{"id":6845,"date":"2010-09-27T09:08:01","date_gmt":"2010-09-27T07:08:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6845"},"modified":"2019-03-18T11:38:51","modified_gmt":"2019-03-18T10:38:51","slug":"hinweise-des-tages-1235","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6845","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute u. a. zu folgenden Themen: Hartz IV: 16,5 Cent mehr am Tag, HRE-Vorst&auml;nde verlassen Bank mit &uuml;ppiger Pension, Aktienmanipulationen; Schwarz-Gelb knickt erneut vor Pharmalobby ein; Koalition dreht Klimaschutz zur&uuml;ck; Biblis-Notfallschutzpl&auml;ne: Bev&ouml;lkerung im Ernstfall hilflos;die angeblichen Vorurteile gegen&uuml;ber Migranten; Steinbr&uuml;ck warnt SPD vor Linksruck; Stimmungsmache f&uuml;r Studiengeb&uuml;hren; Theaterpremiere in Hamburg: Aufruhr im Schauspielhaus; In Irland bricht die Konjunktur ein; franz&ouml;sische Renten&bdquo;reform&ldquo;; Widerstand gegen Obama. (KR\/WL\/AM)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">16,5 Cent mehr am Tag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Eine Frage der W&uuml;rde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Noch zwei HRE-Manager vor dem Ausstieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Aktienmanipulationen ersch&uuml;ttern B&ouml;rsenszene<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Basel muss nachbessern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Gesundheitsreform: Schwarz-Gelb knickt erneut vor Pharmalobby ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Koalition dreht Klimaschutz zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Biblis-Notfallschutzpl&auml;ne: Bev&ouml;lkerung im Ernstfall hilflos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Freiwillige Selbstkontrolle beim Outsourcing der Gesetzgebung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Bertelsmann-Studie: Die angeblichen Vorurteile gegen&uuml;ber Migranten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Steinbr&uuml;ck warnt SPD vor Linksruck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Studie des Stifterverbands: Stimmungsmache f&uuml;r Studiengeb&uuml;hren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Bildungsausgaben: Deutschland hinkt &Ouml;sterreich und der Schweiz bei der Zukunftssicherung hinterher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Theaterpremiere in Hamburg: Aufruhr im Schauspielhaus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">In Irland bricht die Konjunktur ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Franz&ouml;sische Renten&bdquo;reform&ldquo;: Das Kr&auml;ftemessen tritt in seine entscheidende Phase ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Widerstand gegen Obama<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">S&uuml;dafrika: Medien droht Tribunal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">H&ouml;rfunk-Tipp: Bankraub: Der Fall Hypo Real Estate<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Zu guter Letzt: Kampf den Abzockern<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=6845&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Hartz IV<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>16,5 Cent mehr am Tag<\/strong><br>\nDie Regels&auml;tze f&uuml;r Hartz-IV-Bezieher sollen um f&uuml;nf Euro steigen. Die im Kanzleramt versammelten Spitzen der Koalition stimmten dem Vorschlag von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) am Sonntag zu, verlautete aus Regierungskreisen. Von der Leyen sagte der Bild-Zeitung laut Vorabmeldung, bei der Neuberechnung wurden Ausgaben f&uuml;r Alkohol und Tabak nicht mehr ber&uuml;cksichtigt. Genu&szlig;mittel wie Alkohol und Tabak geh&ouml;rten nicht zum Grundbedarf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/09-27\/022.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Transparent, fair, zukunftsorientiert<\/strong><br>\nDie neuen Regels&auml;tze in der Grundsicherung f&uuml;r Arbeitsuchende<br>\nDer Referentenentwurf zu den&nbsp;neuen Regels&auml;tzen in der Grundsicherung f&uuml;r Arbeitsuchende wird&nbsp;morgen, am Montag, den 27.09.2010&nbsp;vom Bundesministerium f&uuml;r Arbeit und Soziales zusammen mit einer umfassenden Erl&auml;uterung der Berechnungsgrundlagen ver&ouml;ffentlicht. Die Regelleistungen bleiben stabil &ndash; sowohl bei den Erwachsenen als auch bei den Kindern. Nach der Neubemessung liegt die neue Regelleistung f&uuml;r alleinstehende und alleinerziehende Erwachsene bei 364,- Euro. Das ist eine Steigerung um 5,-Euro. Bei der Berechnung wurden Neubewertungen gegen&uuml;ber der Bemessung zum 01.01.2005 vorgenommen. Die