{"id":6919,"date":"2010-10-04T09:40:29","date_gmt":"2010-10-04T07:40:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6919"},"modified":"2010-10-04T09:48:26","modified_gmt":"2010-10-04T07:48:26","slug":"hinweise-des-tages-1240","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6919","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Die soziale&nbsp;Mauer; Deutsche Bank hat Dreck am Stecken; Regierung holt Geld bei den Armen zur&uuml;ck; Hartz IV-Anpassung; Gauck will Ausl&auml;nder und Arbeitslose fordern; Prek&auml;res wird hoff&auml;hig; Durchbruch bei der Leiharbeit; Fachkr&auml;ftemangel; Leben in der Scheinwelt; Strafen f&uuml;r Mindestlohnverweigerer; mehr Geringverdiener; Erfolg durch Soziales und Bildung; Arbeitslose im September; Kopfpauschale; ruin&ouml;ser Sozialstaat; Nein zur Ausgrenzung; Stuttgart 21; Auflagen f&uuml;r Biblis missachtet; Brandstifter Sarkozy; politische Wende in Rom; ein Bahnhof ist kein KKW. (KR\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\nHier die &Uuml;bersicht, Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Die soziale&nbsp;Mauer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Deutsche Bank: Dreck am Stecken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Gro&szlig;e Wetten und gr&ouml;&szlig;ere Idioten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Ulrike Herrmann: Regierung will Geld f&uuml;r die Bankenrettungen bei Armen zur&uuml;ckholen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">HARTZ IV-Anpassung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Gauck will Ausl&auml;nder und Arbeitslose st&auml;rker fordern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Wenn Prek&auml;res hoff&auml;hig wird<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Tarifabschluss: Durchbruch bei Leiharbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Fachkr&auml;ftemangel: Sind Konzepte der beruflichen Weiterbildung aus Schweden &uuml;bertragbar?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">&Ouml;konomie:&nbsp;Leben in der Scheinwelt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Strafen f&uuml;r Mindestlohnverweigerer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Mehr Geringverdiener<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Der Mix macht&rsquo;s: Erfolgreiche L&auml;nder investieren in Bildung und Soziales<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Alnatura erh&ouml;ht Geh&auml;lter kr&auml;ftig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Arbeitslosenzahlen im September: Drei Millionen Menschen ohne Job<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Kopfpauschale w&uuml;rde 2011 mit gut 100 Euro starten und bis 2050 auf bis zu 670 Euro ansteigen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Regierung setzt dem ruin&ouml;sen Sozialstaat ein Limit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Ein Appell: Nein zur Ausgrenzung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Stuttgart 21 <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Auflagen f&uuml;r Biblis 20 Jahre missachtet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Immunit&auml;t von Ramelow aufgehoben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">Portugal knickt vor den Ratingagenturen ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h23\">Brandstifter Sarkozy<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h24\">In Rom bahnt sich eine politische Wende an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h25\">Carlo Giulianis Tod vor Menschenrechtsgerichtshof<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h26\">Zu guter letzt: Ein Bahnhof ist schlie&szlig;lich kein AKW<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=6919&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die soziale&nbsp;Mauer<\/strong><br>\nDie eigentliche Mauer, die heutzutage durch Deutschland geht, ist eine Mauer zwischen Arm und Reich, die sich immer weniger zu sagen haben. Das Erstarken der politischen Klientelparteien und die Schw&auml;che der SPD sind ein Zeichen hierf&uuml;r.<br>\nEin zukunftssicherer Umbau der sozialen Sicherung kann sich heute nicht mehr auf das Normalarbeitsverh&auml;ltnis st&uuml;tzen, auch nicht hinsichtlich seiner Finanzierung, sondern mu&szlig; von der Prekarit&auml;t ausgehen und diese soweit wie m&ouml;glich arbeits- und sozialrechtlich beseitigen beziehungsweise, wo das nicht m&ouml;glich ist, ihre Folgen mildern.<br>\nMan darf sich ziemlich sicher sein, da&szlig; sich die DDR-B&uuml;rger auch deshalb 1989\/1990 mehrheitlich f&uuml;r die deutsche Einheit entschieden, weil sie Vertrauen in den deutschen Sozialstaat hatten. Man darf auch annehmen, da&szlig; sie sich ganz anders in den politischen Proze&szlig; eingebracht haben w&uuml;rden, wenn der vorstehend beschriebene Sozialabbau von Anfang an absehbar gewesen w&auml;re.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/schneeschmelze.wordpress.com\/2010\/10\/03\/die-soziale-mauer\/\">schneeschmelze<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Deutsche Bank: Dreck am Stecken<\/strong><br>\nDie Deutsche Bank stellt sich gern als Hort der Stabilit&auml;t umgeben von krisengesch&uuml;ttelten deutschen Pleitebanken dar. Die Realit&auml;t sieht anders aus. Die Deutsche Bank hat allein durch die Rettung des US-Versicherers AIG etwa neun Milliarden Dollar an US-amerikanischem Steuergeld erhalten &ndash; was ihr jenseits des Atlantiks den Ruf der Trittbrettfahrerin einbrachte. Von der Rettung der HRE, IKB und anderer Banken hier zu Lande profitierte sie, da ihr ungesicherte Einlagen in Milliardenh&ouml;he erhalten blieben. Zusammengerechnet mindestens zw&ouml;lf Milliarden Euro hat die Deutsche Bank so indirekt an staatlicher Unterst&uuml;tzung erhalten &ndash; bezahlt von der Allgemeinheit. H&auml;tte sie diese Summe 2008 abschreiben m&uuml;ssen, w&auml;re die H&auml;lfte ihres Eigenkapitals aufgezehrt worden &ndash; die Deutsche Bank h&auml;tte Insolvenz anmelden m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.financial-crimes.net\/dreck-am-stecken.php\">Fiancial (T)Crimes (Ein Fake, der in der Sache keiner ist)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Gro&szlig;e Wetten und gr&ouml;&szlig;ere Idioten<\/strong><br>\nDie einfachste Regel f&uuml;r Finanzinvestoren liefert die Greater Fool Theory &ndash; die Theorie des gr&ouml;&szlig;eren Idioten. Sie besagt, dass man ruhig in wertlose Anlagen investieren kann, solange man einen gr&ouml;&szlig;eren Dummkopf findet, der einem die Schrottpapiere teurer wieder abkauft. Viele Banken verloren in der Finanzkrise Milliarden, weil sie so genannte Collateralized Debt Obligations (CDO) erworben hatten &ndash; Finanzvehikel, in denen faule US-Immobilienkredite im Wert von Milliarden Dollar geb&uuml;ndelt waren. Auf der anderen Seite dieser Gesch&auml;fte standen aber auch Gewinner. Sie waren nicht nur ihre Schrottpapiere losgeworden, sondern schlossen zus&auml;tzlich lukrative Wetten auf den Ausfall dieser Papiere ab. Auch die Deutsche Bank steht im Visier der US-Beh&ouml;rden. Wie Goldman verkaufte sie Schrottpapiere und wettete gleichzeitig auf deren Ausfall. Und wie Goldman kooperierte sie dabei mit Paulson und anderen Hedgefonds. Laut Internet-Journal ProPublica half die Deutsche Bank etwa dem Hedgefonds Magnetar bei Wetten gegen Immobilienkredite. Auf der Verlierseite stand dabei wieder die in D&uuml;sseldorf ans&auml;ssige IKB, die offenbar regelm&auml;&szlig;ig als der gr&ouml;&szlig;ere Dummkopf f&uuml;r die Deutsche Bank agierte. US-Autor Michael Lewis zitiert einen Deutsche-Bank-Mitarbeiter, der auf die Frage, welcher Idiot die Risiken auf sich nehme, antwortete: &bdquo;D&uuml;sseldorf. Dumme Deutsche. Die nehmen die Ratingagenturen ernst.