{"id":69353,"date":"2021-01-29T16:34:19","date_gmt":"2021-01-29T15:34:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69353"},"modified":"2021-01-29T16:34:19","modified_gmt":"2021-01-29T15:34:19","slug":"hinweise-des-tages-ii-475","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69353","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69353#h01\">Statistisches Bundesamt: 3,1 Millionen Erwerbst&auml;tige waren 2019 in Deutschland von Armut bedroht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69353#h02\">Arbeitsmarkt: Sorgen &uuml;ber Langzeitarbeitslose und Jugendliche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69353#h03\">Wo die Mutanten w&uuml;ten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69353#h04\">Was, bittesch&ouml;n, ist ein &bdquo;Impfangebot&ldquo;?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69353#h05\">Flucht aus der Verantwortung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69353#h06\">Scheuers peinliche Hybris<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69353#h07\">Der korrupte Kriegsverbrecher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69353#h08\">Die neue deutsche Kanonenbootpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69353#h09\">Keine Science Fiction mehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69353#h10\">Konzerne gef&auml;hrden die Demokratie st&auml;rker als &laquo;zu viel Staat&raquo;.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69353#h11\">Blackout im europ&auml;ischen Stromnetz? <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69353#h12\">immowelt Prognose: Trotz Corona steigen die Mieten von gebrauchten Wohnungen bis Ende des Jahres um bis zu 6 Prozent<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69353#h13\">Vernetzte Register: Bundestag macht die Steuer-ID zur B&uuml;rgernummer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69353#h14\">Hamburgs Datensch&uuml;tzer will Clearview zur Datenl&ouml;schung zwingen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69353#h15\">Armes reiches Amerika &ndash; Leben im Schatten des Wohlstands<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69353#h16\">Bill Gates erkl&auml;rt Pandemiebek&auml;mpfung zur neuen Normalit&auml;t<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Statistisches Bundesamt: 3,1 Millionen Erwerbst&auml;tige waren 2019 in Deutschland von Armut bedroht<\/strong><br>\n&raquo;Viele Erwerbst&auml;tige m&uuml;ssen wegen der Corona-Pandemie, etwa durch Kurzarbeit, empfindliche Einbu&szlig;en bei ihrem Einkommen hinnehmen. Doch schon vor der Krise sch&uuml;tzte die Erwerbsarbeit nicht alle Besch&auml;ftigten vor Armutsgef&auml;hrdung. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren 8,0 % der Erwerbst&auml;tigen ab 18 Jahren im Jahr 2019 in Deutschland armutsgef&auml;hrdet. Rund 3,1 Millionen Menschen mussten also trotz Arbeit mit weniger als 60 % des mittleren Einkommens (Median) der Gesamtbev&ouml;lkerung auskommen&laquo;, berichtet das Statistische Bundesamt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2021\/01\/29\/armutsgefaehrdung-erwerbstaetige\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<p><strong>dazu: Leben am Limit &ndash; Alltag von Alleinerzieherinnen<\/strong><br>\nAlleinerzieherinnen sind die gro&szlig;en Verliererinnen der Krise. Viele sp&uuml;ren die Folgen auf ganz harte Weise: kein Job, kein Geld, kein bis wenig Unterhalt, keine staatliche Unterst&uuml;tzung. Corona hat die finanziellen Probleme f&uuml;r viele Alleinerzieherinnen massiv verst&auml;rkt. Der Kindesunterhalt wurde bei vielen massiv gek&uuml;rzt oder bleibt aus, weil Kindesv&auml;ter, die die Arbeit verloren haben, nur mehr einen Teil des Unterhalts zahlen &ndash; manchmal auch, obwohl sie Verm&ouml;gen haben. Aber auf das Verm&ouml;gen des Geldunterhaltspflichtigen darf laut Gesetz nicht zugegriffen werden.<br>\nIn &Ouml;sterreich gibt es laut Statistik Austria 206.500 Alleinerzieherinnen (2019), davon leben 127.000 mit Kindern unter 18 Jahren im Haushalt. W&auml;hrend der Anteil der Erwerbst&auml;tigen &auml;hnlich hoch wie bei M&uuml;ttern in Partnerschaften liegt, arbeiten Alleinerziehende h&auml;ufiger in Vollzeit und sind auch h&auml;ufiger arbeitslos. Allerdings ist bei der Interpretation zu ber&uuml;cksichtigen, dass Alleinerzieherinnen mit 19 Prozent seltener mit Kindern unter 6 Jahren zusammenleben als M&uuml;tter in Partnerschaften (34 Prozent). Alleinerziehende V&auml;ter machen mit 29.000 einen geringen Anteil aus, nur 10.000 davon leben mit einem Kind unter 18 Jahren im Haushalt. Da alleinerziehende