{"id":68705,"date":"2021-01-11T08:34:17","date_gmt":"2021-01-11T07:34:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68705"},"modified":"2021-01-11T08:34:17","modified_gmt":"2021-01-11T07:34:17","slug":"hinweise-des-tages-3774","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68705","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68705#h01\">Edward Snowden: Trumps Suspendierung durch Facebook ist &ldquo;Wendepunkt im Kampf um Kontrolle&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68705#h02\">Unheilige Allianz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68705#h03\">Fortgeworfen vom Staat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68705#h04\">Attila Hildmann bekommt mehr Medienaufmerksamkeit als die Abgeordneten der Gr&uuml;nen, der FDP und der Linken zusammen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68705#h05\">Donald Trump&rsquo;s parting gift to the world? It may be war with Iran<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68705#h06\">Ex-Pentagon-Chef fordert Reform des Zugangs zu Atomwaffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68705#h07\">Eine Staatsschulden- und Steuerdebatte tut not.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68705#h08\">Kampf um besseren Schutz f&uuml;r Betriebsr&auml;te<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68705#h09\">Google Workers Speak Out About Why They Formed A Union: &lsquo;To Protect Ourselves&rsquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68705#h10\">Heil zieht Hartz-IV-Reform aus der Schublade<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68705#h11\">So wollen Gr&uuml;ne Hartz IV abschaffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68705#h12\">Spahn schickte Hilferuf an Pharma-Lobby<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68705#h13\">Die seltsamen Vorg&auml;nge rund um Nordstream 2<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68705#h14\">Ernst machen in Glasgow!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68705#h15\">Keine Knarren f&uuml;r S&uuml;dkorea<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68705#h16\">Verfassungsklage gegen Spahns Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG) eingereicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68705#h17\">Warum sich Oury Jalloh nicht selbst angez&uuml;ndet haben kann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68705#h18\">Maas will mit Vereinigten Staaten &bdquo;Marshallplan f&uuml;r Demokratie&ldquo; erarbeiten<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Edward Snowden: Trumps Suspendierung durch Facebook ist &ldquo;Wendepunkt im Kampf um Kontrolle&rdquo;<\/strong><br>\nEdward Snowden teilt nicht den Enthusiasmus &uuml;ber die Suspendierung von Trumps Facebook-Account. Ohne sich auf Trumps Seite zu schlagen, warnt er vor den Konsequenzen f&uuml;r die Meinungsfreiheit, wenn Unternehmen wie Facebook den US-Pr&auml;sidenten zum Schweigen bringen k&ouml;nnen. (&hellip;)<br>\n&Uuml;ber Twitter warnte er davor, dass im Fall von Trump ein gef&auml;hrlicher Pr&auml;zedenzfall geschaffen werde, wie Social-Media-Plattformen die Redefreiheit einschr&auml;nken:<br>\n&ldquo;Facebook bringt offiziell den Pr&auml;sidenten der Vereinigten Staaten zum Schweigen. Ob zum Guten oder Schlechten, dies ist ein Wendepunkt im Kampf um Kontrolle &uuml;ber die digitale Redefreiheit.&rdquo;<br>\nIn einem Kommentar pr&auml;zisierte Snowden seine Aussage und positionierte sich gegen eine Feierstimmung anl&auml;sslich Trumps Facebook-Suspendierung:<br>\n&ldquo;Ich wei&szlig; von vielen eurer Kommentare, dass ihr dies [die Ank&uuml;ndigung von Zuckerberg &ndash; Anm. d. Red.] mit einem &lsquo;JUHU!&rsquo; aufgenommen habt &ndash; ich kann auch verstehen warum. Aber stellt euch f&uuml;r einen Moment eine Welt vor, die l&auml;nger andauert als blo&szlig; die n&auml;chsten 13 Tage. Das hier wird ein Meilenstein werden, der ebenfalls andauert.&rdquo; (&hellip;)<br>\nF&uuml;r seine Bemerkungen wurde Snowden in den sozialen Medien heftig kritisiert &ndash; mit dem Vorwurf, Trump zu verteidigen oder gar zu rechtfertigen. Snowden selbst jedoch bezog explizit nur Stellung f&uuml;r die Pressefreiheit. Als Reaktion auf die Aneignung und Zerst&ouml;rung des Equipments eines Presseteams durch Anh&auml;nger von Trump twitterte er:<br>\n&ldquo;Vergesst niemals, dass die Pressefreiheit den allerersten Abschnitt einnimmt der Bill of Rights. Wenn ihr drau&szlig;en auf der Stra&szlig;e seid und behauptet, die Verfassung zu verteidigen, dann m&uuml;sst ihr Reporter verteidigen und nicht sie angreifen &ndash; selbst wenn ihr die Medien hasst. Alles andere ist unamerikanisch.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/international\/111512-edward-snowden-trumps-suspendierung-durch-facebook\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Unheilige Allianz<\/strong><br>\nDer Politik ist ein wichtiges Korrektiv verloren gegangen: Anstatt den Kurs zu hinterfragen, begleiten die Medien die Regierenden [&hellip;]<br>\nWenn heute deutsche Medien Seite an Seite mit der Regierung gegen das Coronavirus k&auml;mpfen, f&uuml;hlen sie sich vermutlich noch viel mehr gerechtfertigt als die eingebetteten Kollegen vor Falludscha: Ohne Gesundheit gibt es nicht mal Demokratie. Aber wenn ein Eiferer mit der eigenen Fehlbarkeit konfrontiert wird, ist der Unmut enorm.<br>\nJene Kr&auml;fte, die eigentlich der Aufkl&auml;rung geh&ouml;ren sollten, werden dann in die Verteidigung umgeleitet. Zum Beispiel in das zweite Argument, mit dem in den vergangenen Tagen die gescheiterte Regierungspolitik gegen Angriffe in Schutz genommen worden ist: Geld. Die Verhandler der EU h&auml;tten das berechtigte Ziel verfolgt, die Kosten der Impfstoffversorgung so niedrig wie m&ouml;glich zu halten &ndash; auch auf die Gefahr von Verz&ouml;gerungen in der Versorgung hin. Aber das kann nur jene Leser &uuml;berzeugen, die in den vergangenen Monaten nicht nur auf Kontakte verzichtet haben, sondern auch auf Nachrichten. Denn in dieser Pandemie geht es von Anfang um alles M&ouml;gliche &ndash; aber nicht ums Geld.