{"id":67093,"date":"2020-11-20T08:33:24","date_gmt":"2020-11-20T07:33:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67093"},"modified":"2020-11-20T08:33:36","modified_gmt":"2020-11-20T07:33:36","slug":"hinweise-des-tages-3745","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67093","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67093#h01\">Aufstand der Zwerge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67093#h02\">Corona &amp; Demokratie &ndash; Gespr&auml;ch mit Heribert Prantl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67093#h03\">Zweite Welle der Corona-Pandemie: &bdquo;Das franz&ouml;sische Gesundheitssystem ist am Rande der Kapazit&auml;ten&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67093#h04\">F&uuml;rchtet euch! Warum die st&auml;ndigen Unkenrufe bez&uuml;glich Intensivbetten kontraproduktiv sind<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67093#h05\">Grundschule in Lichtenberg stellt digitalen Unterricht vorerst ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67093#h06\">Corona-Krise versch&auml;rft Ungleichheit zwischen hohen und niedrigen Einkommen, auch Mitte droht zur&uuml;ckzufallen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67093#h07\">Noch mehr Indizien: Schr&ouml;ders Rentenreformen waren ein Reinfall<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67093#h08\">Multinationale Konzerne gerecht besteuern!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67093#h09\">Beitritt der EU zur Menschenrechtskonvention endlich umsetzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67093#h10\">Japan will noch mehr radioaktives Wasser ins Meer ableiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67093#h11\">Anschlag vom Breitscheidplatz: Ein V-Mann und viele neue Fragen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67093#h12\">B&ouml;hmermann kn&ouml;pft sich #besonderehelden Werbung der Regierung vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67093#h13\">Zu guter Letzt: Endlich ein Lichtblick! Superreiche leiden kaum unter Corona-Pandemie<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Aufstand der Zwerge<\/strong><br>\nIn der Krise wird die Macht der L&auml;nder immer weiter ausgeh&ouml;hlt. Das freut Berlin, schadet aber unserer Demokratie<br>\nDie &bdquo;Corona-Klatsche f&uuml;r Merkel&ldquo; (Bild) war &ndash; um es in der Sprache der Verfassungsjuristen auszudr&uuml;cken &ndash; angemessen, geeignet und erforderlich. Denn der Aufstand der L&auml;nder im Streit um die effektivste Corona-Strategie war diesmal nicht nur der Unversch&auml;mtheit des Kanzleramts geschuldet, den Ministerpr&auml;sident*innen eine unausgegorene Beschlussvorlage vor den Latz zu knallen, mit der Ansage: Fresst das oder schert euch zum Teufel! Nein, der Aufstand hatte ein ernstes verfassungsrechtliches Motiv. Die L&auml;nder, so Th&uuml;ringens Regierungschef Bodo Ramelow, &bdquo;sind nicht die nachgeordnete Dienststelle des Kanzleramts&ldquo;.