{"id":67290,"date":"2020-11-24T13:01:19","date_gmt":"2020-11-24T12:01:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67290"},"modified":"2020-11-24T13:35:53","modified_gmt":"2020-11-24T12:35:53","slug":"leserbriefe-zu-trump-und-das-us-establishment","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67290","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eTrump und das US-Establishment\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wolfgang Bittner<\/strong> macht <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66724\">in diesem Beitrag<\/a> darauf aufmerksam, dass Donald Trump sich w&auml;hrend des vorletzten Wahlkampfes und mit seiner Antrittsrede gegen das Establishment gewandt habe. U.a. habe er Frieden mit Russland und ein gemeinsames Agieren in Syrien gewollt. Das sei auf Widerstand durch das US-Establishment und dessen Hilfskr&auml;fte gesto&szlig;en. Aufr&uuml;stung und das Aufk&uuml;ndigen von friedensbewahrenden internationalen Vertr&auml;gen sowie Wirtschaftssanktionen u.a. gegen China und Iran seien die Folgen gewesen. Wolfgang Bittner weist auch darauf hin, dass US-Pr&auml;sident Trump sich innenpolitisch diktatorisch geb&auml;rdet habe. Seinen aktuellen Herausforderer Biden habe er absurderweise als Sozialisten eingesch&auml;tzt, denn eigentlich sei er &bdquo;der Garant f&uuml;r die Fortsetzung der imperialen, friedensgef&auml;hrdenden Au&szlig;enpolitik&ldquo;.<br>\nEinige Leserinnen und Leser haben zu diesem Beitrag Emails mit eigenen Eindr&uuml;cken gesendet F&uuml;r die Antworten bedanken wir uns sehr. Es folgt nun eine Auswahl der eingereichten Leserbriefe. Zusammengestellt von <strong>Christian Reimann<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NDS Reaktion, <\/p><p>ich m&ouml;chte eine Anmerkung zu o.g. Artikel und die Anmerkungen der NDS Redaktion machen. <\/p><p>Pers&ouml;nlich teile ich z.T die Ansichten Wolfgang Bittners. So bin ich der Meinung, dass Trump zu Beginn seiner Amtszeit sich tats&auml;chlich um eine Normalisierung des Verh&auml;ltnisses zu Russland bem&uuml;hen wollte. <\/p><p>Er geriet aber innenpolitisch durch die Russia-Gate &ldquo;Aff&auml;re&rdquo; dermassen unter Druck, dass er die Flucht nach vorn antreten mu&szlig;te um nicht selbst unter die R&auml;der zu kommen. <\/p><p>Wahrscheinlich auch das Kalk&uuml;l hinter der Sache. <\/p><p>Was die Anmerkungen angeht, so denke ich, dass &ldquo;America first&rdquo; vor allem eine Abwendung von der Rolle der globalen &ldquo;Ordnungsmacht&rdquo; thematisierte und auch ein Zur&uuml;ckfahren der wirtschaftlichen Globalisierung zum Inhalt hatte. <\/p><p>Einer Rolle, die viel Leid und Zerst&ouml;rung &uuml;ber die Welt gebracht hat. <\/p><p>Was den Iran angeht, so hat er zumindest nach Abschuss der US-Drohne keinen Vergeltungsschlag f&uuml;hren lassen und auch nach Beschuss der US Basis Zur&uuml;ckhaltung ge&uuml;bt. <\/p><p>Die Frage ist hierbei ohnehin immer, wie viele Freiheitsgrade ein US Pr&auml;sident diesbez&uuml;glich hat. <\/p><p>Noch was zur Anmerkung &ldquo;America first&rdquo;. Mir pers&ouml;nlich macht Bidens &ldquo;Amerika muss wieder f&uuml;hren&rdquo; deutlich mehr Sorgen als der Trump&rsquo;sche Slogan. <\/p><p>Die Idee des amerikanischen &ldquo;Exceptionalism&rdquo; teilen die politischen Eliten dort und wahrscheinlich auch gro&szlig;e Teile der Bev&ouml;lkerung. <\/p><p>Wie soll man Ihnen sonst auch verkaufen, dass man hunderte Milliarden in die R&uuml;stung steckt, w&auml;hrend die Infrastruktur im Land vor die Hunde geht. <\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nAndrej R.