{"id":6839,"date":"2010-09-24T17:51:47","date_gmt":"2010-09-24T15:51:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6839"},"modified":"2010-09-24T17:51:47","modified_gmt":"2010-09-24T15:51:47","slug":"hinweise-des-tages-2-149","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6839","title":{"rendered":"Hinweise des Tages (2)"},"content":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute u. a. zu folgenden Themen: Juristentag: Gro&szlig;e Sympathien f&uuml;r einen Mindestlohn, Mini-Jobs mit Maxi-Schaden, &bdquo;Sozialdemokratisierte&ldquo; CDU akzeptiert Wirtschaftsrat-Forderung nach Sparen auf griechische Art, wie der Staat die Boni p&auml;ppelt, Peer Steinbr&uuml;ck: Unterm Strich steht nur Selbstdarstellung, Staatsdiener-Quote: Abgemagert, gar nicht dick und fett, USA: F&uuml;nfj&auml;hriger in Handschellen. (KR)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert: <\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Juristentag: Gro&szlig;e Sympathien f&uuml;r einen Mindestlohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Zweifelhaftes Wirtschaftswunder: Mini-Jobs mit Maxi-Schaden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Deutschland im Rausch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Wirtschaftsrat fordert Sparen nach griechischer Art<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Wie der Staat die Boni p&auml;ppelt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">L&ouml;hne: Bank-Boni als Motor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Bitte das Spiel zu machen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Peer Steinbr&uuml;ck: Unterm Strich steht nur Selbstdarstellung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Staatsdiener-Quote: Abgemagert, gar nicht dick und fett<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Urteil am Europ&auml;ischen Gerichtshof: Notwendige Lektion f&uuml;r die Kirche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Opel in Belgien: Eine Pr&auml;mie f&uuml;rs Verpissen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Krieg, Abzug und Moral<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">USA: F&uuml;nfj&auml;hriger in Handschellen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=6839&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Juristentag: Gro&szlig;e Sympathien f&uuml;r einen Mindestlohn<\/strong><br>\nSollte der Gesetzgeber den Empfehlungen des alle zwei Jahre, derzeit in Berlin stattfindenden Juristentages folgen, w&uuml;rde er alsbald die Steuer- und Abgabeverg&uuml;nstigungen f&uuml;r prek&auml;re Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse abschaffen und stattdessen einen fl&auml;chendeckenden, einheitlichen Mindestlohn einf&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/grosse-sympathien-fuer-einen-mindestlohn\/-\/1472780\/4672358\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Zweifelhaftes Wirtschaftswunder: Mini-Jobs mit Maxi-Schaden<\/strong><br>\nEigentlich sollen sie eine &ldquo;Br&uuml;cke in den ersten Arbeitsmarkt&rdquo; sein &ndash; doch die Realit&auml;t sieht meistens anders aus: &ldquo;Minijobs sind faktisch Killer f&uuml;r Vollzeitjobs&rdquo;, sagt zumindest Professor Peter Bofinger, einer der f&uuml;nf so genannten Wirtschaftsweisen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/archiv\/2010\/panoramavierhunderteurojobs101.html\">ARD Panorama (Text)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/media\/panorama557.html\">ARD Panorama (Video)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Deutschland im Rausch<\/strong><br>\nVerzicht und falsche Bescheidenheit gef&auml;hrden die wirtschaftliche und soziale Zukunft Europas. Deswegen ist der gewerkschaftliche Protest und Widerstand gegen die europ&auml;ische Streichideologie schlicht ein Ausdruck &ouml;konomischer Vernunft.