowie Rechts&auml;nderungen an. &ldquo;Es m&uuml;ssen 75 Prozent Kontakte weniger sein.&rdquo;<br>\nAngela Merkel ist on fire. Im M&auml;rz galt ihre Reaktion auf das Infektionsgeschehen noch als besonnen, in der zweiten Welle agiert sie aufgeregt und wie getrieben. K&ouml;nnte das mit ihrem neuen Corona-Berater zusammenh&auml;ngen? Michael Meyer-Hermann ist Professor an der Technischen Universit&auml;t Braunschweig und Leiter der Abteilung System-Immunologie am Helmholtz-Zentrum f&uuml;r Infektionsforschung. &hellip;<br>\nDie heutige Beschlussvorlage des Kanzleramtes forderte dementsprechend strengere Kontaktbeschr&auml;nkungen, auch sollte das Tragen einer Maske f&uuml;r Sch&uuml;ler aller Jahrg&auml;nge und f&uuml;r Lehrer auf dem Schulgel&auml;nde und w&auml;hrend des Unterrichts zwingend vorgeschrieben werden. Gruppengr&ouml;&szlig;en in Klassenr&auml;umen sollten halbiert werden. Menschen mit Erk&auml;ltungssymptomen m&uuml;ssten eine Woche in Schnupfen-Quarant&auml;ne.<br>\nStatt zu einer Einigung kam es aber erstmal zu einem kleinen Eklat: Denn die L&auml;nder empfanden das Papier als ma&szlig;loses Vorpreschen und leisteten Widerstand.<br>\n&ldquo;Das ist kein Vorschlag, der mit den L&auml;ndern besprochen oder abgestimmt ist. Im Gegenteil. Mit Blick auf Kinder, Jugendliche &amp; Schule unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig. Vorgehen des Kanzleramtes f&uuml;hrt zur Verunsicherung anstatt zur gemeinsamen Orientierung f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung&rdquo;, twitterte etwa Manuela Schwesig, Ministerpr&auml;sidentin von Mecklenburg-Vorpommern (SPD).<br>\nAuch Niedersachsens Ministerpr&auml;sident Stephan Weil (SPD) und der nordrhein-westf&auml;lische Amtskollege Armin Laschet (CDU), FDP-Chef Christian Lindner, sowie Linke und Gr&uuml;ne distanzierten sich von der Vorlage. Th&uuml;ringens Ministerpr&auml;sident Bodo Ramelow (Linke) sagte schon im Vorfeld, dass neue Regeln Parlamentsentscheidungen bed&uuml;rften.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Corona-Tauziehen-im-Teil-Lockdown-4962380.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>dazu: Tschentscher f&uuml;r Verbot von Gro&szlig;demos in Innenst&auml;dten<\/strong><br>\nHamburgs Erster B&uuml;rgermeister Peter Tschentscher hat sich daf&uuml;r ausgesprochen, gro&szlig;e Demonstrationen wie zuletzt die &ldquo;Querdenker&rdquo;-Versammlung in der Leipziger Innenstadt w&auml;hrend der Corona-Krise zu verbieten. &ldquo;Demonstrationen mit Tausenden Teilnehmern, die auf engen Stra&szlig;en und Pl&auml;tzen zusammenkommen, sollten unter den derzeit schwierigen Pandemiebedingungen nicht genehmigt werden&rdquo;, sagte der SPD-Politiker der &ldquo;Rheinischen Post&rdquo;.<br>\nFerner m&uuml;sse bei Versammlungen jeglicher Art auf ausreichenden Abstand und das Tragen von Gesichtsmasken geachtet werden, so Tschentscher. &ldquo;Werden die Vorgaben nicht eingehalten, m&uuml;ssen Polizei und Ordnungskr&auml;fte konsequent dagegen vorgehen und die Versammlungen aufl&ouml;sen&rdquo;, sagte er vor der Ministerpr&auml;sidentenkonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel.<br>\nIn der Leipziger Innenstadt waren vor gut einer Woche rund 20.000 Menschen gegen die Corona-Ma&szlig;nahmen auf die Stra&szlig;en gegangen, viele missachteten die Vorgaben zum Tragen von Masken und Abstandhalten. Die Polizei griff so gut wie nicht ein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/panorama\/00-19-Tschentscher-fuer-Verbot-von-Grossdemos-in-Innenstaedten--article21626512.html\">n-tv<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Niemand hat wohl ernsthaft geglaubt, dass der Lockdown nur bis Ende November dauern w&uuml;rde. Die Versch&auml;rfungen lagen vermutlich von Anfang an in der Schublade. Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) verk&uuml;ndet dazu, dass der Lockdown bis Ostern dauern k&ouml;nnte. &Uuml;ber die Forderung man solle sich &bdquo;bei jedem Erk&auml;ltungssymptom &hellip; unmittelbar nach Hause in Quarant&auml;ne begeben &hellip;&ldquo;, kann man nur den Kopf sch&uuml;tteln. Der politischen Elite in Deutschland insbesondere Merkel und S&ouml;der scheinen langsam alle demokratischen Sicherungen durch zu brennen. So haben Herr Tschentscher wie auch Merkel und S&ouml;der hier etwas nicht verstanden. Sie sind keine absolutistischen Herrscher, die ihren Untertanen Befehle erteilen oder Grundrechte nach Laune gew&auml;hren oder wieder entziehen k&ouml;nnen. Ihre Position und ihre Befugnisse sind allein durch den Willen des demokratischen Souver&auml;ns, der Gesamtheit aller B&uuml;rger, legitimiert. Die aktuelle Problematik liegt aber im Wesentlichen darin, dass die sogenannten Volksvertreter in den Parlamenten ihre Arbeit nicht nachkommen, sondern die autorit&auml;ren Regierungsverordnungen, die in einer bisher nie gekannten Form das Leben jedes einzelnen B&uuml;rgers einschr&auml;nken, einfach nur abnicken. Allerdings ist zu bedenken, dass der Bundestag sich bereits am 25. M&auml;rz mit der Feststellung einer &bdquo;epidemischen Lage von nationaler Tragweite&rdquo; selbstentmachtet und gem&auml;&szlig; den Bestimmungen des Infektionsschutzgesetzes der Exekutive faktisch Narrenfreiheit gew&auml;hrt hat.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Verquere Schuldzuweisungen<\/strong><br>\nDie Geschehnisse um die &bdquo;Querdenker*innen&ldquo;-Demonstration in Leipzig am vergangenen Wochenende gaben reichlich Anlass zu &ndash; teilweise berechtigter &ndash; Kritik. Die Diskussion war dabei gepr&auml;gt von gegenseitigen Schuldzuweisungen der staatlichen Gewalten. Diese sind in weiten Teilen wohlfeil und juristisch unhaltbar.<br>\nAnstelle einer differenzierten Besch&auml;ftigung mit dem Verhalten der Beteiligten und deren Auswirkung auf die Geschehnisse in Leipzig wurden schnell Rufe nach einer generellen Beschr&auml;nkung der Versammlungsfreiheit laut. &hellip;<br>\nHierauf reagierte die s&auml;chsische Landesregierung &ndash; neben der &uuml;blichen reflexhaften Solidarit&auml;tserkl&auml;rung mit den Polizeikr&auml;ften &ndash; zeitnah mit einer &Auml;nderung der s&auml;chsischen Corona-Verordnung und beschr&auml;nkte die Teilnehmer*innenzahl von Versammlungen auf 1000 Menschen.<br>\nBei der nun in &sect; 9 Abs. 1 S&auml;chsCoronaVO eingef&uuml;gten Grenze handelt es sich allerdings nicht um eine starre Obergrenze. Diese w&uuml;rde ein abstraktes Versammlungsverbot f&uuml;r Versammlungen, die eine gewisse Teilnehmer*innenzahl &uuml;bersteigen, bedeuten und w&auml;re daher nicht mit Art. 8 GG vereinbar. Es kann nicht oft genug betont werden: Versammlungen k&ouml;nnen nur im Einzelfall aufgrund einer konkreten von der einzelnen Versammlung ausgehenden Gefahr verboten werden. Eine abstrakte Obergrenze, welche die Beh&ouml;rden von der Bewertung der Gefahr f&uuml;r den Infektionsschutz, die von einer konkreten Demonstration ausgeht, entbindet, ist daher verfassungswidrig.