{"id":67778,"date":"2020-12-08T11:06:24","date_gmt":"2020-12-08T10:06:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67778"},"modified":"2020-12-10T07:11:53","modified_gmt":"2020-12-10T06:11:53","slug":"stimmen-zum-verhassten-und-bewunderten-kniefall-willy-brandts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67778","title":{"rendered":"Stimmen zum verhassten und bewunderten Kniefall Willy Brandts"},"content":{"rendered":"<p>Der Beitrag <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67696\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Ein Bundeskanzler kniet nieder &ndash; wo gibt&lsquo;s denn sowas?<\/a> hat einige Reaktionen ausgel&ouml;st &ndash; kritische, b&ouml;sartige wie den ersten Leserbrief und solche mit ein paar interessanten, f&uuml;r mich neuen Informationen wie im Leserbrief Nr. 2. In diesem Leserbrief wird berichtet, wie distanziert und mit spitzen Fingern deutsche Diplomaten noch im Jahre 1992 die friedensstiftende Geste vom 7. Dezember 1970 behandelten. Es gab jetzt im Kontext der Erinnerung einige Medienereignisse wie zum Beispiel einen Film des MDR, die zeigen, dass Willy Brandt in deutschen Hauptmilieu immer noch ein Stein des Ansto&szlig;es ist &ndash; f&uuml;r die deutsche Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik sowieso. *Nachtrag am 9. Dezember: Eine Mail von Arnulf Rating. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Werte NDS,<br>\narmer A.M.<\/p><p>Sie k&ouml;nnen es einfach nicht lassen, in dem Falle unbelehrbar! Ihre Liebe zum West-dt. Politgott ist wirklich patologisch! Selbst einen dt. Wehrmachtsoffizier Schmidt und Vor-Nachr&uuml;ster k&ouml;nnen Sie noch etwas abgewinnen.<\/p><p>Nat&uuml;rlich ist es nicht falsch das gerade &ldquo;Willi&rdquo; etwas zahmer war. Aber was DURFTE er erreichen? Und was ist wirklich herausgekommen?<\/p><p>Bspw. die NATO hat er nicht verlassen. Sogar an Notstandsgesetzen mitgearbeitet. Am Verbot der KPD bei Euch hat er sicherlich kein Problem entdeckt. Als B&uuml;rgermeister von Westberlin eine Lachnummer!<\/p><p>Und er hat nicht f&uuml;r &ldquo;Unser Land&rdquo; sich seine Kniescheiben verbogen sondern Euch Wessis was vorgeheuchelt!<\/p><p>Anno 1970 waren wir in der DDR schon viel weiter in der Abarbeitung dt. Kriegsschuld. Die Oder\/ Nei&szlig;e &ndash; Friedensgrenze war l&auml;ngst politisches (positives) Dokma!<\/p><p>Gute Gr&uuml;&szlig;e. Benkwell.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Danke f&uuml;r diese gute Erinnerung. <\/p><p>Als Willy Brandt an der Gedenkst&auml;tte f&uuml;r die Opfer des Warschauer Gettos niederkniete, war ich noch ein Sch&uuml;ler in Kaiserslautern. Die Mehrzahl meiner damaligen Lehrer war von dem Ereignis eher peinlich ber&uuml;hrt. <\/p><p>Wie sehr diese Haltung bei deutschen Beamten sogar 22 Jahre sp&auml;ter beim Tod Willy Brandts noch nachwirkte mag ein Erlebnis, dessen Zeuge ich wurde, illustrieren: <\/p><p>Als Willy Brandt gestorben war, schlug meine damalige Ehefrau, Kulturreferentin an der Deutschen Botschaft Warschau in der sog. Morgenrunde vor, dass die Botschaft doch ein Kondolenzbuch auslegen m&ouml;ge, da polnische B&uuml;rger den Wunsch haben k&ouml;nnten, sich dort einzutragen. Die Reaktion war sinngem&auml;&szlig; (nicht w&ouml;rtlich) &acute;wenn Sie sich das antun wollen, dann m&uuml;ssen Sie sich aber selbst dahin setzen&acute;. So geschah es und au&szlig;er meiner damaligen Frau waren nur Angeh&ouml;rige des gehobenen Dienstes (Konsularbereich) bereit das Kondolenzbuch zu betreuen. <\/p><p>Am Tag darauf (das Kondolenzbuch war bereit) war die ul. Dabrowiecka, wo sich damals die Botschaft befand, schwarz von Menschen, die sich in das von ihnen als Selbstverst&auml;ndlichkeit erwartete Kondolenzbuch eintragen wollten. Der Botschaft blieb eine gro&szlig;e Blamage erspart. <\/p><p>Nachtrag: Kurze Zeit danach wurde im Vorstand des Schulvereins der &ldquo;Deutschen Schule Warschau&rdquo;, die noch den gleichen