{"id":67965,"date":"2020-12-14T08:32:52","date_gmt":"2020-12-14T07:32:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67965"},"modified":"2020-12-14T09:42:51","modified_gmt":"2020-12-14T08:42:51","slug":"hinweise-des-tages-3761","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67965","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67965#h01\">Bund und L&auml;nder einigen sich auf harten Shutdown ab Mittwoch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67965#h02\">Mit wem Sie Weihnachten jetzt (nicht) feiern d&uuml;rfen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67965#h03\">Ist Russland am Verzweifeln?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67965#h04\">M&auml;chtig unkontrolliert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67965#h05\">Bundeshaushalt: Die Schulden sind nicht das Problem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67965#h06\">Das wahre Wesen des Kapitalismus: 3. Der Blackrock-Kapitalismus, ein Exkurs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67965#h07\">&bdquo;Deutschland ist wieder der kranke Mann Europas&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67965#h08\">Corona-Krise: &bdquo;Menschen mit Hartz IV werden vergessen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67965#h09\">So viel Rendite bringt die gesetzliche Rente<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67965#h10\">Durchschnittliche gesetzliche Rente liegt unter 1.000 Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67965#h11\">So steht es wirklich um den versprochenen Kita-Ausbau f&uuml;r unter Dreij&auml;hrige<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67965#h12\">&bdquo;H&auml;rte kann man nicht immer einfach mit Wirksamkeit gleichsetzen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67965#h13\">BIP-Aktuell 150: Israelisches Milit&auml;r erschie&szlig;t f&uuml;nfzehnj&auml;hriges Kind<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67965#h14\">EU-Studie: Ermittler brauchen Vorratsdatenspeicherung nicht unbedingt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67965#h15\">Nestl&eacute; nicht auf Platz 1: Das ist die gr&ouml;&szlig;te Dreckmacher-Firma weltweit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67965#h16\">Bekannter Oppositionspolitiker in Venezuela will Juan Guaid&oacute; beerben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67965#h17\">Operation Regenbogen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67965#h18\">Scholz rechnet sich gute Chancen aus<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Bund und L&auml;nder einigen sich auf harten Shutdown ab Mittwoch<\/strong><br>\nL&auml;den dicht, Schulbesuche nur in Ausnahmef&auml;llen, Versammlungsverbot an Silvester, Alkoholverbot in der &Ouml;ffentlichkeit: Diese Ma&szlig;nahmen haben Kanzlerin Merkel und die Ministerpr&auml;sidenten im Kampf gegen das Coronavirus beschlossen. (&hellip;)<br>\nDer Beschluss liegt dem SPIEGEL vor. Demnach sollen alle&nbsp;Gesch&auml;fte&nbsp;vom 16. Dezember bis 10. Januar schlie&szlig;en &ndash; au&szlig;er jene, die den t&auml;glichen Bedarf abdecken. Dazu geh&ouml;ren demnach unter anderem der Lebensmittel-Einzelhandel, Wochenm&auml;rkte und Direktvermarkter f&uuml;r Lebensmittel, Abhol- und Lieferdienste, Getr&auml;nkem&auml;rkte, Reformh&auml;user, Apotheken.<br>\nF&uuml;r den Zeitraum gelten deutliche Kontakteinschr&auml;nkungen an den&nbsp;Schulen und Kitas. Kinder sollen &raquo;wann immer m&ouml;glich zu Hause betreut werden&laquo;. Daher werden Schulen &raquo;grunds&auml;tzlich&laquo; geschlossen oder die Pr&auml;senzpflicht ausgesetzt. Der Beschluss sieht allerdings Notfallbetreuung und Distanzlernen vor.<br>\nAnalog ist es f&uuml;r Kitas geplant. F&uuml;r Eltern sollen zus&auml;tzliche M&ouml;glichkeiten geschaffen werden, f&uuml;r die Betreuung der Kinder im genannten Zeitraum bezahlten Urlaub nehmen zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/coronavirus-bund-und-laender-einigen-sich-auf-harten-shutdown-a-005252b1-4577-4353-b5dd-42fb51e91866\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Nun klopft sich die Politik auf die Schulter, weil der harte Lockdown ja (&uuml;ber)f&auml;llig war und viel besser ist als der Lockdown light. Doch was ist eigentlich so &ldquo;hart&rdquo; am &ldquo;Lockdown&rdquo;? Das wir jetzt nicht mehr in die Stadt zum Schuhladen d&uuml;rfen? Da war doch in den letzten Wochen eh niemand. Dass wir &ndash; wie beim Gras &ndash; B&ouml;ller zwar f&uuml;r den Eigengebrauch benutzen d&uuml;rfen, der Handel damit aber nun verboten ist? Dass die Weihnachtsferien um ein paar Tage vorgezogen wurden? Dass wir jetzt nur noch mit f&uuml;nf statt mit sechs oder acht Menschen aus zwei oder vielleicht drei statt dreieinhalb Haushalten (jeweils exkl. Kinder) die fette Weihnachtsgans verspeisen d&uuml;rfen?  Das ist ja wirklich ein m&auml;chtig gewaltiger Plan, wie man bei der Olsen-Bande sagen w&uuml;rde. Aber was soll das bringen?<br>\nM&uuml;ssen die Menschen immer noch in &uuml;berf&uuml;llten Bussen und Bahnen in ihre Gro&szlig;raumb&uuml;ros und Fabrikhallen? Ja. Und darum wird sich auch nichts am Infektionsgeschehen &auml;ndern. Oder? Doch wird es, weil halb Deutschland zwischen Weihnachten und Neujahr Br&uuml;ckenwoche hat &ndash; und dies vollkommen unabh&auml;ngig vom harten oder leichten Lockdown, da dies jedes Jahr so ist. Die Zahlen werden erst mal runtergehen, die Politik wird sich feiern lassen und gegenseitig noch heftiger auf die Schultern klopfen, sekundiert von den Medien. Und wenn die Leute im neuen Jahr wieder zur Arbeit gehen, werden die Zahlen wieder steigen und ganz sicher schimpfen Medien und Politik dann wieder &uuml;ber die Undiszipliniertheit des b&ouml;sen Volkes und denken sich noch &ldquo;h&auml;rtere&rdquo; Ma&szlig;nahmen aus. Die werden auch wieder m&auml;chtig gewaltig sein, da man selbstverst&auml;ndlich das wirtschaftliche Leben nicht herunterfahren kann. Stattdessen wird dann vielleicht die Ausgangssperre von 20.00 auf 19.30 vorgezogen, Kinderspielpl&auml;tze sind nicht mehr bis 16.30, sondern nur noch bis 16.00 ge&ouml;ffnet und es d&uuml;rfen sich nur noch dreieinhalb Menschen aus anderthalb Haushalten treffen. Was f&uuml;r ein Affenzirkus. Und von der einzigen wirklich wichtigen Ma&szlig;nahme, dem Schutz der Risikogruppen, spricht nat&uuml;rlich auch dann immer noch keiner.