{"id":68306,"date":"2020-12-23T08:31:48","date_gmt":"2020-12-23T07:31:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68306"},"modified":"2020-12-23T08:31:48","modified_gmt":"2020-12-23T07:31:48","slug":"hinweise-des-tages-3768","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68306","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68306#h01\">Jens Spahn besitzt mehr Immobilien in Berlin als bisher bekannt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68306#h02\">Einreise nach Russland wird f&uuml;r deutsche Diplomaten spannend<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68306#h03\">Krisenkosten: &bdquo;Die Steuern f&uuml;r Reiche niedrig zu halten, ist wirtschaftlich nicht begr&uuml;ndet&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68306#h04\">Vier Irrt&uuml;mer einzelwirtschaftlichen Denkens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68306#h05\">Verm&ouml;gen besteuern, Demokratie sch&uuml;tzen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68306#h06\">Zuhause ausgebeutet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68306#h07\">Sehnsucht nach Knallhart-Ma&szlig;nahmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68306#h08\">Hamburger &Auml;rzte-Chef kn&ouml;pft sich Corona-Mahner vor: &ldquo;Machen die Gesellschaft krank&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68306#h09\">Das n&auml;chste Virus wartet schon<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68306#h10\">Von den Feldern in die Hauptstadt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68306#h11\">&Ouml;sterreich probt den Polizeistaat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68306#h12\">Der endlose Krieg zur Erhaltung der amerikanischen Vormachtstellung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68306#h13\">Die Sahrauis als Spielball f&uuml;r Trumps Egotrip<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68306#h14\">Die missbrauchten Frauen des Krieges<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68306#h15\">Norwegen: Umweltparagraf bleibt doch nur ein Papiertiger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68306#h16\">Warum die ungarische Rechtsregierung von der EU nichts zu bef&uuml;rchten hat?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68306#h17\">&raquo;Respekt vor der Souver&auml;nit&auml;t&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68306#h18\">&bdquo;Westen verschlie&szlig;t Augen&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Jens Spahn besitzt mehr Immobilien in Berlin als bisher bekannt<\/strong><br>\nDie Immobiliengesch&auml;fte von Gesundheitsminister Jens Spahn in Berlin reichen weiter als bisher gedacht. In einem Fall kaufte er von einem Pharmamanager, der heute eine Gesellschaft des Gesundheitsministeriums f&uuml;hrt. [&hellip;]<br>\nBisher war &ouml;ffentlich bekannt, dass Spahn im Oktober diesen Jahres zusammen mit seinem Ehemann eine Villa in Berlin-Zehlendorf gekauft hatte, laut Grundbuchamt f&uuml;r mehrere Millionen Euro. Jetzt best&auml;tigte das Grundbuchamt Berlin-Sch&ouml;neberg, dass Spahn seit Januar 2018 au&szlig;erdem als Eigent&uuml;mer einer Wohnung in Berlin-Sch&ouml;neberg eingetragen ist. Er hatte sie laut Bundesgesundheitsministerium im August 2017 gekauft, laut Grundbuch f&uuml;r einen sehr hohen sechsstelligen Betrag.<br>\n&Uuml;berdies geh&ouml;rt Spahn bis heute eine dritte Immobilie, ebenfalls in Berlin-Sch&ouml;neberg. In dieser Wohnung wohnt offenbar bis heute FDP-Chef Christian Lindner als Mieter. Diese Immobilie mit 171 Quadratmeter Wohnfl&auml;che hatte Spahn laut den dem stern vorliegenden einschl&auml;gigen Akten des Grundbuchamtes Berlin-Sch&ouml;neberg bereits im Juli 2015 f&uuml;r einen hohen sechsstelligen Betrag gekauft. Verk&auml;ufer war eine Firma des Berliner Immobilienunternehmers Ralph Butters. Der heute 40-J&auml;hrige Spahn war damals noch nicht Minister, sondern Abgeordneter und Parlamentarischer Staatssekret&auml;r im Finanzministerium.<br>\nFragen wirft der Name des Verk&auml;ufers im Fall der von Spahn 2017 erworbenen Immobilie auf. Es war der bereits damals mit Spahn pers&ouml;nlich bekannte seinerzeitige Pharmamanager Markus Guilherme Leyck Dieken. Ausgerechnet unter Spahns &Auml;gide wurde der heute 56-J&auml;hrige Leyck Dieken im Jahr 2019 Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der mehrheitlich vom Gesundheitsministerium kontrollierten Gematik GmbH.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/jens-spahn-hat-mehr-immobilien-als-bisher-bekannt-9542138.html\">Stern<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Einreise nach Russland wird f&uuml;r deutsche Diplomaten spannend<\/strong><br>\nAu&szlig;enamt in Moskau verh&auml;ngt Einreisesperren, nennt die Namen der Betroffenen aber nicht. Reaktion auf Strafma&szlig;nahmen der EU im Fall Nawalny<br>\nDie russische Regierung hat nach entsprechenden Ank&uuml;ndigungen von Au&szlig;enminister Sergej Lawrow im November dieses Jahres offenbar Sanktionen gegen Diplomaten aus Deutschland, Frankreich und Schweden erlassen. Wie die russische Nachrichtenagentur Tass berichtet, wurden die Botschafter und Gesch&auml;ftstr&auml;ger der drei Staaten am heutigen Dienstagmittag in das Au&szlig;enministerium in Moskau einbestellt. Dort wurden ihnen Verbalnoten &uuml;bergeben und die Entscheidung &uuml;ber die Einreisesperren mitgeteilt.<br>\nRussland reagiert damit auf entsprechende EU-Ma&szlig;nahmen. Br&uuml;ssel hatte zuletzt Mitte Oktober Einreise- und Kontosperren gegen russische Funktion&auml;re und Wissenschaftler erlassen, um Ermittlungen im Fall des vergifteten Oppositionellen Alexej Nawalny zu erzwingen. Die russische Regierung weist alle entsprechenden Vorw&uuml;rfe von sich.<br>\nBei den Gespr&auml;chen im Moskauer Au&szlig;enministerium wurden den Diplomaten der drei L&auml;nder keine Namen der Sanktionierten mitgeteilt. Die Betroffenen werden von den Ma&szlig;nahmen daher erst erfahren, wenn sie versuchen, nach Russland einzureisen.<br>\nDeutschland, Frankreich und Schweden geh&ouml;rten nach der Vergiftung Nawalnys zu den vehementesten F&uuml;rsprechern von Strafma&szlig;nahmen der Europ&auml;ischen Union gegen die Regierung des russischen Pr&auml;sidenten Wladimir Putin&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Einreise-nach-Russland-wird-fuer-deutsche-Diplomaten-spannend-4998170.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Krisenkosten: &bdquo;Die Steuern f&uuml;r Reiche niedrig zu halten, ist wirtschaftlich nicht begr&uuml;ndet&ldquo;<\/strong><br>\n&bdquo;Geht&rsquo;s der Wirtschaft gut, geht&rsquo;s allen gut&ldquo;, ist die &ouml;sterreichische Version der sogenannten &bdquo;Trickle-Down These&ldquo;. Die behauptet n&auml;mlich, dass Beg&uuml;nstigungen f&uuml;r Konzerne und Verm&ouml;gende zwar zuerst f&uuml;r die Reichen etwas bringen, es von dort aber wieder an alle durch L&ouml;hne und Wirtschaftswachstum zur&uuml;ckflie&szlig;e. &bdquo;Nach unten sickert&ldquo;, was die deutsche Bedeutung von &bdquo;Trickle-Down&ldquo; ist. Doch das ist falsch, sagt eine englische Studie, die 18 OECD-L&auml;nder &ndash; auch &Ouml;sterreich &ndash; untersuchte und keinen Zusammenhang fand. Sie r&auml;t zu h&ouml;heren Verm&ouml;genssteuern in der Corona-Krise.