{"id":68166,"date":"2020-12-18T16:42:24","date_gmt":"2020-12-18T15:42:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68166"},"modified":"2020-12-18T16:42:24","modified_gmt":"2020-12-18T15:42:24","slug":"hinweise-des-tages-ii-471","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68166","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68166#h01\">Langzeitpflege: Ein Mindestma&szlig; an sozialen Kontakten trotz Infektionsschutzes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68166#h02\">Sie wird gebraucht, aber nicht geduldet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68166#h03\">Oma &ndash; Allein zu Haus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68166#h04\">Wen soll das sch&uuml;tzen? Die landesweiten Ausgangsverbote sind verfassungswidrig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68166#h05\">Zum Start wohl noch weniger Impfdosen als erhofft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68166#h06\">Paketzusteller sind &ouml;fter krank als andere Besch&auml;ftigte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68166#h07\">Niedrigl&ouml;hne in Europa 2018: Niedriglohnschwellen und Niedriglohnquoten in der Europ&auml;ischen Union 2018<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68166#h08\">Mindestlohn: 12 Euro sind das Gebot pro Stunde!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68166#h09\">Staatsdiener brauchen Zuverdienst: Tausende Bundesbesch&auml;ftigte gehen Nebenjob nach<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68166#h10\">Von Fussilet bis Opalgr&uuml;n &ndash; die offenen Fragen der Amri-Ermittlungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68166#h11\">Fall Deutsch: So doppelb&ouml;dig ist Merkels Europapolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68166#h12\">Deutschland im Indo-Pazifik (VI)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68166#h13\">&ldquo;Sie werden uns nicht fehlen&rdquo;: Moskau und Peking kontern deutsche Attacke im UN-Sicherheitsrat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68166#h14\">Wenn Staatsfunk gegen Staatssender schimpft: ARD attackiert RT DE und blamiert sich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68166#h15\">Sperrfrist f&uuml;r Ex-Regierungsmitglieder: Bundesregierung h&auml;lt sich bei Kontrolle von Lobby-Regeln f&uuml;r nicht zust&auml;ndig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68166#h16\">Christian Kr&auml;hling war einer von uns<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Langzeitpflege: Ein Mindestma&szlig; an sozialen Kontakten trotz Infektionsschutzes<\/strong><br>\nIn seiner am heutigen Freitag ver&ouml;ffentlichten Ad-hoc-Empfehlung schl&auml;gt der Deutsche Ethikrat Ma&szlig;nahmen vor, die in Einrichtungen der Langzeitpflege lebenden Menschen trotz der aktuell gebotenen Infektionsschutzma&szlig;nahmen ein Mindestma&szlig; an sozialen Kontakten sichern sollen.<br>\nPersonen, die dauerhaft auf Pflege in Einrichtungen der Alten- oder Behindertenhilfe angewiesen sind, laufen derzeit in besonderem Ma&szlig;e Gefahr, durch Kontaktbeschr&auml;nkungen zur Bek&auml;mpfung der Covid-19-Pandemie in soziale Isolation zu geraten. Eingeschr&auml;nkt sind neben Besuchen durch An- und Zugeh&ouml;rige vielfach auch Kontakte zu anderen Bewohnerinnen und Bewohnern sowie zu Dienstleistern. So berechtigt solche Ma&szlig;nahmen zur Eind&auml;mmung des aktuellen Infektionsgeschehens auch sind, so verschlechtert sich die Lebenssituation der Betroffenen ganz erheblich.