{"id":67002,"date":"2020-11-18T08:32:23","date_gmt":"2020-11-18T07:32:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67002"},"modified":"2020-11-18T08:32:23","modified_gmt":"2020-11-18T07:32:23","slug":"hinweise-des-tages-3743","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67002","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67002#h01\">&bdquo;Private Kontakte auch &uuml;ber die Feiertage eng begrenzen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67002#h02\">Wann beginnt die Diskussion &uuml;ber Ma&szlig;nahmen f&uuml;r ein soziales Leben mit Corona? Eine Wutrede<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67002#h03\">Nach dem Lockdown ist vor dem Lockdown<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67002#h04\">Labour nimmt ehemaligen Parteichef Corbyn wieder auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67002#h05\">Lufthansa und &Ouml;ffentlicher Dienst &ndash; Krisen verst&auml;rkende Lohnpolitik in staatlicher Regie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67002#h06\">R&uuml;stungsindustrie: DAX-Ausschluss?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67002#h07\">RCEP: Der atlantisch-pazifische Paukenschlag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67002#h08\">Stillstand f&uuml;r Solo-Selbst&auml;ndige &ndash; LINKE fordert fiktiven Unternehmerlohn r&uuml;ckwirkend ab M&auml;rz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67002#h09\">Fahrrad-Kuriere im Kampf gegen gesteigerte Ausbeutung in Zeiten der Epidemie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67002#h10\">Es geht um die Wurst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67002#h11\">Wegen Coronavirus: Kommender Jahreswechsel ohne B&ouml;ller und Raketen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67002#h12\">94,5 Prozent Hoffnung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67002#h13\">Allzeit kriegsbereit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67002#h14\">Die Gestaltungskraft der EU (II)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67002#h15\">Putins Milde im Umgang mit Erdo&#287;an ist keine &Uuml;berraschung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67002#h16\">Endlich wieder ein gutes Amerika<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67002#h17\">Tauziehen um Nordost-Syrien zwischen USA und Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67002#h18\">Die USA tun ihr Bestes, um China aus Lateinamerika auszuschlie&szlig;en <\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&bdquo;Private Kontakte auch &uuml;ber die Feiertage eng begrenzen&ldquo;<\/strong><br>\nBremens B&uuml;rgermeister Bovenschulte (SPD) erkl&auml;rt, warum die Ministerpr&auml;sidenten die Kanzlerin beim Corona-Gipfel ausgebremst haben. Er stimmt die Deutschen auf ein hartes Jahresende ein: Wer auf ein eher normales Weihnachten hoffe, k&ouml;nnte &bdquo;bitter entt&auml;uscht&ldquo; werden. [&hellip;]<br>\nWELT: Aber die Kanzlerin wollte schon, was die Ministerpr&auml;sidentinnen und Ministerpr&auml;sidenten nicht wollten: Die Corona-Regeln erneut versch&auml;rfen.<br>\nBovenschulte: Na ja, Frau Merkel war der Auffassung, dass man aus den aktuellen Zahlen bereits ablesen kann, dass die vor zwei Wochen vereinbarten Ma&szlig;nahmen nicht den gew&uuml;nschten Erfolg bringen. Deshalb wollte das Kanzleramt m&ouml;glichst jetzt schon weitergehende Beschl&uuml;sse fassen. [&hellip;]<br>\nWELT: Und Weihnachten, Silvester? Wozu w&uuml;rden Sie den Menschen, die die Feiertage planen wollen, raten?<br>\nBovenschulte: Ich w&uuml;rde bei allen privaten Feiern zu gro&szlig;er Zur&uuml;ckhaltung raten. Wer darauf setzt, dass bis Weihnachten vieles wieder m&ouml;glich ist, k&ouml;nnte bitter entt&auml;uscht werden. Vermutlich m&uuml;ssen die privaten Kontakte auch &uuml;ber die Feiertage m&ouml;glichst eng begrenzt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article220387498\/Andreas-Bovenschulte-Wir-brauchen-jetzt-ganz-ganz-viel-Disziplin.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die Antworten und mehr noch die beschriebene Position des Kanzleramts klingen nach Absurdistan. Das RKI weist in seinem j&uuml;ngsten Tagesbericht einen &bdquo;7-Tage-R-Wert&ldquo; von 0,97 aus. Egal wie man die Gefahr durch Covid-19 nun sieht, muss man jedoch zumindest anerkennen, dass das exponentielle Wachstum, mit dem die Kanzlerin die neuen Ma&szlig;nahmen begr&uuml;ndet hat, gestoppt ist und &ndash; wenn auch leicht &ndash; in eine Phase der exponentiellen Schrumpfung &uuml;bergegangen ist. Ob das an dem Lockdown liegt, ist &uuml;brigens nicht erwiesen. Die Trendwende beim 7-Tage-R-Wert fand bereits am 20. Oktober statt. Als der neue Lockdown am 29. Oktober beschlossen wurde, n&auml;herte sich der Wert bereits der &bdquo;magischen&ldquo; Grenze von 1,0, die exponentielles Wachstum und exponentielle Schrumpfung trennt. Der 4-Tage-R-Wert war am 1. November bereits wieder unter 1,0 &ndash; am Tag des Lockdown-Beginns. <\/em><\/p>\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/201118-hdt-01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/201118-hdt-01.png\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<p><em>Nun kann es ja sein, dass das Kanzleramt ganz andere Zielsetzungen und andere Schwellwerte definiert hat. Dann muss Merkel diese Werte jedoch auch mal klar benennen. Es muss klare, nachvollziehbare Bedingungen f&uuml;r das Ende des Lockdowns geben, hinter denen sich dann auch die Kanzlerin nicht mehr verstecken kann. So ist das ganze willk&uuml;rlich. Wie die Kaiser im alten Rom hebt oder senkt die Kanzlerin den Daumen nach eigenem Gusto. Dass dies die Ministerpr&auml;sidenten und mehr noch die B&uuml;rger nicht mehr hinnehmen wollen, ist klar.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wann beginnt die Diskussion &uuml;ber Ma&szlig;nahmen f&uuml;r ein soziales Leben mit Corona? Eine Wutrede<\/strong><br>\n17.11.2020:  Gestern ist die Kanzlerin bei den Ministerpr&auml;sidenten mit weiteren Versch&auml;rfungen von Verbotsma&szlig;nahmen vorerst abgeblitzt, morgen soll die gesetzliche Erm&auml;chtigung zum dauerhaften Eingreifen per Notverordnung in die Grundrechte im Schweinsgalopp durch die demokratischen Instanzen gejagt werden. Nur &uuml;ber eines spricht kaum einer: Ma&szlig;nahmen, die geeignet w&auml;ren, ein halbwegs normales gesellschaftliches Leben mit Corona zu erm&ouml;glichen.