{"id":6714,"date":"2010-09-13T08:42:50","date_gmt":"2010-09-13T06:42:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6714"},"modified":"2010-09-13T08:45:02","modified_gmt":"2010-09-13T06:45:02","slug":"hinweise-des-tages-1226","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6714","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute u. a. zu folgenden Themen: Der Manager agiert, der Politiker schl&auml;ft: Herr und Diener, Geheimabkommen zwischen Regierung und Atomlobby, R&ouml;slers Pr&auml;mienpoker, Minijobs: Ministerium will keine Kontrollen, Polnische Mobilmachung: Hat Steinbach recht?. (KR\/AM)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Bankenkrise in Island: Fr&uuml;herer Regierungschef soll vor Gericht <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Basel III: Bankenaufseher versch&auml;rfen die Regeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Der Manager agiert, der Politiker schl&auml;ft: Herr und Diener<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Geheimabkommen zwischen Regierung und Atomlobby &ndash; LobbyControl fordert Offenlegung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">R&ouml;slers Pr&auml;mienpoker<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Minijobs: Ministerium will keine Kontrollen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Brandgef&auml;hrlich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Polnische Mobilmachung: Hat Steinbach recht?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Autobahnprivatisierung: Wie der Staat sein Geld verschenkt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Wie Spekulanten den Hunger f&ouml;rdern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Mehr Strahlung in der Asse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Wo Deutschland Atomm&uuml;ll lagert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Amerikas Angst-Unternehmer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Die Angst vor uns selbst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Offener Brief: &ldquo;Ich f&uuml;hle mich als Franzose angegriffen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Spanien h&auml;lt sich die Nase zu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Kein Brot f&uuml;r &Ouml;l: Der Biosprit-Boom in Kolumbien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">400000 Dollar pro Kopf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">LaLeLu: Thilo Sarrazin &ndash; das Video<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=6714&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Bankenkrise in Island: Fr&uuml;herer Regierungschef soll vor Gericht <\/strong><br>\nDie Bankenkrise hatte Island im Jahr 2008 an den Rand des Staatsbankrotts gebracht. Jetzt muss sich die ehemalige politische F&uuml;hrung wegen &bdquo;Fahrl&auml;ssigkeit&ldquo; wom&ouml;glich bald vor Gericht verantworten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/bankenkrise-in-island-frueherer-regierungschef-soll-vor-gericht_aid_550646.html\">FOCUS<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Basel III: Bankenaufseher versch&auml;rfen die Regeln<\/strong><br>\nDie strengeren Aufsichtsregeln sind Konsequenz der Finanzkrise und zielen auf ein krisenfestes Finanzsystem ab. Dies soll vor allem &uuml;ber eine h&ouml;here Verlusttragf&auml;higkeit der Banken anhand einer h&ouml;heren Eigenkapitalunterlegung von riskanten Positionen wie etwa Krediten erreicht werden. Zudem sollen die Institute k&uuml;nftig einen h&ouml;heren Puffer an liquiden Mitteln vorhalten, damit sie auch in Krisen, in denen sie auf externe Finanzierungsquellen nicht mehr zugreifen k&ouml;nnen, zahlungsf&auml;hig bleiben. Am Wochenende hatten sowohl europ&auml;ische als auch amerikanische Banken vor einer &Uuml;berforderung durch zu strenge Regeln gewarnt.