<\/em> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Der ewige Ausnahmezustand ist da! An Zynismus und Arroganz nicht zu &uuml;berbieten. Merkel schickt das Land in den Lockdown ohne den B&uuml;rgern irgendeine Perspektive zu bieten.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Lock, Lock, Lockdown<\/strong><br>\nLockdown jetzt! oder auch schneller harter Lockdown jetzt!, das sind die popul&auml;ren Forderungen, die derzeit f&uuml;r Aufsehen und reichlich Bewegung in den Staatskanzleien sorgen. Ein entsprechender Beschluss wird noch an diesem Wochenende vorbereitet. Die als spannend geltende Frage, ob die neuen Beschr&auml;nkungen noch vor oder erst nach Weihnachten gelten sollen, ist dabei vollkommen unerheblich. Das Virus d&uuml;rfte in dem einen wie auch dem anderen Fall davon unbeeindruckt bleiben. Mit Pandemiebek&auml;mpfung oder Wissenschaft haben &bdquo;Lockdown light&ldquo;, &bdquo;Wellenbrecher-Lockdown&ldquo; oder &bdquo;harter Lockdown&ldquo; jedenfalls nichts zu tun.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taublog.de\/201212lock-lock-lockdown\">TauBlog<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Mit wem Sie Weihnachten jetzt (nicht) feiern d&uuml;rfen<\/strong><br>\nWer darf noch mit wem? Die beschlossene Weihnachtsregelung ist ein Satz-Unget&uuml;m &uuml;ber zehn Zeilen, das noch f&uuml;r Diskussionen sorgen k&ouml;nnte &ndash; in der Politik, aber auch in Familien. [&hellip;]<br>\nDechiffriert bedeutet es:\n<ol>\n<li>Erlaubt sind an Heiligabend und den Weihnachtsfeiertagen Treffen mit vier &uuml;ber den eigenen Hausstand hinausgehenden Personen &uuml;ber 14 Jahren.<\/li>\n<li>Kinder unter 14 Jahren werden dabei nicht mitgez&auml;hlt.<\/li>\n<li>Erlaubt werden sollen eigentlich nur Treffen im engsten Familienkreis. Weil der aber formal schwer einzugrenzen ist, hat die Politik verschiedene Personenkreise konkret genannt: &raquo;Ehegatten, Lebenspartner und Partner einer nicht ehelichen Lebensgemeinschaft sowie Verwandte in gerader Linie, Geschwister, Geschwisterkinder und deren jeweilige Haushaltsangeh&ouml;rige&laquo;.<\/li>\n<li>Die Politik appelliert an alle, vor einem Treffen an Weihnachten eine &raquo;Schutzwoche&laquo; einzulegen und alle Kontakte drastisch zu reduzieren.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/coronabeschluss-mit-wem-sie-weihnachten-jetzt-nicht-feiern-duerfen-a-c2dbbcbd-491e-4452-acae-dd5989a0452d\">SPIEGEL<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Unser Sohn will Weihnachten einen Freund mitbringen, der selbst keine Familie mehr hat und ansonsten Weihnachten alleine verbringen m&uuml;sste. Das ist nun verboten. Aber sollte die Polizei auftauchen, k&ouml;nnen die beiden ja H&auml;ndchen halten, denn wenn sie &bdquo;Partner einer nicht ehelichen Lebensgemeinschaft&ldquo; sind, w&auml;re es wiederum erlaubt. Das ist nur noch absurd.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ist Russland am Verzweifeln?<\/strong><br>\nDas russische Aussenministerium hat bekanntgegeben, eine formelle Delegation der AfD empfangen zu haben. Das ist eine Katastrophe. (&hellip;)<br>\nJetzt, am 11. Dezember, zeigt das russische Aussenministerium &ouml;ffentlich, wie es eine Delegation der deutschen rechtspopulistischen Partei &laquo;Alternative f&uuml;r Deutschland&raquo;, der AfD, zum Gespr&auml;ch empfangen hat. Ausgerechnet.<br>\nAussenminister Sergei Lawrow betonte, dass das Gespr&auml;ch nicht auf seinen Wunsch stattgefunden habe, sondern auf Wunsch der Delegation der AfD. Aber wenn das &laquo;offizielle&raquo; Deutschland jede Kommunikation verweigere, m&uuml;sse eben jede andere Gelegenheit ben&uuml;tzt werden, mit Deutschland im Gespr&auml;ch zu bleiben.<br>\nAls russischer Aussenminister muss Lawrow das politische Parteiprogramm der AfD kennen. Auch die Biographie der Leute in der AfD-Parteileitung kann ihm nicht entgangen sein. Und auch er weiss, was AfD-Fraktionschef Alexander Gauland zum Zweiten Weltkrieg gesagt hat: &laquo;Die Hitler-Zeit war nur ein Vogelschiss in der 1000-j&auml;hrigen Erfolgsgeschichte Deutschlands&raquo;. Ein &laquo;Vogelschiss&raquo;, der auf Seite der Sowjetunion 27 Millionen Kriegsopfer gefordert hat. Ist Lawrow bewusst, was die direkte Folge dieses Treffens mit der AfD sein wird? Dass n&auml;mlich noch mehr Leute ohne n&auml;heres Hinsehen Russland als Gespr&auml;chs- und Handelspartner ablehnen werden? Russland noch mehr verachten oder gar hassen werden? (&hellip;)<br>\nDas Treffen der AfD-Delegation im Kreml hinterl&auml;sst vordergr&uuml;ndig Irritation, wenn nicht gar einen Schock der Entt&auml;uschung. Es braucht wohl ein paar N&auml;chte, um dar&uuml;ber schlafen und das Treffen n&auml;her analysieren zu k&ouml;nnen. Eine erste Interpretation kann nur die sein: Russland ist nicht nur immens entt&auml;uscht &uuml;ber das Verhalten Deutschlands Russland gegen&uuml;ber (das geopolitisch tats&auml;chlich als katastrophal bezeichnet werden muss), Russland ist nachgerade am Verzweifeln. Der Empfang der AfD-Delegation kommt einem Hilferuf gleich. Russland sucht nach jedem Grashalm, wieder ins Gespr&auml;ch mit Deutschland zu kommen. Und wenn es auch nur &uuml;ber