{"id":68591,"date":"2021-01-07T11:55:36","date_gmt":"2021-01-07T10:55:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68591"},"modified":"2021-01-08T15:30:45","modified_gmt":"2021-01-08T14:30:45","slug":"joe-biden-und-die-aussichten-der-us-beziehungen-mit-lateinamerika","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68591","title":{"rendered":"Joe Biden und die Aussichten der US-Beziehungen mit Lateinamerika"},"content":{"rendered":"<p>Die Monate lange, chaotische Stimmenz&auml;hlung im anachronistischsten Wahlsystem der Welt attestierte am vergangenen 6. Januar 2021 das ger&auml;uschvolle Ende der Wiederwahl-Ambitionen Donald Trumps und den Machtwechsel in Washington f&uuml;r die kommenden vier Jahre mit der <a href=\"https:\/\/www.euronews.com\/2021\/01\/06\/us-congress-starts-joint-session-to-confirm-joe-biden-as-president-but-republicans-swiftly\">&Uuml;bernahme der US-Pr&auml;sidentschaft<\/a> durch den Demokraten Joe Biden. Das Ergebnis war im Grunde Mitte Dezember 2020 vom US-Wahlm&auml;nnergremium l&auml;ngst best&auml;tigt worden, musste jedoch mit dem gesetzlich vorgeschriebenen Ritual der Zertifizierung auch vom Abgeordnetenhaus und Senat abgesegnet werden. Von <strong>Frederico F&uuml;llgraf<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_9489\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-68591-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210108-Joe-Biden-und-die-Aussichten-der-US-Beziehungen-mit-Lateinamerika-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210108-Joe-Biden-und-die-Aussichten-der-US-Beziehungen-mit-Lateinamerika-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210108-Joe-Biden-und-die-Aussichten-der-US-Beziehungen-mit-Lateinamerika-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210108-Joe-Biden-und-die-Aussichten-der-US-Beziehungen-mit-Lateinamerika-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=68591-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210108-Joe-Biden-und-die-Aussichten-der-US-Beziehungen-mit-Lateinamerika-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"210108-Joe-Biden-und-die-Aussichten-der-US-Beziehungen-mit-Lateinamerika-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Am Vorabend <a href=\"https:\/\/www.ft.com\/content\/5f839764-a441-4b7f-ba42-c5867ce1ce6f\">drohte jedoch Donald Trump<\/a>, &bdquo;h&ouml;llisch zu k&auml;mpfen, um im Wei&szlig;en Haus zu bleiben&ldquo;, und sch&uuml;rte Krawalle, die in der <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=XdBt0Ta6028\">Erst&uuml;rmung des Kapitols<\/a> durch hunderte seiner gewaltbereiten Anh&auml;nger und dem Zusammensto&szlig; mit der Washingtoner Polizei gipfelten, nachdem die &bdquo;nicht zust&auml;ndige&ldquo; Nationalgarde dem &Uuml;berfall tatenlos zusah. Nicht aufzuhalten schien der &Uuml;berfall, als bekannt wurde, dass obendrein Raphael Warnock und Jon Ossoff die Republikaner Kelly Loeffler und David Perdue in Georgia besiegten und damit die Mehrheit der Demokraten in beiden H&auml;usern des Parlaments f&uuml;r Biden sicherten. Nicht wenige US-Medien hatten bereits seit Anfang Dezember 2020 gewarnt, Trump werde, wenn nicht einen Coup d&acute;&Eacute;tat wagen, so ihn zumindest <a href=\"https:\/\/www.newyorker.com\/news\/our-columnists\/trumps-coup-attempt-isnt-over\">propagandistisch in Szene setzen<\/a>. Eine zugleich einmalige Provokation in der Geschichte der Demokratie der Vereinigten Staaten und eine Warnung an die Adresse der Administration Joe Biden, wozu der fundamentalistisch-faschistoide Deep State in den kommenden Jahren bereit ist.