{"id":69526,"date":"2021-02-05T09:45:53","date_gmt":"2021-02-05T08:45:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69526"},"modified":"2026-01-27T11:39:06","modified_gmt":"2026-01-27T10:39:06","slug":"pestizide-manchmal-brechen-ganze-nahrungsketten-zusammen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69526","title":{"rendered":"Pestizide: \u201eManchmal brechen ganze Nahrungsketten zusammen\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Junge angehende Landwirte werden regelrecht zu &bdquo;Pestizidanwendern&ldquo; ausgebildet, zum Ende ihrer Ausbildung seien sie der Auffassung, dass nur <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59256\">synthetische Pestizide<\/a> gegen Sch&auml;dlinge helfen k&ouml;nnen. Das sagt <strong>Mathias Forster<\/strong> im NachDenkSeiten-Interview. Der Schweizer, der den &bdquo;Bodenfruchtbarkeitsfonds der Bio-Stiftung Schweiz&ldquo; mitgegr&uuml;ndet hat, macht sich seit langem Gedanken &uuml;ber eine Landwirtschaft, die uns Menschen und der Natur nutzt und nicht schadet. Der &bdquo;Systemwechsel&ldquo; sei dringend notwendig, sagt <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=vt8QTkgVkKs&amp;t=463s\">Forster<\/a>. Ein Gespr&auml;ch &uuml;ber die enormen Sch&auml;den, die synthetische Pestizide verursachen, und die Frage, wie ein Systemwechsel gelingen kann. Von <strong>Marcus Kl&ouml;ckner<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_2059\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-69526-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210205_Pestizide_Manchmal_brechen_ganze_Nahrungsketten_zusammen_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210205_Pestizide_Manchmal_brechen_ganze_Nahrungsketten_zusammen_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210205_Pestizide_Manchmal_brechen_ganze_Nahrungsketten_zusammen_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210205_Pestizide_Manchmal_brechen_ganze_Nahrungsketten_zusammen_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=69526-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210205_Pestizide_Manchmal_brechen_ganze_Nahrungsketten_zusammen_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"210205_Pestizide_Manchmal_brechen_ganze_Nahrungsketten_zusammen_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>Herr Forster, das Folgende ist in einem <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/medizin\/indien-mehr-als-450-menschen-erleiden-mysterioese-krankheit-a-14d033df-39be-4877-a9b5-3d22691c2e20\">Medienartikel<\/a> zu lesen:  &bdquo;Erbrechen, Schwindel, Ohnmacht: In Indien m&uuml;ssen Hunderte Menschen im Krankenhaus behandelt werden. Die Ursache ist noch unklar, Experten haben aber eine Vermutung.&ldquo;  Weiter hei&szlig;t es in dem Beitrag: &bdquo;Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, untersuchen die indischen Beh&ouml;rden nun sogenannte Chlorkohlenwasserstoff-Pestizide. Die britische BBC berichtet zudem, dass im Blut der Erkrankten hohe Konzentrationen an Blei und Nickel gefunden worden seien.&ldquo;<\/strong><br>\n<strong>Was sind Ihre Gedanken, wenn Sie solche Nachrichten h&ouml;ren?<\/strong><\/p><p>Mein erster Gedanke ist: Schon wieder! Aber auch: Wie lange werden wir diese Verh&auml;ltnisse als Menschheit  noch akzeptieren? Danach interessiert mich, was die weiteren Untersuchungen zu dem Fall ergeben werden. Ich selber bin weder Toxikologe noch Arzt.  Aber durch die vor kurzem erfolgte Herausgabe unseres Buches zum Thema der synthetischen Pestizide bin ich f&uuml;r das Thema sensibilisiert und habe von den &uuml;ber drei&szlig;ig Experten\/Innen, die sich in dem Buch &auml;u&szlig;ern, viel gelernt. Unter anderem habe ich gelernt, dass bei der Zulassung von Pestiziden der Glaube eine gro&szlig;e Rolle spielt, der Glaube an die Ungef&auml;hrlichkeit dieser Stoffe und das Ausblenden von Risiken, die niemand einsch&auml;tzen kann. Es gibt viele Beispiele f&uuml;r synthetische Pestizide, deren Sch&auml;dlichkeit erst lange nach der Zulassung nachgewiesen wurde, zum Teil Jahrzehnte danach.