die Opposition geht, ohne genauer hinzuschauen, welches &uuml;ble Parteiprogramm diese Leute haben. (&hellip;)<br>\nAls die USA, aufgrund der erlogenen Begr&uuml;ndung unterst&uuml;tzt von etlichen anderen L&auml;ndern, im Jahr 2003 den Irak zu bombardieren begannen, hatten Deutschland und Frankreich den Mut, nicht mitzumachen. Es bestand die Hoffnung, dass sich diese zwei L&auml;nder und damit sp&auml;ter vielleicht ganz Europa aus den Fesseln der USA l&ouml;sen w&uuml;rden. Das Gegenteil ist eingetroffen. Angela Merkel, Annegret Kramp-Karrenbauer, aber auch die deutsche EU-Kommissionspr&auml;sidentin Ursula von der Leyen, sie politisieren, als w&auml;ren sie bezahlte US-Agenten. In der Ukraine und neu auch in Belarus spielen sie in nicht zu verantwortender Weise mit dem Feuer. Warum werden sie verbal und mit Sanktionen immer aggressiver gegen Russland? Warum sind sie nicht bereit, mit Russland wenigstens das Gespr&auml;ch aufzunehmen, wissend, dass Russland das Gespr&auml;ch seinerseits ausdr&uuml;cklich sucht?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/Russland-Deutschland-AdF-Empfang\">Infosperber<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>M&auml;chtig unkontrolliert<\/strong><br>\nEine Studie versucht, Akteure und Handlungsweisen der deutschen Finanzlobby darzustellen.<br>\nSeit Jahren jagt ein Finanzskandal den n&auml;chsten, und das anscheinend ohne Konsequenzen: Nach einem kurzen Aufschrei &ndash; erinnert sei an die vor vier Jahren ver&ouml;ffentlichten Panama Papers &ndash; ist schnell vergessen, wo gerade wieder mit welchen undurchsichtigen Steuersparmodellen wie viel Geld am Fiskus vorbeigeschleust worden ist. Und auch der Kollaps des DAX-Unternehmens und deutschen Fintech-Wunderkindes Wirecard, dessen F&uuml;hrungskr&auml;ften nun bandenm&auml;&szlig;iger Betrug, Bilanzf&auml;lschung in Milliardenh&ouml;he und Marktmanipulation vorgeworfen werden &ndash; was die Bundesanstalt f&uuml;r Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) in ernste Erkl&auml;rungsn&ouml;te bringt &ndash;, sorgt augenscheinlich kaum f&uuml;r Emp&ouml;rung.<br>\nZu sehr haben sich die B&uuml;rger an die folgenlosen Ver&ouml;ffentlichungen derartiger Enth&uuml;llungsgeschichten gew&ouml;hnt, die dem Normalverbraucher aufgrund der Komplexit&auml;t des Geldsystems und des internationalen Finanzsektors ohnehin wenig zug&auml;nglich erscheinen. Ein Status quo, den jedoch nicht alle hinnehmen wollen. Die vom ehemaligen gr&uuml;nen Bundestagsabgeordneten Gerhard Schick gegr&uuml;ndete B&uuml;rgerbewegung Finanzwende versucht seit 2018, Licht ins Dunkel der Finanzwelt zu bringen, insbesondere durch Aufkl&auml;rung im Netz. In den sozialen Netzwerken wird mit Hilfe von Grafiken, Videos und Texten &uuml;ber Riester-Renten und Zentralbanken informiert, werden Cum-Ex-Betrug und Steuertrickserei skandalisiert. Vor allem aber k&ouml;nnen online die eigenen Forderungen verbreitet werden, zum Beispiel nach der Bek&auml;mpfung von Wirtschaftskriminalit&auml;t, der Stabilisierung des Finanzsektors oder der Orientierung an &ouml;kologischen Zielen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/maechtig-unkontrolliert\">Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Bundeshaushalt: Die Schulden sind nicht das Problem<\/strong><br>\nDiese Woche beschlie&szlig;t der Bundestag den Bundeshaushalt f&uuml;r 2021. Gepr&auml;gt ist er nach wie vor von Corona. Die Krisen-Bek&auml;mpfung und die Abmilderung der wirtschaftlichen Folgen machen im kommenden Jahr Staatsausgaben n&ouml;tig, die mit planm&auml;&szlig;ig 498,6&nbsp;Milliarden Euro nur wenig unter dem Soll von 2020 liegen. (&hellip;)<br>\nNeoliberale Parteien und Kommentatoren sch&uuml;ren Panik und bezeichnen die Staatsschulden als &bdquo;s&uuml;&szlig;es Gift&ldquo;. CDU und CSU wollen die Kredite m&ouml;glichst schnell wieder tilgen. Der vom Bundestag zu beschlie&szlig;ende Tilgungsplan sieht entsprechend vor, die Schulden, die &uuml;ber das von der Schuldenbremse normalerweise erlaubte Ma&szlig; hinausgehen, ab 2026 innerhalb von 17&nbsp;Jahren zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. (&hellip;)<br>\nDoch die Panikmache und der zu kurze Tilgungsplan sind viel problematischer als die aufgenommenen Kredite selbst. Die Tilgungspl&auml;ne der Haushalte 2020 und 2021 zwingen die Politik, jedes Jahr mehr als 15 Milliarden Euro in die R&uuml;ckzahlung der Schulden zu stecken &ndash; so viel wie das Umwelt- und das Entwicklungsministerium zusammen im Jahr ausgeben d&uuml;rfen. W&uuml;rde der Tilgungsplan &uuml;ber viele Jahrzehnte gestreckt, w&auml;re die j&auml;hrliche Last deutlich geringer. (&hellip;)<br>\nTats&auml;chlich ist die H&ouml;he der deutschen Staatsverschuldung trotz Corona kein Problem. Sie liegt, gemessen an der Wirtschaftsleistung, unter dem Niveau von vor zehn Jahren und ist im Vergleich mit anderen gro&szlig;en Industriestaaten niedrig. &Ouml;konomen sind sich einig: Der Schuldenstand stellt keinerlei Gefahr f&uuml;r Wachstum und wirtschaftliche Stabilit&auml;t dar. Die Zinsbelastung der &ouml;ffentlichen Hand ist so gering, wie lange nicht und wird noch weiter sinken (siehe Grafik). Wenn die Politik die Konjunktur jetzt mit viel Geld st&uuml;tzt, wird Deutschland aus den Schulden einfach herauswachsen. (&hellip;)<br>\nWenn sich das Parlament selbst keine unn&ouml;tigen Tilgungspflichten auferlegt, gehen Staatsschulden auch nicht zu Lasten &bdquo;k&uuml;nftiger Generationen&ldquo;. Im Gegenteil: Wenn die Politik in der Krise nicht gegensteuert, zahlen die heute jungen Menschen morgen daf&uuml;r mit Arbeitslosigkeit und weniger Wohlstand. Gerade in unsicheren Krisenzeiten regen &ouml;ffentliche Investitionen zus&auml;tzliche Investitionen bei Unternehmen an, schaffen Arbeitspl&auml;tze und Steuereinnahmen. Schuldenfinanzierte Investitionen finanzieren sich so zu einem gro&szlig;en Teil selbst.