{"id":6725,"date":"2010-09-14T09:13:56","date_gmt":"2010-09-14T07:13:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6725"},"modified":"2010-09-14T09:13:56","modified_gmt":"2010-09-14T07:13:56","slug":"hinweise-des-tages-1227","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6725","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute u. a. zu folgenden Themen: Ein Gespr&auml;ch mit Wolfgang Lieb; Was er nicht gesagt hat &ndash; (Sch&auml;uble bei den Bankern); Sarrazin l&auml;sst sich den Abgang honorieren; SPD leitet Sarrazin-Rauswurf ein; Bildung in Berlin &ndash; Sarrazin gab den Sparkommissar; Bundesagentur will Fr&uuml;hverrentung abschaffen; Schwere Vers&auml;umnisse:  Warum ein &Ouml;konom seine Zunft aufmischt; Leiharbeit in der Pflege als letztes Mittel?; Generation Biedermeier; Christian Lindner: &bdquo;Reduzierung der Mehrwertsteuer war ein Fehler&ldquo;; Klaus T&ouml;pfer &ldquo;Wir m&uuml;ssen eine Welt ohne Kernkraft erfinden&rdquo;; Atomdeal; Auf den Spuren von Stuttgart 21; Geheimdienst hat Sch&uuml;ler im Visier. (JK \/ MB \/ AM)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Ein Gespr&auml;ch mit Wolfgang Lieb, einer der Betreiber der NachDenkSeiten, &uuml;ber die rechtskonservative politische Meinungsmache der Springer-Presse: &ldquo;Die Bild-Zeitung benutzte Sarrazin, wie ein Bauchredner seine Puppe&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Was er nicht gesagt hat &ndash; (Sch&auml;uble bei den Bankern)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Sarrazin l&auml;sst sich den Abgang honorieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">SPD leitet Sarrazin-Rauswurf ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Bildung in Berlin &ndash; Sarrazin gab den Sparkommissar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Hypo-Real, Lehmann und andere Grausamkeiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Unsinnige Geldspritze<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Sozialausgaben in Berlin steigen rasant<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Bundesagentur will Fr&uuml;hverrentung abschaffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Schwere Vers&auml;umnisse:&nbsp; Warum ein &Ouml;konom seine Zunft aufmischt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Dumpingl&ouml;hne: Die Rentenversicherung verschenkt Milliarden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Leiharbeit in der Pflege als letztes Mittel? Institut Arbeit und Technik warnt vor Auswirkungen des Fachkr&auml;ftemangels<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Junge Erwachsene: Viele H&uuml;rden vor dem ersten sicheren Job<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Generation Biedermeier<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Christian Lindner: &bdquo;Reduzierung der Mehrwertsteuer war ein Fehler&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Klaus T&ouml;pfer&rdquo;Wir m&uuml;ssen eine Welt ohne Kernkraft erfinden&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Atomdeal &ndash; Eine halbe Milliarde f&uuml;r die Sicherheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Auf den Spuren von Stuttgart 21: Warum M&uuml;nchen einen Kopfbahnhof hat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Die neue Partei der Heimatlosen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">M&auml;rklin dr&auml;ngt ohne K&auml;ufer aus der Insolvenz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Geheimdienst hat Sch&uuml;ler im Visier<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=6725&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ein Gespr&auml;ch mit Wolfgang Lieb, einer der Betreiber der NachDenkSeiten, &uuml;ber die rechtskonservative politische Meinungsmache der Springer-Presse: &ldquo;Die Bild-Zeitung benutzte Sarrazin, wie ein Bauchredner seine Puppe&rdquo;<\/strong><br>\nDer promovierte Jurist Wolfgang Lieb betreut gemeinsam mit Albrecht M&uuml;ller (siehe &bdquo;Alleine mit den gezahlten Boni kann man eine unserer Parteien mehrmals kaufen) die kritische Nachrichtensite NachDenkSeiten. Telepolis sprach mit ihm &uuml;ber &ldquo;rechtskonservative politische Meinungsmache&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/bin\/tp\/issue\/r4\/dl-artikel2.cgi?artikelnr=33301&amp;mode=print\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Was er nicht gesagt hat &ndash; (Sch&auml;uble bei den Bankern)<\/strong><br>\nWenn Politiker ihre Reden zuvor schriftlich an Journalisten verteilen lassen, ist das eine Art Hilfestellung. Mit beiderseitigem Nutzen, schlie&szlig;lich m&ouml;chten Politiker ihre Worte sp&auml;ter in der Zeitung lesen, und die schreiben sich leichter von einem Manuskript ab, als dass man sie mitschreiben muss. F&uuml;r gew&ouml;hnlich steht &uuml;ber den Vordrucken allerdings ein Arbeitshinweis: &bdquo;Es gilt das gesprochene Wort&ldquo;.