{"id":68114,"date":"2020-12-18T08:04:30","date_gmt":"2020-12-18T07:04:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68114"},"modified":"2020-12-18T08:04:30","modified_gmt":"2020-12-18T07:04:30","slug":"hinweise-des-tages-3765","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68114","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68114#h01\">Depressionen mit der zweiten Welle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68114#h02\">Kein Sonderurlaub, keine Entsch&auml;digung f&uuml;r Kita-Eltern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68114#h03\">Kassenarzt-Chef: &bdquo;Ein Lockdown ist keine langfristige Strategie&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68114#h04\">Die s&auml;chsische Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68114#h05\">Wer testet, kann nicht pflegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68114#h06\">&bdquo;Es hilft bei den Alten gar nichts, auf Erk&auml;ltungszeichen zu achten&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68114#h07\">We Rich First &ndash; wir Reichen zuerst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68114#h08\">Der &bdquo;Corona-Effekt&ldquo; auf dem Ausbildungsmarkt. Der wird nicht nur im Jahr 2020 von Bedeutung sein, sondern lange nachwirken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68114#h09\">Nordbosnien: Flucht nach Europa: Kaltes, grausiges Spiel an der Grenze &ndash; EU schaut zu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68114#h10\">Lektionen aus dem Syrien-Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68114#h11\">Wirtschaft und Menschenrechte: Europa braucht ein Lieferkettengesetz!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68114#h12\">Wie Wirtschaftsminister Altmaier einen genehmen Lobbyverband retten will<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68114#h13\">CDU-Ausschuss: Inhalte statt ganze Sender mit Geb&uuml;hren bezahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68114#h14\">Das Faktencheckerprogramm der EU hei&szlig;t Soma, wie die Volksbefriedungsdroge in &ldquo;Sch&ouml;ne neue Welt&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Depressionen mit der zweiten Welle<\/strong><br>\nImmer mehr Menschen begeben sich wegen der Corona-Krise und des Lockdowns nun in psychologische Behandlung.<br>\nSabine K&ouml;hler trifft gerade viele alte Bekannte wieder: den Alkoholiker etwa, der 15 Jahre lang trocken war und nun einen R&uuml;ckfall erlitten hat, oder die Frau mit den Zwangsst&ouml;rungen, die ihren Wasch- und Putzzwang lange im Griff hatte und nun sogar ihre Lebensmittel desinfiziert. Viele Patienten, die vor Jahren ihre Therapie abgeschlossen hatten, melden sich dieser Tage wieder bei der Fach&auml;rztin f&uuml;r Psychiatrie und Psychotherapie in Jena.<br>\nDie Folgen der Pandemie sind jetzt zu sp&uuml;ren &ndash; mit Verz&ouml;gerung. Nahm die Zahl der Terminanfragen bei Psychiatern und Psychotherapeuten im Fr&uuml;hjahr blo&szlig; um 24 Prozent im Vergleich zum Vor-Corona-Niveau zu, sind es seit Oktober 45 Prozent. Das zeigt eine Umfrage unter 154 niedergelassenen und klinisch t&auml;tigen Psychiatern und Psychotherapeuten, die von der Krankenkasse Pronova BKK im Oktober und November durchgef&uuml;hrt wurde.<br>\n82 Prozent von ihnen diagnostizieren h&auml;ufiger Angstst&ouml;rungen als zuvor, 79 Prozent h&auml;ufiger Depressionen, 68 Prozent h&auml;ufiger Schlafst&ouml;rungen. Und es melden sich nicht nur fr&uuml;here Klienten: Mehr als 90 Prozent der befragten Psychologen behandeln seit Beginn der Pandemie auch neue Patienten. F&uuml;r 55 Prozent dieser neuen Patienten war ihr erh&ouml;hter Alkoholkonsum in der Pandemie ein Grund f&uuml;r die Behandlung, f&uuml;r 77 Prozent waren es &Auml;ngste und f&uuml;r 78 Prozent &Uuml;berforderung, etwa durch Homeoffice oder Homeschooling.