{"id":69379,"date":"2021-02-01T08:37:51","date_gmt":"2021-02-01T07:37:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69379"},"modified":"2021-02-01T08:40:27","modified_gmt":"2021-02-01T07:40:27","slug":"hinweise-des-tages-3789","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69379","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69379#h01\">Virologe Streeck schie&szlig;t gegen Merkel: Wissenschaftler mit anderer Meinung werden ignoriert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69379#h02\">Verbindet sich der Westen die falschen Finger?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69379#h03\">Dieser Deutsche machte Nawalny wieder fit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69379#h04\">Bei den Freiheitseinschr&auml;nkungen geht die Regierung mutig voraus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69379#h05\">Heribert Prantl: &bdquo;Ich hoffe, dass die Gesellschaft aufwacht&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69379#h06\">Nach Stellenabbau &ndash; Commerzbank-Vorstand diskutiert Aussch&uuml;ttungen an Aktion&auml;re<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69379#h07\">Finanzlage der Unternehmen bleibt angespannt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69379#h08\">Vorschlag von Altmaier &ndash; Tafelsilber f&uuml;r Corona-Schulden verkaufen? <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69379#h09\">Die im Dunkeln frieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69379#h10\">Drei weitere Obdachlose in Hamburg verstorben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69379#h11\">Statistiker holt zur RKI-Schelte aus: Corona-Daten &ldquo;eine einzige Katastrophe&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69379#h12\">Wacklige Wissenschaft schafft Panik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69379#h13\">Psychologe Gr&uuml;newald zu Corona &ndash; &ldquo;Viele Deutsche sind ersch&ouml;pft und zerm&uuml;rbt&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69379#h14\">Selbst etablierte K&uuml;nstler denken daran, ihren Beruf aufzugeben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69379#h15\">Bundesregierung zahlte mindestens 344 Millionen Euro f&uuml;r Berater<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69379#h16\">Klimapolitik wird zu Geopolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69379#h17\">Haben die liberalen Demokratien westlichen Zuschnitts noch eine Zukunft?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69379#h18\">Unsere &raquo;mediale Grundversorgung&laquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Virologe Streeck schie&szlig;t gegen Merkel: Wissenschaftler mit anderer Meinung werden ignoriert<\/strong><br>\nAuf einige Virologen verl&auml;sst sich die Bundesregierung, andere werden weniger geh&ouml;rt. Mediziner Hendrik Streeck pl&auml;diert stattdessen f&uuml;r Ausgewogenheit.\n<ul>\n<li>Virologe Hendrik Streeck wirft der Bundesregierung vor, Experten mit anderen Sichtweisen zu ignorieren.<\/li>\n<li>Er und ein weiterer Kollege seien nicht zu Beratungen eingeladen worden, obwohl Politiker das begr&uuml;&szlig;t h&auml;tten.<\/li>\n<li>Streeck d&auml;mpft au&szlig;erdem die Hoffnung auf ein Leben ohne Corona. [&hellip;]<\/li>\n<\/ul>\n<p>Streeck berichtet gegen&uuml;ber dem Blatt davon, wie er nicht in die Beratungen vor der letzten Lockdown-Verl&auml;ngerung mit einbezogen wurde: &bdquo;Ich hatte am Donnerstag vor diesem Termin ein Telefonat mit einem Ministerpr&auml;sidenten, der mich oder den Epidemiologen Klaus St&ouml;hr in die Beratung holen wollte, und habe mir den entsprechenden Montag frei gehalten&ldquo;, so Streeck.<br>\nDemnach habe auch Hamburgs B&uuml;rgermeister Peter Tschentscher St&ouml;hr in die Runde holen wollen, ebenfalls ohne Erfolg. &bdquo;Zwei Wissenschaftler, die eine andere Sichtweise vertreten, wurden von Ministerpr&auml;sidenten vorgeschlagen &ndash; und dennoch ignoriert. W&auml;re ich Ministerpr&auml;sident, w&uuml;rde ich mir w&uuml;nschen, ein m&ouml;glichst breites wissenschaftliches Bild und auch F&uuml;r- und Wider-Argumente zu h&ouml;ren&ldquo;, kommentierte Streeck die Entscheidung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/politik\/corona-virologe-hendrik-streeck-merkel-abweichende-meinung-ignoriert-christian-drosten-bundesregierung-lockdown-90186838.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/p>\n<p><em>Lesen Sie dazu auf den NachDenkSeiten: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68990\">Merkels Falken scheitern am F&ouml;deralismus. Das Ergebnis ist dennoch deprimierend<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Verbindet sich der Westen die falschen Finger?