{"id":6910,"date":"2010-10-01T09:12:00","date_gmt":"2010-10-01T07:12:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6910"},"modified":"2010-10-01T09:12:00","modified_gmt":"2010-10-01T07:12:00","slug":"hinweise-des-tages-1239","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6910","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Versch&auml;rfter Unsinn aus Br&uuml;ssel; Regierung spart bei Kindern; Hartz-Regels&auml;tze; das war&rsquo;s mit Subventionsabbau; gleicher Lohn f&uuml;r gleiche Arbeit; die zersplitterte Arbeitermacht; Mieter zur Kasse; Patienten sollen Arzthonorar vorstrecken; Sicherheitsm&auml;ngel im AKW Biblis offiziell; &Ouml;kostrom in der Sackgasse; Stuttgart 21; wir sind das Volk; Muslime als Last; letzte Frist f&uuml;r Frankreich; Wilders duldet; P&auml;dagogen-Kontroverse; Westzeit-Kabarett. (MB\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\nHier die &Uuml;bersicht, Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Robert von Heusinger: Versch&auml;rfter Unsinn aus Br&uuml;ssel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Regierung spart bei Kindern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Hartz-Regels&auml;tze<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Schwarz-Gelb und die Industrie &ndash; Das war&rsquo;s mit Subventionsabbau<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Gleicher Lohn f&uuml;r gleiche Arbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Zeitarbeit &ndash; Hochgradig riskant<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Die zersplitterte Arbeitermacht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Schwarz-Gelb bittet die Mieter zur Kasse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Gesundheitsminister R&ouml;sler: Patienten sollen Arzthonorar vorstrecken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Sicherheitsm&auml;ngel im AKW Biblis offiziell: &ldquo;Zwei tickende Zeitbomben&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">&Ouml;kostrom in der Sackgasse &ndash; Wie die Bundesregierung sauberen Strom aus Norwegen blockiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Stuttgart 21: Staatsgewalt gegen B&uuml;rgerprotest<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Albrecht von Lucke: Wir sind das Volk &ndash; und ihr seid es nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Allensbach-Umfrage: Mehrheit der Deutschen h&auml;lt Muslime f&uuml;r Last<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Letzte Frist f&uuml;r Frankreich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Peer Steinbr&uuml;ck: Der Phantom-Kanzlerkandidat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Dreht&uuml;r: Lautenschl&auml;ger wechselt zur Krankenkasse DKV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Niederlande: Wilders darf den Dulder geben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Irland nennt Finanzbedarf seiner Banken &ldquo;entsetzlich&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Robert Skidelsky &ndash; Die R&uuml;ckkehr des Meisters<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Replik auf unseren Hinweis Lehrer m&uuml;ssen nicht geliebt werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">Zu guter Letzt: Westzeit-Kabarett<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=6910&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<br>\n<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Robert von Heusinger: Versch&auml;rfter Unsinn aus Br&uuml;ssel<\/strong><br>\nEs ist nicht zu fassen. Da machen uns doch tats&auml;chlich die Br&uuml;sseler B&uuml;rokraten weis, sie wollten den Stabilit&auml;tspakt versch&auml;rfen &ndash; und so eine erneute Euro-Krise verhindern. Angefeuert werden sie nat&uuml;rlich von den Deutschen. Deutsche Beamte und &Ouml;konomen haben schlie&szlig;lich den Pakt erfunden. Und Arm in Arm fordern nun Br&uuml;sseler und Berliner Beamte schmerzliche Geldstrafen, die rascher greifen und fast automatisch erteilt werden sollen. Strafen, die bis zum Entzug des Stimmrechtes gehen w&uuml;rden, w&auml;re es ohne &Auml;nderung des EU-Vertrages m&ouml;glich. Alles ganz tolle Ideen, so stark wie der Grundgedanke des Paktes. Was war der Grundgedanke? Der Markt ist gut, der Staat ist b&ouml;se, etwas salopp geschrieben. Damit der b&ouml;se Staat kein allzu gro&szlig;es Unheil anrichtet, muss er an die Kette gelegt werden. Das passiert zum einen durch eine unabh&auml;ngige Notenbank, die den Politikern die M&ouml;glichkeit nimmt, Inflation zu produzieren. Und das gelingt zum anderen durch den Stabilit&auml;tspakt, der den Politikern die &uuml;berm&auml;&szlig;ige Neuverschuldung untersagt. Deshalb soll das j&auml;hrliche Defizit drei Prozent nicht &uuml;berschreiten. Und nebenbei sollte der Pakt so verhindern, was nun eingetreten ist: dass n&auml;mlich die Euro-Mitglieder f&uuml;reinander einstehen und zur Not sogar f&uuml;reinander zahlen m&uuml;ssen, weil die einzelnen L&auml;nder aus eigener Kraft ihre Schulden nicht mehr zur&uuml;ckzahlen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/verschaerfter-unsinn-aus-bruessel\/-\/1472602\/4688042\/-\/view\/printVersion\/-\/index.html\">FR online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Regierung spart bei Kindern<\/strong><br>\nZehntausende Familien mit geringen Arbeitseinkommen m&uuml;ssen infolge der geplanten Hartz-IV-Reform mit Einbu&szlig;en f&uuml;r ihre Kinder rechnen. Dem Gesetzentwurf von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) zufolge sollen Kinder, die wegen des niedrigen Einkommens der Eltern einen Kinderzuschlag von bis zu 140 Euro erhalten, den Anspruch auf das Schulstarterpaket im Wert von 100 Euro j&auml;hrlich verlieren.