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/zeitung.faz.net\/faz\/deutschland-und-die-welt\/2020-12-17\/412958d722ed1f91313ab452da1bf47d\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Kein Sonderurlaub, keine Entsch&auml;digung f&uuml;r Kita-Eltern<\/strong><br>\nEltern, deren Kinder mangels Schul-Pr&auml;senzpflicht jetzt zu Hause betreut werden m&uuml;ssen, erhalten k&uuml;nftig eine Entsch&auml;digung. Eltern dagegen, die ihre Kinder wegen des Infektionsrisikos nicht in die Kita geben wollen, gehen leer aus.<br>\nEigentlich hatten Kanzlerin und die Ministerpr&auml;sidentinnen und -minister in ihrem Beschluss vom vergangenen Sonntag Eltern, die ihre Kinder im Lockdown zu Hause betreuen m&uuml;ssen, zus&auml;tzlichen, &ldquo;bezahlten&rdquo; Urlaub versprochen. &ldquo;F&uuml;r Eltern werden zus&auml;tzliche M&ouml;glichkeiten geschaffen, f&uuml;r die Betreuung der Kinder im genannten Zeitraum bezahlten Urlaub zu nehmen&ldquo;, hei&szlig;t es in dem Papier, das in diesen Tagen in Gesetzes- bzw. Verordnungsform gegossen wird.<br>\nDoch dieses vollmundige Versprechen ist seit Mittwoch vom Tisch bzw. wurde &ndash; wie es hinter vorgehaltener Hand aus Regierungskreisen hei&szlig;t &ndash; &ldquo;mit R&uuml;cksicht auf die Arbeitgeber und die Union&rdquo; stark eingedampft: Beschlossen wurde lediglich eine staatliche Entsch&auml;digung in H&ouml;he von 67 Prozent des Verdienstausfalls, maximal von 2.016 Euro monatlich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lto.de\/recht\/nachrichten\/n\/entschaedigung-ifsg-eltern-kinder-schule-kita-notbetrieb-betreuung-verdienstausfall\/\">LTO<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Kassenarzt-Chef: &bdquo;Ein Lockdown ist keine langfristige Strategie&ldquo;<\/strong><br>\nDer Vorstandsvorsitzende der Kassen&auml;rztlichen Bundesvereinigung Gassen glaubt nicht, dass mit dem Lockdown die Infektionsrate und die Zahl der Corona-Toten deutlich gesenkt werden kann. Er fordert stattdessen mehr Anstrengungen, um die Risikogruppen zu sch&uuml;tzen. Der Mediziner im exklusiven RND-Interview. [&hellip;]<br>\nWissenschaftler rechnen vor, dass wir eine Chance haben.<br>\nEs sind die gleichen Wissenschaftler, die uns Ende Oktober gesagt haben, dass der Teil-Lockdown der Wellenbrecher sein wird. Treten deren Vorhersagen nicht ein, dann gibt man der Bev&ouml;lkerung die Schuld , die sich angeblich nicht richtig verhalten hat. Es ist eigentlich das Wesen der Wissenschaft, dass man Theorien st&auml;ndig hinterfragen muss. Das gilt erst recht in der derzeitigen Situation.<br>\nKlar ist doch aber, dass durch einen harten Lockdown die Zahl der Kontakte weiter minimiert wird. Das muss doch etwas bringen.<br>\nDie Hoffnung bei einem Lockdown ist, dass durch die Kontaktreduktionen die Neuinfektionen massiv sinken und so letztlich auch die Neuinfektionen bei vulnerablen Gruppen. Soweit die Theorie. Das Ziel muss sein, die verletzlichen Bev&ouml;lkerungsgruppen grunds&auml;tzlich deutlich besser als bisher zu sch&uuml;tzen. Denn hier gibt es die meisten Todesopfer. Ein &uuml;ber 80-J&auml;hriger hat ein 3000-fach h&ouml;heres Risiko an Corona zu versterben, als ein unter 20-J&auml;hriger. Wir m&uuml;ssen diese f&uuml;rchterlichen Todeszahlen in den Alten- und Pflegeheimen senken. Wenn nun neben den Gastst&auml;tten f&uuml;r einige Wochen auch M&ouml;belh&auml;user oder Baum&auml;rkte geschlossen werden, hat das auf das Infektionsrisiko von Pflegeheimbewohnern allerdings unmittelbar keinen Einfluss. Wir brauchen unver&auml;ndert eine Langfriststrategie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rnd.de\/politik\/ein-lockdown-ist-keine-langfristige-strategie-kassenarzt-chef-gassen-im-interview-6YIIQAJ6ENHJTCPMVVRHPPDJ5E.html%20\">RND<\/a>\n<p>dazu: <strong>Faktisch sind immer die anderen schuld!<\/strong><br>\nEs ist ein herablassendes Sprechen, durchtr&auml;nkt von der eigenen Rechtschaffenheit, das da von oben aufs Volk herabprasselt und es zus&auml;tzlich zu den Ma&szlig;nahmen niederdr&uuml;ckt. Dieses Volk &ndash; Sie und ich &ndash; bezahlt den Regierenden B&uuml;rgermeister f&uuml;r seine Arbeit, es hat ihn gew&auml;hlt, damit er sich f&uuml;r das Volk einsetzt, Mitgef&uuml;hl zeigt, Verst&auml;ndnis, Vernunft. Stattdessen legt der B&uuml;rgermeister in populistischer Manier nach: Einkaufen gehen bedeutet nun nicht nur, das Leben anderer zu riskieren, sondern direkt f&uuml;r deren Tod verantwortlich zu sein. Von solch einer Rhetorik k&ouml;nnen sich die Rechtspopulisten noch eine Scheibe abschneiden. Widerspruch zwecklos, die Moral siegt immer.