<br>\nZwar hat der Gesetzgeber mit der j&uuml;ngsten Novellierung des Infektionsschutzgesetzes ausdr&uuml;cklich vorgeschrieben, dass in Alten- oder Pflegeheimen sowie Einrichtungen der Behindertenhilfe trotz aller Schutzma&szlig;nahmen ein Mindestma&szlig; an sozialen Kontakten stets gew&auml;hrleistet bleiben muss. Damit ist jedoch nur angedeutet, welche konkreten Kontaktregelungen den Zielen des Infektionsschutzes ebenso wie den individuellen Anspr&uuml;chen auf soziale Teilhabe gerecht werden. Der Deutsche Ethikrat m&ouml;chte daher die Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben im Bereich der pflegerischen Langzeitversorgung mit einigen ethischen Aussagen zur Bestimmung des auch unter Pandemiebedingungen noch zu gew&auml;hrleistenden Mindestma&szlig;es an sozialen Kontakten unterst&uuml;tzen.<br>\nIn seiner Ad-hoc-Empfehlung fordert der Deutsche Ethikrat unter anderem, bei der Bestimmung des Mindestma&szlig;es sozialer Kontakte weniger deren Anzahl und H&auml;ufigkeit als vielmehr deren Qualit&auml;t in den Blick zu nehmen. Zudem m&uuml;sse stets individuell beantwortet werden, welche Beschr&auml;nkungen hinsichtlich Art und H&auml;ufigkeit sozialer Kontakte sich in welcher Weise auf die Lebensqualit&auml;t der einzelnen Person mit Pflegebedarf auswirken. Wo immer dies vertretbar ist, sollen die in Einrichtungen der Langzeitpflege Lebenden selbst &uuml;ber die Auswahl ihrer Kontaktpersonen entscheiden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ethikrat.org\/mitteilungen\/2020\/langzeitpflege-ein-mindestmass-an-sozialen-kontakten-trotz-infektionsschutzes\/\">Deutscher Ethikrat<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Sie wird gebraucht, aber nicht geduldet<\/strong><br>\nFarah Demir arbeitet auf einer Corona-Station und lebt seit 34 Jahren in Niedersachsen. Trotzdem soll sie abgeschoben werden. Ihre Kollegen wollen das verhindern.<br>\nNur wenige Stunden nach ihrer Nachtschicht auf der Corona-Intensivstation steht Farah Demir vor dem Krankenhaus in Hannover und weint. Sie raucht eine Zigarette, als eine fremde Frau vor ihr stehen bleibt und sagt: &ldquo;Was mit Ihnen geschieht, ist ein Skandal!&rdquo; Sie habe von Demirs Fall in der Lokalzeitung gelesen. Eine andere Frau kommt hinzu und sagt: &ldquo;Ich w&uuml;nsche Ihnen viel Kraft.&rdquo; Demir versucht mit dem Zeigefinger unter dem Auge eine Tr&auml;ne aufzuhalten, doch sie l&auml;uft &uuml;ber den Fingernagel zur Wange. &ldquo;Mist. Ich habe mich doch dick geschminkt, um meine Augenringe zu verstecken&rdquo;, sagt die 36-J&auml;hrige. Die vergangene Nacht auf der Station sei anstrengend gewesen, doch nur deshalb sei sie nicht m&uuml;de. Schlafen k&ouml;nne sie schon seit November nicht mehr gut, seitdem ein Brief der Ausl&auml;nderbeh&ouml;rde bei ihr ankam.