{"id":67811,"date":"2020-12-09T08:24:31","date_gmt":"2020-12-09T07:24:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67811"},"modified":"2020-12-09T08:24:31","modified_gmt":"2020-12-09T07:24:31","slug":"hinweise-des-tages-3758","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67811","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67811#h01\">Test von Kombi-Impfungen gegen Corona &ndash; Das Beste aus zwei Welten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67811#h02\">Die US-Coronakrise wird zur Hungerkrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67811#h03\">Die Drohnenk&ouml;nigin Annegret Kramp-Karrenbauer (AKK) und CDU\/CSU blasen zum Sturm auf die SPD-Linke<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67811#h04\">Lockdown f&uuml;r R&uuml;stung und Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67811#h05\">Diese drei Zahlen zeigen, wie stark unser Rentensystem besch&auml;digt worden ist.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67811#h06\">Wann bringt der Impfstoff den Alltag zur&uuml;ck?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67811#h07\">Mehr Panzer f&uuml;r Mittelost<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67811#h08\">Hartes Vorgehen in BaW&uuml; Zwangseinweisung f&uuml;r Quarant&auml;nebrecher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67811#h09\">Elfenbeink&uuml;ste: M&uuml;ll oder Schokolade<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67811#h10\">Den gr&uuml;nen Schalter umlegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67811#h11\">Trotz Terrorismusverdacht: Wei&szlig;helm-Chef mit Regierungsmaschine in Deutschland eingetroffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67811#h12\">Vorw&auml;rtsplan der US-Marine zur Bildung einer neuen Flotte zur Bek&auml;mpfung Chinas<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67811#h13\">Linke in Venezuela gewinnt Mehrheit im Parlament bei nur 31 Prozent Wahlbeteiligung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67811#h14\">Der &laquo;Krieg gegen den Terror&raquo; ist zur politischen Droge geworden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67811#h15\">Wer die Zeche zahlt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67811#h16\">Arme betreiben f&uuml;r Reiche Klimaschutz mit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67811#h17\">ARD und ZDF ziehen wegen Rundfunkbeitrag vor Bundesverfassungsgericht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67811#h18\">Startseite ohne Corona-News<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Test von Kombi-Impfungen gegen Corona &ndash; Das Beste aus zwei Welten<\/strong><br>\nAnfang kommenden Jahres will Gro&szlig;britannien verschiedene Corona-Impfstofftypen in Kombination testen. Die Pr&uuml;fung k&ouml;nnte auch das R&auml;tsel um eine AstraZeneca-Studie l&ouml;sen. [&hellip;]<br>\nInsgesamt traten in beiden Studien bis zur Zwischenauswertung 131 Covid-19 F&auml;lle auf. Die Auswertung der Daten der zun&auml;chst mit der halben Dosis geimpften Probanden basiert auf nur 33 F&auml;llen. Drei davon betrafen Studienteilnehmer, die den Wirkstoff erhalten hatten. Eine detaillierte Auswertung dazu ist am Dienstagnachmittag im Fachmagazin &raquo;The Lancet&laquo; erschienen (mehr dazu lesen Sie hier).<br>\nEine abschlie&szlig;ende Erkl&auml;rung f&uuml;r das &uuml;berraschende Ergebnis gibt es bis heute nicht. Denkbar ist, dass die bessere Wirksamkeit in der Gruppe mit der halben Dosis zuf&auml;llig zustande kam und sich bei gr&ouml;&szlig;eren Datenanalysen nicht best&auml;tigen w&uuml;rde. Die Impfstoffe von Biontech und Moderna haben nach ersten Erkenntnissen eine Wirksamkeit von 95 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/medizin\/coronavirus-grossbritannien-will-kombi-aus-astrazeneca-und-biontech-impfstoff-testen-a-3e536108-cb21-419b-b876-a483bb7e7d1a\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Der SPIEGEL schreibt, es g&auml;be &bdquo;bis heute keine abschlie&szlig;ende Erkl&auml;rung&ldquo; f&uuml;r die inkonsistenten Daten der AstraZeneca-Studie. Das ist so nicht ganz richtig. Wie zahlreiche internationale Medien meldeten und die Uni Oxford mittlerweile selbst best&auml;tigt hat, gab es nicht nur eine Panne &ndash; man hat sich bei der Dosierung <a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2020\/11\/25\/business\/coronavirus-vaccine-astrazeneca-oxford.html\">schlicht verrechnet<\/a>  -, sondern die Gruppe, bei der die h&ouml;here Schutzwirkung festgestellt wurde, enthielt auch keinen einzigen Probanden &uuml;ber 55 Jahren. Da j&uuml;ngere Probanden seltener Symptome und nur sehr selten schwere Verlaufsformen entwickeln, sind diese Daten vollkommen unbrauchbar. Auch das zum SPIEGEL-Verlag geh&ouml;rende Manager Magazin berichtete dar&uuml;ber. Dass der SPIEGEL dies nicht einmal zur Kenntnis nimmt, ist unverst&auml;ndlich.<\/em><\/p>\n<p><strong>Zweifel an Uni Oxford und AstraZeneca &ndash; Aktie rutscht ab<\/strong><br>\nHinzu kommt noch eine weitere Information, die der &Ouml;ffentlichkeit zun&auml;chst vorenthalten wurde: In dem Teil der Studie, der zu einer Wirksamkeitsannahme von 90 Prozent f&uuml;hrte, befand sich kein einziger Proband, der &auml;lter als 55 Jahre war. Diese Tatsache wurde laut &ldquo;Financial Times&rdquo; erst am Dienstag bekannt, als Moncef Slaoui vom &ldquo;Warp Speed&rdquo;-Programm f&uuml;r Impfstoffentwicklung der US-Regierung eine entsprechende Angabe machte. Als Konsequenz sollte hinter das 90-Prozent-Ergebnis vermutlich schon aus diesem Grund ein Fragezeichen gesetzt werden, denn die Anf&auml;lligkeit f&uuml;r schwere Verl&auml;ufe der Covid-19-Erkrankung steigt bekanntlich mit zunehmendem Alter rapide an. Menschen unter 55 Jahren haben per se ein deutlich geringeres Risiko als &auml;ltere Menschen.<br>\nAlles in allem ergibt das ein Bild, dass die Verl&auml;sslichkeit der Angaben von AstraZeneca sehr fraglich erscheinen l&auml;sst.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.manager-magazin.de\/finanzen\/boerse\/corona-impfstoff-zweifel-an-uni-oxford-und-astrazeneca-aktie-rutscht-ab-a-d607e44a-8ce6-43af-9ec9-f18f9de70e78\">Manager Magazin<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu auch (leider im Bezahlbereich): Wie Astra Zeneca versucht, sich seinen Impfstoff sch&ouml;nzurechnen<\/strong><br>\n90 Prozent Wirksamkeit? Oder nur 62 Prozent? Astra Zeneca ist mit seinem Impfstoff ein Rechenfehler unterlaufen. Mit einer Milchm&auml;dchenrechnung versuchte man, den Fauxpas zu beheben. Die Konsequenzen erl&auml;utert Virologe Alexander Kekul&eacute; in einem Gastbeitrag. [&hellip;]<br>\nMit dieser Milchm&auml;dchenrechnung sind die Zweifel an den Studiendaten jedoch nicht auszur&auml;umen. Warum eine halbe Dosis besser sch&uuml;tzen sollte als eine ganze, ist wissenschaftlich nicht zu erkl&auml;ren. Bislang gibt es f&uuml;r diesen paradoxen Effekt kein Beispiel &ndash; abgesehen von hom&ouml;opathischen Globuli, die ebenfalls durch Verd&uuml;nnung an Wirkungskraft gewinnen sollen. Zudem haben diese &bdquo;optimale&ldquo; Dosis nur 2800 Probanden erhalten. Wie die angebliche Effektivit&auml;t von 90 Prozent berechnet wurde, l&auml;sst sich nicht nachpr&uuml;fen, weil Astra Zeneca &ndash; im Gegensatz zu Pfizer und Moderna &ndash; nicht bekannt gibt, wie viele Geimpfte sich im Vergleich zur Kontrollgruppe infiziert haben.