<br>\nUnd diese Art, mit dem Volk zu sprechen, soll dann auch noch wissenschaftlich sein. Denn das ist das andere, was zurzeit uns&auml;glich auf die Nerven geht, neben all den moralisierenden Schuldzuweisungen und dem unabl&auml;ssigen Panikverbreiten: die Behauptung, das, was die Politik entscheidet, sagt und tut, sei wissenschaftlich begr&uuml;ndet &ndash; im Gegensatz zu den tumben Toren au&szlig;erhalb von Politik und Wissenschaft, die der Aufkl&auml;rung entgegenst&uuml;nden. Die letzten Monate zeichnen ein Bild, das an dieser Selbsteinsch&auml;tzung zumindest Zweifel s&auml;t.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/faktisch-sind-immer-die-anderen-schuld\">der Freitag<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Corona-Kurswechsel kommt zu sp&auml;t: Die Bundesregierung hat beim Schutz der vulnerablen Gruppen versagt<\/strong><br>\nZu lange wurde auf Beschr&auml;nkungen f&uuml;r alle gesetzt, anstatt besonders Gef&auml;hrdete zu sch&uuml;tzen. Eine andere Strategie h&auml;tte Leben gerettet. Ein Gastbeitrag.<br>\nVielen journalistischen Beobachtern ist gar nicht aufgefallen, dass die Runde der Regierungschefs von Bund und L&auml;ndern am vergangenen Sonntag einen Paradigmenwechsel in der Corona-Politik vereinbart hat. Kanzlerin und Ministerpr&auml;sidenten erkl&auml;rten zum ersten Mal in zehn Monaten Pandemie den Schutz der vulnerablen Gruppen in Alten- und Pflegeheimen zu einem gemeinsamen Ziel der Virus-Bek&auml;mpfung. Dies geschah zwar erst in Punkt 11 der sp&auml;ter ver&ouml;ffentlichten Liste &ndash; aufgereiht hinter offensichtlich dr&auml;ngenderen Fragen wie dem Verzehr alkoholischer Getr&auml;nke oder dem Feuerwerksverbot &ndash; aber immerhin.<br>\nDass diese Frage jedoch &uuml;ber einen so langen Zeitraum in diesen Runden &uuml;berhaupt keine Rolle gespielt hatte, wurde nicht weiter hinterfragt. Dies forderten Teile der Opposition und f&uuml;hrende Virologen allerdings schon seit dem Fr&uuml;hjahr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/corona-kurswechsel-kommt-zu-spaet-die-bundesregierung-hat-beim-schutz-der-vulnerablen-gruppen-versagt\/26730162.html\">Wolfgang Kubicki im Tagesspiegel<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die s&auml;chsische Krise<\/strong><br>\nNirgendwo in Deutschland sind die Infektionszahlen aktuell so alarmierend wie in Sachsen. Woran genau das liegt, ist unklar &ndash; aber es gibt mehrere plausible Erkl&auml;rungsans&auml;tze. [&hellip;]<br>\nLiegt es am Rechtsextremismus? [&hellip;]<br>\nDer Soziologe Matthias Quent, Direktor des Instituts f&uuml;r Demokratie und Zivilgesellschaft (IZD) in Jena, wies als einer der Ersten auf diese m&ouml;gliche Korrelation hin. Es sei naheliegend, so formulierte er es auf Twitter, dass &raquo;Populismus und Extremismus den Zusammenhalt und die Bek&auml;mpfung der Pandemie gef&auml;hrden&laquo;. [&hellip;]<br>\nDieser Zusammenhang zwischen Corona-Notlage und AfD-Wahlerfolgen findet sich laut Quent nicht nur in Einzelf&auml;llen. Und: &raquo;Besonders stark ist er in Sachsen&laquo;, so der Soziologe. &raquo;Wir waren von der St&auml;rke des Effektes &uuml;berrascht, mit so einem deutlichen Ergebnis hatten wir nicht gerechnet.&laquo; [&hellip;]<br>\nDie AfD sei der &raquo;parlamentarische Arm des Kerns der &rsaquo;Querdenker&lsaquo;-Bewegung&laquo;, sagt der Th&uuml;ringer CDU-Spitzenkandidat Mario Voigt im SPIEGEL-Interview: &raquo;Das st&auml;ndige Leugnen des Virus durch die AfD hat dazu gef&uuml;hrt, dass B&uuml;rger unvorsichtig wurden. Ich sage sogar: Die AfD hat mit ihrem Verhalten indirekt Menschenleben auf dem Gewissen.