{"id":69288,"date":"2021-01-29T09:10:19","date_gmt":"2021-01-29T08:10:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69288"},"modified":"2021-02-12T09:57:36","modified_gmt":"2021-02-12T08:57:36","slug":"der-grosse-umbau-findet-doch-schon-seit-mindestens-40-jahren-statt-was-soll-dann-das-schwaermen-von-schwab-und-co","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69288","title":{"rendered":"Der gro\u00dfe Umbau findet doch schon seit mindestens 40 Jahren statt \u2013 was soll dann das Schw\u00e4rmen von Schwab und Co?"},"content":{"rendered":"<p>Die NachDenkSeiten hatten zum Thema Great Reset am 5. Januar <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68520\">einen Beitrag<\/a> gebracht und dann am 20. Januar <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68995\">Leserbriefe dazu<\/a> eingestellt. Dabei hatte ich angek&uuml;ndigt, auf das Thema zur&uuml;ckkommen zu wollen, was hiermit geschieht. Das Thema beherrscht nach wie vor in manchen Zirkeln die Debatte. Auch auf den NachDenkSeiten taucht es wie beim <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69261\">Interview mit Hannes Hofbauer<\/a> immer wieder auf. Ich bin immer noch nicht von der Bedeutung dieses Schlagworts &uuml;berzeugt. Aber ich bin noch mehr davon &uuml;berzeugt, dass der Gr&uuml;nder und Macher des Forums von Davos eine gro&szlig;e PR-Begabung ist &ndash; von der F&auml;higkeit abgesehen, dass es ihm gelungen ist, immer wieder Leute mit viel Einfluss in Davos zu versammeln und ihren Einfluss sich dort gegenseitig best&auml;tigen und verst&auml;rken zu lassen. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_3700\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-69288-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210129-Der-grosse-Umbau-findet-doch-schon-seit-mindestens-40-jahren-statt-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210129-Der-grosse-Umbau-findet-doch-schon-seit-mindestens-40-jahren-statt-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210129-Der-grosse-Umbau-findet-doch-schon-seit-mindestens-40-jahren-statt-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210129-Der-grosse-Umbau-findet-doch-schon-seit-mindestens-40-jahren-statt-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=69288-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210129-Der-grosse-Umbau-findet-doch-schon-seit-mindestens-40-jahren-statt-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"210129-Der-grosse-Umbau-findet-doch-schon-seit-mindestens-40-jahren-statt-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/wirtschaft\/the-great-reset-szenarien-fuer-eine-neue-wirtschaftsordnung,SNJ3i9R\">Auch in diesem Jahr<\/a> ist es Herrn Schwab gelungen, wichtige Menschen zumindest virtuell zu versammeln. Man konnte nach den Ank&uuml;ndigungen erwarten, dass wir bei den Video-Statements wenigstens erfahren, wie der Great Reset &ndash; der gro&szlig;e Umbau oder in anderer Formulierung: die neue Gesellschaftsordnung &ndash; konkret aussehen soll. Ich war gespannt und bin entt&auml;uscht. Haben Sie bei der in dieser Woche gelaufenen virtuellen Sitzung des World Economic Forum etwas Wegweisendes &uuml;ber den gro&szlig;en Umbau geh&ouml;rt? Vom F&uuml;hrer aus China? Von Angela und Ursula? Der Great Reset von Davos schmolz jetzt schon dahin wie der Schnee von Davos demn&auml;chst im April.