{"id":67259,"date":"2020-11-24T08:29:22","date_gmt":"2020-11-24T07:29:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67259"},"modified":"2020-11-24T08:29:22","modified_gmt":"2020-11-24T07:29:22","slug":"hinweise-des-tages-3747","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67259","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67259#h01\">Covid 20 &ndash; ein Blogbeitrag von Francesco De Meo<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67259#h02\">Die Gr&uuml;nen, regierungsgeil und kriegsgeil?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67259#h03\">Jeremy Corbyn: &raquo;Wir sind nicht weit genug gegangen&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67259#h04\">NRW-Kliniken holen &uuml;ber 3500 Mitarbeiter aus der Quarant&auml;ne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67259#h05\">Willkommen im Dschungel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67259#h06\">Wir haben unser moralisches Urteil an die M&auml;rkte delegiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67259#h07\">Raubfang in fremden Gew&auml;ssern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67259#h08\">Armut in Deutschland auf Rekordhoch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67259#h09\">Kampf um bezahlbares Wohnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67259#h10\">Die unsichtbare Welle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67259#h11\">Ergebnis des Wuhan-Massentests n&auml;hrt Zweifel an deutscher Corona-Strategie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67259#h12\">Diskussion um B&ouml;llerverbot zeigt die Arroganz der Gro&szlig;st&auml;dter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67259#h13\">Spahn optimistisch: &ldquo;Harter Corona-Winter wird Impfbereitschaft steigen lassen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67259#h14\">Lobbyisten mit Heiligenschein &ndash; warum sich Journalisten so gerne von NGO einspannen lassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67259#h15\">Overextending and Unbalancing Russia<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67259#h16\">Jana aus Kassel und die lange Kette absurder Analogien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67259#h17\">Schriftliche Kleine Anfrage der Abgeordneten Deniz Celik und Sabine Boeddinghaus (DIE LINKE) vom 12.11.20 <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67259#h18\">Das Letzte &ndash; Schlage vor, dass Corona-Skeptiker ihr Recht auf Intensivplatz verwirken<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Covid 20 &ndash; ein Blogbeitrag von Francesco De Meo<\/strong><br>\nCovid-19 ist eine Krankheit bei Menschen, die durch Viren verursacht wird. Covid-20 nenne ich eine Krankheit der Gesellschaft, die durch den Umgang mit Covid-19 verursacht wird. Covid-20 ist allgegenw&auml;rtig. Die Menschen achten auf Infektionszahlen wie fr&uuml;her auf das Wetter. Und sie haben Angst. (&hellip;)<br>\nDennoch sollte man Anst&ouml;&szlig;e zum Nachdenken und zur Diskussion erlauben. (&hellip;)<br>\nIm Prinzip finde ich die Grundregeln der AHA sehr sinnvoll. Mich st&ouml;rt nur eines: wie selbstverst&auml;ndlich es geworden ist, dass eine Anzahl Corona-positiv Getesteter in Relation zur Bev&ouml;lkerung automatisch entscheidet, ob wann und in welcher Sch&auml;rfe diverse Exekutivebenen jeweils Ma&szlig;nahmen zur Beschr&auml;nkung der Bewegungsfreiheit und jeglicher sozialer Kontakte ergreifen k&ouml;nnen. Das macht m&ouml;glicherweise dann Sinn, wenn man daran glaubt, dass sich das Virus damit komplett ausmerzen lie&szlig;e. Das halte ich f&uuml;r mehr als unwahrscheinlich. Es macht m&ouml;glicherweise auch dann Sinn, wenn man davon ausgeht, dass in absehbarer Zeit ein 100 % wirksamer Impfstoff verf&uuml;gbar sein wird, der alles ver&auml;ndert und bis zu dessen Verf&uuml;gbarkeit Infektionen per se niedrig gehalten werden sollten. Auch das ist weder zielf&uuml;hrend noch wirklich sicher. Es wird nach &uuml;berwiegender Meinung eher so sein wie mit all den anderen Viren, die zu einem schweren infekti&ouml;sen Lungenversagen (severe acute respiratory infection, SARI) f&uuml;hren: sie sind durch Impfungen als solche nicht verschwunden, sondern erlauben den Geimpften einen Schutz vor schwerer Auspr&auml;gung der Erkrankung. Hinzu kommt, dass Viren sich leider als sehr flexibel und dynamisch erweisen, wir deshalb mittlerweile davon ausgehen k&ouml;nnen, dass es nicht genau den einen Covid-19-Virus gibt, sondern im weiteren Verlauf einige davon, jeweils leicht ver&auml;ndert, was die Wirksamkeit der Impfstoffe zus&auml;tzlich abschw&auml;chen wird. (&hellip;)<br>\nFakt bleibt nach der Studie allerdings, dass Covid-19 in Deutschland weder zu mehr klinisch SARI-Erkrankten noch zu mehr Intensivaufnahmen oder Beatmungen gef&uuml;hrt hat. Das deutsche Gesundheitssystem war insgesamt nicht mehr beansprucht als im vergangenen Jahren mit einer &bdquo;normalen&rdquo; Grippewelle. Fakt bleibt auch, dass wir keine anderen Schutzma&szlig;nahmen ergriffen haben als die anderen Nationen um uns herum, die aber wiederum im Vergleich ein Vielfaches an Covid-Erkrankten und Verstorbenen hatten. (&hellip;)<br>\nToleranz, Evidenz und Transparenz k&ouml;nnen einen Beitrag dazu leisten, uns etwas von der Angst vor Covid-20 zu nehmen, und uns gleichzeitig dabei helfen, unserer Verantwortung f&uuml;reinander noch besser gerecht zu werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.helios-health.com\/what-we-do\/covid-20-german\">Helios Health<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Herr De Meo ist nicht irgendjemand: Dr. Francesco De Meo war lange Vorstand der Krankenhauskonzerne Fresenius und Helios und &uuml;bernimmt zum Jahreswechsel <a href=\"https:\/\/www.helios-gesundheit.de\/unternehmen\/aktuelles\/pressemitteilungen\/detail\/news\/dr-francesco-de-meo-uebernimmt-vorsitz-der-helios-geschaeftsfuehrung-von-franzel-simon\/\">den Vorsitz der Helios Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Sehr lesenswert!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die Gr&uuml;nen, regierungsgeil und kriegsgeil?<\/strong><br>\nDass die Gr&uuml;nen regierungsgeil sind, wei&szlig; man mittlerweile. Es st&ouml;rt sie auch nicht, dass sie mit ihrem bevorzugten Partner, der CDU\/CSU, ihre Klimaziele nicht erreichen k&ouml;nnen. Regierungsbeteiligung geht vor Klimaschutz.