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/gesellschaft\/corona-in-sachsen-warum-wuetet-das-virus-dort-so-heftig-a-4e2d6fe8-9246-4700-8218-07f085b7fbea%20\">DER SPIEGEL <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die AfD und die Querdenker sollen also verantwortlich f&uuml;r die s&auml;chsischen Corona-Toten sein? Eine steile These. Besonders interessant ist, dass diese These aus dem verlinkten kostenlosen SPIEGEL-Artikel von einem &ndash; wesentlich besseren -Hintergrundartikel aus dem kostenpflichtigen SPIEGEL-Angebot, der nur wenige Stunden zuvor online gestellt wurde, massiv in Frage gestellt wird &hellip;<\/em><\/p>\n<p><strong>Warum Sachsen?<\/strong><br>\nKaum eine Region in Deutschland ist so schlimm von der Pandemie betroffen wie der Landkreis S&auml;chsische Schweiz-Osterzgebirge. F&uuml;r Covid-Patienten gibt es keine freien Intensivbetten mehr. Ein Ortstermin in Pirna. [&hellip;]<br>\nAls ob es so einfach w&auml;re. Ein anderer Corona-Hotspot liegt zurzeit in Bayern, der Landkreis Regen, wo niemand sagt: Es liegt an der CSU. Oder am Wei&szlig;wurst-Konsum. In Berlin liegt Neuk&ouml;lln an der Spitze, coronam&auml;&szlig;ig. Liegt es also an den Migranten? Mecklenburg-Vorpommern wiederum, wo die AfD bei der letzten Bundestagswahl 18,6 Prozent erhielt, ist das Land mit der geringsten Corona-Rate, aber vermutlich m&ouml;chte niemand behaupten, das sei ein Verdienst der AfD.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/corona-hotspot-warum-ist-das-osterzgebirge-in-sachsen-besonders-hart-getroffen-a-b55bceb7-b5c9-429a-9d02-5aebe46249ec%20\">DER SPIEGEL<\/a><\/p>\n<p><em>Daf&uuml;r erw&auml;hnt der kostenpflichtige Artikel einen wichtigen Punkt, der im kostenlosen SPIEGEL-Artikel vollkommen vernachl&auml;ssigt wird &hellip;<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&ldquo;Von den 48 Alten- und Pflegeheimen im Landkreis, sagt Geisler, seien 31 &raquo;in irgendeiner Weise vom Virus betroffen. Wir hatten sogar den Fall, da waren 90 Prozent aller Menschen, die in einem Heim lebten oder arbeiteten, infiziert. Da frage ich mich: Wie kann das sein?&laquo; Gegen drei Pflegeheime hat Geisler Anzeige bei der Staatsanwaltschaft erstattet. Wegen eklatanter Verst&ouml;&szlig;e gegen die Corona-Regeln. Aber heute Morgen hat er schon wieder zwei Briefe bekommen, in denen sich Angeh&ouml;rige dar&uuml;ber beschwerten, dass Hygiene-Regeln in den Heimen nicht umgesetzt w&uuml;rden. &raquo;Es ist erm&uuml;dend&laquo;, sagt Geisler.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Das ist also Journalismus &aacute; la SPIEGEL. Haltloser Haltungsjournalismus im kostenfreien Teil f&uuml;r &bdquo;das Volk&ldquo;, Hintergrundinformationen und eine kritischere Analyse hinter der Bezahlschranke f&uuml;r das zahlungsf&auml;hige Publikum.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wer testet, kann nicht pflegen<\/strong><br>\nBund und L&auml;nder wollen es unbedingt vermeiden, die Bewohner in Altenheimen noch einmal wegen Corona von der Au&szlig;enwelt zu isolieren. Schnelltests sollen auch in der Pandemie Besuche erm&ouml;glichen. Doch viele Heime f&uuml;hlen sich mit den zus&auml;tzlichen Anforderungen alleingelassen.<br>\nWie gut, dass es diesen Besprechungsraum in der N&auml;he des Eingangs gibt. Zu besprechen gibt es zwar immer noch viel, wahrscheinlich sogar mehr als sonst. Doch daf&uuml;r nutzt Gerold M&uuml;ck-Krell jetzt halt eines der anderen Zimmer. Genug von ihnen gibt es ja. M&uuml;ck-Krell leitet ein Pflegeheim mit 78 Bewohnern im bayerischen Bad F&uuml;ssing. Das Besprechungszimmer, das er zur Teststation umfunktioniert hat, hilft ihm dabei, &bdquo;diesen Spagat hinzubekommen&ldquo;, wie er sagt. Der Spagat, das ist der Versuch, die Alten und Kranken so gut wie m&ouml;glich vor einer Infektion mit dem Coronavirus zu sch&uuml;tzen und trotzdem Besuch zu ihnen zu lassen. &bdquo;Wir m&uuml;ssen das tun&ldquo;, sagt M&uuml;ck-Krell. Er meint das Testen von Besuchern. Keinesfalls soll es wieder so sein wie im Fr&uuml;hjahr, da waren