<\/p><p>Trumps Abgang ist vom doppelten Scheitern gekennzeichnet. Zum einen mit der seit November 2020 im h&ouml;hnischen Fake-News-Stil verbreiteten, jedoch niemals nachgewiesenen Unterstellung, Biden habe die Wahlergebnisse gef&auml;lscht. Zum anderen, n&auml;mlich umgekehrt, mit dem kriminell anmutenden Versuch, das Endergebnis durch einen Wahlschwindel im Bundesstaat Georgia doch noch zu seinen Gunsten zu kippen. Die Anstiftung dazu geht aus einem Telefongespr&auml;ch Trumps mit Georgias au&szlig;enpolitischem Beauftragten der Republikaner, Brad Raffensperger, hervor, den Wahlverlierer Trump gebeten hat, mal &bdquo;12.000 zus&auml;tzliche Stimmen zu finden&ldquo;, um ihm in Georgia den Sieg und damit die Wiederwahl zu sichern; nicht ahnend, dass das einst&uuml;ndige <a href=\"https:\/\/www.businessinsider.com\/trump-brad-raffensperger-phone-call-georgia-votes-presidential-election-2021-01?r=DE&amp;IR=T\">Gespr&auml;ch abgeh&ouml;rt<\/a> und der <em>Washington Post<\/em> zugespielt wurde. Soweit bekannt, habe Raffensperger mit Unterst&uuml;tzung des Rechtsberaters der Regierung Georgias den amtierenden Pr&auml;sidenten wissen lassen, dass er nicht nur mit der erbetenen F&auml;lschung &bdquo;ein gro&szlig;es Risiko&ldquo; eingehe, sondern auch, dass Trumps weitverbreitete Vorw&uuml;rfe des Wahlbetrugs im gesamten Bundesstaat nicht auf g&uuml;ltigen Beweisen beruhten.<\/p><p><strong>Die lateinamerikanischen Reaktionen auf Joe Bidens Wahlsieg<\/strong><\/p><p>Der 20. Januar 2021 steht somit f&uuml;r Bidens unumstrittenen Inauguration Day. Der weltweit mit Spannung erwartete Amtsantritt erlaubt vielfache, jedoch weniger vielversprechende Ausblicke. Im R&uuml;ckblick auf das US-lateinamerikanische Verh&auml;ltnis w&auml;hrend der Barack-Obama-Administration, der Biden von 2009 bis 2017 als Vizepr&auml;sident diente, werden in mehreren lateinamerikanischen L&auml;ndern schillernde Licht-und-Schatten-Beziehungen bef&uuml;rchtet. Die Vermutungen sind berechtigt und lassen sich mit zwei Fallbeispielen andeuten. Wenngleich sich Pr&auml;sident Obama um eine Entspannung mit Kuba bem&uuml;hte, die die vor 60 Jahren verh&auml;ngte Politik-, Wirtschafts- und Finanzblockade schrittweise zur&uuml;cknehmen sollte, befeuerten die US-Geheimdienste und das State Department unter Hillary Clinton und John Kerry die mit dem Begriff der &ldquo;Farben-Revolutionen&rdquo; verniedlichende politische Destabilisierung in Osteuropa, Nordafrika, Nahost und Brasilien.<\/p><p>Dessen seit 2011 amtierende und 2014 wiedergew&auml;hlte Staatspr&auml;sidentin Dilma Rousseff wurde bereits drei Jahre vor ihrer illegalen Amtsenthebung durch den parlamentarischen Staatsstreich von 2016 zusammen mit zwei Dutzend f&uuml;hrender Mitglieder ihrer Regierung und des staatlichen &Ouml;lkonzerns Petrobras vom US-Spionagedienst NSA abgeh&ouml;rt. Der Eingriff weitete sich zum diplomatischen Skandal aus und veranlasste die popul&auml;re Staatschefin im September 2013 zu einer <a href=\"https:\/\/www.bbc.com\/news\/av\/world-latin-america-24234636\">emp&ouml;rten Anklage<\/a> vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen und der Absage eines Staatsbesuchs in den USA. Mark Weisbrot, PhD-&Ouml;konom und Co-Direktor