{"id":68243,"date":"2020-12-22T08:14:29","date_gmt":"2020-12-22T07:14:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68243"},"modified":"2020-12-22T08:14:29","modified_gmt":"2020-12-22T07:14:29","slug":"hinweise-des-tages-3767","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68243","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68243#h01\">Bundestagsabgeordnete setzen sich f&uuml;r Julian Assange ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68243#h02\">Jeremy Corbyns Projekt f&uuml;r globale Gerechtigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68243#h03\">Alarm wegen Corona-Mutation &ndash; dabei wissen wir &uuml;ber Virus-Variante wenig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68243#h04\">They Said Tax Cuts for the Rich Would Create Jobs. It Never Happened.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68243#h05\">Corona versch&auml;rft Arbeitsbedingungen: Knochenjob Paketzusteller <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68243#h06\">Neues B&uuml;ndnis Klinikrettung.de fordert sofortigen Stopp der Schlie&szlig;ungen von Krankenh&auml;usern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68243#h07\">Die Hartz-4-Hackerin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68243#h08\">Kampf gegen die Raubritter von heute<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68243#h09\">Flexibel in die Armut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68243#h10\">Lockdown-Politik ist endg&uuml;ltig gescheitert &ndash; das r&auml;cht sich bei Impfung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68243#h11\">COVID-19: Armut erh&ouml;ht Infektions- und Sterberisiko<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68243#h12\">Ex-Verfassungsrichter Papier: Bundestag h&auml;tte &uuml;ber Verteilung abstimmen m&uuml;ssen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68243#h13\">Auf dem Holzweg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68243#h14\">Populisten und Experten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68243#h15\">Verzicht muss man sich leisten k&ouml;nnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68243#h16\">Es geht dabei um &rsaquo;Targeted Killing&lsaquo;, gezieltes T&ouml;ten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68243#h17\">The CIA&rsquo;s Secret Global War Against the Left<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68243#h18\">Es geht nicht um ein paar wehleidige Kulturschaffende<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Bundestagsabgeordnete setzen sich f&uuml;r Julian Assange ein<\/strong><br>\nDer Kreis der Politikerinnen und Politiker, die Freiheit f&uuml;r den WikiLeaks-Gr&uuml;nder Julian Assange fordern, wird gr&ouml;&szlig;er. Nun gibt es seit Montag die Arbeitsgemeinschaft &bdquo;Freiheit f&uuml;r Julian Assange&ldquo;, der Abgeordnete fast aller im Bundestag vertretenen Parteien angeh&ouml;ren.<br>\n &bdquo;Wir haben diese Arbeitsgemeinschaft gegr&uuml;ndet aus der gro&szlig;en Sorge um das Leben des Journalisten und WikiLeaks-Gr&uuml;nders Julian Assange, der in kritischem Gesundheitszustand seit &uuml;ber anderthalb Jahren im britischen Hochsicherheitsgef&auml;ngnis Belmarsh in Isolationshaft sitzt und &uuml;ber dessen Auslieferung an die USA am 4. Januar 2021 entschieden wird&ldquo;, erkl&auml;rten die Bundestagsabgeordneten Sevim Dagdelen (Die Linke), Bijan Djir-Sarai (FDP), Frank Heinrich (CDU), Frank Schwabe (SPD) und Margit Stumpp (B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen).<br>\nMan wolle ein klares Zeichen f&uuml;r den Schutz der Meinungs- und Pressefreiheit setzen, die durch die drohende Auslieferung von Julian Assange gef&auml;hrdet sei. Die Abgeordneten wollen sich daf&uuml;r einsetzen, dass Assanges Auslieferung an die USA verhindert wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/bundestagsabgeordnete-setzen-sich-fuer-julian-assange-ein-li.127510\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Jeremy Corbyns Projekt f&uuml;r globale Gerechtigkeit<\/strong><br>\nDer ehemalige Labour-Vorsitzende Jeremy Corbyn hat am vergangenen Wochenende das Project for Peace and Justice ins Leben gerufen, das Forschung und Aktivismus zu den Themen f&ouml;rdern soll, f&uuml;r die er sich sein Leben lang stark gemacht hat. Das Projekt, das f&uuml;r den 17. Januar eine globale Konferenz angek&uuml;ndigt hat, verspricht Kampagnen gegen Krieg sowie konzertierten internationalen Aktionen gegen Klimawandel und soziale Ungleichheit eine Plattform zu bieten.<br>\nVor dem Start sprach Corbyn mit JACOBIN &uuml;ber die Krisen, denen sich die Menschheit gegenw&auml;rtig ausgesetzt sieht, &uuml;ber politische Hoffnungszeichen sowie dar&uuml;ber, wie sein Projekt die Anti-Kriegsbotschaft vorantreiben wird, f&uuml;r die er sich als Labour-Vorsitzender so vehement eingesetzt hat.<br>\nSeitdem Biden die Pr&auml;sidentschaftswahl f&uuml;r sich entschieden hat, spricht er davon, die &raquo;F&uuml;hrungsrolle&laquo; der USA in der Welt wiederherstellen zu wollen. Er hat angek&uuml;ndigt, dass er zum Pariser Klimaabkommen zur&uuml;ckkehren wird, doch er hat Trump auch daf&uuml;r kritisiert, die NATO vernachl&auml;ssigt zu haben und China gegen&uuml;ber nicht hart genug gewesen zu sein. Glaubst Du, dass sich die Biden-Regierung ernsthaft der Bek&auml;mpfung von Corona-Krise und Klimawandel zuwenden wird, oder geht es ihr einfach um eine Wiederherstellung der US-Hegemonie?<br>\nDie Lage ist ziemlich widerspr&uuml;chlich. Biden hat sich, auch noch nachdem er die Nominierung der Demokratischen Partei bereits gewonnen hatte, immer weiter von der Agenda von Bernie Sanders distanziert. Es ist zu begr&uuml;&szlig;en, dass er sich dem Pariser Abkommen wieder anschlie&szlig;en und sich st&auml;rker an den internationalen Bem&uuml;hungen gegen den Klimawandel beteiligen will &ndash; ohne die enge Einbindung der USA sowie Chinas und Indiens ist es so gut wie unm&ouml;glich, sich dem Ziel der Klimaneutralit&auml;t auch nur anzun&auml;hern.