<\/p><p><strong>Das hei&szlig;t, diese Stoffe richten dann &uuml;ber lange Zeit einen enormen Schaden an, bevor sie wieder verboten werden?<\/strong><\/p><p>So ist es. Sie werden also offenbar zugelassen, bevor man ihre Wirkungen genau genug kennt. Wenn die Chlorkohlenwasserstoff-Pestizide von Toxikologen schlie&szlig;lich in diese Kette eingereiht werden sollten, dann w&auml;re das gewisserma&szlig;en nur die Fortsetzung der Geschichte der synthetischen Pestizide, die zum Beispiel der Pestizidexperte Lars Neumeister in unserem Buch als eine Geschichte des staatlichen Versagens und auch einer unermesslichen Naivit&auml;t beschreibt.      <\/p><p><strong>Dass synthetische Pestizide f&uuml;r die Gesundheit ein Problem sind, ist bekannt. Dennoch kommen sie nach wie vor in gro&szlig;en Mengen zum Einsatz. Kann man sagen, dass es einen regelrechten Kreislauf gibt, der den Einsatz von Pestiziden bedingt?<\/strong><\/p><p>Am Beispiel Raps kann man sich einen solchen Kreislauf verdeutlichen: Im ersten Schritt wird ein riesiges Rapsfeld in Monokultur angelegt. Nach einiger Zeit  treten dann verst&auml;rkt Rapsglanzk&auml;fer auf, die sich massenhaft vermehren. Dies braucht  niemanden zu wundern, da  ihnen ja ein &uuml;ppiges Buffet vorgelegt wurde. Auf die entstehende und im Grunde von der industriellen Landwirtschaft selbst verursachte Pest wird dann mit dem daf&uuml;r geeigneten Gift reagiert. Die Population geht zun&auml;chst zur&uuml;ck, aber die &uuml;berlebenden Rapsglanzk&auml;fer bauen dann Resistenzen auf und vermehren sich fr&ouml;hlich. Bald braucht man dann h&ouml;here Dosierungen und schlie&szlig;lich st&auml;rkeres Gift. Bei der Vergiftungsorgie werden nat&uuml;rlich auch n&uuml;tzliche Insekten vergiftet, auch nat&uuml;rliche Gegenspieler der Sch&auml;dlinge. Das ist ein Teufelskreis, mit dem allerdings weltweit sehr viel Geld verdient wird.<\/p><p>Das Problem entsteht also haupts&auml;chlich dadurch, dass man mit den Monokulturen versucht, der Natur etwas aufzuzwingen, was ihr nicht entspricht.<\/p><p><strong>Und darauf reagiert sie mit vermehrt auftretenden Sch&auml;dlingen, denn sie versucht, sich selbst wieder ins Gleichgewicht zu bringen.<\/strong><\/p><p>Ja, was der Natur entspricht, ist eine bunte Vielfalt von unterschiedlichen Pflanzen und Tieren, die in einem harmonischen Gleichgewicht neben- und miteinander existieren. Wer das verstanden hat, der sucht und findet ganz konkrete Wege, wieder mit der Natur zu arbeiten, statt gegen sie. Vielfalt bei den Kulturen ist im Biolandbau der wirksamste Schutz gegen zu starken Sch&auml;dlingsbefall. Das wird uns von Biobauern immer wieder best&auml;tigt. Diese Einsicht f&uuml;hrt dann zum Aufbau von Mischkulturen, vielf&auml;ltigen Fruchtfolgen oder Agroforstsystemen.<\/p><p><strong>W&uuml;rden Sie uns bitte erkl&auml;ren, was der Einsatz von Pestiziden f&uuml;r uns Menschen, aber auch f&uuml;r die Natur, f&uuml;r das &Ouml;kosystem bedeutet?<\/strong><\/p><p>Synthetische Pestizide wirken nicht nur auf die sogenannten Zielorganismen, sondern es werden immer auch andere &bdquo;n&uuml;tzliche&ldquo; Lebewesen mit get&ouml;tet oder gesch&auml;digt, oftmals auch nat&uuml;rliche Gegenspieler von Sch&auml;dlingen.<\/p><p><strong>Dadurch entstehen Ungleichgewichte in der Natur?<\/strong><\/p><p>Ja, und manchmal brechen ganze Nahrungsketten zusammen und die Artenvielfalt geht zur&uuml;ck. Dar&uuml;ber hinaus gelangen die R&uuml;ckst&auml;nde zum Beispiel durch Luftverfrachtung in die Luft und werden von uns eingeatmet. Und zwar in einem viel h&ouml;heren Ma&szlig;, als bis vor kurzem noch angenommen wurde. Was das f&uuml;r Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit hat, ist bisher wenig untersucht. Die Stoffe vermischen sich auch, entweder im Boden, im Wasser oder im menschlichen Organismus. Das sind die sogenannten Cocktaileffekte, die ebenfalls bisher wenig untersucht wurden. Es gibt aber