{"id":67634,"date":"2020-12-03T13:48:55","date_gmt":"2020-12-03T12:48:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67634"},"modified":"2020-12-04T07:21:40","modified_gmt":"2020-12-04T06:21:40","slug":"der-globale-sueden-und-die-verdraenge-corona-massnahmen-krise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67634","title":{"rendered":"Der globale S\u00fcden und die verdr\u00e4ngte Coronama\u00dfnahmen-Krise"},"content":{"rendered":"<p>Wenn von den globalen Folgen von Corona die Rede ist, f&auml;llt der Blick meist auf die reichen Nationen des globalen Nordens. Das ist fahrl&auml;ssig. Die wom&ouml;glich h&auml;rtesten Folgen der Pandemie drohen n&auml;mlich nicht den reichen, sondern den armen Nationen des globalen S&uuml;dens, allen voran Afrika. Gleichzeitig geh&ouml;rt ausgerechnet der afrikanische Kontinent zu den Landstrichen, in denen Covid-19 eine unbedeutende Randerscheinung ist. Auf dem gesamten Kontinent mit seinen 1,3 Milliarden Einwohnern starben bis dato nur halb so viele Menschen an oder mit Covid-19 wie in Gro&szlig;britannien. Die dramatischen Folgen der Pandemie sind indirekte Folgen und strenggenommen gar keine Folgen der Krankheit, sondern Folgen der Ma&szlig;nahmen. Die Krise ist hausgemacht und L&ouml;sungen nicht in Sicht. Das zeigt auch der <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/un-sondergipfel-coronavirus-impfstoff-101.html\">heute stattfindende UN-Sondergipfel<\/a> zur Corona-Krise. Dort wird es allen voran um eine &bdquo;gerechte&ldquo; Verteilung der Impfstoffe gehen, aber nicht um die dr&auml;ngende Frage, wie Afrika sich von den massiven Folgen der Ma&szlig;nahmen erholen soll. Von <strong>Jens Berger<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_9935\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-67634-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/201203_Der_globale_Sueden_und_die_verdraengte_Coronamassnahmen_Krise_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/201203_Der_globale_Sueden_und_die_verdraengte_Coronamassnahmen_Krise_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/201203_Der_globale_Sueden_und_die_verdraengte_Coronamassnahmen_Krise_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/201203_Der_globale_Sueden_und_die_verdraengte_Coronamassnahmen_Krise_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=67634-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/201203_Der_globale_Sueden_und_die_verdraengte_Coronamassnahmen_Krise_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"201203_Der_globale_Sueden_und_die_verdraengte_Coronamassnahmen_Krise_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Zwei Milliarden Menschen sind weltweit von Mangelern&auml;hrung betroffen. Das ist ein Viertel der Weltbev&ouml;lkerung. Im letzten Jahr hungerten weltweit 690 Millionen Menschen. Tendenz seit f&uuml;nf Jahren steigend. Bereits in zehn Jahren werden es <a href=\"http:\/\/www.fao.org\/3\/ca9692en\/CA9692EN.pdf\">nach einer Sch&auml;tzung<\/a> der Weltern&auml;hrungsorganisation FAO mehr als 840 Millionen sein &ndash; und diese Sch&auml;tzung stammt aus &bdquo;Vor-Corona-Zeiten&ldquo;. Die UN <a href=\"http:\/\/www.fao.org\/3\/ca9692en\/CA9692EN.pdf\">sch&auml;tzt<\/a> derzeit, dass alleine durch die Pandemie die Zahl der Hungernden um 83 bis 132 Millionen Menschen steigen wird. Zwei Drittel davon entfallen auf den afrikanischen Kontinent oder um genauer zu sein auf das Afrika s&uuml;dlich der Sahara.