{"id":6701,"date":"2010-09-10T09:17:28","date_gmt":"2010-09-10T07:17:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6701"},"modified":"2010-09-10T09:17:28","modified_gmt":"2010-09-10T07:17:28","slug":"hinweise-des-tages-1225","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6701","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Armut in Deutschland; Angst vor Arbeitslosigkeit; Angst vor dem Abstieg; Mietbetrug mit Hartz-IV-Beziehern; Schluss mit der Lohnzur&uuml;ckhaltung; Banken-Stresstest war primitives T&auml;uschungsman&ouml;ver; Zocker &uuml;bernehmen die Macht; Geldw&auml;scheparadies; Atom-Deal; Zweifel an Kohlestrom; Rechentricks der Luftfahrtindustrie; Koalition schreibt von Pharmaindustrie ab; Stuttgart 21; Sarrazin; sozialdemokratische Integrationspolitik; Steinbach vs. Merkel; schwarzes Loch rechts au&szlig;en; Antisemitismusstreit. (MB\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">3Sat: Armut in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Angst vor Arbeitslosigkeit bleibt tief verankert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">In Deutschland geht die Angst vor dem Abstieg um<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\"> Mehr als 100 F&auml;lle von Mietbetrug mit Hartz-IV-Beziehern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\"> Schluss mit der Lohnzur&uuml;ckhaltung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">WEF-Studie zur Wettbewerbsf&auml;higkeit: Deutschland k&auml;mpft sich in Top 5 vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Der Banken-Stresstest war primitives T&auml;uschungsman&ouml;ver<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Die Zocker &uuml;bernehmen die Macht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Debatte um Privatisierung der Sparkassen &ndash; Ein unverst&auml;ndlicher Vorschlag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Deutschland, das neue Geldw&auml;scheparadies<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Atom-Deal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">DIW zweifelt an der Kohle f&uuml;r die Stromerzeugung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Luftfahrtbranche: &bdquo;Windige Rechentricks gegen die Panik&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Koalition schreibt bei Pharmaindustrie ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Stuttgart 21<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Sarrazin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Teilhabe und Anerkennung &ndash; Ans&auml;tze aus Europa f&uuml;r eine sozialdemokratische Integrationspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Steinbach vs. Merkel &hellip; und dann die Polen und der Zweite Weltkrieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Albrecht von Lucke: Schwarzes Loch rechts au&szlig;en<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Rezension: &bdquo;Der Berliner Antisemitismusstreit  1879 &ndash; 1881&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=6701&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>3Sat: Armut in Deutschland <\/strong><br>\nJedes sechste deutsche Kind ist betroffen.<br>\nIn Deutschland haben Gerichtsvollzieher und Schuldnerberater Hochkonjunktur &ndash; und ihre Klientel besteht schon lange nicht mehr nur aus den klassischen Gescheiterten aus der Unterschicht. Armut kann heute jeden treffen: den mittelst&auml;ndischen Unternehmer, den habilitierten Dozenten oder die alleinerziehende Mutter. Wir diskutieren, woher diese Entwicklung kommt und ob sie aufzuhalten ist.<br>\nArmutshauptstadt Leipzig<br>\nDie weltber&uuml;hmte Messestadt Leipzig sollte eigentlich ein Aush&auml;ngeschild unter den ostdeutschen Gro&szlig;st&auml;dten sein. Doch die nach der Wende gro&szlig;z&uuml;gig restaurierten Innenstadtbereiche, wie die M&auml;dlerpassage, zeigen nur eine Seite der Stadt.<br>\nSchrumpfende Mittelschicht<br>\nArmut hat viele Gesichter. Die Definition von Armut ist dabei auch immer eine Frage des politischen Standorts. Der einfachste Gradmesser ist die wirtschaftliche Lage einer Person.<br>\nBrennpunkt Berlin-Neuk&ouml;lln<br>\nIn Berlin-Neuk&ouml;lln leben 300.000 Menschen aus 160 Nationen. Hier konzentrieren sich die Probleme der Armut auf engstem Raum. Bezirksb&uuml;rgermeister Heinz Buschkowsky ist f&uuml;r seine zupackende Politik bis &uuml;ber die Grenzen der Stadt hinaus bekannt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.3sat.de\/page\/?source=\/scobel\/146519\/index.html\">3Sat<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Angst vor Arbeitslosigkeit bleibt tief verankert<\/strong><br>\nDer Soziologe Klaus D&ouml;rre sieht trotz sinkender Arbeitslosenzahlen weiterhin eine tief verankerte Angst vor Arbeitslosigkeit in der deutschen Gesellschaft. Diese Angst sei aus seiner Sicht auch noch immer sehr berechtigt, sagte der Inhaber des Lehrstuhls f&uuml;r Arbeits-, Industrie- und Wirtschaftssoziologie an der Universit&auml;t Jena.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/interview\/1268134\/\">Deutschlandradio Kultur<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>In Deutschland geht die Angst vor dem Abstieg um<\/strong><br>\nDie Deutschen f&uuml;rchten sich laut einer Studie besonders vor dem Wirtschaftsabschwung. Vor allem im Osten ist die Angst gro&szlig;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article9504002\/In-Deutschland-geht-die-Angst-vor-dem-Abstieg-um.