<br>\nKlar ist, dass insgesamt 11.700 Studienteilnehmer den Wirkstoff bekamen und im Studienverlauf insgesamt 131 symptomatische Covid-19-Infektionen auftraten &ndash; das sind nur etwa halb so viele Daten wie bei den erfolgreichen Konkurrenten. Da es obendrein auch noch abweichende Protokolle f&uuml;r Teilstudien in Brasilien und Gro&szlig;britannien gab, k&ouml;nnte die scheinbar &uuml;berlegene Wirkung der halben Dosis auch auf einem statistischen Fehler beruhen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/plus221344924\/Alexander-Kekule-Wie-Astra-Zeneca-sich-den-Impfstoff-schoenrechnet.html\">Alexander Kekul&eacute; in der WELT<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die US-Coronakrise wird zur Hungerkrise<\/strong><br>\nDie wirtschaftliche Not bei Millionen US-B&uuml;rgern in der Corona-Krise ist riesig. Rund 50 Millionen Menschen in den USA hungern und sind auf Lebensmitteltafeln angewiesen. Und t&auml;glich werden es mehr.<br>\nVor den Essensausgabestellen der Tafeln bilden sich vielerorts in den USA lange Schlangen&hellip;<br>\nIn der Corona-Pandemie brechen die Einkommen weg<br>\nWie viele Amerikaner nimmt auch Norman Butler zum ersten Mal in seinem Leben die Lebensmittelspenden der sogenannten Food Banks in Anspruch&hellip;<br>\nImmer mehr US-B&uuml;rger wissen nicht mehr, wovon sie Miete, Strom und Nahrungsmittel bezahlen sollen. Rund 35 Millionen Amerikaner lebten schon vor der Corona-Krise von der Hand in den Mund. Laut der Organisation &ldquo;Feeding America&rdquo; haben mittlerweile fast 50 Millionen Amerikaner nicht genug zu essen. Vor allem Familien mit Kindern seien betroffen, sagt Lisa Scales von einer Lebensmitteltafel in Pittsburgh. In den letzten neun Monaten habe die Zahl der Bed&uuml;rftigen um rund 50 Prozent zugenommen, erz&auml;hlt sie auf NPR.<br>\n&ldquo;Von den Menschen, die wir versorgen, sind &uuml;ber die H&auml;lfte zum ersten Mal hier. Wir bekommen jeden Tag zig Anrufe von Leuten, die gerade arbeitslos geworden oder schon seit Monaten ohne Job sind. Und jetzt kommen sie an den kritischen Punkt, wo sie nichts mehr zu essen haben.&rdquo;<br>\nWieder trifft es besonders die Minderheiten<br>\nWie immer sind vor allem Afro-Amerikaner und Latinos betroffen, die auch gesundheitlich besonders unter der Pandemie leiden&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/usa-coronakrise-hungerkrise-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die Drohnenk&ouml;nigin Annegret Kramp-Karrenbauer (AKK) und CDU\/CSU blasen zum Sturm auf die SPD-Linke<\/strong><br>\nRolf M&uuml;tzenich: &bdquo;Der Einsatz bewaffneter Drohnen verwischt den Unterschied zwischen Krieg und Frieden und droht, die Hemmschwelle zur Anwendung milit&auml;rischer Gewalt zu senken.&ldquo;<br>\nDie Worte des SPD-Fraktionsvorsitzenden im Deutschen Bundestag klingen zun&auml;chst wie Musik in den Ohren der SPD-Linken und weiterer linksliberaler PolitikerInnen. Die SPD wird voraussichtlich trotz Widerstand der Parteilinken letztlich, wenn auch mit Vorbehalten, der Beschaffung bewaffneter Kampfdrohnen zustimmen&hellip;<br>\nBeim Nachrichtensender ntv hat sich Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer&hellip; sich f&uuml;r den Schutz deutscher Soldaten in Afghanistan stark gemacht. Nur die Beschaffung von Kampfdrohnen hilft angeblich weiter. &bdquo;Wenn ich den Wunsch der Soldaten hier mitnehme, und ich kann ihn ehrlich gesagt nachvollziehen, dann spricht vieles f&uuml;r die Bewaffnung der Drohne&ldquo;, sagte die CDU-Politikerin bei einem Besuch der deutschen Soldaten im nordafghanischen Kundus.<br>\nEs gehe stets um den Eigenschutz der Soldaten. &bdquo;Und dabei m&uuml;sse man ernsthaft fragen, ob wir mit Blick auf das Leben der Soldaten, das hier eingesetzt wird, es wirklich unterlassen, das was wir an M&ouml;glichkeiten haben, auch einzusetzen&ldquo;&hellip;<br>\nDer Instrumentenkoffer<br>\nDer &bdquo;Verteidigungsexperte&ldquo; der CDU, Henning Otte, pr&auml;gte aus gr&ouml;&szlig;ter Sorge um die bedrohten Soldaten in Afghanistan den Begriff des Instrumentenkoffers: &bdquo;Wir k&ouml;nnen unseren Soldaten Teile aus dem milit&auml;rischen Instrumentenkoffer nicht verwehren, schon gar nicht, wenn sie dem elementaren Schutz unserer Truppe dienen&ldquo;, sagte er. Dass die Bewaffnung der Drohnen eine weitere Eskalation der Kriegshandlungen bedeutet, ist f&uuml;r die Heimatpolitiker kein Denkansatz&hellip;<br>\nParteilinke der SPD sind noch nicht weichgekocht<br>\nW&auml;hrend die Parteilinken der SPD im Deutschen Bundestag noch nicht weichgekocht sind, haben &bdquo;einflussreiche&ldquo; Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten, wie z.B. die Wehrbeauftragte Eva H&ouml;gl und der altgediente Verteidigungspolitiker Fritz Felgentreu Zustimmung signalisiert, unter strengen Einsatzbedingungen den bewaffneten Drohnen zuzustimmen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.von-links-gedacht.de\/index.php\/schwarz-rot-im-dilemma-ein-nein-der-spd-zu-kampfdrohnen-waere-ende-der-koalition\/\">Von links gedacht<\/a>\n<p><strong>Dazu: Drohnenbewaffnung: SPD-Widerstand!<\/strong><br>\nErst k&uuml;rzlich meldete das Verteidigungsministerium selbstbewusst, es wolle noch in diesem Jahr die Bewaffnung der Heron-TP-Drohne eint&uuml;ten&hellip; Vor allem aus den Reihen der SPD-Verteidigungspolitiker wurde ebenfalls Zustimmung signalisiert&hellip; Nun meldet aber die S&uuml;ddeutsche Zeitung, aus der SPD-Spitze komme erfreulicherweise Widerstand: &bdquo;&Uuml;ber das Thema sei noch nicht ausreichend debattiert worden, findet Parteichef Walter-Borjans. Einem Gro&szlig;projekt von Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer droht nun das &uuml;berraschende Aus auf der Zielgeraden. [&hellip;] &sbquo;Zusammen mit gro&szlig;en Teilen der SPD-Mitgliedschaft und vielen anderen friedenspolitisch engagierten Gruppen in unserer Gesellschaft halte ich die bisherige Debatte &uuml;ber bewaffnete Bundeswehr-Drohnen nicht f&uuml;r ausreichend&lsquo;, sagte er der S&uuml;ddeutschen Zeitung. [&hellip;] Mit diesem Veto ger&auml;t jedoch der gesamte Fahrplan ins Wanken. [&hellip;] Dem Vernehmen nach ist es mittlerweile h&ouml;chst fraglich, ob die SPD im Jahr vor der n&auml;chsten Bundestagswahl &uuml;berhaupt noch ihre Zustimmung zu Kampfdrohnen gibt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2020\/12\/08\/drohnenbewaffnung-spd-widerstand\/\">IMI<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Wacht die SPD-Spitze wenigstens bei diesem Thema endlich mal auf? Aber Vorsicht &ndash; es &bdquo;sei noch nicht ausreichend debattiert worden&ldquo; bedeutet schlie&szlig;lich nicht, dass die Parteispitze das Projekt Drohnenbewaffnung tats&auml;chlich auch ablehnen wird.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Lockdown f&uuml;r R&uuml;stung und Krieg<\/strong><br>\nRede zum bundesweiten Aktionstag &bdquo;Abr&uuml;sten statt Aufr&uuml;sten!&ldquo;, Stuttgart, 5. Dezember 202<br>\n(&hellip;) Denn w&auml;hrend das soziale Leben weitgehend eingefroren wurde, geht der R&uuml;stungswahnsinn ungebremst weiter &ndash; ja er versch&auml;rft sich sogar.<br>\nWas mich ma&szlig;los &auml;rgert ist in diesem Zusammenhang eine Falschmeldung, die seit Jahren die Runde macht: Es ist die Falschmeldung von einer angeblich kaputtgesparten Bundeswehr. Sie wird nicht nur von Politik und Milit&auml;r, sondern eben auch von den Medien gebetsm&uuml;hlenartig munter verbreitet.<br>\nAllein die nackten Zahlen geben das nicht her: Im Jahr 2000 belief sich der R&uuml;stungshaushalt noch auf 24,3 Mrd. Euro. Bereits bis 2014 stieg er auf 32,5 Mrd. Euro an, nur um danach dann richtig durch die Decke zu gehen: 38,5 Mrd. Euro waren es 2018 und in diesem Jahr kletterten die Milit&auml;rausgaben auf 45,1 Mrd. Euro.<br>\nTrotz dieses rasanten Anstieges, soll n&auml;chste Woche im Bundestag noch einmal draufgesattelt werden: F&uuml;r den Haushalt f&uuml;r 2021 sind 46,93 Mrd. Euro vorgesehen!<br>\nWir haben es also nahezu mit einer Verdopplung des R&uuml;stungshaushalts innerhalb der letzten 20 Jahre zu tun &ndash; selbst inflationsbereinigt stieg er um &uuml;ber 40 Prozent!