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrtes NachDenkSeiten-Team,<\/p><p>nachdem ich gesehen habe, mit welchem Lachen Hillary Clinton die Ermordung Gaddafis begr&uuml;&szlig;t hat und nachdem ich von Trump geh&ouml;rt habe, dass er mit Russland in Frieden auskommen m&ouml;chte, war mir klar, dass ich Trump bei weitem Clinton vorziehen w&uuml;rde.&nbsp;<\/p><p>Auch das &bdquo;America first&ldquo; hat mich nicht gest&ouml;rt. Im Grunde regieren alle L&auml;nder so. F&uuml;r jede Regierung jedes Landes steht das eigene Land an erster Stelle. Gerade die EU kennt keine Scham, andere L&auml;nder auszunutzen, bei Fl&uuml;chtlingen abf&auml;llig von Wirtschaftsfl&uuml;chtlingen zu sprechen und andererseits zB Pflegekr&auml;fte aus anderen L&auml;ndern abzuheuern. Und heute h&ouml;re ich fast st&auml;ndig in &Ouml;sterreich, man m&ouml;ge doch nur regionale Lebensmittel und sonstigen Waren kaufen. Aber die Menschen der anderen L&auml;nder sollen schon &ouml;sterreichische Waren erstehen. Und was da alles an Grenzsperrungen gerade im Tourismus passiert ist, da war doch vor allem der Grundsatz: Bleibt selbst im eigenen Land, aber kommt aus dem Ausland zu uns.<\/p><p>Wir m&ouml;chten unsere Lebensart niemandem vorschreiben, aber wir lassen sie als leuchtendes Beispiel dastehen, wir werden als leuchtendes Beispiel ausstrahlen, dem alle folgen k&ouml;nnen.&nbsp;<\/p><p>Dieses Versprechen hat Trump allerdings nicht gehalten.<\/p><p>Von Anfang an gab es eine Hexenjagd gegen Trump, was umso leichter war, da er ein besonderes Talent hat, &auml;u&szlig;erst unsympathisch aufzutreten.<\/p><p>Die au&szlig;enpolitische Sprecherin der Gr&uuml;nen in &Ouml;sterreich behauptete, dass die Menschenrechte so wichtig seien, dass sie in jedem Land eingefordert werden m&uuml;ssten, wo sie missachtet werden, um autorit&auml;re Machtgel&uuml;st einzubremsen. Auch den USA seien massive Fehler unterlaufen. Auf meine Frage, ob sie unter massiven Fehlern alle die v&ouml;lkerrechtswidrigen Kriege und Regime-Changes mit Tausenden von Toten verstehe, bekam ich die Antwort:&nbsp;Nicht mehr antworten :)&nbsp;<\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nIlse Bleier<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Redaktion,<br>\n&nbsp;<br>\nder angesprochene Beitrag zur besseren Verst&auml;ndlichmachung der Vorg&auml;nge in der US-amerikanischen Politik generell trifft die Dinge pr&auml;zise.<\/p><p>Hatten wir es nicht &ouml;fters schon mit politischen Newcomern zu tun, von denen der einfache B&uuml;rger sagte:&nbsp; Endlich mal einer, der die Dinge nach langem Quergang wieder ins Lot bringt( nicht bringen will), was sich dann im Nachhinein immer als frommes Wunschdenken herausgestellt hat.<\/p><p>Der Beispiele g&auml;be es viele, deshalb eines aus der j&uuml;ngeren Vergangenheit.&nbsp; Waren die Erwartungen an Obama nicht ebenfalls von diesem Wunschdenken befrachtet?&nbsp; Ja, das waren sie ohne Zweifel, denn alles was von seiner Administration sp&auml;ter initiiert wurde entsprach keineswegs den Erwartungen z.B. hier in diesem Land.