{"id":68438,"date":"2021-01-04T08:23:25","date_gmt":"2021-01-04T07:23:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68438"},"modified":"2021-01-04T12:42:01","modified_gmt":"2021-01-04T11:42:01","slug":"hinweise-des-tages-3769","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68438","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT\/CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68438#h01\">Schicksalstag f&uuml;r Julian Assange<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68438#h02\">Julian Assange &ndash; Das schreiende Schweigen der EU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68438#h03\">Die Krise der Linken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68438#h04\">Joe Biden should end the US pretence over Israel&rsquo;s &lsquo;secret&rsquo; nuclear weapons<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68438#h05\">Lockdown der Menschlichkeit in Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68438#h06\">Intensivpflege: &bdquo;Der Beruf wird immer unattraktiver&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68438#h07\">Die Alten sind in ihrem Leben bedroht &ndash; die gesellschaftlichen Folgen tragen vor allem die Jungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68438#h08\">Klinikmitarbeiter geben Scheuers Weihnachtspl&auml;tzchen zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68438#h09\">Allianz-Chef warnt vor Pleiten von Lebensversicherern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68438#h10\">Staatsverschuldung in der Coronakrise: Deutschland braucht eine Abgabe f&uuml;r Superreiche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68438#h11\">Pandemiekosten: Wer soll das bezahlen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68438#h12\">Drei Prozent Nettorendite. Nicht auf Aktien. Sondern in der Gesetzlichen Rentenversicherung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68438#h13\">Epidemiologe nennt Corona-Strategie illusorisch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68438#h14\">Was f&uuml;r Impfprivilegien spricht &ndash; und was dagegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68438#h15\">US-Kriegsetat bringt jedes Jahr ungez&auml;hlten Menschen den Tod<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68438#h16\">Das sind die wahren Gr&uuml;nde im Streit um bewaffnete Drohnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68438#h17\">Was hei&szlig;t hier gr&uuml;n?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68438#h18\">Ein deutsches Fox News droht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68438#h19\">Ein Lenk f&uuml;r Zuhause<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68438#h20\">Deshalb werden die n&auml;chsten Jahre gef&auml;hrlicher<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Schicksalstag f&uuml;r Julian Assange<\/strong><br>\nBritisches Gericht entscheidet heute &uuml;ber die Auslieferung des WikiLeaks-Gr&uuml;nders in die USA. Die Bundesregierung ging zuletzt etwas ehrlicher mit dem Fall um<br>\nKurz vor der gerichtlichen Entscheidung &uuml;ber einen Auslieferungsantrag der USA gegen den australischen Journalisten und Gr&uuml;nder der Enth&uuml;llungsplattform WikiLeaks, Julian Assange, hat sich die Bundesregierung erstmals kritisch zu dem Verfahren in London ge&auml;u&szlig;ert. Sie verfolge mit Sorge den Prozess in Gro&szlig;britannien und die im November schriftlich eingereichten Schlusspl&auml;doyers von Anklage und Verteidigung, so die SPD-Bundestagsabgeordnete und Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, B&auml;rbel Kofler, am Mittwoch. Obwohl die Erkl&auml;rung zur&uuml;ckhaltend formuliert ist, deutet sie auf ein Ende der Doppelz&uuml;ngigkeit Berlins gegen&uuml;ber einer der skandaltr&auml;chtigsten Politprozesse in Europa hin.<br>\n[&hellip;]Zu erwarten ist allerdings, dass die jeweils unterlegene Seite nach dem heutigen Richterspruch binnen 28 Tagen in Berufung gehen wird. Der Rechtsstreit &uuml;ber eine Auslieferung von Assange in die USA k&ouml;nnte sich jahrelang hinziehen und am Ende vor dem Europ&auml;ischen Gerichtshof f&uuml;r Menschenrechte ausgefochten werden. Der kritische Punkt ist daher nicht unbedingt die Auslieferung an sich, sondern die Haftbedingungen, die klar gegen menschenrechtliche Standards versto&szlig;en.<br>\n[&hellip;.] Man k&ouml;nnte sagen, Vertreter des Au&szlig;enamtes haben zur Causa Assange anhaltend die Unwahrheit gesagt, um sich nicht einem Fall von Politjustiz und Folter in den eigenen europ&auml;ischen Reihen stellen zu m&uuml;ssen.<br>\n[&hellip;.]Wenn Richterin Baraitser heute das Urteil verliest, wird Assange all das nur mittelbar helfen. Nicht nur, dass die Kritik aus Berlin zu vage ist und zu sp&auml;t kommt. Vor Ort wird sie auch nicht wahrnehmbar sein. Die Regeln zur Eind&auml;mmung der Corona-Krise in Gro&szlig;britannien verhindern eine ad&auml;quate Prozessbeobachtung.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Schicksalstag-fuer-Julian-Assange-5002059.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Moritz M&uuml;ller:<\/strong> Wieder einmal deutliche Worte, die leider im derzeitigen Hintergrundrauschen aus Brexit, Pandemie und Hysterie unterzugehen drohen. Ich f&uuml;r meinen Teil werde, bis und w&auml;hrend das Gericht um 11:00 MEZ zusammentritt mit ganzem Herzen an Julian Assange und seine Familie denken und positive Schwingungen nach London senden. Man kann es auch beten nennen. Bei der geballten &Uuml;bermacht und Brutalit&auml;t der Kr&auml;fte, die ihn in ihrer Gewalt haben scheint genau in diesem Moment nichts anderes m&ouml;glich. Danach wird leider weiterhin &uuml;ber dieses und anderes Unrecht zu berichten sein. Dies scheint die Phase der menschlichen Entwicklung zu sein, in der wir uns gerade befinden.&rdquo;<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzung 12:33 Uhr:<\/strong> Richterin Baraitser hat sich wegen Suizidgefahr gegen die Auslieferung von Julian Assange an die USA ausgesprochen. Leider ist sie im Gro&szlig;en und Ganzen den Ausf&uuml;hrungen der US-Anklage gefolgt. <a href=\"https:\/\/www.ruptly.tv\/en\/events\/202101040900-LIVE5830-Live-from-outside-court-in-London-as-verdict-in-Assange-s-extradition-case-is-announced\">Live Bericht hier<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Pressefreiheit vor Gericht<\/strong><br>\nJulian Assange droht eine 175-j&auml;hrige Freiheitsstrafe. Die erste Instanz im Auslieferungsersuchen der Vereinigten Staaten geht in wenigen Tagen in ihr Finale, und es wird um nichts weniger als um die Pressefreiheit gek&auml;mpft. Im Assange-Verfahren wird eklatant gegen rechtsstaatliche Prinzipien versto&szlig;en, kommentiert Wolfgang Kaleck.