M&uuml;tter die weit &uuml;berwiegende Mehrheit, geht es in diesem Beitrag um Alleinerzieherinnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/leben-am-limit-alltag-von-alleinerzieherinnen\/\">A&amp;W blog<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Arbeitsmarkt: Sorgen &uuml;ber Langzeitarbeitslose und Jugendliche<\/strong><br>\nZwar gibt sich BA-Chef Scheele noch immer &uuml;berzeugt von einem &ldquo;robusten Arbeitsmarkt&rdquo;, aber auch er sorgt sich wegen krisenhafter Entwicklungen durch die Corona-Pandemie<br>\nBeruhigung ist wichtig in Zeiten, in denen sich Existenz&auml;ngste breitmachen. Die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes, war in den letzten Jahren auf den Umfrage-Rangliste der Bef&uuml;rchtungen und Sorgen nach unten ger&uuml;ckt. Mit der Corona-Krise d&uuml;rfte sich das ver&auml;ndern. Die guten Zeiten sind vorbei, so der vielgeh&ouml;rte Abgesang.<br>\nBislang, so der Eindruck, treffen die wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise die Festangestellten mit weniger Wucht als die Selbstst&auml;ndigen und die Besch&auml;ftigten ohne Absicherung. Doch wird die Sorge um den Arbeitsplatz in Gespr&auml;chen sp&uuml;rbarer. Hier spielen nicht nur die Corona-Ma&szlig;nahmen mithinein, sondern auch die Umgestaltung der Arbeitsm&auml;rkte, die sich schon vor der Corona-Epidemie abzeichnete, und die aber nun durch die Auswirkungen der Krise eine andere Sch&auml;rfe und Dringlichkeit bekommt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Arbeitsmarkt-Sorgen-ueber-Langzeitarbeitslose-und-Jugendliche-5040701.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Konjunkturelles Kurzarbeitergeld: Ausgaben 2007 bis 2020<\/strong><br>\nAktualisiert bis Dezember 2020: [&hellip;]<br>\nBis Ende Dezember 2020 stiegen diese Ausgaben dann auf nahezu 12,6 Milliarden Euro (im Jahr 2020). Einschlie&szlig;lich der mit &sect; 2 der Kurzarbeitergeld-Verordnung (KugV) vom 25.03.2020 zum 01.03.2020 eingef&uuml;hrten Erstattung von Beitr&auml;gen zur Sozialversicherung beim beitragsfinanzierten Kurzarbeitergeld (Kug) und dem umlagefinanzierten Saison-Kurzarbeitergeld aus Beitragsmitteln in H&ouml;he von bisher 9,5 Milliarden Euro (!) wurden von der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit im Jahr 2020 insgesamt 22,1 Milliarden Euro ausgegeben. (siehe die aktualisierte BIAJ-Abbildung 1)<br>\nIm Dezember 2020 wurden von diesen 22,1 Milliarden Euro 1,993 Milliarden Euro ausgegeben &ndash; nach 3,388 Milliarden Euro im Mai, 4,007 Milliarden Euro im Juni, 3,815 Milliarden Euro im Juli, 2,652 Milliarden Euro im August, 2,113 Milliarden Euro im September und 2,016 Milliarden Euro im Oktober und 1,632 Milliarden Euro im November. (2)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/archiv-kurzmitteilungen\/1369-konjunkturelles-kurzarbeitergeld-ausgaben-2007-bis-2020.html\">BIAJ<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wo die Mutanten w&uuml;ten<\/strong><br>\nDie Kriegs- und Krisenrhetorik, die seit dem Beginn der COVID-19-Pandemie den &ouml;ffentlichen Diskurs pr&auml;gt, ist inzwischen fast schon zur Alltagssprache geworden. Im M&auml;rz 2020, als die Pandemie quasi noch in den Kinderschuhen steckte, hielt der franz&ouml;sische Pr&auml;sident Emmanuel Macron eine martialische TV-Ansprache, die mit Aussagen wie &bdquo;Wir befinden uns im Krieg&ldquo; und &bdquo;Der Feind ist da, unsichtbar &ndash; und er r&uuml;ckt n&auml;her&ldquo; [3] ebenso gut dem islamistischen Terrorismus gegolten haben k&ouml;nnte. (Erst im November bemerkte der Pariser Au&szlig;enpolitik-Experte Dominique Moisi, Macron f&uuml;hre einen Zwei-Fronten-Krieg gegen das Virus und gegen den Terror. [4]) Nun, fast ein Jahr sp&auml;ter, reden wir t&auml;glich vom &bdquo;Kampf gegen die Pandemie&ldquo; und dem &bdquo;gemeinsamen Feind Corona&ldquo;.<br>\nDie Stilisierung von SARS-CoV-2 zu einem Antagonisten aus Fleisch und Blut mag viele Gr&uuml;nde haben. Politikern liefert sie einen Gegner, gegen den die Kr&auml;fte des Volkes mobilisiert werden k&ouml;nnen, eine M&ouml;glichkeit zur Dramatisierung und dazu, ihre Klarheit und F&uuml;hrungsst&auml;rke im &bdquo;Kampf&ldquo; unter Beweis zu stellen; auf die Bev&ouml;lkerung dagegen wirkt sie beruhigend, das Problem wird greifbarer, gewinnt an Kontur, das Gemeinschaftsgef&uuml;hl w&auml;chst: Wir sind die Guten!