&ldquo; Diese Dummheit war ganz im Sinne der Bundesregierung: J&ouml;rg Asmussen, heute Finanz-Staatssekret&auml;r, hatte schon 2006 in einer Fachzeitschrift versprochen, dass &bdquo;Instituten keine unn&ouml;tigen Pr&uuml;f- und Dokumentationspflichten&ldquo; entstehen sollten, wenn sie in Produkte wie CDO &bdquo;mit gutem Rating&ldquo; investieren. Dass ausgerechnet die IKB diese Freiheit, Greater Fool zu sein, nutzte, verwundert nicht: Asmussen sa&szlig; auch im IKB-Aufsichtsrat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.financial-crimes.net\/wetten.php\">Financial (T)Crimes <\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ulrike Herrmann: Regierung will Geld f&uuml;r die Bankenrettungen bei Armen zur&uuml;ckholen<\/strong><br>\nUmverteilung ist ein Tabuwort in Deutschland, das noch immer an den Sozialismus gemahnt. Dabei wird permanent umverteilt &ndash; bisher jedoch von unten nach oben. Die Reichen werden reicher und die Armen &auml;rmer, w&auml;hrend die Mittelschicht schrumpft. Denn seit dem Jahr 2000 ist ein historisch neuartiges Ph&auml;nomen in der Bundesrepublik zu beobachten: Die Reall&ouml;hne der normalen Angestellten fallen nicht nur in der Krise, sondern selbst in Zeiten des Aufschwungs. Die Arbeitnehmer m&uuml;ssen sich bescheiden, w&auml;hrend die Firmengewinne explodieren.<br>\nDie Finanzkrise versch&auml;rft diesen Prozess, der Reichtum bei wenigen konzentriert. Denn der Crash wurde zum doppelten Gesch&auml;ft f&uuml;r die Wohlhabenden. Zum einen hat der Staat ihr Verm&ouml;gen gerettet, indem er die Banken gest&uuml;tzt und Konjunkturpakete angeschoben hat. Zum anderen musste der Staat daf&uuml;r Schulden aufnehmen &ndash; und diese Kredite werden ihm wiederum vor allem von den Wohlhabenden gew&auml;hrt, die daf&uuml;r Zinsen verlangen. Die Besitzenden lassen es sich also auch noch bezahlen, dass ihr Verm&ouml;gen gesichert wurde. Die Kosten der Rettung tragen hingegen die Armen. Bis 2014 will die Regierung 82 Milliarden Euro sparen. Das meiste sind Luftbuchungen, konkret wird es aber bei den Bed&uuml;rftigen.<br>\nDiese Politik ist nicht nur ungerecht, sondern &ouml;konomisch unsinnig. Wer einseitig die Reichen beg&uuml;nstigt, steuert in den n&auml;chsten Crash. Denn w&auml;hrend sich die unteren Schichten einschr&auml;nken m&uuml;ssen und weniger konsumieren, wissen die Privilegierten gar nicht mehr, wohin mit ihrem Geld. Sie stopfen ihr Kapital in Finanzanlagen und produzieren damit neue Blasen. Auch jetzt ist schon wieder zu beobachten, dass viele Anlageobjekte gef&auml;hrlich &uuml;berbewertet sind. Dies gilt vor allem f&uuml;r Aktien, Gold und Staatsanleihen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.financial-crimes.net\/ungerecht.php\">Financial (T)Crimes<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>HARTZ IV-Anpassung:<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Bundesregierung weigert sich Hartz IV Daten frei zugeben<\/strong><br>\nObwohl die Bundesregierung immer wieder betont, der Hartz IV Regelsatz sei &bdquo;transparent&ldquo; gestaltet, weigert sich das Bundesarbeitsministerium die Daten zur Berechnungsgrundlage der neuen Hartz IV Regelleistungen frei zu geben. Die Oppositionsparteien SPD, Linke und Gr&uuml;nen hatten mehrmals vergeblich versucht, die Regierung dazu aufzufordern. Lesen Sie weiter:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegen-hartz.de\/nachrichtenueberhartziv\/regierung-weigert-sich-hartz-iv-daten-frei-zugeben-365.php\">Gegen-Hartz<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Hartz IV Regelsatz wird faktisch um 28,99 Euro gek&uuml;rzt<\/strong><br>\nAuf der Seite des Bundesarbeitsministerium sind die Hartz IV Berechnungsgrundlagen f&uuml;r den ALG II Regelsatz ver&ouml;ffentlicht worden. Die Bundesregierung hat demnach, gegen&uuml;ber der EVS 2003, insgesamt 28,99 Euro gek&uuml;rzt. Zudem gibt die Bundesregierung darin zu, die Regels&auml;tze nicht nach den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichtes berechnet zu haben. Lesen Sie weiter:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegen-hartz.de\/nachrichtenueberhartziv\/hartz-iv-regelsatz-wird-um-2899-euro-gekuerzt-2011.php\">Gegen-Hartz<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Die Tricks beim Hartz IV Kinderregelsatz<\/strong><br>\nAuf der Seite des Bundesministeriums f&uuml;r Arbeit und Soziales (BMAS) hat die Bundesregierung ihre Berechnung und Herleitung der ALG II-Regels&auml;tze (Hartz IV) ver&ouml;ffentlicht.<br>\nWie die Bundesregierung in der dortigen Begr&uuml;ndung zum Regelbedarfs-Ermittlungsgesetz ab Punkt 4.2. selbst erkl&auml;rt, hat sie die individuellen Bedarfe von Kindern nicht erfasst und ausgewertet, da die EVS 2008 dies nicht zul&auml;sst. Sie hat deshalb anhand der im SGB II nach Alter der Kinder festgelegten prozentualen Anteile (60%, 70%, 80%) die Ausgaben von Familienhaushalten zwischen Erwachsenen und Kindern getrennt.<br>\nLesen Sie weiter:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegen-hartz.de\/nachrichtenueberhartziv\/die-tricks-beim-hartz-iv-kinderregelsatz-1092.php\">Gegen-Hartz<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Hartz IV: SPD &ldquo;verkauft&rdquo; ALG II-Bezieher &ndash; keine Gesetzesblockade, keine Verfassungsbeschwerde.<\/strong><br>\nWie Welt Online heute meldet, will die SPD das Gesetz zu den &Auml;nderungen des SGB II und damit auch den Hartz IV Regels&auml;tzen im Bundesrat nun doch nicht blockieren und auch keine Verfassungsbeschwerde dagegen beim Bundesverfassungsgericht (BVerfG) einlegen. Lesen Sie weiter:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegen-hartz.de\/nachrichtenueberhartziv\/hartz-iv-spd-verkauft-alg-ii-bezieher-399199.php\">Gegen-Hartz<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Streitzeit DGB Bayern zum neuen Hartz IV: Doppelpass Richtung Armut<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/101004_streitzeit_doppelpass_richtung_armut.pdf\">DGB [PDF &ndash; 393 KB]<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Mehrwertsteuer: Einheitlicher Satz tr&auml;fe Hartz-IV-Familien hart<\/strong><br>\nFamilien, die Hartz IV beziehen, w&auml;ren die gro&szlig;en Verlierer einer Mehrwertsteuerreform, bei der alle bislang erm&auml;&szlig;igten S&auml;tze auf einheitlich 19 Prozent angehoben w&uuml;rden. Dies belegt nach Informationen des SPIEGEL eine bisher unver&ouml;ffentlichte Studie.Eine Anhebung der bisher noch erm&auml;&szlig;igten Mehrwertsteuers&auml;tze auf 19 Prozent w&uuml;rde vor allem Hartz-IV-Familien und Rentner belasten. Dies geht aus einer noch unver&ouml;ffentlichten Untersuchung des DIW Berlin hervor, die die Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gastst&auml;tten in Auftrag gegeben hat und die dem SPIEGEL vorliegt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,720832,00.html\">spiegel.de<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>M&uuml;nchau &ndash; Hartz IV vergiftet Europa<\/strong><br>\n&Ouml;konomisch gesehen gef&auml;hrden die Hartz-Reformen die W&auml;hrungsunion. Mit den sinkenden Reall&ouml;hnen verlagert sich die Wettbewerbsf&auml;higkeit zugunsten Deutschlands &ndash; die &uuml;brigen Eurol&auml;nder k&ouml;nnen kaum aufholen. &Uuml;ber Hartz IV f&uuml;hren alle nur eine leidige Verteilungsdebatte. Dabei w&auml;re eine Debatte &uuml;ber die makro&ouml;konomischen Folgen weitaus interessanter. Diese Folgen der Reform wurden von vielen Leuten v&ouml;llig untersch&auml;tzt &ndash; von mir &uuml;brigens auch. Es schien klar, dass durch Hartz IV mehr Sozialhilfeempf&auml;nger in den Arbeitsmarkt dr&auml;ngen und damit auch die Lohnentwicklung im unteren Bereich deckeln w&uuml;rden. Ich untersch&auml;tzte aber drei Aspekte: die Geschwindigkeit, mit der das passierte; den starken psychologischen Einfluss auf die Arbeitnehmer, die sich vor dem sozialen Absturz in den Hartz-IV-Keller f&uuml;rchteten; und zuletzt die<br>\nAuswirkungen auf die Wirtschaft des Euro-Raums insgesamt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:kolumne-muenchau-hartz-iv-vergiftet-europa\/50175710.