<br>\nAm 4. Januar 2021 wird der Westminster Magistrates&lsquo; Court in London in der Sache Government of the United States of America vs. Julian Assange dar&uuml;ber entscheiden, ob die britische Justiz, jedenfalls in erster Instanz, dem Auslieferungsbegehren der USA stattgibt. Wie die Verteidigung von Assange in ihrem Schlusspl&auml;doyer vortrug, w&auml;re die Fortsetzung der Strafverfolgung eine krasse Verletzung des Rechts auf Meinungsfreiheit und eine fundamentale Bedrohung der Pressefreiheit in der ganzen Welt. (&hellip;)<br>\nIm Grunde genommen bietet das nunmehr &uuml;ber mehrere Jahre andauernde Assange-Verfahren gen&uuml;gend Stoff f&uuml;r Dutzende juristischer Seminare. Das jahrelange Abh&ouml;ren seiner Kommunikation durch Sicherheitsfirmen und das Zurverf&uuml;gungstellen der Ergebnisse an US-Beh&ouml;rden stellt etwa einen so drastischen Versto&szlig; gegen rechtsstaatliche Prinzipien dar, dass es eigentlich ein Strafverfolgungshindernis darstellt.<br>\nSelbst bei optimistischer Grundhaltung kann aber nicht erwartet werden, dass sich das Gericht in erster Instanz gegen das Auslieferungsersuchen der USA stellt. Das bedeutet erst einmal nat&uuml;rlich eine Verl&auml;ngerung der &auml;u&szlig;erst schwierigen Situation f&uuml;r Assange, aber er hat nat&uuml;rlich noch mehrere Chancen innerhalb der folgenden Instanzen, seine Argumente vorzutragen. Vor allem aber kann die neu gew&auml;hlte US-Regierung unter Joe Biden das Auslieferungsbegehren schlicht und einfach zur&uuml;ckziehen und damit dieses unw&uuml;rdige Spektakel, das jedenfalls kontinentaleurop&auml;ischen Vorstellungen von fairen Verfahren widerspricht, mit einem Federstrich beenden. Man darf Julian Assange und allen, die mit der Pressefreiheit streiten, nur w&uuml;nschen, dass die Bedingungen auch f&uuml;r &ouml;ffentliche Kampagnen in diesem Sinne und weltweit nun g&uuml;nstiger sind und die Menschen ein Ohr f&uuml;r diese f&uuml;r demokratische Gesellschaften unabdingbare Grundfreiheit haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2020\/julian-assange-pressefreiheit-vor-gericht\/\">Wolfgang Kaleck in Netzpolitik.org<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu: &ldquo;Was bleibt?&rdquo;: Assange vor Gericht<\/strong><br>\nDas Gerichtsverfahren um die Auslieferung von WikiLeaks-Gr&uuml;nder Julian Assange an die USA dauert an. Weltweit f&uuml;rchten Investigativjournalisten um eine negative Signalwirkung. Ein Kommentar von J&ouml;rg Brunsmann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/mediathek\/audio\/wdr5\/wdr5-toene-texte-bilder-beitraege\/audio-was-bleibt-assange-vor-gericht-100.html\">WDR<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers R.G.:<\/strong> So etwas gibt es tats&auml;chlich noch im WDR, leider nur an einem Samstagvormittag und leider nur als 3 Minutenbeitrag.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die NachDenkSeiten haben mehrfach auf das Gerichtsverfahren gegen Julian Assange und seine schreckliche Situation hingewiesen &ndash; u.a. hier:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68311\">Nils Melzer bittet Trump um Begnadigung von Assange<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68246\">Happy Birthday, Chelsea Manning! Freiheit f&uuml;r Assange!<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li><li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Julian Assange &ndash; Das schreiende Schweigen der EU<\/strong><br>\nVon Gastautorin Herta D&auml;ubler-Gmelin<br>\nDer Skandal um Julian Assange wird im Januar weitergehen. Falls Corona es zul&auml;sst, holt ihn die ach so hochgelobte britische Justiz wieder aus Belmarsh, dem Hochsicherheitsgef&auml;ngnis f&uuml;r Schwerstverbrecher. Und entscheidet &uuml;ber seine Auslieferung in die USA. Dort drohen ihm bis zu 175 Jahre Haft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/508\/das-schreiende-schweigen-der-eu-7204.html\">Kontext<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> In Kontext wie &ouml;fter mal ein wirklich guter Beitrag und auch eine schlimme Hetze &hellip;<\/em><\/p>\n<p><strong>&ldquo;Querdenker&rdquo; &ndash; Trouble im verquerten Ashram<\/strong><br>\nVon Elena Wolf<br>\nSeit im Sommer 2020 in den Sch&uuml;tzengr&auml;ben der Demokratie auf dem Cannstatter Wasen das Freiheitsvirus ausgebrochen ist, befinden sich die &ldquo;Querdenker&rdquo; im aktiven Widerstand gegen die Diktatur Angela Hitlers und dominieren neben dem ganz normalen Corona-Wahnsinn die t&auml;glichen Nachrichten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/gesellschaft\/509\/trouble-im-verquerten-ashram-7215.html\">Kontext<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Nachbemerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Die Kritik an Ballwegs Schenkungspraxis ist berechtigt. Aber die folgende Einsch&auml;tzung der Menschen, die zum Beispiel am 1. August oder am 29. August 2020 auf die Stra&szlig;e gegangen sind, verleumdet. Hier der Auszug aus dem Text:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n&bdquo;Denn um Demokratie und Grundrechte ging es den meisten &ldquo;QuerdenkerInnen&rdquo; nie. Auch jetzt nicht. Im Grunde ist der &ldquo;Querdenker&rdquo; an sich ein tiefreligi&ouml;ses Subjekt, das mangels Ambiguit&auml;tstoleranz nicht in der Lage ist, ungewisse Zust&auml;nde, Unsicherheiten, Widerspr&uuml;chliches emotional auszuhalten, und sich deshalb einer h&ouml;heren Wahrheit verschreibt. Am besten kollektiv. So funktioniert Kirche. So funktioniert Verschw&ouml;rungstheorie. So funktionieren Sekten.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die Krise der Linken<\/strong><br>\nCovid-19 Das Corona-Narrativ bringt viele Linke auf Regierungskurs &ndash; weil sie insgeheim auf ein Ende des neoliberalen Zeitalters hoffen. Aber ist das realistisch? [&hellip;]<br>\nDer zweite Paradigmenwechsel der Corona-Erz&auml;hlung ist nicht weniger wichtig: Es ist, nach all der Zeit harter Konkurrenz, das Versprechen auf Solidarit&auml;t. Das hei&szlig;t in diesen Tagen vor allem: Social Distancing. Sei solidarisch &ndash; halte Abstand! Dass aber auch zu viel Abstand krank machen kann und dass sich das Verst&auml;ndnis von Solidarit&auml;t wom&ouml;glich von einer emanzipatorisch-kritischen zu einer konformistischen Tugend wandelt, das bleibt derzeit im Diskurs ebenso unsichtbar wie die Frage nach den Folgen der vermeintlich neuen Solidarit&auml;t: Zielt sie wie auch die staatlichen Ma&szlig;nahmen einseitig auf das Private, w&auml;hrend der gro&szlig;kapitalistische Alltag beinahe ungehindert weiterl&auml;uft? Kann man wirklich von Solidarit&auml;t sprechen, wenn die Profiteure der Krise nicht auch f&uuml;r diese zahlen m&uuml;ssen? Und kann es tats&auml;chlich das Ziel eines linken Verst&auml;ndnisses von Solidarit&auml;t sein, dass nun mitunter sogar Denunziation als solidarisch gilt? [&hellip;]<br>\nUnd wenn auf den Demos Kapitalismuskritik ge&auml;u&szlig;ert wird, dann oft auf eine verk&uuml;rzte Art: so, als ob ein b&ouml;ser Geheimzirkel den eigentlich guten Kapitalismus missbraucht und eine Pandemie vort&auml;uscht, um Kontrolle &uuml;ber die Menschen zu erlangen. Doch statt dem eine differenzierte, regierungskritische Kapitalismuskritik gegen&uuml;berzustellen, scheint die (n&ouml;tige) Abgrenzung gegen Rechts viele Linke geradezu in die Arme einer unsozialen und teils autorit&auml;r agierenden Regierung zu treiben. Doch wo bleibt dann eine echte Opposition?