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Margarethe Gorges:<\/strong> Gutes Ergebnis f&uuml;r die R + V . Besser kann es doch nicht laufen &ndash; gegen die Angst schlie&szlig;t man Versicherungsvertr&auml;ge ab&hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Mehr als 100 F&auml;lle von Mietbetrug mit Hartz-IV-Beziehern<\/strong><br>\nIn Hamburg h&auml;ufen sich die F&auml;lle von Mietbetrug, bei denen heruntergekommene Wohnungen oder sogar Keller- und Lagerr&auml;ume, die nicht zum Bewohnen zugelassen sind, an Hartz-IV-Empf&auml;nger vermietet werden. Die R&auml;ume werden oft von ehemals Obdachlosen oder Drogenabh&auml;ngigen bewohnt, die sich selbst nicht bei den Beh&ouml;rden melden. Die Mieten werden aber vom Hartz-IV-Tr&auml;ger team.arbeit-hamburg und damit mit Steuergeld bezahlt. Von mehr als 100 F&auml;llen solcher betr&uuml;gerischen Vermietungen spricht team.arbeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/die-welt\/regionales\/hamburg\/article9471734\/Mehr-als-100-Faelle-von-Mietbetrug-mit-Hartz-IV-Beziehern.html%20\">Welt Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Schluss mit der Lohnzur&uuml;ckhaltung<\/strong><br>\nJetzt muss endlich mal Schluss sein mit der Lohnzur&uuml;ckhaltung! Das fordern inzwischen nicht nur gewerkschaftsnahe &Ouml;konomen. Auch Chefvolkswirte aus Banken und Forschungsinstituten sind zu der Einsicht gelangt, dass es an der Zeit ist, Arbeitnehmern h&ouml;here Einkommen zu gew&auml;hren. Gestern hat sich Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) auf ihre Seite geschlagen: &bdquo;In der Tat sollten in der Aufschwungphase die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auch davon profitieren&ldquo;, formulierte die CDU-Politikerin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/schluss-mit-der-lohnzurueckhaltung\/-\/1472780\/4629974\/-\/view\/printVersion\/-\/index.html\">FR online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Und daf&uuml;r w&auml;re es nebenbei notwendig, dass eine Kommentatorin der Frankfurter Rundschau nicht unreflektiert die Stereotypen der beklagenswerten Lohnnebenkosten &uuml;bernimmt.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung G.K.<\/strong> (zu einem <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/geld\/eu-schlusslicht-deutsche-chefs-knausern-mit-lohnerhoehungen-1601602-print.html\">STERN-Artikel<\/a>): In den EU-L&auml;ndern ohne Deutschland d&uuml;rften die Bruttol&ouml;hne und -geh&auml;lter sogar um ca. 40 Prozent gestiegen sein. Innerhalb der Eurozone ohne Deutschland betrug der Anstieg mehr als 30 Prozent. Der Stern zur Sprechblasen-Ministerin von der Leyen: &ldquo;Angesichts der momentan guten Konjunktur und der Zur&uuml;ckhaltung der vergangenen Jahre zeigt auch Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) Verst&auml;ndnis f&uuml;r die Forderungen der Gewerkschaft nach kr&auml;ftigen Lohnerh&ouml;hungen. &bdquo;In der Tat sollten in der Aufschwungphase die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auch davon profitieren&rdquo;, sagte sie dem &ldquo;Hamburger Abendblatt&rdquo;.&rdquo; Statt hohler Worte sollte die Ministerin zu Taten schreiten. Zum Beispiel, durch die Einf&uuml;hrung eines gesetzlichen Mindestlohnes. Zum Beispiel durch die Entsch&auml;rfung der Hartz IV-Gesetzgebung, um die Verhandlungsposition der Arbeitnehmer und Gewerkschaften zu st&auml;rken. Aber die schwarz-gelbe Bundesregierung beschloss im Rahmen des sog. &ldquo;Sparpaketes&rdquo; das genaue Gegenteil dessen. Siehe hierzu den NachDenkSeiten-Beitrag &ldquo;Konsequent asozial&rdquo;. S. dazu auch nochmal: <a href=\"\/wp-print.php?p=6631%20\">Konsequent asozial<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>WEF-Studie zur Wettbewerbsf&auml;higkeit: Deutschland k&auml;mpft sich in Top 5 vor<\/strong><br>\nDeutschland ist nach einer Studie des Weltwirtschaftsforums (WEF) in den Kreis der f&uuml;nf wettbewerbsf&auml;higsten Nationen aufger&uuml;ckt. Die deutsche Wirtschaft habe sich in diesem Jahr vom siebten auf den f&uuml;nften Rang verbessert, hie&szlig; es in dem Vergleich, der bei einer WEF-Konferenz in Peking vorgelegt wurde. Deutschland liege nur noch knapp hinter den USA, die bis 2008 die Rangliste anf&uuml;hrten, im vergangenen Jahr auf den zweiten Platz abrutschten und sich nun auf dem vierten Platz wiederfinden. Die Spitzenposition nimmt erneut die Schweiz ein, gefolgt von Schweden und Singapur. China f&uuml;hrt mit Rang 27 die Schwellenl&auml;nder an. In der Eurozone hat die deutsche Wirtschaft sogar den ersten Platz des WEF-Rankings erklommen. Bislang waren dort die Finnen.<br>\nQuelle 1:<a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/wettbewerb102.html\"> Tagesschau<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.weforum.org\/en\/media\/Latest%20News%20Releases\/NR_GCR10_de\">Weltwirtschaftsforum<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung S.L.:<\/strong> Unbeachtet der &uuml;blicher Propaganda von wegen &bdquo;Flexibilisierung des Arbeitsmarktes&ldquo; und sind die vorderen Pl&auml;tze geradezu bemerkenswert besetzt: 1. Schweiz (dank Forschungsausgaben) und 2. Schweden &ndash; beides L&auml;nder mit hohen L&ouml;hnen bzw. ausgepr&auml;gten Sozialsystemen. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Der Banken-Stresstest war primitives T&auml;uschungsman&ouml;ver<\/strong><br>\nIm Stresstest durch die EZB und die nationalen Bankaufseher wurde angeblich gemessen, ob und wie der Finanzsektor auch gr&ouml;&szlig;ere Krisen und Katastrophen &uuml;berstehen w&uuml;rde. Der entscheidende Indikator war die Kernkapitalquote. Mit ihr wird gemessen, wie viel Prozent ihrer Kredite und Wertpapiere sie im Notfall &ndash; also wenn sich die Kredite und Wertpapiere als faul erweisen &ndash; mit eigenem Kapital decken k&ouml;nnte. Die aktuelle Bankenaufsicht schreibt vier Prozent vor. Die EU-Aufseher haben f&uuml;r den Test eine Stressquote von sechs Prozent festgelegt. Dies ist eine gro&szlig;z&uuml;gige Bemessungsgrundlage. Tritt der Katastrophenfall ein, steht die Bank f&uuml;r sechs Prozent ihrer Krisenkredite und -papiere ein. Wer schultert die restlichen 94%? Nun kann man sagen, es werden schon nicht 100% der Aktiva den Bach runter gehen. Aber gerade dies sollte das Design des Katastrophenszenarios sein. Im Fall einer Katastrophe wird die Bank, wenn sie nur &ldquo;systemische&rdquo; Relevanz hat, zu 94% ihrer Verluste von der &ouml;ffentlichen Hand subventioniert, jedenfalls nach der