{"id":67531,"date":"2020-12-01T08:22:47","date_gmt":"2020-12-01T07:22:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67531"},"modified":"2020-12-01T08:22:47","modified_gmt":"2020-12-01T07:22:47","slug":"hinweise-des-tages-3752","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67531","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67531#h01\">Den Tod kann uns niemand ersparen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67531#h02\">Kommt die Gesundheitskatastrophe zum Advent?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67531#h03\">Gr&uuml;nen-Chefin Baerbock will mehr Geld f&uuml;r die Bundeswehr ausgeben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67531#h04\">Das bedingungslose Grundeinkommen ist keine L&ouml;sung &ndash; auch nicht w&auml;hrend der Corona-Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67531#h05\">Eine Vorstellung von Schulden wie die schw&auml;bische Hausfrau<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67531#h06\">Inflation f&auml;llt auf tiefsten Stand seit Januar 2015<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67531#h07\">Geringster Anstieg der Tarifl&ouml;hne seit neun Jahren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67531#h08\">Kuschen in der Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67531#h09\">Die Sieben-Tages-Inzidenz ist zu pauschal &ndash; und hat zu pauschale Ma&szlig;nahmen zur Folge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67531#h10\">80.000 Taxifahrer k&ouml;nnten bis Ende 2021 aufgeben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67531#h11\">Pandemie und Freiheitsrechte &ndash; Die offene Gesellschaft steht unter Vorbehalt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67531#h12\">Menschen verk&uuml;mmern zu Tode<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67531#h13\">Wenn Freiheit sich selbst zerst&ouml;rt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67531#h14\">Der Krieg der herrschenden Elite in den USA gegen die Wahrheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67531#h15\">Vor &Uuml;berheblichkeit strotzend<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67531#h16\">Besinnen wir uns unserer Werte!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67531#h17\">Die leben da oben doch in einer Blase<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67531#h18\">Die US-Pr&auml;sidentschaftswahl und ihre eher unpolitische Darstellung im Fernsehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67531#h19\">Nation, NATO, Krieg: Milit&auml;rseelsorger nach US-Zuschnitt f&uuml;r die Ukraine<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Den Tod kann uns niemand ersparen<\/strong><br>\nWenn man es zynisch sehen will, dann belegt auch die Corona-Pandemie die Unf&auml;higkeit der modernen Gesellschaft, den Gedanken an das eigene Ende auszuhalten. Dort, wo wir um jeden Preis verhindern wollen, dass auch nur irgendjemand an Corona stirbt.<br>\nIn Deutschland sind mehr &uuml;ber 100-J&auml;hrige an Corona gestorben als unter 40-J&auml;hrige. Zwei Drittel der rund 14 000 Corona-Opfer waren &auml;lter als 80 Jahre. Etwa die H&auml;lfte der Verstorbenen steckte sich in Pflegeheimen und Kliniken an. Man kann also zun&auml;chst einmal ohne Wertung feststellen, dass diese Krankheit &ndash; jedenfalls in diesem reichen, medizinisch gut versorgten Land &ndash; vorwiegend eine Gefahr f&uuml;r Hochbetagte darstellt. Und dass sie besonders gef&auml;hrlich f&uuml;r diejenigen ist, die wegen Gebrechlichkeit hospitalisiert sind.<br>\nDieser Befund ist aber in Deutschland ein Politikum. Boris Palmer, der gr&uuml;ne Oberb&uuml;rgermeister von T&uuml;bingen, sah sich mit einem &ouml;ffentlichen Scherbengericht konfrontiert, als er, tats&auml;chlich ziemlich unsensibel, sagte, wir retteten in der Corona-Krise wom&ouml;glich Menschen, &laquo;die in einem halben Jahr sowieso tot w&auml;ren&raquo;.<br>\nEs gibt gute historische Gr&uuml;nde daf&uuml;r, dass sich in Deutschland jeder Gedanke verbietet, der auch nur in die N&auml;he einer Unterscheidung zwischen lebenswertem und &laquo;lebensunwertem&raquo; Leben zu f&uuml;hren scheint.<br>\nInsofern sind die Betonung der generationen&uuml;bergreifenden Solidarit&auml;t und die Forderung nach R&uuml;cksichtnahme auf die &Auml;lteren in dieser Zeit v&ouml;llig richtig. Sie ist aber nicht in jedem Fall so reinherzig, wie sie klingt. Denn erstens wird die Solidarit&auml;tsverpflichtung gern als moralisierendes K.-o.-Argument gegen&uuml;ber denen eingesetzt, welche die gegenw&auml;rtige Corona-Politik der Bundesregierung und der Landesregierungen kritisieren, selbst wenn sie gute Gr&uuml;nde haben. Zweitens, und da wird die Sache heuchlerisch, ist den meisten von uns, wenn es nicht gerade um eigene Eltern oder Grosseltern geht, das Leben und Sterben von Hochbetagten in unserer Gesellschaft herzlich egal.<br>\nZugespitzt: Wir tun im Moment alles, damit alte Menschen nicht an Corona sterben, aber wie einsam, wie verzweifelt und wie ungeborgen manche von ihnen sonst sterben m&uuml;ssen, interessiert uns nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/den-tod-kann-uns-niemand-ersparen-ld.1588851\">NZZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Kommt die Gesundheitskatastrophe zum Advent?<\/strong><br>\n&Auml;rzte sagen: Deutschlands Krankenh&auml;user stehen in drei Wochen vor dem Kollaps. Und das lasse sich nicht mehr verhindern. (&hellip;)<br>\nUnd die Patienten werden kommen, da sind die &Auml;rzte sich sicher. Sie sagen, in drei Wochen sind alle noch verf&uuml;gbaren Intensivbetten belegt. Und zwar unabh&auml;ngig davon, ob der Teil-Lockdown Wirkung zeigt oder nicht. Die &Auml;rzte glauben, dass die Einschr&auml;nkungen verhindern k&ouml;nnen, dass das Gesundheitssystem zusammenbricht, aber nicht, dass es an den Rand der Ersch&ouml;pfung gebracht wird.