<br>\nNach Abs. 2 k&ouml;nnen Versammlungen mit mehr als 1000 Teilnehmer*innen genehmigt werden, wenn das Infektionsrisiko auf ein vertretbares Ma&szlig; reduziert werden kann. Ob ein solcher Genehmigungsvorbehalt mit Art. 8 GG vereinbar ist, darf bezweifelt werden (offenlassend Hong; Wittmann &sect; 15 VersG Rn. 56; ablehnend VG Hamburg (S. 5)). Erstaunlicherweise bislang nicht problematisiert wurde das bereits in der S&auml;chsCoronaVO a.F. zu findende und beibehaltene Totalverbot von nicht ortsfesten Versammlungen. Auch dieses verunm&ouml;glicht bestimmte Versammlungen ohne R&uuml;cksicht auf die tats&auml;chlich von ihnen ausgehende Infektionsgefahr. Es sind durchaus Formen einer bewegten Versammlung vorstellbar, die das Infektionsrisiko auf ein Minimum reduzieren. Dass &sect; 9 S&auml;chsCoronaVO auch solche ausnahmslos verbietet, ist mit Art. 8 GG unvereinbar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/verfassungsblog.de\/verquere-schuldzuweisungen\/\">Verfassungsblog<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man kann vor diesem Hintergrund festhalten, dass Tschentscher Schnappsidee eines Verbotes von Gro&szlig;demos in Innenst&auml;dten klar verfassungswidrig ist. Aber mit der Corona-Epidemie scheinen bei einigen Politikern alle D&auml;mme zu brechen. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Bundesdatensch&uuml;tzer: Offene Warnung zur elektronischen Patientenakte<\/strong><br>\nUlrich Kelber hat eine offene Warnung an die gesetzlichen Krankenkassen verschickt, dass Version 1.1. der elektronischen Patientenakte nicht DSGVO-konform ist. (&hellip;)<br>\nWie die Medical Tribune berichtet, diskutieren die gesetzlichen Krankenkassen mit dem Bundesdatenschutzbeauftragten und dem Bundesamt f&uuml;r soziale Sicherung als Aufsichtsbeh&ouml;rde das Problem. F&uuml;hren sie die ePA 1.1 nicht zum 1. Januar ein, drohen ihnen Sanktionen durch das Bundesgesundheitsministerium. Es kann Strafzahlungen verh&auml;ngen, wenn die von der Projektgesellschaft Gematik spezifizierte ePA 1.1 nicht eingef&uuml;hrt wird.<br>\nSelbst die enthusiastischen Verfechter der ePA-Einf&uuml;hrung wissen um das Datenschutz-Problem. So hei&szlig;t es auf ePA-Fakten.de klipp und klar: &ldquo;Potentiell stigmatisierende Dokumente geh&ouml;ren noch nicht in die ePA.&rdquo; Als Beispiel werden dort Informationen &uuml;ber Schwangerschaftsabbr&uuml;che und psychologische Gutachten genannt. Diese sollten erst dann in einer ePA gespeichert werden, wenn der Versicherte die M&ouml;glichkeit hat, sie vor einem Arztbesuch zu verbergen.<br>\n&ldquo;Diese Dokumente sollten erst in der ePA gespeichert werden, wenn die feingranularen Berechtigungsm&ouml;glichkeiten in einer n&auml;chsten Version der ePA folgen. Bis dahin kann die ePA f&uuml;r alle &ldquo;normal vertraulichen&rdquo; medizinischen Informationen verwendet werden. &Auml;rzte und Versicherte m&uuml;ssen entsprechend sensibilisiert werden und sollten entsprechend handeln&rdquo;, so die ePA-Information. (&hellip;)<br>\nAus Sicht der Datensch&uuml;tzer ist das freilich ungen&uuml;gend und ein klarer Versto&szlig; gegen die Datenschutz-Grundverordnung DSGVO. Die offizielle Warnung ist eine Ank&uuml;ndigung dieser Position. Im n&auml;chsten Schritt ist eine Anweisung des Bundesbeauftragten f&uuml;r den Datenschutz an die Krankenkassen denkbar, die ePA 1.1 nicht einzuf&uuml;hren. Die Kassen h&auml;tten dann die M&ouml;glichkeit, gegen diese Anweisung vor Gericht zu ziehen.