<br>\nAuch die deutsche Kreditwirtschaft kritisiert die geplante Anhebung der Kapitalanforderungen. Private Banken und Sparkassen bef&uuml;rchten deshalb eine Kreditklemme. Die privaten Banken errechneten f&uuml;r die zehn gr&ouml;&szlig;ten deutschen Banken einen zus&auml;tzlichen Kapitalbedarf von 105 Milliarden Euro und entwarfen das Szenario eines Kreditabbaus von 1000 Milliarden Euro. Die Kapitalerh&ouml;hung der Deutschen Bank um 9,8 Milliarden Euro ist auch auf die strengeren Kapitalregeln zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Die Analysten der Schweizer Gro&szlig;bank UBS sch&auml;tzen, dass die neuen Aufsichtsregeln bei den Banken auf der ganzen Welt zu einem zus&auml;tzlichen Kapitalbedarf zwischen 27 und 66 Milliarden Euro f&uuml;hren d&uuml;rften. Der gr&ouml;&szlig;te Teil entfalle davon mit 24 bis 45 Milliarden Euro auf europ&auml;ische Institute. Bundesbank-Pr&auml;sident Weber h&auml;lt die Auswirkungen auf die Realwirtschaft, also auf die Kreditversorgung der Unternehmen, aber f&uuml;r begrenzt. Dies begr&uuml;ndete er mit den &ldquo;gro&szlig;z&uuml;gigen &Uuml;bergangsfristen&rdquo;, die zwischen f&uuml;nf und zehn Jahren liegen sollen.<br>\nWichtigste Steuerungsgr&ouml;&szlig;e von &ldquo;Basel III&rdquo; ist die Kernkapitalquote, die das Verh&auml;ltnis von hartem, bei Verlusten sofort haftendem Eigenkapital zu Risikoaktiva wie Krediten oder Wertpapieren misst. Bislang lag die Anforderung bei 4 Prozent, in Zukunft liegt die Latte zwischen 5 und 6 Prozent. Hinzu kommt ein Kapitalpuffer, der zwischen 2 und 3 Prozent betragen soll. Damit ergibt sich faktisch eine Mindestkernkapitalquote von 7 bis 9 Prozent. Dar&uuml;ber hinaus muss das Kernkapital in Zukunft &uuml;berwiegend aus den harten Komponenten Aktien und Gewinnr&uuml;cklagen bestehen. Stille Einlagen werden bei Aktiengesellschaften nicht mehr als Kernkapital akzeptiert. Bei Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken m&uuml;ssen damit vergleichbare Kapitalbestandteile bestimmte Auflagen erf&uuml;llen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44\/Doc~EE325814CA6704841A8410A5C00C5D4C7~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Der Manager agiert, der Politiker schl&auml;ft: Herr und Diener<\/strong><br>\nErst verschweigen, dann ertappt werden, schlie&szlig;lich mit der Wahrheit peu &agrave; peu rausr&uuml;cken &ndash; die Geheimvertr&auml;ge, in denen die Regierung den Atomkonzernen gro&szlig;z&uuml;gige Schutzklauseln zugesteht, sagen viel &uuml;ber das schwarz-gelbe Politikversagen aus: Die Manager schreiben der Regierung die Entscheidungen ins Merkheft &hellip;<br>\nDoch das Ganze hat auch ein Gutes: So viel B&uuml;rgerbewegung wie jetzt war lange nicht mehr. Die Antiatombewegung erlebt ein Revival. In den letzten Jahren hie&szlig; es, kaum einer interessiere sich noch f&uuml;r Politik, allen sei alles schei&szlig;egal. Das war schon damals nur die halbe Wahrheit. Jetzt gehen jedenfalls die alten, die schon vor Jahren einmal &ldquo;Atomkraft, nein danke&rdquo;-Buttons! trugen, zusammen mit einer neuen Protestgeneration auf die Stra&szlig;e. Eine echte und m&auml;chtige Massenbewegung ist das aber noch nicht. In Deutschland neigt man anders als etwa in Frankreich nicht so schnell zum Generalstreik. Schade eigentlich, denn hier geht es nicht nur um die Frage pro oder contra Laufzeitverl&auml;ngerung. Hier geht es um die Demokratie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kommentar\/artikel\/1\/herr-und-diener\/\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM am Rande:<\/strong> Die in vielen Beitr&auml;gen solcher Art quasi automatisch aufscheinende Bewunderung f&uuml;r Frankreich sollte man sich besser ersparen. Dort ist leider auch nicht Gold, was so gl&auml;nzt. Die politische Beteiligung der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger in Parteien zum Beispiel ist miserabel, die Verflechtung von Medien mit Politik auch nicht besser als bei uns. Und die Sache mit dem Generalstreik &ndash; naja!