<br>\nvergangenen Freitag hielten die Journalisten vom &bdquo;Handelsblatt&ldquo; eine Rede von Sch&auml;uble anl&auml;sslich einer (vom &bdquo;Handelsblatt&ldquo; veranstalteten) Banker-Tagung in der Hand und stellten fest, dass sich die gesprochenen Worte von den geschriebenen erheblich unterschieden. Statt &ndash; wie im Skript vermerkt &ndash; die in Frankfurt am Main versammelten 400 Banker barsch f&uuml;r ihr renditegieriges Verhalten abzub&uuml;rsten, warnte sie Sch&auml;uble eher in einem nachdenklicheren Ton davor, die Ursachen f&uuml;r die weltweite Finanzkrise zu vergessen. &bdquo;Sch&auml;uble erspart der Finanzelite eine scharfe Abrechnung&ldquo;, titelte das &bdquo;Handelsblatt&ldquo; daraufhin in seiner Montagausgabe und wies ausf&uuml;hrlich auf die Differenzen der von den Redenschreibern verfassten &bdquo;ungehaltenen&ldquo; und der vom Minister gehaltenen Rede hin. Tenor: Der Minister schont ausgerechnet die Verursacher der Krise vor einer klaren Abrechnung. Ein beachtlicher Vorgang, w&auml;re er von Sch&auml;uble denn so intendiert gewesen. Der allerdings, wiegeln seine Mitarbeiter jetzt ab, sei &ndash; wie so oft &ndash; ohne Manuskript, daf&uuml;r aber mit auf Zetteln notierten Gedanken aufgetreten. Den Vorwurf der bewussten Schonung von Bankern weisen sie zur&uuml;ck. Und das &bdquo;Handelsblatt&ldquo;? Es hat sich am Montag entschuldigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/was-er-nicht-gesagt-hat\/1932910.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung OP:<\/strong> Schade, dass das Handelsblatt eingeknickt ist. Ist es die Schuld der Journalisten, wenn offiziell abgesegnete Manuskripte verteilt werden und dann andere Reden gehalten werden. &ldquo;Es gilt das gesprochene Wort&rdquo;. Ist deshalb das Manuskript falsch? Ist es so unwahrscheinlich, dass Sch&auml;uble eine gepfefferte Rede halten wollte und sich dann aus welchen Gr&uuml;nden auch immer nicht traute?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Sarrazin l&auml;sst sich den Abgang honorieren<\/strong><br>\nDer wegen seiner Ausl&auml;nderthesen umstrittene Thilo Sarrazin hat sich seinen R&uuml;ckzug aus dem Bundesbank-Vorstand offenbar vergolden lassen. Medienberichten zufolge hat er unter Vermittlung des Bundespr&auml;sidialamtes eine h&ouml;here Pension ausgehandelt. &bdquo;Er kassiert nun 1000 Euro mehr im Monat&ldquo;, zitierte das Magazin einen Bundesbanker, der mit den Verhandlungen vertraut sei. Ein Sprecher von Bundespr&auml;sident Christian Wulff best&auml;tigte lediglich, dass man zwischen Sarrazin und der Bundesbank vermittelt habe. &bdquo;Alle inhaltlichen Vereinbarungen wurden ausschlie&szlig;lich von den Vertragspartnern getroffen&ldquo;, betonte er. Die Bundesbank lehnte eine Stellungnahme ab. Beide Seiten h&auml;tten Stillschweigen vereinbart. Der Bundesbank-Vorstand hatte Wulff um die Abl&ouml;sung des wegen &Auml;u&szlig;erungen &uuml;ber Einwanderer und Juden ins Kreuzfeuer der Kritik geratenen Spitzenbankers gebeten. Sarrazin kam seiner drohenden Abberufung dann aber zuvor und bat den Bundespr&auml;sidenten um seine Entlassung, was Wulff die juristisch heikle Entscheidung &uuml;ber den Rauswurf des Notenbankers ersparte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/sarrazin-laesst-sich-den-abgang-honorieren\/-\/1472780\/4638624\/-\/view\/printVersion\/-\/index.html\">FR online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J&uuml;rgen Karl:<\/strong> Nun, wenn es darum geht, sich die eigenen Taschen zu f&uuml;llen nimmt man es mit der Moral, die man so gerne von anderen einfordert, nicht so genau.