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/die-krise-der-linken\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Joe Biden should end the US pretence over Israel&rsquo;s &lsquo;secret&rsquo; nuclear weapons<\/strong><br>\nThe cover-up has to stop &ndash; and with it, the huge sums in aid for a country with oppressive policies towards Palestinians.<br>\nEvery recent US administration has performed a perverse ritual as it has come into office. All have agreed to undermine US law by signing secret letters stipulating they will not acknowledge something everyone knows: that Israel has a nuclear weapons arsenal.<br>\nPart of the reason for this is to stop people focusing on Israel&rsquo;s capacity to turn dozens of cities to dust. This failure to face up to the threat posed by Israel&rsquo;s horrific arsenal gives its prime minister, Benjamin Netanyahu, a sense of power and impunity, allowing Israel to dictate terms to others.<br>\nBut one other effect of the US administration&rsquo;s ostrich approach is that it avoids invoking the US&rsquo;s own laws, which call for an end to taxpayer largesse for nuclear weapons proliferators.<br>\nIsrael in fact is a multiple nuclear weapons proliferator. There is overwhelming evidence that it offered to sell the apartheid regime in South Africa nuclear weapons in the 1970s and even conducted a joint nuclear test. The US government tried to cover up these facts. Additionally, it has never signed the nuclear non-proliferation treaty.<br>\nYet the US and Israeli governments pushed for the invasion of Iraq based on lies about coming mushroom clouds. As Israeli nuclear whistleblower Mordechai Vanunu said: the nuclear weapons were not in Iraq &ndash; they are in Israel.<br>\nAmendments by former Senators Stuart Symington and John Glenn to the Foreign Assistance Act ban US economic and military assistance to nuclear proliferators and countries that acquire nuclear weapons. While president, Jimmy Carter invoked such provisions against India and Pakistan.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2020\/dec\/31\/joe-biden-us-pretence-israel-nuclear-weapons\">Desmond Tutu im Guardian<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Endlich sagt das einer.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Lockdown der Menschlichkeit in Europa<\/strong><br>\nNachts schlafen die Ratten nicht. Weihnachten im Fl&uuml;chtlingslager in der &Auml;g&auml;is: Wo Babys gebissen und infiziert werden. [&hellip;]<br>\nEs k&ouml;nnte Hilfe geben, aber es soll sie nicht geben, weil Europa das nicht will. Die Lager sollen Orte der Abschreckung bleiben. Die EU nennt sich Raum des Rechts, der Sicherheit und der Freiheit. Freiheit? In den Fl&uuml;chtlingslagern sind Unrecht und Unsicherheit so gro&szlig;, dass man von einer schandbaren europ&auml;ischen Frechheit reden muss. Es gibt in der Fl&uuml;chtlingspolitik einen Lockdown der Menschlichkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/prantls-blick-fluechtlinge-griechenland-lesbos-eu-1.5158183\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><strong>dazu: Schlimmere Zust&auml;nde als in Moria: So prek&auml;r ist die Lage in dem Fl&uuml;chtlingslager Kara Tepe<\/strong><br>\nIn Kara Tepe befinden sich zurzeit rund 7500 Menschen. Die Lage auf Lesbos steht besonders im Fokus, doch rund 7700 Menschen leben derzeit in anderen Ankunftszentren auf den Inseln Chios, Kos, Samos und Leros.<br>\nDas Fl&uuml;chtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) geht davon aus, dass sich insgesamt rund 19.500 Asylsuchende auf den griechischen Inseln aufhalten. Die beiden gr&ouml;&szlig;ten Gruppen machen Menschen aus Afghanistan (46 Prozent) und Syrien (18 Prozent) aus. Laut UNHCR sind 48 Prozent der Gefl&uuml;chteten dort Frauen und Kinder.<br>\n&ldquo;Man hat bei Moria immer gesagt: Schlimmer geht es eigentlich nicht. Kara Tepe ist ganz klar die Steigerung&rdquo;, sagte die Journalistin Isabel Schayani im WDR. Auf Twitter ver&ouml;ffentlichte sie zudem aktuelle Videoaufnahmen aus Kara Tepe, wo Menschen in unter Wasser stehenden Zelten hausen m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/web.de\/magazine\/politik\/schlimmere-zustaende-moria-prekaer-lage-fluechtlingslager-kara-tepe-35378824\">Web.de<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Intensivpflege: &bdquo;Der Beruf wird immer unattraktiver&ldquo;<\/strong><br>\nDie Pandemie zeigt: Personal auf Intensivstationen ist knapp, was vor allem an den Arbeitsbedingungen liegt. Pflegewissenschaftler schlagen seit Jahren L&ouml;sungen vor.<br>\nDie Sorge begleitet viele Menschen dieser Tage: Bekomme ich doch noch irgendwann Covid-19 und muss wom&ouml;glich ins Krankenhaus und gar auf die Intensivstation? Angst machen vor allem Berichte, die Stationen und vor allem die Pflegenden seien am Limit. &bdquo;Die Krise offenbart das, was schon seit Jahren ein Problem ist&ldquo;, sagt Lothar Ullrich, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft f&uuml;r Fachkrankenpflege. &bdquo;Wir haben nicht gen&uuml;gend Personal, und der Beruf wird immer unattraktiver. Wir weisen schon seit Jahren auf diesen desolaten Zustand hin, aber bisher hat die Politik das ignoriert.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/karriere-hochschule\/buero-co\/schlechte-arbeitsbedingungen-warum-es-an-personal-auf-intensivstationen-mangelt-17115761.html\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die Alten sind in ihrem Leben bedroht &ndash; die gesellschaftlichen Folgen tragen vor allem die Jungen<\/strong><br>\nW&auml;hrend die &Auml;lteren ein stark erh&ouml;htes Risiko haben, an Covid-19 zu sterben, leiden die J&uuml;ngeren zunehmend unter den Einschr&auml;nkungen. Ideen zum Schutz der Alten gab es, doch sie wurden kaum umgesetzt.<br>\n&laquo;Zu Hause bleiben, Leben retten.