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Geheimabkommen zwischen Regierung und Atomlobby &ndash; LobbyControl fordert Offenlegung<\/strong><br>\nLobbyControl fordert die Bundesregierung auf, sofort den Geheimvertrag mit den Energiekonzernen &uuml;ber die Laufzeitverl&auml;ngerung offen zu legen. Wie heute morgen bekannt wurde, kam es bereits in der Nacht von Sonntag auf Montag zur Unterzeichnung einer Vereinbarung zwischen der Regierung und den Chefs der vier gro&szlig;en Energiekonzerne. Die Bundesregierung hatte am Montag in ihrer Pressekonferenz &uuml;ber die Verhandlungsergebnisse verschwiegen, dass bereits eine Vereinbarung unterzeichnet wurde. Monatelang hat sich die Regierung bedeckt gehalten und nun wurde im Hau-Ruck-Verfahren ein Deal mit den Stromkonzernen gemacht und an Bundestag und &Ouml;ffentlichkeit vorbei eine geheime Vereinbarung mit den Konzernen unterschrieben. Das ist ein Paradebeispiel, wie demokratische Politik nicht aussehen darf!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2010\/09\/geheimabkommen-zwischen-regierung-und-atomlobby-lobbycontrol-fordert-offenlegung\/\">LobbyControl<\/a><br>\n&nbsp;<br>\n<em>Direkt dazu:<\/em>\n<p><strong>Politik wird den Gro&szlig;konzernen &uuml;berlassen<\/strong><br>\nDie Frage sei, warum nur AKW-Betreiber mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an einem Tisch s&auml;&szlig;en, wenn es um ein Energiekonzept f&uuml;r das ganze Land gehe, sagt LobbyControl-Vorstandsmitglied Heidi Klein zu den Absprachen zwischen Bundesregierung und Energiekonzernen &uuml;ber die Atom-Laufzeitverl&auml;ngerungen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/interview\/1268720\/\">Deutschlandradio Kultur (Text)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2010\/09\/09\/drk_20100909_1714_fa4ca845.mp3\">Deutschlandradio Kultur (Audio-Podcast)<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>R&ouml;slers Pr&auml;mienpoker<\/strong><br>\nSp&auml;testens seit M&auml;rz 2010 ist allerdings offenkundig, dass es mit der Kanzlerin aufgrund der europ&auml;ischen Finanz- und Staatenkrise und der damit einhergehenden Schuldenbremse keine umfassende staatliche Umfinanzierung des Gesundheitswesens geben w&uuml;rde. Und mit der verlorenen Mehrheit im Bundesrat nach der NRW-Wahl im Mai ist eine &bdquo;gro&szlig;e&ldquo; Reform ohnehin in weite Ferne ger&uuml;ckt. Doch angesichts dieser f&uuml;r den Gesundheitsminister widrigen Umst&auml;nde ist der derzeitige Entwurf aus dem Hause R&ouml;sler wiederum auch mehr, als dieser erhoffen durfte &ndash; und f&uuml;r die Versicherten weit folgenreicher und teurer, als die meisten nach dem langen Hick-Hack vielleicht erwarteten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2010\/september\/roeslers-praemienpoker\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Minijobs: Ministerium will keine Kontrollen<\/strong><br>\nObwohl viele Arbeitgeber ihren Minijobbern trotz anderslautendem Gesetz keinen bezahlten Urlaub gew&auml;hren und bei Krankheit den Lohn nicht fortzahlen (die StZ berichtete mehrfach), sieht das Bundesarbeitsministerium keine Notwendigkeit zu handeln. Die geltenden Regelungen h&auml;tten sich bew&auml;hrt, so eine Sprecherin des Ministeriums auf Anfrage der StZ. Bei Problemen m&uuml;sse &ldquo;jeder Arbeitnehmer seine Anspr&uuml;che selbst geltend machen, wenn notwendig vor dem Arbeitsgericht&rdquo;.<br>\nWeshalb beim Mindestlohn kontrolliert wird und bei den Minijobs nicht, obwohl es beide Male um illegale Lohnpraktiken geht, erkl&auml;rte das Ministerium nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/stz\/page\/2620911_0_9223_-minijobs-ministerium-will-keine-kontrollen.html\">Stuttgarter Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Brandgef&auml;hrlich<\/strong><br>\nAuferstanden aus dem Reich der Toten, trat er vor jene Parteizentrale, die seit geraumer Zeit seinen Namen trug&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.com\/2010\/09\/brandgefahrlich.html\">Ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Polnische Mobilmachung: Hat Steinbach recht?