{"id":69219,"date":"2021-01-27T13:37:22","date_gmt":"2021-01-27T12:37:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69219"},"modified":"2021-01-27T17:07:44","modified_gmt":"2021-01-27T16:07:44","slug":"aus-rein-wissenschaftlicher-sicht-christian-drosten-im-tagesthemen-interview","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69219","title":{"rendered":"\u201eAus rein wissenschaftlicher Sicht\u201c &#8211; Christian Drosten im Tagesthemen-Interview"},"content":{"rendered":"<p>Vertreter der gro&szlig;en Medien weisen den Vorwurf, sie neigten dazu, in Sachen Corona Panik zu sch&uuml;ren, gerne von sich. Wie falsch sie damit liegen, zeigt <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/coronavirus-drosten-101.html\">ein Interview<\/a> mit dem Virologen Christian Drosten, das die Tagesthemen-Moderatorin Caren Miosga in der gestrigen Sendung f&uuml;hrte. Dass Drosten innerhalb der Virologenzunft eher zu den &bdquo;Falken&ldquo; gerechnet werden kann, ist hinl&auml;nglich bekannt. Doch anstatt mit differenzierten kritischen Fragen zu einer Versachlichung der Debatte beizutragen, gab sich die ARD-Journalistin gr&ouml;&szlig;te M&uuml;he, das Gespr&auml;ch in eine m&ouml;glichst alarmistische Richtung zu dr&auml;ngen. Von <strong>Jens Berger<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_7890\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-69219-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210127_Aus_rein_wissenschaftlicher_Sicht_Christian_Drosten_im_Tagesthemen_Interview_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210127_Aus_rein_wissenschaftlicher_Sicht_Christian_Drosten_im_Tagesthemen_Interview_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210127_Aus_rein_wissenschaftlicher_Sicht_Christian_Drosten_im_Tagesthemen_Interview_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210127_Aus_rein_wissenschaftlicher_Sicht_Christian_Drosten_im_Tagesthemen_Interview_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=69219-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210127_Aus_rein_wissenschaftlicher_Sicht_Christian_Drosten_im_Tagesthemen_Interview_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"210127_Aus_rein_wissenschaftlicher_Sicht_Christian_Drosten_im_Tagesthemen_Interview_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><em>Lesen Sie dazu bitte auch: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68791\">Corona und das Politikversagen, &uuml;ber das kaum wer spricht<\/a><\/em><\/p><p>So langsam sollte sich die Erkenntnis, dass Covid-19 eine Krankheit ist, die vor allem f&uuml;r Angeh&ouml;rige der Risikogruppen sehr gef&auml;hrlich ist, eigentlich auch bis in die Redaktion der Tagesthemen herumgesprochen haben. Doch davon war im gestrigen Interview mit dem Virologen Christian Drosten nicht viel zu sp&uuml;ren. Dabei g&auml;be es zurzeit selbst aus epidemiologischer Sicht doch eigentlich Grund zum Optimismus. Die Fallzahlen sinken rapide, der R-Wert liegt mit 0,85 im gr&uuml;nen Bereich. W&auml;ren da nicht die immer noch viel zu hohen Sterbezahlen, die eine direkte Folge des Versagens der Politik sind, <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68791\">vor allem Hochbetagte zu sch&uuml;tzen<\/a>. Bei all dem darf man nat&uuml;rlich nicht ausblenden, dass wir uns zurzeit mitten im Winter befinden. Also in dem Zeitraum, der f&uuml;r virale Erk&auml;ltungskrankheiten wie die Grippe oder durch Corona-Viren hervorgerufene Infektionen der klassische Saisonh&ouml;hepunkt ist. Erstaunlicherweise hat es Caren Miosga jedoch geschafft, genau diesen elementaren Punkt tats&auml;chlich auszublenden. <\/p><p>Gerade so, als h&auml;tte die Jahreszeit keinen Einfluss auf das Infektionsgeschehen, lenkte sie das Gespr&auml;ch in die von ihr beabsichtigte Richtung. Auch Miosga geht jedoch davon aus, dass die Infektionszahlen sich in den n&auml;chsten Wochen und Monaten deutlich verringern werden. Nur dass sie dies nicht auf den nahenden Fr&uuml;hling, sondern auf die Impfkampagne bezieht. Was &ndash; unabh&auml;ngig von der Ursache &ndash; ja eigentlich ein Grund zur Freude w&auml;re, treibt der Tagesthemen-Frontfrau jedoch die Sorgenfalten auf