{"id":67716,"date":"2020-12-07T08:36:19","date_gmt":"2020-12-07T07:36:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67716"},"modified":"2020-12-08T14:08:22","modified_gmt":"2020-12-08T13:08:22","slug":"hinweise-des-tages-3756","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67716","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67716#h01\">US-Demokraten pochen auf erneute Welt-F&uuml;hrerschaft Amerikas<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67716#h02\">Bewaffnete Drohnen zu Weihnachten?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67716#h03\">Willy Brandts Kniefall und die Nahostpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67716#h04\">Vertrauen wagen, Demut wagen, Demokratie wagen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67716#h05\">Au&szlig;enminister Maas freut sich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67716#h06\">Club der Egoisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67716#h07\">Der Br&uuml;sseler Rat bestimmt weitgehend unkontrolliert die Gesetzgebung in Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67716#h08\">Russland will &bdquo;Nord Stream 2&ldquo; trotz US-Sanktionen fertigbauen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67716#h09\">Busse und Bahnen sind wieder die Verkehrsmittel der Armen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67716#h10\">Why did Sweden have more covid deaths than its neighbors?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67716#h11\">Kein Platz f&uuml;r Opa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67716#h12\">Chef der Kassen&auml;rzte will Anreize f&uuml;r Corona-Impfungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67716#h13\">Pfizer-Gesch&auml;ftsleiter ist nicht sicher, ob Corona-Impfstoff Weitergabe des Virus verhindert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67716#h14\">Lambrecht warnt vor verdeckter Impfpflicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67716#h15\">Die Corona-Pandemie &ndash; eine Katastrophe mit Sprengkraft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67716#h16\">Scheuer steuert auf den Autobahn-GAU zu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67716#h17\">BIP-Aktuell 149: Der Mossad und seine Morde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67716#h18\">Die Politik muss den Mut haben, einzelne Bereiche der &Ouml;ffentlich-Rechtlichen neu aufzustellen.<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>US-Demokraten pochen auf erneute Welt-F&uuml;hrerschaft Amerikas<\/strong><br>\nJoe Biden und Hillary Clinton zeigen: Die US-Demokraten fordern statt &laquo;America first&raquo; jetzt &laquo;America must lead the world again&raquo;.<br>\n&laquo;America First!&raquo; Das propagierte der abgew&auml;hlte US-Pr&auml;sident Donald Trump. &laquo;America must Lead the World Again&raquo;, fordern nun die Demokraten. Der neu gew&auml;hlte US- Pr&auml;sident Joe Biden und die fr&uuml;here Aussenministerin Hillary Clinton haben es in zwei Grundsatzpapieren dargelegt.<br>\nDas Auff&auml;lligste an diesen Essays: In beiden kommen die Vereinten Nationen (UNO) &uuml;berhaupt nie vor. Daf&uuml;r beteuern sie mehrmals, dass &laquo;Amerika bereit ist, wieder zu f&uuml;hren&raquo;. Denn &laquo;das internationale System, das die Vereinigten Staaten einst so sorgf&auml;ltig konstruiert&raquo; h&auml;tten, drohe gerade aus den Fugen zu geraten &ndash; &laquo;coming appart at the seams&raquo;; dies wegen der vierj&auml;hrigen Herrschaft Trumps. (&hellip;)<br>\nDer k&uuml;nftige Pr&auml;sident Joseph R. Biden, hat seine weltpolitischen Vorstellungen schon im M&auml;rz dieses Jahres in der Zeitschrift &laquo;Foreign Affairs&raquo; (Aussenpolitik) publiziert. Titel seiner Darlegungen: &laquo;Warum Amerika wieder f&uuml;hren muss&rdquo; (&laquo;Why America Must Lead Again&raquo;).<br>\nDas zweite Papier hat Hillary Clinton nun in derselben Zeitschrift ver&ouml;ffentlicht. Sie legt dar, wie Bidens globaler F&uuml;hrungs-Anspruch milit&auml;risch kostenwirksamer (&laquo;More Bang for the Buck&raquo;, wie es in den USA heisst) umgesetzt werden k&ouml;nnte. Titel: &laquo;Eine nationale Sicherheits-Aufrechnung.&raquo; Clinton schreibt, zu den h&ouml;chsten Priorit&auml;ten z&auml;hle die Modernisierung des US-Milit&auml;rs. Konkret: Weniger Geld f&uuml;r teure, &uuml;berkommene Waffensysteme wie etwa die elf US-Flugzeugtr&auml;ger, schwere Kampfpanzer oder den Super-Kampfjet F-35. Stattdessen Milliarden-Investitionen in neue, moderne U-Boote und in den Langstrecken-Bomber B-21 Raider.<br>\nDieses Bomber-Projekt hat die damalige demokratische US-Regierung 2015 bei Northrop-Grumman f&uuml;r Entwicklungskosten von 23,5 Milliarden US-Dollar in Auftrag gegeben. Der B-21 werde jede Fliegerabwehr &uuml;berwinden, r&uuml;hmt Clinton. Und was sie, allgemein besch&ouml;nigend, zuvor noch als &laquo;defense&raquo; (Verteidigung) darstellte, kommt nun als das daher, was es ist: &laquo;Long-range conventional attack&raquo;, zu deutsch: Konventionelle Angriffe &uuml;ber (welt-)weite Distanzen.<br>\n&laquo;Verteidigung&raquo; als milit&auml;rische &laquo;Intervention&raquo; zur Durchsetzung von &laquo;US-Interessen&raquo; weltweit: Das hat in Washington Tradition &ndash; von Korea &uuml;ber Vietnam bis in den Irak. Aktuell nennt Clinton &laquo;the skies and seas of East Asia&raquo; (Luftraum und See in S&uuml;dostasien): Da sei &laquo;die &Uuml;berlegenheit der USA nicht l&auml;nger gesichert&raquo;. Darum habe sie als US-Aussenministerin noch ein Abkommen ausgehandelt, um 2500 Marines auf einer US-Basis in Australien direkt am S&uuml;dchinesischen Meer zu stationieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/US-Demokraten-pochen-auf--erneute-Welt-Fuhrerschaft-Amerikas\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Bewaffnete Drohnen zu Weihnachten?