<\/strong><br>\nMit der Aussage, sie k&ouml;nne &ldquo;es auch leider nicht &auml;ndern, dass Polen bereits im M&auml;rz 1939 mobil gemacht hat&rdquo;, sorgte die Vertriebenen-Funktion&auml;rin Erika Steinbach im Vorstand der Unionsfraktion f&uuml;r einen Eklat. &ldquo;Eines ist f&uuml;r mich ganz deutlich: Den Krieg hat Deutschland angefangen&rdquo;, erg&auml;nzte Steinbach sp&auml;ter. An ihrer &Auml;u&szlig;erung &uuml;ber die polnische Mobilmachung hielt sie dennoch fest. Sie entspricht auch fast den historischen Tatsachen. Wichtig sei allerdings die Frage nach dem Warum, sagt der Historiker Jochen B&ouml;hler.<br>\n<strong>n-tv.de: <\/strong>Was ist dran an der Aussage von Erika Steinbach, dass Polen schon im M&auml;rz 1939, also ein halbes Jahr vor dem deutschen &Uuml;berfall, mobil gemacht hat?<br>\n<strong>Jochen B&ouml;hler:<\/strong> Ein solcher Satz geht doch sehr stark an der historischen Wirklichkeit vorbei. Polen war im Vorfeld des Zweiten Weltkriegs nicht der Aggressor. Wenn man &uuml;ber die Mobilmachung vom M&auml;rz 1939 spricht, die eine Teilmobilmachung war, dann muss man fragen, warum sie passierte.<br>\n<strong>n-tv:<\/strong> Warum?<br>\n<strong>Jochen B&ouml;hler:<\/strong> Polen hat am 23. M&auml;rz 1939 in direkter Reaktion auf den deutschen Einmarsch in die sogenannte Rest-Tschechei die Teilmobilmachung erkl&auml;rt. Die Tschechoslowakei war ja im Rahmen des M&uuml;nchner Abkommens geteilt worden, das Sudetengebiet war an Deutschland gegangen, nur ein Rest der Tschechoslowakei blieb &uuml;brig. Polen hatte davon sogar profitiert; nach dem M&uuml;nchner Abkommen annektierte Polen das Olsagebiet. Zu diesem Zeitpunkt z&auml;hlte Polen noch darauf, dass die deutschen Garantien aus dem M&uuml;nchner Abkommen eingehalten w&uuml;rden. Mit dem Einmarsch der Wehrmacht in die Rest-Tschechei am 15. M&auml;rz waren diese Garantien obsolet. Polen f&uuml;hlte sich bedroht und rief deshalb die Teilmobilmachung aus.<br>\n<strong>n-tv:<\/strong> Ist es m&ouml;glich, diesen Schritt als Provokation zu interpretieren?<br>\n<strong>Jochen B&ouml;hler:<\/strong> Eine Teilmobilmachung ist eher ein Versetzen in einen erh&ouml;hten Alarmzustand. Ich w&uuml;rde sie auf keinen Fall als Provokation sehen, sondern als verst&auml;ndliche Reaktion Polens auf ein bedrohliches Szenario direkt an seiner Westgrenze.<br>\n<strong>n-tv:<\/strong> Wie relevant ist diese Teilmobilmachung &uuml;berhaupt f&uuml;r die Bewertung des Kriegsbeginns?<br>\n<strong>Jochen B&ouml;hler:<\/strong> Sie spielt eigentlich keine Rolle. Formal ist es richtig, dass Polen mit dieser Teilmobilmachung einen ersten Schritt hin zu einer Bereitschaft zu einer m&ouml;glichen bewaffneten Auseinandersetzung mit Deutschland gegangen ist. Aber es war kein aggressiver Schritt, der angek&uuml;ndigt h&auml;tte, Polen werde demn&auml;chst Deutschland angreifen. Es war ganz klar ein rein defensives Man&ouml;ver. Von deutscher Seite gab es zu diesem Zeitpunkt bereits die Forderung, Danzig mit einer exterritorialen Verbindung ans Reichsgebiet anzuschlie&szlig;en. Nach dem 15. M&auml;rz 1939 musste Polen damit rechnen, dass Deutschland mit Polen genauso verf&auml;hrt wie es das mit der Tschechoslowakei getan hatte. Insofern war die Reaktion des polnischen Staates durchaus verst&auml;ndlich und ein Signal an die Westm&auml;chte, sich st&auml;rker zu engagieren, um Polens Bestand zu garantieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Hat-Steinbach-recht-article1461831.html?service=print\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Im Vorspann zum Interview mit dem Historiker Jochen B&ouml;hler hei&szlig;t es in dem n-tv-Beitrag: &ldquo;Sie (die polnische &ldquo;Mobilmachung&rdquo;) entspricht auch fast den historischen Tatsachen.&rdquo; Das Interview mit Jochen B&ouml;hler zeigt, dass diese rein formalistische &ldquo;Tatsache&rdquo; nicht einmal eine Viertelwahrheit und damit eine ganze L&uuml;ge ist. Die &ldquo;Mobilmachung&rdquo; Polens entspricht eher dem Ausruf der Alarmbereitschaft f&uuml;r polnische Armee, denn es war der Versuch des damaligen rechtsautorit&auml;ren polnischen Regimes, sich vor den deutlich absehbaren Aggressionen Nazi-Deutschlands zu sch&uuml;tzen. (Zwischen 1933 bis 1938 waren die Beziehungen zwischen Nazideutschland und dem rechtsautorit&auml;ren polnischen Regime noch gut gewesen.)