die Stirn: &bdquo;Die Hoffnung ist, dass wenn immer mehr Menschen geimpft werden [&hellip;] dann werden auch mehr Menschen mehr Freiheiten haben wollen. Das ist die Hoffnung vieler&ldquo;. Und genau diese &bdquo;Hoffnung&ldquo;, die ihr offenbar gar nicht gef&auml;llt, war es dann auch, die sie mit gezielten Fragen ins Kreuzfeuer nahm. Die Antwort des Virologen Drosten fiel erwartbar d&uuml;ster aus:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Wir werden zu irgendeinem Zeitpunkt so viele Menschen geimpft haben, dass sich das Virus nicht mehr selbst verbreitet. Die Frage ist nur, wie lange dauert das. Und da bin ich nicht so sicher, dass das in allzu n&auml;chster Zeit passiert. Wenn wir uns mal die Zeit nach Ostern anschauen, da werden wir noch nicht gen&uuml;gend Menschen geimpft haben. Und wenn man sich jetzt naiv vorstellt, dass wir die Ma&szlig;nahmen einfach beenden, dann werden wir erleben, dass das Virus sich wieder ganz stark vermehrt, dann werden wir wieder in diese medizinischen Probleme kommen&ldquo;<br>\n&ndash; Christian Drosten\n<\/p><\/blockquote><p>Wenn wir uns jetzt jedoch einmal naiv vorstellen, dass sich das Virus auch in diesem Jahr &auml;hnlich verh&auml;lt wie im Jahr zuvor, k&ouml;nnten wir auch zu einer ganz anderen Prognose kommen. So nahmen im letzten Jahr die Infektionen mit dem beginnenden Fr&uuml;hling sp&uuml;rbar ab und waren den gesamten Sommer &uuml;ber auf einem Niveau, das selbst Vertretern des &bdquo;No Covid&ldquo;-Ansatzes ein L&auml;cheln aufs Gesicht zaubern sollte &ndash; und dies, &bdquo;obwohl&ldquo; die Ma&szlig;nahmen sp&uuml;rbar gelockert wurden. Ein Paradoxon? Im Gegenteil. Die Virologin Helga R&uuml;bsamen-Schaeff bezeichnete dieses Ph&auml;nomen <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/gesellschaft\/markus-lanz\/markus-lanz-vom-12-januar-2021-100.html\">bei Markus Lanz<\/a> sogar als &bdquo;trivial&ldquo;. Erk&auml;ltungsviren haben es in den w&auml;rmeren Jahreszeiten nun einmal schwer und auch die Stabilit&auml;t des Sars-Cov2-Virus weist eine deutliche Temperaturabh&auml;ngigkeit auf. Was eigentlich tats&auml;chlich trivial ist, kam jedoch beim gesamten Tagesthemen-Interview &uuml;berhaupt nicht zur Sprache.<\/p><p>Dies ist vor allem der Interviewf&uuml;hrung von Caren Miosga zuzuschreiben. Statt nachzuhaken und einzuordnen, lenkte sie Drosten sogar aktiv zu Aussagen, &uuml;ber die man eigentlich nur noch den Kopf sch&uuml;tteln kann. So glaubt Christian Drosten bereits jetzt &ndash; im Januar &ndash; zu wissen, dass &bdquo;wir&ldquo; im Sommer noch mit den &bdquo;Beschr&auml;nkungen&ldquo; leben m&uuml;ssen. Und als Drosten versuchte, diese Aussage als rein virologische Expertise einzuordnen, die mit anderen Interessen in Einklang gebracht werden m&uuml;sse, wurde er sogleich scharf von der Journalistin unterbrochen, der offenbar bereits dieser Versuch einer Differenzierung nicht ins Konzept passte. <\/p><p>Lockerungen seien &ndash; so Miosga &ndash; ja zuallererst eine Forderung der Wirtschaft: &bdquo;Es ist ja ein Traum der Wirtschaft, Risikogruppen absondern, damit alle andere endlich wieder zur Arbeit und zur Schule gehen k&ouml;nnen&ldquo;, so Miosga. Nat&uuml;rlich will niemand irgendjemanden &bdquo;absondern&ldquo; &ndash; alleine diese Wortwahl zeigt schon den Bias der Fragestellung. Und wieder zur Arbeit und zur Schule gehen zu k&ouml;nnen, ist ja wohl vor allem ein Traum derjenigen, die zurzeit vor einem sozio&ouml;konomischen Scherbenhaufen stehen, und der Sch&uuml;ler, die nun zu Hause bleiben m&uuml;ssen. Doch offenbar hatte Miosgas Einwurf &ndash; so schlicht er auch sein m&ouml;ge &ndash; Erfolg, lie&szlig; sich Drosten einmal mehr zu einer mehr als gewagten These hinrei&szlig;en.<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Es spricht vieles, wenn nicht gar alles, daf&uuml;r, dass wir ein gro&szlig;es Problem bekommen werden. Es gibt sehr hohe Fallzahlen. Wir sehen dann auch schwere Verl&auml;ufe bei j&uuml;ngeren Altersgruppen, die wir im Moment dort nur ausnahmsweise sehen&ldquo;.