<br>\nAuf einem anderen Blatt steht allerdings, weshalb der Journalismus sich so begeistert mitrei&szlig;en l&auml;sst. Mehr noch: aktiv dazu beitr&auml;gt, den Diskurs anzuheizen. W&auml;hrend das Virus zu einer neuen, ansteckenderen Variante mutiert ist, ist der sogenannte Qualit&auml;tsjournalismus zum Boulevardjournalismus mutiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/lukas-koperek\/wo-die-mutanten-wueten\">der Freitag<\/a>\n<p><strong>dazu: Unterschiedliche Testpraxis: Ist das der Grund f&uuml;r hohe Inzidenz in Fulda?<\/strong><br>\n&Auml;pfel kann man nicht mit Birnen vergleichen &ndash; das lernt man in der Grundschule. Mit den nach wie vor zu hohen Inzidenzwerten im Landkreis Fulda hat das vermutlich durchaus etwas zu tun. Denn nach eingehender Recherche in den Nachbarkreisen hat sich herausgestellt, dass der Umgang mit den Erstkontakten von Corona-Infizierten hier anders gehandhabt wird, als dort. W&auml;hrend das Gesundheitsamt Fulda nach wie vor s&auml;mtliche Personen testet, die mit einem Corona-Infizierten in Kontakt gekommen sind, verzichten die anderen Kreise darauf und schicken die so genannten Erstkontakte ohne Krankheitssymptome ungetestet in Quarant&auml;ne. So wie es &uuml;brigens das Robert-Koch-Institut vorschreibt. In Fulda sind au&szlig;erdem nach Angaben des Landkreises rund 200 Personen mit der Erfassung der Erstkontakte besch&auml;ftigt, w&auml;hrend es in den anderen Gesundheits&auml;mtern offensichtlich wesentlich weniger Personal daf&uuml;r gibt. Exakte Angaben dar&uuml;ber, wie viele Personen pro Landkreis insgesamt getestet wurden, fehlen generell. Die Recherche in den anderen Landkreisen verdichtet aber die Annahme, dass die unterschiedliche Vorgehensweise bei der Ermittlung und der Testung der Erstkontakte ausschlaggebend f&uuml;r die so eklatant viel h&ouml;heren Inzidenzwerte im Kreis Fulda sein k&ouml;nnten. Wer viel testet, erfasst statistisch auch die F&auml;lle, die keinerlei Symptome aufweisen &ndash; aber nat&uuml;rlich trotzdem ansteckend sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/osthessen-news.de\/n11642378\/unterschiedliche-testpraxis-ist-das-der-grund-fuer-hohe-inzidenz-in-fulda.html%20\">Osthessen News<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers C.B.:<\/strong> Ein weiterer Hinweis darauf, wie willk&uuml;rlich die so entscheidenden Inzidenzen zustande kommen. In Fulda ist man anscheinend personell besonders gut best&uuml;ckt und geht entsprechend akribisch vor, leider treibt das die Anzahl an positiv Getesteten im Vergleich zu anderen Kreisen deutlich in die H&ouml;he, was weitergehende Ma&szlig;nahmen wie n&auml;chtliche Ausgangssperre zur Folge hat. Die Kontaktnachverfolgung kann offensichtlich also auch weit oberhalb der omin&ouml;sen 50 gut funktionieren, nur kommt man so eben nicht oder erst sp&auml;ter wieder unter eben jene 50&hellip; Vielleicht verlieren die sinkenden Meldezahlen in n&auml;chster Zeit aber sowieso an Bedeutung. In Form m&ouml;glicherweise potenziell gef&auml;hrlicher Mutanten haben die Regierungen ja inzwischen ein anderes schwammiges As aus dem &Auml;rmel gezogen, mit dessen Hilfe die n&auml;chsten Lockdown-Verl&auml;ngerungen begr&uuml;ndet werden k&ouml;nnen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Was, bittesch&ouml;n, ist ein &bdquo;Impfangebot&ldquo;?<\/strong><br>\nSeit Wochen wirbt der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn damit, &bdquo;im Sommer allen ein Impfangebot machen zu k&ouml;nnen&ldquo;. Nur was hei&szlig;t das eigentlich? Selbst sein Ministerium scheint das nicht definieren zu wollen. Dabei ist die wichtigste Frage nicht die nach dem Angebot, sondern die nach dem Impftermin. [&hellip;]<br>\nDie bewusst zweideutig gehaltene und stetig wiederholte Formulierung hinsichtlich eines &bdquo;Impfangebots&ldquo; &bdquo;im Sommer&ldquo; &bdquo;f&uuml;r alle&ldquo; verschleiert den Blick auf die Realit&auml;t. Die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger aber haben ein Recht darauf, von ihrer Regierung einen Plan f&uuml;r die Realit&auml;t pr&auml;sentiert zu bekommen, damit sie sich darauf einstellen, planen und damit leben k&ouml;nnen. Stattdessen wird von Jens Spahn als Neuigkeit verkauft, &uuml;berhaupt allen ein Impfangebot zu machen. Weil das aber ohnehin selbstverst&auml;ndlich ist, kam der Sommer ins Spiel, der dann auch noch bis in den Herbst gedehnt wurde. Beeindruckend ist diese Akrobatik durchaus.