<br>\nEs ist zum Haare raufen und zum Verzweifeln. Es f&auml;llt immer schwerer, Regierenden guten Willen zu unterstellen, die im neunten Monat der Pandemie immer noch so kopflos wellenbrecherisch agieren wie im ersten Monat (als man es noch jedem nachsehen konnte) und so tun als g&auml;be es nichts anderes als die Infektionszahlen durch wiederkehrende Lockdowns vor&uuml;bergehend zu dr&uuml;cken, die Sch&auml;den mit riesigen Milliardensummen an Steuergeld notd&uuml;rftig abzumildern und ansonsten auf einen hastig entwickelten Impfstoff zu warten, der dann angeblich ganz sicher sein wird und zu dessen Einnahme niemand gezwungen werden soll, au&szlig;er vielleicht, er will den Heimatort verlassen oder zur Arbeit oder ins Fitnessstudio gehen oder &auml;hnliche kaprizi&ouml;se Dinge tun&hellip;<br>\nWo sind sie die Bertelsm&auml;nner und die anderen reichen Stiftungen, mit ihren kundigen und kreativen Konzepten f&uuml;r ein soziales Leben mit Corona? Fast v&ouml;llige Funkstille?<br>\nDas ist auch eine Frage an die vielen wohlmeinenden Menschen, die ihre ganze Energie und Wut darauf richten, Charakterschw&auml;chen und Argumentationsfehler bei Kritikern der fantasielos-einseitigen Verbotspolitik der Regierenden zu finden, anstatt diesen Regierenden etwas Feuer unter den Hintern zu machen, damit sie auch mal etwas Proaktives, Nicht-Verbietendes tun&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/unkategorisiert\/soziales-leben-mit-corona\/\">Norbert Haering<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers D.G.:<\/strong> Eigentlich m&uuml;sste diese Forderung doch mindestens von 60 Millionen Deutschen unterschrieben werden k&ouml;nnen, oder?! Wo sind sie denn blo&szlig; alle???<\/em><\/p>\n<p><em>Wenn nat&uuml;rlich berechtigte(!) Sorgen zur Verabschiedung des neuen Infektionsschutzgesetzes, wie &ndash; unter anderem ja auch von den Nachdenkseiten propagiert &ndash; in E-Mails an die Bundestagsabgeordneten geschickt werden und dann von einem Fraktionsvorsitzenden (Ralph Brinkhaus) als SPAM-Welle abgetan werden, l&auml;uft geh&ouml;rig was schief in unserem Land. Wer ist der Souver&auml;n? Der den Notstand ausrufen kann. Frustrierend.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Nach dem Lockdown ist vor dem Lockdown<\/strong><br>\nAm 18. November will die Bundesregierung das angepasste Infektionsschutzgesetz verabschieden lassen, das Corona-Sonderma&szlig;nahmen verewigt<br>\n(&hellip;) Gesundheit und Leben stehe &uuml;ber dem Demonstrationsrecht, proklamiert die Polizei immer wieder, Artikel 2 Grundgesetz &uuml;ber Artikel 8. Zur Not setzt man das eben mit Gewalt durch&hellip;<br>\nDabei gibt es derzeit Gr&uuml;nde mehr als genug, &ouml;ffentlich seine Meinung kund zu tun. Denn das Corona-Kabinett will die im M&auml;rz durchgesetzten Corona-Sondervollmachten in ein eigenes Gesetz integrieren und damit verewigen. Die Ma&szlig;nahmen, die Anfang des Jahres ins Infektionsschutzgesetz hineingeschrieben wurden, sind bis zum 31. M&auml;rz 2021 befristet. Jetzt sollen sie in ein regul&auml;res Gesetz &uuml;berf&uuml;hrt werden und damit unbefristet gelten.<br>\nDas Gesetz wird euphemistisch &ldquo;Bev&ouml;lkerungsschutzgesetz&rdquo; genannt, dahinter verbirgt sich das Infektionsschutzgesetz, streng genommen handelt es sich aber um ein eigenes Epidemie-Gesetz. Am Mittwoch, 18. November, soll es im Bundestag behandelt und gleich beschlossen werden. In Corona-Zeiten fallen politische Entscheidungen besonders schnell, bevor sie m&ouml;glicherweise auffallen. Erst letzte Woche f&uuml;hrte der Gesundheitsausschuss eine Sachverst&auml;ndigenanh&ouml;rung zum sogenannte &ldquo;dritten Gesetz zum Schutz der Bev&ouml;lkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite&rdquo; (BevSchG) durch.<br>\nDie Erm&auml;chtigung des Gesundheitsministers, &ldquo;zur Bek&auml;mpfung des Sars-Cov 2-Virus&rdquo; Verordnungen zu erlassen oder sogar Gesetze ohne Beteiligung des Bundesrats zu ver&auml;ndern, bleibt bestehen. Das ist in der deutschen Nachkriegsgeschichte bisher einmalig.<br>\nParagraph 28a mit Corona als Regelbeispiel<br>\nDiese Verordnungen, die &ldquo;besondere Schutzma&szlig;nahmen&rdquo; genannt werden und der Bev&ouml;lkerung inzwischen zur Gen&uuml;ge bekannt sind, werden in einem eigenen &sect; 28a in das Gesetz eingef&uuml;gt. Als da sind: Ausgangs- oder Kontaktbeschr&auml;nkungen im privaten sowie im &ouml;ffentlichen Raum; Abstandsgebot; Maskenpflicht; Untersagung des Betriebs von Einrichtungen, die der Kultur- oder Freizeitgestaltung zuzurechnen sind, von Freizeit-, Kultur- und Sportveranstaltungen; Untersagung von &Uuml;bernachtungsangeboten; Schlie&szlig;ung von Einzel- oder Gro&szlig;handel; Untersagung oder Erteilung von Auflagen f&uuml;r Veranstaltungen, Versammlungen oder religi&ouml;se Zusammenk&uuml;nfte; Verbot der Alkoholabgabe oder des Alkoholkonsums; Untersagung des Betriebs von gastronomischen Einrichtungen; Reisebeschr&auml;nkungen.<br>\nVor allem der als G&auml;ngelungsinstrument kritisierten Maskenpflicht kommt in diesem Regime eine besondere Rolle zu, sie sei der &ldquo;zentrale Baustein&rdquo; zur Virus-Eind&auml;mmung, hei&szlig;t es&hellip;<br>\n(&hellip;) Hoffmann sieht au&szlig;erdem die Gefahr, dass das Gesetz zu einem neuen Erm&auml;chtigungsgesetz in Bezug auf die Aufhebung des Datenschutzes werde. Weil man mit Gesundheitsschutz alles rechtfertigen k&ouml;nne, f&uuml;hre &uuml;ber die Gesundheitsdaten der erste Schritt hin zum gl&auml;sernen B&uuml;rger. Generell bef&uuml;rchtet er eine Untergrabung demokratischer Gesetzgebungsprozesse.<br>\nWie verh&auml;lt sich die parlamentarische Opposition von Linkspartei, Gr&uuml;nen oder FDP?<br>\nDie Oppositionsparteien haben im M&auml;rz an der Selbstentmachtung des Bundestags mitgewirkt und die Regierung zu ihren Corona-Ma&szlig;nahmen erm&auml;chtigt. Bei genauem Hinsehen muss man sagen: Dabei ist es geblieben. Was diese Parteien lediglich ge&auml;ndert haben, ist ihre Rhetorik&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Nach-dem-Lockdown-ist-vor-dem-Lockdown-4962067.