{"id":67120,"date":"2020-11-22T09:00:13","date_gmt":"2020-11-22T08:00:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67120"},"modified":"2020-11-20T12:34:52","modified_gmt":"2020-11-20T11:34:52","slug":"hinweise-der-woche-185","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67120","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67120#h01\">Corona-Krise versch&auml;rft Ungleichheit zwischen hohen und niedrigen Einkommen, auch Mitte droht zur&uuml;ckzufallen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67120#h02\">Durchregieren per Dekret<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67120#h03\">Aufstand der Zwerge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67120#h04\">Die Schuldenbremse w&auml;re glatter Selbstmord<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67120#h05\">Kalter Krieg zwischen ver.di und Linken-Spitze<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67120#h06\">&bdquo;Private Kontakte auch &uuml;ber die Feiertage eng begrenzen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67120#h07\">F&uuml;rchtet euch! Warum die st&auml;ndigen Unkenrufe bez&uuml;glich Intensivbetten kontraproduktiv sind<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67120#h08\">Der gr&uuml;ne Angriff der Gates-Stiftung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67120#h09\">Der Anfang einer neuen Friedensbewegung?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67120#h10\">So werden Joe Bidens Mitarbeiter von der R&uuml;stungsindustrie gesteuert<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Corona-Krise versch&auml;rft Ungleichheit zwischen hohen und niedrigen Einkommen, auch Mitte droht zur&uuml;ckzufallen<\/strong><br>\nDer Abstand zwischen hohen und niedrigen Einkommen in Deutschland wird durch die Corona-Pandemie weiter wachsen. Denn Erwerbspersonen mit schon vorher niedrigen Einkommen sind im bisherigen Verlauf der Corona-Krise fast doppelt so h&auml;ufig von Einbu&szlig;en betroffen wie Menschen mit hohen Einkommen &ndash; und sie haben zudem relativ am st&auml;rksten an Einkommen verloren. Damit versch&auml;rft sich ein Trend, der auch die wirtschaftlich starken 2010er-Jahre gekennzeichnet hat: Die 20 Prozent der Haushalte mit den geringsten Eink&uuml;nften blieben von einer insgesamt recht positiven Einkommensentwicklung weitgehend abgekoppelt. So lagen im finanziell &bdquo;untersten&ldquo; Zehntel der deutschen Haushalte die mittleren Nettoeinkommen real im Jahr 2017, dem aktuellsten, f&uuml;r das derzeit Daten vorliegen, noch um knapp drei Prozentpunkte unter dem Niveau von 2010. Im 2. Dezil gab es nur einen geringf&uuml;gigen Zuwachs um inflationsbereinigt knapp drei Prozentpunkte. Dagegen legten die mittleren realen Nettoeinkommen der Haushalte im &bdquo;obersten&ldquo; Zehntel der Einkommensverteilung im gleichen Zeitraum um knapp acht Prozentpunkte zu. Auch die mittlere Einkommensgruppe (5. Dezil) konnte w&auml;hrend des langen wirtschaftlichen Aufschwungs sp&uuml;rbare Zuw&auml;chse verzeichnen &ndash; um insgesamt gut sieben Prozentpunkte zwischen 2010 und 2017. Diese, unter anderem durch steigende Tarifl&ouml;hne erm&ouml;glichte, vergleichsweise solide Entwicklung bei den mittleren Einkommen f&uuml;hrte dazu, dass die mit dem Gini-Koeffizienten gemessene gesamtgesellschaftliche Einkommensungleichheit in der zweiten H&auml;lfte der 2010er Jahre leicht zur&uuml;ckgegangen ist &ndash; obwohl sich die oberen und unteren R&auml;nder