<br>\nDas Bundesarbeitsministerium r&auml;umte die K&uuml;rzung ein. Es seien aber Gespr&auml;che mit dem Familienministerium und anderen Ressorts &uuml;ber die M&ouml;glichkeit geplant, &bdquo;das Bildungs- und Teilhabepaket f&uuml;r Kinder aus Bedarfsgemeinschaften auf Kinder aus Familien mit geringen Arbeitseinkommen auszuweiten&ldquo;, sagte ein Ministeriumssprecher dieser Zeitung.<br>\nDer Wegfall des Schulstarterpakets f&uuml;r Kinderzuschlags-berechtigte Familien gehe auf das Verfassungsgerichts-Urteil zur Neuberechnung der Kinderregelleistungen zur&uuml;ck, hie&szlig; es zur Erkl&auml;rung. Infolgedessen sei das neue 250 Euro umfassende Bildungspaket f&uuml;r Kinder in Hartz-IV-Familien geschn&uuml;rt worden. Diese im Sozialgesetzbuch II enthaltene Leistung umfasse aber nicht Kinder, deren Eltern den Kinderzuschlag erhielten.<br>\nDer Kinderzuschlag steht Eltern zu, deren Arbeitseinkommen f&uuml;r ihren eigenen Lebensunterhalt ausreicht, nicht aber f&uuml;r den ihrer Kinder. Um zu vermeiden, dass diese Familien zu &bdquo;Hartz-IV-Aufstockern&ldquo; werden, wurde der Zuschlag von bis zu 140 Euro pro Kind und Monat Anfang 2005 von Rot-Gr&uuml;n eingef&uuml;hrt. Ein kleiner Teil dieser Familien k&ouml;nnte vom neuen Recht aber auch profitieren: Wer allein wegen des Ausschlusses vom neuen Bildungspaket in den Hartz-IV-Bezug rutscht, erh&auml;lt k&uuml;nftig die gesamte Leistung im Wert von 250 Euro und nicht mehr nur das Schulstarterpaket im Wert von 100 Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ksta.de\/html\/artikel\/1285337922632.shtml%20\">K&ouml;lner Stadt-Anzeiger<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Der kleine Teil der Familien, die davon profitieren k&ouml;nnte, weil er in Hartz IV rutscht, muss aber vorher die Kriterien f&uuml;r Hartz erf&uuml;llen, d.h. die Bed&uuml;rftigkeit nachweisen.<br>\nNach Angaben des K&ouml;lner Stadt-Anzeigers kann das Ministerium 30 Millionen Euro sparen, wenn 300.000 Kindern das Schulpaket im Wert von 100 Euro j&auml;hrlich vorenthalten wird. Daran kann man erkennen, was es geradezu f&uuml;r eine L&uuml;ge ist, wenn Frau von der Leyen st&auml;ndig davon spricht, dass sie vor allem durch Bildung die Kinder aus der Armut f&uuml;hren will.<br>\nEs zeigt, wie alle aber auch alle Register gezogen werden, um selbst an den Kindern der &Auml;rmeren zu sparen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Hartz-Regels&auml;tze<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Interview mit Sozialrichter J&uuml;rgen Borchert &ldquo;F&uuml;nf Euro mehr sind im Vergleich zynisch&rdquo;<\/strong><br>\nDas Bundesverfassungsgericht hatte bei Festlegung der Hartz-IV-S&auml;tze ein realit&auml;tsgerechtes Ergebnis gefordert. Der hessische Sozialrichter J&uuml;rgen Borchert war einer der Initiatoren des damaligen Verfahrens. Er sagt, ob die Vorschl&auml;ge von Arbeitsministerin von der Leyen dem gerecht werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/geld\/2.220\/interview-mit-sozialrichter-juergen-borchert-fuenf-euro-mehr-sind-im-vergleich-zynisch-1.1004980\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Indizien der Anklage<\/strong><br>\nDie Koalitionspl&auml;ne rechtfertigen Spitzenpolitiker wie FDP-Chef Guido Westerwelle oder der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer mit juristisch heiklen Argumenten. Beide pochen auf das Lohnabstandsgebot, nach dem ein Arbeitnehmer stets mehr Geld erhalten m&uuml;sse als ein Transferbezieher. Das mag politisch nachvollziehbar sein. Doch die Regierung darf das Existenzminimum nicht dr&uuml;cken, um Arbeitsanreize zu setzen. Das Verfassungsgericht hat in seiner Entscheidung den Anspruch auf ein menschenw&uuml;rdiges Existenzminimum zum Grundrecht erkl&auml;rt. Es leitet sich direkt aus der Menschenw&uuml;rdegarantie und dem Sozialstaatsprinzip ab. Das Lohnabstandsgebot aber steht nicht im Grundgesetz, sondern st&uuml;tzt sich auf ein einfaches Gesetz (Sozialgesetzbuch, &sect; 28 Abs. 4 SGB XII). Das Grundrecht auf ein menschenw&uuml;rdiges Existenzminimum geht also vor. Die &Auml;u&szlig;erungen aus den schwarz-gelben Reihen werden in Karlsruhe eine Rolle spielen, sollte es zum Verfahren kommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/die-indizien-der-anklage\/-\/1472596\/4688618\/-\/view\/printVersion\/-\/index.html\">FR online<\/a><\/li>\n<li><strong>Schwarz-Gelb versagt nun auch beim Rechnen<\/strong><br>\nAnscheinend hat es die Koalition nicht so mit Zahlen. Allein am Mittwoch sind zwei F&auml;lle bekannt geworden, in denen sie sich verrechnet hat: Zum einen fallen die Einnahmen aus der geplanten Brennelementesteuer wohl deutlich niedriger aus als angegeben. Zum anderen ergeben ein paar Zahlendreher bei Hartz IV drei unterschiedliche Regels&auml;tze. Das ist nicht nur peinlich. Es sch&uuml;rt den Verdacht, die Bundesregierung wolle ideologische Vorhaben mit allen Mitteln durchsetzen &ndash; selbst wenn sie Rechnungen manipulieren muss. Die Alternative w&auml;re noch schlimmer: Schwarz-Gelb beherrscht das Regierungshandwerk auch ein Jahr nach Amtsantritt noch nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:reformen-schwarz-gelb-versagt-nun-auch-beim-rechnen\/50176340.html\">FTD<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Schwarz-Gelb und die Industrie &ndash; Das war&rsquo;s mit Subventionsabbau<\/strong><br>\nGewerkschaften, AKW-Gegner, Sozialverb&auml;nde: Angela Merkel macht ernst und legt sich mit jedem an &ndash; au&szlig;er mit der Wirtschaft. Besonders Staatshilfen werden nicht angetastet, obwohl das notwendig w&auml;re.