<br>\nBesonders seit den 1980er Jahren stieg der Druck auf Steuersenkungen f&uuml;r die Reichsten, die Forderung zeigte Wirkung: Lagen die durchschnittlichen Verm&ouml;genssteuern in Europa Anfang der 1980er Jahre noch bei &uuml;ber 60 Prozent, liegen sie heute bei der H&auml;lfte. Auch in &Ouml;sterreich haben sich die Unternehmenssteuern in den letzten 40 Jahren mehr als halbiert. Diese Steuersenkungen haben die Einkommensungleichheit vergr&ouml;&szlig;ert, mit allen Nachteilen, die das bringt. Bei den unteren Einkommensschichten kam davon nichts an &ndash; das ist das Ergebnis einer Untersuchung der London School of Economics zu 50 Jahren Steuersenkungen f&uuml;r Reiche und Unternehmen in 18 OECD-L&auml;ndern&hellip;<br>\n&bdquo;Die Steuern f&uuml;r Reiche niedrig zu halten, ist wirtschaftlich nicht begr&uuml;ndet&ldquo;, sagte Hope. Auch auf individueller Ebene sind Steuersenkungen kein Leistungsanreiz: Spitzenverdiener arbeiten nicht mehr oder angestrengter, wenn sie weniger Steuern zahlen. Diese Erkenntnisse sind gerade angesichts der Corona-Krisenkosten relevant, wie die Studienautoren betonen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/wer-profitiert-von-der-steuersenkung-fuer-reiche\/\">Kontrast at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Vier Irrt&uuml;mer einzelwirtschaftlichen Denkens<\/strong><br>\n(&hellip;)  &raquo;F&uuml;r einen privaten Haushalt ist es besser, Ersparnisse zu haben, als Schulden. Schulden empfinden wir als Belastung. Wir befinden uns im Defizit. Diesen Gedanken &uuml;bertragen wir auf den Staat. Wir haben den Eindruck, wenn der Staat zus&auml;tzliche Schulden aufnimmt, vergr&ouml;&szlig;ert sich das Defizit der Volkswirtschaft. Wenn wir dagegen Schulden zur&uuml;ckbezahlt haben, empfinden wir das als positiv. Wir sind aus dem Defizit raus. Auch das &uuml;bertragen wir auf den Staat. Es ist besser f&uuml;r die Volkswirtschaft, wenn er seine Schulden abbaut.<br>\nWie wir am Kinobeispiel gesehen haben, gilt aber das, was f&uuml;r einen Einzelnen zutrifft, nicht unbedingt f&uuml;r die Gesamtheit. Tats&auml;chlich gen&uuml;gen wenige &Uuml;berlegungen, um zu zeigen, dass zus&auml;tzliche Staatsschulden das Geldverm&ouml;gen einer Volkswirtschaft nicht verringern. Zun&auml;chst m&uuml;ssen wir beachten, dass zum Geldverm&ouml;gen auch Forderungen wie Staatsanleihen und Kredite gez&auml;hlt werden. Wer eine Staatsanleihe &uuml;ber 1000 &euro; besitzt, hat dieses Geld zwar aktuell nicht zur Verf&uuml;gung. Er besitzt aber eine Forderung gegen&uuml;ber dem Staat, dieses Geld zuz&uuml;glich der Zinsen nach einem bestimmten Zeitraum wieder zur&uuml;ckzuerhalten. Die Staatsanleihe ist Teil seines Geldverm&ouml;gens. Jemand, der sein Auto verliehen hat, w&uuml;rde ja auch nicht sagen, dass sich sein Sachverm&ouml;gen durch den Verleih des Autos verringert hat.<br>\nWenn der Staat Schulden aufnimmt, entsprechen diese Schulden genau den Forderungen derjenigen, die dem Staat durch eine Staatsanleihe oder einen Kredit Geld geliehen haben. Dar&uuml;ber hinaus erh&auml;lt der Staat aber durch die Aufnahme der Schulden auch den geliehenen Geldbetrag. Der Staat verwendet dieses Geld f&uuml;r seine Ausgaben. Er beauftragt Bauunternehmen f&uuml;r die Autobahnsanierung, er l&auml;sst Windkraftanlagen produzieren und bezahlt Beamte oder Rentner. Irgendjemand wird dieses Geld besitzen. Dass sich das Geldverm&ouml;gen der gesamten Volkswirtschaft durch Staatsschulden verringert, ist also falsch.<br>\nWenn der Staat dagegen seine Schulden zur&uuml;ckbezahlt, muss er mehr Einnahmen haben als Ausgaben. Irgendjemandem muss also Geld weggenommen werden. Wer dem Staat in Form einer Staatsanleihe dagegen sein Geld geliehen hat, bekommt es bei einer R&uuml;ckzahlung zuz&uuml;glich der Zinsen zwar wieder, sein Geldverm&ouml;gen w&auml;chst dadurch aber nicht, denn die eingel&ouml;ste Forderung gegen den Staat war bereits Teil seines Geldverm&ouml;gens. Die Staatsschulden werden folglich zwar geringer, aber f&uuml;r andere Akteure der Volkswirtschaft entstehen in derselben H&ouml;he Defizite. Dass eine Volkswirtschaft durch Verringerung der Staatsschulden reicher wird, ist also ebenfalls falsch. Unsere einzelwirtschaftlichen Vorstellungen lassen sich also wieder einmal nicht auf die Gesamtwirtschaft &uuml;bertragen.&laquo;<br>\n&raquo;Und was bedeutet das f&uuml;r die n&auml;chsten Generationen?&laquo;<br>\n&raquo;Wenn Staatsschulden das Geldverm&ouml;gen einer Volkswirtschaft nicht verringern, verringern sie auch nicht das Geldverm&ouml;gen der kommenden Generationen. Wir vererben der n&auml;chsten Generation nicht nur die Staatsschulden, sondern auch das entsprechende Geldverm&ouml;gen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/49-2020\/vier-irrtuemer-einzelwirtschaftlichen-denkens\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Verm&ouml;gen besteuern, Demokratie sch&uuml;tzen!<\/strong><br>\nSeit Jahren nimmt die Konzentration von Verm&ouml;gen zu. Die Ungleichheit bei den Verm&ouml;gen ist in Deutschland laut dem franz&ouml;sischen Star &Ouml;konomen Thomas Piketty wieder auf einem Niveau wie zur Kaiserzeit&hellip;<br>\nDie Corona-Krise hat die Schere zwischen Arm und Reich weiter ge&ouml;ffnet. Die einen haben ihren Job oder ihr Gesch&auml;ft verloren. Wer Arbeit suchte, bleibt weiter arbeitslos. Ihre Kinder werden geringere Chancen in Deutschland haben, schlechtere Bildung erfahren und h&auml;ufiger krank sein.<br>\nAuf der anderen Seite feierten die Milliard&auml;re und Multi-Million&auml;re wie die Quandts und Klattens eine Corona-Party mit massiven Verm&ouml;genszuw&auml;chsen. W&auml;hrend tausende BMW-Mitarbeiter zu Kurzarbeitergeld verdonnert wurden, zogen die BMW-Eigner hunderte Millionen Euro Dividende aus BMW-Aktien! Und der Knorr-Bremse Aktion&auml;r Thiele profitierte als Gro&szlig;-Aktion&auml;r von der Lufthansa-Rettung.<br>\nDie Verm&ouml;genden in Deutschland entstammen meist Familien, die schon vor dem Zweiten Weltkrieg zu den reichsten Deutschen geh&ouml;ren. Abstammung entscheidet somit &uuml;ber Lebenschancen. Aber die Corona-Krise erzeugt auch neue Gewinner und Verlierer. Wie Jeff Bezos, den CEO von Amazon oder die gr&ouml;&szlig;ten Aktion&auml;re von Pharmaunternehmen, die von staatlicher F&ouml;rderung der Impfstoffe profitieren&hellip;<br>\n(&hellip;) Gegenw&auml;rtig verdient der Staat sogar Geld mit der Kreditaufnahme, denn die Renditen auf Staatsanleihen sind negativ. Das &auml;ndert aber nichts an der Notwendigkeit einer Verm&ouml;gensteuer, um dauerhaft h&ouml;here Ausgabe auch f&uuml;r Personal und Sozialleistungen zu finanzieren und der Ungleichheit entgegenzuwirken.