<br>\n(&hellip;) am 17. November hielt Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer eine Grundsatzrede, in der sie betonte, zur Finanzierung der R&uuml;stungsgro&szlig;projekte m&uuml;ssten die Milit&auml;rausgaben &ndash; Corona hin oder her &ndash; auch in den kommenden Jahren weiter steigen.<br>\nDass auch die Gr&uuml;nen als m&ouml;glicher Koalitionspartner hier nicht abgeneigt w&auml;ren, hat Parteichefin Annalena Baerbock k&uuml;rzlich in einem Interview &uuml;berdeutlich gemacht.<br>\nKein Wunder also, das sich die R&uuml;stungsindustrie kr&auml;ftig die H&auml;nde reibt &ndash; und das, obwohl sie seit Jahren nur Schrott produziert. Selbst die bundeswehreigenen Untersuchungen kommen zu dem Ergebnis, dass die R&uuml;stungsprojekte eine durchschnittliche Versp&auml;tung von 52 Monaten aufweisen und Kostensteigerungen von zusammen aktuell 12,8 Mrd. Euro zuwege gebracht haben.<br>\n&hellip;nicht dass ich hier falsch verstanden werde: Jeder Panzer, der nicht f&auml;hrt, jedes Kampfflugzeug, das nicht fliegt und jedes Kriegsschiff, das im Hafen bleibt, ist mir lieber, als wenn das Zeug funktioniert.<br>\nAber wir brauchen dieses Geld an anderen Stellen wirklich dringender als daf&uuml;r, schlechte Witze &uuml;ber um die Ecke schie&szlig;ende Gewehre machen zu k&ouml;nnen.<br>\nLiebe Freundinnen und Freunde,<br>\ndeshalb fordern wir: &bdquo;Lockdown f&uuml;r die R&uuml;stungsindustrie!&ldquo; &ndash; &bdquo;Gesundheit und Entwicklung, statt R&uuml;stung und Krieg!&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2020\/12\/05\/lockdown-fuer-ruestung-und-krieg\/\">IMI<\/a>\n<p><strong>Dazu: Reiner Hoffmann, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes, <\/strong><br>\nRede 5.12. Berlin<br>\n(&hellip;)  Wir m&uuml;ssen erleben, wie sich in der Corona-Krise soziale Ungleichheiten und die Verteilungskonflikte in unserem Land versch&auml;rfen. Und gleichzeitig leistet sich die Politik krasse Fehlentscheidungen bei der Verteilung &ouml;ffentlicher Mittel. Wie kann es sein, dass der Bundeshaushalt 2021 selbst in Pandemie-Zeiten nur halb so viel Geld f&uuml;r das Gesundheitswesen vorsieht wie f&uuml;r den R&uuml;stungsetat? &hellip;<br>\nDas &ouml;ffentliche Geld, das wir jetzt in der Corona-Krise f&uuml;r Konjunkturprogramme und Rettungsschirme in die Hand nehmen, muss so angelegt werden, dass daraus Investitionen in die Zukunft werden &ndash; in eine &ouml;kologisch vertr&auml;gliche und sozial gerechte Zukunft&hellip;<br>\nF&uuml;r den DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften ist deshalb v&ouml;llig klar: Jeder Euro, der die R&uuml;stungsspirale weiter anheizt, ist ein Euro zu viel. Wir brauchen das Geld f&uuml;r weit wichtigere Aufgaben! &hellip;<br>\nUnd wir haben reichlich Grund, einen Kurswechsel zu fordern. Noch immer ist das NATO-Ziel nicht vom Tisch, dass alle Allianzpartner zwei Prozent ihres BIP f&uuml;r Aufr&uuml;stung ausgeben sollen. F&uuml;r Deutschland hie&szlig;e das dann, dass sein Verteidigungsetat auf rund 80 Milliarden Euro anw&auml;chst.<br>\n(&hellip;) Wenn wir uns ansehen, wo wir heute stehen, ist die Bilanz ern&uuml;chternd: Die Welt, in der wir leben, ist durch wachsende Instabilit&auml;t und Unsicherheit gekennzeichnet. Nationalismus, Protektionismus und Militarismus erstarken wieder. Autorit&auml;re, autokratische und v&ouml;lkische Bewegungen machen sich erneut breit. Noch nie waren so viele Menschen auf der Flucht wie heute. 80 Millionen Menschen werden vor allem durch Krieg oder B&uuml;rgerkrieg gezwungen, ihre Heimat zu verlassen.<br>\nGleichzeitig nimmt das Risiko milit&auml;rischer Auseinandersetzungen zu&hellip;<br>\nDeshalb ist es ein wichtiges Signal, dass der Atomwaffenverbotsvertrag der Vereinten Nationen Anfang des Jahres in Kraft treten wird. Und deshalb fordern wir von der Bundesregierung, dass sie ihre skandal&ouml;se Verweigerungshaltung endlich aufgibt und dem internationalen Verbotsvertrag beitritt!<br>\n(&hellip;) Es ist ganz einfach: Wir k&ouml;nnen es uns schlicht und ergreifend nicht mehr leisten, immer noch mehr Geld f&uuml;r R&uuml;stungsausgaben zu verpulvern.<br>\nAbr&uuml;sten statt Aufr&uuml;sten &ndash; daran f&uuml;hrt kein Weg vorbei. Sonst gef&auml;hrden wir dauerhaft den &auml;u&szlig;eren Frieden &ndash; und riskieren durch neue gesellschaftliche Spaltungen auch das friedliche Zusammenleben innerhalb unseres Landes und innerhalb Europas&hellip;<br>\nUnd genau diese Erkenntnis ist es, die auch im anstehenden Bundestagswahlkampf eine zentrale Rolle spielen muss.<br>\nIch danke Ihnen und Euch!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/abruesten.jetzt\/2020\/12\/reiner-hoffmann-vorsitzender-des-deutschen-gewerkschaftsbundes\/\">Abr&uuml;sten jetzt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Die ganze Rede k&ouml;nnen Sie auch hier <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=1CEHhnrmi2E&amp;feature=emb_logo\">auf youtube sehen.<\/a><\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Diese drei Zahlen zeigen, wie stark unser Rentensystem besch&auml;digt worden ist.<\/strong><br>\nDie drei Zahlen zeigen auf, wie stark das deutsche Rentensystem deformiert wurde, und wie sehr Arbeit&shy;geber und Versicherungskonzerne davon profitiert haben. Ihre Lobby hat sich durchgesetzt. Politiker und Wissenschaftler haben mitgemacht. Was haben wir dadurch bekommen? Ein System, in dem das Niveau der gesetzlichen Rente deutlich heruntergefahren wurde. Ein System, das die private Vorsorge als alternativlos preist und daf&uuml;r erhebliche staatliche F&ouml;rdermittel lockermacht. Ein System, das der Versicherungswirtschaft Jahr f&uuml;r Jahr Millionen neue Vertr&auml;ge beschert. Und ein System, das den Arbeitgebern Ersparnisse in Milliardenh&ouml;he gebracht hat&hellip;<br>\nDa ist erstens die Zahl 40: F&uuml;r die meisten Versicherten ist die gesetzliche Rente inzwischen real rund 40 Prozent weniger wert, verglichen mit der Gesetzeslage von 1990. Diese 40 Prozent Wertverlust sind nicht etwa durch die demografische Entwicklung bedingt. Sie sind das Ergebnis einer bewussten Entscheidung: Die Politik hat in den vergangenen 30 Jahren einerseits die Rentenanwartschaften gnadenlos gek&uuml;rzt und andererseits viele Milliarden Euro umgeleitet, weg aus der gesetzlichen Rente, hin zu privaten Rentenvertr&auml;gen. Quasi ein Konjunkturprogramm f&uuml;r Versicherungen, Banken und Fondsgesellschaften.<br>\nDenn die Zahl 40 steht auch f&uuml;r 40 Milliarden: So hoch sind die Subventionen, die der Staat inzwischen gezahlt hat, damit die Deutschen Riester-Vertr&auml;ge unterschreiben. Seit 2002 k&ouml;nnen Riester-Renten abgeschlossen werden, mit hohen staatlichen Zulagen. Besserverdiener bekommen zu diesen Zulagen obendrein noch Steuervorteile. Alles in allem summieren sich die Subventionen des Staates f&uuml;r Riester-Vertr&auml;ge allein von 2002 bis 2017 auf mehr als 40 Milliarden Euro&hellip;Viele Milliarden verschwinden im Kostendschungel der Konzerne&hellip;<br>\nZweitens die Zahl 130: Seit 2002 haben die Deutschen 130 Millionen Renten- und Lebensversicherungen abgeschlossen. Die Versicherungswirtschaft hat nicht nur massenhaft Riester-Vertr&auml;ge verkauft, sondern auch jede Menge Renten- und Lebensversicherungen: R&uuml;rup-Renten, Privatrenten mit klassischem Kapitalstock oder als fondsgebundene Versicherung in allen ihren Varianten. Alles mit g&uuml;tiger Verkaufshilfe der deutschen Bundesregierung. Jahr f&uuml;r Jahr kassieren Vertreter und Makler Provisionen in Milliardenh&ouml;he f&uuml;r die Vermittlung dieser Vertr&auml;ge&hellip;<br>\nDrittens die Zahl 200, genauer 200 Milliarden. Das sind die Ersparnisse der Arbeitgeber durch den Umbau der deutschen Alterssicherung. Die deutschen Arbeitgeber geh&ouml;ren zu den Hauptnutznie&szlig;ern beim Umbau des Rentensystems. Ihnen konnte der Staat aufgrund zahlreicher Eingriffe in die Rente einen k&uuml;nstlich niedrig gehaltenen Rentenversicherungsbeitrag garantieren&hellip;<br>\nDie Formel 40-130-200 steht also erstens f&uuml;r den Niedergang der gesetzlichen Rente, zweitens f&uuml;r den Verkaufserfolg der privaten Finanzdienstleister und drittens f&uuml;r den Erfolg der Arbeitgeber. Letztere haben sich aus der parit&auml;tischen Finanzierung der Alterssicherung verabschiedet und damit gewaltige Summen gespart. Doch der Sinn und Zweck von Alterssicherung sollte ja ein anderer sein: Den Besch&auml;ftigten im Alter ein Leben in W&uuml;rde und frei von Armut zu garantieren&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freiblatt.de\/Rente_Drei_Zahlen.php\">Freiblatt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wann bringt der Impfstoff den Alltag zur&uuml;ck?