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung des NDS-Lesers J.A.:<\/strong> Bemerkenswert &ndash; ein Wirtschaftsliberaler kehrt um.<\/em><\/p>\n<p><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung KR:<\/strong> M&uuml;nchau ist noch nicht wirklich umgekehrt, wie dieser Abschnitt zeigt: &bdquo;In den USA l&auml;uft das anders. Wer dort seinen Job verliert, ist zwar gekniffen. Nach einer kurzen Zeit der Arbeitslosenversicherung ist der finanzielle Absturz sogar noch st&auml;rker als in Deutschland. Solange aber kein volkswirtschaftlicher Notstand herrscht, ist es f&uuml;r Amerikaner normalerweise kein Problem, eine neue Stelle zu finden. In den USA ist der K&uuml;ndigungsschutz schw&auml;cher, der Transfer in den Markt hinein und aus dem Markt heraus h&auml;ufiger.&ldquo;<br>\nM&uuml;nchau glaubt noch immer an einen Zusammenhang zwischen dem Grad der sogenannten Flexibilisierung des Arbeitsmarkts und der H&ouml;he der Arbeitslosigkeit. Er ist aber wenigstens offen f&uuml;r die Wahrnehmung der negativen Folgen der bisherigen Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik.<\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Gauck will Ausl&auml;nder und Arbeitslose st&auml;rker fordern<\/strong><br>\n&ldquo;Bei der Versorgung wollen selbst diejenigen integriert sein, die unsere Kultur ablehnen, sie sogar bek&auml;mpfen und denunzieren&rdquo;, sagte Gauck. Dies sei &ldquo;ein merkw&uuml;rdiger Zustand und der kann nicht unbesprochen bleiben&rdquo;, f&uuml;gte er hinzu. &ldquo;Wenn eingewanderte Familien sich noch jahrelang der Landessprache verweigern, dann werden alle Integrationsbem&uuml;hungen scheitern&rdquo;, sagte Gauck.<br>\nGauck forderte, Kinder aus Familien, in denen nicht deutsch gesprochen werde, m&uuml;ssten fr&uuml;h in Kinderg&auml;rten geschickt werden. &ldquo;Das sind einfache Ma&szlig;nahmen, sie kosten etwas Geld&rdquo;, sagte der ehemalige Leiter der Stasi-Unterlagenbeh&ouml;rde. &ldquo;Aber das Geld, das man ausgibt f&uuml;r die Integration, spart man sp&auml;ter bei der Versorgung von Langzeitarbeitslosen und schwer integrierbaren Erwachsenen.&rdquo;<br>\nZugleich schaltete sich Gauck mit deutlichen Worten in die Hartz-IV-Debatte ein. &ldquo;Wir m&uuml;ssen uns nicht f&uuml;rchten, auch in den Problemzonen der Abgeh&auml;ngten Forderungen zu stellen&rdquo;, sagte Gauck, der als Kandidat von SPD und Gr&uuml;nen bei der Bundespr&auml;sidentenwahl angetreten war. &ldquo;Es schw&auml;cht die Schwachen, wenn wir nichts mehr von ihnen erwarten.&rdquo; Zwar sei es &ldquo;unmenschlich, Schwachen etwas abzuverlangen, was sie total &uuml;berfordert und es ist unbarmherzig, ihnen die erforderlichen Hilfen zu verweigern&rdquo;, sagte Gauck. &ldquo;Aber es ist auch gedankenlos und zynisch, so zu tun, als k&ouml;nnten alle die Menschen nichts tun, die im Moment nichts haben.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.google.com\/hostednews\/afp\/article\/ALeqM5iJF8zz4Tz8GqHRu0i2blgXq5q-cQ?docId=CNG.0db33d474773bedec7c99804a5697d54%20\">AFP<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Zur Erinnerung: SPD und Gr&uuml;ne wollten Gauck zum Bundespr&auml;sidenten machen.<br>\nErg&auml;nzende Anmerkung unsers Lesers M.W.: Gaucks Ausf&uuml;hrungen ergeben nur im Hinblick auf das Vorurteil einen Sinn, ein Gro&szlig;teil der HartzIV-Empf&auml;nger will keine Eigenverantwortung &uuml;bernehmen und sei deshalb nicht freiheitsf&auml;hig. Anbiedernd nimmt er zugleich die aktuelle Sarrazin-Debatte auf, bezieht seine Argumente jedoch auf die Jugendrichterin Kirsten Heisig und Neuk&ouml;llns Bezirksb&uuml;rgermeister Heinz Buschkowsky. Man kann durchaus fragen, ob Gauck mit dieser Rede die B&uuml;hne &ldquo;Einheitsfeier&rdquo; missbraucht, um bestehende Vorurteile zu versch&auml;rfen und ein bestimmtes gesellschaftliches Leitbild zu propagieren: wem es schlecht geht, der tr&auml;gt selbst an seiner Misere schuld.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wenn Prek&auml;res hoff&auml;hig wird<\/strong><br>\nDie H&auml;lfte des aktuellen Besch&auml;ftigungszuwachses speist sich aus der Zeitarbeit, Zeitarbeiter mussten als Erste gehen in der Wirtschaftskrise und d&uuml;rfen jetzt als Erste wiederkommen. Dass jetzt die Tarifpartner in der Stahlindustrie den ersten fl&auml;chendeckenden Abschluss machten, in dem Leiharbeiter in der Bezahlung mit der Stammbelegschaft ann&auml;hernd gleichgestellt werden, zeigt, wie viel sich Unternehmen ihre Flexibilit&auml;t kosten lassen. Die Unternehmen sparen durch diese Besch&auml;ftigungsform ganz andere, gravierende Kosten: Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, bei Urlaub und Feiertagen, Abfindungen bei K&uuml;ndigungen, Rekrutierungskosten bei Neubesch&auml;ftigungen. Genau das, was den Arbeitnehmern heute Sicherheit gibt, ist den Arbeitgebern eine Unfreiheit, aus der sie sich herauskaufen. Die neue Vereinbarung im Stahltarifvertrag ist ein Fortschritt f&uuml;r die Leiharbeiter &ndash; gleichzeitig aber ebnet sie auch einer breiteren Akzeptanz dieser prek&auml;ren Besch&auml;ftigungsform den Weg.<br>\nDie Arbeitgeber in der Metallbranche haben bereits signalisiert, dass sie den Stahl-Abschluss nicht in der Fl&auml;che &uuml;bernehmen wollen, weil dies f&uuml;r viele Unternehmen zu teuer w&auml;re. F&uuml;r diese Leihbesch&auml;ftigten gelten weiter die niedrigen Stundenl&ouml;hne aus dem Zeitarbeitstarifvertrag. Damit entwickeln sich in der Leiharbeit unterschiedliche Klassen. Es w&auml;re gut, wenn andere Branchen dem Stahl-Beispiel folgten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2010%2F10%2F01%2Fa0113&amp;cHash=a4f285737c\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es ist Aufgabe des Gesetzgebers, jenen uns&auml;glichen Passus in Hartz-I, der die Aufweichung Gleichstellungsgrundsatz erm&ouml;glicht, zu streichen und die Leiharbeit generell zu begrenzen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Tarifabschluss: Durchbruch bei Leiharbeit<\/strong><br>\nDie IG Metall hat nicht nur 3,6 Prozent mehr Geld f&uuml;r die westdeutschen Stahlarbeiter durchgesetzt &ndash; Leiharbeiter m&uuml;ssen ab 2011 den gleichen Lohn wie Stammbesch&auml;ftigte erhalten. Dieser Abschluss hat Signalwirkung, sagen Gewerkschafter. Arbeitgeber sind emp&ouml;rt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/durchbruch-bei-leiharbeit\/-\/1472780\/4692780\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Fachkr&auml;ftemangel: Sind Konzepte der beruflichen Weiterbildung aus Schweden &uuml;bertragbar?<\/strong><br>\nDer Fachkr&auml;ftemangel in Deutschland droht den Aufschwung zu bremsen. Mehr Investitionen in die berufliche Weiterbildung gelten als ein Weg, den Fachkr&auml;ftemangel zu verringern und die internationale Wettbewerbsf&auml;higkeit der deutschen Industrie zu erhalten. In den Diskussionen wird immer wieder auf die positiven Erfahrungen mit beruflicher Weiterbildung in den nordeurop&auml;ischen<br>\nL&auml;ndern verwiesen. Sie weisen wesentlich h&ouml;here Teilnehmerquoten in der beruflichen Weiterbildung auf als Deutschland und haben gleichzeitig weniger Schwierigkeiten, den steigenden Bedarf an Fachkr&auml;ften zu decken. Der Frage, ob die Erfahrungen und die Konzepte Skandinaviens auch auf Deutschland &uuml;bertragbar sind, geht jetzt eine aktuelle Studie der OBS nach. Die Ergebnisse zeigen, dass die berufliche Weiterbildung Probleme des Fachkr&auml;ftemangels bei uns eind&auml;mmen kann, wenn aus Erfahrungen anderer L&auml;nder gelernt wird und neue<br>\nWege beschritten werden.