<\/p><p>Diese Zahlen stehen in krassem Gegensatz zu den statistischen Daten zur Pandemie. So kommt das gesamte Sub-Sahara-Afrika auf weniger als 33.000 Menschen, die bis jetzt an oder mit Covid-19 verstorben sind. Zwei Drittel der Toten entfallen &uuml;brigens auf das vergleichsweise entwickelte S&uuml;dafrika. Im gleichen Zeitraum starben auf dem Kontinent rund sechs Millionen Kinder an Unterern&auml;hrung und rund 300.000 Kinder an Malaria. Verglichen mit diesen epischen Bedrohungen und regionalen Todbringern wie HIV, Ruhr und Tuberkulose stellt Covid-19 in Afrika in der Tat ein marginales Randproblem dar. Doch hier reden wir von der Krankheit und nicht von der politischen Reaktion darauf. <\/p><p>Grund f&uuml;r diese Reaktionen war eine &bdquo;Horrorprognose&ldquo; der Weltgesundheitsorganisation WHO aus dem M&auml;rz. Damals <a href=\"https:\/\/www.aerzteblatt.de\/archiv\/216276\/COVID-19-in-Afrika-Afrika-scheint-sicherer-als-Europa\">sagte die WHO<\/a> f&uuml;r den Kontinent &bdquo;unkontrollierbare Infektionsketten, Millionen Tote und einen Zusammenbruch des Gesundheitssystems&ldquo; voraus und forderte die Regierungen mit Nachdruck zu Abwehrma&szlig;nahmen auf. Die wurden getroffen. L&auml;nder wie Simbabwe oder Kenia verh&auml;ngten harte Lockdowns, die Folgen waren verheerend. <\/p><p>Um dies als Europ&auml;er zu verstehen, lohnt ein kleiner Exkurs &uuml;ber die afrikanischen Volkswirtschaften. Etwa drei Viertel der Werkt&auml;tigen in Sub-Sahara-Afrika gehen einer sogenannten informellen Arbeit nach. Sie verdingen sich als Kleinbauern in der Dorfgemeinschaft, stellen selbstst&auml;ndig G&uuml;ter her, bieten kleine Dienstleistungen an, transportieren G&uuml;ter oder verkaufen Waren auf lokalen M&auml;rkten oder am Stra&szlig;enrand. Es ist sicher &uuml;berfl&uuml;ssig zu erw&auml;hnen, dass diese informellen Jobs keine soziale Absicherung haben. Sobald der Wirtschaftskreislauf durch Ausgangssperren, Kontakt- und Reiseverbote und Verbote von M&auml;rkten unterbrochen wird, stehen diese Menschen vor dem Nichts. Und so kam es, wie es kommen musste.<\/p><p>Kleinbauern fanden keine M&ouml;glichkeit mehr, ihre Produkte &uuml;ber M&auml;rkte zu verkaufen, und &ndash; was langfristig noch schlimmer wiegen wird &ndash; vielerorts auch keine M&ouml;glichkeit, um an Saatgut f&uuml;r die n&auml;chste Aussaat zu kommen. Millionen Viehhalter in der Sahelzone wurden durch den Lockdown daran gehindert, ihre Tiere zur F&uuml;tterung in die traditionellen Weidegebiete zu f&uuml;hren. Millionen Wanderarbeiter wurden &uuml;ber Nacht arbeitslos. Felder konnten dadurch nicht bestellt werden. In Folge wurden in den St&auml;dten die Waren und Lebensmittel knapp, die Preise stiegen und gleichzeitig brachen die Einkommen weg; schlie&szlig;lich stockte nun auch der Fernhandel, die Grenzen waren geschlossen und mit dem Tourismus brach eine der wenigen Devisenquellen auch noch weg. Hinzu kam der gro&szlig;fl&auml;chige Wegfall vieler staatlicher und internationaler Hilfsprojekte. Die Einzelheiten hierzu sind einem <a href=\"https:\/\/www.welthungerhilfe.de\/fileadmin\/pictures\/publications\/de\/position_papers\/2020-Positionspapier_Corona-Gerechter_Ausgleich_Lang-Buendnis-Entwicklung-Hilft.pdf\">Positionspapier zahlreicher deutscher Hilfsorganisationen<\/a> zu entnehmen. <\/p><p>Als sei dies nicht schon schlimm genug, versch&auml;rften indirekte Folgen des Lockdowns auf anderen Gebieten die Situation.  So mussten durch die Lockdown-Ma&szlig;nahmen und durch logistische Probleme beispielsweise die medizinischen Therapie- und Prophylaxeprogramme f&uuml;r Malaria, Tuberkulose und HIV fl&auml;chendeckend heruntergefahren oder gar eingestellt werden. Cholera, Diphterie und Typhus konnten zur&uuml;ckkehren. Das Positionspapier der Hilfsorganisationen stellt hierzu fest, dass &bdquo;gut zwei Drittel aller regul&auml;ren Programme, etwa zur Bek&auml;mpfung vernachl&auml;ssigter (Tropen)-Krankheiten, Immunisierungskampagnen, Schwangerenvorsorge, Langzeitbehandlungen von TB, HIV und chronischen Krankheiten sowie der Zugang zu Kontrazeption, aufgrund des Pandemie-Geschehens unterbrochen oder erheblich eingeschr&auml;nkt&ldquo; werden mussten. Alleine die