Namen trug wie die Deutsche Schule Warschau w&auml;hrend der Nazi-Besetzung, von polnischen Eltern vorgeschlagen, diese Schule nun als deutsch-polnische Begegnungsschule &ldquo;Willy Brandt-Schule&rdquo; zu nennen. Von deutschen Eltern, haupts&auml;chlich deutsche Diplomaten,&nbsp; gab es dazu keine Zustimmung sondern hinhaltenden Widerstand. Es m&uuml;ssten zun&auml;chst alle Eltern befragt werden, was sich hinzog. Die Mehrheit, die daf&uuml;r stimmte, war nicht &uuml;berw&auml;ltigend und kam nur durch die durchg&auml;ngige Zustimmung der polnischen Eltern zustande. <\/p><p>Nachdenkseiten, macht weiter. Der Kampf ist noch lange nicht zu Ende. <\/p><p>Klaus Jung, Grafschaft<\/p><p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Was Klaus Jung &uuml;ber die Reaktion des gehobenen Deutschen Botschaftspersonals auf den Tod von Willy Brandt im Jahre 1992 berichtet, d&uuml;rfte ungef&auml;hr dem entsprechen, was aktuell beim Vorgang selbst im Jahre 1970 zu sp&uuml;ren war. Die konservativen und nationalen Meinungsf&uuml;hrer haben allerdings untersch&auml;tzt, dass die Geste im Warschauer Getto gerade auch in christlich gepr&auml;gten konservativen Kreisen positive Spuren hinterlassen hat. <\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller, <\/p><p>haben Sie vielen Dank f&uuml;r diesen Artikel, dem ich viele, viele Leser w&uuml;nsche! Ich hatte immer das Gef&uuml;hl, dass man einem Menschen in dieser Position, der so etwas UNERH&Ouml;RTES wagte wie Brandt in Warschau, vertrauen kann. Ich war ja damals noch Kind und habe es in der DDR nicht mal mitgekriegt. Aber seit ich politisch denken kann, ist mir die Tragweite solch einer symbolischen Geste bewusst geworden. Und als ich 1989 in den SDP, die sp&auml;ter in der SPD aufging, eintrat, dachte ich: Eine Partei, die so einen Staatsmann hervorgebracht hat, kann doch nur f&uuml;r Frieden und V&ouml;lkerverst&auml;ndigung sein. Dass es mal so weit kommt, dass ich Sozialdemokraten nicht einmal mehr als &bdquo;das kleinere &Uuml;bel&ldquo; w&auml;hlen w&uuml;rde, h&auml;tte ich mir nie tr&auml;umen lassen &hellip; <\/p><p>&Uuml;brigens haben Sie recht, Herr M&uuml;ller: Diese Erfolgsgeschichte der Vers&ouml;hnung droht in Vergessenheit zu geraten. Bei Gespr&auml;chen mit Kollegen musste ich erleben, dass keiner davon wusste. Die beiden schrecklichen Kriege Europas im 20. Jahrhundert sind allen noch irgendwie ein Begriff, aber Menschen, die diesen Kreislauf der Gewalt durchbrechen wollten, werden totgeschwiegen. Und wenn heute Leute f&uuml;r Frieden und Abr&uuml;stung ihre Stimme erheben, werden sie bestenfalls m&uuml;de bel&auml;chelt oder schlimmer als realit&auml;tsferne Spinner verunglimpft. <\/p><p>Man kann gar nicht genug darauf hinweisen, dass man auch anders (Au&szlig;en- und Sicherheits-)Politik machen kann, als es heutzutage an der Tagesordnung ist. Willy Brandt ist der Beweis daf&uuml;r! <\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nIhr R. B. (Dresden)<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p><strong>Kniefall von Willy Brandt + Gedenken an die Kriegsverbrecher (<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67675\">Ein sehr unterschiedliches Gedenken an die Kriegsverbrecher-Prozesse in N&uuml;rnberg 1945<\/a>)<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Damen und Herren,<\/p><p>Die zwei oben genannten Artikel sind eminent wichtig! Insbesondere die Geschichtsklitterung was die Befreiung durch die Sowjetunion angeht, kann man nicht genug betonen. In der Realschule in der 9. Klasse sagte der Geschichtslehrer uns, Stalin und Hitler w&auml;ren gleich gewesen und es wurden auch nie die dramatischen Opferzahlen auf Seiten der Sowjets genannt. Das hat mich schon damals verwundert und auch heute und auch traurig gestimmt, denn mein Opa m&uuml;tterlicherseits (russischer Abstammung) hat die letzten Kriegstage 1945 miterlebt und wenn man ihn auf die Gr&auml;uel anspricht, wird er sehr traurig und bekommt auch Flashbacks. Mit weit &uuml;ber 90 erfreut er sich aber noch vergleichsweise guter Gesundheit, wegen Corona kann man ihn aber nat&uuml;rlich nicht besuchen.