{"id":68661,"date":"2021-01-09T11:45:05","date_gmt":"2021-01-09T10:45:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68661"},"modified":"2021-01-09T20:29:28","modified_gmt":"2021-01-09T19:29:28","slug":"gruene-maoisten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68661","title":{"rendered":"Gr\u00fcne Maoisten"},"content":{"rendered":"<p>Die IPAC (Interparlamentarische Allianz f&uuml;r China) wurde symboltr&auml;chtig am 4. Juni 2020 gegr&uuml;ndet. Es war wohl nicht zuf&auml;llig der 31. Jahrestag der Niederschlagung des Aufstandes auf dem Pekinger Tianmen-Platz. Das B&uuml;ndnis besteht aus 100 Abgeordneten aus 18 L&auml;ndern. Die Interparlamentarische Allianz f&uuml;r China wurde gegr&uuml;ndet, um &bdquo;eine koordinierte Reaktion der demokratischen Staaten auf die Herausforderungen zu f&ouml;rdern, die sich aus dem gegenw&auml;rtigen Verhalten und den k&uuml;nftigen Ambitionen der Volksrepublik China ergeben&ldquo;, so steht es in ihrer Erkl&auml;rung. Es geht also gegen China. Um den zunehmenden Einfluss Chinas zur&uuml;ckzudr&auml;ngen, will die IPAC &bdquo;Sicherheitsstrategien entwickeln, um die Herausforderungen der VR China anzugehen.&ldquo; Sie sorgt sich um die Menschenrechte in China und um die westlichen Werte. Von <strong>Marco Wenzel<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<em>Lesen Sie dazu auch: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67834\">Westliche Werte und die IPAC<\/a><\/em><\/p><p>Zu den Co-Vorsitzenden der IPAC geh&ouml;ren die deutschen Bundestagsabgeordneten Michael Brand (CDU) und Margarete Bause (Die Gr&uuml;nen) sowie der gr&uuml;ne Europaparlamentarier Reinhard B&uuml;tikofer.<br>\nEinfaches Mitglied der IPAC ist die Bundestagsabgeordnete Gyde Jensen (FDP). Die IPAC besteht aus konservativen und (neo)-liberalen Mitgliedern weltweit. Da darf nat&uuml;rlich auch der stramm rechtskonservative amerikanische Antikommunist und Kriegstreiber Marco Rubio nicht fehlen.  <\/p><p>Die Gr&uuml;nen befinden sich einmal mehr in illustrer transatlantischer Gesellschaft und zumindest in Deutschland in Gesellschaft ihrer bevorzugten Koalitionspartner, was die von ihnen angestrebte n&auml;chste Regierungsbeteiligung angeht. <\/p><p><strong>Der gr&uuml;ne Europa-Parlamentarier Reinhard B&uuml;tikofer<\/strong><\/p><p>Fr&uuml;her, in den 1970er Jahren, war B&uuml;tikofer einmal Maoist und Mitglied des Kommunistischen Bundes Westdeutschland (KBW), und vielleicht wollte er damals auch noch wirklich die Welt verbessern.  Als der KBW Anfang der 1980er Jahre aufgel&ouml;st wurde, trat B&uuml;tikofer, wie sein Vorbild Mao Tse-Tung, einen langen Marsch an. Der f&uuml;hrte ihn aber im Gegensatz zu Mao nicht in die Provinz Shaanxi am Gelben Fluss, sondern durch die westdeutschen Institutionen und an die Hebel der Macht. An jeder Weggabelung auf diesem langen Marsch bog B&uuml;tikofer stets zuverl&auml;ssig nach rechts ab, denn rechts, so wusste er, da wurde besser bezahlt als links. Den Kampf f&uuml;r die Befreiung des Proletariats legte er dabei genauso ad acta wie den antikolonialen Kampf der V&ouml;lker gegen imperialistische Unterdr&uuml;ckung, den er als Maoist noch vehement propagiert hatte. Er ist inzwischen als gut bezahlter Europa-Abgeordneter dort angekommen, wo Geld die Welt regiert und Idealismus nicht mehr existiert. Von Kommunismus, gar klassenloser Gesellschaft, ist bei B&uuml;tikofer schon lange keine Rede mehr. Aber da steht B&uuml;tikofer nicht allein. Wie er verlie&szlig;en unz&auml;hlige Kader Ende der 1970er und Anfang der 1980er Jahre die sogenannten K- und Sponti-Gruppen, landeten schlie&szlig;lich bei den Gr&uuml;nen und widmeten sich von nun an ausschlie&szlig;lich ihrer eigenen politischen Karriere.<\/p><p>Um den Werdegang der deutschen Maoisten zu verstehen, m&uuml;ssen wir einen geschichtlichen Exkurs sowohl auf die Ereignisse in China als auch in Deutschland, insbesondere in den Jahren zwischen 1960 und 2000, machen.<\/p><p><strong>China<\/strong><\/p><p>Am 1. Oktober 1949 rief Mao Tse-Tung die Volksrepublik China aus. Damit war China, nach Nordkorea, das zweite Land in Asien, das kommunistisch wurde. Im Dezember 1949 reiste Mao nach Moskau, um einen Freundschafts- und Kooperationsvertrag mit Stalin zu schlie&szlig;en. Mao bewunderte Stalin und erkannte ihn als der F&uuml;hrer des Weltproletariats an. Im Koreakrieg 1950 bis 1953 unterst&uuml;tzten sowohl die SU als auch China Nordkorea. <\/p><p>1953 starb Stalin. Als sein Nachfolger Nikita Chruschtschow 1956 am Rande des 20. Parteitags der KPdSU die Verbrechen Stalins und den Personenkult um ihn herum kritisierte, widersprach Mao heftig und nannte die Kritik an Stalin unangemessen. Indirekt war Chruschtschows Kritik an Stalin auch eine Kritik an Maos eigenem F&uuml;hrungsstil, der dem von Stalin sehr &auml;hnlich kam. Chruschtschow leitete eine Entstalinisierung ein, was Mao nicht gefiel. Nach einem Besuch von Chruschtschow bei Pr&auml;sident Eisenhower in den USA im Jahr 1958 bezeichnete Mao Chruschtschow als &bdquo;Handlanger der USA&ldquo;. Es kam in Folge zum Bruch zwischen China und der SU und zum Abzug der sowjetischen Berater aus China. In den folgenden Jahren entwickelte sich ein Konkurrenzkampf zwischen China und der Sowjetunion um die Frage, wer denn die eigentliche Nummer eins in der kommunistischen Welt sei und das kommunistische Lager anzuf&uuml;hren berufen sei. 1957, zum 40. Jahrestag der Oktoberrevolution, setzte Mao sich nochmals in Szene im Streit um die F&uuml;hrung im kommunistischen Lager. In Abgrenzung zur Sowjetunion, um sein Ansehen in der Welt zu st&auml;rken und um neue Verb&uuml;ndete zu finden, wandte sich Mao nun zudem verst&auml;rkt den L&auml;ndern der Dritten Welt zu und rief zur Unterst&uuml;tzung des antikolonialen Befreiungskampfes der V&ouml;lker auf.