<br>\nMan muss es wohl wirklich so klar aussprechen: Jede Verl&auml;ngerung der Pandemie, jeder zus&auml;tzliche Kranke, jedes verlorene Leben wiegt umso vieles schwerer als der sch&auml;bige Gewinn von ein paar lumpigen Milliarden im Impfstoffpoker.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/jaugstein\/unheilige-allianz\">Jakob Augstein im Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Man muss Augstein in seiner Medienkritik nat&uuml;rlich vollkommen Recht geben, bei der &ouml;konomischen Bewertung liegt er daneben. Jede Woche Lockdown richtet einen gr&ouml;&szlig;eren &ouml;konomischen Schaden an, als jede Impfstoffbestellung kosten k&ouml;nnte. Es geht also keineswegs &bdquo;nicht ums Geld&ldquo;. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Fortgeworfen vom Staat<\/strong><br>\nDie Mehrheit der Bundesb&uuml;rger findet es v&ouml;llig in Ordnung, dass Grundrechte &uuml;ber die K&ouml;pfe ihrer Abgeordneten im Bundestag hinweg au&szlig;er Kraft gesetzt werden, dass also die deutsche Demokratie partiell au&szlig;er Kraft gesetzt wird.<br>\nWie ist das m&ouml;glich? Wie kann ausgerechnet in Deutschland, das mit Diktaturen schlimme Erfahrungen gemacht hat, so etwas passieren? Der Verfassungsrechtler Christoph M&ouml;llers meint, eben weil es in Deutschland stattfindet, sei es m&ouml;glich: Es sei &raquo;unsere obrigkeitsstaatliche Tradition, die sich hier offenbart: zu meinen, der Staat sei jemand anderes&laquo;, etwas H&ouml;heres, mit nat&uuml;rlicher Autorit&auml;t versehen.<br>\nNaheliegender ist aber eine andere Erkl&auml;rung: Im Sommer haben die Medienwissenschaftler Dennis Gr&auml;f und Martin Hennig von der Universit&auml;t Passau eine Studie mit ihren Auswertungen der Sondersendungen von ARD und ZDF zum Thema Covid-19 ver&ouml;ffentlicht. Die Ergebnisse sind einigerma&szlig;en ersch&uuml;tternd: Beide Sender h&auml;tten in Wort und Bild das Gef&uuml;hl der Angst gesch&uuml;rt. Viele Sendungen h&auml;tten &raquo;auf die Bildwelten apokalyptischer Endzeiterz&auml;hlung&laquo; zur&uuml;ckgegriffen, wie man sie aus Hollywoodfilmen kennt, angefangen mit verwaisten Stra&szlig;en. Dass eine Stra&szlig;e leer ist, wenn die Menschen nicht aus dem Haus gehen, ist normal. Wenn diese Stra&szlig;e dann aber gefilmt wird und damit &raquo;neue wissenschaftliche Erkenntnisse&laquo; illustriert werden, wirkt das einsch&uuml;chternd.<br>\nWas f&uuml;r die &Ouml;ffentlich-Rechtlichen gilt, trifft auch auf viele andere Medien zu: Angstmache war und ist Programm. Jene Fachmediziner, die nach Auffassung von Journalisten Covid-19 nicht ernst genug nahmen, bekamen gelegentlich ein wenig Raum, ihre Ansichten darzulegen. Aber prominent wurden jene vorgestellt, die &uuml;ber Covid-19 reden, als bef&auml;nden wir uns im 14. Jahrhundert und es handele sich um die Pest. So musste beim Publikum der Eindruck entstehen, jedes Opfer sei zu bringen, um dieser t&ouml;dlichen Krankheit zu entgehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/fortgeworfen-vom-staat-a-1f15a237-154f-4118-a015-e75df6ec633a\">Franziska Augstein in Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Franziska Augstein formuliert absolut treffend. Mit der Angstkampagne der traditionellen Medien, der privaten wie &ouml;ffentlich-rechtlichen, k&ouml;nnte man auch jede Grippewelle zur t&ouml;dlichen Pandemien aufbauschen. Und ebenso wie Augstein darf man nicht m&uuml;de werden auf die katastrophalen Auswirkungen des Fernunterricht f&uuml;r Sch&uuml;ler, die nicht aus einer wohl situierten Familie kommen, hinzuweisen. Hier wird eine ganze Generation aber auch die Gesellschaft mit einer schweren Hypothek belastet. Eine nicht unerhebliche Ironie liegt dazu darin, dass der Beitrag auf der Webseite des Spiegels ver&ouml;ffentlicht wurde, der in Sachen Panikmache ganz vorne mitspielt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Attila Hildmann bekommt mehr Medienaufmerksamkeit als die Abgeordneten der Gr&uuml;nen, der FDP und der Linken zusammen<\/strong><br>\nCorona beherrscht die Medien. Ist der Blickwinkel der Berichterstattung damit verengt?<br>\nEine Studie vom M&uuml;nsteraner Kommunikationswissenschaftler um Thorsten Quandt verdient vor diesem Hintergrund besondere Aufmerksamkeit. &Uuml;ber neun Monate hinweg haben die Forscher mit Hilfe ihrer Computer quantitativ 580 000 Facebook-Postings etablierter Nachrichtenmedien untersucht. Davon kam in 159 000 Corona vor &ndash; also in rund 27 Prozent. Das ist ein schwindelerregender Anteil, wenn man bedenkt, was tagt&auml;glich sonst noch auf der Welt passiert. Es best&auml;tigt neuerlich, was andere Forscher bereits f&uuml;r die &ouml;ffentlich-rechtlichen Fernsehnachrichten herausgefunden haben: Deren Blickwinkel verengt sich unakzeptabel auf die Pandemie. &hellip;. Zu den spannenden Erkenntnissen der M&uuml;nsteraner Medienforscher z&auml;hlt, dass die Corona-Krise die Stunde der Exekutive war &ndash; wobei sich die &bdquo;Stunde&ldquo; nun schon &uuml;ber fast ein Jahr hinzieht und gr&uuml;ndlich durcheinander wirbelt, wer mehr und wer weniger Aufmerksamkeit in den Massenmedien und damit auch in den sozialen Netzwerken erh&auml;lt. &hellip;.&nbsp; Selbst der TV-Koch und Influencer Attila Hildmann erhielt mit seinen Verschw&ouml;rungstheorien, so die Forscher, mehr Medienaufmerksamkeit als die Abgeordneten der Gr&uuml;nen, der FDP und der Linken zusammen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/gesellschaft\/medien\/media-lab-blinde-flecken\/26785008.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em>Lesen Sie dazu auf den NachDenkSeiten: &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65756\">Wendler, Hildmann, Naidoo und Co. &ndash; Nebelkerzen zur Einengung des Debattenraums<\/a>&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Donald Trump&rsquo;s parting gift to the world? It may be war with Iran<\/strong><br>\nI will always regret that I did not do more to stop war with Vietnam. Now, I am calling on whistleblowers to step up and expose Trump&rsquo;s plans<br>\nPresident Trump&rsquo;s incitement of criminal mob violence and occupation of the Capitol makes clear there is no limitation whatever on the abuse of power he may commit in the next two weeks he remains in office. Outrageous as his incendiary performance was on Wednesday, I fear he may incite something far more dangerous in the next few days: his long-desired war with Iran.