<br>\nVon Dierk Hirschel, Wirtschaftsexperte bei Ver.di.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2010%2F09%2F24%2Fa0091&amp;cHash=5b72ccabe1\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wirtschaftsrat fordert Sparen nach griechischer Art<\/strong><br>\nImmer wieder wird sie an die Wand gemalt: die schleichende Sozialdemokratisierung der Union. Warum sich dieses Bild weiterhin h&auml;lt, ist angesichts des j&uuml;ngst verabschiedeten Sparpakets der Bundesregierung kaum verst&auml;ndlich. Vertreter der Union und der Finanzwirtschaft trafen sich in der Deutschen Bank, um Schulden abzubauen &ndash; im Visier: der Sozialetat<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/33\/33370\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wie der Staat die Boni p&auml;ppelt<\/strong><br>\nDie Diskussion um die Bezahlung von Bankern kratzt nur an der Oberfl&auml;che des Problems. So notwendig die akute Rettung damals war, so sehr hat die anhaltende Dauersubventionierung den Bankenmarkt verzerrt &ndash; mit weitreichenden Folgen f&uuml;r angrenzende M&auml;rkte. Aus Sorge, die Kreditvergabe k&ouml;nne leiden, tat die Politik alles daf&uuml;r, dass der Sektor so bleiben konnte, wie er war, n&auml;mlich aufgebl&auml;ht. Ironischerweise sch&uuml;tzte man damit nicht die einfachen Schalterjobs bei kleineren Instituten, sondern vor allem die der Investmentbanker, die die Krise erst m&ouml;glich gemacht hatten.<br>\nDurch die Subventionierung st&uuml;tzt der Staat k&uuml;nstlich die Nachfrage nach Topbankern und h&auml;lt so das hohe Gehaltsniveau aufrecht. Doch damit nicht genug: Zus&auml;tzlich mindert er auch das Berufsrisiko dieser Leute. Jobs wie der des Investmentbankers sind traditionell auch deshalb so gut bezahlt, weil sie immer als unsicher galten. Wer es schaffte, nahm viel Geld mit, wer versagte, flog raus. Die gute Bezahlung war sozusagen die Risikopr&auml;mie f&uuml;r diese Unsicherheit. Doch dank der freundlichen Unterst&uuml;tzung des Staates ist es heute gar nicht mehr so einfach rauszufliegen. Das viele Geld gibt es trotzdem. Durch diese Verzerrungen am Bankenmarkt l&auml;sst sich zumindest teilweise erkl&auml;ren, warum die Geh&auml;lter in der Branche immer noch so ungew&ouml;hnlich hoch sind. Nat&uuml;rlich gibt es noch weitere Faktoren. So ist zum Beispiel v&ouml;llig unverst&auml;ndlich, woraus die Banker &uuml;berhaupt ihr Recht auf hohe Boni ableiten. Schlie&szlig;lich sind auch in anderen Berufen Topleute begehrt, ohne dass sie horrende Zusatzzahlungen verlangen k&ouml;nnen. Oder hat jemand schon mal von Bonusexzessen bei Ingenieuren geh&ouml;rt? &ndash; Dennoch k&ouml;nnte die Politik schon einiges erreichen, wenn sie endlich zulassen w&uuml;rde, dass der Bankensektor insgesamt und die einzelnen Institute auf das notwendige Ma&szlig; schrumpfen. Das ist aus vielen anderen Gr&uuml;nden w&uuml;nschenswert &ndash; etwa um das Problem zu entsch&auml;rfen, dass viele Banken zu gro&szlig; sind, um sie im Ernstfall pleitegehen zu lassen. Als Nebeneffekt w&uuml;rde aber auch die Nachfrage nach Topbankern sinken &ndash; und damit das Gehaltsniveau.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/:hre-diskussion-wie-der-staat-die-boni-paeppelt\/50173221.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>L&ouml;hne: Bank-Boni als Motor<\/strong><br>\nDie Arbeitnehmer in Deutschland k&ouml;nnen sich freuen: Die Reall&ouml;hne klettern im Rekordtempo. (&hellip;) Der Anstieg verliert allerdings viel von ihrem Glanz, wenn man die Ergebnisse genauer unter die Lupe nimmt.