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/arbeit\/2020-12\/farah-demir-ausweisung-corona-intensivstation-hannover\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Oma &ndash; Allein zu Haus<\/strong><br>\nHolen wir die Oma aus dem Heim und laden die Enkelfamilie aus? Oder besuchen wir sie in der zugeteilten Stunde und lassen sie mit Tr&auml;nen in den Augen zur&uuml;ck? Geh&ouml;rt die Freundin des Sohnes schon zur Familie? Und was ist mit der polnischen Pflegerin, die den Opa betreut, aber auch nicht zum Hausstand geh&ouml;rt? Das Paket, das die Bundesregierung der Bev&ouml;lkerung kurz vor Weihnachten unter den Baum gelegt hat, war zwar wenig &uuml;berraschend, steckt aber voller R&auml;tsel. Auch wenn man wenig f&uuml;r das Ereignis &uuml;brighaben mag, gilt die Jahresendzeit als Wiederkehr der traditionellen Gro&szlig;familie, um den sozialen Kitt auszutesten f&uuml;r den etwaigen Ernstfall.<br>\nNun ist der Ernstfall eingetreten, und ausnahmsweise f&uuml;hlen sich nicht Virologen, sondern Psychiater und Psychologen mit ihrer Expertise aufgerufen. Resilienz ist das Zauberwort, das die Ausnahmesituation zu bew&auml;ltigen helfen soll.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/ulrike-baureithel\/oma-allein-zu-haus\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wen soll das sch&uuml;tzen? Die landesweiten Ausgangsverbote sind verfassungswidrig<\/strong><br>\nTrotz unabweisbarer verfassungsrechtlicher Bedenken erleben landesweite Ausgangsverbote seit der Ministerpr&auml;sident*innenkonferenz vergangenen Sonntag ein Comeback. In ganz Baden-W&uuml;rttemberg, Bayern und Sachsen darf die Wohnung bereits nur noch mit triftigem Grund verlassen werden und es ist anzunehmen, dass weitere Verordnungsgeber bald nachziehen. Angesichts des aktuellen Infektionsgeschehens ist nachvollziehbar, dass die Entscheidungstr&auml;ger*innen Ma&szlig;nahmen erlassen, um die Verbreitung des Virus einzud&auml;mmen. Die untert&auml;gigen Ausgangsverbote k&ouml;nnen hierzu allerdings keinen Beitrag leisten, da verfassungskonform praktisch jeder sachliche Grund den Ausgang erlauben muss. N&auml;chtliche Ausgangsverbote sind offensichtlich &uuml;berm&auml;&szlig;ig, weil einem massiven Eingriff ein h&ouml;chstens rudiment&auml;rer infektionsschutzrechtlicher Nutzen entgegensteht. Dieser Grenznutzen wird dabei mittels einer solch hypothetischen Kausalit&auml;tserw&auml;gung erkauft, dass ein derart enges Ausgangsverbot selbst in den ersten Wochen der Pandemie nicht erforderlich gewesen w&auml;re. Im zehnten Monat der Corona-Verordnungen ist es jedenfalls nicht mehr von der Einsch&auml;tzungspr&auml;rogative der Exekutive erfasst.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/verfassungsblog.de\/wen-soll-das-schutzen\/\">Verfassungsblog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Zum Start wohl noch weniger Impfdosen als erhofft<\/strong><br>\n&bdquo;Tausende&ldquo; statt 50.000 f&uuml;r Hessen: In der Landesregierung glaubt man nicht mehr an die erhoffte Zahl an Impfdosen. Damit d&uuml;rfte der Impfauftakt in ganz Deutschland kleiner ausfallen als gedacht. Erste Impfungen zu Heiligabend sind zudem ausgeschlossen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/rhein-main\/region-und-hessen\/statt-50-000-immer-weniger-corona-impfdosen-zum-start-in-hessen-17108694.html\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Paketzusteller sind &ouml;fter krank als andere Besch&auml;ftigte<\/strong><br>\nPost-, Kurier- und Expressdienstfahrer sind nach einer Erhebung der Krankenkasse Barmer in Rheinland-Pfalz &uuml;berdurchschnittlich h&auml;ufig krank.