&raquo; Mit solchen Slogans wurde im Fr&uuml;hjahr die gesellschaftliche Solidarit&auml;t zwischen den Altersgruppen beschworen. Mittlerweile hat sie deutliche L&uuml;cken bekommen. Gem&auml;ss einer Umfrage der Forschungsstelle Sotomo nehmen nur noch 38 Prozent den zwischenmenschlichen Umgang als solidarisch wahr gegen&uuml;ber 62 Prozent im April. Gleichzeitig sind Misstrauen und Egoismus deutlich gewachsen. Neben der allgemeinen Pandemiem&uuml;digkeit merken viele J&uuml;ngere, dass sie besonders von den zahlreichen Einschr&auml;nkungen betroffen sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/visuals\/die-alten-sind-in-ihrem-leben-bedroht-die-gesellschaftlichen-folgen-tragen-vor-allem-die-juengeren-ld.1592659\">NZZ<\/a>\n<p><strong>dazu passend: Covid-19 und die Generationen: Ungleich verteilte Risiken m&uuml;ssen ausgeglichen werden<\/strong><br>\nDie &auml;ltere, von Corona besonders gef&auml;hrdete Generation sollte sich selber sorgf&auml;ltig sch&uuml;tzen und ihre Kontakte begrenzen. Wer Risiken eingehen will, darf die Verantwortung daf&uuml;r nicht den Jungen aufb&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/covid-19-ungleich-verteilte-risiken-muessen-ausgeglichen-werden-ld.1589902\">NZZ<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Klinikmitarbeiter geben Scheuers Weihnachtspl&auml;tzchen zur&uuml;ck<\/strong><br>\nMit Weihnachtspl&auml;tzchen hat der Bundesverkehrsminister und Passauer Stadtrat Andreas Scheuer den Mitarbeitern am Klinikum Passau eine Freude machen wollen. Der Personalrat schickte das Geschenk zur&uuml;ck. Er sagt: Mit Pl&auml;tzchen ist uns nicht geholfen. [&hellip;]<br>\n&ldquo;Pl&auml;tzchen helfen den &uuml;berlasteten Pflegekr&auml;ften nicht. Alle klatschen, im Bundestag wird gelobhudelt, aber bei den letzten Tarifverhandlungen ist uns keiner entgegengekommen, niemand hat die Pflege aufgewertet&rdquo;, sagt R&uuml;diger Kindermann, selbst gelernter Pfleger und Vorsitzender des Personalrats am Klinikum. Pflegekr&auml;fte h&auml;tten ohnehin keine Zeit, Pl&auml;tzchen w&auml;hrend der Schicht zu essen, &auml;rgert er sich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/bayern\/klinikmitarbeiter-geben-scheuers-weihnachtsplaetzchen-zurueck,SJyoTLF\">BR 24<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Allianz-Chef warnt vor Pleiten von Lebensversicherern<\/strong><br>\nDer Vorstandschef des Allianz-Konzerns, Oliver B&auml;te, hat angesichts der anhaltenden Niedrigzinspolitik vor Pleiten deutscher Lebensversicherer gewarnt. &ldquo;Ich rechne gerade angesichts der massiven Verwerfungen damit, dass ein paar Wettbewerber, die nicht gut gewirtschaftet haben, ausscheiden&rdquo;, sagte B&auml;te dem &ldquo;Handelsblatt&rdquo;.<br>\nZur Marktwirtschaft geh&ouml;re das Ausscheiden von Unternehmen, die den Markt nicht schafften &ndash; das m&uuml;sse es auch bei Finanzdienstleistern geben. Die Nullzinspolitik der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) belastet die Branche seit Jahren massiv. Auf ihrer Sitzung Mitte Dezember hat die Notenbank wegen der Coronakrise gerade erst eine Ausweitung ihre geldpolitischen Ma&szlig;nahmen beschlossen. B&auml;te geht mit der Niedrigzinspolitik der EZB in ungew&ouml;hnlich scharfen Worten ins Gericht: &ldquo;Wir bereiten bereits der n&auml;chsten gro&szlig;en Krise den Boden&rdquo;, warnte der Topmanager.<br>\nAuch in Teilen des Aktienmarktes gebe es inzwischen &ldquo;v&ouml;llig abstruse Bewertungen&rdquo;. Durch die verfehlte Geldmarktpolitik mangele es an Innovationen, Investitionen in Infrastruktur, am Ausbau von Wettbewerbsf&auml;higkeit bei Energie, Technologie oder Klimawandel. &ldquo;Unsere F&auml;higkeit zu investieren geht systematisch nach unten&rdquo;, mahnte B&auml;te. Deutschland brauche jedoch mehr Fiskalpolitik, mehr Innovationen, mehr Reformen und m&uuml;sse mehr in Bildung investieren, &ldquo;damit wir langfristiges Wachstum erzeugen, statt permanent Geld zu verteilen, das wir von unseren Kindern stehlen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.finanznachrichten.de\/nachrichten-2020-12\/51584755-allianz-chef-warnt-vor-pleiten-von-lebensversicherern-003.htm%20\">Finanznachrichten<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.N.:<\/strong> Surprise, surprise. Unsere Bundesregierungen sind dieser Problematik sp&auml;testens seit der Finanzkrise 2008\/2009 mit offenem Visier entgegen gefahren. Aber die Branche ist munter weiter mit Steuergeld (Riesterf&ouml;rderung, R&uuml;rupf&ouml;rderung, Entgeltumwandlung, &hellip;) gef&ouml;rdert worden oder ist mit dem Sozialpartnermodell bewusst aus der Beitragsgarantie entlassen worden. Alles angeblich billiger, generationengerechter und &ldquo;irgendwie besser&rdquo; als die umlagefinanzierte Rente. Wer die Anleihen im Deckungsstock der Versicherung am Tag der Verrentung tilgt, hat die Branche bewusst nie erkl&auml;rt.<\/em><\/p>\n<p><em>Schuld an der Insolvenzwelle der Lebensversicherer ist angeblich nur die EZB-Geldpolitik. Kein Wort davon, dass die Unternehmen zu Nettosparern geworden sind, dass die Binnennachfrage nach wie vor lahmt oder dass weite Teile der Mittelschicht sich wegen der Immobilienpreisexplosion keinen Hauskredit mehr leisten kann.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Staatsverschuldung in der Coronakrise: Deutschland braucht eine Abgabe f&uuml;r Superreiche<\/strong><br>\nEin Prozent der deutschen Bev&ouml;lkerung verf&uuml;gt &uuml;ber ein Drittel aller Verm&ouml;gen. Das muss f&uuml;r die Schuldentilgung nach der Krise Folgen haben. [&hellip;]<br>\nSobald die Wirtschaft wieder brummt, k&ouml;nnen sie bei steigenden Steuereinnahmen die Kreditaufnahme herunterfahren, und mit dem Wachstum sinkt die Schuldenquote. Das klingt plausibel, zumal die niedrigen Zinsen es leicht machen. Die zus&auml;tzlichen Kredite kosten fast nichts, der deutsche Fiskus verdient sogar daran.<br>\nUnd doch hat das Konzept eine gro&szlig;e Schw&auml;che: Es beruht auf der Annahme, dass alsbald alles wieder so wird, wie es vor der Pandemie war. Das ist aber h&ouml;chst unwahrscheinlich. Denn die Coronakrise hat aufgedeckt, dass zentrale Aufgaben wie das Bildungs- und das Gesundheitswesen dramatisch unterfinanziert sind. Zudem fahren viele europ&auml;ische Staaten auf Verschlei&szlig;.<br>\nMarode Br&uuml;cken, fehlende Schienen, bauf&auml;llige &ouml;ffentliche Geb&auml;ude und eine technisch v&ouml;llig veraltete Verwaltung sind der Ausweis solch falscher Politik. Folglich d&uuml;rfen die staatlichen Investitionen keinesfalls wieder auf das Vorkrisenniveau sinken, sondern m&uuml;ssen dauerhaft steigen. Und die Jahrhundertaufgabe Klimaschutz kommt da noch oben drauf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/staatsverschuldung-in-der-coronakrise-deutschland-braucht-eine-abgabe-fuer-superreiche\/26753740.html\">Harald Schumann im Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Pandemiekosten: Wer soll das bezahlen?