auseinanderentwickelten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/nachrichten.idw-online.de\/2020\/11\/19\/corona-krise-verschaerft-ungleichheit-zwischen-hohen-und-niedrigen-einkommen-auch-mitte-droht-zurueckzufallen\/?groupcolor=2\">IDW<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Durchregieren per Dekret<\/strong><br>\nJetzt r&auml;cht sich auch, dass sich der Bundestag mit der Novellierung des Infektionsschutzgesetzes Ende M&auml;rz 2020 und der Ausrufung einer &bdquo;epidemischen Lage von nationaler Tragweite&ldquo; &ndash; einer Art &bdquo;Gesundheitsnotstand&ldquo; &ndash; seiner Rechte selbst begeben und weitreichende Macht- und Entscheidungsbefugnisse auf die Regierungen &uuml;bertragen hat. Das bedeutet eine weitere Verschiebung des politischen Machtgef&uuml;ges zugunsten der Exekutive und eine Missachtung des Gewaltenteilungsprinzips. Die durch Wahlen demokratisch legitimierte Volksvertretung stellte sich so selbst ins Abseits, bef&ouml;rderte die gerade in Krisenzeiten ohnehin wachsende Dominanz der Exekutive &ndash; und bef&ouml;rdert damit auch die Schw&auml;chung der Demokratie.<br>\nWie noch nie seit Bestehen der Bundesrepublik haben Bundes- und Landesregierungen in der ausgerufenen &bdquo;epidemischen Lage von nationaler Tragweite&ldquo;, die an keinerlei gesetzliche Voraussetzungen gekn&uuml;pft ist, fl&auml;chendeckend elementare Grund- und Freiheitsrechte massiv eingeschr&auml;nkt und ausgesetzt: allgemeines Pers&ouml;nlichkeitsrecht, Recht auf Freiz&uuml;gigkeit, auf Handlungsfreiheit, auf Bildung, auf Versammlungs-, Meinungs-, Kunst- und Religionsfreiheit, den Schutz von Ehe, Familie und Kindern, Freiheit der Berufsaus&uuml;bung, Gewerbe- und Reisefreiheit. Das private, soziale, kulturelle, religi&ouml;se und in weiten Teilen wirtschaftliche Leben eines ganzen Landes mit 83 Millionen Einwohner:innen ist betroffen und kommt in einem solchen Ausnahmezustand partiell zum Erliegen. Diese massiven Grundrechtseinschr&auml;nkungen erfolgen mit dem erkl&auml;rten &ndash; und nachvollziehbaren &ndash; Ziel, die Infektionszahlen zu senken, das teils krankgesparte Gesundheitssystem vor dem Kollaps zu bewahren sowie Gesundheit und Leben zu sch&uuml;tzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/durchregieren-per-dekret\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Aufstand der Zwerge<\/strong><br>\nIn der Krise wird die Macht der L&auml;nder immer weiter ausgeh&ouml;hlt. Das freut Berlin, schadet aber unserer Demokratie<br>\nDie &bdquo;Corona-Klatsche f&uuml;r Merkel&ldquo; (Bild) war &ndash; um es in der Sprache der Verfassungsjuristen auszudr&uuml;cken &ndash; angemessen, geeignet und erforderlich. Denn der Aufstand der L&auml;nder im Streit um die effektivste Corona-Strategie war diesmal nicht nur der Unversch&auml;mtheit des Kanzleramts geschuldet, den Ministerpr&auml;sident*innen eine unausgegorene Beschlussvorlage vor den Latz zu knallen, mit der Ansage: Fresst das oder schert euch zum Teufel! Nein, der Aufstand hatte ein ernstes verfassungsrechtliches Motiv. Die L&auml;nder, so Th&uuml;ringens Regierungschef Bodo Ramelow, &bdquo;sind nicht die nachgeordnete Dienststelle des Kanzleramts&ldquo;.