<br>\n&ldquo;Der Job geht Paketzustellern auf die Knochen&rdquo;, stellte die Krankenkasse in ihrem am Freitag in Mainz ver&ouml;ffentlichten Report f&uuml;r 2019 fest. Dazu komme 2020 noch Corona. &ldquo;In der Vorweihnachtszeit m&uuml;ssen Besch&auml;ftigte bei Post- und Zustelldiensten oft Sonderschichten einlegen&rdquo;, stellte die Landesgesch&auml;ftsf&uuml;hrerin der Krankenkasse, Dunja Kleis, fest. &ldquo;Die Corona-Epidemie hat zu einem Boom beim Online-Shopping gef&uuml;hrt und d&uuml;rfte die Paketzusteller zus&auml;tzlich belasten.&rdquo;<br>\nDie bei der zweitgr&ouml;&szlig;ten Krankenkasse des Landes versicherten Besch&auml;ftigten dieser Branche seien 2019 durchschnittlich an 22,8 Tagen arbeitsunf&auml;hig gewesen. Das sei einer der h&ouml;chsten Werte aller 25 untersuchten Branchen und &uuml;bertreffe den Landesdurchschnitt von 18,5 Arbeitsunf&auml;higkeitstagen deutlich. Rund 15.000 Menschen seien in Rheinland-Pfalz sozialversicherungspflichtig als Post-, Kurier- und Expressdienstfahrer besch&auml;ftigt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swraktuell\/rheinland-pfalz\/belastung-gesundheit-paketdienste-barmer-100.html\">SWR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Niedrigl&ouml;hne in Europa 2018: Niedriglohnschwellen und Niedriglohnquoten in der Europ&auml;ischen Union 2018<\/strong><br>\nNiedriglohnschwelle und Niedriglohnquote sind statistische Verteilungskennziffern f&uuml;r die Spreizung der L&ouml;hne und Geh&auml;lter.<br>\nDeutschland geh&ouml;rt zu den EU-Staaten mit dem gr&ouml;&szlig;ten Niedriglohnbereich. Berechnungen zur Niedriglohnquote gr&uuml;nden regelm&auml;&szlig;ig auf der OECD-Konvention, wonach als Niedriglohn ein Bruttolohn definiert ist, der unterhalb von zwei Dritteln des mittleren Bruttolohns (Median) liegt. Diese Definition ist relativ und damit unabh&auml;ngig von der H&ouml;he des Lohnniveaus in den einzelnen EU-Staaten. So weisen die Daten von EUROSTAT hohe Niedriglohnquoten bei gleichzeitig geringen Niedriglohnschwellen aus (Beispiel Baltikum oder auch Rum&auml;nien und Bulgarien) &ndash; ebenso wie vergleichsweise geringe Niedriglohnquoten bei hohen Niedriglohnschwellen (Beispiel Skandinavien).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.portal-sozialpolitik.de\/index.php?page=niedrigloehne-europa\">Portal Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Mindestlohn: 12 Euro sind das Gebot pro Stunde!<\/strong><br>\nDer Mindestlohn wird 6 Jahre alt. Happy Birthday! Viele profitieren von der Lohnuntergrenze. Doch f&uuml;r ein ausk&ouml;mmliches Leben ist er noch zu niedrig. Deshalb muss der Mindestlohn z&uuml;gig auf 12 Euro angehoben werden. Zudem braucht es mehr Kontrollen, damit kriminelle Arbeitgeber ihn nicht mehr unterlaufen, fordert das #schlaglicht 46\/2020 aus Niedersachsen zum neuen Jahr.