<br>\nMir bereitet es Sorgen, dass Biden vorhat, die amerikanische F&uuml;hrungsrolle im asiatisch-pazifischen Raum und in der NATO zu bekr&auml;ftigen. Er schl&auml;gt vor, den riesigen Verteidigungsetat der USA beizubehalten oder sogar noch zu erh&ouml;hen. Die britische Regierung hat bereits eine ganz erhebliche Erh&ouml;hung ihrer R&uuml;stungsausgaben angek&uuml;ndigt &ndash; und zugleich ihren Entwicklungshilfeetat unter das gesetzlich vereinbarte Mindestma&szlig; abgesenkt.<br>\nDie Covid-19-Krise hat gezeigt, dass echte Sicherheit nur dann zu gew&auml;hrleisten ist, wenn wir die gesundheitlichen Anliegen der gesamten Welt ernst nehmen. Stattdessen h&ouml;ren wir auf beiden Seiten des Atlantiks zunehmend eine Rhetorik, die an den Kalten Krieg erinnert, weshalb ich eine weitere Konfrontation zwischen der NATO und Russland f&uuml;r wahrscheinlich halte. Ich habe einiges an der russischen Regierung zu kritisieren &ndash; ich sehe die Situation dort realistisch. Aber es gibt keine sichere Zukunft f&uuml;r niemanden, solange sich die USA und Russland oder China weiter anfeinden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/jeremy-corbyn-interview-project-for-peace-and-justice\/\">Jacobin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Alarm wegen Corona-Mutation &ndash; dabei wissen wir &uuml;ber Virus-Variante wenig<\/strong><br>\n[&hellip;] irologe Christian Drosten warnt allerdings vor voreiliger Panik. So sei das Virus &bdquo;gar nicht so neu&ldquo;. Bereits seit Ende September breite es sich in England aus. Auch in Italien, Belgien, D&auml;nemark, den Niederlanden und Australien seien schon F&auml;lle nachgewiesen worden &ndash; das Virus dort anders als gerade in S&uuml;dostengland &bdquo;aber nicht hochgekocht&ldquo;, erl&auml;utert der Direktor des Instituts f&uuml;r Virologie an der Berliner Charit&eacute; im Gespr&auml;ch mit dem &bdquo;Deutschlandfunk&ldquo;.<br>\nAuch in Deutschland gebe es vermutlich schon Infektionen mit der Virusform, wenngleich sie hierzulande bisher nicht explizit nachgewiesen worden ist. In keinem dieser L&auml;nder habe sich das Virus bisher gro&szlig; vermehrt. [&hellip;]<br>\nDen schon jetzt etwa von Premierminister Boris Johnson verbreiteten Tenor, die Mutation sei in jedem Fall ansteckender als die bisher bekannte Variante, h&auml;lt Drosten auf Basis der bisher verf&uuml;gbaren Daten ebenfalls f&uuml;r fraglich. &bdquo;Die britischen Wissenschaftler haben eigentlich gesagt: Das k&ouml;nnte was sein, wir wissen es nicht, wir werden aber innerhalb von einer Woche schon entscheidende neue Informationen kriegen.&ldquo;<br>\nAuch die kommunizierten 70 Prozent, um die die Virus-Variante ansteckender sein soll als der Ursprungserreger, stellt der Charit&eacute;-Direktor in Frage.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/gesundheit\/news\/70-prozent-ansteckender-alarm-wegen-corona-mutation-dabei-wissen-wir-ueber-virus-variante-kaum-etwas_id_12798856.html\">Focus<\/a>\n<p>passend dazu: <strong>Ins Brexit-Streitthema Fischfang scheint Bewegung zu kommen<\/strong><br>\nGro&szlig;britannien soll der EU bei den Fangrechten nun doch entgegenkommen. Wie Medien berichten, haben die Briten ihre Forderungen deutlich heruntergeschraubt. Ob das reicht f&uuml;r einen Handelspakt, bleibt offen. [&hellip;]<br>\nSchon jetzt bahnt sich in Gro&szlig;britannien ein Reise- und Transportchaos an. In den vergangenen Tagen hatten sich auf der britischen Seite des Eurotunnels und vor den F&auml;hrverbindungen auf den Kontinent lange Lastwagenstaus aufgebaut &ndash; teils wegen des Weihnachtsfrachtverkehrs, teils aber auch wegen der Unsicherheit vor dem Brexit-Stichtag. Seit dem Wochenende kommt nun die Abschottung der EU vor dem mutierten und m&ouml;glicherweise besonders ansteckenden Coronavirus in Gro&szlig;britannien hinzu.<br>\nFrankreich und andere EU-Staaten haben die Grenzen zum Vereinigten K&ouml;nigreich geschlossen. Lastwagen k&ouml;nnen nicht mehr &uuml;ber den &Auml;rmelkanal setzen &ndash; wo sonst normalerweise in der Vorweihnachtszeit etwa 10.000 Lkw hin und her queren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/brexit-ins-streitthema-fischfang-scheint-bewegung-zu-kommen-a-da54e26c-884b-43de-82e7-cf8689ee56ae\">SPIEGEL<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Der ganze Trubel um die &bdquo;neue&ldquo; Mutation und die Einschr&auml;nkungen des Personen- und Warenverkehrs nach Gro&szlig;britannien kommen Boris Johnson sicher nicht ungelegen, kann er so doch das zu erwartende Chaos, das am 1. Januar eintreten wird, wenn Gro&szlig;britannien wahrscheinlich &bdquo;ohne Deal&ldquo; aus der Europ&auml;ischen Zollunion und dem Europ&auml;ischen Binnenmarkt aussteigen wird, auf die Corona-Pandemie schieben. Insofern ist der Verdacht, dass Gro&szlig;britannien die Mutation ein wenig hochspielt, durchaus eine rationale Vermutung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>They Said Tax Cuts for the Rich Would Create Jobs. It Never Happened.<\/strong><br>\nFor forty years, governments around the world have been cutting taxes on the rich, claiming that the result would be more jobs and higher incomes. A new study shows how catastrophically wrong that policy has been.<br>\nIn March 1988, UK chancellor Nigel Lawson tabled his famous &ldquo;tax reform budget.&rdquo; Though the Thatcherite offensive against social democracy had already been underway for years, the document was in some ways the ultimate summation of its political project &mdash; legislating a bonanza of tax cuts disproportionately benefiting the wealthiest people in Britain. Slashing corporation and inheritance taxes, the pi&egrave;ce de r&eacute;sistance was undoubtedly a cut in the top income tax rate from 60 percent to 40 percent. As the late G. A. Cohen once observed, the cut &ldquo;enlarged the net incomes of those whose incomes were already large, in comparison with the British average, and of course, in comparison with the income of Britain&rsquo;s poor.