Logik der Aufseher von EU und Bundesrepublik. Dies ist nicht beruhigend. Selbst wenn die bekannt gegebenen Stressquoten stimmen w&uuml;rden, w&auml;re dieses Bankensystem f&uuml;r einen wirklichen Stress nicht ger&uuml;stet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.isw-muenchen.de\/download\/banken-stresstest-cs-0910.html\">Institut f&uuml;r sozial-&ouml;kologische wirtschaftsforschung e.V. <\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die Zocker &uuml;bernehmen die Macht<\/strong><br>\nNoch vor kurzem galten sie als r&uuml;cksichtslose Zocker, die ihre Arbeitgeber und die gesamte Finanzwelt an den Rand des Abgrunds brachten. Doch nur zwei Jahre nach dem H&ouml;hepunkt der Finanzkrise scheinen die Investmentbanker bereits rehabilitiert. Zumindest machen sich die Vertreter dieser Zunft daran, die Macht bei einigen der prominentesten Adressen in der europ&auml;ischen Finanzbranche zu &uuml;bernehmen.<br>\nAnfang der Woche begann die britische Gro&szlig;bank Barclays mit dem St&uuml;hler&uuml;cken in der Chefetage. Der oberste Investmentbanker Bob Diamond soll im M&auml;rz den bisherigen Vorstandsvorsitzenden John Varley abl&ouml;sen. Auch bei Europas gr&ouml;&szlig;ter Bank, HSBC, hat der F&uuml;hrungswechsel begonnen. Chairman Stephen Green gibt Anfang 2011 seinen Posten auf. Einer der Favoriten f&uuml;r die Nachfolge ist der Vorstandsvorsitzende Michael Geoghegan, der wiederum vom Chef-Investmentbanker Stuart Gulliver abgel&ouml;st werden k&ouml;nnte.<br>\nBei der Deutschen Bank gilt ebenfalls der Leiter des Investment-Bankings, Anshu Jain, als klarer Favorit f&uuml;r die Nachfolge von Vorstandschef Josef Ackermann, und die beiden Schweizer Banken UBS und Credit Suisse werden bereits von Ex- Investmentbankern gef&uuml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/banken-versicherungen\/investmentbanker-die-zocker-uebernehmen-die-macht;2651831%20\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein beachtlich kritischer Artikel in dem wirtschaftsliberalen Blatt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Debatte um Privatisierung der Sparkassen &ndash; Ein unverst&auml;ndlicher Vorschlag<\/strong><br>\nDer Chefvolkswirt der Europ&auml;ischen Zentralbank fordert die Privatisierung deutscher Sparkassen. Doch ein solcher Schritt macht keinen Sinn. Und besonders merkw&uuml;rdig ist der Hinweis auf die angebliche Vorbildfunktion eines anderen Landes.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/geld\/2.220\/debatte-um-privatisierung-der-sparkassen-ein-unverstaendlicher-vorschlag-1.997970\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Deutschland, das neue Geldw&auml;scheparadies<\/strong><br>\nDer Bund der Kriminalbeamten schl&auml;gt Alarm: In Deutschland werden j&auml;hrlich 50 Mrd. Euro Schwarzgeld in legale Kan&auml;le umgeleitet. Schuld sind mangelnde Kontrollen. Jetzt macht auch die EU-Kommission Druck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:agenda-deutschland-das-neue-geldwaescheparadies\/50166565.html%20\">Financial Times Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Atom-Deal<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Laufzeitverl&auml;ngerung: Profit f&uuml;r Energieriesen<\/strong><br>\nHenrik Bumiller hat schon mit dem Schlimmsten gerechnet, aber die schwarz-gelbe Energiepolitik hat ihn doch noch kalt erwischt: &ldquo;Das es so hart kommt, hat mich &uuml;berrascht. &rdquo; Bumiller ist Chef eines mittelst&auml;ndischen Solarunternehmens. Bumiller Neue Energien projektiert vor allem in Berlin und Umgebung Photovoltaikanlagen, der Chef ist oft selbst noch auf D&auml;chern unterwegs. Er f&uuml;rchtet nun, dass es angesichts der geringen Rolle, die die Bundesregierung laut dem neuen Energiekonzept dem Solarstrom zubilligt, Auswirkungen aufs Gesch&auml;ft. &ldquo;Das wird fr&uuml;her oder sp&auml;ter durchschlagen, die Verg&uuml;tung wird noch weiter gesenkt&rdquo;, sagt er. &ldquo;Es geht nur darum, den Atomkonzernen ihre Profite zu sichern.&rdquo; Bumillers Firma w&auml;re f&uuml;r Rot-Gr&uuml;n und auch den SPD-Umweltminister Sigmar Gabriel in der gro&szlig;en Koalition ein Aush&auml;ngeschild gewesen. Eine Politik, die Spuren hinterlassen hat: F&uuml;r Windparks sind in Deutschland in der Regel mittelst&auml;ndische Firmen die Investoren, bei Solaranlagen sogar oft die B&uuml;rger selbst. Die gro&szlig;en Stromkonzerne blieben au&szlig;en vor und mussten zusehen, wie ihnen Jahr f&uuml;r Jahr mehr als ein Prozent des Strommarktes abhanden kam &ndash; allein durch die Erneuerbaren. Doch nach knapp zehn Jahren wird in Deutschland der Aufbruch in eine b&uuml;rgern&auml;here Energieversorgung von der Regierung beendet. Fast alle Hebel sind von der schwarz-gelben Koalition in ihre Richtung umgelegt worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/energie\/profit-fuer-energieriesen\/-\/1473634\/4628622\/-\/view\/printVersion\/-\/index.html\">FR online<\/a><\/li>\n<li><strong>Konzerne haben in Atomvertrag massive Schutzklauseln<\/strong><br>\nDie Atomkonzerne haben sich in dem Vertrag mit der Bundesregierung weitreichende Schutzklauseln zusichern lassen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur dpa sind die Kosten f&uuml;r die m&ouml;gliche Nachr&uuml;stung auf 500 Millionen Euro je Kernkraftwerk begrenzt. Auch w&uuml;rden sich die Zahlungen der Konzerne f&uuml;r den neuen &Ouml;kostrom-Fonds reduzieren, wenn eine k&uuml;nftige Regierung die 2016 auslaufende Atomsteuer verl&auml;ngern oder erh&ouml;hen will. Hier haben die schwarz-gelbe Koalition und die Atombetreiber Eon, RWE, EnBW und Vattenfall eine Sperre eingebaut, um Rot-Gr&uuml;n bei einem m&ouml;glichen Wahlsieg &Auml;nderungen am Atompaket f&uuml;r l&auml;ngere Laufzeiten zu erschweren. In dem der dpa vorliegenden Vertrag hei&szlig;t es, dass die f&uuml;r die n&auml;chsten Jahre zugesagten &Ouml;ko-F&ouml;rderbeitr&auml;ge sich verringern, &laquo;wenn eine Kernbrennstoffsteuer (&hellip;) f&uuml;r