<br>\nErfahrungsgem&auml;&szlig; sind es nicht nur die Gr&uuml;nen, die, wenn sie an der Regierung sind, ihre Ziele vergessen. Zum Problem wird immer mehr die zunehmende Kriegsgeilheit der Gr&uuml;nen. Die Beteiligung Deutschlands am v&ouml;lkerrechtswidrigen Jugoslawien-Krieg ging nicht so sehr von Gerhard Schr&ouml;der, sondern in erster Linie von Joschka Fischer aus (&bdquo;Nie wieder Auschwitz&ldquo;). Mittlerweile wollen die Gr&uuml;nen den v&ouml;lkerrechtswidrigen Krieg zur Regel machen. In ihrem gerade beschlossenen Grundsatzprogramm schreiben sie etwas verquast aber unmissverst&auml;ndlich: &bdquo;Wenn multilaterale Prozesse in den Vereinten Nationen und der EU dauerhaft blockiert sind, braucht es im Sinne der St&auml;rkung des internationalen Rechts und der internationalen Ordnung Vorreiter*innen und innovative Konzepte, die offen f&uuml;r m&ouml;glichst alle Beteiligten sind&hellip; Wenn das Vetorecht im Sicherheitsrat missbraucht wird, um schwerste Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu decken, steht die Weltgemeinschaft vor einem Dilemma, weil Nichthandeln genauso Menschenrechte und V&ouml;lkerrecht sch&auml;digt wie Handeln.&ldquo; Seit Jugoslawien werden Menschenrechtskriege gegen das V&ouml;lkerrecht zur au&szlig;enpolitischen Maxime der einstigen Friedenspartei.<br>\nEs best&auml;tigt sich wieder: Mehr als andere Parteien sind die gewandelten Gr&uuml;nen der verl&auml;ngerte Arm der USA im Bundestag und im Sinne des US-Imperialismus die verl&auml;sslichsten Gegner Russlands und Chinas. Auf ihrer letzten Klausur hatten sie kein Problem damit, die den Massenmord an 500.000 Kindern rechtfertigende Kriegsverbrecherin Madelaine Albright als Stargast zu laden. Sie haben nicht verstanden, warum die UNO und der UN-Sicherheitsrat nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffen wurden: Man wollte verhindern, dass die Superm&auml;chte durch eine Beteiligung an einem regionalen Krieg aneinandergeraten und so den dritten Weltkrieg vom Zaun brechen.<br>\nDas System frisst seine Kinder. Es war ein weiter Weg von der Friedensbewegung bis zur Bef&uuml;rwortung v&ouml;lkerrechtswidriger Kriege.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376\/3603644349697006\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via facebook <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Jeremy Corbyn: &raquo;Wir sind nicht weit genug gegangen&laquo;<\/strong><br>\nIm vergangenen April trat Jeremy Corbyn nach fast f&uuml;nf Jahren als Vorsitzender der Labour Party zur&uuml;ck. Es war eine st&uuml;rmische Periode f&uuml;r Labour gewesen: von seiner unerwarteten Wahl zum Parteivorsitz 2015 &uuml;ber einen versuchten Putschversuch in der Partei 2016 bis hin zum gro&szlig;en Comeback bei den Wahlen 2017, der ersch&uuml;tternden Niederlage 2019 und seiner kurzzeitigen Suspendierung von der Partei im vergangenen Oktober &ndash; vom Brexit und den Umbr&uuml;chen in Gro&szlig;britanniens Politik ganz zu schweigen.<br>\nIm Interview spricht Corbyn &uuml;ber seine Amtszeit, ihre Kontroversen und die Lehren, die er daraus gezogen hat.<br>\nWie bewertest Du Deine Zeit als Parteivorsitzender hinsichtlich der Reform der Partei? Ging sie weit genug?<br>\nWir sind nicht weit genug gegangen und wir waren nicht schnell genug. Was wir getan haben, war das Regelwerk zu ver&auml;ndern, das bestimmt, wer f&uuml;r Positionen und f&uuml;r die Wahl zum Vorsitz aufgestellt wird. In diesen Bereichen gab es also kleinere Verbesserungen. Es gelang uns, die Constituency Labour Parties [CLP, Labour-Organisationen auf Wahlkreisebene], die sogenannten &raquo;Special Measures&laquo;-unterzogen wurden [&raquo;Special Measures&laquo; sehen die Aufsicht von CLPs durch die Parteizentrale vor, wodurch insbesondere die Mitgliedschaften einer &Uuml;berpr&uuml;fung unterzogen werden], aus diesen Ma&szlig;nahmen herauszubekommen. In ein oder zwei F&auml;llen von CLPs, in denen die &raquo;Special Measures&laquo; weiterliefen, stellten die Ma&szlig;nahmen keine wirkliche Einschr&auml;nkung dar &ndash; diese CLPs konnten also ganz normal ihre Arbeit machen.<br>\nIch h&auml;tte mir weitere Fortschritte in der Kultur, in der diese lokalen Parteien arbeiten, gew&uuml;nscht. Dieser Wandel muss fr&uuml;her oder sp&auml;ter sowieso kommen. Die lokalen Parteien m&uuml;ssen viel mehr auf ihre Gemeinden eingehen. Ich wurde unz&auml;hlige Male von Menschen darauf angesprochen, dass sie nach der Wahl 2015 in unsere Partei eingetreten sind, zu einem Treffen der lokalen Partei gingen und dieses Treffen kalt, langweilig und wenig einladend fanden. Diese Menschen kamen dann kein zweites Mal. Sie f&uuml;hlten sich nicht im Geringsten in der Partei willkommen, obwohl sie unsere politische Richtung in der Umwelt- und Wirtschaftspolitik, bei der sozialen Gerechtigkeit und andere Themen unterst&uuml;tzten.<br>\nDie Labour Partei muss einsehen, dass die Feindseligkeit der Medien uns und der Labour-Bewegung gegen&uuml;ber nicht verschwinden wird. Es gibt einige reiche und einflussreiche Menschen, die nicht aufh&ouml;ren werden, Labour zu attackieren. Sie st&ouml;ren sich nicht an einzelnen politischen Positionen, sondern daran, dass die Partei &uuml;berhaupt existiert. Darauf gibt es nur eine Antwort: Wir m&uuml;ssen untereinander kommunizieren, &uuml;ber die sozialen Medien und aber auch durch die tagt&auml;gliche Arbeit in den Gemeinden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/jeremy-corbyn-labour-interview\/\">Jacobin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>NRW-Kliniken holen &uuml;ber 3500 Mitarbeiter aus der Quarant&auml;ne<\/strong><br>\nUm Personaln&ouml;ten in der Pandemie entgegenzuwirken, gehen Kliniken offenbar auch riskantere Wege. Von April bis Ende Oktober haben NRW-Krankenh&auml;user in mindestens rund 3560 F&auml;llen &Auml;rzte und Pfleger eingesetzt, obwohl die Betroffenen bei einem engen Covid-19-Kontakt einem hohen Ansteckungsrisiko ausgesetzt waren und f&uuml;r sie als &bdquo;Kontaktpersonen ersten Grades&ldquo; eine Quarant&auml;nepflicht galt.<br>\nDas geht aus der Antwort des NRW-Gesundheitsministeriums auf eine kleine Anfrage der SPD-Landtagsfraktion hervor, die dieser Redaktion vorliegt. Die tats&auml;chliche Zahl k&ouml;nnte durchaus h&ouml;her ausfallen, weil nicht alle Kliniken Angaben gemacht haben.