<br>\nEs sind nur noch wenige Tage, dann wird wieder Geburtstag gefeiert. Gemeint ist aber nicht nur das Christkind. Zum Neujahr begeht auch der gesetzliche Mindestlohn sein Jubil&auml;um. Seit sechs Jahren ist er dann in Kraft. Happy Birthday! Vor seiner Einf&uuml;hrung war die Aufregung indes gro&szlig;. Im Verbund mit der neoliberalen &Ouml;konomenzunft veranstaltete das Arbeitgeberlager ein wahres Kasperletheater, um vor den &ouml;konomischen Folgen zu warnen. Vom unweigerlichen Verlust hunderttausender Arbeitspl&auml;tze war unisono die Rede. Nur weil h&ouml;here L&ouml;hne drohten, wurden Argumente zugunsten der Ideologie in den Wind geschlagen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/niedersachsen.dgb.de\/themen\/++co++90975ffe-4047-11eb-9b7e-001a4a160123\">DGB Niedersachsen #schlaglicht<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Staatsdiener brauchen Zuverdienst: Tausende Bundesbesch&auml;ftigte gehen Nebenjob nach<\/strong><br>\nMehr als 1.600 Mitarbeiter der Bundesministerien sind im vergangenen Jahr einer Nebent&auml;tigkeit nachgegangen; gleiches gilt f&uuml;r knapp 3.300 der rund 48.000 Bundespolizisten insgesamt. Das ergibt sich aus der Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage des Linksfraktionsvorsitzenden im Bundestag, Dietmar Bartsch, die der Mitteldeutschen Zeitung vorliegt.<br>\nBartsch sagte dazu: &bdquo;Es ist erkl&auml;rungsbed&uuml;rftig, wenn so viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bundesministerien einer Nebent&auml;tigkeit nachgehen.&ldquo; Denn es stelle sich unter anderem die Frage nach m&ouml;glichen Loyalit&auml;ts- und Interessenkonflikten. Diese Nebent&auml;tigkeiten m&uuml;ssten deshalb in allen Bundesministerien auf den Pr&uuml;fstand gestellt und deutlich reduziert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.mz-web.de\/politik\/staatsdiener-brauchen-zuverdienst-tausende-bundesbeschaeftigte-gehen-nebenjob-nach-37834762\">MZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Von Fussilet bis Opalgr&uuml;n &ndash; die offenen Fragen der Amri-Ermittlungen<\/strong><br>\nGab es Mitwisser? Woher hatte Anis Amri die Waffe? 52 Mal tagte der Untersuchungsausschuss zum Anschlag auf dem Breitscheidplatz &ndash; und deckte viele Pannen auf.<br>\nDer Terroranschlag auf dem Breitscheidplatz, der sich am 19. Dezember zum vierten Mal j&auml;hrt, hat Sicherheitsdebatten in Deutschland ausgel&ouml;st und viele Fragen aufgeworfen. Parlamentarische Untersuchungsaussch&uuml;sse im Landtag von Nordrhein-Westfalen, im Bundestag und im Abgeordnetenhaus arbeiten seit 2017 die Pannen, das Beh&ouml;rdenversagen und die Fehleinsch&auml;tzungen beim sp&auml;teren Attent&auml;ter Anis Amri auf.<br>\nRund 100 Ausschusssitzungen hat Astrid Passin verfolgt. Die Berlinerin ist Sprecherin der Opferangeh&ouml;rigen und Betroffenen des Anschlags vom Breitscheidplatz, bei dem zw&ouml;lf Menschen ermordet wurden. Sie fordert ein &bdquo;gesetzlich verankertes Aktenmoratorium. Keine Akte darf vernichtet werden, wenn die Aussch&uuml;sse ihre Arbeit beendet haben&ldquo;, sagte sie dem Tagesspiegel. Viele Fragen seien noch nicht gekl&auml;rt.<br>\n52 Mal tagte der Untersuchungsausschuss im Abgeordnetenhaus seit seiner Einsetzung im Juli 2017. In diesem Jahr h&ouml;rten die Parlamentarier unter anderem Zeugen aus der Justiz, dem LKA, Verfassungsschutz, Politiker und Kriminalbeamte, die am Tatort waren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/vier-jahre-berliner-breitscheidplatz-anschlag-von-fussilet-bis-opalgruen-die-offenen-fragen-der-amri-ermittlungen\/26730534.