<br>\nIn Deutschland arbeiten derzeit f&uuml;nf Firmen beziehungsweise Konsortien an elektronischen Patientenakten-Systemen, die die Kassenkassen wiederum ihren Versicherten kostenfrei zur Verf&uuml;gung stellen m&uuml;ssen. Dies sind IBM, X-tention\/ICW, Cisco\/Team Spirit, Rise und Compugroup Medical. Neben dem Datenschutz-Problem hat die ePA 1.1. daher noch ein anderes Manko aufzuweisen: Wer die Krankenkasse wechselt und damit wom&ouml;glich den technischen Anbieter der ePA, kann seine Akte nicht mitnehmen. Das wird erst mit der ePA 2.0 m&ouml;glich sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Bundesdatenschuetzer-Offene-Warnung-zur-elektronischen-Patientenakte-4958656.html\">heise online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Normalerweise d&uuml;rfte das Vorgehen des Bundesgesundheitsministeriums genug Anlass f&uuml;r R&uuml;cktrittsforderungen an Herrn Spahn sein. Es verst&auml;rkt sich der Eindruck, dass es auch hier nicht um die Gesundheit der Bev&ouml;lkerung geht, sondern um Konzern-Interessen. <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42606\">Als sei Herr Spahn immer noch Pharmalobbyist<\/a>, aber nun mit ministeriellen Entscheidungsbefugnissen ausgestattet. Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63919\">Der T&uuml;r&ouml;ffner: Wie Jens Spahn den gl&auml;sernen Patienten herbeiregiert<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die B&uuml;rger haben klar gesagt: Autos raus, &ouml;ffentlicher Nahverkehr und Fu&szlig;g&auml;nger rein<\/strong><br>\nWien wird immer wieder zur lebenswertesten Stadt der Welt gew&auml;hlt. Wie schafft man das? Stadplanungs-Direktor Thomas Madreiter erz&auml;hlt, wie er die W&uuml;nsche der Bewohner umsetzt.<br>\nSPIEGEL: Herr Madreiter, Wien nennt sich seit einigen Jahren &ldquo;Smart City&rdquo;. Was ist denn so smart bei Ihnen?<br>\nMadreiter: Wir haben vor Jahren erkannt, dass technische, &ouml;kologische und &ouml;konomische Ver&auml;nderungen immer eine breite soziale Basis brauchen. Man kann etwa die Digitalisierung nicht als reine Herausforderung der Informationstechnik begreifen, sondern muss das sozial managen, die B&uuml;rger einbeziehen, sie partizipieren lassen.<br>\nSPIEGEL: Was hei&szlig;t das konkret?<br>\nMadreiter: Schon in der Stunde null, vor etwa zehn Jahren, haben wir die Vision der Smart City mit Einbindung der Zivilgesellschaft erarbeitet. Da gab es zig Workshops mit Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, nat&uuml;rlich auch Bewohnern der Stadt. Alle haben sich mit der Frage besch&auml;ftigt: In was f&uuml;r einem Wien wollen wir 2050 leben? Das hat wesentlich radikalere Ans&auml;tze hervorgebracht, als wir uns das in der Verwaltung je zugetraut h&auml;tten.<br>\nSPIEGEL: Zum Beispiel?<br>\nMadreiter: Nehmen wir den &ouml;ffentlichen Raum. Da haben die B&uuml;rger ganz klar gesagt: Autos raus, &ouml;ffentlicher Nahverkehr und Fu&szlig;g&auml;nger rein. Klar ist aber auch: Vieles geht in dieser Radikalit&auml;t und dem Tempo gar nicht. Das ist die gro&szlig;e Herausforderung: Wir m&uuml;ssen eine Smart City f&uuml;r alle sein, alte und junge, Digital Natives und Menschen, die die Zeitung noch gern auf Papier lesen. Bei jeder Neuerung muss ich mich also fragen: Ist es zielgerecht, wenn wir alles ersatzlos digitalisieren, was wir k&ouml;nnen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/wiener-stadtplaner-thomas-madreiter-autos-raus-nahverkehr-und-fussgaenger-rein-a-a16acff1-990d-4d67-bca4-39de94179a00?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Dass Wien immer wieder zur lebenswertesten Stadt der Welt gew&auml;hlt wird liegt wohl auch daran, dass die Stadt Wien, anders als in Deutschland, wo die St&auml;dte ihre Wohnungen an Finanzspekulanten verscherbelt haben, weiter in gro&szlig;em Stil sozialen Wohnungsbau betreibt und so die Spekulanten und Miethaie nicht zum Zuge kommen l&auml;sst.