<br>\nWenn Steinbach sich nun damit herauszureden versucht, &ldquo;Eines ist f&uuml;r mich ganz deutlich: Den Krieg hat Deutschland angefangen&rdquo;, dann stellt sich die Frage, warum sie w&auml;hrend der Unions-Fraktionssitzung auf ihrer Feststellung beharrte, sie k&ouml;nne &ldquo;es auch leider nicht &auml;ndern, dass Polen bereits im M&auml;rz 1939 mobil gemacht hat&rdquo;. Die Antwort: Steinbach posaunte dies in der Hoffnung heraus, von diesem Vorwurf w&uuml;rde irgendwas an Polen h&auml;ngen bleiben und damit die Verantwortung Nazideutschlands f&uuml;r den 2. Weltkrieg &ldquo;relativieren&rdquo;. W&auml;re dieser Versuch rechter revanchistischer Kreise in Deutschland erfolgreich, dann w&uuml;rde dies im Endresultat auf eine durch nichts zu rechtfertigende Verharmlosung des Hitler-Faschismus und seiner unbeschreiblichen Verbrechen hinauslaufen.<br>\nSeit mehreren Jahren ist in der medialen Berichterstattung hierzulande zu beobachten, dass z.B. durch das zunehmende in den Vordergrund Stellen der w&auml;hrend der Vertreibung begangenen Verbrechen der Roten Armee Deutschland zunehmend in Opferrolle geschoben werden soll (die von Wehrmacht und SS in der Sowjetunion begangenen Verbrechen und die NS-Politik der &ldquo;Verbrannten Erde&rdquo; werden hingegen zunehmend klein geschrieben). Der Rechtsschwenk in der Berichterstattung zahlreicher deutscher Medien vermittelt des &Ouml;fteren sogar den Eindruck, die Verbrechen der SED-Diktatur seien schlimmer zumindest genauso schlimm wie jene der NS-Diktatur, in deren Gefolge Millionen und Abermillionen Menschen in KZs ermordet sowie w&auml;hrend des 2. Weltkrieges get&ouml;tet wurden und insbesondere die europ&auml;ische Infrastruktur in weiten Teilen in Schutt und Asche gelegt wurde.<br>\nAuch wird Stiftungsratsmitglied Erika Steinbach (die zudem noch &ldquo;Menschenrechtsbeauftragte&rdquo; der Unionsfraktion ist) von der Mehrzahl der hiesigen Medien f&uuml;r ihre Verharmlosung der Verantwortung Hitler-Deutschlands f&uuml;r den 2. Weltkrieg deutlich weniger abgestraft als z.B. eine ehemalige Landtagsabgeordnete der Linkspartei, die durch die Verharmlosung der Mauer zeigte, dass sie noch nicht in der Demokratie angekommen ist<br>\n<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Autobahnprivatisierung: Wie der Staat sein Geld verschenkt<\/strong><br>\nDer SPIEGEL entdeckt die Nachteile des Privatisierungswahns und berichtet &uuml;ber den Konflikt zwischen Sicherheit und Profitstreben beim Autobahnbau.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/video\/video-1082550.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Anschauen lohnt. So sind z.B. die Vertr&auml;ge zwischen Bund und privaten Autobahn-Investoren geheim. Als nun auf der A1 wegen zu schmaler Fahrspuren im Baustellenbereich die Unfallzahlen in die H&ouml;he schossen, wurde ein Standstreifen hinzugef&uuml;gt. Wer bezahlt? &bdquo;Die Kosten (8,4 Mio Euro, KR) daf&uuml;r tr&auml;gt der Bund. Diese Ma&szlig;nahme war nicht Gegenstand des mit dem Betreiber geschlossenen Vertrages.&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wie Spekulanten den Hunger f&ouml;rdern<\/strong><br>\nEs wird um Hunger, Armut und Kindersterblichkeit gehen, wenn am 20. September die Staats- und Regierungschefs in New York zum Millenniumsgipfel zusammentreffen. Die Zwischenbilanz, die die Politiker ziehen werden, wird wenig erfreulich ausfallen. Denn die Millenniumsziele, die zum Beispiel bis 2015 den Hunger in der Welt halbieren sollten, liegen trotz einiger Erfolge in weiter Ferne. Derzeit sorgen die schlechten Ernten und die geringe Produktivit&auml;t f&uuml;r ein geringeres Angebot an den Warenterminb&ouml;rsen. Dadurch steigen die Preise. &bdquo;Die Menschen in Entwicklungsl&auml;ndern geben bis zu 80 Prozent ihres Einkommens f&uuml;r Lebensmittel aus&ldquo;, sagt Reichert. Deshalb seien sie besonders hart von Preisschwankungen betroffen. So gibt es indische M&uuml;tter, die kein Gem&uuml;se und keinen Fisch mehr essen, um ihre Kinder ern&auml;hren zu k&ouml;nnen. Oder Eltern, die ihre Kinder aus der Schule nehmen, um genug Geld f&uuml;r Essen zu haben. Der Welthungerindex, den das Internationale Forschungsinstitut f&uuml;r Ern&auml;hrungspolitik erhebt, zeigt, dass Menschen in 84 L&auml;ndern hungern, an der Spitze die Demokratische Republik Kongo, Burundi und Eritrea.