eine l&auml;ngere Dauer als in den Jahren 2011 bis 2016 erhoben oder wenn eine anderweitige Steuer, Abgabe oder sonstige Belastung eingef&uuml;hrt, begr&uuml;ndet oder erh&ouml;ht wird&raquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:konzerne-haben-in-atomvertrag-massive-schutzklauseln\/50167404.html\">Financial Times Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Ein schier unglaublicher Vorgang, der an politisch korrupte Zust&auml;nde in Bananenrepubliken erinnert. Die Geheimabsprachen zwischen schwarz-gelber Bundesregierung und Atomwirtschaft sollten der Bev&ouml;lkerung allem Anschein nach vorenthalten werden. Die Art und Weise, wie die schwarz-gelbe Koalition mit der Zukunft der hochgradig risikotr&auml;chtigen Atomenergie Schindluder treibt, kann man nur als Skandal allererster G&uuml;te bezeichnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Regierung will offenbar AKW-Schutz aufweichen<\/strong><br>\nDie Bundesregierung plant offenbar eine deutliche Senkung des Schutzniveaus f&uuml;r Atomkraftwerke. Dem ARD-Magazin &ldquo;Monitor&rdquo; liegen interne Regierungsdokumente vor, in denen die Verpflichtung der AKW-Betreiber zur Nachr&uuml;stung, insbesondere auch der sogenannten Altreaktoren, weitgehend abgeschafft werden soll. Hierf&uuml;r soll auch das Atomgesetz ge&auml;ndert werden. &ldquo;Wenn das Wirklichkeit wird, was in diesen Dokumenten steht, dann verdienen diese Papiere nicht die &Uuml;berschrift Nachr&uuml;stung&rdquo;, sagte der ehemalige Leiter der Abteilung Reaktorsicherheit im Bundesumweltministerium, Wolfgang Renneberg, gegen&uuml;ber &ldquo;Monitor&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/akwsicherheit100.html\">Tagesschau<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/monitor\/sendungen\/2010\/0909\/atom.php5\">Monitor<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>DIW zweifelt an der Kohle f&uuml;r die Stromerzeugung<\/strong><br>\nDas Deutsche Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung h&auml;lt die Technik zur CO2-Speicherung f&uuml;r unrentabel. Vattenfall und Brandenburg halten jedoch an den Projekten fest.<br>\nW&auml;hrend die Laufzeit von Atomkraftwerken noch im Zentrum der Debatte um Deutschlands Energieversorgung der Zukunft steht, gewinnt ein Konflikt an Brisanz, der f&uuml;r die Stromerzeugung technisch und &ouml;konomisch noch bedeutender werden d&uuml;rfte. Es geht um die Erforschung der Technik zum Auffangen, dem Transport und der Speicherung von Kohlendioxid (CO2), landl&auml;ufig CCS genannt. Eine Studie des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) weckt Zweifel daran, dass diese Technologie wirtschaftlich zu betreiben ist und stellt damit die wirtschaftlich sinnvolle Nutzung des Rohstoffes Kohle f&uuml;r die Stromerzeugung insgesamt infrage.<br>\nIn seiner Untersuchung habe sich die CCS-Technologie als &bdquo;sehr unsicher und gleichzeitig sehr teuer erwiesen&ldquo;, sagte DIW-Forschungsdirektor Christian von Hirschhausen am Mittwoch in Berlin.<br>\nVor allem f&uuml;r den Berliner Energiekonzern Vattenfall Europe kommt die Ver&ouml;ffentlichung zur Unzeit und inhaltlich h&ouml;chst ungelegen. Ebenfalls am Mittwoch pr&auml;sentierte das Unternehmen Zwischenergebnisse seiner genau vor zwei Jahren eingeweihten Pilotanlage in Schwarze Pumpe s&uuml;dlich von Cottbus. Die habe rund 4700 Tonnen Kohlendioxid abgeschieden und verfl&uuml;ssigt. Die Abscheide-Rate des Kohlekraftwerkes liege bei mehr als 90 Prozent.<br>\nF&uuml;r Vattenfall geht es auch um 180 Millionen Euro F&ouml;rdermittel von der EU, die nur ausgezahlt werden sollen, wenn es dem Konzern gelingt, die gesamte Kette &ndash; von der Abscheidung &uuml;ber den Transport bis zur Lagerung &ndash; darzustellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/forscher-zweifeln-an-der-kohle-fuer-die-stromerzeugung\/1929172.html;jsessionid=7912225861D33BA91D4327B632138869%20\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Luftfahrtbranche: &bdquo;Windige Rechentricks gegen die Panik&ldquo;<\/strong><br>\nDie &bdquo;Verkehrstr&auml;geranalyse&ldquo;, die die Luftfahrtbranche am Donnerstag in Berlin vorgestellt hat, st&ouml;&szlig;t bei der Allianz pro Schiene auf heftigen Widerspruch. &bdquo;Nach den neuesten Zahlen soll der Luftverkehr angeblich der am wenigsten subventionierte Verkehrstr&auml;ger sein. Leider sind die Rechnungen unseri&ouml;s&ldquo;, sagte der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege. So h&auml;tte das Forschungsinstitut Infras mit extrem niedrigen Preisen f&uuml;r die Tonne CO2 gerechnet, und damit die Umweltkosten des Luftverkehrs kleingerechnet.<br>\nAuch die M&auml;r von der subventionsfreien Flughafen-Infrastruktur schreibe das Gutachten fort. &bdquo;Jedes Jahr &uuml;berweisen L&auml;nder und Kommunen dreistellige Millionenbetr&auml;ge f&uuml;r regionale Flugh&auml;fen. Diese Summen werden einfach unterschlagen&ldquo;, sagte Flege. Ein anderer Rechentrick geh&ouml;re dagegen schon ins Reich der Finanz-Zaubertricks: So verbuche die Luftbranche die Kosten f&uuml;r die neugebaute Schienen-Anbindung der Flugh&auml;fen, etwa K&ouml;ln &ndash; Bonn oder Frankfurt &ndash; Flughafen einseitig als Subventionen f&uuml;r die Schiene, w&auml;hrend der Flugverkehr ohne Subvention dargestellt wird. &bdquo;Offenbar hat die Branche wegen der &uuml;berf&auml;lligen Flugticket-Steuer panische Angst um die eigenen Marktanteile&ldquo;, sagte der Allianz pro Schiene-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer. &bdquo;Anders sind solche windigen Rechentricks nicht mehr zu erkl&auml;ren.