<\/strong><br>\nDie massive mediale und finanzielle Unterst&uuml;tzung des Westens zugunsten Nawalnys kann einen unbeabsichtigten Effekt haben. (&hellip;)<br>\nNur wenige US-amerikanische Publizisten kennen Russland und das, was man &laquo;die russische Seele&raquo; nennt, wirklich gut, und nur wenige kommen zu Wort. Einer, der sonst vor allem die milit&auml;rischen R&uuml;stungen anderer L&auml;nder beobachtet, Mark Episkopos, hat nun in der renommierten &ndash; politisch als &laquo;konservativ&raquo; eingestuften &ndash; Zeitschrift &laquo;The National Interest&raquo; auf etwas aufmerksam gemacht, das bisher wenig beachtet und bedacht wurde: Die vom Westen vor allem medial, mittlerweile aber auch finanziell unterst&uuml;tzten Aktionen von Alexej Nawalny k&ouml;nnten in Russland einen unerwarteten Effekt haben. Die Bedrohung Russlands &laquo;von aussen&raquo; k&ouml;nnte zu einer neuen Zustimmungs- und Sympathiewelle f&uuml;r den Kreml und f&uuml;r Wladimir Putin f&uuml;hren.<br>\nIns Deutsche &uuml;bersetzt schreibt Episkopos (am 19. Januar): &laquo;Nawalnys Verhaftung k&ouml;nnte als weiterer Anstoss f&uuml;r ein neues US-Sanktionspaket gegen Moskau zu Beginn der Pr&auml;sidentschaft von Joe Biden dienen, eine Massnahme, die im Senat stetige partei&uuml;bergreifende Unterst&uuml;tzung geniesst. Es k&ouml;nnte auch den laufenden amerikanischen Bem&uuml;hungen Auftrieb verleihen, den Bau der Gaspipeline &lsaquo;Nord Stream 2&rsaquo; zwischen Russland und Deutschland zu stoppen, der schon jetzt mehr und mehr unsicher zu sein scheint. Offene westliche Drohungen in der Nawalny-Aff&auml;re k&ouml;nnten jedoch einen paradoxen Effekt auf die russische Zivilgesellschaft haben: Mit jeder weiteren Forderung aus Br&uuml;ssel oder Washington wird (russische) Nachsicht gegen&uuml;ber Nawalny mit der in Russland verachteten westlichen Appeasement-Politik verglichen. Das Ergebnis w&auml;re dann eine Art negative R&uuml;ckkoppelung, die das Entstehen einer lebendigen Oppositionskultur sogar behindert. [&hellip;] Sanktionen und andere Formen der Bestrafung Russlands, die erhebliche Kosten f&uuml;r das russische Prestige und mehr noch f&uuml;r die russische Wirtschaft mit sich bringen, scheinen das russische Volk in seinen Vorbehalten gegen&uuml;ber dem Westen zu vereinen und Putins Entschlossenheit sogar zu st&auml;rken, unter Druck nicht zu kapitulieren. Traditionell gibt es in Russland nichts, was der Legitimit&auml;t einer Regierung mehr schadet, als wenn sie Schw&auml;che zeigt.&raquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/welt\/verbindet-sich-der-westen-die-falschen-finger\/%20\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Dieser Deutsche machte Nawalny wieder fit<\/strong><br>\nIn einem kleinen Schwarzwaldort trainierte Bj&ouml;rn Leber mit dem russischen Oppositionellen f&uuml;r dessen Genesung: Neun Wochen Muskelaufbau, Jonglieren und Boxen. (&hellip;)<br>\nBeim Abschied haben sie sich umarmt. &bdquo;Ich habe ihn gefragt, wann wir uns wiedersehen. Da hat er gelacht, mich nochmals umarmt und gesagt: Komm vorbei, wenn ich russischer Pr&auml;sident bin.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/bjoern-komm-vorbei-wenn-ich-russischer-praesident-bin-dieser-deutsche-machte-nawalny-wieder-fit\/26865476.html%20\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers B.H.:<\/strong> Sollte Nawalny das wirklich so ge&auml;u&szlig;ert haben, dann ist er nichts anderes als ein russischer Juan Guaido,  wo nur noch fehlt, dass er sich selber in Russland zum Pr&auml;sidenten k&uuml;rt.<\/em><\/p>\n<p><em>Wobei f&uuml;r mich interessant w&auml;re welche US-Regierung, wenn es denn so sein sollte, hinter diesem PR-Coup gegen Putin steckt. Mein Verdacht ist, dass es nicht Joe Biden ist sondern noch Donald Trump und seine Leute, auch das Timing w&uuml;rde passen &ndash; na ja mal abwarten was f&uuml;r eine Wahrheit ans Licht kommt. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Bei den Freiheitseinschr&auml;nkungen geht die Regierung mutig voraus<\/strong><br>\nNicht nur viele EU-Staaten sind beim Impfen gegen Corona sehr viel besser organisiert als Deutschland. Um davon abzulenken, werden die Erfolge der anderen kleingeredet und deren &bdquo;Impfnationalismus&ldquo; kritisiert. Eine andere Reaktion w&auml;re angebracht. (&hellip;)<br>\nWenn die Kanzlerin &uuml;ber die Pandemie spricht, wird sie emotional. Auch der Bundesgesundheitsminister spricht mit Pathos. Geht es darum, die Freiheit der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger einzuschr&auml;nken, geht die Regierung mutig voraus. Dass sie auch Konsequenzen aus dem eigenen Versagen zieht, ist dagegen zu viel verlangt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article225361911\/Impf-Chaos-Regierung-redet-Erfolge-anderer-Laender-klein.html%20\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Es f&auml;llt mir gerade beim stellvertretenden Chefredakteur der hart konservativen WELT schwer zuzugeben, aber der Mann hat einfach 100% recht. Deutschland hatte neun Monate Zeit zur Vorbereitung und Organisation der Impfungen und erweist sich jetzt als ganz schlecht organisiert