Einkommens- und Verbrauchsstatistik 2008 bildet &ndash; wie verfassungsrechtlich geboten &ndash; mit ca. 230 Positionen die Grundlage der Berechnungen. Bei der &Uuml;berpr&uuml;fung, welche Ausgaben Geringverdiener in Deutschland tats&auml;chlich t&auml;tigen, wurden wenige Positionen neu hinzugef&uuml;gt (z.B. Internet-Softwaredownloads, Praxisgeb&uuml;hr) und &ldquo;nicht regelsatzrelevante&rdquo; (z.B. Kraftfahrzeuge, Haushaltshilfen, Flugreisen, aber auch illegale Drogen, Tabak, Alkohol, Gl&uuml;cksspiel) oder anderweitig gedeckte Positionen (z.B. Unterkunftskosten) ausgeschlossen&hellip;<br>\nAusgerechnet worden sind f&uuml;r die Kinder von:\n<ul>\n<li>0 bis unter 6 Jahren: 213,- Euro, damit 2,-&nbsp;Euro weniger als bisher.<\/li>\n<li>6 bis unter 14 Jahren: 242,- Euro, damit 9,-&nbsp;Euro weniger als bisher.<\/li>\n<li>14 bis unter 18 Jahren: 275,- Euro, damit 12,-&nbsp;Euro weniger als bisher.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.bmas.de\/portal\/47956\/2010__09__26__regelsaetze__sgb2.html#thema_01\">Bundessozialministerium<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Logik ist, weil das Einkommen des untersten Einkommensf&uuml;nftels gesunken ist, brauchen auch die Hartz IV-Regels&auml;tze nicht erh&ouml;ht zu werden. Und weil die unteren 20 Prozent der Einkommensbezieher f&uuml;r ihre Kinder auch nicht mehr ausgeben k&ouml;nnen, geht es den Kindern aus Hartz IV-Familien sogar vergleichsweise besser. Rutschen also immer mehr Menschen in prek&auml;re Besch&auml;ftigung mit Niedrigl&ouml;hnen und das sind in Deutschland schon &uuml;ber 20 Prozent, dann gibt es auch keinen Grund die Hartz IV-Regels&auml;tze anzuheben, denn sonst w&uuml;rde ja das &bdquo;Lohn&ldquo;-Abstandsgebot verletzt.<br>\nDas vom Bundesverfassungsgericht definierte &bdquo;soziokulturelle Existenzminimum&ldquo;, das jedem Hilfebed&uuml;rftigen diejenigen materiellen Voraussetzungen zusichert, die f&uuml;r seine physische Existenz und f&uuml;r ein Mindestma&szlig; an Teilhabe am gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Leben unerl&auml;sslich sind, wird also zu einer Frage der H&ouml;he der Niedrigl&ouml;hne.<br>\nFazit: Ohne einen gesetzlichen Mindestlohn wird also die Spirale weiter nach unten f&uuml;hren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Synopse zum Referentenentwurf des BMAS zum Gesetz zur Entwicklung von Regelbedarfen und zur &Auml;nderung des 2. und 12. SGB<\/strong><br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.harald-thome.de\/media\/files\/Synopse-zum-Referentenentwurf-des-Bundesministeriums-f-r-Arbeit-und-Soziales-zum-Gesetz-zur-Entw.pdf\">Erwerbslosen Forum Deutschland, 22.09.2010 [PDF &ndash; 1.7 MB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.harald-thome.de\/media\/files\/100920-Referentenentwurf-SGB-II.pdf\">Referentenentwurf [PDF &ndash; 528 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Das ist ein halbseidenes Vorgehen&ldquo;<\/strong><br>\nUlrich Schneider, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Parit&auml;tischen Wohlfahrtsverbands, z&uuml;rnt Schwarz-Gelb. Auch mit der geplanten Erh&ouml;hung der Hartz-IV-S&auml;tze sei das Existenzminimum nicht mehr gew&auml;hrleistet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/-das-ist-ein-halbseidenes-vorgehen-\/-\/1472596\/4675774\/-\/index.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Hierzu Ulrich Schneiders Anmerkungen vom 16.10.2009. Er hat sich ziemlich versch&auml;tzt:<\/em><\/p>\n<p><strong>Kein Kahlschlag<br>\nArmenlobby z&auml;hlt auf Schwarz-Gelb<\/strong><br>\nUlrich Schneider ist Lobbyist f&uuml;r Bed&uuml;rftige. Der Chef des Parit&auml;tischen Wohlfahrtsverbandes erwartet nicht nur Schlimmes von der k&uuml;nftigen Koalition aus FDP und Union.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/deutschland\/artikel\/1\/armenlobby-zaehlt-auf-schwarz-gelb\/\">taz<\/a><\/p>\n<p><em>Wir haben damals gewarnt vor der Fehleinsch&auml;tzung jener, die an die Sozialdemokratisierung der Union glauben:<\/em><\/p>\n<p>23. Oktober 2009 um 11:39 Uhr<br>\n<strong>Von wegen Sozialdemokratisierung der Union (Teil I)<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"?p=4283\">NachDenkSeiten<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Gelbe Karte, rote Karte, Absetzen<\/strong><br>\nWenn dasselbe Personal, zumal dieselbe Kanzlerin, st&auml;ndig und nachweisbar verfassungswidrige Gesetze erl&auml;sst, wo ist dann der Punkt erreicht, an dem sie abgesetzt werden muss?<br>\nSoll das wirklich so gehen mit der Regierungskunst, wenn man ein ums andere mal vom Bundesverfassungsgericht Grundrechtsverletzungen bescheinigt bekommt, dass man einfach denselben miefigen Salat noch einmal serviert und ihn abermals als frisch deklariert?