<\/strong><br>\nMerkel will keine Verm&ouml;genssteuer, also drohen angesichts von erheblichen Steuerausf&auml;llen erneute Einschnitte bei Bildung, Kultur und Sozialem (&hellip;)<br>\nF&uuml;r das neue Jahr rechnet das Finanzministerium, wie das ZDF unter Berufung auf die gleiche, oben genannte Anfrage berichtet, mit zus&auml;tzlichen Belastungen in H&ouml;he von 184 Milliarden Euro. Die Krise werde &ldquo;historisch teuer&rdquo; wird der Fraktionschef der Linken dazu zitiert. Es stelle sich die Frage, wer diese bezahlen soll.<br>\nF&uuml;r Angela Merkel ist vor allem klar, wer es nicht soll. W&auml;hrend deutsche Unternehmen sich weiter in Steuervermeidung &uuml;ben, lehnt sie eine Verm&ouml;gensabgabe strikt ab. Sie setze stattdessen darauf, &uuml;ber Wirtschaftswachstum Mehreinnahmen zu generieren. (&hellip;)<br>\nAndere L&auml;nder wie etwa Argentinien haben dagegen weniger Probleme, die Reichen zur Kasse zu bitten. Auch die OECD, die Organisation f&uuml;r Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, in der sich die westlichen Industriestaaten zusammengeschlossen haben, macht Werbung f&uuml;r entsprechende Steuern.<br>\nNeben einer Verm&ouml;genssteuer schl&auml;gt sie f&uuml;r Deutschland &ldquo;eine h&ouml;here Besteuerung von Grund und Boden&ldquo; vor. Auch &uuml;ber &ldquo;eine h&ouml;here Erbschaftssteuer, auch f&uuml;r Familienunternehmen&rdquo; m&uuml;sse nachgedacht werden. Das werde nebenbei angesichts der ungleichen Verm&ouml;gensverteilung zu verbesserter Verteilungsgerechtigkeit f&uuml;hren.<br>\nMit der ging es im Corona Jahr in Deutschland, in Chile und im Rest der Welt weiter bergab. Die 2.200 Milliard&auml;re aus aller Welt, die das Magazin Forbes auflistet, haben 2020 ihre Verm&ouml;gen um 20 Prozent oder 1,9 Billionen US-Dollar steigern k&ouml;nnen. Das ist etwas mehr als die H&auml;lfte des deutschen Bruttoinlandprodukts.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Pandemiekosten-Wer-soll-das-bezahlen-5001690.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> In diesem Artikel ist der Focus sehr eng auf die amtierende Bundeskanzlerin gelegt. Von ihren potentiellen Nachfolgern im Kanzleramt ist eine Kehrtwende ebenfalls kaum zu erwarten. Reiche und Verm&ouml;gende d&uuml;rften daher weiterhin verschont bleiben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Drei Prozent Nettorendite. Nicht auf Aktien. Sondern in der Gesetzlichen Rentenversicherung<\/strong><br>\nImmer wieder h&ouml;rt man die frustriert-aggressive Kommentierung, dass man mit dem, was an Beitr&auml;gen in die Gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt werden muss, weil es sich um eine Zwangsversicherung f&uuml;r abh&auml;ngig Besch&auml;ftigte handelt, privat viel besser selbst vorsorgen und weitaus mehr herausbekommen k&ouml;nnte. Niklas Hoyer hat diese durchaus weit verbreitete Meinung in seinem Artikel So viel Rendite bringt die gesetzliche Rente mit drastischen Beispielworten auf den Punkt gebracht: &raquo;Dem IT-Berater aus Th&uuml;ringen platzte der Kragen. Auf dem Kurznachrichtendienst Twitter lie&szlig; er Mitte November seinem &Auml;rger freien Lauf: &bdquo;Die beschissene Rentenversicherung wird mich in meinem Erwerbsleben &uuml;ber eine Million Euro in Geb&uuml;hren und entgangener Rendite kosten. Das ist absurd.&ldquo; Er w&uuml;rde doch gerne selbst entscheiden, welche Versicherung er abschlie&szlig;t, schrieb der Mann.&laquo; Es geht um hunderte Euro Monat f&uuml;r Monat. Im nun neuen Jahr 2021 betr&auml;gt der monatliche H&ouml;chstbetrag beim Erreichen der Beitragsbemessungsgrenze 660 Euro im Monat &ndash; und der Arbeitgeber legt noch einmal den gleichen Betrag dazu, mithin also 1.320,60 Euro pro Monat. (&hellip;)<br>\n&raquo;Die Jahresrenditen auf die Beitr&auml;ge fallen dabei mit 2,9 bis 3,6 Prozent pro Jahr durchaus bemerkenswert hoch aus. Besonders gut schneidet ein Beispielfall mit Kindern ab, weil f&uuml;r diese zus&auml;tzliche Rentenpunkte gutgeschrieben werden. F&uuml;r viele d&uuml;rfte das eine &Uuml;berraschung sein&laquo;, bilanziert Niklas Hoyer.<br>\nUnd es ist keineswegs so, dass die Verfasser der Studie m&ouml;glichst hohe Renditen f&uuml;r die GRV auszuweisen versuchen und deshalb gegenl&auml;ufige Effekte unter den Teppich kehren. Bereits angesprochen wurde ihr Hinweis auf den &bdquo;Nettorenditenabsturz&ldquo;, der durch die Einf&uuml;hrung der nachgelagerten Besteuerung ausgel&ouml;st wurde. Hinzu kommt: In der Studie wird ausgef&uuml;hrt, dass die Renditen der 40-J&auml;hrigen bereits deutlich niedriger als die der 50-J&auml;hrigen ausfallen, trotz einer im Laufe der Zeit weiter steigenden Lebenserwartung. Der Grund daf&uuml;r sind die angenommenen steigenden Beitragss&auml;tze in der Rentenkasse ab Mitte der 2020er Jahre. Sie sind die Folge des Renteneintritts besonders geburtenstarker Jahrg&auml;nge, der sogenannten Babyboomer.<br>\nFazit von Hoyer auf der Basis der Befunde aus der Studie von Buslei et al. (2020): &raquo;Insgesamt ist die gesetzliche Rente aus heutiger Sicht daher ganz und gar nicht unattraktiv. In Zeiten nullverzinster Sparkonten d&uuml;rften einige sogar &uuml;ber freiwillige Zusatzbeitr&auml;ge nachdenken &hellip; Die Rentenkasse wird f&uuml;r manche derzeit zur Geldanlage. Wer h&auml;tte das gedacht!&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2021\/01\/01\/rendite-in-der-grv\/#more-11552\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Epidemiologe nennt Corona-Strategie illusorisch<\/strong><br>\n&ldquo;Es wird vermutlich noch mehrere Wochen dauern, bis die Fallzahlen zur&uuml;ckgehen&rdquo;, sagt RKI-Chef Lothar Wieler. Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei fast 200 registrierten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern. Ziel des Lockdowns ist, sie mindestens auf 50 zu senken. Selbst wenn die Ma&szlig;nahmen mit der erwarteten Verz&ouml;gerung Wirkung zeigen, wird das sehr schwierig und kein Experte erwartet ernsthaft, dass der Wert vor Februar in greifbare N&auml;he r&uuml;cken k&ouml;nnte. Was aber soll geschehen, wenn dies nicht gelingt? Epidemiologe Klaus St&ouml;hr erwartet im Gespr&auml;ch mit ntv.de genau das, er h&auml;lt das Ziel einer Inzidenz von 50 oder sogar niedriger schlicht f&uuml;r &ldquo;illusorisch&rdquo; und mahnt eine ver&auml;nderte Strategie zur Bew&auml;ltigung der Pandemie an. [&hellip;]<br>\nIn unserer Klimazone sei das Ziel einer 50er-Inzidenz nicht machbar, sagt er. Bei einer so hohen Infektiosit&auml;t und weil noch mehr als 90 Prozent der Bev&ouml;lkerung keine Immunit&auml;t gegen das Virus entwickelt h&auml;tten, &ldquo;k&ouml;nnen selbst drastische Einschr&auml;nkungen die dauernde Viruszirkulation nur in einem begrenzten Umfang und dann nur &uuml;ber einen kurzen Zeitraum reduzieren&rdquo;. Ein Inzidenzwert von unter 50 im Winter sei &ldquo;illusorisch&rdquo;, so St&ouml;hr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wissen\/Epidemiologe-nennt-Corona-Strategie-illusorisch-article22251385.html\">n-tv<\/a>\n<p><strong>dazu: Kanzleramtschef erwartet Verl&auml;ngerung des Shutdowns<\/strong><br>\nDie Corona-Infektionszahlen bleiben hoch, die Feiertage k&ouml;nnten die Ausbreitung sogar beschleunigt haben. Nun bezweifeln Kanzleramtsminister Braun und einige L&auml;nderchefs, dass der Shutdown im Januar gelockert werden kann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/corona-shutdown-kanzleramtschef-helge-braun-erwartet-verlaengerung-a-2bbe07bd-d2ef-48d1-a61c-c30dd8532e9d\">DER SPIEGEL <\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Eine 7-Tage-Inzidenz von 50 am 10. Januar zu erwarten ist v&ouml;llig utopisch. Aber das wussten Merkel, S&ouml;der, Spahn &amp; Co schon vorher.