{"id":69231,"date":"2021-01-27T14:30:25","date_gmt":"2021-01-27T13:30:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69231"},"modified":"2021-02-12T09:58:01","modified_gmt":"2021-02-12T08:58:01","slug":"corona-und-massenhafte-ueberwachung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69231","title":{"rendered":"Corona und massenhafte \u00dcberwachung"},"content":{"rendered":"<p>Eine bedenkliche Begleiterscheinung der Corona-Politik ist die Einf&uuml;hrung von Mitteln der Massen&uuml;berwachung. Gleichzeitig ger&auml;t die Idee des Datenschutzes prinzipiell unter Druck. Dazu kommt, dass viele B&uuml;rger diese Entwicklungen unter dem Eindruck der &bdquo;Pandemie&ldquo;-Bek&auml;mpfung eher akzeptieren. Von <strong>Tobias Riegel<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_7875\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-69231-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210127_Corona_und_massenhafte_Ueberwachung_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210127_Corona_und_massenhafte_Ueberwachung_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210127_Corona_und_massenhafte_Ueberwachung_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210127_Corona_und_massenhafte_Ueberwachung_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=69231-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210127_Corona_und_massenhafte_Ueberwachung_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"210127_Corona_und_massenhafte_Ueberwachung_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Das Recht auf den Schutz der eigenen Daten ger&auml;t im Zuge der Corona-Politik unter den Druck eines vielstimmigen Chores. Hier folgen einige ausgew&auml;hlte Stimmen. So forderte der Chef des Mobilfunk-Konzerns Vodafone Deutschland gerade, beim Thema Datenschutz &bdquo;&uuml;ber  unseren Schatten zu springen&ldquo;, <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Handydaten-sollen-gegen-Corona-helfen-article22311630.html\">wie Medien berichten<\/a>: Mobilit&auml;tsdaten k&ouml;nnten helfen, die Krise schneller und besser zu bew&auml;ltigen. Aktuell sei dies aber wegen des &ldquo;hiesigen Datenschutzes&rdquo; nicht gestattet. Er frage sich angesichts der aktuellen &bdquo;Fallzahlen&ldquo; aber, &ldquo;ob wir jetzt nicht mal &uuml;ber unseren Schatten springen sollten&ldquo;. (&hellip;) &ldquo;Personalisierte Daten w&auml;ren ein weitreichender Schritt, selbst dar&uuml;ber sollte man aber nachdenken und reden k&ouml;nnen.&ldquo;<\/p><p>Der CDU-Politiker Friedrich Merz erkl&auml;rte k&uuml;rzlich <a href=\"https:\/\/t3n.de\/news\/viel-datenschutz-friedrich-merz-corona-warn-app-1349218\/\">laut Medien<\/a>, dass Politik und Recht &bdquo;viel zu viel auf den individuellen Datenschutz&ldquo; ausgerichtet seien, auch wenn dies auf Kosten der Allgemeinheit gehe. Die Corona-Warn-App, so Merz, sei wirkungslos, da sie eine Nachverfolgung der Infizierten nicht erm&ouml;gliche. Eine Tracking-App, wie sie etwa in S&uuml;dkorea oder Japan erfolgreich zum Einsatz gekommen sei, sei &bdquo;viel effizienter&ldquo;. In einem <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/plus224695267\/Grundrechte-Unser-Datenschutz-verhindert-eine-wirksame-Corona-Warn-App.html\">Gastbeitrag in der &bdquo;Welt&rdquo;<\/a> wird so argumentiert: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Unser Datenschutz verhindert eine wirksame Corona-Warn-App: Die Bundesregierung ist der Ansicht, dass es am Datenschutz keinerlei Abstriche geben darf &ndash; w&auml;hrend die anderen Grundrechte massiv eingeschr&auml;nkt werden. Doch es ist nicht zul&auml;ssig, ein einzelnes Grundrecht zu verabsolutieren und die anderen Grundrechte daf&uuml;r zu opfern.