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++8b1ed30a-3afb-11eb-b281-001a4a160123\">DGB<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch die DGB-Brosch&uuml;re <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++043ca35c-3ae3-11eb-8083-001a4a160123\">&ldquo;Von schwarzer Null auf 100 % Zukunft!&rdquo;<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Das wahre Wesen des Kapitalismus: 3. Der Blackrock-Kapitalismus, ein Exkurs<\/strong><br>\nm Zeitalter des Asset-Manager-Kapitalismus haben fast alle gro&szlig;en Kapitalgesellschaften zu einem betr&auml;chtlichen Anteil die gleichen Aktion&auml;re, Blackrock, Vanguard, State Street und ein paar andere gro&szlig;e Kapitalsammelstellen. Das ist etwa so, wie wenn alle Bundesliga-Clubs den gleichen Anteilseigner oder Hauptsponsoren h&auml;tten.<br>\nIn den &Ouml;konomielehrb&uuml;chern lernen die StudentInnen vom Gegensatz der Interessen der Manager eines Unternehmens und den Interessen der Aktion&auml;re. In der popul&auml;ren Principal-Agent-Theorie wird den Managern zum Beispiel unterstellt, einen Hang zum pers&ouml;nlichen Machtgewinn oder zu einem m&ouml;glichst ruhigen Leben zu haben.<br>\nWeil aber die Aktienanteile eines Unternehmens typischerweise auf viele Aktion&auml;re mit jeweils geringen Stimmrechtsanteilen aufgeteilt sind, haben die Aktion&auml;re, so die Theorie, Schwierigkeiten, ihre Interessen gegen&uuml;ber den Managern durchzusetzen.<br>\nUnter dem Stichwort Shareholder Value wird deshalb seit den Neunzigerjahren daran gearbeitet, durch hohe variable Geh&auml;lter und Aktienoptionen das Interesse der Manager mit dem Interesse der Aktion&auml;re an steigenden Aktienkursen in Einklang zu bringen.<br>\nDoch es mehren sich die Stimmen, die die Konzentration auf den Shareholder Value f&uuml;r l&auml;ngst &uuml;berholt erkl&auml;ren. Denn der steile Aufstieg neuer, m&auml;chtiger Akteure am Kapitalmarkt hat daf&uuml;r gesorgt, dass das Problem des zersplitterten Aktienbesitzes l&auml;ngst keines mehr ist. Vielmehr ist er heute sogar zu stark konzentriert.<br>\nBenjamin Braun vom Max Planck Institut f&uuml;r Gesellschaftsforschung stellt in einer historischen Analyse der Aktienmarktstruktur mit dem Titel &ldquo;American Asset Manager Capitalism&rdquo; fest, dass das Bild vom machtlosen Kleinaktion&auml;ren aus dem zweiten Drittel des letzten Jahrhunderts stammt, als es die Situation gut abbildete.<br>\nIm ersten Drittel geh&ouml;rten amerikanische Aktiengesellschaften noch einem kleinen Kreis von Konzernen, die wiederum im Besitz einer Handvoll &bdquo;R&auml;uberbarone&ldquo; vom Schlage J.P.&nbsp;Morgan, Andrew Carnegie und John&nbsp;D. Rockefeller waren. Nachdem die Investment Trusts zerschlagen worden waren, entsprach die Aktienverteilung der Annahme hinter der Shareholder-Value-Philosophie: breit gestreuter Aktion&auml;rsbesitz von Kleinaktion&auml;ren. &bdquo;Ein relativ kleiner Kreis von Top-Managern konnte dadurch sehr viel Macht aus&uuml;ben&ldquo; stellt Braun fest. (&hellip;)<br>\nDie Verlierer im Asset Manager Kapitalismus sind diejenigen, die die stark gestiegenen Gewinne der gr&ouml;&szlig;ten Unternehmen finanzieren, also die Menschen, deren L&ouml;hne und Geh&auml;lter gedr&uuml;ckt werden und die hohe Gewinnmargen in den Preisen der G&uuml;ter bezahlen, die sie mit diesen L&ouml;hnen und Geh&auml;ltern kaufen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/die-regenten-der-welt\/blackrock-kapitalismus\/\">Norbert H&auml;ring<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&bdquo;Deutschland ist wieder der kranke Mann Europas&ldquo;<\/strong><br>\nDer neue Pr&auml;sident des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall, Stefan Wolf, sieht die Metall- und Elektroindustrie in ihrer Existenz bedroht. Vor dem Start der Tarifverhandlungen in der gr&ouml;&szlig;ten Industriebranche Deutschlands forderte er eine Nullrunde sowie weitreichende &Ouml;ffnungsklauseln, damit Betriebe die Krise &uuml;berstehen k&ouml;nnten.<br>\n&bdquo;Ich sehe keinen Verteilungsspielraum. Und wir m&uuml;ssen die Tariflandschaft entr&uuml;mpeln und an bestimmte Verg&uuml;nstigungen ran&ldquo;, sagte Wolf WELT AM SONNTAG. Au&szlig;erdem sollten Unternehmen mit ihren Betriebsr&auml;ten Abweichungen vom Fl&auml;chentarif vereinbaren k&ouml;nnen &bdquo;und zwar ohne die Gewerkschaft&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article222360234\/Gesamtmetall-Chef-Wolf-fuerchtet-um-Existenz-der-deutschen-Metall-und-Elektroindustrie.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ich wei&szlig; nat&uuml;rlich wieder, wie es ausgehen wird: die Politik wird wieder mit Steuererleichterungen winken, die IG Metall wieder kuschen und den erpresserischen Forderungen entgegenkommen. Dass die Forderungen des Gesamtmetall-Chefs der v&ouml;llige Irrsinn sind, f&auml;llt wahrscheinlich wieder mal keinem auf: Deutschland war *nie* &ldquo;der kranke Mann Europas&rdquo; im Sinne von &ldquo;nicht wettbewerbsf&auml;hig&rdquo;, <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/37793\/umfrage\/exportueberschuss-in-deutschland-seit-1999\/\">sondern wies in den 1990er Jahren Export&uuml;bersch&uuml;sse auf<\/a>. Zuletzt sind diese &Uuml;bersch&uuml;sse auf 7-8% vom Bruttosozialprodukt gewachsen, jenseits von Gut und B&ouml;se, und wieder wird der Unsinn von den &ldquo;nicht wettbewerbsf&auml;higen L&ouml;hnen&rdquo; wiederholt. Dabei hat die Metallbranche (der exportorientierte Maschinenbau und vor allem die Automobilindustrie) in den letzten 10 Jahren gigantische Gewinne eingefahren; wer da kein Polster f&uuml;r 18 Monate Corona angespart, sondern das Geld in Form von Dividenden und