<\/em><br>\n<em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung MB:<\/strong> Diese Einigung ist um so &auml;rgerlicher, als Sarrazin damals ALG-II-Haushalten Empfehlungen gab, wie sie mit weniger als drei Euro am Tag angeblich eine ausgewogene Ern&auml;hrung finanzieren sollten. Er war w&auml;hrend seines gesamten Berufslebens ein teilweise hoch bezahlter Angestellter eines Sozialsystems, welches er verbal demontierte. Zur Haushaltssanierung in Berlin (s. weiter unten) setzte er Gehaltsk&uuml;rzungen in der fr&uuml;hkindlichen Bildung und im Schulbetrieb durch und verantwortete einige der Probleme, die er danach kritisierte. Da muss man sich wirklich zusammen rei&szlig;en, um nicht in totale Verachtung zu verfallen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>SPD leitet Sarrazin-Rauswurf ein<\/strong><br>\nDer Agent provocateur soll sein Parteibuch abgeben: Die SPD hat das Ordnungsverfahren gegen Thilo Sarrazin beschlossen. Im Parteivorstand gab es zuvor offenbar gro&szlig;en Gespr&auml;chsbedarf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/2.220\/parteiordnungsverfahren-beschlossen-spd-leitet-sarrazin-rauswurf-ein-1.999164\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Bildung in Berlin &ndash; Sarrazin gab den Sparkommissar<\/strong><br>\nAls Thilo Sarrazin Berliner Finanzsenator war, sanken die Geh&auml;lter von Erzieherinnen und Lehrern, die Vorklassen wurden abgeschafft. Das schadete gerade Einwandererkindern. Fast scheint es, als habe er seine Prophezeiungen selbst eingeleitet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub9B4326FE2669456BAC0CF17E0C7E9105\/Doc~E8B72168BAC8D4D27974186301FAB7F90~ATpl~Ecommon~Scontent~Afor~Eprint.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Hypo-Real, Lehmann und andere Grausamkeiten<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Schwere Hypothek<\/strong><br>\nDer Steuerzahler b&uuml;rgt bereits mit 102 Milliarden Euro f&uuml;r die Pleitebank HRE. Jetzt sind erneut 40 Milliarden Euro n&ouml;tig. Warum?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/schwere-hypothek\/1932914.html?view=print\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Basel III: Bankenlobby setzt unzureichende Eigenkapitalregeln durch <\/strong><br>\nDas globalisierungskritische Netzwerk Attac hat das Ergebnis des Baseler Ausschusses als &ldquo;v&ouml;llig ungen&uuml;gend&rdquo; bezeichnet. Zwar sei es richtig, die Eigenkapitalvorschriften f&uuml;r Banken anzuheben. Doch die beschlossenen Ma&szlig;nahmen reichten bei Weitem nicht aus, um zuk&uuml;nftige Krisen zu verhindern. &ldquo;Die Notenbanker und B&ouml;rsenaufsichten haben es verbaselt. Die Eigenkapitalanforderungen sind deutlich niedriger angesetzt, als zum Beispiel die Quoten, die die in der Krise stabilen kanadischen Banken schon vor Jahren nachweisen mussten&rdquo;, sagte Max Bank vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis. Auch die &Uuml;bergangsfristen seien viel zu lang, wenn man sich die weiterhin hohe Volatilit&auml;t der M&auml;rkte anschaue oder auf das Bankenwanken von 2008 zur&uuml;ckblicke. Besonders erschreckend sei der Vergleich der aktuellen Ergebnisse der Verhandlungen mit den Ank&uuml;ndigungen von 2008. Vor allem die Regelung der Verschuldungsobergrenze (leverage ratio) mit einer &Uuml;bergangsfrist bis 2017 sei in Anbetracht der Gefahr neuer Spekulationsblasen nicht tragbar. &ldquo;Passend zum Ende der Verhandlungen in Basel hat der marode Immobilienfinanzierer HRE weitere 40 Milliarden Euro an Steuergeld geschluckt. Es ist unglaublich, wie z&ouml;gerlich die Bankenregulierung vorankommt&rdquo;, sagte Jutta Sundermann, ebenfalls Mitglied im Attac-Koordinierungskreis. &ldquo;Die Bankenlobby setzt sich durch, die Verantwortlichen in Basel riskieren den Supercrash.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/aktuell\/presse\/detailansicht\/datum\/2010\/09\/13\/basel-iii-bankenlobby-setzt-unzureichende-eigenkapitalregeln-durch\/?cHash=3a46c86acb910ad71c9da7671cdb1b4a\">Attac<\/a><\/li>\n<li><strong>Hypothek f&uuml;r den B&uuml;rger<\/strong><br>\nFummeln im Markt: &raquo;Systemrelevanter&laquo; Immobilien- und Staatsfinanzierer Hypo Real Estate nach &raquo;Verstaatlichung&laquo; weiter Fa&szlig; ohne Boden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/09-14\/018.