&nbsp; Schon als Obama nicht am Brandenburger Tor seine Rede halten durfte und an die Siegess&auml;ule ausweichen musste, gab mir sehr zu denken, ob da nicht im Hintergrund schon Dinge im Gang waren, die der deutschen Seite nicht besonders gefiel. Ich erinnere in diesem Zusammenhang an die wirtschaftspolitischen Ma&szlig;nahmen der Staaten gegen die Deutsche Bank, VW und diverse andere Unternehmen, wie sp&auml;ter dann Bayer bzgl. Monsanto-&Uuml;bernahme mit all den finanziellen Folgen f&uuml;r dieses Unternehmen versus der anh&auml;ngigen Klagen in den USA wegen Schadensersatz in Bezug Verwendung und Herstellung des Wirkstoffes Glyphosat, das man sich wider besseres Wissen durch den Erwerb von Monsanto selbst als faules Ei ins Nest gelegt hat, mit seiner nach &uuml;berwiegender Meinung von Onkologen und anderen Wissenschaftlern, in Bezug zu seiner Verursacherrolle von Krebs beim Menschen.<\/p><p>Legen wir mal die subjektiven Dinge beiseite, die speziell auf die Gesundheitsdebatte Einfluss genommen haben, bleibt am Ende immer wieder eines zu konstatieren:&nbsp; Sie hatten in erster Linie den Zweck unliebsame Konkurrenten aus dem Gesch&auml;ft zu dr&auml;ngen.<\/p><p>Wer das nicht sehen will, verkennt einfach die Spielregeln, um die es in diesen Etagen der Wirtschaft eindeutig geht.<\/p><p>Will mir einer erkl&auml;ren, dass keiner in den USA vom manipulativem Charakter &nbsp;der Updates bei VW-Produkten gewusst haben will. Ich halte genau dies f&uuml;r Volksverdummung. Man hat das selbstverst&auml;ndlich gewusst, weil man selber am Tropf hing. Erst als es der amerikanischen Autoindustrie begann so zu gehen, dass ein m&ouml;gliches Wegbrechen f&uuml;r die Wirtschaft zu bef&uuml;rchten war, setzten sich die Kr&auml;fte durch, die daf&uuml;r gesorgt haben, dass die Schwindeleien ans Licht kamen. Selbstverst&auml;ndlich kann ich meine Vermutung nicht beweisen, jedoch k&ouml;nnte man die Vorg&auml;nge um diese Fragestellungen in den USA vom Gedanken des &bdquo;Deep State&ldquo; durchaus damit in Verbindung bringen, dass eben einer der es &bdquo;gut&ldquo; gemeint hat (Trump&nbsp; eben, spekuliere ich mal) durch diese Fallstricke nicht mehr in der Lage war seinem eigenen Motto treu zu bleiben.&nbsp; Die verlorene Wahl sagt da so manches..<\/p><p>Als Indikator m&ouml;chte ich ( vielleicht v&ouml;llig falsch) mal annehmen, dass die vielen Wechsel im White House beim Personal nicht als Beweis von nachdenklich gestimmten Personen herhalten kann, die von ihrem Gewissen verpflichtet sich abwandten, &nbsp;sondern vielleicht auch als Beweis dienen kann, dass man da unter Trump seine Partikularinteressen nicht so durchsetzen konnte wie es den Geschassten besser gefallen h&auml;tte.<\/p><p>Wie dem auch sei, wir, die Plebejer,&nbsp; haben nicht die Spur einer Chance je auch nur den Zipfel der Wahrheit zu erhaschen. Wir werden auf jeden Fall weiter belogen.&nbsp; Einmal von den Einen und ein andermal von den Anderen.<\/p><p>Keine sch&ouml;nen Aussichten.<\/p><p>Mit den besten Gr&uuml;&szlig;en an die Nachdenkseiten<br>\nW.Schuckmann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag,<\/p><p>ich finde gut, dass Sie diese unterschiedlichen Einsch&auml;tzungen hier vorbringen und teile auch die Anmerkungen von Albrecht M&uuml;ller zum Artikel von Bittner.<\/p><p>Mir fehlt darin aber der Hinweis auf die verheerende Umweltpolitik Trumps. Allein unter diesem Aspekt bin ich froh, dass Trump abgew&auml;hlt wurde, auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob Biden da rasch &Auml;nderungen voranbringt. Seine Au&szlig;enpolitik f&uuml;rchte ich, weil sie unseren unvern&uuml;nftigen Transatlantikern gro&szlig;en Auftrieb gibt.