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Virologin fordert europaweiten Lockdown<\/strong><br>\nWie mit der neuen Virusvariante fertigwerden? Die Schweizer Virologin Eckerle r&auml;t: Europa soll sich an dem Land orientieren, in dem die Lage am schlechtesten ist.<br>\nEckerle ist auch Unterzeichnerin eines zuerst in der medizinischen Fachzeitschrift &bdquo;The Lancet&ldquo; publizierten Aufrufs europ&auml;ischer Wissenschaftler. Diese hatten geschrieben: &bdquo;Um einen Pingpong-Effekt von importierten und reimportierten Corona-Infektionen zu vermeiden, sollten die Bem&uuml;hungen um niedrige Fallzahlen in allen europ&auml;ischen L&auml;ndern synchronisiert sein und so schnell wie m&ouml;glich beginnen.&ldquo; Weiter hei&szlig;t es: &bdquo;Wir fordern daher eine starke, koordinierte europ&auml;ische Antwort und klar definierte Ziele f&uuml;r die mittlere und lange Zukunft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wissen\/sorge-wegen-neuer-corona-variante-virologin-fordert-europaweiten-lockdown\/26751122.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Was f&uuml;r Impfprivilegien spricht &ndash; und was dagegen<\/strong><br>\nKaum sind die Ersten geimpft, tobt eine Debatte &uuml;ber m&ouml;gliche Privilegien f&uuml;r Immunisierte. Die Union ist dagegen, die SPD pr&uuml;ft gar ein gesetzliches Verbot. Aber geht das &uuml;berhaupt? Der &Uuml;berblick.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/corona-impfung-was-fuer-impf-privilegien-spricht-und-was-dagegen-a-083f2021-0125-4d72-809b-197ce4b46e7b\">DER SPIEGEL <\/a>\n<p><strong>dazu: Gleiche Unfreiheit?<\/strong><br>\nEine ganz gro&szlig;e Koalition ist sich dar&uuml;ber einig, dass es &bdquo;unsolidarisch&ldquo; und eine &bdquo;Spaltung der Gesellschaft&ldquo; w&auml;re, wenn die bereits gegen das Coronavirus Geimpften die im &Uuml;brigen geltenden Beschr&auml;nkungen nicht mehr auf sich nehmen m&uuml;ssten. Jetzt soll sogar privaten Dritten &uuml;ber das Antidiskriminierungsrecht verboten werden, Rechtsfolgen an den Impfstatus zu kn&uuml;pfen.<br>\nDas ist alles schon auf den ersten Blick schr&auml;g: Die Beschr&auml;nkungen, die mit der Ansteckungsgefahr begr&uuml;ndet wurden, sollen auch gegen&uuml;ber denjenigen, von denen diese Gefahr gar nicht mehr ausgeht, aufrecht erhalten werden, damit die anderen, noch nicht Geimpften das nicht &bdquo;unsolidarisch&ldquo; finden und sich &bdquo;benachteiligt&ldquo; f&uuml;hlen? Vern&uuml;nftig explizieren l&auml;sst sich das kaum, und so weicht man gerne auf Nebenkriegsschaupl&auml;tze aus: Selbstverst&auml;ndlich macht die ganze Diskussion erst Sinn, wenn wir wissen, dass der Impfstoff nicht nur die Geimpften sch&uuml;tzt, sondern auch die &Uuml;bertragung des Virus verhindert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/verfassungsblog.de\/gleiche-unfreiheit\/\">Verfassungsblog<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Nat&uuml;rlich darf es f&uuml;r Geimpfte keine Einschr&auml;nkungen der Grundrechte mehr geben. Sie darf es aber auch nicht pauschal und vor allem dauerhaft f&uuml;r alle anderen geben, nur weil man sich inzwischen daran gew&ouml;hnt hat. Was ist denn, wenn Menschen eine nat&uuml;rliche Immunit&auml;t durch Infektion bereits entwickelt haben? Seltsam ist diese Diskussion aber auch deshalb, <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article223608038\/Impfstoff-Mangel-Versagen-der-Verantwortlichen.html\">weil sich diese Frage angesichts des Impfstoffbeschaffungsdesasters<\/a>, das die Bundesregierung zu verantworten hat, gar nicht stellt. <\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Muss man sich die Grundrechte durch Impfen verdienen?<\/strong><br>\nDie Verfassung muss pandemiefest sein und pandemiefest bleiben. Das Coronavirus ist keine archaische Gottheit, die man durch symbolhafte Opfergaben befriedigen muss.<br>\nZu Weihnachten bekam ich, wunderbar eingepackt, ein Grundgesetz geschenkt. Das klingt nun nicht besonders originell. Und es ist ja auch so, dass ich schon ganz viele Grundgesetze habe &ndash; in allen denkbaren Ausgaben: gro&szlig;formatige und kleinformatige, bebilderte und unbebilderte, kommentierte und unkommentierte, sch&ouml;n gebundene und billig zusammengeklebte. Da gibt es Exemplare, die, es ist ein sch&ouml;ner Gag, kaum gr&ouml;&szlig;er sind als eine Briefmarke. Und da gibt es Exemplare, die haben, und das ist kein Gag, sage und schreibe 16 000 Seiten. Bei letzterem Grundgesetz handelt es sich um den respektheischenden Gro&szlig;kommentar von Maunz\/D&uuml;rig, der bei C.H. Beck in sieben Leinenordnern als Loseblattsammlung derzeit in der 92. Auflage erscheint und in dem renommierte Staatsrechtler die einzelnen Grundgesetzartikel kommentieren und die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts dazu analysieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/prantls-blick-coronavirus-impfungen-grundrechte-1.5163982\">Heribert Prantl in der S&uuml;ddeutschen<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>US-Kriegsetat bringt jedes Jahr ungez&auml;hlten Menschen den Tod<\/strong><br>\n&ldquo;Streit &uuml;ber Verteidigungsetat: Repr&auml;sentantenhaus &uuml;berstimmt Trump&rdquo;, meldet die Tagesschau. Richtig muss es hei&szlig;en: &ldquo;Streit &uuml;ber Kriegsetat, R&uuml;stungsindustrie setzt sich gegen Trump durch.&rdquo;<br>\nEs gibt keinen US-Verteidigungsetat. Die USA m&uuml;ssen sich gegen kein Land verteidigen. Nur ein Wahnsinniger w&uuml;rde die mit Abstand st&auml;rkste Milit&auml;rmacht der Welt angreifen und die totale Vernichtung des eigenen Landes riskieren.<br>\nEs gibt jedes Jahr einen Kriegsetat &ndash; jetzt sind es schon 740 Milliarden Dollar -, der das Todesurteil f&uuml;r ungez&auml;hlte Menschen bedeutet. Dabei ist das indirekte Morden durch die Verweigerung von Hilfen bei Hunger und Krankheiten und durch Sanktionen und Handelskriege nicht mitgez&auml;hlt.<br>\nDie &ldquo;westliche Wertegemeinschaft&rdquo; und die Medien sind Opfer der US-Propaganda. George Orwell wird Jahr f&uuml;r Jahr best&auml;tigt: Wenn eine L&uuml;ge nur oft genug wiederholt wird, wird sie zur Wahrheit.