<br>\nLeider doch. Seit Jahrzehnten erleiden die L&auml;nder einen schleichenden Bedeutungsverlust. Der Bund und die Europ&auml;ische Union haben ihnen durch zahlreiche &bdquo;F&ouml;deralismusreformen&ldquo; und EU-Richtlinien fast s&auml;mtliche Kompetenzen abgekn&ouml;pft. Zust&auml;ndig sind sie nur noch f&uuml;r Gastst&auml;tten, Heime und Ladenschluss, f&uuml;r Messen, M&auml;rkte und Ausstellungen, f&uuml;r Versammlungsrecht, Polizei und Katastrophenschutz und &ndash; immerhin! &ndash; f&uuml;r Bildung und Kultur. Exakt in diesen Bereichen aber will der Bund nun weitere Kompetenzen an sich ziehen und ma&szlig;t sich in unverfrorener Weise an, bis in die hintersten Klassenzimmer der Dorfschulen hineinzuregieren. Die Bundesl&auml;nder, das ist die bittere Wahrheit, haben nur mehr den Status gr&ouml;&szlig;erer Verwaltungseinheiten mit angeschlossenen Parlamenten, die wenig bis nichts zu sagen haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/wolfgang-michal\/aufstand-der-zwerge\">Wolfgang Michal in der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die Schuldenbremse w&auml;re glatter Selbstmord<\/strong><br>\nDie Corona-Pandemie l&ouml;ste eine heftige Wirtschaftskrise aus. Beim Ausbruch der zweiten Infektionswelle beschloss die Bundesregierung ein weiteres Konjunkturpaket sowie Hilfsma&szlig;nahmen f&uuml;r Unternehmen, um die Effekte des Teil-Lockdowns abzumildern. Gleichzeitig h&auml;lt sie an einer R&uuml;ckkehr zur Schuldenbremse fest. Und das bedeutet Austerit&auml;t.<br>\nDie LINKE schl&auml;gt stattdessen vor, die Staatsausgaben zu erh&ouml;hen und die Auswirkungen der Corona-Krise durch eine Verm&ouml;gensabgabe zu finanzieren. Diesen Vorschlag lie&szlig; die Linksfraktion durch das DIW (Deutsches Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung) pr&uuml;fen, welches das Konzept am 4. November in einer Studie f&uuml;r angemessen befand.<br>\nJACOBIN hat mit dem LINKE-Politiker Fabio De Masi &uuml;ber seinen Vorschlag gesprochen. De Masi ist stellvertretender Vorsitzender und finanzpolitischer Sprecher der Linksfraktion im Bundestag.<br>\nMitten in der Corona-Krise forderst Du eine Verm&ouml;gensabgabe f&uuml;r Multimillion&auml;re und Milliard&auml;re. Warum?<br>\nWir wollen die Verm&ouml;gensabgabe erst nach der Krise erheben. Wir m&uuml;ssen aber vor der Bundestagswahl Klarheit dar&uuml;ber haben, wer den Abwasch macht, wenn die Bundesregierung ab 2022 wieder die Schuldenbremse einhalten will. Und ich finde, das sollten das oberste 1 Prozent in diesem Land tun und nicht diejenigen, die wie die Pflegekr&auml;fte oder Kassiererinnen den Laden am Laufen gehalten haben. In der aktuellen Notsituation darf der Staat Kredite aufnehmen. Und das ist auch sinnvoll, um Unternehmen und Jobs nicht sterben und dann auch die Steuereinnahmen nicht wegbrechen zu lassen.<br>\nWelchen Effekt wird eine R&uuml;ckkehr zur Schuldenbremse haben?<br>\nWenn man nach der Corona-Krise wieder zur Schuldenbremse zur&uuml;ckkehrt und fast keine Kredite mehr aufnimmt, ist dies eine Bremsung von 100 auf null. Dann drohen K&uuml;rzungen bei Investitionen und Sozialstaat oder man muss die Steuern erh&ouml;hen. Und wenn man die Steuern erh&ouml;ht, dann wenigstens bei denen, die in der Krise profitiert haben und denen es nicht weh tut.<br>\nWie Du bereits erw&auml;hntest plant die Bundesregierung schon &uuml;bern&auml;chstes Jahr zur Schuldenbremse zur&uuml;ckzukehren. Dass die Auswirkungen der Corona-Krise bis dahin abgeklungen sind, ist nicht sehr wahrscheinlich. Was kommt nach der Bundestagswahl auf uns zu?<br>\nDas wird ein St&uuml;ck weit davon abh&auml;ngen, wie sich die Wirtschaft entwickelt und erholt. Aber die Schuldenbremse w&uuml;rde so brutal reinhauen, dass die Bundesregierung sie mit Haushaltstricks umgehen muss. Egal was die erz&auml;hlen. Alles andere w&auml;re Selbstmord.