und im &ldquo;Impfnationalismus&rdquo; als einer der Spitzenreiter. Was nicht erw&auml;hnt wird und trotzdem wahr ist: im Jahr 2020 hat man (zu Recht) auf die katastrophal schlimmen Todeszahlen in den USA hingewiesen &ndash; der unf&auml;hige Populist Trump halt -, aber seit Dezember 2020 ist die Anzahl der &ldquo;an und mit Corona Gestorbenen&rdquo; in Deutschland (relativ zur Bev&ouml;lkerungszahl) genauso hoch, dies- und jenseits des Atlantiks gleicherma&szlig;en schlecht. Leider buchstabiert die WELT die &ldquo;Konsequenzen aus dem eigenen Versagen&rdquo; f&uuml;r Bundeskanzlerin und Bundesgesundheitsmininister nicht aus; ein sofortiger R&uuml;cktritt w&auml;re meiner Meinung angemessen, in beiden F&auml;llen viele Jahre zu sp&auml;t, aber ein Eingest&auml;ndnis der vielen eigenen Fehler und Fehleinsch&auml;tzungen, ein Verzicht auf &ldquo;Impfnationalismus&rdquo; und finger pointing, ein drastische Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Pflege und Krankenh&auml;usern, eine Konzentration auf eine bessere Corona-Politik und die deutlich bessere Organisation der Impfungen w&auml;ren schon Riesenfortschritte. Nur leider von dieser Kanzlerin und diesem Bundesgesundheitsmininister absolut nicht zu erwarten. Da wird dann mit der neoliberalen Ideologie im Hinterkopf munter weiter dilettiert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Heribert Prantl: &bdquo;Ich hoffe, dass die Gesellschaft aufwacht&ldquo;<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here Politik-Chef der S&uuml;ddeutschen Zeitung und Jurist sagt: Das Grundgesetz steht nicht unter Pandemie-Vorbehalt.<br>\nBerliner Zeitung: Herr Prantl, Sie haben neulich in einer Talk-Show gesagt, dass Sie in den 33 Jahren Ihrer T&auml;tigkeit als Journalist noch nie so viel Angst gehabt h&auml;tten. Wovor haben Sie Angst?<br>\nHeribert Prantl: Ich habe nicht Angst um mich. Ich habe Angst um unsere Grundrechte. Ich bin besorgt. Die Grundrechte sind das Sch&ouml;nste und Beste und Wichtigste, was wir in unserem Staat haben. Ich habe das Gef&uuml;hl, dass sie in der Pandemie kleingemacht oder bisweilen beiseitegeschoben werden. Ich habe die Sorge, dass wir die Grundrechte opfern, um so vermeintlich der Pandemie Herr zu werden. Das Wesen der Grundrechte ist jedoch, dass sie gerade in einer Krise gelten m&uuml;ssen. Deswegen hei&szlig;en sie Grundrechte. Sie sind die Leuchtt&uuml;rme, die in der Demokratie leuchten. Es ist fatal zu glauben, man k&ouml;nne sie ja eine Zeit lang geringer leuchten lassen. Diese Haltung erscheint mir aber dominant, wenn ich die aktuelle Politik betrachte. Ich h&auml;tte mir nie vorstellen k&ouml;nnen, dass wir so intensive Beschr&auml;nkungen unserer Freiheit erleben werden. Hans-J&uuml;rgen Papier, der fr&uuml;here Pr&auml;sident des Bundesverfassungsgerichts sagte in diesen Tagen, er habe sich nie vorstellen k&ouml;nnen, dass derart intensive Freiheitsbeschr&auml;nkungen von der zweiten Gewalt, der Exekutive, beschlossen werden. Er hat darauf hingewiesen, dass Entscheidungen &uuml;ber Grundrechte eine breite gesellschaftliche und demokratische Basis brauchen. Aktuell ist die Politik dominiert von Naturwissenschaftlern und Virologen. Das geht nicht. Die Regierung muss Verfassungsrechtler, P&auml;dagogen, Soziologen, &Ouml;konomen und Kinder&auml;rzte anh&ouml;ren. Die Grundrechte sind kein Larifari. In einem demokratischen Rechtsstaat steckt die Kraft der Hoffnung in den Grundrechten &ndash; auch und gerade in Krisenzeiten. Weil die Corona-Politik die Grundrechte zu wenig achtet, ist die Hoffnung auf bessere Zeiten nicht so gro&szlig;, wie sie sein k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/heribert-prantl-ich-hoffe-dass-die-gesellschaft-aufwacht-li.136339%20\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Auf die erw&auml;hnte TV-Talk-Show haben die NachDenkSeiten in den Videohinweisen vom 27.01.2021 hingewiesen: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69245#h06\">Talk im Hangar-7 &ndash; Merkel, Kurz und Mutationen: Politik am Volk vorbei? | Kurzfassung<\/a>. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Nach Stellenabbau &ndash; Commerzbank-Vorstand diskutiert Aussch&uuml;ttungen an Aktion&auml;re<\/strong><br>\nTrotz des geplanten Abbaus von 10.000 Stellen erw&auml;gt die F&uuml;hrung der Commerzbank nach Informationen von WELT AM SONNTAG ein Programm, das die Aktion&auml;re gl&uuml;cklich machen soll. Im Gespr&auml;ch sind eine Dividende oder Aktienr&uuml;ckk&auml;ufe.