{"id":69333,"date":"2021-01-29T15:30:46","date_gmt":"2021-01-29T14:30:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69333"},"modified":"2021-01-29T16:18:40","modified_gmt":"2021-01-29T15:18:40","slug":"leserbriefe-zu-aus-rein-wissenschaftlicher-sicht-christian-drosten-im-tagesthemen-interview","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69333","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201e\u201eAus rein wissenschaftlicher Sicht\u201c \u2013 Christian Drosten im Tagesthemen-Interview\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Jens Berger kritisiert <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69219\">in diesem Artikel<\/a> ein Interview der &bdquo;Tagesthemen&ldquo;-Moderatorin Caren Miosga mit dem Virologen Christian Drosten. Es f&auml;llt u.a. durch unkritische Fragen und &bdquo;eine m&ouml;glichst alarmistische Richtung&ldquo; auf. Danke f&uuml;r die interessanten E-Mails. Hier eine Auswahl der eingereichten Leserbriefe. Zusammengestellt von <strong>Christian Reimann<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<br>\n&nbsp;<br>\nich stimme voll und ganz mit Ihnen &uuml;berein. Der Virologe Drosten sollte einfach nur noch seine Klappe halten.<br>\n&nbsp;<br>\nAllerdings hat es in S&uuml;dafrika Temperaturen von um die 25Grad und Covid-19 scheint sich nicht daran zu halten, was andere Coronaviren so tun. Von steil fallenden Fallzahlen hab ich noch nichts geh&ouml;rt.<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nReinhard Hennig<\/p><p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Sehr geehrter Herr Hennig,<\/em><\/p><p><em>f&uuml;r die hohen Inzidenzwerte in S&uuml;dafrika, Indien und Brasilien gibt es eine andere &ndash; f&uuml;r mich sehr &uuml;berzeugende &ndash; Erkl&auml;rung, <a href=\"https:\/\/aip.scitation.org\/doi\/10.1063\/5.0024272?fbclid=IwAR2Z3cZI-YnrxnRVV-9ZLGWjkW7XBEo2-WEUFc2rDWT3coVeSxMaGmxGhJY&amp;%20\">der in folgender Studie nachgegangen wird<\/a>.<\/em><\/p><p><em>Offenbar scheint eine Kombination aus hohen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit bei der &Uuml;bertragung &uuml;ber Aerosole ein f&ouml;rdernder Faktor zu sein; aber das ist auf das mitteleurop&auml;ische Klima kaum &uuml;bertragbar.<\/em><\/p><p><em>Beste Gr&uuml;&szlig;e<\/em><br>\n<em>Jens Berger<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Jens Berger,<\/p><p>ein Experte, wie der Virologe Christian Drosten, ist in meinen Augen per se jemand, dessen Sachverstand und Autorit&auml;t sich im &uuml;bertragenem Sinn auf eine Parzelle erstreckt und nicht jemand, der (interdisziplin&auml;r) von einem Berg aus aufs Ganze schaut.<br>\nDer Problematik des von Ihnen kritisierten Interviews liegt f&uuml;r mein Verst&auml;ndnis nicht ein mangelndes Differenzierungsverm&ouml;gen Prof. Drostens zugrunde (das ich Prof. Drosten hiermit weder attestieren noch unterstellen m&ouml;chte), sondern etwas gesellschaftlich Grundlegendes.