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Hartz 4 in NRW: Sch&uuml;ler sitzt im Unterricht &ndash; pl&ouml;tzlich schl&auml;gt das Jobcenter zu<\/strong><br>\nMan stelle sich vor, man sitzt grad in der Schule, mitten im Unterricht. Pl&ouml;tzlich klopft es an der T&uuml;r, der Unterricht wird unterbrochen, die T&uuml;r ge&ouml;ffnet. Eine Mitarbeiterin vom Jobcenter tritt herein, nennt einen Namen &ndash; und holt den Sch&uuml;ler vor den Augen des Lehrers und der tuschelnden Mitsch&uuml;ler einfach aus dem Unterricht! (&hellip;)<br>\nGenau DAS soll vor wenigen Monaten in Wuppertal (NRW) passiert sein. Von diesem unfassbaren Vorfall berichtet die Anwaltskanzlei &bdquo;rightmart Rechtsanw&auml;lte&ldquo; aus Bremen. Die Kanzlei habe eine Mail von Hartz 4-Empf&auml;ngerin Maria T.* (Name ge&auml;ndert) erhalten, in der sie schildert, wie ihrem Sohn Robin* b&ouml;se mitgespielt worden ist. (&hellip;)<br>\nDer Anlass des Gespr&auml;chs: Die Jobcenter-Sachbearbeiterin habe Robin aufgefordert, nach dem Schulabschluss eine Ausbildung zu beginnen &ndash; obwohl Robin lieber das Abitur machen w&uuml;rde, um sp&auml;ter studieren zu k&ouml;nnen. Seine Mutter schreibt dazu, dass das Vorgehen in Wuppertal &bdquo;gang und g&auml;be&ldquo; w&auml;re. Die angeschriebene Anwaltskanzlei &bdquo;rightmart Rechtsanw&auml;lte&ldquo; h&auml;lt dieses Vorgehen f&uuml;r illegal.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.derwesten.de\/region\/hartz-4-wuppertal-jobcenter-schueler-schule-id230908246.html\">Der Westen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Offenbar soll der &bdquo;Geldbeutel&ldquo; der Familie bzw. &bdquo;Bedarfsgemeinschaft&ldquo; &uuml;ber die Zukunft des Nachwuchses entscheiden. Das hat &ndash; sollte es stimmen &ndash; wohl kaum noch etwas mit einem Sozialstaat zu tun.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>&ldquo;Ihre K&auml;mpfe sind auch unsere K&auml;mpfe&rdquo;<\/strong><br>\nBundespr&auml;sident Frank-Walter Steinmeier hat anl&auml;sslich des 65. Gr&uuml;ndungstags der Bundeswehr die Gesellschaft zu mehr Interesse an den Streitkr&auml;ften aufgefordert. Zudem warnte er vor einer Entfremdung: &ldquo;Es droht ein freundliches Desinteresse, eine Gleichg&uuml;ltigkeit, die dem Vertrauen zwischen Bundeswehr und Gesellschaft nicht dient&rdquo;, sagte er beim feierlichen Gel&ouml;bnis im Park seines Berliner Amtssitzes Schloss Bellevue.<br>\n&ldquo;Armee und Gesellschaft d&uuml;rfen sich in einer Gesellschaft niemals fremd werden&rdquo;, mahnte Steinmeier. Die Bundeswehr &uuml;bernehme heute mehr Verantwortung als je zuvor, sei aber im Bewusstsein und Alltag der allermeisten Deutschen fast unsichtbar geworden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/bundeswehr-65-jahre-103.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Vermutlich nicht Wenige m&ouml;chten dem widersprechen und wieder zum Ausdruck bringen: <a href=\"https:\/\/www.openpetition.de\/petition\/online\/kein-krieg-in-meinem-namen-gegen-den-kriegseintritt-der-bundesrepublik-deutschland-in-syrien\">Kein Krieg in meinem Namen<\/a>. Mit seinen Aussagen kn&uuml;pft Herr Steinmeier als Bundespr&auml;sident nahtlos an <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=50805\">die Rede von Au&szlig;enminister Steinmeier bei der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz 2015 vom 08. Februar 2015<\/a> an. Ist die Bundeswehr wirklich &bdquo;im Bewusstsein und Alltag der allermeisten Deutschen fast unsichtbar geworden&ldquo;? <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Der gr&uuml;ne Angriff der Gates-Stiftung<\/strong><br>\nSeit f&uuml;nf Jahren steigt die Zahl der hungernden Menschen weltweit an und seit Jahrzehnten tobt in Fachdebatten ein Streit dar&uuml;ber, mit welchen Ans&auml;tzen alle Menschen ausreichend und gut ern&auml;hrt werden k&ouml;nnen.