<\/strong><br>\nDie ersten Menschen im Westen haben ihre ersten Impfdosen erhalten. Viele Millionen weitere sollen folgen. Doch wann zeigt der Einsatz des Impfstoffs Wirkung? Wann kann es eine R&uuml;ckkehr zur Normalit&auml;t geben? Hier eine &Uuml;bersicht &uuml;ber die Einsch&auml;tzung verschiedener Politiker und Experten&hellip;<br>\nIst mit dem Beginn der Impfungen tats&auml;chlich der Wendepunkt der Corona-Pandemie erreicht? Und wann wird wieder Normalit&auml;t einkehren?<br>\nStart der Massenimpfung in UK<br>\nDie erste Impfung mit dem mRNA-Impfstoff von Biontech\/Pfizer ist der Auftakt zu einem gewaltigen Kraftakt: Insgesamt haben die Briten 40 Millionen Dosen des Vakzins bestellt. Aber auch andere Hersteller sind schon weit fortgeschritten mit ihren Impfstoff-Projekten, etwa Moderna, Astrazeneca, Johnson &amp; Johnson oder Novavax. Nach Angaben von Gesundheitsminister Jens Spahn hat sich Deutschland mehr als 300 Millionen Impfdosen verschiedener Hersteller gesichert &ndash; was f&uuml;r die gesamte Bev&ouml;lkerung reichen w&uuml;rde, sofern es mit der Lieferung wie geplant klappt.<br>\nPro Person sind zwei Impfdosen n&ouml;tig.<br>\nExperten gehen davon aus, dass bis zum Erreichen einer k&uuml;nstlichen Herdenimmunit&auml;t 60 bis 70 Prozent der Bev&ouml;lkerung geimpft sein m&uuml;ssen. Im Fall von Deutschland w&auml;ren das also 50 bis 60 Millionen Menschen. Doch wie sieht der Weg dahin aus, wie lange wird das Tragen von Mund-Nasen-Schutzmasken noch n&ouml;tig sein &ndash; und wird Sars-CoV-2 am Ende verschwinden? Hier eine &Uuml;bersicht &uuml;ber die Einsch&auml;tzungen verschiedener Experten und Politiker:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/panorama\/Wann-bringt-der-Impfstoff-den-Alltag-zurueck-article22222048.html\">ntv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Mehr Panzer f&uuml;r Mittelost<\/strong><br>\nBerlin erlaubt Panzerverkauf an Qatar. Im Konflikt zwischen den arabischen Golfstaaten r&uuml;stet Deutschland beide Seiten auf.<br>\nBerlin\/Doha (Eigener Bericht) &ndash; Die Bundesregierung genehmigt neue Waffenlieferungen an das Emirat Qatar. Wie aus einem Schreiben von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier an den Wirtschaftsausschuss des Bundestags hervorgeht, hat der M&uuml;nchner Panzerbauer Krauss-Maffei Wegmann (KMW) die Erlaubnis erhalten, 15 Flugabwehrpanzer des Typs Gepard an Qatar zu verkaufen. Sie sollen bei der dortigen Fu&szlig;ball-WM im Jahr 2022 bereitstehen, um im Falle eines Terrorangriffs mit bewaffneten Drohnen diese abschie&szlig;en zu k&ouml;nnen. Beobachter urteilen, die Lieferung diene KMW zugleich dazu, in Qatar einen &bdquo;Fu&szlig; in der T&uuml;r&ldquo; zu behalten: Das Emirat, dessen Armee zuletzt mit einer milliardenschweren Lieferung von Kampfpanzern und Dutzenden Milit&auml;rfahrzeugen aus der Produktion von KMW aufger&uuml;stet wurde, wolle weitere kostspielige Waffenk&auml;ufe t&auml;tigen, hei&szlig;t es. Die deutschen R&uuml;stungslieferungen erfolgten &ndash; und erfolgen &ndash; trotz heftiger Spannungen nicht nur zwischen den arabischen Golfstaaten und Iran, sondern auch zwischen Qatar auf der einen sowie Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten auf der anderen Seite&hellip;.<br>\nMachtkampf auf der Arabischen Halbinsel<br>\nIm Jahr 2017 war ein schon l&auml;nger schwelender Konflikt zwischen Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain auf der einen sowie Qatar auf der anderen Seite eskaliert. Kern des Konflikts war &ndash; und ist -, dass Qatar in seiner Au&szlig;enpolitik in erheblichem Ma&szlig; auf Strukturen der international weit vernetzten Muslimbruderschaft setzt&hellip;<br>\nWaffen f&uuml;r beide Seiten<br>\nIn dem Konflikt hat sich Deutschland dadurch hervorgetan, dass es beide Seiten stark aufr&uuml;stete: W&auml;hrend Qatar von KMW Kampfpanzer und Milit&auml;rfahrzeuge f&uuml;r zwei Bataillone erhielt, erlaubte die Bundesregierung zugleich milliardenschwere Waffenlieferungen an die Vereinigten Arabischen Emirate und bis vor kurzem auch an Saudi-Arabien&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8466\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Hartes Vorgehen in BaW&uuml; Zwangseinweisung f&uuml;r Quarant&auml;nebrecher<\/strong><br>\nBaden-W&uuml;rttemberg hat sich auf ein h&auml;rteres Vorgehen gegen Quarant&auml;nebrecher verst&auml;ndigt. Wer sich k&uuml;nftig wiederholt nicht an die Regeln h&auml;lt und nicht zu Hause bleibt, muss die restliche Zeit der Isolierung in ausgew&auml;hlten Krankenh&auml;usern verbringen.<br>\nBaden-W&uuml;rttemberg will hartn&auml;ckige Corona-Quarant&auml;neverweigerer zwangseinweisen. Dies erkl&auml;rte der Landessozialminister Manfred Lucha von den Gr&uuml;nen nach einer Kabinettssitzung. Demnach sollen Menschen, die sich trotz Corona-Infektion nicht in Quarant&auml;ne begeben und auf andere Sanktionen nicht ansprechen, k&uuml;nftig von der Polizei in einem von zwei bis drei ausgew&auml;hlten Krankenh&auml;usern untergebracht werden. Die Standorte sollen bis zum Wochenende festgelegt werden.<br>\nDie Regierung setzt damit eine Forderung des baden-w&uuml;rttembergischen Innenministers Thomas Strobl um, der dies bereits Anfang November gefordert hatte. Das Innenministerium hatte auf eine strikte Zwangseinweisung solcher Personen in eine zentrale Klinik im Land gedr&auml;ngt. Lucha hatte daf&uuml;r pl&auml;diert, dass sich die Kommunen dezentral darum k&uuml;mmern, da es sich um Einzelf&auml;lle handle. Strobl sagte, er sei froh, dass man sich darauf verst&auml;ndigt habe, &ldquo;hartn&auml;ckige Quarant&auml;neverweigerer abzusondern&rdquo;. Es sei aber nur das letzte Mittel, wenn solche Menschen sich auch durch Bu&szlig;gelder nicht zur Vernunft bringen lie&szlig;en.<br>\nZudem will die Landesregierung ein fl&auml;chendeckendes Alkoholverbot unter freiem Himmel in die n&auml;chste Corona-Verordnung aufnehmen. Damit sollen Menschenansammlungen und improvisierte Weihnachtsst&auml;nde in den Innenst&auml;dten verhindert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Zwangseinweisung-fuer-Quarantaenebrecher-article22222444.html\">ntv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers T.S.:<\/strong> Prima, was das gr&uuml;n-schwarze Ba-W&uuml; da hinlegt&hellip;<\/em><br>\n<em>Nach wie vor dauert eine angewiesene Quarant&auml;ne meist 14 Tage, auch wenn immer wieder k&uuml;rzere Zeiten (sogar von Karlchen &Uuml;berall) ins Spiel gebracht wurden. Wie soll man das einem jungem Menschen gut vermitteln, dass er zwei Wochen lang das Haus nicht verlassen darf (ja, sich sogar in seiner Familie absondern soll), wenn er, wie in den allermeisten F&auml;llen, auch nicht die geringsten Symptome versp&uuml;rt? Aber solchen &ldquo;Schlendrian&rdquo; (S&ouml;der) kann man nat&uuml;rlich nicht dulden, zur Not also zwangsweise Unterbringung in zentralen Kliniken. Das schreckt sch&ouml;n ab&hellip;<\/em><br>\n<em>Mir ist pers&ouml;nlich ein Fall bekannt von einem jungen Sch&uuml;ler im Abi Jahrgang, der 14 Tage (symptomlos) in Quarant&auml;ne zu Hause verbrachte, dann mit seiner ganzen Klasse zum Sammeltest an der Schule vorgeladen wurde, wo er drei Stunden drau&szlig;en warten musste, bis er dran war. Ergebnis des Tests: negativ. Kurz darauf ein Anruf vom Gesundheitsamt: ein anderer mit ihm wartender Sch&uuml;ler in seiner Reihe sei leider positiv getestet gewesen und er w&auml;re zu lange in seiner N&auml;he gestanden, Ergebnis: weitere 14 (symptomlose) Tage in Quarant&auml;ne zu Hause.