<\/strong><br>\nAnnegret Kramp-Karrenbauer (CDU) m&ouml;chte noch dieses Jahr den entscheidenden Beschluss zur Bewaffnung von Kampfdrohnen durch den Bundestag bringen. Das jedenfalls geht aus einer Antwort des von ihr gef&uuml;hrten Verteidigungsministeriums auf eine Anfrage der Linken hervor. Darin hei&szlig;t es: &bdquo;Es ist geplant, diese 25-Mio.-Euro-Vorlage noch im Jahr 2020 dem Deutschen Bundestag zuzuleiten.&ldquo;<br>\nGemeint ist der Beschluss zur Beschaffung der konkreten Waffen f&uuml;r die schon vor zwei Jahren von Israel f&uuml;r knapp eine Milliarde Euro geleasten bewaffnungsf&auml;higen Drohnen. Diese konkrete Bewaffnung wurde damals von der SPD blockiert. CDU\/CSU, FDP und AfD wollten schon damals die Bewaffnung. Welche Waffen das sein werden, wird auch gegen&uuml;ber den zust&auml;ndigen Abgeordneten geheim gehalten.<br>\n&bdquo;25-Mio.-Vorlage&ldquo; hei&szlig;t nicht, dass diese Bewaffnung tats&auml;chlich 25 Millionen Euro kostet, es kann auch ein Vielfaches sein. Ab dieser Grenze m&uuml;ssen die zust&auml;ndigen Bundestags-Aussch&uuml;sse &uuml;ber Beschaffungsvorhaben entscheiden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/meinungsstark-politik\/bewaffnete-drohnen-zu-weihnachten\/\">Andrej Hunko auf Freiheitsliebe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Willy Brandts Kniefall und die Nahostpolitik<\/strong><br>\nDer ber&uuml;hmte Kniefall in Warschau des deutschen Kanzlers Willy Brandt am 7. Dezember 1970 war eine Demutsgeste, die bis heute das Bild deutscher Nachkriegsgeschichte pr&auml;gt. Aber wie sehr hingen Brandts Ostpolitik und Nahostpolitik zusammen?<br>\nWilly Brandts Kniefall vom 7. Dezember 1970 am Warschauer Ghetto-Mahnmal hat mehr als nur eine realpolitische Facette. Der deutsche Kanzler (SPD) und der damalige Aussenminister Walter Scheel (FDP) standen seit Beginn ihrer Koalition im Oktober 1969 vor dieser Alternative: &laquo;neue Ostpolitik&raquo; oder traditionelle Bonner Juden- und Israelpolitik. Kein Sowohl-als-auch. Auf dem Altar der &laquo;neuen Ostpolitik&raquo; von Willy Brandt wurden die traditionell proj&uuml;dische Staatsr&auml;son der Bundesrepublik Deutschland sowie, daraus abgeleitet, die proisraelische Nahostpolitik geopfert. Warum?<br>\nDer Schl&uuml;ssel zum Erfolg der Brandtschen Ostpolitik lag in Moskau. Die Sowjetunion war seit 1955 der politische und milit&auml;rische Patron und Waffenlieferant von Israels Feindstaaten &Auml;gypten und Syrien. Den Grossteil dieses Arsenals hatte Israel im Sechstagekrieg vom Juni 1967 weitgehend vernichtet, die &auml;gyptische Sinai-Halbinsel bis zum Suezkanal sowie die syrischen Golanh&ouml;hen und das von Jordanien 1948 widerrechtlich annektierte Westjordanland besetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/feuilleton\/es-bleibt-die-frage-nach-brandts-handlungsspielraum-ld.1589931?mktcval=E-mail&amp;mktcid=smsh&amp;reduced=true\">Michael Wolffsohn in Neue Z&uuml;rcher Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.V.:<\/strong> Aus Anlass des Kniefalls von Willy Brandt vor dem Mahnmal der Opfer des Warschauer Gettos publiziert die NZZ einen Beitrag des &ldquo;Historikers&rdquo; Wolfssohn. Dieser zieht die Brandt&acute;sche Verst&auml;ndigungspolitik mit einem verqueren Antisemitismus &ndash; Vorwurf in den Schmutz. Das ist f&uuml;r diesen Autor ja nicht weiter verwunderlich, f&uuml;r des deutschsprachige schweizer Leitmedium NZZ ist das einfach nur erb&auml;rmlich.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Schlimm von NZZ und Autor. Wir k&ouml;nnen uns damit tr&ouml;sten, dass wir als Steuerzahler die Professorenpension bezahlen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Vertrauen wagen, Demut wagen, Demokratie wagen<\/strong><br>\nDer Kniefall Brandts, der Warschauer Vertrag: Wie Bundeskanzler Willy Brandt vor f&uuml;nfzig Jahren den V&ouml;lkern einen neuen Weg ge&ouml;ffnet hat &ndash; und was wir heute daraus lernen k&ouml;nnen. (&hellip;)<br>\nAls die Maschine des Bundeskanzlers Willy Brandt auf dem Milit&auml;rflugplatz in Warschau landete, standen am Rande des Rollfelds 376 Journalisten. Noch nie zuvor in Polen hatte ein politisches Ereignis ann&auml;hernd so viele Journalisten auf die Beine gebracht. Z&auml;hlte man die Ehreng&auml;ste, die Diplomaten, die Funktion&auml;re und die Geheimpolizisten hinzu, waren mehr Leute anwesend, als der deutsch-polnische Vertrag W&ouml;rter hat: 435 W&ouml;rter &hellip; (&hellip;)<br>\nIn Hans Ulrich Kempskis Reportage auf der Seite 3 der S&uuml;ddeutschen Zeitung sind es auch nur wenige Zeilen. Erst schildert er, wie Brandt, um Polens gefallene Freiheitsk&auml;mpfer zu ehren, am 7. Dezember den Tag mit einer Kranzniederlegung am Grab des Unbekannten Soldaten beginnt. Und dann: &ldquo;Ein zweiter Kranz wird von Brandt wenig sp&auml;ter vor dem Mahnmal im ehemaligen Ghetto niedergelegt. Dies zu tun, ist der ausdr&uuml;ckliche Wunsch des Bundeskanzlers gewesen. Ein F&uuml;hrer, der ihm erkl&auml;ren will, welche Leiden Polens Juden hier haben ertragen m&uuml;ssen, kommt mit seinem Vortrag nicht zum Schluss. Er verstummt, als er sieht, wie der Kanzler, von aufgew&uuml;hlten Empfindungen &uuml;berw&auml;ltigt, niederkniet. Brandt braucht Sekunden, die den Zeugen endlos erscheinen, bis er wieder steht. Es sieht aus, als brauche er alle Kraft, um Tr&auml;nen niederzuk&auml;mpfen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/prantls-blick-kniefall-willy-brandt-1.5139012\">Heribert Prantl in S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.H.:<\/strong> Ein sehr lesenswerter Artikel von der Edelfeder der S&uuml;ddeutschen Zeitung. Der gute Eindruck verblasst aber leider zum Ende von Prantls Ausf&uuml;hrungen. Es scheint irgendwie eine Art &ldquo;Mainstream-Reflex&rdquo; zu sein, dass es kaum Artikel gibt, in denen nicht mindestens ein kleiner Seitenhieb auf Putin