<br>\n&ndash; Christian Drosten\n<\/p><\/blockquote><p>W&auml;re Miosga eine gute Journalistin, h&auml;tte sie an dieser Stelle eingehakt. Wie viele schwere Krankheitsverl&auml;ufe gibt es denn bei J&uuml;ngeren? Und wie hoch m&uuml;ssten die Fallzahlen sein, dass dieser Faktor die Kollateralsch&auml;den der Ma&szlig;nahmen &uuml;berwiegt? Schauen wir doch einmal auf die Zahlen unserer Nachbarl&auml;nder[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">*<\/a>]. In der Schweiz machen die von Miosga und Drosten genannten &bdquo;J&uuml;ngeren&ldquo; nur einen Bruchteil der hospitalisierten F&auml;lle aus. Insgesamt <a href=\"https:\/\/rsalzer.github.io\/COVID_19_AGE\/\">waren dort<\/a> nur rund 10% der im Krankenhaus behandelten Corona-Patienten j&uuml;nger als 50 Jahre. So lag beispielsweise die altersspezifische Hospitalisationsrate der 20- bis 29-J&auml;hrigen, die bei den positiv Getesteten die gr&ouml;&szlig;te Gruppe ausmachen, lediglich bei 0,4% &ndash; von 1.000 Infizierten mussten also lediglich vier im Krankenhaus behandelt werden. Und diese Zahl ber&uuml;cksichtigt noch nicht einmal die Dunkelziffer, die nach Expertensch&auml;tzung zwischen dem F&uuml;nf- und Zehnfachen liegt. Realistischer ist es also, dass in dieser Altersgruppe von 10.000 Infizierten lediglich vier im Krankenhaus behandelt werden m&uuml;ssen. Gestorben ist aus dieser Altersgruppe bislang &uuml;brigens kein einziger Schweizer. Demgegen&uuml;ber lag die Hospitalisationsrate der &uuml;ber 80-J&auml;hrigen bei fast 35%. Mehr als jeder dritte hochbetagte Infizierte musste im Krankenhaus behandelt werden und fast 16% verstarben an oder mit dem Virus. <\/p><p>Und wie sieht es mit den wirklich schweren Krankheitsverl&auml;ufen aus, die Drosten anspricht? Dazu geben die <a href=\"https:\/\/www.sozialministerium.at\/Informationen-zum-Coronavirus\/Neuartiges-Coronavirus-(2019-nCov).html\">Daten aus &Ouml;sterreich<\/a> eine Auskunft. Das dortige Gesundheitsministerium stellt in seinem Factsheet fest: &bdquo;Der Altersschnitt des ICU-Belags ist von &auml;lteren Altersgruppen dominiert. 62 % sind &auml;lter als 65 Jahre, nur 13 % der Personen auf Intensivstationen waren j&uuml;nger als 50&ldquo;. In &Ouml;sterreich lagen &uuml;brigens w&auml;hrend der gesamten bisherigen Pandemie nur 171 Patienten unter 50 auf der Intensivstation und dies bei einer Kapazit&auml;t von mehr als 2.000 Betten. <\/p><p>Es geh&ouml;rt also schon sehr viel Phantasie und noch mehr Alarmismus dazu, hier bar jeder Evidenz ein Szenario zu entwerfen, bei dem im Sommer(!) massenhaft junge Infizierte die Krankenh&auml;user f&uuml;llen sollen. Es g&auml;be also zahlreiche kritische Fragen, die man Christian Drosten h&auml;tte stellen k&ouml;nnen; ja, h&auml;tte stellen m&uuml;ssen. Doch kritische Fragen sind offenbar nicht die Sache einer Caren Miosga. <\/p><p>Stattdessen z&uuml;ndete sie die n&auml;chste Eskalationsstufe und fragte Drosten lieber, warum er nicht bei der Initiative &bdquo;No Covid&ldquo; mitmachen w&uuml;rden &ndash; eine seltsame Frage, geh&ouml;rt Drosten doch zu den <a href=\"https:\/\/www.containcovid-pan.eu\/index.php?url=signatories&amp;statement=lowNumbers\">Erstunterzeichnern<\/a> der &bdquo;Contain Covid-19&ldquo;-Initiative, die die wissenschaftliche Grundlage von &bdquo;No Covid&ldquo; ist. Drostens Antwort dazu war wieder eine f&ouml;rmliche Einladung, kritisch nachzuhaken. So definierte er seine &bdquo;Grundphilosophie&ldquo; im Erreichen eines niedrigen R-Werts. Genau diese Debatte hatten wir jedoch bereits im letzten Sommer. So plausibel der R-Wert als Ma&szlig; f&uuml;r die epidemiologische Situation in Zeiten hoher Infektionszahlen ist, so unplausibel ist er im Sommer, wenn die Infektionen ohnehin auf einem niedrigen Niveau rangieren. Wenn die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen beispielsweise wie im letzten Juni und Juli fast durchg&auml;ngig unter 500 pro Tag liegt, sagt auch der R-Wert, der die Entwicklung der Infektionen beschreibt, wenig bis nichts aus. Da k&ouml;nnen dann regionale Ereignisse &aacute; la T&ouml;nnies (wo es &uuml;brigens bei 2.119 F&auml;llen nur 41 Hospitalisierungen <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/covid-19-was-aus-den-infizierten-bei-toennies-wurde.676.de.html?dram:article_id=483414\">gab<\/a>) den