inzwischen Studien, die nachweisen, dass von bestimmten Wirkstoffen eine viel gr&ouml;&szlig;ere Gefahr ausgeht, wenn sie mit anderen Stoffen zusammentreffen, als wenn sie allein wirksam werden. Es gibt gro&szlig;e Wissensl&uuml;cken, die dringend geschlossen werden m&uuml;ssten, um die Gefahren von synthetischen Pestiziden realistisch einsch&auml;tzen zu k&ouml;nnen. Andre Leu, Autor des Buches &bdquo;Die Pestizidl&uuml;ge&ldquo;, beschreibt in seinem Beitrag in unserem Buch, dass die gegenw&auml;rtig angewendeten Kontrollverfahren f&uuml;r die Zulassung von synthetischen Pestiziden nicht geeignet sind, um deren Ungef&auml;hrlichkeit wirklich nachzuweisen, und belegt dies auch.<\/p><p>Ebenso gibt es Studien, die zeigen, dass die Pestizidexposition bei ungeborenen und heranwachsenden Kindern mit verschiedenen Krankheiten verbunden ist. Das reicht von St&ouml;rungsbildern des autistischen Spektrums &uuml;ber Krebserkrankungen und Herz-Kreislauferkrankungen bis hin zu Fruchtbarkeits- und Reproduktionsproblemen im Erwachsenenalter. Man ber&uuml;cksichtigt hier leider nicht, dass ungeborene und heranwachsende Kinder sich in kritischen Phasen ihrer Entwicklung befinden und ihr Organismus viel sensibler auf Umwelteinfl&uuml;sse reagiert, als das bei Erwachsenen der Fall ist.<\/p><p><strong>In den vergangenen Jahren gab es <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/vermischtes\/article215695741\/Babys-ohne-Haende-Fehlbildungen-in-Frankreich-seit-Jahren-Mysterium.html\">Meldungen<\/a> aus Frankreich, wonach Babys mit <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wissen\/gesundheit\/2018-11\/fehlbildungen-neugeborene-kindermedizin-frankreich-schwangerschaft-pestizide-umweltgifte\">schweren Fehlbildungen<\/a> geboren wurden. In der Berichterstattung wurde auch auf Pestizide eingegangen.<\/strong><\/p><p>Ja, weltweit sind verschiedene Ph&auml;nomene im Zusammenhang mit unseren Kindern zu beobachten. Die aktuellen Testprotokolle f&uuml;r die Zulassung von Pestiziden k&ouml;nnen uns nur sagen, ob ein Pestizid eine Krankheit verursacht, wenn eine sehr hohe Schwelle der Wahrscheinlichkeit &uuml;berschritten ist. Sie k&ouml;nnen uns aber nicht sagen, ob ein Pestizid sicher ist. Es ist nicht dasselbe, wenn in einer Studie kein Beweis gefunden wird, dass ein Pestizid Krebs, Autismus oder eben andere Krankheiten, auch solche wie in Ihrer Frage angedeutet, verursacht, oder man mit Sicherheit ausschlie&szlig;en kann, dass die betreffende Chemikalie solche Krankheiten verursacht. Gemeinhin werden die toxikologischen Studien dennoch verwendet, um die tausenden auf der Welt verwendeten Pestizidprodukte vom Verdacht freizusprechen, Krebs und andere Krankheiten zu verursachen. Daf&uuml;r gibt es indes keinerlei Beweise. Und wenn ein Pestizid dann doch krank macht, wof&uuml;r viele Untersuchungen sprechen, dann hat das immer gleich epidemiologische Ausma&szlig;e, dann sind meist Tausende und Hunderttausende Menschen betroffen!<\/p><p><strong>Soviel zu den Gefahren f&uuml;r die menschliche Gesundheit.<\/strong><\/p><p>Dar&uuml;ber, was das f&uuml;r die Regenw&uuml;rmer und andere Bodenlebewesen, die wesentlich f&uuml;r die dauerhafte Bodenfruchtbarkeit sind, oder f&uuml;r die Wasserlebewesen bedeutet, bin ich jetzt noch gar nicht eingegangen. Die Probleme sind also &auml;u&szlig;erst vielf&auml;ltig. Synthetische Gifte richten vielleicht in geschlossenen Kreisl&auml;ufen einer industriellen Produktion weniger Schaden an, aber in die lebendigen Naturkreisl&auml;ufe geh&ouml;ren sie auf Grund des heutigen Wissensstandes nicht mehr hin und sollten lieber gestern als heute entfernt werden. Oder wie Felix Prinz L&ouml;wenstein es ausdr&uuml;ckt: Wir werden uns in Zukunft biologisch ern&auml;hren oder gar nicht mehr.<\/p><p><strong>Die Agrarpolitik der EU l&auml;sst einiges zu w&uuml;nschen &uuml;brig. Was machen die Verantwortlichen noch falsch?