untergebracht wird. Dass er hier im vorletzten Satz, also praktisch am Ende platziert wurde, ist umso &auml;rgerlicher und man m&ouml;chte Herrn Prantl zurufen, den Ratschlag, den er allen anderen gibt, auch bei sich selbst anzuwenden, denn m.E. ist es eine Unart des Miteinander-Umgehens, wenn man den vermeintlichen Gespr&auml;chspartner auf &ldquo;staatskriminelle Aktionen&rdquo; reduziert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Au&szlig;enminister Maas freut sich<\/strong><br>\nEs gab einmal eine Partei, die hie&szlig; SPD. Die wollte, dass sich die US-Truppen und russische Truppen aus Deutschland zur&uuml;ckziehen. Die Russen sind lange weg. Trump wollte wenigstens einen Teil der US-Soldaten abziehen. Jetzt haben US-Kongress und Senat Trump gestoppt. Zuerst m&uuml;sse das US-Verteidigungsministerium &ndash; gemeint ist das US-Kriegsministerium &ndash; darlegen, dass ein Teilabzug im &bdquo;nationalen Interesse&ldquo; der Vereinigten Staaten l&auml;ge. Wohlgemerkt: Um die Sicherheitsinteressen Deutschlands geht es nicht, wie jeder, der bis drei z&auml;hlen kann, wei&szlig;. Au&szlig;enminister Maas geh&ouml;rt zu denen, die nicht bis drei z&auml;hlen k&ouml;nnen. Und von der Politik Willy Brandts f&uuml;r Frieden und Abr&uuml;stung (&ldquo;atomwaffenfreie Zone Mitteleuropa&rdquo;) oder Helmut Schmidts (&ldquo;beiderseitige ausgewogene Truppenverminderung&rdquo;) hat er noch nie etwas geh&ouml;rt. Nun wird das US-Verteidigungsministerium unter Biden zu dem Ergebnis kommen, dass es im &bdquo;nationalen Interesse&ldquo; der USA ist, Russland weiter zu bedrohen und einzukreisen, das hei&szlig;t: Die US-Truppen bleiben. Und Bundesau&szlig;enminister Maas darf sich dann wieder freuen.<br>\nEs ist an der Zeit, ihn nach Angela Merkel mit der h&ouml;chsten zivilen Auszeichnung der Vereinigten Staaten zu ehren, der &bdquo;Medal of freedom&ldquo;, die an Personen verliehen wird, deren &bdquo;Beitr&auml;ge zur Sicherheit oder den nationalen Interessen der USA Anerkennung verdienen&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376\/3636583393069768\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via facebook<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Club der Egoisten<\/strong><br>\nBeim Gipfel in der kommenden Woche droht ein Debakel.<br>\nWie konnte es so weit kommen? In Berlin und Br&uuml;ssel verweist man gern auf die Populisten und Nationalisten. Der unberechenbare britische Premier Boris Johnson, der rechtspopulistische ungarische Regierungschef Viktor Orb&aacute;n und sein nationalistischer polnischer Amtskollege Mateusz Morawiecki sollen schuld an der Misere sein. Das sind sie auch. Doch die drei Egoisten sind nicht allein. Die Frugal Four, die geizigen Vier, sind keinen Deut besser. Die Niederlande, &Ouml;sterreich, D&auml;nemark und Schweden h&auml;tten den entscheidenden EU-Budgetgipfel im Juli um ein Haar platzen lassen. Am Ende haben sie sich &ndash; genau wie Deutschland &ndash; noch saftige Rabatte auf ihren EU-Beitrag gesichert. (&hellip;)<br>\nVielleicht geht die Taktik der Kanzlerin ja auf, vielleicht einigt man sich doch noch in letzter Minute. Ende gut, alles gut, wird es dann in Berlin hei&szlig;en. Doch gar nichts ist gut. (&hellip;)<br>\nDie EU hat in diesem tragischen Jahr ihr wahres Gesicht gezeigt: Sie ist und bleibt ein Club der Egoisten. Nicht einmal der deutsche Vorsitz hat daran viel ge&auml;ndert. Die frommen W&uuml;nsche aus Berlin haben ihre Wirkung verfehlt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Europaeische-Union-im-Jahr-2020\/!5731272\/\">Eric Bonse in taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Der Br&uuml;sseler Rat bestimmt weitgehend unkontrolliert die Gesetzgebung in Europa<\/strong><br>\nIm Rat der EU verhandeln die Beamten der nationalen Regierungen Europas Gesetze unter Ausschluss der &Ouml;ffentlichkeit. &Uuml;ber eine problematische Institution. (&hellip;)<br>\nGeheime Gesetzgebung unter Umgehung des EU-Rechts? Das ist ein schwerer Vorwurf. Aber O&rsquo;Reilly steht damit nicht allein. Auch Transparency International warnt vor der &ldquo;L&uuml;cke in der Rechenschaftspflicht&rdquo; und dem &ldquo;demokratischen Defizit&rdquo; im Ratsapparat. &ldquo;Es ist nicht m&ouml;glich, die legislativen Beratungen im Rat ordnungsgem&auml;&szlig; zu verfolgen&rdquo;, schreiben die B&uuml;rgerrechtler in einer ausf&uuml;hrlichen Studie, die sie n&auml;chste Woche vorstellen werden.<br>\nDie gleiche Beschwerde f&uuml;hren Parlamentarier aus 20 nationalen Parlamenten und mit ihnen prominente Juristen, darunter auch der fr&uuml;here Generalanwalt des Europ&auml;ischen Gerichtshofes, der Portugiese Miguel Poaires Maduro. Die Geheimhaltungspraxis des Rates &ldquo;widerspricht der geltenden Rechtsprechung&rdquo;, sagte er im Gespr&auml;ch mit Investigate Europe.<br>\nDas europ&auml;ische Journalistenteam hat darum eine Langzeitrecherche dar&uuml;ber begonnen, wie es zugeht, wenn nationale Diplomaten die Gesetze f&uuml;r die EU schmieden. Die ersten Ergebnisse &ouml;ffnen Einblicke in eine weitgehend unbekannte Sph&auml;re der Politik. Im Br&uuml;sseler Rat (&hellip;)<br>\nAll das geschieht in einen m&auml;chtigen Apparat, der &ndash; anders als das Parlament oder die EU-Kommission &ndash; den meisten EU-B&uuml;rgern v&ouml;llig unbekannt ist. Davon zu sehen ist stets nur, wenn die Minister unter den bunten Flaggen Europas zusammenkommen, um f&uuml;r die Kameras ihre Standpunkte auszutauschen oder l&auml;ngst getroffenen Entscheidungen ihre formalen Segen zu geben.<br>\nDie tats&auml;chliche Verhandlung &uuml;ber die Gesetzestexte erfolgt jedoch in mehr als 150 Aussch&uuml;ssen und Arbeitsgruppen, in sich Beamte aus den nationalen Vertretungen und aus den Ministerien der Hauptst&auml;dte treffen.