<br>\nMedizinisches Personal darf vorzeitig wieder zur Arbeit zugelassen werden , wenn in einer Praxis oder Klinik Personalmangel herrscht und dem nicht anders beizukommen ist. Die Freigabe gilt aber ausschlie&szlig;lich f&uuml;r die Arbeit. Das Robert-Koch-Institut (RKI) nennt zudem strikte Bedingungen. Dazu geh&ouml;rt, dass Besch&auml;ftigte symptomfrei sein m&uuml;ssen, einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz tragen, sie werden wiederholt getestet und d&uuml;rfen keine Risikopatienten behandeln. Fachkr&auml;fte, die einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt waren, d&uuml;rfen eine Woche nach dem entscheidenden Kontakt wieder eingesetzt werden, jene mit einem begrenzterem Risiko auch fr&uuml;her. Nicht entscheidend ist, wo der Kontakt stattgefunden hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.waz.de\/politik\/landespolitik\/nrw-kliniken-holen-ueber-3500-mitarbeiter-aus-der-quarantaene-id230973398.html\">WAZ<\/a>\n<p><em>Lesen Sie dazu auf den NachDenkSeiten: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66470\">Personalengpass auf den Intensivstationen &ndash; das Versagen der Politik wird abgew&auml;lzt.<\/a><\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Willkommen im Dschungel<\/strong><br>\nAufgelauert hat man ihnen. Beschimpft wurden sie. Fotographiert und unter Druck gesetzt. Kurz gesagt: Man hat sie fertig gemacht. Betroffene Bundesabgeordnete erz&auml;hlten ausgiebig davon. Sie gingen schlie&szlig;lich f&uuml;r einen kurzen Augenblick durch die H&ouml;lle. Diese armen Kreaturen von W&auml;hlers Gnaden. Hat sie die AfD doch tats&auml;chlich mit W&auml;hlerinnen und W&auml;hlern konfrontiert. Mit W&auml;hlerinnen und W&auml;hlern, die nicht gut drauf waren, wie eben jene Exemplare, die in ihren Ortkreisverb&auml;nden reinschauen oder am Stand in der Fu&szlig;g&auml;ngerzone einen Flyer einheimsen. Nein, sie machten Bekanntschaft mit Wutw&auml;hlerinnen und Wutw&auml;hlern. Das kann man den MdBs einfach nicht zumuten.<br>\nNicht doch, nat&uuml;rlich war das ein kleines Schurkenst&uuml;ck der AfD. Die Leute h&auml;tten dort keinen Zutritt erhalten d&uuml;rfen. Andererseits ist das nun auch nicht die gr&ouml;&szlig;te Katastrophe im Hohen Haus. Ein Einfall in einem sterilen Operationssaal w&auml;re sicherlich als viel schlimmer zu werten. Das Eindringen in das Haus jener, die wir mit Mandaten ausstatten, ist dagegen Kinderkram &ndash; die dortige Sterilit&auml;t ist ja auch icht medizinisch bedingt, sondern ergibt sich charismatischen und charakterlichen Ursachen. Eigentlich doch auch mal ganz nett, wenn der Alltag Einzug in den Bundestag erh&auml;lt.<br>\nDer Bundesalltag ist n&auml;mlich ein klein wenig so, wie die schlimmen Erfahrungen der Abgeordneten letzte Woche. Ob nun Kassiererin oder Pflegekraft, ob Zugbegleiter oder Empfangsdame, ob Polizist oder Servicekraft: Beschimpfungen erleben sie fast t&auml;glich. Sie werden unter Druck gesetzt und angetrieben. Weibliche Pflegekr&auml;fte werden nicht selten betatscht, Zugbegleiter am Kragen gepackt. Viel dar&uuml;ber klagen hilft nicht. Es interessiert am Ende n&auml;mlich niemanden. Die Leute sollen ihren Job machen und sich nicht ungerecht behandelt w&auml;hnen. Und wer zuviel klagt, wer zu zart besaitet ist, riskiert eher seinen Job als ein Hilfsangebot.<br>\nDas Leben in diesem Deutschland, in dem jene gut und gerne leben, die sich aus der Masse herausnehmen k&ouml;nnen, im vulg&auml;ren Volksmund auch &raquo;Reiche&laquo; genannt, ist ein gef&auml;hrlicher Dschungel. Den Hatern im Internet widmet man ganze Gesetzestexte. Denen in der realen Welt allerdings nicht. Da haben sie oftmals nicht mal Repressionen zu f&uuml;rchten. Wer die Servicekraft anschreit, bei dem wird sich im Regelfall entschuldigt. Die Bedienung steigt aber nicht auf ein Potest und erz&auml;hlt der Republik, wie sie leiden musste. Sie tr&auml;gt es wie eine Frau, wie ein Mann &ndash; je nachdem.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neulandrebellen.de\/2020\/11\/willkommen-im-dschungel-mdbs\/\">Neulandrebellen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Was steht eigentlich &uuml;ber dem Reichstagportal: Dem deutschen Volke. Allerdings betrachten es die sogenannten Volksvertreter als Weltuntergang, wenn sie einmal mit eben diesem direkt konfrontiert werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wir haben unser moralisches Urteil an die M&auml;rkte delegiert<\/strong><br>\nWie kann Joe Biden die USA vers&ouml;hnen? Indem er endlich die wachsende Ungleichheit und die dominante Marktlogik in den USA bek&auml;mpft, sagt der Philosoph Michael Sandel.<br>\nZEIT ONLINE: In Ihrem neuen Buch Vom Ende des Gemeinwohls &ndash; Wie die Leistungsgesellschaft unsere Demokratien zerrei&szlig;t gehen Sie nicht so gn&auml;dig mit den Demokraten um. Sie kritisieren etwa, dass Barack Obama in seinen Reden als Pr&auml;sident mehr als 140-mal die Phrase &ldquo;du kannst es schaffen, wenn du es versuchst&rdquo;, verwendet habe. Das klingt &auml;hnlich optimistisch wie der Wahlkampf-Slogan, mit dem er 2008 gewonnen hat: &ldquo;Yes, we can&rdquo;. Was st&ouml;rt Sie daran?<br>\nSandel: Die zwei Slogans m&ouml;gen &auml;hnlich klingen, aber sie basieren auf fundamental unterschiedlichen Prinzipien. &ldquo;Du kannst es schaffen, wenn du es versuchst&rdquo; ist eine Strategie, mit Ungleichheit umzugehen, indem man das Individuum dazu anspornt, nach oben zu streben. Es ist ein individualistischer Slogan, w&auml;hrend &ldquo;ja, wir k&ouml;nnen&rdquo; ein &ldquo;wir&rdquo; beinhaltet. &ldquo;Yes, we can&rdquo; war ein Aufruf zu Solidarit&auml;t und gemeinsamen Zielen. Dass Obama von dieser inspirierenden Botschaft von 2008 zu seinem sp&auml;teren, individualistischen Slogan &uuml;berging, zeigt seine ganze Desillusionierung im Amt. Es erkl&auml;rt, warum es ihm nicht gelungen ist, die inspirierende Kraft seiner Kandidatur auf seine Pr&auml;sidentschaft zu &uuml;bertragen. Und warum er stattdessen eine gro&szlig;e Zahl von Menschen vor den Kopf gesto&szlig;en hat, die es sehr wohl versucht, aber nicht geschafft haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2020-11\/michael-sandel-us-demokraten-moral-gerechtigkeit-ungleichheit-us-wahl\/komplettansicht\">Zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Raubfang in fremden Gew&auml;ssern<\/strong><br>\nF&uuml;r alle, die auf hoher See unterwegs sind, ist die Dominanz und R&uuml;cksichtslosigkeit von Chinas Fischfangflotte nichts Neues. 