<br>\nGleichwohl will die Bundesregierung nach der Bundestagswahl zur Schuldenbremse zur&uuml;ckkehren. Dann droht ein K&uuml;rzungshammer bei den Staatsausgaben oder die Steuern m&uuml;ssen erh&ouml;ht werden. Die Linksfraktion im Bundestag sowie die Rosa-Luxemburg-Stiftung haben daher das Deutsche Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) beauftragt, verschiedene Konzepte einer einmaligen Verm&ouml;gensabgabe f&uuml;r Milliard&auml;re und Multimillion&auml;re (die reichsten 0,7% der Erwachsenen) durchzurechnen und zu bewerten. Eine solche Abgabe ist in Situationen besonderer Belastungen f&uuml;r die &ouml;ffentlichen Haushalte statthaft&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/vermoegen-besteuern-demokratie-schuetzen\/\">Sozialismus.de<\/a>\n<p>Dazu: <strong>Selbst f&uuml;r die NZZ wird&rsquo;s leicht peinlich<\/strong><br>\nDas Corona-Jahr 2020 hat die Reichen noch viel reicher gemacht &ndash; und dies weltweit.<br>\n(&hellip;) Was auff&auml;llt: Kein Medium, das &uuml;ber dieses steil ansteigende Verm&ouml;gen der Reichen und Superreichen berichtet, berichtet im gleichen Artikel &uuml;ber die steigende Armut der gro&szlig;en Masse. Etwa, dass in den USA etliche Millionen &ndash; Millionen! &ndash; Familien, meist mit Kindern, die Wohnungs- oder Hausmiete schon drei Monate nicht mehr zu bezahlen in der Lage waren und deshalb Ende Jahr aus dem Haus vertrieben werden d&uuml;rfen.<br>\nDiese Information den Leserinnen und Lesern im gleichen Artikel zuzumuten, so brutal sind die Medien dann doch wieder nicht.  Es sollte ja auch niemand auf die Idee kommen, zwischen diesen zwei Ph&auml;nomenen einen Zusammenhang zu erkennen. Zweifel an unserem Wirtschaftssystem sollten auf alle F&auml;lle nicht aufkommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/gesellschaft\/einkommen-vermoegen\/selbst-fuer-die-nzz-wirds-leicht-peinlich\/\">Infosperber<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Zuhause ausgebeutet<\/strong><br>\nBeim neuen Hype um &bdquo;Homeoffice&ldquo; werden Unternehmensinteressen kaum thematisiert<br>\nSPD und Gewerkschaften fordern ein Recht auf Homeoffice, CDU und Unternehmensverb&auml;nde lehnen verbindliche Regelungen ab. Fakten werden in den Betrieben geschaffen: Seit Ausbruch der Corona-Pandemie schoben die Unternehmen die Verantwortung f&uuml;r Infektionsschutz auf die Besch&auml;ftigten. F&uuml;r viele hie&szlig; dies &bdquo;Arbeit zuhause&ldquo;, Pandemiepl&auml;ne existierten in den Unternehmen im M&auml;rz meist nicht.<br>\nUnternehmen handelten &bdquo;agil&ldquo;, sie verlagerten Pflichten auf die Belegschaften: Ein Anspruch der Besch&auml;ftigten auf Arbeitsmittel, etwa Schreibtisch oder PC zu Hause, oder Entsch&auml;digungszahlungen der Unternehmen f&uuml;r die Raumnutzung sind kein Thema. &bdquo;Finanzielle Unterst&uuml;tzung&ldquo; bleibe die die Ausnahme, meldet die Wirtschaftswoche: &bdquo;Nur zwei der 22 Unternehmen, die sich auf die Anfrage &auml;u&szlig;erten, &uuml;berweisen einen explizit auf das Homeoffice bezogenen Zuschuss&ldquo; (www.wiwo.de\/finanzen\/boerse\/kostenerstattung-welche-unternehmen-fuer-das-homeoffice-zahlen\/26687662.html). Gewerkschaftliche Betriebsbefragungen &uuml;ber Betriebsr&auml;te oder Vertrauensleute zu fehlenden Entsch&auml;digungen f&uuml;r Homeoffice-Arbeiter oder Forderungen nach konkreten Betr&auml;gen, die Unternehmen f&uuml;r Raumnutzung zahlen m&uuml;ssen, unterbleiben.<br>\nNegative Folgen werden von Gewerkschaftsvorst&auml;nden kaum thematisiert.<br>\nSie ignorieren dabei ihre eigenen Forschungsergebnisse zu Gefahren beim mobilen Arbeiten, denn Grenzen zwischen Freizeit und Arbeit verschwinden zunehmend. Der DGB-Index Gute Arbeit meldet, w&auml;hrend &bdquo;15 Prozent der Besch&auml;ftigten mit festem Arbeitsplatz auch au&szlig;erhalb der normalen Arbeitszeit erreichbar sein m&uuml;ssen, ist der Anteil bei Besch&auml;ftigten mit mobilen Arbeitsformen durchg&auml;ngig h&ouml;her &ndash; bei Besch&auml;ftigten mit Homeoffice beispielsweise fast 40 Prozent und bei Besch&auml;ftigten, die an &ouml;ffentlichen Orten arbeiten sogar mehr als 50 Prozent&ldquo; (<a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++aeb6f25e-38ce-11eb-82a4-001a4a160123\">https:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++aeb6f25e-38ce-11eb-82a4-001a4a160123<\/a>).<br>\nGewerkschaftliche Strategien dazu fehlen, w&auml;hrend die Kaptalseite klare Ziele hat&hellip;<br>\nW&auml;hrend die Gewerkschaften noch hoffen, durch ein Recht auf Homeoffice die Interessen der Besch&auml;ftigten wahrnehmen zu k&ouml;nnen, zeigt die Umsetzung der Digitalisierung in den Betrieben, wer Profiteur der Entwicklung ist.<br>\nAngesichts der aufgezeigten Probleme, die das Arbeiten zu Hause mit sich bringt, ist offensichtlich: Die Hoffnungen vieler Besch&auml;ftigter, Beruf und Familie besser zu vereinbaren, lassen sich nur durch eine Reduzierung der w&ouml;chentlichen Arbeitszeit mit Lohnausgleich, erreichen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gewerkschaftsforum.de\/zuhause-ausgebeutet-beim-neuen-hype-um-homeoffice-werden-unternehmensinteressen-kaum-thematisiert\/#more-9729\">Gewerkschaftsforum<\/a>\n<p>Dazu: <strong>Zu Hause ist es (nicht) am sch&ouml;nsten <\/strong><br>\nSilvia Hru&scaron;ka-Frank im Homeoffice-Interview<br>\nVor der Pandemie eine Ausnahmeerscheinung, heute f&uuml;r viele gelebter Alltag: Homeoffice. Das Arbeiten zu Hause bringt aber eine Reihe an Problemstellungen und Grauzonen mit sich, die klare Regeln und Vereinbarungen verlangen, erkl&auml;rt Arbeitsrechtsexpertin Silvia Hru&scaron;ka-Frank im Interview.<br>\n(&hellip;) Ein Problem, das bei Eltern derzeit oft besteht, ist das Abgrenzen von Arbeit, Haushalt und Kinderbetreuung. Worauf ist dabei zu achten?<br>\nGanz wichtig: Die Arbeitszeitregelung, die im Betrieb besteht, gilt auch zu Hause. Daran hat sich nichts ge&auml;ndert. Das ist auch die Arbeitszeit, die einzuhalten ist, und wenn innerhalb dieser Arbeitszeit eine Dienstverhinderung eintritt, dann tritt die eben ein, und man kann der Arbeitsleistung nicht nachkommen. Wenn also das Kind neben einem gerade Home-Schooling bew&auml;ltigen muss, kann es sein, dass in diesem Zeitraum eine Dienstverhinderung besteht. Da kann es nat&uuml;rlich zu Streitereien kommen, wenn man sagt: Die Schulen haben ja eigentlich offen.<br>\nGrunds&auml;tzlich gilt aber diese Arbeitszeiteinteilung. Arbeitnehmer*innen m&uuml;ssen dabei aufpassen, dass sie sich nicht selbst ausbeuten. Dass sie sich nicht am Abend noch einmal hinsetzen, weil sie dieses und jenes noch erledigen m&uuml;ssen. Aus gesundheitlichen Gr&uuml;nden ist das h&ouml;chst problematisch. Zus&auml;tzlich setzt man damit die anderen Kolleg*innen auch unter Zugzwang &ndash; wenn man sp&auml;tabends Mails schickt und Antworten erwartet. Da hat sich seit dem ersten Lockdown leider sehr viel in die Richtung eingeb&uuml;rgert.<br>\nBewegen wir uns da &uuml;berhaupt noch im Rahmen des Arbeitszeitrechts, wenn zum Beispiel am Vormittag Home-Schooling gemacht und dann von 14 bis 22 Uhr gearbeitet wird?