<br>\nEs gab Zeiten, da wurde noch gek&auml;mpft um das selbst eingebrachte und verabschiedete Gesetz. Da galt es noch als Niederlage, wenn die Karlsruher Richter eins kassierten. Da war noch das Bem&uuml;hen erkennbar, so zu arbeiten, dass es eben nicht zum &Auml;u&szlig;ersten kam.<br>\nInzwischen ist eine Art Sport daraus geworden, sich so oft wie m&ouml;glich in die Schranken weisen zu lassen und derweil in der Praxis s&auml;mtliche zu unterlaufen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/feynsinn.org\/?p=4965\">Feynsinn<\/a><\/li>\n<li><strong>56 Prozent der Deutschen sind gegen h&ouml;here Regels&auml;tze<\/strong><br>\n56&nbsp;Prozent lehnen nach einer Emnid-Umfrage im Auftrag von BILD am SONNTAG jede Erh&ouml;hung der Regels&auml;tze ab. 14 Prozent davon sind sogar der Meinung, die S&auml;tze f&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger sollten gek&uuml;rzt werden. Nur 36 Prozent sprechen sich f&uuml;r eine Erh&ouml;hung von Hartz IV aus. F&uuml;r Seehofer und die Kanzlerin besonders interessant: Bei den Unionsanh&auml;ngern sind sogar 61 Prozent gegen eine Erh&ouml;hung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/BILD\/politik\/2010\/09\/26\/hartz-IV-ministerpraesident-horst-seehofer\/will-erhoehung-stoppen.html\">Bild am Sonntag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Da gibt eine Zeitung, die schon immer gegen Hartz IV-Empf&auml;nger Stimmung gemacht hat, zum passenden Zeitpunkt eine Umfrage in Auftrag &uuml;ber deren konkrete Fragestellung nichts bekannt ist (schlie&szlig;lich wei&szlig; man, dass die Frage f&uuml;r das Ergebnis entscheidend ist) und <a href=\"http:\/\/www.google.de\/search?q=56+Prozent+sind+gegen+h%C3%B6here+Hartz-IV-S%C3%A4tze&amp;hl=de&amp;prmd=n&amp;ei=_Z6fTKmWCYeVswbf4snmDg&amp;start=0&amp;sa=N\">nahezu alle Medien machen daraus eine Schlagzeile<\/a>. Das ist der &uuml;blich gewordene Papageien-Journalismus.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&bdquo;Eine Frage der W&uuml;rde&ldquo;<\/strong><br>\nVon der Umwertung der Arbeit.<br>\nJeder Mensch hat ein Recht auf Arbeit. So steht es in der Menschenrechtscharta der Vereinten Nationen von 1948. Doch l&auml;ngst leben wir in einer Arbeitsgesellschaft ohne Arbeit. Wachstum schafft keine Arbeitspl&auml;tze mehr. Die sozialversicherungspflichtige Vollzeitbesch&auml;ftigung geht zur&uuml;ck und gering entlohnte, prek&auml;re Arbeitsverh&auml;ltnisse nehmen zu. Immer mehr Menschern k&ouml;nnen von ihrer Arbeit nicht mehr leben. Gleichzeitig explodieren die Kosten f&uuml;r den Unterhalt der Erwerbslosen. Ein Grundeinkommen f&uuml;r alle k&ouml;nnte diesem Dilemma ein Ende bereiten. Wenn die W&uuml;rde des Menschen nicht l&auml;nger von bezahlter Arbeit abhinge, k&ouml;nnte jeder seine F&auml;higkeiten in die Gesellschaft einbringen, egal ob er Alte pflegte, sich im Tierschutz engagierte oder eben einem Karrierejob nachginge. \/Im Feature kommen Menschen zu Wort, die hart arbeiten &ndash; unbezahlt und bezahlt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/fileadmin\/user_upload\/Sendungen\/Lebenszeichen\/2010\/Manuskripte\/100926ms-Langer-W%C3%BCrde.pdf\">wdr5 [PDF &ndash; 155 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Noch zwei HRE-Manager vor dem Ausstieg<\/strong><br>\nMit &uuml;ppigen Pensions-Anspr&uuml;chen im Gep&auml;ck wollen zwei weitere Top-Manager die Krisenbank Hypo Real Estate verlassen. Die Vorst&auml;nde Kai Wilhelm Franzmeyer und Frank Krings h&auml;tten ihren Abgang angek&uuml;ndigt, sobald die geplante Abwicklungsanstalt (Bad Bank) steht, berichtete die &bdquo;Welt am Sonntag&ldquo; unter Berufung auf Finanzkreise. &Uuml;ber ihren Abtritt wird bereits seit dem fluchtartigen Weggang des Vorstandschefs Axel Wieandt spekuliert. Damit setzt sich der Aderlass der F&uuml;hrungskr&auml;fte bei der HRE fort.<br>\nDie Manager der verstaatlichten Bank k&ouml;nnen genau wie Wieandt mit stattlichen Pensionen rechnen. Beide Manager erhalten laut Zeitung ab ihrem 60. Lebensjahr jeweils 186.000 Euro j&auml;hrlich. Wieandt hatte die Bank im M&auml;rz 2010 verlassen. Ihm steht eine j&auml;hrliche Pension von 240.000 Euro zu. Diese Regelung war von Politikern verschiedener Parteien scharf kritisiert worden. &bdquo;Der Bund h&auml;tte die Selbstbedienung bei der HRE verhindern m&uuml;ssen&ldquo;, sagte der Gr&uuml;nen-Finanzexperte im Bundestag, Gerhard Schick, der &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung (Samstag).