<\/strong><\/p><p>Die Politik sollte sehr schnell dazu &uuml;bergehen, so genannte &Ouml;kosystemleistungen zu subventionieren und nur diese. Das Verschenken von Steuermilliarden an Landbesitzer, also die Anwendung des Prinzips &bdquo;Wer hat, dem wird gegeben&ldquo;, ist ein Skandal und m&uuml;sste so schnell wie m&ouml;glich beendet werden. Denn Land zu besitzen, ist ja keine Leistung, warum sollte das also belohnt werden?<\/p><p><strong>Worauf kommt es dann an?<\/strong><\/p><p>Darauf, was ein Landbesitzer mit dem Land macht und wie er Landwirtschaft betreibt oder betreiben l&auml;sst.<\/p><p><strong>Was ist noch ein wichtiger Punkt?<\/strong><\/p><p>Dass sich die Politik ein klares Bild dar&uuml;ber macht, welche Landwirtschaft eigentlich volkswirtschaftlich gesehen wieviel kostet. Denn es wird immer deutlicher, dass die Verwendung von synthetischen Pestiziden enorme &ouml;kologische und gesundheitliche Sch&auml;den hervorruft und damit volkswirtschaftlich gesehen hohe Kosten verursacht, die gegenw&auml;rtig in die Produkte nicht eingepreist werden.<\/p><p>T&auml;te man dies, so w&uuml;sste man schnell, dass die Billigwurst vom Discounter nur billiger als Biowurst zu sein scheint, es aber in Wahrheit nicht ist. Hier werden die Verbraucher verschaukelt und das hat System. Kostenwahrheit und die konsequente Anwendung des Verursacherprinzips w&auml;ren hier nachhaltige L&ouml;sungsans&auml;tze. Das hei&szlig;t: Wer in der Natur einen &ouml;kologischen oder bei Menschen einen gesundheitlichen  Schaden anrichtet, muss daf&uuml;r auch bezahlen, so wie es das Gesetz in vielen L&auml;ndern auch vorschreibt (Verursacher-Prinzip).<\/p><p>Die Billigwurst w&auml;re dann nicht mehr billig. Davon sind wir aber momentan noch meilenweit entfernt. Es ist dasselbe Prinzip wie bei der Atomenergie. Diese kann auch nur als die billigste Energie verkauft werden, weil die damit verbundenen Risiken bei Unf&auml;llen oder auch die Lagerkosten &uuml;ber Jahrtausende f&uuml;r deren radioaktive Abf&auml;lle von unseren Steuergeldern bezahlt werden und nicht von den Betreibern und Erzeugern, somit also auch nicht Teil des Produktpreises sind.<\/p><p>Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Ausbildung der B&auml;uerinnen und Bauern. Oft werden die jungen Menschen schon im Elternhaus ideologisch stark gepr&auml;gt, das hei&szlig;t, ihr geistiger Horizont ist auf die Methoden der industriellen Landwirtschaft beschr&auml;nkt und bleibt es oft auch. Auch in der Berufsschule geht es dann so weiter, bis dahin, dass sogar einzelne Pestizidprodukte notenrelevant abgefragt werden.<\/p><p><strong>Die Anwendung von Pestiziden wird sozusagen in das Denken eingeschliffen?<\/strong><\/p><p>Genau. Die jungen Leute werden zu Pestizidanwendern ausgebildet und kennen auch am Ende ihrer Ausbildung nichts anderes. Sie glauben dann, dass Sch&auml;dlingsprobleme nur mit synthetischen Pestiziden in den Griff zu bekommen sind. Von agrar&ouml;kologischen Zusammenh&auml;ngen und den Methoden, die im Biolandbau seit 100 Jahren und von Millionen Bauern weltweit erfolgreich angewendet werden, haben sie oftmals keine Ahnung. Das ist absurd, angesichts der gewaltigen Sch&auml;den, die niemand mehr kleinreden kann, es sei denn, er\/sie will dies aus finanziellen Interessen nicht, weil er oder sie in diesem alten System ganz gut verdient oder zu bequem ist oder zu viel Angst hat, etwas zu ver&auml;ndern. Wobei die Angst ja noch am verst&auml;ndlichsten ist.<\/p><p>Die w&auml;hrend der Umstellung entstehenden Risiken sollten hingegen st&auml;rker gesamtgesellschaftlich getragen werden, das w&uuml;rde wenigstens Sinn machen. Die Zukunft m&uuml;sste dahin gehen, dass eine gediegene landwirtschaftliche Ausbildung auch Praktika in Biobetrieben vorschreibt und die Auszubildenden in der Berufsschule auch Unterricht bekommen von Fachleuten, die im Biolandbau theoretische und vor allem auch praktische Erfahrungen haben. Durch die theoretische und praktische Auseinandersetzung mit dem Biolandbau w&uuml;rden sich viele Vorurteile in den K&ouml;pfen der angehenden Bauern aufl&ouml;sen lassen. Und das gute Gewissen, bei dem, was sie tun, k&ouml;nnte sich auch wieder zeigen und das ist ein Zugewinn an Lebensqualit&auml;t.