<\/em><br>\n<em>&bdquo;Der Irrsinn ist bei einzelnen etwas Seltenes, &ndash; aber bei Gruppen, Parteien, V&ouml;lkern, Zeiten die Regel&rdquo; Nietzsche<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Elfenbeink&uuml;ste: M&uuml;ll oder Schokolade<\/strong><br>\nDie seit l&auml;ngerem schwelende Weltwirtschaftskrise, die aktuelle Covid-19-Pandemie und die US-Sanktionen bringen die globalisierten Wirtschaftsbeziehungen in Turbulenzen. Zerrissene Lieferketten und betroffene Produktionsst&auml;tten werden neu eingerichtet, vor allem in S&uuml;dostasien. Afrika steht in der globalen Wertsch&ouml;pfungskette neokolonial am Anfang und am Ende. Am Anfang bietet der Kontinent als Rohstofflieferant Essbares wie &raquo;S&uuml;d&laquo;-Fr&uuml;chte und Kakao oder Kostbares wie Diamanten und Mineralien auf dem Weltmarkt zu wohlfeilen Preisen an. Am Ende der imperialistischen Wertsch&ouml;pfungskette h&auml;uft sich auf dem afrikanischen Kontinent der Abfall aus westlicher Industrie zu Bergen, sei es Wiederverwertbares wie gefrorene Fleischreste, gebrauchte Klamotten oder IT-Schrott, zu ebenso wohlfeilen Preisen gehandelt, oder aber zu Entsorgendes wie Chemieabf&auml;lle oder Giftm&uuml;ll dubioser Gesch&auml;ftemacher&hellip;.<br>\n(&hellip;) Ein Weg aus der Armut: H&ouml;here Wertsch&ouml;pfung durch Weiterverarbeitung<br>\nDie neoliberale Politik von Weltbank, Internationalem W&auml;hrungsfonds und EU, Kredite mit der Auflage von &raquo;Anpassungsreformen&laquo; zu vergeben, pr&auml;gte die neokoloniale &Auml;ra seit den 80er Jahren. Staatsunternehmen wurden privatisiert. Die erzwungene &Ouml;ffnung der M&auml;rkte f&uuml;hrte die lokale Industrie in den Bankrott. Die afrikanischen L&auml;nder gerieten in den 80er\/90er Jahren in eine Schuldenfalle, die es verhinderte, die aus inl&auml;ndischen Vorkommen stammenden Rohstoffe weiterzuverarbeiten und industrielle G&uuml;ter herzustellen.<br>\nDie seit dem Jahre 2000 im dreij&auml;hrigen Rhythmus abwechselnd in China und in Afrika stattfindenden Foren sino-afrikanischer Zusammenarbeit (FOCAC) und ihre j&auml;hrlichen Kalibrierungsmeetings haben den Kontinent ver&auml;ndert &ndash; weniger durch die Gr&ouml;&szlig;e des Kapitalzuflusses der Direktinvestitionen, hier nimmt weit abgeschlagen China den vierten Platz hinter den USA, Gro&szlig;britannien und Frankreich ein, sondern vielmehr durch den Aufbau von Verkehrsinfrastruktur, kombiniert mit der Gr&uuml;ndung einer Vielzahl von Industriezonen als Inkubator industrieller Entwicklung&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ossietzky.net\/22-2020&amp;textfile=5328\">ossietzky<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Den gr&uuml;nen Schalter umlegen<\/strong><br>\nDie Energie- und Klimawochenschau: Fossile Energien weiterhin stark subventioniert, globale Gesundheit verschlechtert, Gro&szlig;britannien &uuml;berraschend ambitioniert<br>\n&ldquo;Der Planet ist kaputt&rdquo;, erkl&auml;rte UN-Generalsekret&auml;r Antonio Guterres in einer aufr&uuml;ttelnden Rede an der Columbia University am 2. Dezember: &ldquo;Die Menschheit f&uuml;hrt Krieg gegen die Natur. Das ist selbstm&ouml;rderisch. Die Natur schl&auml;gt immer zur&uuml;ck &ndash; und sie tut es bereits mit wachsender Kraft und Wut.&rdquo;<br>\nDieser Krieg gegen die Natur betrifft nicht nur das Klima, sondern auch die Verschmutzung von Meeren, Luft und Wasser sowie die Vernichtung von urspr&uuml;nglicher Natur und damit einhergehend die Entstehung und Ausbreitung neuer Krankheiten. Auch spricht Guterres nicht mehr von einer Klimakrise, sondern davon, dass wir nah an einer Klimakatastrophe sind. Trotz der deutlichen globalen Erw&auml;rmung und der durch sie bedingten Katastrophen wie apokalyptische Waldbr&auml;nde und Wirbelst&uuml;rme gingen die Treibhausgasemissionen weiter nach oben. Heute werden 62 Prozent mehr Treibhausgase ausgesto&szlig;en als im Jahr 1990, als die internationalen Klimaverhandlungen begannen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Den-gruenen-Schalter-umlegen-4983608.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Trotz Terrorismusverdacht: Wei&szlig;helm-Chef mit Regierungsmaschine in Deutschland eingetroffen<\/strong><br>\nDer Verfassungsschutz hatte nach &Uuml;berpr&uuml;fung der Mobilfunkdaten von Chalid al-Saleh, einem der Anf&uuml;hrer der Wei&szlig;helme in Syrien, Terrorverdacht ge&auml;u&szlig;ert. Doch westliche Staaten, darunter Deutschland, hatten sich verpflichtet, die Wei&szlig;helme und ihre Familien aufzunehmen.<br>\nDer Wei&szlig;helm-Anf&uuml;hrer in Syrien, Chalid al-Saleh, darf nach einem zweieinhalb Jahre langem Tauziehen zwischen dem Bundesinnen- und Bundesau&szlig;enministerium nach Deutschland einreisen &ndash; trotz eines starken Terrorismusverdachts&hellip;.<br>\nAl-Salehs Flucht aus Syrien<br>\nMit dem Vorr&uuml;cken der syrischen Armee in die von Rebellen kontrollierten Gebiete befinden sich nun auch die Wei&szlig;helme auf der Flucht.<br>\nIm Sommer 2018 mussten mehr als 400 Wei&szlig;helme und deren Familien aus dem S&uuml;dwesten Syriens nach Jordanien in Sicherheit gebracht werden&hellip;<br>\nWestliche Staaten, darunter auch Deutschland, hatten sich 2018 verpflichtet, die Wei&szlig;helme und ihre Familien aufzunehmen. Nur unter dieser Bedingung hatte sich das K&ouml;nigreich Jordanien bereit erkl&auml;rt, die syrischen Wei&szlig;helme f&uuml;r eine gewisse Zeit aufzunehmen. Nach sp&auml;testens drei Monaten sollten sie Jordanien wieder verlassen, so wurde es verabredet.<br>\nDoch das Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz meldete Bedenken. Eine Befragung im Fl&uuml;chtlingslager al-Azraq hatte ergeben, dass bei al-Saleh &ldquo;eine N&auml;he zu einer islamistisch-dschihadistischen Weltanschauung feststellbar&rdquo; gewesen sei&hellip;.<br>\nIm Ausw&auml;rtigen Amt von Heiko Maas (SPD) hingegen hielt man die Bedenken der Verfassungssch&uuml;tzer von Anfang an f&uuml;r unbegr&uuml;ndet.<br>\nDerweil wartete Jordanien auf die Ausreise al-Salehs nach Deutschland, genau genommen zweieinhalb Jahre lang&hellip;<br>\nAm Montagabend sind nun Chalid al-Saleh und seine Familie mit einer Aufenthaltsgenehmigung aus humanit&auml;ren Gr&uuml;nden in Deutschland angekommen. Wo genau die Familie in Deutschland unterkommt, soll geheim gehalten werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/inland\/110244-weisshelm-chef-mit-regierungsmaschine-nach-deutschland\/\">RT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Vorw&auml;rtsplan der US-Marine zur Bildung einer neuen Flotte zur Bek&auml;mpfung Chinas<\/strong><br>\nNeue Flotte k&ouml;nnte in Australien oder Singapur stationiert werden<br>\nDie US-Marine schreitet voran mit einem Plan, den indisch-pazifischen Raum im Rahmen ihrer Bem&uuml;hungen, China in der Region zu bek&auml;mpfen, um eine zus&auml;tzliche Flotte zu erweitern. Der Plan w&uuml;rde die Erste Flotte wiederbeleben, die von 1945 bis 1973 in Betrieb war.