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/2.220\/schwarz-gelb-und-die-industrie-das-wars-mit-dem-subventionsabbau-1.1006351\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Gleicher Lohn f&uuml;r gleiche Arbeit<\/strong><br>\nBerlin &ndash; Die einen sprechen von Durchbruch, die anderen von Rechtsbruch: Die Einigung der Metall-Tarifparteien in Nordwestdeutschland, Leiharbeitern k&uuml;nftig den gleichen Lohn zu zahlen wie Stammpersonal, sorgt f&uuml;r eine neue Debatte um den Sinn und den Wert von Leiharbeit. &bdquo;Es geht doch&ldquo;, sagte Annelie Buntenbach, Vizechefin des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). Die Vereinbarung mache deutlich, dass die Gewerkschaften &bdquo;keine Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse zweiter Klasse mehr dulden&ldquo; wollten. Auch Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) lobte die Regelung. Thomas B&auml;umer, Vizepr&auml;sident beim Bundesverband Zeitarbeit (BZA), nannte den Abschluss dagegen &bdquo;einen Vertrag zu Lasten Dritter&ldquo;, der einer rechtlichen Pr&uuml;fung kaum standhalten werde. Erst im Fr&uuml;hjahr hatten die Zeitarbeitsfirmen mit den Gewerkschaften einen bis 2013 g&uuml;ltigen Tarifvertrag abgeschlossen. Dieser muss nun wom&ouml;glich neu verhandelt werden.<br>\nDer Ex-Wirtschaftsweise Bert R&uuml;rup sieht in der Stahl-Einigung &bdquo;ein Signal&ldquo; im Sinne der Gewerkschaften. &bdquo;Es ist nicht einzusehen, weshalb sich die Unternehmen mit der Einstellung von Leiharbeitern zus&auml;tzliche Flexibilit&auml;t einkaufen und daf&uuml;r auch noch weniger zahlen sollen&ldquo;, sagte er dieser Zeitung. Bringe ein Leiharbeiter die gleiche Qualifikation mit, m&uuml;sse er wie eine Stammkraft verdienen. Ministerin von der Leyen will nun mit einem Gesetz verhindern, dass L&ouml;hne mit Hilfe der Leiharbeit gedr&uuml;ckt werden k&ouml;nnen. Arbeitgeber sollen Zeitkr&auml;fte nicht mehr entlassen und f&uuml;r weniger Geld einstellen d&uuml;rfen. Eine verbindliche Lohnuntergrenze lehnt von der Leyen dagegen ab. Allerdings kommt in acht Monaten die EU-weite Freiz&uuml;gigkeit f&uuml;r Arbeitnehmer. Die Gewerkschaften warnen, dass dann osteurop&auml;ische Zeitarbeitsfirmen mit Billigl&ouml;hnern nach Deutschland kommen und hier die L&ouml;hne dr&uuml;cken k&ouml;nnten. Das Ministerium will die Entwicklung aber zun&auml;chst beobachten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/gleicher-lohn-fuer-gleiche-arbeit\/1946398.html;jsessionid=CE4F07B47B7E48025870CAA8442EE9CE\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Zeitarbeit &ndash; Hochgradig riskant<\/strong><br>\nDie Arbeitsplatz-Sicherheit in der Leiharbeits-Branche ist extrem unsicher. Das Verarmungsrisiko ist nirgendwo so gro&szlig;. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Deutschen Gewerkschaftsbundes.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/hochgradig-riskant\/-\/1472780\/4692782\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die zersplitterte Arbeitermacht<\/strong><br>\nIn Europa protestieren Hunderttausende gegen harte Einschnitte in den Sozialstaat. In Deutschland tut sich wenig. Die Interessen der einzelnen Gewerkschaften sind zu unterschiedlich. &ldquo;Wir haben eine klare Verabredung. Die Gewerkschaften machen ihre Aktionen vor allem auf Betriebsebene&rdquo;, hei&szlig;t es beim DGB. Denn um den dramatisch schwindenden Mitgliederzahlen zu begegnen &ndash; in den letzten zehn Jahren verloren die DGB-Gewerkschaften fast 20 Prozent ihrer Mitglieder -, f&uuml;hren die Gewerkschaften vor allem die K&auml;mpfe, die ihre Mitglieder &uuml;berhaupt noch interessieren. Hartmut Riemann k&auml;mpft f&uuml;r die L&ouml;hne bei den Stahlarbeitern, Ver.di um die kommunalen Finanzen, und die IG BCE schickt Bergleute auf die Stra&szlig;e, weil denen die Subventionen ausgehen.<br>\nUnd w&auml;hrend die ganze Republik &uuml;ber die minimalen Hartz-IV-Erh&ouml;hungen und eine Existenz in W&uuml;rde streitet, warten die Arbeitslosen weiterhin vergeblich auf mehr als rhetorische Solidarit&auml;tsbekundungen aus Reihen der Gewerkschaften: &ldquo;Es ist nicht nachvollziehbar, dass der DGB sich in der Praxis kaum um die soziale Frage k&uuml;mmert&rdquo;, sagt Martin Behrsing, Sprecher des Erwerbslosenforums in Deutschland. &ldquo;Michael Sommer wettert zwar gegen die Hartz-&Auml;nderungen, das ist aber auch schon alles.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2010%2F09%2F30%2Fa0124&amp;cHash=0d2a4e15ac\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nicht zu vergessen, dass in Spanien ein Generalstreik ausgerufen wurde, der bei uns, nicht wie oft angenommen, durch die Verfassung verboten ist, sondern durch Richterrecht &ndash; basierend auf Gutachten von Ernst Forsthoff und vor allem von Carl Nipperdey, die bereits in der NS-Zeit Karriere gemacht&nbsp; hatten. Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO), die kraft V&ouml;lkerrecht auch in der Bundesrepublik verpflichtend ist vertritt ein Streikrecht ohne die bundesdeutschen Eingrenzungen. Die ILO hat die deutsche Praxis wiederholt ger&uuml;gt. Die Gewerkschaften sollten sich allm&auml;hlich auf Zeiten einstellen, in denen auf den politischen Streik gegen politische Fehlentwicklungen nur bei Strafe der Selbstabschaffung verzichtet werden kann. <\/em><\/p>\n<p><strong>Siehe auch:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Die Gewerkschaften sind in eine Falle getappt: Mal auf den Tisch hauen!<\/strong><br>\nSo sympathisch man die Globalisierungsgegner von Attac auch finden mag: Wenn es in ganz Europa um soziale K&auml;mpfe und Verteilungsfragen geht, dann kann es in Deutschland nicht die Aufgabe einiger &uuml;brig gebliebener Aktivisten sein, die Fahne hochzuhalten. Daf&uuml;r gibt es bessere Ansprechpartner. Etwa die &uuml;ber sechs Millionen Arbeitnehmer, die in Deutschland organisiert sind, und deren Vertretungen.