<br>\nDie erste Frage ist: Werden die Ruhezeiten &uuml;berhaupt noch eingehalten? Da sind wir uns in den Gewerkschaften und der Arbeiterkammer ganz einig: Die Ruhezeiten d&uuml;rfen nicht aufgeweicht werden, so wie das die Arbeitsministerin einmal vorgeschlagen hat. Das ist eine ganz zentrale Schutzbestimmung, die verhindern soll, dass man krank wird oder ausbrennt. Unter Umst&auml;nden entstehen dadurch auch &Uuml;berstunden, das wird auch nicht unbedingt allen F&uuml;hrungskr&auml;ften recht sein&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.arbeit-wirtschaft.at\/interview-silvia-hruska-frank-homeoffice\/\">Arbeit &amp; Wirtschaft<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Sehnsucht nach Knallhart-Ma&szlig;nahmen<\/strong><br>\nIn Deutschland macht sich eine eigenartige Lust am Lockdown breit<br>\n(&hellip;) Die Volksgemeinschaft ist zur&uuml;ck. Das Ideal einer Gesellschaft, in der Egoismus und Eigensinn keinen Platz mehr haben und alle sich einem gro&szlig;en Ziel verpflichtet f&uuml;hlen, war etwas aus der Mode geraten. Die Pandemie hat auch das ver&auml;ndert. Die Volksgemeinschaft ist jetzt das Virus-Kollektiv.<br>\nEs braucht nicht viel, um sich au&szlig;erhalb zu stellen. Es reicht, dass man schnell noch ein Weihnachtsgeschenk besorgt hat. Oder jemanden mit einem romantischen Essen &uuml;berraschen will. Schon der un&uuml;berlegte Genuss eines Gl&uuml;hweins kann einen zum Volkssch&auml;dling machen. Was hei&szlig;t Volkssch&auml;dling? Zum potenziellen M&ouml;rder!<br>\n(&hellip;) Ton schwankt zwischen Kanzel und Kasernenhof<br>\nDer Ton schwankt zwischen Kanzel und Kasernenhof beziehungsweise zwischen Predigt und Anschiss&hellip;<br>\nViele Lockdown-Fetischisten sind erstaunlich unbek&uuml;mmert, was die wirtschaftlichen Folgen angeht&hellip;In der &bdquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&ldquo; las ich den Aufruf, den Lockdown als Gelegenheit zu sehen, endlich Abschied von &bdquo;toxischen Traditionen&ldquo; zu nehmen. Unter toxischen Gewohnheiten listete die Autorin den Weihnachtseinkauf auf&hellip;<br>\nKonsumverzicht muss man sich leisten k&ouml;nnen<br>\nIch habe auch nichts gegen Konsum. Die Verteufelung des Materiellen ist eine Spielart der Kapitalismuskritik, die ich immer f&uuml;r ziemlich abgehoben hielt. Man muss sich Konsumverzicht im wahrsten Sinne leisten k&ouml;nnen. Entsagung ist das Vergn&uuml;gen von Leuten, die ohnehin genug haben. Oder wie der Autor Suketu Mehta in seinem fabelhaften Buch &uuml;ber seine Heimatstadt Bombay schrieb: Der Wendepunkt zur Wohlstandsgesellschaft ist erreicht, wenn mehr Leute dar&uuml;ber nachdenken, wie sie Gewicht verlieren, als dar&uuml;ber, wie sie Gewicht zulegen.<br>\nUnter der Oberfl&auml;che der Verzichtspredigt lauert die Verachtung f&uuml;r den Plebs, der saufen und kaufen muss. Die innere Welt, in die sich der Freigeist zur&uuml;ckzieht, steht nicht jedem offen, das wird dabei gern &uuml;bersehen. Die Freude an der Einkehr setzt einen Bildungsstand voraus, der nicht allen gegeben ist. Manche sind nach getaner Arbeit auch einfach zu ersch&ouml;pft zur Selbstversenkung&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/focus-kolumne-von-jan-fleischhauer-unseren-lockdown-gib-uns-heute_id_12791881.html\">Focus<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Hamburger &Auml;rzte-Chef kn&ouml;pft sich Corona-Mahner vor: &ldquo;Machen die Gesellschaft krank&rdquo;<\/strong><br>\nWalter Plassmann ruft in der Corona-Debatte zu mehr Gelassenheit auf. Der Chef der Kassen&auml;rztlichen Vereinigung Hamburg warnt vor einer Dramatisierung, die die Gesellschaft krank mache &ndash; und kritisiert vor allem Markus S&ouml;der eindringlich&hellip;.<br>\n&ldquo;Wer die Gesellschaft mit immer neuen Hiobsbotschaften auf immer h&ouml;here B&auml;ume treibt, der macht die Gesellschaft krank&rdquo;, sagt Plassmann und richtet diese Worte an S&ouml;der, Drosten, Lauterbach und Co.<br>\n&ldquo;Es ist bezeichnend, dass die Debatte um das Sars-CoV-2-Virus von Medizinern bestimmt wird, die nicht mit dem ganzheitlichen Menschen arbeiten&rdquo;, moniert er im &ldquo;Hamburger Abendblatt&rdquo; und nennt Beispiele.<br>\n&ldquo;Virologen sehen nur sehr kleine Teile des Menschen, Epidemiologen nur Zahlenreihen und Statistikmodelle, An&auml;sthesisten sedierte Menschen.&rdquo;<br>\nPlassmans Schlussfolgerung ist so klar wie fatal: &ldquo;Das wirklich wahre Leben kommt im beruflichen Alltag der Drostens, Lauterbachs und Brauns nicht vor.&rdquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/regional\/hamburg\/wegen-dramatisierung-von-corona-hamburger-aerztechef-greift-soeder-und-drosten-an-sie-machen-die-gesellschaft-krank_id_12427921.html\">Focus<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Das n&auml;chste Virus wartet schon<\/strong><br>\nCovid-21? Nur durch besseren Schutz von intakten &Ouml;kosystemen k&ouml;nnen wir k&uuml;nftigen Pandemien vorbeugen.<br>\n(&hellip;) Wir sprechen gezielt und konkret von &bdquo;kommerziellen Tierm&auml;rkten f&uuml;r den menschlichen Konsum&ldquo;, denn uns ist bewusst, dass vielerorts Tiere f&uuml;r die einheimische Bev&ouml;lkerung eine wichtige Rolle spielen, weil sie f&uuml;r den Eigenbedarf und als Existenzgrundlage ben&ouml;tigt werden.<br>\nDie verf&uuml;gbaren Daten zeigen: Wenn man f&uuml;r den lokalen Konsum in freier Wildbahn einige Tiere erlegt, ist die Wahrscheinlichkeit, dass Viren &uuml;bertragen werden, sehr viel geringer. Probleme gibt es erst, wenn die Tiere in eine Versorgungskette und auf M&auml;rkte in den St&auml;dten gelangen, denn dort steigt die Virenzahl dramatisch an.<br>\nDeshalb sprechen wir uns nicht f&uuml;r ein Pauschalverbot aus. Wir wollen nicht, dass sich negative Konsequenzen f&uuml;r die Lebensbedingungen der Menschen ergeben, die in Wildnis-Gebieten leben.<br>\nDas f&uuml;hrt mich direkt zu meiner letzten Frage. K&uuml;rzlich schrieben Sie in einem Beitrag, &bdquo;Tierschutz und Artenschutz&ldquo; st&uuml;nden nicht &bdquo;in Konkurrenz zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung&ldquo;. Wie sollten wir die Beziehung zwischen diesen beiden Anliegen begreifen?<br>\n(&hellip;) Das Problem ist, dass viele dieser &Ouml;kosystemdienstleistungen keinen Marktwert besitzen. Das f&uuml;hrt dazu, dass sie zerst&ouml;rt werden und schlecht mit ihnen gewirtschaftet wird.<br>\nDie Erhaltung intakter W&auml;lder ist wichtig, um zu verhindern, dass an den Schnittstellen zwischen Mensch und Tierwelt Krankheitserreger &uuml;bertragen werden, und um die Pandemiewahrscheinlichkeit zu reduzieren. Die Wissenschaft liefert uns au&szlig;erdem immer mehr Beweise, dass ausgewachsene W&auml;lder sehr schnell CO2 binden und somit zur Bek&auml;mpfung des Klimawandels beitragen. Dieser Gesamtzusammenhang und der Mehrwert, den die Natur schafft, haben so viele Dimensionen, dass wir gerade erst anfangen, sie in einen Zusammenhang zu bringen.