<br>\nIhre Rechnung ist einfach: Wer sich heute mit Corona infiziert und schwer erkrankt, der landet erst nach Wochen auf der Intensivstation. (&hellip;)<br>\nDie F&auml;lle von morgen tragen das Virus schon in sich. Und sie landen immer h&auml;ufiger in den Krankenh&auml;usern. Im Moment liegen rund 2600 Patienten in Deutschland mit Covid-19 auf der Intensivstation. Gut 7000 Betten sind noch frei, das steht im Melderegister f&uuml;r Intensivbetten, an das die Krankenh&auml;user seit dem Fr&uuml;hjahr ihre freien Betten melden m&uuml;ssen. Doch nach den Berechnungen der Epidemiologen verdoppelt sich die Zahl der schweren F&auml;lle alle zehn Tage.<br>\nFolgt man ihnen, liegen in Deutschland in zehn Tagen 5000 Patienten auf den Intensivstationen und in drei Wochen zehntausend. Das Gesundheitssystem w&auml;re an der Grenze. Und das trotz der neuen Ma&szlig;nahmen. Denn es kann zwei Wochen dauern, bis ein Infizierter krank wird. Sollten die Krankenh&auml;user volllaufen, h&auml;tte das also vor allem mit dem zu tun, was vor den Einschr&auml;nkungen geschah.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/intensivbetten-und-corona-die-katastrophe-von-morgen-17040242.html?premium\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Manchmal ist es ganz interessant, sich die Horrorprognosen von gestern anzuschauen. Der FAZ-Artikel, der einen sicheren Kollaps (egal was da kommen mag) in drei Wochen vorhersagt, ist nun schon etwas &uuml;ber drei Wochen alt und wie wir heute wissen, ist der Kollaps nicht eingetreten. Statt der zehntausend Patienten, haben wir lt. Intensivregister zZt. 3.926 mit Covid-19-Patienten belegte Intensivbetten. Die Zahlen steigen zwar noch, aber seit Anfang November l&auml;ngst nicht mehr so stark wie zuvor. Nach dem von der FAZ erkl&auml;rten Zeitversuch, kann diese Trendwende ja nicht vom Lockdown light kommen. Wovon dann?<\/em><\/p>\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/201201-hdt-01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/201201-hdt-01.png\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Gr&uuml;nen-Chefin Baerbock will mehr Geld f&uuml;r die Bundeswehr ausgeben<\/strong><br>\nDie Gr&uuml;nen-Vorsitzende Annalena Baerbock hat sich offen daf&uuml;r gezeigt, &uuml;ber h&ouml;here Ausgaben f&uuml;r Verteidigung und Bundeswehr nachzudenken: &bdquo;Es fehlen Nachtsichtger&auml;te zum &Uuml;ben, von Flugstunden ganz zu schweigen. Wir m&uuml;ssen uns da ehrlich machen. Ja, in manchen Bereichen muss man mehr investieren, damit Gewehre schie&szlig;en und Nachtsichtger&auml;te funktionieren&ldquo;, sagte Baerbock der &bdquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&ldquo;.<br>\nF&uuml;r den Fall einer gr&uuml;nen Regierungsbeteiligung k&uuml;ndigte die Gr&uuml;nen-Chefin Gespr&auml;che mit Frankreichs Pr&auml;sident Emmanuel Macron an, auch &uuml;ber robuste europ&auml;ische Milit&auml;reins&auml;tze. &bdquo;Einfach wird das nicht. Aber wir d&uuml;rfen uns nicht wegducken&ldquo;, sagte sie.<br>\nVor dem Pr&auml;sidentschaftswechsel in den USA hat Baerbock ein st&auml;rkeres gemeinsames Engagement Europas in der Verteidigungspolitik gefordert: &bdquo;Europa kreist seit Jahren um sich selbst, die Trump-Administration hat der Welt den R&uuml;cken zugekehrt. Die L&uuml;cke, die entstanden ist, f&uuml;llen autorit&auml;re Staaten.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/baerbock-will-bundeswehr-staerken-li.122540\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> F&uuml;r eine Regierungsbeteiligung sind die Gr&uuml;nen offenbar bereit alles &uuml;ber Bord zu werfen f&uuml;r was sie jemals als politische Bewegung angetreten sind.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Aufr&uuml;stungspl&auml;ne von Annalena Baerbock sind regierungsversessen und klimafeindlich<\/strong><br>\n&bdquo;Das Werben der Gr&uuml;nen-Vorsitzenden f&uuml;r mehr Milit&auml;reins&auml;tze und noch mehr Milliarden f&uuml;r die Aufr&uuml;stung gerade auch angesichts Corona-Pandemie und Klima-Krise ist regierungsversessen und verantwortungslos. Klimaschutz bedeutet Abr&uuml;stung, nicht Aufr&uuml;stung&ldquo;, erkl&auml;rt Sevim Dagdelen, abr&uuml;stungspolitische Sprecherin und Obfrau der Fraktion DIE LINKE im Ausw&auml;rtigen Ausschuss. Dagdelen weiter:<br>\n&bdquo;F&uuml;r Schwarz-Gr&uuml;n ist Baerbock offenbar auch zur Aufr&uuml;stung der Bundeswehr bereit. DIE LINKE lehnt die geplante Erh&ouml;hung des Wehretats der Bundeswehr um 1,16 auf dann 46,81 Milliarden Euro ab. Eine deutliche Absenkung der Milit&auml;rausgaben und die St&auml;rkung des V&ouml;lkerrechts muss das sicherheitspolitische Gebot der Stunde sein, nicht das Verpulvern weiterer Milliarden Euro f&uuml;r die Aufr&uuml;stung der Bundeswehr und das Eintreten f&uuml;r Kriegseins&auml;tze auch ohne UN-Mandat. Notwendig ist gerade auch mit Blick auf die globalen Kosten der Corona-Pandemie eine klare Absage an die weitere Aufr&uuml;stung der NATO-Staaten, die zusammen schon heute &uuml;ber 830 Milliarden Euro pro Jahr f&uuml;r R&uuml;stung und Milit&auml;r ausgeben.<br>\nStatt emsig nach neuen Aufgabenfeldern f&uuml;r die NATO zu suchen, um die Aufr&uuml;stung wie gehabt vorantreiben zu k&ouml;nnen, fordert DIE LINKE die Aufl&ouml;sung des &uuml;berlebten Milit&auml;rpakts und den sofortigen Austritt aus den milit&auml;rischen Strukturen. Der Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland darf nicht auf den Sankt-Nimmerleinstag verschoben werden.