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Labour nimmt ehemaligen Parteichef Corbyn wieder auf<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here Vorsitzende der britischen Labourpartei, Jeremy Corbyn, darf wieder Mitglied sein. Nach umstrittenen &Auml;u&szlig;erungen war er Ende Oktober ausgeschlossen worden. Auf Twitter zeigt er sich nun zufrieden. [&hellip;]<br>\nDas f&uuml;r Parteiausschl&uuml;sse zust&auml;ndige Parteigremium habe entschieden, dass Corbyn wieder Parteimitglied werden d&uuml;rfe, berichteten mehrere britische Medien am Dienstag. Corbyn zeigte sich auf Twitter &raquo;zufrieden&laquo; mit der Entscheidung; Kritik kam von seinem Amtsnachfolger Keir Starmer. [&hellip;] Labour-Chef Starmer sprach nach der Wiederaufnahme Corbyns von einem &raquo;weiteren schmerzhaften Tag f&uuml;r die j&uuml;dische Gemeinschaft und jene Labour-Mitglieder, die so hart gek&auml;mpft haben, um gegen den Antisemitismus anzugehen&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/jeremy-corbyn-labour-nimmt-ehemaligen-parteichef-wieder-auf-a-6634f1a4-99ee-4f0c-ac43-260a7d6f2f37\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Labour Is Suspending Members Just for Defending Jeremy Corbyn<\/strong><br>\nJeremy Corbyn&rsquo;s suspension from the Labour Party is a travesty of justice &mdash; denying him the right to speak the truth about the media smears he has endured. Now, members who speak up in Corbyn&rsquo;s defense are themselves being suspended, as Blairite officials attempt to silence the socialist left.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobinmag.com\/2020\/11\/labour-party-jeremy-corbyn-suspension-uk-keir-starmer\">Jacobin<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Der neue Labour-Chef Keir Starmer hat bei seinem Krieg gegen den linken Parteifl&uuml;gel offenbar die Basis vergessen. Nun steht er vor einem Scherbenhaufen und die Partei ist zerrissener als sie es jemals war. In anderen L&auml;ndern h&auml;tte es l&auml;ngst eine Spaltung der Partei gegeben. Aufgrund des Mehrheitswahlrechts ist dies in Gro&szlig;britannien jedoch keine Option. Der einzige &bdquo;Verb&uuml;ndete&ldquo; von Starmer sind zur Zeit die Tories, die durch ihre katastrophale Politik die sich bietende Chance nicht nutzen k&ouml;nnen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Lufthansa und &Ouml;ffentlicher Dienst &ndash; Krisen verst&auml;rkende Lohnpolitik in staatlicher Regie<\/strong><br>\nDie krisengesch&uuml;ttelte Lufthansa hat sich mit Verdi geeinigt. Die Besch&auml;ftigten verzichten auf Lohnerh&ouml;hungen, Weihnachtsgeld und Zulagen, erhalten daf&uuml;r aber eine Besch&auml;ftigungsgarantie. Der Abschluss ist aus gesamtwirtschaftlicher Sicht eine Katastrophe.<br>\nDie Vereinbarung, auf die sich die Gewerkschaft Verdi mit der Lufthansa geeinigt hat, ist ein schwerer Schlag f&uuml;r die 35.000 am Boden Besch&auml;ftigten beim gro&szlig;en deutschen Luftfahrtkonzern: Verzicht auf Weihnachts- und Urlaubsgeld, Verzicht auf Lohnerh&ouml;hungen bis Ende 2021, Verzicht auf Zuschl&auml;ge. Im Gegenzug sagt der Konzern immerhin zu, auf K&uuml;ndigungen zu verzichten. Gleichzeitig sollen Programme aufgelegt werden, die einen freiwilligen Personalabbau einleiten. Die Gewerkschaft Verdi beziffert den Beitrag, den die Besch&auml;ftigten zur Konsolidierung des Konzerns beitragen werden, auf 200 Millionen Euro. Soweit so gut &ndash; es war zu erwarten, dass Konzerne und Unternehmen auf die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise mit Lohnsenkungen und Entlassungen reagieren werden.<br>\nPikant an dieser Vereinbarung ist aber, dass die Lufthansa im Sommer mit 9 Milliarden Euro durch den deutschen Staat (aber auch von Belgien, &Ouml;sterreich und der Schweiz) gest&uuml;tzt worden ist, um durch die vom Coronavirus bedingte Krise zu kommen. Die Bundesrepublik ist mit 20 Prozent Aktienanteil Gro&szlig;aktion&auml;r, die Lufthansa faktisch teilverstaatlicht. Unter diesem Gesichtspunkt bekommt die Einigung einen merkw&uuml;rdigen Beigeschmack, denn der Konzern betreibt mit der erzielten Einigung eine die volkswirtschaftliche Nachfrage insgesamt d&auml;mpfende Politik, die aus Unternehmenssicht vielleicht sinnvoll erscheinen mag, aus gesamtwirtschaftlicher Sicht allerdings eben gerade nicht sinnvoll ist.<br>\nF&uuml;r den Staat ist es jedoch obligatorisch, die gesamtwirtschaftliche Sicht im Blick zu behalten. Das hat die Bundesrepublik in diesem Fall vers&auml;umt. Aus makro&ouml;konomischer Sicht gilt ein einfacher Zusammenhang: Lohnverzicht generiert Arbeitslosigkeit, wenn auch vielleicht zun&auml;chst nicht in dem Konzern, in dem die Besch&auml;ftigten Entgeltk&uuml;rzungen hinnehmen. Aber in der Gesamtheit muss der dadurch bedingte R&uuml;ckgang der Nachfrage an anderer Stelle zu Produktionsr&uuml;ckgang, zu einer sinkenden Nachfrage nach Dienstleistungen und damit zu Entlassungen f&uuml;hren. Er verst&auml;rkt damit zudem die deflation&auml;ren Tendenzen. Diesen Zusammenhang sollte auch die Regierung in Deutschland im Blick haben, zumal dann, wenn die Bundesrepublik selbst als Anteilseigner auftritt und dann eben nicht nur eine Verantwortung f&uuml;r ein einzelnes Unternehmen, sondern f&uuml;r die Entwicklung des gesamtgesellschaftlichen Wohlstands tr&auml;gt.<br>\n(&hellip;) Der Bund &ndash; man muss das einfach so deutlich sagen &ndash; wird seiner gesamtwirtschaftlichen Verantwortung nicht gerecht. Mit seiner einzelwirtschaftlichen Sicht, dass der niedrigste Preis und permanentes Sparen einfach immer gut seien, f&uuml;hrt der Bund das Land und den Euro-Raum immer weiter und tiefer in die &ouml;konomische Krise statt aus ihr heraus. Die verantwortlichen Politiker wirken wirtschaftspolitisch konzeptlos und ignorieren verb&uuml;rgte Erkenntnisse der Makro&ouml;konomie in ganz grundlegender Weise&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/109297-lufthansakrise-und-offentlicher-dienst\/\">RT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>R&uuml;stungsindustrie: DAX-Ausschluss?