<br>\nUnd Sie haben es sicher schon eingangs bemerkt: Wirklich neu an Jens Spahns Satz war heute das sehr beliebte Politiker-Wort &bdquo;Ziel&ldquo;. &bdquo;Das Ziel ist weiter, im Sommer allen ein Impfangebot machen zu k&ouml;nnen&ldquo;, sagte er. Genau genommen ist damit bereits ein impliziter R&uuml;ckzieher eingebaut, denn wenn es nur noch das Ziel ist, das Angebot im Sommer zu machen, k&ouml;nnte ja selbst das scheitern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/innenpolitik\/jens-spahn-impfstoff-impfangebot-impftermin-corona\/plus\">Cicero<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Flucht aus der Verantwortung<\/strong><br>\nJens Spahn sagt, die Regierung h&auml;tte im Herbst schneller handeln m&uuml;ssen &ndash; aber auch die B&uuml;rger h&auml;tten die Wucht der zweiten Welle nicht wahrhaben wollen. Er ist nicht der Einzige, der sich so aus der Verantwortung stiehlt.<br>\nJens Spahn (CDU), Bundesgesundheitsminister und damit oberster Pandemie-Bek&auml;mpfer der Regierung, hat einen bemerkenswerten Satz gesagt: &raquo;Wir h&auml;tten schon im Oktober bei geringeren Infektionen h&auml;rtere Ma&szlig;nahmen ergreifen m&uuml;ssen.&laquo; Dies r&auml;umte er j&uuml;ngst in einem Interview mit der &raquo;Bild am Sonntag&laquo; ein. Doch was wie ein Schuldeingest&auml;ndnis klingt, ist gar keins, wie der Rest des Interviews zeigt. Die eigentliche Schuld liegt, so muss man Spahn verstehen, n&auml;mlich bei allen. Und damit bei keinem.<br>\nEs lohnt, sich diese Art der Schein-Entschuldigung genauer anzusehen, denn Spahn ist nicht der Einzige, der sich ihrer bedient. Und das wirft grunds&auml;tzliche Fragen auf. Wenn alle Schuld haben, wer tr&auml;gt dann eigentlich noch politische Verantwortung?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/corona-politik-jens-spahn-und-die-flucht-aus-der-verantwortung-a-7dc98145-5c9a-439b-aa27-252138f633d0\">DER SPIEGEL <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Leider entpuppt sich der Bericht auch als Fluchthelfer f&uuml;r Angela Merkel, die angeblich schon immer genau wusste, wie man in der Pandemie h&auml;tte richtig vorgehen sollen. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Scheuers peinliche Hybris<\/strong><br>\nDie Aufkl&auml;rung des Mautdebakels f&uuml;hrt den Deutschen seit mehr als einem Jahr vor Augen, wie es in den Hinterzimmern der Macht zugehen kann. Millionenkosten wurden trickreich versteckt, Geheimgespr&auml;che mit Managern ohne jedes Protokoll gef&uuml;hrt; die Arbeit von Journalisten wurde torpediert, sogar zur L&uuml;ge soll Scheuer die Maut-Betreiber aufgefordert haben. Die Indizien f&uuml;r Gesetzesverst&ouml;&szlig;e wie dem Bruch von Haushalts- und Vergaberecht durch den Verkehrsminister Scheuer sind l&auml;ngst erdr&uuml;ckend. Der Bundesrechnungshof warf Scheuer das bereits schriftlich vor.<br>\nAusgerechnet beim Prestigeprojekt der CSU schlechthin kommt damit eine Politik zum Vorschein, die sich um Recht und Gesetz kaum schert. Wenn es um Milliarden der Steuerzahler geht, werden aus gutem Grund hohe Ma&szlig;st&auml;be an Entscheidungen angelegt. Politik muss in Zeiten von Populismus und wachsendem Misstrauen glaubw&uuml;rdig sein. Doch ausgerechnet bei einem der gr&ouml;&szlig;ten Infrastrukturprojekte seit Jahren waren die Zust&auml;nde haarstr&auml;ubend. Weil Scheuer Milliardenvertr&auml;ge abschloss, ohne Rechtssicherheit zu haben, drohen dem Steuerzahler Schadenersatzzahlungen von mehr als einer halben Milliarde Euro. F&uuml;r eine Maut, die es nie gab.<br>\nAndreas Scheuers finaler Auftritt vor dem Untersuchungsausschuss am Donnerstag machte endg&uuml;ltig klar: F&uuml;r ein Ministeramt ist er ungeeignet. Wer die Dreistigkeit besitzt, sich als Ressortchef auf Erinnerungsl&uuml;cken zu berufen, wenn es kritisch wird, oder die Verantwortung Mitarbeitern zuzuweisen, sollte auch keine tragen. Dass das Fiasko bislang keine personellen Konsequenzen hat, ist auch Scheuers Koalitionspartner SPD anzulasten. Die Sozialdemokraten sind zahmer geworden in ihren Angriffen, seit sie f&uuml;rchten, Kanzlerkandidat Olaf Scholz k&ouml;nnte im Fall Wirecard &auml;hnlich hart angegangen werden. H&auml;tte das Fiasko am Ende keine Folgen &ndash; es w&uuml;rde das Vertrauen in die Politik ersch&uuml;ttern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/meinung\/maut-scheuer-verkehrsminister-1.5189895\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Der korrupte Kriegsverbrecher<\/strong><br>\nAm 30. Januar 1933 ernannte Reichspr&auml;sident Paul von Hindenburg Adolf Hitler zum Reichkanzler. Der fr&uuml;here Generalfeldmarschall war weit mehr als nur ein &ldquo;Steigb&uuml;gelhalter&rdquo; der Nazis, doch noch heute tragen viele Stra&szlig;en und Pl&auml;tze seinen Namen. Ein Pl&auml;doyer f&uuml;r deren Umbenennung. [&hellip;]<br>\nIn seinem j&uuml;ngst erschienenen Buch &ldquo;Der Skandal&rdquo; hat der Historiker Dieter Hoffmann diese und weitere Fragen beantwortet und nachgewiesen, dass viele Gro&szlig;grundbesitzer die Subventionen f&uuml;r private Zwecke missbraucht hatten. Zudem wertete er unbekannte Quellen aus und griff auf die auf genauen Beobachtungen beruhenden Schlussfolgerungen von Zeitgenossen sowie von Journalisten, Schriftstellern und Historikern zur&uuml;ck.