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Lehren aus der Lehman-Pleite: &ldquo;Deutschland braucht h&ouml;here L&ouml;hne&rdquo;<\/strong><br>\nAls einer der wenigen &Ouml;konomen warnte er schon fr&uuml;hzeitig vor einer Finanzkrise. Zwei Jahre nach dem Lehman-Kollaps zieht US-Star&ouml;konom Raghuram Rajan eine alarmierende Bilanz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/konjunktur\/:lehren-aus-der-lehman-pleite-deutschland-braucht-hoehere-loehne\/50168976.html?mode=print\">Financial Times Deutschland<\/a><\/li>\n<li><strong>Nichts dazugelernt<\/strong><br>\nMit seinem Investitionsprogramm sorgte der US-Pr&auml;sident zwar f&uuml;r Wachstum, doch mehr Jobs folgten darauf nicht. Obamas &Ouml;konomen haben die Lehren der 30er Jahre vergessen: Nur beherzte staatliche Programme f&uuml;hren aus der Krise.<br>\nFolgende Situation: Die US-Wirtschaft ist durch eine Finanzkrise gel&auml;hmt. Die Ma&szlig;nahmen des Pr&auml;sidenten haben den Schaden begrenzt, aber er hat zu wenig beherzt gehandelt. Die Arbeitslosigkeit bleibt erschreckend hoch. Es muss mehr getan werden. Doch die &Ouml;ffentlichkeit h&auml;lt nichts von staatlichen Eingriffen, und es sieht so aus, als w&uuml;rden die Demokraten bei den n&auml;chsten Wahlen eine schwere Niederlage erleiden.<br>\nDer fragliche Pr&auml;sident hei&szlig;t Franklin D. Roosevelt. Wir schreiben das Jahr 1938. Es ist gleicherma&szlig;en lehrreich wie entmutigend, sich die damalige Lage Amerikas vor Augen zu f&uuml;hren. Lehrreich, weil die folgende wirtschaftliche Erholung die Argumente widerlegt, die die &ouml;ffentliche Debatte heute pr&auml;gen. Entmutigend, weil es nicht so aussieht, als k&ouml;nne sich das Wunder der 40er Jahre wiederholen.<br>\nPr&auml;sident Obamas &Ouml;konomen versprachen, die Fehler von 1937 nicht zu wiederholen. Damals stoppte Roosevelt die staatlichen Programme zu fr&uuml;h. Doch Obamas erstes Investitionsprogramm war zu klein und lief nicht lange genug. Es f&ouml;rderte Wachstum, brachte aber kaum Jobs.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/nichts-dazugelernt\/-\/1472602\/4638694\/-\/index.html\">FR online<\/a><\/li>\n<li><strong>Postbank-&Uuml;bernahme Deutsche Bank braucht richtig viel Geld<\/strong><br>\nPostbank-&Uuml;bernahme &ndash; und neue Regeln f&uuml;r das Eigenkapital: Die Deutsche Bank muss &ldquo;mindestens 9,8 Milliarden Euro&rdquo; einsammeln, um auch k&uuml;nftig gut bei Kasse zu sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/geld\/2.220\/postbank-uebernahme-deutsche-bank-braucht-richtig-viel-geld-1.998869\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Unsinnige Geldspritze<\/strong><br>\nDas ist nichts anderes als eine lebensverl&auml;ngernde Ma&szlig;nahme f&uuml;r einen unheilbar Kranken, der sich selbst den Tod w&uuml;nscht. Schon vor einigen Jahren hatten die Versicherungskonzerne in einem Strategiepapier deutlich gemacht, dass sich das Gesch&auml;ftsmodell einer privaten Krankenvollversicherung, die keinerlei Kostensteuerung kennt, auf Dauer nicht rechnen kann. Doch das Gesch&auml;ft wird man nicht los, schlie&szlig;lich wurde den Versicherten eine lebenslange Leistungsgarantie gegeben. Schwarz-Gelb verl&auml;ngert nun das Sterben, statt sich zu &uuml;berlegen, wie die unsinnige Trennung zwischen gesetzlicher und privater Versicherung aufgehoben werden kann. Die Niederl&auml;nder haben vorgemacht, wie die Systeme in einem jahrelangen Prozess zusammengef&uuml;hrt werden k&ouml;nnen. Den Startschuss daf&uuml;r muss die Politik so schnell wie m&ouml;glich geben. Sonst werden die Versicherungspr&auml;mien von immerhin acht Millionen Privatversicherten bald unbezahlbar.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/unsinnige-geldspritze\/-\/1472602\/4638700\/-\/view\/printVersion\/-\/index.html\">FR online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/roeslers-milliarden-spritze\/-\/1472596\/4638840\/-\/view\/printVersion\/-\/index.html\">FR online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Sozialausgaben in Berlin steigen rasant<\/strong><br>\nDie gro&szlig;en Wirtschaftsprobleme und die hohe Arbeitslosigkeit in Berlin seit Anfang der neunziger Jahre kommen die Stadt jetzt teuer zu stehen. Denn die Zahl der alten Menschen, die mit ihrer schmalen Rente nicht auskommen oder die vorzeitig erwerbsunf&auml;hig werden, steigt vehement. Und damit steigen auch die &ouml;ffentlichen Ausgaben f&uuml;r Grundsicherung, Pflege und Hilfen in besonderen Lebenslagen. F&uuml;r die soziale Absicherung der Altersarmut muss das Land Berlin im laufenden Jahr mehr als 1,3 Milliarden Euro zahlen.