<\/strong><br>\nDie Deutsche B&ouml;rse hat Vorschl&auml;ge f&uuml;r eine Dax-Reform vorgelegt, die Teilen der R&uuml;stungsindustrie sauer aufsto&szlig;en &ndash; k&uuml;nftig sollen Unternehmen, die mehr als 10 Prozent ihres Umsatzes mit &bdquo;problematischen Waffen&ldquo; erwirtschaften, vom Dax (und den damit einhergehenden Geldfl&uuml;ssen) ausgeschlossen bleiben. Am 24. November sollen die neuen Regeln pr&auml;sentiert werden, es bleibt deshalb abzuwarten, ob dabei schwammige Begriffe wir &bdquo;problematische Waffen&ldquo; vern&uuml;nftig definiert werden. Jedenfalls drohen diese Regeln v.a. Airbus zu treffen, weshalb das Handelsblatt jetzt schon im Vorfeld u.a. dem R&uuml;stungscheflobbyisten Hans Christoph Atzpodien vom Bundesverband der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie ein Forum f&uuml;r seinen &Auml;rger gibt: &bdquo;De facto werden damit R&uuml;stung und Verteidigung pauschal als nicht nachhaltige Staatsausgaben eingestuft und in eine Reihe mit Tabak und Gl&uuml;cksspiel gestellt&ldquo;, so Atzpodien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2020\/11\/17\/ruestungsindustrie-dax-ausschluss\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>RCEP: Der atlantisch-pazifische Paukenschlag<\/strong><br>\nDie EU hat mit den USA eine transatlantische Freihandelszone nicht zustande gebracht. Die USA brachen die Verhandlungen &uuml;ber eine parit&auml;tische Freihandelszone ab. Pr&auml;sident Donald Trump lehnte multilaterale B&uuml;ndnisse vollends ab. Er wollte sich den Regeln der Welthandelsorganisation (WTO) auf keinen Fall beugen. &bdquo;America first&ldquo; &ndash; dieser Devise folgte er geradezu blindlings und verfolgte viele Wirtschaftspartner mit seiner wilden Zollpolitik. Dabei ging Trump gegen Freund und Feind ohne jeden Sinn und Verstand vor und profilierte sich als Elefant im globalen Wirtschaftsladen. Sein Nachfolger Joe Biden steht vor der Herkulesaufgabe, das zerst&ouml;rte Porzellan wieder einigerma&szlig;en herzurichten.<br>\nEin Sieg von Xi Jinping<br>\nDerweil haben China und 14 andere Staaten der Asien-Pazifik-Region ver- und gehandelt; Sie einigten sich auf die Schaffung der gr&ouml;&szlig;ten Freihandelszone RCEP; die Buchstaben stehen f&uuml;r Regional Comprehensive Economic Partnership, also f&uuml;r eine &bdquo;regionale, umfassende Wirtschaftspartnerschaft&ldquo;. Chinas Pr&auml;sident Xi Jinping, seit langem Vorreiter der globalen und multilateralen Kooperation, kann dieses neue B&uuml;ndnis als gro&szlig;en Sieg feiern. Dieser Freihandelspakt von 15 Staaten mit mehr als 2,2 Milliarden Menschen erstreckt sich auf L&auml;nder, die mit 26 Billionen US-Dollar etwa 30 % der Wirtschaftsleistung der Welt erwirtschaften. F&uuml;r Japan und S&uuml;dkorea ist RCEP der erste Freihandelsvertrag mit der Volksrepublik China.<br>\nIndien war bis vor einem Jahr in die RCEP Verhandlungen eingebunden, dann jedoch ausgestiegen. Die Staaten dieses Handelspakts halten jedoch die T&uuml;r f&uuml;r Indien weiterhin offen. Doch niemand wagt vorauszusagen, ob Indiens Regierungschef Narendra Modi das Angebot annehmen wird&hellip;<br>\nUSA und EU im Abseits<br>\nSowohl f&uuml;r die amerikanische als auch f&uuml;r die europ&auml;ischen Volkswirtschaften d&uuml;rften sich die Wettbewerbsbedingungen in der asiatisch-pazifischen Region in Zukunft verschlechtern. Die Regeln des Au&szlig;enhandels werden dort wohl dominierend von China sowie auch von Japan bestimmt. Auch in der WTO wird RCEP eine f&uuml;hrende Rolle spielen, wenn es um Z&ouml;lle, Kontingente oder &auml;hnliche Themen gehen wird. Die EU verhandelt inzwischen seit rund 15 Jahren mit den ASEAN-Staaten &uuml;ber ein Freihandelsabkommen, doch bislang ohne echten Erfolg. Lediglich mit Vietnam und Singapur kamen bilaterale Abkommen zustande&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blog-der-republik.de\/rcep-der-asiatisch-pazifische-paukenschlag\/\">Blog der Republik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Die rechtsgerichtete hinduistisch-nationalistische indische Regierung von Narendra Modi ist aus dem Pakt ausgestiegen. Daf&uuml;r gibt es vor allem zwei Gr&uuml;nde: Erstens bef&uuml;rchtet Indien, dass durch eine Teilnahme an RCEP und die damit verbundene notwendige Senkung seiner Importz&ouml;lle, seine M&auml;rkte mit billigen Produkten haupts&auml;chlich aus China &uuml;berschwemmt werden k&ouml;nnten. Insbesondre seine Textilindustrie und die Landwirtschaft sieht Indien gef&auml;hrdet, das bereits jetzt ein Handelsdefizit von fast 50 Milliarden US-Dollar aufweist.<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu kommt Indiens wachsendes Misstrauen gegen&uuml;ber China. In einem dauernden und sich zurzeit versch&auml;rfenden Grenzkonflikt im Kashmir, insbesondere in der Region Ladakh (Leh) streiten sich Indien und China um den Grenzverlauf im Himalaya auf 4000 Metern H&ouml;he. Durch ein Gebiet am Ufer des Sees Pangong, das von China kontrolliert wird, verl&auml;uft die &uuml;ber 1300km lange von China bereits in den 195er Jahren gebaute Stra&szlig;e NH 219, eine der h&ouml;chstgelegensten Stra&szlig;en der Welt. Die NH 219 f&uuml;hrt von Zentralchina &uuml;ber Lhasa bis nach Kashgar und hat von dort aus, &uuml;ber Kasachstan und Russland, Anbindung an die Seidenstra&szlig;e bis nach Westeuropa. In diesem Grenzgebiet zwischen kommt es h&auml;ufig zu milit&auml;rischen Zwischenf&auml;llen. Beide Seiten haben ihre Truppen verst&auml;rkt, bauen Stra&szlig;en, um Truppen dorthin zu verlegen und belauern sich gegenseitig. Bei einer Grenzverletzung Chinas auf indisches Territorium in der Region Ladakh im Mai dieses Jahres wurden mindestens 20 indische Soldaten get&ouml;tet. Das war f&uuml;r Indien praktisch der Nagel auf den Sarg der RCEP.<\/em><\/p>\n<p><em>Indien n&auml;hert sich politisch immer mehr den USA an und ist Mitglied des sogenannten Quadrilateralen Sicherheitsdialogs, ein strategischer Zusammenschluss, dem neben Indien auch die USA, Japan und Australien angeh&ouml;ren, sich die Eind&auml;mmung Chinas besonders im indo-pazifischen Meer auf die Fahnen geschrieben hat und auch gemeinsamen Milit&auml;r&uuml;bungen durchf&uuml;hrt.<\/em><\/p>\n<p><em>Derweil schl&auml;gt sich Indiens Erzrivale Pakistan zunehmend auf die chinesische Seite.<\/em><\/p>\n<p><em>Die zehn Asean-Staaten (Association of Southeast Asian Nations), die dem Pakt beigetreten sind, sind Vietnam, Singapur, Indonesien, Malaysia, Thailand, Philippinen, Myanmar, Brunei, Laos und Kambodscha<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Stillstand f&uuml;r Solo-Selbst&auml;ndige &ndash; LINKE fordert fiktiven Unternehmerlohn r&uuml;ckwirkend ab M&auml;rz<\/strong><br>\nPressemitteilung von Simone Barrientos<br>\nUnb&uuml;rokratisch, umfassend und fl&auml;chendeckend sollten sie sein, die Hilfen f&uuml;r die Kultur- und Veranstaltungswirtschaft, von einer &lsquo;Neustarthilfe f&uuml;r Soloselbst&auml;ndige&rsquo; ist die Rede. Tats&auml;chlich produzieren die &Uuml;berbr&uuml;ckungshilfen III b&uuml;rokratischen Irrsinn, Ausschl&uuml;sse und eine kopflose Corona-Politik ohne echte Perspektive&ldquo;, erkl&auml;rt Simone Barrientos, Sprecherin f&uuml;r Kulturpolitik der Fraktion DIE LINKE und Obfrau im Kulturausschuss. Barrientos weiter:<br>\n&bdquo;Alle Solo-Selbst&auml;ndigen, die weniger als 80 Prozent ihrer regul&auml;ren Ums&auml;tze regelm&auml;&szlig;ig mit direkt von den Schlie&szlig;ungsma&szlig;nahmen betroffenen Unternehmen erzielen, gehen leer aus. So zum Beispiel Fotografen, die 30 Prozent ihrer Auftr&auml;ge mit Eins&auml;tzen auf Hochzeitsfeiern generieren oder solche, die nicht als direkt betroffen gelten, wie etwa Stadtf&uuml;hrer.