<br>\nAuch H&auml;ndler k&ouml;nnen bei steigenden Preisen Rohstoffe in Hoffnung auf h&ouml;here Gewinne horten. Genau diese durch Spekulation hervorgerufenen Preisspr&uuml;nge aber machen den armen L&auml;ndern besonders zu schaffen. &bdquo;Nahrungsmittel d&uuml;rfen nicht Gegenstand reiner Finanzspekulation sein&ldquo;, hatte Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) k&uuml;rzlich betont. Sie will sich f&uuml;r mehr Transparenz und eine Begrenzung der Preisschwankungen einsetzen. Frankreich will den Kampf gegen missbr&auml;uchliche Spekulationen auf den Agrar- und Rohstoffm&auml;rkten zum Thema seiner G-20-Pr&auml;sidentschaft machen. &bdquo;Wir brauchen mehr Transparenz und eine Verteuerung des Spekulierens durch Kapitalhinterlegungspflichten f&uuml;r Investoren&ldquo;, fordert Agrar&ouml;konom Joachim von Braun. So m&uuml;sste f&uuml;r K&auml;ufe mehr Eigenkapital hinterlegt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/wie-spekulanten-den-hunger-foerdern\/1931490.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Mehr Strahlung in der Asse<\/strong><br>\nIn der Asse wurde deutlich mehr mittelradioaktiver Strahlenm&uuml;ll entsorgt als bislang angenommen. Wie aus dem Abschlussbericht zum &ldquo;radioaktiven Inventar&rdquo; hervorgeht, lagern in der einsturzgef&auml;hrdeten Schachtanlage 16.100 Abfallbeh&auml;lter mit mittelradioaktivem M&uuml;ll. Bisher waren die Beh&ouml;rden von 1.300 solchen F&auml;ssern ausgegangen. Au&szlig;erdem liegen die Beh&auml;lter in mehreren Lagerkammern auf verschiedenen Ebenen im Bergwerk verteilt, auch das war bisher nicht bekannt. Das Bundesamt f&uuml;r Strahlenschutz (BfS) best&auml;tigte gegen&uuml;ber der taz, dass 14.800 F&auml;sser neu deklariert werden m&uuml;ssen. Bislang waren die Beh&ouml;rden davon ausgegangen, dass in der Asse lediglich ein Prozent der 125.787 eingelagerten F&auml;sser mittelradioaktiv sind, nun sind es knapp 13 Prozent.<br>\nDas ehemalige Salzbergwerk bei Wolfenb&uuml;ttel wurde zwischen 1967 und 1995 als Forschungsbergwerk betrieben, die Endlagerung radioaktiver Abf&auml;lle sollte hier gro&szlig;technisch erprobt werden. Allerdings erfolgte diese Einlagerung nicht nach Atomrecht, sondern nach Bergrecht: Offenbar grob fahrl&auml;ssige Fehler waren die Folge.&nbsp; Im Januar 2010 r&auml;umte Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) Fehler im Umgang mit dem Atomm&uuml;lllager Asse ein. Das Lager sei nicht nur f&uuml;r wissenschaftliche Zwecke genutzt worden, zumal die gro&szlig;e Anzahl der fast 126.000 eingelagerten F&auml;sser f&uuml;r die Forschung nicht notwendig gewesen sei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2010%2F09%2F11%2Fa0163&amp;cHash=80eb78c1dc\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Wo Deutschland Atomm&uuml;ll lagert<\/strong><br>\nL&auml;ngere Kraftwerklaufzeiten bedeuten mehr radioaktiven M&uuml;ll. Die interaktive Satellitenkarte zeigt aus der Vogelperspektive, wo die deutschen Meiler stehen und wo deren M&uuml;ll gelagert wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:infografik-wo-deutschland-atommuell-lagert\/50165880.html#gmap-o-%C3%9Cbersicht\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Amerikas Angst-Unternehmer<\/strong><br>\nStephen King nannte ihn &laquo;Satans geistig behinderten j&uuml;ngeren Bruder&raquo;, dabei hat der Mann ein Gesicht wie ein Posaunenengel. Auch sonst ist diese Einsch&auml;tzung nicht pr&auml;zise: Der ultrarechte Fox-News-Moderator Glenn Beck, der t&auml;glich Millionen in seinen Bann zieht, ist einer der cleversten Demagogen, die Amerika seit langem gesehen hat. Beck, der k&uuml;rzlich am Jahrestag von Martin Luther Kings historischer Rede &laquo;I Have a Dream&raquo; eine riesige