<br>\nNur wollen sie das nicht zu laut sagen. Und zwar nicht, weil die Schuldenbremse erfolgreich w&auml;re und tats&auml;chlich Schulden bremst &ndash; sie bremst vielmehr die Investitionen. Die Schuldenbremse ist einfach hervorragend, um Druck auf die Staatsausgaben zu machen und etwa Privatisierungen von Autobahnen zu f&ouml;rdern. Das ist viel teurer f&uuml;r die Steuerzahler, als wenn der Finanzminister einen Kredit aufnimmt. Weil dann m&uuml;ssen die Steuerzahler den Konzernen auch die Rendite finanzieren und der Staat kann sich billiger Geld leihen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/fabio-de-masi-vermoegensabgabe-schuldenbremse-interview\/\">Jacobin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Kalter Krieg zwischen ver.di und Linken-Spitze<\/strong><br>\nGewerkschaftschef Werneke schickt Brandbrief an Parteif&uuml;hrung. F&uuml;r Unmut hatte Chefsozialist Riexinger gesorgt. Der ist jetzt ungew&ouml;hnlich schweigsam<br>\nDie Corona-Krise sorgt mit ihren sozialen Folgen (&ldquo;Corona wird insbesondere die soziale Spaltung weiter vertiefen&rdquo;) f&uuml;r zunehmende politische Dispute; nun gibt es sogar Zoff zwischen der Linkspartei und Gewerkschaften. Nachdem die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) Ende Oktober inmitten von erneut drohendem Teil-Lockdown, &uuml;berquellenden Krankenh&auml;usern und Pflege-Krise f&uuml;r rund 2,3 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von Bund und Kommunen ein deutliches Gehaltsplus ausgehandelt hatte, war die Resonanz in der &Ouml;ffentlichkeit weitgehend positiv. Das lag auch daran, dass Pflege- und Intensivkr&auml;fte besonders von dem Abschluss profitieren. Die in Potsdam erzielte Einigung war damit eine konkrete und direkte Konsequenz der &ldquo;Alltagshelden&rdquo;-Debatte zu Beginn der Pandemie. Endlich mehr Geld, statt nur Applaus (Wer oder was ist systemrelevant?).<br>\nDeutlich weniger gn&auml;dig fiel das Urteil von Linkspartei-Chef Bernd Riexinger aus. Der lud gut zwei Wochen nach der Tarifeinigung zu einer Online-Konferenz ein, um das Verhandlungsergebnis der Gewerkschaft zu bewerten. Daf&uuml;r bat Riexinger &ndash; selbst einst ver.di-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Bezirks Stuttgart &ndash; ausgew&auml;hlte Funktion&auml;re der Dienstleistungsgewerkschaft zum Gespr&auml;ch. Allerdings nicht ohne in einem online kursierenden Einladungstext seine Kritik vorauszuschicken. Der Tarifabschluss &ldquo;bleibt hinter den Erwartungen von 2,3 Millionen Besch&auml;ftigten zur&uuml;ck&rdquo;, hie&szlig; es da.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Kalter-Krieg-zwischen-ver-di-und-Linken-Spitze-4962716.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&bdquo;Private Kontakte auch &uuml;ber die Feiertage eng begrenzen&ldquo;<\/strong><br>\nBremens B&uuml;rgermeister Bovenschulte (SPD) erkl&auml;rt, warum die Ministerpr&auml;sidenten die Kanzlerin beim Corona-Gipfel ausgebremst haben. Er stimmt die Deutschen auf ein hartes Jahresende ein: Wer auf ein eher normales Weihnachten hoffe, k&ouml;nnte &bdquo;bitter entt&auml;uscht&ldquo; werden. [&hellip;]<br>\nWELT: Aber die Kanzlerin wollte schon, was die Ministerpr&auml;sidentinnen und Ministerpr&auml;sidenten nicht wollten: Die Corona-Regeln erneut versch&auml;rfen.<br>\nBovenschulte: Na ja, Frau Merkel war der Auffassung, dass man aus den aktuellen Zahlen bereits ablesen kann, dass die vor zwei Wochen vereinbarten Ma&szlig;nahmen nicht den gew&uuml;nschten Erfolg bringen. Deshalb wollte das Kanzleramt m&ouml;glichst jetzt schon weitergehende Beschl&uuml;sse fassen. [&hellip;]<br>\nWELT: Und Weihnachten, Silvester? Wozu w&uuml;rden Sie den Menschen, die die Feiertage planen wollen, raten?