<br>\n&bdquo;Was wir jetzt haben, ist noch ein laues L&uuml;ftchen&ldquo;, sagt Lioba Z&uuml;rn-Kasztantowicz (SPD) voraus, zust&auml;ndig f&uuml;r die Sozialpolitik in Pankow. Bei einer Umfrage des Tagesspiegels in den Berliner Bezirken wiesen alle Fachpolitiker darauf hin, dass der aktuelle Wirtschaftsaufschwung f&uuml;r jene, die jetzt schon arm und alt sind, zu sp&auml;t kommt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/sozialausgaben-in-berlin-steigen-rasant\/1932942.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung OP:<\/strong> Das sind schon sehr seltsame Fachpolitiker. Nehmen wir einmal an, wir h&auml;tten Aufschwung und diese Menschen w&uuml;rden als Vollzeitbesch&auml;ftigte daran teilhaben k&ouml;nnen. Wie kann man verk&uuml;nden, dass dieses Jahr, oder lassen wir es mehrere Jahre sein, sich signifikant auf deren Rente auswirken w&uuml;rde. Deren Erwerbsbiografien haben sich &uuml;ber Jahrzehnte so entwickelt. Und &ldquo;Aufschw&uuml;nge&rdquo; hatten wir auch in der Vergangenheit. Sie haben weder die hohe Arbeitslosigkeit noch die ansteigende prek&auml;re Besch&auml;ftigung verhindert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Bundesagentur will Fr&uuml;hverrentung abschaffen<\/strong><br>\nDie Bundesagentur f&uuml;r Arbeit ist f&uuml;r die Beendigung aller Anreize zur Fr&uuml;hverrentung. &Auml;ltere Mitarbeiter sollten l&auml;nger arbeiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article9598694\/Bundesagentur-will-Fruehverrentung-abschaffen.html\">Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Schwere Vers&auml;umnisse:&nbsp; Warum ein &Ouml;konom seine Zunft aufmischt<\/strong><br>\nDieses Mal war alles anders: Bei der Jahrestagung des Vereins f&uuml;r Socialpolitik nutzte der renommierte &Ouml;konom Martin Hellwig seinen Th&uuml;nen-Vortrag nicht f&uuml;r eine langweilige Rede, sondern f&uuml;r eine Fundamentalkritik an der Volkswirtschaftslehre. Dabei forderte er seine Fachkollegen zu einer grundlegenden Neubesinnung auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/oekonomie\/_b=2654166,_p=30,_t=ftprint,doc_page=0;printpage\">Handelsblatt<br>\n<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Dumpingl&ouml;hne: Die Rentenversicherung verschenkt Milliarden<\/strong><br>\nIllegale Dumpingl&ouml;hne in der Zeitarbeitsbranche haben die Rentenversicherung um Milliardeneinnahmen gebracht. Das Geld lie&szlig;e sich zwar zur&uuml;ckholen. Doch die Beh&ouml;rde zaudert &ndash; und riskiert, dass die Anspr&uuml;che verj&auml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/altersvorsorge\/rente\/dumpingloehne-die-rentenversicherung-verschenkt-milliarden_aid_551027.html\">Focus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Da dr&auml;ngt sich zwangsl&auml;ufig der Verdacht auf, dass die finanzielle Unterversorgung der gesetzlichen Rentenversicherung gewollt ist und mutwillig herbei gef&uuml;hrt wird. Grotesk wirkt in diesem Zusammenhang die Batterie von Werbefenstern f&uuml;r kommerzielle Altersvorsorge mit Riester, R&uuml;rup und Co. auf der rechten Seite.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Leiharbeit in der Pflege als letztes Mittel? Institut Arbeit und Technik warnt vor Auswirkungen des Fachkr&auml;ftemangels<\/strong><br>\nDass auch Kliniken, Seniorenheime und Pflegedienste inzwischen zunehmend auf Leiharbeit setzen, deutet auf einen immer kritischeren Fachkr&auml;ftemangel in der Branche hin. Die regul&auml;re Arbeit ist in vielen Einrichtungen bereits heute mit dem vorhandenen Personal kaum noch zu bew&auml;ltigen. &bdquo;Leiharbeit wird in der Pflege weitgehend nicht zur Kompensation von Auftragsspitzen eingesetzt, sondern als letztes Mittel zur Aufrechterhaltung der Versorgung bei zu geringer Personalausstattung oder fehlender Personalrekrutierung&ldquo;, zeigen aktuelle Untersuchungen, die das Institut Arbeit und Technik (IAT \/Fachhochschule Gelsenkirchen) im Auftrag der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung durchgef&uuml;hrt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news?print=1&amp;id=385587\">Informationsdienst Wissenschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Junge Erwachsene: Viele H&uuml;rden vor dem ersten sicheren Job <\/strong><br>\nNach dem Praktikum geht es oft in Leiharbeit weiter: Knapp 40 Prozent aller Zeitarbeitnehmer waren 2007 unter 30 Jahre alt, obwohl unter allen Besch&auml;ftigten in Deutschland weniger als ein Viertel in diese Altersgruppe f&auml;llt. Von den jungen Erwachsenen unter 25 hatten ebenfalls knapp 40 Prozent lediglich eine &ldquo;atypische&rdquo; Besch&auml;ftigung &ndash; Leiharbeit, Teilzeit- oder befristeter Job. Junge Erwachsene haben es schwer, in der Arbeitswelt Fu&szlig; zu fassen, und die Wirtschaftskrise hat die Schwierigkeiten noch vergr&ouml;&szlig;ert. Die Startprobleme wirken noch lange nach, zeigt eine Bestandsaufnahme, f&uuml;r die Prof. Dr. Thomas Langhoff, Ina Krietsch und Christian Starke zahlreiche Statistiken und qualitative Studien ausgewertet haben. Der Professor an der Hochschule Niederrhein und seine Ko-Autoren konstatieren in ihrem Aufsatz in den WSI Mitteilungen &ldquo;eine Zunahme erlebter Unsicherheit und Ungleichheit&rdquo;, die besorgniserregende Auswirkungen f&uuml;r die Zukunft der Betroffenen haben kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/320_108771.html\">B&ouml;ckler<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Generation Biedermeier<\/strong><br>\nPanische Absturzangst, massiver Anpassungswille sowie Verachtung f&uuml;r alle, die abgerutscht sind: Das Bild, das das Marktforschungsinstitut Rheingold von der Jugend im Jahr 2010 zeichnet, ist nicht gerade beruhigend. Alle acht Jahre befragen die K&ouml;lner Forscher in psychologischen Interviews junge Menschen zwischen 18 und 24 Jahren zu ihren Lebenseinstellungen, und in diesem Jahr haben sie signifikante Zuspitzungen ermittelt.<br>\nIrgendwie erinnern einen die Resultate an die Sarrazin-Kontroverse, auch Rheingold-Chef Stephan Gr&uuml;newald geht es so. Sarrazin &bdquo;greift offenbar ein vorhandenes Lebensgef&uuml;hl auf&ldquo;, sagte Gr&uuml;newald der FR. Sarrazin macht Migranten, vor allem die muslimischen, selbst f&uuml;r ihre Integrationsprobleme verantwortlich und wirft ihnen vor, der Gesellschaft mehr Kosten als Nutzen zu bringen. So populistisch und sozialdarwinistisch diese Schuldzuweisung sein mag &ndash; daf&uuml;r, dass sie so viel Zustimmung erh&auml;lt, bietet die Studie Erkl&auml;rungshilfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/generation-biedermeier\/-\/1472596\/4638752\/-\/index.html\">FR online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J&uuml;rgen Karl:<\/strong> Sehen wir hier die Folgen einer seit Jahren systematisch betriebenen Entsolidarisierung durch eine neoliberale Wirtschaftsideologie, die nur die Verwertbarkeit der &bdquo;Human Resource&ldquo; als alleinige Richtlinie propagiert? Siehe auch den vorherigen Hinweis.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>&bdquo;Reduzierung der Mehrwertsteuer war ein Fehler&ldquo; <\/strong><br>\nFDP-Generalsekret&auml;r Christian Lindner &uuml;bt im PNP-Interview Selbstkritik und beschreibt die neue Marschrichtung seiner Partei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.pnp.de\/nachrichten\/artikel.php?cid=29-29454819&amp;Ressort=pol&amp;BNR=0\">Passauer Neue Presse<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Klaus T&ouml;pfer&rdquo;Wir m&uuml;ssen eine Welt ohne Kernkraft erfinden&rdquo;<\/strong><br>\n&ldquo;Nur auf die Laufzeiten zu schauen, greift zu kurz&rdquo;, sagt Klaus T&ouml;pfer. Der Ex-Umweltminister &uuml;ber das Energiekonzept der Regierung, den Atomstrom und Gefahren f&uuml;r die Demokratie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/wir-muessen-eine-welt-ohne-kernkraft-erfinden\/1932272.html;jsessionid=290E26FFFC6D0B454EF88F56BC557101?view=print\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Atomdeal &ndash; Eine halbe Milliarde f&uuml;r die Sicherheit<\/strong><br>\nDie Kosten f&uuml;r mehr Sicherheit bleiben f&uuml;r die Betreiber der Atomkraftwerke begrenzt: Der Schutz gegen den Absturz von Verkehrsflugzeugen etwa ist trotz l&auml;ngerer Laufzeiten nicht mehr vorgesehen &ndash; deswegen gibt es Kritik.