&rdquo;<br>\nThat wasn&rsquo;t how Lawson justified it, of course. &ldquo;Prudent financial policies,&rdquo; he argued during the budget&rsquo;s tabling, &ldquo;have given business and industry the confidence to expand, while supply side reforms have progressively removed the barriers to enterprise,&rdquo; before promising to introduce &ldquo;a number of measures designed to improve the performance of the economy still further, by changing the structure of taxation.&rdquo;<br>\nLawson&rsquo;s rhetoric was by no means isolated to Britain. By the late 1980s, states all over the world were embracing tax cuts as something of an economic panacea: the removal of a needless impediment to prosperity, individual freedom, and the proper functioning of markets. &ldquo;Economic performance,&rdquo; as Lawson and so many others implied, would quickly improve as capital was invested more efficiently and companies used their newly untaxed revenue to expand and increase employment in the process.<br>\nThese arguments have long been disputed, but a recently published study by the International Inequalities Institute at the London School of Economics offers new empirical evidence to strengthen the case. Drawing on data from eighteen OECD countries, authors David Hope and Julian Limberg use a metric of their own design to investigate the macroeconomic implications of tax cuts for the rich over a period of fifty years (1965&ndash;2015) &mdash; specifically in relation to income inequality, growth, and unemployment. Employing a comprehensive approach that includes various kinds of tax cuts, Hope and Limberg find that their major outcome has, predictably, been to increase the share of wealth owned by the richest 1 percent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jacobinmag.com\/2020\/12\/tax-cuts-rich-income-inequality-hope-limberg-study\">Jacobin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Corona versch&auml;rft Arbeitsbedingungen: Knochenjob Paketzusteller <\/strong><br>\nMorgens um 6 Uhr im Verteilzentrum von &ldquo;Go! Express und Logistics&rdquo; in Berlin: Paket um Paket, P&auml;ckchen um P&auml;ckchen finden ihren Weg auf das Verteilband und werden dann h&auml;ndisch in die wartenden Auslieferfahrzeuge gewuchtet.<br>\nDie Branche l&auml;uft vor Weihnachten immer unter Volllast &ndash; aber in diesem Jahr ist die Situation durch den Lockdown und die dadurch weiter steigende Nachfrage bei den Onlineh&auml;ndlern schon extrem.<br>\nRund vier Milliarden Paketsendungen d&uuml;rften dieses Jahr in Deutschland verteilt werden. Jetzt kurz vor Weihnachten sind es 21 Millionen pro Tag. Die Paketlieferbranche boomt. F&uuml;nf gro&szlig;e und tausende kleine Versanddienstleister mit mehreren Hunderttausend Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern leben davon. Es ist einerseits eine &ldquo;Jobmaschine&rdquo; auch f&uuml;r ungelernte Arbeitskr&auml;fte, die es sonst auf dem Arbeitsmarkt schwer haben. Doch andererseits ist es f&uuml;r Verteiler und Zusteller auch ein Knochenjob.<br>\nEiner von ihnen ist Patrick. Er arbeitet f&uuml;r einen gro&szlig;en deutschen Paketdienst, dessen Namen er nicht nennen m&ouml;chte. Auch seinen richtigen Namen und seinen Wohnort m&ouml;chte er nicht nennen. Gegen&uuml;ber dem ARD-Hauptstadtstudio beschreibt er teilweise beklemmende Zust&auml;nde: &ldquo;Das ist eine schwere Arbeit, manche Pakete wiegen 40 Kilo. Es sind viele Pakete, es ist viel Stress. Immer die Treppen rauf und runter. Stundenlang keine Pause und wenn ich mal austreten muss, dann uriniere ich in eine Flasche.&rdquo;<br>\nIn seinem Unternehmen, so Patrick, m&uuml;ssten die Fahrer die Pakete, die sie nicht schaffen, am n&auml;chsten Tag zus&auml;tzlich abliefern &ndash; und manchmal auch noch weitere 30, 40 Pakete zus&auml;tzlich &uuml;bernehmen, wenn Kollegen krank werden. Deren Lieferungen w&uuml;rden dann auf die anderen Fahrer verteilt.<br>\nZus&auml;tzlich erschwere die Pandemie die Arbeit: &ldquo;Ich mache mir Sorgen wegen Corona. Ich muss manchmal 250 Pakete am Tag schaffen und da treffe ich mindestens 200 Kunden. Das ist durchaus gef&auml;hrlich f&uuml;r mich. Und ich habe ja auch noch meine Frau und die beiden Kinder.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/paketzusteller-arbeitsbedingungen-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Neues B&uuml;ndnis Klinikrettung.de fordert sofortigen Stopp der Schlie&szlig;ungen von Krankenh&auml;usern<\/strong><br>\nZiel des B&uuml;ndnisses ist es, den sofortigen Stopp von Schlie&szlig;ungen von Krankenh&auml;usern zu bewirken. In Deutschland werden zum Jahresende zwanzig Krankenh&auml;user geschlossen sein, doppelt so viele wie im Durchschnitt der letzten Jahre. Betroffen sind im Corona-Jahr 2.144 Betten und circa 4.000 Stellen.<br>\nDazu Laura Valentukeviciute, Vorstand von Gemeingut in B&uuml;rgerInnenhand:<br>\n &bdquo;Das B&uuml;ndnis Klinikrettung hat sich gegr&uuml;ndet, um klar machen: Die Menschen in Deutschland brauchen wohnortnahe station&auml;re Versorgung. Durch die aktuelle Politik gibt es immer weniger Kliniken. Aber es gibt nicht weniger Kranke. Im Gegenteil: Aktuell f&uuml;llen sich die Intensivstationen mit be&auml;ngstigendem Tempo.&ldquo;<br>\nKlaus Emmerich, Klinikvorstand i.R. und aktiv im B&uuml;ndnis Klinikrettung, f&uuml;hrt aus:<br>\n&bdquo;&Ouml;stlich der Metropolregion N&uuml;rnberg schlossen seit 2004 zehn von 34 Krankenh&auml;usern, vier allein im Jahr 2020, drei seit Ausbruch der Corona-Pandemie. Es ist Wahnsinn, dass das Krankenhaus Vohenstrau&szlig; im M&auml;rz und April noch Corona-Patienten intensivmedizinisch betreute, im zweiten Lockdown aber nicht mehr zur Verf&uuml;gung steht.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.gemeingut.org\/neues-buendnis-klinikrettung-de-fordert-sofortigen-stopp-der-schliessungen-von-krankenhaeusern\/\">Gemeingut in B&uuml;rgerInnenhand<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die Hartz-4-Hackerin<\/strong><br>\nDas Schreiben des Jobcenters kommt am 20. des Monats: Leistungseinstellung, das war&rsquo;s, Ende. Am 28. h&auml;tte das Amt eigentlich 424 Euro &uuml;berweisen sollen. Stattdessen wird kein Geld kommen. Warum? Was ist mit Miete, Essen und Trinken? Panik.