Unterbrechung der Malaria-Programme k&ouml;nnte bis zu 100.000 zus&auml;tzliche Todesf&auml;lle pro Jahr mit sich bringen, wie die WHO <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/who-malaria-warnung-101.html\">bef&uuml;rchtet<\/a> &ndash; also dreimal so viel wie die Zahl der Covid-19-Opfer. Wie gro&szlig; der Blutzoll an Menschenleben f&uuml;r die gesamten Kollateralsch&auml;den der Ma&szlig;nahmen in Afrika sein wird, ist unm&ouml;glich seri&ouml;s zu sch&auml;tzen. Fest steht nur, dass er in keinem Verh&auml;ltnis zu den direkten Opfern von Covid-19 steht. <\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Warum gibt es keinen Aufschrei? Warum schlagen wir so sehr Alarm bei Covid-19 oder Ebola? Aber es ist anscheinend so normal, dass Tausende von Kindern jedes Jahr an Malaria sterben.&rdquo;<br>\n<a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/corona-pandemie-bremst-den-kampf-gegen-malaria-in-afrika-aus-kinder-impfungen-moskitos\/a-55754317\">Matshidiso Moeti, WHO-Regionaldirektorin f&uuml;r Afrika<\/a>\n<\/p><\/blockquote><p>Und hierbei geht es nicht nur um Todesziffern, sondern um das, was Entwicklungshilfeminister Gerd M&uuml;ller zu Recht als <a href=\"https:\/\/www.evangelisch.de\/inhalte\/175911\/19-09-2020\/entwicklungsminister-appelliert-verlorene-generation-verhindern\">&bdquo;verlorene Generation&ldquo;<\/a> bezeichnete. Schon vor Corona konnten 263 Millionen Kinder im schulpflichtigen Alter keine Schule besuchen. Durch die Lockdowns in diesem Sommer stieg diese Zahl auf 1,5 Milliarden und betraf 185 L&auml;nder weltweit. Gerade in Afrika wurden viele dieser Kinder zur Arbeit gezwungen, verheiratet oder vertrieben, um ein Maul weniger f&uuml;ttern zu m&uuml;ssen. &bdquo;Und mit jedem Monat w&auml;chst die Wahrscheinlichkeit, dass sie nie mehr in die Schulen zur&uuml;ckkehren&ldquo;, so M&uuml;ller. In wenigen Monaten wurden die kleinen Erfolge, die durch jahrzehntelange Aufbauarbeit m&uuml;hevoll erzielt werden konnten, zerst&ouml;rt. Der R&uuml;ckschlag f&uuml;r den Kontinent ist gr&ouml;&szlig;er, als es nackte Zahlen beziffern k&ouml;nnten.<\/p><p>Wie konnte es so weit kommen? Hauptschuldiger an dieser Entwicklung ist wohl die WHO, die mit ihrem kontrafaktischen Katastrophenszenario die L&auml;nder zu Ma&szlig;nahmen getrieben hat, die bei n&uuml;chterner Sicht der Dinge komplett &uuml;berzogen waren. Bereits die ersten verl&auml;sslichen Studien aus China h&auml;tten zu einer Entwarnung f&uuml;hren m&uuml;ssen, besagten sie doch klar, dass Covid-19 eine sehr spezifische Krankheit ist, die vor allem f&uuml;r alte Menschen und Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen sehr gef&auml;hrlich, aber f&uuml;r j&uuml;ngere Menschen in der Regel ungef&auml;hrlich ist. Laut <a href=\"https:\/\/www.rki.de\/DE\/Content\/InfAZ\/N\/Neuartiges_Coronavirus\/Situationsberichte\/Dez_2020\/2020-12-01-de.pdf?__blob=publicationFile\">j&uuml;ngstem RKI-Bericht<\/a> betr&auml;gt das aktuelle Medianalter der an oder mit Covid-19 Verstorbenen in Deutschland 83 Jahre. Nur drei Prozent der Afrikaner sind jedoch &auml;lter als 65 Jahre. &Uuml;ber 80-J&auml;hrige sind ein exotisches Randph&auml;nomen. Die wichtigen Risikofaktoren &Uuml;bergewicht, kardiovaskul&auml;re Erkrankungen oder Typ-2-Diabetes sind in Afrika ebenfalls nur sehr selten anzutreffen. Covid-19 ist eine Erkrankung, die speziell f&uuml;r &uuml;beralterte, wohlhabende Gesellschaften mit ihren Zivilisationskrankheiten bedrohlich ist. Vor zweihundert Jahren h&auml;tte wohl auch in Europa niemand diese Krankheit zur Kenntnis genommen. &Auml;hnliches gilt f&uuml;r das Afrika von heute mit seinem <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Youth_Bulge\">&bdquo;Youth Bulge&ldquo;<\/a>. Ein Land wie Uganda hat ein Medianalter von 15,8 Jahren &ndash; in Deutschland sind es 47,1 Jahre. <\/p><p>Hinzu kommt, dass das tropische Klima, ein Alltagsleben, das meist an der frischen Luft stattfindet, und die vergleichsweise geringe Mobilit&auml;t der typischen Verbreitung von Erk&auml;ltungsviren nicht eben zutr&auml;glich sind. Das alles war im M&auml;rz nat&uuml;rlich bekannt. Um so unverst&auml;ndlicher ist da die desastr&ouml;se Fehlprognose der WHO. Mittlerweile haben die meisten afrikanischen Staaten ihre Lockdowns schon lange wieder gelockert, aber die Langzeitfolgen machen sich erst jetzt richtig bemerkbar. 