<br>\nDeren Arbeit koordiniert der Rat der st&auml;ndigen Vertreter, im EU-Jargon nach der franz&ouml;sischen Abk&uuml;rzung &ldquo;Coreper&rdquo; genannt. Ihnen zur Seite steht dabei ein &ldquo;Generalsekretariat&rdquo;, das mit 3000 Beamten das komplexe R&auml;derwerk organisiert. Gemeinsam kommen alle Beteiligten auf rund 4000 Treffen im Jahr, die in den drei Geb&auml;uden des Rates gleich gegen&uuml;ber dem Sitz der EU-Kommission stattfinden, hinter verschlossenen T&uuml;ren und ohne &ouml;ffentliche Protokolle.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/gesellschaft\/4000-treffen-und-150-ausschuesse-im-jahr-der-bruesseler-rat-bestimmt-weitgehend-unkontrolliert-die-gesetzgebung-in-europa\/26661438.html\">Harald Schumann in Der Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Russland will &bdquo;Nord Stream 2&ldquo; trotz US-Sanktionen fertigbauen<\/strong><br>\nRussland strebt ungeachtet drohender neuer US-Sanktionen gegen die Ostsee-Pipeline Nord Stream 2  weiter die Fertigstellung des Milliardenprojekts an. Nat&uuml;rlich werden wir unsere Interessen sch&uuml;tzen , sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow der Agentur Interfax zufolge heute. Er reagierte damit auf die vom US-Kongress geplante Ausweitung der Strafma&szlig;nahmen.<br>\nPeskow hatte immer wieder kritisiert, die USA w&uuml;rden mit unlauteren Methoden gegen die Prinzipien des internationalen Handels und des internationalen Rechts  versto&szlig;en. (&hellip;)<br>\nDer US-Kongress will unterdessen Sanktionen gegen Regierungen und Beh&ouml;rden europ&auml;ischer Partnerstaaten wie Deutschland ausschlie&szlig;en. Gegen Unternehmen, die an dem Projekt beteiligt sind, sollen die angedrohten Strafma&szlig;nahmen allerdings ausgeweitet werden.<br>\nDas geht aus dem Entwurf f&uuml;r das Gesetzespaket zum US-Verteidigungshaushalt hervor, auf den sich Demokraten und Republikaner in beiden Kammern im US-Kongress gestern (Ortszeit) einigten.<br>\nSanktionen gegen Unternehmen sollen erst verh&auml;ngt werden d&uuml;rfen, nachdem potenziell betroffene Regierungen von EU-Mitgliedsstaaten, der Schweiz, Norwegen und Gro&szlig;britannien konsultiert wurden.<br>\nWegen der ersten US-Sanktionen waren die Bauarbeiten Ende vorigen Jahres gestoppt worden. Nun k&ouml;nnte die Rohrverlegung f&uuml;r ein 2,6 Kilometer langes Teilst&uuml;ck der Pipeline wieder aufgenommen werden. Die Nord Stream 2 AG hat daf&uuml;r seit Langem eine Genehmigung vom deutschen Bundesamt f&uuml;r Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH). Die Erlaubnis ist aber nur noch bis Ende des Jahres g&uuml;ltig. Das Unternehmen selbst &auml;u&szlig;erte sich nicht zu den Arbeiten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/orf.at\/stories\/3192456\/\">ORF.at<\/a>\n<p><strong>Dazu: Mit Faust in der Tasche<\/strong><br>\nDie Behauptung, Nord Stream 2 sei ein &raquo;rein kommerzielles Projekt&laquo; der beteiligten Energiekonzerne, hat nie so gestimmt, wie sie die Bundesregierung vorgetragen hat. Es ist nicht richtig, dass sie mit dem Bau der Leitung nichts zu tun hat. Rein kommerziell sind solche milliardenschweren Unternehmungen nie, zumal nicht, wenn sie in strategischen Bereichen wie der Energieversorgung stattfinden. Was Nord Stream 2 aber immer war, ist ein wegen seines kommerziellen Nutzens politisch gef&ouml;rdertes Projekt. Der Nutzen bestand und besteht darin, die deutsche und die mit ihr durch Anschlussleitungen verbundenen Volkswirtschaften anderer EU-Staaten mit einem im Vergleich zu denkbaren Alternativen kosteng&uuml;nstigen und nach jahrzehntelanger Erfahrung verl&auml;sslich zur Verf&uuml;gung stehenden Rohstoff zu versorgen. Gegen diese &ouml;konomischen Tatsachen kommen auch die USA nicht an. Ihr Milit&auml;r-Thinktank &raquo;Rand Corporation&laquo; schrieb erst k&uuml;rzlich wieder, US-Fl&uuml;ssiggas m&uuml;sse gegen&uuml;ber dem Pipelinegas aus Russland erst noch &raquo;preislich wettbewerbsf&auml;hig&laquo; werden, wenn die &raquo;europ&auml;ischen Alliierten&laquo; vom Gasbezug aus Russland mit der Aussicht auf Erfolg abgebracht werden sollten. Dazu wird es schon aus technischen Gr&uuml;nden nicht kommen, und schlie&szlig;lich wollen auch US-Frackingfirmen Gewinn machen und nicht &raquo;strategische Rabatte&laquo; gew&auml;hren m&uuml;ssen.<br>\nDie &Auml;nderungen, die jetzt im US-Kongress an dem Sanktionsgesetz vorgenommen wurden, sehen ganz danach aus, als w&uuml;rde Washington das z&auml;hneknirschend einsehen, wenn auch &raquo;unter Wahrung seines (Un-)Rechtsstandpunktes&laquo;, um nicht das Gesicht zu verlieren. (&hellip;)<br>\nDamit ist aktuell das Szenario absehbar, dass Russland unter Nutzung der vorliegenden deutschen und d&auml;nischen Genehmigungen die Leitung fertigbaut &ndash; unter Beteiligung von Unternehmen, die die Sanktionsdrohung ignorieren k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/391916.mit-faust-in-der-tasche.html\">Reinhard Lauterbach in junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Busse und Bahnen sind wieder die Verkehrsmittel der Armen<\/strong><br>\nWer gut verdient, meidet den Nahverkehr und steigt auf Auto oder Fahrrad um &ndash; nur Einkommensschwache nutzen Busse und Bahnen laut einer Studie noch nennenswert. Die Sch&auml;den am System k&ouml;nnten demnach bleibend sein. (&hellip;)<br>\n&raquo;Der &ouml;ffentliche Verkehr bleibt auch im Herbst der Corona-Verlierer&laquo;, folgert Andreas Knie. Den Betreibern fehlen damit auch Ticketeinnahmen &ndash; das d&uuml;rfte im n&auml;chsten Jahr so bleiben.