sich Bund und L&auml;nder einig. Damals legte sich ein erster sogenannter Lockdown &uuml;ber das Land. Was das Wort bedeutet, wurde erst mit der Zeit klar. Es dauerte eine Weile, bis alle begriffen haben, was es bedeutet, wenn die Alten und Kranken in den Pflegeheimen wochenlang keinen Besuch mehr bekommen d&uuml;rfen. Wenn sie abgeschnitten werden von der Welt vor ihren Fenstern. Wenn sie allein sterben, weil Ehepartner und Kinder an den Eingangst&uuml;ren abgewiesen wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/zeitung.faz.net\/faz\/politik\/2020-12-17\/216d4c33de53c3a089194d424f005cf4\">FAZ<\/a>\n<p>dazu: <strong>F&uuml;r die vielen Corona-Toten in Berlin gibt es Verantwortliche<\/strong><br>\nJeder zweite Corona-Tote in Berlin steckte sich in Pflegeheimen an. Schuld sind ein krankes Gesundheitssystem und eine z&ouml;gerliche Politik. [&hellip;]<br>\nF&uuml;r diese Toten gibt es Verantwortliche. Amts&auml;rzte sprechen im Vertrauen von Heimleitungen, die ihren Angestellten erlaubten, ohne Maske zu arbeiten. Heimleitungen gestehen, dass sie Infizierte aus Doppelzimmern nicht isolieren konnten &ndash; wegen Platzmangels. Pflegekr&auml;fte berichten, dass sie angewiesen wurden, auch krank zum Dienst zu erscheinen &ndash; und Schutzausr&uuml;stung fehlt. Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) erz&auml;hlt von Leiharbeits-Pflegern, die beim ersten Corona-Befund den Dienst abbrechen, und von mobilen Testteams, die &bdquo;D&auml;umchen drehen&ldquo;, weil niemand ihre Hilfe anfordert.<br>\nDoch es w&auml;re falsch, pauschal den Pflegekr&auml;ften die Schuld zuzuschieben. Wenn einige Heimleitungen jetzt versagt haben, dann weil sie gefangen sind in einem Gesundheitssystem, das schon lange krank ist. In dem nicht Gesundheit und bestm&ouml;gliche Pflege im Mittelpunkt stehen, sondern Personaloptimierungen und Gewinne.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/pflegeheime-wurden-hotspots-fuer-die-vielen-corona-toten-in-berlin-gibt-es-verantwortliche\/26724798.html%20\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&bdquo;Es hilft bei den Alten gar nichts, auf Erk&auml;ltungszeichen zu achten&ldquo;<\/strong><br>\nDer Altersmediziner Markus Gosch vom Klinikum N&uuml;rnberg entwirft mit Kollegen gerade Empfehlungen, wie alte Menschen mit Covid-19 im Heim gut versorgt werden k&ouml;nnen. Es geht auch darum, wie sie dort w&uuml;rdig sterben k&ouml;nnen. Denn anders als oft angenommen, werden gerade sehr alte Infizierte gar nicht erst ins Krankenhaus gebracht.<br>\nWELT: Covid-19 ist eine schwere Erkrankung, gerade f&uuml;r Menschen &uuml;ber 80 gef&auml;hrlich. Warum braucht es da &uuml;berhaupt Therapie-Empfehlungen f&uuml;r die Versorgung im Heim? Geh&ouml;ren diese Menschen nicht ins Krankenhaus?<br>\nGosch: Wann sie auf jeden Fall ins Krankenhaus geh&ouml;ren, dar&uuml;ber m&uuml;ssen wir gleich noch genauer sprechen. Wir haben das aufgeschrieben, weil wir daf&uuml;r einfach de facto dringend Bedarf sehen. Die meisten Heimbewohner werden gar nicht in die Klinik gebracht, wenn sie an Covid-19 erkranken. Es gibt diese traurige Zahl: Zwei Drittel aller Todesf&auml;lle im Zusammenhang mit dem neuen Coronavirus betreffen Heimbewohner, aber nur ein F&uuml;nftel der Betroffenen verstirbt in einer Klinik, die anderen bleiben bis zu ihrem Tod im Heim.<br>\nWELT: Und was ist mit der Annahme, die vielen hochaltrigen Infizierten w&uuml;rden die Kapazit&auml;ten der Intensivstationen sozusagen verstopfen, langfristig blockieren?<br>\nGosch: Die ist aus meiner Sicht v&ouml;llig falsch. Die meisten Patienten auf den Intensivstationen geh&ouml;ren zu anderen Gruppen. Menschen, die in einer Langzeitpflege wohnen, sind ja oft schon sehr gebrechlich. Deswegen entscheiden sich die Haus&auml;rzte gerade bei ihnen so oft gegen die Klinikeinweisung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/gesundheit\/plus222708388\/Situation-in-der-Pflege-Es-hilft-bei-den-Alten-gar-nichts-auf-Erkaeltungszeichen-zu-achten.html\">Welt Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>We Rich First &ndash; wir Reichen zuerst<\/strong><br>\nDie reichen L&auml;nder kaufen schon jetzt die westliche Covid-19-Impfstoff-Produktion zusammen &ndash; zum Nachteil der armen L&auml;nder.