<\/p><p>Hierzu zweierlei in maximal komprimierter Form:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.matthias.schrappe.com\/index_htm_files\/Thesenpap7_210110_endfass.pdf\">Das Thesenpapier 7 (Seite 99 bis 108 &ndash; extrem lesenswert) der neunk&ouml;pfigen Autorengruppe um Prof. Schrappe<\/a> konstatiert eine Verengung des &ouml;ffentlichen Diskurses sowie eine gleichzeitige Legitimierung politischer Entscheidungen als Umsetzung&nbsp;wissenschaftlich autorisierten Wissens (Expertokratie). Das Wiederaufleben des Expertenwissens, das sich laut der Autoren vor Corona &ldquo;auf der Stufenleiter der wissenschaftlichen Evidenz ganz unten befand&rdquo; (weit hinter dem wissenschaftlichen Diskurs, methodischen Zweifeln und wissenschaftlicher Belege), sieht das Autorenteam vor allem durch archaisch verankerte Mechanismen aktiviert: in der Krise vertrauen Politik und Bev&ouml;lkerung den personalisierten Experten wie Prof. Drosten.<\/li>\n<li>Ich glaube nicht, dass allein die mit einer Krise verbundenen Unsicherheiten und &Auml;ngste solch ein Zur&uuml;ckfallen auf eine &ldquo;fr&uuml;here Entwicklungsstufe&rdquo; ausreichend erkl&auml;rt.<\/li>\n<\/ol><p>Konstituierend hierf&uuml;r scheint mir die mit dem Neoliberalismus einhergehenden Perspektivverschiebungen zu sein. Der Neoliberalismus (grob vereinfacht: der Markt als universelles Regulativ) ist geschichtlich eine Gegenreaktion auf linke Umverteilungspolitik (Rotes Wien 1919-34, New Deal 1933-38) und hat sich geistesgeschichtlich im Positivismus (stark vereinfacht: Messbarkeit und Quantifizierung als objektive Eigenschaften von Dingen und Qualit&auml;ten) verankert, aus dem er f&auml;lschlicherweise seine &ldquo;Wissenschaftlichkeit&rdquo; wie Geltungsanspruch ableitet. Szientismus und Solutionismus sind zwei Ableger des Positivismus. Der Szientismus (grob gesagt eine Reduktion der Lebenswirklichkeit aufs Wissenschaftliche) ist eine streng positivistische Sicht auf Wirklichkeit, insofern &uuml;berrascht es vielleicht etwas weniger, dass Gesellschaften, die &uuml;ber viele Jahre mit dem Ungeist der neoliberalen Ideologie geimpft worden sind, f&uuml;r eine entsprechend verk&uuml;rzte, alternativlose Sicht auf das epidemiologische Geschehen empf&auml;nglich sind. Ich verstehe den Neoliberalismus als totalit&auml;re Ideologie, die in letzter Konsequenz das &ldquo;Selbst&rdquo;, das es weitestgehend aus seinen sozialen und historischen Bez&uuml;gen herausgel&ouml;st hat, neu konstituieren will als Probleml&ouml;ser. Der Solutionismus (solution) ist ein weiteres R&auml;dchen im neoliberalen Getriebe, indem er alle Probleme auf klar technisch definierbare, einer eindeutigen L&ouml;sung zuf&uuml;hrbare reduziert und nicht einer gemeinschaftlich ausgehandelten L&ouml;sung zuf&uuml;hrt.<\/p><p>Stefan Eichardt<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes Leserbriefteam, lieber Jens Berger,<br>\n&nbsp;<br>\nvielen Dank f&uuml;r Ihren Artikel &uuml;ber die Praxis von Interview-f&uuml;hrungen und &ndash; Verf&uuml;hrungen.<br>\n&nbsp;<br>\nNun halte ich die Tagesschausprecher-innen alle nicht f&uuml;r Journalisten, sondern f&uuml;r Nachrichtensprecher-innen, die den Anstrich einer journalistischen Fachkompetenz bekommen. Wie ich mal las, werden sie ausgesucht nach Aussehen und Stimme. Dann d&uuml;rfen sie lesen und vielleicht, damit es kompetent aussieht, auch Interviews f&uuml;hren, die allerdings von Redakteuren im Hintergrund geschrieben werden, genauso wie die Texte, die sie zu lesen haben.<br>\n&nbsp;<br>\nZu Herrn Drosten machte es mehr Sinn sich zu enthalten oder auf seine Funktion bei den Planspielen die in 2019 in den USA stattgefunden haben und auch der damalige Gesundheitsminister Grohe anwesend war. Drosten ist also nicht neutral und politisch genau das, was Sie als Falke beschreiben. In der Politik sind das dann die Kriegstreiber und jetzt befinden wir uns auch in so was &auml;hnlichem wie einem Corona-Krieg.