<br>\nZeitungsberichte warfen Hindenburg ein Eingreifen in Verfahren zur Entschuldung und zur Subventionsvergabe vor, indem Bekannte und Verwandte von ihm bevorzugt behandelt worden waren. Er musste mit weiteren Enth&uuml;llungen rechnen. Aus Sicht der ostelbischen Gro&szlig;grundbesitzer war alles zu tun, um Schaden abzuwenden, weswegen sie Druck auf den Reichspr&auml;sidenten aus&uuml;bten. Ohne Bruch der Verfassung gab es aber keine M&ouml;glichkeit, der Presse oder dem Untersuchungsausschuss beizukommen. Den Ausweg sah Hindenburg in einem B&uuml;ndnis mit der NS-Massenbewegung. Hitlers Gegenleistung bestand darin, den Skandal niederzuschlagen.<br>\nIndem Hindenburg Hitler am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler ernannte, rettete er sich selbst und gab die letzten Restbest&auml;nde der Republik der Diktatur preis, leitete den Beginn der Naziherrschaft ein. Er wusste genau, was er tat, als er Hitler zum Reichskanzler ernannte, hatte er ihn doch noch wenige Monate zuvor als Empork&ouml;mmling abgelehnt und ihm die Erteilung pr&auml;sidialer Vollmachten verweigert, weil dies sich &ldquo;zwangsl&auml;ufig zu einer Parteidiktatur mit allen ihren Folgen (&hellip;) entwickeln w&uuml;rde.&rdquo;<br>\nDie etablierte deutsche Geschichtsschreibung hat kein Interesse, diese Sachverhalte aufzudecken. Sie weigert sich, Hindenburgs Rolle im &ldquo;Osthilfe&rdquo;-Skandal zu er&ouml;rtern, l&auml;sst seine barbarische Kriegsf&uuml;hrung im Weltkrieg unerw&auml;hnt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/gesellschaft\/513\/der-korrupte-kriegsverbrecher-7275.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die neue deutsche Kanonenbootpolitik<\/strong><br>\nDie Bundesregierung plant die Entsendung einer Fregatte nach Japan. Dies berichtet die japanische Tageszeitung Nikkei. Demnach soll diesen Sommer ein deutsches Kriegsschiff Richtung Ostasien aufbrechen und dabei unter anderem in Australien und S&uuml;dkorea Station machen. Geplant sind, wie es hei&szlig;t, auch Man&ouml;ver in franz&ouml;sischen Territorien in der Region und die Durchquerung des S&uuml;dchinesischen Meers. Die deutsche Marine folgt damit dem Beispiel der Seestreitkr&auml;fte Frankreichs und Gro&szlig;britanniens, die regelm&auml;&szlig;ig in asiatisch-pazifischen Gew&auml;ssern patrouillieren. Paris hat ohnehin Tausende Milit&auml;rs auf Inseln im Indischen und im Pazifischen Ozean stationiert, die es als Kolonialmacht erworben hat; London wiederum will in K&uuml;rze seinen neuen Flugzeugtr&auml;ger HMS Queen Elizabeth auf eine erste gro&szlig;e &Uuml;bungsfahrt bis in den Pazifik entsenden, wo gemeinsame Man&ouml;ver mit den japanischen Streitkr&auml;ften geplant sind. Ein US-Strategiepapier, das nach mehrj&auml;hriger Geheimhaltung Anfang 2021 freigegeben wurde, erl&auml;utert den Kontext, in dem auch die geplante deutsche Fregattenfahrt steht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8507\/\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Keine Science Fiction mehr<\/strong><br>\nErprobung von Laserwaffen auf der Fregatte &ldquo;Sachsen&rdquo; geplant: Bundeswehr gibt Demonstrator bei Rheinmetall und MBDA in Auftrag.<br>\nWer bei Laserwaffen an Science-Fiction-Filme denkt, ist demn&auml;chst alt: Die Bundeswehr bereitet sich stringent auf deren Einsatz vor. Die R&uuml;stungskonzerne Rheinmetall und MBDA Deutschland gaben am Donnerstag bekannt, dass das Beschaffungsamt der Bundeswehr sie &ldquo;mit der Erstellung, Integration und Unterst&uuml;tzung bei der Erprobung eines Laserwaffendemonstrators im maritimen Umfeld beauftragt&rdquo; hat.<br>\nDer Demonstrator soll bis Ende des laufenden Jahres fertiggestellt und auf der Fregatte &ldquo;Sachsen&rdquo; montiert werden, 2022 soll das Kriegsschiff zur Erprobung der neuartigen Waffe in See stechen. Der Auftragswert liegt nach Angaben der Unternehmen im &ldquo;niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Keine-Science-Fiction-mehr-5040150.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Konzerne gef&auml;hrden die Demokratie st&auml;rker als &laquo;zu viel Staat&raquo;.<\/strong><br>\nIn der Ukraine hebeln Pharmakonzerne Antikorruptionsgesetz aus. In Australien setzen Google und Facebook das Parlament unter Druck.