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/101004_fachkraeftemangel.pdf\">Otto-Brenner-Stiftung [PDF &ndash; 246 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&Ouml;konomie:&nbsp;Leben in der Scheinwelt<\/strong><br>\nDie Finanz- und Wirtschaftskrise ist auch eine Krise der Wirtschaftswissenschaften. Die Disziplin muss einschneidende Konsequenzen aus ihrem Versagen ziehen. Sie muss ihre geistige Monokultur &uuml;berwinden und mehr intellektuelle Vielfalt wagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/oekonomie\/_b=2660444,_p=30,_t=ftprint,doc_page=0;printpage\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> F&uuml;r NachDenkSeiten-Leser nicht wirklich neu. Bemerkenswert ist allerdings, dass diese Einsichten im Handelsblatt erscheinen<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a>Strafen f&uuml;r Mindestlohnverweigerer<br>\nDie EU-Kommission schaut beim Stabilit&auml;tspakt nicht mehr nur auf Schulden. Endlich nimmt sie auch in den Blick, dass zu gro&szlig;e &Uuml;bersch&uuml;sse sch&auml;dlich sein k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/strafen-fuer-mindestlohn-verweigerer\/-\/1472602\/4696092\/-\/index.html\">FR<\/a>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Harald Schumann: Der europ&auml;ische Krisen-Automat<\/strong><br>\nDie Eurokrise erzwingt, was alle Proteste nicht vermochten: Deutschlands Wirtschafts- und Politikelite muss endlich ihre Ignoranz gegen&uuml;ber den Folgen ihrer Politik f&uuml;r die Verteilung der Einkommen aufgeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/der-europaeische-krisen-automat\/1946828.html\">Tagesspiegel<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Mehr Geringverdiener<\/strong><br>\nDie Zahl der schlecht bezahlten Jobs nimmt weiter zu. Mehr als 6,5 Millionen Menschen bekamen 2008 einen Stundenlohn unter der Niedriglohnschwelle. Seit 1998 ist der Niedriglohnsektor best&auml;ndig gewachsen. 2,3 Millionen Geringverdiener sind im Verlauf eines Jahrzehnts dazugekommen. Dies geht aus aktuellen Berechnungen des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) hervor. Die Niedriglohnschwelle &ndash; zwei Drittel des mittleren Stundenlohns &ndash; lag 2008 bei einem Bruttostundenlohn von 9,50 Euro im Westen und 6,87 Euro in Ostdeutschland. In den alten L&auml;ndern beziehen 18 Prozent aller Besch&auml;ftigten einen Niedriglohn, in den neuen sogar 40 Prozent. Bis 2007 hat nicht nur die Zahl derer mit einem Einkommen knapp unter der Niedriglohnschwelle zugenommen: Unter den Geringverdienern ist der Anteil der sehr schlecht bezahlten gestiegen &ndash; mit L&ouml;hnen, die weniger als der H&auml;lfte oder eines Drittels des mittleren Stundenlohns entsprechen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/impuls_2010_14_5.pdf\">B&ouml;ckler Impuls [PDF &ndash; 130 KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.iaq.uni-due.de\/iaq-report\/2010\/report2010-06.php\">IAQ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Der Mix macht&rsquo;s: Erfolgreiche L&auml;nder investieren in Bildung und Soziales<\/strong><br>\nIst es besser, jetzt m&ouml;glichst viel in ein gutes Bildungssystem zu investieren, damit junge Menschen k&uuml;nftig gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben? Oder sollte der Staat sein Geld besser darauf verwenden, den Benachteiligten von heute zu helfen? Obwohl die Mittel stets knapp sind: Die Politik steht nicht zwangsl&auml;ufig vor diesem Zielkonflikt. &ldquo;Es kann nicht darum gehen, Bildung und Sozialstaat gegeneinander auszuspielen&rdquo;, schreiben Jutta Allmendinger und Rita Nikolai vom Wissenschaftszentrum Berlin (WZB) nach einer Analyse der OECD-Staaten. Denn beide Politikfelder schaffen die Voraussetzungen f&uuml;r gesellschaftliche Teilhabe. Ebenso sorgen beide f&uuml;r die Absicherung von Risiken &ndash; und sie sind umso effektiver, je besser sie begleitet werden. Bei ihrer Untersuchung der &ouml;ffentlichen Sozial- und Bildungsausgaben der OECD-Mitglieder sowie deren Auswirkungen stellten die WZB-Forscherinnen fest: &ldquo;Eine expansive und egalit&auml;re Sozialpolitik geht im Allgemeinen mit einem ausgebauten &ouml;ffentlichen Bildungssektor einher.&rdquo; Erfolgreiche Wohlfahrtsstaaten wie Schweden und D&auml;nemark investieren zwar entschlossen in Bildung &ndash; doch um diese Ausgaben zu decken, sind sie nicht dem &ldquo;neoliberalen Ruf nach einem Abbau staatlicher Leistungen&rdquo; in der Sozialpolitik gefolgt. Weniger gute Gesamtergebnisse erzielen der Studie zufolge Staaten, die sich nur auf Bildung oder nur auf Soziales konzentrieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/impuls_2010_14_5.pdf\">B&ouml;ckler Impuls [PDF &ndash; 130 KB]<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Alnatura erh&ouml;ht Geh&auml;lter kr&auml;ftig<\/strong><br>\nAb heute zahlt die Biomarktkette mindestens Tarifgeh&auml;lter und will k&uuml;nftig auch bei Tariferh&ouml;hungen mitziehen. Ein Rechtsanspruch haben die Mitarbeiter aber nicht. Damit reagiert Alnatura auf kritische Medienberichte &uuml;ber Lohndumping in dem &Ouml;kounternehmen. Die taz hatte Ende M&auml;rz gemeldet, dass Alnatura wie die meisten anderen Bioh&auml;ndler ihre Mitarbeiter teils schlechter bezahlt als konventionelle L&auml;den. Anders als viele Firmen der Alternativwirtschaft &ndash; etwa die taz &ndash; schreibt Alnatura hohe Gewinne: dem letzten ver&ouml;ffentlichten Jahresabschluss aus dem Gesch&auml;ftsjahr 2007\/2008 zufolge 9,3 Millionen Euro. Dass es bei den anderen Ketten schlechter zugeht, wird sich auf kurze Sicht kaum &auml;ndern. Die Nummer zwei der Branche, Basic, schreibt immer noch Verlust und begr&uuml;ndet damit ihre teils niedrigeren L&ouml;hne. &ldquo;Denn&rsquo;s Biomarkt&rdquo; verweigert jegliche Auskunft &uuml;ber ihre Gehaltspolitik. Und die in Berlin und Brandenburg aktive Kette BioCompany erkl&auml;rt lediglich ohne Angabe eines Datums, Alnaturas neuer Lohnpolitik nun auch folgen zu wollen.<br>\nDoch selbst wer keinen Bioh&auml;ndler mit Tarifl&ouml;hnen in der N&auml;he hat, sollte nun nicht in konventionellen Gesch&auml;ften einkaufen, raten Kritiker der Lebensmittelbranche. &ldquo;Der konventionelle H&auml;ndler hat jede Menge Produkte im Regal, deren Erzeuger unter Tarif bezahlt wurden. Denken Sie nur an Kaffee, Kakao und Milch!&rdquo;, sagt zum Beispiel Tanja Busse, die das Buch &ldquo;Die Ern&auml;hrungsdiktatur&rdquo; geschrieben hat. &ldquo;Aber&rdquo;, erg&auml;nzt sie, &ldquo;beim Biomarkt muss man auf jeden Fall protestieren und vielleicht mit einem Boykott drohen!&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2010%2F10%2F01%2Fa0086&amp;cHash=bd97bdc157\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Arbeitslosenzahlen im September: Drei Millionen Menschen ohne Job<\/strong><br>\nDie Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im September zwar gesunken, die Drei-Millionen-Marke wurde aber nicht unterschritten. Die gute konjunkturelle Entwicklung wirkt sich weiter positiv auf den Arbeitsmarkt aus. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt hat sich im September deutlich gebessert. Wie die N&uuml;rnberger Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) am Donnerstag mitteilte, sank die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland im Vergleich zum August um 157.000 auf 3,031 Millionen. Die Arbeitslosenquote verringerte sich um 0,4 Prozentpunkte auf 7,2 Prozent. Im Vergleich zum September des Vorjahres lag die Zahl der Jobsuchenden um 315.000 niedriger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/news\/arbeitslosenzahlen-im-september-drei-millionen-menschen-ohne-job-1608950.html\">STERN<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> BA-Chef Frank-J&uuml;rgen Weise zu den aktuellen Arbeitsmarktdaten: &ldquo;Die Arbeitslosigkeit sinkt, sozialversicherungspflichtige Besch&auml;ftigung und Erwerbst&auml;tigkeit steigen, die Nachfrage nach Arbeitskr&auml;ften durch die Unternehmen ist hoch&rdquo;.