<br>\nSchlimmer noch: Selbst diejenigen, die antragsberechtigt sind, k&ouml;nnten an den b&uuml;rokratischen H&uuml;rden scheitern. Bei den &lsquo;Novemberhilfen&rsquo; m&uuml;ssen Antragsteller erst einmal &lsquo;zweifelsfrei nachweisen&rsquo;, dass sie ihre Ums&auml;tze zu 80 Prozent direkt von den von Corona-Ma&szlig;nahmen betroffenen Unternehmen erzielen. Unkompliziert geht anders.<br>\nUnd das alles f&uuml;r einen einmaligen Zuschuss von 25 Prozent des durchschnittlichen monatlichen Umsatzes im Jahr 2019. Bei einem Jahresumsatz von 20.000 Euro erh&auml;lt ein Solo-Selbstst&auml;ndiger also maximal 2917 Euro Neustarthilfe. Dabei verdient eine deutsche Malerin mit ihrer Kunst laut Meldungen der K&uuml;nstlersozialkasse keine 12.000 Euro im Jahr, ein Operns&auml;nger weniger als 11.200 und experimentelle K&uuml;nstler gar nur 9100 Euro.<br>\nNicht nachvollziehbar ist, warum die Hilfen nicht r&uuml;ckwirkend gelten. Wie sehr die ganze Branche unter den coronabedingten Schlie&szlig;ungen schon vor dem Herbst gelitten hat und dass eine absehbare zweite Welle die Lage weiter versch&auml;rft, muss allen Verantwortlichen schon seit Monaten klar gewesen sein. Eine November- oder Fr&uuml;hjahrshilfe ist daher zu wenig. Wir fordern erneut einen unb&uuml;rokratisch ausgezahlten fiktiven Unternehmerlohn in H&ouml;he von monatlich 1.200 Euro &ndash; und zwar r&uuml;ckwirkend ab dem 1. M&auml;rz 2020. Wenn die Politik nicht aus dem Krisenmodus kommt, wird f&uuml;r viele Kultur- und Kreativschaffende jede Hilfe bald zu sp&auml;t sein.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/stillstand-fuer-solo-selbstaendige-linke-fordert-fiktiven-unternehmerlohn-rueckwirkend-ab-maerz\/\">Die Linke<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Von China und Korea bis Frankreich und Italien: Fahrrad-Kuriere im Kampf gegen gesteigerte Ausbeutung in Zeiten der Epidemie<\/strong><br>\nStreik in Italien, Streik in Frankreich, Streik in China, Streik in S&uuml;dkorea: Weltweit setzen sich Fahrrad-Kuriere zur Wehr gegen die verschiedenen Ma&szlig;nahmen der globalen wie lokalen Unternehmen, ihre Ausbeutung im Zuge des Aufschwungs der Branche in der Epidemie weiter zu versch&auml;rfen und intensivieren. Und auch, wenn in Wirklichkeit niemand genau wei&szlig;, wie viele Menschen zeitweise oder ganz als Kurier arbeiten &ndash; dass es immer mehr sind, dass es sehr viele sind, ist unbestritten. Wie es unbestritten ist, dass die Unternehmen der Branche zu jenen geh&ouml;ren, die von den Entwicklungen und Beschr&auml;nkungen in der Epidemie qua Umsatz- und Gewinnsteigerung profitieren. Und dies ganz traditionell kapitalistisch durch versch&auml;rfte Ausbeutung der Kuriere weiter steigern wollen &ndash; erst recht in Zeiten, da sich die &bdquo;Big Player&ldquo; von Netz- und Plattform-Wirtschaft in der Branche auszubreiten beginnen. Zu den aktuellen K&auml;mpfen der Kuriere vier Beitr&auml;ge &ndash; die Schlaglichter sein sollen, auf eine Entwicklung, die naheliegenderweise von den Unternehmen versucht wird, einzud&auml;mmen, wof&uuml;r sie aber ihre entsprechende Unternehmenspolitik &auml;ndern m&uuml;ssten, die in drei weiteren Beitr&auml;gen angedeutet wird&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.labournet.de\/internationales\/australien\/arbeitsbedingungen-australien\/von-china-und-korea-bis-frankreich-und-italien-fahrrad-kuriere-im-kampf-gegen-gesteigerte-ausbeutung-in-zeiten-der-epidemie\/\">Labournet<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Es geht um die Wurst<\/strong><br>\nWerkvertr&auml;ge und Leiharbeit in Schlachth&ouml;fen sollen ab Januar verboten werden, doch die Regierung streitet noch &uuml;ber Details.<br>\nRalph Brinkhaus steckt in einer ungem&uuml;tlichen Situation. Im westf&auml;lischen Wahlkreis des Fraktionsvorsitzenden der Union liegt der Unternehmenssitz von T&ouml;nnies. Dem Marktf&uuml;hrer in der Fleischindustrie m&ouml;chte die Bundesregierung die Gesch&auml;ftsgrundlage entziehen: Zum 1. Januar 2021 soll der Einsatz von Werkvertragsarbeitnehmern und Leiharbeitern verboten werden. Das ist Kern der Gesetzesvorlage, &uuml;ber die jetzt die Fraktionen der gro&szlig;en Koalition verhandeln. Gro&szlig;e Teile der Union wollen die Leiharbeit vom Verbot ausnehmen, die SPD besteht darauf. Brinkhaus und sein SPD-Kollege Rolf M&uuml;tzenich suchen einen Kompromiss. Das Gesetz muss n&auml;chste Woche durch den Bundestag und dann in den Bundesrat, damit das Verbot 2021 in Kraft treten kann&hellip;<br>\nVon einem &bdquo;undurchsichtigen Lobbyisten-Netz&ldquo; ist die Rede in einem Fleisch- Report des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Uni Duisburg-Essen. Die wichtigsten Branchenmerkmale: Aus einem Sektor mit vielen Kleinbetrieben wurde im Verlauf von Jahrzehnten eine Gro&szlig;industrie mit einer Handvoll Konzerne. Neben T&ouml;nnies geh&ouml;ren die genossenschaftliche Westfleisch, die holl&auml;ndische Vion sowie die Schlachtbetriebe der Edeka-Gruppe und Danish Crown zum Schlachter-Oligopol, das sich nach und nach in die Weiterverarbeitung ausdehnte: T&ouml;nnies respektive T&ouml;nnies-Tochterfirmen bieten verbrauchsfertig verpackte Fleisch- und Wurstwaren an.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/arbeitsbedingungen-in-der-fleischindustrie-es-geht-um-die-wurst\/26625188.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Wenn nur Werksvertr&auml;ge verboten, Leiharbeit aber weiter erlaubt bleiben sollte, dann w&auml;re das ganze neue Gesetz das Papier nicht wert, auf dem es geschrieben steht. Findige Rechtsverdreher werden dann schon bald neue Bezeichnungen f&uuml;r alte Arbeitsbedingungen gefunden haben. Damit alles sch&ouml;n beim Alten bleibt: Alles f&uuml;r T&ouml;nnies &amp; Consorten und nichts f&uuml;r die Besch&auml;ftigten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wegen Coronavirus: Kommender Jahreswechsel ohne B&ouml;ller und Raketen?<\/strong><br>\nEin Evergreen feiert sein Comeback: Die Diskussion &uuml;ber ein Verbot von privatem Silvesterfeuerwerk ist wieder im Gange. Die Gegner der B&ouml;llerei haben in diesem Jahr ein gewichtiges Argument.