<br>\n&nbsp;<br>\nEs gibt Eskalationsstufen, die eingehalten werden m&uuml;ssen, damit es immer wieder Begr&uuml;ndungen f&uuml;r eine Verl&auml;ngerung der Corona-Schutz-Zwangsnahmen geben kann.<br>\n&nbsp;<br>\nUnd die dusselige Bezeichnung aus &bdquo;rein wissenschaftlicher Sicht&ldquo; macht die Fragestellerin nicht kl&uuml;ger und den Beantworter auch nicht, &nbsp;der sich allerdings f&uuml;r diese Bezeichnung &bdquo;Wissenschaftler&ldquo; gebauchpinselt f&uuml;hlen kann, da er in Wirklichkeit keiner ist, eben sowenig wie Merkel eine Wissenschaftlerin, trotz Doktortitel oder Karen Miosga eine Journalistin ist. Echte Wissenschaftler lieben den Disput oder die Disputation, das Abw&auml;gen von allen Vor-und Nachteilen. Das was hier gespielt ist: &bdquo;Wir tun so als ob&hellip;.&ldquo;<br>\n&nbsp;<br>\nSie kennen das Spottlied &bdquo;Die Wissenschaft, die Wissenschaft hat festgestellt, dass Marmelade Fett enth&auml;lt? Darum essen wir auf jeder Reise Marmelade eimerweise.&ldquo;<br>\n&nbsp;<br>\nBesser doch mal kr&auml;ftig lachen &uuml;ber das was sich derzeit Journalismus und Wissenschaft nennt.<br>\n&nbsp;<br>\nViele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nKarola Schramm<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger,<\/p><p>Sie wundern sich dar&uuml;ber, dass die Medien aktuell nur als Schwarzmaler und Pessimisten agieren. Meine Erkl&auml;rung f&uuml;r dieses Ph&auml;nomen ist, dass die Journalistinnen und Journalisten sich verantwortlich f&uuml;hlen. Sie sehen sich schon lange als vierte Macht und damit auch als Erzieher der Nation. Bei der Pandemie kommt nun hinzu, dass es hier um Menschenleben gehen kann, die ganz offensichtlich in Krankenh&auml;usern z&auml;hl- und berichtbar sind (die Menschenleben au&szlig;erhalb der Krankenh&auml;user sind weniger z&auml;hl- und medial verwertbar). Wenn Journalisten nun neutral berichten w&uuml;rden und kritische Stimmen ebenso zu Wort kommen lassen w&uuml;rden, w&auml;ren sie dann nicht mit schuldig, wenn sich die Pandemie aus diesem Grund ausbreitet? Sie f&uuml;hlen sich verantwortlich daf&uuml;r, dass die Menschen das Richtige tun: Wenn die Medien die Moral untergraben, dann wird Deutschland untergehen! So scheint mir die Berichterstattung der Journalistinnen und Journalisten erkl&auml;rbar.<\/p><p>Sicherlich d&uuml;rfte sich die Politik &uuml;ber diese selbst auferlegte Rolle der Medien freuen. Ob sie allerdings aufoktroyiert wurde, wage ich zu bezweifeln. Mir scheint, dass hier ein vorhandenes Selbstverst&auml;ndnis (vierte Macht, neuerdings auch: Haltung zeigen) auf ein wahrgenommenes und medial verarbeitetes (damit auch: skandalisiertes) Problem trifft. Das Ergebnis haben Sie in Ihrem Artikel sch&ouml;n beschrieben: Wenn nur ein bisschen gelocktert wird, dann geht Deutschland unter.<\/p><p>Das wird sich erst wandeln, wenn es gen&uuml;gend Politikerinnen und Politiker gibt, die f&uuml;r Lockerungen pl&auml;dieren. Dann werden die Medien auch noch warnen, aber letztlich doch dar&uuml;ber berichten und sich irgendwann auch anschlie&szlig;en. Es war ja die Politik, die eigentlich daf&uuml;r die Verantwortung tr&auml;gt.