des Washington-Zentrums f&uuml;r Wirtschafts- und Politikforschung (CEPR), erkl&auml;rte bereits im September 2020 gegen&uuml;ber dem kritischen brasilianischen Wochenmagazin <em>Carta Capital<\/em>, im Falle eines Wahlsieges &bdquo;muss die Regierung Biden diese <a href=\"https:\/\/www.cartacapital.com.br\/mundo\/governo-biden-deve-revelar-papel-dos-eua-no-impeachment-de-dilma-diz-economista\/\">Fragen unverz&uuml;glich beantworten<\/a> und alle Informationen &uuml;ber die Beteiligung der US-Regierung an den Ermittlungen (Anm. F. F.: z.B. gegen Ex-Pr&auml;sident Lula), am Staatsstreich (gegen Pr&auml;sidentin Dilma Rousseff) und an anderen politischen Interventionen gegen die PT offenlegen&ldquo;.<\/p><p>Die lateinamerikanischen Reaktionen auf Bidens Wahlsieg reichten von Bolsonaros dummem Nachgeplapper von Trumps Vorwurf der &bdquo;Wahlf&auml;lschung&ldquo; und Beleidigung der Demokraten, &uuml;ber das Schweigen von Mexikos Pr&auml;sident Andr&eacute;s Manuel L&oacute;pez Obrador &ndash; der sich der vorsichtigen Haltung des russischen Pr&auml;sidenten Wladimir Putin anschloss &ndash; bis hin zu freundlichen Gl&uuml;ckw&uuml;nschen; darunter denen des argentinischen Pr&auml;sidenten Alberto Fern&aacute;ndez, des ehemaligen kolumbianischen Pr&auml;sidenten und Friedensnobelpreistr&auml;gers Juan Manuel Santos und des kubanischen Pr&auml;sidenten Miguel D&iacute;az-Canel. Mit einem Tweet von Anfang November gratulierte der kubanische Staatschef dem Demokraten Biden, bezeichnete seinen Wahlsieg als &bdquo;Entscheidung des US-Volkes f&uuml;r einen neuen Kurs&ldquo; und kn&uuml;pfte Hoffnungen &bdquo;an die M&ouml;glichkeit einer konstruktiven bilateralen Beziehung unter Ber&uuml;cksichtigung der Unterschiede&ldquo;. Kuba dr&auml;ngt verst&auml;ndlicherweise auf die Wiederaufnahme der von Donald Trump brutal unterbrochenen Entspannungspolitik Barack Obamas, mit einer Normalisierung der bilateralen Beziehungen; wissend, dass auch die Demokraten wie in Venezuela ihre Forderung nach &bdquo;freien Wahlen&ldquo; nicht aufgeben werden.<\/p><p>Selbstverst&auml;ndlich beeilten sich die Rechtsau&szlig;en-Pr&auml;sidenten Kolumbiens und Chiles &ndash; Ivan Duque und Sebasti&aacute;n Pi&ntilde;era &ndash; mit der Beweihr&auml;ucherung scheinbar geteilter &bdquo;Werte wie Freiheit, Verteidigung der Menschenrechte und Herausforderungen wie Frieden und Umweltschutz&ldquo;, schrieb Pi&ntilde;era auf seinem Twitter-Account. Die Beziehung zu den USA ist f&uuml;r Chile und seine Ein-Prozent-Ruling-Class von strategischer Bedeutung. Die Vereinigten Staaten rangieren als zweitgr&ouml;&szlig;ter Handelspartner, als Nummer 2 f&uuml;r chilenische Exporte und als zweitgr&ouml;&szlig;ter Exporteur nach Chile; ein Szenario, das sich in den meisten Nachbarl&auml;ndern wiederholt. Doch den Demokraten sind die erratische Au&szlig;enpolitik und das kommunikative Falschspiel des Multimilliard&auml;rs Pi&ntilde;era sehr wohl bekannt; insbesondere in der Kaschierung der verheerenden Verletzung von Menschenrechten seit Ende 2018; ein Thema, das die Biden-Administration mit Nachdruck in Lateinamerika geltend machen will.