Menschenmenge vor den Stufen des Lincoln Memorial in Washington versammelte, um &laquo;die Ehre Amerikas wiederherzustellen&raquo; und das Erbe der schwarzen B&uuml;rgerrechtsbewegung f&uuml;r die vornehmlich weisse Anh&auml;ngerschaft der versammelten &laquo;Tea Party&raquo; zu reklamieren, ist ein Volkstribun, wie er nur in den amerikanischen Medien entstehen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/kultur\/aktuell\/amerikas_angst-unternehmer_1.7521355.html\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die Angst vor uns selbst<\/strong><br>\nDer Pr&auml;sident der Franz&ouml;sischen Republik hat einen Berg angehoben, und der ist ihm auf die F&uuml;&szlig;e gefallen. Indem die Staatsspitze zur Offensive gegen die Roma blies, glaubte sie wahlkampftaktischen Nutzen ziehen zu k&ouml;nnen aus einem Sachverhalt, der im Kern eine Sache der Grenzpolizei und der st&auml;dtischen Beh&ouml;rden ist. Das stellt sich als gro&szlig;er Fehler heraus. Bei den Roma geht es nicht um die &ouml;ffentliche oder die soziale Sicherheit, sondern um die mentale Sicherheit. Es ist keine rein franz&ouml;sische Angelegenheit, sondern eine europ&auml;ische. Es handelt sich nicht um etwas, das gerade jetzt akut ist, sondern um ein gr&ouml;&szlig;eres Problem. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs f&uuml;hrte die &ldquo;Los Angeles Times&rdquo; in Osteuropa eine der ersten freien Meinungsumfragen durch. Die Umfrage erbrachte, dass sich f&uuml;r achtzig Prozent der Menschen, die gerade dem Kommunismus entkommen waren &ndash; f&uuml;r Tschechen, Ungarn, Rum&auml;nen, Bulgaren und Polen &ndash; im &ldquo;Zigeuner&rdquo; das Bild des diabolischen Fremden versinnbildlichte. Wenn der Hass auf die &ldquo;Zigeuner&rdquo; in den osteurop&auml;ischen Staaten weit verbreitet ist und dort seine schlimmsten Ausw&uuml;chse zeitigte, so ist er im Westen ebenfalls nicht unbekannt: Die Literatur und die Oper des 19. Jahrhunderts &ndash; von Victor Hugo bis hin zu Verdi &ndash; ist voller Zeugnisse der &Auml;ngste, welche die Sesshaften angesichts einer nichtterritorialen Kollektivit&auml;t empfanden. Das Betteln, die Krankheit, der Diebstahl, aber auch Vorstellung von Kindsraub &ndash; das alles verbanden die Europ&auml;er seit Jahrhunderten mit &ldquo;diesen Leuten, die nicht wie wir leben&rdquo;. Deren Dasein &auml;ngstigte und bedr&uuml;ckte sie. Diese Hysterie auf die Spitze treibend, schickten die Nazis diese &ldquo;Untermenschen&rdquo; in die Gaskammern.<br>\nEs geht weniger um die Roma als um die, denen die Roma ein Dorn im Auge sind. Das postmoderne Europa gef&auml;llt sich darin, Tabus zu brechen, die seiner Freiheit Fesseln anlegen, aber gleichzeitig pflanzt es sich vor dem Migranten auf. Es hat eine Heidenangst vor den &ldquo;Roma&rdquo;, jenen aus freien Willen und Tradition Umherschweifenden. Wir m&uuml;ssen verstehen, dass es sich weniger um eine Ablehnung des Anderen handelt als um Zur&uuml;ckweisung des eigenen Selbst.&nbsp; Rufen wir uns die Diagnose Charles de Gaulles von 1965 ins Ged&auml;chtnis: &ldquo;Im allgemeinen Fortschritt hat sich eine Wolke &uuml;ber die Individuen geschoben. Auf die alte Heiterkeit eines Volkes von Bauern, die dem Boden eine mittelm&auml;&szlig;ige, aber sichere Existenz abgewannen, folgt bei den Kindern des Jahrhunderts die dumpfe Angst der Entwurzelten.&rdquo;&nbsp; Der Roma macht Angst. Er ist uns ein Abbild des Entwurzeltseins, ein be&auml;ngstigender Teil unseres Schicksals! Die Furcht vor den Roma ist nur die uneingestandene Angst vor uns selbst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/die-welt\/kultur\/literatur\/article9548323\/Die-Angst-vor-uns-selbst.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Andr&eacute; Glucksmann war in der Praxis seiner Totalitarismuskritik f&uuml;r so manche oft nicht nachvollziehbare &Uuml;berraschung gut, z.B. die Bejahung des Irakkrieges oder der Attentate von Tschetschenen. Seine Distanzierung von Sarkozy, f&uuml;r den er &ouml;ffentlich im Wahlkampf eintrat, und sein Eintreten f&uuml;r die Roma d&uuml;rfte vor dem Hintergrund seiner Monografie &uuml;ber den Hass nur folgerichtig sein. Nur h&auml;tte er schon fr&uuml;her bemerken k&ouml;nnen, dass Sarkozy, wenn es darauf ankommt, auf die latente Xenophobie eines gro&szlig;en Teils der Bev&ouml;lkerung setzt. &ndash; Vor der wir, wie wir in der Causa Sarrazin sehen k&ouml;nnen, auch nicht gefeit sind.