<br>\nErste Einschr&auml;nkung: Ein Gro&szlig;teil des Anstiegs geht auf den Faktor Arbeitszeit zur&uuml;ck. Derzeit sinkt die Kurzarbeit rasch und daf&uuml;r tauchen erste Zuw&auml;chse bei den &Uuml;berstunden auf. Deutlich wird dies in der Industrie: Hier sind die Verdienste zwar um 5,7 Prozent geklettert &ndash; vier F&uuml;nftel des Anstiegs gehen jedoch auf das Konto l&auml;ngere Arbeitszeit (plus 4,2 Prozent). Zweite Einschr&auml;nkung: Der statistische Basiseffekt spielt ebenfalls eine Rolle. 2009 waren die L&ouml;hne n&auml;mlich krisenbedingt noch um 1,2 Prozent gesunken. Dritte Einschr&auml;nkung: Die Zuw&auml;chse sind ungleich verteilt. 850.000 Besch&auml;ftigte der Versicherungs- und Finanzdienstleister erhalten im Schnitt 7,4 Prozent mehr &ndash; der st&auml;rkste Zuwachs von allen Wirtschaftszweigen. Von dem 7,4-prozentigen Rekord kassierten die rund 100.000 Leitenden Bankangestellten (die sogenannte Leistungsgruppe 1) das meiste. Ihr Einkommen wuchs dank der Boni und Gewinnbeteiligungen um 36 Prozent auf durchschnittlich 9.338 Euro monatlich. Am anderen Ende steht &bdquo;Verkehr und Lagerhaltung&ldquo;, hier sank der Bruttomonatsverdienst um 0,4 Prozent binnen Jahresfrist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/bank-boni-als-motor\/-\/1472780\/4667822\/-\/index.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Siehe erg&auml;nzend die gestrigen Hinweise des Tages: <a href=\"?p=6797#h03\">&ldquo;Lohn-Plus und doch wenig Grund zum Jubeln&rdquo; (ZDF)<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Bitte das Spiel zu machen<\/strong><br>\nDass die Bank die F&auml;higkeit hat, sich mit den politischen Machthabern zu arrangieren &ndash; oder sie auszutricksen &ndash; ist kaum erstaunlich. Schon seit den fr&uuml;hen 1990er-Jahren hat jeder Topmanager von Goldman Sachs einen hochrangigen politischen Posten als logische Kr&ouml;nung seiner Karriere vor Augen.<br>\nIm globalen Finanzcasino nimmt Goldman Sachs gleich mehrere Rollen wahr: erstens die des Croupiers, der f&uuml;r alle Transaktionen gute Kommissionen einstreicht; zweitens die des Beraters, der gegen Bezahlung Anlagestrategien entwirft, wobei zu den Klienten vor allem Regierungen und institutionelle Investoren, aber auch gewohnheitsm&auml;&szlig;ige Spieler wie die spekulierenden Hedgefonds geh&ouml;ren. Die zahlreichen Analysten und &Ouml;konomen der Bank z&auml;hlen zu den weltweit angesehensten der Branche, deren Informationen und Einsch&auml;tzungen sehr oft den Lauf der Dinge und die Aktienkurse beeinflussen. In diesem Casino tritt Goldman Sachs aber vor allem in einer dritten Rolle auf: als Spieler, der die Karten aller Mitspieler schon kennt und deren Chips auf das gr&uuml;ne Tuch platziert &ndash; und die eigenen gleich dazu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2010\/08\/13.mondeText.artikel,a0032.idx,8\">monde-diplomatique.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Peer Steinbr&uuml;ck: Unterm Strich steht nur Selbstdarstellung<\/strong><br>\nEx-Finanzminister Peer Steinbr&uuml;ck inszeniert sich gern als furchtloser Drachent&ouml;ter im Kampf mit dem Finanzmarkt-Monster. Dabei steht sein Selbstbild im krassen Gegensatz zu seinen tats&auml;chlichen F&auml;higkeiten. Von Harald Schumann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/peer-steinbrueck-unterm-strich-steht-nur-selbstdarstellung\/1941422.html;jsessionid=7D9FBE838AC0E188A07375B63A9EDA2C\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Staatsdiener-Quote: Abgemagert, gar nicht dick und fett<\/strong><br>\nIn der Bundesrepublik gibt es &minus; gemessen an der Zahl aller Erwerbst&auml;tigen &minus; weniger Besch&auml;ftigte im &ouml;ffentlichen Dienst als im Mutterland des Kapitalismus, den USA. Die Staatsdiener-Quote ist niedrig. Der Staat fastet: 1995 waren in Deutschland noch 4,8 Millionen Menschen im &ouml;ffentlichen Dienst