<\/em><\/p>\n<p>Insbesondere der im Vorjahresvergleich &ldquo;kr&auml;ftige&rdquo; Zuwachs bei den sozialversicherungspflichtigen Stellen wird von den Mainstreammedien bejubelt. Dieser Zuwachs betrug im Juli 2010 (dem letzverf&uuml;gbaren Monat, zu dem die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit Daten bereit gestellt hat) im Vergleich zu dem von der Wirtschaftskrise beeinflussten Juli 2009 353.000 Personen. Wirft man jedoch einen Blick hinter die Kulissen der offiziell gemeldeten Daten, dann sind bzgl. der Qualit&auml;t dieser Stellen deutliche Abstriche vorzunehmen. Denn es zeigt sich, dass sich die Prekarisierung der Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse selbst bei den sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstellen weiter fortsetzt:<br>\n<\/p>\n<ul>\n<li><em>Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Teilzeitjobs hat sich im Juli 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 178.000 Personen erh&ouml;ht. Teilzeitstellen zeichnen sich im Vergleich zu Vollzeitstellen nicht nur durch eine niedrigere Stundenzahl, sondern auch durch eine um ca. 25% geringere Stundenentlohnung (lt. Statistischem Bundesamt) aus.<br>\n<\/em>\n<\/li>\n<li><em>Die Zahl der zwar sozialversicherungspflichtigen, in aller Regel jedoch ebenfalls prek&auml;ren Leiharbeiterjobs erh&ouml;hte sich im letztgenannten Monat Juni 2010 im Vorjahresvergleich um 177.000 (der Juli-Wert d&uuml;rfte das Juni-Niveau nochmals &uuml;berschreiten).<br>\nHeftige Kritik gibt es von Seiten der IG Metall an den neuen Gesetzentw&uuml;rfen zur Arbeitnehmer&uuml;berlassung, die von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen vorgelegt wurden. Ihr Entwurf &ldquo;&ouml;ffne T&uuml;r und Tor f&uuml;r den ungebremsten Abbau von Stammarbeitspl&auml;tzen&rdquo;, so die Gewerkschaft. So fehle z.B. eine H&ouml;chst&uuml;berlassungsdauer sowie eine Bestimmung, die die gleiche Bezahlung f&uuml;r den Leiharbeiter wie f&uuml;r Festangestellte vorsehe.<br>\nVom j&uuml;ngst abgeschlossenen Tarifvertrag in der Metallindustrie, der eine finanzielle Gleichbezahlung der Leiharbeitnehmer vorsieht, profitiert wohl nur ein geringer Anteil der in Deutschland t&auml;tigen Leiharbeitnehmer. Lt. Metallarbeitgeberverband sind in der Metallindustrie lediglich 3 Prozent der Besch&auml;ftigten Leiharbeitnehmer. Und selbst f&uuml;r diese geringe Zahl an Leiharbeitnehmern steht die Lohnanpassung in den Sternen. Denn die Zeitarbeitsbranche hat bereits heftige Kritik am Metall-Tarifvertrag ge&auml;u&szlig;ert: Sie will die Regelungen zur Leiharbeit in der nordwestdeutschen Stahlindustrie nicht akzeptieren: &bdquo;Der Tarifabschluss ist ein Vertrag zulasten Dritter. Wir bezweifeln, ob eine solche Einschr&auml;nkung einer rechtlichen Pr&uuml;fung standhalten w&uuml;rde&ldquo;, so der der Vizepr&auml;sident des Bundesverbandes Zeitarbeit (BZA), Thomas B&auml;umer.<br>\n<\/em>\n<\/li>\n<li><em>Laut einer Umfrage der IG Metall, an der sich mehr als 5.000 Betriebsr&auml;te der Metallindustrie beteiligten, sind 42% der in der Metallindustrie neu geschaffenen Stellen  befristete Jobs. Auch in anderen Branchen zeigt sich eine &auml;hnliche Entwicklung: Laut einer Ifo-Umfrage werden 24 Prozent der Unternehmen bei Neueinstellungen noch st&auml;rker auf befristete Arbeitsvertr&auml;ge zur&uuml;ckgreifen als bisher. Nur 4 Prozent w&uuml;rden seltener auf Befristungen zur&uuml;ckgreifen.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Kopfpauschale w&uuml;rde 2011 mit gut 100 Euro starten und bis 2050 auf bis zu 670 Euro ansteigen<\/strong><br>\nDie Kosten f&uuml;r die einkommensabh&auml;ngige Kopfpauschale, so wie sie zurzeit von der schwarz-gelben Regierungskoalition diskutiert werden, w&uuml;rden nach einer Sch&auml;tzung von Wissenschaftlern der Fakult&auml;t f&uuml;r Wirtschaftswissenschaft der Universit&auml;t Witten\/Herdecke bei einer Einf&uuml;hrung im Jahr 2011 etwa 100 Euro betragen, bis 2050 jedoch auf Werte zwischen 425 und 670 Euro steigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news388987\">idw<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Regierung setzt dem ruin&ouml;sen Sozialstaat ein Limit<\/strong><br>\nSo viele neue Transfers hat die Sozialindustrie im Laufe der Jahrzehnte erfunden, dass heute die H&auml;lfte des Bundesetats daraus besteht und niemand Ansto&szlig; nimmt an dieser Vergeblichkeit. Der Staat hat die Unterschicht verstaatlicht, er hat alle ihre Lebensrisiken auf sich genommen. Er gibt, ohne eine Gegenleistung zu verlangen. Das kann nicht gut gehen. Und so sind mittlerweile 6,7 Millionen Deutsche Bezieher dieser Gelder. Hilfe ist keine mehr, die einer Notlage geschuldet ist, sondern ein Recht. Und so haben wir diese Menge reichster Armer in unserer Geschichte &ndash; in einem 80 Millionen-Land, das international bewundert wird, weil es immense Herausforderungen wie die deutsche Einheit oder j&uuml;ngst die Finanzkrise bestens bew&auml;ltigt hat. In dem ein Fachkr&auml;ftemangel droht und die niedrige Arbeitslosigkeit auf Vollbesch&auml;ftigung verweist.<br>\nMan k&ouml;nnte von Mut sprechen, dass Merkel sich zu einer marginalen Erh&ouml;hung der S&auml;tze entschied, um das Lohnabstandsgebot zu den Geringverdienenden zu halten, damit diese gro&szlig;e Errungenschaft der Agenda 2010 nicht zerschellt. W&auml;re Mut nicht ein zu gro&szlig;es Wort. Wer regiert, scheint zu verlieren. Schwarz-gelb zeigt dennoch ungewohnte Standfestigkeit &ndash; beim Atom oder bei Stuttgart 21. Nicht die Banken- und Finanzkrise hat unsere L&auml;nder an den Rand des Bankrottes gebracht, sondern der Sozialstaat. Denn er f&uuml;hrt paradoxerweise zu Unfrieden, Stagnation und Spaltung, weil kein Staat die positive Bindung von Familie und Arbeit ersetzen kann &ndash; und schon gar nicht die von Freiheit und Eigenverantwortung, Motor einer jeden Gesellschaft. Sozial ist und bleibt, was Arbeit schafft. 56 Prozent der Deutschen sind einer Umfrage zufolge gegen die Aufstockung der Hartz-IV-Gelder. Das ist ein ermutigendes Zeichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/debatte\/article9887774\/Regierung-setzt-dem-ruinoesen-Sozialstaat-ein-Limit.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Eigentlich hat der Hinweis auf einen solchen Artikel auf den NachDenkSeiten nichts zu suchen, sind doch in der Regel argumentative Hilfestellungen im allt&auml;glichen Kampf gegen den neoliberalen Zeitgeist in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft zu erwarten &ndash; w&auml;re da nicht die Dummdreistigkeit dieser Meinungsmache. Das ist nicht mehr grob fahrl&auml;ssig recherchiert, sondern ein einziges L&uuml;gengespinst. Die Welt muss von allen guten Geistern verlassen sein, dass sie diese Autorin&nbsp; in die Chef-Redaktion aufgenommen hat &ndash; denkt man spontan. Nur leider ist Andrea Seibel nicht einfach ein Fehlgriff, der Artikel kein einmaliges Ausrutschen. Sucht man nach weiteren Artikeln von Seibel, wird schnell klar: dieser Ungeist hat Methode. Mit &nbsp;gegnerischer Polemik kann man leben, sie k&ouml;nnte h&ouml;chstens intelligenter ausfallen. (Wer sich auf h&ouml;herem Niveau &auml;rgern m&ouml;chte, greife&nbsp; zur Herbst-Doppelnummer des Merkur mit dem Thema: Freiheit und Paternalismus) Aber es bleibt nicht bei der Polemik und es geht nicht nur um die &uuml;blichen in den Raum gestellten Behauptungen, um nicht recherchierte L&uuml;cken, sondern Seibel l&uuml;gt ganz schlicht.<br>\nZum Artikel: Es mag sich der Leser seine Gedanken machen, was unter &ldquo;Sozialindustrie&rdquo; zu verstehen ist, ich verstehe diesen Begriff nicht. Es soll wohl dunkel angedeutet werden, dass irgendwelche Profiteure Sozialtransfers in die Welt setzen. Und dann diese Ausgaben f&uuml;r soziale Sicherung, die H&auml;lfte des Bundeshaushalts! Peinlich nur, dass davon die H&auml;lfte (80,7 Mrd. &euro;), also ein Viertel des Gesamthaushaltes, f&uuml;r die Rente vorgesehen ist (2010). Wovon Frau Seibel dereinst auch profitieren d&uuml;rfte, wenn sie nicht bis dahin mit anderen die umlagefinanzierte Rente kaputt geschrieben hat.