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.allianz-pro-schiene.de\/d4210\">Allianz pro Schiene<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Koalition schreibt bei Pharmaindustrie ab<\/strong><br>\nDie Pharma-Lobbyisten beeinflussen erfolgreich die Koalition. Unterlagen, die der Frankfurter Rundschau vorliegen, zeigen, dass &Auml;nderungen am Arzneimittel-Sparpaket wortgleich einer Vorlage einer Lobbyorganisation entsprechen. Die Klinik-Lobbyisten f&uuml;hlen sich benachteiligt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/koalition-schreibt-bei-pharmaindustrie-ab\/-\/1472596\/4632384\/-\/index.html%20\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Stuttgart 21<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Der gro&szlig;e Bluff der SPD <\/strong><br>\nWas reitet die Partei also, ein derart abstruses Projekt zu initiieren? &ldquo;Uns musste erst klar werden, wie gro&szlig; der Protest ist&rdquo;, sagt SPD-Chef Nils Schmid. Und dann schl&auml;gt er die bislang abstruseste Volte. Ziel und Zweck des Volksentscheides sei es nat&uuml;rlich nicht, Stuttgart 21 zu kippen. &ldquo;Wir wollen einfach die Akzeptanz daf&uuml;r noch verst&auml;rken&rdquo;, sagt Schmid. Es geht also nicht um eine ergebnisoffene Abstimmung. Sondern um die plebiszit&auml;re Absicherung einer Position, mit der die SPD in die Bredouille gekommen ist. Bitte, lieber B&uuml;rger, rette unsere Partei!<br>\n&ldquo;Wir werden bei einem Volksentscheid die Mehrheit der B&uuml;rger &uuml;berzeugen&rdquo;, hei&szlig;t es aus der Fraktion. Was in der Jahrzehnte w&auml;hrenden Debatte nicht gelungen ist, soll nun pl&ouml;tzlich m&ouml;glich sein. Wahrscheinlich ist das nicht. Wahrscheinlich ist, dass ein Volksentscheid nie stattfindet und die SPD bei den Landtagswahlen die Quittung f&uuml;r ihre Haltung zum Milliardenprojekt Stuttgart 21 bekommt. Die verquaste Nummer mit dem Volksentscheid wird die politischen Kosten eher noch in die H&ouml;he treiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/volksentscheid-zu-stuttgart-21-der-grosse-bluff-der-spd-1601643.html%20\">stern<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Bei so viel Doofheit fehlen einem die Worte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Profi-Protest gegen &ldquo;Stuttgart 21&rdquo;: Gro&szlig; der Bagger, gr&ouml;&szlig;er die Inbrunst<\/strong><br>\nDer Widerstand wird zum Protest auf professioneller Basis, gut vernetzt in Stuttgarts B&uuml;rgerschaft. Allein die SPD versteht immer noch nur Bahnhof.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/umwelt\/artikel\/1\/gross-der-bagger-groesser-die-inbrunst\/\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Bahnchef Grube verteidigt Stuttgart 21<\/strong><br>\nBahnchef R&uuml;diger Grube hat die Kritik am Projekt Stuttgart 21 zur&uuml;ckgewiesen. In der Sendung &ldquo;SWR1 Leute&rdquo; sagte er, dass die st&auml;ndigen Wiederholungen &uuml;ber angebliche Kostensteigerungen nur dem Zweck dienten, Stimmung gegen das Projekt zu machen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/nachrichten\/bw\/stuttgart21\/-\/id=6760318\/nid=6760318\/did=6871064\/1fb7lwy\/index.html\">SWR (Einleitungstext)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/mp3-download.swr.de\/swr1\/bw\/leute\/podcast-ruediger-grube-vorstandsvorsitzender-der-deutschen-bahn.6444m.mp3\">SWR [Audio-Podcast, mp3 &ndash; 14 MB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Stuttgart 21 &ndash; Bei Abriss Aufstand &ndash; B&uuml;rgerprotest gegen Gr&ouml;&szlig;enwahn <\/strong><br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=T4pBRQ00Z4Q&amp;feature=player_embedded\">YouTube [Video] Teil 1<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=OQnfaFQZoKg&amp;feature=player_embedded\">YouTube [Video] Teil 2<\/a><\/li>\n<li><strong>Polizist schl&auml;gt Demonstrantin<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/video\/7046.html\">SZ [Video]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin C.W.:<\/strong> In dem Video fliegt beiden Brille-tragenden Demonstranten die Brille davon&hellip; dabei lernen wir schon im Kindergarten, dass man Brillentr&auml;ger niemals schlagen darf und schon gar nicht ins Gesicht. Besonders sch&auml;ndlich ist der Angriff auf die &auml;ltere Frau. Und wenn sie noch so unfl&auml;tige Dinge ruft, so kann der Polizist sie wegen Beamtenbeleidigung belangen aber doch niemals so ohrfeigen&hellip; Das Baumhaus sollte doch vorerst toleriert werden&hellip; aber L&uuml;gen sind die Stuttgarter mittlerweile gewohnt. Der Bahnhof sollte auch Stein f&uuml;r Stein abgetragen werden, ein B&uuml;rgerentscheid sollte auch durchgef&uuml;hrt werden&hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Sarrazin<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&bdquo;F&uuml;r mich ist es ein strategischer R&uuml;ckzug&ldquo;<\/strong>\n<ol>\n<li>Der Bundesbankvorstand h&auml;lt die Vorw&uuml;rfe gegen mich, ich h&auml;tte mich gegen Ausl&auml;nder diskriminierend ge&auml;u&szlig;ert, nicht aufrecht und zieht sie zur&uuml;ck.<\/li>\n<li>Der Bundesbankvorstand hat beim Bundespr&auml;sidenten den Antrag, mich vom Amt zu entheben, zur&uuml;ckgezogen. <\/li>\n<li>Erst danach habe ich den Bundespr&auml;sidenten gebeten, mich zum 30. September vom Amt zu entbinden. Die Reihenfolge ist wichtig&ldquo;, betonte er&hellip;<\/li>\n<\/ol>\n<p>&bdquo;F&uuml;r mich ist es ein strategischer R&uuml;ckzug, um jetzt die Themen zu bearbeiten, die mir wichtig sind. Von den Aussagen in meinem Buch habe ich nichts zur&uuml;ckzunehmen.&ldquo;&hellip;<br>\nJetzt k&ouml;nnten die Leute nicht mehr sagen: &bdquo;Der Bundesbankvorstand hat gesagt&hellip;&ldquo;, sondern &bdquo;Sarrazin hat gesagt&hellip; Damit kann ich leben.