besch&auml;ftigt, im vorigen Jahr waren es gut eine Million weniger. Dies ist nicht mit einem generellen Besch&auml;ftigungstrend zu erkl&auml;ren, denn in der gesamten Wirtschaft ist die Zahl der Erwerbst&auml;tigen gestiegen. Folge: Der Anteil der Staatsdiener an den Erwerbst&auml;tigen ist stark geschrumpft &ndash; von fast 13 auf rund neun Prozent. Das geht aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage des SPD-Abgeordneten Ottmar Schreiner hervor. Da ist es nur logisch, dass auch die Personalausgaben des Staates &ndash; gemessen am Bruttoinlandsprodukt &ndash; gesunken sind, und zwar um 25 Prozent. Und wie ist die Schrumpfkur des Staates zu erkl&auml;ren? St&auml;dte und L&auml;nder haben immer mehr Bereiche privatisiert. Das gilt zum Beispiel f&uuml;r Krankenh&auml;user, Busbetriebe oder die M&uuml;llentsorgung. Andere Einrichtungen wie Hochschulen sind zwar noch in &ouml;ffentlicher Hand, sie wurden aber als selbstst&auml;ndige Einheiten ausgegliedert. Zudem wurde in der Verwaltung gespart.<br>\nNun k&ouml;nnten Skeptiker einwenden: Alles nur Statistik-Tricks! Die vielen Staatsdiener sind bestimmt noch da, sie wurden nur versteckt! Dem widerspricht die Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), die keinen Grund hat, den deutschen Staat kleinzurechnen. Die OECD hat im vorigen Jahr in einem gro&szlig;en Bericht die Lage in verschiedenen L&auml;ndern verglichen. Demnach waren 2005 in Deutschland rund zehn Prozent der Erwerbst&auml;tigen im unmittelbaren &ouml;ffentlichen Dienst &ndash; also in der Verwaltung oder Sozialversicherung &minus; besch&auml;ftigt. In den USA waren es dagegen 14 Prozent. Auch Gro&szlig;britannien toppt Deutschland mit 14,6 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/abgemagert--gar-nicht-dick-und-fett\/-\/1472780\/4672226\/-\/index.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Auf der Website des Finanzministeriums hei&szlig;t es unter dem Titel &ldquo;Effizienter Staat &ndash; Deutschland international gut aufgestellt&rdquo; dazu stolz: &ldquo;Im europ&auml;ischen Vergleich schneidet Deutschland <a href=\"http:\/\/www.bundesfinanzministerium.de\/DE\/Wirtschaft__und__Verwaltung\/Finanz__und__Wirtschaftspolitik\/Oeffentlicher__Gesamthaushalt\/052__Der__Staat__wird__schlanker.html\">hinsichtlich der Besch&auml;ftigten im Staatsdienst gut ab.<\/a>&rdquo;<\/em><\/p>\n<p>Fragt sich nur, was gut aufgestellt hei&szlig;t, wenn in den skandinavischen Staaten, die uns in ihrem Wohlstand (Pro-Kopf-Einkommen, soziale Absicherung, Besch&auml;ftigung) &uuml;bertreffen, die Besch&auml;ftigungsquote des &ouml;ffentlichen Dienstes <a href=\"http:\/\/dx.doi.org\/10.1787\/723622503117\">zwischen 21 und 29 Prozent betr&auml;gt.<\/a> <\/p>\n<p>Diese L&auml;nder haben kein Problem damit, dass die Besch&auml;ftigung im &Ouml;ffentlichen Dienst das gesamtwirtschaftliche Angebot verknappt &ndash; im Gegenteil. Dass in Deutschland mit dem Besch&auml;ftigungabbau auch eine Schm&auml;lerung der Qualit&auml;t und Effizienz des &Ouml;ffentlichen Dienstes in Kauf genommen wird, wird bei der Sparwut der Politik nicht mehr wahrgenommen. Dagegen wird auf gleichen Website die Erh&ouml;hung der Teilzeitarbeit als Erfolg vermeldet.