Aktienr&uuml;ckk&auml;ufen vergeudet hat, ist selber schuld. Und wenn (angeblich) Bulgarien und Rum&auml;nien mit Steuererleichterungen um deutsche Firmen werben, dann kann ich nur sagen: geht doch! Da gibt es zum Ausgleich Korruption als t&auml;gliche Begleiterscheinung; davon abgesehen muss man ganz hart eine EU in Frage stellen, die solche Steuerdumpingpraktiken nicht nur akzeptiert, sondern sogar f&ouml;rdert. Noch mal aus einem anderen Blickwinkel: Wolf s&auml;gt, ebenfalls ohne es zu merken, den Ast ab, auf dem er selber sitzt. Denn wenn im Ausland durch die Corona-Rezession die Nachfrage weggebrochen ist, dann ist es nicht schlau, sondern besonders dumm, zus&auml;tzlich die inl&auml;ndische Nachfrage zu besch&auml;digen. Woher sollen denn am Ende noch die Kunden kommen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Corona-Krise: &bdquo;Menschen mit Hartz IV werden vergessen&ldquo;<\/strong><br>\nHelena Kilian-Steinhaus vom Verein &bdquo;Sanktionsfrei&ldquo; spricht &uuml;ber die N&ouml;te von Hartz-IV-Empf&auml;ngern w&auml;hrend der Corona-Krise und das schwierige Thema Weihnachten. (&hellip;)<br>\nDie Politik gibt Millionensummen aus, um Unternehmen und Arbeitspl&auml;tze zu retten. Werden Menschen, die auf Hartz IV angewiesen sind, dabei vergessen?<br>\nKurz und knapp: Ja.<br>\nWarum?<br>\nMenschen mit Hartz IV haben keine gro&szlig;e Lobby. Das liegt einerseits am Stigma von Hartz IV und den Klischees: Menschen mit Hartz IV seien faul, selber schuld, sie h&auml;tten nichts geleistet &ndash; warum sollten sie nun etwas bekommen? Andererseits liegt es am Fokus der Politik auf die Wirtschaft. Das zeigt auch die Debatte &uuml;ber Schulen und Kitas: Die sollen offen bleiben, damit die Wirtschaft keinen Schaden nimmt &ndash; und nicht weil der Kontakt zu Gleichaltrigen f&uuml;r Kinder so wichtig ist. (&hellip;)<br>\nMit welchen Gef&uuml;hlen blicken Sie auf 2021?<br>\nMit gemischten Gef&uuml;hlen. Das Bundesverfassungsgericht hat zwar im vergangenen Jahr geurteilt, dass die bisherige Praxis der Hartz-IV-Sanktionen nicht zul&auml;ssig ist. Inzwischen gibt es die ersten Vorschl&auml;ge von Bundesl&auml;ndern wie Bayern und Nordrhein-Westfalen f&uuml;r eine neue Regelung der Sanktionen, die auch eine hundertprozentige Streichung der Beitr&auml;ge wieder m&ouml;glich machen w&uuml;rde. Das ist absurd, weil es dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts widerspricht. Aber das zeigt, dass die schwarze P&auml;dagogik der Sanktionen weiter pr&auml;sent ist. Das macht mir Sorgen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/politik\/hartz-4-sanktionen-corona-jobcenter-sanktionsfrei-weihnachten-menschen-vergessen-90127700.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch Helena Steinhaus zu Hartz IV: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62988\">&bdquo;Wir k&ouml;nnen auch anders und wir k&ouml;nnen es uns leisten!&ldquo;<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>So viel Rendite bringt die gesetzliche Rente<\/strong><br>\nEinige meinen, ihre Rentenbeitr&auml;ge seien verlorenes Geld. Ein Irrtum. Eine aktuelle Studie zeigt nun, wie viel Rendite dabei herausspringen k&ouml;nnte. Die Ergebnisse sind &uuml;berraschend. (&hellip;)<br>\nSind die Rentenbeitr&auml;ge also verlorenes Geld? Wom&ouml;glich t&auml;uschen sich die Gegner der staatlichen Rente da. In diese Richtung deutet zumindest eine neue Studie von Forschern des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW), ver&ouml;ffentlicht von der gewerkschaftsnahen Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. Sie haben berechnet, wie viel Rendite bei der gesetzlichen Rente herausspringt. (&hellip;)<br>\nDie Jahresrenditen auf die Beitr&auml;ge fallen dabei mit 2,9 bis 3,6 Prozent pro Jahr durchaus bemerkenswert hoch aus. Besonders gut schneidet ein Beispielfall mit Kindern ab, weil f&uuml;r diese zus&auml;tzliche Rentenpunkte gutgeschrieben werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wiwo.de\/finanzen\/vorsorge\/altersvorsorge-so-viel-rendite-bringt-die-gesetzliche-rente\/26685094.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE\">WirtschaftsWoche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Durchschnittliche gesetzliche Rente liegt unter 1.000 Euro<\/strong><br>\nRentner in Deutschland m&uuml;ssen im Schnitt mit 982 Euro im Monat auskommen, zeigen neue Zahlen. Frauen erhalten deutlich weniger, zwischen Ost und West besteht ein Gef&auml;lle. (&hellip;)<br>\nFrauen erhalten demnach 425 Euro weniger Rente als M&auml;nner. (&hellip;)<br>\nLaut den Zahlen besteht auch zwischen Ost und West ein deutliches Gef&auml;lle. So erhalten ein Viertel aller Rentnerinnen und Rentner, die 40 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt haben, weniger als 1.000 Euro Rente im Monat, w&auml;hrend es in Ostdeutschland ein Drittel sei.<br>\nZudem erhalten Menschen, die neu in Rente kommen, neun Euro weniger im Monat als Bestandsrentner. Unter denen sind es vor allem M&auml;nner, die mit weniger Geld auskommen m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2020-12\/altersvorsorge-gesetzliche-rente-deutschland-durchschnitt\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Solche Almosenrenten bedeuten doch bittere Armut f&uuml;r Millionen von Menschen. Warum findet die Politik das in Ordnung, und warum lassen die Menschen sich das gefallen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>So steht es wirklich um den versprochenen Kita-Ausbau f&uuml;r unter Dreij&auml;hrige<\/strong><br>\nBeim Ausbau von Pl&auml;tzen in Kindertagesst&auml;tten f&uuml;r unter Dreij&auml;hrige bleiben die deutschen Kommunen deutlich hinter den Erwartungen zur&uuml;ck. Das zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), die WELT AM SONNTAG vorliegt. &bdquo;Die Kommunen haben sich bem&uuml;ht, aber deutlich weniger erreicht, als sie beim Krippengipfel 2007 zugesagt hatten&ldquo;, sagt Wido Geis-Th&ouml;ne, &Ouml;konom f&uuml;r Familienpolitik beim IW.