<br>\nFr&uuml;her als &uuml;blich beginnt in diesem Jahr die Debatte &uuml;ber ein Verbot von privatem Feuerwerk in der Silvesternacht. War es in den vergangenen Jahren vor allem die Feinstaubbelastung, die die Gegner von B&ouml;llern und Raketen ins Feld f&uuml;hrten, ist es diesem Jahr &ndash; wie sollte es 2020 anders sein &ndash; zuvorderst die Coronavirus-Pandemie.<br>\nDenn bereits jetzt im November &auml;chzen die Krankenh&auml;user vielerorts unter der steigenden Zahl von Covid-19-Patienten &ndash; die &uuml;blichen Verletzten durch das Silvesterfeuerwerk w&uuml;rden die Kliniken zus&auml;tzlich belasten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.stern.de\/panorama\/gesellschaft\/silvester-in-coronavirus-zeiten--ruf-nach-feuerwerksverbot-9493274.html?fbclid=IwAR07lo1u0_j_HXvcFpYun6np__cRAE1N5Z12FHWW__gNmDq_TRoTgzXXZgI\">Stern<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> &Uuml;ber ein B&ouml;llerverbot kann man durchaus diskutieren. Aber warum &bdquo;wegen Corona&ldquo;? Soll nun &bdquo;wegen Corona&ldquo; alles verboten werden, bei dem Menschen sich verletzen k&ouml;nnen? Prima, dann verbieten wir doch ab morgen das Motorradfahren und sperren unsere Kinder endg&uuml;ltig ein. Es ist nur noch absurd. Auf das naheliegende Argument, eine &bdquo;&Uuml;berlastung&ldquo; der Notaufnahmen in den Krankenh&auml;usern durch eine ausreichende Personalst&auml;rke zu verhindern, kommt nat&uuml;rlich mal wieder niemand.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>94,5 Prozent Hoffnung<\/strong><br>\nHoffnungstr&auml;ger mRNA-Vakzine: Erneut zeigt ein Impfstoffkandidat, diesmal von einem US-Unternehmen entwickelt, gegen das Coronavirus &uuml;berraschend gute Ergebnisse. Welches Mittel wird sich durchsetzen? [&hellip;]<br>\nLaut ersten Studienergebnissen kann ein vom US-Konzern Moderna entwickelter Impfstoff symptomatische Corona-Infektionen zu 94,5 Prozent verhindern. &raquo;Besser wird es nicht &ndash; 94,5 Prozent sind wirklich hervorragend&laquo;, jubelt auch der oberste Corona-Experte der USA, Anthony Fauci, laut Fernsehsender CNN. Die vorl&auml;ufigen Resultate befeuern die Hoffnung, im Kampf gegen die Coronakrise k&ouml;nnten gar mehrere Vakzine zur Verf&uuml;gung stehen. Zugleich r&uuml;cken sie eine vergleichsweise neue Erfindung ins Rampenlicht, die auch die Krebstherapie revolutionieren k&ouml;nnte. Allerdings sind entscheidende Fragen noch immer ungekl&auml;rt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/medizin\/corona-impfstoff-von-moderna-zu-94-5-prozent-wirksam-welches-mittel-setzt-sich-durch-a-88e7633f-eac7-4ecf-b952-ebb815d32c54\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Nun gibt man bei einer Zwischenmeldung, die f&uuml;nf(!) Erkrankte von 30.000 Probanden erfasst, schon die Wirksamkeit bis auf eine Nachkommastelle an und Medien wie der SPIEGEL &uuml;bernehmen dies vollkommen unkritisch. Kann man das komplette Versagen der &bdquo;vierten Gewalt&ldquo; besser beschreiben?<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu auf den NachDenkSeiten: &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66762\">Hype um BioNTech-Impfstoff &ndash; &uuml;ber Risiken und Geld spricht man lieber nicht<\/a>&ldquo; (was f&uuml;r den BioNTech-Impfstoff gilt spiegelbildlich f&uuml;r den Impfstoff von Moderna.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Allzeit kriegsbereit<\/strong><br>\nAufr&uuml;sten auch in der Pandemie: Verteidigungsministerin h&auml;lt Grundsatzrede. Sicherheit ohne NATO und USA sei &raquo;Illusion&laquo;<br>\nMehr Geld f&uuml;rs Milit&auml;r, Zusammenarbeit mit den USA, bei Bedarf Konfrontationskurs gegen&uuml;ber China: Mit altbekannten T&ouml;nen hat Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer am Dienstag ihre zweite sicherheitspolitische Grundsatzrede gehalten. Der Abr&uuml;stung redete sie dabei mit keiner Silbe das Wort, w&auml;hrend der Begriff der &raquo;Aufr&uuml;stung&laquo; genau einmal auftauchte &ndash; in Bezug auf das Agieren Russlands&hellip;<br>\nTrotz all der ideologischen Rhetorik bem&uuml;hte sich die als fr&uuml;here saarl&auml;ndische Ministerpr&auml;sidentin in B&uuml;ttenrede erprobte CDU-Politikerin, ihren Worten den Anschein einer &raquo;n&uuml;chternen&laquo; Analyse zu verpassen. Es sei Fakt, dass &raquo;ohne die nuklearen und konventionellen F&auml;higkeiten Amerikas&laquo; weder BRD noch EU gesch&uuml;tzt werden k&ouml;nne. Und es sei eine Illusion, zu glauben, &raquo;Sicherheit, Stabilit&auml;t und Wohlstand in Europa ohne die NATO und ohne die USA gew&auml;hrleisten&laquo; zu k&ouml;nnen&hellip;<br>\nJ&uuml;rgen Wagner, gesch&auml;ftsf&uuml;hrendes Vorstandsmitglied der &raquo;Informationsstelle Militarisierung&laquo;, zeigte sich gegen&uuml;ber jW am Dienstag emp&ouml;rt. Das Aufr&uuml;stungsdogma f&uuml;hre seit vielen Jahren &raquo;zu Chaos und Zerst&ouml;rung im Globalen S&uuml;den und versch&auml;rften Konflikten mit den als Rivalen gebrandmarkten Staaten wie Russland und China&laquo;. Wagner verwies auf das Anwachsen des deutschen Milit&auml;rhaushalts von 24,3 Milliarden Euro im Jahr 2000 auf 38,5 Milliarden im Jahr 2018 &ndash; gefolgt von einem Sprung auf 45,1 Milliarden Euro im zur&uuml;ckliegenden Jahr&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/390615.deutsche-milit%C3%A4rpolitik-allzeit-kriegsbereit.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die Gestaltungskraft der EU (II)<\/strong><br>\nEU-Milit&auml;reinsatz in Libyen zur &Uuml;berwachung des fragilen Waffenstillstands laut Diplomaten in Br&uuml;ssel m&ouml;glich.<br>\nBerlin\/Tripolis (Eigener Bericht) &ndash; Die EU steht wom&ouml;glich vor einem Milit&auml;reinsatz zur &Uuml;berwachung des j&uuml;ngsten Waffenstillstands in Libyen. Dies berichtet die Tageszeitung &ldquo;Die Welt&rdquo; unter Berufung auf Diplomaten in Br&uuml;ssel. Demnach wird der EU-Au&szlig;enbeauftragte Josep Borrell an diesem Freitag mit den Verteidigungsministern der Union &uuml;ber &ldquo;die Entwicklungen in Libyen&rdquo; beraten; dabei solle es auch um etwaige finanzielle, logistische oder milit&auml;rische Unterst&uuml;tzung f&uuml;r einen UN-Einsatz in Libyen gehen, hei&szlig;t es. Bereits im Januar hatten die Ministerpr&auml;sidenten Italiens und Griechenlands und einflussreiche Berliner Politiker eine Beteiligung an einem Einsatz in Aussicht gestellt. Der Waffenstillstand in Libyen beruht auf einem milit&auml;rischen Patt, das nach einer Interventionsdrohung &Auml;gyptens eintrat; er ist durch Vermittlungst&auml;tigkeit der Regierungen &Auml;gyptens und Russlands erm&ouml;glicht worden. Weiterhin