<br>\nEs ist besch&auml;mend wie ern&uuml;chternd, wie sich die Gr&uuml;nen wegducken vor einer verantwortlichen Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik, die auf Kooperation setzt statt auf milit&auml;rische Daueraufr&uuml;stung. Das Festhalten an der Konfrontation gegen Russland und China ist brandgef&auml;hrlich, auch unter dem Deckmantel der EU.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/aufruestungsplaene-von-annalena-baerbock-sind-regierungsversessen-und-klimafeindlich\/\">Fraktion Die Linke im Bundestag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Das bedingungslose Grundeinkommen ist keine L&ouml;sung &ndash; auch nicht w&auml;hrend der Corona-Krise<\/strong><br>\nDa ihnen wegen der Covid-19-Pandemie die Auftr&auml;ge, Engagements oder Auftritte wegbrechen, geh&ouml;ren Soloselbstst&auml;ndige, Freiberuflerinnen, Kreative, K&uuml;nstler und Kleinstunternehmerinnen, die keine finanziellen R&uuml;cklagen bilden konnten, neben Obdachlosen und Bettelnden, denen kaum noch Spenden zuflie&szlig;en, weil die Stra&szlig;en leer sind und Passanten sich vor Ansteckung f&uuml;rchten, sowie Transferleistungsbezieher und Minirentnerinnen, die im ersten Lockdown vor geschlossenen Lebensmitteltafeln standen, zu den Hauptleidtragenden der Corona-Krise. Dass ihnen der Staat m&ouml;glichst schnell, unb&uuml;rokratisch und konsequent unter die Arme greifen muss, ist schwerlich zu bestreiten.<br>\nH&ouml;chst umstritten ist allerdings, wie das geschehen soll. In einer un&uuml;bersichtlichen Krisensituation wie der Covid-19-Pandemie nimmt die Attraktivit&auml;t plakativer Forderungen und simpler L&ouml;sungen f&uuml;r komplexe Probleme stark zu. Bef&uuml;rworterinnen und Bef&uuml;rworter eines bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) nutzten diese Gelegenheit, um f&uuml;r ihr Konzept zu werben, und argumentierten, die au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Umst&auml;nde erforderten unkonventionelle L&ouml;sungen. In einer Petition an den Bundestag wurde die Einf&uuml;hrung eines bedingungslosen Grundeinkommens von monatlich 800 bis 1.200 Euro pro Person f&uuml;r ein halbes Jahr gefordert. Dadurch solle Armut und der sozialen Absturz vieler Millionen Menschen verhindert werden. Gleichzeitig w&uuml;rde dies aber auch die Massenkaufkraft erh&ouml;hen, den Konsum ankurbeln und damit die Volkswirtschaft st&uuml;tzen. &hellip;<br>\nMeist werden die mit dem bedingungslosen Grundeinkommen verbundenen Kosten &ndash; zwischen mehreren hundert Milliarden und &uuml;ber einer Billion Euro j&auml;hrlich &ndash; untersch&auml;tzt oder gar nicht erst thematisiert. &hellip;<br>\nDie alte Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen mit dem Hinweis auf die Pandemie aufzuh&uuml;bschen ist &auml;hnlich verquer, wie unter Bezugnahme auf eben diese Corona-Krise eine Senkung der Unternehmensbesteuerung, die Komplettabschaffung des Solidarit&auml;tszuschlages und weitere Erleichterungen bei der Erbschaftsteuer f&uuml;r Firmenerben zu fordern, wie es Mainstream-&Ouml;konomen und Wirtschaftslobbyisten tun.<br>\nDas Grundeinkommen soll die Sozialhilfe, das Arbeitslosengeld II, das Sozialgeld, die Grundsicherung im Alter, den Kinderzuschlag und das Wohngeld ersetzen. Zu bef&uuml;rchten ist, dass &uuml;ber kurz oder lang alle genannten und zahlreiche weitere Sozialtransfers abgeschafft w&uuml;rden, denn die Kosten des Grundeinkommens w&auml;ren enorm. &hellip;<br>\nMit dem bedingungslosen Grundeinkommen w&uuml;rde eine Sozialpolitik nach dem Gie&szlig;kannenprinzip gemacht, statt ihre begrenzten Ressourcen im Sinne der Einzelfallgerechtigkeit auf jene Personen zu konzentrieren, die sie wirklich brauchen. Schon die alten Griechen wussten: Gleiche m&uuml;ssen gleich und Ungleiche ungleich behandelt werden, wenn es gerecht zugehen soll. Mario Barth, Dieter Bohlen und Helene Fischer brauchen ebenso wenig Staatshilfe wie Gerhard Richter, weil sie Multimillion&auml;re sind. Hingegen k&ouml;nnten die scheinselbstst&auml;ndige Maskenbildnerin, der freiberuflich t&auml;tige Messebauer, die Honorarkraft in der Erwachsenenbildung und die prek&auml;r besch&auml;ftigte Grafikdesignerin von einem Grundeinkommen nicht einmal ihre Miete zahlen, wenn sie in einer begehrten Gro&szlig;stadtlage wohnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/bedingungsloses-grundeinkommen-bge-kritik-butterwegge-buergerversicherung\/\">Christoph Butterwegge auf Jacobin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Eine Vorstellung von Schulden wie die schw&auml;bische Hausfrau<\/strong><br>\nNoch einmal 180 Milliarden Euro will der Bund im n&auml;chsten Jahr an Schulden aufnehmen, um die Folgen der Corona-Pandemie abzufedern, das ist ann&auml;hernd so viel wie 2020, als die Neuverschuldung coronabedingt um 217 Milliarden stieg. Muss der Staat angesichts dieser Schuldenlast k&uuml;nftig wieder mehr sparen, und m&uuml;ssen auch die Menschen den G&uuml;rtel wieder enger schnallen?<br>\nL&auml;ngerfristiger Einbruch bei den Staatseinnahmen?<br>\nPolitiker wie der nieders&auml;chsische Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU) gehen davon aus, dass die Staatseinnahmen zehn Jahre lang unter dem vor der Coronakrise erwarteten Niveau liegen werden, wenn nicht noch l&auml;nger:<br>\n&bdquo;Insofern m&uuml;ssen wir die Menschen darauf vorbereiten, dass wir weniger haben und dass wir auch diese Schulden zur&uuml;ckzahlen m&uuml;ssen&ldquo;, sagt er im Deutschlandfunk. &bdquo;Bevor wir Steuererh&ouml;hungen oder Solibeitr&auml;ge oder &Auml;hnliches diskutieren, sollten wir dann eine offene Diskussion mit den Menschen f&uuml;hren, welche Dinge wir uns noch leisten wollen und welche wir uns vielleicht in Zukunft nicht mehr leisten k&ouml;nnen.