<\/p><p>Mit besten Gr&uuml;&szlig;en<br>\nFelix Winter<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr gesch&auml;tzter Albrecht M&uuml;ller, sehr geehrter Wolfgang Bittner, <\/p><p>ich m&ouml;chte mit einem Zitat beginnen &ndash; &ldquo;Den Wald vor lauter B&auml;umen nicht sehen&rdquo; von Christoph Martin Wieland (1733-1813), ein deutscher Dichter, &Uuml;bersetzer und Herausgeber zur Zeit der Aufkl&auml;rung. Dieses Zitat schoss mir in den Kopf bzw. war mein pr&auml;gnantester Gedanke w&auml;hrend des Lesens des Artikels und es (das Zitat) erscheint mir sehr geeignet meine Einsch&auml;tzung hinsichtlich des Artikels zu verdeutlichen. <\/p><p>Im Vergleich zu Ihnen sehr gesch&auml;tzter Albrecht M&uuml;ller (SPD) bzw. zu dem von mir ebenfalls sehr gesch&auml;tzten Willy Wimmer (CDU) mag ich bei mir kaum von politischer Erfahrung reden, doch ich habe mir insbesondere in den letzten 10-20 Jahren eine eigene politische Denk- und Sichtweise\/einen eigenen politischen Standpunkt (im Rahmen meiner M&ouml;glichkeiten\/im Rahmen meiner Lebensweise\/-umst&auml;nde) erarbeitet. Dieser eigene politische Standpunkt l&auml;sst mich mit Blick auf den o.g. Artikel zu folgender, pers&ouml;nlicher Einsch&auml;tzung kommen: <\/p><p>Ich teile voll umf&auml;nglich den von Ihnen Dr. jur. Wolfgang Bittner (Schriftsteller und Publizist) sehr gut beschriebenen erbitterten Kampf von Donald Trump gegen das US-Establishment (von ihnen auch als &ldquo;Tiefer Staat&rdquo; bezeichnet), sowie die diesbez&uuml;gliche, auch von Ihnen Albrecht M&uuml;ller vertretene und damit unterst&uuml;tzende Auffassung, dass wir es in den USA mit einem &ldquo;Deep State&rdquo; zu tun haben. <\/p><p>Der Blick in o.g. Artikel richtet sich meines Erachtens (m.E.) jedoch zu sehr auf diese Auseinandersetzung bzw. darauf, ob nun Donald Trump genau so schlimm ist oder schlimmer wie seine Vorg&auml;nger. Denn egal wer nun &ldquo;der Schlimmere&rdquo; ist bzw. &ldquo;die Schlimmeren&rdquo; sind, dar&uuml;ber hinaus wird m.E. n&auml;mlich vergessen, die f&uuml;r mich entscheidende, wichtige, &uuml;bergeordnete politisch\/ideologische Einordnung aller Protagonisten vorzunehmen (unabh&auml;ngig davon ob nun Republikaner\/&rdquo;Demokraten&rdquo; bzw. ob Nationalist oder &ldquo;Globalist&rdquo;) &ndash; und zwar aus dem Blickwinkel der von mir unterstellten friedlichen Interessen\/Bed&uuml;rfnisse der (&ldquo;normalen&rdquo;\/i.d.R. hart arbeitenden) Bev&ouml;lkerungsmehrheit (ob nun in den USA oder anderswo). <\/p><p>Insofern stellt die hier diskutierte\/m.E. im Vordergrund stehende, f&uuml;r mich aber nachrangige Frage, wer der &ldquo;Schlimmere&rdquo; ist, m.E. einen Sturm im Wasserglas&rdquo; dar und verstellt den Blick auf die m.E. wichtigere (f&uuml;r mich &uuml;bergeordnete) Fragestellung aus Sicht der von mir unterstellten friedlichen Interessen\/Bed&uuml;rfnisse der (&ldquo;normalen&rdquo;\/i.d.R. hart arbeitenden) Bev&ouml;lkerungsmehrheit. <\/p><p>Denn diese, von mir unterstellten friedlichen Interessen\/Bed&uuml;rfnisse der (&ldquo;normalen&rdquo;\/i.d.R. hart arbeitenden) Bev&ouml;lkerungsmehrheit werden weder von&nbsp; Republikaner\/&rdquo;Demokraten&rdquo; noch von Nationalisten oder &ldquo;Globalisten&rdquo; vertreten werden (genau wie in Deutschland). Insofern halte ich die Diskussion dar&uuml;ber wer &ldquo;schlimmer&rdquo; ist f&uuml;r nachrangig bzw. f&uuml;r irref&uuml;hrend also f&uuml;r den ber&uuml;hmten Streit\/Kampf zwischen\/um Pest und\/oder Cholera. Wie gesagt, immer mit Blick auf die f&uuml;r mich entscheidende Einordnung in Bezug auf die von mir