<br>\nBund, L&auml;nder und Kommunen beschlossen damals einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz f&uuml;r Kinder ab einem Jahr, der seit August 2013 gilt. Bis dahin sollten 750.000 Betreuungspl&auml;tze geschaffen werden. Doch diese Marke erreichten die Kommunen erst vier Jahre sp&auml;ter, w&auml;hrenddessen ist der Bedarf an weiteren Pl&auml;tzen drastisch gestiegen. &bdquo;Das ist ein Armutszeugnis&ldquo;, sagt Geis-Th&ouml;ne. Es zeige, dass viele St&auml;dte und Gemeinden nicht so aktiv waren, wie sie h&auml;tten sein sollen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article222368080\/Kinderbetreuung-So-steht-es-wirklich-um-den-versprochenen-Kita-Ausbau-fuer-unter-Dreijaehrige.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Daran tragen die Kommunen am allerwenigsten Schuld. Hier hat der Bund einen Rechtsanspruch beschlossen und nicht mit finanziellen Mitteln unterf&uuml;ttert, denn der Kita-Ausbau scheitert meistens an der Kofinanzierung durch die Kommunen. Die leider finanziell ausgebombt sind bzw. vors&auml;tzlich wurden: durch die &Uuml;berw&auml;lzung von Hartz-IV-Kosten und anderen Sozialleistungen ohne ad&auml;quate Finanzierung und durch die massiven (K&ouml;rperschaft- und Einkommenen-)Steuersenkungen der Regierungen Schr&ouml;der und Merkel, durch die die anteiligen Betr&auml;ge f&uuml;r die Kommunen eingebrochen sind. Die Bedienung der W&uuml;nsche des gro&szlig;en Kapitals ist (vor allem) Schr&ouml;der und Merkel halt immer viel wichtiger gewesen als die Interessen der Bev&ouml;lkerungsmehrheit. W&auml;re die WELT eine investigative Zeitung, dann h&auml;tte sie diese Fakten erw&auml;hnen k&ouml;nnen; so bleiben die kommunalen Finanzn&ouml;te unerkl&auml;rt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&bdquo;H&auml;rte kann man nicht immer einfach mit Wirksamkeit gleichsetzen&ldquo;<\/strong><br>\nChristian Drostens PCR-Test funktioniert nicht, das Virus wurde nie isoliert: Solche Behauptungen verbreiten sich rasant im Netz. Virologe Jonas Schmidt-Chanasit erkl&auml;rt, warum oft schwer zu erkennen ist, was stimmt &ndash; und warum Widerspr&uuml;che trotzdem zur Wissenschaft geh&ouml;ren. [&hellip;]<br>\nWELT: Professor Schmidt-Chanasit, Sie haben sich das Corman-Drosten-Review angesehen. Was halten Sie davon?<br>\nJonas Schmidt-Chanasit: Es handelt sich um eine Mischung, wie man sie bei solchen Desinformationskampagnen h&auml;ufig findet: Einige korrekte Aussagen, die in dem Zusammenhang aber nicht relevant sind, werden mit Falschaussagen zusammenger&uuml;hrt. [&hellip;]<br>\nWELT: In manchen K&ouml;pfen wird nun vielleicht h&auml;ngen bleiben, dass mit dem PCR-Test von Christian Drosten etwas nicht stimmt. Aber w&auml;re das f&uuml;r die derzeitige Situation &uuml;berhaupt von Bedeutung?<br>\nSchmidt-Chanasit: Nein, &uuml;berhaupt nicht. Es wird ja manchmal so getan, als g&auml;be es nur diesen einen Test, dabei war er nur der erste. Schon bald darauf wurden &uuml;berall auf Welt Dutzende PCR-Tests in unabh&auml;ngigen Designs entwickelt, in China, in den USA und anderen L&auml;ndern. Inzwischen haben sich ohnehin l&auml;ngst gro&szlig;e kommerzielle Anbieter etabliert, die einen hohen Durchsatz erm&ouml;glichen. [&hellip;]<br>\nWELT: Aber auch zu dieser Frage kursieren wissenschaftlich anmutende Abhandlungen, die f&uuml;r Laien schwer zu durchschauen sind. Sie s&auml;en Zweifel &ndash; dass es bei der Forschung zum Coronavirus nicht mit rechten Dingen zugehen k&ouml;nnte<br>\nSchmidt-Chanasit: Ja, das ist manchmal wirklich problematisch. Selbst ein Professoren-Titel ist keine Gew&auml;hr &ndash; und wer hier Namen nennt, muss mit massiven Angriffen aus dem &bdquo;Querdenker&ldquo;-Lager rechnen. Die Methoden der Wissenschaftsleugnung sind manchmal sehr raffiniert. Eine Orientierung kann das K&uuml;rzel PLURV bieten, eine Abk&uuml;rzung f&uuml;r die f&uuml;nf wichtigsten Methoden der Wissenschaftsleugnung: Pseudoexperten, Logikfehler, unerf&uuml;llbare Erwartungen, Rosinenpickerei und Verschw&ouml;rungsmythen. Das K&uuml;rzel stammt urspr&uuml;nglich aus der Diskussion um den Klimawandel. Als Virologe musste man sich bis zur Corona-Pandemie mit solchen Techniken kaum besch&auml;ftigen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wissenschaft\/plus222065670\/Virologe-Schmidt-Chanasit-Was-ist-dran-an-den-Corona-Geruechten.html?cid=onsite.onsitesearch\">WELT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>BIP-Aktuell 150: Israelisches Milit&auml;r erschie&szlig;t f&uuml;nfzehnj&auml;hriges Kind<\/strong><br>\nn 20 Jahren t&ouml;tete israelisches Milit&auml;r 2119 pal&auml;stinensische Kinder<br>\nZusammenfassung: Zum sechsten Mal in diesem Jahr haben israelische Streitkr&auml;fte ein pal&auml;stinensisches Kind get&ouml;tet. Die Ermordung von Ali Ayman Saleh Abu Alia geschah an seinem f&uuml;nfzehnten Geburtstag. Die Europ&auml;ische Union fordert zwar eine Untersuchung des Mordes, aber fast alle Soldaten, die fr&uuml;her f&uuml;r die T&ouml;tung anderer pal&auml;stinensischer Kinder und Erwachsener verantwortlich waren, wurden bisher weder angeklagt, noch wurden die F&auml;lle untersucht. W&auml;hrend die pal&auml;stinensischen und israelischen Medien &uuml;ber die T&ouml;tung berichteten, schwiegen die deutschen Medien weitgehend.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/bibjetzt.wordpress.com\/2020\/12\/12\/bip-aktuell-150-israelisches-militar-erschiest-funfzehnjahriges-kind\/\">BIP Jetzt Blog<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin Marlene Stripecke:<\/strong> &hellip; und das wird gedeckt von deutscher Staatsraison!