&ldquo;<br>\nDer Publizist Mathias Greffrath findet das falsch. &bdquo;Eine Vorstellung von Schulden, wie die schw&auml;bische Hausfrau sie hat&ldquo;, sagt er mit Blick auf die &ndash; allerdings hoch umstrittene -Moderne Geldtheorie (Modern Monetary Theory). Diese besage: &bdquo;Staaten k&ouml;nnen Schulden machen und sie m&uuml;ssen die Schulden nicht abbezahlen, sie m&uuml;ssen nur daf&uuml;r sorgen, dass sie die Tilgung bezahlen k&ouml;nnen.&ldquo;<br>\nGreffrath h&auml;lt die Schuldensituation offenbar noch f&uuml;r bew&auml;ltigbar: &bdquo;Wir sind auf jeden Fall nicht so hoch in der Neuverschuldung &ndash;  auch in der geplanten Neuverschuldung &ndash; wie nach der Finanzkrise 2008, und das haben wir ja in vier, f&uuml;nf, sechs, sieben Jahren abgebaut.&ldquo;<br>\nDarum, dass alle den G&uuml;rtel enger schnallen sollen, geht es Greffrath zufolge bei der Verzichtsrhetorik auch nicht, wie er kritisiert. Denn diejenigen, die sagten, &bdquo;wir&ldquo; m&uuml;ssten uns einschr&auml;nken, seien auf der anderen Seite gegen einen Corona-Soli oder gegen eine Verm&ouml;genssteuer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/mathias-greffrath-zur-verzichtsdebatte-eine-vorstellung-von.2950.de.html?dram:article_id=488350\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Inflation f&auml;llt auf tiefsten Stand seit Januar 2015<\/strong><br>\nDie Inflation in Deutschland ist auch im November wieder unter die Null gesunken. Es war bereits der vierte Monat in Folge mit einer Inflation unter Null. Ged&auml;mpft von der Mehrwertsteuersenkung und stark gefallenen Energiepreisen lagen die Verbraucherpreise 0,3 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats, teilte das Statistische Bundesamt mit. Damit ist das Leben f&uuml;r Verbraucherinnen und Verbraucher im Schnitt etwas billiger geworden. Zum Oktober dieses Jahres sanken die Verbraucherpreise um 0,8 Prozent, hie&szlig; es.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2020-11\/inflation-deutschland-verbraucherpreise-corona-mehrwertsteuersenkung\">Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Sch&ouml;n formuliert nur um nicht das b&ouml;se Wort Deflation aufschreiben zu m&uuml;ssen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Geringster Anstieg der Tarifl&ouml;hne seit neun Jahren<\/strong><br>\nDie Millionen Besch&auml;ftigten mit Tarifvertrag mussten sich im dritten Quartal mit dem geringsten Verdienstzuwachs seit rund neun Jahren begn&uuml;gen. Die Tarifverdienste legten um durchschnittlich 1,2 Prozent zum Vorjahresquartal zu, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Dies war der kleinste Anstieg seit dem zweiten Quartal 2011 mit ebenfalls 1,2 Prozent. Die Besch&auml;ftigten kamen trotzdem auf einen realen Lohnzuwachs, da die Verbraucherpreise zugleich um 0,1 Prozent fielen. Ber&uuml;cksichtigt werden tarifliche Grundverg&uuml;tungen und durch Tarifabschl&uuml;sse festgelegte Sonderzahlungen.<br>\nUnterdurchschnittlich stiegen die Tarifverdienste im Verarbeitenden Gewerbe mit 0,5 Prozent. &ldquo;Dies ist vor allem darauf zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, dass f&uuml;r die Metall- und Elektroindustrie f&uuml;r das Jahr 2020 mit R&uuml;cksicht auf die wirtschaftliche Krise infolge der Corona-Pandemie keine prozentuale Tariferh&ouml;hung vereinbart wurde&rdquo;, erkl&auml;rte das Statistikamt. Im Bereich Grundst&uuml;cks- und Wohnungswesen (plus 0,8 Prozent) und im Baugewerbe (plus 1,0 Prozent) wurde vereinbart, dass die Tariferh&ouml;hungen erst 2021 in Kraft treten. Die zus&auml;tzlichen Corona-Pr&auml;mien werden erst im laufenden vierten Quartal ausgezahlt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.manager-magazin.de\/politik\/deutschland\/tarifloehne-steigen-nur-um-1-2-prozent-kleinster-anstieg-seit-neun-jahren-a-61504601-8e21-41b4-ab04-679b17124ab0\">Manager Magazin<\/a>\n<p><strong>Aber: Die Reichen werden immer reicher<\/strong><br>\nDas Virus bringt Elend und Armut in die Welt. Unternehmen gehen Pleite, Arbeitspl&auml;tze verloren. Das ist die eine Seite der Pandemie. Auf der anderen Seite steht der Glanz jener Unternehmen, die von der Corona-Krise profitieren. Dies sind vor allem die Vorreiter aus der digitalen Welt, die mit zerst&ouml;rerischer Kraft lang etablierte Gesch&auml;ftsmodelle zum Kollaps bringen. Diesen Trend gab es schon vor Corona. Aber das Virus hat ihn beschleunigt.<br>\nAblesen l&auml;sst sich das am Verm&ouml;gen der Milliard&auml;re in aller Welt. Nach einer Studie der Schweizer Gro&szlig;bank UBS und der Beratungsgesellschaft PWC sind die Verm&ouml;gen der Ultrareichen bis Ende Juli 2020 auf ein neues Allzeithoch von 10,2 Billionen Dollar geklettert. Damit ist der bisherige H&ouml;chststand von 8,9 Billionen Dollar, der Ende 2017 erreicht wurde, deutlich &uuml;bertroffen worden. Die Zahl der Milliard&auml;re ist seither um 31 auf 2189 gestiegen. Davon leben 119 in Deutschland. UBS nennt keine Namen. Nach Sch&auml;tzungen des Magazins &bdquo;Forbes&ldquo; sind die Aldi-Erben Beate Heister und Karl Albrecht Junior mit einem Verm&ouml;gen von 41 Milliarden Dollar die reichsten Deutschen gefolgt von Dieter Schwarz (35,6 Milliarden Dollar), dem Eigent&uuml;mer von Lidl und Kaufland.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/die-reichen-werden-waehrend-der-corona-krise-immer-reicher-16989997.html\">FAZ<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Kuschen in der Krise<\/strong><br>\nIn der Metall- und Elektroindustrie laufen sich die Tarifparteien f&uuml;r den Verhandlungsauftakt Mitte Dezember warm. Am vergangenen Donnerstag hat der Vorstand der IG Metall die Vorschl&auml;ge der regionalen Tarifkommissionen best&auml;tigt. Gefordert wird ein Lohnplus von vier Prozent. Der Kapitalverband Gesamtmetall f&uuml;hrt derweil die Krise ins Feld, um die Einkommen der Besch&auml;ftigten in der Branche m&ouml;glichst niedrig zu halten.