<br>\nWer nun diese verstaatlichte Unterschicht sein soll, entzieht sich jeglicher Spekulation. Klingt wohl einfach gut. Sollten die 12 Prozent aller Vollzeitbesch&auml;ftigten, die Armutsl&ouml;hne beziehen, d.h. einem Lohn von weniger als 50 Prozent des Durchschnittsverdienstes, etwa zur Mittelschicht geh&ouml;ren? Denen soll der Staat die Lebensrisiken abgenommen haben? Wahrscheinlich meint die gute Frau die 1, 4 Mio. Aufstocker, die mit dem normalen Arbeitslohn nicht auskommen und zus&auml;tzlich auf Hartz IV angewiesen sind. Und dann diese 6,7 Mio. Hartz-IV-Bezieher, die wohl vor allem laut Seibel unser Land in den Staatsbankrott f&uuml;hren. Insgesamt sind im Haushalt 2010 f&uuml;r die Grundsicherung f&uuml;r Arbeitssuchende 41,1 Mrd. &euro; vorgesehen, davon 26,2 Mrd. f&uuml;r das Arbeitslosengeld II&nbsp; (Hartz-IV). Sollte man fairerweise nicht die 11 Mr. &euro; f&uuml;r Aufstocker heraus rechnen, die eigentlich eine Subvention der Arbeitnehmer darstellen? Immer noch ein erkleckliches S&uuml;mmchen, es sei hier nur <a href=\"?p=6880#h03\">auf den Hinweis vom Wolfgang Lieb hingewiesen<\/a>, der aufzeigt wie locker die Milliarden f&uuml;r HRE oder Commerzbank aufgebracht werden k&ouml;nnen. Aber f&uuml;r Frau Seibel ist ja die Finanzkrise bew&auml;ltigt.<\/em><\/p>\n<p>Und dann die Rede von den &ldquo;reichsten Armen in unserer Geschichte&rdquo;. Da spricht z.B. der Boom der Tafeln eine andere Sprache. Bis jetzt hat Andrea Seibel durch nichts bewiesen, dass sie sich in irgendeiner Geschichte auskennt bzw. auskennen will. Muss man die &ldquo;niedrige Arbeitslosigkeit&rdquo;, die &ldquo;auf Vollbesch&auml;ftigung verweist&rdquo;, noch kommentieren? Wer bei &uuml;ber 3 Mio. Arbeitslosen bzw. &uuml;ber 4 Mio. Unterbesch&auml;ftigten von niedriger Arbeitslosigkeit, von Vollbesch&auml;ftigung spricht, ist als Journalistin untragbar. Seibel Arm in Arm mit Br&uuml;derle. Das ist Betrug am Leser,&nbsp; L&uuml;ge ist noch ein harmloses Wort. Es lie&szlig;e sich noch manches zum &ldquo;Lohnabstandsgebot&rdquo; zu Niedrigl&ouml;hnern, dieser &ldquo;gro&szlig;en Errungenschaft der Agenda 2010&rdquo; oder zur schwarz-gelben &ldquo;Standfestigkeit beim Atom&rdquo; sagen, aber ich mag nicht mehr. Vielleicht noch ein Letztes: Im Gegensatz zur Emnid-Umfrage von Bild, die gestern bei Maybrit ILLNER wieder einmal als Volkes Stimme pr&auml;sentiert wurde, sprachen sich <a href=\"http:\/\/www.presseportal.de\/pm\/6329\/1555154\/gruner_jahr_stern\">im Februar laut einer Forsa-Umfrage<\/a>&nbsp; 61 Prozent der Bundesb&uuml;rger f&uuml;r eine Anhebung der Hartz IV S&auml;tze aus. So ist das mit Umfragen.<\/p>\n<p>Bleibt noch das Faszinosum Andrea Seibel, Frau Seibel arbeitete n&auml;mlich dreizehn(!) Jahre bei der &ldquo;taz&rdquo;, bevor sie sich die Politik des Springerkonzerns&nbsp; verschrieb. Sollte dieses &Uuml;bersoll an neoliberaler Propaganda wirklich einer Gehaltsdifferenz von, sagen wir einmal, 100.000 Euro zuzuschreiben sein? Das waren noch Zeiten als Karl Marx noch in der Rheinischen Zeitung die Auffassung vertrat, <a href=\"http:\/\/www.mlwerke.de\/me\/me01\/me01_066.htm\">dass die erste Freiheit der Presse sei, dass sie kein Gewerbe sei<\/a>.<\/p>\n<p>Na ja, die Rheinische wurde ja auch alsbald verboten. <\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Ein Appell: Nein zur Ausgrenzung<\/strong><br>\nZum 20. Jahrestag der deutschen Vereinigung wenden sich Wissenschaftler, K&uuml;nstler, Schriftsteller und Publizisten gegen Biologismus und die Ausgrenzung von Migranten. Sie fordern eine Politik, die Menschen nicht nach Kosten-Nutzen-Erw&auml;gungen berechnet, sondern ihnen ein selbstbewusstes Leben erm&ouml;glicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=a1&amp;dig=2010%2F10%2F01%2Fa0038&amp;cHash=eddb414930\">TAZ<\/a>\n<p><em>Dazu auch: <\/em><\/p>\n<p><strong>Die Sarrazin-Brosch&uuml;re<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/die-linke.de\/fileadmin\/download\/folder\/sarrazin-broschuere.pdf\">Die Linke [PDF &ndash; 1.7 MB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Stuttgart 21 <\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die Kanzlerin begibt sich in den Bunker<\/strong><br>\nDas Ziel in Stuttgart? Die Baukonzerne sollen an die Fleischt&ouml;pfe kommen: Die Bauvertr&auml;ge f&uuml;r die Tunnel sind ja noch nicht vergeben. Wenn man jetzt verhandelte, k&ouml;nnte das Projekt vielleicht noch gestoppt werden, schlie&szlig;lich geh&ouml;rt die Bahn dem Bund. Doch der Rubel soll dorthin rollen, wo er immer hingerollt ist. Da nimmt man gerne ein paar hundert Verletzte in Stuttgart in Kauf. Das ist ein Zynismus, der seinesgleichen sucht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kommentar\/artikel\/1\/die-kanzlerin-begibt-sich-in-den-bunker\/\">TAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>&bdquo;Wer ist das Volk? Wer hat die h&ouml;chste Legitimation?&ldquo;<\/strong><br>\nZur Gewalteskalation um das Bahnprojekt &bdquo;Stuttgart 21&ldquo; gab Thomas W&uuml;ppesahl f&uuml;r den Bundesvorstand der Bundesarbeitsgemeinschaft Kritischer Polizistinnen und Polizisten eine Pressemitteilung heraus, die &bdquo;ein erschreckendes Licht auf den Geist in der Polizei Baden-W&uuml;rttembergs&ldquo; wirft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kritische-polizisten.de\/stuttgart_21\/pressemitteilung_stuttgart-21_2010-10-03.pdf\">Bundesarbeitsgemeinschaft Kritischer Polizistinnen und Polizisten [PDF &ndash; 26 KB]<\/a>\n<p>In der Pressemitteilung wird auch der Polizeiwissenschaftler Thomas Feltes erw&auml;hnt, welcher der Stuttgarter Zeitung zum selben Thema ein Interview gab:\n<\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Die Politik wollte diesen Konflikt&rdquo;<\/strong><br>\nStuttgarter Zeitung: &bdquo;Ist der Einsatz also so abgelaufen, wie er geplant war?&ldquo;<br>\nFeltes: &bdquo;Ich f&uuml;rchte, das ist nach Plan abgelaufen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/stz\/page\/2652161_0_7233_-interview-mit-polizeiwissenschaftler-die-politik-wollte-diesen-konflikt-.html?_print=1\">Stuttgarter Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Wurde den Demonstranten vors&auml;tzlich medizinische Hilfe verwehrt?<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.parkschuetzer.de\/statements\/28535\">Parksch&uuml;tzer<\/a>\n<\/li>\n<li>Eskalation in Stuttgart: Frontal zusammengesto&szlig;en<br>\nDie Proteste gegen das Bahnprojekt sind am Donnerstagabend eskaliert. War der Polizeieinsatz verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig, und wie geht es weiter? Die Bilanz ist verheerend. Mindestens 130 verletzte Demonstranten, sechs verletzte Polizisten; 30 Strafanzeigen und 29 Festnahmen, aber auch erschreckende Bilder wie das eines blutenden Rentners, der angeblich von einem Wasserstrahl aus kurzer Distanz mitten ins Gesicht getroffen wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/frontal-zusammengestossen\/1947404.html?view=print\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Auff&auml;llig ist, wie zur&uuml;ckhaltend die Medien, <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/frontal-zusammengestossen\/1947404.html\">hier der Tagesspiegel<\/a>, in der oben gestellten Frage agieren: War der Polizeieinsatz verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig? Da werden wie so h&auml;ufig nur diverse Politiker zitiert, die meist nur ihr eigenes S&uuml;ppchen kochen.