<br>\nDoch die Bosse der ArbeitnehmerInnen sind in eine Falle getappt: Nach dem Frust mit der Sozialdemokratie unter Gerhard Schr&ouml;der blickten sie zun&auml;chst durchaus milde gestimmt auf dessen Nachfolgerin Angela Merkel. Als freundlicher Lohn wurden mit Merkels Sparprogramm vor allem die Arbeitslosen geschr&ouml;pft &ndash; Pendlerpauschale und Feiertagszuschl&auml;ge dagegen blieben erhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kommentar\/artikel\/1\/mal-auf-den-tisch-hauen\/\">TAZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Schwarz-Gelb bittet die Mieter zur Kasse<\/strong><br>\nVor wenigen Wochen strich die Regierung ihre F&ouml;rderprogramme f&uuml;r die w&auml;rmed&auml;mmende Sanierung von Altbauten, nun w&auml;lzt sie die Kosten auf die Mieter ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/bin\/tp\/issue\/r4\/dl-artikel2.cgi?artikelnr=33412&amp;mode=print\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Gesundheitsminister R&ouml;sler: Patienten sollen Arzthonorar vorstrecken<\/strong><br>\nGesetzlich Versicherte sollen ihre Behandlung k&uuml;nftig beim Arzt bezahlen und sich das Geld von der Krankenkasse erstatten lassen. Gesundheitsminister Philipp R&ouml;sler (FDP) will so die Finanzierung gesetzlicher Kassen st&auml;rker am Vorbild privater Versicherungen ausrichten. Er wolle diese bereits bestehende Option mit der anstehenden Finanzreform der Krankenkassen attraktiver machen, sagte der FDP-Politiker am Mittwoch.<br>\nKostenerstattung im gesetzlichen System bringe gar nichts, sagte der CSU-Sozialexperte Max Straubinger. Es bestehe die Gefahr, dass Mediziner die Notsituation von Patienten ausnutzten und sie mehr zahlen lie&szlig;en, als sie am Ende zur&uuml;ckerstattet bek&auml;men. Man habe da ja &bdquo;Erfahrung mit den Zahn&auml;rzten&ldquo;. Auch w&auml;ren viele gesetzlich Versicherte mit der Kostenerstattung &uuml;berfordert. In der Bundes&auml;rztekammer ist die Meinung geteilt. Denkbar sei Kostenerstattung allenfalls, &bdquo;wenn der Sozialschutz garantiert ist und keiner den Eindruck bekommt, dass es sich um eine neue Form der Selbstbeteiligung handelt&ldquo;, sagte Vizepr&auml;sident Frank-Ulrich Montgomery. F&uuml;r die direkte Abrechnungsm&ouml;glichkeit pl&auml;dieren vor allem niedergelassene &Auml;rzte, die sich dadurch h&ouml;here Eink&uuml;nfte erhoffen. Klinikmediziner dagegen sehen das Vorhaben in der Mehrzahl mit Skepsis.<br>\nDer SPD-Experte Karl Lauterbach warnte: &bdquo;Wir werden eine Drei-Klassen-Medizin bekommen, bestehend aus Privatversicherten, denjenigen mit Kostenerstattung &ndash; und dann kommt die Holzklasse&ldquo;, sagte er der dpa. Wer in Vorkasse gehe, bekomme wom&ouml;glich bevorzugt einen Termin oder mehr Zeit beim Arzt einger&auml;umt. Geringverdiener aber seien mit den Kosten &uuml;berfordert.&nbsp; Auch die Kassen lehnten die Pl&auml;ne ab. &bdquo;Wenn kranke Menschen zum Arzt gingen, sollten sie sich &bdquo;nicht erst fragen m&uuml;ssen, ob ihr Geld reicht, um in Vorkasse gehen zu k&ouml;nnen&ldquo;, teilte der Spitzenverband mit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/roesler-patienten-sollen-arzthonorar-vorstrecken\/1945634.html;jsessionid=D81052E81EEB45DB39F74EEDE2D8DCEE\">Tagesspiegel <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die FDP erinnert sich: In verschiedenen Umfragen unter &Auml;rzten hatte die FDP vor der Bundestagswahl Zustimmungswerte von bis zu 80 Prozent.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Sicherheitsm&auml;ngel im Akw Biblis offiziell: &ldquo;Zwei tickende Zeitbomben&rdquo;<\/strong><br>\nIm Akw Biblis h&auml;tte es letzte Woche zu einem Atomunfall kommen k&ouml;nnen &ndash; nur wegen der Auswechselung von Brennelementen stand er gerade still. Das Land Hessen wiegelt ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/umwelt\/artikel\/1\/zwei-tickende-zeitbomben\/\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&Ouml;kostrom in der Sackgasse &ndash; Wie die Bundesregierung sauberen Strom aus Norwegen blockiert<\/strong><br>\nNorwegen k&ouml;nnte mit Strom aus Wasserkraft 60 europ&auml;ische Atomkraftwerke ersetzen. Mehrere Firmen wollen ein erstes Kabel von Norwegen nach Deutschland verlegen, das Projekt NORGER. So k&ouml;nnte sauberer und billiger Strom (1.400 MW) in beide Richtungen flie&szlig;en: &Uuml;bersch&uuml;ssige deutsche Windkraft lie&szlig;e sich in norwegischen Pumpspeicherkraftwerken speichern und bei Bedarf nach Deutschland zur&uuml;ckholen. Doch es fehlt eine simple Verordnung um das Seekabel ans deutsche Netz anschlie&szlig;en zu k&ouml;nnen. F&uuml;r das zust&auml;ndige Bundeswirtschaftsministerium besteht &ldquo;kein &Auml;nderungsbedarf&rdquo;. Der Bundesverband Windenergie sieht NORGER durch die Bundesregierung blockiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/report\/-\/id=233454\/nid=233454\/did=6770834\/1uxeb5l\/index.html\">ARD Report Mainz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.D.:<\/strong> Allen denjenigen sollten sich die Augen &ouml;ffnen, die immer noch nicht begriffen haben wie stark Lobbyisten unsere Regierung und damit unser Land steuern. Merkels vollmundige Ank&uuml;ndigung, das neue Energiekonzept der Regierung sei eine Revolution, bricht wie ein Kartenhaus zusammen. Die angebliche Notwendigkeit, durch Laufzeitverl&auml;ngerung der Atomkraftwerke k&uuml;nftige Energieengp&auml;sse absichern zu wollen, wie von der Regierung durch Br&uuml;derle vorgegeben, wird in anbetracht dieses Beitrags vollends ad absurdum gef&uuml;hrt. Mich wundert sehr, dass die Vorg&auml;nge um NorGer in der &ouml;ffentlichen Debatte fast nicht wahrgenommen werden.<br>\nIrgendwie erinnert mich das an Schwarz-Schilling, der seinerzeit die Glasfaserkabel noch verlegen lies, als l&auml;ngst feststand, dass dadurch ein gro&szlig;er Teil der Bev&ouml;lkerung &uuml;ber viele Jahre nicht an schnellem Internet mit DSL teilhaben konnte. <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung MB:<\/strong> Bundespostminister Christian Schwarz-Schilling hatte damals einen Verwandten, der als Betreiber einer <a href=\"http:\/\/forum.golem.de\/kommentare\/internet\/ftth-council-telekom-macht-ernst-mit-glasfaser-bis-ins-haus\/tja-liebe-telekom\/44787,2417833,2417833,read.html\">Kupferfabrik<\/a> bei der Fernseh-und Kommunikationsverkabelung so mitverdiente.