<\/p><p>Zudem wollte China zur Festigung seiner Anspr&uuml;che nun Atommacht werden und ersuchte deshalb Chruschtschow um Hilfe bei der Entwicklung einer eigenen Atombombe, was dieser ablehnte. Die Atomwaffen der UdSSR w&uuml;rden als Sicherheitsgarantie f&uuml;r China ausreichen. Den Vertrag &uuml;ber das Verbot von Kernwaffenversuchen von 1963 zwischen den USA, Gro&szlig;britannien und der Sowjetunion verurteilte Mao. 1964 z&uuml;ndete China seine erste eigene Atombombe.<\/p><p>Nach der katastrophalen Hungersnot in den Jahren 1958 bis 1961 durch den &bdquo;gro&szlig;en Sprung nach vorn&ldquo; und dem zeitweiligen Verschwinden Maos von der politischen B&uuml;hne kehrte Mao 1966 nach Peking und an die Macht zur&uuml;ck und leitete die Kulturrevolution ein. Junge Rotgardisten wurden nun dazu angehalten, die &bdquo;Macht der Parteib&uuml;rokratie&ldquo; zu brechen. &Uuml;berall wurden &bdquo;Abweichler&ldquo; denunziert und &ouml;ffentlich zur Selbstkritik gezwungen. Die Kulturrevolution sollte die klassenlose Gesellschaft und einen neuen Menschen erschaffen. Massenhaft wurden alte Kulturg&uuml;ter zerst&ouml;rt. Die fanatisierten Rebellen riefen antisowjetische Parolen und verurteilten den &bdquo;Sowjetimperialismus&ldquo;. <\/p><p>Es kam zu Provokationen und Zusammenst&ouml;&szlig;en an der sowjetisch-chinesischen Grenze. Gegner Maos wurden vernichtet, Terrorismus, Denunziationen und &ouml;ffentliche Anklagen wurden zum Alltag. Der Personenkult um Mao kannte jetzt keine Grenzen mehr, er wurde zum &bdquo;gro&szlig;en Steuermann&ldquo; verkl&auml;rt, sein rotes Buch wurde zur Mao-Bibel. Ende 1968 dann pl&ouml;tzlich eine erneute Kehrtwende. Um wieder Dampf aus dem Kessel zu lassen, wurde die aufgehetzte Jugend nun aufs Land verbannt. Zur &bdquo;Unterst&uuml;tzung der Bauern&ldquo; mussten sie nun bei der Feldarbeit helfen. <\/p><p>Zum Ende seines Lebens machte Mao noch eine Kehrtwende in der Au&szlig;enpolitik, diesmal hin zum ehemaligen Klassenfeind USA. Nach einem Besuch von Henry Kissinger in Peking besuchte 1972 Pr&auml;sident Nixon China und traf sich mit Mao.<\/p><p>Zwischen Vietnam und den USA kam es 1973 in Paris zu einem Waffenstillstandsabkommen. Die USA zogen daraufhin ihre Truppen aus Vietnam ab. <\/p><p>1976 starb Mao. Die Kulturrevolution war damit zu Ende, sie hatte mindestens 30 Millionen Tote gekostet. Es kam zur Verhaftung der &bdquo;Viererbande&ldquo;, darunter auch Maos Witwe, die man f&uuml;r die Fehlschl&auml;ge der Kulturrevolution verantwortlich machte. <\/p><p>Maos Nachfolger wurde Hua Guofeng, der aber schon 1979 von Deng Xiao Ping wieder von der Macht verdr&auml;ngt wurde.  Deng Xiao Ping begann, China auf wirtschaftlichen Modernisierungs- und &Ouml;ffnungskurs zu bringen. Im Februar 1979 zog China in den Krieg gegen Vietnam, der jedoch nach 29 Tagen beendet wurde. Deng unterst&uuml;tzte Kambodscha und die roten Khmer von Pol Pot gegen Vietnam, das kurz zuvor Kambodscha erobert und Pol Pot gest&uuml;rzt hatte. Vietnam wurde von der SU unterst&uuml;tzt und hatte mit der SU einen Freundschaftsvertrag abgeschlossen.<\/p><p><strong>Derweil in der BRD<\/strong><\/p><p>Die SPD hatte sich im Godesberger Programm 1959 endg&uuml;ltig vom Marxismus abgewendet. Teile des Sozialistischen Deutschen Studentenbunds (SDS), dem damaligen Hochschulverband der SPD, lehnten diesen Kurswechsel ab.  Zudem richtete sich der Unmut des SDS auch gegen den hohen Anteil von ehemaligen Nazis in der deutschen Politik und Verwaltung in der Nachkriegszeit (T&auml;tergeneration). 1961 wurde der SDS aus der SPD ausgeschlossen.  <\/p><p>In der BRD entstand in den 1960er Jahren eine au&szlig;erparlamentarische Opposition gegen die Gro&szlig;e Koalition von 1966, gegen die Notstandsgesetze und gegen den Vietnamkrieg. Die deutschen Studenten waren Teil einer neuen weltweiten Jugendkultur und Jugendbewegung. In ihrem Umfeld entstanden zahlreiche neue soziale Bewegungen gegen die Atomkraft, die Friedensbewegung gegen Aufr&uuml;stung, Atombewaffnung und den Vietnamkrieg, die Frauenbewegung, und f&uuml;r eine Hochschulreform. <\/p><p>Der Ruf nach einer umfassenden Gesellschaftsreform wurde immer lauter, es entstanden &uuml;berall Zirkel, die &uuml;ber den Umbau der Gesellschaft diskutierten. Aus diesen Diskussionszirkeln entstanden nach und nach die K-Gruppen, daneben aber auch der Republikanische Club und die Sponti-Gruppen, die sich vorwiegend in der Hausbesetzerszene engagierten. Nach der Erschie&szlig;ung des Studenten Benno Ohnesorg (2. Juni 1967) und dem Attentat auf Rudi Dutschke ein Jahr sp&auml;ter (11. April 1968) radikalisierte sich die APO immer mehr. Am 2. April 1968 ver&uuml;bten Andreas Baader und Gudrun Ensslin einen Brandanschlag auf zwei Frankfurter Kaufh&auml;user, nach ihrer Befreiung aus der Haft am 14. Mai 1970 in Berlin, unter Mitwirkung von Ulrike Meinhof, wurde die RAF gegr&uuml;ndet.<\/p><p>Im Jahre 1956 war die KPD von der Regierung Adenauer verboten worden. 1968 wurde die DKP gegr&uuml;ndet, ihre Nachfolgepartei, die sich an den L&auml;ndern des &bdquo;real existierenden Sozialismus&ldquo;, (der bisher noch nirgendwo auf der Welt &bdquo;real existiert&ldquo; hat, Anmerkung des Autors) orientierte. Der Streit im kommunistischen Lager zwischen China und der SU schwappte auch auf die BRD &uuml;ber. Die maoistische KPD\/ML wurde Ende 1968 nur zwei Monate nach der DKP gegr&uuml;ndet. Im Vorfeld und im Laufe der Selbstaufl&ouml;sung des SDS im M&auml;rz 1970 entstanden weitere zahllose neue &bdquo;linke&ldquo; Organisationen, meist mit maoistischem Hintergrund, die untereinander um Anerkennung als die wahren Vertreter des revolution&auml;ren Marxismus k&auml;mpften.