<br>\n&nbsp;<br>\nViele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nN. Krause<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NDS-Redaktion,<\/p><p>die Vogelgrippe hatte vergleichsweise wenig Opfer, aber 50 Prozent der Todesf&auml;lle waren unter zwanzig Jahr alt. W&uuml;rden auch alle so nach Lockerungen rufen, sich nach Wiederer&ouml;ffnung von Schulen und Kitas sehnen, wenn die meisten der 50000 Opfer in Deutschland unter Kindern und Jugendlichen zu finden w&auml;ren? Oder z&auml;hlen nicht alle Leben gleich viel in Deutschland? Je &auml;lter, desto wertloser? Vielleicht sollten kritische Journalisten wie Herr Berger zur Kenntnis nehmen, dass die Risikogruppen in Deutschland zwischen 25 &ndash; 30 Mio. Menschen umfassen, da muss man allgemein sehr umsichtig handeln. Wenn man Hochbetagte in Pflegeheimen einen besonderen Schutz angedeihen lassen will, dann kann man diese nicht f&uuml;r jedermann sperrangelweit ge&ouml;ffnet halten. Besuche kann man dann nur so vorsichtig stattfinden lassen, wie es auf Isolierstationen in Kliniken der Brauch ist (z.B. bei Patienten nach Knochenmarkstransplantationen &ndash; also Einzeln in Schutzkleidung usw. &ndash; Hat Herr Berger zuhause eine Wohnungst&uuml;r und schlie&szlig;t er diese, wenn er das Haus verl&auml;sst? Wozu? Wohnungseinbr&uuml;che finden ja trotzdem immer wieder statt :-)). Des Weiteren wirken sich die Schulschlie&szlig;ungen sehr effektiv auf das Sinken der Fallzahlen aus (Studie der ETH Z&uuml;rich) &ndash;&nbsp; das l&auml;sst mich vermuten, dass gerade Schulen zu den gro&szlig;en &ldquo;Infektionsinkubatoren&rdquo; z&auml;hlen (nicht missverstehen, die Kinder k&ouml;nnen nichts daf&uuml;r &ndash; aber so manche Schule &auml;hnelt schon sehr einer Schrottimmobilie. Herr Berger hat selbst auf den NDS &uuml;ber den Investitionsstau &ndash; 118 Mrd. Euro &ndash; in den Schulen berichtet, 27.8.2018). Trotz Winter-Saison d&auml;mmt die Einhaltung der AHA-L-Regeln auch andere Infektionskrankheiten ein. Gab es in der 2. KW 2020 noch 2821 laborbest&auml;tigte Grippef&auml;lle, so waren es heuer nur noch 29. Auch Bronchitis, Lungenentz&uuml;ndungen, Magen-Darm-Infektionen sind je nach Gebiet zwischen 25 &ndash; 60 Prozent r&uuml;ckl&auml;ufig. Lockdowns sind schon wirksam &ndash; wie h&auml;tte sich das Corona-Infektionsgeschehen wohl ausgewirkt, wenn man gar keine Ma&szlig;nahmen ergriffen h&auml;tte? Die Grippesaison ist &uuml;brigens auch im australischen Winter ausgefallen. Wie sich die infekti&ouml;seren Virus-Mutationen verbreiten k&ouml;nnen, hat der britische Mathematiker und Epidemiologe Adam Kurchaski in Modell-Rechnungen gezeigt. Da die Fallzahlen rapide nach oben schie&szlig;en, werden schwere Verl&auml;ufe auch bei J&uuml;ngeren stark zunehmen. Wir wollen hoffen, dass Drosten und Kucharski sich irren &ndash; sonst haben wir im Sommer tats&auml;chlich noch gro&szlig;e Probleme.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nMichael Wrazidlo<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden Emailadressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jens Berger kritisiert <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69219\">in diesem Artikel<\/a> ein Interview der &bdquo;Tagesthemen&ldquo;-Moderatorin Caren Miosga mit dem Virologen Christian Drosten. 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