<br>\nBovenschulte: Ich w&uuml;rde bei allen privaten Feiern zu gro&szlig;er Zur&uuml;ckhaltung raten. Wer darauf setzt, dass bis Weihnachten vieles wieder m&ouml;glich ist, k&ouml;nnte bitter entt&auml;uscht werden. Vermutlich m&uuml;ssen die privaten Kontakte auch &uuml;ber die Feiertage m&ouml;glichst eng begrenzt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article220387498\/Andreas-Bovenschulte-Wir-brauchen-jetzt-ganz-ganz-viel-Disziplin.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die Antworten und mehr noch die beschriebene Position des Kanzleramts klingen nach Absurdistan. Das RKI weist in seinem j&uuml;ngsten Tagesbericht einen &bdquo;7-Tage-R-Wert&ldquo; von 0,97 aus. Egal wie man die Gefahr durch Covid-19 nun sieht, muss man jedoch zumindest anerkennen, dass das exponentielle Wachstum, mit dem die Kanzlerin die neuen Ma&szlig;nahmen begr&uuml;ndet hat, gestoppt ist und &ndash; wenn auch leicht &ndash; in eine Phase der exponentiellen Schrumpfung &uuml;bergegangen ist. Ob das an dem Lockdown liegt, ist &uuml;brigens nicht erwiesen. Die Trendwende beim 7-Tage-R-Wert fand bereits am 20. Oktober statt. Als der neue Lockdown am 29. Oktober beschlossen wurde, n&auml;herte sich der Wert bereits der &bdquo;magischen&ldquo; Grenze von 1,0, die exponentielles Wachstum und exponentielle Schrumpfung trennt. Der 4-Tage-R-Wert war am 1. November bereits wieder unter 1,0 &ndash; am Tag des Lockdown-Beginns.<\/em><\/p>\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/201118-hdt-01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/201118-hdt-01.png\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<p><em>Nun kann es ja sein, dass das Kanzleramt ganz andere Zielsetzungen und andere Schwellwerte definiert hat. Dann muss Merkel diese Werte jedoch auch mal klar benennen. Es muss klare, nachvollziehbare Bedingungen f&uuml;r das Ende des Lockdowns geben, hinter denen sich dann auch die Kanzlerin nicht mehr verstecken kann. So ist das ganze willk&uuml;rlich. Wie die Kaiser im alten Rom hebt oder senkt die Kanzlerin den Daumen nach eigenem Gusto. Dass dies die Ministerpr&auml;sidenten und mehr noch die B&uuml;rger nicht mehr hinnehmen wollen, ist klar.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>F&uuml;rchtet euch! Warum die st&auml;ndigen Unkenrufe bez&uuml;glich Intensivbetten kontraproduktiv sind<\/strong><br>\nDiese Woche ist weltweit zu lesen, alle Schweizer Intensivbetten seien belegt. Das stimmt zwar nicht, passt aber ins Konzept derer, die seit Wochen &laquo;Alarm schlagen&raquo;. Damit versetzen sie die einen in Panik, w&auml;hrend sie die anderen abstumpfen &ndash; eine kurzsichtige und gef&auml;hrliche Strategie.<br>\nSchafft es die Schweiz in die &laquo;New York Times&raquo; &ndash; von den Reiseseiten abgesehen &ndash;, ist das ein Zeichen, dass etwas ganz Grosses passiert ist. Ganz gross und vor allem sehr schockierend war denn auch die Schlagzeile, die zuoberst im &laquo;NYT&raquo;-Coronavirus-Briefing von Dienstag zu finden war: &laquo;All of Switzerland&rsquo;s intensive care beds are now full&raquo;.