<br>\nViele Liberale sehen in &laquo;zu viel Staat&raquo; die gr&ouml;sste Gefahr f&uuml;r die Demokratie und f&uuml;r eine transparente Marktwirtschaft mit Wettbewerb. Viele konservative SVP-Politiker betrachten den Europ&auml;ischen Gerichtshof als grosse Gefahr f&uuml;r die Unabh&auml;ngigkeit der Schweiz. Beide &uuml;bersehen geflissentlich, dass grosse internationale Konzerne die Unabh&auml;ngigkeit der L&auml;nder heute viel st&auml;rker begrenzen, Staaten gegeneinander ausspielen und mit ihren finanziellen Mitteln viele nationale und internationale Organisationen, Forschungseinrichtungen und Universit&auml;ten in ihre Abh&auml;ngigkeit bringen. Zwei aktuelle Beispiele zeigen einmal mehr, welche Macht internationale Konzerne aus&uuml;ben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/lobbys\/konzerne-gefaehrden-die-demokratie-staerker-als-zu-viel-staat\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Blackout im europ&auml;ischen Stromnetz?<\/strong><br>\nAm 8. Januar w&auml;re es beinahe zu einem gro&szlig;fl&auml;chigen Blackout gekommen. Schuld hatte nicht die Energiewende, sondern die im Interesse des freien Stromhandels zentralisierte Netzstruktur<br>\nAnfang Januar kam es im europ&auml;ischen Stromnetz zu einer sehr brenzligen Situation. Schwankungen der Netzfrequenz trieben den &Uuml;bertragungsnetzbetreibern Schwei&szlig; auf die Stirn und der &ouml;sterreichische Standard sprach von der gr&ouml;&szlig;ten Netzst&ouml;rung seit November 2006.<br>\nSeinerzeit war wegen einer Schiffsdurchfahrt auf der Ems eine &uuml;ber den nordwestdeutschen Fluss f&uuml;hrende Hochspannungsleitung abgeschaltet worden. Eigentlich kein Problem, wenn f&uuml;r ausreichenden Ersatz gesorgt wird, doch die Techniker des E.on-&Uuml;bertragungsnetzes (heute Tennet) hatten sich verrechnet.<br>\nIn der Folge brach am 4. November 2006 in weiten Teilen Deutschlands und bei den westlichen und s&uuml;dlichen Nachbarn das Netz zusammen. Besonders in Frankreich fiel die Stromversorgung bis zu zwei Stunden aus. So schlimm war es diesmal nicht, aber es mussten, um das Netz zu stabilisieren, kurzfristig eine ganze Reihe Gro&szlig;verbraucher abgeschaltet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Blackout-im-europaeischen-Stromnetz-5040157.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>immowelt Prognose: Trotz Corona steigen die Mieten von gebrauchten Wohnungen bis Ende des Jahres um bis zu 6 Prozent<\/strong><br>\nDie neue immowelt Prognose 2021 f&uuml;r die Mietpreise von Bestands- und Neubauwohnungen in den 14 gr&ouml;&szlig;ten deutschen St&auml;dten zeigt:\n<ul>\n<li>In 11 St&auml;dten steigen die Mieten von Bestandswohnungen bis Ende des Jahres weiter, M&uuml;nchen (+1 Prozent) bleibt am teuersten<\/li>\n<li>St&auml;rkste Anstiege werden f&uuml;r Stuttgart (+6 Prozent) und Leipzig (+5 Prozent) prognostiziert<\/li>\n<li>Ausnahme Berlin: Mietendeckel f&uuml;hrt zu R&uuml;ckgang von 5 Prozent -Hamburg (-1 Prozent) mit leichtem Minus<\/li>\n<li>Neubaumieten zwischen +7 Prozent in Stuttgart und -6 Prozent in Dortmund<\/li>\n<\/ul>\n<p>Trotz Corona-Pandemie und enormen Preissteigerungen in den vergangenen Jahren klettern die Mieten in den gr&ouml;&szlig;ten deutschen St&auml;dten auch 2021 weiter nach oben. Zu diesem Ergebnis kommt die neue immowelt Mietpreis-Prognose f&uuml;r die Gro&szlig;st&auml;dte mit mehr als 500.000 Einwohnern. Bis Ende des Jahres steigen demnach in 11 von 14 untersuchten St&auml;dten die Angebotsmieten von Bestandswohnungen weiter. In M&uuml;nchen, Deutschlands teuerster Stadt, flacht die Preiskurve allerdings merklich ab. Nach den enormen Anstiegen der vergangenen Jahre gehen die Angebotsmieten von Bestandwohnungen voraussichtlich nur noch um 1 Prozent nach oben. Ende des Jahres m&uuml;ssen Mieter dann mit 16,10 Euro pro Quadratmeter rechnen. Trotz der vergleichsweise geringen Steigerung liegt M&uuml;nchen auch Ende 2021 noch mit gro&szlig;em Abstand vor allen anderen Gro&szlig;st&auml;dten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/24964\/4822634\">Presseportal<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Vernetzte Register: Bundestag macht die Steuer-ID zur B&uuml;rgernummer<\/strong><br>\nDas Parlament hat die Steuer-ID als &uuml;bergreifendes &ldquo;Ordnungsmerkmal&rdquo; und Personenkennziffer etwa f&uuml;r Melde- und Fahrzeugregister gesetzlich festgeschrieben.