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Offener Brief: &ldquo;Ich f&uuml;hle mich als Franzose angegriffen&rdquo;<\/strong><br>\nF&uuml;r Menschenrecht und Br&uuml;derlichkeit: Ein offener Brief an Pr&auml;sident Sarkozy.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/kultur\/ich-fuehle-mich-als-franzose-angegriffen\/1930012.html;jsessionid=CB7DD7708C0660933AAB6613338723F8?view=print\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Spanien h&auml;lt sich die Nase zu<\/strong><br>\nViele St&auml;dte in Spanien stehen vor dem Bankrott. Nun sparen die Beh&ouml;rden ausgerechnet bei der M&uuml;llabfuhr &ndash; mit wirtschaftlichen Folgen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/ausland\/europa\/Spanien-haelt-sich-die-Nase-zu-\/story\/24435840\">Tagesanzeiger (CH)<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Wieder ein Beispiel f&uuml;r den Wahnsinn der Sparpolitik und die Tatsache, dass es eine einigerma&szlig;en vern&uuml;nftige Abw&auml;gung &uuml;ber das Verh&auml;ltnis von privater T&auml;tigkeit und &ouml;ffentliche T&auml;tigkeit nicht mehr gibt. Ich k&ouml;nnte auch auf das Kapitel 13 in meinem Buch <a href=\"?page_id=4080\">&bdquo;Meinungsmache&ldquo;<\/a> hinweisen: &bdquo;Die Verarmung des Staates als strategischer Hebel&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Kein Brot f&uuml;r &Ouml;l: Der Biosprit-Boom in Kolumbien<\/strong><br>\nNeben den wichtigsten Exportg&uuml;tern wie Kaffee und Bananen wittert Kolumbien nun auch mit Palm&ouml;l das gro&szlig;e Gesch&auml;ft. Als Grundlage f&uuml;r Biosprit erhofft sich das Land mit Palm&ouml;l gro&szlig;e Profite. Doch wer profitiert wirklich von diesem Boom und wer bleibt auf der Strecke?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.3sat.de\/page\/?source=\/boerse\/hintergrund\/146812\/index.html\">3sat<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>400000 Dollar pro Kopf<\/strong><br>\nDie irakische &Uuml;bergangsregierung hat zugestimmt, 400 Millionen Dollar (315 Millionen Euro) an US-B&uuml;rger als &raquo;Entsch&auml;digung&laquo; zu zahlen. Zu den Nutznie&szlig;ern der voraussichtlichen Entsch&auml;digungszahlungen sollen &raquo;Dutzende US-B&uuml;rger&laquo; geh&ouml;ren, die im Sommer 1990 von irakischen Beh&ouml;rden an ihrer Ausreise gehindert worden war. Man habe sich auf acht Gruppen von Betroffenen geeinigt, hie&szlig; es von irakischer Seite. Der Irak hatte damals Hunderte Ausl&auml;nder festgehalten, um einen US-Angriff auf den Irak zu verhindern. Anfang September 1990 wurden dann zun&auml;chst Frauen und Kinder freigelassen, die &uuml;brigen Geiseln folgten Mitte Dezember.<br>\n20 Jahre nach der Kuwaitinvasion zahlt der Irak, der seit der US-Invasion 2003 ein Tr&uuml;mmerfeld mit nicht funktionierender Infrastruktur ist, noch immer f&uuml;nf Prozent aus den Erl&ouml;sen des Verkaufs von Erd&ouml;l und Gas in einen &raquo;Entsch&auml;digungsfonds&laquo; der UN. Er war 1994 eingerichtet worden. &raquo;Wer wird die Hinterbliebenen von mehr als einer Million Iraker entsch&auml;digen, die in den letzten zehn Jahren get&ouml;tet wurden&laquo;, wird nun in einem Internetbericht zum Thema gefragt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/09-13\/053.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Familien der Opfer des Luftschlags von Kundus erhielten von der Bundeswehr insgesamt 328.000 Euro, d.h. pro Familie etwa 3800 Euro.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>LaLeLu: Thilo Sarrazin &ndash; das Video<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=RE5cvnDSnbI\">LaLeLu<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. 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