<br>\nDie Studiengruppe &laquo;German Foreign Policy&raquo; &ndash; f&uuml;r politisch Interessierte eine wichtige Informationsquelle &ndash; macht darauf aufmerksam, dass die westlichen Staaten sich gegen die Freigabe der &laquo;Patentrechte&raquo; an Pandemie-Impfstoffen wehren, was zu einer Erleichterung der Covid-19-Krise in den Entwicklungsl&auml;ndern f&uuml;hren w&uuml;rde:<br>\n&laquo;Deutschland und die EU sollen Massnahmen zur Versorgung &auml;rmerer L&auml;nder mit Covid-19-Medikamenten und -Impfstoffen nicht mehr weiter verhindern. Dies fordern Menschenrechtsorganisationen vor der heute beginnenden Tagung des Allgemeinen Rats der Welthandelsorganisation WTO. Ursache f&uuml;r die Forderung ist, dass die reichen westlichen Staaten den Vorschlag Indiens und S&uuml;dafrikas blockieren, die Patentrechte auf Covid-19-Impfstoffe w&auml;hrend der Dauer der Pandemie auszusetzen. Beschl&ouml;sse die WTO das, dann k&ouml;nnten &auml;rmere L&auml;nder eigenst&auml;ndig die Vakzine produzieren, die sie dringend ben&ouml;tigen, die aber knapp sind: Der transatlantische Westen, darunter die Bundesrepublik, hat sich bereits vorab 85 Prozent der Produktion reserviert &ndash; viel mehr, als er f&uuml;r seine eigene Bev&ouml;lkerung braucht. Beinahe leer gehen dagegen bisher die Entwicklungsl&auml;nder aus. Freilich erhalten sie, anders als fr&uuml;her, diesmal Impfstoffe aus Russland und China. In Berlin heisst es mit Blick auf die politischen Folgen, man solle wenigstens etwas von den eigenen &uuml;berz&auml;hligen Impfdosen abgeben und dies dann &lsaquo;gut kommunizieren&rsaquo;.&raquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/gesundheit\/we-rich-first-wir-reichen-zuerst\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Der &bdquo;Corona-Effekt&ldquo; auf dem Ausbildungsmarkt. Der wird nicht nur im Jahr 2020 von Bedeutung sein, sondern lange nachwirken<\/strong><br>\nBereits im Fr&uuml;hjahr wurde von einigen angemahnt, angesichts der Herausforderungen durch die Corona-Krise deutliche Zeichen der Hilfestellung f&uuml;r das duale System der Berufsausbildung zu setzen. Man m&uuml;sse klotzen und nicht kleckern, um einen Einbruch auf dem &bdquo;Ausbildungsmarkt&ldquo; (die Anf&uuml;hrungszeichen sollen signalisieren, dass es sich bei Berufsausbildungen nicht wirklich um einen &bdquo;Markt&ldquo; im klassischen Sinne handelt) zu vermeiden. Sp&auml;t, sehr sp&auml;t im Verlauf des Jahres hat die Politik dann mit einem Pr&auml;mienprogramm reagiert, in typisch deutscher Manier kleingeschreddert und mit Voraussetzungen und Bedingungen gespickt, die zur Nicht-Beteiligung an dem Programm einladen (gemeint ist das Corona-Bundesprogramm &bdquo;Ausbildungspl&auml;tze sichern&ldquo;).<br>\nWie dem auch sei, nun haben wir eine erste Bilanz des Ausbildungsjahres 2020 geliefert bekommen. Vom Bundesinstitut f&uuml;r Berufsbildung (BIBB) mit Sitz in Bonn. Und die Zahlen sehen nicht gut aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2020\/12\/16\/der-corona-effekt-auf-dem-ausbildungsmarkt-2020\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Nordbosnien: Flucht nach Europa: Kaltes, grausiges Spiel an der Grenze &ndash; EU schaut zu<\/strong><br>\n3000 Gefl&uuml;chtete sind seit Mitte Dezember in Nordbosnien ohne jedes Obdach dem harten Winter ausgesetzt. Neue Lager tun Not, aber es fehlt an Geld und am Willen zu helfen.<br>\nWeiterhin befinden sich tausende Menschen auf der Flucht nach Europa.<br>\nIm Norden von Bosnien versuchen Gefl&uuml;chtete, &uuml;ber die Grenze nach Kroatien zu kommen.<br>\nDie Lebensbedingungen in den Lagern an der Grenze sind prek&auml;r, der Winter verschlimmert die Lage f&uuml;r Gefl&uuml;chtete vor Ort noch.