<\/p><p>Ich bin ja als Kind von Th&uuml;ringen zu Adoptiveltern in Bayern gekommen und hier ist die amerikanische Propaganda nach meinen Erfahrungen am tiefsten in Deutschland verankert. Da sagt mein gesetzlicher Betreuer, ein sehr liebevoller Mensch eigentlich und sozial enorm engagiert, &ldquo;da haben uns die Chinesen mit Corona was tolles eingebrockt&rdquo; und lauter so &auml;hnliche Vorurteile. Im Geschichtsunterricht wurde gar zur Zeit nach dem 1. Weltkrieg Kurt Eisner &uuml;bergangen, der den Freistaat Bayern, auf den die CSU-Schwachk&ouml;pfe so stolz sind, erst gegr&uuml;ndet hat. Irgendwie wird da alles der CSU und den Stockkonservativen&nbsp;zugesprochen. Geschwafel wie damals von Franz-Josef Strau&szlig;, dass Willy Brandt ein &ldquo;Vaterlandsverr&auml;ter&rdquo; war, weil er nach Norwegen geflohen ist, hab ich an niederbayerischen Stammtischen auch wahrgenommen. Ich war schon in der Schulzeit sehr geschichtsinteressiert und habe nat&uuml;rlich zu den bedeutenden Personen nachgefragt. Nat&uuml;rlich am meisten beliebt: Strauss und Adenauer egal, ob der Verfassungsschutz nach dem Krieg mit SS- und&nbsp; SA-Leuten voll war.<\/p><p>DIE LINKE Bayern macht in Bayern auch so gut wie keinen Stich, der Einzige, der sich gegen diese konservative Propaganda laut gewehrt hat, war und ist der Liedermacher Hans S&ouml;llner aus Bad Reichenhall. Trotz des Dialekts sind seine Werke sehr zu empfehlen und ich w&uuml;nschte, mehr Leute w&uuml;rden ihn noch kennen. Auch wenn Regensburg, Ingolstadt, die Hallertau und Rottal-Inn in Niederbayern sehr sch&ouml;n sind, so bin ich von Bayern doch immer etwas entt&auml;uscht gewesen was die Politik und die Einstellung angeht.<\/p><p>Apropos Bayern: Da Herr M&uuml;ller vor Corona ja ein Treffen in Pfaffenhofen geplant hatte, habe ich damals in meinem Mindestlohnjob&nbsp;extra gespart und mir schon die betreffenden Tage davor und danach freigenommen. Wurde leider nix, aber ich hoffe nach dieser uns&auml;glichen Pandemie k&ouml;nnen Sie es vielleicht einrichten. Gerne w&uuml;rde ich Ihnen auch Regensburg empfehlen; wir haben viele sch&ouml;ne Orte und Einrichtungen, wo man so etwas durchf&uuml;hren k&ouml;nnte.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nBenedikt Windisch<\/p><p><em>Anm. A.M.: <\/em><\/p><ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=-famXHt_2JY\">zum Kennenlernen von Hans S&ouml;llner<\/a><\/em><\/li>\n<li><em>Nach Pfaffenhofen komme ich, sobald es wieder m&ouml;glich ist und sich jene Menschen, die wollen, auch wirklich versammeln k&ouml;nnen.<\/em><\/li>\n<\/ol><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Albrecht,<\/p><p>erg&auml;nzend zu Deinem wertvollen Beitrag zum Kniefall von Willy Brandt am 07.12.1970 m&ouml;chte ich Dich und alle NDS-Leser*innen auf die Sonderpr&auml;gung der Deutschen Bundesbank einer 2-Euro-Umlaufm&uuml;nze zum Ereignis aufmerksam machen. Unter <a href=\"https:\/\/www.bundesfinanzministerium.de\/Content\/DE\/Pressemitteilungen\/Briefmarken\/2019\/2019-11-06-PM35-Muenze-Kniefall-Warschau.html\">bundesfinanzministerium.de\/Content\/DE\/Pressemitteilungen\/Briefmarken\/2019\/2019-11-06-PM35-Muenze-Kniefall-Warschau.html<\/a> kann sich jeder die M&uuml;nzgestaltung und die mitgereichte Erkl&auml;rung dieses Ereignisses anschauen. Diese M&uuml;nze&nbsp; soll in einer St&uuml;ckzahl von 30 Millionen gepr&auml;gt werden und wird seit dem 08.Okt. 2020 ausgegeben. Sie&nbsp;kann bei bei jeder Filiale der Deutschen Bundesbank erworben werden und eignet sich, meine ich,&nbsp;als besonderes &ldquo;Geschenk&rdquo; f&uuml;r jeden Mitstreiter f&uuml;r Frieden und V&ouml;lkerfreundschaft. Beim Broteinkauf letzte Woche wurde mir diese M&uuml;nze als Wechselgeld zur&uuml;ck gegeben und zuf&auml;llig ist mir dabei&nbsp;deren R&uuml;ckseite mit der Gestaltung des Ereignisses vor 50 Jahren aufgefallen, was mich und meine Freunde damals als Juso und engagierter 68er&nbsp;bis heute nachhaltig beeindruckt und motiviert hat. Diese M&uuml;nze habe ich nat&uuml;rlich behalten und liegt jetzt, wo ich diese Mitteilung schreibe, direkt vor mir.