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Stuttgart 21: Staatsgewalt gegen B&uuml;rgerprotest<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li>\n<strong>Polizei-Einsatz besch&auml;ftigt den Bundestag <\/strong><br>\nEskalation des Protests gegen das Bahnprojekt Stuttgart 21: Mit aller H&auml;rte ging die Polizei gegen Demonstranten vor. Der Innenausschuss des Bundestags wird noch am Freitag den Einsatz diskutieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/verletzte-bei-protesten-gegen-stuttgart-21-polizei-einsatz-beschaeftigt-den-bundestag-1609193.html%20\">stern<\/a><\/li>\n<li><strong>Protest gegen Bahnhofsumbau: Polizei r&auml;umt &ldquo;Stuttgart 21&rdquo;-Gel&auml;nde mit Gewalt<\/strong><br>\nDie Proteste am Baugel&auml;nde des Milliardenprojekts &ldquo;Stuttgart 21&rdquo; eskalieren &ndash; nun r&auml;umt die Polizei mit Gewalt. Im Schlossgarten hatten sich Tausende Demonstranten versammelt, etliche blockierten die Zufahrten. Die Einsatzkr&auml;fte r&uuml;ckten mit einem Gro&szlig;aufgebot und Wasserwerfern an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,720516,00.html\">Spiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Ticker zu &ldquo;Stuttgart 21&rdquo;-Protesten: B&uuml;rgermeister &ldquo;bedauert sehr&rdquo;<\/strong><br>\nAuch der Stuttgarter B&uuml;rgermeister r&auml;umte ein, dass Kinder und Jugendliche einer angemeldeten Sch&uuml;lerdemo durch den massiven Polizeieinsatz verletzt worden seien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/schwerpunkt-stuttgart-21\/artikel\/1\/erste-baeume-werden-gefaellt\/\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> In den Radionachrichten ist zu h&ouml;ren, dass ein Demonstrant bei einem Angriff durch einen Wasserwerfer ein Auge verlor. Mehrere Leserinnen und Leser machen uns auf einen <a href=\"http:\/\/www.fluegel.tv\">Live-Videostream<\/a> aufmerksam.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Geheime Akten: Stuttgart 21 &ndash; nichts als Chaos<\/strong><br>\nDesaster Stuttgart 21: Geheime Akten, die dem stern vorliegen, zeigen, dass das umstrittene Riesenprojekt der Bahn au&szlig;er Kontrolle ist. Sogar die Cousine der Kanzerlin protestiert &ndash; und will sich notfalls an B&auml;ume ketten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/immobilien\/geheime-akten-stuttgart-21-nichts-als-chaos-1608267-print.html\">Stern<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Albrecht von Lucke: Wir sind das Volk &ndash; und ihr seid es nicht<\/strong><br>\nW&auml;hrend sich 1992 die ganze &Ouml;ffentlichkeit, von Springer bis taz, angesichts brennender Asyl- und Migrantenheime &uuml;ber die t&ouml;dliche Diskriminierung entr&uuml;stete, reicht heute die Zustimmung f&uuml;r Sarrazins Sozial-darwinismus bis weit in die Mitte, in die &bdquo;gutb&uuml;rgerlichen Kreise&ldquo; der Kommentar- und Leserbriefspalten der FAZ. Was wir in der gegenw&auml;rtigen Debatte erleben, ist eine dramatische Diskursverschiebung nach rechts &ndash; gegen die migrantische Minderheit. Vor diesem Hintergrund mutet es regelrecht naiv an, diese Republik als gefeit davor zu erachten, sich in neue Freund-Feind-Auseinandersetzungen zu begeben. Das Gegenteil ist der Fall.<br>\nTats&auml;chlich steht Deutschland vor einer Richtungsentscheidung. Doch auch wenn das schwarz-gelbe Erscheinungsbild nach einj&auml;hriger Regierungszeit verheerend und nachhaltige &bdquo;Besserung&ldquo; keineswegs in Sicht ist: Die eigentliche Konkurrenz f&uuml;r die Regierung kommt heute nicht von links &ndash; daf&uuml;r ist Rot-(Rot)-Gr&uuml;n personell wie programmatisch derzeit nach wie vor zu schwach &ndash; , sondern von rechts. Die gr&ouml;&szlig;te Gefahr der Merkel-Union ist nicht die SPD, sondern das Vakuum auf der Rechten&hellip;<br>\nTats&auml;chlich lie&szlig;e sich problemlos eine veritable Gegenregierung aus den &bdquo;Bild&ldquo;-Lieblingen basteln: Finanzminister Friedrich Merz f&uuml;r die versprochene Steuer auf dem Bierdeckel, Wirtschaftsminister Wolfgang Clement, der uns bereits bewiesen hat, wie man mit Leiharbeit mehr Ungleichheit auf dem Arbeitsmarkt schafft &ndash; nat&uuml;rlich stets im Dienste der Produktivit&auml;t. Dazu Innenminister Roland Koch f&uuml;r &bdquo;Null Toleranz&ldquo;, dessen neues Buch mit dem Titel &bdquo;Konservativ&ldquo; in K&uuml;rze erscheint, sowie Familienministerin Alice Schwarzer, die soeben ihre neueste Philippika gegen das Kopftuch als Kriegsflagge des Islam fertiggestellt hat. Und all das flankiert von Bildungs- und Desintegrationsminister Sarrazin: Wer wollte ernsthaft daran zweifeln, dass eine solche Truppe f&uuml;r 20 Prozent der Stimmen gut w&auml;re?&hellip;<br>\nDas immense Stimmenpotential verschiebt die Positionen vieler Politiker &ndash; beileibe nicht nur in der Union &ndash; sukzessive nach rechts&hellip;<br>\nHier aber liegt das eigentliche Problem &ndash; nicht nur der CDU, sondern der ganzen Gesellschaft. Wenn, wie in den letzten Jahren, keine &ouml;ffentliche Auseinandersetzung um klare politische Alternativen stattfindet, dann dr&auml;ngt sich der Freund-Feind-Gegensatz als gesellschaftliches Ordnungsmuster f&ouml;rmlich auf &ndash; zumal in einer Zeit hochgradiger Unsicherheit, in der viele Menschen ein gro&szlig;es Bed&uuml;rfnis nach einfachen Antworten haben. Wer in einer solchen Lage einen Schuldigen liefern kann, hat gr&ouml;&szlig;te Chancen, Beifall zu ernten. Das hat die &bdquo;Bild&ldquo;-Sarrazin-Kampagne schlagend bewiesen&hellip;<br>\nTats&auml;chlich verfangen die Parolen der rechten Rattenf&auml;nger ja auch deshalb, weil die Linke bisher ebenfalls keine hinreichenden Antworten auf die real existierenden Integrationsprobleme gibt. Exemplarisch daf&uuml;r ist das Versagen des rot-roten Senats in Berlin&hellip;<br>\nEigentlich richtet sich Sarrazins biologistischer N&uuml;tzlichkeitsdiskurs n&auml;mlich keineswegs &bdquo;nur&ldquo; gegen Muslime, im Gegenteil: Von Ausschluss bedroht &ndash; bis hin zur gezielten Bev&ouml;lkerungspolitik &ndash; sind bei ihm (wie bei vielen Rechtspopulisten in Europa) alle, die nicht zur &ouml;konomischen Nutzenmaximierung beitragen. Erst wenn es gelingt, den B&uuml;rgern klarzumachen, dass wir alle, ob Eingeborener oder Einwanderer, gegen&uuml;ber einer derartigen sozialdarwinistischen Logik im selben Boot sitzen &ndash; erst dann kann von deutscher Einheit zumindest in Ans&auml;tzen die Rede sein.