<br>\nEine simple These lautet, das internationale Agribusiness &ndash; unterst&uuml;tzt von vielen Regierungen aus dem Globalen Norden und einigen Regierungen aus dem Globalen S&uuml;den &ndash; k&ouml;nne die Produktivit&auml;t in der Landwirtschaft mit Pestiziden, Hybridsaatgut und anderen externen Inputs erh&ouml;hen, und damit den Hunger beenden. Eine Vielzahl von Bewegungen und NGOs haben jedoch dargelegt, dass Hunger kein Problem der Erzeugung ist, sondern vielmehr in ungleich verteilten Machtressourcen und der Kontrolle &uuml;ber landwirtschaftliche Produktionsmittel wie Land und Saatgut wurzelt.<br>\nDer Narrativ des Agribusiness ist weiterhin einflussreich. Regierungen im globalen S&uuml;den, vor allem auf dem afrikanischen Kontinent, werden lobbyiert, um mit neuen Gesetzen oder Projekten ihre Agrarsektoren zugunsten des internationalen Agribusiness zu ver&auml;ndern. Eine besonders tonangebende Initiative, die die Agenda der Konzerne auf dem afrikanischen Kontinent vorantreibt, ist die Allianz f&uuml;r eine Gr&uuml;ne Revolution in Afrika (Alliance for a Green Revolution in Africa, AGRA).<br>\nIm Jahr 2006 wurde AGRA durch die Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung und die Rockefeller-Stiftung ins Leben gerufen. Mit kommerziellem Hochertragssaatgut, synthetischen D&uuml;ngemitteln und Pestiziden im Gep&auml;ck k&ouml;nne das Programm Afrika seine eigene Gr&uuml;ne Revolution in der Landwirtschaft erm&ouml;glichen, um Hunger und Armut zu verringern. So lautete zumindest das Versprechen.<br>\nAGRA war angetreten, um die landwirtschaftlichen Ertr&auml;ge und die Einkommen von 30 Millionen kleinb&auml;uerlichen Haushalten zu verdoppeln und damit sowohl Hunger als auch Armut in 20 afrikanischen L&auml;ndern bis zum Jahr 2020 zu halbieren. Um das zu erreichen, finanziert AGRA verschiedene Projekte und setzt sich bei afrikanischen Regierungen f&uuml;r strukturelle Ver&auml;nderungen ein, die die politischen Weichen f&uuml;r eine Gr&uuml;ne Revolution in Afrika stellen sollen. AGRA erhielt seit seiner Gr&uuml;ndung Beitr&auml;ge in H&ouml;he von rund einer Milliarde US-Dollar, haupts&auml;chlich von der Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung. Gro&szlig;e Zusch&uuml;sse kamen zudem von den Vereinigten Staaten, Gro&szlig;britannien und anderen L&auml;ndern, darunter auch Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/bill-gates-stiftung-saatgut-privatisierung-agribusiness-afrika\/\">Jacobin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Big Teacher &uuml;bernimmt<\/strong><br>\nSollte Baden-W&uuml;rttemberg die Microsoft-Cloud in Dienst nehmen, droht ein Ausverkauf der Schulen &ndash; und der Daten der Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler. Zudem k&ouml;nnte das Ganze weitreichende Folgen haben &ndash; f&uuml;r die ganze Republik. (&hellip;)<br>\nVor den coronabedingten Schulschlie&szlig;ungen hatte etwa die H&auml;lfte der Schulen in Deutschland Zugang zu Lernmanagementsystemen (LMS) oder Schulclouds. Inzwischen besitzen rund 80 Prozent der Schulen LMS, auch die Quote der Lehrkr&auml;fte, die das System wirklich nutzen, ist erheblich gestiegen. Ab jetzt fallen also viele personenbezogene Lerndaten von Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;lern an. Und eines der gr&ouml;&szlig;ten Bundesl&auml;nder will diese Daten nicht vor m&ouml;glichen Zugriffen sichern?