<\/p><p><strong>Warum setzen Landwirte also <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59256\">Pestizide<\/a> ein?<\/strong><\/p><p>Zuerst mal, weil sie es d&uuml;rfen. Und oftmals, weil sie auch nichts anderes kennen oder kennenlernen wollen. Und weil sie in einem ganzen Geflecht aus Abh&auml;ngigkeiten drinnen stecken, aus dem sie keinen Ausweg f&uuml;r sich sehen. Das eigene Denken und Handeln muss in einem innerlichen Prozess umgeschmolzen werden. Die Bio-Bauern und -B&auml;uerinnen, die man bisher vielleicht immer verachtet und ausgelacht hat, werden pl&ouml;tzlich zu Tr&auml;gern eines unumg&auml;nglichen Wissens, das man braucht. Doch wie geht man nun auf  Menschen zu, die man bisher bel&auml;chelt hat? Keine einfache Sache&hellip;<\/p><p>Viele weitere Elemente w&auml;ren da zu sagen. Gleichzeitig ist es erfreulicherweise trotzdem so, dass viele Bauern auf Bio umstellen. In der Schweiz ist die Zahl landwirtschaftlicher Betriebe seit 2010 insgesamt um &uuml;ber achttausend Betriebe zur&uuml;ckgegangen. Im gleichen Zeitraum hat Bio aber um 1.300 Betriebe zugelegt. Das sind ja Zahlen, die f&uuml;r sich sprechen und die auf ein Umdenken bei vielen Bauern hindeuten. Ich gehe davon aus, dass dies in Deutschland auch nicht viel anders sein wird.<\/p><p><strong>Wie sieht eine <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66838\">nachhaltige Landwirtschaft<\/a> aus?<\/strong><\/p><p>Zun&auml;chst einmal m&ouml;chte ich betonen, was nachhaltige Landwirtschaft kann. Sie kann n&auml;mlich insgesamt betrachtet etwas, was die industrielle Landwirtschaft nicht kann. Sie kann dauerhaft gesunde und aromatische Lebensmittel bei stabilen Ernteertr&auml;gen liefern und erbringt gleichzeitig eine ganze Reihe wichtiger &Ouml;kosystemleistungen, die positive Auswirkungen haben auf das Bodenleben, die Artenvielfalt, den Wasserhaushalt, das Klima und die Gesundheit. Dabei kann sie auf externe Inputs wie synthetische Pestizide und k&uuml;nstlichen Stickstoffd&uuml;nger vollst&auml;ndig verzichten. Sie kann dabei auch auf genmanipuliertes Saatgut und Hybridsaatgut verzichten.<\/p><p><strong>Wie macht sie das?<\/strong><\/p><p>Wenn man Antworten auf diese Frage haben will, muss man die Bio-B&auml;uer\/innen, Bio-G&auml;rtner\/innen und auch Bio-Winzer\/innen fragen und sich anschauen, wie sie arbeiten. F&uuml;r unser Buch haben wir das getan. Die Antworten gehen in verschiedene Richtungen. F&uuml;r viele Praktiker ist schon die Grundhaltung gegen&uuml;ber den Pflanzen, Tieren, Menschen und letztlich dem ganzen &Ouml;kosystem Erde von wesentlicher Bedeutung. Sie begegnen dem Leben und der Natur mit Respekt und letztlich auch mit Dankbarkeit. Sie erleben, dass sie selber auch Teil dieses lebendigen Systems sind und behandeln die Erde nicht wie ein Ding, sondern wie etwas Lebendiges, das seine eigenen Lebensbedingungen hat.<\/p><p>Das erweckt in ihnen das Interesse f&uuml;r agrar&ouml;kologische Zusammenh&auml;nge. Sie fangen an, sich f&uuml;r die Beziehungen zwischen den verschiedenen Lebewesen zu interessieren und zu begeistern, sie beginnen, genauer zu beobachten, wie die Lebewesen interagieren, sie lassen sich beraten und lernen Methoden kennen, die dabei helfen k&ouml;nnen, Sch&auml;dlingsprobleme zu reduzieren, zum Beispiel dadurch, dass man N&uuml;tzlinge f&ouml;rdert und ihnen einen geeigneten Lebensraum zur Verf&uuml;gung stellt. Man bekommt zum Beispiel auch Respekt vor den Regenw&uuml;rmern, weil man begreift, wie wichtig diese Tierchen beim Aufbau der Bodenfruchtbarkeit, &uuml;berhaupt bei der Aufrechterhaltung wichtiger Bodenfunktionen wie zum Beispiel der Wasserhaltekapazit&auml;t sind. Man begreift au&szlig;erdem, dass Regenw&uuml;rmer dabei helfen, D&uuml;rreperioden besser abpuffern zu k&ouml;nnen und &Uuml;berschwemmungen vorzubeugen, und dass es dumm ist, diese zu vergiften. Im Gegenteil, man f&auml;ngt dann an, sie in optimaler Weise zu f&uuml;ttern, wie Sepp Braun, ein Bauer aus Freising in Bayern das zum Beispiel tut, und kann dann eine Regenwurmdichte von 300 St&uuml;ck pro Quadratmeter erreichen, was sehr viel ist.