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2010\/oktober\/wir-sind-das-volk-%E2%80%93-und-ihr-seid-es-nicht\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2010\/09\/30\/drk_20100930_1007_b9fb4fe2.mp3%20\">DLR-Interview<\/a><\/li>\n<p><strong>Dazu passt:<\/strong><\/p>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Allensbach-Umfrage: Mehrheit der Deutschen h&auml;lt Muslime f&uuml;r Last<\/strong><br>\nMehr als die H&auml;lfte aller Bundesb&uuml;rger sieht in muslimischen Migranten eine Belastung f&uuml;r Deutschland: 55 Prozent urteilen, dass diese Einwanderergruppe &ldquo;sozial und finanziell wesentlich mehr gekostet als wirtschaftlich gebracht hat&rdquo;. Lediglich ein F&uuml;nftel der Befragten zieht eine positive Bilanz. Besonders gro&szlig; ist die Skepsis in Ostdeutschland: Dort f&auml;llen 74 Prozent ein negatives Urteil &uuml;ber muslimische Migranten, im Westen sind es 50 Prozent. Dar&uuml;ber hinaus glaubt mehr als ein Drittel der Bev&ouml;lkerung, dass Deutschland durch die Einwanderer &ldquo;auf nat&uuml;rlichem Wege durchschnittlich d&uuml;mmer&rdquo; wird. Die Migranten seien schlechter gebildet und bek&auml;men mehr Kinder. In Ostdeutschland haben die Pessimisten sogar eine relative Mehrheit: 37 Prozent stimmen der Verdummungs-These zu, nur 33 widersprechen ihr. Ex-Bundesbanker Thilo Sarrazin erh&auml;lt f&uuml;r seine kritischen &Auml;u&szlig;erungen zur Migration weiter gro&szlig;en Zuspruch: 60 Prozent geben ihm &uuml;berwiegend recht, nur 13 Prozent lehnen seine Thesen ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:allensbach-umfrage-mehrheit-der-deutschen-haelt-muslime-fuer-last\/50176348.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Sarrazin-Thesen bei der Arbeit. Schon klassisch, dass Migranten besonders dort besonders wahrgenommen werden, wo sie kaum vertreten sind. Schade, dass Allensbach sich nicht getraut hat zu fragen, ob muslimische Migranten abgeschoben werden solle. Dann w&uuml;ssten wir heute pr&auml;zise, wohin der Zug f&auml;hrt. Man darf gespannt sein, wann der erste Vorschlag aus Politikermund kommt, den Zuzug zu stoppen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu passt:<\/strong> <\/p>\n<p><strong>Sarrazin proletarisiert sein Publikum<\/strong><br>\nEs war keine Podiumsdiskussion, es war ein Heimspiel f&uuml;r Thilo Sarrazin: In M&uuml;nchen bekr&auml;ftigt er unter Jubel seine Thesen. Seine Mitdiskutanten, &ldquo;Handelsblatt&rdquo;-Chef Gabor Steingart und der Soziologieprofessor Armin Nassehi, werden ausgebuht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/2.220\/lesung-in-muenchen-sarrazin-proletarisiert-sein-publikum-1.1006393\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Ob ausgerechnet <a href=\"\/wp-print.php?p=2974\">Gabor Steingart<\/a> der richtige Kontrahent war, darf bezweifelt werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Letzte Frist f&uuml;r Frankreich<\/strong><br>\nIm Streit um die Massenabschiebungen von Roma hat die EU der Regierung in Paris ein letztes Ultimatum gestellt. Wenn Frankreich nicht bis zum 15. Oktober die Regeln zur Niederlassungsfreiheit umsetzt, wird die Kommission juristisch gegen Frankreich vorgehen. W&auml;hrend die Justizkommissarin dem Vernehmen nach f&uuml;r ein sofortiges Verfahren eintrat, nachdem der Streit mit Paris schon l&auml;nger und sehr lautstark ausgetragen wurde, verwiesen mehrere andere Kommissare darauf, dass Frankreich inzwischen bestimmte bem&auml;ngelte Regeln korrigiert oder zur&uuml;ckgenommen habe. Jos&eacute; Manuel Barroso, der Pr&auml;sident der Kommission, sagte, Frankreich habe &ldquo;Zugest&auml;ndnisse&rdquo; gemacht und warnte davor, die Auseinandersetzung &ldquo;zu politisieren&rdquo;. Am 15.Oktober wird es aber nicht nur um Frankreich gehen. Die Kommission pr&uuml;ft auch die Lage in anderen Mitgliedsl&auml;ndern. Vertragsverletzungsverfahren gegen weitere Staaten werden in Br&uuml;ssel nicht ausgeschlossen. Frankreich mag der spektakul&auml;rste Fall sein. Aber bereits im Jahre 2008 stellte die Kommission in einer Untersuchung fest, dass keines der 27 L&auml;nder die Freiz&uuml;gigkeit vollst&auml;ndig und in allen Punkten richtig umsetzt. Auch Deutschland wird darin in zumindest zwei Punkten wegen ,,nicht korrekter&rdquo; Umsetzung kritisiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/verfahren-gegen-paris-eu-will-roma-vor-frankreich-schuetzen-1.1006128\">s&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Man m&ouml;chte gerne wissen, inwiefern Frankreich Zugest&auml;ndnisse gemacht hat. Derzeit l&auml;sst Sarkozy im Parlament eine versch&auml;rfende Revision der franz&ouml;sischen Immigrationsgesetze diskutieren. Er l&auml;sst die Gesetze f&uuml;r die rechtlich nicht abgesicherte Roma-Abschiebungen sozusagen nachliefern.