<\/p><p>Die Maoisten bezeichneten die DKP als &bdquo;revisionistisch&ldquo; und im Gegensatz zur DKP sahen sie in China, statt in der SU, den Leuchtturm der Weltrevolution. Wir wollen hier nur einige der verschiedenen Organisationen maoistischer Pr&auml;gung nennen, werden uns aber weiter unten noch mit ihren Gemeinsamkeiten besch&auml;ftigen. Diese Liste ist bei weitem nicht vollst&auml;ndig. Die gr&ouml;&szlig;te Organisation war der Kommunistische Bund Westdeutschland (KBW). Des Weiteren: die KPD\/AO (KPD Aufbauorganisation), der Arbeiterbund f&uuml;r den Wiederaufbau der KPD, die KPD\/ML (Marxisten-Leninisten), der kommunistische Arbeiterbund Deutschland, die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD) usw. <\/p><p>Die Bl&uuml;tezeit der verschiedenen K-Gruppen ging 1979 zu Ende. Der Tod von Mao und die katastrophalen Auswirkungen der Kulturrevolution, die Kehrtwende von Mao in der Au&szlig;enpolitik hin zu einer Verst&auml;ndigung mit den USA, die Kehrtwende in der Innenpolitik und die Verhaftung der Viererbande, die man statt Mao f&uuml;r die 30 Millionen Toten der Kulturrevolution verantwortlich zu machen versuchte, brachte die Maoisten in Europa in Erkl&auml;rungsnot. Manche wandten sich zeitweilig Albanien oder gar den roten Khmer in Kambodscha als neuem Vorbild zu. Die neue Wirtschaftspolitik unter Deng Xiao Ping und die Unterst&uuml;tzung der roten Khmer in Kambodscha, die dort einen grausamen V&ouml;lkermord begingen, trugen ein Weiteres dazu bei, dass die Maoisten immer mehr nach au&szlig;en an Glaubw&uuml;rdigkeit verloren und es innerhalb ihrer eigenen Gruppen schwer wurde, Einigkeit zu bewahren. Die verschiedenen K-Gruppen zerfielen und l&ouml;sten sich zwischen 1979 und 1983 alle auf. <\/p><p><strong>Struktur und Ideologie der Mao-Gruppen<\/strong><\/p><p>In fast allen L&auml;ndern Europas kam es in den 60er Jahren zur sogenannten 68er-Bewegung, die synchron in allen L&auml;ndern aufkam. Auch das oben beschriebene Aufkommen der meist maoistischen K-Gruppen war kein ausschlie&szlig;lich deutsches Ph&auml;nomen.<\/p><p>Die K-Gruppen waren als Kaderparteien organisiert. Man konnte also keine Parteimitgliedskarte kaufen. Obwohl es in den K-Gruppen von kleinb&uuml;rgerlichen Elementen nur so wimmelte, wollte man &bdquo;kleinb&uuml;rgerliche Gesinnung&ldquo; von den K-Gruppen fernhalten. Jemand musste daher bestimmte Voraussetzungen erf&uuml;llen, um aufgenommen zu werden, und die Parteif&uuml;hrung entschied, wer aufgenommen werden durfte. So war z.B. beim &bdquo;Arbeiterbund f&uuml;r den Wiederaufbau der KPD&ldquo; die Zugeh&ouml;rigkeit zur Industriearbeiterschaft, anderenfalls eine B&uuml;rgschaft von zwei Industriearbeitern f&uuml;r &bdquo;proletarische Gesinnung&ldquo; erforderlich.<\/p><p>Die maoistischen Gruppen waren durch und durch stalinistisch strukturiert. Auch Mao selber war ein gl&uuml;hender Anh&auml;nger von Stalin und sein F&uuml;hrungsstil in China unterschied sich nicht von dem von Stalin. Mao wurde der gro&szlig;e Steuermann und F&uuml;hrer der Partei und die Partei regierte &uuml;ber die Parteihierarchie die Geschicke Chinas bis ins kleinste Dorf. Abtr&uuml;nnige der Lehren Maos wurden verfolgt, &ouml;ffentlich angeklagt, zu Selbstkritik gezwungen, misshandelt und ins Gef&auml;ngnis geworfen und in vielen F&auml;llen auch hingerichtet. All das unterschied sich kaum vom stalinistischen Terror in der Sowjetunion, von den Moskauer Prozessen in den 1930er Jahren und vom b&uuml;rokratischen stalintreuen Staats- und Parteiapparat, der die Geschicke in der UdSSR bestimmte. <\/p><p>In den maoistischen Gruppen herrschten die leitenden Parteikader und gaben ihre Anweisungen an die unteren Kader weiter. Es herrschten strenge Regeln, eine rigide Moral und teilweise Kadavergehorsam. Abweichler wurden bestraft und zur Selbstkritik gezwungen oder aus der Gruppe ausgeschlossen und gemobbt. Und wie die Opfer der Moskauer Prozesse lie&szlig;en die meisten das mit sich machen, weil sie an ein gemeinsames Ziel glaubten und die Gruppe inzwischen ihr einziger Halt geworden war. Die meisten suchten wohl auch mehr Halt als (politischen) Inhalt. So verkamen die einzelnen Gruppen immer mehr zu Sekten, die sich von anderen Sekten wie Scientologie oder den Zeugen Jehovas nur durch ihren politischen Anspruch, nicht aber durch ihre inneren Strukturen unterschieden. <\/p><p>Der Autor dieser Zeilen war Ende der 1970er Jahre in Luxemburg mit einem Mitglied einer ML-Gruppe befreundet. Wir trafen uns regelm&auml;&szlig;ig zum Bier in jenen einschl&auml;gigen Lokalen, in denen damals leidenschaftlich die gro&szlig;en Debatten &uuml;ber unsere Vorstellungen von einer neuen Gesellschaft gef&uuml;hrt wurden. Eines Tages sah ich ihn zerknirscht in einer dieser Kneipen sitzen. Er sagte, er k&auml;me gerade von einer Zellensitzung mit seiner Organisation und zeigte mir ein Schreiben, das sie ihm dort ausgeh&auml;ndigt hatten. In dem Brief wurden ihm verschiedene Verfehlungen sowie ein kleinb&uuml;rgerlicher &bdquo;boh&egrave;mehafter&ldquo; Lebenswandel vorgeworfen. Er sch&auml;dige das Ansehen der Partei und sei deshalb von der Gruppe ausgeschlossen. Auf meine Frage, ob er ihnen denn schon gesagt h&auml;tte, sie sollten ihn am A&hellip; lecken, und warum er ihnen den Wisch nicht an den Kopf geschmissen h&auml;tte, antwortete er nur kleinlaut, sie h&auml;tten ja recht mit ihren Vorw&uuml;rfen. Die Gruppe, der er angeh&ouml;rte, z&auml;hlte damals zusammengenommen keine 10 Mitglieder. Da kann man doch schon mal auf einen Genossen wegen &bdquo;boh&egrave;mehaftem Lebenswandel&ldquo; verzichten, oder? Ich kann sowas bis heute nicht nachvollziehen. <\/p><p>Es ist zudem ein Witz, dass es gerade der b&uuml;rgerliche Staat war, den die Maoisten st&uuml;rzen wollten, der sie vor &ouml;ffentlichen Anklagen und Dem&uuml;tigungen, gar drastischen Strafen wegen Links- oder Rechtsabweichlertum bewahrte. Denn die stalinistisch angehauchten Parteikader der ML-Gruppen h&auml;tten mit Sicherheit nicht gez&ouml;gert, solche Rituale nach dem Vorbild Maos und Stalins auch in der BRD anzuwenden, wenn sie denn die Macht dazu gehabt h&auml;tten.  