<\/p><p>Praktiker dieser Art gehen aber noch weiter. Sie stellen dann zum Beispiel fest, weil sie Interesse an der Qualit&auml;t ihrer Produkte haben, dass bei artgerechter Ern&auml;hrung der K&uuml;he der Omega-3-Fetts&auml;uregehalt ihrer Milch um den Faktor sechs h&ouml;her sein kann als bei industriell erzeugter Milch, und erfahren dann, dass Milch von dieser Qualit&auml;t einen wesentlichen Beitrag zur Reduzierung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und auch von Asthma leisten kann, weil die Entstehung dieser Krankheiten oft mit einem Mangel an Omega-3-Fetts&auml;uren zusammenh&auml;ngt. Das schrittweise Verstehen der Zusammenh&auml;nge zwischen nachhaltiger Landwirtschaft und Gesundheit zum Beispiel begeistert Biobauern und best&auml;rkt sie in der &Uuml;berzeugung, auf dem richtigen Weg zu sein, auch wenn dieser Weg oftmals sehr herausfordernd und nicht selten auch steinig ist. Sie erkennen: Gesunde und fruchtbare B&ouml;den = gesunde Pflanzen und Gew&auml;sser = gesunde Tiere = gesunde Menschen! Um die Erkenntnis dieses Prinzips kommen wir nicht herum und auch nicht um einen systemischen Blick auf Gesundheit.<\/p><p><strong>Was m&uuml;ssten Landwirte noch tun?<\/strong><\/p><p>Nachhaltig wirtschaftende Bauern tun schon sehr viel. Aus dem, was ich in den letzten Jahren gesehen und erfahren habe, stellt sich mir eher die Frage, was die Gesellschaft noch tun, welche Voraussetzungen sie schaffen m&uuml;sste, damit Landwirte nachhaltig wirtschaften k&ouml;nnen, und auch, welche Anreize sie schaffen m&uuml;sste, damit sie das dann auch tats&auml;chlich tun.<\/p><p><strong>In Ihrem Buch sprechen Sie von einem &bdquo;Systemwechsel&ldquo;, der unternommen werden muss. Wie kann dieser Systemwechsel aussehen? Was sind die ersten Schritte?<\/strong><\/p><p>Das ist eine sehr komplexe Frage. Hier ein paar Aspekte dazu: In der Schweiz haben wir ja das Instrument der direkten Demokratie. Das ist eine gute Sache. Denn das hei&szlig;t, dass wir B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger als Souver&auml;n nicht nur unsere Regierung w&auml;hlen, sondern dass wir &uuml;ber wichtige Fragen selbst entscheiden k&ouml;nnen und uns auch als oberster Souver&auml;n empfinden, denen die Politiker und Beh&ouml;rden zu dienen haben. In diesem Jahr werden wir dar&uuml;ber abstimmen, ob die Verwendung von synthetischen Pestiziden in der Landwirtschaft weiterhin erlaubt sein soll oder nicht.<\/p><p>Dass diese Abstimmungen stattfinden werden, ist zwei Initiativen zu verdanken, die jeweils &uuml;ber 100.000 beglaubigte Unterschriften f&uuml;r ihr Anliegen gesammelt haben.  <\/p><p>Wenn das Ergebnis so ausf&auml;llt, dass diese Stoffe verboten werden, was ich hoffe, und wo wir als Bio-Stiftung uns auch im Rahmen unserer M&ouml;glichkeiten am Bewusstseinsbildungsprozess beteiligen, dann werden die Betriebe acht bzw. zehn Jahre Zeit haben, ihre Anbauweise auf pestizidfrei umzustellen. Das w&auml;re ein wichtiger erster Schritt f&uuml;r die Schweiz und zugleich ein Paukenschlag f&uuml;r die weltweite Antipestizidbewegung.<\/p><p><strong>Mit anderen Worten: Der Systemwechsel w&auml;re dann das Ergebnis eines demokratischen Prozesses?<\/strong><\/p><p>Die Zeit f&uuml;r einen solchen Volksentscheid ist g&uuml;nstig, weil bereits &uuml;ber Jahrzehnte Erfahrungen gesammelt werden konnten, wie so etwas gelingen kann. Auch der Blick auf L&auml;nder wie Indien, wo derzeit Millionen Bauern auf Bio umgeschult werden und wo bereits vor l&auml;ngerer Zeit der Bundesstaat Sikkim zu 100 Prozent auf Bio umgestellt wurde, kann dabei helfen zu begreifen, dass 100 Prozent Bio gut m&ouml;glich ist, auch wenn die Profiteure der pestizid-basierten Landwirtschaft das nat&uuml;rlich ganz anders sehen wollen und gerade alle m&ouml;glichen Katastrophenszenarien an die Wand malen, um den Leuten Angst zu machen.