<br>\nEr sehe in der anstehenden Tarifrunde keinen Verteilungsspielraum, betonte am Freitag der erst tags zuvor ins Amt gew&auml;hlte Chef des Branchenverbands Gesamtmetall, Stefan Wolf. Er glaube, &raquo;viele in der IG Metall haben noch nicht verstanden, in welcher Situation wir uns befinden&laquo;. Das Produktionsniveau liege krisenbedingt 17 Prozent unter jenem des Winters vor der Coronapandemie. Wolf ging sogar soweit, die Gewerkschaft aufzufordern, von vornherein &raquo;Streiks und sonstige Arbeitskampfma&szlig;nahmen&laquo; auszuschlie&szlig;en. Dies nicht zu tun sei &raquo;v&ouml;llig fehl am Platz&laquo;.<br>\nDamit ist die Position der Kapitalseite klar abgesteckt: Die Krisenkosten sollen die Besch&auml;ftigten zahlen. Der Machthebel, mit dem dieses Verteilungsziel erreicht werden soll, ist die Drohung mit Arbeitsplatzverlusten. Er habe &raquo;schon manchmal den Eindruck, dass die IG Metall auf Funktion&auml;rsebene sich von den Menschen in unseren Betrieben ziemlich stark entfernt hat&laquo;, so Wolf weiter. Den Besch&auml;ftigten gehe es in der Krise vor allem um den Erhalt des eigenen Arbeitsplatzes.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/391639.metall-und-elektroindustrie-kuschen-in-der-krise.html\">junge welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die Sieben-Tages-Inzidenz ist zu pauschal &ndash; und hat zu pauschale Ma&szlig;nahmen zur Folge<\/strong><br>\nUm die Wirksamkeit von Ma&szlig;nahmen zu beurteilen, reicht die Sieben-Tages-Inzidenz nicht aus. Der Epidemiologe G&eacute;rard Krause fordert ein mehrdimensionales Vorgehen. [&hellip;]<br>\nDas Konzept der Sieben-Tages-Inzidenz mit seinen Grenzwerten kann die in sie gesetzten Erwartung aus methodischen Gr&uuml;nden nicht erf&uuml;llen und sogar unerw&uuml;nschte Folgen haben. Erstens: Dieser pauschale Indikator verleitet dazu, Ma&szlig;nahmen ebenfalls pauschal in der Allgemeinbev&ouml;lkerung anzusetzen, obgleich ein gezieltes Vorgehen deutlich wirksamer sein k&ouml;nnte.<br>\nZweitens: Erforderliche gesamtgesellschaftliche Ma&szlig;nahmen k&ouml;nnten zu sp&auml;t eingeleitet werden, weil der besagte Indikator aufgrund seiner genannten Defizite nicht anschl&auml;gt. Drittens: Ma&szlig;nahmen k&ouml;nnten invasiver als eigentlich erforderlich in Kraft treten und dabei vermeidbare unerw&uuml;nschte gesundheitliche, soziale oder wirtschaftliche Folgen haben.<br>\nDie Sieben-Tages-Inzidenz ist ein eindimensionales, statisches Konzept. Ein mehrdimensionales, agiles Vorgehen w&auml;re f&uuml;r die n&auml;chsten Monate in der Pandemie besser. Indikatoren mit einem besseren Bezug zur gesundheitlich-gesellschaftlichen Last w&auml;ren dabei die Altersverteilung der Betroffenen, der vorzeitige Tod oder auch die Verf&uuml;gbarkeit medizinischer Versorgungskapazit&auml;t wie beispielsweise Intensiv- und Beatmungspl&auml;tze mit entsprechend qualifiziertem Personal.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/app.handelsblatt.com\/meinung\/gastbeitraege\/gastkommentar-die-sieben-tages-inzidenz-ist-zu-pauschal-und-hat-zu-pauschale-massnahmen-zur-folge\/26663452.html?s=09&amp;ticket=ST-3874515-1Z9bzKPnxC9eyhxN2Qwg-ap5\">G&eacute;rard Krause im Handelsblatt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>80.000 Taxifahrer k&ouml;nnten bis Ende 2021 aufgeben<\/strong><br>\nIm kommenden Jahr k&ouml;nnte es deutlich schwieriger werden, spontan ein Taxi zu bekommen: Ohne zus&auml;tzliche Hilfen rechnet der Taxiverband bis Ende 2021 bundesweit mit einem Verlust von 12.000 Unternehmen und etwa 80.000 Arbeitspl&auml;tzen. Das sind ein Drittel der Arbeitspl&auml;tze und gut ein F&uuml;nftel der Unternehmen &ndash; bisher gibt es bundesweit etwa 55.000 Firmen mit rund 250.000 Jobs. Bereits in diesem Jahr seien allein in Berlin mehr als 1000 Taxis dauerhaft abgemeldet worden. Bis zum Februar gab es laut Verband rund 8100 Taxis in Berlin.<br>\nZuletzt habe sich die Lage in der Taxibranche Verbandsangaben zufolge wegen des Teil-Lockdowns dramatisch zugespitzt. &raquo;Derzeit verlieren wir massenhaft Unternehmen, etliche Menschen verlieren ihren Arbeitsplatz und damit ihre wirtschaftliche Existenz&laquo;, hei&szlig;t es in einem Brief von Vorstand und Pr&auml;sidium des Bundesverbands Taxi und Mietwagen an Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und Finanzminister Olaf Scholz (SPD). Darin hei&szlig;t es, die Branche unterst&uuml;tze die Ma&szlig;nahmen zur Eind&auml;mmung der Pandemie und arbeite mit strikten Hygienekonzepten. Das Taxi- und Mietwagengewerbe lebe aber von der Mobilit&auml;t der Menschen. &raquo;Derzeit kann es davon aber nicht mehr leben.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/taxiverband-zur-coronakrise-rund-jeder-dritte-taxifahrer-koennte-bis-ende-2021-aufgeben-a-85461a80-b559-46c7-87bd-65b2b74d0e40\">Spiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Pandemie und Freiheitsrechte &ndash; Die offene Gesellschaft steht unter Vorbehalt<\/strong><br>\nDer Staat greift mit seinen Corona-Lockdown-Ma&szlig;nahmen massiv in unser Leben ein. Was den einen medizinisch geboten erscheint, weckt bei anderen die Furcht vor &Uuml;berwachung und Denunziation. So auch beim Historiker Ren&eacute; Schlott.