<\/p><p>Mit besten Gr&uuml;&szlig;en nach&nbsp;Bad&nbsp;Bergzabern,<\/p><p>Reinhold Lang<br>\nKarlsruhe<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller,<\/p><p>ich habe meinen Kindern schon vorlanger Zeit gesagt, dass ich den Kniefall f&uuml;r das bedeutendste Ereignis der Nachkriegszeit halte&hellip;<\/p><p>Herzlichst<br>\nIhr HU B&uuml;nger<br>\nFreudenstadt<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Albrecht M&uuml;ller,<\/p><p>Ihre heutige Erinnerung an den Kniefall von Willy Brandt vor 50 Jahren in Warschau hat  mich sehr bewegt, zumal ich gerade dabei war, an die Spitzen der GR&Uuml;NEN meine Stellungnahme zur Bundeswehr und den Milit&auml;rausgaben abzusenden.<\/p><p>In dieser Stellungnahme beziehe ich mich auch ausdr&uuml;cklich auf die Entspannungspolitik von Willy Brandt.<\/p><p>Hier also zu Ihrer Information meine Stellungnahme.<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/201208-Leserbriefe-Kniefall.pdf\">(s.hier)<\/a><\/p><p>Liebe Gr&uuml;&szlig;e, Ihr Christian Holtgreve<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>*8. Leserbrief &ndash; Eine Mail von Arnulf Rating<\/strong><\/p><p>Lieber Albrecht M&uuml;ller,<\/p><p>danke f&uuml;r sehr vieles; Dank insbesondere f&uuml;r das Erinnern an Willy Brandts Kniefall und den wichtigen Satz aus Brandts Regierungserkl&auml;rung &ldquo;Wir wollen ein Volk der guten Nachbarn sein &ndash; nach innen und nach au&szlig;en.&rdquo;<\/p><p>Wollen wir hoffen, dass das zuk&uuml;nftige deutsche Au&szlig;enpolitiker erinnern und umsetzen. Wenn Joschka Fischer das in seine &Uuml;berlegungen Anfang der 90er Jahre in seinem Buch &ldquo;Risiko Deutschland&rdquo; einbezogen h&auml;tte, w&auml;re er vielleicht zu einem anderen Ergebnis gekommen. Aber das wollte er wohl erst gar nicht.<\/p><p>Ich war damals skeptisch. Als junger Totalverweigerer war mir zuwider, dass die Bundesrepublik Deutschland auch unter Willy Brandt die Mitgliedschaft in der NATO nicht infrage stellte &ndash; wohl auch nicht konnte. Dennoch war eine andere Politik m&ouml;glich. Was das f&uuml;r einen Respekt verdient und f&uuml;r ein Kraftakt war, ist mir erst sehr viel sp&auml;ter und jetzt noch einmal durch Ihre Erinnerung an diesen Satz deutlich geworden.<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e!<br>\nArnulf Rating <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden Emailadressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Beitrag <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67696\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Ein Bundeskanzler kniet nieder &ndash; wo gibt&lsquo;s denn sowas?<\/a> hat einige Reaktionen ausgel&ouml;st &ndash; kritische, b&ouml;sartige wie den ersten Leserbrief und solche mit ein paar interessanten, f&uuml;r mich neuen Informationen wie im Leserbrief Nr. 2. In diesem Leserbrief wird berichtet, wie distanziert und mit spitzen Fingern deutsche Diplomaten noch<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67778\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-67778","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/67778","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=67778"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/67778\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":67833,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/67778\/revisions\/67833"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=67778"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=67778"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=67778"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}