<br>\nSo rechnet der Verband deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) f&uuml;r das Jahr 2021 trotz einer langsamen Erholung mit Einnahmeverlusten von rund 3,5 Milliarden Euro durch die Corona-Pandemie. Beim VDV geht man au&szlig;erdem davon aus, dass angesichts der gestiegenen Infektionszahlen im November und Dezember nur etwa 50 bis 60 Prozent der sonst &uuml;blichen Fahrg&auml;ste mit Bus und Bahn unterwegs sind. Zuvor war die Nachfrage ab Juni gestiegen und hatte im September immerhin 80 Prozent des Niveaus von vor der Pandemie erreicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/auto\/corona-folge-busse-und-bahnen-sind-wieder-die-verkehrsmittel-der-armen-a-5c9eb3d4-077f-4122-b916-e60e04215d23?sara_ecid=soci_upd_KsBF0AFjflf0DZCxpPYDCQgO1dEMph\">Spiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Why did Sweden have more covid deaths than its neighbors?<\/strong><br>\nOne of the arguments that has been used in support of strict lockdown is that Sweden has had significantly more covid deaths than its nordic neighbours. On the 19th of November, Sweden had registered 637 covid deaths per million people. For comparison, Denmark had registered 140, Norway had registered 57, and Finland had registered 69.<br>\nBut, as I wrote about recently, the studies that have been done have not been able to find any correlation between severity of lockdown and the number of covid deaths. Which must logically mean that Sweden&rsquo;s higher death rate was not due to the fact that it didn&rsquo;t institute a severe lockdown. So, if that is the case, why did Sweden have more covid deaths than its closest neighbors?<br>\nA paper written by three economists at the end of August sought to answer that question. The research didn&rsquo;t receive any specific funding, and the authors reported no conflicts of interest. The authors provided 15 different factors that could potentially explain the difference. I&rsquo;m going to focus on the few that I think are likely the most important.<br>\nThe first hypothesis is that Sweden, and in particular Stockholm, imported many more cases of covid-19 from abroad before measures were put in place to stop the spread between countries. The main reason for this is that Stockholm has a half-term holiday (&ldquo;sportlovet&rdquo;) in late February, when many people go skiing in the alps. The other nordic countries have similar holidays, but they have them earlier. So any Norwegians, Danes, or Finns who went skiing in the alps, would have gone there before the pandemic exploded in that region, while the people from Stockholm were there when infections were spreading at their worst.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/sebastianrushworth.com\/2020\/12\/06\/why-did-sweden-have-more-covid-deaths-than-its-neighbors\/\">Sebastian Rushworth M.D.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Kein Platz f&uuml;r Opa<\/strong><br>\nIn Berliner Familien spielen sich herzergreifende Szenen ab. Es geht um Heiligabend und die Frage, wer mitfeiern darf und wer leider nicht. Der Bund-L&auml;nder-Beschluss erlaubt private Treffen von bis zu zehn Personen.<br>\nIn Berlin sind die Feiertagsregeln strenger, &raquo;weil wir uns da im Moment aufgrund unserer Zahlen einfach nicht mehr zutrauen k&ouml;nnen&laquo;, so der Regierende B&uuml;rgermeister Michael M&uuml;ller. Bei f&uuml;nf Personen soll Schluss sein, Kinder bis 14 Jahre nicht mitgerechnet. Ein Paar mit zwei Teenagern hat an seiner Weihnachtstafel also Platz f&uuml;r genau noch eine weitere Person. F&uuml;r die Oma. Oder den Opa. Oder die andere Oma. Man ahnt: Es werden Tr&auml;nen flie&szlig;en. (&hellip;)<br>\nIch glaube aber, dass es der Corona-Politik schadet, wenn sich eine Regierung Vorschriften ausdenkt, die selbst der Gutwilligste f&uuml;r bekloppt h&auml;lt. Kein Mensch versteht, warum Oma und Opa an Heiligabend getrennt feiern sollen, w&auml;hrend nach jetzigem Stand f&uuml;nf Menschen aus f&uuml;nf verschiedenen Haushalten Party machen d&uuml;rfen.<br>\nUnd wie soll eigentlich &uuml;berpr&uuml;ft werden, ob man sich an die Regel h&auml;lt? Wird das Ordnungsamt an Heiligabend durch die Fenster lugen und durchz&auml;hlen, wie viele Menschen sich um den Tannenbaum versammelt haben? Eine Regierung, die eine F&uuml;nf-Personen-Gaga-Vorschrift erl&auml;sst, die sie nicht mal kontrollieren kann, macht sich l&auml;cherlich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/corona-regeln-an-weihnachten-kein-platz-fuer-opa-kolumne-a-00000000-0002-0001-0000-000174316758\">Spiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Chef der Kassen&auml;rzte will Anreize f&uuml;r Corona-Impfungen<\/strong><br>\nDer Vorstandsvorsitzende der Kassen&auml;rztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz, Peter Heinz, hat nun konkrete Anreize f&uuml;r die geplanten Corona-Impfungen verlangt. &ldquo;Wir brauchen ein robustes Impfmarketing: Wer gegen Corona geimpft ist, muss dadurch Vorteile haben&rdquo;, sagte Heinz der Koblenzer &ldquo;Rhein-Zeitung&rdquo;. &ldquo;Ein Geimpfter muss die M&ouml;glichkeit haben, ohne Beschr&auml;nkungen ins Theater zu gehen. Oder er muss ohne Test ins Ausland reisen und ohne Quarant&auml;ne wieder einreisen k&ouml;nnen.&rdquo; (&hellip;)<br>\nOhne solche Anreize werden sich nach Einsch&auml;tzung von Heinz viele Menschen nicht gegen Corona impfen lassen. &ldquo;Das ist keine Impfpflicht durch die Hintert&uuml;r&rdquo;. Die Entscheidung, nur einen Geimpften in ein Theater zu lassen, sei vern&uuml;nftig. &ldquo;Das ist keine Freiheit, die man den anderen aus Willk&uuml;r nicht gew&auml;hrt, sondern aus rein sachlichen Gr&uuml;nden.&rdquo; Dokumentiert werden k&ouml;nne die zweifache Corona-Impfung im Impfausweis. Es gebe eine riesige Bereitschaft unter den &Auml;rzten, bei der geplanten Impfaktion mitzumachen, sagte Heinz.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swraktuell\/rheinland-pfalz\/kv-chef-will-impfanreize-100.html\">SWR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Da bin ich gespannt ob das verfassungsrechtlich bestand haben wird? Dies l&auml;sst tiefe Einblicke in das Demokratieverst&auml;ndnis und Menschenbild dieses Herren zu, wenn er f&uuml;r offene Diskriminierung eintritt. Die Behauptung dies sei &ldquo;keine Impfpflicht durch die Hintert&uuml;r&rdquo; ist an Zynismus nicht zu &uuml;berbieten. <\/em><\/p>\n<p><strong>passend dazu: Experte h&auml;lt Impfpflicht f&uuml;r denkbar<\/strong><br>\nNoch vor der Zulassung eines Covid-19-Impfstoffs zerbrechen sich Expertinnen und Politiker dar&uuml;ber den Kopf, wer zuerst in den Genuss des Impfschutzes kommen soll. Juristen pl&auml;dieren f&uuml;r ein Gesetz, das die Vorgehensweise regelt.