<br>\nDie Autorin st&uuml;tzte sich auf eine Warnung der Schweizerischen Gesellschaft f&uuml;r Intensivmedizin (SGI), die am selben Tag ver&ouml;ffentlicht worden war. In einem Land, dessen Gesundheitssystem &laquo;in der Vergangenheit&raquo; ein Vorbild gewesen sei, s&auml;hen sich &Auml;rzte nun gezwungen, zu entscheiden, wer Anspruch auf ein Intensivbett habe &ndash; und wer nicht. Dass es sich bei den vollen Intensivbetten einzig um die zertifizierten Betten handelte, schrieb die Autorin nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/schweiz\/intensivbetten-staendige-warnungen-sind-kontraproduktiv-ld.1587836\">NZZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Der gr&uuml;ne Angriff der Gates-Stiftung<\/strong><br>\nSeit f&uuml;nf Jahren steigt die Zahl der hungernden Menschen weltweit an und seit Jahrzehnten tobt in Fachdebatten ein Streit dar&uuml;ber, mit welchen Ans&auml;tzen alle Menschen ausreichend und gut ern&auml;hrt werden k&ouml;nnen.<br>\nEine simple These lautet, das internationale Agribusiness &ndash; unterst&uuml;tzt von vielen Regierungen aus dem Globalen Norden und einigen Regierungen aus dem Globalen S&uuml;den &ndash; k&ouml;nne die Produktivit&auml;t in der Landwirtschaft mit Pestiziden, Hybridsaatgut und anderen externen Inputs erh&ouml;hen, und damit den Hunger beenden. Eine Vielzahl von Bewegungen und NGOs haben jedoch dargelegt, dass Hunger kein Problem der Erzeugung ist, sondern vielmehr in ungleich verteilten Machtressourcen und der Kontrolle &uuml;ber landwirtschaftliche Produktionsmittel wie Land und Saatgut wurzelt.<br>\nDer Narrativ des Agribusiness ist weiterhin einflussreich. Regierungen im globalen S&uuml;den, vor allem auf dem afrikanischen Kontinent, werden lobbyiert, um mit neuen Gesetzen oder Projekten ihre Agrarsektoren zugunsten des internationalen Agribusiness zu ver&auml;ndern. Eine besonders tonangebende Initiative, die die Agenda der Konzerne auf dem afrikanischen Kontinent vorantreibt, ist die Allianz f&uuml;r eine Gr&uuml;ne Revolution in Afrika (Alliance for a Green Revolution in Africa, AGRA).<br>\nIm Jahr 2006 wurde AGRA durch die Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung und die Rockefeller-Stiftung ins Leben gerufen. Mit kommerziellem Hochertragssaatgut, synthetischen D&uuml;ngemitteln und Pestiziden im Gep&auml;ck k&ouml;nne das Programm Afrika seine eigene Gr&uuml;ne Revolution in der Landwirtschaft erm&ouml;glichen, um Hunger und Armut zu verringern. So lautete zumindest das Versprechen.<br>\nAGRA war angetreten, um die landwirtschaftlichen Ertr&auml;ge und die Einkommen von 30 Millionen kleinb&auml;uerlichen Haushalten zu verdoppeln und damit sowohl Hunger als auch Armut in 20 afrikanischen L&auml;ndern bis zum Jahr 2020 zu halbieren. Um das zu erreichen, finanziert AGRA verschiedene Projekte und setzt sich bei afrikanischen Regierungen f&uuml;r strukturelle Ver&auml;nderungen ein, die die politischen Weichen f&uuml;r eine Gr&uuml;ne Revolution in Afrika stellen sollen. AGRA erhielt seit seiner Gr&uuml;ndung Beitr&auml;ge in H&ouml;he von rund einer Milliarde US-Dollar, haupts&auml;chlich von der Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung. Gro&szlig;e Zusch&uuml;sse kamen zudem von den Vereinigten Staaten, Gro&szlig;britannien und anderen L&auml;ndern, darunter auch Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/bill-gates-stiftung-saatgut-privatisierung-agribusiness-afrika\/\">Jacobin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Der Anfang einer neuen Friedensbewegung?<\/strong><br>\nKeine deutschen Waffen mehr in den H&auml;nden von Kindersoldaten, keine R&uuml;stungsexporte in Konfliktl&auml;nder: 40 Jahre nach dem Krefelder Appell will der Frankfurter Appell die Abr&uuml;stung wieder voranbringen.