<br>\nNach einer hitzigen Debatte beschloss der Bundestag am Donnerstag einen Gesetzentwurf, mit dem die Steuer-ID als B&uuml;rgernummer in die &ouml;ffentliche Verwaltung eingef&uuml;hrt wird. Die Kennung kann damit k&uuml;nftig als &uuml;bergreifendes Ordnungsmerkmal und Personenkennzeichen in gut 50 besonders relevanten Datenbanken von Bund und L&auml;ndern inklusive der Fahrzeug- und Melderegister genutzt werden. F&uuml;r die Initiative stimmten die Regierungsfraktionen von CDU\/CSU und SPD, die Opposition war geschlossen dagegen. [&hellip;]<br>\n&ldquo;Ich hab&rsquo;s satt&rdquo;, platzte der Linken Petra Pau der Kragen: Sp&auml;testens seit 2001 beschl&ouml;ssen Mehrheiten im hohen Haus &ldquo;deutlich grundrechtswidrige Gesetze&rdquo;, die in Karlsruhe wieder kassiert w&uuml;rden. Der &Uuml;berwachungsrahmen werde trotzdem immer weiter gespannt. Das Bundesverfassungsgericht habe aber den Datenschutz auf Verfassungsrang gehoben, nicht den Datenzugriff.<br>\n&ldquo;Der Datenschutz sch&uuml;tzt die Menschenw&uuml;rde&rdquo;, hieb Konstantin von Notz in die gleiche Kerbe: Wer so borniert daherrede wie Henrichmann, k&ouml;nne nur verfassungswidrige Gesetze fabrizieren. Diese kachelten in Karlsruhe vor die Wand und IT-Gro&szlig;projekte scheiterten. Nun baue Schwarz-Rot das wichtige Gesetz erneut auf sandigem Boden. W&uuml;rde es gestoppt, &ldquo;haben wir ein Kosten- und Zeitproblem biblischen Ausma&szlig;es&rdquo;. Dies sei ein zu hoher Preis f&uuml;r diese &ldquo;Huschi-Aktion&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Vernetzte-Register-Bundestag-macht-die-Steuer-ID-zur-Buergernummer-5040215.html\">Heise Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Hamburgs Datensch&uuml;tzer will Clearview zur Datenl&ouml;schung zwingen<\/strong><br>\nDie umstrittene US-Firma Clearview AI hat ungefragt Millionen Internetfotos verwendet, um daraus eine Gesichtserkennungsdatenbank zu machen. Ein Versto&szlig; gegen die DSGVO, sagt Johannes Caspar. [&hellip;]<br>\nAusgel&ouml;st hat das Matthias Marx aus Hamburg. Vor ziemlich genau einem Jahr, gleich nachdem die &raquo;New York Times&laquo; die geheimniskr&auml;merische Firma ins Rampenlicht gezerrt hatte, schrieb er eine E-Mail an Clearview AI. Er wollte wissen, welche Bilder und Daten das umstrittene Gesichtserkennungs-Start-up von ihm gespeichert und wem es sie zug&auml;nglich gemacht hatte. Es dauerte einen Monat, bis er die gew&uuml;nschte Antwort bekam, zumindest teilweise. In einer PDF-Datei von Clearview fand er neben dem von ihm selbst eingesandten Bild f&uuml;r den Abgleich zwei weitere Fotos, auf denen er zu sehen ist, sowie die Links, unter denen sie im Internet zu finden waren. Marx reichte umgehend eine Beschwerde bei Caspars Beh&ouml;rde ein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/web\/gesichtserkennung-hamburger-datenschuetzer-will-clearview-zur-datenloeschung-zwingen-a-9227eca6-0730-400a-946b-c126d3866353\">DER SPIEGEL<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Armes reiches Amerika &ndash; Leben im Schatten des Wohlstands<\/strong><br>\n2018 lebten etwa 40 Millionen Menschen in den USA unterhalb der Armutsgrenze. Ihr Alltag ist hart, aber viele Betroffene zeigen sich findig und k&auml;mpfen f&uuml;r ein besseres Leben. Ihnen zur Seite stehen Freiwillige, die den &Auml;rmsten der Armen helfen &ndash; manchmal mit ungew&ouml;hnlichen Mitteln.<br>\nWeil noch immer rund 28 Millionen Amerikaner keinerlei Krankenversicherung haben, baut eine Wohlfahrtsorganisation einmal im Jahr eine mobile Klinik auf und bietet kostenfreie Behandlungen an. Hunderte Menschen nehmen stundenlanges Warten in Kauf, um untersucht zu werden. Wegen der hohen Gesundheitskosten in den USA k&ouml;nnen sie sich keinen regul&auml;ren Arztbesuch leisten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/dokumentation\/zdfinfo-doku\/armes-reiches-amerika--leben-im-schatten-des-wohlstands-100.html\">ZDF<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Bill Gates erkl&auml;rt Pandemiebek&auml;mpfung zur neuen Normalit&auml;t<\/strong><br>\nDer zweitreichste Mensch der Welt, Microsoft-Gr&uuml;nder Bill Gates, stimmt uns im &ldquo;Jahresbrief&rdquo; seiner Stiftung darauf ein, dass wir uns an Pandemiebek&auml;mpfung als Normalzustand gew&ouml;hnen und unsere alten Freiheiten f&uuml;r immer vergessen sollen. Gates Beitrag &ldquo;Es ist nicht zu fr&uuml;h, um an die n&auml;chste Pandemie zu denken&rdquo;, ist Teil des Jahresbriefs den er und seine seiner Frau Melinda als Ko-Vorsitzende der Bill und Melinda Gates Stiftung jedes Jahr ver&ouml;ffentlichen. Alle wollten von ihm wissen, wann die Welt wieder zur Normalit&auml;t zur&uuml;ckkehren wird, schreibt er und &auml;u&szlig;ert volles Verst&auml;ndnis f&uuml;r diese Wunsch, doch leider:<br>\nDie ungl&uuml;ckliche Realit&auml;t ist, dass COVID-19 vielleicht nicht die letzte Pandemie ist. Wir wissen nicht, wann die n&auml;chste Pandemie ausbricht oder ob es eine Grippe, ein Coronavirus oder eine neue Krankheit sein wird, die wir noch nie gesehen haben. (&hellip;) Die Bedrohung durch die n&auml;chste Pandemie wird immer &uuml;ber unseren K&ouml;pfen schweben &ndash; es sei denn, die Welt unternimmt Schritte, um sie zu verhindern.