massiv Einfluss in dem Land nimmt die T&uuml;rkei. Die zahlreichen libyschen Milizen gelten als kaum kontrollierbar. EU-Milit&auml;rs h&auml;tten es in Libyen mit einer hochexplosiven Gemengelage zu tun &ndash; nicht un&auml;hnlich der Lage in Mali oder in Afghanistan<br>\n(&hellip;) &ldquo;Wahrscheinlich auch bewaffnet&rdquo;<br>\nAls ausgemacht gilt, dass der Waffenstillstand in Libyen sowie die geplante Vorbereitung der f&uuml;r Ende 2021 anvisierten Wahl &uuml;berwacht werden m&uuml;ssen, sollen sie trotz der Fragilit&auml;t durchgesetzt werden&hellip;<br>\n(&hellip;) Ein handlungsf&auml;higer Akteur&rdquo;<br>\n&hellip; Dies hatten die EU und ihre Mitgliedstaaten bereits im Januar im Zusammenhang mit der Berliner Libyen-Konferenz ins Auge gefasst. Der Au&szlig;enbeauftragte Borrell etwa hatte schon damals erkl&auml;rt, die Union m&uuml;sse &ldquo;bereit sein&rdquo;, an der &ldquo;Umsetzung und der &Uuml;berwachung&rdquo; eines Waffenstillstandes mitzuwirken &ndash; &ldquo;eventuell auch mit Soldaten, etwa im Rahmen einer EU-Mission&rdquo;.[9] W&auml;hrend es aus der libyschen &ldquo;Einheitsregierung&rdquo; damals hie&szlig;, man k&ouml;nne sich eine Beteiligung von Einheiten aus den Mitgliedstaaten der Arabischen Liga vorstellen, teilten Griechenlands Ministerpr&auml;sident Kyriakos Mitsotakis und Italiens Ministerpr&auml;sident Giuseppe Conte mit, sie seien zur Entsendung griechischer respektive italienischer Soldaten bereit. Italien betrachtet &ndash; als fr&uuml;here Kolonialmacht &ndash; Libyen als sein unmittelbares Einflussgebiet; Griechenland k&auml;mpft gegen die Expansion seines historischen Rivalen T&uuml;rkei. Berliner Politiker sprachen sich ebenfalls f&uuml;r eine Truppenentsendung aus. &ldquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8445\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Putins Milde im Umgang mit Erdo&#287;an ist keine &Uuml;berraschung<\/strong><br>\nVon Christian M&uuml;ller<br>\n(&hellip;) Der Krieg war von Anfang extrem einseitig. Armenien hat drei Millionen Einwohner, Aserbaidschan hat zehn Millionen Einwohner, mehr als dreimal mehr. Armenien ist ein Binnenland ohne Bodensch&auml;tze, Aserbaidschan hat Anschluss an das Kaspische Meer und ist reich an Bodensch&auml;tzen, nicht zuletzt an &Ouml;l&hellip; Vor allem aber wurde Aserbaidschan in seinem Krieg mit Armenien von der T&uuml;rkei unter Staatspr&auml;sident Tayyip Erdo&#287;an &ndash; bedingungslos und &laquo;bis zum Ende&raquo;, wie er ausdr&uuml;cklich sagte &ndash; unterst&uuml;tzt, unter anderem auch mit dschihadistischen, von der T&uuml;rkei bezahlten S&ouml;ldnern.<br>\nDas in Moskau von Staatspr&auml;sident Wladimir Putin ausgehandelte (noch sehr provisorische) Friedensabkommen kommt einem Sieg Aserbaidschans und einer Niederlage Armeniens gleich. Jetzt r&auml;tselt die Welt &ndash; sogar die Experten in Russland sind sich uneinig &ndash;, warum Putin die wohl siegesentscheidende Parteinahme Erdo&#287;ans nicht st&auml;rker verurteilt und bestraft hat. Hat Putin vor Erdo&#287;an Angst?<br>\n(&hellip;) Ein Krieg mit der T&uuml;rkei kommt also eh nicht in Frage. Es gilt vielmehr, von t&uuml;rkischer Seite einen gewissen Goodwill zu erhalten, auch, um die internen Diskussionen NATO\/T&uuml;rkei am Leben zu erhalten. Aber Erdo&#287;an, der gegenw&auml;rtig aggressivste und gef&auml;hrlichste Staatschef in der westlichen Einflusszone, weiss das mit einem perfiden Doppelspiel zwischen der NATO und Russland zu nutzen und operiert skrupellos weit &uuml;ber seine eigenen Staatsgrenzen hinaus &ndash; mit Waffengewalt und ohne jeden Einspruch seiner NATO-Kollegen&hellip;<br>\n(&hellip;) Dass Taggyp Erdo&#287;ans aggressive Politik unter Einsatz von Waffen Richtung Westen, in Libyen, Richtung S&uuml;den &ndash; gerade auch jetzt wieder &ndash; nach Zypern, und Richtung Osten, in Syrien und nun auch in Armenien, einfach ungebremst weitergehen kann, ist ein geopolitischer Skandal. Und der ist nur m&ouml;glich, weil die NATO noch immer ihre sch&uuml;tzende Hand &uuml;ber ihr Mitglied T&uuml;rkei h&auml;lt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/Armenien-Aserbaidschan-Turkei-Russland-NATO\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Endlich wieder ein gutes Amerika<\/strong><br>\nDer &raquo;Unfall der amerikanischen Politik&laquo; ist abgew&auml;hlt, das schlechte Amerika vorbei. Endlich zeigt sich wieder das gute Amerika. Das Amerika von Clinton und Obama.<br>\nNur noch einige Wochen, dann ist der Alptraum beendet. Eleven-Nine endg&uuml;ltig Geschichte. Jener Novembertag im Jahr 2016, als die klare Siegerin der Pr&auml;sidentschaftswahl eben genau das nicht wurde. Schnell war klar: Jetzt zeigen die Vereinigten Staaten ihr h&auml;ssliches Gesicht. Ein noch h&auml;sslicheres als je zuvor. Und das trotz vorherigem George W. Bush. Trotz Nixon und Schattenpr&auml;ses Kissinger. Das konnte doch nur ein Unfall sein. Ein Versehen! Oder nicht? Dieser Trump, der macht es doch kein Jahr im Amt.<br>\nEs wurden dann doch vier Jahre. Klar abgew&auml;hlt wurde er zudem auch nicht. Amerika und der Westen jubeln dennoch: Endlich wieder das gute Amerika, das die Geschicke des Landes steuert. Jetzt hei&szlig;t es wieder zur&uuml;ck in eine Zeit, da the US noch ein besserer Ort waren. Trump war aber kein amerikanischer Unfall, kein Versehen. Das Land hielt gewisserma&szlig;en auf ihn &ndash; oder einen wie ihn &ndash; zu. Er war die logische Konsequenz f&uuml;r das, was das vermeintlich gute Amerika verkackt hat&hellip;<br>\n(&hellip;) Dieser Donald Trump war so mies wie viele seiner Vorg&auml;nger &ndash; auch seiner demokratischen Vorg&auml;nger. Sein Auftreten war nat&uuml;rlich obsz&ouml;ner und weniger diplomatisch geschult. Viel zu impulsiv sowieso. Und ja, er sagte viel Dummes &ndash; sehr viel Dummes sogar. Aber er als schlechtes Amerika, als die b&ouml;sen Vereinigten Staaten und die Demokraten vor ihm und der eine Demokrat nach ihm als Vertreter des Guten? Das ist doch Wunschdenken. Ja, Ideologie geradezu! Trump hat keine Nation der Idylle an den Abgrund gef&uuml;hrt &ndash; er kam ins Wei&szlig;en Haus, weil so lange auf den Abgrund hingearbeitet wurde.<br>\nEr war ein Symptom und nicht etwa Ursache. Das hat man in den letzten Tagen und Wochen ganz offensichtlich vergessen oder verdr&auml;ngt. Gutes Amerika &ndash; schlechtes Amerika? Irgendwie macht das keinen nennenswerten Unterschied. Moralische Attribute gelten f&uuml;r Uncle Sam schon lange nichts mehr. Nur noch Geld und Business. George Packer hat lesenswert dar&uuml;ber berichtet. Man kann die Staaten nur noch amoralisch erfassen. Nicht gut. Nicht schlecht. Einfach nur Amerika. Punkt. Attribute braucht es da nicht. Amerika alleine sagt alles.