<br>\nDie &ldquo;administrativen Anforderungen&rdquo; zur Wiederindienststellung der Ersten Flotte &ldquo;befinden sich in der Endphase der Koordinierung&rdquo;, sagte Kapit&auml;n Jereal Dorsey, ein Sprecher von Marineminister Kenneth Braithwaite, gegen&uuml;ber Stars and Stripes. Dorsey sagte, Braithwaite arbeite mit anderen US-Milit&auml;rchefs zusammen, um sicherzustellen, dass die Marine &ldquo;die maritime Vormachtstellung in einer &Auml;ra des gro&szlig;en Machtwettbewerbs&rdquo; beibeh&auml;lt&hellip;<br>\nDie US-Marine l&auml;sst immer wieder Kriegsschiffe in das S&uuml;dchinesische Meer fahren, um Pekings Anspr&uuml;che auf diese Gew&auml;sser anzufechten. Die Schiffe, die f&uuml;r diese provokativen Man&ouml;ver eingesetzt werden, geh&ouml;ren in der Regel zur Siebten Flotte, die in Japan stationiert ist. Braithwaite bemerkte: &ldquo;Wir k&ouml;nnen uns nicht nur auf die Siebte Flotte in Japan verlassen.&rdquo;<br>\nBraithwaite gab Singapur als m&ouml;glichen Standort f&uuml;r die neue Flotte an. Einige Analysten halten es f&uuml;r unwahrscheinlich, eine neue permanente US-Basis in Singapur unterzubringen, da das s&uuml;dostasiatische Land nicht den Anschein erwecken m&ouml;chte, sich in der wachsenden Rivalit&auml;t zwischen den USA und China auf eine Seite zu stellen. Ein weiterer m&ouml;glicher Standort f&uuml;r die neue Flotte befindet sich in Westaustralien.<br>\nEin ehemaliger australischer Verteidigungspolitiker sagte gegen&uuml;ber Stars and Stripes, dass die Unterbringung der neuen Flotte in Westaustralien die &ldquo;naheliegende&rdquo; Wahl sei&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.antikrieg.com\/aktuell\/2020_12_07_vorwaertsplan.htm\">Antikrieg.com<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Linke in Venezuela gewinnt Mehrheit im Parlament bei nur 31 Prozent Wahlbeteiligung<\/strong><br>\nCaracas. Mit einem st&ouml;rungsfreien Verlauf aber sehr geringer Beteiligung hat Venezuela am Sonntag seine Parlamentswahlen abgehalten. Gegen zwei Uhr morgens ver&ouml;ffentlichte die Wahlbeh&ouml;rde CNE nach Ausz&auml;hlung von etwa 82 Prozent der abgegebenen Stimmen erste Ergebnisse.<br>\nBei einer Wahlbeteiligung von 31 Prozent entfielen auf das B&uuml;ndnis der regierenden Vereinten Sozialistischen Partei (PSUV), Gro&szlig;er Patriotischer Pol, 67,6 Prozent und &uuml;ber dreieinhalb Millionen Stimmen. Verschiedene Wahlb&uuml;ndnisse der Opposition vereinigten 22,14 Prozent und damit mehr als eine Millionen Stimmen auf sich&hellip;<br>\nRund 200 internationale Beobachter aus 34 L&auml;ndern aus f&uuml;nf Kontinenten begleiteten den umstrittenen Wahlprozess. Die Europ&auml;ische Union, die von der venezolanischen Regierung ebenfalls zur Wahlbeobachtung eingeladen war, lehnte mit der Begr&uuml;ndung ab, dass nach ihrer Ansicht die Bedingungen f&uuml;r eine demokratische Abstimmung nicht gegeben seien. Damit st&uuml;tzte sie im Vorfeld die Haltung der US-Regierung und den Aufruf der radikalen Rechtsopposition in Venezuela zum Wahlboykott, der mit der sehr geringen Wahlbeteiligung einen Erfolg beanspruchen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2020\/12\/246005\/wahlen-venezuela-geringe-beteiligung\">Amerika 21<\/a>\n<p><strong>Dazu: &ldquo;Venezuela braucht dringend eine Perspektive auf eine &Uuml;berwindung der gesellschaftlichen Polarisierung&rdquo;<\/strong><br>\nInterview mit dem Bundestagsabgeordneten Andrej Hunko<br>\n(&hellip;) Leider hat die EU die Wahlbeobachtung abgesagt und setzt weiter auf Eskalation an der Seite der USA. Diese versuchen, jede Ann&auml;herung zwischen Regierung und Opposition zu torpedieren und durch die Wirtschaftsblockade das Land zu erdrosseln. Diese Strategie ist offensichtlich gescheitert und hat uns&auml;gliches Leid verursacht. Ich sehe dennoch wenig Anzeichen f&uuml;r eine wesentliche Kurskorrektur, auch unter dem neu gew&auml;hlten Pr&auml;sidenten Joe Biden.<br>\nDas Lager um Oppositionsf&uuml;hrer Juan Guaid&oacute; spricht in Bezug auf die Wahl von einer Farce und ruft zum Boykott auf. Wie bewerten Sie die Bedingungen, unter denen die Wahl stattfindet?<br>\nDer &uuml;ber Jahre von beiden Seiten mit harten Bandagen gef&uuml;hrte Machtkampf hat viel verbrannte Erde hinterlassen. Das institutionelle Gef&uuml;ge des Landes ist teilweise zerr&uuml;ttet und es gab inakzeptable Eingriffe des Obersten Gerichtshofs in verschiedene Parteien. Die Bedingungen f&uuml;r die Wahl sind alles andere als ideal. Das Wahlsystem ist jedoch &auml;u&szlig;erst sicher, wenn alle politischen Lager sich an den diversen &Uuml;berpr&uuml;fungsprozessen beteiligen. Der Boykottaufruf hingegen setzt auf weitere Konfrontation. Dadurch ist eine Wiederholung dessen zu erwarten, was sich bei der Pr&auml;sidentschaftswahl 2018 abgespielt hat.<br>\nWelche Reaktion erwarten Sie von der EU und den USA?<br>\nDie Art, wie die EU und auch die deutsche Bundesregierung Forderungen nach einer Verschiebung der Wahlen vortragen haben, ist nicht akzeptabel. Das Argument, es sei nicht genug Zeit, um Beobachter zu schicken, scheint mir vorgeschoben&hellip;<br>\nch denke ein Punkt ist entscheidend: Die EU k&ouml;nnte wirklich etwas bewegen, wenn sie sich von der Interventionspolitik der USA l&ouml;sen und als neutralere Vermittlerin auftreten w&uuml;rde. Daf&uuml;r m&uuml;sste sie aber aufh&ouml;ren, sich derma&szlig;en einseitig auf die Seite des Putschisten Guaid&oacute; zu stellen, der wieder und wieder um eine Milit&auml;rintervention in seinem Land gebettelt hat und die Wirtschaftsblockade guthei&szlig;t.<br>\nAktuell gehe ich davon aus, dass die EU weiter an ihrer Unterst&uuml;tzung der desastr&ouml;sen Interventionspolitik der USA festhalten wird&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/245852\/venezuela-interview-hunko\">Amerika 21<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Das Interview mit dem Genossen Andrej Hunko wurde am Donnerstag vor den Wahlen gef&uuml;hrt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Der &laquo;Krieg gegen den Terror&raquo; ist zur politischen Droge geworden<\/strong><br>\n(&hellip;) Terror-Obsession seit 9\/11<br>\n&hellip; Der Eifer, mit dem manche Journalisten seit Jahren &laquo;terroristischen Netzwerken&raquo; in der Schweiz nachsp&uuml;ren, hat etwas von Besessenheit. Und diese Obsession ist Teil einer Angst-Maschine, die seit 9\/11 &auml;usserst wirkungsvoll funktioniert. Die Terror-Dystopie ist eine durchschlagend erfolgreiche, massenpsychologische Kreation der Neo-Konservativen in den USA und in Israel. Sie erfanden die Erz&auml;hlung, nach dem Anschlag von 9\/11 gelte es, einen neuen Weltkrieg gegen den islamistischen Terror zu f&uuml;hren.<br>\nDer Mythos, der Westen bef&auml;nde sich in einem &laquo;Krieg gegen den Terror&raquo;, hat sich seitdem wie ein Virus der Herzen und Hirne der Menschen bem&auml;chtigt. Die Terrorangst ist reflexartig abrufbar. Nach dem September 2001 gelang es Strategen wie Dick Cheney, Donald Rumsfeld, Paul Wolfowitz, Richard Perle und Robert Kagan, politische Entscheidungstr&auml;ger im Westen davon zu &uuml;berzeugen, man bef&auml;nde sich in einem &laquo;Kampf der Kulturen&raquo;, der mit milit&auml;rischen Mitteln ausgetragen werden m&uuml;sse. Die Rolle des Westens sei es, seine Hegemonie unter F&uuml;hrung der USA durchzusetzen, wo n&ouml;tig mit Waffengewalt und &Uuml;berwachung der eigenen B&uuml;rger. Es gehe um nichts Geringeres als den Sieg von Freiheit und Demokratie. Das nannte sich &laquo;Project for the New American Century&raquo; (PNAC). Aus Politik wurde Kriegspolitik, die Terror-Psychose war ihre Grundlage, und dieser Mechanismus wirkt bis heute in vielen K&ouml;pfen&hellip;<br>\nDas Unbegreifliche an der Geschichte ist, dass das politische Establishment zwar z&auml;hneknirschend einsah, im Irak-Krieg von Washington belogen worden zu sein, die Begr&uuml;ndung f&uuml;r den Afghanistan-Krieg aber nie in Frage stellte. In westlichen Medien gilt bis heute die Sprachregelung, die USA seien in Afghanistan einmarschiert, weil die Taliban Osama Bin Laden sch&uuml;tzten und weil dieser der Drahtzieher von 9\/11 sei. Nach den Erfahrungen des Irak-Krieges, des Libyen-Krieges (der als &laquo;Durchsetzung einer Flugverbotszone&raquo; verkauft wurde) und des Syrien-Krieges geh&ouml;rt eine grosse Portion Naivit&auml;t dazu, die Afghanistan-Story immer noch so zu schlucken, wie sie von 9\/11 an von der Regierung Bush unters Volk gebracht wurde. Man glaubt Pinocchio aufs Wort, w&auml;hrend man zusieht wie die Nase immer l&auml;nger wird.