<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Urteil am Europ&auml;ischen Gerichtshof: Notwendige Lektion f&uuml;r die Kirche<\/strong><br>\nKommentar von Heribert Prantl: Ehebruch ist kein K&uuml;ndigungsgrund . Es wird h&ouml;chste Zeit, dass der Europ&auml;ische Gerichtshof f&uuml;r Menschenrechte der Katholischen Kirche eine Lektion in Arbeitsrecht erteilt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/karriere\/urteil-am-europaeischen-gerichtshof-notwendige-lektion-fuer-die-kirche-1.1003950\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Opel in Belgien: Eine Pr&auml;mie f&uuml;rs Verpissen<\/strong><br>\nNoch hoffen die verbliebenen Besch&auml;ftigten des Opel-Werkes im belgischen Antwerpen auf neue InvestorInnen. Doch wenn sich bis Ende Monat niemand findet, verlieren auch sie ihren Job. Die Betroffenen, seit Jahren in Sorge um ihren Arbeitsplatz, schwanken zwischen Frust, Hoffnung und Apathie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.woz.ch\/artikel\/2010\/nr38\/international\/19807.html\">WOZ (CH)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Krieg, Abzug und Moral<\/strong><br>\nKeine Strategie der Deutschen indes funktioniert ohne die Hilfe eines ganzen Heeres afghanischer Angestellter. Es gibt zwar keine offiziellen Zahlen, aber sch&auml;tzungsweise hunderte, wenn nicht tausend oder mehr Afghanen arbeiten f&uuml;r die Deutschen. Im Nachbarland Irak mussten mehrere zehntausend Iraker ihr Leben lassen, weil sie mit der US-Armee kollaboriert hatten. Doch die US-Regierung verschlie&szlig;t davor die Augen. Es ist anzunehmen, dass die Bundesregierung bisher keine Pl&auml;ne hat, wie ihre afghanischen Mitarbeiter vor den Taliban gesch&uuml;tzt werden k&ouml;nnen, welche vorrangig Jagd auf Kollaborateure machen.<br>\nWas sollte geschehen? F&uuml;r die Afghanen, die von den Taliban bedroht sind, m&uuml;ssen Sicherheitsma&szlig;nahmen ergriffen werden. Jene, die nicht l&auml;nger sicher in ihrem Land leben k&ouml;nnen, brauchen Visa, damit sie sich in Deutschland ansiedeln k&ouml;nnen. Wenn Deutschland dann eines Tages wirklich abzieht, darf es die Menschen, die im Dienst der Bundesrepublik ihr Leben riskiert haben, nicht sich selbst &uuml;berlassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/krieg-abzug-und-moral\/1941006.html;jsessionid=468B30BFB65EAF2DBED15A16FB95A9B6\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>USA: F&uuml;nfj&auml;hriger in Handschellen<\/strong><br>\nDie letzten zwanzig Jahre haben die USA mit dem Versuch, den Sicherheitsproblemen an Schulen mit polizeilichen Ma&szlig;nahmen beizukommen, ausreichend Erfahrungen gesammelt: New York City mit dem gr&ouml;&szlig;ten Schulsystem des Landes und fast 1,1 Millionen Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;lern ist ein lehrreiches Beispiel f&uuml;r das groteske Versagen einer Politik der &ldquo;harten Hand&rdquo;. 1998 verlagerte die Stadtverwaltung die Verantwortung f&uuml;r die Sicherheit von der Schulbeh&ouml;rde zur New Yorker Polizei, das hei&szlig;t, gegen&uuml;ber den mittlerweile rund 4 500 Sicherheitsbeauftragten sind nicht die Direktoren an den betroffenen Schulen weisungsbefugt, sondern ausschlie&szlig;lich das New York Police Department. Seit die New Yorker Polizei f&uuml;r die Schulsicherheit zust&auml;ndig ist, vermelden Polizei und Schulbeh&ouml;rde allj&auml;hrlich eine stetig sinkende innerschulische Kriminalit&auml;tsrate, die sie nat&uuml;rlich auf ihre harsche Sicherheitspolitik zur&uuml;ckf&uuml;hren. Durch den gro&szlig;z&uuml;gigen Einsatz von Metalldetektoren und die massive Polizeipr&auml;senz habe die Zahl der Verbrechen in den 22 gef&auml;hrlichsten Problemschulen, den sogenannten Impact Schools, deutlich gesenkt werden k&ouml;nnen. Doch in Wirklichkeit sind diese Statistiken so stark frisiert, dass sie kaum jemanden &uuml;berzeugen. Laut einem Bericht des Rechnungshofs(1) aus dem Jahr 2007 beispielsweise wurden zahlreiche Gewaltakte gar nicht erst offiziell gemeldet. Die Versch&auml;rfung der Sicherheitsvorkehrungen hat jedoch ein v&ouml;llig neues disziplinarisches System geschaffen, wodurch die meist nur rudiment&auml;r ausgebildeten Sicherheitskr&auml;fte an vielen Schulen zur h&ouml;chsten Autorit&auml;t wurden. In disziplinarischen Fragen setzen sie sich regelm&auml;&szlig;ig &uuml;ber Lehrer und Schulleitung hinweg, mit dem Ergebnis einer neuen Form von Gewalt und Chaos.