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Die Floskel vom &bdquo;falsch verstandenen Datenschutz&ldquo;<\/strong><\/p><p>Und <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/corona-pandemie-die-sorge-um-die-daten-wird-zum-totschlagsargument-ld.1596449\">die NZZ ist erstaunt<\/a>, dass &bdquo;die Informationstechnik nicht ausreichend zur Bek&auml;mpfung der Corona-Pandemie genutzt&ldquo; werde. In verschiedenen asiatischen L&auml;ndern &ndash; insbesondere S&uuml;dkorea und Taiwan &ndash; w&uuml;rden Bewegungsprofile basierend auf den Handydaten zur Kontaktverfolgung und zur Isolierung Infizierter benutzt, so die Zeitung. Nicht nur China betreibe eine informationstechnische Beobachtung der Bev&ouml;lkerung zur Seuchenbek&auml;mpfung, sondern auch demokratische Staaten. Weil manche dieser L&auml;nder mit &auml;hnlichen Instrumenten aber auch die politische Zuverl&auml;ssigkeit der Menschen sichern wollten, w&uuml;rde in westlichen Rechtsstaaten auf die entsprechenden Techniken verzichtet, beklagt die NZZ und fragt:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Und besteht in Deutschland (oder seinen europ&auml;ischen Nachbarl&auml;ndern) wirklich die ernsthafte Gefahr, dass eine autorit&auml;re Regierung sich daranmacht, die B&uuml;rger total zu &uuml;berwachen? Diese These wird von einigen besorgten Datensch&uuml;tzern vertreten. Sie ist hier und heute durch nichts begr&uuml;ndet.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Nicht immer wird die neue Technik begeistert begr&uuml;&szlig;t, was auch an Missbrauch durch Sicherheitsbeh&ouml;rden liegt. So gibt es in Singapur aktuell gro&szlig;en Unmut dar&uuml;ber, dass die erhobenen Daten nicht nur zum &bdquo;Gesundheitsschutz&ldquo; genutzt werden, sondern auch zur Strafverfolgung, <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/hintergrund\/Singapur-Vertrauensmissbrauch-bei-der-Corona-Kontaktverfolgung-5025881.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE\">wie Medien berichten<\/a>: &bdquo;Das Innenministerium best&auml;tigte, dass die Daten von der Polizei f&uuml;r strafrechtliche Ermittlungen eingesehen werden k&ouml;nnten.&ldquo; Dieser Vorgang erinnert an die von der deutschen Polizei beschlagnahmten G&auml;stelisten aus Gastst&auml;tten &ndash; eine Praxis, die ebenfalls den Ank&uuml;ndigungen, die Listen dienten nur dem &bdquo;Gesundheitsschutz&ldquo;, widersprach.  Die NachDenkSeiten haben in dem Artikel &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63227\">Die Polizei und die Corona-G&auml;stelisten: Mit T&auml;uschung in die Vorratsdatenspeicherung?<\/a>&ldquo; &uuml;ber den Vorgang berichtet :<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Zus&auml;tzlich besteht die Gefahr, dass auf solch umstrittenen Wegen erhobene Daten (wenn sie einmal verf&uuml;gbar sind und die Nutzung f&uuml;r ein begrenztes Feld erlaubt wurde) dann auch au&szlig;erhalb des einst eingegrenzten Feldes genutzt werden k&ouml;nnten. Die Floskel vom &sbquo;falsch verstandenen Datenschutz&lsquo; kennt man bereits von der Debatte um die Rechtfertigung der Voratsdatenspeicherung.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p><strong>&bdquo;Der Staat muss Bewegungsprofile auswerten d&uuml;rfen&ldquo; <\/strong><\/p><p>Zu Wort gemeldet hat sich auch Stefan Dr&auml;ger, der Chef des gr&ouml;&szlig;ten Herstellers von Beatmungsger&auml;ten weltweit, <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/plus223409128\/Stefan-Draeger-Der-Staat-muss-Bewegungsprofile-auswerten-und-nutzen-duerfen.html\">wie die &bdquo;Welt&ldquo; berichtet<\/a>: &bdquo;Der Staat muss Bewegungsprofile auswerten und nutzen d&uuml;rfen.&ldquo; Laut <a href=\"https:\/\/www.oldenburger-onlinezeitung.de\/nachrichten\/draeger-chef-staat-muss-bewegungsprofile-auswerten-duerfen-56191.html\">Medien<\/a> sagte Dr&auml;ger weiter: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Um besser mit Corona leben zu k&ouml;nnen, k&ouml;nnte man dar&uuml;ber nachdenken, den Datenschutz aufzuweichen und dem Beispiel asiatischer L&auml;nder zu folgen. Nur traut sich kaum einer, das zu sagen.