Die Macht- und Unterwerfungstechniken und die dazugeh&ouml;rigen Rituale innerhalb der maoistischen Gruppen grenzten schon ans Perverse. <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Sie waren B&uuml;rgerkinder, aber eben keine &sbquo;beh&uuml;teten B&uuml;rgerkinder&lsquo;, sondern &sbquo;gebrochene B&uuml;rgerkinder&lsquo;. Sie waren Suchende. [&hellip;] &Uuml;ber den Marxismus und die von ihnen gegr&uuml;ndeten Organisationen konnten sie Macht- oder Gewaltfantasien ausleben, ihre eigene Orientierungslosigkeit kompensieren, das Bed&uuml;rfnis nach Anerkennung oder nach Gruppenzugeh&ouml;rigkeit befriedigen&ldquo;, bilanziert Hinck. W&auml;re nicht der Marxismus en vogue gewesen, sondern Scientology, &bdquo;h&auml;tten sie sich wom&ouml;glich massenhaft Scientology angeschlossen oder &auml;hnliche Sekten gegr&uuml;ndet&ldquo;<br>\n&ndash;<a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/gebrochene-buergerkinder-im-sog-der-k-parteien.950.de.html?dram:article_id=216064\">so Gunnar Hinck<\/a>\n<\/p><\/blockquote><p>Die verschiedenen Gruppen hatten sich die Weltrevolution auf die Fahnen geschrieben und wollten die Anf&uuml;hrer des Proletariats in einer bevorstehenden Weltrevolution sein. In der BRD wollten sie einen &bdquo;Arbeiter- und Bauernstaat&ldquo; aufbauen. Aber die Arbeiterschaft wollte von ihnen nicht viel wissen. Und die Bauern? Wo sollten die wohl herkommen, es gab ja kaum noch welche in der hochindustrialisierten BRD. Zudem war gerade ein schlechter Zeitpunkt. Bis Ende der 70er Jahre war Vollbesch&auml;ftigung und die Arbeiter k&uuml;mmerten sich mehr darum, ein Eigenheim, ein Auto und ein paar elektrische Ger&auml;te, Waschmaschine, K&uuml;hlschrank und Farbfernseher zu erwerben, statt Revolution zu machen.  Von einzelnen kleinen Betriebsgruppen abgesehen, ab und zu waren Maoisten auch in Betriebsr&auml;ten vertreten, konnten sie nirgendwo in der Arbeiterklasse Fu&szlig; fassen. Mangels Verwurzelung in der Arbeiterklasse blieb der Kampf gegen die Bourgeoisie aus. Schnell wurde der Konkurrenzkampf untereinander dar&uuml;ber, wer die wahre Heilslehre verk&uuml;ndete, wer den roten Stein der Weisen gefunden habe, wichtiger als der Kampf gegen den Klassenfeind.  Die verschiedenen Gruppen bek&auml;mpften sich bis aufs Messer &uuml;ber ideologische Haarspaltereien und um die richtige Interpretation der Worte des gro&szlig;en Vorsitzenden im fernen China. <\/p><p>Im Jahre 1974 verk&uuml;ndete der gro&szlig;e Steuermann seine Dreiweltentheorie. Nach dieser &bdquo;Theorie&ldquo; teilte er die L&auml;nder der Welt in drei Kategorien ein: die erste Welt besteht demnach aus den USA und der UdSSR, beides imperialistische M&auml;chte, die den Rest der Welt ausbeuten. Dazwischen liegen die kapitalistischen Industrienationen als zweite Welt und zum Schluss kommen die Entwicklungsl&auml;nder. China z&auml;hlte Mao zur dritten Welt. Die Entwicklungsl&auml;nder sollten sich daher mit den kapitalistischen Industrienationen gegen die beiden Superm&auml;chte UdSSR und USA, vor allem aber gegen die &ldquo;sowjetischen Imperialisten&rdquo; verb&uuml;nden, der &bdquo;grausameren, r&uuml;cksichtsloseren und hinterh&auml;ltigeren&ldquo; der zwei M&auml;chte der ersten Welt und potenzielle Quelle eines neuen Krieges. Der sowjetische Imperialismus sei eine gr&ouml;&szlig;ere Gefahr f&uuml;r China als der US-amerikanische Imperialismus. <\/p><p>Einen solchen politischen Quatsch, bar jeder Klassenanalyse und ohne Ber&uuml;cksichtigung der unterschiedlichen &ouml;konomischen Grundlagen in den jeweiligen L&auml;ndern, als marxistische Theorie zu verk&uuml;nden, beleidigt den Verstand jedes politisch denkenden Menschen, und jeder Autor m&uuml;sste sich sch&auml;men, so einen Unsinn zu Papier zu bringen und als marxistische Theorie zu verkaufen. Es musste jedem Marxisten damals klar gewesen sein, dass die Sowjetunion nicht die Weltherrschaft anstrebte, im Gegenteil. Im Kapitalismus ist politische Macht Ausfluss des Geldreichtums und strebt nach Expansion. Aber anders als im Kapitalismus, wo Kapitalisten die Politik mit ihrem Reichtum bestimmen, &uuml;ber den Transmissionsriemen des Parlamentes oder &uuml;ber eine milit&auml;rische Marionettendiktatur wie z.B. damals in Lateinamerika (Chile, Argentinien, Dominikanische Republik usw.), herrscht die B&uuml;rokratie in den nicht-kapitalistischen Staaten nicht durch ihr Geld, sondern durch ihr politisches Machtmonopol. Daraus bezieht sie auch ihre Privilegien, die sie nat&uuml;rlich zu behalten trachtet. <\/p><p>Es lag der Politb&uuml;rokratie der SU weder daran, die Eigentumsverh&auml;ltnisse r&uuml;ckg&auml;ngig zu machen, noch daran, den Sozialismus auf andere L&auml;nder zu &uuml;bertragen und die Weltrevolution weiter zu treiben. Denn neue sozialistische Staaten w&auml;ren f&uuml;r sie nur zur Konkurrenz geworden und der &Uuml;bergang zu einer wirklichen sozialistischen Gesellschaftsform mit demokratischen Strukturen in anderen L&auml;ndern h&auml;tte ihren Vormachtsanspruch als Vaterland des Sozialismus gef&auml;hrdet. Der Status Quo war f&uuml;r die Existenz der Sowjetb&uuml;rokratie das A und O. Schon Stalin hatte die Weltrevolution mit seiner &bdquo;Theorie vom Sozialismus in einem Land&ldquo; aufgegeben. Er hatte die Dritte Internationale, die Komintern, 1943 aufgel&ouml;st, gerade zu dem Zeitpunkt, als sich die Niederlage des