<\/p><p>Das ist schon deshalb verst&auml;ndlich, weil der Umbau schon lange stattgefunden hat. Was jetzt zum Beispiel mit dem Pochen auf Nachhaltigkeit und schnellere Digitalisierung hinzukommt, sind Akzentverschiebungen oder nur PR-T&uuml;nche. Sogar BlackRock t&uuml;ncht mit. Siehe hier &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.blackrock.com\/ch\/privatanleger\/de\/blackrock-client-letter\">Nachhaltigkeit wird BlackRocks neuer Investmentstandard<\/a>&ldquo;.<\/p><p><strong>Neben den schon lange zur&uuml;ckliegenden grundlegenden Ver&auml;nderung gibt es aktuell schlimme Ver&auml;nderungen, die vor allem aus der Corona-Politik folgen:<\/strong><\/p><ul>\n<li>massenweise Insolvenzen<\/li>\n<li>Konzentration beim Einzelhandel, wahrscheinlich werden Ketten besser &uuml;berleben als selbstst&auml;ndige Einzelh&auml;ndler<\/li>\n<li>Sondergewinne beim Versandgewerbe, insbesondere Amazon<\/li>\n<li>Konzentration im Hotel- und Gastst&auml;ttengewerbe, auch hier wird es eine Konzentration zugunsten der gr&ouml;&szlig;eren Einheiten geben<\/li>\n<li>Sondergewinne bei allen, die &uuml;ber finanzielle Reserven verf&uuml;gen und die Schw&auml;chere aufkaufen k&ouml;nnten<\/li>\n<li>Sondergewinne bei Hightech<\/li>\n<li>eine weitere Verschlechterung der Einkommens- und Verm&ouml;gensverteilung<\/li>\n<li>Ausbau der &Uuml;berwachungsm&ouml;glichkeiten<\/li>\n<li>massenweise psychische Probleme bei quasi weggesperrten Personen, usw.. <\/li>\n<\/ul><p>Die NachDenkSeiten haben diese und andere Folgen oft und auf vielf&auml;ltige Weise beschrieben.<\/p><p>Es wird auch ein paar positive Verschiebungen geben: weniger Flug- und Fernreisen, weil jetzt ge&uuml;bt worden ist, dass man manches in Videokonferenzen erledigen kann. Diese Erfahrung wird allerdings auch negative Folgen haben. Zum Beispiel wird der Zusammenhalt der Arbeitnehmerschaft und auch die gewerkschaftliche Arbeit damit nicht erleichtert, sondern sehr viel schwieriger.<\/p><p><strong>Bei allen &Auml;nderungen muss man ja wohl die Frage stellen d&uuml;rfen, was daran grundlegender sein soll als das, was bisher schon einget&uuml;tet und ver&auml;ndert worden ist.<\/strong><\/p><p>Der Umbau unserer Gesellschaft hat hierzulande wie in vielen anderen L&auml;ndern nicht erst jetzt mit der Pandemie, sondern sehr viel fr&uuml;her begonnen. Seit den siebziger und achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts ist viel passiert. Auf der Basis des Washington Consensus und angetrieben davon ist umgebaut worden. Die Stichworte: Flexibilisierung, Privatisierung, Deregulierung, Verschiebung des Einkommens und der Verm&ouml;gen von unten nach oben. Man k&ouml;nnte von einem Zeitalter der Restauration sprechen. Aus der Warte eines auf sozialen Fortschritt und solidarisches Zusammenleben pochenden Beobachters muss man feststellen: Wo man hinschaut, herrscht R&uuml;ckschritt. Daf&uuml;r stehen Politiker und Ideologen, die Namen haben: Thatcher, Reagan, Blair, Pinochet, die Chicago Schule, Lambsdorff, Schr&ouml;der, Merz, Merkel, Fischer.