<br>\n&bdquo;Das Reich des Guten&ldquo; lautet der Titel eines Buches von Philippe Muray, das im Fr&uuml;hjahr dieses Jahres erstmals in deutscher &Uuml;bersetzung erschien. Anfang der 1990er-Jahre hatte der franz&ouml;sische Philosoph darin eine Dystopie entworfen, die der Lage unseres Landes am Ende dieses annus horribilis &auml;hnlich ist, wenn Muray beschreibt, was das &bdquo;Reich des Guten&ldquo; charakterisiert: B&uuml;rokratie, Denunzierung, die Ausschaltung des Kritikverm&ouml;gens, &bdquo;die obsz&ouml;ne Dressur der Massen&ldquo; und &bdquo;die Uniformierung der Lebensweisen&ldquo;.<br>\nIn Murays &bdquo;Reich&ldquo; ist man ausschlie&szlig;lich einer Sache verpflichtet: dem &bdquo;Guten&ldquo;. Menschliche Leidenschaften oder gar Exzesse gelten als verp&ouml;nt, der Gesundheit allein hat sich alles unterzuordnen. &bdquo;Die zeitgen&ouml;ssische H&ouml;lle ist mit wohlmeinenden Ergebenheiten gepflastert&ldquo;, hie&szlig; es bei Muray schon vor 30 Jahren.<br>\nUnd mit Ergebenheit nahmen wir 2020 untert&auml;nig hin, was uns von einer wohlmeinenden Exekutive als Therapie verordnet wurde. Wie schnell gew&ouml;hnt man sich an ein Leben, in dem der Staat sich anma&szlig;t, &uuml;ber alle sozialen Kontakte selbst innerhalb der Familie und der eigenen vier W&auml;nde zu entscheiden und notfalls alle gesellschaftlichen Beziehungen &ndash; wom&ouml;glich in irreversibler Weise &ndash; zu kappen.<br>\nVerbote mit Gleichg&uuml;ltigkeit hingenommen<br>\nWie rasch wird das vollst&auml;ndige Verbot von Kunst und Kultur zu einer mit Gleichg&uuml;ltigkeit hingenommenen Selbstverst&auml;ndlichkeit, bei der es auf die eine oder andere Lockdownverl&auml;ngerung schon nicht mehr ankommt. Unter Verdacht und Rechtfertigungsdruck stehen heute nicht mehr diejenigen, die Freiheiten einschr&auml;nken, sondern diejenigen, die sie einfordern.<br>\nDenn wir leben Ende 2020 in einem eindimensional normierten Ma&szlig;nahmenstaat, der in vermeintlich ironischen, eigentlich aber zynischen Videobotschaften nicht etwa den Gesundheitsschutz durch Bewegung und eine ausgewogene Ern&auml;hrung propagiert, sondern die von Fernsehen, Chips und Cola begleitete Lethargie zum Ideal stilisiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/pandemie-und-freiheitsrechte-die-offene-gesellschaft-steht.1005.de.html?dram:article_id=488282\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Menschen verk&uuml;mmern zu Tode<\/strong><br>\nIm April 2020, w&auml;hrend des ersten Corona-bedingten Lockdowns, schrieb Pfarrer Thomas Dietz einen Offenen Brief an Dietmar Woidke, SPD, den Ministerpr&auml;sidenten von Brandenburg. Es war ein Notruf an die Politiker seines Landkreises. Darin schilderte der Seelsorger die Situation in der Uckermark:<br>\n&bdquo;Das &ouml;ffentliche Gemeindeleben liegt durch die Regierungsbestimmungen in unserem Land am Boden. Trost, Ermutigung, Orientierung werden unterbunden. Die Menschen ben&ouml;tigen dringend das Gespr&auml;ch und die Gemeinschaft. Sie sind in den vergangenen Wochen in eine Angstpsychose versetzt worden, die ich so in meiner &uuml;ber 32-j&auml;hrigen Arbeit als Seelsorger noch nie erlebte!&ldquo;<br>\nAuf eine Antwort &ndash; im Mai schickte er noch einen zweiten Brief &ndash; mit der Bitte um Austausch, wartet er noch immer. Und die Angst in seiner Gemeinde herrscht bis heute vor. &hellip;<br>\nDie Empfehlung der Bundes- und L&auml;nder-Regierungen, &bdquo;auf alle nicht erforderlichen Kontakte&ldquo; zu verzichten oder bei Kindern den Kontakt auf einen Freund, eine Freundin zu beschr&auml;nken, kritisiert Dietz massiv. N&auml;he und Gemeinschaft sei besonders in Krisenzeiten lebenswichtig.<br>\n&bdquo;Gemeinschaft zu suchen, eine sch&ouml;ne Musik zu erleben, in ein Konzert zu gehen. Sich trauen, in den Gottesdienst zu gehen. Also den Kontakt zur Familie aufrechtzuerhalten. Ja, das finde ich auch so wichtig, also auch zwischen Gro&szlig;eltern und Enkeln und so weiter. Die Leute sind ja so ver&auml;ngstigt, dass sie sich nicht mehr trauen, ihre Enkelkinder in den Arm zu nehmen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/theologen-ueber-einsamkeit-in-corona-zeiten-menschen.886.de.html?dram:article_id=488123%20\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wenn Freiheit sich selbst zerst&ouml;rt<\/strong><br>\nLiberalismus verkommt zu einem Machterhaltungsmittel f&uuml;r die M&auml;chtigen. Wenn sich daran nichts &auml;ndert, wird Freiheit bald nicht mehr begeistern, dann wird sie vor allem gef&uuml;rchtet.<br>\nDass die Freiheit an vielen Orten der Welt gerade unter Druck ger&auml;t, das liegt nicht nur an der Brutalit&auml;t der Rechten, der Rechtspopulisten. Das liegt vor allem am Liberalismus selbst. Populismus ist ein Zeichen der Schw&auml;che des Liberalismus, sagt Slavoj }i~ek. Edward Luce beobachtet einen &ldquo;R&uuml;ckzug des Liberalismus&rdquo;, Timothy Garton Ash eine antiliberale Konterrevolution und Patrick J. Deneen erkl&auml;rt, der Liberalismus habe sich zu Tode gesiegt. Was der Philosoph und Anarcho-Marxist, der britische Journalist, der Historiker und der konservative US-Professor, was diese so unterschiedlichen Intellektuellen unter Liberalismus verstehen, unterscheidet sich stark. Doch sie alle stellen eine nicht neue, daf&uuml;r aber immer folgenreichere Diagnose:<br>\n Der Liberalismus in seiner aktuellen und seit Ende des Kalten Krieges dominanten Form, der Marktliberalismus, will vor allem das selbstbestimmte, kreative, atomisierte Individuum. Narzissten, Egomanen und Selbstausbeuter. Und wer es nicht schafft, ist selbst schuld, weil er seine Freiheit nicht nutzt. Vom Freiheitsversprechen bleibt die Selbstsucht. Das f&uuml;r freiheitliche Gesellschaften so wichtige Vertrauen in Institutionen und Menschen zerf&auml;llt.