<br>\nDer Schutz der Natur wirkt sich nicht nur auf die Lebensgrundlagen aus, sondern hilft auch bei der L&ouml;sung geopolitischer Probleme&hellip;<br>\nWenn wir in die Natur und ihren Schutz und Erhalt investieren und die Lebensqualit&auml;t der Menschen vor Ort verbessern, k&ouml;nnen wir auch mit Sicherheits- und Migrationsfragen besser umgehen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ipg-journal.de\/interviews\/artikel\/das-naechste-covid-braut-sich-schon-zusammen-4877\/\">IPG<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Von den Feldern in die Hauptstadt<\/strong><br>\nIndiens B&auml;uer*innen im Kampf gegen Neoliberalismus und Hindunationalismus<br>\nIndiens B&auml;uer*innen wehren sich gegen neue Landwirtschaftsgesetze. Das ist der aktuelle Anlass. Wer die Hintergr&uuml;nde verstehen will, muss jedoch tiefer in die Krise der indischen Landwirtschaft eintauchen. In den Massenprotesten manifestiert sich zudem der breiter werdende Widerstand gegen die autorit&auml;re und neoliberale Politik der Regierung. Deren Gegenstrategien funktionieren immer weniger. Vieles spricht daf&uuml;r, dass die Protestierenden diesmal Erfolg haben k&ouml;nnten.<br>\n(&hellip;) Zwar ist Delhi das Epizentrum des Bharat Bandh, des Nationalstreikes, aber im ganzen Land, von Assam im Nordosten, &uuml;ber Karnataka und Kerala im S&uuml;den, bis nach Uttar Pradesh in Nordindien protestieren hunderttausende Menschen. Mehr als 500 B&auml;uer*innenorganisationen, 15 Oppositionsparteien und etliche Gewerkschaften unterst&uuml;tzen den Protest, der sich gegen drei neue Landwirtschaftsgesetze richtet. Die Regierung der hindunationalistische Indischen Volkspartei (Bharatiya Janata Party, BJP) von Premierminister Narendra Modi hatte die Gesetze im September im Schnelldurchlauf durch beide H&auml;user des Parlaments gebracht.<br>\nAuf den ersten Blick wirkten die drei Landwirtschaftsgesetze relativ harmlos. Sie sollen den Markt f&uuml;r Landwirtschafserzeugnisse soweit liberalisieren, dass Erzeuger*innen nun direkt Vertr&auml;ge mit Endverk&auml;ufer*innen schlie&szlig;en k&ouml;nnen. Die Gesetze geben den B&auml;uer*innen also mehr M&ouml;glichkeiten ihre Produkte zu verkaufen. Doch die Protestierenden bef&uuml;rchten eine Abschaffung der staatlichen Abnahmesysteme, die ihnen feste Preise und damit Sicherheiten garantieren. Die Regierung hat das jedoch zur&uuml;ckgewiesen. Den Kern des Systems bilden staatliche Mindestpreisgarantien (MSP) und die sogenannten Mandis. Das sind staatlich regulierte und b&auml;uerlich selbstverwaltete M&auml;rkte, zu denen nur zugelassene H&auml;ndler*innen Zugang haben. Durch die Schw&auml;chung des Mandi-Systems, sehen sich die B&auml;uer*innen der &Uuml;bermacht der gro&szlig;en Agrar- und Lebensmittelfirmen ausgeliefert&hellip;<br>\nDie Wut der Protestierenden richtet sich jedoch nicht nur gegen den Inhalt der Gesetze, sondern auch darauf, dass die Regierung sie inmitten einer Pandemie ohne jedwede Konsultation von Betroffenenorganisationen verabschiedet hat. Zuvor hatte sie auf die gleiche Weise weitreichende Reformen des Arbeitsrechtes verabschiedet, mit denen eine Vielzahl bereits erk&auml;mpfter Rechte zur&uuml;ckgerollt wurden. Auch diese spielen f&uuml;r die Massenproteste eine gro&szlig;e Rolle&hellip;<br>\n(&hellip;) Mit dem jetzigen Festhalten an den Reformen setzt sich die Zentralregierung erheblichem innenpolitischen Druck aus und erodiert ihre Unterst&uuml;tzungsbasis. Dass sie dazu trotzdem bereit ist, k&ouml;nnte an den neuen Bestrebungen f&uuml;r ein Freihandelsabkommen zwischen den USA und Indien liegen. Die stark zunehmenden Spannungen zwischen Indien und China, welches vor kurzem die gr&ouml;&szlig;te Freihandelszone der Welt (RCEP) ohne Indien verwirklichte, steigern auf indischer Seite das Interesse st&auml;rker mit den Vereinigten Staaten zu kooperieren. Gleichzeitig suchen die USA dringend nach Absatzm&auml;rkten f&uuml;r ihre Agrar&uuml;bersch&uuml;sse. Die Landwirtschaftsreformen k&ouml;nnten ein Schritt sein, um eines der zentralsten Hindernisse f&uuml;r eine &Uuml;bereinkunft auszur&auml;umen. Am Ende ginge dies wohl auf Kosten der indischen Bev&ouml;lkerung&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rosalux.de\/news\/id\/43553\/von-den-feldern-in-die-hauptstadt?cHash=089740e9d6b466063cd603441c2df977\">Rosa Luxemburg Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&Ouml;sterreich probt den Polizeistaat<\/strong><br>\nDie neueste Idee im Zickzack des &ouml;sterreichischen Corona-Managements soll H&auml;ndler und Wirte zur polizeilichen Vorarbeit zwingen. Die rechts-gr&uuml;ne Koalitionsregierung macht aus der Alpen- und Donaurepublik ab Mitte Januar 2021 ein Land der Denunzianten.<br>\nDie vorweihnachtliche Pressekonferenz von Bundeskanzler Sebastian Kurz brachte nicht nur eine massive Versch&auml;rfung der Ausgangssperren, sondern verl&auml;ngerte dar&uuml;ber hinaus ein Chaos an immer unverst&auml;ndlicher werdenden Verordnungen. Lockdown ab dem 26. Dezember. Mit dem zweiten Weihnachtstag gilt, entgegen den eine Woche zuvor gegebenen Versprechungen, wieder eine allgemeine Ausgangssperre von 0 bis 24 Uhr; auch an Silvester&hellip;<br>\n(&hellip;) Geplant ist eine gesundheitspolitische Klassengesellschaft, gepaart mit polizeistaatlicher &Uuml;berwachung derselben und Zigtausenden Hilfssheriffs. Denn am Wochenende vom 16. bis 17. Januar werden neue Massentests verordnet. Nur wer sich daran beteiligt und negativ getestet wird, darf die Lockerungen genie&szlig;en. Wirte, H&auml;ndler, Hoteliers und Theaterveranstalter sind angewiesen, sich auf die gesundheitliche Kontrolle ihrer Kunden vorzubereiten. F&uuml;r Menschen ohne negative Testung bleiben die Ausgangssperren aufrechterhalten.<br>\nDie nun vorgeschriebenen De-facto-Zwangstestungen f&uuml;r den 16. und 17. Januar sind die Rache der Regierung an ihrem Volk&hellip;Wer sich kein R&ouml;hrchen in die Nase schieben l&auml;sst, muss zu Hause bleiben. Wie lange diese Strategie aufrechterhalten bleibt, werden k&uuml;nftige Pressekonferenzen verlautbaren&hellip;<br>\nDie neue Verordnung der &ouml;sterreichischen Koalitionsregierung ist nichts anderes als eine polizeistaatliche Schikane. Nebenbei zielt sie auf das (rote) sozialdemokratische Wien. Denn f&uuml;r eine Zwei-Millionen-Stadt ist es logistisch schlicht unm&ouml;glich, innerhalb von zwei Tagen alle Einwohner zu testen, wie auch der Wiener Gesundheitsstadtrat Peter Hacker zu bedenken gab&hellip;<br>\n(&hellip;) Aus den Reihen der zuk&uuml;nftigen Kontrolleure negativer Virusbescheide, den Wirten, H&auml;ndlern und Theaterleuten, ist bislang der gro&szlig;e Aufschrei ausgeblieben. Sie stehen unter Schockstarre. Daf&uuml;r nimmt der Unmut in der breiten Bev&ouml;lkerung merklich zu. Die Erfahrungen mit der Viruskrankheit im pers&ouml;nlichen Umfeld entsprechen so gar nicht jener t&auml;glichen Panik, die von den politisch und medial Verantwortlichen verbreitet wird&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/110851-oesterreich-probt-polizeistaat\/\">RT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Der endlose Krieg zur Erhaltung der amerikanischen Vormachtstellung<\/strong><br>\nUnf&auml;hig, im Ausland einen Sieg zu erringen, wurden die Vereinigten Staaten von Amerika von einer Anh&auml;ufung von Krisen im Inland heimgesucht. Beides h&auml;ngt zusammen.