<br>\nKnapp zehn Prozent aller Menschen, die Hartz 4 beziehen, werden jedes Jahr sanktioniert. Oft wird das Geld gek&uuml;rzt, manchmal komplett gestrichen. Gr&uuml;nde gibt es viele, oft sind es Missverst&auml;ndnisse, oft geht es schnell: Die alleinerziehende Mutter verpasst einen Termin bei der Arbeitsagentur, weil das Kind krank ist. Die Selbstst&auml;ndige ist &uuml;berfordert, der Langzeitarbeitslose hat den &Uuml;berblick verloren &ndash; und die finanzielle Absicherung bricht weg.<br>\nHartz-4-Sanktionen; ein Leben mit dem Minimum, ein Leben in Angst, dass selbst das nicht reicht. Das darf so nicht sein, findet Helena Steinhaus. Die 32-J&auml;hrige hat eine Vision: Sie will das Sozialsystem hacken. Den Druck nehmen, fairer machen. Anreize statt Zwang.<br>\nMit dem Verein Sanktionsfrei unterst&uuml;tzt sie Hartz-4-Empf&auml;nger, wenn das Jobcenter den Regelsatz k&uuml;rzt oder streicht. &bdquo;Wir leisten erste Hilfe.&ldquo; Die Anw&auml;lte des Vereins legen Widerspruch gegen die Bescheide der Beh&ouml;rde ein. Und Steinhaus will noch mehr: Die Sanktionen so vieler Menschen wie m&ouml;glich ausgleichen. Ist gen&uuml;gend Geld im Solidartopf, flie&szlig;t das gek&uuml;rzte oder gestrichene Geld vom Konto des Vereins auf das Konto der Betroffenen &ndash; schnell und unb&uuml;rokratisch, ohne Bedingungen, ohne bohrende Fragen.<br>\nDie Idee dahinter: Die Unterst&uuml;tzung von Sanktionsfrei nimmt Druck, gibt Halt und das Gef&uuml;hl, wertgesch&auml;tzt zu werden. &bdquo;Sanktionen bedeuten immer existenzielle Probleme&ldquo;, sagt Steinhaus. Schon eine K&uuml;rzung um zehn Prozent sei bei nur 424 Euro ein riesiges Problem.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/zukunft\/storys\/arm_reich\/hartz-4-hackerin-helena-steinhaus-kaempft-gegen-sanktionen-13120668.html\">FR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Kampf gegen die Raubritter von heute<\/strong><br>\nDie Welt tritt in eine &Auml;ra enormer Ver&auml;nderungen ein, die durch unsere kollektive Reaktion auf die durch die Pandemie verursachten menschlichen und wirtschaftlichen Verw&uuml;stungen bestimmt wird. W&auml;hrend sich Covid-19 &uuml;ber die gesamte Welt ausbreitet, m&uuml;ssen progressive Kr&auml;fte, denen noch an einer Politik des Gemeinwohls und an der W&uuml;rde der Arbeit liegt, den Aufstieg von Amazon an die Spitze einer beinharten Wirtschaft als Aufruf zum Handeln betrachten.<br>\nAls in der Krise nicht systemrelevante Gesch&auml;fte schlie&szlig;en mussten, konnte Amazon seinen Marktwert auf &uuml;ber 1,5 Billionen US-Dollar fast verdoppeln; der Gewinn stieg im dritten Quartal gegen&uuml;ber dem Vorjahr um 200 Prozent. Allein in den Vereinigten Staaten wird Amazon voraussichtlich von jedem Dollar, der in der Weihnachtszeit ausgegeben wird, satte 42 Cent einstreichen. Jeff Bezos, schon zuvor der reichste Mann der Welt, ist noch reicher geworden und baut sein Imperium in nie dagewesenem Umfang aus.<br>\nDas Arbeitstempo in den Amazon-Warenlagern ist seit jeher brutal und gnadenlos, Arbeitsunf&auml;lle kommen deutlich h&auml;ufiger vor als in vergleichbaren Unternehmen. Doch seit die Kunden mit Beginn der Covid-19-Krise den E-Commerce st&auml;rker nutzen, haben sich die Bedingungen noch weiter verschlechtert. Mit steigendem Auftragsvolumen waren Abstand und H&auml;ndehygiene offenbar nicht mehr mit den Umsatzzielen vereinbar.<br>\nIn einigen europ&auml;ischen L&auml;ndern konnten sich die Gewerkschaften gegen das Gebaren des Unternehmens zur Wehr setzen, doch in L&auml;ndern wie den USA, wo der Konzern einen konsequent gewerkschaftsfeindlichen Kurs f&auml;hrt, wurden Besch&auml;ftigte, die mehr Sicherheit anmahnten, kurzerhand entlassen. Der gr&ouml;&szlig;te Profiteur der Coronakrise feuert lieber Besch&auml;ftigte und macht Kritiker mundtot, als Probleme zu l&ouml;sen und mit den Sozialpartnern zu verhandeln.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ipg-journal.de\/regionen\/global\/artikel\/die-macht-von-amazon-4874\/\">IPG<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Flexibel in die Armut<\/strong><br>\nIn den kommenden Tagen ver&ouml;ffentlicht die &raquo;Ethecon-Stiftung Ethik und &Ouml;konomie&laquo; auf ihrer Website ein Dossier &uuml;ber Amazon anl&auml;sslich der Verleihung des Negativpreises &raquo;Dead Planet Award 2020&laquo; an den Konzernchef Jeffrey Bezos. Wir ver&ouml;ffentlichen daraus vorab einen Ausschnitt &uuml;ber die Ausbeutungsmethoden des Versandh&auml;ndlers und danken der Stiftung und ihrem Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Niklas Hoves f&uuml;r die freundliche Genehmigung zum Abdruck.<br>\nSeit den 1990er Jahren lagern viele gro&szlig;e Unternehmen wachsende Teile ihrer Arbeit an Fremdunternehmen mit geringeren Lohnkosten aus, was als &raquo;Outsourcing&laquo; bekannt ist. Amazon spitzte diese verst&auml;rkte Form der Ausbeutung weiter zu und verlagerte Teile seiner Entwicklungskosten online an einen Schwarm (&raquo;Crowdsourcing&laquo;) von Subunternehmen in Niedriglohnl&auml;ndern, selbstausbeuterische Startup-Unternehmen und selbst an freiwillige, v&ouml;llig unbezahlte private Internetnutzer.<br>\nDas gelang Amazon mit einer Plattform namens &raquo;Mechanical Turk&laquo; (M-Turk). Diese wurde als Entwicklungsplattform zur Abarbeitung von &raquo;Human Intelligence Tasks&laquo; (HITs, Programmieraufgaben) Ende 2005 ins Leben gerufen und erfreute sich innerhalb k&uuml;rzester Zeit einer rasch ansteigenden Beachtung in der Entwicklerszene. Mit Hilfe von k&uuml;nstlicher Intelligenz erledigen nicht etwa Maschinen die Aufgaben von Menschen, sondern Menschen arbeiten ihnen von Computern gestellte Aufgaben ab. Amazon f&uuml;hrte so eine digitale Tagel&ouml;hnerei ein und kombinierte finsterste Arbeitsbedingungen mit elektronischer Komplett&uuml;berwachung. Amazon verkauft online Mikrojobs f&uuml;r Cent-Betr&auml;ge. Das bedeutet Arbeit auf Zuruf, f&uuml;r Hungerlohn, auf eigenes Risiko und ohne jegliche soziale Absicherung.