<br>\nRegierung und Energiekonzerne haben am Freitag ihren Vorvertrag verteidigt, der in der Nacht zum Montag entstanden ist. Ein Sprecher des Energiekonzerns Eon sagte: &bdquo;Die Bundesregierung hat ein Interesse, dass die zus&auml;tzlichen Gewinne auch entstehen. Insofern ist es ausgesprochen normal, dass die Politik mit den Eigent&uuml;mern der Atomkraftwerke auch spricht, um dieses Ziel zu erreichen.&ldquo; Seinen Angaben zufolge haben sich zun&auml;chst die zust&auml;ndigen Minister auf das Grundkonzept geeinigt. Die Unternehmen seien dann nur noch informiert worden. W&auml;hrend der Verhandlungen im Finanzministerium sei es &bdquo;auf der Arbeitsebene&ldquo; nur noch um Details gegangen. Eon-Chef Johannes Teyssen habe &bdquo;definitiv&ldquo; die Nacht von Sonntag auf Montag in seinem Bett verbracht. Regierungssprecher Stefan Seibert versicherte, eine Geheimhaltung sei keinesfalls Absicht der Regierung gewesen, weil es &bdquo;nichts zu verheimlichen&ldquo; gegeben habe. Doch das widerspricht dem Ablauf der Ereignisse. Denn im Laufe des Montags, als die zust&auml;ndigen Minister Rainer Br&uuml;derle (FDP) und Norbert R&ouml;ttgen (CDU) sowie Kanzlerin Angela Merkel (CDU) die Ergebnisse der n&auml;chtlichen Verhandlungen erl&auml;uterten, erw&auml;hnten sie die mit &bdquo;Term Sheet&ldquo; &uuml;berschriebene Vereinbarung mit keinem Wort. Dass die Regierung zu diesem Zeitpunkt bereits feste Verabredungen mit den Konzernen getroffen hatte, erfuhr die &Ouml;ffentlichkeit nur durch einen Zufall am folgenden Dienstag. Da stellte der Energiefachmann Tobias M&uuml;nchmeyer von Greenpeace bei einer Konferenz in M&uuml;nchen die Frage, wie zuverl&auml;ssig die Versprechungen der Konzerne f&uuml;r die geplanten Einzahlungen in den Fonds seien. Daraufhin rutschte dem RWE-Manager Rolf Martin Schmitz die Bemerkung heraus, dazu sei &bdquo;heute morgen um 5 Uhr 23&ldquo; ja bereits ein Vertrag paraphiert worden. Die Enth&uuml;llung schm&uuml;ckte Schmitz noch mit einer flapsigen Bemerkung an den anwesenden Umweltstaatssekret&auml;r J&uuml;rgen Becker: &bdquo;Auch Sie, Herr Staatssekret&auml;r, haben wir daf&uuml;r noch mal aus dem Bett geholt.&ldquo; Erst danach gaben die Sprecher der Ministerien die Existenz des Vertrages zu, der am Donnerstag schlie&szlig;lich ver&ouml;ffentlicht wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/eine-halbe-milliarde-fuer-die-sicherheit\/1931054.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Auf den Spuren von Stuttgart 21: Warum M&uuml;nchen einen Kopfbahnhof hat<\/strong><br>\nEs gibt Fakten, die der Verwaltungsmann Oberle nicht an die gro&szlig;e Glocke h&auml;ngt. Um den st&auml;dtischen Anteil f&uuml;r Neu-Ulm 21 von rund 20 Millionen Euro zu stemmen, wurde die Gewerbesteuer erh&ouml;ht. Die Verschuldung der 53.000-Einwohner-Kommune stieg dennoch kr&auml;ftig. Und das Quartier zwischen Innenstadt und Bahnhof, auf dem ein 25.000 Quadratmeter gro&szlig;es Einkaufzentrum entstehen soll, ist infolge der Finanzkrise bis heute eine riesige Brache, &uuml;ber die sich nur herumtollende Hunde freuen. Zudem soll das Projekt nach Informationen der Ulmer &ldquo;S&uuml;dwest Presse&rdquo; nicht wie veranschlagt 160, sondern 200 Millionen Euro verschlungen haben. Eine endg&uuml;ltige Abrechnung liegt noch nicht vor, weil sich die Deutsche Bahn zurzeit mit Bauunternehmen vor Gericht streitet, wer f&uuml;r die Kostensteigerung verantwortlich ist. Am Ende der juristischen Auseinandersetzung m&uuml;ssen wohl auch Stadt und Land ein paar Millionen nachschie&szlig;en. Der &uuml;ber&ouml;rtliche Nutzen der Ma&szlig;nahme ist bescheiden. Das Vergraben der Neu-Ulmer Gleise bringt auf der europ&auml;ischen Magistrale von Paris nach Bratislava einen Zeitvorteil von gerade einmal zwei Minuten. Wenn der ICE nach dem Ulmer Hauptbahnhof beschleunigt, dr&uuml;ckt es die Fahrg&auml;ste zun&auml;chst in die Sitze, mit 120 Kilometer pro Stunde braust er durch den Neu-Ulmer Betontrog, um gleich hinter der Stadt das Tempo zu drosseln. Bis Augsburg verkehrt der Superschnellzug auf einer Langsamfahrstrecke. Die Pl&auml;ne f&uuml;r den Ausbau liegen auf Eis, &ldquo;vorerst nicht finanzierbar&rdquo;, hei&szlig;t es im Bundesverkehrsministerium. Erst kurz vor M&uuml;nchen wird die Zukunft des Bahnverkehrs wieder sp&uuml;rbar. Der ICE rast, die Landschaft versteckt sich hinter L&auml;rmschutzw&auml;nden. Die Geschwindigkeit ist in ein graues Korsett gepresst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/stz\/page\/2275123_0_9223_-auf-den-spuren-von-stuttgart-21-warum-muenchen-einen-kopfbahnhof-hat.html?