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Fall Deutsch: So doppelb&ouml;dig ist Merkels Europapolitik<\/strong><br>\nWarum greift die EU in Ungarn nicht durch, wieso geh&ouml;rt die Fidesz-Partei immer noch der EVP an? Die Erkl&auml;rung findet sich in Berlin &ndash; bei Kanzlerin Merkel und ihrer doppelb&ouml;digen Europapolitik. &ndash; Ein Kommentar<br>\nVor unseren Augen verwandelt sich Ungarn in einen illiberalen, reaktion&auml;ren Staat, der das Recht mit F&uuml;ssen tritt. Dabei geht es nicht nur um die ungarische Asylpolitik, die der Europ&auml;ische Gerichtshof am Donnerstag erneut als rechtswidrig verurteilt hat. Regierungschef Viktor Orban und seine Fidesz-Partei krempeln auch die Familienpolitik, die Hochschulen und die Medien um, um ihre Macht zu festigen. Doch die Europ&auml;ische Union findet kein probates Gegenmittel.<br>\nDie h&ouml;chstrichterlichen Urteile verpuffen ohne Wirkung, ein Artikel-7-Verfahren wegen Versto&szlig;es gegen die Grundwerte verlief ergebnislos im Sande. Selbst der neue Rechtsstaats-Mechanismus, der das EU-Budget vor Missbrauch sch&uuml;tzen soll, kommt zu sp&auml;t. Bis er endlich greift und Finanzhilfen an Ungarn gek&uuml;rzt werden, d&uuml;rften noch Monate, wenn nicht Jahre vergehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/fall-deutsch-so-doppelboedig-ist-merkels-europapolitik\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Deutschland im Indo-Pazifik (VI)<\/strong><br>\nDie Bundesregierung will die Milit&auml;rkooperation mit Japan ausweiten. Wie Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer in mehreren Gespr&auml;chen mit ihrem japanischen Amtskollegen best&auml;tigte &ndash; zuletzt am Dienstag -, w&uuml;nsche Berlin eine st&auml;rkere &ldquo;Pr&auml;senz&rdquo; der Bundeswehr in der Asien-Pazifik-Region sowie die &ldquo;Teilnahme an milit&auml;rischen &Uuml;bungen&rdquo; dort. Deutschland und Japan setzten sich gemeinsam f&uuml;r einen &ldquo;freien und offenen Indo-Pazifik&rdquo; (&ldquo;Free and Open Indo-Pacific&rdquo;) ein, hei&szlig;t es; die Formel entstammt der Milit&auml;rstrategie der Vereinigten Staaten im Machtkampf gegen China. Die Bundesrepublik hat in den vergangenen Jahren mehrmals in Aussicht gestellt, ihre Milit&auml;r- und R&uuml;stungskooperation mit Japan erheblich zu intensivieren; bislang ist allerdings noch kein Durchbruch erfolgt. Eine engere Zusammenarbeit gelingt seit geraumer Zeit allerdings im Rahmen des EU-Marineeinsatzes am Horn von Afrika; dort sind auch die japanischen Seestreitkr&auml;fte pr&auml;sent. Japan ist dabei, seine milit&auml;rischen Aktivit&auml;ten, die lange durch seine Verfassung eingeschr&auml;nkt wurden, massiv auszuweiten &ndash; gegen China.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8475\/\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&ldquo;Sie werden uns nicht fehlen&rdquo;: Moskau und Peking kontern deutsche Attacke im UN-Sicherheitsrat<\/strong><br>\nDer St&auml;ndige Vertreter der Bundesrepublik Deutschland bei den Vereinten Nationen Christoph Heusgen warf China und Russland explizit vor, die Verantwortung f&uuml;r eine Blockade von Hilfslieferungen der Vereinten Nationen nach Syrien zu tragen. Hintergrund ist, dass die humanit&auml;re Hilfe in Gebiete, die von den Rebellen kontrolliert werden, nur &uuml;ber einen Grenz&uuml;bergang erfolgt. Russland