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Der Staat m&uuml;sse Bewegungsprofile auswerten und das Wissen dar&uuml;ber nutzen d&uuml;rfen, wer mit wem an welchem Ort Kontakt habe, so Dr&auml;ger. Sch&uuml;tzenhilfe f&uuml;r diese weitreichenden &Uuml;berwachungs-Pl&auml;ne erh&auml;lt er von Uwe Brandl, Pr&auml;sident des Bayerischen Gemeindetags, <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/bayern\/tabubruch-brandls-handy-ueberwachungsvorschlag-schlaegt-wellen,SLmIpyN\">wie Medien berichten<\/a>. Brandl h&auml;lt den coronabedingt geltenden 15-Kilometer-Bewegungsradius f&uuml;r schwer kontrollierbar. Als Alternative schl&auml;gt er vor, Bewegungsprofile aus Handys auszulesen.<\/p><p><strong>&bdquo;Wegen Corona&ldquo;: Zugriff auf Standorte, Bewegungsprofile und Adressb&uuml;cher<\/strong><\/p><p>Wohin die Reise auch f&uuml;r uns gehen k&ouml;nnte, wenn man den hier zitierten Stimmen folgt, kann man an den abschreckenden Beispielen vieler L&auml;nder sehen: &bdquo;Die Corona-Pandemie beschleunigt die digitale Massen&uuml;berwachung rasant&ldquo;, erkl&auml;rt etwa die Initiative &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.brot-fuer-die-welt.de\/themen\/dossier-corona-und-menschenrechte\/corona-und-ueberwachung\/\">Brot f&uuml;r die Welt<\/a>&ldquo; und f&uuml;hrt aus: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;In vielen L&auml;ndern kontrollieren Apps Bewegungen und Kontakte gro&szlig;er Teile der Bev&ouml;lkerung. Manche Regierungen missbrauchen die Daten, um kritische Stimmen zu unterdr&uuml;cken. Sch&auml;tzungsweise eine Milliarde Menschen nutzen allein in China und Indien Tracing- und Tracking-Apps. Die Regierungen haben so Zugriff auf Standortdaten, Bewegungsprofile und im Fall der indischen App Aarogya Setu auch auf die Adressb&uuml;cher der Nutzerinnen und Nutzer. Es fehlen Angaben zur Verwendung der Daten, L&ouml;schfristen und die Zusicherung, die Daten unter Wahrung der Anonymit&auml;t auszuwerten. Offiziell gilt die Nutzung der Apps zwar als freiwillig, aber praktisch wird sie erzwungen.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Auf die Gefahr der Verstetigung der &bdquo;Corona-Ma&szlig;nahmen&ldquo; weist &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.amnesty.de\/informieren\/aktuell\/covid-19-digitale-ueberwachung-gefaehrdet-unsere-menschenrechte\">Amnesty International<\/a>&ldquo; hin: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Die jetzt getroffenen Ma&szlig;nahmen k&ouml;nnten die Krise &uuml;berdauern und bestimmen, wie &Uuml;berwachung in einer Welt nach COVID-19 aussieht. (&hellip;) Sind Daten erst einmal gesammelt, besteht die Gefahr, dass sie auch f&uuml;r andere Zwecke eingesetzt werden als zum Schutz der Gesundheit.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Die Initiative f&auml;hrt fort:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Einige Regierungen arbeiten mit Unternehmen zusammen, die in der Vergangenheit den Respekt vor den Menschenrechten vermissen lie&szlig;en. Die umstrittenen US-amerikanischen Anbieter von &Uuml;berwachungstechnologie Clearview AI und Palantir befinden sich Berichten zufolge in Gespr&auml;chen mit US-Beh&ouml;rden. Das israelische &Uuml;berwachungsunternehmen NSO Group, das seine Produkte an Regierungen mit erschreckender Menschenrechtsbilanz verkauft, vertreibt jetzt ein Big-Data-Analysetool, das angeblich die Ausbreitung des Virus &uuml;ber die Bewegungsdaten der Menschen nachvollzieht.