<br>\nBihac &ndash; Die Wiese ist verschlammt, die Schuhe nass, die Zehen eisig, die Hosen voll feuchten Lehms. Wer ohne Trekkingschlafsack bei Minustemperaturen f&uuml;r nur eine Nacht in dem Schlamm &uuml;berdauern will, ist zu bewundern. F&uuml;r die etwa 250 Menschen, die hier in der N&auml;he der nordbosnischen Stadt Bihac sitzen, ist das allerdings der Normalfall.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/politik\/flucht-eruopa-bosnien-kroatien-grenze-gefluechtete-winter-lager-hilfe-90132581.html\">FR Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Lektionen aus dem Syrien-Krieg<\/strong><br>\nDie verschwundene politische Opposition: &ldquo;Wir waren naiv.&rdquo; Und die Lehre der Interventionisten: &ldquo;Mehr denn je m&uuml;ssen die Amerikaner in andere L&auml;nder, um zu Hause sicher zu sein.&rdquo;<br>\nNachher ist man immer kl&uuml;ger, sagt man; &ldquo;lessons learned&rdquo;, hie&szlig; das bei den Amerikanern nach dem Irak-Krieg. Der syrische Konflikt ist noch nicht zu Ende, aber es werden erste Bilanzen gezogen. 2021 sind es zehn Jahre nach Ausbruch der arabischen Revolten. Zum Jahresende tauchen die ersten Einsch&auml;tzungen zur euphemistisch &ldquo;Arabellion&rdquo; genannten Welle an Protesten gegen die Machthaber in Tunesien, &Auml;gypten, Bahrain, Syrien und Libyen auf.<br>\nSyrien ist ein spezieller Fall, nicht nur weil Baschar al-Assad an der Macht geblieben ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Lektionen-aus-dem-Syrien-Krieg-4993409.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wirtschaft und Menschenrechte: Europa braucht ein Lieferkettengesetz!<\/strong><br>\nDie Unternehmensverantwortung f&uuml;r Menschenrechte und Umwelt entlang globaler Lieferketten muss endlich rechtsverbindlich geregelt werden. Die europaweite Kampagne &bdquo;Unternehmen zur Verantwortung ziehen&ldquo; fordert neue Spielregeln f&uuml;r die Wirtschaft.<br>\nDie Corona-Krise zeigt nicht nur die Abh&auml;ngigkeit europ&auml;ischer Unternehmen von Zulieferbetrieben weltweit, sondern auch die Vulnerabilit&auml;t von ArbeitnehmerInnen im globalen S&uuml;den, wenn (europ&auml;ische) Unternehmen ihrer Verantwortung nicht nachkommen. Ein Beispiel ist der Textilsektor. Zu Beginn der Corona-Krise stornierten globale Markenunternehmen und Modeh&auml;ndler Auftr&auml;ge f&uuml;r bereits produzierte oder in Produktion befindliche Waren. Lieferanten in Bangladesch verloren abrupt laufende Vertr&auml;ge ohne Entsch&auml;digung. ArbeitnehmerInnen wurden kurzfristig ohne Abfindung gek&uuml;ndigt, da die Auftraggeber den Zulieferbetrieben keinerlei finanzielle Unterst&uuml;tzung zukommen lie&szlig;en. Der Internationale Gewerkschaftsbund ver&ouml;ffentlicht j&auml;hrlich den &bdquo;Globalen Rechtsindex&ldquo; zur Dokumentation von Verletzungen international anerkannter ArbeitnehmerInnenrechte. Die Ausgabe 2020 weist einen ersch&uuml;tternden Siebenjahres-H&ouml;chststand aus. Hinter den menschenunw&uuml;rdigen Arbeitsbedingungen im globalen S&uuml;den stehen oftmals Unternehmen des globalen Nordens. Letztere weisen in der Regel jegliche Verantwortung f&uuml;r Ereignisse in der Sph&auml;re von Zulieferbetrieben oder Tochtergesellschaften von sich. Dass die Unternehmen damit durchkommen, ist der Tatsache geschuldet, dass weltweit kaum verbindliche Gesetze existieren, welche die Verantwortung von Unternehmen f&uuml;r ihre Lieferketten festschreiben. Doch die Debatte gewinnt in den letzten Jahren an Dynamik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/europa-braucht-ein-lieferkettengesetz\/\">A&amp;W blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Wie Wirtschaftsminister Altmaier einen genehmen Lobbyverband retten will<\/strong><br>\nDer Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) steht nach dem erzwungenen Austritt einer IHK und dem drohenden Austritt weiterer vor dem Aus. W&auml;ren da nicht Peter Altmaier und die Gro&szlig;e Koalition.