<br>\nLeider doch. Seit Jahrzehnten erleiden die L&auml;nder einen schleichenden Bedeutungsverlust. Der Bund und die Europ&auml;ische Union haben ihnen durch zahlreiche &bdquo;F&ouml;deralismusreformen&ldquo; und EU-Richtlinien fast s&auml;mtliche Kompetenzen abgekn&ouml;pft. Zust&auml;ndig sind sie nur noch f&uuml;r Gastst&auml;tten, Heime und Ladenschluss, f&uuml;r Messen, M&auml;rkte und Ausstellungen, f&uuml;r Versammlungsrecht, Polizei und Katastrophenschutz und &ndash; immerhin! &ndash; f&uuml;r Bildung und Kultur. Exakt in diesen Bereichen aber will der Bund nun weitere Kompetenzen an sich ziehen und ma&szlig;t sich in unverfrorener Weise an, bis in die hintersten Klassenzimmer der Dorfschulen hineinzuregieren. Die Bundesl&auml;nder, das ist die bittere Wahrheit, haben nur mehr den Status gr&ouml;&szlig;erer Verwaltungseinheiten mit angeschlossenen Parlamenten, die wenig bis nichts zu sagen haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/wolfgang-michal\/aufstand-der-zwerge\">Wolfgang Michal in der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Corona &amp; Demokratie &ndash; Gespr&auml;ch mit Heribert Prantl<\/strong><br>\nDas neue Bev&ouml;lkerungsschutzgesetz sorgt f&uuml;r viel Diskussion. Wie ist es mit den Grundrechten vereinbar? Der Jurist und Journalist Heribert Prantl im Gespr&auml;ch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.3sat.de\/kultur\/kulturzeit\/infektionsschutzgesetz-corona-und-demokratie-100.html\">3sat<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Herr Prantl moniert, dass Grundregeln nicht eingehalten worden seien. Es k&ouml;nne nicht sein, dass dann in einem halben Jahr Gerichte reparieren m&uuml;ssen (ca. Minute 07:00).<\/em><\/p>\n<p><em>Aber: K&ouml;nnte es sein, dass einflussreiche Kr&auml;fte in Regierung und zustimmenden Fraktionen diese Zeitrahmen einkalkulieren &ndash; quasi &ldquo;auf Zeit spielen&rdquo;? Soll nicht bis etwa zu dem Zeitpunkt ein Impfstoff vorhanden sein?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Zweite Welle der Corona-Pandemie: &bdquo;Das franz&ouml;sische Gesundheitssystem ist am Rande der Kapazit&auml;ten&ldquo;<\/strong><br>\nDie Intensivstationen in Frankreich sind voll. Was &uuml;ber Jahrzehnte im Gesundheitswesen wegrationalisiert worden sei, sei nun schwer wieder aufzubauen, sagte der Intensivmediziner Christopher Schlier im Dlf. Er sieht drei Gr&uuml;nde, warum Deutschland besser durch die zweite Corona-Welle kommt als Frankreich. [&hellip;]<br>\nNoll: Es gab in Frankreich immer wieder die Kritik in der Pandemie, dass zu viel zentral in Paris entschieden w&uuml;rde, obwohl die Lage ja in den Regionen unterschiedlich ist &ndash; Sie haben das gerade erw&auml;hnt. Ist das tats&auml;chlich ein Kernproblem in Frankreich?<br>\nSchlier: Das Kernproblem in Frankreich ist, dass das, was in Deutschland vor 20 Jahren, als ich aus Deutschland weggegangen bin, gemacht wurde, n&auml;mlich das Gesundheitssystem zu rationalisieren, dass dies hier in Frankreich seit 20 Jahren durchgef&uuml;hrt wird. Wir haben hier im Elsass, da, wo ich es &uuml;berschauen kann, &uuml;ber 20 oder &uuml;ber 30 Intensivbetten abgebaut, die wir jetzt dringend notwendig h&auml;tten.<br>\nDas ist im gesamten franz&ouml;sischen Bereich, dass aus Rationalisierungsgr&uuml;nden Pflegekr&auml;fte und Bettenkapazit&auml;t abgebaut wurden, aber nicht im Hintergrund beibehalten wurden, das hei&szlig;t die Betten unbenutzt irgendwo stehen zu lassen, sondern das wurde definitiv abgebaut und ist nur ganz, ganz schwer wieder aufzubauen. Wir haben zum Beispiel da, wo ich bis 2014 noch t&auml;tig war, in einer kleineren Stadt hier in der N&auml;he von Colmar, S&eacute;lestat, eine Intensivstation mit zehn Betten gehabt, die durch die oberste Gesundheitsbeh&ouml;rde als &Uuml;berwachungsstation degradiert wurde, alle Beatmungsmaschinen weggenommen wurden und in der ersten Welle mit einem enormen Aufwand &ndash; &Auml;rzte, die bereits im Ruhestand waren &ndash; wieder aktiviert wurden und Material aus einem Pool und aus Neubeschaffung wieder installiert wurde, um eine Intensivstation mit diesen zehn Betten wiederherzustellen.