2019 verbrachte ich eine Woche an Bord eines Schiffs der gambischen K&uuml;stenwache, das 150 Kilometer vor der K&uuml;ste patrouillierte. In dieser einen Woche wurden 15 ausl&auml;ndische Schiffe wegen Verdachts auf Arbeitsrechtverst&ouml;&szlig;e oder illegalen Fischfang aufgebracht und kontrolliert. Mit einer Ausnahme handelte es sich durchweg um chinesische Schiffe. &hellip;<br>\nChina hat &ndash; auch mit Hilfe massiver Subventionen &ndash; eine gigantische und leistungsf&auml;hige Fischfangflotte aufgebaut. Obendrein hat die Volksrepublik ihren Seeleuten so viel Entschlossenheit und Dreistigkeit eingeimpft, dass nur sehr wenige ausl&auml;ndische Kapit&auml;ne den Mut aufbringen, sich ihnen entgegenzustellen.<br>\nPekings Motive sind klar. Zum einen will das Land seine Stellung im weltweiten Spiel der Kr&auml;fte ausbauen, zum anderen will es seine Lebensmittelversorgung sichern. Vor den K&uuml;sten Westafrikas und der Arabischen Halbinsel ist es den Chinesen gelungen, die von der US-Kriegsmarine hinterlassene L&uuml;cke zu f&uuml;llen und ihre Fischfangaktivit&auml;ten zu intensivieren. Gleichzeitig beanspruchen sie im S&uuml;dchinesischen Meer und entlang der Nord-West-Passage die Hoheitsgewalt &uuml;ber stark frequentierte Schifffahrtswege sowie &uuml;ber &Ouml;l- und Gaslagerst&auml;tten unter dem Meeresboden.<br>\n&bdquo;China hat eindeutig die Z&uuml;gel in der Hand&ldquo;, meint Greg Poling, Direktor der Asia Maritime Transparency Initiative am Center for Strategic and International Studies in Washington. Zudem sch&uuml;chtere China andere L&auml;nder so sehr ein, dass nur wenige sich trauten, einzugreifen, wenn chinesische Schiffe in ihre Hoheitsgew&auml;sser eindringen.<br>\nChina hat 1,4 Milliarden Einwohner zu ern&auml;hren. Da die Fischbest&auml;nde vor seinen eigenen K&uuml;sten aufgrund von &Uuml;berfischung und Industrialisierung zur Neige gehen, m&uuml;ssen sich chinesische Fischerboote immer weiter in die Ferne wagen, um ihre Netze vollzubekommen. Nach Angaben Pekings umfasst Chinas Fischfangflotte rund 2600 Hochseefischereiboote, dreimal so viele wie die vier n&auml;chstplatzierten L&auml;nder Taiwan, Japan, S&uuml;dkorea und Spanien zusammengenommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/monde-diplomatique.de\/artikel\/!5726174\">Le monde diplomatique<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Armut in Deutschland auf Rekordhoch<\/strong><br>\nLaut aktuellem Armutsbericht des Parit&auml;tischen Wohlfahrtsverbandes hat die Armutsquote in Deutschland mit 15,9 Prozent (13,2 Millionen Menschen) einen neuen Rekord und den h&ouml;chsten Wert seit der Wiedervereinigung erreicht. , dass alles darauf hindeute, dass die Auswirkungen der Corona-Krise Armut und soziale Ungleichheit noch einmal sp&uuml;rbar versch&auml;rfen werden.<br>\nDie Befunde des diesj&auml;hrigen Armutsberichts seien alarmierend: Bei allen ohnehin seit Jahren besonders armutsbetroffenen Gruppen &ndash; wie beispielsweise Alleinerziehenden, Arbeitslosen und kinderreichen Familien hat die Armut von 2018 auf 2019 noch einmal zugenommen. Betrachte man die Zusammensetzung der Gruppe erwachsener Armer sei der ganz &uuml;berwiegende Teil erwerbst&auml;tig (33,0 Prozent) oder in Rente (29,6 Prozent). Regional betrachtet sei die Armut 2019 im Vergleich zum Vorjahr praktisch fl&auml;chendeckend gewachsen. Positive Entwicklungen, die zuletzt in den ostdeutschen Bundesl&auml;ndern zu beobachten waren, seien gestoppt.<br>\nArmutsgeografisch zerfalle Deutschland dabei in zwei Teile: Im gut gestellten S&uuml;den haben Bayern und Baden-W&uuml;rttemberg eine gemeinsame Armutsquote von 12,1 Prozent. Der Rest der Republik, vom Osten &uuml;ber den Norden bis in den Westen, kommt zusammen auf eine Quote von 17,4 Prozent. Au&szlig;erhalb von Bayern und Baden-W&uuml;rttemberg lebt durchschnittlich mehr als jeder Sechste unterhalb der Armutsgrenze. &hellip;<br>\nDer Verband warnt vor einer drastischen Versch&auml;rfung der Armut in 2020 angesichts der aktuellen Corona-Pandemie. Besonders betroffen seien geringf&uuml;gig Besch&auml;ftigte sowie junge Menschen, die coronabedingt schon jetzt von wachsender Arbeitslosigkeit betroffen sind. &bdquo;Corona hat jahrelang verharmloste und verdr&auml;ngte Probleme, von der Wohnraumversorgung einkommensschwacher Haushalte bis hin zur Bildungssegregation armer Kinder, ans Licht gezerrt. Eine zunehmende Zahl von Erwerbslosen st&ouml;&szlig;t auf ein soziales Sicherungssystem, das bereits vor Corona nicht vor Armut sch&uuml;tzte und dessen Schw&auml;chen nun noch deutlicher zutage treten&ldquo;, so Ulrich Schneider, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Parit&auml;tischen Gesamtverbands.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/studie-armut-in-deutschland-auf-rekordhoch-li.120671?mktcid=smsh&amp;mktcval=OS%20Share%20Hub\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Kampf um bezahlbares Wohnen<\/strong><br>\nSeit dem 23. Februar gilt in Berlin das Mietendeckelgesetz. Nun wird in der Hauptstadt eine radikale Regelung daraus wirksam: Viele Mieten aus bestehenden Vertr&auml;gen werden abgesenkt. Kann der Deckel zum Vorbild f&uuml;r St&auml;dte wie M&uuml;nchen werden?<br>\nAnalog zu Berlin bietet die Mietenpolitik auch in Bayern regelm&auml;&szlig;ig Anlass f&uuml;r kontroverse Diskussionen. Bei vielen M&uuml;nchner Mietern zum Beispiel d&uuml;rfte der Berliner Mietendeckel gut ankommen. Denn: Nirgends in Deutschland wohnt man so teuer wie in M&uuml;nchen. &hellip;<br>\nBeatrix Zurek vom M&uuml;nchner Mieterverein: &bdquo;Wenn Sie sich &uuml;berlegen, Sie zahlen f&uuml;r eine 100-Quadratmeter-Wohnung, wenn Sie zwei Kinder haben &ndash; oder drei &ndash; und das ist jetzt vielleicht gar nicht mal so &uuml;ppig &ndash; dann k&ouml;nnen Sie zum Teil zwischen eineinhalb Tausend bis 2000 Euro im Monat bezahlen. So viel verdienen manche noch nicht einmal netto.