<br>\nSeit fast zwei Jahrzehnten f&uuml;hren die Vereinigten Staaten einen Krieg, um die amerikanische Vormachtstellung zu bewahren. Das ist nat&uuml;rlich nicht der offizielle Titel, aber er beschreibt den eigentlichen, wenn auch uneingestandenen Zweck des Krieges. Vieles h&auml;ngt davon ab, wie die neue Regierung Biden die Aussichten des Krieges einsch&auml;tzt. Das Schicksal seiner Pr&auml;sidentschaft k&ouml;nnte von Bidens Bereitschaft abh&auml;ngen, die l&auml;ngst &uuml;berf&auml;llige Beendigung des Krieges voranzutreiben.<br>\nIn den berauschenden Tagen nach dem Zusammenbruch des Kommunismus hatten sich die amerikanischen politischen Eliten daran erfreut, den einzigartigen Status der Vereinigten Staaten als einzige Supermacht und unverzichtbare Nation zu preisen. Dass die Vereinigten Staaten die Lokomotive der Geschichte waren, w&auml;hrend der Rest der Menschheit pflichtbewusst im Waggon hinterherfuhr, wurde als gegeben hingenommen. In den 1990er Jahren schien der zuk&uuml;nftige Weg klar zu sein.<br>\nAls die Terroranschl&auml;ge vom 9\/11 ein Loch in die Anspr&uuml;che auf die amerikanische Vormachtstellung rissen, entschied sich Pr&auml;sident George W. Bush sofort f&uuml;r den Krieg als Mittel, um diese wiederherzustellen. Seitdem wurden die milit&auml;rischen Bem&uuml;hungen an verschiedenen Orten und mit unterschiedlichen Ans&auml;tzen fortgesetzt, jedoch mit wenig Erfolg&hellip;<br>\nIn wenigen Wochen wird der designierte Pr&auml;sident Joe Biden der vierte Ingenieur sein, der die Hand auf den Steuerhebel legt, in der Erwartung, die Geschichte wieder auf Kurs zu bringen&hellip;<br>\nAuf das Wesentliche reduziert, steht man vor der Wahl: entweder man gibt den anhaltenden milit&auml;rischen Bem&uuml;hungen der USA in Afghanistan, im Irak und auf anderen aktiven Kriegsschaupl&auml;tzen im gesamten Nahen Osten und in Afrika wieder ein gewisses &uuml;bergreifendes Zielbewusstsein, oder man gibt das Scheitern zu und holt die Truppen nach Hause.<br>\nUm es anders auszudr&uuml;cken: Entweder man &uuml;berzeugt die Amerikaner davon, dass der Krieg zur Erhaltung der amerikanischen Vormachtstellung die Stellung der Nation auf der Weltb&uuml;hne st&auml;rkt und fortgesetzt werden sollte; oder man reduziert die Verluste und gesteht ein, dass die Vereinigten Staaten nicht mehr der Motor der Geschichte sind&hellip;<br>\nEs besteht heute keine Chance, dass der Krieg zur Erhaltung der amerikanischen Vormachtstellung auch nur eines der unz&auml;hligen Ziele erreicht, die seit 2001 zur Rechtfertigung seiner Aufrechterhaltung angef&uuml;hrt werden. Diese Tatsache anzuerkennen, ist eine Voraussetzung, um all das zu reparieren, was in unserem Land kaputt ist. Je fr&uuml;her die Reparaturarbeiten beginnen, desto besser.<br>\nWenn es darum geht, Kriege zu beginnen, haben die amerikanischen F&uuml;hrer nach dem Kalten Krieg eine bemerkenswerte K&uuml;hnheit an den Tag gelegt und die Vorsicht aus dem Fenster geworfen. Wenn es jedoch darum geht, Kriege zu beenden, wird Vorsicht walten gelassen. Sie &ldquo;verantwortungsvoll&rdquo; zu beenden, wird zu einer Begr&uuml;ndung f&uuml;r Unt&auml;tigkeit&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.antikrieg.com\/aktuell\/2020_12_22_derendlosekrieg.htm\">Antikrieg<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die Sahrauis als Spielball f&uuml;r Trumps Egotrip<\/strong><br>\nDie Ank&uuml;ndigung kam &uuml;berraschend &ndash; und schockierte nicht nur die Sahraouis in der von Marokko besetzten Westsahara: Donald Trump gab bekannt, dass er die marokkanischen Besitzanspr&uuml;che &uuml;ber die Westsahara anerkenne. Im Gegenzug daf&uuml;r werde Marokko als weiteres arabisches Land diplomatische Beziehungen mit Israel aufnehmen. Sogar der Trump-Getreue republikanische Senator Jim Inhofe ging auf Distanz: &laquo;Er h&auml;tte diesen Deal machen k&ouml;nnen, ohne ihn gegen die Rechte eines Volkes, das keine Stimme hat abzutauschen.&raquo; Der Pr&auml;sident des &laquo;Armed Services Committee&raquo; sagte gem&auml;&szlig; Politico weiter: &laquo;Kein anderes Land anerkennt das Recht Marokkos auf die Westsahara. Ich werde alles unternehmen, dass auch wir zu unserer bisherigen Position zur&uuml;ckkehren.&raquo; Gleichzeitig wurde bekannt, dass die Trump-Administration plant, an Marokko Waffen zu verkaufen, wenn die Beziehungen zu Israel normalisiert w&uuml;rden.<br>\n&laquo;Trump sieht sich gerne als Friedensstifter und als die Person, die den Israel-Pal&auml;stina Konflikt l&ouml;st. Die Westsahara ist f&uuml;r ihn einfach ein Bauernopfer, ein Element in einem Trumpschen Deal&raquo;, reagiert Sylvia Valentin, Westsahara-Expertin von &laquo;terre des hommes schweiz&raquo;. Offenbar wollen die USA nicht nur vier High-Tech-Drohnen an Marokko verkaufen, geplant seien auch milliardenschwere Investitionen im K&ouml;nigreich&hellip;<br>\nDie Westsahara, ehemals eine Kolonie von Spanien, wird auch von der Afrikanischen Union als Demokratische Arabische Republik Sahara (Dars) anerkannt.  Die Durchf&uuml;hrung des Referendums war Teil des Waffenstillstandsabkommens, das die Polisario UND Marokko unterzeichnet haben. Die UNO hatte 1991 in einer Resolution gefordert, dass ein Referendum durchgef&uuml;hrt wird, bei dem die Bewohnerinnen und Bewohner der Westsahara &uuml;ber ihre Zukunft entscheiden k&ouml;nnen. Die UNO-Friedenstruppe Minurso h&auml;tte die Aufgabe, dieses Referendum durchzuf&uuml;hren. Da sich Marokko weigert, einen unabh&auml;ngigen Staat auch nur in Betracht zu ziehen, ist bis heute, fast dreissig Jahre danach, kein Referendum zustande gekommen. Marokko will den Landstreifen vor allem deshalb annektieren, weil hier Bodensch&auml;tze, wie Phosphat vorhanden sind&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/freiheit-recht\/menschenrechte\/die-sahrauis-als-spielball-fuer-trumps-egotrip\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die missbrauchten Frauen des Krieges<\/strong><br>\nInterview mit Prof. Dr. Stefanie Bock<br>\n(&hellip;) Weltweit sind M&auml;dchen und Frauen in Konflikten sexueller Gewalt ausgesetzt. Warum ist es so schwer, die T&auml;ter vor Gericht zu stellen?<br>\nStefanie Bock: Sexuelle Gewalt in bewaffneten Konflikten ist ein Massenph&auml;nomen, kommt also sehr h&auml;ufig vor; teilweise werden Vergewaltigungen sogar gezielt als Kriegswaffe eingesetzt. Dies macht es schwer, die T&auml;terinnen und T&auml;ter zu identifizieren beziehungsweise einzelne Taten individuellen Personen zuzuschreiben.