<br>\nF&uuml;r Commerzbank-Aktion&auml;re waren die vergangenen Jahre eine Qual &ndash; was sich am Aktienkurs der Bank ablesen l&auml;sst. Seit 2007 hat das Papier mehr als 90 Prozent eingeb&uuml;&szlig;t. Auch aus dem Leitindex Dax flog die zweitgr&ouml;&szlig;te b&ouml;rsennotierte Bank Deutschlands vor zweieinhalb Jahren. Zum Leidwesen der Steuerzahler, denn die Bundesregierung ist mit 15,6 Prozent noch immer an der Commerzbank beteiligt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article225334761\/Nach-Stellenabbau-Commerzbank-Vorstand-diskutiert-Aktienrueckkaeufe-oder-Dividendenprogramm.html%20\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Eine krasse Kombination, wegen mangelnder Profitabilit&auml;t ein Drittel der Angestellten zu entlassen und dann Dividenden zu zahlen. Aber vielleicht soll die Begl&uuml;ckung der Aktion&auml;re nicht *trotz*, sondern gerade *wegen* des Stellenabbaus stattfinden, denn irgendwo m&uuml;ssen die eingesparten Geh&auml;lter ja hin&hellip; Irgendwo, z. B. bei Angela Merkel und Peter Altmaier in der Bundesregierung, wird immer wieder behauptet, Deutschland h&auml;tte eine Soziale Marktwirtschaft. Wenn man darunter einen Kapitalismus versteht, in dem die Interessen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern etwa gleich gewichtet werden, dann kann davon seit Jahrzehnten keine Rede mehr sein, wozu Angela Merkel ma&szlig;geblich beigetragen hat. Was aber hier passiert, ist noch mal eine ganz andere Zuspitzung von Turbokapitalismus. <\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Conti-Betriebsrat will Dividenden-Verzicht und &bdquo;belastbare Antworten&ldquo;<\/strong><br>\nContinental-Mitarbeiter w&uuml;nschen sich mehr Klarheit zu ihren Perspektiven. Der Betriebsratschef appelliert auch an die Verantwortung der Eigent&uuml;mer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/industrie\/autozulieferer-conti-betriebsrat-will-dividenden-verzicht-und-belastbare-antworten\/26868688.html?ticket=ST-4381750-NgGFmUfY7t196Sickcuw-ap5%20\">Handelsblatt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.elektroniknet.de\/karriere\/arbeitswelt\/ig-metall-bricht-gespraeche-mit-continental-ab.181765.html\">Massenentlassungen<\/a> (<a href=\"https:\/\/deutsche-wirtschafts-nachrichten.de\/500376\/Mit-Massenentlassungen-ins-E-Zeitalter-Continental-baut-mindestens-5000-Stellen-in-Deutschland-ab\">sogar schon 2019, also vor Corona, angek&uuml;ndigt<\/a>) und <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/industrie\/zulieferer-continental-kassiert-seine-prognose-und-schickt-30-000-mitarbeiter-in-kurzarbeit\/25702824.html\">staatliches Geld f&uuml;r Kurzarbeit<\/a> in Kombination mit Dividendenzahlungen &ndash; warum denn nicht? Die Verantwortung der Conti-Eigent&uuml;mer gilt der Rendite, der sie doch nachkommen. Alle andersmeinenden, hilflosen Appelle des Betriebsrats sind doch in den Wind gesprochen, denn wir leben im neoliberalen Zeitalter, und die Politik der Umverteilung von unten nach oben wird doch mit gro&szlig;er Mehrheit immer wieder best&auml;tigt. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Finanzlage der Unternehmen bleibt angespannt<\/strong><br>\nDie H&auml;lfte der deutschen Unternehmen sieht sich in der Corona-Krise weiterhin in finanziellen N&ouml;ten. Das ermittelte der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) in einer aktuellen Trendauswertung seiner Konjunkturumfrage unter mehr als 18.000 Betrieben aller Branchen und Regionen. (&hellip;)<br>\nIm Vergleich zum Herbst 2020 hat sich die Finanzlage der Unternehmen damit nicht verbessert. Im Gegenteil: Die finanzielle Durststrecke der Betriebe zieht sich weiter in die L&auml;nge &ndash; und k&ouml;nnte f&uuml;r manche Betriebe sogar das Aus bedeuten.<br>\nSo sehen sich derzeit 5 Prozent der Betriebe in der Gesamtwirtschaft von einer Insolvenz bedroht. Je nach Branche unterscheidet sich die Betroffenheit jedoch stark. Nach der aktuellen Trendauswertung stehen 33 Prozent der kreativen und k&uuml;nstlerischen Betriebe, 30 Prozent der Reisevermittler, 27 Prozent der Taxibetriebe und 20 Prozent der Unternehmen aus der Gastronomie vor einer drohenden Pleite.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dihk.de\/de\/aktuelles-und-presse\/aktuelle-informationen\/finanzlage-der-unternehmen-bleibt-angespannt-35216%20\">DIHK<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Vorschlag von Altmaier &ndash; Tafelsilber f&uuml;r Corona-Schulden verkaufen? <\/strong><br>\nCorona kostet den Staat viel Geld. Die Folgen sind noch unklar: Wird es neue Schulden, Steuererh&ouml;hungen oder Ausgabenk&uuml;rzungen geben? Wirtschaftminister Altmaier ist bereit, das Tafelsilber zu ver&auml;u&szlig;ern.Wirtschaftsminister Peter Altmaier will angesichts der immensen Kosten der Corona-Pandemie pr&uuml;fen, ob Tafelsilber des Bundes zu Geld gemacht werden kann.. Der Bund h&auml;lt milliardenschwere Beteiligungen etwa an der Post und der Telekom. Deren Wert sei in den vergangenen Jahren ordentlich gewachsen, sagte Altmaier der &ldquo;Welt am Sonntag&rdquo;. &ldquo;Deshalb sollten wir pr&uuml;fen, welche staatlichen Beteiligungen zur&uuml;ckgefahren werden k&ouml;nnen. Auch das bringt Geld in die Staatskasse, das wir f&uuml;r Zukunftsinvestitionen gut gebrauchen k&ouml;nnen.