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9\/Doc~E9A6739531AA74771ACA94335CBDB3952~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Aktienmanipulationen ersch&uuml;ttern B&ouml;rsenszene<\/strong><br>\n&Uuml;ber Jahre hat sich eine Clique von Finanzjongleuren mit windigen Gesch&auml;ften gegenseitig Millionen zugeschachert. Nun ist das System aufgeflogen. Der Vorwurf: Kursmanipulation bei Aktien. Die Beteiligten: Unternehmer, Journalisten, Aktienh&auml;ndler, Aktion&auml;rssch&uuml;tzer&hellip;<br>\nDas System ist einfach und effektiv. Es gibt zwei Wege, eine Kursmanipulation herbeizuf&uuml;hren und daran zu verdienen. Beim &ldquo;Scalping&rdquo; wird ein Kurs gezielt durch fingierte oder ausschlie&szlig;lich positive Nachrichten nach oben getrieben, um von diesen Kursspr&uuml;ngen zu profitieren. Oder die Aktien werden durch gezielt negative Nachrichten zum Absturz gebracht, um auch davon mit entsprechenden Aktienoptionen zu profitieren. Funktioniert das Empfehlungskarussell, ist das Potenzial enorm. Selbst mit kleinen Aktiengesellschaften sind so Millionengewinne m&ouml;glich. Solche Marktmanipulationen sind genauso wie Insiderhandel nur schwer nachweisbar, k&ouml;nnen aber mit bis zu f&uuml;nf Jahren Gef&auml;ngnis bestraft werden. In der aktuellen Aff&auml;re geht es offenbar um beide Arten der Manipulation.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/:agenda-aktienmanipulationen-erschuettern-boersenszene\/50174823.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein weiteres Beispiel daf&uuml;r, dass die B&ouml;rsenkurse kaum etwas mit realwirtschaftlichen Vorg&auml;ngen zu tun haben, sondern es sich vor allem um leicht manipulierbare Spekulationen handelt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Basel muss nachbessern<\/strong><br>\nDie Erleichterung ist gro&szlig;. Das j&uuml;ngst in Basel verabschiedete Konzept zur Eigenkapitalausstattung von Banken ist zwei Jahre nach der Pleite von Lehman Brothers nicht der bef&uuml;rchtete kleinste gemeinsame Nenner, auf den sich Regulatoren, Zentralbanker, Politiker, Banken und ihre Lobbyisten einigen konnten. Der Kompromiss ist ansehnlich und wird mittel- bis langfristig einen wichtigen Beitrag zur Risikoreduzierung der Banken leisten. Allerdings ist Basel III mit Gewissheit kein Beitrag, die &ldquo;Too big to fail&rdquo;-Problematik in der Finanzindustrie zu l&ouml;sen und damit den Staat von der faktisch umfassenden Haftung f&uuml;r das Bankensystem zu entlasten.<br>\nBasel III sieht nun eine deutliche Versch&auml;rfung, fast Verdoppelung der Kernkapitalquoten von Banken vor. Dabei sind die langen &Uuml;bergangszeiten ein vertretbarer und erforderlicher Kompromiss. &Uuml;ber die Zeit wird damit das Verh&auml;ltnis von Eigenkapital zu Fremdkapital deutlich verbessert. So richtig Basel III ist, die Gew&auml;hr, eine weitere Bankenkrise zu vermeiden, ist damit nicht verbunden. Immerhin hatte Lehman die jetzt ausgehandelten und erst 2019 verbindlich geltenden Kernkapitalquoten vor der Insolvenz 2008 deutlich &uuml;bererf&uuml;llt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/:regulierung-der-banken-basel-muss-nachbessern\/50173935.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Gesundheitsreform: Schwarz-Gelb knickt erneut vor Pharmalobby ein<\/strong><br>\nKritiker schm&auml;hen den Einfluss der Pharmaindustrie auf die schwarz-gelbe Gesundheitsreform, jetzt gibt es einen weiteren Fall von Lobbyismus: Nach SPIEGEL-Informationen haben sich die Firmen bei der Praxis der Medikamentenpr&uuml;fung mit ihrem Vorschlag durchgesetzt.<br>\nIn einem &Auml;nderungsantrag der Regierungskoalition zum neuen Arzneigesetz wird nach SPIEGEL-Informationen erneut eine Forderung der Pharmakonzerne &uuml;bernommen. So soll der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA), das h&ouml;chste Entscheidungsgremium f&uuml;r Kassenpatienten, k&uuml;nftig ein neues Medikament nur noch ablehnen k&ouml;nnen, wenn er dessen Unzweckm&auml;&szlig;igkeit beweisen kann.<br>\nDamit soll die Beweislast umgekehrt werden. Bisher reichte es, wenn der G-BA feststellte, dass der Nutzen eines Medikaments nicht belegt ist. Dann mussten die Kassen es auch nicht bezahlen.<br>\nGrundlage der geplanten Gesetzes&auml;nderung ist offenbar ein Gutachten der Anwaltskanzlei Clifford Chance im Auftrag des Verbands der forschenden Pharmaunternehmen (VfA). Dort hei&szlig;t es, dass &ldquo;der Beschluss &uuml;ber die Nutzenbewertung nicht den Feststellungen der Zulassungsbeh&ouml;rde widersprechen darf&rdquo;.<br>\nIm &Auml;nderungsantrag der Koalition hei&szlig;t es fast identisch: Der G-BA &ldquo;darf den Nutzen eines Arzneimittels nicht abweichend von der Beurteilung der Zulassungsbeh&ouml;rde bewerten&rdquo;.