<br>\nCould he possibly be so delusional as to imagine that such a war would be in the interests of the nation or region or even his own short-term interests? His behavior and evident state of mind this week and over the last two months answers that question.<br>\nThe dispatch this week of B-52&rsquo;s nonstop round-trip from North Dakota to the Iranian coast &ndash; the fourth such flight in seven weeks, one at year&rsquo;s end &ndash; along with his build-up of US forces in the area, is a warning not only to Iran but to us.<br>\nIn mid-November, as these flights began, the president had to be dissuaded at the highest levels from directing an unprovoked attack on Iran nuclear facilities. But an attack &ldquo;provoked&rdquo; by Iran (or by militias in Iraq aligned with Iran) was not ruled out.<br>\nUS military and intelligence agencies have frequently, as in Vietnam and Iraq, provided presidents with false information that offered pretexts to attack our perceived adversaries. Or they&rsquo;ve suggested covert actions that could provoke the adversaries to some response that justifies a US &ldquo;retaliation&rdquo;.<br>\nThe assassination of Mohsen Fakhrizadeh, Iran&rsquo;s top nuclear scientist, in November was probably intended to be such a provocation. If so, it has failed so far, as did the assassination exactly a year ago of General Suleimani.<br>\nBut time is now short to generate an exchange of violent actions and reactions that will serve to block resumption of the Iran nuclear deal by the incoming Biden administration: a pre-eminent goal not only of Donald Trump but of the allies he has helped bring together in recent months, Israel, Saudi Arabia and the UAE.<br>\nEvidently it would take more than individual murders to induce Iran to risk responses justifying a large-scale air attack before Trump leaves office. But US military and covert planning staffs are up to the task of attempting to meet that challenge, on schedule.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2021\/jan\/08\/donald-trump-war-iran-tehran-daniel-ellsberg\">Daniel Ellsberg in The Guardian<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Ex-Pentagon-Chef fordert Reform des Zugangs zu Atomwaffen<\/strong><br>\nNach den Unruhen in Washington verlangt Ex-Pentagon-Chef William Perry, den Zugriff auf Atomwaffen in den USA neu zu regeln. Der US-Pr&auml;sident d&uuml;rfe nicht mehr allein &uuml;ber einen Einsatz entscheiden.<br>\nIn der Debatte &uuml;ber die Macht des US-Pr&auml;sidenten &uuml;ber die Atomwaffen des Landes hat der fr&uuml;here Pentagon-Chef William Perry eine Reform des bisherigen Systems angemahnt. Sobald der k&uuml;nftige US-Pr&auml;sident Joe Biden vereidigt sei, sollte dieser verk&uuml;nden, &raquo;seine Befugnis zur Nutzung von Atomwaffen mit einer ausgew&auml;hlten Gruppe im Kongress zu teilen&laquo;, schrieb Perry in einem gemeinsamen Gastbeitrag mit dem Politikexperten Tom Collina f&uuml;r das Magazin &raquo;Politico&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/usa-ex-pentagon-chef-william-perry-fordert-reform-des-zugangs-zu-atomwaffen-a-8f069486-ec61-4b7f-b5a4-a6b08a0c71ab\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Sehr guter Hinweis eines ehemaligen Verteidigungsministers. Schon vor Trump war es unverantwortlich, einer einzelnen Person diese fast unbeschr&auml;nkte Macht zur Zerst&ouml;rung allen Lebens zu geben. Man denke nur an Pr&auml;sidenten wie den Kalten Krieger Reagan oder den eher nicht so klugen George W. Bush &ndash; aber prinzipiell ist es keine gute Idee, so viel Macht an einen Einzelnen zu delegieren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Eine Staatsschulden- und Steuerdebatte tut not.<\/strong><br>\nEin Kommentar zu Robert Habecks und Reiner Hoffmanns Debattenbeitrag in der FAZ (&hellip;)<br>\nVor dem Hintergrund der Corona-Pandemie, des notwendigen sozial-&ouml;kologischen Umbaus und der gewachsenen sozialen Ungleichheit verweisen Habeck und Hoffmann auf die hohen anstehenden Investitionen und widmen sich dem Verh&auml;ltnis von Investitionen und Sparsamkeit und von Steuern zur Gerechtigkeit. Sie kommen zu der richtigen Erkenntnis, dass Deutschland den aktuellen Anstieg der Verschuldung angesichts seiner Wirtschaftskraft und den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gut verkraften kann und das Sparen im Sinne von unterlassenen Investitionen und K&uuml;rzungsprogrammen weitaus gef&auml;hrlicher und zukunftssch&auml;dlicher ist als kreditfinanzierte Ausgabenprogramme. Dabei enth&auml;lt der Beitrag sinnvolle Aspekte zu den Problemen der Schuldenbremsen im Grundgesetz und im europ&auml;ischen Recht und spricht sich f&uuml;r Tilgungsfristen und eine Reform der Schuldenbremse mit Blick auf &ouml;ffentliche Investitionen aus. Auch die rasche R&uuml;ckkehr zur Schuldenbremse ab 2022 wird kritisiert.<br>\nDas ist ein Fortschritt, denn bisher sind die Gr&uuml;nen in der Vergangenheit kaum durch Kritik an der Schuldenbremse aufgefallen. Wir erinnern uns noch gut an eine Veranstaltung von Linken- und SPD-Bundestagsabgeordneten mit den Schuldenbremsen-Kritikern Jens S&uuml;dekum von der Universit&auml;t D&uuml;sseldorf und Michael H&uuml;ther vom arbeitgebernahen Institut der Deutschen Wirtschaft, bei der die Gr&uuml;nen nicht offizieller Ko-Veranstalter sein wollten und erst kurz vorher eine interne Positionierung zur Schuldenbremse hinbekommen haben. Allerdings wundert sehr, warum Habeck und Hoffmann prominent in der &Uuml;berschrift des Artikels der Linken das Verheddern in Widerspr&uuml;chen vorwirft (mit- bzw. zuallererst gemeint ist vermutlich die SPD) und explizit vor einer Steuerdebatte warnen. Bekanntlich gibt es aus der LINKEN und Teilen der SPD die Forderung nach einer Verm&ouml;gensabgabe und aus der SPD immer wieder die Forderung nach einem Corona-Soli aus der Einkommensteuer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.links-bewegt.de\/de\/article\/199.eine-steuerdebatte-tut-not.html\">Fabio