<br>\nHinzu kommt, dass sexuelle Gewalt h&auml;ufig gesellschaftlich tabuisiert wird. Die Betroffenen k&ouml;nnen daher davor zur&uuml;ckschrecken, offen &uuml;ber ihre Erlebnisse zu sprechen &ndash; auch und erst recht in Gerichtsverfahren. Dies gilt umso mehr, wenn die Gesch&auml;digten damit rechnen m&uuml;ssen, nach der Vergewaltigung in ihrer Gesellschaft als vermeintlich &bdquo;unrein&ldquo; oder &bdquo;nicht heiratsf&auml;hig&ldquo; abgestempelt zu werden.<br>\nSchwerer als die k&ouml;rperlichen Narben wiegen die bleibenden seelischen Wunden. Denken Sie, dass eine Verurteilung der T&auml;ter den Missbrauchsopfern bei der Aufarbeitung der Geschehnisse hilft?<br>\nStefanie Bock: Ein Gerichtsverfahren oder auch die strafrechtliche Verurteilung der Verantwortlichen kann das Leid der Opfer nicht ungeschehen machen. Die &Uuml;berlebenden v&ouml;lkerrechtlicher Massengewalt werden h&auml;ufig ihr Leben lang unter der Tat und ihren Folgen leiden. Strafgerichte k&ouml;nnen die Taten eindeutig als Unrecht brandmarken und die &Uuml;berlebenden in ihrem Opferstatus anerkennen. Damit wird zugleich allen T&auml;terinnen und T&auml;tern, Gesch&auml;digten und Konfliktbeteiligten signalisiert, dass die internationale Staatengemeinschaft nicht gewillt ist, die systematische Verletzung von Menschenrechten hinzunehmen. Strafurteilen kommt damit ein hoher symbolischer Wert zu. So k&ouml;nnen sie &ndash; wenn und soweit sie von den Opfern als Akt der Gerechtigkeit wahrgenommen werden &ndash; einen Beitrag zur individuellen und gesellschaftlichen Aufarbeitung der Geschehnisse leisten.<br>\nEin Missbrauchsopfer des Kosovo-Krieges sagte uns, viele Frauen seien &bdquo;entt&auml;uscht von Den Haag&ldquo;. Wurden Kriegsverbrecher aus dem ehemaligen Jugoslawien konsequent genug verfolgt?<br>\nStefanie Bock: Die internationale Strafgerichtsbarkeit &ndash; das gilt auch f&uuml;r das Jugoslawientribunal &ndash; ist notwendig selektiv. Es k&ouml;nnen nur eine begrenzte Anzahl von Personen verfolgt werden. Zudem sind die Prozesse komplex und sehr zeitaufwendig. Es besteht daher die Gefahr, dass die Erwartungen und Hoffnungen der Opfer entt&auml;uscht werden! Dem kann nur vorgebeugt werden, wenn klar kommuniziert wird, was die internationale Strafjustiz leisten kann und was nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faces-of-peace.org\/stefanie-bock\/\">Gesichter des Friedens<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Norwegen: Umweltparagraf bleibt doch nur ein Papiertiger<\/strong><br>\nKlage vom Umweltverb&auml;nden gegen Erd&ouml;lsuche in der s&uuml;d&ouml;stlichen Berentsee vor dem Obersten Gerichtshof gescheitert. M&ouml;gliche Auswirkung auf Parlamentswahl<br>\nAm Ende gab es doch keine &Uuml;berraschung: Das Oberste Gericht Norwegens hat am Dienstag eine Klage von vier Umweltorganisationen gegen die Erd&ouml;lsuche in der s&uuml;d&ouml;stlichen Barentssee zur&uuml;ckgewiesen. Mit dem Urteil in der &ldquo;Klimas&oslash;ksm&aring;l Arktis&rdquo;, der &ldquo;Klimaklage Artktis&rdquo;, ist der gesetzliche Weg f&uuml;r die Umweltorganisationen im eigenen Land ausgereizt. Als Folge davon k&ouml;nnte sich die Bewegung nun radikalisieren &ndash; und im kommenden Jahr wird in Norwegen auch neu gew&auml;hlt.<br>\nGreenpeace Norwegen, die Jugendorganisation Natur og Ungdom, der norwegische Naturschutzbund sowie die &ldquo;Klimaaktion der Gro&szlig;eltern&rdquo; hatten konkret gegen die Vergabe von Suchlizenzen in der 23. Konzessionsrunde geklagt, die 2015\/2016 stattfand (Norwegens &Ouml;lpolitik vor Gericht). Dabei st&uuml;tzten sie sich zum einen auf den Paragrafen 112 des norwegischen Grundgesetzes, der allen das Recht auf eine gesunde, produktionskr&auml;ftige Umwelt und Artenvielfalt gibt und vorschreibt, dass die Naturressourcen nachhaltig verwaltet werden sollen &ndash; auch mit Blick auf die kommenden Generationen&hellip;<br>\nWelche Folgen dieses Urteil f&uuml;r die norwegische Umwelt- und Klimabewegung hat, l&auml;sst sich noch nicht absch&auml;tzen. Die Emp&ouml;rung dar&uuml;ber k&ouml;nnte Menschen zu Aktionen motivieren, die &uuml;ber das bisherige Ma&szlig; hinausgehen. Interessant wird sein, wie die norwegischen Parteien sich dazu vor der Wahl im September 2021 positionieren. In der Erd&ouml;lpolitik herrschte n&auml;mlich bisher ein breiter Konsens der gro&szlig;en Parteien &ndash; darin unterscheidet sich die sozialdemokratische Arbeiderpartiet nicht von Erna Solbergs konservativer H&oslash;yre.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Norwegen-Umweltparagraf-bleibt-doch-nur-ein-Papiertiger-4998336.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Warum die ungarische Rechtsregierung von der EU nichts zu bef&uuml;rchten hat?<\/strong><br>\nDie Gr&uuml;nde liegen nicht in Budapest oder Br&uuml;ssel. Sondern in Wolfsburg, Stuttgart, Ingolstadt &ndash; und deswegen auch in Berlin<br>\nDer freche und ziemlich offen erpresserische Kurs der Orban-Regierung bei der Entscheidung um den Epidemie-Haushalt der EU, als die ungarische Rechtsregierung ihre Zustimmung davon abh&auml;ngig machte, gr&uuml;nes Licht f&uuml;r ihre heimische reaktion&auml;re Offensive zu bekommen, war erfolgreich. Die weit verbreiteten Meldungen und Kommentare, die die Frage stellen, wie das denn passieren konnte, dass eine solche Provokation erfolgreich wird &ndash; &uuml;bersehen (oder, durchaus auch: Wollen &uuml;bersehen), dass Ungarn mit dieser Aktion keineswegs alleine stand. Sondern, und einige (wenige) Kommentare weisen durchaus darauf hin, dass Orban&amp;Co die direkte Unterst&uuml;tzung aus Berlin daf&uuml;r hatten, dass sie Dank der Politik der bundesdeutschen Ratspr&auml;sidentschaft erfolgreich waren. Aber, was selbst diese Kommentare in der Regel nicht weiter erw&auml;hnen &ndash; sind die Gr&uuml;nde daf&uuml;r. Die weit &uuml;ber aktuelle Konstellationen hinaus gehen, sondern aus dem Komplex der wirtschaftlichen Interessen der BRD Konzerne &ndash; (nicht nur, aber vor allem) der Autokonzerne &ndash; an ihrem langj&auml;hrigen Produktionsmekka Ungarn entstanden sind&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.labournet.de\/internationales\/ungarn\/politik-ungarn\/warum-die-ungarische-rechtsregierung-von-der-eu-nichts-zu-befuerchten-hat-die-gruende-liegen-nicht-in-budapest-oder-bruessel-sondern-in-wolfsburg-stuttgart-ingolstadt-und-deswegen-auch-i\/\">Labour net<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>&raquo;Respekt vor der Souver&auml;nit&auml;t&laquo;<\/strong><br>\n(&hellip;) Die sozialistische Regierung stellt nach f&uuml;nf Jahren wieder die Mehrheit im Nationalparlament (Asamblea Nacional). Pr&auml;sident Nicol&aacute;s Maduro hat nach der Abstimmung die internationale Gemeinschaft zum &raquo;Respekt vor der Souver&auml;nit&auml;t des venezolanischen Volkes&laquo; aufgerufen&hellip;<br>\n(&hellip;) Dagegen versuchte das von der USA gest&uuml;tzte Hardliner-Lager Guaid&oacute;s erst gar nicht, gegen Maduro im Wahllokal anzutreten. Die Niederlage wohl vorausahnend, diskreditierten sie das Ergebnis im Voraus und riefen mit dem nicht belegten Vorwurf des &raquo;Wahlbetrugs&laquo; zum Wahlboykott auf.