&rdquo;Das ist der Wahnsinn!&rdquo; Die geplante &Auml;nderung ist gravierend. &ldquo;Das hei&szlig;t im Umkehrschluss, dass der Nutzen eines Pr&auml;parats k&uuml;nftig schon durch die Zulassung bewiesen sein soll. Das ist der Wahnsinn!&rdquo;, so Wolfgang Kaesbach, Leiter der Abteilung Arzneimittel beim Spitzenverband der Krankenkassen. &ldquo;Dem VfA ist es grandios gelungen, die Politik einzuleimen.&rdquo; Auch das Institut f&uuml;r Qualit&auml;t und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen kritisiert die geplante &Auml;nderung als &ldquo;gro&szlig;en Nachteil f&uuml;r Patienten&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,719630,00.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung der NDS-Unterst&uuml;tzerin M.G.:<\/strong> Oder anders ausgedr&uuml;ckt: Es ist ungef&auml;hr so, als ob man einem L&ouml;wen die Neugestaltung der Tr&auml;nkezeiten an den Wasserl&ouml;chern f&uuml;r Gazellen &uuml;berg&auml;be.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Koalition dreht Klimaschutz zur&uuml;ck<\/strong><br>\nDie Bundesregierung hat ihr eigenes Energiekonzept stark abgeschw&auml;cht. Das geht aus der &uuml;berarbeiteten Fassung hervor, die der FTD vorliegt. Damit ist fraglich, wie die eigenen Klimaziele erreicht werden sollen.<br>\nIn dem Konzept ist ein Passus gestrichen worden, dem zufolge Betreiber von Kohlekraftwerken &ldquo;im gleichen Umfang ineffiziente emissionsintensive Altanlagen&rdquo; stilllegen m&uuml;ssen, um F&ouml;rderung f&uuml;r moderne sogenannte CCS-Kraftwerke zu erhalten. Diese lagern und speichern CO2-Emissionen unter der Erde.<br>\nDar&uuml;ber hinaus will die Regierung mit den Milliarden aus der Laufzeitverl&auml;ngerung der Atomkraftwerke offenbar bestehende Programme zur Energieeffizienz finanzieren, die bislang andere Ministerien gezahlt haben. Auf der anderen Seite nennt die Regierung bei vier Programmen keine F&ouml;rdersummen mehr. Ma&szlig;nahmen zur F&ouml;rderung der Energieeffizienz, dem Ausbau der erneuerbaren Energien in Geb&auml;uden, die Energieforschung und eine Klimaschutzinitiative wollte die Regierung eigentlich mit j&auml;hrlich 1,2 Mrd. Euro bezuschussen.<br>\nAngesichts dieser wesentlichen &Auml;nderungen ist es fraglich, wie die Regierung ihre eigenen Klimaziele noch erreichen will. Deutschland hat versprochen, die Treibhausgasemissionen bis 2020 im Vergleich zu 1990 um 40 Prozent zu reduzieren. Dies entspricht internationalen Vereinbarungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:vorwurf-der-klientelpolitk-schwarz-gelb-gibt-pharmalobby-erneut-nach\/50174866.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Biblis-Notfallschutzpl&auml;ne: Bev&ouml;lkerung im Ernstfall hilflos<\/strong><br>\nDer BUND Hessen warnt vor Notfallpl&auml;nen f&uuml;r Biblis. Sie seien v&ouml;llig unzureichend und gef&auml;hrlich. Im Katastrophenfall w&auml;ren die Menschen in einer weitreichenden Umgebung hohen Strahlenbelastungen schutzlos ausgeliefert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/rhein-main\/bevoelkerung-im-ernstfall-hilflos\/-\/1472796\/4675142\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Freiwillige Selbstkontrolle beim Outsourcing der Gesetzgebung<\/strong><br>\nAuch in Zukunft sollen, so die Bundesregierung, Anwaltskanzleien bei der Erarbeitung von Gesetzen mitwirken.<br>\nGro&szlig;kanzleien, die an Gesetzentw&uuml;rfen mitschreiben &ndash; sp&auml;testens seitdem die Mitwirkung der Kanzlei Freshfields, die die Finanzindustrie weltweit vertritt, am Finanzmarktstabilisierungsgesetz bekannt wurde, ist dieses Thema verst&auml;rkt in den Fokus der &Ouml;ffentlichkeit ger&uuml;ckt. Der Verdacht, dass hier Interessenvertreter f&uuml;r ihre eigene Klientel Gesetze formulieren liegt nahe. Allein im Bereich der Finanzmarktgesetzgebung gibt es eine Reihe &auml;hnlicher F&auml;lle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/33\/33382\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Bertelsmann-Studie: Die angeblichen Vorurteile gegen&uuml;ber Migranten<\/strong><br>\nDie Bertelsmann-Stiftung untersucht zehn Vorurteile gegen Migranten. Davon gibt es allerdings einige gar nicht. Mit erheblicher zeitlicher Verz&ouml;gerung hat die von Thilo Sarrazin ausgel&ouml;ste Debatte um die Integration auch die Bertelsmann-Stiftung erreicht. In einer eigenwilligen Analyse untersucht die Stiftung vor dem Hintergrund der Sarrazin-Thesen nun zehn angebliche Vorurteile, um zu dem Schluss zu kommen: &bdquo;Deutschland schafft sich nicht ab&ldquo;. Leider bleibt dabei vollkommen unklar, wer diese Vorurteile ge&auml;u&szlig;ert haben soll. Und auch die Argumente sind teilweise sehr weit hergeholt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/debatte\/article9856240\/Die-angeblichen-Vorurteile-gegenueber-Migranten.