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/BILD\/politik\/2010\/09\/10\/thilo-sarrazin-ruecktritt\/strategischer-rueckzug-von-bundesbank-vorstand-posten.html%20\">Bild<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das ist f&uuml;r die Bundesbank die besch&auml;mendste L&ouml;sung. Zuerst beschlie&szlig;t der Vorstand einstimmig aufgrund von Vorw&uuml;rfen Sarrazin h&auml;tte sich diskriminierend gegen Ausl&auml;nder ge&auml;u&szlig;ert die Entlassung Sarrazins beim Bundespr&auml;sidenten zu beantragen. Dann h&auml;lt er diese Vorw&uuml;rfe pl&ouml;tzlich nicht mehr aufrecht und zieht den Antrag an den Bundespr&auml;sidenten zur&uuml;ck. Das zeigt, wie opportunistisch der Bundesbankvorstand auch in Person von Axel Weber sich in einer wichtigen inhaltlichen Auseinandersetzung verh&auml;lt. Die vielger&uuml;hmte Unabh&auml;ngigkeit der Bundesbank h&auml;lt also nicht einmal dem Druck von Sarrazin stand und weicht vor dem &ouml;ffentlichen Druck der von ihm erzeugt worden ist windelweich zur&uuml;ck. Sarrazin diktierte also die Konditionen f&uuml;r seinen &bdquo;strategischen R&uuml;ckzug&ldquo;. Man m&ouml;chte nicht wissen, womit und mit wie viel Geld des Steuerzahlers dieses Ausscheiden erkauft worden ist.<br>\nDer Bundespr&auml;sident braucht zu den Inhalten der Sarrazinschen Parolen nicht mehr Stellung zu beziehen. Damit kann sich die gesamte politische Klasse entziehen, Stellung zu beziehen. Und Sarrazin kann sich noch als untadliger M&auml;rtyrer aufspielen und umso freier und wirksamer sein rechtspopulistisches S&uuml;ppchen r&uuml;hren.<br>\nDer ganze Deal ist wahrlich &ndash; wie der Bild-Kolumnist schreibt &ndash; ein &bdquo;Armuts-Zeugnis f&uuml;r die Diskussions-Kultur in Deutschland&ldquo; aber eben nicht, wie der Leiter der Sportredaktion (!) Alfred Draxler meint, weil Sarrazin &bdquo;verleumdet und getrieben&ldquo; worden ist, sondern vielmehr umgekehrt, weil die politische Klasse und vor allem die meisten Medien au&szlig;erstande oder zu feige war, sich der Auseinandersetzung in der Sache zu stellen. Viele, die mit Sarrazins Parolen sympathisieren k&ouml;nnen sich nun unbefangen seiner &bdquo;Strategie&ldquo; anschlie&szlig;en.<br>\nMal sehen, wie die SPD sich zu Sarrazin verh&auml;lt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Merkel: &ldquo;Das Geheimnis der Freiheit ist der Mut&rdquo; <\/strong><br>\n&bdquo;Die &ldquo;BILD&rdquo;-Zeitung machte letzten Samstag unter Bezug auf diese Debatte auf Seite 1 mit den Schlagzeilen auf: &ldquo;BILD k&auml;mpft f&uuml;r Meinungsfreiheit. Das wird man ja wohl noch sagen d&uuml;rfen&rdquo;. Nebenbei: Wenn ich mir hier gerade &ldquo;BILD&rdquo; rauspicke, dann erstens nur stellvertretend f&uuml;r viele andere Medien mit &auml;hnlicher oder gleicher Sto&szlig;richtung, und zweitens weil ich davon &uuml;berzeugt bin, dass &ldquo;BILD&rdquo; das aushalten kann. Also weiter &ndash; auf Seite 2 schrieb &ldquo;BILD&rdquo; am Samstag dann: &ldquo;Neun unbequeme Meinungen und die Fakten. Diese S&auml;tze muss man sagen d&uuml;rfen, weil&hellip;.&rdquo; Es geht um S&auml;tze wie diese: &ldquo;Ich will mich nicht daf&uuml;r entschuldigen m&uuml;ssen, Deutscher zu sein; wer arbeitet, darf nicht der Dumme sein; auf den Schulh&ouml;fen muss Deutsch gesprochen werden; Kindersch&auml;nder geh&ouml;ren f&uuml;r immer weggesperrt.&rdquo; Dem aufmerksamen Leser wird aufgefallen sein, dass S&auml;tze zu biologistischen oder vererbungstheoretischen Fragen in dem Artikel zur Verteidigung der Meinungsfreiheit nicht auftauchten. Aber das sei nur am Rande bemerkt.<br>\nIch wei&szlig;, Zeitungen drucken solche Seiten nicht aus dem hohlen Bauch heraus. Ich wei&szlig;, dass diese Seiten zu einem gro&szlig;en Teil das widerspiegeln, was die Redaktionen in gro&szlig;er Zahl an Zuschriften erreicht &ndash; wie gesagt, wahrlich nicht nur eine Zeitung, die &ldquo;BILD&rdquo;-Zeitung. In allen Medien ging es schnell um die Frage, was man in Deutschland sagen darf und was nicht. Das Thema Sarrazin ist aber gerade kein Thema der Gef&auml;hrdung der Meinungsfreiheit, sondern es geht darum, ob und gegebenenfalls welche Folgen zum Beispiel ein Buch f&uuml;r einen Autor in einer besonders wichtigen &ouml;ffentlich-rechtlichen Institution haben kann oder nicht.<br>\nMeine Damen und Herren, es versteht sich von selbst, dass ich zu den rechtlichen Fragen dieses konkreten Falls hier keine Stellung nehme, und das ist auch f&uuml;r unser Thema gar nicht n&ouml;tig. Denn wir k&ouml;nnen das aus eigenem Erleben diskutieren, auch zum Beispiel aus dem Bereich der Medien. So werden in der Unternehmenssatzung eines gro&szlig;en deutschen Verlags f&uuml;nf gesellschaftspolitische Unternehmensgrunds&auml;tze genannt, unter anderem zur F&ouml;rderung der europ&auml;ischen Einigung, zur Sicherung des Existenzrechts Israels und zur Verteidigung der Sozialen Marktwirtschaft, um drei von ihnen zu nennen. Ein Problem mit der Meinungsfreiheit? Nat&uuml;rlich nicht, vermute ich.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundesregierung.de\/nn_1498\/Content\/DE\/Rede\/2010\/09\/2010-09-08-potsdam.html%20\">Bundespresseamt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Lassen wir einmal beiseite, ob es wirklich klug und angemessen ist, dass die Kanzlerin bei der Verleihung eines Medienpreises von nicht gerade hoher Reputation an den Mohammed-Karikaturisten die Laudatio h&auml;lt.<br>\nMir kommt es hier auf etwas anderes an. Die Bild-Zeitung hat (offenbar voller Stolz) die &bdquo;wichtige Rede der Kanzlerin&ldquo; dokumentiert. Interessant ist, was dieses Blatt weggelassen hat. Es sind die S&auml;tze:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;Dem aufmerksamen Leser wird aufgefallen sein, dass S&auml;tze zu biologistischen oder vererbungstheoretischen Fragen in dem Artikel zur Verteidigung der Meinungsfreiheit nicht auftauchten. Aber das sei nur am Rande bemerkt.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<p>Und:<\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;So werden in der Unternehmenssatzung eines gro&szlig;en deutschen Verlags f&uuml;nf gesellschaftspolitische Unternehmensgrunds&auml;tze genannt, unter anderem zur F&ouml;rderung der europ&auml;ischen Einigung, zur Sicherung des Existenzrechts Israels und zur Verteidigung der Sozialen Marktwirtschaft, um drei von ihnen zu nennen. Ein Problem mit der Meinungsfreiheit? Nat&uuml;rlich nicht, vermute ich.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<p>Bei den zitierten Unternehmensgrunds&auml;tzen geht es nat&uuml;rlich um die Grunds&auml;tze des Springer-Verlags.