&ldquo;<br>\nDas Problem Mieten hat in M&uuml;nchen l&auml;ngst die Mittelschicht erreicht. Viele von ihnen h&auml;tten ein Anrecht auf eine Sozialwohnung. Theoretisch. Auf j&auml;hrlich 3.500 freiwerdende Sozialwohnungen kommen laut Sozialreferat in M&uuml;nchen aktuell 11.000 berechtigte Haushalte &ndash; also Menschen, die gerade in unw&uuml;rdigen Wohnbedingungen hausen, oder bei Freunden zur Untermiete leben. &hellip;<br>\nSeit Anfang vergangenen Jahres gibt es einen bundesweiten Deckel, der verhindert, dass Mieten nach einer Modernisierung um mehr als das Doppelte teurer werden. Doch f&uuml;r St&auml;dte wie M&uuml;nchen reicht das nicht. Weil seit zehn Jahren rund 25.000 Einwohner j&auml;hrlich neu hinzukommen, muss zugleich viel gebaut werden. Die Stadt oder Baugenossenschaften kommen bei dem Ziel, g&uuml;nstige Wohnungen zu schaffen, allerdings an Grenzen. Denn die Preise f&uuml;r Grundst&uuml;cke sind enorm gestiegen. Seit die Stadt M&uuml;nchen auf einem Acker im Westen den neuen Stadtteil Freiham entwickelt, ist dort der Bodenpreis um sage und schreibe 39.000 Prozent gestiegen. &hellip;<br>\nWer also Boden besitzt und einfach nur wartet, gewinnt auf Kosten der Allgemeinheit. Und dieses Problem anzugehen &ndash; das betrachtete ein ehemaliger M&uuml;nchner Oberb&uuml;rgermeister als sein Lebenswerk: der Sozialdemokrat Hans-Jochen Vogel, in diesem Jahr verstorben.<br>\n&bdquo;Es ist eine tiefe Ungerechtigkeit, dass, wenn in das Privateigentum an Grund und Boden eingegriffen wird vom Staat &ndash; dass dann Entsch&auml;digung gezahlt werden muss. Wenn aber leistungslos Bodenpreisgewinne entstehen ohne eigene Leistung des Eigent&uuml;mers, dann bleibt ihm dieser leistungslose Gewinn.&ldquo; Das sagte Hans-Jochen Vogel im vergangenen Jahr. Eine Spekulationssteuer oder ein Planungswertausgleich w&auml;re unter ihm als Bundesbauminister in den 1970er-Jahren beinahe Gesetz geworden. Es war die CSU, die das Vorhaben aus parteitaktischen Gr&uuml;nden verhinderte. Inzwischen wird das Thema im Bundestag immerhin wieder diskutiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/dauerstreit-um-mietendeckel-kampf-um-bezahlbares-wohnen.724.de.html?dram:article_id=487954\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die unsichtbare Welle<\/strong><br>\nDie Corona-Lage ist viel unklarer, als es Datenvisualisierungen jetzt &uuml;berall versprechen. Die Dunkelziffer ist wohl hoch.<br>\nTats&auml;chlich erf&auml;hrt man in den vom RKI t&auml;glich ver&ouml;ffentlichen Covid-19-Lageberichten zum Thema Unsicherheit der Aussagekraft seiner Daten oder gar zum Stellenwert der Dunkelziffer bei den Infektionen wenig bis gar nichts. Angesichts dessen, dass diese Berichte offensichtlich zentral f&uuml;r politische Entscheider und Journalisten sind, d&uuml;rfte das ein Fehler sein.<br>\nDenn die Daten werden immer wieder fr&ouml;hlich missverstanden. Beispielsweise spielte in der Debatte um den j&uuml;ngsten Teil-Lockdown eine Lagebericht-Grafik des RKI eine Rolle; sie zeigte, wo sich erfasste Infizierte angesteckt h&auml;tten. Dass das Diagramm nur f&uuml;r ein Viertel der bekannten Infektionen galt, wurde gerne &ndash; wohl auch aufgrund der ung&uuml;nstigen Pr&auml;sentation durch das RKI &ndash; &uuml;bersehen. Was aber v&ouml;llig fehlte, war die Ber&uuml;cksichtigung der Dunkelziffer beim Infektionsgeschehen: Sie d&uuml;rfte die Zahl der bekannten Orte noch um einiges weiter nach unten dr&uuml;cken.<br>\nEs scheint eine seltsame Logik zu greifen: Weil wir nichts &uuml;ber die H&ouml;he der Dunkelziffer wissen, m&uuml;ssen wir sie auch nicht ber&uuml;cksichtigen. Dabei bildet sie eine unsichtbare Welle, die deutlich h&ouml;her sein d&uuml;rfte als die sichtbare: Symptomfrei Infizierte, die sich nicht im Klaren dar&uuml;ber sein k&ouml;nnen, dass sie ansteckend sind, verbreiten das Virus auf dem Weg zu Schule, Arbeit oder an diesen Orten selbst, beim Einkaufen, Spazieren oder Demonstrieren.<br>\nEine j&uuml;ngst ver&ouml;ffentlichte Studie der Ludwig-Maximilians-Universit&auml;t M&uuml;nchen hatte fast 3.000 repr&auml;sentativ ausgew&auml;hlte Haushalte der Stadt seit dem Fr&uuml;hjahr wiederholt untersucht und stellte fest: Gut viermal so viele der untersuchten Personen waren mit Covid-19-Antik&ouml;rpern ausgestattet als verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig im gleichen Zeitraum bei den lokalen Gesundheits&auml;mtern als infiziert gemeldet worden waren. Dies l&auml;sst sich nicht eins zu eins auf die Situation heute und &uuml;berall &uuml;bertragen. Doch liegt der Studienfaktor im Rahmen der g&auml;ngigen Sch&auml;tzungen, die die H&ouml;he der Dunkelziffer bei dem Zwei- bis Sechsfachen der bekannten Infektionen vermuten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/die-unsichtbare-welle\">Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ergebnis des Wuhan-Massentests n&auml;hrt Zweifel an deutscher Corona-Strategie<\/strong><br>\nIn der anfangs stark von Corona betroffenen chinesischen Gro&szlig;stadt Wuhan wurden nach dem Ende des harten Lockdowns fast zehn Millionen Menschen auf das Virus getestet. Es wurden asymptomatische Infizierte gefunden. Niemand aus deren engerem Umfeld wurde angesteckt. Asymptomatische Virus-Verbreiter scheinen keine gro&szlig;e Rolle zu spielen. Wenn das stimmt, ist die deutsche Corona-Strategie falsch.<br>\nEigentlich will ich nicht gern den medizinischen Wissenschaftsjournalisten markieren. Wenn ich Vertrauen h&auml;tte, dass die wichtige aktuelle, gutachtergepr&uuml;fte Studie im f&uuml;hrenden Wissenschaftsmagazin Nature &ldquo;Post-lockdown SARS-CoV-2 nucleic acid screening in nearly ten million residents of Wuhan, China&rdquo; angemessen schnell und umfassend ihren Weg in die &ouml;ffentliche und politische Diskussion finden w&uuml;rde, w&uuml;rde ich es lassen. Immerhin steht die n&auml;chste Verabredung noch durchgreifenderer allgemeiner und m&ouml;glicherweise verfehlter Restriktionsma&szlig;nahmen zwischen der Kanzlerin und den Ministerpr&auml;sidenten der L&auml;nder unmittelbar bevor.<br>\nWuhan, wo der Corona-Virus sich zuerst massenhaft verbreitete, erlebte von 23. Januar bis 8. April den ersten und einen der h&auml;rtesten Lockdowns. Es wurde sehr fr&uuml;h sehr viel getestet. Ein gro&szlig;er Unterschied zum hiesigen Vorgehen war, dass Infizierte nicht wie bei uns nach Hause geschickt wurden, wo sie ihre Familien anstecken, oder gar, wie in Italien zu Anfang, in Altenheime verbracht wurden. Vielmehr wurden sie in Quarant&auml;nezentren isoliert.