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Kontrolle und Zensur<\/strong><\/p><p>Begleitet wird diese Entwicklung hin zu mehr &Uuml;berwachung von einer Verengung des Debattenraums in fast allen gro&szlig;en Medien und einer sich versch&auml;rfenden Praxis von L&ouml;schungen der Beitr&auml;ge Andersdenkender in den sozialen Medien. Diese Entwicklung ist in Deutschland nicht zu leugnen, in anderen L&auml;ndern ist sie teils noch weiter fortgeschritten. So habe die &bdquo;Corona-Pandemie zu einem &sbquo;dramatischen Verfall&lsquo; der Freiheit im Internet gef&uuml;hrt&ldquo; &ndash; zu diesem Ergebnis kommt die teils fragw&uuml;rdige US-Organisation &bdquo;Freedom House&ldquo;, wie die &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/digital\/digitale-ueberwachung-selfies-fuer-den-staat-1.5069669\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>&ldquo; bereits im Herbst berichtete. Bei dem Absatz ist aber zu beachten, dass sich die Zensur zumindest hierzulande nicht gegen &bdquo;Informationen &uuml;ber die Ausbreitung der Pandemie&ldquo; richtet, sondern gegen kritische Standpunkte gegen&uuml;ber der offiziellen Corona-Politik: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Dieses Jahr zeige sich ein &lsquo;besonders d&uuml;steres&rsquo; Bild. Staatliche und private Akteure in zahlreichen L&auml;ndern h&auml;tten die Krise genutzt, um online ver&ouml;ffentlichte Informationen zu steuern, kritische Berichte zu unterdr&uuml;cken und neue Technologien zur sozialen Kontrolle zu&nbsp;installieren. Beh&ouml;rden h&auml;tten in mindestens 28 von 65 untersuchten L&auml;ndern Websites gesperrt oder einzelne Nutzer, Plattformen oder Online-Publikationen gezwungen, Informationen &uuml;ber die Ausbreitung der Pandemie zu l&ouml;schen. In mindestens 13 L&auml;ndern sei das Internet zeitweise ganz abgeschaltet worden, besonders h&auml;ufig in Regionen, in denen Minderheiten leben. Neue Gesetze zur Eind&auml;mmung vermeintlich falscher Nachrichten &uuml;ber das Infektionsgeschehen oder zum Erhalt der &ouml;ffentlichen Ordnung w&uuml;rden vielfach missbraucht.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Zur Massen-Kontrolle &uuml;ber &bdquo;Corona-Warn-Apps&ldquo; in anderen L&auml;ndern schreibt die Zeitung:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Es ist m&ouml;glich, diese Apps so zu programmieren wie die von Datensch&uuml;tzern gelobte deutsche Corona-Warn-App. (&hellip;) In mindestens 54 L&auml;ndern aber existieren laut dem Bericht nur minimale Vorkehrungen gegen den Missbrauch solcher sensiblen Informationen, die zudem vielfach mit bereits existierenden, &ouml;ffentlich oder privatwirtschaftlich erhobenen Daten &uuml;ber die B&uuml;rger gekoppelt und an verschiedene Beh&ouml;rden weitergegeben w&uuml;rden. (&hellip;) In pakistanischen Geheimdienstberichten sei die Rede von abgeh&ouml;rten Telefonaten in Krankenh&auml;usern, mit denen ermittelt werden solle, ob Freunde und Bekannte von Patienten ebenfalls Symptome&nbsp;zeigen. (&hellip;) S&uuml;dkoreanische Beamte griffen auf Kreditkartenabrechnungen, Handystandorte und Sicherheitskameras zu, um die Ausbreitung des Virus zu &uuml;berwachen.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p><strong>&bdquo;So &uuml;berwacht der Arbeitgeber seine Mitarbeiter! F&uuml;nf Methoden im Test&ldquo;<\/strong><\/p><p>Ein weiteres potenzielles Feld der zuk&uuml;nftigen Massen&uuml;berwachung ist der Arbeitsplatz. Dass Corona als &bdquo;T&uuml;r&ouml;ffner f&uuml;r &Uuml;berwachung der Mitarbeiter&ldquo; genutzt werden kann, haben die NachDenkSeiten im <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63124\">gleichnamigen Artikel<\/a> beschrieben: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Die Einf&uuml;hrung eines &sbquo;&Ouml;kosystems&lsquo; an Werkzeugen zur betriebsinternen &Uuml;berwachung der Mitarbeiter wird von PWC mit dem &sbquo;Schutz der eigenen Mitarbeiter in Bezug auf Hygiene und Infektionsrisiken&lsquo; begr&uuml;ndet. (&hellip;) Laut DLF haben auch andere IT-Firmen oder Unternehmensberatungen wie die Boston Consulting Group (BCG) erkannt, dass Firmen einen Bedarf an &sbquo;Pandemie-Kontrollsystemen&lsquo; h&auml;tten, und w&uuml;rden diese nun anbieten. (&hellip;) Dabei proklamieren die meisten Unternehmen, die Nutzung der Apps beruhe auf Freiwilligkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Doch diese &sbquo;Freiwilligkeit&lsquo; ist gegen&uuml;ber dem Arbeitgeber nicht gegeben.