<br>\nFreiheit ist f&uuml;r viele zur Last, zu einer Pflicht geworden, f&uuml;r manche sogar zu einer Bedrohung. Hier offenbart sich die existenzielle Dimension des Problems: Das, was unsere Art zu leben im Kern ausmacht, erzeugt nicht mehr vor allem Optimismus, nicht mehr vor allem Zukunftszugewandtheit, sondern immer st&auml;rker Angst und Wut. Die W&auml;hler der Trumps, der Orb&aacute;ns, der AfD erwarten von diesen, dass sie Freiheitsrechte, dass sie Grundrechte einschr&auml;nken und ihnen das Leben damit vermeintlich einfacher machen. Sie wollen Grenzen, Mauern oder weniger Pressefreiheit.<br>\nLiberale wollen oft nichts davon wissen, dass die Freiheit zur pers&ouml;nlichen Entfaltung meist nur die genie&szlig;en k&ouml;nnen, die schon frei sind. Der Liberalismus ist heute auch ein Machterhaltungsmittel f&uuml;r die M&auml;chtigen. Privileg schl&auml;gt in Herrschaft um. Und statt gr&ouml;&szlig;erer Chancengleichheit entsteht eine neue Plutokratie. Die Reichen, Jungen und Beweglichen dienen als Auslage und Selbstbest&auml;tigung des Systems. Zur&uuml;ck bleiben keine befreiten Individuen, sondern viele einsame Ohnm&auml;chtige. Da ist es nicht nur eine Randnotiz, dass beispielsweise 22 Prozent der Millenials in den USA sagen, sie h&auml;tten &ldquo;keine Freunde&rdquo;. Schlimmer wirkt das M&auml;rchen der Chancengleichheit: Jeder kann es schaffen, jeder kann oben treiben, der nur heftig genug strampelt. Dieses Leistungsdenken &uuml;bersieht, wie ungleich und ungerecht die Ausgangsbedingungen sind, dass Fett von selbst oben schwimmt. Dass es die Privilegien der einen sind, die die anderen nach unten dr&uuml;cken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/freiheit-liberalismus-marktliberalismus-1.5129772\">SZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Der Krieg der herrschenden Elite in den USA gegen die Wahrheit<\/strong><br>\nDie politischen F&uuml;hrer in den USA zeigen eine zunehmende Realit&auml;tsferne, die ihre Komplizenschaft bei der Machtergreifung durch globale Konzerne und Milliard&auml;re verschleiern soll. Eine ausf&uuml;hrliche Analyse des Journalisten und Pulitzer-Preistr&auml;gers Chris Hedges.<br>\nDer Sieg von Joe Biden machte den langj&auml;hrigen Vorwurf der Demokratischen Partei, Russland habe die US-Wahlen gekapert und kompromittiert, sofort zunichte. Der Sieg Bidens, so beharren die F&uuml;hrer der Demokratischen Partei und ihre H&ouml;flinge in den Medien jetzt, ist ein Beweis daf&uuml;r, dass der demokratische Prozess stark und unbefleckt ist, dass das System funktioniert. Die Wahlen haben den Willen des Volkes best&auml;tigt.<br>\nAber stellen Sie sich vor, Donald Trump w&auml;re wiedergew&auml;hlt worden. W&uuml;rden die Demokraten und die Experten der New York Times, von CNN und MSNBC einem fairen Wahlprozess huldigen? Oder w&uuml;rden sie, nachdem sie vier Jahre lang versucht haben, die Integrit&auml;t des Pr&auml;sidentschaftswahlkampfes 2016 in Frage zu stellen, erneut das stumpfe Instrument der russischen Einmischung herausholen, um Trump als Wladimir Putins &ldquo;Manchurian Kandidat&rdquo; [Anspielung auf den gleichnamigen Film von 1962, Anm. d. Red.] darzustellen?<br>\nTrump und Rudy Giuliani sind vulg&auml;r und albern, aber sie spielen dasselbe schleimige Spiel wie ihre demokratischen Gegner. Die Republikaner machen den tiefen Staat, die Kommunisten und jetzt, bizarrerweise, Venezuela zu S&uuml;ndenb&ouml;cken &ndash; und die Demokraten Russland. Die zunehmende Realit&auml;tsferne der herrschenden Elite soll ihre Komplizenschaft bei der Machtergreifung durch r&auml;uberische Weltkonzerne und Milliard&auml;re verschleiern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/109707-der-krieg-herrschenden-elite-in-usa-gegen-die-wahrheit\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Vor &Uuml;berheblichkeit strotzend<\/strong><br>\nAusdr&uuml;cke wie &bdquo;Erpresser&ldquo; und &bdquo;Serient&auml;ter&ldquo; geh&ouml;ren nunmehr zum Standard-Wortschatz von EU-Institutionen, wenn von Regierenden in Ungarn oder Polen die Rede ist. Wie k&ouml;nnen die es wagen, den knapp 1,1 Billionen Euro schweren Haushalt bis 2027 sowie das Corona-Paket mit seinen Versprechungen auf 750 Milliarden zu blockieren? Hinter den Anw&uuml;rfen gegen Viktor Orb&aacute;n und Mateusz Morawiecki steckt viel westeurop&auml;ische &Uuml;berheblichkeit. Schlimmer: Br&uuml;ssel bedient sich einer Sprache wie im Kalten Krieg, so die Vizepr&auml;sidentin der EU-Kommission V&#283;ra Jourov&aacute;, wenn sie Ungarn als &bdquo;kranke Demokratie&ldquo; bezeichnet und dortige W&auml;hlerInnen &bdquo;f&uuml;r unf&auml;hig&ldquo; h&auml;lt, &bdquo;sich eine unabh&auml;ngige Meinung zu bilden&ldquo;.<br>\nDie Blockade der L&auml;nder richtet sich gegen ein von Br&uuml;ssel eingespeistes Junktim mit der Durchsetzung von Rechtsstaatlichkeit. K&uuml;nftig soll die EU-Kommission nicht nur wie bisher durch Fiskalpakt und &bdquo;Twopack&ldquo; nationale Budgets den Maastricht-Kriterien unterwerfen, sondern dar&uuml;ber hinaus den Empfang von EU-Geldern an rechtsstaatliche Vorstellungen binden k&ouml;nnen. Wie genau diese &bdquo;Rechtsstaatlichkeit&ldquo; aussehen soll, daf&uuml;r fehlt allerdings eine nachvollziehbare Definition. Die &bdquo;Rule of Law&ldquo; ist in der Wirklichkeit stark interpretierbar &ndash; und instrumentalisierbar.<br>\nVor dieser Instrumentalisierbarkeit warnen Budapest und Warschau. &bdquo;Wir wollen nicht, dass unsere Finanzen von der Sympathie oder mangelnden Sympathie gegen&uuml;ber bestimmten L&auml;ndern oder vom politischen Willen einiger Politiker abh&auml;ngig sind&ldquo;, erkl&auml;rte Polens stellvertretender Au&szlig;enminister. Dass hinter dieser Argumentation die Angst vor dem Verlust nationaler Souver&auml;nit&auml;t steht, verhehlen weder die ungarische Fidesz noch die polnische PiS.