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neulandrebellen.de\/2020\/11\/endlich-wieder-ein-gutes-amerika\/\">Neulandrebellen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Tauziehen um Nordost-Syrien zwischen USA und Russland<\/strong><br>\nAngesichts der Einflussnahme externer Akteure &ndash; wie Russland, den Vereinigten Staaten und nat&uuml;rlich T&uuml;rkei und Iran &ndash; bleibt die Zukunft Nordost-Syriens alles andere als sicher. Hintergr&uuml;nde von Stasa Salacanin<br>\n(&hellip;) Kurdische &ldquo;Autonomiebeh&ouml;rde&rdquo;?<br>\nHauptziel der Verhandlungen ist die Schaffung einer kurdischen &ldquo;Autonomiebeh&ouml;rde&rdquo; bei gleichzeitiger Schaffung der Voraussetzungen f&uuml;r eine US-Milit&auml;rpr&auml;senz im Land. Dies gilt insbesondere f&uuml;r die Erd&ouml;lregion Syriens, die eine wichtige Rolle bei allen Nachkriegsvereinbarungen im Land spielen d&uuml;rfte.<br>\nFrankreich unterst&uuml;tzt diese Initiative, w&auml;hrend sich das syrische Regime gemeinsam mit Russland und der T&uuml;rkei gegen die von den USA flankierten Verhandlungen mit den Kurden stellt und darin einen Versuch sieht, das Land zu spalten.<br>\nMit ihrer milit&auml;rischen Pr&auml;senz im Land versuchen die USA, die letzten Nester des islamischen Staates zu beseitigen und die iranischen Milizen aus dem Land zu verdr&auml;ngen, w&auml;hrend sie gleichzeitig weiter Druck auf das Assad-Regime aus&uuml;ben. Vor allem aber versucht Washington mit seinem Engagement, den Einfluss Moskaus abzuwehren.<br>\nW&auml;hrend einer vom Hudson-Institut veranstalteten Online-Diskussionsrunde erkl&auml;rte James Jeffrey, US-Sondergesandter f&uuml;r Syrien, ein amerikanischer Einsatz sei notwendig, um den Druck auf die Feinde der Vereinigten Staaten aufrechtzuerhalten. &ldquo;Meine Aufgabe ist es, [Syrien] f&uuml;r die Russen zu einem Sumpfgebiet zu machen&rdquo;, so Jeffrey.<br>\nDie j&uuml;ngsten Vorst&ouml;&szlig;e der USA in Syrien haben die Spannungen mit Russland und der T&uuml;rkei verst&auml;rkt: Russland ist weiterhin Assads wichtigster Geldgeber. Die T&uuml;rkei sieht in den Autonomiebestrebungen der Kurden ihre innere Sicherheit bedroht und lehnt die Bildung einer wie auch immer gearteten kurdischen autonomen Organisation in Syrien strikt ab&hellip;<br>\nDer Wettbewerb zwischen den Vereinigten Staaten und Russland um die Herzen und K&ouml;pfe der Kurden hat sich in letzter Zeit zwar versch&auml;rft, aber keines der beiden L&auml;nder hat den Kurden explizit irgendwelche Rechte zugesagt, weshalb diese weiterhin einer ungewissen Zukunft entgegensehen. Nicht vergessen werden darf auch, dass die Kurden in der j&uuml;ngsten Vergangenheit mehrfach verraten worden sind. Erst vor zwei Jahren gestattete Moskau der T&uuml;rkei die Besetzung Afrins, w&auml;hrend Trump im Oktober 2019 den T&uuml;rken gr&uuml;nes Licht f&uuml;r ihre Offensive gegen kurdische Kr&auml;fte in der syrisch-t&uuml;rkischen Grenzregion gab&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.qantara.de\/inhalt\/syrien-konflikt-tauziehen-um-nordost-syrien-zwischen-usa-und-russland?nopaging=1\">Quantara.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Die USA tun ihr Bestes, um China aus Lateinamerika auszuschlie&szlig;en <\/strong><br>\nRegionalregierungen von rechts und links sehen die Belt and Road-Initiative als lukrativ und frei von politischen Eingriffen<br>\nAm 20. August 2018 k&uuml;ndigte der linke Pr&auml;sident von El Salvador, Salvador S&aacute;nchez Cer&eacute;n , im nationalen Fernsehen an, dass sein Land seine Beziehungen zu Taiwan abbrechen und die Volksrepublik China anerkennen werde. Dies stehe im Einklang mit dem V&ouml;lkerrecht, sagte S&aacute;nchez Cer&eacute;n, und es w&uuml;rde &bdquo;gro&szlig;e Vorteile f&uuml;r unser Land&ldquo; bringen.<br>\nNicht lange danach k&uuml;ndigte US-Senator Marco Rubio auf Twitter an, da&szlig; dieser Schritt &bdquo;der Beziehung zu den USA, einschlie&szlig;lich ihrer Rolle in #AllianceforProsperity, echten Schaden zuf&uuml;gen wird&ldquo;.<br>\nZuvor hatten sowohl die Dominikanische Republik als auch Panama die Verschiebung vorgenommen, aber Rubio sagte, El Salvador werde besonders bestraft,  weil  es von der linken Nationalen Befreiungsfront Farabundo Mart&iacute; (FMLN) regiert werde. Rubio schien es nicht wichtig zu sein, dass sein eigenes Land, die Vereinigten Staaten, 1979 seine Verbindungen von Taiwan nach China verlagert hatte&hellip;<br>\n1 Billion US-Dollar gegen&uuml;ber 60 Milliarden US-Dollar<br>\nDie USA haben dem DFC 60 Milliarden US-Dollar zugesagt. In der Zwischenzeit plant China, mindestens 1 Billion US-Dollar f&uuml;r die Belt and Road-Initiative auszugeben. Ein Teil des chinesischen Geldes kommt, wie Bukele schrieb, als er Peking verlie&szlig;, als Zuschuss.<br>\nAll das &auml;rgert Washington. David Malpass, US-Unterstaatssekret&auml;r f&uuml;r internationale Angelegenheiten, sagte im Februar 2018, dass die USA vor einer ernsthaften Herausforderung durch &bdquo;Chinas Nichtmarktaktivit&auml;ten&ldquo; st&uuml;nden.<br>\nChina investiert und gew&auml;hrt Zusch&uuml;sse, sagte Malpass, ohne darauf zu bestehen, dass die Empf&auml;ngerl&auml;nder ihre &bdquo;makro&ouml;konomische Politik&ldquo; &bdquo;verbessern&ldquo;; Mit anderen Worten, China macht es sich nicht zur Gewohnheit, Bedingungen f&uuml;r die Kredite festzulegen, um beispielsweise das Arbeitsrecht zu untergraben oder die Subventionen f&uuml;r Gesundheit und Bildung zu k&uuml;rzen (wie es der Internationale W&auml;hrungsfonds und das US-Finanzministerium h&auml;ufig tun). China privilegiert auch nicht den privaten Sektor. Dies sind die &bdquo;nicht marktbezogenen Aktivit&auml;ten&ldquo;&hellip;<br>\nDiese Ansicht findet sich in den Hauptst&auml;dten Lateinamerikas und der Karibik wieder. Sie stehen unter dem Druck Washingtons, die Beziehungen zu China zu brechen, was f&uuml;r die meisten L&auml;nder abscheulich ist, wie es f&uuml;r El Salvadors Bukele der Fall war.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/cooptv.wordpress.com\/?s=Die+USA+tun+ihr+Bestes%2C+um+China+aus+Lateinamerika+auszuschlie%C3%9Fen\">Co op news<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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