&rdquo;Der Vorsto&szlig; des CDU-Politikers kommt mitten in einer Debatte dar&uuml;ber, wie es in den kommenden Jahren mit dem Bundeshaushalt und dem Geld der Steuerzahler weitergehen soll. Steuererh&ouml;hungen lehnt die Union ab, die Schuldenbremse geh&ouml;rt zu ihrem Markenkern. Das haben zuletzt die zahlreichen energischen Proteste aus der Union gezeigt, nachdem Kanzleramtschef Helge Braun eine Debatte um &Auml;nderungen an der Schuldenbremse in Gang gesetzt hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/altmaier-tafelsilber-101.html\">Tagesschau <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Der Preis daf&uuml;r w&auml;re, dass die Politik ihren letzten Einfluss auf die Unternehmenspolitik von DHL, Telekom und Co. verliert. So w&auml;re dann sogar eine &Uuml;bernahme dieser Unternehmen durch US-Konzerne m&ouml;glich. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die im Dunkeln frieren<\/strong><br>\nUnd es w&auml;re leicht, die Regels&auml;tze von Hartz IV und Altersgrundsicherung sofort auf mindestens 600 Euro pro Monat zu erh&ouml;hen sowie einen pauschalen Mehrbedarfszuschlag von monatlich 100 Euro auszuzahlen. So, wie es jetzt 36 Verb&auml;nde und Gewerkschaften fordern. &bdquo;Wir erwarten von dieser Bundesregierung, dass sie endlich auch etwas f&uuml;r die Armen tut, das wirklich Substanz hat&ldquo;, sagte Ulrich Schneider, der Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Parit&auml;tischen Gesamtverbands. Diese Dringlichkeit im Ton ist nicht &uuml;bertrieben, sondern wegen der Faktenlage absolut berechtigt. (&hellip;)<br>\nAnstatt eine sozialpolitische Wende einzuleiten, verrechnet das SPD-Sozialministerium die zu Beginn des Jahres erfolgte Kindergelderh&ouml;hung um 15 Euro (die auch Eltern mit einem Millionenverm&ouml;gen erhalten) mit dem Hartz-IV-Betrag, sodass von der Erh&ouml;hung des Regelsatzes f&uuml;r manche Bezugsgruppen seit Januar nichts &uuml;brig bleibt. Ja, Sozialdemokraten schreiten nicht einmal dann ein, wenn der CDU-Bundestagsabgeordnete Peter Wei&szlig; im Interview mit dem Deutschlandfunk bezweifelt, dass es bei ALG-II-Beziehern derzeit Mehrbedarfe gibt. Ebenso wenig, wenn dessen Fraktionskollege Marian Wendt via Twitter verlangt, den Regelsatz zu k&uuml;rzen, weil derzeit kein Bedarf an Kultur bestehe.<br>\nDabei k&ouml;nnen sich Hartz-IV-Empf&auml;nger schon jetzt meist nicht einmal die wichtigen FFP2-Masken leisten. Immerhin: In dieser Frage lenkt das Bundesarbeitsministerium ein. Dort wird endlich an einem Konzept f&uuml;r Maskengutscheine gearbeitet. Deutlich h&ouml;here Regels&auml;tze, Zuschl&auml;ge, Sachleistungen oder ein Strom- und Gassperrenverbot wird es dagegen nicht geben. Genau das aber br&auml;uchten Menschen wie Jockel. K&uuml;rzlich hat ihn ein Team der ARD-Sendung Report Mainz besucht. Jockel &uuml;bernachtet manchmal bei seinem Freund Joe, dessen &bdquo;Energiezufuhr&ldquo; noch l&auml;uft. &bdquo;Er kann sich gern neben mich ins Bett kuscheln&ldquo;, sagt Joe, und beide lachen. In der Not r&uuml;cken sie zusammen am Kalkofen. Das ist solidarisch, aktuell auch gef&auml;hrlich &ndash; aber alternativlos, denn der Bundesregierung sind die Armen weiterhin v&ouml;llig egal.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/cbaron\/die-im-dunkeln-frieren\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Drei weitere Obdachlose in Hamburg verstorben<\/strong><br>\nIn Hamburg sind in diesem Winter noch mehr Obdachlose gestorben, als bislang bekannt. Der Senat hat auf eine Anfrage der CDU drei weitere F&auml;lle aufgelistet. Demnach ist am 11. Januar ein Mann in der Nordkanalstra&szlig;e in Hammerbrook verstorben und am Tag darauf ein anderer in der Weimarer Stra&szlig;e in Wilhelmsburg. Ein weiterer Obdachloser ist am 16. Januar verstorben, der Ort geht aus der Senatsantwort nicht hervor.<br>\nDamit steigt die Gesamtzahl der Toten auf Hamburgs Stra&szlig;en seit Dezember auf mindestens elf &ndash; ein trauriger Rekord. Der Hinz&amp;K&uuml;nztler Josef wurde au&szlig;erdem am vergangenen Samstag tot aus einem Kanal geborgen. Die genauen Todesumst&auml;nde sind noch unklar.<br>\nAm Mittwochnachmittag ist die Situation von Hamburgs Obdachlosen erneut Thema in der B&uuml;rgerschaft. Die Linksfraktion hat das Thema f&uuml;r die aktuelle Stunde angemeldet und erneut ihren Antrag eingebracht, in dem sie den Senat dazu auffordert, Obdachlose in Hotels und Jugendherbergen unterzubringen. Auch die CDU schlie&szlig;t sich dieser Forderung an. Bislang hatte die Mehrheit der B&uuml;rgerschaft dies stets abgelehnt. Eine Petition an die Ministerpr&auml;sident*innen der L&auml;nder mit derselben Forderung, die 13 Stra&szlig;enmagazine gestartet hatten, hat inzwischen mehr als 3000 Unterschriften.