<br>\nEine eigene Darstellung und Beurteilung der Ereignisse findet nicht statt. Selbst auf der Meinungsseite darf die Verkehrsministerin unwidersprochen&nbsp; behaupten, dass die Demonstranten, &bdquo;bewusst Kinder nach vorne geschoben&ldquo; h&auml;tten. Breit wird berichtet, dass sich juristisch gesehen &ldquo;ein Teil der Demonstranten tats&auml;chlich ins Unrecht gesetzt&rdquo; habe. Selbst die zugereisten Autonomen, die der Polizeipr&auml;sident in den Vordergrund r&uuml;ckt, fehlen nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/die-politik-steht-im-spruehregen\/1947246.html\">Tagesspiegel<\/a><\/em><\/p>\n<p>Das Ganze war eine Gro&szlig;veranstaltung, Medien zu Hauf, aber kaum eine eigene Einsch&auml;tzung, die auf der Beobachtung der Ereignisse beruht. Ganz zu schweigen von einer Analyse, die das Versagen der Politik und der Polizeif&uuml;hrung benennt, das wir dann einfacherweise den Polizisten&nbsp; in die Schuhe schieben d&uuml;rfen.<br>\n<\/p>\n<li><strong>Stuttgart: B&auml;ume unter Polizeischutz gef&auml;llt<\/strong><br>\nQuelle: http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Bvm7JUHr5ao\n<p><strong><em>Anmerkung:<\/em><\/strong> Man m&ouml;chte fast die Auffassung vertreten, der Sturz von Schwarz\/Gelb in Stuttgart und sp&auml;ter in Berlin sei einige B&auml;ume wert. Die Selbstabschaffung von Schwarz\/Gelb l&auml;uft wie geschmiert.\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Studio Richling &ndash; Stuttgart 21 Mappus 17.Sept.10 <\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=HEaX2IzYyvk&amp;feature=player_embedded\">YouTube<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Auflagen f&uuml;r Biblis 20 Jahre missachtet<\/strong><br>\nDer Betreiber des Atomkraftwerks Biblis A erf&uuml;llt die Anforderungen des Landes Hessen aus dem Jahr 1991 bis zum heutigen Tag nicht. Dazu geh&ouml;rten 23 der 49 technischen Auflagen f&uuml;r eine h&ouml;here Sicherheit und zwei der sechs Auflagen zum &bdquo;Objektschutz&ldquo;.<br>\nDer Energiekonzern RWE ist staatlichen Auflagen zum Betrieb des Atomkraftwerks Biblis A bis heute nicht nachgekommen, obwohl sie bereits 1991 erteilt wurden und bis 1993\/94 erledigt sein sollten. Das hat die hessische Umweltministerin Lucia Puttrich (CDU) auf eine Anfrage der Gr&uuml;nen-Landtagsabgeordneten Ursula Hammann mitgeteilt. Die Gr&uuml;ne kommentierte: &bdquo;Offensichtlich war den Ministern die Sicherheit von Biblis nicht so wichtig.&ldquo;<br>\nDer fr&uuml;here Umweltminister Karlheinz Weimar (CDU) hatte die Auflagen 1991 erlassen und eine Frist gesetzt &bdquo;bis Ende der 1993 beginnenden Revision&ldquo;. Nach Puttrichs Auskunft wurden aber 25 der 55 Auflagen bis zum heutigen Tage nicht vollst&auml;ndig erf&uuml;llt. Dazu geh&ouml;rten 23 der 49 technischen Auflagen f&uuml;r eine h&ouml;here Sicherheit und zwei der sechs Auflagen zum &bdquo;Objektschutz&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/auflagen-fuer-biblis-20-jahre-missachtet\/-\/1472596\/4696230\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Immunit&auml;t von Ramelow aufgehoben<\/strong><br>\nDer Justizausschuss des Th&uuml;ringer Landtages hat die Immunit&auml;t von Linke-Fraktionschef Bodo Ramelow aufgehoben. Der Staatsanwalt wirft dem Abgeordneten vor, die Blockade eines Neonazi-Aufmarschs in Dresden am 13. Februar zum Jahrestag der alliierten Bombenangriffe mitorganisiert und die Arbeit der Polizei gest&ouml;rt haben. Er k&ouml;nnte sich der Sprengung einer Versammlung schuldig gemacht haben. Nach Paragraph 21 des Versammlungsgesetzes kann das mit bis zu drei Jahren Haft geahndet werden.<br>\nRamelow &auml;u&szlig;erte sich am Freitag entt&auml;uscht &uuml;ber diese Entscheidung. Er bezeichnete das Vorgehen der Staatsanwaltschaft als infam und politisch motiviert. Sein politisches Engagement werde dadurch &ldquo;in ein strafrechtliches Licht gesetzt&rdquo;. Wenn seine Immunit&auml;t aufgehoben w&uuml;rde, weil er zu schnell gefahren w&auml;re, sei das verst&auml;ndlich. Er habe aber als Politiker gehandelt. &ldquo;Meine Fraktion hat beschlossen, eine Sitzung unter freiem Himmel zu machen &ndash; daran bin ich als Fraktionsvorsitzender gebunden.&rdquo; F&uuml;r genau solche Situationen gebe es doch die Immunit&auml;t von Politikern. Zuvor hatte Ramelow einen Vorschlag der Staatsanwaltschaft zur&uuml;ckgewiesen, das Verfahren gegen Zahlung von 500 Euro an einen Verein f&uuml;r Opfer rechtsextremer Gewalt einzustellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/7728507.html\">MDR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Portugal knickt vor den Ratingagenturen ein<\/strong><br>\nAuch die Sozialdemokraten in Lissabon verlassen den Weg des ausgeglichenen Sparens und wollen nun die Mehrwertsteuer auf 23 Prozent anheben.<br>\nDas Trommelfeuer auf Portugal zeigt nun in Lissabon deutliche Wirkung, mit dem das Land nun f&uuml;r einen harten Sparkurs weich geklopft wurde. Auch die Minderheitsregierung unter Ministerpr&auml;sident Jose Socrates, will, wie die Genossen in Spanien schon dekretiert haben, Geh&auml;lter im &ouml;ffentlichen Dienst k&uuml;rzen, Steuern erh&ouml;hen und die Staatsausgaben weiter zur&uuml;ckfahren. Das war das Ergebnis einer Krisensitzung, zu der das Kabinett in Lissabon am Donnerstag zusammenkam. Nach Spanien vollf&uuml;hrt auch Portugal nun eine Kehrtwende und begibt sich auf den griechischen und irischen Crash-Kurs. Bisher hatten die Sozialdemokraten eine Konsolidierung gefahren, der alle Bev&ouml;lkerungsgruppen belastet und sogar den Milit&auml;rhaushalt angetastet hat. Doch nun werden auch hier vor allem die unteren Einkommensgruppen zur Kasse gebeten, was die Anhebung der Mehrwertsteuer auf 23% zeigt.<br>\nSeit Monaten wird auf Lissabon eingepr&uuml;gelt, damit es sich auf diesen zweifelhaften Weg begibt, den Wirtschaftsnobelpreistr&auml;ger als &ldquo;verr&uuml;ckt&rdquo; bezeichnen. Neben Paul Krugman warnt auch Joseph Stiglitz immer wieder vor den &ldquo;katastrophale Folgen&rdquo; der harten Sparprogramme. Doch sie kommen gegen das Trommelfeuer aus Br&uuml;ssel, Berlin und der Ratingagenturen nicht an.<br>\nEs begann damit, dass Moody&rsquo;s pl&ouml;tzlich Portugal in einem Atemzug mit Griechenland nannte und von einem &ldquo;langsamen Tod&rdquo; sprach. Ein Begr&uuml;ndung f&uuml;r diese Einsch&auml;tzung gab es nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/148495\">Telepolis <\/a><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Brandstifter Sarkozy<\/strong><br>\nEs passiert nicht alle Tage, dass der Papst und Fidel Castro an einem Strang ziehen. Doch soeben ist dies mit Blick auf die franz&ouml;sische Anti-Roma-Politik geschehen &ndash; wenngleich sich die gemeinsame Kritik in Ton und Ausma&szlig; dann doch ziemlich unterschied: So kryptisch Papst Benedikt XVI. die franz&ouml;sische Politik dazu aufforderte, &bdquo;die Menschheit in ihrer Diversit&auml;t aufzunehmen&ldquo;, so &uuml;berzogen warnte der alternde Castro Sarkozy vor einem &bdquo;neuen rassistischen Holocaust&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2010\/oktober\/brandstifter-sarkozy\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Allm&auml;hlich kommt in Europa die Ausgrenzungshetze auf Touren: Arbeitsscheue Hartz-IV-Bezieher, muslimische Volksverderber, kriminelle Zigeuner bev&ouml;lkern wieder das Land. Politische und &ouml;konomische Eliten greifen wieder zu altbew&auml;hrten Mitteln und schlachten S&uuml;ndenb&ouml;cke ab, um von ihrem Versagen abzulenken. Schande &uuml;ber Europa, das sich von dieser Klasse instrumentalisieren und ausbeuten l&auml;sst!<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu auch: <\/em><\/p>\n<p><strong>Die Roma<\/strong><br>\nFrankreich zerst&ouml;rt Siedlungen von Roma am Rand der St&auml;dte, Deutschland weist zugewanderte Roma aus, und in der Schweiz erhebt der Tessiner Lega-Pr&auml;sident Bignasca den Ruf, Roma in Arbeitslager zu stecken. Wer sind diese Roma, die manche loswerden m&ouml;chten?