unterstellten friedlichen Interessen\/Bed&uuml;rfnisse der (&ldquo;normalen&rdquo;\/i.d.R. hart arbeitenden) Bev&ouml;lkerungsmehrheit. <\/p><p>Der erbitterte Streit zwischen Trump (den ich pers&ouml;nlich im rechtslastig nationalistisch politischen Lager verorte) und dem global orientierten US-Establishment (zu dem m.E. sowohl Republikaner als auch &ldquo;Demokraten&rdquo; geh&ouml;ren) ist aus meiner Sicht ein Streit\/Kampf unter Heuchlern, erfolgt der Bezug\/die Einordnung auf die von mir unterstellten friedlichen Interessen\/Bed&uuml;rfnisse der (&ldquo;normalen&rdquo;\/i.d.R. hart arbeitenden) Bev&ouml;lkerungsmehrheit (ob nun in den USA oder anderswo &ndash; insb. auch in Deutschland). <\/p><p>Das Stichwort &ldquo;Heuchler&rdquo; f&uuml;hrt mich abschlie&szlig;end zu einem anderen, treffenden Zitat von Christoph Martin Wieland (1733-1813) auf das ich bei meinen Recherchen gesto&szlig;en bin und sich insbesondere auch an die regierenden, deutschen Parteien\/PolitikerInnen richtet:<br>\n&ldquo;Alle Menschen sind mehr oder weniger zum heucheln geneigt, doch nur derjenige ist wirklich ein Heuchler, der andere zu seinem Vorteil und fast immer zu ihrem oder eines dritten Schaden hintergeht&rdquo;. <\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nAndreas Rommel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>ich befasse mich gern und ausf&uuml;hrlich mit Beitr&auml;gen und Ver&ouml;ffentlichungen von Wolfgang Bittner und Willy Wimmer, mit ihren Einsch&auml;tzungen zur Weltlage stimme ich weitgehend &uuml;berein, nur historisch sind ihre Darstellungen nicht immer exakt, auch blenden sie bisweilen wesentliche Zusammenh&auml;nge, die Handlungen Deutschlands betreffen, aus, was in meinen Augen die Sicht verzerrt.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p><p>Was Ihre Anmerkungen zum Artikel &bdquo;Trump und das US-Establishment&ldquo; betrifft, m&ouml;chte ich dagegen halten:<\/p><p>Trump hat definitiv keinen Krieg gef&uuml;hrt, unter seiner Regierung gingen zwar vom State Department und vom &nbsp;Pentagon aggressive Schritte gegen Syrien, Venezuela, Iran, China und einige weitere Staaten aus, es bleibt aber f&uuml;r mich die Frage, wer in den USA tats&auml;chlich das Handeln bestimmt, wie sehr ein Mike Pompeo oder Mark Esper dem &bdquo;Deep State&ldquo; verpflichtet sind und inwieweit ein US-Pr&auml;sident &uuml;berhaupt in der Lage ist, in eigener Verantwortung Politik zu machen. Ihrer Formulierung, Trump habe &bdquo;eine Reihe von m&ouml;glichen kriegerischen Auseinandersetzungen vorbereitet&ldquo;, kann ich so nicht zustimmen. &bdquo;America first&ldquo; betraf in erster Linie die kostspielige Einmischung in anderen L&auml;ndern, vor allem die Kriege, Trump stellte ja sogar den Sinn der NATO in Frage. Dass sich das Establishment \/ der &bdquo;Deep State&ldquo; mit Hilfe seiner Medienmacht massiv gegen solche Ziele wehrte und Trump in den ganzen vier Jahren durch &bdquo;Russiagate&ldquo;, &bdquo;Impeachment&ldquo; und schlie&szlig;lich unter Instrumentalisierung der Coronakrise und BLM-Bewegung daran hindern konnte, sie umzusetzen, liegt auf der Hand. Nicht sein &bdquo;Egoismus&ldquo; ist Ursache seiner chaotischen und f&uuml;rchterlichen Ma&szlig;nahmen, sondern die Unm&ouml;glichkeit, als Pr&auml;sident unabh&auml;ngig die eigentlichen Vorhaben umzusetzen. Den fundamentalen Konflikt mit China hat Trump von seinen Vorg&auml;ngern geerbt, nicht erst selbst &bdquo;aufbereitet&ldquo;.