<br>\nJeder und jede hat in einer Demokratie das Recht, die eigenen Interessen zu vertreten. Und jeder und jede kann sich dazu mit anderen zusammenschlie&szlig;en. So vertreten Gewerkschaften die Interessen abh&auml;ngig Besch&auml;ftigter (und Soloselbst&auml;ndiger), Unternehmensverb&auml;nde die Interessen von Unternehmen, Arbeitgeberverb&auml;nde die Interessen von Arbeitgebern, der Deutsche Olympische Sportbund die Interessen von Sportlerinnen und Sportlern und der Bund f&uuml;r Umwelt und Naturschutz Deutschland die Interessen von Umweltbewegten. Diese Verb&auml;nde &auml;u&szlig;ern sich zu allem und jedem &ndash; wenn es ihre Mitgliedschaft so festlegt bzw. erlaubt. Oder genauer: Wenn es eine Mehrheit ihrer Mitglieder so festlegt bzw. erlaubt. Wenn der unterlegenen Minderheit nicht gef&auml;llt, was die Mehrheit im Verband m&ouml;chte, so kann sie f&uuml;r Ver&auml;nderung streiten &ndash; oder den Verband schlicht verlassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blickpunkt-wiso.de\/post\/wie-wirtschaftsminister-altmaier-einen-genehmen-lobbyverband-retten-will--2378.html\">Blickpunkt WiSo<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>CDU-Ausschuss: Inhalte statt ganze Sender mit Geb&uuml;hren bezahlen<\/strong><br>\nDer Bundesfachausschuss Wirtschaft, Arbeitspl&auml;tze, Steuern der CDU hat wesentliche &Auml;nderungen der Finanzierung des &Ouml;ffentlich-Rechtlichen Rundfunks (&Ouml;RR) vorgeschlagen. Man solle den &Ouml;RR &ldquo;auf Aufgaben beschr&auml;nk[en], die private Anbieter nicht oder nur unzureichend gew&auml;hrleisten k&ouml;nnen&rdquo;. Dazu soll ein Medienfonds eingerichtet werden, der einzelne Inhalte finanziert. Die jetzt &Ouml;ffentlich-Rechtlichen Sender k&ouml;nnten sich mit solchen Inhalten f&uuml;r eine Finanzierung bewerben &ndash; andere Inhalte k&ouml;nnten sie als dann privatisierte Anstalten nicht mehr durch Geb&uuml;hrengeld finanzieren.<br>\nDer genannte CDU-Bundesausschuss ist eines von mehreren Gremien der Partei, die f&uuml;r eine &ldquo;programmatische Weiterentwicklung&rdquo; der Christdemokraten sorgen sollen. F&uuml;r das Programm zur Bundestagswahl im n&auml;chsten Herbst hat er zudem vorgeschlagen, die berufliche Bildung gegen&uuml;ber der akademischen Bildung aufzuwerten, f&uuml;r eine st&auml;rkere Trennung der Bereiche Streckennetz und Fahrdienst bei der Bahn und der Bereiche Brief und Paket bei der Post zu sorgen sowie auf Fahr- und Eintrittskarten den Anteil der Kosten aufzudrucken, der aus Steuern bezahlt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/CDU-Ausschuss-Inhalte-statt-ganze-Sender-mit-Gebuehren-bezahlen-4991583.html%20\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Das Faktencheckerprogramm der EU hei&szlig;t Soma, wie die Volksbefriedungsdroge in &ldquo;Sch&ouml;ne neue Welt&rdquo;<\/strong><br>\nDie EU finanziert als Teil ihrer umfangreichen Aktivit&auml;ten gegen abweichende Meinungen und Informationen die EU-Beobachtungstelle gegen Desinformation. Ihr Kurzname &ldquo;Soma&rdquo; ist pikanterweise der Name der Droge mit der im dystopischen Roman &ldquo;Sch&ouml;ne neue Welt&rdquo; die Bev&ouml;lkerung ruhiggestellt wird, sowohl chronisch, als auch akut, wenn es zu Gef&uuml;hlsausbr&uuml;chen oder abweichendem Verhalten einer Menge kommt. Ruft man die Webseite <a href=\"https:\/\/www.disinfobservatory.org\/\">www.disinfobservatory.org<\/a> auf, begr&uuml;&szlig;t einen das Logo &ldquo;Soma&rdquo;.<br>\nDas ist so ironisch, dass man einfach darauf hinweisen muss. Wenn es versehentlich w&auml;re, zeugte es schon von einem betr&auml;chtlichen Ma&szlig; an Ignoranz, ist &ldquo;Sch&ouml;ne neue Welt&rdquo; doch einer der einflussreichsten Romane des 20. Jahrhunderts. Wenn es absichtsvoll geschah, zeugt es von einem ger&uuml;ttelt Ma&szlig; an Zynismus, ist Soma doch ein zentrales Element der Bev&ouml;lkerungskontrolle und -steuerung in einer totalit&auml;ren Gesellschaft, durch wohlmeinende, diktatorische Technokraten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/medienversagen\/soma\/\">Norbert H&auml;ring<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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