R-Wert hochtreiben. <\/p><p>Angeblich ging es Miosga und Drosten im Gespr&auml;ch darum, eine Perspektive zu entwickeln. Im Ergebnis lieferten sie jedoch genau das Gegenteil. Nun sollte man wohl mit dem Virologen Drosten nicht allzu hart ins Gericht gehen. Er ist nun einmal Virologe und sieht die Pandemie mit der Brille eines Virologen. F&uuml;r ihn m&uuml;ssen weder die Sorgen und Argumente anderer Disziplinen, wie die der Psychologen, P&auml;dagogen, Soziologen oder &Ouml;konomen, eine Rolle spielen und er muss aus seiner Funktion heraus auch nicht der Interessenvertreter der Opfer der indirekten Kollateralsch&auml;den sein. Das ist ok. Ein Ornithologe w&uuml;rde wohl zum sofortigen Abriss aller Windr&auml;der blasen und so mancher &Ouml;konom soll ja auch bei seinen Ideen zum Lohngef&uuml;ge die Interessen der Lohnempf&auml;nger ausblenden. Es w&auml;re jedoch Aufgabe eines kritischen Journalisten, auf diese Interessenkonflikte hinzuweisen und die Aussagen von Virologen in einem gr&ouml;&szlig;eren Rahmen einzuordnen. <\/p><p>Dies hat Caren Miosga str&auml;flich unterlassen. Man h&auml;tte eher vermuten k&ouml;nnen, dieses Interview sei ein Fachgespr&auml;ch f&uuml;r ein virologische Fachzeitschrift, bei dem alle Aspekte, die ein wenig &uuml;ber die Scheuklappen der eigenen Disziplin hinausgehen, ausgeblendet werden. Damit setzt Miosga einen gef&auml;hrlichen Trend fort, der die mediale Berichterstattung seit Monaten charakterisiert. Man sieht den gesamten Themenbereich aus der virologischen Perspektive und blendet alles andere aus. So wundert es dann auch nicht, wenn Miosga Drosten auffordert, bestimmte Fragestellungen doch bitte &bdquo;aus rein wissenschaftlicher Sicht&ldquo; zu beantworten. W&auml;re Drosten ein differenziert denkender Mensch, h&auml;tte er geantwortet: &bdquo;Gerne, aber aus welcher wissenschaftlichen Disziplin heraus soll ich denn die Frage beantworten?&ldquo; Doch zu so viel Differenziertheit sind offenbar weder Virologen wie Drosten noch Journalisten wie Miosga im Stande. <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;*<\/a>] Erstaunlicherweise gibt es selbst ein Jahr nach Ausbruch der Krankheit in Deutschland immer noch keine transparente Statistik, aus der ersichtlich w&auml;re, wie viele Testpositive bestimmter Altersgruppen erkranken, wie schwer die Erkrankung verl&auml;uft und welche medizinische Behandlung n&ouml;tig ist. <\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vertreter der gro&szlig;en Medien weisen den Vorwurf, sie neigten dazu, in Sachen Corona Panik zu sch&uuml;ren, gerne von sich. Wie falsch sie damit liegen, zeigt <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/coronavirus-drosten-101.html\">ein Interview<\/a> mit dem Virologen Christian Drosten, das die Tagesthemen-Moderatorin Caren Miosga in der gestrigen Sendung f&uuml;hrte. Dass Drosten innerhalb der Virologenzunft eher zu den &bdquo;Falken&ldquo; gerechnet werden kann,<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69219\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":69220,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,149,183,11],"tags":[2846,2880,2857,2024,2855,570,2834],"class_list":["post-69219","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-gesundheitspolitik","category-medienkritik","category-strategien-der-meinungsmache","tag-drosten-christian","tag-impfungen","tag-lockdown","tag-miosga-caren","tag-morbiditaet","tag-tagesthemen","tag-virenerkrankung"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Bildschirmfoto-2021-01-27-um-13.26.01-scaled.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/69219","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=69219"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/69219\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":69250,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/69219\/revisions\/69250"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/69220"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=69219"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=69219"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=69219"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}