<\/p><p>Ich stimme Bittners Einsch&auml;tzung zu Trumps Pr&auml;sidentschaft voll und ganz zu.<br>\n<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66724\">nachdenkseiten.de\/?p=66724<\/a><\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nBrigitta K&uuml;ster-Sartori<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Bittner, liebe Nachdenkseiten,<\/p><p>sorry diese ganze Trump-Show ist doch genau das:<br>\nShow, die die Menschen spaltet nach dem Prinzip &ldquo;Teile und Herrsche&rdquo;.<\/p><p>Wie Ronald Reagan ist Trump langj&auml;hriger Schauspieler und er spielt seine Rolle.<br>\nZu Ihrem Artikel:<\/p><p>&ldquo;Unserer Bewegung geht es darum, ein gescheitertes und korruptes politisches Establishment &hellip; zu ersetzen&rdquo;.<br>\n&ldquo;Wir &uuml;bertragen die Macht von Washington zur&uuml;ck an euch, das Volk.&ldquo;<br>\n-&gt; nichts derartiges ist passiert, er hat seine Regierung alleinig mit genau solchen korrupten Politikern wieder besetzt<br>\nwurde H. Clinton juristisch belangt, wie angek&uuml;ndigt ? nein<br>\nwurde Assagne begnadigt, wie angek&uuml;ndigt ? nein<br>\neine seiner ersten Amtshandlungen war die Verabschiedung von Steuerschenkungen in gigantischer H&ouml;he f&uuml;r die Reichen und Brosamen f&uuml;r den Rest<\/p><p>&bdquo;Ich denke, in den Irak zu gehen, war einer der gr&ouml;&szlig;ten Fehler in der Geschichte unseres Landes&rdquo;<br>\n-&gt; immer noch im Irak, trotz Ausage von der irakischen Regierung, dass sie das nicht m&ouml;chten<\/p><p>&ldquo;wir werden als leuchtendes Beispiel ausstrahlen, dem alle folgen k&ouml;nnen&rdquo;<br>\n-&gt; illegale Luftangriffe auf Syrien<br>\n&Ouml;ldiebstahl in Syrien<br>\nDrohnenmord an iranisch\/irakischen\/afghanischen B&uuml;rgern<br>\nkein einziger der illegalen Milit&auml;reins&auml;tze seines Vorg&auml;ngers wurde beendet<br>\nMaga bedeutet USA wird zum ungeschminkten Bully auf dem Globus (spart Geld f&uuml;r die Schminke)<br>\nStart Handelskrieg mit China und EU<br>\nSanktionen statt Diplomatie<br>\nSteigerung der ohnehin schon gigantischen Milit&auml;rausgaben<br>\nExplosion der Staatsverschuldung<\/p><p>Wie immer muss man nicht auf die Worte h&ouml;ren, sondern auf die Taten schauen.<br>\nEs ist dasselbe passiert wie bei Obama.<br>\nAlles m&ouml;gliche verprochen, das Gegenteil wird gemacht.<\/p><p>Solange die V&ouml;lker der Welt immer wieder ihre Zustimmung dazu geben, von wem auch immer beherrscht zu werden,<br>\nwird genau das passieren: sie werden beherrscht, &uuml;berwacht, entrechtet und ausgepl&uuml;ndert.<\/p><p>Jede Delegation von Verantwortung zu einem Herrscher wird an diesem Grundproblem nichts &auml;ndern.<br>\nDie einzige L&ouml;sung: die Verantwortung nicht delegieren!<br>\nMit der Wahl einer korrupten Regierung (und das sind letztendlich alle) macht man sich mitschuldig.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nN.N.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden Emailadressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Wolfgang Bittner<\/strong> macht <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66724\">in diesem Beitrag<\/a> darauf aufmerksam, dass Donald Trump sich w&auml;hrend des vorletzten Wahlkampfes und mit seiner Antrittsrede gegen das Establishment gewandt habe. U.a. habe er Frieden mit Russland und ein gemeinsames Agieren in Syrien gewollt. Das sei auf Widerstand durch das US-Establishment und dessen Hilfskr&auml;fte gesto&szlig;en. 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