<br>\nDass die US-R&uuml;stungswirtschaft Kongress und Senat an der Leine f&uuml;hrt, ist bekannt. Da hatte auch Trump, der im &uuml;brigen selbst von der US-R&uuml;stungsindustrie gesponsert wurde, keine Chance und musste sich beugen.<br>\nEs gibt viele M&ouml;rderbanden auf der Welt. Aber die Verbrecherclique in Washington ist, z&auml;hlt man die Opfer, die schlimmste.<br>\nWir sind es nicht mehr gewohnt, Mord Mord und Regierungen, die L&auml;nder &uuml;berfallen und mit Krieg &uuml;berziehen, M&ouml;rderbanden zu nennen. Aber auch hierzu sagt Orwell: &ldquo;In Zeiten, da T&auml;uschung und L&uuml;ge allgegenw&auml;rtig sind, ist das Aussprechen der Wahrheit ein revolution&auml;rer Akt.&rdquo; Wenn uns das t&auml;gliche Morden nicht mehr bewusst ist, wird die Welt niemals den Frieden finden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.678047548923382\/3700501413344632\/\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Das sind die wahren Gr&uuml;nde im Streit um bewaffnete Drohnen<\/strong><br>\nBei der Aufr&uuml;stung autonomer Flugzeuge geht es nicht um den Schutz von Soldaten. Bericht enth&uuml;llt: Es geht um das gr&ouml;&szlig;te und gef&auml;hrlichste R&uuml;stungsvorhaben der Europ&auml;ischen Geschichte<br>\nDie Aufregung und Emp&ouml;rung war gro&szlig;, als die SPD-Spitze um Norbert Walter-Borjans unl&auml;ngst ihr Veto gegen einen Haushaltsbeschluss einlegte (Drohnenkrieg ersch&uuml;ttert die SPD), der den Weg f&uuml;r die Bewaffnung von Bundeswehrdrohnen geebnet h&auml;tte. Unterst&uuml;tzt wurde Walter-Borjans von einigen Sozialdemokraten, deren Haltung man angesichts der einseitigen Meinungslage in Bundestag und Regierung durchaus als mutig bezeichnen kann.<br>\nAus der CDU war die Haltung der Gegner bewaffneter Drohnen zuvor gar als &ldquo;unmoralisch&rdquo; bezeichnet worden, weil sie &ldquo;Mensch und Leben&rdquo; sch&uuml;tzten. Der ehemalige SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel stimmte in die Kampagne gegen die aufr&uuml;stungskritischen Genossen ebenso ein wie Au&szlig;enminister Heiko Maas. Die Argumentationslinie in Deutschland ersch&ouml;pft sich im Wesentlichen darin, dass bewaffnete Drohnen defensiv ausgerichtet und zum Schutz der eigenen Soldaten notwendig seien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Das-sind-die-wahren-Gruende-im-Streit-um-bewaffnete-Drohnen-4998957.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Was hei&szlig;t hier gr&uuml;n?<\/strong><br>\nKriege, Hartz IV, Autobahnbau, Buhlen f&uuml;r die Autoindustrie. Wieso sollte man noch Gr&uuml;ne w&auml;hlen?<br>\nWas ist an den Gr&uuml;nen eigentlich noch gr&uuml;n, das hei&szlig;t, &ouml;kologisch, gewaltfrei und basisdemokratisch? Nun, die Frage kann man sich nat&uuml;rlich seit 1998, sei ihrem Eintritt in die Koalition mit der SPD, stellen.<br>\nDoch der Kosovo-Krieg 1999 und die mit ihm verbundenen Verbrechen und schamlosen L&uuml;gen, der faule Kompromiss von 2001 mit mehr als 20 weiteren Jahren Atomkraft und der Bau neuer Kohlekraftwerke, die nur am Widerstand der Bev&ouml;lkerung und mangelnder Wirtschaftlichkeit scheiterten, sind l&auml;ngst aus dem Ged&auml;chtnis vieler Menschen verschwunden.<br>\nDie J&uuml;ngeren wissen davon meist ebenso wenig wie dar&uuml;ber, wer eigentlich dem Verelendungsschub der letzten Jahre 2005 mit der Einf&uuml;hrung von Hartz IV und &auml;hnlichem den Weg ebnete.<br>\nIn j&uuml;ngster Zeit haben sich allerdings die hessischen Gr&uuml;nen sehr verdient darum gemacht, diese Erinnerungen wieder ans Tageslicht zu zerren. Mit ihrer Treue zum Koalitionspartner und dem mit ihm vereinbarten Autobahnbau, demonstrierten sie aller Welt, wo ihre Partei heute steht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Was-heisst-hier-gruen-4999764.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Ein deutsches Fox News droht<\/strong><br>\nSchon immer wollte der Medienkonzern Springer die &Ouml;ffentlich-Rechtlichen schlagen. Mit Flankenschutz der CDU und Hilfe von ProSieben\/Sat1 k&ouml;nnte es bald soweit sein<br>\nAxel C&auml;sar Springer wollte zeitlebens ins Fernseh-Gesch&auml;ft. F&uuml;r einen einzigen Sender, sagte Europas m&auml;chtigster Verleger 1961, w&uuml;rde er alle seine Bl&auml;tter verkaufen. Die Presse habe ein Anrecht auf das Fernsehen, doch der &ouml;ffentlich-rechtliche Rundfunk torpediere das. Springers Chefredakteure wurden angewiesen, Material &uuml;ber die Machenschaften des Rundfunks zu sammeln, eine eigens eingerichtete Stabsabteilung hatte die Aufgabe, Munition f&uuml;r Kampagnen zu liefern, mit denen man die Volkswut auf die &bdquo;Staatssender&ldquo; entfachen k&ouml;nne. Springer war nie zimperlich, wenn es um seine Interessen ging. Als der Spiegel das Bubenst&uuml;ck 1967 aufdeckte, war&rsquo;s erst mal vorbei mit dem Verlegerfernsehen. [&hellip;]<br>\nIm Januar 2006 stoppte das Bundeskartellamt Springers Pl&auml;ne, sich ProSieben\/Sat1 einzuverleiben. Zu viel Marktmacht f&uuml;r einen, hie&szlig; es. Statt Springer kauften sich die US-Beteiligungsgesellschaften KKR und Permira bei Pro Sieben\/Sat1 ein. Als dann auch noch das teure Engagement Springers beim Postdienstleister PIN Group in einem &ouml;konomischen Desaster endete, musste man sich &ndash; wie es im Managementdeutsch hei&szlig;t &ndash; &bdquo;neu aufstellen&ldquo;. D&ouml;pfner, ein begnadeter Sch&ouml;nredner vor dem Herrn, postulierte unter dem Eindruck des Erfolgs der Digitalkonzerne aus dem Silicon Valley einen &bdquo;radikalen Wandel&ldquo;. Er legte seine Manager-Krawatte ab und spielte nun den Game Changer, den Transformationsprediger, der das &uuml;berlebte Traditionshaus Springer zum &bdquo;f&uuml;hrenden digitalen Medienunternehmen&ldquo; machen wollte, am besten gleich zum &bdquo;Weltmarktf&uuml;hrer f&uuml;r digitalen Journalismus&ldquo;. [&hellip;]<br>\nAnfangs lieferte Springer die Nachrichten f&uuml;r Sat1, sp&auml;ter f&uuml;r ProSieben\/Sat1. Heute erledigt das die Welt-Gruppe, die den Sender N24 von ProSieben\/Sat1 &uuml;bernommen hat. Claus Strunz, Lieferant des Sat1-Fr&uuml;hst&uuml;cksfernsehens, wechselt im Januar in die Bild-Chefredaktion und ist dort f&uuml;r Bewegtbildinhalte zust&auml;ndig. Zwar wollen beide Konzerne ihre &bdquo;Newsrooms&ldquo; st&auml;rken, doch dieser &bdquo;Wettlauf&ldquo; k&ouml;nnte auch eine Fusion anbahnen. Gemeinsames Vorbild d&uuml;rfte Rupert Murdochs Fox Corporation sein, die neben Sport und lokaler Berichterstattung jenen ber&uuml;chtigten News Channel betreibt, der als Tea-Party-Sender, Irak-Kriegstreiber, Trump-Lautsprecher und Covid-Verharmloser Furore machte und mit parteiischer Krawallstrategie zum meistgesehenen Nachrichtenkanal in den USA wurde. Aber kann man sich &ndash; nach Trumps Abwahl! &ndash; einen Kampfsender vom Format der Bild-Zeitung, moderiert von Chefredakteur Julian Reichelt, beim Unterhaltungssender ProSieben\/Sat1 vorstellen? Sicher ist, dass beide Konzerne unter gewaltigem Zugzwang stehen, seit sich der deutsche und europ&auml;ische Konzentrationsprozess angesichts der digitalen US-&Uuml;bermacht beschleunigt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/wolfgang-michal\/ein-deutsches-fox-news-droht\">Wolfgang Michal in &ldquo;der Freitag&rdquo;<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Lutz Hausstein:<\/strong> Bei aller berechtigten (inhaltlichen) Kritik an den &Ouml;ffentlich-Rechtlichen. Vor dem Hintergrund eines solchen Szenarios des Horrors kann sich jeder vern&uuml;nftige Mensch nur daf&uuml;r einsetzen, dass die &ouml;ffentlichen-rechtlichen Sender nicht nur erhalten, sondern auch gest&auml;rkt werden. Allerdings, wie auf den NachDenkSeiten schon von Beginn an gefordert wurde, mit einer weniger tendenzi&ouml;sen und daf&uuml;r deutlich ausgewogeneren Berichterstattung, wie sie auch Tobias Riegel in seinem Artikel &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68150\">Rettet den Rundfunk<\/a>&rdquo; angemahnt hatte, sowie mit erheblich mehr Transparenz und B&uuml;rgerbeteiligung an den &Ouml;ffentlich-Rechtlichen, wie sie der Kommunikationswissenschaftler Michael Meyen in seinem aktuellen Interview mit den NDS fordert. Vor dem Hintergrund von Wolfgang Michals Artikel bekommen beide NDS-Beitr&auml;ge noch einmal besonderes Gewicht. Ich m&ouml;chte in keiner Gesellschaft leben, in der das Predigen von Hass und Gewalt zum t&auml;glichen Gesch&auml;ft geh&ouml;ren, wie jetzt schon durch Fox News in den USA. Wer immer noch pauschal die &Ouml;ffentlich-Rechtlichen abschaffen m&ouml;chte, sollte zuvor auch die entsprechenden Folgen, n&auml;mlich die alleinige Marktmacht von privaten Medien, durchdenken.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Ein Lenk f&uuml;r Zuhause<\/strong><br>\nSeit zwei Monaten steht Peter Lenks S-21-Denkmal vor dem Stuttgarter Stadtpalais. Und weil sich t&auml;glich Neugierige davor versammeln, gibt es die &ldquo;Chronik einer grotesken Entgleisung&rdquo; auch in Pappe. Und mit Lupe. Der Bausatz geht weg wie warme Semmeln.<br>\nF&uuml;r Torben Giese ist der Lenk vor der T&uuml;r ein Gl&uuml;cksfall. Sein Stadtpalais muss wegen Corona geschlossen bleiben, doch das Denkmal davor lockt zuverl&auml;ssig Neugierige an. In Gruppen streifen sie um die Skulptur herum, erkennen den einen (Kretschmann) schnell, die andere (Merkel) zeitverz&ouml;gert, den dritten (Teufel) nur ganz schwer. &ldquo;Wo kriegt man die Brosch&uuml;re?&rdquo;, fragt eine Frau im Livestream mit Giese, der daraus schlie&szlig;t, dass die Leute genau wissen wollen, &ldquo;wer da wo zu sehen ist&rdquo;. Warum also nicht zu Hause weiterr&auml;tseln?<br>\nUnd so entwarf das Stadtpalais-Team ein Denkmal to go, mit Lupe, zum genauen Gucken und mit der Brosch&uuml;re des K&uuml;nstlers zum Objekt. Nach nicht mal zwei Tagen war der Bausatz aus Papier vergriffen. Sie haben nochmal 500 Exemplare geordert und das Denkmal drau&szlig;en beleuchtet.<br>\nDer Stuttgarter Lenk ist beliebt. Und er bleibt umstritten. &ldquo;Gro&szlig;artig&rdquo;, findet Giese die Auseinandersetzung mit der Denkmalkultur vor seinem Haus. Die Kulturschickeria, die noch nie viel von Lenks gegenst&auml;ndlichen Possen gehalten hat, ist auch jetzt wieder aufmarschiert. Keine Kunst sei das, ins Museum w&uuml;rde es ein Lenk nie schaffen, aktuell &uuml;bersch&auml;tzt, wenig geistreich, so die Kritik an dem Provokateur vom Bodensee. Weg damit. So liest man es in den &ldquo;Stuttgarter Zeitungsnachrichten&rdquo; und in &ldquo;Art&rdquo;.<br>\nUnd was sagt der neue OB Frank Nopper dazu, der die Er&ouml;ffnung des Bahnhofs zu einem gro&szlig;en Vers&ouml;hnungsfest machen will? Wie gef&auml;llt ihm die Skulptur gewordene Karikatur auf Stuttgart 21? Soll sie bleiben? Leider gibt es darauf vorerst keine Antwort: &ldquo;Ich bitte um Verst&auml;ndnis, dass ich mich zu den von Ihnen aufgeworfenen Fragen erst nach meinem Amtsantritt in Stuttgart &auml;u&szlig;ern werde&rdquo;, schreibt der Backnanger Noch-OB auf die Kontext-Anfrage. Wir bleiben dran.<br>\nVorerst steht die fast zehn Meter hohe Skulptur bis Ende M&auml;rz 2021. Vor&uuml;bergehend, wie alle Lenkschen Schelmenst&uuml;cke. Wom&ouml;glich f&uuml;r immer? Dar&uuml;ber wird schon jetzt ger&auml;tselt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/kultur\/509\/ein-lenk-fuer-zuhause-7214.html?pk_campaign=KONTEXT-per-EMail&amp;pk_kwd=Ausgabe-509\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Deshalb werden die n&auml;chsten Jahre gef&auml;hrlicher<\/strong><br>\nDie Zeichen stehen auf Sturm. Nichts deutet darauf hin, dass 2021 wieder mehr Frieden einkehren k&ouml;nnte. Es ist Vorsicht angesagt.<br>\nDie Zeiten &auml;ndern sich, zurzeit schneller als je zuvor. Aus der Geschichte zu lernen ist deshalb nicht immer der richtige Weg, ein Problem zu l&ouml;sen. Aber es gibt Konstanten, die seit 2000 Jahren immer wieder auftreten. Eine der klarsten und wichtigsten ist die: Wo in einem Land, einem Volk, in einer gr&ouml;sseren Gemeinschaft interne Probleme auftreten, insbesondere wenn die Gesellschaft gespalten ist, &laquo;hilft&raquo; eine &auml;ussere Bedrohung &ndash; die Existenz eines &auml;usseren Feindes &ndash; die Menschen intern, im eigenen Land, wieder zusammenzuschweissen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/deshalb-werden-die-naechsten-jahre-gefaehrlicher\/\">Infosperber<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen\/sehen Sie dazu z.B. auch:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64469\">Frieden in Europa ist Frieden mit Russland<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65129\">Russland tr&auml;gt die Schuld an den Kriegen des Westens<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65963\">Willy Wimmer im Gespr&auml;ch mit Albrecht M&uuml;ller: Konfrontation und Feindbildaufbau gegen Russland statt gemeinsamer Sicherheit mit Russland?<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(AT\/CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-68438","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/68438","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=68438"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/68438\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":68465,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/68438\/revisions\/68465"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=68438"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=68438"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=68438"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}