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung der NDS-Unterst&uuml;tzerin M.G.:<\/strong> Die &bdquo;Bertelsmann Studie&ldquo; passt nicht ins WELT-Bild.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Steinbr&uuml;ck warnt SPD vor Linksruck<\/strong><br>\nDas k&ouml;nnte heikel werden: SPD-Chef Gabriel will parteiischer werden und sich st&auml;rker f&uuml;r die Schwachen einsetzen. Der fr&uuml;here Finanzminister Peer Steinbr&uuml;ck warnt seine Partei dagegen vor einer einseitigen Ausrichtung auf die Sozialpolitik.<br>\n&ldquo;Es reicht nicht, allein &uuml;ber Interessenlagen von Rentnern und Hartz-IV-Empf&auml;ngern zu reden. Das ist zu wenig&rdquo;, sagte Peer Steinbr&uuml;ck (SPD) am Sonntag auf dem Parteitag in Berlin. &ldquo;Wenn die SPD Volkspartei bleiben und mehrheitsf&auml;hig werden will, muss sie ein breiteres politisches Angebot machen&rdquo;, mahnte der fr&uuml;here Parteivize. Dazu geh&ouml;rten auch &ldquo;glaubw&uuml;rdige und kompetente Angebote&rdquo; an Existenzgr&uuml;nder und den Mittelstand, etwa in der Steuerpolitik.<br>\nMit seiner Warnung attackierte Steinbr&uuml;ck&nbsp;, der f&uuml;r die alte Regierungs-SPD steht, auch den Kurs der aktuellen F&uuml;hrung. Parteichef Sigmar Gabriel hatte zuvor in seiner Rede gesagt, die SPD m&uuml;sse wieder &ldquo;parteiischer&rdquo; werden und st&auml;rker f&uuml;r die Mehrheit der Arbeitnehmer und die Schwachen in der Gesellschaft Partei ergreifen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:gegenwind-fuer-parteichef-steinbrueck-warnt-spd-vor-linkskurs\/50174869.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Angeblich soll ja Gabriel selbst Steinbr&uuml;ck zu seinem &bdquo;Impulsreferat&ldquo; eingeladen haben. Steinbr&uuml;ck sollte wohl den genesenden Steinmeier vertreten. Dieser Auftritt ist ein Beleg daf&uuml;r, dass die Versuche der SPD-F&uuml;hrung, sich von den Fehlern in der Vergangenheit zu l&ouml;sen, bestenfalls Lippenbekenntnisse sind. Und die <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/BILD\/politik\/2010\/09\/27\/spd-parteitag-berlin-rede-sigmar-gabriel\/kanzlerkandidat-laesst-steinbrueck-ex-finanzminister-den-vortritt.html\">Bild-Zeitung schreibt Steinbr&uuml;ck nat&uuml;rlich prompt zum k&uuml;nftigen Kanzlerkandidaten hoch<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Studie des Stifterverbands: Stimmungsmache f&uuml;r Studiengeb&uuml;hren<\/strong><br>\nDer Stifterverband f&uuml;r die Deutsche Wissenschaft hat eine Studie vorgelegt, die zum Ergebnis kommt, dass Studiengeb&uuml;hren keinerlei abschreckende Wirkung auf Studieninteressierte h&auml;tten. Ist das wirklich so? Jens Wernicke befragte dazu Klemens Himpele, Referent f&uuml;r Hochschule und Forschung beim Hauptvorstand der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.studis-online.de\/HoPo\/art-1101-stifterverband-gebuehren-himpele.php\">studis-online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Bildungsausgaben: Deutschland hinkt &Ouml;sterreich und der Schweiz bei der Zukunftssicherung hinterher<\/strong><br>\nDie aktuelle Studie des Forschungsinstituts f&uuml;r Bildungs- und Sozial&ouml;konomie zeigt, wie weit &Ouml;sterreich und die Schweiz Deutschland bei den Bildungsausgaben voraus sind. &Ouml;sterreich und die Schweiz investieren mit 5,5 bzw. 5,8 Prozent des BIP deutlich mehr in die Bildung als Deutschland mit 4,7 Prozent. F&uuml;r einen jungen Menschen wird bis zur abgeschlossenen Berufsausbildung mit 57.000 Euro nur halb so viel ausgegeben wie in den Nachbarl&auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news387208\">idw online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Theaterpremiere in Hamburg: Aufruhr im Schauspielhaus<\/strong><br>\nSt&uuml;rmischer, nicht endender Applaus, dann Resolutionen und k&auml;mpferische Parolen: In Hamburgs Schauspielhaus schwappte B&uuml;rgerprotest auf die B&uuml;hne, die phantastische &ldquo;H&auml;nsel und Gretel&rdquo;-Premiere endete im Tumult. Der n&auml;chste logische Schritt w&auml;re der Sturm aufs Rathaus gewesen. Von Matthias Matussek.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/0,1518,719659,00.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Erstaunlich. So viel Empathie war zuletzt in SPIEGEL-Artikeln von Gerhard Maus sp&uuml;rbar. Das &auml;ndert aber nichts daran, dass der SPIEGEL zu den Einpeitschern der Agenda 2010 geh&ouml;rte und selbst viel zu den Verh&auml;ltnissen beigetragen hat, die hier kritisiert werden.