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.hinzundkunzt.de\/drei-weitere-obdachlose-in-hamburg-verstorben\/%20\">Hinz&amp;Kunzt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Statistiker holt zur RKI-Schelte aus: Corona-Daten &ldquo;eine einzige Katastrophe&rdquo;<\/strong><br>\n982.489 Sterbef&auml;lle hat das Statistische Bundesamt von Januar bis Dezember 2020 registriert &ndash; das sind rund 48.000 mehr als im Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019. F&uuml;r viele gibt es f&uuml;r das Plus an Sterbef&auml;llen eine naheliegende Erkl&auml;rung: Die Corona-Pandemie. Tats&auml;chlich sind unter den Verstorbenen laut Robert-Koch-Institut 39.201 Menschen, die an oder mit Covid-19 gestorben sind.<br>\nDoch kann man von &Uuml;bersterblichkeit sprechen?<br>\nNein &ndash; das sagt zumindest der M&uuml;nchner Statistiker G&ouml;ran Kauermann in einem aktuellen Interview mit der &ldquo;Welt&rdquo;. (&hellip;)<br>\nSein Fazit: &ldquo;Wenn man um den Alterseffekt bereinigt, ist das Jahr 2020 ein nicht nennenswert auff&auml;lliges Jahr.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/gesundheit\/news\/massive-kritik-an-pandemie-behoerde-statistiker-holt-zur-rki-schelte-aus-corona-daten-eine-einzige-katastrophe_id_12927819.html\">Focus Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Wacklige Wissenschaft schafft Panik<\/strong><br>\nW&auml;hrend in den meisten europ&auml;ischen L&auml;ndern die Zahl positiver SARS-Cov2-Tests und inzwischen auch diejenige der Sterbef&auml;lle zur&uuml;ckgeht, wird &uuml;ber weitere Grundrechtseinschr&auml;nkungen diskutiert. Als Begr&uuml;ndung werden Virus-Mutanten angef&uuml;hrt, die wegen ihrer h&ouml;heren &Uuml;bertragbarkeit so gef&auml;hrlich seien, dass ohne scharfe Ma&szlig;nahmen eine katastrophale 3. Welle von Covid-19 zu erwarten sei. Dieser These werde ich hier nachgehen. Dabei beschr&auml;nke ich mich aus zwei Gr&uuml;nden auf die &bdquo;britische Mutante&ldquo;, die auch als B.1.1.7 bekannt ist (so bezeichne auch ich sie). Mitunter wird sie auch 20B\/501Y.V1 und etwas h&auml;ufiger VOC-202012\/01 genannt. Ich diskutiere diese Mutante, weil es nur dazu &uuml;berhaupt eine Studie gibt, die &uuml;ber nicht nachpr&uuml;fbare Pressemitteilungen hinausgeht. Es sind sogar die Basisdaten dieser Studie &ouml;ffentlich zug&auml;nglich (sie werden in der Ver&ouml;ffentlichung als Referenz 5 zitiert). Ferner ist diese Studie von Leung et al. der Ausgangspunkt des Narrativs von den gef&auml;hrlichen Mutanten.<br>\nLeung et al. behaupten darin, dass B.1.1.7 eine um 75% h&ouml;here &Uuml;bertragbarkeit als das Vergleichsvirus aufweist und geben ein 95%-Vertrauensintervall von 70-80% an. Eine sp&auml;tere, nur als Preprint verf&uuml;gbare Studie eines Londoner Instituts gibt 56% an (Vertrauensintervall 50-74%), obwohl sie sich auf etwa den gleichen Zeitraum und die gleichen Basisdaten bezieht. Das niederl&auml;ndische Gesundheitsministerium sch&auml;tzt 36% (23-40%) ab, das d&auml;nische Statens Serum Institut ebenfalls 36% (19-53%). Die neueste Absch&auml;tzung stammt von der belgischen Universit&auml;t in Leuven, sie betr&auml;gt 11%. Die Vertrauensintervalle &uuml;berlappen nicht. Irgendetwas stimmt hier also nicht. Allen Studien ist eines gemeinsam. Sie schlie&szlig;en aus einem wachsenden Anteil von B.1.1.7 an der Gesamtzahl der F&auml;lle auf eine h&ouml;here &Uuml;bertragbarkeit. Dieser Schluss ist nicht zul&auml;ssig, wie ich im Folgenden zeige.<br>\nDie Studie von Leung et al. geht von einem Modell aus, das ein Teil der Autoren 2017 entwickelt hatte, um die relative Ausbreitung von zwei Influenza-Virentypen zu beschreiben, von denen einer resistent gegen ein antivirales Medikament ist, der andere aber nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/gunnar-jeschke\/wacklige-wissenschaft-schafft-panik%20\">Gunnar Jeschke in der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Psychologe Gr&uuml;newald zu Corona &ndash; &ldquo;Viele Deutsche sind ersch&ouml;pft und zerm&uuml;rbt&rdquo;<\/strong><br>\nDen ersten Lockdown umwehte noch so etwas wie Abenteuer. Doch nach inzwischen fast einem Jahr &uuml;berwiegt die M&uuml;digkeit. Die Debatte hat sich in teilen radikalisiert. Es fehlt die Aussicht auf einen Erfolg. Psychologe Stephan Gr&uuml;nwald erkl&auml;rt, wie es um die Gem&uuml;tslage im Land bestellt ist, was ihn am meisten sorgt und worauf es nun ankommt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/panorama\/Viele-Deutsche-sind-erschoepft-und-zermuerbt-article22326483.html\">n-tv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Selbst etablierte K&uuml;nstler denken daran, ihren Beruf aufzugeben<\/strong><br>\nViele selbstst&auml;ndige K&uuml;nstler und Kreative fallen durchs Corona-Hilfsnetz. Auch bei jenen, die seit Jahrzehnten in der Szene etabliert sind, ist die Lage ernst. Vertreter anderer Wirtschaftszweige bieten ihre Unterst&uuml;tzung an. [&hellip;]<br>\nVon den Hilfspaketen von Bund und Land habe er als Soloselbst&auml;ndiger ohne Betriebskosten und mit vorher schon schwankenden Monatseinnahmen bislang kaum etwas gehabt. Schmidthals ist so frustriert, dass er dar&uuml;ber nachdenkt, sich beruflich umzuorientieren. &bdquo;So geht es vielen, die Szene trocknet aus. Wenn Kunst und Kultur wieder hochgefahren werden, wird einiges an Expertise nicht mehr verf&uuml;gbar sein.