<br>\nIn der Diskussion um Corona-Impfungen h&auml;lt das Ethikrat-Mitglied Steffen Augsberg eine Impfpflicht f&uuml;r bestimmte Berufsgruppen oder T&auml;tigkeitsbereiche f&uuml;r denkbar. &raquo;Ob man die aber tats&auml;chlich braucht, zum Beispiel auf den Intensivstationen, das h&auml;ngt von der freiwilligen Befolgung ab&laquo;, sagte der Gie&szlig;ener Rechtsprofessor dem Portal hessenschau.de am Samstag. F&uuml;r die Gesamtgesellschaft werde es mit Sicherheit beim Grundsatz der Freiwilligkeit bleiben.<br>\nDer Deutsche Ethikrat bef&uuml;rwortet eine Priorisierung der Impfungen mit dem Ziel, schwere Covid-19-Verl&auml;ufe und Todesf&auml;lle zu vermeiden. Dazu sollten sich Risikogruppen wie &Auml;ltere und Vorerkrankte vorrangig impfen lassen, aber auch Medizin- und Pflegepersonal sowie Menschen in Berufen zur Aufrechterhaltung staatlicher Funktionen und des &ouml;ffentlichen Lebens.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/covid-19-experten-fordern-gesetz-zur-regelung-der-impfstoff-verteilung-a-c88f1c7f-7b11-4108-b022-fb4b0e77b09d\">Spiegel<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Pfizer-Gesch&auml;ftsleiter ist nicht sicher, ob Corona-Impfstoff Weitergabe des Virus verhindert<\/strong><br>\nAlbert Bourla, Leiter des Pharmariesen Pfizer, hat erkl&auml;rt, es sei immer noch nicht klar, ob diejenigen, die den Corona-Impfstoff des Unternehmens erhalten, in der Lage sein werden, das Coronavirus auf andere zu &uuml;bertragen &ndash; diese Bekanntgabe erfolgt nur einen Tag, nachdem Gro&szlig;britannien als erstes Land die Impfung genehmigt hat.<br>\n&ldquo;Selbst wenn ich selber den Impfschutz h&auml;tte &ndash; k&ouml;nnte ich [das Virus] dann immer noch auf andere Menschen &uuml;bertragen?&rdquo; fragte Lester Holt von NBC in einem Interview am Donnerstagabend &ndash; und erhielt daraufhin eine verbl&uuml;ffende Antwort von Bourla:<br>\n&ldquo;Ich denke, das ist etwas, das noch untersucht werden muss. Dar&uuml;ber sind wir uns im Moment nicht sicher.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/international\/110067-pfizer-geschaftsleiter-ist-nicht-sicher-impfstoff-covid-verbreitung-verhindert\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Diese Aussage trifft &uuml;brigens auf alle Kandidaten zu. Damit sollten die Gedankenspiele &uuml;ber &bdquo;Vorteile&ldquo; f&uuml;r Geimpfte pass&eacute; sein, denn f&uuml;r die epidemiologische Bewertung ist es irrelevant, ob die Geimpften nicht mehr schwer erkranken. Wenn sie weiterhin infekti&ouml;s sind, m&uuml;ssen sie auch bei Reisen oder dem Besuch von Kulturveranstaltung genau so behandelt werden wie Ungeimpfte. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Lambrecht warnt vor verdeckter Impfpflicht<\/strong><br>\nDie Zulassung erster Corona-Impfstoffe steht auch in Deutschland offenbar unmittelbar bevor &ndash; und die sollen nach Vorstellung von SPD-Politiker Karl Lauterbach &ldquo;in Rekordzeit&rdquo; verteilt werden. Justizministerin Lambrecht will derweil Ungeimpfte vor gesellschaftlichen Nachteilen gesch&uuml;tzt wissen.<br>\nSPD-Bundesjustizministerin Christine Lambrecht warnt vor einer Art Impfpflicht durch die Hintert&uuml;r &ndash; wenn etwa Menschen ohne Impfschutz gesellschaftliche Nachteile drohten. &ldquo;Ich halte eine breite &ouml;ffentliche Diskussion dar&uuml;ber f&uuml;r sehr wichtig&rdquo;, sagte sie der &ldquo;Augsburger Allgemeinen&rdquo;. Dies sei &ldquo;am Ende nicht nur eine rechtliche, sondern vor allem auch eine ethische Frage, die wir sehr gr&uuml;ndlich abw&auml;gen m&uuml;ssen&rdquo;.<br>\nDie Bundesregierung lehne eine Impfpflicht nach wie vor ab und setze auf Freiwilligkeit, betonte Lambrecht. &ldquo;Nat&uuml;rlich ist damit die Hoffnung verbunden, dass sich viele Menschen f&uuml;r eine Impfung entscheiden, um sich selbst und auch andere dadurch zu sch&uuml;tzen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/panorama\/Lambrecht-warnt-vor-verdeckter-Impfpflicht-article22211056.html\">n-tv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die Corona-Pandemie &ndash; eine Katastrophe mit Sprengkraft<\/strong><br>\nDie Corona-Pandemie ist eine medizinische Katastrophe, die sich auf eigent&uuml;mliche Weise mit einer epochalen &ouml;konomisch-&ouml;kologischen Zangenkrise verbindet &ndash; so lautet die Kernthese des Beitrages. COVID-19 wird als &bdquo;&auml;u&szlig;erer Sto&szlig;&ldquo; definiert, dem eine tiefe Rezession folgt. Sieht man von der nat&uuml;rlichen Virenmutation ab, lassen sich Pandemie, Rezession und Zangenkrise als unterscheidbare Repulsionen einer Hyperglobalisierung verstehen, die sukzessive ihre eigenen Voraussetzungen untergr&auml;bt. Ohne den Finanzcrash von 2007 bis 2009, das politische Interregnum der Nachkrisenjahre und die Tendenz zu bonapartistischen Demokratien l&auml;sst sich die neuerliche Z&auml;sur nicht begreifen. Spontan f&uuml;hrt die Corona-Krise keineswegs zu einem &bdquo;build back better&ldquo;. Der Staat des Ausnahmezustands ist zu solchen Weichenstellungen kaum in der Lage. Stattdessen w&auml;chst die Gefahr, dass harte Verteilungsk&auml;mpfe, zunehmende Ungleichheit und Entsolidarisierung eine Nachhaltigkeitswende zus&auml;tzlich erschweren. (&hellip;)<br>\nUnabh&auml;ngig vom Verlauf der Transformationskonflikte wird k&uuml;nftig ein Staatsinterventionismus an Profil gewinnen, wie er ansatzweise bereits vor der Pandemie zu beobachten war. Gleich ob es um die Reorganisation