<\/em><\/p>\n<p><strong>Siehe auch den sehr informativen Hintergrundartikel von Hansgeorg Hermann:<\/strong><\/p>\n<p><strong>D&eacute;mocratie totalitaire<\/strong><br>\nZur ersten Lesung kam am Dienstag eine Gesetzesvorlage ins Parlament, das die v&ouml;llig legal aus Osteuropa einreisenden &raquo;Tsiganes&laquo; &ndash; sie sind ja ganz normale B&uuml;rger des vereinigten Europa mit dem Recht auf freies Reisen innerhalb der Gemeinschaft&ndash; noch mehr unter Druck setzen soll: Die Brandrede des Pr&auml;isdenten gegen Rom und andere Migranten vom Juli im Auge, will Immigrationsminister Besson, konvertierter Sozialist und Sarkozys sch&auml;rfstes Schwert, &raquo;Tsiganes&laquo;, die l&auml;nger als drei Monate auf franz&ouml;sischen Wiesen &uuml;bernachtet haben, dann ausweisen lassen, &raquo;wenn ihr Verhalten die &ouml;ffentliche Ordnung bedroht&laquo;. Der Gummiparagraph verweist, immerhin, auf &raquo;Drogenhandel&laquo;, &raquo;Prostitution&laquo; und &raquo;Diebstahl in &ouml;ffentlichen Verkehrsmitteln&laquo;. Was die eingereisten Rom aber am meisten beeindrucken d&uuml;rfte, ist der Straftatbestand und Ausweisungsgrund&laquo; Unerlaubtes Besetzen eines &ouml;ffentlichen oder privaten Grundst&uuml;cks&laquo;. Im traditionellen Wohnmobil reisende Rom-Familien m&uuml;&szlig;ten, sollte das Gesetz in der Nationalversammlung Gefallen finden, k&uuml;nftig au&szlig;erdem darauf achten, da&szlig; sie &raquo;nicht zu einer untragbaren Last im franz&ouml;sischen Sozialsystem&laquo;werden oder dieses wom&ouml;glich &raquo;mi&szlig;brauchen&laquo;. Mit Blick nach Br&uuml;ssel beugt Besson auch gleich den zu erwartenden Rassismus-Klagen vor: Sein Gesetz zielt zwar in erster Linie auf die Rom, genannt werden sie im Gesetzentwurf aber nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/09-30\/005.php%20\">Jungewelt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Peer Steinbr&uuml;ck: Der Phantom-Kanzlerkandidat <\/strong><br>\nEinflussreiche Medien m&uuml;hen sich, Peer Steinbr&uuml;ck zum n&auml;chsten SPD-Kanzlerkandidaten hoch zu schreiben. Die meisten Genossen sch&uuml;tteln den Kopf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/peer-steinbrueck-der-phantom-kanzlerkandidat-1608748-print.html\">Stern<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Ob gewollt oder nicht, der stern hat mit diesem Satz best&auml;tigt, dass die Medien die SPD fernsteuern. Bedenklich ist allerdings, dass der Autor einen solchen Satz schreiben kann, ohne sich zu fragen, seit wann es zur Aufgabe des Journalismus geh&ouml;rt, das Geschehen aktiv zu beeinflussen, anstatt nur dar&uuml;ber Bericht zu erstatten. Dass die Medien ihre Macht missbrauchen, ist nicht neu, aber nicht deshalb weniger emp&ouml;rend.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Dreht&uuml;r: Lautenschl&auml;ger wechselt zur Krankenkasse DKV<\/strong><br>\nDie fr&uuml;here hessische Umwelt- und Verbraucherministerin Silke Lautenschl&auml;ger (CDU) sitzt ab 1. Januar 2011 im Vorstand der Deutschen Krankenversicherung (DKV). Wie ihr B&uuml;ro am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte, legte Lautenschl&auml;ger unmittelbar nach Bekanntgabe ihres Jobwechsels ihr Landtagsmandat nieder. &ldquo;Mit meiner Aufgabe als Vorstandsmitglied einer der gro&szlig;en deutschen privaten Krankenversicherung ist ein Landtagsmandat nicht vereinbar&rdquo;, sagte die Politikerin. Die 42-J&auml;hrige &uuml;bernimmt bei der DKV das Ressort Leistung und Versorgung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.open-report.de\/artikel\/Lautenschl%C3%A4ger+wechselt+zur+Krankenkasse+DKV\/80097.html\">Open Report<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Niederlande: Wilders darf den Dulder geben<\/strong><br>\nRechtsliberale und Christdemokraten haben sich auf eine Minderheitsregierung geeinigt. Geduldet werden sie vom Rechtspopulisten Geert Wilders. Neue Regierung spart. Wilders unterst&uuml;tzt das. Der Inhalt des Koalitions- und Duldungsvertrags soll am Donnerstag offiziell der &Ouml;ffentlichkeit pr&auml;sentiert werden. An seine Zustimmung hat er im Gegenzug Forderungen im Bereich der Sicherheit, Integration und Immigration gekn&uuml;pft.<br>\nEs soll Einschnitte bei der sozialen Absicherung geben, im Gespr&auml;ch ist beispielsweise die K&uuml;rzung der Arbeitslosenunterst&uuml;tzung sowie die Streichung einer speziellen Unterst&uuml;tzung f&uuml;r junge Behinderte. Die Beitr&auml;ge f&uuml;r die medizinische Versorgung sollen teurer werden. Bei den Staatsbediensteten ist eine Reduzierung der Stellen geplant, Ministerien sollen zusammengelegt, Geh&auml;lter eingefroren werden. In der Kultur und bei &ouml;ffentlichen Sendern sind K&uuml;rzungen vorgesehen, ebenso bei der Entwicklungshilfe. Geplant sind Einsparungen durch eine Anhebung des Rentenalters von 65 auf 66 im Jahr 2020. 3.000 Polizisten sollen zus&auml;tzlich f&uuml;r Sicherheit sorgen, die Regelungen zur Immigration und Integration strenger gehandhabt werden.<br>\nQuelle:<a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=a2&amp;dig=2010%2F09%2F30%2Fa0081&amp;cHash=122373f2fd\"> TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Das Meiste dieser Rezeptur haben wir schon hinter uns. In Einem sind die Niederl&auml;nder uns voraus bzw. weitsichtiger: Sie stellen mehr Polizisten ein. Die Zeiten werden unsicherer, &uuml;berall.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Irland nennt Finanzbedarf seiner Banken &ldquo;entsetzlich&rdquo;<\/strong><br>\nMit neuen Kapitalspritzen will die irische Regierung die Banken des Landes stabilisieren und nerv&ouml;se Investoren beruhigen. Das verstaatlichte Institut Anglo Irish Bank k&ouml;nnte maximal zus&auml;tzliche 11,4 Mrd. Euro ben&ouml;tigen, teilte das Finanzministerium mit. Die Gesamtkosten f&uuml;r die Rettung des Instituts w&uuml;rden damit auf bis zu 34 Mrd. Euro steigen. Auch der Konkurrent Allied Irish Banks braucht frisches Geld. Eine Kapitalerh&ouml;hung um 5,4 Mrd. Euro d&uuml;rfte komplett vom Staat getragen werden &ndash; die Regierung wird damit wahrscheinlich Mehrheitseigner. Insgesamt w&uuml;rden die Kosten f&uuml;r die Sanierung der Banken damit auf maximal rund 50 Mrd. Euro ansteigen. Die Hilfen werden das Haushaltsdefizit f&uuml;r 2010 auf gut 32 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) anschwellen lassen. &ldquo;Diese Ank&uuml;ndigungen bringen komplette Klarheit&rdquo;, sagte Finanzminister Brian Lenihan. Die Kosten seien &ldquo;entsetzlich&rdquo;, aber &uuml;ber einen Zeitraum von zehn Jahren handhabbar.