&ldquo; [&hellip;]<br>\nDazu z&auml;hlen laut dem aktuellsten Datenbericht 2019 der Metropolregion Hamburg neben Musik und darstellender Kunst auch Design- und Filmwirtschaft, Architektur, Rundfunk und Presse, Buch-, Kunst- und Werbemarkt sowie die Software- und Games-Industrie. Von den Erwerbst&auml;tigen sind zwei Drittel angestellt und ein Drittel selbst&auml;ndig &ndash; das ist ein h&ouml;herer Anteil an Selbstst&auml;ndigen als in der Gesamtwirtschaft der Region. 2015 erwirtschaftete die Kultur- und Kreativwirtschaft einen Umsatz von knapp 14,6 Milliarden Euro, immerhin 2,5 Prozent der Gesamtwirtschaft in der Metropolregion.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/regionales\/hamburg\/article225315821\/Corona-Pandemie-Selbst-etablierte-Kuenstler-denken-daran-ihren-Beruf-aufzugeben.html\">Welt.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Bundesregierung zahlte mindestens 344 Millionen Euro f&uuml;r Berater<\/strong><br>\nSpitzenreiter bei den Auftr&auml;gen an Externe sind demnach das Innenministerium mit 128,3 Millionen Euro und das Finanzministerium mit 72,4 Millionen Euro. Es folgen das Gesundheitsministerium und das Verkehrsministerium mit jeweils rund 30 Millionen Euro. Die Zahlen enthalten noch keine Angaben f&uuml;r das vierte Quartal, das Umweltministerium machte zudem keine Ausk&uuml;nfte. Gefragt danach hatte der Bundestagsabgeordnete Matthias H&ouml;hn (Die Linke).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article225266591\/Teure-Geschaefte-Berater-kosten-Bundesregierung-344-3-Millionen-Euro.html%20\">Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Klimapolitik wird zu Geopolitik<\/strong><br>\nDer Grund f&uuml;r die Aufwertung der Klimapolitik ist die ver&auml;nderte Wahrnehmung des Klimaproblems. W&auml;hrend fr&uuml;her Klimaschutz als Kostenfaktor galt, gilt er heute als entscheidend f&uuml;r die zuk&uuml;nftige Wettbewerbsf&auml;higkeit. (&hellip;)<br>\nEine wichtige Entscheidung steht allerdings noch aus: die Ausgestaltung des CO2-Preises f&uuml;r Importe wie Stahl oder Chemikalien, bei deren Produktion besonders hohe Emissionen angefallen sind &ndash; Fachbegriff Carbon Border Adjustment.<br>\nDer Grenzausgleich soll verhindern, dass die Herstellung dieser Produkte in L&auml;nder mit schw&auml;cheren Klimazielen abwandert. Au&szlig;erdem lassen sich so die EU-Klimaziele &ldquo;exportieren&rdquo;: Wenn ein Drittstaat f&uuml;r seine Produkte die Bezahlung der Abgabe vermeiden will, muss er nachweisen, dass bei ihm CO2-Emissionen &auml;hnlich viel kosten wie im EU-Emissionshandel.<br>\nWie die Abgabe genau funktionieren wird, soll im Juni entschieden werden. Wichtig ist dabei, dass die Regeln der Welthandelsorganisation WTO nicht verletzt werden und die Abgabe nicht wie ein illegaler Zoll wirkt.<br>\nDamit steht die EU vor einer kniffligen, diplomatischen Herausforderung: Die USA wollen eine &auml;hnliche Abgabe einf&uuml;hren und erste Gespr&auml;che &uuml;ber ein koordiniertes Vorgehen haben bereits begonnen. Die USA haben auf Bundesebene aber weder einen Emissionshandel noch eine CO2-Steuer. China hingegen hat seit diesem Jahr einen Emissionshandel f&uuml;r Kraftwerke, der auf andere Industrien ausgedehnt werden k&ouml;nnte. Strukturell sind die Systeme in der EU und in China also eher kompatibel.<br>\nIn dieser Gemengelage ist die Grenzabgabe Chance und Risiko zugleich. Die EU hat die Chance, den Welthandel gr&uuml;ner zu machen, damit Stahl aus teurem Wasserstoff mit Stahl aus billiger Steinkohle konkurrieren kann. Gleichzeitig besteht das Risiko, dass L&auml;nder wie China das als Protektionismus werten und Gegenma&szlig;nahmen ergreifen bis zum Handelskrieg.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.klimareporter.de\/international\/klimapolitik-wird-zu-geopolitik%20\">klimareporter<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Haben die liberalen Demokratien westlichen Zuschnitts noch eine Zukunft?<\/strong><br>\n&Uuml;berheblich, arrogant und unf&auml;hig, aus eigenen Fehlern zu lernen: Das ist die Lage der liberalen Demokratien 30 Jahre nach dem Sieg im Kalten Krieg. Und jetzt? [&hellip;]<br>\nDie Bl&uuml;tentr&auml;ume und die Euphorie der gro&szlig;en Zeitenwende von 1989\/90 sind verflogen. Kein Wort mehr von einer neuen Friedens&auml;ra, von einer multilateralen Weltordnung bei St&auml;rkung der Uno, von dem Epochenziel einer gemeinsamen Wirtschafts- und Sicherheitsarchitektur von Lissabon bis Wladiwostok oder gar von der weltweiten Akzeptanz und Durchsetzung westlicher Werte und Gesellschaftsmodelle.<br>\nWie ist es dazu gekommen? Worin liegen die Ursachen dieses Verlustes? In &auml;u&szlig;eren Faktoren oder im eigenen Unverm&ouml;gen der Akteure?