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Aktuell untersucht &bdquo;Stiftung Warentest&ldquo;, welche Mittel hier gerade noch legal w&auml;ren. Laut <a href=\"https:\/\/www.bz-berlin.de\/ratgeber\/so-ueberwacht-der-arbeitgeber-seine-mitarbeiter-fuenf-methoden-im-test\">Medien<\/a> hei&szlig;t es dort: &bdquo;Was ist erlaubt, was nicht? So &uuml;berwacht der Arbeitgeber seine Mitarbeiter! F&uuml;nf Methoden im Test&ldquo;. Der Bericht f&auml;hrt fort:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Webcam-Aufzeichnungen: Manche Software erm&ouml;glicht es, Besch&auml;ftigte &uuml;ber die Kamera des Rechners zu kontrollieren. Eine solche Video&uuml;berwachung ohne jeglichen Anlass ist in aller Regel verboten. Besteht etwa der Verdacht, dass Besch&auml;ftigte bei den Arbeitszeiten betr&uuml;gen, kann eine heimliche &Uuml;berwachung ausnahmsweise und zeitlich eng begrenzt zul&auml;ssig sein, erkl&auml;rt Stiftung Warentest. Allerdings nur dann, wenn sie das einzig m&ouml;gliche Mittel ist, den Arbeitszeitbetrug nachzuweisen.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Viele Menschen w&uuml;rden die in diesem Text thematisierten Kontrollma&szlig;nahmen eigentlich nur vor&uuml;bergehend und nur zur akuten Gefahrenabwehr akzeptieren. Unter dem Eindruck einer angstsch&uuml;renden Medienkampagne sieht das aber schon anders aus. Der oben zitierte <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/digital\/digitale-ueberwachung-selfies-fuer-den-staat-1.5069669\">Bericht<\/a> von Freedom House schlie&szlig;t mit der berechtigten Warnung vor einer Verstetigung der offiziell als nur tempor&auml;r dargestellten Ma&szlig;nahmen:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Die Autoren des Berichts schreiben, dass es &sbquo;schwierig, wenn nicht unm&ouml;glich&rsquo; sein werde, solche Instrumente zur &Uuml;berwachung wieder au&szlig;er Betrieb zu nehmen, nachdem das Virus bezwungen ist. Die Geschichte zeige, &sbquo;dass neue staatliche Vollmachten f&uuml;r gew&ouml;hnlich die urspr&uuml;ngliche Bedrohung &uuml;berdauern&lsquo;.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Titelbild: DedMityay \/ Shutterstock<\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<strong>Mehr zum Thema<\/strong>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63124\">Corona als T&uuml;r&ouml;ffner f&uuml;r &Uuml;berwachung der Mitarbeiter<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62359\">Niemand hat die Absicht, einen Immunit&auml;tsausweis einzuf&uuml;hren<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60725\">Corona: Der &bdquo;freiwillige&ldquo; Zwang gegen die B&uuml;rger<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64071\">Massen-Kontrolle: &bdquo;Alle nutzen Google und Facebook und haben jetzt pl&ouml;tzlich Datenschutz-Bedenken&ldquo;<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57845\">&bdquo;Clearview&ldquo;: Die Realit&auml;t der massenhaften &Uuml;berwachung<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54820\">Gesichtserkennung: Mit Populismus in den &Uuml;berwachungsstaat<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52320\">Rosige Zeiten f&uuml;r Zensoren und Spione: Der Gro&szlig;angriff des &Uuml;berwachungsstaates<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44517\">&bdquo;Kontinuierliche, automatische &Uuml;berwachung&ldquo;: Die EU, die Zensur und das Urheberrecht<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63227\">Die Polizei und die Corona-G&auml;stelisten: Mit T&auml;uschung in die Vorratsdatenspeicherung?<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63870\">Willkommen in der &bdquo;neuen Normalit&auml;t&ldquo;<\/a>\n<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine bedenkliche Begleiterscheinung der Corona-Politik ist die Einf&uuml;hrung von Mitteln der Massen&uuml;berwachung. 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