<br>\nEinen gro&szlig;en Teil seiner digitalen Tagel&ouml;hner, die sich selbst als &raquo;Turker&laquo; bezeichnen, setzt Amazon in der Eigenwerbung und Marktmanipulation ein: &raquo;Einer Umfrage unter Turkern zufolge w&uuml;rden sie &uuml;ber 40 Prozent der angebotenen Arbeitsauftr&auml;ge im weitesten Sinne als &rsaquo;Spam&lsaquo; klassifizieren. Das umfasst das Einrichten von Fake-Accounts f&uuml;r E-Mail, Twitter, Facebook oder andere Webseiten, Captchas l&ouml;sen, gef&auml;lschte Bewertungen f&uuml;r Produkte schreiben, Likes f&uuml;r Artikel und Videos verteilen. Alles geturkt&laquo;. So manipuliert Amazon die &Ouml;ffentlichkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/392942.ausbeutung-bei-amazon-flexibel-in-die-armut.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Lockdown-Politik ist endg&uuml;ltig gescheitert &ndash; das r&auml;cht sich bei Impfung<\/strong><br>\nDeutschland ist im Lockdown &ndash; schon wieder. W&auml;hrend die Politik im Sommer noch bezweifelt hatte, dass es jemals wieder so weit kommen w&uuml;rde, hat Infektiologe Matthias Schrappe genau das vorhergesagt. Seit Monaten fordert er einen Strategiewechsel bei der Pandemiebek&auml;mpfung. (&hellip;)<br>\nMatthias Schrappe: Tats&auml;chlich haben wir die Entwicklung komplett richtig vorhergesagt, das ist aus meiner Sicht auch keine Zauberei gewesen. Aber deswegen verf&auml;llt jetzt niemand in Selbstzufriedenheit. Die weiter hohen Infektionszahlen zeigen jedoch, dass die Strategie allein darauf zu setzen, Kontakte zu beschr&auml;nken und nachzuverfolgen, gescheitert ist und ein Strategiewechsel unvermeidlich ist. Mit einem Lockdown k&ouml;nnen Sie die Zunahme bei den Fallzahlen zwar kurzfristig eind&auml;mmen, Sie gewinnen Zeit, aber Sie k&ouml;nnen die Pandemie damit nicht gezielt steuern. Wenn wir nicht endlich auch das zweite Bein einer sinnvollen Pandemie-Politik ber&uuml;cksichtigen, dann werden die Fallzahlen, sobald die Beschr&auml;nkungen gelockert werden, wieder hochgehen.<br>\nWorin besteht dieses zweite Bein bei der Pandemiebek&auml;mpfung?<br>\nSchrappe: Wir d&uuml;rfen den Schutz der besonders verletzlichen Bev&ouml;lkerungsgruppen nicht weiter missachten. Der jetzige Lockdown ist eine Konsequenz aus der einseitigen Politik der Bundesregierung, die nur auf die Beschr&auml;nkung und Nachverfolgung von Kontakten setzt. Die Pr&auml;ventionsstrategie bei Infektionskrankheiten muss aber immer auf zwei Beinen aufbauen: Das erste ist nat&uuml;rlich die Kontaktbeschr&auml;nkung und -nachverfolgung. Aber es geht zweitens immer auch um einen gezielten Schutz der besonders Schutzbed&uuml;rftigen. Wenn es in der Klinik einen Ausbruch eines gef&auml;hrlichen Krankenhauskeims gibt, dann bek&auml;mpft man das auch mit Beschr&auml;nkungen, aber gleichzeitig werden besonders Gef&auml;hrdete, wie zum Beispiel Krebspatienten w&auml;hrend einer Chemo, sofort aus der Schusslinie genommen und gesondert darauf geachtet, dass sie sich nicht anstecken. Das ist das kleine Einmaleins der Epidemiologie. Und das sagen wir seit April. Die Bundesregierung ist darauf nur seither noch nie eingegangen. Auf einem Bein steht man aber eben &auml;u&szlig;erst wacklig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/gesundheit\/news\/matthias-schrappe-im-focus-online-interview-medizin-professor-lockdown-politik-ist-endgueltig-gescheitert-das-raecht-sich-bei-impfung_id_12780854.html%20\">Focus Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>COVID-19: Armut erh&ouml;ht Infektions- und Sterberisiko<\/strong><br>\nMenschen aus &auml;rmeren Wohnorten haben sich w&auml;hrend der ersten Erkrankungswelle in Schottland h&auml;ufiger mit SARS-CoV-2 infiziert und das Sterberisiko auf Intensivstation war laut einer Studie in Lancet Regional Health &ndash; Europe (2020; DOI: 10.1016\/j.lanepe.2020.100005) doppelt so hoch wie in den reicheren Gegenden, was nicht nur auf einen Mangel an Intensivbetten zur&uuml;ckzuf&uuml;hren war.<br>\nArmutsforschung hat in Gro&szlig;britannien Tradition. Die Statistikbeh&ouml;rden ver&ouml;ffentlichen regelm&auml;&szlig;ig einen Index, der das Ausma&szlig; der Deprivation durch die Parameter Einkommen, Besch&auml;ftigung, Gesundheit, Bildung, Qualifikation und Ausbildung, Haushaltsgr&ouml;&szlig;e, Infrastruktur und Kriminalit&auml;t misst. Nazir Lone von der Universit&auml;t Edinburgh hat den &bdquo;Scottish Index of Multiple Deprivation&ldquo; jetzt mit der H&auml;ufigkeit vom intensivmedizinischen Behandlungen und der Mortalit&auml;t in Beziehung gesetzt.<br>\nBis zum 20. Juni wurden in ganz Schottland 735 Patienten mit COVID-19 auf Intensivstationen behandelt. Davon stammten 24,9 % aus den Quintil mit dem h&ouml;chsten Deprivations-Index, verglichen mit 13,6 % aus dem Quintil aus den am wenigsten benachteiligten Gegenden.<br>\nEin Grund f&uuml;r das erh&ouml;hte Erkrankungsrisiko d&uuml;rften die h&auml;ufigeren kardiovaskul&auml;ren Risikofaktoren der Bewohner &auml;rmerer Gegenden sein. Die Intensivpatienten aus den &auml;rmeren Regionen litten h&auml;ufiger unter Diabetes (15,3 versus 9,0 %) und unter Atemwegserkrankungen (13,1 % versus 4,0 %). Ingesamt 15,3 % (versus 7,0 %) wiesen 2 oder mehr Begleiterkrankungen auf, die bei einer Infektion mit SARS-CoV-2 das Erkrankungsrisiko erh&ouml;hen.