De Masi und Axel Troost in linke bewegt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68555\">Ein in vielerlei Hinsicht bemerkenswerter Aufsatz von den Vorsitzenden von den Gr&uuml;nen und dem DGB<\/a>&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Kampf um besseren Schutz f&uuml;r Betriebsr&auml;te<\/strong><br>\nDie Zahl der Betriebsr&auml;te in deutschen Firmen sinkt &ndash; m&ouml;glicherweise auch, weil Arbeitgeber versuchen, betriebliche Mitbestimmung zu verhindern. Laut einer Studie ist zuletzt jede sechste Betriebsrats-Neugr&uuml;ndung behindert worden. Die Bundesregierung will das Problem nun angehen &ndash; mit einem neuen Gesetz. (&hellip;)<br>\nDabei beruft sich das Bundesarbeitsministerium auf eine Studie von Martin Behrens vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut der gewerkschaftsnahen Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. Behrens hat f&uuml;r seine Untersuchung lokale Gewerkschaftsfunktion&auml;rinnen und &ndash;funktion&auml;re von IG Metall, IG Bergbau Chemie Energie und der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gastst&auml;tten befragt.<br>\nDie Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter berichteten von 185 Betrieben, in denen die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung versucht habe, eine Betriebsratswahl zu be- oder verhindern. Das ist zwar nur ein kleiner Teil aller Unternehmen, in denen Betriebsr&auml;te gew&auml;hlt werden. Guckt man sich diese F&auml;lle genauer an, sieht man jedoch: Dort, wo es versucht wird, scheitert mehr als jede vierte Wahl eines Betriebsrats.<br>\nStudienautor Martin Behrens: &bdquo;Wir konnten feststellen, dass dort insbesondere in Betrieben, die von den Inhabern gef&uuml;hrt werden, besonders h&auml;ufig entsprechend Versuche gestartet werden, die Wahl eines Betriebsrats zu vereiteln. Wir wissen auch, dass insbesondere im mittelgro&szlig;en Bereich, der mittelgro&szlig;en Betriebe so etwa zwischen 51 und 200 Besch&auml;ftigten besonders h&auml;ufig gegen Betriebsratswahlen vorgegangen wird.&ldquo; (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/mitbestimmung-kampf-um-besseren-schutz-fuer-betriebsraete.724.de.html?dram:article_id=490491\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>Dazu: Der Bundesarbeitsminister will Betriebsr&auml;te st&auml;rken, das Kanzleramt will das nicht bei den Mitbestimmungsrechten.<\/strong><br>\nEin Update zum Entwurf eines Betriebsr&auml;test&auml;rkungsgesetz<br>\nKurz vor dem Ende des nunmehr vergangenen Jahres 2020 wurde hier dieser Beitrag ver&ouml;ffentlicht, der einen skeptischen Unterton schon in der &Uuml;berschrift enth&auml;lt: Schafft er das vor dem &bdquo;Nichts geht mehr&ldquo;? Der Bundesarbeitsminister will Betriebsr&auml;te mit einem St&auml;rkungsgesetz unter die Arme greifen. Am 28. Dezember 2020 war das. In dem dort besprochenen Entwurf f&uuml;r ein &bdquo;Betriebsr&auml;test&auml;rkungsgesetz&ldquo; (Stand: 21.12.2020) ist nicht nur die Ausweitung des K&uuml;ndigungsschutzes f&uuml;r Arbeitnehmer enthalten, die versuchen, etwas an sich Selbstverst&auml;ndliches zu machen, also einen Betriebsrat ins Leben zu rufen (im hier ma&szlig;geblichen &sect; 1 Abs. 1 BetrVG hei&szlig;t es unmissverst&auml;ndlich: &bdquo;In Betrieben mit in der Regel mindestens f&uuml;nf st&auml;ndigen wahlberechtigten Arbeitnehmern, von denen drei w&auml;hlbar sind, werden Betriebsr&auml;te gew&auml;hlt.&ldquo;). Das deckt sich &uuml;brigens mit dem, was Union und SPD in ihrem Koalitionsvertrag aus dem Jahr 2018 als eines der vielen gemeinsamen Vorhaben fixiert haben: &bdquo;Wir wollen die Gr&uuml;ndung und Wahl von Betriebsr&auml;ten erleichtern&ldquo;, so hei&szlig;t es dort.<br>\nAber der vorliegende Referentenentwurf geht weiter: Mit dem Betriebsr&auml;test&auml;rkungsgesetz &raquo;soll Betriebsr&auml;ten zudem mehr Mitspracherechte in Sachen Digitalisierung zu verschaffen &ndash; zum Beispiel auch zur Frage, unter welchen Bedingungen das sogenannte mobile Arbeiten (&bdquo;Homeoffice&ldquo;) stattfinden darf. Ebenso sollen die Betriebsr&auml;te systematisch mitreden d&uuml;rfen, wie neue Systeme mit K&uuml;nstlicher Intelligenz beschaffen sein m&uuml;ssen, wenn der Betrieb sie einf&uuml;hren will. Und sie sollen dabei auch eigene Sachverst&auml;ndige einschalten d&uuml;rfen, deren Verg&uuml;tung der Arbeitgeber &uuml;bernehmen muss,&laquo; so dieser Artikel: Heil baut K&uuml;ndigungsschutz f&uuml;r Betriebsr&auml;te aus. Das nun geht weit &uuml;ber den Ansatz hinaus, die Gr&uuml;ndung eines Betriebsrates zu f&ouml;rdern. Offensichtlich will man auch eine Zust&auml;ndigkeitserweiterung im Kernbereich der betrieblichen Mitbestimmung realisieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2021\/01\/08\/ein-update-zum-betriebsraetestaerkungsgesetz\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Google Workers Speak Out About Why They Formed A Union: &lsquo;To Protect Ourselves&rsquo;<\/strong><br>\nAfter the death of George Floyd, Google engineer Raksha Muthukumar sent an email to colleagues.<br>\nIn it, she pointed to a list of criminal justice reform groups and bail funds for protesters who were seeking contributions. Soon after, Muthukumar was summoned into a meeting with Google&rsquo;s human relations department.<br>\n&ldquo;I remember that was such a scary experience. It was such a mysterious HR letter. And I was texting friends who had been involved with organizing and they were like, &lsquo;Oh, this is my experience with HR. This is what has happened. Don&rsquo;t forget to take notes on it,'&rdquo; said Muthukumar, 25, who is based in New York City.<br>\nShe says she was told that a colleague was offended by her email. One of the pages she referred to did indeed contain harsh language to describe police. Still, she never expected the matter to land on the radar of higher ups.<br>\n&ldquo;It just seemed like such a neutral thing, sending a little GoFundMe list,&rdquo; Muthukumar said. &ldquo;And that got me in trouble.&rdquo;<br>\nFrom a stern talking-to from HR to being demoted or forced out after speaking out, stories about bristling tensions between Google workers and executives have consumed the tech giant in recent months.