<br>\nIch habe dazu keinerlei Zahlen, aber ich bin pers&ouml;nlich sicher: Das, was der Staat in den letzten 20 Jahren eingespart hat, hat er dreimal mehr jetzt wieder ausgegeben, um diese Krise, die immer noch nicht beherrscht wird, zu beherrschen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/zweite-welle-der-corona-pandemie-das-franzoesische.795.de.html?dram:article_id=487579\">Deutschlandfunk <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>F&uuml;rchtet euch! Warum die st&auml;ndigen Unkenrufe bez&uuml;glich Intensivbetten kontraproduktiv sind<\/strong><br>\nDiese Woche ist weltweit zu lesen, alle Schweizer Intensivbetten seien belegt. Das stimmt zwar nicht, passt aber ins Konzept derer, die seit Wochen &laquo;Alarm schlagen&raquo;. Damit versetzen sie die einen in Panik, w&auml;hrend sie die anderen abstumpfen &ndash; eine kurzsichtige und gef&auml;hrliche Strategie.<br>\nSchafft es die Schweiz in die &laquo;New York Times&raquo; &ndash; von den Reiseseiten abgesehen &ndash;, ist das ein Zeichen, dass etwas ganz Grosses passiert ist. Ganz gross und vor allem sehr schockierend war denn auch die Schlagzeile, die zuoberst im &laquo;NYT&raquo;-Coronavirus-Briefing von Dienstag zu finden war: &laquo;All of Switzerland&rsquo;s intensive care beds are now full&raquo;.<br>\nDie Autorin st&uuml;tzte sich auf eine Warnung der Schweizerischen Gesellschaft f&uuml;r Intensivmedizin (SGI), die am selben Tag ver&ouml;ffentlicht worden war. In einem Land, dessen Gesundheitssystem &laquo;in der Vergangenheit&raquo; ein Vorbild gewesen sei, s&auml;hen sich &Auml;rzte nun gezwungen, zu entscheiden, wer Anspruch auf ein Intensivbett habe &ndash; und wer nicht. Dass es sich bei den vollen Intensivbetten einzig um die zertifizierten Betten handelte, schrieb die Autorin nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/schweiz\/intensivbetten-staendige-warnungen-sind-kontraproduktiv-ld.1587836\">NZZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Grundschule in Lichtenberg stellt digitalen Unterricht vorerst ein<\/strong><br>\nEine Berliner Grundschule hat den digitalen Unterricht sicherheitshalber komplett eingestellt, auch f&uuml;r Sch&uuml;ler in Quarant&auml;ne. Ausl&ouml;ser war eine R&uuml;ge durch die Datenschutzbeauftragte. Die sieht Probleme bei der Nutzung von Anwendungen. [&hellip;]<br>\nEiner der Elternsprecher der Schule zeigt sich gegen&uuml;ber rbb|24 ver&auml;rgert &uuml;ber die Situation. Seit dem ersten Lockdown im M&auml;rz habe &ldquo;sich in der Politik niemand darum gek&uuml;mmert, dass das ganze digitale Lernen datenschutzrechtlich auf sicheren F&uuml;&szlig;en steht&rdquo;, kritisiert er. Die Eltern seien sauer und entt&auml;uscht, weil sich die Lehrkr&auml;fte M&uuml;he gegeben h&auml;tten, &ldquo;um den Kindern ein sicheres, digitales Lernen im Falle eines Lockdowns oder einer Schulschlie&szlig;ung erm&ouml;glichen zu