<br>\nEin weiterer Grund f&uuml;r das h&ouml;here Erkrankungsrisiko k&ouml;nnten die beengten Lebensverh&auml;ltnisse sein, die es erschweren, die notwendige Distanz zu potenziell erkrankten Menschen zu wahren. Menschen aus &auml;rmeren Gegenden nutzen h&auml;ufiger &ouml;ffentliche Verkehrsmittel und k&ouml;nnen sich seltener ins Home-Office zur&uuml;ckziehen, weil sie &ouml;fter manuellen Arbeiten nachgehen. Lone konnte den Beitrag dieser Faktoren zum Erkrankungsrisiko allerdings nicht untersuchen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.aerzteblatt.de\/nachrichten\/119426\/COVID-19-Armut-erhoeht-Infektions-und-Sterberisiko\">&Auml;rzteblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> In Deutschland d&uuml;rfte die Situation nicht wesentlich besser sein. Dazu gibt es aber keine Untersuchungen und keine aufgeregten Artikel in den Mainstreammedien, wohl auch weil den im gem&uuml;tlichen Home Office sitzenden &bdquo;Qualit&auml;tsjournalisten&ldquo; jede Vorstellung und jedes Verst&auml;ndnis f&uuml;r die Lage der unteren Klassen fehlt. Soviel auch zur immer wieder angef&uuml;hrten Behauptung alle &bdquo;Ma&szlig;nahmen&ldquo; dienten nur dem Gesundheitsschutz der Bev&ouml;lkerung. H&auml;tte die politische Elite wirklich Interesse an einem umfassenden Gesundheitsschutz der Bev&ouml;lkerung, dann m&uuml;sste sie nicht nur f&uuml;r ein gut ausgebautes &ouml;ffentliches Gesundheitssystem sorgen, sondern auch etwas gegen Armut und prek&auml;re Lebensverh&auml;ltnisse unternehmen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Ex-Verfassungsrichter Papier: Bundestag h&auml;tte &uuml;ber Verteilung abstimmen m&uuml;ssen<\/strong><br>\nAm 27. Dezember soll in Deutschland mit den Impfungen gegen Covid-19 begonnen werden. Dar&uuml;ber, wer zuerst geimpft werden darf, hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn eine Verordnung unterzeichnet. Doch die Unterschrift des CDU-Politikers reicht nach Ansicht des fr&uuml;heren Pr&auml;sidenten des Bundesverfassungsgerichts, Hans-J&uuml;rgen Papier, nicht aus, um eine so weitreichende Regelung zu treffen.<br>\n&raquo;Die grunds&auml;tzliche Entscheidung, nach welchen Kriterien die f&uuml;r den Schutz des Lebens und der Gesundheit zurzeit nur begrenzt zur Verf&uuml;gung stehenden Behandlungen erm&ouml;glicht werden, ist so wesentlich f&uuml;r den verfassungsrechtlich geforderten Schutz des Lebens und der Gesundheit gleichberechtigt f&uuml;r jedermann, dass diese nicht dem alleinigen Ermessen der Regierung oder des Ministers &uuml;berantwortet sein kann&laquo;, sagte Papier den Zeitungen der Funke Mediengruppe.<br>\nPapier mahnte nun, nur das vom Volk unmittelbar gew&auml;hlte Parlament verf&uuml;ge &uuml;ber die f&uuml;r solch schicksalhafte Entscheidungen wie die Priorisierung des Impfstoffs notwendige demokratische Legitimation. Ob und nach welchen allgemeinen Kriterien einzelne Personengruppen bei der m&ouml;glicherweise lebensrettenden Impfung bevorzugt w&uuml;rden, m&uuml;sse &raquo;der parlamentarische Gesetzgeber selbst treffen&laquo;. Dies gelte jedenfalls dann, wenn Impfungen &raquo;f&uuml;r eine erhebliche Zeit nicht allen impfwilligen Personen zur Verf&uuml;gung stehen&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/gesellschaft\/corona-impfstoff-bundestag-haette-laut-hans-juergen-papier-ueber-impfreihenfolge-abstimmen-muessen-a-9f07eab9-1969-4ad4-bf1c-ed53023742d8\">Spiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Auf dem Holzweg<\/strong><br>\nWeil Holz als klimafreundlicher, erneuerbarer Rohstoff gilt, ist der Verbrauch in der EU stark angestiegen. Europas W&auml;lder speichern deshalb sehr viel weniger CO2, als sie k&ouml;nnten. [&hellip;]<br>\nGenau das ist geschehen. Der mit Abstand gr&ouml;&szlig;te Anteil an den erneuerbaren Energien in der EU &ndash; n&auml;mlich fast zwei Drittel &ndash; macht inzwischen die Biomasse aus, die H&auml;lfte davon Holz. Dagegen kommen Wind, Sonne, Geothermie sowie Gezeiten- und Wellenkraftwerke zusammen nur auf 21 Prozent, Wasserkraft auf 14 Prozent.<br>\nDie Energiewende in Europa &ndash; und weltweit &ndash; wird damit nicht zuletzt durch das Verfeuern von Holz, Abf&auml;llen und Biokraftstoffen angetrieben.<br>\nDoch die Nutzung von Holz ist keineswegs so klimafreundlich, wie vielfach angenommen wird. Wird Holz verbrannt, wird zwar nur das CO2 freigesetzt, das der Baum zuvor aufgenommen hat. Ein CO2-neutraler Energietr&auml;ger ist Holz dennoch nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.klimareporter.de\/erdsystem\/auf-dem-holzweg\">Klimareporter<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Populisten und Experten<\/strong><br>\nDie eigentliche politische Krise in diesem Seuchenjahr liege, so hei&szlig;t es oft, in der hartn&auml;ckigen Weigerung gew&ouml;hnlicher US-Amerikaner, die Autorit&auml;t von Experten anzuerkennen. Da w&uuml;tet eine Pandemie &ndash; und die Massen toben im Schwimmbad herum. Sie plappern dumme Verschw&ouml;rungstheorien nach, verbreiten zweifelhafte medizinische Empfehlungen &uuml;ber soziale Medien, machen ihre Besorgungen ohne Maske, feiern auf der Stra&szlig;e. Und dann der Idiot von einem Pr&auml;sidenten, der den Rat seiner Fachleute in den Wind schl&auml;gt, jeden au&szlig;er sich selbst f&uuml;r die Katastrophe verantwortlich macht und eine Behandlung mit Desinfektionsmittel empfiehlt.<br>\nDieser fundamentale Konflikt zwischen Ignoranten und Aufgekl&auml;rten ist schon seit Jahren ein Leitmotiv der Politik in den USA. Liberale, so glauben wir, seien der objektiven Wirklichkeit n&auml;her, sie h&ouml;ren auf das, was hochdekorierte Wissenschaftler sagen. Republikaner dagegen lebten in einer Welt der Mythen und Fabeln, in der die Wahrheit nichts gilt. Der Klub unserer Meinungsmacher verteilt entsprechende Punkte: Wir sind die Schlauen, die anderen die Dummen.<br>\nDie Pandemie hat dem Konflikt eine nie dagewesene Dringlichkeit verliehen. Vern&uuml;nftige Amerikaner erkl&auml;ren feierlich ihren ewigen und unbeirrbaren Glauben an die Wissenschaft, und f&uuml;hrende Politiker der Demokraten mahnen unser heimgesuchtes Land, die Erkenntnisse medizinischer Spezialisten so zu beherzigen, als w&auml;ren sie das Wort Gottes.