<\/p><p>Demgegen&uuml;ber ist die bisherige Beziehung zwischen Buenos Aires und Washington seit der Wahl von Alberto Fern&aacute;ndez eher unterk&uuml;hlt und wird von Nebenschaupl&auml;tzen politischer Differenzen gepr&auml;gt. Dazu geh&ouml;rt der Widerstand der argentinischen Regierung gegen die Nominierung des Trump-Verb&uuml;ndeten und rechtsradikalen Exilkubaners Mauricio Claver-Carone zum Direktor der Interamerikanischen Entwicklungsbank (IDB), der der Kolumbianer Duque wiederum geradezu enthusiastisch beipflichtete. Auch die argentinischen Umschuldungsverhandlungen mit US-Hedgefonds und dem Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) k&ouml;nnten eventuell zu punktuellen Spannungen selbst mit dem demokratischen Lager f&uuml;hren.<\/p><p>Der Blitzbesuch des Steve-Bannon-Vertreters in Brasilien und des <a href=\"https:\/\/noticias.uol.com.br\/internacional\/ultimas-noticias\/2021\/01\/06\/eduardo-bolsonaro-se-reune-com-filha-de-trump.htm\">Bolsonaro-Sohns Eduardo bei Trumps Tochter Ivanka<\/a> im Wei&szlig;en Haus, wenige Stunden vor der Erst&uuml;rmung des Capitols, deuten an, dass das rechtsextremistische Regime Jair Bolsonaro punktuell zu Provokationen gegen die Administration Biden bereit ist, andererseits aber den voraussehbaren Schulterschluss mit Washington gegen den &bdquo;chinesischen Vormarsch in Lateinamerika&ldquo; annehmen wird, dessen geopolitische Implikationen Republikaner und Demokraten nur in Nuancen unterscheidet. Starke Spannungen in Fragen der Bek&auml;mpfung des Klimawandels, des Schutzes des Amazonas-Regenwaldes und der Menschenrechte sind jedoch mit dem Bolsonaro-Regime programmiert und k&ouml;nnten eine v&ouml;llig unvermutete Allianz Bidens mit der demokratischen und linken Opposition in Brasilien schmieden.<\/p><p><strong>Bidens neuer Au&szlig;enminister Antony Blinken und die &bdquo;Diplomatie der N&ouml;tigung&ldquo;<\/strong><\/p><p>Allerdings empfehlen einzelne Experten aus einem anderen Grund auf Bidens au&szlig;enpolitische Agenda mit Argusaugen zu schauen, n&auml;mlich wegen der Nominierung Antony Blinkens zum Secretary of State.<\/p><p>Blinkens Vater, Donald Blinken, diente vier Jahre lang als US-Botschafter der Regierung Bill Clinton in Ungarn und gilt als einer der sturen Funktion&auml;re, die Ungarn die NATO-Mitgliedschaft aufn&ouml;tigten. Die Blinken-Diplomaten spielten jedoch eine ebenso wichtige Rolle bei der NATO-Aufnahme Polens und somit bei der Ostverschiebung der Sicherheitsgrenze zu Russland.<\/p><p>Antony Blinken verbindet dar&uuml;ber hinaus ein enges Verh&auml;ltnis mit dem geb&uuml;rtigen Ungarn und Milliard&auml;r George Soros und dessen Stiftung Open Society. Als stellvertretender nationaler Sicherheitsberater (2013-2015), als Joe Biden Vizepr&auml;sident war, entwickelte Blinken Pl&auml;ne f&uuml;r die politische Destabilisierung im Nahen Osten, mit gemischten Ergebnissen in &Auml;gypten, Irak, Syrien und Libyen. Nach <a href=\"https:\/\/www.nodal.am\/2020\/12\/democracia-simulada-llega-biden-pero-el-trumpismo-se-queda-por-aram-aharonian\/\">Bewertung Aram Aharonians<\/a> &ndash; uruguayischer Journalist, Essayist und Mitbegr&uuml;nder des venezolanischen Fernsehsenders Telesur &ndash; bestehe der grundlegende Unterschied zum Vorgehen von Trumps Au&szlig;enminister Mike Pompeo darin, dass Blinken im Gegensatz zum Unilateralismus auf Multilateralismus ausgerichtet sei. Seine Spezialit&auml;t ist jedoch die sogenannte &bdquo;Zwangsdiplomatie&ldquo;, die sowohl von milit&auml;rischen als auch von wirtschaftlichen Machtgruppen in den USA unterst&uuml;tzt wird. N&ouml;tigungs- oder Zwangsma&szlig;nahmen sind nach Aharonian Teil der Instrumente, die Blinken in der Vergangenheit in seinen Empfehlungen an Obama f&uuml;r seine Politik gegen&uuml;ber Russland und gegen Venezuela am h&auml;ufigsten eingesetzt hat, um den Weg f&uuml;r die Intensivierung und den politischen Druck zu ebnen.