<br>\nAuf dem Papier steht Deutschland vorz&uuml;glich da. Auf dem Papier gibt es in der Bundesrepublik viele politische Grunds&auml;tze und Richtlinien zur Kontrolle von deutschen R&uuml;stungsexporten. Einige dieser Grunds&auml;tze sind relativ neu. Sie lesen sich sehr gut; sie sind aber nicht gut, weil es sich nicht um rechtsverbindliche Regeln handelt. (&hellip;)<br>\nEs w&auml;re sch&ouml;n, wenn es so w&auml;re; es ist aber nicht so. Die genannten Grunds&auml;tze k&ouml;nnen von der Bundesregierung und von den R&uuml;stungsfirmen ohne rechtliches Risiko ignoriert werden. In Wirklichkeit &auml;hnelt das deutsche Konstrukt der R&uuml;stungskontrolle daher nach wie vor einem Schweizer K&auml;se. (&hellip;)<br>\nDerzeit redet alle Welt von einem Impfstoff gegen Corona. Vielleicht sind Initiativen wie &ldquo;Abr&uuml;sten statt Aufr&uuml;sten&rdquo; ein Impfstoff f&uuml;r den Frieden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/prantls-blick-friedensbewegung-frankfurter-appell-1.5115825\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>So werden Joe Bidens Mitarbeiter von der R&uuml;stungsindustrie gesteuert<\/strong><br>\nIm Juli 2019 bekr&auml;ftigte Joe Biden &ndash; damals inmitten des Wahlkampfes um die US-Pr&auml;sidentschaft &ndash; in einer programmatischen Rede zur Au&szlig;enpolitik, es sei &ldquo;an der Zeit, die ewigen Kriege zu beenden, die uns unermessliche Mengen an Blut und Geld abverlangt haben&rdquo;. Nun aber rekrutiert der designierte Pr&auml;sident f&uuml;r sein Kabinett Spitzenpersonal mit engen Verbindungen zur R&uuml;stungsindustrie. Darauf weisen zunehmend alternative Medien in den USA hin, w&auml;hrend der Mainstream &uuml;ber den Anti-Trump Joe Biden und seine Vizepr&auml;sidentin Kamala Harris, die erste Afroamerikanerin und Frau auf dem Posten, jubeln.<br>\nDie Realit&auml;t sieht freilich anders aus: Biden war als Vizepr&auml;sident unter Barack Obama nicht nur f&uuml;r die Kriege im Jemen, in Libyen, Afghanistan und anderen L&auml;ndern mitverantwortlich. Er holt nun Lobbyisten eben jener Industrie ins sein Regierungsboot, die unmittelbar von diesen &ldquo;ewigen Kriegen&rdquo; profitiert.<br>\nDas zeigte sich auch am Dienstag vergangener Woche, als Biden seine sogenannten &Uuml;berpr&uuml;fungsteams f&uuml;r die US-Beh&ouml;rden und Ministerien vorstellte. Diese Teams seien &ldquo;daf&uuml;r verantwortlich, die Gesch&auml;fte jeder Beh&ouml;rde zu erfassen, eine reibungslose &Uuml;bergabe zu organisieren und sich zu gew&auml;hrleisten, dass der designierte Pr&auml;sident Biden und die designierte Vizepr&auml;sidentin Harris sowie ihr Kabinett vom ersten Tag an einsatzbereit sind&rdquo;.<br>\nUnd nun wird es spannend: Von den 23 Personen des &Uuml;berpr&uuml;fungsteams f&uuml;r das US-Verteidigungsministerium, f&uuml;hren acht &ndash; also etwas mehr als ein Drittel &ndash; als ihre letzten Arbeitgeber Organisationen, Think Tanks oder Unternehmen an, die entweder direkt Geld von der R&uuml;stungsindustrie erhalten haben oder dieser Branche unmittelbar zuzurechnen sind, wie Sarah Lazare vom US-Onlineportal In These Times schreibt. Tats&auml;chlich mag die Zahl der freiwilligen oder bezahlten Mitarbeiter der &Uuml;bergangsteams von Biden und Harris h&ouml;her sein. Es hat schlicht noch niemand die Hintergr&uuml;nde aller Mitarbeiter der &ldquo;Transition Teams&rdquo; systematisch untersucht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/So-werden-Joe-Bidens-Mitarbeiter-von-der-Ruestungsindustrie-gesteuert-4960362.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. 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