hatte das damit begr&uuml;ndet, dass die syrische Regierung schrittweise wieder die Kontrolle &uuml;ber das Land zur&uuml;ckerlangt. Heusgen verlangte von der russischen und chinesischen Regierung, dass diese ihre Positionen &uuml;berpr&uuml;fen und Hilfslieferungen &uuml;ber weitere Grenz&uuml;berg&auml;nge zulassen sollten &ndash; obwohl die derzeit g&uuml;ltige Grenz&uuml;bergangs-Einigung erst wenige Monate alt ist. Heusgen warf Moskau und Peking Zynismus vor, da sie jetzt beklagen w&uuml;rden, dass Hilfslieferungen nicht nach Syrien gelangen k&ouml;nnten.<br>\nAuf diese Vorw&uuml;rfe reagierten Russland und China scharf. Der Stellvertretende UN-Botschafter Russlands, Dmitri Poljanski, erwiderte daraufhin, dass dieses angebliche Scheitern des UN-Sicherheitsrates auf das &ldquo;heuchlerische Verhalten&rdquo; Deutschlands und des Westens zur&uuml;ckzuf&uuml;hren sei. Mit Blick auf das baldige Ausscheiden Deutschlands als zeitweiliges Mitglied aus dem UN-Sicherheitsrat zum Jahresende sagte er zu Heusgen:<br>\n&ldquo;Sie werden uns nicht fehlen.&rdquo;<br>\nWegen des Verhaltens Deutschlands im UN-Sicherheitsrat w&uuml;rden sich viele UN-Mitglieder, die zuvor einen permanenten Sitz f&uuml;r Berlin bef&uuml;rwortet hatten, mittlerweile die Frage stellen, ob &ldquo;so viel Zynismus&rdquo; im h&ouml;chsten Gremium der Vereinten Nationen &uuml;berhaupt erlaubt werden sollte, erg&auml;nzte Poljanski.<br>\nAuch der chinesische Vertreter im Sicherheitsrat Yao Shaojun kritisierte das Verhalten der deutschen UN-Delegation sehr diplomatisch:<br>\n&ldquo;Das Auftreten Deutschlands im Sicherheitsrat hat nicht den Erwartungen der Welt und den Erwartungen des Rats entsprochen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/inland\/110681-sie-werden-uns-nicht-fehlen\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Wenn Staatsfunk gegen Staatssender schimpft: ARD attackiert RT DE und blamiert sich<\/strong><br>\nARD-Faktenfinder gibt vor, unsere Corona-Berichterstattung auseinanderzunehmen. Uns wird unterstellt, &ldquo;gezielt Verunsicherung zu sch&uuml;ren&rdquo;, &ldquo;Verschw&ouml;rungslegenden zu befeuern&rdquo; und &ldquo;Querdenkern eine B&uuml;hne zu bieten&rdquo;. Die Methoden des Faktenfinders: Verk&uuml;rzung, Unterschlagung und Manipulation. Dazu kommen faktische Fehler. Denn beim angeblichen Faktencheck steht vorne das gew&uuml;nschte Ergebnis und hinten werden die Fakten entsprechend zurechtgebogen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/programme\/derkommentar\/110698-wenn-staatsfunk-gegen-staatssender-schimpft-ard-blamiert-sich-gegen-rt\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Sperrfrist f&uuml;r Ex-Regierungsmitglieder: Bundesregierung h&auml;lt sich bei Kontrolle von Lobby-Regeln f&uuml;r nicht zust&auml;ndig<\/strong><br>\nWarum verheimlichte ein ehemaliger Parlamentarischer Staatssekret&auml;r den tats&auml;chlichen Inhalt seines Lobbygespr&auml;chs mit Landwirtschaftsministerin Julia Kl&ouml;ckner? Nach Recherchen von abgeordnetenwatch.de gibt es Zweifel, ob die Lobby-Regeln f&uuml;r fr&uuml;here Regierungsmitglieder in allen F&auml;llen eingehalten werden. Sanktionen bei Verst&ouml;&szlig;en existieren nicht, statt dessen hofft die Bundesregierung auf &bdquo;Eigenverantwortung&ldquo; und &bdquo;rechtstreues Verhalten&ldquo; der Ex-Politiker:innen. Und auf die Kontrollfunktion der Medien.