<br>\nNach Ende des Lockdowns, der das Virus in Wuhan weitgehend ausgemerzt hatte, wurden in der zweiten Maih&auml;lfte fast alle 10 Millionen Einwohner der Gro&szlig;stadt ab sechs Jahren mit PCR-Tests auf das Virus getestet.<br>\nEs wurden keine neuen F&auml;lle mit Covid-19-Symptomen gefunden, aber 300 positiv Getestete ohne Symptome. Von diesen 300 best&auml;tigte ein positiver Antigentest bei zwei Dritteln, dass sie infiziert waren. Beim anderen Drittel halten die AutorInnen falsch positive PCR-Tests f&uuml;r m&ouml;glich. Au&szlig;erdem fanden sie 107 von den gut 34.000 genesenen Covid-Patienten, die wieder positiv testeten.<br>\nVon den 1.174 engeren Kontaktpersonen der asymptomatisch Infizierten wurde niemand positiv getestet. Dasselbe gilt f&uuml;r die Kontaktpersonen der Reinfizierten.<br>\nDie fehlende Infekti&ouml;sit&auml;t der neuen asymptomatischen F&auml;lle und der Reinfizierten, ebenfalls asymptomatischen F&auml;lle scheint daran zu liegen, dass diese in aller Regel nur eine geringe Virenlast tragen. In Kulturen konnten jeweils keine Viren gez&uuml;chtet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/unkategorisiert\/wuhan-massentest-asymptomatische-infektionen\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Diskussion um B&ouml;llerverbot zeigt die Arroganz der Gro&szlig;st&auml;dter<\/strong><br>\nDas Mantra von der &bdquo;Krise als Chance&ldquo; kann wahrscheinlich mittlerweile niemand mehr h&ouml;ren. Der Berliner Senat aber scheint auch nach Monaten des Lebens mit dem Virus die Coronakrise noch als Chance zu betrachten. Zum Beispiel, um endlich ein B&ouml;llerverbot zu erwirken. Treiber der Initiative sind vor allem die Gr&uuml;nen. Das Verbot steht seit langem auf ihrer Agenda. Nun wird es als Coronama&szlig;nahme verkauft und soll am Mittwoch im Kreis der Ministerpr&auml;sidenten mit der Kanzlerin abgestimmt werden. &hellip;<br>\nDer jetzige Vorsto&szlig; Berlins spricht jenen B&uuml;rgern und Familien jede F&auml;higkeit zum selbstverantwortlichen Handeln ab, die seit Monaten die Einschr&auml;nkungen mittragen. Es geht eben nicht nur um die Knallchargen, jung, m&auml;nnlich, die in Neuk&ouml;lln Krieg spielen. Es geht um die vielen Familien, die im Garten ihres Einfamilienhauses in Karlshorst, die vom Balkon in Friedenau nach diesem Jahr ein Funkeln in den Himmel jagen wollen. &hellip;<br>\nEs gibt eben Unterschiede: Zwischen der Gro&szlig;stadt, ihren Raketenkriegern und ihrem Nase r&uuml;mpfenden urbanen B&uuml;rgertum, das mit Abscheu auf die banalen Knallerfreuden herabblickt, und den Familien in den D&ouml;rfern und Kleinst&auml;dten ein paar Kilometer weiter in Brandenburg liegen Welten.<br>\nAlles deutet daraufhin, dass der Berliner Radikal-Vorschlag Verhandlungsmasse unter zahlreichen anderen Corona-Regeln ist, &uuml;ber die die L&auml;nderchefs mit der Bundeskanzlerin am Mittwoch reden. Bleibt die Frage, ob der Berliner Vorsto&szlig; durchdacht ist. Regeln m&uuml;ssen begr&uuml;ndet, geeignet, verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig und durchsetzbar sein. Das alles ist das B&ouml;llerverbot nicht. Das Ziel, Rettungsstellen in Corona-Zeiten zu entlasten, ist durch die Zahlen widerlegt. Die Polizei im gesamten Bundesgebiet auf das Verkaufs- und B&ouml;llerverbot anzusetzen, ist ein Wunschtraum. Berlins Vorsto&szlig; ist eine Gefahr f&uuml;r die Akzeptanz der Corona-Ma&szlig;nahmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/vorstoss-des-berliner-senats-diskussion-um-boellerverbot-zeigt-die-arroganz-der-grossstaedter\/26651452.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ob sich im B&ouml;llerverbot die &bdquo;Arroganz der Gro&szlig;st&auml;dter&ldquo; zeigt, dar&uuml;ber l&auml;sst sich sicher streiten. Ebenso dar&uuml;ber ob das B&ouml;llern an Silvester wirklich zwingend notwendig ist. Was sich aber darin klar manifestiert, ist die politische Willk&uuml;r der Exekutive, die mit den Versch&auml;rfungen der Corona-Restriktionen immer weiter um sich greift. Dass an Silvester die Krankenh&auml;user mit Schwerverletzten, die einer intensivmedinzinsicher Betreuung bed&uuml;rfen geflutet werden, l&auml;sst sich kaum mit empirischen Daten belegen. Es geht also, wie bei vielen Corona-Ma&szlig;nahmen, nicht darum das Gesundheitssystem vor dem Kollaps zu bewahren, sondern einfach darum die B&uuml;rger zu schikanieren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Spahn optimistisch: &ldquo;Harter Corona-Winter wird Impfbereitschaft steigen lassen&rdquo;<\/strong><br>\nAm Montag verbreitete Bundesgesundheitsminister Jens Spahn Corona-Optimismus: Noch in diesem Jahr werde wohl ein Impfstoff zugelassen. Alle Vorbereitungen seien getroffen, um danach &ldquo;sofort loslegen&rdquo;. Die entsprechende Impfbereitschaft in der Bev&ouml;lkerung werde steigen.<br>\nEs ist erst einige Monate her, genauer gesagt war es Mitte Juni, da wandte sich Gesundheitsminister Jens Spahn aus gutem Grund gegen massenhafte PCR-Tests in der Bev&ouml;lkerung, denn die Fehlerquote sei schlicht zu hoch: &bdquo;Wir m&uuml;ssen jetzt aufpassen, dass wir nicht nachher durch zu umfangreiches Testen &ndash; klingt jetzt total &hellip; da muss man erstmal um zwei Ecken denken &ndash;, durch zu umfangreiches Testen zu viele falsch Positive haben. Weil die Tests ja nicht 100 Prozent genau sind, sondern auch eine kleine, aber eben auch eine Fehlerquote haben. Und wenn sozusagen insgesamt das Infektionsgeschehen immer weiter runtergeht, und Sie gleichzeitig das Testen auf Millionen ausweiten, dann haben Sie auf einmal viel mehr falsch Positive. Das sind so die Dinge, mit denen man sozusagen erst konfrontiert wird in der weiteren Folge, und die Erkenntnisse. Und deswegen macht es schon auch noch Sinn: Wir machen das Angebot, mehr zu testen, das geht jetzt auch. Aber nicht einfach nur wild jeden Tag zu testen, sondern wenn, dann schon auch mit einem gewissen Ziel&rdquo;, lautete damals noch die Einsch&auml;tzung Spahns.<br>\nDennoch wurde immer umfangreicher getestet und frei nach dem vor allem bei Politikern nachgesagten Lebensmotto &ldquo;Was interessiert mich mein Geschw&auml;tz von gestern&rdquo; r&uuml;ckte Spahn von seinem Standpunkt ab. Nunmehr dienen auch dem CDU-Politiker die immer wieder aufs Neue vermeldeten Rekordzahlen an positiv auf das Covid-19 getesteten Bundesb&uuml;rgern als Argument f&uuml;r restriktive Ma&szlig;nahmen zum &ldquo;Schutz der Bev&ouml;lkerung&rdquo;. (&hellip;)<br>\nEine m&ouml;gliche Skepsis gegen&uuml;ber der ungew&ouml;hnlich schnellen Markteinf&uuml;hrung eines Corona-Impfstoffs sieht Spahn durch den &ldquo;harten Corona-Winter&rdquo; schwinden. &bdquo;Ich bin &uuml;berzeugt, wenn wir gemeinsam diesen harten schwierigen Corona-Winter hinter uns gebracht haben, wird auch die Bereitschaft steigen, dieses Impfangebot anzunehmen und sich impfen zu lassen&rdquo;, erkl&auml;rte Spahn bei einem Besuch des Impfstoffherstellers in Dessau.