<br>\nAnd it was against this backdrop that Muthukumar and several hundred of her colleagues did something this week rarely seen in Silicon Valley: they formed a labor union.<br>\nCalled the Alphabet Workers Union, after Google&rsquo;s parent company, it now represents more than 600 Google employees and contractors with the support of the Communications Workers of America.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/text.npr.org\/954710407\">NRP<\/a>\n<p><strong>Dazu: Don&rsquo;t be evil, Google. Zur Gr&uuml;ndung einer Gewerkschaft beim Google-Mutterkonzern Alphabet<\/strong><br>\nSergei Brin und Larry Page haben am 4. September 1998 Google als Unternehmen ins Leben gerufen. Die Gesch&auml;ftsidee des Start-Ups, das in den ersten Wochen in einer Garage im Silicon Valley residierte, war clever: Neben den Suchtreffern gibt es kleine Werbeanzeigen, die thematisch zur Suche passen. Den Preis f&uuml;r die beste Anzeigenposition regelt ein automatisches Bieterverfahren. Damit lie&szlig; sich nicht nur schnell, sondern auch viel Geld verdienen. Doch die Google-Gr&uuml;nder wollten sich von der Konkurrenz aus IBM, Microsoft oder Apple unterscheiden. Man wollte die Welt verbessern. Das inoffizielle Firmenmotto: Nicht b&ouml;se sein &ndash; &bdquo;Don&rsquo;t be evil&ldquo;. Der Slogan richtete sich nicht nur an die Kunden, sondern vor allem an die eigenen Mitarbeiter &ndash; das haben die Gr&uuml;nder auch beim B&ouml;rsengang betont. Sie seien bereit, auch auf Gewinne zu verzichten (vgl. dazu den Beitrag &bdquo;Don&rsquo;t be evil&ldquo; von Marcus Schuler). Was daraus geworden ist, wissen wir alle: Aus dem ehemaligen Start-Up ist ein milliardenschwerer Konzern geworden, der seit Jahren angesichts seiner krakenhaften Expansion mit einer damit einhergehenden enormen Konzentration globalen Marktmacht zunehmend kritisch beobachtet wird. Und wie auch Apple mal in den Anfangstagen mit dem Image des kreativen und irgendwelchen besseren Motiven verpflichteten Au&szlig;enseiters gegen den damaligen Riesen IBM werbewirksam zu Felde gezogen ist (vgl. die ber&uuml;hmte Super Bowl-Werbung von Apple im Jahr 1984), hat sich auch Google zu einem &bdquo;klassischen&ldquo; und mit allen harten Bandagen k&auml;mpfenden gewinnmaximierenden Konzern transformiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2021\/01\/06\/eine-google-gewerkschaft\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Heil zieht Hartz-IV-Reform aus der Schublade<\/strong><br>\nW&auml;hrend der Corona-Pandemie k&ouml;nnen B&uuml;rger Hartz IV beantragen, ohne ihre Ersparnisse angeben zu m&uuml;ssen. Das will Arbeitsminister Heil nun in einen Dauerzustand &uuml;berf&uuml;hren. Sein Gesetzentwurf soll aus der klassischen Armutssicherung ein B&uuml;rgergeld machen. (&hellip;)<br>\n&ldquo;Aktuell pr&uuml;fen die Jobcenter nicht, wie gro&szlig; eine Wohnung ist oder ob jemand Ersparnisse bis 60.000 Euro hat&rdquo;, sagte der Minister dem Magazin. &ldquo;Mein Vorschlag ist, dass wir w&auml;hrend einer Karenzzeit von zwei Jahren Verm&ouml;gen bis zu der genannten Summe sch&uuml;tzen und Mietkosten nicht auf ihre Angemessenheit pr&uuml;fen.&rdquo;<br>\nZu dem Gesetzentwurf sagte Heil au&szlig;erdem: &ldquo;Die Grundsicherung soll ein soziales B&uuml;rgergeld werden, f&uuml;r das sich niemand sch&auml;men muss, der es braucht.&rdquo; Um Menschen schneller aus der Grundsicherung herauszuhelfen, sollten k&uuml;nftig &ldquo;Weiterbildung und ein Berufsabschluss Vorrang vor kurzfristiger Vermittlung in Arbeit haben&rdquo;. Wer eine Weiterbildung mache, solle einen Bonus von 75 Euro im Monat bekommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Heil-zieht-Hartz-IV-Reform-aus-der-Schublade-article22279121.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers B.H.:<\/strong> Ob das gute Nachrichten f&uuml;r bisherige und zuk&uuml;nftige HartzIV-Empf&auml;nger sind? Ob das noch vor der Bundestagswahl kommt? Woher der Sinneswandel von Herrn Heil?<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Heil plant halbe Milliarde Euro f&uuml;r Hartz-IV-Reform<\/strong><br>\nDie Gewerkschaften feiern den Vorschlag des Arbeitsministers als sozialpolitischen Meilenstein. Was aber, wenn er damit vor der Wahl nicht mehr durchkommt?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/bundesarbeitsminister-heil-plant-halbe-milliarde-euro-fuer-hartz-iv-reform\/26782828.html?ticket=ST-985429-6YBESbPn7a1WIZzlJclI-ap4\">Handelsblatt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Durchaus begr&uuml;&szlig;enswert. Damit w&uuml;rde tats&auml;chlich einer der schlimmsten Ausw&uuml;chse von Hartz IV beseitigt und etwas mehr Lebensstandardsicherung (auf niedrigem Niveau) gew&auml;hrleistet werden, also ein bisschen zur&uuml;ck zur Logik der fr&uuml;heren Arbeitslosenhilfe. Die angegebenen Kosten von 550 Millionen Euro im Jahr sind l&auml;cherlich, werden aber von der Union, die gleichzeitig in Form der Soli-Abschaffung 10 Milliarden Euro j&auml;hrlich an Steuergeschenken f&uuml;r Bestverdiener und Kapitalgesellschaften fordert, als &ldquo;unbezahlbar&rdquo; abgelehnt werden. Bei Hartz IV ging es ja auch nie ums Kostensparen oder um den Erhalt des Sozialstaats, sondern immer um maximalen Druck auf L&ouml;hne und &ldquo;Arbeitsbereitschaft&rdquo;. Mit dieser Forderung will Heil also vermutlich nur eine weitere Front im beginnenden Wahlkampf aufmachen und das weitgehend abgenutzte sozialpolitische Profil der SPD sch&auml;rfen; sehr glaubw&uuml;rdig finde ich den Vorsto&szlig; nicht. Immerhin hat die SPD Hartz IV mit den gegenw&auml;rtigen brutalen Bedingungen &uuml;berhaupt erst eingef&uuml;hrt und in den 11 (Mit-)Regierungsjahren nach 2005 immer verteidigt, sich auch kein Bein ausgerissen, wenigstens (als Minimalanforderung) die Alg-II-S&auml;tze ernsthaft anzuheben. H&auml;lt die SPD es nicht mehr f&uuml;r notwendig, maximalen Druck auf Arbeitslose (und damit auch auf alle Arbeitnehmer) auszu&uuml;ben?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>So wollen Gr&uuml;ne Hartz IV abschaffen<\/strong><br>\nDie Gr&uuml;nen stellen ihr Konzept einer Grundsicherung vor. Sie wollen Sanktionen abschaffen und die Regels&auml;tze erh&ouml;hen. Unklar: Die Gegenfinanzierung.