<br>\nWenn man zwischen den Zeilen liest, setzt sich Merkel zwar nicht von den in der Bild-Zeitung zitierten rechtspopulistischen S&auml;tzen ab, sondern nur von den biologistischen oder vererbungstheoretischen Parolen Sarrazins. Und wenn man die Erinnerung der Kanzlerin an die Unternehmensgrunds&auml;tze des Springer-Verlags, so kann man bei gutem Willen den Tadel herauslesen, dass diese durch die Bild-Kampagne f&uuml;r Sarrazin verletzt worden sind. Dass diese Passage in der Bild-Dokumentation fehlt, l&auml;sst jedenfalls vermuten, dass das in der Redaktion auch so verstanden wurde. Aber helfen wird das wohl nichts.  <\/p><\/li>\n<li><strong>Ich sage: Guido, Thilo &ndash; Maul halten <\/strong><br>\nAngesichts dieser Debattenkultur wirken Verschweigen, Aussitzen und Weiterwursteln wie rationale, humane und weise Alternativen.<br>\nDas wirklich Perverseste, was man in der sogenannten deutschen Debattenkultur in letzter Zeit h&ouml;ren konnte, hat der Bundesbank-Vorstand und ehemalige Berliner SPD-Finanzsenator Thilo Sarrazin vor Kurzem einem SZ-Reporter gesagt. Es war keine ausl&auml;nderfeindliche, rassistische oder beleidigende Bemerkung. Ausl&auml;nderfeindliche, rassistische und beleidigende Bemerkungen sind harmloses Gequassel gegen das, was er wirklich gesagt hat. Es ging um die Frage, woher Sarrazins viel zitierte, im Brustton der Faktizit&auml;t vorgetragene Behauptung eigentlich kommt, dass siebzig Prozent der t&uuml;rkischen und neunzig Prozent der arabischen Bev&ouml;lkerung Berlins den Staat ablehnten und in gro&szlig;en Teilen weder integrationswillig noch integrationsf&auml;hig seien. Sarrazin gab zu, dass er keinerlei Statistiken dazu habe. Er gab zu, dass es solche Statistiken auch gar nicht gibt. Bisher hat schlichtweg kein Meinungsforscher der t&uuml;rkischen und arabischen Bev&ouml;lkerung Berlins diese Frage gestellt. Thilo Sarrazin behauptet also etwas, von dem er schlicht und einfach nichts wei&szlig;. Wenn man aber keine Zahl hat, erkl&auml;rte Sarrazin dem Reporter weiter, muss &raquo;man eine sch&ouml;pfen, die in die richtige Richtung weist, und wenn sie keiner widerlegen kann, dann setze ich mich mit meiner Sch&auml;tzung durch&laquo;. Danke daf&uuml;r. Hier zeigt das, was wir derzeit &raquo;Debatte&laquo; nennen, wenigstens einmal seine erschreckende Fratze. Es geht darum, schwachsinnige, ideologische, gef&auml;hrliche Pseudofakten in die Welt zu setzen und irgendjemand anderem die m&uuml;hsame und kostspielige Arbeit zu &uuml;berlassen, den Schwachsinn faktisch und wissenschaftlich zu widerlegen. Was nat&uuml;rlich unm&ouml;glich ist. Leute wie Sarrazin und Westerwelle k&ouml;nnen Pseudofakten mit einer Geschwindigkeit in die Welt setzen, die jede Nachpr&uuml;fung und Widerlegung unm&ouml;glich macht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/sz-magazin.sueddeutsche.de\/drucken\/text\/33007\">SZ Magazin<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Teilhabe und Anerkennung &ndash; Ans&auml;tze aus Europa f&uuml;r eine sozialdemokratische Integrationspolitik<\/strong><br>\nAuch die deutsche Sozialdemokratie braucht ein deutlicheres Bekenntnis zur zunehmenden kulturellen Heterogenit&auml;t in Deutschland und sollte ein koh&auml;rentes Angebot auf dem Feld der Integrationspolitik entwickeln. Dazu sollte sie ihren bisherigen Ansatz der F&ouml;rderung der individuellen Teilhabe erkennbarer um den Aspekt der Anerkennung kultureller Diversit&auml;t erweitern, um Migranten in allen Bereichen gleichberechtigt in die Gesamtgesellschaft zu integrieren.<br>\nIntegration setzt &hellip; ein ausgewogenes Verh&auml;ltnis zwischen gleicher Teilhabe (und Chancengleichheit) aller und der Anerkennung von Differenzen voraus. Dieses Verh&auml;ltnis ist in den jeweiligen Integrationsdimensionen allerdings unterschiedlich&hellip;<br>\nDie Herstellung politischer Rechtsgleichheit muss allerdings begleitet werden von einer auch symbolischen Politik der Gemeinsamkeit aller B&uuml;rger &ndash; Verfassungspatriotismus sollte irgendwie erlebbar sein&hellip;<br>\nDemgegen&uuml;ber kommt es in der kulturell-religi&ouml;sen Dimension in erster Linie darauf an, die bestehenden Differenzen und Gruppenidentit&auml;ten innerhalb einer Nation gleich zu behandeln und auch im &ouml;ffentlichen Raum anzuerkennen, da es sich bei Religionen und Ethnien eben gerade um Gruppenidentit&auml;ten handelt. Zu bedenken ist allerdings gerade in dieser Dimension eine Ambivalenz. Eine Anerkennung kultureller Differenz darf nicht so weit gehen, dass eine Best&auml;rkung kultureller Unterschiede die Grundlagen des gemeinsamen Zusammenlebens derart vernachl&auml;ssigt, dass es zu einem beziehungslosen Nebeneinander kleinerer Kollektive kommt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/id\/ipa\/07442.pdf%20\">Friedrich-Ebert-Stiftung [PDF &ndash; 197 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Steinbach vs. Merkel &hellip; und dann die Polen und der Zweite Weltkrieg<\/strong><br>\nW&auml;hrend Kanzlerin Merkel ihre Kritik bekr&auml;ftigt, verteidigt Vertriebenen-Pr&auml;sidentin Steinbach Bundesbanker Sarrazin &ndash; und &auml;u&szlig;ert sich zum Kriegsbeginn.