<br>\nSpahn unterstrich, dass mit Biontech, IDT Biologika und CureVac schon insgesamt drei deutsche Unternehmen derzeit aussichtsreiche Impfstoffe entwickelten. Spahn erkl&auml;rte bei seiner Stippvisite in Dessau ebenfalls erneut, dass es sich um ein Impfangebot handeln werde. Damit wendete er sich erneut gegen die Bef&uuml;rchtung in Teilen der Bev&ouml;lkerung vor einer Impfpflicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/109560-spahn-optimistisch-harter-corona-winter\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Lobbyisten mit Heiligenschein &ndash; warum sich Journalisten so gerne von NGO einspannen lassen<\/strong><br>\nUnabh&auml;ngige Medien wahren Distanz zu allen politischen Akteuren, selbst wenn es um eine vermeintlich gute Sache geht. So lautet die Theorie &ndash; bis bestimmte NGO ins Spiel kommen. [&hellip;]<br>\nMehr noch: Wenn sich eine NGO offiziell dem Kampf f&uuml;r die Umwelt, die Dritte Welt oder die Armen verschrieben hat, sind journalistische Prinzipien wie Distanz nicht mehr so wichtig. Offensichtlich wurde das einmal mehr w&auml;hrend der gegenw&auml;rtigen Abstimmungskampagne f&uuml;r die Konzernverantwortungsinitiative, die vornehmlich von links-gr&uuml;nen NGO geschickt beworben wird.<br>\nGem&auml;ss einem Strategiepapier, das der &laquo;Tages-Anzeiger&raquo; im Juni ver&ouml;ffentlichte, war es die erkl&auml;rte Absicht der Initianten, ausgew&auml;hlten Journalisten fixfertige F&auml;lle zuzuspielen. Ein Beispiel daf&uuml;r war auch in den Tamedia-Titeln selber zu finden. So erfuhren die Leser im selben Monat, dass es aufgrund von NGO-Studien &laquo;dringend klare Gesetze f&uuml;r multinationale Unternehmen braucht&raquo;. Quelle dieser Aussage war ein Sprecher der NGO Public Eye, die im Artikel mehrfach zitiert wurde, ohne jeden Widerspruch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/feuilleton\/lobbyisten-mit-heiligenschein-warum-sich-journalisten-so-gerne-von-ngo-einspannen-lassen-ld.1587620\">NZZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Overextending and Unbalancing Russia<\/strong><br>\nAssessing the Impact of Cost-Imposing Options<br>\nThis brief summarizes a report that comprehensively examines nonviolent, cost-imposing options that the United States and its allies could pursue across economic, political, and military areas to stress&mdash;overextend and unbalance&mdash;Russia&rsquo;s economy and armed forces and the regime&rsquo;s political standing at home and abroad. Some of the options examined are clearly more promising than others, but any would need to be evaluated in terms of the overall U.S. strategy for dealing with Russia, which neither the report nor this brief has attempted to do.<br>\nToday&rsquo;s Russia suffers from many vulnerabilities&mdash;oil and gas prices well below peak that have caused a drop in living standards, economic sanctions that have furthered that decline, an aging and soon-to-be-declining population, and increasing authoritarianism under Vladimir Putin&rsquo;s now-continued rule. Such vulnerabilities are coupled with deep-seated (if exaggerated) anxieties about the possibility of Western-inspired regime change, loss of great power status, and even military attack.<br>\nDespite these vulnerabilities and anxieties, Russia remains a powerful country that still manages to be a U.S. peer competitor in a few key domains. Recognizing that some level of competition with Russia is inevitable, RAND researchers conducted a qualitative assessment of &ldquo;cost-imposing options&rdquo; that could unbalance and overextend Russia. Such cost-imposing options could place new burdens on Russia, ideally heavier burdens than would be imposed on the United States for pursuing those options.<br>\nThe work builds on the concept of long-term strategic competition developed during the Cold War, some of which originated at RAND. A seminal 1972 RAND report posited that the United States needed to shift its strategic thinking away from trying to stay ahead of the Soviet Union in all dimensions and toward trying to control the competition and channel it into areas of U.S. advantage. If this shift could be made successfully, the report concluded, the United States could prompt the Soviet Union to shift its limited resources into areas that posed less of a threat.<br>\nThe new report applies this concept to today&rsquo;s Russia. A team of RAND experts developed economic, geopolitical, ideological, informational, and military options and qualitatively assessed them in terms of their likelihood of success in extending Russia, their benefits, and their risks and costs.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rand.org\/pubs\/research_briefs\/RB10014.html%20\">Rand<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers D.W.:<\/strong> Ein Bericht der Rand-Corporation beschreibt detailliert &Uuml;berlegungen, wie Russland unter Druck gesetzt und so zu gr&ouml;&szlig;eren Anstrengungen und Ausgaben gedr&auml;ngt werden k&ouml;nnte, um dem amerikanischen Druck zu begegnen. Ausgangspunkt des Berichts ist nicht irgendeine imaginierte Bedrohungslage durch Russland, sondern ganz klar die Zielsetzung US-amerikanischer strategischer Vorteile.<\/em><\/p>\n<p><em>Dass man den ersten Schritt der Eskalation macht, wird auch nicht verborgen:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n&ldquo;Most of the options discussed, including those listed here, are in some sense escalatory, and most would likely prompt some Russian counterescalation&rdquo;.