<\/p><p>Experten weisen darauf hin, dass sich mit der Biden-Administration die Dynamik in der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) &auml;ndern und Claver-Carone die Interamerikanische Entwicklungsbank verlassen werde. Dies bedeutet auch die Achtung der nationalen Souver&auml;nit&auml;t und die Nichteinmischung in innere Angelegenheiten.<\/p><p>Dennoch, so Aharonian, werde Lateinamerika sicherlich weiterhin als Hinterhof behandelt werden. Die regionale Herausforderung werde darin bestehen, das g&uuml;nstige Handicap im milit&auml;rischen Bereich zu nutzen, um die Kontrolle &uuml;ber die strategischen Ressourcen der Region zu verhandeln: die Artenvielfalt des Amazonas, das Lithium Boliviens, die besten Erd&ouml;lvorkommen in Venezuela, das Agrargesch&auml;ft Brasiliens und Argentiniens, die doppelte ozeanische Lage Mittelamerikas, usw.<\/p><p>Diesem &bdquo;New Deal&ldquo; k&ouml;nnten selbst die mit Fernostasien und Dutzenden von Regionalkonflikten &uuml;berforderten US-Streitkr&auml;fte zustimmen. Nicht aber die m&auml;chtigen Lobbys in Washington oder der Finanzwelt, die mit Waffenverk&auml;ufen, Aneignung von nat&uuml;rlichen Ressourcen und Geldw&auml;sche von den Verhandlungen hinter der B&uuml;hne amerikanischer Interventionen profitiert haben.<\/p><p>Titelbild: Matt Smith Photographer\/shutterstock.com<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Monate lange, chaotische Stimmenz&auml;hlung im anachronistischsten Wahlsystem der Welt attestierte am vergangenen 6. Januar 2021 das ger&auml;uschvolle Ende der Wiederwahl-Ambitionen Donald Trumps und den Machtwechsel in Washington f&uuml;r die kommenden vier Jahre mit der <a href=\"https:\/\/www.euronews.com\/2021\/01\/06\/us-congress-starts-joint-session-to-confirm-joe-biden-as-president-but-republicans-swiftly\">&Uuml;bernahme der US-Pr&auml;sidentschaft<\/a> durch den Demokraten Joe Biden. Das Ergebnis war im Grunde Mitte Dezember 2020 vom US-Wahlm&auml;nnergremium l&auml;ngst<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68591\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":68593,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,107,126,190],"tags":[1460,3005,2145,663,1800,1556,2121],"class_list":["post-68591","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-audio-podcast","category-erosion-der-demokratie","category-wahlen","tag-biden-joe","tag-blinken-antony","tag-lateinamerika","tag-putsch","tag-trump-donald","tag-usa","tag-wahlfaelschung"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/shutterstock_1405653386.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/68591","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=68591"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/68591\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":68674,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/68591\/revisions\/68674"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/68593"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=68591"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=68591"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=68591"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}