2020 wird seit 25 Jahren das erste Jahr sein, in dem die Volkwirtschaft des Kontinents schrumpft. Dies ist f&uuml;r einen Kontinent, der in der demographischen Falle gefangen ist, eine einzige Katastrophe.<\/p><p><em>Lesen Sie dazu bitte: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45160\">Brennpunkt Afrika &ndash; Auch wenn die Debatte unbequem ist, m&uuml;ssen wir sie endlich f&uuml;hren<\/a>.<\/em><\/p><p>F&uuml;r die vielbeschworene Weltgemeinschaft w&auml;re es nun eine der vordersten Aufgaben, diese Folgen durch ambitionierte Hilfsprogramme zumindest zu lindern. Doch davon ist leider nichts zu sehen. Im Gegenteil. Auf dem extra zu diesen Fragen einberufenen UN-Sondergipfel dominieren einmal mehr europ&auml;ische Perspektiven die Debatte. Und f&uuml;r das in Sachen Corona zur Hysterie neigende Europa ist es nun mal anscheinend besonders wichtig, dass auch Afrika in den Genuss unserer experimentellen Impfstoffe kommt. Das freut vor allem die Pharmakonzerne. <\/p><p>Ob ein Covid-19-Impfprogamm in Afrika &uuml;berhaupt sinnvoll ist, steht auf einem ganz anderen Blatt. Antik&ouml;rperstudien in zahlreichen afrikanischen Staaten haben gezeigt, dass dort &ndash; je nach Staat und Studie &ndash; zwischen 10% und 43% der Bev&ouml;lkerung bereits <a href=\"https:\/\/www.pharmazeutische-zeitung.de\/verschont-die-pandemie-afrika-119558\/\">eine Infektion durchgemacht hatten<\/a>. S&auml;mtliche Studien gehen dabei von einer im Vergleich zu Europa ungemein niedrigen Mortalit&auml;tsrate aus. So legen Studien nahe, dass beispielsweise in Mosambik mit seinen fast 30 Millionen Einwohnern schon im Juni bis zu 10% der Bev&ouml;lkerung Covid-19 bereits durchgemacht haben &ndash; aktuell meldet Mosambik 132 Tote. Sicherlich sind auch die Todeszahlen mit einem Fragezeichen zu versehen und es ist von einer Dunkelziffer auszugehen. Echte H&auml;ufungen von symptomatischen F&auml;llen hat es jedoch in ganz Afrika <a href=\"https:\/\/www.rnd.de\/gesundheit\/wenige-corona-todefalle-in-afrika-junge-bevolkerung-immunsystem-hohe-dunkelziffer-was-ist-der-grund-STPYCWST6G5STJPEIZ3NGWR2OA.html\">nicht gegeben<\/a>. <\/p><p>Das viele Geld, dass ein Impfprogramm f&uuml;r den ganzen Kontinent verschlingen w&uuml;rde, w&auml;re gerade in Afrika woanders besser investiert. Aber denken wir doch mal ein wenig weiter und werden dabei sarkastisch: Wohin wollen die westlichen Regierungen mit den Milliarden bereits bezahlten Impfdosen hin, wenn die Impfbereitschaft doch nicht so gro&szlig; ist, wie angenommen? Da macht es sich doch gut, der &bdquo;Entsorgung&ldquo; auch noch ein humanit&auml;res M&auml;ntelchen zu geben. Ob man Afrika damit hilft, ist nicht von Belang. Aber das war ja schon immer so.<\/p><p>Titelbild: Yaw Niel\/shutterstock.com<\/p><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg05.met.vgwort.de\/na\/e706e46f44524a24bedba21b5a16a094\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn von den globalen Folgen von Corona die Rede ist, f&auml;llt der Blick meist auf die reichen Nationen des globalen Nordens. Das ist fahrl&auml;ssig. Die wom&ouml;glich h&auml;rtesten Folgen der Pandemie drohen n&auml;mlich nicht den reichen, sondern den armen Nationen des globalen S&uuml;dens, allen voran Afrika. 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