von Wertsch&ouml;pfungsketten, die Schaffung von Infrastruktur f&uuml;r E Mobilit&auml;t, um die Digitalisierung oder die Vorsorge vor neuen Gesundheitsrisiken geht &ndash; der Staat wird mitmischen, andernfalls drohen Niederlagen in der imperialen Rivalit&auml;t. Staatsinterventionismus allein ist aber kein Garant f&uuml;r Fortschritt in Sachen sozialer und &ouml;kologischer Nachhaltigkeit. Selbstverst&auml;ndlich ist der Staat im Kapitalismus kein blo&szlig;er Ausschuss herrschender Klassen. Er ist nicht homogener Akteur, sondern ein soziales Verh&auml;ltnis, das sich in unterschiedlichen Staatsformen ausdr&uuml;cken kann (Poulantzas 2002 [1978]). Mit Pierre Bourdieu (2014, S. 19) gesprochen, verk&ouml;rpert der Staat das &bdquo;Monopol der legitimen symbolischen Gewalt&ldquo;. Zu seinen allgemeinsten Funktionen geh&ouml;rt &bdquo;die Produktion und Kanonisierung sozialer Klassifikationen&ldquo; (ebd., S. 29). Indem sie klassifizierenden Ma&szlig;st&auml;ben zu Verbindlichkeit verhelfen, wirken Staatsaktivit&auml;ten jederzeit auf alle gesellschaftlichen Subsysteme ein. Ob Staatshandeln gegen&uuml;ber der Marktkoordination Vorteile mit sich bringt, h&auml;ngt wesentlich davon ab, wie es sich zu demokratischer Willensbildung verh&auml;lt.<br>\nDie Tendenz zu bonapartistischen Demokratien in Rechnung gestellt, w&auml;re es geradezu fahrl&auml;ssig, den Staat des Ausnahmezustands als Beweis f&uuml;r die Ver&auml;nderbarkeit der Welt zu feiern. Dieser Staat reagiert auf eine medizinische Katastrophe, mit zunehmender Beherrschbarkeit der Pandemie verliert er jegliche Legitimit&auml;t. H&auml;lt die Pandemie hingegen lange an, werden Abstandsgebote f&uuml;r gro&szlig;e Bev&ouml;lkerungsmehrheiten zu einer gro&szlig;en Last, weil sie auf radikale Entgesellschaftung und Entgemeinschaftung hinauslaufen. Alles, was dem Ausnahmestaat positiv zugeschrieben wird &ndash; Entschleunigung des Alltags, Konsumverzicht, Verkehrsvermeidung und Zeit f&uuml;r die Sorge um sich selbst &ndash;, lie&szlig;e sich nach dem Abklingen der Pandemie nur noch auf freiwilliger Basis aufrechterhalten. Der erkennbare Drang zur Wiederherstellung einer Vor-Corona-Normalit&auml;t l&auml;sst indes erahnen, wie wenig realit&auml;tstauglich derartige Erwartungshaltungen sind. Hoffnungen auf einen therapeutischen Effekt der Pandemie werden voraussichtlich auch deshalb entt&auml;uscht, weil der intervenierende Wirtschaftsstaat einer Schrumpfung &ouml;konomischer Aktivit&auml;t direkt entgegenwirkt. Die Legitimit&auml;t schuldenfinanzierter Wiederaufbauprogramme bemisst sich am Wachstumserfolg. Insofern ist der Corona-Staat ein Hybrid. Der Wirtschaftsstaat muss die Suppe ausl&ouml;ffeln, die ihm sein ungleicher Zwilling, der Ausnahmestaat, eingebrockt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/link.springer.com\/article\/10.1007\/s11609-020-00416-4\">Klaus D&ouml;rre in Springer Link<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Scheuer steuert auf den Autobahn-GAU zu<\/strong><br>\nNach der Pkw-Maut droht dem Minister bei der Autobahn GmbH ein neues Fiasko: Die Kosten explodieren auf 325 Millionen Euro, die Pr&uuml;fer warnen vor Rechtsverst&ouml;&szlig;en.<br>\nJener Tag im September 2018 d&uuml;rfte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer noch lange in Erinnerung bleiben: eine 100.000 Euro teure Party, Grill-Buffet f&uuml;r stolze 240 G&auml;ste im franz&ouml;sischen Nobel-Restaurant &bdquo;The Grand&ldquo; in Berlin Mitte. &Uuml;ber das ganze Gesicht breit l&auml;chelnd h&auml;lt der CSU-Politiker ein Schild mit der Aufschrift &bdquo;Zukunft Autobahn 2021&ldquo; in die Kameras.<br>\nGefeiert wurde die Gr&uuml;ndung der Autobahn GmbH. Ab 1. Januar 2021 soll die hundertprozentige Staatsfirma nach dem Vorbild der Deutschen Bahn sowohl die Planung als auch den Bau und den Betrieb des knapp 13.000 Kilometer langen Streckennetzes der Bundesautobahnen &uuml;bernehmen. Zugleich soll die neue Gesellschaft die Zust&auml;ndigkeit f&uuml;r Fernstra&szlig;en von den L&auml;ndern &uuml;bernehmen. Ziel dieser wohl gr&ouml;&szlig;ten Verwaltungsreform der vergangenen Jahre ist es, Stra&szlig;enbauprojekte zu beschleunigen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/800-prozent-hoehere-kosten-bei-neuer-gmbh-scheuer-steuert-auf-den-autobahn-gau-zu\/26684322.html\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Wie lange will Angela Merkel an diesem politischen Geisterfahrer noch festhalten? Die Verfehlungen und finanziellen Sch&auml;den reichen im Normalfall f&uuml;r zehn R&uuml;cktritte und Rausw&uuml;rfe&hellip;<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Es gibt in der Tat zahlreiche Anl&auml;sse f&uuml;r einen R&uuml;cktritt des Herrn Scheuer als Bundesminister. Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65724#h14\">Von Grund auf Panne<\/a> mit einer Anmerkung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>BIP-Aktuell 149: Der Mossad und seine Morde<\/strong><br>\nDie T&ouml;tung von Prof. Mohsen Fakhrizadeh tr&auml;gt die Handschrift des Mossad<br>\nZusammenfassung: Ob der Iran ein geheimes Atomwaffenprogramm entwickelt, ist strittig, aber die Ermordung des mutma&szlig;lichen Leiters dieses Programms wird die entsprechenden Bem&uuml;hungen des Iran verst&auml;rken. Die Ermordung von Fakhrizadeh sollte die politischen Optionen des gew&auml;hlten Pr&auml;sidenten Biden einschr&auml;nken und schadet daher den langfristigen Beziehungen zwischen der israelischen und der US-amerikanischen Regierung, au&szlig;erdem erh&ouml;ht sie die Gefahr eines Krieges im Nahen Osten. Das Attentat bietet die Gelegenheit, den Mossad und seine Operationen darzustellen. (&hellip;)<br>\nRonen Bergmans Buch &bdquo;Rise and Kill First&ldquo; (der Titel auf Deutsch: &bdquo;Der Schattenkrieg &ndash; Israel und die geheimen T&ouml;tungskommandos des Mossad&ldquo;) basiert