<br>\nWeil die Landwirtschaftsministerin in Zeitnot war, bestellte sie den Lobbyisten kurzfristig an einen ungew&ouml;hnlichen Ort: ins Berliner Funkhaus des Deutschlandradios. Zwischen einem Interviewtermin und ihrer Weiterfahrt zum Flughafen h&ouml;rte sich Julia Kl&ouml;ckner (CDU) an, was der Interessenvertreter mitzuteilen hatte.<br>\nKl&ouml;ckners Treffen vom 7. August 2019 ist ein Paradebeispiel f&uuml;r den oftmals gleichg&uuml;ltigen Umgang der Bundesregierung mit dem Thema Lobbyismus. In wessen Auftrag oder in welcher Funktion der Interessenvertreter bei Kl&ouml;ckner vorsprach, wei&szlig; man in ihrem Haus heute angeblich nicht mehr. Vermutlich fragte die Ministerin auch gar nicht nach. Denn bei dem Lobbyisten, f&uuml;r den sie sich einige Minuten freigeschaufelt hatte, handelte es sich um einen langj&auml;hrigen Parteifreund und guten Bekannten: Ole Schr&ouml;der, 13 Jahre lang CDU-Bundestagsabgeordneter und neun Jahre Parlamentarischer Staatssekret&auml;r im Bundesinnenministerium (BMI). 2018 kehrte Schr&ouml;der der Bundespolitik den R&uuml;cken, um als Unternehmensberater und Rechtsanwalt zu arbeiten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.abgeordnetenwatch.de\/blog\/lobbyismus\/bundesregierung-haelt-sich-bei-kontrolle-von-lobby-regeln-fuer-nicht-zustaendig\">abgeordnetenwatch.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Christian Kr&auml;hling war einer von uns<\/strong><br>\nChristian Kr&auml;hling war alles: ein militanter, radikaler, internationalistischer und selbstorganisierter Arbeiter. Nun ist er mit nur 43 Jahren am 10. Dezember gestorben. Der Arbeitskampf gegen Amazon verliert einen seiner leidenschaftlichsten K&auml;mpfer.<br>\nGoogelt man &raquo;Amazon&laquo; und &raquo;Arbeitskampf&laquo;, st&ouml;&szlig;t man fr&uuml;her oder sp&auml;ter auf seinen Namen: beteiligt beim weltweit ersten Streik gegen das Unternehmen in Bad Hersfeld 2013, Amazon-Betriebsrat mit besten internationalen Verbindungen zu Kollegen weltweit, Vertrauensmensch bei ver.di, Kandidatur f&uuml;r die LINKE, Mitbegr&uuml;nder des selbstorganisierten Netzwerks &raquo;Amazon Workers International&laquo;. Christians wichtigstes Anliegen war zweifelsohne die Selbstorganisation der Arbeiterinnen und Arbeiter. Das zeigte sich etwa bei einer Kundgebung gegen Jeff Bezos in Berlin im April 2018, als die ver.di-Leitung die Rede der polnischen anarchosyndikalistischen Kolleginnen unterbinden wollte, Christian sie jedoch kurzerhand mit auf die B&uuml;hne nahm und seine Redezeit mit ihnen teilte. Er war omnipr&auml;sent, denn er redete mit allen, ohne je zu vergessen, wo er herkommt. Er ging mit Offenheit in jedes Gespr&auml;ch. F&uuml;r einige identit&auml;tspolitisch motivierte  Genossinnen und Genossen w&auml;re das ein Widerspruch gewesen, f&uuml;r Christian war es gesunder Pragmatismus, gelebte Dialektik f&uuml;r jemanden mit einem klaren Ziel vor Augen: der Kampf gegen Amazon und f&uuml;r eine gerechtere Welt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/christian-krahling-nachruf-amazon-arbeitskampf\/\">Jacobin<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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