<br>\nLehihan k&uuml;ndigte zudem an, vorrangige Anleihen von Anglo Irish w&uuml;rden voll bedient. Inhaber nachrangiger Verbindlichkeiten sollten aber einen angemessenen Teil der Lasten schultern. Die Details lie&szlig; er offen, die Beteiligung der Gl&auml;ubiger soll &uuml;ber Gesetze geregelt werden. Er erwarte einen &ldquo;bedeutenden Beitrag&rdquo; der Gl&auml;ubiger, sagte der Finanzminister. Laut Analysten des Researchhauses Creditsights hat das Geldhaus nachrangige Anleihen im Volumen von rund 2,5 Mrd. Euro ausstehen. EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia begr&uuml;&szlig;te den Entschluss, diese Gl&auml;ubiger an den Kosten zu beteiligen. &ldquo;Das enspricht den Prinzipien der Kommission zur Lastenteilung, denn es geht das Problem des Moral Hazard an und begrenzt das Volumen der Hilfen, was den Steuerzahlern zugute kommt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/:weitere-kapitalspritzen-irland-nennt-finanzbedarf-seiner-banken-entsetzlich\/50176434.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Mein Gott, wie einfach. Mein Gott, jetzt haben wir&rsquo;s! Wir werden die Gl&auml;ubiger bei der HRE und sonst in Europa an den Kosten beteiligen. Dass wir nicht fr&uuml;her darauf gekommen sind. Ein Abschlag auf griechische Staatsanleihen von sagen wir 30 Prozent und wir h&auml;tten ein Problem weniger. Oder habe ich da etwas missverstanden?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Robert Skidelsky &ndash; Die R&uuml;ckkehr des Meisters<\/strong><br>\nDie Finanz- und Wirtschaftskrise seit 2007 hat John Maynard Keynes&rsquo; Ideen ein Comeback verschafft. Keynes-Biograf Robert Skidelsky stellt in seinem vielseitigen und umfassenden Werk die aktuelle Krise und die Versuche, sie zu bew&auml;ltigen, den Lehren des &Ouml;konomen gegen&uuml;ber. Daf&uuml;r beleuchtet er die verschiedensten Aspekte: sowohl Keynes&rsquo; Lebensweg und den Einfluss seiner Lehre als auch die &ouml;konomischen Theorien vor und nach Keynes.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/wirtschaftswunder\/index.php?op=ViewArticle&amp;articleId=2505&amp;blogId=19\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Replik auf unseren Hinweis <a href=\"\/?p=6880#h16\">Lehrer m&uuml;ssen nicht geliebt werden<\/a><\/strong><br>\n<strong>Ulrich Herrmann: Eine Attacke auf die Reformp&auml;dagogik als Amoklauf<\/strong><br>\nDa m&uuml;ssen wir jetzt der Frau Behler mal mit einigen Hinweisen erkl&auml;ren, was Reformp&auml;dagogik war und ist:\n<ul>\n<li>\nErstens war und ist sie die Antwort auf die frontal belehrende Lernschule, in der der Lehrer immerzu und bis zum Burnout Unterricht erteilt, dem die Sch&uuml;ler beiwohnen, sondern er leitet und unterst&uuml;tzt deren Lernarbeit. Die Lernschule verwandelt sich in die Arbeitsschule. <\/li>\n<li>Zweitens wird der Einsicht Rechnung getragen, dass nur Neugier Lern- und Arbeitsmotivation bewirken kann und dass nur Lernerfolge Leistungswilligkeit hervorrufen. Die erfolgreiche Selbstt&auml;tigkeit erzeugt Selbstwirksamkeits&uuml;berzeugung. Neugier muss geweckt werden: &bdquo;Was willst du lernen?&ldquo; Sie erlahmt unter dem &uuml;blichen &bdquo;Das musst du lernen!&ldquo;\n<\/li>\n<li>Drittens also ersetzt die reformp&auml;dagogische Praxis Angebot (Unterricht  als Abarbeiten des &bdquo;Stoffs&ldquo; im Lehrplan) durch Nachfrage: Kurse f&uuml;hren zu Kernen (und nicht umgekehrt), aus Neigung erw&auml;chst Leistung (wie auch sonst?).\n<\/li>\n<li>Zu Angebot und Nachfrage in vielen staatlichen und privaten Reformschulen geh&ouml;rt &uuml;brigens neben dem akademischen das Praktische Lernen: in Labors und Ateliers, mit Holz und Metall, Instrumenten und Chemikalien, mit PCs und in Druckerei und T&ouml;pferei, m&ouml;glichst bis zu einem ersten beruflichen Abschluss. Reformp&auml;dagogisch orientiertes Lernen geht mit Hirn, Herz und Hand. Und wenn unsere staatlichen Pflichtschulen dies anbieten w&uuml;rden, s&auml;hen unsere Integrationsbilanzen anders aus!\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/forum-kritische-paedagogik.de\/start\/\">Forum Kritische P&auml;dagogik. Dort zum Download <\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Westzeit-Kabarett<\/strong><br>\nWilfried Schmickler zum <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/radio\/wdr2\/westzeit\/detail.phtml?id=151944\">Regelsatz<\/a><br>\nund Volker Pispers zur <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/radio\/wdr2\/westzeit\/detail.phtml?id=493439\">Transparenz<\/a> und Statistik-Autisten &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/\">WDR<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Versch&auml;rfter Unsinn aus Br&uuml;ssel; Regierung spart bei Kindern; Hartz-Regels&auml;tze; das war&rsquo;s mit Subventionsabbau; gleicher Lohn f&uuml;r gleiche Arbeit; die zersplitterte Arbeitermacht; Mieter zur Kasse; Patienten sollen Arzthonorar vorstrecken; Sicherheitsm&auml;ngel im AKW Biblis offiziell; &Ouml;kostrom in der Sackgasse; Stuttgart 21; wir sind das Volk; Muslime als Last; letzte Frist f&uuml;r<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6910\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-6910","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6910","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6910"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6910\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6915,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6910\/revisions\/6915"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6910"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6910"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6910"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}