k&ouml;nnen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/panorama\/beitrag\/2020\/11\/berlin-lichtenberg-grundschule-lockdown-digitaler-unterricht-padlet-teams-big-blue-button.html\">rbb24<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Corona-Krise versch&auml;rft Ungleichheit zwischen hohen und niedrigen Einkommen, auch Mitte droht zur&uuml;ckzufallen<\/strong><br>\nDer Abstand zwischen hohen und niedrigen Einkommen in Deutschland wird durch die Corona-Pandemie weiter wachsen. Denn Erwerbspersonen mit schon vorher niedrigen Einkommen sind im bisherigen Verlauf der Corona-Krise fast doppelt so h&auml;ufig von Einbu&szlig;en betroffen wie Menschen mit hohen Einkommen &ndash; und sie haben zudem relativ am st&auml;rksten an Einkommen verloren. Damit versch&auml;rft sich ein Trend, der auch die wirtschaftlich starken 2010er-Jahre gekennzeichnet hat: Die 20 Prozent der Haushalte mit den geringsten Eink&uuml;nften blieben von einer insgesamt recht positiven Einkommensentwicklung weitgehend abgekoppelt. So lagen im finanziell &bdquo;untersten&ldquo; Zehntel der deutschen Haushalte die mittleren Nettoeinkommen real im Jahr 2017, dem aktuellsten, f&uuml;r das derzeit Daten vorliegen, noch um knapp drei Prozentpunkte unter dem Niveau von 2010. Im 2. Dezil gab es nur einen geringf&uuml;gigen Zuwachs um inflationsbereinigt knapp drei Prozentpunkte. Dagegen legten die mittleren realen Nettoeinkommen der Haushalte im &bdquo;obersten&ldquo; Zehntel der Einkommensverteilung im gleichen Zeitraum um knapp acht Prozentpunkte zu. Auch die mittlere Einkommensgruppe (5. Dezil) konnte w&auml;hrend des langen wirtschaftlichen Aufschwungs sp&uuml;rbare Zuw&auml;chse verzeichnen &ndash; um insgesamt gut sieben Prozentpunkte zwischen 2010 und 2017. Diese, unter anderem durch steigende Tarifl&ouml;hne erm&ouml;glichte, vergleichsweise solide Entwicklung bei den mittleren Einkommen f&uuml;hrte dazu, dass die mit dem Gini-Koeffizienten gemessene gesamtgesellschaftliche Einkommensungleichheit in der zweiten H&auml;lfte der 2010er Jahre leicht zur&uuml;ckgegangen ist &ndash; obwohl sich die oberen und unteren R&auml;nder auseinanderentwickelten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/pressemitteilungen-2675-corona-krise-verscharft-ungleichheit-zwischen-hohen-und-niedrigen-einkommen-28543.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<p><strong>dazu: Coronabedingte Einkommensverluste machen Sofortma&szlig;nahmen f&uuml;r untere Einkommensgruppen zwingend n&ouml;tig<\/strong><br>\nUntere Einkommensgruppen m&uuml;ssen zwingend finanziell gest&auml;rkt und hohe Verm&ouml;gen zur Bew&auml;ltigung der finanziellen Lasten der Corona-Krise herangezogen werden. Nur so schafft man Gerechtigkeit und sorgt daf&uuml;r, dass es dieses Mal nicht so l&auml;uft wie immer und die Lohnabh&auml;ngigen die Krisenkosten tragen&rdquo;, erkl&auml;rt Susanne Ferschl, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, zum heute vorgestellten Verteilungsbericht des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. Ferschl weiter:<br>\n&ldquo;Als Sofortma&szlig;nahme m&uuml;ssen umgehend gesetzgeberische Schritte eingeleitet werden, um den Mindestlohn auf ein armutsfestes Niveau von mindestens 12 Euro anzuheben. Auf Grundlage dieser untersten Auffanglinie gilt es dann, das Tarifgef&uuml;ge zu st&auml;rken und auszubauen. Denn Besch&auml;ftigte in Betrieben mit Tarifbindung erhalten deutlich h&auml;ufiger tarifliche Aufstockungen des Kurzarbeitergelds und haben geringere Einkommenseinbu&szlig;en. Auch die EU-Kommission fordert in einem aktuellen Richtlinien-Vorschlag, den Mindestlohn armutsfest auszugestalten und die Tarifbindung zu erh&ouml;hen. Deutschland sollte w&auml;hrend seiner Ratspr&auml;sidentschaft hier als Vorbild wirken.