\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Vielleicht w&auml;re es interessant, auf dieses Dokument zu verweisen, zeigt es doch ganz klar die Substanzlosigkeit der &uuml;blichen Behauptungen, Russland w&uuml;rde aggressiv handeln,und der Westen w&uuml;rde lediglich &ldquo;reagieren&rdquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Jana aus Kassel und die lange Kette absurder Analogien<\/strong><br>\nDer inflation&auml;re R&uuml;ckgriff auf Lehren aus der NS-Zeit hat aus der Erinnerung an die Vergangenheit einen Steinbruch gemacht. Jeder bedient sich. [&hellip;]<br>\nFolglich lie&szlig;en sich ihre Worte durch Ignoranz bestrafen &ndash; oder aber durch Intervention des Bundesau&szlig;enministers aufwerten. Genau das tat Heiko Maas. Wer sich heute mit Sophie Scholl vergleiche, verh&ouml;hne den Mut, den es brauchte, Haltung gegen Nazis zu zeigen, twitterte er. &bdquo;Nichts verbindet Coronaproteste mit Widerstandsk&auml;mpfer*Innen. Nichts!&ldquo;<br>\nJoschka Fischer und der Kosovokrieg<br>\nHeiko Maas wird wissen, dass die Berufung auf Auschwitz besonders im linksliberalen Milieu gang und g&auml;be ist. Einer seiner Vorg&auml;nger, der Gr&uuml;ne Joschka Fischer, legitimierte im Mai 1999 den ersten deutschen Kriegseinsatz nach dem Zweiten Weltkrieg &ndash; die Nato-Intervention im Kosovo &ndash; mit einer Lehre aus der deutschen Geschichte. Nie wieder Auschwitz, nie wieder V&ouml;lkermord, das geh&ouml;re f&uuml;r ihn zusammen, sagte Fischer. [&hellip;]<br>\nHeiko Maas blieb stumm, als die Organisation &bdquo;Pro Asyl&ldquo; im Juli 2018 einen direkten Vergleich zog zwischen der Konferenz von Evian im Sommer 1938 &ndash; auf der 32 Staaten ergebnislos &uuml;ber die Aufnahme j&uuml;discher Fl&uuml;chtlinge und Verfolgter des Nazi-Regimes berieten &ndash;, und dem EU-Fl&uuml;chtlingsgipfel in Br&uuml;ssel 80 Jahre sp&auml;ter. Die EU-Staaten, so hei&szlig;t es bei &bdquo;Pro Asyl&ldquo;, w&uuml;rden ein &bdquo; grenzenlos-brutales System&ldquo; auskl&uuml;geln, &bdquo;das die Drangsalierungen und Auflagen, denen die Nazi-Verfolgten in ihren Asyll&auml;ndern ausgesetzt waren, an H&auml;rte, b&uuml;rokratischer Kontrolle, Undurchdringlichkeit und Dem&uuml;tigung bei Weitem &uuml;bertrifft&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/unwiderstehliche-ns-vergleiche-jana-aus-kassel-und-die-lange-kette-absurder-analogien\/26650456.html?fbclid=IwAR0mJWvirGfkLzB804SYq3Qz4PdnQ12Wo-qnYMmR3YkM3BcbLu0fpPjpsq4\">Malte Lehming im Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Schriftliche Kleine Anfrage der Abgeordneten Deniz Celik und Sabine Boeddinghaus (DIE LINKE) vom 12.11.20 <\/strong><br>\nAktivit&auml;ten von Corona-Leugnern\/-innen an Hamburger Schulen<br>\nCorona-Leugner\/-innen proklamieren, dass die Corona-Ma&szlig;nahmen v&ouml;llig &uuml;berzogen seien und agitieren auch vor Schulen gegen Ma&szlig;nahmen zum Schutz der Bev&ouml;lkerung, insbesondere die Maskenpflicht.<br>\nSo hatte zum Beispiel bereits im September eine Gruppe von Corona-Leugnern\/-innen vor der Ganztagsgrundschule Sternschanze demonstriert. Im Oktober hatten Corona-Leugner\/-innen getarnt als Elterninitiative E-Mails und Briefe an Bergedorfer Schulen geschickt und darin vor vermeintlichen Gefahren durch Masken gewarnt. Zudem sei eine E-Mail der Schulbeh&ouml;rde, die die Schulen vor dem Aufruf von Corona-Leugnern\/-innen zum Tragen unn&uuml;tzer Netzmasken warnte, an Corona-Leugner\/-innen weitergeleitet worden, die nun den darin verwendeten E-Mail-Verteiler mit allen Hamburger Schulleitern\/-innen zur Verbreitung coronaleugnender Positionen nutzen.<br>\nWir fragen den Senat: [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.buergerschaft-hh.de\/parldok\/dokument\/73403\/aktivitaeten_von_corona_leugnern_innen_an_hamburger_schulen.pdf\">B&uuml;rgerschaft HH<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin P.L. aus Hamburg:<\/strong> Liebe Leute, gestern flog mir diese &bdquo;SKA (schriftliche kleine Anfrage)&ldquo; einer gestandenen Linken-Schul-Politikerin in der Hamburgischen B&uuml;rgerschaft, immerhin einem Landesparlament, zu, die mich sehr ersch&uuml;ttert hat. Menschen, also Eltern, Sch&uuml;ler*innen oder Lehrkr&auml;fte, die ihre Ablehnung der &bdquo;notwendigen(?)&ldquo; Ma&szlig;nahmen mit aktiv ablehnendem Verhalten ausdr&uuml;cken, sollen nun auf Wunsch der Linken mit Disziplinarverfahren &uuml;berzogen werden (oder wom&ouml;glich der Schule verwiesen?) &ndash; wo soll das enden?<\/em><\/p>\n<p><em>Ich kann das gar nicht weiter kommentieren, weil mir jeder Kommentar verharmlosend vorkommt. Wie scheu&szlig;lich.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Das ist ein erstaunlicher Vorgang. Vielleicht sollte der Parteivorstand der Linkspartei in Berlin sich das einmal anschauen. Denn da wird der Ruf der Partei Die Linke markant ruiniert &ndash; Wie man schon am Entsetzen der NachDenkSeiten&ndash;Leserbriefschreiberin sehen kann.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Das Letzte &ndash; Schlage vor, dass Corona-Skeptiker ihr Recht auf Intensivplatz verwirken<\/strong><br>\nSollten Corona-Skeptiker auf ein Intensivbett verzichten m&uuml;ssen? Das zumindest schl&auml;gt nun der Schweizer Gesundheits&ouml;konom Willy Oggier im Interview mit der &bdquo;Basler Zeitung&ldquo; vor. W&ouml;rtlich sagte Oggier: &bdquo;Ich schlage vor, dass Corona-Skeptiker ihr Recht auf ein Akutbett oder einen Intensivplatz verwirken, falls es zu Engp&auml;ssen kommt.&ldquo;<br>\nDemnach sollen Menschen, die wegen der mutwilligen Missachtung von Abstand- und Hygieneregeln angezeigt wurden, die Verantwortung f&uuml;r ihr Handeln in Engpass-Situationen tragen. Oggier zufolge sollen &bdquo;diese Personen namentlich erfasst werden und im Zweifelsfall kein Intensivbett erhalten.&ldquo;<br>\nAuf den Einwand, dass solche Strafma&szlig;nahmen &bdquo;eher nach China als nach der Schweiz&ldquo; klingen, betonte Oggier, es gehe ihm nicht darum, &bdquo;Punkte f&uuml;r soziales Verhalten zu vergeben&ldquo;. W&uuml;rden die Kliniken an ihre Grenzen sto&szlig;en, k&auml;men die Mediziner nicht darum herum, zu entscheiden, wem sie das letzte Bett geben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/radikaler-vorschlag-eines-gesundheitsoekonomen-schlage-vor-dass-corona-skeptiker-ihr-recht-auf-intensivplatz-verwirken\/26650256.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> An Menschenverachtung nicht zu &uuml;berbieten. Besonders erschreckend, wie an den Kommentaren zu sehen ist, derartiges findet erwartungsgem&auml;&szlig; gro&szlig;en Beifall in der panischen Bev&ouml;lkerung.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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