<\/p><p>Die Ver&auml;nderungen waren wirklich gravierend. Viele gute gesellschaftliche Einrichtungen und Regelungen wurden aufgegeben und durch schlechtere ersetzt. Wenn man will, kann man das, was nach den siebziger Jahren passiert ist, den Gro&szlig;en Umbau nennen, und wenn man das in Englisch sagen will, dann nennt man es eben Great Reset. An einige gravierende Ver&auml;nderungen sei erinnert:<\/p><ol>\n<li>W&auml;hrend die <strong>Einkommens- und Verm&ouml;gensverteilung<\/strong> in mehreren Phasen seit 1914 nicht noch schlimmer geworden war und sich stattdessen in Teilen sogar verbessert hat, gibt es seit dem Ende der siebziger Jahre und in den achtziger Jahren bis heute eine deutlich erkennbare weitere Verschlechterung. Darauf, auf diese v&ouml;llig ver&auml;nderte Situation im Vergleich zur Phase zwischen 1914\/jedenfalls 1950 und etwa 1980, hat der franz&ouml;sische &Ouml;konom Thomas Piketty in seinem letzten Buch hingewiesen. Wir haben das ja konkret erlebt: die Realeinkommen der Massen stagnierten und die Reichen wurden immer reicher. Dieser Trend ist durch die Corona-Politik verr&uuml;ckterweise versch&auml;rft worden. Aber eine neue Qualit&auml;t ist das nicht.<\/li>\n<li><strong>Wie die Willensbildung in den Unternehmen stattfindet, wurde in den letzten Jahren erkennbar umgekrempelt.<\/strong> Kanzler Schr&ouml;der sprach von der Deutschland AG und meinte damit, dass sich die Chefs von Unternehmen, Banken und Versicherungskonzernen gegenseitig kontrollieren und sch&uuml;tzen. Dann schw&auml;rmte man von Shareholder Value. Aber tats&auml;chlich werden heute viele Unternehmen von gro&szlig;en Finanzkonzernen kontrolliert. Diese sind auch dank der Steuererleichterungen, die die Regierung Schr&ouml;der beschlossen hatte, in die H&auml;nde dieser Konzerne &uuml;bergegangen. Andere werden auf der Basis kleinen Aktienbesitzes von 3-5 % kontrolliert. Ein gravierender Umbau mit weitreichenden Folgen! Diesen Umbau haben wir auf den NachDenkSeiten im letzten Jahrzehnt schon mehrmals beschrieben. Diese Entwicklung war auch schon Kern des Kapitels III, Kapitel 18 &bdquo;Kapitalmarkt als Casinobetrieb und die Pl&uuml;nderung deutscher Unternehmen&ldquo; meines Buches &bdquo;Meinungsmache&ldquo;. Das Buch erschien 2009. <\/li>\n<li>&bdquo;Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus&ldquo;, hei&szlig;t es so sch&ouml;n in unserem Grundgesetz. Mit der Realit&auml;t hat das nicht mehr viel zu tun. &bdquo;Die Staatsgewalt geht vom Gro&szlig;en Geld aus&ldquo; &ndash; so muss man das wohl leider sehen. Wer diese gravierende Ver&auml;nderung in die Gegenwart oder sogar in die Zukunft legt, macht den Menschen etwas vor. <strong>Wirkliche Demokratie gibt es schon lange nicht mehr.<\/strong> Wer viel Geld und\/oder publizistische Kraft hat, bestimmt die ver&ouml;ffentlichte und auch die &ouml;ffentliche Meinung und damit auch die politischen Entscheidungen. Ein markantes Beispiel f&uuml;r diese Entwicklung ist der erfolgreiche Versuch des gr&ouml;&szlig;ten Finanzkonzerns BlackRock, die gesellschaftlichen Regelungen f&uuml;r die Altersvorsorge in der Europ&auml;ischen Union zu bestimmen. <\/li>\n<li>In diesem Zusammenhang bleibt auch anzumerken, dass <strong>die gezielte Schw&auml;chung der Leistungsf&auml;higkeit der Gesetzlichen Altersvorsorge<\/strong> in Deutschland seit dem Jahr 2002 erfolgreich betrieben worden ist. Riester-Rente, R&uuml;rup-Rente, Entgeltumwandlung &ndash; das waren Great Resets am laufenden Band. &Auml;hnliches gilt f&uuml;r die Hartz-&bdquo;Reformen&ldquo;.