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzung AM:<\/strong> Wir gratulieren allen Beteiligten und bewundern den Regisseur Volker L&ouml;sch, einen Freund der NachDenkSeiten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>In Irland bricht die Konjunktur ein<\/strong><br>\nOffensichtlich hatten einige auf ein Wunder gehofft. Doch nun zeigen sich &ldquo;Investoren entsetzt&rdquo;[1], dass im 2. Quartal die wirtschaftliche Erholung Irlands eingebrochen ist. Die Wirtschaft ist um 1,2%<br>\ngegen&uuml;ber dem Vorquartal geschrumpft. Erstaunlich war, dass zu Irland, wie einige andere Probleml&auml;nder, nach der Schnellsch&auml;tzung im August, die europ&auml;ische Statistikbeh&ouml;rde Eurostat auch in der Sch&auml;tzung am 2. September[2] noch keine Daten geliefert hatte, als die positive Meldung verbreitet wurde, Deutschland habe der EU ein Wachstum von 1% verschafft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/148441\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Franz&ouml;sische Renten&bdquo;reform&ldquo;: Das Kr&auml;ftemessen tritt in seine entscheidende Phase ein<\/strong><br>\nAm Donnerstag Abend und Freitag tobt in Frankreich der &laquo;&nbsp;Krieg der Zahlen&nbsp;&raquo; (la guerre des chiffres). Es geht um die Bewertung der Beteiligung an den Demonstrationen in 232 franz&ouml;sischen St&auml;dten und Gemeinden am gestrigen 23. September, gegen die (in der parlamentarischen Debatte befindliche) &bdquo;Reform&ldquo; der Renten. Alle beteiligten Akteure fragen sich, wie sie im Vergleich zu den letzten Demonstrationen vom 07. September1 einzusch&auml;tzen ist &ndash; und welche politischen Schlussfolgerungen daraus zu ziehen sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/internationales\/fr\/rente2010_11.html\">Labournet<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Volker Bahl:<\/strong> Es ist immer wieder faszinierend, wie bei diesen Streiks eine &ldquo;&Ouml;ffentlichkeit&rdquo; hergestellt wird, die f&uuml;r deutsche Streiks &ndash; und damit auch deutsche Gewerkschaften -vollkommen ungew&ouml;hnlich ist. Die Streikbereitschaft muss in Frankreich von jedem einzelnen immer wieder neu in jeder Phase &ldquo;erbracht&rdquo; werden. Das Streikrecht steht jeder\/m einzelnen ArbeitnehmerIn zu und &ldquo;geh&ouml;rt&rdquo; nicht wie in Deutschland den Gewerkschaften, d.h. es muss in allen Phasen des Streiks , um nicht nur die Streikbereitschaft aufrechtzuerhalten , sondern eher noch &ndash; f&uuml;r einen Erfolg &ndash; auszuweiten, auch &ldquo;jeder einzelne&rdquo; immer wieder&nbsp;von dem &ouml;konomischen und sozialen Sinn des Streiks und der Notwendigkeit seines Erfolges &uuml;berzeugt werden, damit die Bereitschaft zu streiken weiter bestehen bleibt. Nat&uuml;rlich haben in einer solchen &ldquo;Schlacht&rdquo; um die K&ouml;pfe die Gewerkschaften eine andere Rolle &ndash; und so ist ihr so oft als &ldquo;Zersplitterung&rdquo; &ndash; aus deutscher Sicht &ndash; geschm&auml;hter Pluralismus f&uuml;r diese &ouml;ffentliche &ldquo;Meinungssuche&rdquo; w&auml;hrend des Streikverlaufes funktionaler als die im Streik von &ldquo;oben gef&uuml;hrte&rdquo; &ldquo;Einheits&rdquo;gewerkschaft. Auch wenn dies sich langsam aufl&ouml;st (siehe BAG-Urteil zum Fl&auml;chentarifvertrag), so fehlt den Deutschen die daraus folgende Konsequenz &ndash;&nbsp;in Angleichung an&nbsp;europ&auml;ische Verh&auml;ltnisse -:&nbsp;das Streikrecht f&uuml;r jeden, das &ldquo;nat&uuml;rlich&rdquo; in den Arbeitnehmerfragen &ndash; wie hier bei der Rente &ndash; auch gegen&uuml;ber der Politik ausgetragen werden kann. (Was in Deutschland durch das Streikrecht auch verboten ist.)<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Widerstand gegen Obama<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>USA: Obama und die Gener&auml;le<\/strong><br>\nDer Journalist Bob Woodward beschreibt in seinem Buch die Debatten im Wei&szlig;en Haus &uuml;ber Afghanistan. Woodward schildert Obama als Pr&auml;sidenten, der sich den Milit&auml;rs entgegenstellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/obama-und-die-generaele\/1942580.html?view=print\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Krugman: Der Zorn der Reichen<\/strong><br>\nDer Aufstand ist in den USA gesellschaftsf&auml;hig geworden. Sofern es gegen Barack Obama und gegen h&ouml;here Steuern geht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/der-zorn-der-reichen\/-\/1472602\/4678324\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Obamas heimliche Gegner<\/strong><br>\nDie Milliard&auml;re Charles und David Koch bekommen in diesem Herbst mehr Publicity, als ihnen lieb ist. Die Br&uuml;der lenken eines der gr&ouml;&szlig;ten Unternehmenskonglomerate in den USA. Vor allem aber investieren sie seit Jahren in den Versuch, ihre staatskritischen wirtschaftspolitischen &Uuml;berzeugungen in der amerikanischen Politik zu verankern &ndash; ohne dabei aber namentlich in Erscheinung zu treten.