auf einer Reihe von Interviews mit ehemaligen Mossad-Agenten und erz&auml;hlt die Geschichte der zahlreichen israelischen Attentate gegen milit&auml;rische und politische Feinde. Bergman behauptet, dass seit der Gr&uuml;ndung des Staates Israel etwa 3.000 Menschen durch den Mossad und andere israelische Geheimdienste ermordet wurden. Sein Buch wurde in Israel zensiert. Abgesehen von meist anonymen Interviews hat Bergmann nicht viele Quellen, um seine Beschreibungen der Methoden des Mossad zu belegen. Sein Buch h&auml;tte als unkorrekt abgetan werden k&ouml;nnen, w&auml;re da nicht das Interview des ehemaligen Mossad-Chefs Meir Dagan gewesen, der kein Geheimnis daraus machte, dass er einige Geheimnisse des Mossad enth&uuml;llen wollte, um Netanjahu davon abzuhalten, einen Krieg mit dem Iran zu beginnen. (&hellip;)<br>\nBergmans Buch und die Ermordung von Fakhrizadeh k&ouml;nnten den Eindruck erwecken, dass der Mossad eine Organisation ist, die haupts&auml;chlich Attentate ver&uuml;bt. Es ist jedoch bekannt, dass er seine begrentzen Ressourcen durch die Schaffung von Hype und Angst kompensiert. Der derzeitige Mossad-Chef Yossi Cohen gab eine Reihe von Interviews, in denen er die F&auml;higkeiten des Mossad r&uuml;hmte. Der Mossad sei  nicht in der Lage, all jene zu ermorden, die sich der israelischen Politik widersetzen, aber er hoffe, die Menschen vom Widerstand gegen die israelische Besatzung abzuhalten, indem er sie mit der Aussicht einsch&uuml;chtert, dass der Mossad in ihre Privatsph&auml;re eindringen k&ouml;nne und ihre Bewegungen und ihre Kommunikation jederzeit verfolgt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/bibjetzt.wordpress.com\/2020\/12\/05\/bip-aktuell-149-der-mossad-und-seine-morde\/\">BIP Jetzt Blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Die Politik muss den Mut haben, einzelne Bereiche der &Ouml;ffentlich-Rechtlichen neu aufzustellen.<\/strong><br>\nDer Dokumentarfilmer Thorolf Lipp ist klarer Bef&uuml;rworter des &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunks &ndash; zugleich kritisiert er ARD und ZDF, wirft den Anstalten eine zu starke Orientierung am Markt und &ldquo;Besitzstandswahrungsdenken&rdquo; vor. Ein Interview &uuml;ber niedrige Budgets, hochformatierte Sendepl&auml;tze, warum die Reihe &ldquo;Terra X&rdquo; keine Dokumentarfilme zeigt und wie Dokus zuk&uuml;nftig besser f&uuml;r das Gemeinwohl eingesetzt werden k&ouml;nnten. (&hellip;)<br>\nHerr Lipp, Sie pl&auml;dieren f&uuml;r eine Reform der &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten (&ouml;\/r) hinsichtlich des Produktions- und Verwertungsmodells, insbesondere im Bereich des Dokumentarischen. Warum?<br>\nThorolf Lipp: Ich bin seit zehn Jahren auf Verbandsebene medienpolitisch t&auml;tig und glaube inzwischen nicht mehr, dass das bestehende &ouml;\/r System in seiner Gesamtheit reformierbar ist. Das ist bedauerlich, aber daf&uuml;r ist das Besitzstandswahrungsdenken in den Anstalten zu ausgepr&auml;gt. Die Institutionen sind zu gro&szlig;, zu saturiert und gleichzeitig, aufgrund ihrer unbestreitbaren Finanz- und Meinungsmacht, relativ beratungsresistent. Einen Umbau des Systems, eine Neudefinition des Funktionsauftrages bzw. der Weg dorthin kann es daher nur im Rahmen einer gr&ouml;&szlig;eren gesellschaftlichen Debatte geben.<br>\nIch denke, wir sollten die &ouml;\/r Anstalten im Grundsatz in der jetzigen Form erhalten. Die Politik muss aber jetzt den Mut haben, einzelne Aufgabenbereiche eines &ouml;\/r Mediensystems g&auml;nzlich neu zu denken und institutionell neu aufzustellen. Die daf&uuml;r notwendigen Mittel sollen aufkommensneutral aus den bestehenden Beitragseinnahmen generiert werden. Anders gesagt: Die Anstalten m&uuml;ssen nach und nach schrumpfen, damit aus den freiwerdenden Mitteln etwas Neues entstehen kann, das dem eigentlichen Willen des Gesetzgebers, und den Bed&uuml;rfnissen der Gesellschaft im digitalen Zeitalter deutlich besser entspricht als der Status Quo, der beides nicht ideal erf&uuml;llt.<br>\nWas genau stellen Sie sich vor?<br>\nLipp: Es gibt in der AG DOK die Arbeitsgruppe &bdquo;Docs for Democracy&ldquo;, die an einem spezifischen Reformvorschlag arbeitet. Dabei liegt der Fokus auf einer Bewegtbildproduktion aus allen Teilen der Gesellschaft heraus, die zum Gelingen des demokratischen Prozesses beitr&auml;gt. F&uuml;r mich ist eins klar: Das Dokumentarische wird glaubw&uuml;rdig, gemeinwohlorientiert und frei zug&auml;nglich sein, oder unsere Gesellschaft wird in absehbarer Zukunft nicht mehr demokratisch sein, weil eine gemeinsame Informationsbasis &ndash; die aber Ausgangsbedingung f&uuml;r den demokratischen Prozess ist &ndash; verloren geht. Ich muss wohl nicht erw&auml;hnen, dass wir genau diese Tendenz weltweit beobachten k&ouml;nnen. Es ist h&ouml;chste Zeit, dem entgegenzuwirken. Wir brauchen ein viel h&ouml;heres Ma&szlig; an Demokratievermittlung und Verst&auml;ndigungskultur in den Medien als es derzeit der Fall ist.<br>\nUnsere Arbeitsgruppe Docs for Democracy m&ouml;chte mit 2% des Beitragsaufkommens eine Direktbeauftragung der Produktion dokumentarischer Bewegtbildinhalte erm&ouml;glichen, jenseits des oft erratischen Redaktionswesens und der unbefriedigenden Produktionsbedingungen. Verwaltungsrechtlich ist das ohne Weiteres machbar. Alle so entstehenden Produktionen sollen im deutschsprachigen Raum &uuml;ber CC Lizenzen f&uuml;r das Publikum, aber auch f&uuml;r den Einsatz in Bildung, Wissenschaft, Museen etc., unbeschr&auml;nkt frei verf&uuml;gbar sein. Das Stichwort lautet: &Ouml;ffentliches Geld wird ohne Wenn und Aber zu &ouml;ffentlichem Gut.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.planet-interview.de\/interviews\/thorolf-lipp\/52082\/\">Planet Interview<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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