<br>\nUnd wenn es die Gro&szlig;e Koalition schon vor Corona verpennt hat, den Arbeitsmarkt in wichtigen Punkten zu regulieren, unter anderem sachgrundlose Befristungen einzud&auml;mmen und somit Millionen Besch&auml;ftigten mehr Sicherheit zu geben, ist es doch wenigstens genau jetzt angebracht, die Besch&auml;ftigten, die in der Krise ihre Jobs verloren haben, nicht noch zus&auml;tzlich zu bestrafen. Es ist von zentraler Bedeutung, dass die Bezugsdauer von Arbeitslosengeld verl&auml;ngert wird, um so Arbeitslose angesichts krisenbedingt geringer Besch&auml;ftigungschancen vor einem Abstieg ins Hartz-IV-System zu bewahren.<br>\nDIE LINKE fordert, das Kurzarbeitergeld f&uuml;r Besch&auml;ftigte generell auf 90 Prozent und f&uuml;r Besch&auml;ftigte mit Mindestlohn auf 100 Prozent anzuheben. Die Erstattung der Sozialbeitr&auml;ge an die Unternehmen bei Kurzarbeit muss mit einer Besch&auml;ftigungsgarantie verkn&uuml;pft werden. Und hohe Verm&ouml;gen sollten sich durch eine einmalige Verm&ouml;gensabgabe an der Finanzierung der Krisenkosten beteiligen. Dar&uuml;ber hinaus halten wir an unseren langj&auml;hrigen Forderungen zur Regulierung des Arbeitsmarktes fest, denn es zeigt sich erneut, dass prek&auml;re Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse nicht krisensicher sind und Besch&auml;ftigten weder finanzielle noch soziale Sicherheit bieten.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/coronabedingte-einkommensverluste-machen-sofortmassnahmen-fuer-untere-einkommensgruppen-zwingend-noetig\/\">DIE LINKE. im Bundestag <\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Noch mehr Indizien: Schr&ouml;ders Rentenreformen waren ein Reinfall<\/strong><br>\nFast w&ouml;chentlich tauchen gerade neue Indizien auf, dass die private Rente in der Krise ist: Vor zwei Wochen haben wir auf Freiblatt analysiert, dass es ein Alarmzeichen ist, wenn die Allianz keine Vertr&auml;ge mehr anbieten will, bei denen zumindest die R&uuml;ckzahlung der eingezahlten Betr&auml;ge garantiert ist. Vor einer Woche haben wir darauf hingewiesen, dass nun selbst Bert R&uuml;rup beklagt, der Plan &ldquo;eine fl&auml;chendeckende private Altersvorsorge zu organisieren&rdquo; sei &ldquo;gescheitert.&rdquo; Und diese Woche gibt es weitere Indizien, dass Schr&ouml;ders sch&ouml;ne neue Rentenwelt nicht funktioniert: Nach der Nummer 1, der Allianz, hat ein zweiter Topversicherer verk&uuml;ndet, dass er sich von 100-prozentigen Beitragsgarantie verabschieden will: Die Ergo-Versicherung.<br>\nAndere Versicherer haben den Verkauf von Garantieprodukten sogar bereits eingestellt. Wenn man einen Vertrag ohne Garantie abschlie&szlig;t, kann man nach jahrzehntelanger Beitragszahlung nicht sicher sein, dass der Lebensversicherer im Alter zumindest so viel auszahlt, wie man zuvor eingezahlt hat.<br>\nDas sind Versicherungen, die keine Sicherheit bieten. Wozu bitte soll das gut sein?