Dritten Reiches bereits abzeichnete und die Komintern nach dem zweiten Weltkrieg ein wichtiges Instrument zur Ausbreitung des Sozialismus in ganz Europa und dar&uuml;ber hinaus h&auml;tte werden k&ouml;nnen. Lieber machte Stalin die kommunistischen Parteien in aller Herren L&auml;nder zu Vasallen der SU, als dass er zulie&szlig;, dass sie F&uuml;hrer neuer sozialistischer Staaten w&uuml;rden, gleichberechtigt und im Verbund mit der SU in einer kommunistischen Internationale. Nach Lenins Tod 1924 und der Macht&uuml;bernahme Stalins, sp&auml;testens aber seit den Moskauer Prozessen war die Weltrevolution f&uuml;r die Sowjetf&uuml;hrung ad acta gelegt. Und kapitalistische L&auml;nder h&auml;tte die SU nie kontrollieren k&ouml;nnen. Das Schicksal des Sozialismus hing zudem immer von dem des internationalen Kapitalismus ab, da auch die sozialistischen Staaten in ihren internationalen Wirtschaftsbeziehungen den Bedingungen des Weltmarktes unterworfen waren.<\/p><p>Die maoistischen Gruppen beteten trotzdem Maos Theorie der drei Welten kritiklos nach, so wie sie allen Kehrtwendungen der VR China applaudierten, obwohl diese im Widerspruch zum Marxismus standen und nicht der proletarischen Revolution dienten, sondern den jeweiligen aktuellen und zeitweiligen innen- und au&szlig;enpolitischen Interessen der chinesischen F&uuml;hrung. Gleich nachdem die Dreiweltentheorie die Runde gemacht hatte, steigerten sich die Maoisten in aller Welt kritiklos in ihrem Eifer und ihrem Hass gegen die UdSSR. In der BRD forderten sie die Entlassung &bdquo;moskautreuer&ldquo; Kommunisten aus dem Staatsdienst, verbreiteten nationalistische Parolen und manche sprachen sogar Wahlempfehlungen f&uuml;r die CSU und F.J. Strau&szlig; aus. Neben den &bdquo;Sowjetimperialisten&ldquo; betrachteten viele Maoisten die SPD als &bdquo;Sozialfaschisten&ldquo;, denen sie &bdquo;die Maske vom Gesicht zu rei&szlig;en&ldquo; trachteten.  <\/p><p>Der Autor m&ouml;chte hier nicht weiter auf all die abstrusen Theorien der Maoisten eingehen. Die Theorien und Parolen &auml;nderten sich so schnell wie die Kehrtwendungen der chinesischen F&uuml;hrung. Tatsache ist aber, dass sie nichts, aber auch gar nichts, mit einer sozialistischen Strategie zur Befreiung der Arbeiterklasse zu tun hatten, sondern nur die Parolen der chinesischen F&uuml;hrung nachbeteten.<\/p><p>Manche K-Gruppen erhielten auch Unterst&uuml;tzung aus China selber. Die chinesische F&uuml;hrung versuchte &uuml;ber sie Einfluss in Europa zu gewinnen und Gesch&auml;ftsbeziehungen anzubahnen. Einige Parteikader der K-Gruppen reisten nach China, wo sie von der chinesischen F&uuml;hrung empfangen wurden. Ob und wieviel Geld aus China geflossen ist, k&ouml;nnen wir hier nicht sagen. Fest steht aber, dass die chinesische F&uuml;hrung jede Menge Propagandamaterial wie Anstecknadeln, &bdquo;Mao-Bibeln&ldquo;, sowie B&uuml;cher mit Schriften von Lenin und Stalin und anderes mehr, alles in deutscher Sprache, nach Deutschland frei Haus geliefert hat. <\/p><p><strong>Die neuen sozialen Bewegungen<\/strong><\/p><p>Sp&auml;testens 1983, nach 15 Jahren Maoismus in Europa, war der Spuk endg&uuml;ltig vorbei. Der gro&szlig;e Sprung nach vorn war in Wirklichkeit ein Sprung nach hinten gewesen, hunderte Blumen hatten nie gebl&uuml;ht und in der Kulturrevolution hatten die fanatisierten Massen nicht nur Millionen Menschen zu Tode gebracht, sondern viele der alten Kulturg&uuml;ter Chinas kaputtgeschlagen. Insgesamt etwa 70 Millionen Menschen waren in China wegen der sinnlosen Kampagnen der Partei seit den 1950er Jahren umgekommen. Der gro&szlig;e Steuermann war tot und die VR China befand sich unter Deng Xiao Ping auf dem Weg zum Kapitalismus. Der Besuch von Hua Guofeng 1978 beim Schah von Persien und die chinesische Unterst&uuml;tzung von Mugabe in Zimbabwe seit Januar 1979 machten zudem alle antikolonialen Beteuerungen Chinas unglaubw&uuml;rdig. Die wenigen Betriebsgruppen der Maoisten waren inzwischen alle l&auml;ngst aufgel&ouml;st und die Arbeiterschaft zeigte den Maoisten weiterhin die kalte Schulter. Erreicht hatten sie nichts, sie sind, so lange sie bestanden haben, stets nur kleine dogmatische Sekten geblieben. Politisch standen sie 1979 vor einem Scherbenhaufen. <\/p><p>Vertreter von K-Gruppen begannen daf&uuml;r seit Mitte der 1970er Jahre ihre Inhalte in der Umweltbewegung, der Friedensbewegung, der Frauenbewegung oder der Hausbesetzerbewegung einzubringen und suchten dort nach Einfluss und neuen Anh&auml;ngern. Schon in den fr&uuml;hen 70er Jahren waren vereinzelte Maoisten in der Anti-Atomkraft-Bewegung t&auml;tig gewesen. Anfangs verurteilten sie diese Bewegungen noch als kleinb&uuml;rgerlich. In der Anti-Atomkraftbewegung und in der Friedensbewegung standen sie zudem vor einem Problem: Die F&uuml;hrung der VR China setzte auf Atomkraft, um ihren Energiebedarf zu decken, und baute zudem Atom- und Wasserstoffbomben, was die europ&auml;ischen Maoisten begr&uuml;&szlig;ten. Was in China gut war, sollte im Kapitalismus schlecht sein. &bdquo;Sozialistische&ldquo; Atomkraftwerke und Atombomben standen f&uuml;r Maoisten im Dienste der Weltrevolution. <\/p><p>Die umtriebigen Parteikader wurden nach der Aufl&ouml;sung ihrer Gruppen arbeitslos und suchten nach neuer Gefolgschaft und neuen Bet&auml;tigungsfeldern. Und sie fanden sie in den neuen sozialen Bewegungen und in den B&uuml;rgerinitiativen, die jetzt &uuml;berall aufgekommen waren. Diese Bewegungen waren in der Regel au&szlig;erparlamentarisch organisiert. Hier wurden auch keine Gesellschaftsanalysen gemacht. Weil die Bewegungen sich in der Regel aber stets in Opposition zur Regierung befanden, hatten sie immer irgendwie ein progressives Flair. Das passte zum Narrativ der ehemaligen K-Gruppen und