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/die-regenten-der-welt\/gates-jahresbrief\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<p><strong>dazu: Bill Gates warnt vor der n&auml;chsten Pandemie: &ldquo;Zehnmal so schlimm&rdquo;<\/strong><br>\nDer Microsoft-Gr&uuml;nder Bill Gates sieht die Welt in einer &ldquo;wirklich harten Phase&rdquo; und fordert eine &ldquo;gerechte Verteilung&rdquo; von Impfstoffen auch an arme L&auml;nder. Er warnte in einem Interview mit der S&uuml;ddeutschen Zeitung, nun geh&ouml;re COVID wie Erdbeben und Wirbelst&uuml;rme zur neuen Normalit&auml;t. (&hellip;)<br>\nDie wissenschaftliche Arbeit sei fantastisch. Die Erfindung von mRNA-Impfstoffen, die gro&szlig;artige Arbeit von BioNTech mit Pfizer, Moderna &ndash; das seien Meilensteine. &ldquo;Ein nationalistischer Blick hilft uns aber nicht weiter&rdquo;, sagte Gates. Die Impfstoffe m&uuml;ssten so schnell wie m&ouml;glich an die Mitarbeiter im Gesundheitswesen und an &auml;ltere Menschen &ldquo;auf der ganzen Erde&rdquo; verteilt werden. (&hellip;)<br>\nDer Gesundheits-M&auml;zen behauptete, in Russland etwa sei die Nachfrage nach dem eigenen Impfstoff gar nicht &ldquo;super hoch&rdquo;. Seine Stiftung habe auch mit chinesischen Firmen zusammengearbeitet, um bessere Informationen zur Sicherheit und Effektivit&auml;t zu erhalten.<br>\nBez&uuml;glich der wachsenden Unruhe unter den Menschen aufgrund der Corona-Ma&szlig;nahmen sagte Gates, die Geduld der Menschen sei definitiv &ldquo;strapaziert&rdquo;. Und das betreffe alle Dimensionen von Ungleichheit:<br>\n&ldquo;Wer in einer kleinen Wohnung wohnt, wer kein Internet hat, wessen Schule keinen Online-Unterricht anbieten kann. Wir haben ganz sch&ouml;n was zu schaufeln, um da wieder rauszukommen. Selbst im besten Fall wird es nahezu das ganze Jahr brauchen, um das Leben wieder ins Laufen zu bringen.&rdquo;<br>\nGates warnte zudem, dass die Menschen nicht auf die n&auml;chste Pandemie vorbereitet seien. &ldquo;Ich hoffe, dass es in zwei Jahren anders aussieht. Impfstoffe, Tests, Medikamente, Epidemiologie, Monitoring &ndash; es gibt viel, was man tun kann&rdquo;, unterstrich der Microsoft-Gr&uuml;nder.<br>\n&ldquo;Diese Pandemie ist schlimm, aber eine k&uuml;nftige Pandemie k&ouml;nnte zehn Mal so schlimm sein. Es muss also eine globale Antwort geben&rdquo;, warnte Gates.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/international\/112380-bill-gates-warnt-vor-nachsten\/\">RT Deutsch<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Wieder einmal werden dem Nicht-Mediziner und Multi-Milliard&auml;r Gates mediale Plattformen geboten, die dieser nutzt. Er lobt die Firmen, die die neuen, wenig erforschten mRNA-Impfstoffe produzieren und warnt vor einer n&auml;chsten Pandemie, die zehn Mal so schlimm sein k&ouml;nne. Offensichtlich ist nahezu jede &Auml;u&szlig;erung dieses Verm&ouml;genden zum Themenkomplex um Corona\/Covid-19 eine Nachrichten-Meldung wert. Aber (wissenschaftliche) Begr&uuml;ndungen liefert dieser &ldquo;Gesundheits-M&auml;zen&rdquo;, der seit vielen Jahren vor Pandemien warnt und u.a. die WHO finanziell unterst&uuml;tzt (<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65566#h11\">Finanz-Talk im Kopf von Bill Gates | Die Anstalt<\/a>), nicht. Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60259\">&Uuml;ber die herablassende Arroganz der etablierten Medien und ihr eigenes Versagen als kritische Instanz<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60211#h16\">Bill Gates beschreibt Covid-19 als ersten Anwendungsfall der Known-Traveller-Horrorvision des Weltwirtschaftsforums<\/a> mit einer Anmerkung.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-69353","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/69353","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=69353"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/69353\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":69355,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/69353\/revisions\/69355"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=69353"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=69353"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=69353"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}