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freiblatt.de\/Riester_Update.php\">Holger Balodis auf Freiblatt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Multinationale Konzerne gerecht besteuern!<\/strong><br>\nBisher k&ouml;nnen multinationale Konzerne unterschiedliche nationale Gesetze ausnutzen und so ihre Steuerlast verringern. Damit soll nun Schluss sein. Mit Einf&uuml;hrung einer globalen Mindeststeuer sollen Steueroasen ausgetrocknet und Konzerne st&auml;rker in die Zahlungspflicht genommen werden.<br>\nMultinationale Konzerne k&ouml;nnen Unterschiede zwischen Steuergesetzen verschiedener Nationalstaaten ausnutzen, um ihre Steuerlast zu reduzieren. Seit Jahren beraten Staaten im Rahmen der Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) dar&uuml;ber, wie das verhindert werden kann. Eine f&uuml;r Ende des Jahres angestrebte Einigung musste nun mit ungewissem Ausgang ins n&auml;chste Jahr vertagt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++c08f4952-29b2-11eb-b9d1-001a4a160127\">DGB klartext<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Beitritt der EU zur Menschenrechtskonvention endlich umsetzen<\/strong><br>\nDie Bundesregierung hat durch den doppelten Vorsitz in EU und Europarat die einmalige Chance, den seit mehr als zehn Jahren &uuml;berf&auml;lligen Beitritt der EU zur Europ&auml;ischen Menschenrechtskonvention voranzutreiben. Sie muss dies zu ihrer Priorit&auml;t machen und daf&uuml;r Sorge tragen, dass die Konvention ohne Ausnahmen angewendet wird&rdquo;, erkl&auml;rt Andrej Hunko, stellvertretender Vorsitzender und europapolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, anl&auml;sslich des heute beginnenden deutschen Vorsitzes im Ministerkomitee des Europarates. Hunko weiter:<br>\n&bdquo;Die Europ&auml;ische Menschenrechtskonvention (EMRK) ist das bedeutendste Instrument zum Schutz der Grundrechte in den 47 Mitgliedsstaaten des Europarates. Obwohl die EU sich 2007 im Lissabon-Vertrag zum Beitritt verpflichtet hat, steht dieser bis heute aus. Dadurch sind Menschenrechtsverletzungen durch EU-Agenturen wie beispielsweise Frontex nicht vor dem Europ&auml;ischen Gerichtshof f&uuml;r Menschenrechte einklagbar. Dies muss sich unverz&uuml;glich &auml;ndern.<br>\nDie Bundesregierung hat wiederholt ihre verbale Zustimmung zum EMRK-Beitritt der EU ausgedr&uuml;ckt. Jetzt sind Taten gefragt. Sie muss die &Uuml;berschneidung der deutschen EU-Ratspr&auml;sidentschaft mit dem deutschen Vorsitz im Ministerkomitee des Europarates mit Nachdruck nutzen, um endlich die Verpflichtung zum EMRK-Beitritt Wirklichkeit werden zu lassen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/beitritt-der-eu-zur-menschenrechtskonvention-endlich-umsetzen\/\">DIE LINKE. im Bundestag <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Japan will noch mehr radioaktives Wasser ins Meer ableiten<\/strong><br>\nWeil Japan nicht mehr weiss, wo es das radioaktiv verseuchte Wasser von Fukushima lagern soll, soll es ins Meer abgeleitet werden.