<br>\n(&hellip;) Der milit&auml;risch-industrielle Komplex zieht die F&auml;den<br>\nEs gab immer wieder Stimmen in Washington, die sagten, man habe jetzt genug vom Krieg gegen den Terror. Robert Gates, altgedienter CIA-Mann und Verteidigungsminister unter Barak Obama, sagte 2011, jeder Verteidigungsminister, der dem Pr&auml;sidenten k&uuml;nftig rate, Truppen nach Asien, Afrika oder in den Nahen Osten zu entsenden, sollte &laquo;auf seinen Geisteszustand untersucht werden.&raquo;<br>\nMark Hannah, ein den Demokraten nahestehender Politanalyst der New York University, schrieb 2019: &laquo;Der Krieg in Afghanistan ist zu einer Mehrgenerationen-&Uuml;bung in Absurdit&auml;t geworden.&raquo;<br>\nDie Milit&auml;rinterventionen der USA h&auml;tten sich als sinnlos erwiesen&hellip;<br>\nDoch solche kritischen Stimmen werden &uuml;berdeckt von den Lautsprechern der Rand Corporation und anderer m&auml;chtiger Think Tanks des milit&auml;rischen Establishments. Die R&uuml;stungskonzerne und die Falken im Pentagon werden Pr&auml;sident Biden wenig Spielraum f&uuml;r Friedenspolitik lassen. Der milit&auml;risch-Industrielle Komplex und die Strategen des &laquo;New Middle East&raquo; geh&ouml;ren immer noch zu denjenigen, die im Hintergrund die F&auml;den ziehen&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/Der-Krieg-gegen-den-Terror-ist-zur-politischen-Droge-geworden\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Wer die Zeche zahlt<\/strong><br>\nIn die weltweiten Steueroasen str&ouml;men ungehindert riesige Summen. Gerade in Zeiten der Corona-Verheerungen darf die EU nicht l&auml;nger zusehen.<br>\nHat wirklich jemand gedacht, der Club der reichen L&auml;nder, die Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), sei in der Lage, L&ouml;sungen f&uuml;r den Steuermissbrauch durch multinationale Konzerne zu entwickeln? Sieben Jahre, nachdem die G20, also die 20 f&uuml;hrenden Volkswirtschaften der Welt, die OECD mit einer Revision des internationalen Steuersystems beauftragt hat, kam von dieser k&uuml;rzlich eine Reihe von Vorschl&auml;gen, die so komplex wie entt&auml;uschend sind.<br>\nZu Beginn des Jahres herrschte noch ein gewisser Optimismus: Erstmals hatten sich die L&auml;nder darauf geeinigt, dass Unternehmen ihre Steuern dort zahlen sollen, wo sich ihre Kunden, Fertigungsst&auml;tten und Besch&auml;ftigten befinden, und nicht in Steueroasen, in denen sie einen Briefkasten gemietet haben. Doch am Ende der Verhandlungen sieht es aus, als w&auml;re das nur viel L&auml;rm um nichts gewesen&hellip;<br>\nDiese Situation, die schon vorher skandal&ouml;s war, ist in einer Zeit, in der die Coronapandemie weltweit Verheerungen anrichtet, einfach unertr&auml;glich. Nachdem jahrzehntelang die Haushalte gek&uuml;rzt wurden, tun sich staatliche Einrichtungen schwer, der Notlage Herr zu werden. Dabei verlieren die Staaten jedes Jahr mehr als 427 Milliarden US-Dollar an Steueroasen, so der Bericht &bdquo;The State of Tax Justice 2020&ldquo;, den das Tax Justice Network, Public Services International und die Global Alliance for Tax Justice soeben ver&ouml;ffentlicht haben&hellip;<br>\nKrankenh&auml;user brauchen mehr Geld. Das Bildungssystem braucht mehr Geld. Kleine Unternehmen, die kurz vor dem Bankrott stehen, brauchen mehr Geld. Und jemand wird die Rechnung bezahlen m&uuml;ssen. Deshalb m&uuml;ssen diese Mittel dringend dort eingetrieben werden, wo sie versteckt wurden, n&auml;mlich in Steueroasen. Und da die OECD nicht in der Lage ist, Reformen anzusto&szlig;en, muss die Europ&auml;ische Union aktiv werden, unter anderem mit der Einf&uuml;hrung eines effektiven Mindeststeuersatzes auf Unternehmensgewinne&hellip;<br>\nNat&uuml;rlich gibt es auch in der EU starken Widerstand, und das hat einen einfachen Grund: Wer mit dem Finger auf kleine Karibikinseln zeigt, blendet aus, dass es auch in Europa Steueroasen gibt. Gro&szlig;britannien und seine &Uuml;berseegebiete, die gern als &bdquo;Spinnennetz&ldquo; bezeichnet werden, verantworten laut State of Tax Justice 29 Prozent der weltweit 245 Milliarden Dollar Steuerausfall durch den Steuermissbrauch von Unternehmen. In der EU gibt es weitere Beispiele, so stehlen beispielweise die Niederlande ihren EU-Nachbarn umgerechnet 10 Milliarden Dollar. Und damit sind sie nicht allein: Luxemburg, Irland, Zypern und Malta tun dasselbe.<br>\nDiese Staatengruppe blockiert seit Jahren jede Reform, indem sie sich die erforderliche Einstimmigkeit in Steuerfragen zunutze macht&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ipg-journal.de\/regionen\/global\/artikel\/wer-die-zeche-zahlt-4844\/\">IPG <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Arme betreiben f&uuml;r Reiche Klimaschutz mit<\/strong><br>\nLaut einem Oxfam-Bericht sparen arme Haushalte und die Mittelschicht in der EU Kohlendioxid ein. Reiche dagegen produzieren sogar noch mehr von dem Treibhausgas.<br>\nDie L&auml;nder der Europ&auml;ischen Union sind Vorreiter beim Klimaschutz, zumindest verglichen mit anderen Industriestaaten. Zwischen 1990 und 2019 ist der Treibhausgas-Aussto&szlig; unionsweit um rund ein Viertel gesunken. Eine neue Studie zeigt nun, dass die Einsparleistung bei den konsumbedingten Emissionen sozial sehr ungleich verteilt ist.<br>\nDenn w&auml;hrend die Haushalte mit niedrigem und mittlerem Einkommen CO2 einsparten, haben die reichsten zehn Prozent ihren Aussto&szlig; sogar gesteigert. Sie st&auml;rker am Klimaschutz zu beteiligen w&auml;re danach also ein Gebot der Fairness&hellip;.<br>\nIn den untersuchten 15 Jahren sanken die konsumbedingten CO2-Emissionen EU-weit um rund zw&ouml;lf Prozent. Die &auml;rmste H&auml;lfte der Haushalte reduzierte ihren CO2-Aussto&szlig; dabei um fast ein Viertel (24 Prozent), diejenigen mit mittlerem Einkommen um 13 Prozent. Im Gegensatz dazu legten die reichsten zehn Prozent der Europ&auml;er:innen um drei Prozent zu, das reichste Prozent sogar um f&uuml;nf Prozent.<br>\nOxfam teilt dazu mit: &ldquo;Insgesamt waren die reichsten zehn Prozent der EU-B&uuml;rger:innen f&uuml;r genauso viele Emissionen verantwortlich wie die &auml;rmere H&auml;lfte der EU-Bev&ouml;lkerung &ndash; jeweils 27 Prozent der gesamten EU-Emissionen.&rdquo; Haushalte mit einem mittleren Einkommen waren f&uuml;r 46 Prozent des CO2-Aussto&szlig;es verantwortlich&hellip;<br>\nLaut Untersuchung ist auch die Ungleichheit zwischen den EU-Mitgliedsstaaten gro&szlig;. So seien die reichsten zehn Prozent der Menschen aus Deutschland, Spanien, Italien und Frankreich f&uuml;r ebenso viele Emissionen verantwortlich wie die gesamte Bev&ouml;lkerung von 16 EU-Staaten zusammen&hellip;.<br>\nUm die Erderw&auml;rmung unter 1,5 Grad zu halten, wie im Pariser Klimavertrag angestrebt, sind alle EU-B&uuml;rger:innen beim CO2-Sparen gefragt &ndash; allerdings doch in sehr unterschiedlichem Ma&szlig;e. Laut Oxfam-Kalkulation m&uuml;sste die &auml;rmere H&auml;lfte die durchschnittlichen Emissionen bis 2030 in etwa halbieren. Die reichsten zehn Prozent m&uuml;ssten dagegen auf ein Zehntel des bisherigen Werts runter, das reichste Prozent gar auf ein Drei&szlig;igstel.