ihrer Kader. Die Maoisten fingen nun an, diese Bewegungen systematisch zu unterwandern. Wenn auch die K-Gruppen politisch gescheitert waren, so hatten sie doch Erfahrungen im politischen Umfeld sammeln k&ouml;nnen, die sie nun nutzten und die von den politisch relativ unerfahrenen Aktivisten in den verschiedenen Bewegungen gerne angenommen wurden. <\/p><p><strong>Gr&uuml;ne Listen und Gr&uuml;ndung der gr&uuml;nen Partei<\/strong><\/p><p>Um mehr Einfluss f&uuml;r ihre Sache auch auf politischer Ebenen zu gewinnen, wurde in den Bewegungen bald der Ruf nach Beteiligung an den Wahlen laut. Um den verschiedenen Bewegungen eine Plattform zu bieten und die unterschiedlichen Kr&auml;fte zu b&uuml;ndeln, bildeten sich erste bunte und alternative Listen, deren Kandidaten meist unparteiisch und apolitisch waren, sich nur wegen ihrer eigenen Sache den Wahlen stellten und sich anfangs auch nur bei Kommunal- und Landtagswahlen bewarben. Trotzdem kandidierten auf diesen Listen von Anfang an &uuml;berraschend viele ehemalige Maoisten, von denen manche sp&auml;ter bei den Gr&uuml;nen Karriere machen sollten, obwohl die Kandidatur von Mitgliedern der K-Gruppen auf den Listen oft umstritten war.  <\/p><p>Zun&auml;chst entstanden &ouml;rtliche Wahlb&uuml;ndnisse. 1977 kandidierten die ersten gr&uuml;nen und bunten Listen in Hamburg und Niedersachsen. Im Oktober 1978 kandidierte bereits der Ex-Maoist und sp&auml;tere Europaabgeordnete der Gr&uuml;nen Daniel Cohn-Bendit auf der Gr&uuml;nen Liste Hessen. Ab 1979 zogen gr&uuml;ne Kandidaten in Kommunal- und Landesparlamente ein. Es wurden erste Landesverb&auml;nde und im Jahre 1980 dann die Partei &bdquo;Die Gr&uuml;nen&ldquo; gegr&uuml;ndet. Das Programm war damals noch fortschrittlich, &bdquo;&ouml;kologisch, sozial, basisdemokratisch und gewaltfrei, so eine eigene Beschreibung. Frieden und Abr&uuml;stung waren den ersten Gr&uuml;nen damals noch wichtige Anliegen. Die Partei verstand sich immer noch als Bewegung und Anti-Parteien-Partei. Ihre Arbeit sollte nicht ausschlie&szlig;lich parlamentarisch sein. 1983 schickten die Gr&uuml;nen ihre ersten Abgeordneten, darunter Joschka Fischer, in den Bundestag. 1984 zogen sie auch ins Europaparlament ein. <\/p><p>Gleichzeitig mit der Parteigr&uuml;ndung begannen aber auch schon die parteiinternen K&auml;mpfe zwischen &bdquo;Fundis&ldquo; und &bdquo;Realos&ldquo;. Die Altmaoisten wollten nun Karriere bei den Gr&uuml;nen machen. Der Kurs der Realos war ein Streit um Posten und Regierungsbeteiligungen, wobei das Programm der Gr&uuml;ndungspartei bis zur Unkenntlichkeit st&auml;ndig verw&auml;ssert wurde. Die Ex-Maoisten spielten hierbei eine f&uuml;hrende Rolle. Und auch Joschka Fischer, Ex-Sponti aus der Hausbesetzerszene, ging diesen Weg. F&uuml;r Aufsehen sorgte Fischer damit, dass er bei seiner Vereidigung als Umweltminister im hessischen Landesparlament in Turnschuhen erschien. Das war der letzte Rest von Rebellentum, der bei ihm noch &uuml;brig war. Ab jetzt wurde er zur treibenden Kraft in Richtung Anpassung. <\/p><p>Fischers politische Karriere f&uuml;hrte ihn von ganz links nach ganz rechts, vom linken Sponti zum rechten Transatlantiker und Kriegstreiber, wobei er als Au&szlig;enminister im Kabinett Schr&ouml;der zusammen mit Verteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) die Bundesrepublik in einen v&ouml;lkerrechtswidrigen Krieg gegen Jugoslawien trieb. Rechts von Fischer stehen heute nur noch einige US-amerikanische Senatoren und Politiker, wie seine Freundin Madeleine Albright, der Kommunistenhasser und Kriegstreiber Marco Rubio oder der Rechtsau&szlig;en und US-Au&szlig;enminister Mike Pompeo. Den Vogel abgeschossen hat aber zweifellos Horst Mahler: von der RAF zur NPD. Hier noch <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/gruene-ex-maoisten\/\">eine Liste<\/a> von weiteren fr&uuml;heren Maoisten und Wendeh&auml;lsen, die ihre Prinzipien f&uuml;r eine politische Karriere im b&uuml;rgerlichen Staat aufgaben.<\/p><p>Der fr&uuml;here Umweltminister Trittin geh&ouml;rte fr&uuml;her ebenfalls einer K-Gruppe, dem KB, an. Im Gegensatz zu den anderen K-Gruppen verfolgte der KB aber eine realistischere Politik und war nicht maoistisch orientiert. Trittin versuchte im Kabinett Schr&ouml;der auch stets eine wenigstens ansatzweise wirkungsvolle Umweltpolitik durchzusetzen. Deshalb wurde er zum Pr&uuml;gelknaben von Schr&ouml;der, der keine Umweltma&szlig;nahmen tolerieren wollte, die die Gewinne der Konzerne h&auml;tten schm&auml;lern k&ouml;nnen. Trittin stand stets kurz vor seiner Entlassung als Minister. <\/p><p>Wir wollen hier nicht alle Etappen der Gr&uuml;nen nachzeichnen. Fest steht, dass die rot-gr&uuml;ne Regierung Schr&ouml;der-Fischer f&uuml;r die Bundesrepublik ein Fiasko darstellte. Nachdem Helmut Kohl 16 Jahre lang eine schwarze Regierung als Bundeskanzler angef&uuml;hrt hatte, machten sich die Menschen 1998 wieder Hoffnungen auf eine Besserung der Verh&auml;ltnisse. Stattdessen wurde es unter rot-gr&uuml;n nur noch schlimmer. Der Sozialstaat wurde kaputtgemacht und die Friedenspolitik wurde zu Gunsten einer Gefolgschaft zu den USA zu den Akten gelegt. <\/p><p><strong>Die Gr&uuml;nen heute<\/strong><\/p><p>Ohne die 68er Bewegung, ohne den SDS, die APO und die neuen sozialen Bewegungen und B&uuml;rgerinitiativen, die sich daraus entwickelten, h&auml;tte es die Gr&uuml;nen vielleicht nie gegeben.  