<br>\nGem&auml;ss Einsch&auml;tzungen von Expertinnen und Experten sollen die Entsorgungsarbeiten des zerst&ouml;rten Atomkraftwerks in Fukushima voraussichtlich 30 bis 40 Jahre dauern &ndash; und so erstaunt es nicht, dass die radioaktiven Abf&auml;lle auch 2020 nicht einfach verschwunden sind. Aktuell hat die japanische Regierung ein dr&auml;ngendes Problem: Auf dem Gel&auml;nde des zerst&ouml;rten Atomkraftwerks gibt es keinen Platz mehr zur Lagerung des kontaminierten Wassers. Also hat sie den Entscheid getroffen, das radioaktiv verseuchte Wasser in den Pazifik zu leiten. Gem&auml;ss verschiedenen Berichten k&ouml;nnte die formelle Ank&uuml;ndigung bereits in diesem Jahr erfolgen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Umwelt\/Japan-will-radioaktives-Wasser-ins-Meer-ableiten\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Anschlag vom Breitscheidplatz: Ein V-Mann und viele neue Fragen<\/strong><br>\nEin V-Mann des Verfassungsschutzes Mecklenburg-Vorpommern lieferte brisante Hinweise auf m&ouml;gliche Helfer des Attent&auml;ters Anis Amri. Doch der Dienst gab diese nicht weiter.<br>\nEs waren hochbrisante Informationen, die ein V-Mann des Verfassungsschutzes in Mecklenburg-Vorpommern im Februar 2017, wenige Wochen nach Anis Amris Terroranschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz, den Verfassungssch&uuml;tzern mitteilte: eine arabisch-st&auml;mmige Familie aus Berlin-Neuk&ouml;lln soll Amri Geld und Hinweise f&uuml;r die Tat gegeben und ihn nach dem Anschlag mit einem Auto aus der Stadt gefahren haben.<br>\nDemnach will der V-Mann, der in Kontakt zu der Familie stand, auch ein Gespr&auml;ch zwischen vier M&auml;nnern angeh&ouml;rt haben. Dabei sollen sie ge&auml;u&szlig;ert haben, man habe dem &ldquo;Esel&rdquo; extra noch gesagt, er solle von der anderen Seite in den Weihnachtsmarkt fahren. Denn dort h&auml;tte er mehr &ldquo;Ungl&auml;ubige&rdquo; ermorden k&ouml;nnen. Der V-Mann hatte keinen Zweifel, dass die M&auml;nner &uuml;ber Amri sprachen. Dies ergeben Recherchen des ARD-Politikmagazins Kontraste in Kooperation mit dem ARD-Hauptstadtstudio und &ldquo;Der Zeit&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/investigativ\/rbb\/amri-187.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>B&ouml;hmermann kn&ouml;pft sich #besonderehelden Werbung der Regierung vor<\/strong><br>\nDie Kampagne der Bundesregierung unter dem Namen &bdquo;Besondere Helden&ldquo; ist in den sozialen Medien auf ein geteiltes Echo gesto&szlig;en. Nun produzierte Jan B&ouml;hmermann einen &auml;hnlichen Spot und kritisiert darin den Umgang Fl&uuml;chtlingen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/meedia.de\/2020\/11\/19\/boehmermann-knoepft-sich-besonderehelden-werbung-der-regierung-vor\/\">meedia<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Endlich ein Lichtblick! Superreiche leiden kaum unter Corona-Pandemie<\/strong><br>\nHamburg, M&uuml;nchen, D&uuml;sseldorf (dpo) &ndash; Die Corona-Pandemie hat Deutschland immer noch fest in ihrem Griff. Doch es ist nicht alles schlecht: Wie eine Erhebung des Statistischen Bundesamtes ergab, verzeichnen die Superreichen des Landes trotz der widrigen Umst&auml;nde kaum Einbu&szlig;en in ihrer Lebensqualit&auml;t.<br>\n&ldquo;Das ist nat&uuml;rlich Grund zur Freude, dass eben nicht alle leiden m&uuml;ssen&rdquo;, so Gesellschaftsforscher Frederik Bertold. &ldquo;Die reichsten ein Prozent kommen astrein durch die Krise. Um die m&uuml;ssen wir uns also keine Sorgen machen. Die St&auml;rksten in unserer Gesellschaft werden nicht zur&uuml;ckgelassen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.der-postillon.com\/2020\/11\/superreiche.html\">Der Postillon<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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