<br>\nBeim EU-Gipfel am Donnerstag und Freitag wird es zwar um das neue CO2-Ziel der Union f&uuml;r 2030 gehen, vorgeschlagen sind von der EU-Kommission &ldquo;mindestens 55 Prozent&rdquo; gegen&uuml;ber 1990. Eine soziale Differenzierung ist dabei allerdings nicht vorgesehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.klimareporter.de\/gesellschaft\/arme-betreiben-fuer-reiche-klimaschutz-mit\">Klimareporter<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>ARD und ZDF ziehen wegen Rundfunkbeitrag vor Bundesverfassungsgericht<\/strong><br>\nDie &ouml;ffentlich-rechtlichen Sender wollen wegen der Blockade aus Sachsen-Anhalt gegen einen h&ouml;heren Rundfunkbeitrag vor das Bundesverfassungsgericht ziehen. Das k&uuml;ndigten ZDF, die ARD-Anstalten und das Deutschlandradio unabh&auml;ngig voneinander am Dienstag an.<br>\nDer ARD-Vorsitzende Tom Buhrow betonte: &bdquo;Eine Verfassungsbeschwerde ist leider unausweichlich. Ohne die ausreichende, unabh&auml;ngig ermittelte Finanzierung wird das Programmangebot, das in allen Regionen Deutschlands verwurzelt ist, darunter leiden.&ldquo;<br>\nZDF-Intendant Thomas Bellut &auml;u&szlig;erte sich &auml;hnlich: &bdquo;Mit dem heutigen Tag ist klar, dass es in Sachsen-Anhalt keine Zustimmung mehr geben kann. Damit bleibt leider keine andere M&ouml;glichkeit, als das Bundesverfassungsgericht anzurufen.&ldquo;<br>\nVom Deutschlandradio hie&szlig; es, die bedarfsgerechte Finanzierung der &ouml;ffentlich-rechtlichen Sender ab 2021 sei nicht mehr gesichert. Man habe daher beschlossen, eine Verfassungsbeschwerde einzureichen. Intendant Stefan Raue betonte: &bdquo;Schon jetzt m&uuml;ssen wir einen strikten Sparkurs verfolgen, um mit unseren Angeboten auch in der digitalen Welt sichtbar zu sein. Ein Ausbleiben der Erh&ouml;hung w&uuml;rde sich daher unweigerlich auf die Programmgestaltung auswirken.&ldquo;<br>\nZuvor war bekanntgeworden, dass Sachsen-Anhalt die geplante Erh&ouml;hung des Rundfunkbeitrags zum 1. Januar 2021 von monatlich 17,50 Euro auf 18,36 Euro deutschlandweit blockiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/inland\/110264-ard-und-zdf-ziehen-wegen-rundfunkgebuehr-vor-bundesverfassungsgericht\/\">RT<\/a>\n<p><strong>Dazu: Reaktionen zum Streit um Rundfunkbeitrag: &ldquo;Schwarzer Tag f&uuml;r die Mediengeschichte&rdquo;<\/strong><br>\nDie Krise um die Erh&ouml;hung der Rundfunkbeitr&auml;ge, ausgel&ouml;st durch den Einspruch der Regierung Sachsen-Anhalts, f&uuml;hrt zu unterschiedlichen Kommentaren von Politikern. Sachsen-Anhalts Regierungschef Reiner Haseloff sah sich zu diesem Schritt gen&ouml;tigt, um seine Dreierkoalition von CDU, SPD und Gr&uuml;nen zu retten.<br>\nDie SPD erkenne an, dass der Ministerpr&auml;sident eine gemeinsame Abstimmung von CDU und AfD verhindern und die Koalition retten wollte, teilte Fraktionschefin Katja P&auml;hle mit. &ldquo;Mit der Aufgabe des Staatsvertrags zahlte er daf&uuml;r jedoch einen erheblichen politischen Preis im Kreis der Regierungschefs der L&auml;nder.&rdquo; Die CDU im Landtag begr&uuml;&szlig;te Haseloffs Entscheidung hingegen als richtig und konsequent. &ldquo;Geradlinigkeit und Glaubw&uuml;rdigkeit zahlen sich aus&rdquo;, sagte der Medienpolitiker Markus Kurze.<br>\nDie rheinland-pf&auml;lzische Ministerpr&auml;sidentin Malu Dreyer sprach von einem &ldquo;schwarzen Tag f&uuml;r die Mediengeschichte in Deutschland&rdquo;. Die SPD-Politikerin ist Chefin der Rundfunkkommission der L&auml;nder.<br>\nDie AfD wertete die R&uuml;cknahme des Gesetzentwurfs als ihren Erfolg. Es habe sich wiederholt gezeigt, &ldquo;dass die AfD auch aus der Opposition heraus Wirkung entwickeln kann&rdquo;, sagte die Chefin der AfD-Bundestagsfraktion, Alice Weidel, der Deutschen Presse-Agentur&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/inland\/110266-streit-um-rundfunkbeitrag-schwarzer-tag\/\">Rt<\/a><\/p>\n<p><strong>Und auch: Haseloff begeht Verfassungsbruch und setzt politischen Willen der AfD um<\/strong><br>\nZu der heutigen Ank&uuml;ndigung des Ministerpr&auml;sidenten Haseloff, die Gesetzes&auml;nderung zum Medienrechtsstaatsvertrag zur&uuml;ckzuziehen, erkl&auml;rt die Fraktionsvorsitzende Eva von Angern f&uuml;r die Fraktion DIE LINKE:<br>\n&bdquo;Das Harakiri des Ministerpr&auml;sidenten Reiner Haseloff sowie der gesamten Landes-CDU ist an Peinlichkeiten nicht mehr zu &uuml;berbieten. Das Zur&uuml;ckziehen des Staatsvertrages ist ein absurdes Schauspiel, was die CDU mit Herrn Haseloff als Ministerpr&auml;sidenten hier inszeniert und widerspricht allen parlamentarischen Gepflogenheiten. Der Ministerpr&auml;sident hat mit der R&uuml;cknahme des Gesetzesentwurfs verhindert, dass sich der Landtag als Vertretung aller B&uuml;rger*innen Sachsen-Anhalts zur &Auml;nderung des Staatsvertrages positionieren kann. Damit bringen der Ministerpr&auml;sident sowie alle beteiligten Regierungsparteien ihre Missachtung gegen&uuml;ber dem Landtag zum Ausdruck. Das sagt viel &uuml;ber das Demokratieverst&auml;ndnis der Kenia-Koalition aus. Der Staatsvertrag wurde somit durch die Kabinetts-Hintert&uuml;r gekillt.<br>\nKenia als angebliches Bollwerk gegen Rechts ist krachend gescheitert, die inhaltliche N&auml;he von CDU und AfD &ndash; auch beim &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk &ndash; wurde in den letzten Wochen immer offensichtlicher. Mit dem Zur&uuml;ckziehen des Staatsvertrages durch den Ministerpr&auml;sidenten hat die AfD ihr Ziel, den Staatsvertrag in Sachsen-Anhalt scheitern zu lassen, erreicht. Letztlich f&uuml;hrt der Ministerpr&auml;sident das aus, was der Programmatik der AfD entspricht.<br>\nDie staatsferne Festsetzung des Rundfunkbeitrags wurde mit F&uuml;&szlig;en getreten &ndash; aus unserer Sicht ein klarer Verfassungsbruch! Ein Nachverhandeln des Staatsvertrages ist aussichtslos, da mehrere Ministerpr&auml;sidenten anderer Bundesl&auml;nder dies deutlich ablehnten.<br>\nWas bleibt vom gesamten Vorgang &uuml;brig: Bundesweit schlechte Schlagzeilen f&uuml;r Sachsen-Anhalt, ein besch&auml;digter &ouml;ffentlich-rechtlicher Rundfunk und ein schwacher Ministerpr&auml;sident, der nicht in der Lage ist, zu seinen eigenen Verhandlungsergebnissen Mehrheiten zu organisieren.<br>\nZudem bleiben die Haftungsanspr&uuml;che gegen&uuml;ber Sachsen-Anhalt ungekl&auml;rt. Im Raum stehen Schadensersatzanspr&uuml;che von knapp 1,5 Milliarden Euro.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dielinke-fraktion-lsa.de\/nc\/politik\/presse\/detail\/news\/haseloff-begeht-verfassungsbruch-und-setzt-politischen-willen-der-afd-um\/?fbclid=IwAR2GnTZ-oH7szpXsuorRwT4A8PpOgwxpw6Fh0qLjiZrth0lHFprwqBU2114\">Die Linke Sachsen-Anhalt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Startseite ohne Corona-News<\/strong><br>\nDie Onliner der Freien Presse in Chemnitz boten bis Ende November auf ihrer Startseite &ldquo;coronafreie News&ldquo; an. Dem Medienjournalisten Daniel Bouhs war das aufgefallen. Wer den Filter anklickte, sah nur Beitr&auml;ge, in denen es nicht um Corona ging und bekam als Aufmacher zum Beispiel eine Schneemeldung: &ldquo;Erster Hauch von Winter im s&auml;chsischen Flachland&ldquo;. Die &ldquo;coronafreien News&ldquo; seien aber nicht gut angenommen worden. Nur 180 Mal sei das Angebot binnen einer Novemberwoche genutzt worden, hie&szlig; es vergangene Woche aus der Chefredaktion der Freien Presse gegen&uuml;ber dem Altpapier. Angesichts der geringen Resonanz habe man es entfernt.<br>\nEinige Zahlen dazu? Bitte: Eine Suche mit STRG-F nach dem Begriff &ldquo;Corona&ldquo; zeigte auf freiepresse.de am Vormittag des 1. Dezember 48 Treffer, auf der Startseite von Zeit Online 49 Treffer, bei der Leipziger Volkszeitung online 55, bei der Online-FAZ 43, bei der Welt online 48. Es gibt also, das kann man vielleicht sagen, wirklich viel Corona-Berichterstattung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/altpapier\/das-altpapier-1780.html\">MDR<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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