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/startseite\/die_roma_1.7788118.html\">NZZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h24\"><\/a><strong>In Rom bahnt sich eine politische Wende an<\/strong><br>\nDas politische Ende von Ministerpr&auml;sident Silvio Berlusconi ist absehbar. Die j&uuml;ngste Vertrauensabstimmung gewinnt er nur, weil seine Konkurrenten sofortige Neuwahlen derzeit nicht wollen. Berlusconi wei&szlig; nur zu gut, dass die Fini-Fraktion blo&szlig; aus einem Grund f&uuml;r ihn stimmte: weil sie noch Zeit f&uuml;r den Aufbau ihrer neuen Partei braucht. Berlusconi wiederum hofft darauf, bis Dezember ein neues Immunit&auml;tsgesetz in eigener Sache durchzubringen. Denn kurz vor Weihnachten d&uuml;rfte das Verfassungsgericht das bisher geltende Immunit&auml;tsgesetz als verfassungswidrig verwerfen &ndash; zwei Prozesse gegen den Regierungschef w&uuml;rden dann sofort wieder aufgenommen. Dagegen dr&auml;ngt Umberto Bossis Lega Nord auf Wahlen zum fr&uuml;hestm&ouml;glichen Termin. Denn sie ist momentan der lachende Dritte auf der italienischen Rechten. Statt gut 8 Prozent beim letzten Urnengang 2008 w&uuml;rde die offen fremdenfeindliche Partei etwa 12 Prozent erzielen. Dagegen konnte die Opposition, vorneweg die gem&auml;&szlig;igt linke Demokratische Partei, bisher von Berlusconis Niedergang nicht profitieren. Die Demokraten sind mit 25 Prozent in den Umfragen auf einem Tiefstand.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=au&amp;dig=2010%2F10%2F01%2Fa0073&amp;cHash=06944af9f3\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h25\"><\/a><strong>Carlo Giulianis Tod vor Menschenrechtsgerichtshof<\/strong><br>\nIm Prozess zum Tod eines Demonstranten beim G-8-Gipfel von Genua hat die italienische Regierung vor dem Europ&auml;ischen Gerichtshof f&uuml;r Menschenrechte in Stra&szlig;burg das Vorgehen der Polizei gerechtfertigt. Rund 70 gewaltt&auml;tige Demonstranten h&auml;tten sich &ldquo;wie eine Meute W&ouml;lfe&rdquo; auf einen Gel&auml;ndewagen der Polizei gest&uuml;rzt, sagte der Rechtsvertreter Italiens, Nicola Lettieri, am Mittwoch vor dem Stra&szlig;burger Gericht. &ldquo;Die Polizisten haben in legitimer Notwehr gehandelt&rdquo;, betonte Lettieri. Die gewaltt&auml;tigen Demonstranten h&auml;tten mit ihrer &ldquo;Guerilla&rdquo;-Aktion nicht nur die Polizei angegriffen, sondern auch die B&uuml;rger Genuas. Daf&uuml;r d&uuml;rfe der italienische Staat nicht zum &ldquo;S&uuml;ndenbock&rdquo; gemacht werden. Carlo Giuliani habe an dieser &ldquo;Guerilla&rdquo; teilgenommen, sagte der Vertreter der Berlusconi-Regierung weiter. Die Eltern und die Schwester des get&ouml;teten Demonstranten werfen Italien vor, unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig hart gegen die Demonstranten vorgegangen zu sein. Die Polizisten seien nicht mit Gummigeschossen sondern mit scharfer Munition ausger&uuml;stet gewesen, sagte der Anwalt der Hinterbliebenen, Nicolo Paoletti. Der nur 20 Jahre alte Polizist, der den t&ouml;dlichen Schuss abgefeuert hatte, sei zudem v&ouml;llig unerfahren gewesen. Er habe nur ein dreimonatiges Training erhalten, was f&uuml;r den Einsatz bei den Demonstrationen v&ouml;llig unzureichend gewesen sei.<br>\nDie Beschwerdef&uuml;hrer werfen den Beh&ouml;rden des damaligen und heutigen Regierungschefs Silvio Berlusconi au&szlig;erdem vor, keine wirksamen Ermittlungen gegen den fraglichen Polizisten vorgenommen zu haben. Der Fall sei nie vor Gericht gebracht, sondern einfach zu den Akten gelegt worden. &ldquo;Wir sollten uns sch&auml;men f&uuml;r das, was passiert ist&rdquo;, sagte Paoletti vor den 17 Richtern der Gro&szlig;en Kammer des Gerichtshofs.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1285199558246\/G8-Gipfel-Genua-2001-Carlo-Giulianis-Tod-vor-Menschenrechtsgerichtshof\">derstandard.at<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Zugegeben eine andere Situation als in Stuttgart, aber angesichts des unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;igen Einsatzes der Polizei und der unverantwortlichen Strategie der Politiker in Stuttgart gemahnt der Tod Carlo Giuliani daran, wie schnell Polizeieins&auml;tze aus dem Ruder laufen k&ouml;nnen. Auch in Genua hat der Staat &uuml;berreagiert, selbst wenn unterschiedliche Beobachtungen und Einsch&auml;tzungen der damaligen Situation, die zum Tod von Carlo Giuliani f&uuml;hrten, m.E. auf einen in Panik geratenen jungen, wehrpflichtigen Carabiniere schlie&szlig;en lassen. So wird auf Telepolis dem Rechtsvertreter Italiens, Nicola Lettieri, auf Telepolis klar widersprochen: &ldquo;Auf diversen Fotos und Videoaufnahmen ist auch zu erkennen wie der Sch&uuml;tze aus dem Innern des Carabinieri-Jeeps bereits einige Zeit bevor Carlo Giuliani den Feuerl&ouml;scher (gegen den sich der Sch&uuml;tze angeblich verteidigt haben will) aufhebt, die Pistole durchl&auml;dt und auf die Demonstranten richtet. Unter Rufen wie &ldquo;Ich leg&rsquo; euch alle um ihr Kommunistenschweine&rdquo; zielte der Sch&uuml;tze &uuml;ber zwei Minuten lang auf verschiedene Personen. Dann schoss er auf den etwa 3,5 m entfernt stehenden Carlo Giuliani, der keine Anstalten machte sich dem Jeep zu n&auml;hern.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/12\/12919\/1.html\">heise.de<\/a><\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/g-8-gipfel-am-boden\/243152.html\">Der Tagesspiegel schrieb seinerzeit<\/a>: &ldquo;Die Rekonstruktion der Ereignisse kommt zu folgendem Ergebnis: Nach gewaltt&auml;tigen Auseinandersetzungen zwischen Gr&uuml;ppchen von Demonstranten und Carabinieri mit einem heftigen Austausch von Steinen und Tr&auml;nengasbomben st&ouml;&szlig;t ein Polizei-Jeep in einer Seitenstra&szlig;e mit einem M&uuml;llcontainer zusammen. Das hintere Fenster wird dabei zersplittert, das Fahrzeug kann nicht mehr starten. Es wird von einer kleinen Gruppe von Demonstranten umzingelt, sie werfen Steine auf das Auto. Carlo Giuliani n&auml;hert sich den im Auto gefangenen Carabinieri mit einem Feuerl&ouml;scher, der sp&auml;ter auch als Gasflasche beschrieben wird. Aus unmittelbarer N&auml;he fallen aus dem Jeep zwei Sch&uuml;sse. Demonstranten sagen hinterher, ein Schuss k&ouml;nne sich zuf&auml;llig l&ouml;sen, zwei Sch&uuml;sse aber bewiesen eine T&ouml;tungsabsicht. Carlo Giuliani bricht auf dem Boden zusammen, es bildet sich eine Blutlache. Er selbst soll nach einem Krankenwagen gerufen haben. Kurz danach setzt der Jeep zur&uuml;ck, um wegzufahren, und &uuml;berf&auml;hrt dabei den am Boden Liegenden.&rdquo;<\/p>\n<p>Wer sich ein eigenes Bild machen will, findet umfangreichen Bildmaterials im Internet.<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h26\"><\/a><strong>Zu guter letzt: Ein Bahnhof ist schlie&szlig;lich kein AKW<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.stuttmann.de\/karikaturen\/kari_20100929_Rueckgaengig.gif\" alt=\"R&uuml;ckg&auml;ngig\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttmann.de\/\">Stuttmann<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Die soziale&nbsp;Mauer; Deutsche Bank hat Dreck am Stecken; Regierung holt Geld bei den Armen zur&uuml;ck; Hartz IV-Anpassung; Gauck will Ausl&auml;nder und Arbeitslose fordern; Prek&auml;res wird hoff&auml;hig; Durchbruch bei der Leiharbeit; Fachkr&auml;ftemangel; Leben in der Scheinwelt; Strafen f&uuml;r Mindestlohnverweigerer; mehr Geringverdiener; Erfolg durch Soziales und Bildung; Arbeitslose im September; Kopfpauschale;<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6919\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-6919","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6919","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6919"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6919\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6929,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6919\/revisions\/6929"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6919"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6919"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6919"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}