<\/p><p>Dass sie das machen, ist aus ihrer Sicht verst&auml;ndlich, denn den Agrarkonzernen geht es um die Milliardenums&auml;tze, die sie mit dem Verkauf von synthetischen Pestiziden machen. Sie sehen ihre Felle nat&uuml;rlich nicht gern davonschwimmen. Aber ich hoffe, dass sich die Schweizer B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger von dieser Angstmacherei nicht gro&szlig; beeindrucken lassen und der gesunde Menschenverstand sich durchsetzen wird. Wir haben unser Buch zum Themenkomplex der synthetischen Pestizide auch herausgebracht, um diesen Bewusstseinsprozess mit zu unterst&uuml;tzen.<\/p><p><strong>Was Sie aufgez&auml;hlt haben, sind politische M&ouml;glichkeiten. Wie sieht es denn im Hinblick auf das Handeln der Verbraucher aus?<\/strong><\/p><p>Jeder Verbraucher hat die M&ouml;glichkeit, diesen &bdquo;Systemwechsel&ldquo; zu unterst&uuml;tzen und mit zu erm&ouml;glichen. Und zwar durch den Griff nach Bioprodukten im Verkaufsregal. Das ist vielleicht der wirksamste Hebel. Denn wie Urs Br&auml;ndli, der Pr&auml;sident von Bio Suisse, ganz richtig sagt: Was aus dem Verkaufsregal genommen wird, wird von hinten nachgef&uuml;llt. Und wenn mehr Bioprodukte gekauft werden, dann werden auch mehr produziert. So einfach ist das im Grunde.<\/p><p>Wichtig in diesem Zusammenhang ist aber, dass die Gesellschaft es irgendwie schafft, den unfairen Wettbewerb der verschiedenen Landbausysteme zu beenden, der dadurch entsteht, dass nicht alle Kosten und alle Leistungen in die Produkte eingepreist werden und Bioprodukte dadurch im Verkaufsregal noch etwas teurer sind als Produkte aus der industriellen Landwirtschaft. Das ist auch insofern fatal ungerecht, weil Menschen mit geringem Einkommen sich in vielen L&auml;ndern Bioprodukte gegenw&auml;rtig nicht leisten k&ouml;nnen und quasi gezwungen werden, die Produkte aus dem konventionellen Anbau zu konsumieren. Durch diese Praxis wird sozusagen mit unseren Steuergeldern ein System am Leben gehalten, das unsere Lebensgrundlage zerst&ouml;rt und die nachhaltigen Produkte teurer erscheinen l&auml;sst, was aber, wie dargestellt, in Wirklichkeit nicht so ist.<\/p><p>Hinzu kommt, dass wir es uns heute leisten, dass 30 bis 40 Prozent der Lebensmittel als &bdquo;Food waste&ldquo; enden. Das hei&szlig;t im Umkehrschluss: Wir k&ouml;nnten uns auch 40 Prozent teurere Lebensmittel leisten, wenn wir ihnen mehr Wertsch&auml;tzung entgegenbringen w&uuml;rden, ohne dass wir insgesamt mehr Geld ausgeben w&uuml;rden.<\/p><p><strong>Was Sie aufz&auml;hlen, ist ein Ausschnitt, wenn es um einen Systemwechsel geht.<\/strong><\/p><p>Nat&uuml;rlich m&uuml;sste auch mehr in &ouml;kologische Forschung investiert werden, aber auch was unseren Umgang mit Tieren angeht, m&uuml;ssten wir mehr lernen. Und dann auch den Fleischkonsum etwas reduzieren, das w&uuml;rde viel helfen.<\/p><p>Mittlerweile ist bekannt, dass die verst&auml;rkt auftretenden Virenprobleme damit zusammenh&auml;ngen, dass wir Tiere in Angst und Stress versetzen. In einer einzigen Fleischfabrik in der s&uuml;dchinesischen Region Guandong konnten allein 46 Subtypen der weltweit zirkulierenden, insgesamt 108 verschiedenen HxNx-Influenzaviren nachgewiesen werden. <\/p><p><strong>Spielt das Thema Pflanzenzucht auch eine Rolle bei einem Systemwechsel?<\/strong><\/p><p>Absolut. Die Pflanzenzucht m&uuml;sste anders ablaufen. Sie liegt weltweit inzwischen nahezu vollst&auml;ndig in den H&auml;nden von wenigen Konzernen. Und diese Konzerne z&uuml;chten gern Hochleistungssorten, die nur in Kombination mit einem hohen Einsatz von synthetischen Pflanzenschutz- und D&uuml;ngemitteln &uuml;berleben, welche diese Konzerne dann zuf&auml;llig auch mit im Programm haben. Das hat mit freier Marktwirtschaft nicht mehr viel zu tun, mit sozialer Marktwirtschaft auch nicht.