Und ohne den Einfluss der ehemaligen Maoisten w&auml;ren die Gr&uuml;nen heute nicht das, was sie heute eben sind. Das sowohl in Bezug auf ihre Parteif&uuml;hrung und -strukturen als auch auf ihre Gefolgschaft und ihre W&auml;hler. <\/p><p>Heute stehen die Gr&uuml;nen stramm zur Nato und machen Stimmung gegen Russland und China. Sie fordern Aufr&uuml;stung und Militarisierung, lassen W&auml;lder abholzen und bauen Autobahnen durch Naturschutzgebiete. Sie unterst&uuml;tzen Freihandelsabkommen wie TTIP und sie unterst&uuml;tzen das Wahnsinnsprojekt Stuttgart 21, blo&szlig; weil der gr&uuml;ne Ex-Maoist und Autolobbyist Kretschmann Ministerpr&auml;sident von Baden-W&uuml;rttemberg ist. Der warnt derweil vor &bdquo;&Uuml;berforderungen der Automobilindustrie&ldquo; durch Versch&auml;rfung des Klimaschutzes. Joschka Fischer fordert mehr milit&auml;risches Engagement von Deutschland und Europa. Cem &Ouml;zdemir, inzwischen ein verl&auml;sslicher Transatlantiker, absolvierte letztes Jahr ein Praktikum bei der Bundeswehr und lie&szlig; sich publikumswirksam in Tarnuniform fotografieren. Die Gr&uuml;nen-Fraktionsvorsitzende G&ouml;ring-Eckardt fordert den Stopp der Pipeline Nordstream II unter dem Vorwand, dass Russland Nawalny vergiftet habe. Und die gr&uuml;ne Annalena Baerbock, derzeit zusammen mit Robert Habeck Parteivorsitzende, war anl&auml;sslich der Feier des 75-j&auml;hrigen Bestehens der CDU Gastrednerin bei der diesbez&uuml;glichen Geburtstagsfeier der &bdquo;lieben CDU&ldquo;. Sie ist zudem stellvertretende Vorsitzende des Freundeskreises Berlin&ndash;Taipeh, einer parlamentarischen Gruppe, die versucht, die Ein-China-Politik der BRD auszuh&ouml;hlen. <\/p><p>Dass die Gr&uuml;nen sich aus der Friedensbewegung verabschiedet haben und Milit&auml;reins&auml;tze bef&uuml;rworten, steht &uuml;brigens in krassem Widerspruch zu ihrem Image als Umweltschutzpartei.  Frieden und Umwelt sind untrennbar miteinander verbunden. Nichts zerst&ouml;rt Flora &amp; Fauna mehr als ein Krieg. Im Falle eines Atomkrieges hat sich die Umweltdebatte erledigt, ein atomarer Winter als Folge eines Atomkrieges w&uuml;rde alles Leben auf der Erde ausl&ouml;schen. (siehe hierzu: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67543\">Kriegstreiber sind Klimakiller<\/a>)<\/p><p>W&auml;hrend sich B&uuml;tikofer als ehemaliges Mitglied der Gesellschaft f&uuml;r Deutsch-Chinesische Freundschaft haupts&auml;chlich der Bek&auml;mpfung des Einflusses von China widmet, hat die ehemalige gr&uuml;ne Bundestagsabgeordnete Marie-Luise Beck zusammen mit ihrem gr&uuml;nen Ehemann Ralf F&uuml;cks, Ex-Maoist, ehemaliger B&uuml;rgermeister von Bremen und Vorstandsmitglied der Heinrich-B&ouml;ll-Stiftung, ein Netzwerk gegen Russland aufgebaut. Zu diesem Zweck haben sie die Denkfabrik &bdquo;Zentrum Liberale Moderne&ldquo; aufgebaut, das sich den transatlantischen Beziehungen widmet, die Opposition in der Ukraine unterst&uuml;tzt und kurzum f&uuml;r alles und jeden ist, wenn es gegen Russland geht. Bei diesen Personen stellt sich zudem die Frage, inwieweit sie nicht zudem Einflussagenten der USA-Interessen sind. Auch wenn sie nicht direkt von Washington bezahlt werden, so ist ihre T&auml;tigkeit im Dienste der USA doch offensichtlich und ist mit Sicherheit auch lukrativ. <\/p><p>Nun mag man ja den Wendeh&auml;lsen der Generation Fischer und B&uuml;tikofer vorwerfen, dass sie ihre Prinzipien verraten haben. Die Wendeh&auml;lse der neuen Generation wie Habeck und Annalena Baerbock dagegen sind schon von Anfang an ohne Visionen und nur der Karriere wegen in die Politik gegangen. Tr&auml;umten die Ex-Maoisten anfangs noch von einer neuen proletarischen Revolution, so hat die neue Generation der Gr&uuml;nen nie einen Bezug zur Arbeiterklasse gesucht. <\/p><p>Die Gr&uuml;nen sind und waren nie eine linke Partei. Eine linke Partei k&uuml;mmert sich an erster Stelle um die Armen und Benachteiligten in der Gesellschaft, um soziale Probleme also. Die Gr&uuml;nen sind aus dem Zusammenschluss von verschiedenen einzelnen Bewegungen heraus entstanden, die sich nur um Einzelaspekte Sorgen machten, sich aber nie um die Minderbemittelten, geschweige denn um die Arbeiter k&uuml;mmerten.  Und diejenigen unter ihnen, insbesondere die Maoisten, die sich die Befreiung der Arbeiterklasse einst auf die Fahnen geschrieben hatten, sind durch eine sektiererische Politik gnadenlos gescheitert und haben es aufgegeben, sich der Arbeiterklasse anzubiedern. Als sie zu den Gr&uuml;nen wechselten, lie&szlig;en sie alle Forderungen zur Emanzipation der Arbeiterklasse fallen und widmeten sich nur noch Themen wie Umwelt, Frieden, Frauenfragen usw. Die Gr&uuml;nen wollen keine andere Gesellschaft, sie wollen nur punktuelle Verbesserungen, vor allem aber gut bezahlte Stellen f&uuml;r sich selber in der Politik und der Verwaltung des b&uuml;rgerlichen Staates. <\/p><p>Die gr&uuml;nen Ex-Maoisten vertreten heute genauso engagiert neoliberale Ansichten, wie sie damals orthodox kommunistische, oder besser: vulg&auml;rkommunistische, Ansichten vertraten. Anstatt Maos Parolen beten sie heute die Worte der US-Regierung nach. Statt Maos &bdquo;revolution&auml;re&ldquo; Kapriolen unterst&uuml;tzen sie heute die Wirtschaftssanktionen und v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriffe der USA auf andere L&auml;nder, schlimmer noch, sie fordern die Beteiligung der BRD an denselben.