<br>\nIn der Gr&uuml;nsten aller Welten m&uuml;ssen kaum noch Menschen Grundsicherung beantragen. Wer zu wenig verdient, bekommt einfach vom Finanzamt einen Zuschuss zum Gehalt &uuml;berwiesen und hat damit ein staatlich garantiertes Mindesteinkommen. Diesen Ausblick geben die Gr&uuml;nen im Bundestag in ihrem Konzept zur &Uuml;berwindung von Hartz IV, welches sie am Freitag vorstellten.<br>\nZiel sei es die Grundsicherung umfassend zu reformieren, zu entb&uuml;rokratisieren und vom Stigma zu befreien, so die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Anja Hajduk beim digitalen Pressegespr&auml;ch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Gruene-Garantiesicherung\/!5742656\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Im Grunde genommen geht das schon in die richtige Richtung, auch wenn die fr&uuml;here Arbeitslosenhilfe im Einzelfall h&ouml;her lag und ich umgekehrt den vollkommenen Verzicht auf eine Verm&ouml;genspr&uuml;fung nicht ganz nachvollziehen kann. (Wieso sollte ein Million&auml;r Sozialhilfe oder Grundsicherung beziehen k&ouml;nnen?) Nur scheint mir der Vorsto&szlig; nicht glaubw&uuml;rdig, wenn einerseits weder von den Gr&uuml;nen selber noch von der taz darauf hingewiesen wird, dass die Gr&uuml;nen die fr&uuml;here Arbeitslosenhilfe und die Sozialhilfe &uuml;berhaupt erst abgeschafft und durch die v&ouml;llig unzureichende F&uuml;rsorgeleistung Hartz IV (auch nur teilweise) ersetzt haben. Und die Zustimmung der Gr&uuml;nen damals, 2003\/2004, war &uuml;berw&auml;ltigend, ebenfalls mit hart neoliberaler Argumentation mit Hinweis auf die Kosten der Arbeitslosenhilfe, die angeblich &uuml;berbordende Staatsverschuldung, die angeblich zu hohen Lohnnebenkosten und die angeblich mangelnde Wettbewerbsf&auml;higkeit der deutschen Wirtschaft. Man w&uuml;rde doch gerne wissen, was sich denn nun an der Sichtweise der Gr&uuml;nen ge&auml;ndert hat und warum. Vollends unglaubw&uuml;rdig wird die neuentdeckte soziale Ader, wenn keine Gegenfinanzierung von &uuml;ber 10 Milliarden Euro im Jahr vorgeschlagen wird, wohl wissend, dass der wahrscheinliche Koalitionspartner CDU\/CSU strikt &ldquo;an Hartz IV in der jetzigen Form fest[h&auml;lt]&rdquo; und das bisschen Rest-Sozialstaat noch weiter abbauen will, zumal mit dem R&uuml;ckenwind der Corona-Rezession und -Schulden. Ein reiner Papiertiger, mit dem sich die Gr&uuml;nen ein soziales M&auml;ntelchen umh&auml;ngen wollen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Spahn schickte Hilferuf an Pharma-Lobby<\/strong><br>\n&ldquo;Angesichts der angespannten pandemischen Lage ist unser gemeinsames Bestreben, die Produktionskapazit&auml;ten von Impfstoffen f&uuml;r die Eind&auml;mmung der Covid-19-Pandemie weiter zu erh&ouml;hen&rdquo;, hei&szlig;t es in dem von Gesundheitsstaatssekret&auml;r Thomas Steffen unterzeichneten Schreiben an insgesamt f&uuml;nf Pharma-Verb&auml;nde, aus dem das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) zitiert. &ldquo;Ich w&auml;re Ihnen dankbar, wenn Sie mir mitteilen k&ouml;nnten, ob es in Ihrem Verband Unternehmen gibt, die zu einer Erh&ouml;hung der Produktion von Covid-19-Impfstoffen beitragen k&ouml;nnen oder sich bereits hierum bem&uuml;hen&rdquo;, hei&szlig;t es darin weiter.<br>\nWeitere Empf&auml;nger seien etwa der Bundesverband der Arzneimittelhersteller und der Verband forschender Arzneimittelhersteller. Man bitte um &ldquo;kurzfristige R&uuml;ckmeldung&rdquo;, um schnell &ldquo;gemeinsam t&auml;tig zu werden&rdquo;. Spahn steht wegen des z&ouml;gerlichen Starts der Impfkampagne und fehlender Impfdosen unter Druck. Kritik kam auch vom eigenen Koalitionspartner: Vizekanzler und SPD-Spitzenkandidat Olaf Scholz hatte einen ganzen Fragenkatalog zum Impfmanagement an den Gesundheitsminister geschickt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/panorama\/Spahn-schickte-Hilferuf-an-Pharma-Lobby-article22279615.html\">n-tv<\/a>\n<p><strong>Dazu: Bestellt Br&uuml;ssel zu wenig Impfstoff f&uuml;r Deutschland? Ganz im Gegenteil!<\/strong><br>\nDeutschland werde von der EU beim Corona-Impfstoff benachteiligt, hei&szlig;t es immer noch in Berlin. Doch neue Zahlen aus Br&uuml;ssel beweisen das Gegenteil.<br>\nDie EU-Kommission k&uuml;ndigte am Mittwoch an, ihre Option auf weitere 100 Millionen Dosen des Impfstoffes von Biontech\/Pfizer einzul&ouml;sen. Davon sollen 30 Millionen nach Deutschland gehen.<br>\nDer &ldquo;normale&rdquo; Anteil w&auml;ren jedoch nur 18 Millionen &ndash; entsprechend dem Anteil an der Bev&ouml;lkerung. Deutschland bekommt also 12 Millionen Einheiten obendrauf.<br>\nEU-Korrespondenten aus Italien und Frankreich fragten bei der Kommission nach, warum Deutschland mehr bekommt &ndash; doch sie bekamen keine Antwort.<br>\nNoch gr&ouml;&szlig;er wird das Mi&szlig;verh&auml;ltnis mit dem Vakzin von Moderna, das heute f&uuml;r die EU zugelassen wurde. Nach Angaben von Gesundheitsminister Spahn sollen 50 Millionen Impfdosen nach Deutschland gehen &ndash; von zun&auml;chst 80 Millionen f&uuml;r die EU.<br>\nDas macht auch nochmal einen satten &ldquo;Zuschlag&rdquo; f&uuml;r Deutschland. Zuvor hatte sich Spahn bereits 30 Millionen Extra-Dosen bei Biontech gesichert &ndash; &uuml;ber eine nationale Bestellung.<br>\nAuch dar&uuml;ber klagen Journalisten aus anderen EU-L&auml;ndern.<br>\nZu Recht. Denn eigentlich sollte es keine nationalen Extra-Kontingente geben. Das war ja genau der Sinn der europ&auml;ischen Sammelbestellung, die Kanzlerin Merkel und Kommissionschefin von der Leyen vereinbart hatten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/bestellt-bruessel-zu-wenig-impfstoff-fuer-deutschland-ganz-im-gegenteil\/?utm_source=getresponse&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=Lost+in+EUrope+Update&amp;utm_content=Lost+in+EUrope+Update\">Lost in Europe<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die seltsamen Vorg&auml;nge rund um Nordstream 2<\/strong><br>\nWas k&ouml;nnte so wichtig sein, dass die Regierung von Mecklenburg-Vorpommern mitten in der Corona-Krise eine Sondersitzung einberuft? Eigentlich nur etwas, was der anderen, neben dem Virus noch viel gr&ouml;&szlig;eren, Bedrohung entgegenwirkt: Der Klimakrise.