<br>\nIn der Praxis stellt die Verkn&uuml;pfung der Auszahlung von Geldern mit rechtsstaatlichen Kriterien f&uuml;r jene, die verd&auml;chtigt werden, sie nicht einzuhalten, eine Beweislastumkehr dar. Bisher musste der Europ&auml;ische Gerichtshof Verfehlungen im Rechtswesen nachweisen, damit Sanktionen verh&auml;ngt werden durften. Nun ist es umgekehrt: Die Kommission verweigert Gelder, der Verd&auml;chtige muss seine Unschuld beweisen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/vor-ueberheblichkeit-strotzend\">Hannes Hofbauer im Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Besinnen wir uns unserer Werte!<\/strong><br>\nLetzten Freitag, es war der 20. November 2020, dachte ich, eigentlich k&ouml;nntest Du Dir mal wieder rein als Beobachter eine Nachrichtensendung anschauen. Meine Wahl fiel auf das heute-Journal. Das hatte ich mir fr&uuml;her gern angeschaut.<br>\nIch machte mir Notizen &uuml;ber das, was ich wahrnahm, welche Gedanken das in mir ausl&ouml;ste und wie es mir damit ging.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/201201-heuteJournal.pdf\">Dieter H&ouml;ntsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Die leben da oben doch in einer Blase<\/strong><br>\nSchon lange vor Corona hatten arme Kinder schlechtere Bildungschancen als wohlhabende. Das ist bekannt. Das Fazit der Gewerkschaft f&uuml;r Erziehung und Wissenschaft (GEW) ist nicht verwunderlich: Wem es an materiellen und personellen Ressourcen mangelte, wurde durch die Schulschlie&szlig;ungen weiter abgeh&auml;ngt. Die Bundesregierung hielt mit einer halben Milliarde Euro dagegen. Davon sollten die Schulen digitale Endger&auml;te beschaffen, um sie bed&uuml;rftigen Sch&uuml;lern ausleihen zu k&ouml;nnen. Das ist alles. Gegen drohenden Jobverlust, Zukunfts&auml;ngste oder die Dem&uuml;tigung als &bdquo;bildungsfern&ldquo; gibt es: nichts. &hellip;<br>\nWas Quarant&auml;ne in einer kleinen Wohnung bedeutet, wei&szlig; die Mutter der f&uuml;nfj&auml;hrigen Mia und deren zweij&auml;hrigen Bruder. In Mias Kita war mehrfach jemand positiv auf das Coronavirus getestet worden. Zum zweiten Mal kurz hintereinander sitzt die Einelternfamilie nun auf weniger als 60 Quadratmetern fest, zu Hause in einer bayrischen Stadt. Die Verk&auml;uferin k&auml;mpft bei den Beh&ouml;rden um Entsch&auml;digung. Denn f&uuml;r gesunde Kinder gibt es nichts von der Krankenkasse. Ihr Jahresurlaub ist schon im Fr&uuml;hjahr f&uuml;r die Betreuung der Kinder draufgegangen. Sie f&uuml;rchtet um ihren Job und hat schon errechnet, dass ihre Wohnung fast 100 Euro teurer ist als bei Hartz IV erlaubt.<br>\nSie f&uuml;hlt sich &bdquo;am Ende meiner Kr&auml;fte&ldquo;: &bdquo;Es ist etwas anderes, mit einem sicheren Arbeitsplatz in einem Haus mit Grundst&uuml;ck festzusitzen, als mit unsicherem Job und zwei Kleinkindern in einer Miniwohnung&ldquo;, erz&auml;hlt sie am Telefon. &bdquo;Die Kinder k&ouml;nnen nicht verstehen, warum sie nicht rausd&uuml;rfen&ldquo;, erg&auml;nzt sie und fragt rhetorisch: &bdquo;Was ist, wenn immer neue F&auml;lle in den Kitas auftreten oder wenn die Kinder Schnupfen haben &ndash; m&uuml;ssen wir dann den ganzen Winter eingesperrt hier sitzen?&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/die-leben-da-oben-doch-in-einer-blase\">Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Aus der Doppelhaush&auml;lfte mit Garten und ohne materielle Probleme, da l&auml;sst es sich prima &uuml;ber &bdquo;Solidarit&auml;t&ldquo; reden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Die US-Pr&auml;sidentschaftswahl und ihre eher unpolitische Darstellung im Fernsehen<\/strong><br>\nW&auml;hrend sich der Sport in den USA vor allem in den letzten beiden Jahren angesichts des wachsenden Rassismus politisierte, indem sich die Sportler nicht nur in den USA, sondern unter anderem auch hierzulande vor den Wettbewerben durch Gesten mit der Bewegung &bdquo;Black Lives Matter&ldquo; solidarisieren, sportifizierte sich die Politik im Fernsehen in einem Ma&szlig;, dass man als Zuschauer Joe Biden nur als Sieger, mit dem man sympathisiert, und nicht als Politiker mit einer Agenda und einer Biografie wahrnimmt. F&uuml;r Donald Trump hingegen kann ein Gegner, der ihn besiegt hat, nur mittels Betrug gewonnen haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.medienkorrespondenz.de\/leitartikel\/artikel\/sportifizierung.html\">Medienkorrespondenz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Nation, NATO, Krieg: Milit&auml;rseelsorger nach US-Zuschnitt f&uuml;r die Ukraine<\/strong><br>\nDer Krieg in der Ukraine ist der bislang verlustreichste Krieg in Europa des 21. Jahrhunderts. (&hellip;). Eine politische L&ouml;sung des Konflikts ist jedoch nicht in Sicht, die K&auml;mpfe k&ouml;nnen jederzeit wieder aufflammen. (&hellip;) Zu der Entwicklung tragen auch anhaltende Medien-Propaganda und eine damit einhergehende ideologische Rahmung des Konflikts in der Ukraine bei. Auch f&uuml;nf bis sechs Jahre nach dessen Ausbruch wird der B&uuml;rgerkrieg in den Medien als gro&szlig;er vaterl&auml;ndischer Krieg gegen den &bdquo;Aggressor-Staat&ldquo; Russland dargestellt. Auch Vertreter der staatsnahen Kirchen vermitteln die Darstellung eines gottgenehmen, gerechten Krieges. Friedensbem&uuml;hungen werden demgegen&uuml;ber als Verrat verurteilt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2020\/11\/27\/nation-nato-krieg\/\">Informationsstelle Militarisierung<\/a>\n<\/li><\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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