<br>\nUnsere &bdquo;Vordenker&ldquo; haben auch eine Theorie zum Verst&auml;ndnis von ignorantem, krankheitsf&ouml;rderndem Verhalten entwickelt: Die Menschen, die ein solches an den Tag legten, seien nicht einfach dumm, sondern einer ausgefeilten Philosophie des Anti-Expertentums namens Populismus aufgesessen. Deren Vertreter &ndash; die Populisten &ndash; seien ungebildete Idioten, die Gebildete verachten und Fachkundige verh&ouml;hnen. Sie glaubten an Vorahnungen statt an Gelehrsamkeit, sie w&uuml;rden den Rat der &Auml;rzteschaft missachten, sie priesen die Weisheit des P&ouml;bels und seien allesamt Rassisten. Der Populismus sei der Feind der Wissenschaft, im Krieg mit dem gesunden Menschenverstand; ein Wegbereiter f&uuml;r Krankheiten, wenn nicht gar die Krankheit selbst. (&hellip;)<br>\nDoch: Der Grund unseres verheerenden Versagens bei der Bek&auml;mpfung des Coronavirus liegt zuallererst nicht in der au&szlig;erordentlichen Dummheit Donald Trumps &ndash; auch wenn diese durchaus eine Rolle gespielt hat &ndash;, sondern in unserem Gesundheitssystem, dem die Gesundheit der Bev&ouml;lkerung gleichg&uuml;ltig ist und das medizinische Versorgung als Luxusgut behandelt. Es treibt Menschen mit den Kosten f&uuml;r eine ganz normale Behandlung in den Ruin, verweigert ihnen den Zugang, wenn sie nicht versichert sind, und entzieht ihnen die Versicherung, wenn sie ihren Arbeitsplatz verlieren &ndash; und Millionen verlieren durch die Pandemie gerade ihren Job.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/monde-diplomatique.de\/artikel\/!5710493\">Le Monde Diplomatique<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Verzicht muss man sich leisten k&ouml;nnen<\/strong><br>\nNachhaltig kaufen, wenig Menschen treffen, nicht reisen: Verzicht scheint gerade in Coronazeiten geboten. Doch man muss ihn sich leisten k&ouml;nnen, sagt die Autorin Anna Mayr. Der Verzicht der Armen werde nicht anerkannt. &Uuml;ber sie r&uuml;mpfe man die Nase.<br>\nLiane von Billerbeck: Vor Weihnachten mehren sich seit einigen Jahren die Aufrufe zum Konsumverzicht, f&uuml;r Klimaschutz, M&uuml;llvermeidung und neuen Minimalismus. In diesem Jahr sind wir au&szlig;erdem noch alle zum Ma&szlig;halten aufgerufen und dazu, uns mit m&ouml;glichst wenig Menschen zu treffen, um die anderen zu sch&uuml;tzen. Nur manchmal geraten diese Verzichtsaufrufe schnell von oben herab.<br>\nMeine Gespr&auml;chspartnerin kommt aus einer Ruhrgebietsfamilie, die hatte kein Auto, eine kleine Wohnung, hat wenig gekauft und ist nicht gereist, und ihr &ouml;kologischer Fu&szlig;abdruck muss sehr gut gewesen sein. Nur wurde sie daf&uuml;r nicht gelobt, obwohl permanent verzichtet wurde, weil man arm war. Fragen wir uns: Ist diese Debatte ums Verzichten nicht verdammt exklusiv?<br>\nDar&uuml;ber will ich jetzt reden mit Anna Mayr. Sie ist Journalistin im Hauptstadtb&uuml;ro der &bdquo;Zeit&ldquo;, hat ein viel beachtetes Buch geschrieben, das sie &bdquo;Die Elenden&ldquo; genannt hat, und darin kritisiert sie auch den Umgang mit sozial Schwachen.<br>\nSie sind selbst mit Hartz IV ausgewachsen, Verzicht war also alles andere als fremd, sondern begann buchst&auml;blich mit dem t&auml;glich Brot. Wann ist Ihnen eigentlich zum ersten Mal aufgefallen, dass Sie anders als andere Leute nie daf&uuml;r gelobt wurden, dass Sie quasi permanent verzichten mussten?<br>\nMayr: Das ist eine gute Frage. Ich glaube, zum ersten Mal &Auml;rger bekommen wegen des Verzichts hab ich in der siebten Klasse. Da erinnere ich mich an eine Schulaufgabe, wo wir angeben sollten, was der Unterschied zwischen &bdquo;brauchen&ldquo; und &bdquo;w&uuml;nschen&ldquo; ist, und ich hab bei brauchen hingeschrieben: neue Schuhe, weil ich die wirklich gebraucht h&auml;tte, weil ich eben kein Paar mehr hatte. Das hatte ein Loch. Und die Lehrerin sagte daraufhin, nein, nein, das ist, was du dir w&uuml;nschst, weil quasi dieser Unterschied gar nicht vorstellbar war, dieses, was sich jemand, der arm ist, tats&auml;chlich auf die Brauchen-Liste schreibt.<br>\nvon Billerbeck: Das hei&szlig;t, das waren nicht die gelben Schuhe, die man als 397. Paar brauchte, sondern das eine Paar.<br>\nMayr: Genau. Was nat&uuml;rlich total nachhaltig ist, w&uuml;rde man aus heutiger Perspektive sagen, nur ein Paar Schuhe zu besitzen und das aufzutragen, bis es kaputt ist. Das machen arme Leute jeden Tag, gilt aber in unserer Gesellschaft nur als gut, wenn man dann ein Paar 400-Euro-Schuhe kauft aus nachhaltigem Leder oder vegan oder was wei&szlig; ich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/armut-und-konsumkritik-verzicht-muss-man-sich-leisten.1008.de.html?dram:article_id=489535\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Es geht dabei um &rsaquo;Targeted Killing&lsaquo;, gezieltes T&ouml;ten<\/strong><br>\nKampfdrohnen dienen nicht dem Schutz von Soldatenleben. Brisantes Thema lediglich vertagt. Ein Gespr&auml;ch mit Florian D. Pfaff<br>\nDie SPD-Bundestagsfraktion hat sich in der vergangenen Woche daf&uuml;r ausgesprochen, die Entscheidung &uuml;ber die Anschaffung bewaffneter Drohnen zu vertagen, und sie somit vorerst verhindert. Sind Sie erfreut &uuml;ber diesen Beschluss?<br>\nWir haben an dem Verzicht auf Kampfdrohnen ja flei&szlig;ig mitgewirkt. Ganz gl&uuml;cklich sind wir trotzdem nicht, weil das taktische Man&ouml;ver, ein brisantes Thema vor der Wahl im kommenden Jahr nicht zu diskutieren, keine L&ouml;sung darstellt.<br>\nWie kommt es, dass sich ein Zusammenschluss aktiver und ehemaliger Angeh&ouml;riger der Bundeswehr wie das &raquo;Darmst&auml;dter Signal&laquo; gegen die Anschaffung von Drohnen ausspricht?<br>\nDas &raquo;Darmst&auml;dter Signal&laquo; besteht aus einem Arbeits- und einem F&ouml;rderkreis. Beide Kreise engagieren sich &ndash; auf ihre Weise &ndash; f&uuml;r eine erfolgreiche und wirksame Sicherheitspolitik. Zu unserem Arbeitskreis laden wir alle ein, die in der Bundeswehr sind oder waren, sofern sie den Mut aufbringen, sich ohne Tabus zu informieren und vorurteilsfrei zu diskutieren. Der F&ouml;rderkreis unterst&uuml;tzt. Dem kann jeder beitreten. Das Problem sind nicht fehlende Drohnen. Das Geld daf&uuml;r k&ouml;nnte besser investiert werden.<br>\nAber es wird doch von den Drohnenbef&uuml;rwortern stets angef&uuml;hrt, dass diese das Leben von Soldaten sch&uuml;tzen w&uuml;rden?