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>EU-Studie: Ermittler brauchen Vorratsdatenspeicherung nicht unbedingt<\/strong><br>\nErsuchen von Strafverfolgern nach Verbindungs- und Standortinformationen sowie nach Bestandsdaten sind in Europa nur &ldquo;selten nicht erfolgreich&rdquo;. Dies ist eines der Kernergebnisse einer lange erwarteten Studie zur Vorratsdatenspeicherung, die die EU-Kommission jetzt still, heimlich und leise ver&ouml;ffentlicht hat. Die Mehrheit der beteiligten Ermittlungsbeh&ouml;rden sowie der Telekommunikationsfirmen erkl&auml;rte demnach, dass Abfragen &ldquo;in weniger als 20 Prozent der F&auml;lle&rdquo; scheiterten. (&hellip;)<br>\nDer rechtliche und institutionelle Rahmen rund um das Protokollieren von Verkehrsdaten inklusive IP-Adressen ist den Resultaten zufolge uneinheitlich, was zu Unsicherheiten f&uuml;hre. Drei der zehn L&auml;nder haben derzeit keine gesetzlichen Vorgaben zur Vorratsdatenspeicherung. Rechtlich sei dies so in Slowenien und &Ouml;sterreich, faktisch in Deutschland. Das hiesige Gesetz, wonach Telekommunikationsanbieter Verbindungsdaten f&uuml;r zehn und Standortinformationen f&uuml;r vier Wochen ohne Verdacht aufbewahren m&uuml;ssen, ist aufgrund von Entscheidungen von Verwaltungsgerichten derzeit ausgesetzt.<br>\nIn diesen drei Staaten seien die Strafverfolger in der Regel auf die Daten angewiesen, die die Provider f&uuml;r ihre gesch&auml;ftlichen Zwecke wie zur Abrechnung, f&uuml;r Marketing oder zum Aufrechterhalten der Netzwerksicherheit speicherten, schreiben die Forscher. Deutschland, Italien und Portugal h&auml;tten daf&uuml;r eine maximale Aufbewahrungsfrist von sechs Monaten festgelegt, in Frankreich liege die Frist bei einem Jahr. F&uuml;r die Rechnung relevante Daten speicherten die Anbieter fast alle recht lang, IP-Adressen m&uuml;ssten dagegen in Deutschland nach sieben Tagen gel&ouml;scht werden. (&hellip;)<br>\nDer EU-Abgeordnete Patrick Breyer monierte, dass die Kommission und der Ministerrat bei der &ldquo;am tiefsten in die Privatsph&auml;re eingreifenden und unpopul&auml;rsten &Uuml;berwachungsma&szlig;nahme, die die EU bis heute hervorgebracht hat&rdquo;, nicht locker lie&szlig;en. Nun drohe ein erneuter Dammbruch, nachdem der EuGH in seinem j&uuml;ngsten Urteil unter massivem Druck den Weg f&uuml;r eine IP-Vorratsdatenspeicherung zur Durchleuchtung der Internetnutzung frei gemacht hat&rdquo;. F&uuml;r das Mitglied der Piratenpartei steht au&szlig;er Frage, dass dieser &Uuml;bergriff gestoppt werden muss. Eine Studie des Wissenschaftlichen Dienstes des EU-Parlaments habe ergeben, dass die Vorratsdatenspeicherung in keinem EU-Land einen messbaren Einfluss auf die Kriminalit&auml;tsrate oder die Aufkl&auml;rungsquote habe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/EU-Studie-Ermittler-brauchen-Vorratsdatenspeicherung-nicht-unbedingt-4987878.html?wt_mc=nl.red.ho.ho-nl-daily.2020-12-13.link.link\">heise online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Nestl&eacute; nicht auf Platz 1: Das ist die gr&ouml;&szlig;te Dreckmacher-Firma weltweit<\/strong><br>\n&ldquo;Break Free From Plastic&rdquo; listet in jedem Jahr die Konzerne auf, deren Verpackungen am h&auml;ufigsten als Abfallprodukte an Stra&szlig;en, Str&auml;nden oder Fl&uuml;ssen gefunden werden.<br>\nIm diesj&auml;hrigen Bericht werden drei weltweit agierende Gro&szlig;konzerne mit besonders schlechten Bewertungen abgestraft: Zum dritten Mal in Folge ist Coca-Cola mit all seinen Untermarken der mit Abstand gr&ouml;&szlig;te Verursacher von Plastikm&uuml;ll. Insgesamt 13.834 Plastkverpackungen des Coca-Cola-Brands wurden von den freiwilligen Helfern in 55 L&auml;ndern gefunden.<br>\nAls zweitgr&ouml;&szlig;ter Plastikm&uuml;ll-Verursacher wurde Nestl&eacute; ermittelt: 8.633 an Stra&szlig;en und Co. weggeworfene Verpackungen wurden hier gefunden. Mit 5.155 Plastikverpackungen geht der dritte Rang schlie&szlig;lich an einen weiteren Getr&auml;nkehersteller, Coca-Colas gro&szlig;en Konkurrenten PepsiCo.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.chip.de\/news\/Nestle-nicht-auf-Platz-1-Das-ist-die-groesste-Dreckmacher-Firma-der-Welt_183173599.html\">chip<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Bekannter Oppositionspolitiker in Venezuela will Juan Guaid&oacute; beerben<\/strong><br>\nDer ehemalige Gouverneur des venezolanischen Bundesstaates Miranda und zweimalige Pr&auml;sidentschaftskandidat Henrique Capriles hat in einem BBC-Interview nach den Parlamentswahlen am 6. Dezember mit der Strategie der Opposition in dem s&uuml;damerikanischen Land abgerechnet.<br>\nCapriles, Begr&uuml;nder der Partei &ldquo;Gerechtigkeit zuerst&rdquo; (Primero Justicia), &auml;u&szlig;erte sich dabei auch zur Zukunft des selbsternannten Interimspr&auml;sidenten Juan Guaid&oacute;, der unter anderem von der US-Regierung, der Europ&auml;ischen Union und in der Lima-Gruppe zusammengeschlossenen lateinamerikanischen Regierungen als &ldquo;legitime F&uuml;hrung&rdquo; Venezuelas anerkannt worden ist. Dessen Zeit sei &ldquo;vorbei, es ist beendet, Vergangenheit, abgeschlossen, fertig&rdquo;, so der langj&auml;hrige Oppositionelle, der bei den Pr&auml;sidentschaftswahlen 2012 gegen Hugo Ch&aacute;vez und 2013 gegen den heutigen Pr&auml;sidenten Nicol&aacute;s Maduro antrat.<br>\n&ldquo;Die neue [Biden]-Administration muss verstehen, dass dieser Plan abgelaufen ist und sie den Status quo,&nbsp;die &lsquo;Interimspr&auml;sidentschaft&rsquo;, nicht beibehalten kann&rdquo; , sagte Capriles an die USA gerichtet. Die Opposition laufe Gefahr, &ldquo;als Alternative zu verschwinden&rdquo;, wenn es keinen Kurswechsel gebe.