<br>\nUnd tats&auml;chlich: Der Landtag in Mecklenburg Vorpommern hat gestern mit gro&szlig;er Mehrheit von SPD, CDU und Linken die Errichtung einer &ldquo;Stiftung f&uuml;r Klima- und Umweltschutz&rdquo; beschlossen.<br>\nWunderbar, oder?<br>\nLeider klingt nur der Name toll, worum es bei der Stiftungsgr&uuml;ndung tats&auml;chlich geht, ist die umstrittene Ostsee-Pipeline Nordstream 2 trotz bestehender US-Sanktionen fertigzustellen. (&hellip;)<br>\nOb es aus geopolitischen Gr&uuml;nden sinnvoller ist, sich mit einer weiteren Gaspipeline vom Erdgas Russlands abh&auml;ngig oder von Fracking-Gas der USA zu machen, dar&uuml;ber l&auml;sst sich sicher trefflich streiten.<br>\nGanz sicher ist es jedoch eine Frechheit, das Man&ouml;ver als &ldquo;Klimaschutz&rdquo;-Projekt verkaufen zu wollen, wie es die Ministerpr&auml;sidentin Manuela Schwesig in diesem Video macht.<br>\nJa, man wird Gas f&uuml;r eine geraume Zeit im Energiesystem ben&ouml;tigen. Aber Erdgas ist nicht klimafreundlich. Im Gegenteil: Es ist ein Klimakiller, da gibt es nichts rumzudeuteln.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.piqd.de\/klimawandel\/die-seltsamen-vorgange-rund-um-nordstream-2\">piqd<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Ernst machen in Glasgow!<\/strong><br>\nDer Weltklimagipfel in Paris 2015 war ein Durchbruch. Gut und sch&ouml;n. Erstmals verpflichteten sich praktisch alle Staaten der Welt, CO2 zu sparen und die Anpassung an den schon nicht mehr zu verhindernden Klimawandel zu verbessern.<br>\nDumm nur: Worte und Taten passen nicht zusammen. Statt auf einem 1,5-bis-zwei-Grad-Pfad sind die knapp 200 L&auml;nder der Welt mit der aktuellen Klimapolitik auf einem Drei-Grad-Kurs.<br>\nDer n&auml;chste UN-Klimagipfel im Herbst im schottischen Glasgow, die &ldquo;COP 26&rdquo;,  muss deswegen die Wende bringen.<br>\nKonkret: Die Regierungen m&uuml;ssen neue, radikal versch&auml;rfte nationale CO2-Reduktionspl&auml;ne f&uuml;r 2030 einreichen, die ihre L&auml;nder auf den richtigen Kurs bringen.<br>\nDas ist &uuml;berf&auml;llig. Eigentlich sollten alle L&auml;nder die neuen Pl&auml;ne schon 2020 vorlegen, so steht es im Paris-Vertrag. Doch nur eine Minderheit hat es bisher getan.<br>\nAber es gibt Lichtblicke. Klimaexperten haben ausgerechnet: Machen Staaten wie China, die EU-L&auml;nder, Japan und Kanada ihre inzwischen vorliegenden Ank&uuml;ndigungen dazu wahr, k&ouml;nnte es damit gelingen, die Erw&auml;rmung auf 2,1 Grad zu begrenzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.klimareporter.de\/klimakonferenzen\/ernst-machen-in-glasgow\">klimareporter<\/a>\n<p><strong>Dazu: China er&ouml;ffnet gr&ouml;&szlig;ten CO&#8322; Markt der Welt<\/strong><br>\nChina hat diese Woche &uuml;berraschend angek&uuml;ndigt, dass der Handel mit CO2-Zertifikaten dieses Jahr tats&auml;chlich landesweit beginnt. Bislang gab es au&szlig;er Ank&uuml;ndigungen nur Pilotversuche in f&uuml;nf St&auml;dten und drei Provinzen.<br>\nDoch nun hat das Umweltministerium bekannt gegeben, wie der nationale CO2-Markt funktionieren soll: Zun&auml;chst sind nur Kohlekraftwerke f&uuml;r ihre Emissionen verantwortlich. Die 2.225 Kohlebl&ouml;cke verursachen rund 40 Prozent von Chinas CO2-Aussto&szlig;.<br>\nF&uuml;r sie gilt nun ein Grenzwert von 877 Kilogramm CO2 pro Megawattstunde Strom. F&uuml;r jede Megawattstunde, die ein Kraftwerk produziert, bekommt es daher 0,877 CO2-Zertifikate &ndash; kostenlos. Kraftwerke, die weniger CO2 emittieren, k&ouml;nnen so einen Teil der Zertifikate verkaufen. Und Kraftwerke, die mehr CO2 emittieren, m&uuml;ssen Zertifikate kaufen. (&hellip;)<br>\nPraktisch bedeutet das, dass in der ersten zweij&auml;hrigen Handelsperiode nur kleinere und &auml;ltere Kraftwerke Zertifikate kaufen m&uuml;ssen. Das entspricht allerdings dem erkl&auml;rten Ziel der Regierung, die diese Kohlemeiler aus dem Markt dr&uuml;cken will. (&hellip;)<br>\nUnklar ist auch noch, an welcher B&ouml;rse die Zertifikate gehandelt werden sollen. Trotzdem erwarten Marktbeobachter, dass in den ersten drei Monaten dieses Jahres die erste Transaktion stattfindet. Damit das gelingt, sollen Anfang Februar die noch fehlenden Regeln f&uuml;r das Funktionieren des Markts nachgereicht werden.<br>\nF&uuml;r die Preisbildung wird entscheidend sein, welcher Grenzwert f&uuml;r die zweij&auml;hrige Handelsperiode 2021\/2022 gilt. Da f&uuml;r die Periode 2019\/2020 tendenziell zu viele Zertifikate im Markt sind, haben diese nur einen Wert, wenn absehbar ist, dass in der n&auml;chsten Periode Mangel herrscht und daher eine echte Nachfrage nach Zertifikaten besteht.<br>\nUnbekannt ist bislang auch, wann der Zertifikatehandel auf Gaskraftwerke und dann auf gro&szlig;e Industriebetriebe wie Raffinerien oder Stahlhersteller ausgeweitet wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.klimareporter.de\/international\/china-eroeffnet-groessten-co2-markt-der-welt\">klimareporter<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Keine Knarren f&uuml;r S&uuml;dkorea<\/strong><br>\nDie Bundesregierung durfte dem Export von Maschinenpistolen nach S&uuml;dkorea die Genehmigung verweigern. Das hat das Verwaltungsgericht Berlin jetzt in einem Verfahren von grunds&auml;tzlicher Bedeutung entschieden. Die Klage des Herstellers Heckler &amp; Koch scheiterte.<br>\nS&uuml;dkorea erteilte Heckler &amp; Koch 2018 den Auftrag, der dortigen Polizei 400 Maschinenpistolen zu liefern. Wie f&uuml;r alle R&uuml;stungsexporte war hierf&uuml;r eine Genehmigung der Bundesregierung erforderlich. Im September 2019 lehnte das Bundeswirtschaftsministerium den Exportantrag ab und verwies auf die im Juni 2019 versch&auml;rften R&uuml;stungsexport-Richtlinien der Bundesregierung &ndash; die schon im Koalitionsvertrag vorgesehen waren. Danach wird der Export von Kleinwaffen, wie Pistolen und Gewehren, grunds&auml;tzlich nur noch in EU-Staaten und Nato-Staaten genehmigt.