_print=1\">Stuttgarter Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung eines Nachdenkseiten-Lesers:<\/strong> Der einzige tats&auml;chlich tiefer gelegte Bahnhof ist in Neu-Ulm, ohne Vorteile f&uuml;r die Stadt . Und M&uuml;nchen hat abgelehnt &ndash; die Bayern scheinen gescheiter als wir zu sein&hellip;..<br>\nErg&auml;nzende Anmerkung MB: Auch in Frankfurt am Main war in den 90er Jahren ein unterirdischer Hauptbahnhof mit einem Tunnel quer durch die dicht besiedelte Innenstadt bis hinter den Ostbahnhof geplant &ndash; und nicht gebaut. Da hier die Haupt-Fernverkehrsroute s&uuml;dlich vom Main und der Haupt-\/ Kopfbahnhof n&ouml;rdlich vom Main liegen, geht hier wirklich viel Zeit verloren. Die Alternative ist, geeignete Durchgangsbahnh&ouml;fe zu Fernbahnh&ouml;fen umzubauen und einen g&uuml;nstigen Anschluss durch S-Bahn-Verkehr zu schaffen. Kassel-Wilhelmsh&ouml;he ist sicher das bekannteste Beispiel daf&uuml;r. In Frankfurt wird der Flughafenbahnhof bereits von ICE- und IC-Z&uuml;gen angefahren. Beim Frankfurter S&uuml;dbahnhof ist das immerhin bedingt m&ouml;glich. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Die neue Partei der Heimatlosen<\/strong><br>\nDa kugelt die Maske endg&uuml;ltig vom Gesicht! Jetzt, ausgerechnet jetzt, da landauf landab von einer neuen konservativen Partei salbadert wird, deren geistigen Vorsitz ein Chefideologe namens Sarrazin innehaben soll, mag sich auch Erika Steinbach, Pr&auml;sidentin des Bundes der Vertriebenen, eine solche neue Partei vorstellen. Inspiriert haben sie diejenigen dazu, die sie f&uuml;r ihre &Auml;u&szlig;erungen zur Mobilmachung Polens schalten, die aus der Vertriebenenpr&auml;sidentin gerne eine vertriebene Pr&auml;sidentin gemacht h&auml;tten. Unverstanden wie sie sich nun f&uuml;hlt, jetzt auch noch heimatlos geworden auf dem politischen Parkett, giert sie nach einer neuen politischen Heimat, in der &ldquo;T&ouml;ne der linken Schickeria&rdquo; nicht vernehmbar sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.com\/2010\/09\/die-neue-partei-der-heimatlosen.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>M&auml;rklin dr&auml;ngt ohne K&auml;ufer aus der Insolvenz<\/strong><br>\nModelleisenbahner k&ouml;nnen aufatmen: Das schw&auml;bische Traditionsunternehmen soll 2011 aus der Insolvenz entlassen werden. Der entsprechende Sanierungsplan sieht keinen neuen Investor vor, allerdings m&uuml;ssen erneut Stellen abgebaut werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/industrie\/:sanierungsplan-maerklin-draengt-ohne-kaeufer-aus-der-insolvenz\/50169180.html\">Financial Times Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Geheimdienst hat Sch&uuml;ler im Visier<\/strong><br>\nNieders&auml;chsischer Verfassungsschutz entwickelt Unterrichtsmaterialien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/09-14\/051.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute u. a. zu folgenden Themen: Ein Gespr&auml;ch mit Wolfgang Lieb; Was er nicht gesagt hat &ndash; (Sch&auml;uble bei den Bankern); Sarrazin l&auml;sst sich den Abgang honorieren; SPD leitet Sarrazin-Rauswurf ein; Bildung in Berlin &ndash; Sarrazin gab<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6725\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-6725","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6725","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6725"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6725\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6733,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6725\/revisions\/6733"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6725"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6725"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6725"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}