<br>\nHier wird eine Kontinuit&auml;t sowohl im autorit&auml;ren Denken der alten maoistischen Strukturen als auch an der Unterw&uuml;rfigkeit unter eine F&uuml;hrungsnation sichtbar. Nur hat nun die F&uuml;hrungsnation gewechselt. Die alten Reflexe an Unterw&uuml;rfigkeit einerseits und autorit&auml;rem Verhalten gegen&uuml;ber dem &bdquo;Fu&szlig;volk&ldquo; andererseits sind erhalten geblieben. <\/p><p>Mit eigenst&auml;ndiger Politik, gar mit fortschrittlicher Politik hat das alles nichts mehr zu tun. Die Gr&uuml;nen sind mitnichten eine &bdquo;linke Alternative&ldquo; f&uuml;r diejenigen, die sich von der Vorherrschaft der USA und von der Ausbeutung durch kapitalistische, meist US-amerikanische, Gro&szlig;konzerne befreien wollen. Und genau so wie bei den damaligen K-Gruppen wird inzwischen auch bei den Gr&uuml;nen jede interne Partei-Diskussion abgew&uuml;rgt. Die Parteif&uuml;hrung beschlie&szlig;t, das Fu&szlig;volk hat den Beschl&uuml;ssen Folge zu leisten. L&auml;ngst vorbei sind die von den &bdquo;etablierten&ldquo; Volksparteien bel&auml;chelten Parteitage der Gr&uuml;nen, wo sich die einzelnen Gruppen oft heftige Auseinandersetzungen lieferten und M&auml;nner Pullover strickten. Die Realos haben gesiegt, die Fundis sind aus der Partei verschwunden. <\/p><p>Dass die Gr&uuml;nen ihre politische Stiftung ausgerechnet nach Heinrich B&ouml;ll benannt haben, ist zudem eine Ungeheuerlichkeit und eine Respektlosigkeit gegen&uuml;ber B&ouml;ll, der sich als Toter nicht mehr wehren kann. Wenn er noch lebte, w&uuml;rde er das nie zugelassen haben, und andererseits h&auml;tten die gr&uuml;nen Wendeh&auml;lse sich auch nicht getraut, seinen Namen so zu missbrauchen. <\/p><p>Heinrich B&ouml;ll war ein linker Schriftsteller, einer der besten der deutschen Nachkriegszeit, und Friedensaktivist. B&ouml;ll war Gegner der Aufr&uuml;stung und des Nato-Doppelbeschlusses und unterst&uuml;tzte aktiv die Friedensbewegung, der die Gr&uuml;nen so hinterh&auml;ltig in den R&uuml;cken gefallen sind. Heinrich B&ouml;ll unterst&uuml;tzte die Friedenspolitik Willy Brandts und seine Initiativen zu einer Verst&auml;ndigung der V&ouml;lker, auch mit der UdSSR und dem Ostblock. 1983 nahm B&ouml;ll pers&ouml;nlich er an einer Sitzblockade des Raketenst&uuml;tzpunktes in der Mutlanger Heide teil. Heute steht die Heinrich-B&ouml;ll-Stiftung an vorderster Stelle, wenn es darum geht, die Beziehungen zu Russland zu zerst&ouml;ren, was potenziell eine Kriegsgefahr darstellt. Ihr ehemaliger Vorsitzender Ralf F&uuml;cks (bis 2017) und seine Frau Beck sind hierbei die treibenden Kr&auml;fte und sie missbrauchten die Stiftung teilweise auch f&uuml;r ihr eigenes &bdquo;Zentrum Liberale Moderne&ldquo;. Im Zweifelsfall ist die Heinrich-B&ouml;ll-Stiftung immer verl&auml;sslich auf Seiten der USA und Israels und f&uuml;r Milit&auml;reins&auml;tze zur &bdquo;Verteidigung der Menschenrechte&ldquo;.<\/p><p>Die Parteien allesamt, nicht nur die Gr&uuml;nen, sind in der Zwischenzeit zu Vereinigungen von Karrieristen verkommen (Albrecht M&uuml;ller). Dabei sind sie auch alle nach rechts abgedriftet. Wie bei den Gr&uuml;nen die Realos hat in allen anderen Parteien stets der rechte Fl&uuml;gel das Sagen &uuml;bernommen. Was fr&uuml;her noch als rechter Fl&uuml;gel galt, ist heute zur &bdquo;Mitte&ldquo; geworden. Die &bdquo;Mitte&ldquo; jedoch ist immer rechts, weil sie sich opportunistisch nach der Berichterstattung in den Medien richtet und kontroverse Diskussionen vermeidet. Das gilt in besonderem Ma&szlig;e f&uuml;r die Politiker, die diese Mitte anf&uuml;hren, sich haupts&auml;chlich um ihre Karriere sorgen und sich ins rechte (Wortspiel) Licht r&uuml;cken m&ouml;chten. Die Medien werden, wie Albrecht M&uuml;ller treffend bemerkt, f&uuml;r innerparteiliche Auseinandersetzungen genutzt. Das hatte auch schon Gerhard Schr&ouml;der, der Genosse der Bosse, erkannt und danach richtete er einen gro&szlig;en Teil seiner Politik aus.  Sein Motto: &bdquo;Zum Regieren brauche ich BILD, BamS und Glotze.&ldquo; Nicht der politische Kurs ist ausschlaggebend, sondern das Image. Die Meinung der Basis spielt dabei immer weniger eine Rolle, die Basis findet in den Medien kein Geh&ouml;r, es sind die &Auml;u&szlig;erungen den Parteif&uuml;hrer in den Zeitungen und im Fernsehen, die &ouml;ffentlich bekannt und diskutiert werden. So sind die Gr&uuml;nen von einem ehemaligen Teil der Friedensbewegung auf transatlantischen Kurs umgeschwenkt, die das V&ouml;lkerrecht l&auml;ngst dem Faustrecht der USA und der Nato untergeordnet haben. <\/p><p>Titelbild: Krzysztof Stepien\/shutterstock.com<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die IPAC (Interparlamentarische Allianz f&uuml;r China) wurde symboltr&auml;chtig am 4. Juni 2020 gegr&uuml;ndet. Es war wohl nicht zuf&auml;llig der 31. Jahrestag der Niederschlagung des Aufstandes auf dem Pekinger Tianmen-Platz. Das B&uuml;ndnis besteht aus 100 Abgeordneten aus 18 L&auml;ndern. Die Interparlamentarische Allianz f&uuml;r China wurde gegr&uuml;ndet, um &bdquo;eine koordinierte Reaktion der demokratischen Staaten auf die Herausforderungen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68661\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":68662,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[194,201,200],"tags":[352,356,2666,1811,379,2211,714,2065,1352,2147,2132,624],"class_list":["post-68661","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-gruene","category-ideologiekritik","category-soziale-bewegungen","tag-68er","tag-apo","tag-buetikofer-reinhard","tag-beck-marieluise","tag-china","tag-fuecks-ralf","tag-fischer-joschka","tag-ngo","tag-rechtsruck","tag-sowjetunion","tag-sozialismus","tag-trittin-juergen"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/shutterstock_106435157.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/68661","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=68661"}],"version-history":[{"count":20,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/68661\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":68702,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/68661\/revisions\/68702"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/68662"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=68661"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=68661"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=68661"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}