<br>\nGegen den Ablehnungsbescheid klagte Heckler &amp; Koch vor dem Verwaltungsgericht Berlin. Die Bundesregierung habe ihr Ermessen gar nicht oder falsch ausge&uuml;bt. Das Verwaltungsgericht hat nun jedoch die Klage von Heckler &amp; Koch in vollem Umfang zur&uuml;ckgewiesen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Verwaltungsgericht-zu-Ruestungsexporten\/!5742206\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Verfassungsklage gegen Spahns Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG) eingereicht<\/strong><br>\nDie Vorsitzende des &Auml;rztInnenverbands IG Med und eine medizinische Fachangestellte haben beim Bundesverfassungsgericht Klage gegen das Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG) von Gesundheits-Zwangsdigitalisierungs-Minister Jens Spahn eingereicht. Federf&uuml;hrender Anwalt ist Carlos A. Gebauer, der auch mich bei meinem Bargeldverfahren vertritt. 01. 2021 |<br>\nDie Beschwerdef&uuml;hrerinnen, Dr. Ilka Enger und Johanna B&ouml;hm sehen die Sicherheit und Vertraulichkeit sensibler Patientendaten durch das DVG gef&auml;hrdet, das vor einem Jahr beschlossen wurde. Anwalt Gebauer verweist in einem Interview mit dem &Auml;rztenachrichtendienst (Link, nur f&uuml;r Abonennten n&uuml;tzlich) auf die vielen Hinweise auf sehr wenig Datenschutz, die man seit Inkrafttreten des Gesetzes habe erleben m&uuml;ssen.<br>\nDie Vorsitzende von IG Med, Enger, begr&uuml;ndet Ihre Klage im gleichen Beitrag damit, dass das DVG massiv das Recht auf informationelle Selbstbestimmung der Patienten verletze und gleichzeitig ihr Recht auf freie Berufsaus&uuml;bung als &Auml;rztin beeintr&auml;chtige. Sie k&ouml;nne unter diesen Bedingungen ihren Beruf nicht mehr im Sinne des Patienten nach wissenschaftlichen Standards aus&uuml;ben. Denn sie m&uuml;sse damit rechnen, dass Patienten, die um den Schutz ihrer Daten besorgt sind, nicht mehr offen &uuml;ber alle ihre Probleme mit ihr spr&auml;chen.<br>\nGebrauer sieht es als zwingend an, dass staatlicherseits respektiert wird, wenn ein Patient nicht will, dass seine Gesundheitsdaten das Behandlungszimmer verlassen. Wer seine Daten offenlegen m&ouml;chte, k&ouml;nne das freiwillig tun. Pflichtversicherte dazu ungefragt zu zwingen, sei nicht zu rechtfertigen.<br>\nDas Aktenzeichen lautet 1 BvR 2796\/20<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/die-regenten-der-welt\/verfassungsklage-dvg\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Warum sich Oury Jalloh nicht selbst angez&uuml;ndet haben kann<\/strong><br>\nVor 16 Jahren starb Oury Jalloh. Nichts spricht daf&uuml;r, dass die offizielle Version seines Todes stimmt. &Uuml;ber einen Skandal, der andauert. (&hellip;)<br>\nNach offizieller Version hat sich der Mann, an H&auml;nden und F&uuml;&szlig;en gefesselt, selbst angez&uuml;ndet. Nur ist das, darin sind sich mittlerweile etliche Brandgutachter, Mediziner und Kriminologen einig, im Grunde nicht m&ouml;glich.<br>\nSehr gut m&ouml;glich ist dagegen, dass Oury Jalloh in der Arrestzelle angez&uuml;ndet und ermordet wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/themen\/reportage\/in-polizeizelle-verbrannt-warum-sich-oury-jalloh-nicht-selbst-angezuendet-haben-kann\/26774236.html\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Maas will mit Vereinigten Staaten &bdquo;Marshallplan f&uuml;r Demokratie&ldquo; erarbeiten<\/strong><br>\nNach dem Sturm auf das Kapitol in Washington hat Bundesau&szlig;enminister Heiko Maas den Vereinigten Staaten eine engere Zusammenarbeit im Kampf f&uuml;r die Demokratie angeboten. &bdquo;Wir d&uuml;rfen den Feinden der liberalen Demokratie keinen Raum geben. Das gilt nicht nur in den USA, sondern genauso bei uns in Deutschland und Europa&ldquo;, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. &bdquo;Wir sind bereit, mit den USA an einem gemeinsamen Marshallplan f&uuml;r die Demokratie zu arbeiten.&ldquo;<br>\nDer Marshallplan war ein wirtschaftliches Wiederaufbauprogramm der Vereinigten Staaten f&uuml;r Staaten Europas nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Bundesrepublik Deutschland hatte davon besonders profitiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/von-trump-zu-biden\/krise-in-amerika-maas-will-mit-vereinigten-staaten-marshallplan-fuer-demokratie-erarbeiten-17137508.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Wieso sieht der Bundesau&szlig;enminister in dem &bdquo;Sturm auf das Kapitol&ldquo; die Demokratie in Gefahr, nicht jedoch in der Kommunikationseinschr&auml;nkung des US-Pr&auml;sidenten durch Medienkonzerne? Der Primat der Politik gegen&uuml;ber gro&szlig;en Konzernen wird so infrage gestellt und der Transatlantiker im Ausw&auml;rtigen Amt schweigt dazu offenbar gerne. Vielleicht sollte sich Herr Maas aber in der Bundesregierung daf&uuml;r einsetzen, dass sie endlich Pl&auml;ne zur Belebung der Demokratie in Deutschland vorlegt. Interessant ist auch ein Vergleich mit Hongkong &hellip;<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Hongkongs Schicksalstag<\/strong><br>\nVor genau einem Jahr st&uuml;rmten Demokratieaktivisten in Hongkong das Parlament. Ein Abgeordneter und eine Aktivistin erz&auml;hlen, was sich seitdem ge&auml;ndert hat und wie China immer h&auml;rter in die Stadt hineinregiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/hongkong-erinnerung-an-den-sturm-auf-das-parlament-a-f2b11fed-b9c1-4338-afef-f0d4174091d3\">Spiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Der Artikel erschien im Juli diesen Jahres. Wenn in Hongkong das Parlament gest&uuml;rmt wird, dann waren das &ldquo;Demokratieaktivisten&rdquo;. Dann war das also eine Aktion f&uuml;r mehr Demokratie. W&auml;hrend in Washington die Grundfesten der westlichen Demokratien in Gefahr sind.<\/em><\/p>\n<p><em>Dabei sehen die Trumpisten den Sturm auf das Capitol wo m&ouml;glich genauso wie im SPIEGEL-Artikel beschrieben, als Angriff auf das herrschende Establishment. Und man muss es doch auch einmal so sehen, wenn solche Aktionen, wie der Capitolsturm stattfinden sind das nicht Hinweise darauf, dass mit den gesellschaftlichen Verh&auml;ltnissen etwas grunds&auml;tzlich nicht mehr stimmt?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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