<\/li>\n<li>Leiharbeit, der Ausbau der unsicheren Arbeitsverh&auml;ltnisse, die Beendigung der aktiven Besch&auml;ftigungspolitik in den siebziger Jahren &ndash; einget&uuml;tet mit der Parole &bdquo;Keynes is out&ldquo; &ndash; , der <strong>Aufbau eines Niedriglohnsektors<\/strong>, in Davos vom deutschen Bundeskanzler Schr&ouml;der ger&uuml;hmt, alles Teil des schon stattgefundenen Great Reset.<\/li>\n<li><strong>Die Deregulierung der Finanzm&auml;rkte<\/strong> in den neunziger Jahren und die Abwehr des Versuchs von Oskar Lafontaine, im Jahre 1999 zu einer neuen Regulierung zu kommen, haben unsere Welt wesentlich ver&auml;ndert. Das war gro&szlig;er Umbau zugunsten der Spekulation.<\/li>\n<li>Die politischen Parteien wirken an der Willensbildung wird, so verspricht es das Grundgesetz. Das gilt schon lange nicht mehr. <strong>Die politischen Parteien sind ganz wesentlich vom Geld und von politischen Einfl&uuml;ssen von au&szlig;erhalb bestimmt<\/strong>, im konkreten Fall der Bundesrepublik Deutschland ganz wesentlich vom gro&szlig;en Kapital und von den USA, der NATO usw. Man muss sich nur mal anschauen, wie die SPD zum Beispiel zwei ihrer gr&ouml;&szlig;ten Pfunde verscherbelt hat: Sie war die Partei der Entspannungs- und Friedenspolitik in Deutschland. Heute ist sie mit wenigen Ausnahmen wie andere Parteien auch zu einer Hilfstruppe der R&uuml;stungswirtschaft verkommen. &ndash; Die SPD war einmal die Partei, die f&uuml;r mehr soziale Gerechtigkeit eintrat. Auch dieser Charakterzug ist nahezu vollst&auml;ndig abhandengekommen. Unsere Parteien sind umgedreht worden!<br>\nNoch schlimmer ist der fundamentale Austausch der Programmatik bei den Gr&uuml;nen. Sie waren mal Teil der Friedensbewegung, jedenfalls eng damit verbunden, und sind jetzt Haupttr&auml;ger des Neuausbaus der Konfrontation gegen den Nachbarn im Osten, Russland. Unsere Parteien sind umgedreht worden!<br>\nBei den anderen Parteien sieht es noch schlimmer aus, vor allem bei der Union. Da wurden gleich zwei Kandidaten von dreien f&uuml;r den Parteivorsitz eindeutig aus den Reihen der Einflusspersonen von NATO und USA rekrutiert. &ndash; Den Arbeitnehmerfl&uuml;gel der Union gibt es de facto nicht mehr.<br>\nMan kann heute feststellen: die wirklich M&auml;chtigen sind nicht nur weitgehend Herrscher &uuml;ber die ver&ouml;ffentlichte Meinung, also &uuml;ber die Mehrheit der Medien, sie haben auch systematisch Einfluss auf die innere Entwicklung der Parteien gewonnen &ndash; bei der Linkspartei findet dieser umkrempelnde Vorsto&szlig; zurzeit gerade statt.<\/li>\n<li>Es war einmal eine von der Mehrheit geteilte Vorstellung, dass G&uuml;ter und Dienstleistungen, die der Versorgung der Mehrheit der Menschen dienen, in &ouml;ffentlicher Regie betrieben werden sollen. Das gilt und galt f&uuml;r die Wasserversorgung, die M&uuml;llentsorgung, die Post, die Telekommunikation, die Pflegedienste und andere soziale Dienste, f&uuml;r das Gesundheitswesen, f&uuml;r die Infrastruktur des Verkehrs auf Stra&szlig;e und Schiene. Heute steht das alles infrage. <strong>Die Ideologie der Privatisierung hat gesiegt. Auch praktisch.<\/strong><br>\nZu erw&auml;hnen bleibt noch, wo wirklich gro&szlig;er Umbaubedarf besteht, zum Beispiel: zur Rettung eines Restes von Artenvielfalt und damit bei der Umstellung der Landwirtschaft, weg von der Chemisierung, beim Klimaschutz, beim Schutz unserer Meere und bei der Versorgung mit Wasser. Das w&auml;ren lauter &ouml;ffentliche Aufgaben, die endlich angepackt werden m&uuml;ssen.