<br>\nDie eigentliche Tragik des drakonischen New Yorker Schulregimes besteht darin, dass bew&auml;hrte Alternativen v&ouml;llig an den Rand gedr&auml;ngt werden. In dem im Juli 2009 ver&ouml;ffentlichten Bericht eines Zusammenschlusses von gemeinn&uuml;tzigen Interessengruppen werden sechs Oberschulen aus Arbeiterbezirken vorgestellt, die sich f&uuml;r eine humane Sicherheitspolitik entschieden haben. Dieser neue Bericht mit dem Titel &ldquo;Sicherheit in W&uuml;rde&rdquo; (Safety with Dignity), den ich mitverfasst habe, belegt, dass diese Modellschulen deutlich bessere Ergebnisse erzielen als die schwer bewachten Nachbarschulen.(5) &ldquo;Wenn man nicht will, dass die Sch&uuml;ler sich wie Verbrecher verhalten, darf man sie nicht wie Verbrecher behandeln&rdquo;, sagt Tabari Bomani, seit vielen Jahren Lehrer an der Bushwick Community High School in Brooklyn. Die demografische Zusammensetzung der Sch&uuml;ler an diesen Schulen ist mit jener der polizeilich &uuml;berwachten Problemschulen weitgehend identisch. Ein gro&szlig;er Prozentsatz der Sch&uuml;ler lebt unter der Armutsgrenze und stammt aus Migrantenfamilien, in denen kein Englisch gesprochen wird. Dennoch schneiden diese Schulen, die nur h&ouml;chst zur&uuml;ckhaltend durch Polizeikr&auml;fte &uuml;berwacht werden, auf allen Ebenen besser ab als die Hochsicherheitsschulen. Es kommt dort nicht nur seltener zu gewaltt&auml;tigen Zusammenst&ouml;&szlig;en, Verhaftungen und Schulverweisen, sondern sie erzielen auch bessere Lernerfolge &ndash; mehr Schulabschl&uuml;sse, weniger Schulabbr&uuml;che. Alle Daten dieser vergleichenden Untersuchung stammen von der Schulbeh&ouml;rde der Stadt New York.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2010\/09\/10.mondeText1.artikel,a0051.idx,17\">monde-diplomatique.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Angesichts der hetzerischen Rede von Integrationsverweigeren, deren Anteil mit fragw&uuml;rdigen Methoden <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2010%2F09%2F24%2Fa0060&amp;cHash=2da5d048e4\">hochgerechnet wird<\/a>, und den zu treffenden h&auml;rteren Ma&szlig;nahmen gem&auml;&szlig; einer eigentlich l&auml;ngst &uuml;berwunden geglaubten &ldquo;schwarzen P&auml;dagogik&rdquo; sollte der Bericht von Chase Madarmit hierzulande mit besonderer Aufmerksamkeit gelesen werden: &ldquo;Die Lehre aus den Erfahrungen in New York ist jedoch eindeutig: Hat man die Polizei erst in der Schule, bekommt man sie schwer wieder hinaus. Die Politiker in Europa, die mit solchen Pl&auml;nen lieb&auml;ugeln, sollten es sich zweimal &uuml;berlegen, ehe sie diesen Weg einschlagen.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute u. a. zu folgenden Themen: Juristentag: Gro&szlig;e Sympathien f&uuml;r einen Mindestlohn, Mini-Jobs mit Maxi-Schaden, &bdquo;Sozialdemokratisierte&ldquo; CDU akzeptiert Wirtschaftsrat-Forderung nach Sparen auf griechische Art, wie der Staat die Boni p&auml;ppelt, Peer Steinbr&uuml;ck: Unterm Strich steht nur Selbstdarstellung,<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6839\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-6839","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6839","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6839"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6839\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6841,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6839\/revisions\/6841"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6839"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6839"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6839"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}