<br>\nDie Einsch&auml;tzung von Capriles folgt auf die Wahlen zur Nationalversammlung des Landes, die die Opposition unter F&uuml;hrung von Guaid&oacute; in Abstimmung mit ihren internationalen Verb&uuml;ndeten boykottiert hatte. Capriles selbst hatte sich diesem Schritt erst zuletzt angeschlossen, nachdem die EU die Entsendung einer Wahlbeobachtermission abgelehnt hatte. Zuvor war er noch einer der bekanntesten oppositionellen Stimmen gewesen ist, die eine Teilnahme an der Abstimmung empfohlen hatten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2020\/12\/246137\/venezuela-opposition-capriles-guaido\">amerika21<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Auch die Bundesregierung &ndash; insbesondere Au&szlig;enminister Maas &ndash; sollte sich &uuml;berlegen, ob sie die richtige Strategie betrieben hat. Aber vermutlich wird sich Herr Maas mit einem Herrn Capriles gut verst&auml;ndigen k&ouml;nnen. Eine Biden-Administration w&uuml;rde das vermutlich f&ouml;rdern, denn der Konfrontationskurs gegen Venezuelas Pr&auml;sident Maduro d&uuml;rfte auch von dort aus fortgesetzt werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Operation Regenbogen<\/strong><br>\nBesondere Zeiten erfordern besondere Ma&szlig;nahmen. Was die Bundesregierung mit Blick auf die Pandemie tut, k&ouml;nnte das Parlament auch mit Blick auf diese hilflose Bundesregierung tun. Und zwar, indem die Abgeordneten der Bundeskanzlerin nach Artikel 67 des Grundgesetzes das Misstrauen aussprechen und einen Nachfolger w&auml;hlen. Kandidieren m&uuml;sste der Fraktionschef der SPD, Rolf M&uuml;tzenich, der im Plenum hoch anerkannt und vor allem glaubw&uuml;rdig ist. Es folgen Gr&uuml;nde f&uuml;r ein zugegebenerma&szlig;en derzeit vollkommen abwegiges Szenario. Es ist ein Gedankenexperiment.<br>\nIm Bundestag ist eine Regenbogenkoalition aus SPD, FDP, Linken und Gr&uuml;nen rechnerisch denkbar, um Angela Merkel als Bundeskanzlerin abzul&ouml;sen, und zwar dann, wenn sich die Lage &uuml;ber die Feiertage und Neujahr weiter zuspitzt und ein harter Lockdown scheitert. Das verfassungsrechtliche Mittel w&auml;re das konstruktive Misstrauensvotum nach Artikel 67 des Grundgesetzes. Was spr&auml;che denn aus heutiger Sicht f&uuml;r eine Regenbogenkoalition? Absolut gar nichts, da es in den Oppositionsparteien sehr starke Kr&auml;fte gibt, die den Kurs der Kanzlerin einfach st&uuml;tzen, egal was ist. Vor allem bei den Gr&uuml;nen, die sich bereits darauf vorbereiten, als neuer Juniorpartner an der Seite der Union ab 2021 regieren zu d&uuml;rfen. Insofern k&ouml;nnte man die &Uuml;berlegungen gleich wieder begraben. Aber welche Dynamik sich durch den gesellschaftlichen Schock Corona und die Unf&auml;higkeit der Regierenden, die Kontrolle zu behalten, noch entwickelt, ist offen.<br>\nFDP, Linke und Gr&uuml;ne kooperieren bereits. Hier gibt es Leute, die nicht nur gut miteinander k&ouml;nnen, sondern auch zu inhaltlichen Ergebnissen beitragen. Der Vorschlag f&uuml;r ein neues Wahlgesetz ist nur ein Beispiel, bei dem sich die drei Bunten konstruktiv zusammengetan haben und es der SPD schwer machten, dagegen zu sein. Viel interessanter ist aber die Zusammenarbeit in den Untersuchungsaussch&uuml;ssen. Im Wirecard-Untersuchungsausschuss sind die &bdquo;Wirecard-Detektive&ldquo; Fabio De Masi (Linke), Florian Toncar (FDP) und Danyal Bayaz (Gr&uuml;ne) gemeinsam unterwegs. Sie setzen vor allem auch das Kanzleramt unter Druck, das in die Aff&auml;re verwickelt ist. Ebenso ist das Finanzministerium kompromittiert und damit auch Olaf Scholz, der bei den Cum-Ex-Gesch&auml;ften als Erster Hamburger B&uuml;rgermeister zudem in weitere Erkl&auml;rungsnot geraten ist. Der Kanzlerkandidat der SPD ist damit angreifbar, er ist aber auch so kein wirkliches Zugpferd, wie sich immer deutlicher zeigt, und k&ouml;nnte von einem M&uuml;tzenich, der bereits Johannes Kahrs zur Strecke gebracht hat, in Schach gehalten werden. Jedenfalls in der biergetr&auml;nkten Fantasie des Autors. (&hellip;)<br>\nSchaut man sich aber das fortw&auml;hrende Dilemma der SPD-Fraktion an und die durchaus kooperative Zusammenarbeit von FDP, Linken und Gr&uuml;nen im Parlament, g&auml;be es zumindest einmal Anlass f&uuml;r &Uuml;berlegungen, die zu fr&uuml;heren Zeiten in den Strategieabteilungen der Parteien vermutlich gang und g&auml;be gewesen w&auml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taublog.de\/201211operation-regenbogen\">TauBlog<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Scholz rechnet sich gute Chancen aus<\/strong><br>\nEs war seine erste Rede als Kanzlerkandidat der SPD auf Bundesebene. Olaf Scholz gab sich zuversichtlich und unterstrich, er wolle die n&auml;chste Bundesregierung anf&uuml;hren. Die SPD sei geschlossen, handele gemeinsam und wolle die Bundestagswahl im September 2021 gewinnen, sagte Scholz beim digitalen Debattencamp der Partei in Berlin. &ldquo;Ich bin &uuml;berzeugt davon, dass wir eine gute Chance haben im n&auml;chsten Jahr.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/spd-scholz-kanzlerkandidat-101.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.B.:<\/strong> Ich wusste gar nicht, dass Olaf Scholz unter die Satiriker gegangen ist. Ein verkanntes Talent?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-67965","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/67965","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=67965"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/67965\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":67980,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/67965\/revisions\/67980"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=67965"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=67965"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=67965"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}