<br>\nDas ist nicht ihr Zweck. Das sind ja keine &raquo;Schutzdrohnen&laquo;. Um die Truppe gegen Angreifer im Kampf zu sch&uuml;tzen, gibt es bereits Drohnen, die die Position des Gegners aufkl&auml;ren. Bek&auml;mpfen kann man den Feind dann abh&auml;ngig davon, wie weit die eigenen Waffen reichen. Bei Kampfdrohnen geht es um &raquo;Targeted Killing&laquo;, also gezieltes T&ouml;ten, ohne dass sich dort eigene Truppen aufhalten.<br>\nUnsere Politiker haben ja auch behauptet, sie wollten uns vor Terror sch&uuml;tzen, und haben trotzdem an der Erschaffung von Al-Qaida mitgewirkt. Das Argument des Schutzes ist offenbar f&uuml;r unsere &Ouml;ffentlichkeit gedacht, damit die nicht murrt, wenn die milit&auml;rischen F&auml;higkeiten um das T&ouml;ten fernab eigener Truppen erweitert werden sollen. Die Aussage, Soldaten sch&uuml;tzen zu wollen, ist besonders deshalb verlogen, weil man sie gar nicht erst in kontraproduktive, rechtswidrige und lebensgef&auml;hrliche Angriffskriege schicken d&uuml;rfte, wenn man um sie besorgt w&auml;re. Die Bereitschaft zu sinnloser Gef&auml;hrdung von Soldatenleben widerlegt alle vorgeschobenen F&uuml;rsorgeargumente.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/393082.kampfdrohnen-f%C3%BCr-die-bundeswehr-es-geht-dabei-um-targeted-killing-gezieltes-t%C3%B6ten.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>The CIA&rsquo;s Secret Global War Against the Left<\/strong><br>\nForty-five years ago, under a cloak of secrecy, Operation Condor was officially launched: a global campaign of violent repression against the Latin American left by the region&rsquo;s quasi-fascist military dictatorships. The US government not only knew about the program &mdash; it helped to engineer it.<br>\nIn Buenos Aires, a former Chilean general returns home, opens his garage door, and is blasted thirteen feet in the air when his car explodes, incinerating his wife. A conservative opponent of the country&rsquo;s military dictatorship and his wife take an afternoon walk on the streets of Rome and are swiftly gunned down. On a rainy autumn morning, a car blows up in the middle of Washington, DC&rsquo;s Embassy Row, killing two of the three inside: a leader of Chile&rsquo;s opposition in exile and his newlywed American friend.<br>\nThese were just some of the most prized scalps claimed by Operation Condor, officially inaugurated forty-five years and two days ago. With South America in the grip of military dictatorships and rocked by the same kinds of social and political movements that were demanding change all over the world in the 1960s and &rsquo;70s, a handful of the continent&rsquo;s governments made a pact to work together to roll back the rising tide of &ldquo;subversives&rdquo; and &ldquo;terrorists.&rdquo;<br>\nWhat followed was a secret, global campaign of violent repression that spanned not just countries, but continents, and featured everything from abduction and torture to murder. To say it was known about by the US government, which backed these regimes, is an understatement: though even this simple fact was denied at the time, years of investigations and document releases since then mean that we now know the CIA and top-ranking US officials supported, laid the groundwork for, and were even directly involved in Condor&rsquo;s crimes.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jacobinmag.com\/2020\/11\/operation-condor-cia-latin-america-repression-torture\">Jacobin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Es geht nicht um ein paar wehleidige Kulturschaffende<\/strong><br>\nW&uuml;rden Albert Einstein und Hannah Arendt heute wegen ihrer Kritik an Israel als Antisemiten diffamiert? Wir wissen es nicht. Nun k&ouml;nnen kontrafaktische Behauptungen nicht wahr oder falsch sein, sondern nur mehr oder weniger plausibel. Ist die Behauptung plausibel? Susan Neiman, die in dieser Zeitung f&uuml;r diese &Auml;u&szlig;erung harsch kritisiert wurde, hat die beiden prominenten j&uuml;dischen Deutschen ins Feld gef&uuml;hrt, um auf einen Sachverhalt aufmerksam zu machen, der Anlass zur Besorgnis geben sollte.<br>\nDiese Besorgnis haben eine Reihe von Kultur- und Wissenschaftsinstitutionen unter dem Etikett &bdquo;GG 5.3 Weltoffenheit&ldquo; vor kurzem &ouml;ffentlich zum Ausdruck gebracht. Es geht um die Tatsache, dass hierzulande Menschen, darunter auch viele j&uuml;dische K&uuml;nstler und Intellektuelle, als Antisemiten mundtot gemacht oder an &ouml;ffentlichen Auftritten gehindert werden (sollen), weil sie auf irgendeine Weise mit der BDS-Bewegung in Verbindung gebracht werden &ndash; und sei es nur, dass sie die Ziele dieser Bewegung zur Diskussion stellen wollen. Mehr als tausend K&uuml;nstler und Intellektuelle aus aller Welt haben sich mittlerweile GG 5.3 angeschlossen. Der Grund ihrer Besorgnis wurde umgehend performativ best&auml;tigt, die Reflexe funktionierten zuverl&auml;ssig: Alle Teilnehmer an der Initiative wurden in der &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung, auf Twitter und anderswo als Israelhasser verleumdet, die ihre antisemitische Fratze enth&uuml;llt h&auml;tten. Nun habt euch nicht so, kommentierte das die F.A.Z.<br>\nEs geht aber nicht um ein paar wehleidige Kulturschaffende. Es geht um die bedrohliche Polarisierung des Diskussionsklimas in Deutschland, die es zunehmend schwerer macht, komplexe, zu Recht umstrittene und keineswegs eindeutige Sachverhalte &uuml;berhaupt zu thematisieren. Mindestens dreierlei ist diskussionsbed&uuml;rftig. Erstens ist umstritten, wo die Grenze verl&auml;uft zwischen Antisemitismus und Kritik an der israelischen Regierungspolitik. Die derzeitige offizi&ouml;se Definition des Antisemitismusbegriffs durch die International Holocaust Remembrance Association (IHRA) verwischt diese Grenze und macht es leicht, jedwede Kritik an der Netanjahu-Regierung zu diskreditieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/die-bds-debatte-und-ihre-polarisierungsdynamik-17112101.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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