&nbsp; Gro&szlig;z&uuml;gig unterst&uuml;tzen die Unternehmerbr&uuml;der David und Charles Koch konservative Bewegungen &ndash; und die machen Stimmung gegen Obama. Charles Koch lebt zur&uuml;ckgezogen in Wichita, Kansas, dem Firmensitz des Familienimperiums, zu dem &Ouml;lraffinerien, Forstbetriebe und Papierfabriken geh&ouml;ren. Der weltl&auml;ufigere David zeigt sich an seinem Wohnort New York als F&ouml;rderer der sch&ouml;nen K&uuml;nste und der Medizin: Das Lincoln Center und das Metropolitan Museum of Art haben von seiner Gunst ebenso profitiert wie das Krebsforschungszentrum Memorial Sloane-Kettering. Nun haben US-Medien die Br&uuml;der ins Scheinwerferlicht gezerrt: Die Kochs, die f&uuml;r niedrige Steuern, weniger Sozialleistungen und minimale Regulierung von Unternehmen eintreten, z&auml;hlen zu den wichtigsten Geldgebern der konservativen Tea-Party-Bewegung. Und ihr Fundus ist enorm: Mit einem gemeinsamen Verm&ouml;gen von 35 Mrd. Dollar rangieren die Kochs nur knapp hinter Warren Buffett und Bill Gates.<br>\nDas Verfassungsgericht hat es Unternehmen und Verb&auml;nden im Januar erlaubt, politische Kampagnen in unbegrenzter H&ouml;he zu unterst&uuml;tzen. So finanziert Americans for Prosperity auch Fernsehwerbung, in der die Anliegen ausgew&auml;hlter Kandidaten gelobt werden &ndash; ohne direkt zur Wahl aufzurufen. W&auml;hrend die Kandidaten von Demokraten und Republikanern ungef&auml;hr gleich viel f&uuml;r TV-Spots ausgeben, haben rechtsgerichtete Interessengruppen im August achtmal so viel in Werbung f&uuml;r Senatskandidaten investiert wie demokratische.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:david-und-charles-koch-obamas-heimliche-gegner\/50173799.html\">FTD<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>S&uuml;dafrika: Medien droht Tribunal<\/strong><br>\nDie s&uuml;dafrikanische Massenpartei ANC (African National Congress) hat diese Woche auf einem Treffen in Durban Restriktionen f&uuml;r die Medien beschlossen. Die alle zweieinhalb Jahre stattfindende ANC-Vollversammlung, die am Freitag endete, hat gro&szlig;en Einfluss auf die politische Entwicklung S&uuml;dafrikas, da der ANC seine parteipolitischen Beschl&uuml;sse meist problemlos im Parlament durchsetzen kann, wo er zwei Drittel der Sitze h&auml;lt. Der Vorschlag des ANC wurde international als Versuch gedeutet, jene Journalisten zu bestrafen, die in S&uuml;dafrika immer wieder F&auml;lle von Korruption in Regierungskreisen enth&uuml;llen. Zudem diskutierte der ANC einen Gesetzesvorschlag &ldquo;zum Schutz sensibler Informationen&rdquo;. Dieses Gesetz w&uuml;rde es Regierungsmitgliedern erm&ouml;glichen, Informationen aus angeblichen Gr&uuml;nden der Staatssicherheit als &ldquo;geheim&rdquo; zu klassifizieren. Journalisten, die solche Informationen dann publizierten, m&uuml;ssten mit bis zu 25 Jahren Haft rechnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=au&amp;dig=2010%2F09%2F25%2Fa0187&amp;cHash=05167af36e\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wer interessiert sich noch f&uuml;r S&uuml;dafrika nach der WM?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>H&ouml;rfunk-Tipp: Bankraub: Der Fall Hypo Real Estate<\/strong><br>\nEin Banker aus M&uuml;nchen Arm in Arm mit einem Pfandbriefjongleur aus Dublin, ein Finanzminister, der in den Abgrund blickt, eine Kanzlerin, die Hand in Hand mit dem Chef der Deutschen Bank die &bdquo;systemrelevante&ldquo; Bank verstaatlicht. Hinzu gesellen sich: Eine geheimnisumwitterte Derivate-H&auml;ndlerin, auf Krawall geb&uuml;rstete Aktion&auml;re in Nadelstreifen. Ermittelt wird: Wie das 100 Milliarden Euro tiefe Loch f&uuml;r den Steuerzahler gegraben wurde. Im Wetterleuchten der Wirtschaftskrise wird hier aufgekl&auml;rt, wie die Hypo Real Estate zur Tellermine des deutschen Finanzmarktes mutieren konnte. Ein Finanzthriller.<br>\nWiederholung: Montag, 27. September, 20.05 Uhr<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/sendungen\/dok-5\/s\/d\/26.09.2010-11.05.html\">WDR5<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Kampf den Abzockern!<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/mediacenter\/karikatur\/karikatur-galerie\/3994.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. 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