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/haben-die-liberalen-demokratien-westlichen-zuschnitts-noch-eine-zukunft-li.135909\">Antje Vollmer in der Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Dies ist ein offensichtlich viel beachteter und bewunderter Artikel der ehemaligen Bundestagsvizepr&auml;sidentin. Ich kann der Bewunderung nicht folgen. Das beginnt schon bei der Bezeichnung unserer westlichen Realit&auml;t mit &bdquo;liberale Demokratien westlichen Zuschnitts&ldquo; und der Selbstverst&auml;ndlichkeit mit der die Autorin, von &bdquo;westlichen Werten und Gesellschaftsmodellen&ldquo; schreibt &ndash; ich bewundere die Arglosigkeit, die darin steckt &ndash; kein Blick auf die Realit&auml;t der sogenannten westlichen Werte, kein Blick auf den &bdquo;Tiefen Staat&ldquo; &ndash; der Autorin w&auml;re die Lekt&uuml;re von David Talbot: Das Schachbrett des Teufels zu empfehlen &ndash; , kein Blick auf die Drohnenmorde und ein sonderbarer Blick auf die vielen Kriege des Werte-Westens. Die Autorin hat auch nicht wahrgenommen, dass das von ihr bem&uuml;hte &bdquo;westliche Gesellschaftsmodell&ldquo; schon lange und im Westen selbst &uuml;ber den Haufen geworfen worden ist. Usw.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Unsere &raquo;mediale Grundversorgung&laquo;<\/strong><br>\nEin Blick in das Programmangebot der Privatsender und in die Werbebl&ouml;cke w&auml;hrend der Spielfilmunterbrechungen gen&uuml;gt zur Feststellung: Deren vordringliche Aufgaben sind nicht Information und kulturelle Bereicherung. Es geht ihnen ums Gesch&auml;ft, unter Ausnutzung primitiver Bed&uuml;rfnisse, die von ihnen selbst geweckt werden. &Auml;hnlich wie Fastfood wollen sie die Kunden und Kundinnen anfixen, wollen Lust wecken auf Kaufen, Fressen, Protzen. Und genau daf&uuml;r hatte ja ein Interessenkonsortium aus Wirtschaft und Politik die privaten TV-Sender in den 1980er Jahren geschaffen. Denn neben den Profitinteressen gab es auch noch ein anderes Motiv: &raquo;Unsere Politik bez&uuml;glich RTL-plus war immer darauf ausgerichtet, eine Anbindung von RTL an das konservative Lager zu sichern beziehungsweise ein Abgleiten nach links zu verhindern&laquo;, schrieb der CSU-Politiker Edmund Stoiber 1988 an den Bayrischen Ministerpr&auml;sidenten Franz Josef Strau&szlig; (FR, 31.10.1988). (&hellip;)<br>\nAber die Regierungsparteien wissen auch um die Staatsn&auml;he der quotenstarken Nachrichtensendungen und wollen ihre Deutungshoheit behaupten. Sie haben ein instrumentelles Verh&auml;ltnis zu Grundrechten, zu Prinzipien der Demokratie und zur Bedeutung des &Ouml;RR, wie etwa die &Auml;u&szlig;erung des CDU-Kanzlerkandidaten in spe, Friedrich Merz, zeigt: &raquo;Wir (Politiker) brauchen die (die Nachrichten verbreitenden Medien) nicht mehr.&laquo;<br>\nFazit: Die Abschaffung oder die Privatisierung des &Ouml;RR schafft mitnichten die n&ouml;tige Demokratisierung und faktische Autonomie der Sender. Die Grundlage daf&uuml;r besteht vielmehr in der Unabh&auml;ngigkeit von wirtschaftlich-politischen Interessen. Nur dann ist gew&auml;hrleistet, dass der Journalismus seiner Aufgabe gerecht wird, die Politik zu kontrollieren und dem Publikum Zusammenh&auml;nge und Hintergr&uuml;nde zu vermitteln. Dazu m&uuml;ssen die Redaktionen gest&auml;rkt und statt Einschaltquoten qualitative Ma&szlig;st&auml;be ans Programm angelegt werden. Nat&uuml;rlich bedarf es daf&uuml;r der finanziellen Absicherung. Deshalb ist das parteipolitische Gez&auml;nk darum &ndash; erst recht, wenn die CDU Sachsen-Anhalts f&uuml;r sage und schreibe 86 Cent die Brandmauer nach rechts einrei&szlig;t und mit der AfD gemeinsame Sache macht &ndash; unw&uuml;rdig.<br>\nUmso mehr Dank geb&uuml;hrt den zahlreichen JournalistInnen und RedakteurInnen, die oft ohne festen Vertrag &ndash; auch ein Problem &ndash; Sendungen produzieren, die aufdecken, erhellen, zu einem Erkennen von Zusammenh&auml;ngen, einem Zuwachs an Wissen und durchaus auch zu einer guten Unterhaltung beitragen. Als geb&uuml;hrenzahlender Zuschauer m&ouml;chte man ausrufen: Ihr Intendanten und Programmchefs, nehmt endlich eure Funktion als Vierte Gewalt ernst! Und verehrtes Publikum: Nutzt eure Rechte!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ossietzky.net\/artikel\/unsere-mediale-grundversorgung\/#%20\">Ossietzky<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-69379","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/69379","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=69379"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/69379\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":69381,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/69379\/revisions\/69381"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=69379"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=69379"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=69379"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}