<br>\nDabei gibt es in Baden-W&uuml;rttemberg Anbieter, die sichere Cloud- und Office-L&ouml;sungen im Programm haben. Nextcloud aus Stuttgart und Ionos aus Karlsruhe stellen zum Beispiel der deutschen wie der franz&ouml;sischen Regierung Datenwolken zur Verf&uuml;gung. In ihrem eigenen Bundesland aber kommen die beiden Unternehmen nicht zum Zug. &bdquo;Sch&uuml;ler und Schulen behalten die volle Souver&auml;nit&auml;t &uuml;ber ihre pers&ouml;nlichen Daten&ldquo;, sagte Achim Wei&szlig; von Ionos zu E&amp;W. Ganz anders sei das in den USA, berichtet Frank Karlitschek von Nextcloud: Europ&auml;ische B&uuml;rger w&uuml;rden datenrechtlich wie Vogelfreie behandelt. &bdquo;Niemand kann auch nur nachfragen, was mit seinen Daten in den USA geschieht.&ldquo; (&hellip;)<br>\nAber wie kann es sein, dass Schulen und L&auml;nder wie Baden-W&uuml;rttemberg dennoch auf fragw&uuml;rdige Cloud-L&ouml;sungen zur&uuml;ckgreifen wollen? Das hat auch mit der Unsicherheit der Lehrerschaft zu tun. Viele sind nicht ge&uuml;bt im Umgang mit Cloud-Anwendungen. Manche finden Datenschutz zu kompliziert. &Uuml;berdies hat Microsoft gerade bei jenen Lehrkr&auml;ften Freunde, die bereits seit Jahren mit digitalen L&ouml;sungen arbeiten. Einer der einflussreichsten P&auml;dagogen auf Twitter, der Schweizer Lehrer Philippe Wampfler, etwa r&auml;t Kolleginnen und Kollegen ganz offen, die Produkte des US-Riesen zu nutzen. Warnungen vor fehlendem Datenschutz tritt er offensiv entgegen. Lehrkr&auml;fte, so r&auml;t Wampfler, sollten sich mit Datenschutz am besten gar nicht befassen. Das sei Sache von Fachleuten und Regierungen.<br>\nManche Lehrerinnen und Lehrer tragen &ndash; trotz Verbeamtung und besonderem Treueverh&auml;ltnis zum Staat &ndash; inzwischen Titel wie &bdquo;Microsoft Innovative Educator Expert&ldquo;. Das gibt es auch bei anderen Unternehmen: Apple schm&uuml;ckt Lehrkr&auml;fte als &bdquo;Apple Professional Learning Specialist&ldquo;. Auch bei Google ist oft zwischen Produkteinsatz und Werbung kaum mehr zu unterscheiden.<br>\nGerade beginnt das Zeitalter der Daten an den Schulen. Lernen findet zunehmend in Schulclouds statt. Der Bund will sich die Digitalisierung der Schulen, zu der auch die Ausstattung der Lehrkr&auml;fte sowie Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler mit digitalen Endger&auml;ten geh&ouml;rt, 6,5 Milliarden Euro kosten lassen. Jedes Kind soll sich in Lernplattformen einloggen k&ouml;nnen. Jeder Klick, jedes Wort und jede Wissensbewegung der Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler werden dort gespeichert. In diesem Moment erobern die gr&ouml;&szlig;ten und m&auml;chtigsten Konzerne, die es in der Weltgeschichte je gab, die Schulen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.gew.de\/aktuelles\/detailseite\/neuigkeiten\/big-teacher-uebernimmt\/\">Christian F&uuml;ller in GEW<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-66961","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/66961","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=66961"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/66961\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":66965,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/66961\/revisions\/66965"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=66961"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=66961"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=66961"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}