<br>\nNat&uuml;rlich stellt sich die Frage: Wer sollte eigentlich Donald Trumps-Z&ouml;gling, mit Ausnahme der reichen Eliten, seine Stimmen geben? Schlie&szlig;lich war Guaid&oacute; kein &raquo;Wunschpr&auml;sident&laquo; des Volkes &ndash; der armen Bev&ouml;lkerung, der Campesinos, der Mehrzahl der Frauen und der Indigenen. Im Gegenteil: Seine politischen Aktivit&auml;ten auf der internationalen B&uuml;hne haben zu einer noch gr&ouml;&szlig;eren Entfremdung gegen&uuml;ber der Bev&ouml;lkerung beigetragen. Er begr&uuml;&szlig;te die US-amerikanischen Sanktionen, die die ohnehin prek&auml;re humanit&auml;re Lage weiter versch&auml;rfte, versuchte die in der Bank of England deponierten Goldreserven Venezuelas sich unter den Nagel zu rei&szlig;en, beteiligte sich an den Pl&auml;nen f&uuml;r den dilettantisch durchgef&uuml;hrten milit&auml;rischen Invasionsversuch &raquo;Operation Gideon&laquo; im Mai 2020 und forderte am 23. September in einer Rede vor Vertretern der UN die Anwendung des &raquo;Responsibility to Protect&laquo; (R2P), also den Einmarsch in das eigene Land&hellip;<br>\nNach dem Verlust des Parlaments steht Guaid&oacute; nun ohne Legitimation f&uuml;r seine ohnehin machtlose &raquo;Gegenregierung&laquo; dar. Reaktionen von ihm erinnern an seinen Mentor im &raquo;Wei&szlig;en Haus&laquo;, der sich trotz seiner Niederlage weiter f&uuml;r den Pr&auml;sidenten h&auml;lt&hellip;<br>\nW&auml;hrend die Mehrheit der 193 UN-Mitgliedsl&auml;nder, darunter China, Russland und zahlreiche Regierungen Lateinamerikas, das Wahlergebnis respektieren, h&auml;lt der transatlantische Westen gegen&uuml;ber Venezuela bisher an seiner Blockade- und Umsturzpolitik fest. Der scheidende US-Au&szlig;enminister Mike Pompeo nannte die Abstimmung in Venezuela eine &raquo;Farce&laquo;. EU-Au&szlig;enbeauftragter Josep Borrel sprach im Kolonialherrenstil davon, dass die Wahl &raquo;weder glaubw&uuml;rdig noch transparent&laquo; verlaufen sei. Eine Sprecherin des deutschen Bundesau&szlig;enministers Heiko Maas verlautbarte: &raquo;Aus unserer Sicht waren die Wahlen nicht frei und fair und gen&uuml;gten auch nicht internationalen Mindeststandards.&laquo; Miguel Berger, Staatssekret&auml;r im Ausw&auml;rtigen Amt, setzte noch eins drauf und twitterte, der gescheiterte Putschist Guaid&oacute; k&ouml;nne auf &raquo;andauernde Unterst&uuml;tzung&laquo; z&auml;hlen. Eine Missachtung des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags, der dessen Anerkennung als &raquo;Interimspr&auml;sident&laquo; durch die Bundesregierung und andere westliche Staaten bereits im Februar 2019 als v&ouml;lkerrechtswidrig bezeichnet hatte&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/respekt-vor-der-souveraenitaet\/\">Sozialismus.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Dazu Frederico F&uuml;llgraf gestern auf den Nachdenkseiten: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68261\">Venezuela &ndash; Die boykottierte Parlamentswahl, der angek&uuml;ndigte wirtschaftliche Wiederaufbau und das Ende der Juan-Guaid&oacute;-Fiktion<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>&bdquo;Westen verschlie&szlig;t Augen&ldquo;<\/strong><br>\nBaltnews-Leiter beklagt Repressionen gegen russische Presse in Lettland<br>\nLettische Beh&ouml;rden haben Anfang Dezember russischsprachige Journalisten von Baltnews und Sputnik Lettland festgenommen, verh&ouml;rt und anschlie&szlig;end wegen der angeblichen Verletzung der EU-Sanktionen verklagt. Baltnews-Redaktionsleiter Andrejs Starikovs spricht im SNA-Interview von einer Informationskampagne gegen russische Medien in der EU.<br>\n(&hellip;) Was ist passiert? Sieben Personen wurden festgenommen: f&uuml;nf externe Autoren von Rossiya Segodnya und zwei ehemalige freie Mitarbeiter der Mediaholding. Sie bekamen Besuch vom lettischen Staatssicherheitsdienst&hellip;<br>\nBei den sieben Journalisten haben die Beamten Hausdurchsuchungen durchgef&uuml;hrt&hellip;Dann wurden die Leute zur Au&szlig;enstelle der Staatssicherheit gebracht, Ermittler haben sie verh&ouml;rt. Sie mussten eine Verschwiegenheitserkl&auml;rung abgeben, und ein Ausreiseverbot wurde verh&auml;ngt. Momentan werden sie als Verd&auml;chtige im Strafverfahren bei Versto&szlig; gegen den Artikel 84 des lettischen Strafgesetzbuches gef&uuml;hrt: Versto&szlig; von lettischen Staatsb&uuml;rgern gegen die internationalen Sanktionen in Bezug auf Russland.<br>\nDiese Aktion von Seiten der lettischen Beh&ouml;rden kann man getrost als Willk&uuml;r und als Versuch einstufen, die Meinungsfreiheit einzuschr&auml;nken, Andersdenkenden den Mund zu verbieten&hellip;<br>\n(&hellip;) Jeder freie Journalist und Mitarbeiter, der sich f&uuml;r Baltnews oder Sputnik Lettland engagiert, ist informiert. Jeder versteht, welche Risiken in den baltischen L&auml;ndern f&uuml;r diejenigen besteht, die in der einen oder anderen Form mit Russland kooperieren&hellip;.<br>\nWenn wir den Fall als politisch einstufen &ndash; und ich bewerte ihn so &ndash;, dann wird im Baltikum ein rechtlicher Pr&auml;zedenzfall geschaffen, der es erlaubt, auf einer rechtlichen Grundlage &ndash; getarnt durch diese Sanktionsrhetorik &ndash; die russischen Massenmedien vom Territorium eines europ&auml;ischen Landes zu verbannen. Wenn dies im Baltikum geschieht und ein solcher Pr&auml;zedenzfall geschaffen wird, kann diese Praktik auch in anderen L&auml;ndern angewendet werden: in Deutschland, in Frankreich, in Gro&szlig;britannien, in den Vereinigten Staaten&hellip;<br>\nDeshalb ist das Baltikum in diesem Kontext ein Milit&auml;r&uuml;bungsplatz. Das ist ein Laboratorium, in dem versucht wird, die kompletten russischen Staatsmedien &ndash; n&auml;mlich Sputnik und RT &ndash; vom Territorium der EU zu verbannen&hellip;.<br>\n(&hellip;) Praktisch sieht die Sache anders aus. Und eine sehr ekelerregende Sache, von der immer gesprochen wird, sind die doppelten Standards. Die Situation mit den doppelten Standards ist dort sehr stark ausgepr&auml;gt. Wir sind bereit, Journalisten zu verteidigen, aber diejenigen, die mit den russischen Staatsmedien arbeiten, sind keine Journalisten. Das sind irgendwelche Propagandisten oder falsche Journalisten. Das ist ein gro&szlig;es und wichtiges Problem&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/snanews.de\/20201222\/lettland-zensur-245712.html\">sna<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(WM\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-68306","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/68306","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=68306"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/68306\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":68310,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/68306\/revisions\/68310"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=68306"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=68306"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=68306"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}