<\/li>\n<li><strong>Typische Teile der modernen Infrastruktur, das Internet zum Beispiel, ist in den H&auml;nden von privaten Eigent&uuml;mern. Private Eigent&uuml;mer, meist US-amerikanischer Provenienz,  sind im Besitz von Monopolen und Oligopolen.<\/strong> Das widerspricht allen Vorstellungen von einer funktionierenden Marktwirtschaft. Hier hat wirklich der gro&szlig;e Umbau stattgefunden. Hier w&auml;re wirklich ein neuer positiver Umbau notwendig. Hier w&auml;re wirklich notwendig, das Internet und viele damit verbundene Dienstleistungen in staatliche Regie zu &uuml;bernehmen, jedenfalls Konkurrenz aufzubauen. Aber so ist der Great Reset mit Sicherheit nicht gemeint, obwohl es dringend n&ouml;tig w&auml;re, Microsoft, Google, Facebook zu verstaatlichen oder ihnen eine staatliche Konkurrenz entgegenzusetzen &ndash; falls das &uuml;berhaupt noch geht.<\/li>\n<li>Eine der gravierendsten Ver&auml;nderungen, die man mit Recht einen Great Reset nennen k&ouml;nnte, fand vor nunmehr 36 Jahren statt. <strong>1984 war das Jahr des Urknalls &ndash; das Jahr der Kommerzialisierung der elektronischen Medien, des Fernsehens und des H&ouml;rfunks.<\/strong> Mit dieser Entscheidung der Regierung Kohl wurde unser Land im &ouml;ffentlichen und privaten Bereich massiv ver&auml;ndert. <\/li>\n<li><strong>Von der Friedenspolitik zur Milit&auml;rpolitik, von der Politik der Verst&auml;ndigung hin zur Politik neuer Konfrontation<\/strong> &ndash; das ist eine der gravierendsten Umbauten, die zugunsten der R&uuml;stungswirtschaft und zulasten von Millionen Menschen nach 1990 stattgefunden hat. Nicht erst jetzt.<\/li>\n<\/ol><p>Das waren nun 11 Beispiele daf&uuml;r, dass in den letzten 40 Jahren unsere Welt systematisch r&uuml;ckw&auml;rts entwickelt worden ist. Was soll nun dazu noch zus&auml;tzlich draufgesetzt werden? Vielleicht wollen die Mitstreiter des Herrn Schwab noch mehr Kontrolle, &Uuml;berwachung und G&auml;ngelung. Vielleicht wollen sie das Virus und die Corona-Politik nutzen, um neben der R&uuml;stungswirtschaft die Pharmawirtschaft endg&uuml;ltig zum zweiten gro&szlig;en Profiteur zu machen und damit auch gleichzeitig noch mehr Einkommen und Verm&ouml;gen von unten nach oben zu verschieben. Vielleicht setzen sie an zum Angriff auf die noch bestehenden Systeme Sozialer Sicherheit. Das Reden vom Great Reset w&uuml;rde dann der Verschleierung dienen.<\/p><p>Das kann aber nun wirklich kein Grund f&uuml;r die kritischen Begleiter des Geschehens sein, Herrn Klaus Schwab und seinen Anh&auml;ngern und Anh&auml;ngerinnen in Br&uuml;ssel und Berlin und sonstwo nachzuplappern. Davor zu warnen, ist der Sinn dieses Textes.<\/p><p>P. S.: Zur weiteren Information &uuml;ber den seit vier Jahrzehnten stattgefundenen Umbau und die Konsequenzen siehe <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=64501\">Albrecht M&uuml;ller: Die Revolution ist f&auml;llig. Aber sie ist verboten<\/a>. Frankfurt 2020<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die NachDenkSeiten hatten zum Thema Great Reset am 5. Januar <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68520\">einen Beitrag<\/a> gebracht und dann am 20. Januar <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68995\">Leserbriefe dazu<\/a> eingestellt. 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