<br>\nNach Angaben von mehreren Teilnehmern soll sie gesagt haben, es stimme doch, dass Polen damals mobil gemacht habe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/2.220\/steinbach-vs-merkel-und-dann-die-polen-und-der-zweite-weltkrieg-1.997611\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Albrecht von Lucke: Schwarzes Loch rechts au&szlig;en<\/strong><br>\nWas wir gegenw&auml;rtig in der &ouml;ffentlichen Debatte erleben, ist ein diskursiver Dammbruch. Ganz egal, ob es tats&auml;chlich zu einer neuen Rechtspartei kommen wird, potentiell und mental ist diese Rechtskonstellation schon vorhanden. Dass jeder F&uuml;nfte heute eine Sarrazin-Partei w&auml;hlen w&uuml;rde, hat die politische Landschaft bereits jetzt massiv ver&auml;ndert. Das Vakuum auf der Rechten wirkt anziehend wie ein schwarzes Loch auf die Parteien und verschiebt ihre Positionen sukzessive nach rechts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kommentar\/artikel\/1\/schwarzes-loch-rechts-aussen\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Leser F.A.:<\/strong> Auff&auml;llig in der Diskussion um Herrn Sarrazin sind die Leute die f&uuml;r Ihn in die Bresche springen, vor allem vom INSM:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Der fr&uuml;here Hamburger B&uuml;rgermeister Klaus von Dohnanyi (SPD) will den Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin vor einem Ausschluss aus der SPD bewahren. &ldquo;Wenn die SPD ihn ausschlie&szlig;en will, stehe ich bereit, ihn vor der Schiedskommission zu verteidigen&rdquo; Klaus von Dohnanyi (SPD) ist Mitglied beim neoliberalen <strong>INSM<\/strong>.<\/em><\/li>\n<li><em>Wer war bei der letzten Sendung von &ldquo;hart aber fair&rdquo; am 01.09.2010 zu Gast und verteidigte Sarrazin? Historiker und Politikexperte Arnulf Baring. Er ist Botschafter der <strong>INSM<\/strong>.<\/em><\/li>\n<li><em>Bei Anne Will am 05.09.2010 sa&szlig; Kommunikationswissenschaftler Norbert Bolz um Sarrazin zu verteidigen. Bolz wird von der <strong>INSM<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.insm.de\/insm\/Community\/Standpunkte\/Kolumnen\/Bolz-Sozialstaat.html\">gefeatured.<\/a><\/em><\/li>\n<li><em>Der ehemalige Pr&auml;sident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Hans-Olaf Henkel, hat Sarrazin schon in der Vergangenheit gegen jede Kritik &ouml;ffentlich in Schutz genommen. Er ist Botschafter der <strong>INSM<\/strong><\/em><\/li>\n<li><em>Wer wirft der SPD eine Verleumdung Sarrazins vor? Wolfgang Clement, ehemals Botschafter des <strong>INSM<\/strong><\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Rezension: &bdquo;Der Berliner Antisemitismusstreit  1879 &ndash; 1881&ldquo;<\/strong><br>\nMit seinem Ende 1879 in den Preu&szlig;ischen Jahrb&uuml;chern ver&ouml;ffentlichten Aufsatz &ldquo;Unsere Aussichten&rdquo; und den darin enthalten Forderungen und Vorw&uuml;rfen gegen&uuml;ber den deutschen Juden sollte der bekannte, vormals liberale Historiker und Politiker Heinrich von Treitschke (1834-1896) in die Geschichte des Modernen Antisemitismus eingehen. Treitschke forderte unter anderem, die Juden &ldquo;sollten Deutsche werden, sich schlicht und recht als Deutsche f&uuml;hlen [&hellip;]; denn wir wollen nicht, da&szlig; auf die Jahrtausende germanischer Gesittung ein Zeitalter deutsch-j&uuml;discher Mischkultur folge&rdquo; (S. 12). Diese und andere Aussagen Treitschkes in seinem Aufsatz machen letztlich seine massive &Uuml;berfremdungsangst deutlich. Treitschke zeichnete von sich das Bild eines neutralen Beobachters, Treitschke forderte von den Juden somit letztlich die vollst&auml;ndige Akkulturation. N&auml;mlich, dass die v&ouml;llige Preisgabe ihrer kulturellen und religi&ouml;sen Identit&auml;t. Er verlangte damit im Grunde, was er selbst f&uuml;r unerf&uuml;llbar hielt, da er den Juden andererseits spezielle Eigenschaften als wesenhaft zuschrieb. Die L&ouml;sung der Judenfrage ist aus dieser Sichtweise somit nicht m&ouml;glich, da zumindest seines Erachtens, die Juden innerhalb der Nation nicht vollst&auml;ndig zum Verschwinden zu bringen sind. Er gew&auml;hrt ihnen allerdings ein Gastrecht zur Existenz als Juden innerhalb des Reiches ein, allerdings unter der Ma&szlig;gabe, dass sie dieses Recht ohne &bdquo;einen f&uuml;hlbaren Einflu&szlig; auf die nationale Gesittung&rdquo;(S. 11) aus&uuml;ben&hellip;<br>\n&bdquo;Mit &sbquo;Unsere Aussichten&rsquo; brachte Treitschke das Kunstst&uuml;ck fertig, den in Deutschland grassierenden Antisemitismus zu unterst&uuml;tzen und zugleich den Eindruck zu erwecken, dass er grade dies nicht t&auml;te, indem er sich scheinbar von den Antisemiten distanzierte und seine Beschuldigungen in das Gewand vermeintlich werturteilsfreier Beobachtungen kleidete&hellip;<br>\nDie durch Treitschkes in den Jahrb&uuml;chern ver&ouml;ffentlichten Aufsatz ausgel&ouml;ste deutschlandweite Debatte, erfasste nahezu alle Milieus und polarisierte die politische &Ouml;ffentlichkeit nachhaltig im hohen Ma&szlig;e und ist heute &ndash; obwohl von Zeitgenossen als &ldquo;Treitschkestreit&rdquo; bezeichnet &ndash; als &ldquo;Berliner Antisemitismusstreit&rdquo; jedermann ein Begriff, der sich mit dem &bdquo;Modernen Antisemitismus&rdquo; befasst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/hsozkult.geschichte.hu-berlin.de\/rezensionen\/id=2622%20\">Soz U Kult<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wie sich die Dinge gleichen. Dennoch muss man hinzuf&uuml;gen, dass Treitschke intellektuell von einem anderen Kaliber war als Sarrazin.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Armut in Deutschland; Angst vor Arbeitslosigkeit; Angst vor dem Abstieg; Mietbetrug mit Hartz-IV-Beziehern; Schluss mit der Lohnzur&uuml;ckhaltung; Banken-Stresstest war primitives T&auml;uschungsman&ouml;ver; Zocker &uuml;bernehmen die Macht; Geldw&auml;scheparadies; Atom-Deal; Zweifel an Kohlestrom; Rechentricks der Luftfahrtindustrie; Koalition schreibt von Pharmaindustrie ab; Stuttgart 21; Sarrazin; sozialdemokratische Integrationspolitik; Steinbach vs. Merkel; schwarzes Loch rechts<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6701\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-6701","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6701","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6701"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6701\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6707,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6701\/revisions\/6707"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6701"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6701"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6701"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}