<\/p><p>Das sind l&auml;ngst oligarchische Verh&auml;ltnisse, die gesunden Wettbewerb erschweren bzw. nahezu verunm&ouml;glichen. Wie die Politik die Entwicklung zu solchen Verh&auml;ltnissen hin zulassen konnte, ist mir schleierhaft und vielleicht nur vor dem Hintergrund des starken Lobbyismus der Agrochemieindustrie und deren Milliardeninvestments zu verstehen. Ein Systemwechsel auf diesem Gebiet w&uuml;rde f&uuml;r mich bedeuten, dass die Regionen sich ihre Ern&auml;hrungssouver&auml;nit&auml;t zur&uuml;ckerobern, mit regional angepassten, samenfesten Sorten, die in der Region gez&uuml;chtet und m&ouml;glichst auch vermehrt und verkauft werden.<\/p><p><strong>Wie sieht es mit dem ewigen Wirtschaftswachstum aus?<\/strong><\/p><p>Dieses Dogma, das eine gro&szlig;e intellektuelle Fehlleistung darstellt, ist eines der gr&ouml;&szlig;ten Probleme. <\/p><p><strong>Warum?<\/strong><\/p><p>Die B&ouml;den und Gew&auml;sser, in und auf denen die Rohstoffe wachsen, k&ouml;nnen eben nicht st&auml;ndig h&ouml;here Ertr&auml;ge bringen, was die Voraussetzung eines ewigen Wachstums w&auml;re, sondern sie werden dadurch zerst&ouml;rt und somit auch die Grundlage der &Ouml;konomie. Das hei&szlig;t, man kann sagen, dass ein &ouml;konomisches Denken auch ein &ouml;kologisches Denken sein muss, denn sonst ist es eben nicht &ouml;konomisch, da es die Grundlagen der &Ouml;konomie und des Lebens zerst&ouml;rt.<\/p><p>Titelbild: Jinning Li \/ Shutterstock<\/p><p><em>Lesetipp: <a href=\"https:\/\/www.westendverlag.de\/buch\/das-gift-und-wir\/\">Forster, Mathias, Sch&uuml;mann, Chistopher: Das Gift und wir &ndash; Wie der Tod &uuml;ber die &Auml;cker kam und wie wir das Leben zur&uuml;ckbringen k&ouml;nnen.<\/a><br>\nWestend Verlag. September 2020. <strong>ISBN<\/strong>: 978-3-86489-294-3, 448 S., 29,95 Euro.<br>\nWeitere Informationen: <a href=\"http:\/\/www.dasgiftundwir.ch\">dasgiftundwir.ch<\/a> oder <a href=\"http:\/\/www.bodenfruchtbarkeit.bio\">bodenfruchtbarkeit.bio<\/a><\/em><\/p><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/8c6ca952e8894e69bc7870f609800250\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Junge angehende Landwirte werden regelrecht zu &bdquo;Pestizidanwendern&ldquo; ausgebildet, zum Ende ihrer Ausbildung seien sie der Auffassung, dass nur <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59256\">synthetische Pestizide<\/a> gegen Sch&auml;dlinge helfen k&ouml;nnen. Das sagt <strong>Mathias Forster<\/strong> im NachDenkSeiten-Interview. Der Schweizer, der den &bdquo;Bodenfruchtbarkeitsfonds der Bio-Stiftung Schweiz&ldquo; mitgegr&uuml;ndet hat, macht sich seit langem Gedanken &uuml;ber eine Landwirtschaft, die uns Menschen und der Natur<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69526\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":13,"featured_media":69529,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,209,178,179],"tags":[1692,2242,530,3023,929,1848,849,1693,338,394],"class_list":["post-69526","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-interviews","category-ressourcen","category-schadstoffe","tag-agrarwirtschaft","tag-artenvielfalt","tag-buergerentscheid","tag-biolandwirtschaft","tag-krankheiten","tag-nachhaltigkeit","tag-nahrungsmittel","tag-pestizide","tag-schweiz","tag-subventionen"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/shutterstock_547553083.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/69526","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/13"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=69526"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/69526\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":81045,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/69526\/revisions\/81045"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/69529"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=69526"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=69526"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=69526"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}